Nationalsozialistische Partei-Korrespondenz [256—303]

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1817

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THE GIFT OF Professor James K. Pollock

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Nationalsozialiſtiſche Brief and Drahtans grift der Schriftlettung: Berlin SM68, Zimmeritr. 90, III, Fernruf: A 1 Jäger 0022 Berlag: Franz Cher Raf., G. m. b. H., 3entralverlag der NSDAP., München · Berlin ſand : Cher - Verlag , Berlin SW 68, immertrake 88. - Alle Zahlungen find nach ilin (Poftschedlonto Berlin 4454) zu richten



VarteiKorreſpondenz

NCK

Mit der Herausgabe beauftragt : Wilhelm Wetß; für die Mitteilungen der Reichspressestelle verantwortlich: Dr. Otto Dietrich , Reichspressechef der NSDAP. Für den übrigen Gesamtinhalt verantwortlicher Hauptschriftleiter Helmut Sündermann. Stellvertreter: Wilhelm Ritgen. Sämtlich in Berlin.

Breſſedienſt der NGDAB

Blatt 1

NSK Folge 256

2. November 1936

Die NSK Randbemerkung:

Der politiſche NSK Nicht nur die Liebe, sondern auch die Politik geht, wenn es so will, durch den Magen. Gewiß ist es für die Staatslenkung nicht einfach, den großen Magen des deutschen Volkes, der sich jest wieder eine gesunde Kost leisten fann, ständig und ausreichend zu sättigen. Darum nehmen wir den Verstand zu Hilfe. Wir find nicht dumm genug, für unseren Appetit ausgerechnet die Nahrungsgüter in großen Mengen zu beschaffen, die wir im eigenen Lande nicht vollständig erzeugen können. Aber leider sind viele von uns auch nicht flug genug, nun eben das aufzweſſen, was wir ausreichend bes fiken, ja, was uns vielleicht verderben würde, wenn wir es nicht aufäßen. So scherzhaft es flingt, es ist bitterer Ernst : das deutsche Volt braucht einen politischen Magen. Der sagt uns also heute, daß uns das Schicksal eine gute Kohlernte geschenkt hat, die uns gerade in dieser Jahreszeit sättigen kann, die auch darauf wartet, ausgenutzt zu werden und sich glänzend zur Konservierung für die Wintermonate eignet. Die Erfahrung hat gelehrt, daß Kohl etwas ſehr Gutes ist. Um so lieber wollen wir ihn essen, als wir wissen, daß wir dadurch die

Keine

Ehre

Magen

Einfuhr ausländischer Lebensmittel verringern und unsere Devisen sparen können. Wir haben es absolut nicht nötig, uns an das dumme Vorurteil gewisser Leute anzulehnen, die stets und immer die eingeführte Auslandsware für beſſer halten als die deutsche, und infolgedessen mit einer eingebildeten Abneigung an deutschen Erzeugnissen vorübergehen. Die Früchte unseres Bodens sind gut, sie wollen und müſſen verbraucht werden. Das kleine bißchen politischer Vernunft, das zu dieser Überlegung gehört, ist für die deutsche Ernährungslage entscheidend ; jeder muß es haben , wenn Deutschland den Kampf um seine Nahrungs- und Wirtschaftsfreiheit gewinnen soll. Weil jeder seinen Magen einmal in den Dienst des politischen Denkens stellen muß und kann. Wir sind überzeugt, daß das keinem Deutschen schwer fällt. Es muß ihm nur einmal gesagt werden. Es ist kein Zeichen von Not, wenn das geschieht. Aber es ist ein Zeichen von Umſicht und politiſcher Reife, von Erkennen der Tatsachen, wenn wir die Gaben der Natur nehmen, wie und wann unser deutscher Boden sie uns gibt.

ohne Treue

Volksverbundenheit und Treuepflicht als Eckpfeiler sozialer Ordnung NSK Gerichtsentscheidungen und Arbeitsgerichtsentscheidungen geben heute in vielen Fällen bereits eine deutliche Illustration zu Grundsätzen den unumstößlichen des neuen deutschen sozialen Lebens. Es ist selbstverständlich geworden, daß der Betriebsführer, der böswillig oder fahrlässig die soziale Ehre seiner Gefolgschaftsmitglieder verlegt, be-

straft wird, wenn es ſein muß, sogar mit der Abs erkennung der Betriebsführereignung. Unserem neuen Denken entspricht es, Menschen aus der Arbeitskameradschaft anständiger Deutscher zu entfernen , wenn sie durch ihr Verhalten die Vertrauensbasis zerstören , auf der das deutsche Betriebsleben aufgebaut sein muß. Darum wollen wir auch

J.. Pollock 15

NSK Folge 256 feine Speichelleder, Zuträger, Klatschbasen, Intriganten in unserer Mitte wissen. Mancher, der es trok ernſteſter Hinweiſe nicht lernte, mußte es eben fühlen.

„Wir wollen eine ehrliche Schic . salsgemeinschaft sein", sagte Rudolf Heß fürzlich bei einer Versammlung in Hof. Auch die Betriebsgemeinschaft ist Schicksals gemeinschaft, und das Fundament ihres Bestandes ist die Ehrlichkeit, das Vertrauen, das Sichaufeinanderverlaſſenkönnen ". Weil die Beeigennützigen aus triebsgemeinschaft nicht Gründen, sondern zum gemeinen Nuzen von Volk und Staat arbeitet, muß man voraus, sehen, daß alle ihre Angehörigen wahre und Disziplin nationalsozialistische Volksverbundenheit durch die Tat beweisen. Das hat - wie wir einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichtes Leipzig entnehmen eine Angestellte einer Verbrauchergenossenschaft unterlassen, indem sie der Eintopfsammlerin der NSV. gegenüber in gehässiger Weise äußerte: ,,Ich gebe nichts, ich habe auch nie etwas gegeben !" Das sagt ein Mensch, der 25 Jahre lang in Lohn und Brot gestanden hat , der das Elend der Arbeitslosigkeit nie gespürt hat, der dank der Arbeit des ganzen Volkes immer ſatt zu essen hatte ! Mit Recht hat das Arbeitsgericht die frist lose Entlassung dieser Frau be 2 stätigt , denn sie gab einen deutlichen Beweis dafür, daß sie keinen Gemeinschaftsgeiſt will, daß sie kein Vertauensverhältnis zu ihren Arbeitskameraden wünſcht, daß sie sich außerhalb der Volksgemeinschaft stellt. Sie wurde nicht entlaſſen, weil sie nichts gab das hätte schon vorkommen fönnen, daß eine augenblickliche Schwierigkeit sie daran gehindert hätte sondern weil sie geben konnte und böswillig nicht geben wollte , weil sie allein Nugen aus den erweiterten Arbeitsmöglichkeiten des Dritten Reiches ziehen wollte, ohne das ihre dazu zu leisten. Das ist eine Treueverlegung gegenüber dem deutschen Volke , dem jeder einzelne alles verdankt. Darum ist es auch ein Verstoß gegen die soziale Ehre, die sich in erster Linie auf dem Treueverhältnis gegenüber der Volksgemeinschaft aufbaut. Keine Ehre ohne Treue ! Ein zweiter Fall : Ein Arbeiter gibt seine Stelle ohne Kündigung auf, um eine beſſer bezahlte Arbeitsstelle bei einem anderen Unternehmer anzutreten. Seine alte Firma behielt daraufhin den Restlohn für drei Tage ein. Das Arbeitsgericht wies die Klage des Arbeiters auf Auszahlung dieses Restlohnes unter Hinweis auf den Schadensersatzanspruch der verlassenen Firma ab. Auch hier ist die Frage der Treue anzuschneiden. Wenn sich die Bes triebsgemeinschaft auf gegenseitigem Vertrauen aufbaut, auf der Schicksalsgemeinschaft gegenüber der gestellten Aufgabe, so kann und darf auch das Gefolgschaftsmitglied nicht mir nichts , dir nichts seiner Arbeitsstätte den Rücken

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2. November 1936 tehren , sobald auf der anderen Seite eine materielle Berlodung steht ! Natürlich ist es verständlich, wenn ein einzelner Mensch darauf sieht, seine Lebensdas darf aber zu bedingungen zu verbessern teiner Fahnenflucht aus dem Betriebe führen. Darum handelt es sich aber, wenn ein ſchaffender Mensch von heute auf morgen ohne Ein-- Sie haltung der gesetzlichen Kündigungsfrist er notabene zu seinem persönlichen Schut immer beansprucht einer irgendwo winkenden Verbesserung nachläuft. Der nationalsozia= listische Staat hat nicht Arbeitsmöglichkeiten für Millionen Menschen geschaffen, um ihre Ausnukung jeder Willkür und Laune freizustellen, sondern um die Produktion des ganzen Volkes und damit seine Lebensmöglichkeiten zu ers weitern. Dazu bedarf es einer stetigen Entwicklung und einer Krisenfestigkeit, die niemals erreicht werden kann, wenn jeder plöglich nach seinem Gutdünken und persönlichen Vorteil ohne Rücksicht auf Betriebsgemeinschaft und Arbeit handelt. Ebenso wie das schaf fende Gefolgschaftsmitglied sich Willen auf den guten seines fönnen Unternehmers verlaſſen soll , muß sich der Unternehmer auf das Vertrauen und auf die Treue seiner Gefolgschaft stützen. Lezten Endes ist die Außerachtlassung dieser moralischen Verpflichtung nicht eine Schädigung des Unternehmers persönlich, ſondern des Unternehmens , dessen Produktion an einer Stelle überraschend ausseßt. Damit handelt es sich auch um eine Störung des sozialen Friedens , der für die Arbeit und die Betriebsgemeinschaft lebenswichtig ist. Es tut hierbei nichts zur Sache, daß in dem angezogenen Einzelfalle die materielle Schädigung des Unternehmens gering und tragbar ist. Eben, weil materielle Gründe im Betriebsleben des nationalsozialistischen Deutschland nicht mehr allein ausschlaggebend sind, wird dieser kleine Fall grundsäglich behandelt. Auch hier ist die soziale Ehre engstens mit der Treue verknüpft. Der Arbeitskamerad, der ausschließlich aus materiellen Gründen das Treueverhältnis verleßte, hat es sicher nicht böse ge= meint. Darum ist ihm durch den Verlust des Lohnes für drei Arbeitstage auch nur ein materieller Denkzettel gegeben worden. Er hätte sich das ersparen können, wenn er mit der in deutschen Betrieben notwendigen Offenheit richtig gekündigt und somit seiner Betriebsgemeinschaft die Möglichkeit gegeben hätte, sich rechtzeitig nach einem geeigneten Nachfolger für feinen Arbeitsplaß umzusehen. Die kleinen Einzelzüge sind es, die das Ges famtbild des Charakters ausmachen, die auch das Gesicht des deutschen Arbeitslebens prägen. Und ohne die Treue im kleinen fann es auch feinen sozialen Frieden im großen und nicht die soziale Ehre geben , auf die Deutschland stolz ist, weil sie eines seiner wertvollsten Güter ist. egd.

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Er trägt die Heimat

in

die

Welt

Der Film im Dienst der Auslandsorganiſation der NSDAP.

Regelmäßige

Filmaufführungen für die Auslandsdeutſchen — Die Ortsgruppen filmen ihre großen Tage - Ein Geſpräch mit dem Leiter der Filmstelle der AO .

NSK Im Rahmen der Gesamtarbeit der Auslands-Organiſation der NSDAP . ſpielt der Film eine nicht unwichtige Rolle. Das wird doppelt verständlich, wenn man erfährt, daß die in aller Welt verstreut lebenden Deutschen durch die wahr und beredt sprechenden Bilder ein Stück Heimat, ihre Arbeit, ihr Wesen und Wollen vermittelt bekommen.

Streden zwischen den einzelnen Siedlungen ; irgendwelche technischen Hemmnisse gibt es heutzutage nicht mehr , denn wo fein Strom vorhanden, da hilft eben die Batterie, und selbst, wo auch hierfür noch keine Möglichkeiten gegeben sind, da ist es der beliebte Schmalfilm, der immer wieder zu seinem Recht tommt.

Wenn große politiſche Kundgebungen als die Hochfeste deutschen Volks- und Kulturlebens und Künder einer fämpfenden Weltanschauung jeden, der an ihnen teilnimmt, in Bann halten, dann bemühen sich gleichzeitig zahlreiche Hände, um all dieses Geschehen auch in Bild und Ton einzufangen. Trot Presse und Funk muß auch der Film mit seinen plastischen Aufnahmen hinzukommen, um möglichst allen Volksgenossen neben dem akustischen auch den optiſchen Eindruck zu vermitteln. Ununterbrochen surren die Filmapparaturen, was nur irgendwie sehenswert und besonders geeignet ist, den Charakter und den Geiſt der Veranſtaltung zu unterstreichen, wird aufgenommen. Ausschnitte davon sehen wir in den Wochenschauen der Filmtheater. Filmband reiht sich an Filmband, und die Auslands-Organiſation hat nun die Aufgabe, wie uns Pg. Houben , der Leiter der Filmstelle der Auslands - Organiſation, berichtet, aus all diesen Kopien ein Filmecho der Heimat zusammenzustellen.

Es wird seitens der AO. alles getan, um ihrerseits an dem Gelingen dieser Filmaufklärungsarbeit mitzuhelfen. Die Ortsgruppen berufen zu den Vorführungen ein, in einem ges mieteten Lichtspieltheater findet dann eine ge = schlossene Veranstaltung statt. Zur Frage des Vorhandenseins von Tonfilmgeräten berichtet Pg. Houben, daß die meisten Ortsgruppen bereits mit solchen Apparaturen ausgerüstet sind, und daß viele von ihnen Filme im eigenen Heim zur Vorführung bringen.

Viermal im Jahre gehen diese Kurztonfilme, wie man sie nennen könnte, in alle Welt hinaus, um den Auslandsdeutschen möglichst einen lebendigen Eindruck von den Ereignissen und Vorgängen in der Heimat zu bieten. Ganz gleich, wo ein Auslandsdeutscher auch leben mag, der Tonfilm erreicht ihn doch und vielleicht erhält dieser und jener durch diese Aufnahmen einen ersten Eindruck von seiner Heimat überhaupt. Die übrigen aber können Erinnerungen anknüpfen, das Wissen vertiefen, und bleiben so dauernd über alles Geschehen innerhalb der deutschen Gaue auf dem laufenden. „ Dazu kommen eine ganze Reihe von Großtonfilmen,“ erzählt Pg. Houben, „ die in alle Welt hinausgehen . Da ist zum Beiſpiel „Jugend sieht Heimat", der Film, der den Besuch der auslandsdeutschen Jugend im Deutschlandlager und deren Fahrt durch Deutschland festhält. Weiterhin müssen natürlich auch Filme wie „Hitlerjunge Quer" und nicht zulet ,,Triumph des Willens" genannt werden. All diese Filme geben ja mehr als nur irgendein Geschehen, sie sind zugleich Ausdruck nationalsozialistischen Wollens und Schaffens." Die besonderen Schwierigkeiten, den Deutschen im Ausland all diese Filmwerke zugänglich zu machen, bestehen in der Hauptsache durch das oft fast unmöglich erscheinende überwinden von

,,Im Innern Argentiniens und Süden Brafiliens, im langgestredten Chile, überall reisen Beauftragte mit tragbaren Tonfilmgeräten auf Autos von Ort zu Ort, vor allem da, wo es keine Filmtheater gibt. Eine unserer überseeischen Landesgruppen hat auch eine Tonfilmapparatur mit Batterien ausgerüstet. Die Filmbelieferung erfolgt regelmäßig, und es ist immer ein besonderer Freudentag, wenn es dann heißt, ,,die neuen Tonfilme sind da". Von weither kommen sie zuſammen, um die Stimme des Führers oder von einem seiner Getreuen, um die farbenprächtigen Bilder in ſich aufzunehmen.“ Aber auch die Landesgruppen bemühen sich um die Herstellung von von eigenen Filmen aus ihrer Wahlheimat. Sie wollen auch ihre Feste und Kundgebungen im Film festhalten und sie anderen zugänglich machen. So erfahren wir, daß die Landesgruppe Argentinien einen Tonfilm von der Wintersonnenwendfeier der Deutschen Kolonie am Rio de La Plata Plata hergestellt hat. Das Charakteristische dieses Festes tommt besonders anschaulich zum Ausdruck, denn das Geschehen ist wirkungsvoll durch Aufnahmen aus der Landschaft, aus Buenos Aires und der Umgebung ergänzt. Dieser Film wird nun nicht nur allen Auslandsgruppen zur Vorführung zur Verfügung gestellt, sondern durch die Gaufilmstellen innerhalb des deutschen Vaterlandes recht vielen Volksgenossen gezeigt.

Es ist eine glückliche Zusammenwirkung von Bild und Ton, die uns in all diesen Filmen entgegentritt. Wo nicht die geeigneten Appa= raturen vorhanden sind, werden Schmalfilme hergestellt, denen die gleiche Aufgabe wie dem Tonfilm zufällt. Gerade in dieser Filmarbeit zeigt sich so recht wieder die Volksgemeinschaft, denn nur durch die Gemeinschaftsarbeit wird diese Filmherstellung überhaupt

NSK Folge 256 möglich. Jede der Landesgruppen ist von sich aus bemühlt, Kunde zu geben von ihrer Ar beit und vor allem auch den anderen AusLandsdeutschen etwas von ihrem Schaffen zu vermitteln. So tauschen sie auch untereinander ihre Filmstreifen aus, Anregungen werden eins ander gegeben, ein Film, der in Bulgarien aufgenommen wurde, läuft nun auch in Australien und umgekehrt, oder ein Filmstreifen der Lan desgruppe Chile wird in Polen zur Vorfüh rung gebracht, ein ewiger Wechsel, immer wie der etwas Neues bietend.

Wir fragen Pg. Houben, inwieweit solche „ Auslandsfilme" schon vorliegen, und er erzählt uns, daß zum Beispiel in Buenos

Der Maßstab

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des Aires die Feierlichkeiten 1. Mai aufgenommen wurden, die Abstim mung der Deutschen Kolonie in Alexandrien auf dem Damp= fer "" General von Steuben" am 29. März hält ebenfalls wesentliche Ereignisse im Film fest, die Ortsgruppe Kalkutta hat ihre sportliche Betätigung im Film festgehalten und so anderen Gruppen eine Anregung für ihre Arbeit gegeben. So geht ein ewiger Wechsel zwischen den einzelnen Landesgruppen und der Heimat hin und her, der Film als das lebendige, anschauliche Binde glied ist zum Mittler geworden zwischen den Millionen Auslandsdeutscher und der Heimat Sch. und ein Künder der Wahrheit.

der

Rentabilität

Die Auswirkungen eines weitsichtigen Tatsozialismus in den Betrieben NSK Es gibt Menschen, die beim Auftauchen jeder neuen Idee, vor der Ergreifung irgende einer Maßnahme immer erst zu fragen pflegen : Was bringt das ein? Ihre materialiſtiſche Ver= anlagung und ihr reines Zweddenken kennzeich= net fie als reine Mammonsanbeter und macht fie leicht zu trasfesten Egoisten. Der moralischen Forderung und dem sittlichen Gebot nach sozialistischer Gesinnung glaubten sie nach Anbruch der neuen Zeit durch gelegentliche Spenden in Freibier und Würstchen an ihre Untergebenen begegnen zu können. Ihre Kurzsichtigkeit vers leitet sie meist dazu, nur den gegenwärtigen Augenblick und bestenfalls die vor der Tür stehende Zeit zu berücksichtigen, so daß ihnen die tiefgreifenden Vorteile für die zukünftige Entwicklung, auch in materieller Beziehung, erst beleuchtet werden müſſen, um ihre aktive Mitarbeit und ihr Verſtändnis anzuregen. Der materialistische Liberalismus gedachte ben Menschen einseitig lediglich nach seiner Arbeitskraft einschätzen und bewerten zu können, wobei er meistens auch noch mehr oder weniger große Fehler beging. Er übersah oder veranschlagte zumindest zu gering die Konsumkraft des Menschen und vernachlässigte daher ihre Exhöhung. Der menschliche Bedarf in all seinen weit verzweigten Möglichkeiten aber schafft ja erst den Umfang der Nachfrage und beſtimmt damit die Größe des Absahmarktes für die Wirtschaft. Hieran nimmt jede betriebliche Einheit ihrer Leistung entsprechend teil und zieht daraus allein ihre Rentabilität. Auch alle in ihr selbst Tätigen, Arbeiter und Angestellte sowie Unternehmer, gehören zum mindesten mittelbar mit zu denen, die den Grad der Nachfrage und die Güte des Umsatzes für das eigene Unternehmen beeinflussen und mitbestimmen.

Schon aus diesen Überlegungen heraus hätte fich ergeben, daß das Konjumvolumen auch der eigenen Betriebsangehörigen von den Unternehmern hätte in Rechnung gestellt werden müssen und ihre Kaufkraft möglichst zu stärken war. Darin, daß das nicht geschah, zeigt sich die obenerwähnte Kurzsichtigkeit der materialistischen Denkweise zur Zeit des Liberalismus , die ver

möge ihrer unsinnigen Einseitigkeit die den ganzen Abfahmarkt vernichtende Arbeitslosigkeit hervorrief. Klarsichtig padte daher der Nationalsozialise mus nach der Machtübernahme das Übel an der Wurzel an und brachte zunächst die untätigen Volksgenossen wieder in Arbeit und Brot. "Da= mit vergrößerte er die Konſumkraft der Volksgesamtheit und führte den Abfaz marit seiner Gesundung entgegen , wodurch naturgemäß die Unternehmerschaft ſehr gestärkt wurde. Hätte diefe der liberalistischen Wirtschaftsideologie bereits restlos abgeschworen gehabt, so würde sie die erzielten Gewinne nicht nur aus sozialen, sondern auch aus Gründen der wirtschaftlichen Rentabilität sofort zur wei = teren Steigerung des allgemeinen Lebensstandards eingesetzt haben . Die Verbreiterung der inländischen Rohstoffbasis burch die uns von der irrgelaufenen Weltwirte schaft aufgezwungene Erzeugung von Werkstoffen bietet jezt hierzu die beste Gelegenheit und fügt die bisher erzielten Unternehmergewinne an der richtigen Stelle wieder fördernd in den Wirtschaftskreislauf ein. Durch den neuen Vierjahresplan werden bisher unbekannte Arbeitsmöglichkeiten geschaffen, die Konsumkraft der Volksgemeinschaft weiter gestärkt und das Abjazzvolumen auf dem Warenmarkte vergrößert, was wiederum der Rentabilität zugute kommt. Daraus geht hervor, daß jede sozialistische Zielsetzung, im heutigen Sinne verwirklicht und auf lange Sicht berechnet, stets auch nach Rentabilitätswirtschaftlichen grundsägen richtig ist. Das wird natürlich zunächst nur derjenige wahr haben wollen, der wirklich volkswirtschaftlich und nicht nur betriebswirtſchaftlich zu denken ge= lernt hat. Wird die Wirtschaft aber nicht als mechanische Zweckonstruktion, sondern als orga nische Lebensfunktion des Volkes betrachtet, so gibt es zwischen den beiden Auffassungen teinerlei Gegensätzlichkeit. Denn das volkswirtschaft= lich Notwendige muß schon deshalb betriebwirtschaftlich rentabel sein, weil jede Unternehmenseinheit ihre Existenz nicht aus sich selbst, sondern erst durch ihren Zusammen-



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t

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hang mit den übrigen Teilen der völkischen Gesamtwirtschaft findet. Das ist genau so der Fall, wie die Lebensgrundlage des Menschen auch nicht in seiner Person, sondern in seiner Eigenschaft als Glied ſeiner Volksgemeinschaft ruht. Neben der volkswirtschaftlichen Rentabilität allen sozialistischen Handelns, wie sie oben ausgeführt wurde, liegt aber auch noch eine betriebswirtschaftliche außer der, die bereits in der volkswirtschaftlichen mitbegründet ist. Sie 1st unschwer zu finden und drängt sich durch den augenblicklichen Facharbeitermangel eindeutig ans Tageslicht hervor. Jeder Tatsozialismus eines betrieblichen Vorgesetzten wirkt sich auf die Schaffensfreude und Leistungs bereitschaft des Untergebenen günstig aus und fördert nachhaltigst deſſen Können zum Vorteil der gesamten Betriebsgemeinschaft. Die Güte der Leistung jedes Mitarbeiters an dem gemeinsamen Werk aber schaltet Verlustquellen aus und erhöht hierdurch die wirtschaftliche Rentabilität des Unternehmens. Darüber hinaus wird durch die gewissenhafte Weiter = bildung der Betriebsangehörigen und ins-

besondere durch die bestmögliche Schulung des Nachwuchses allein jeder Facharbeitermangel besiegt. Lediglich auf diesem Wege aber wird die Wirtschaftsorganisation auch betrieblich auf die Höhe gebracht, auf der der technische Produktionsapparat durch ständige Neuinvestierungen gehalten werden muß. Praktischer und sinnvoller Sozialismus der Tat ist also in jedem Falle rentabel, gleichgültig, ob die volkswirtschaftliche oder die betriebswirtschaftliche Rentabilität untersucht wird . Es dürfte daher durchaus an der Zeit sein, daß auch der letzte Materialist seinen Rechenschieber endlich überholt und mit einer neuen Maßskala versehen läßt , die auf die Ausweitung der heutigen grundlegenden Erkenntnisse geeicht ist. Es würde ja wohl niemandem einfallen, beispielsweise die Länge der Reichsautobahnen etwa nach Millimeter ausmeſſen zu wollen . Es ist aber ebenso unsinnig, eine neue Idee oder auch nur eine wirtschaftliche Maßnahme nach den Pfennigen und Markstücken be= werten zu wollen, die der einzelne Mitläufer im Augenblick für seinen Sparstrumpf zu hamstern Kl. in der Lage ist.

Mittler zwischen Forschung und Praxis Eine Monatsschrift der Reichsarbeitsgemeinſchaft für Raumforſchung NSK Dieser Tage erschien zum ersten Male im Berlag Kurt Bowindel GmbH., Heidelberg, die Monatsschrift „Raumforschung und Raumordnung". Sie wird herausgegeben von Prof. Dr. Konrad Meyer für die durch ge= meinsamen Erlaß der Reichsminister Rust und Kerri gegründete Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung". Die Zeitschrift hat die Aufgabe, eine feste Verbindung zwischen der wissenschaftlichen For schung , den Hochschularbeitsgemeinschaften und der Praxis der Reichs- und Landesplanung herzustellen. Durch den Vierjahresplan des Führers sind bestimmte Probleme der Raumordnung und Raumforschung besonders in den Vordergrund gestellt worden . Auch ihrer Be= handlung wird die Zeitschrift dienen. Sie wendet sich deshalb an alle, die am Gedankenaustausch über Methoden, Erfahrungen und Arbeitsergebnisse teilhaben, über den Stand und die Entwicklung der Planung im Deutschen Reich über deutsche Landschaftskunde und Strukturforschung, über die Erfahrungen des Auslands sich unterrichten wollen. Die Lebensfragen der Zuordnung von Volk und Raum, die Notwendigkeit planvoller Raumgestaltung sowie vernünftig und sorgfältig abgewogener Raumwirtschafts- und Bevölkerungspolitik gehen alle an, die an Aufbau und Sicherung der deutschen Lebensgemeinschaft beteiligt sind, nachdem der Führer das unermeßliche Aufgabengebiet der Neuordnung vor mehr als einem Jahr der Hoheit des nationalsozialiſtiſchen Reiches übertragen und als oberste und unabhängige Reichsbehörde die Reichsstelle für Raumordnung" errichtet hat. Dem ersten Heft haben die Reichsminister Rust und Kerrl Geleitworte beigegeben. Der Ansah der Wissenschaft für die Raumforschung und Raumordnung wird ſie zwangsläufig hineinführen in die Kernfragen des Nationalfozialismus : Blut und Boden, Volk und Raum. Die deutsche Wiſſenſchaft wird aus dieser Aufgabe Kräfte nehmen und geben", schreibt Reichsminister Rust. Der Leiter der „Reichs-

stelle für Raumordnung", Reichsminister Hanns Kerrl , führt aus : „Der deutsche Lebensraum in der Vielgestalt seiner landschaftlichen Gliederungen und Struktur, wie die Wesensart der Beziehungen, die Menschen und Dinge verbin den, stellen für die Erhaltung und Sicherung unserer völkischen Existenz Raumordnungsaufgaben, deren Lösung nur in nationalsozialistischer Gemeinschaftsarbeit gefunden werden kann. Mit der Reichsarbeitsgemeinschaft für Raumforschung" haben sich auch Wissenschaft und Forschung in den Dienst dieser großen Aufgabe gestellt. Die neue Zeite schrift der Reichsarbeitsgemeinschaft Raumforschung und Raumordnung" wird nicht nur dazu beitragen, die wissenschaftliche Arbeit einheitlich auf das gemeinsame Ziel auszurichten, sondern auch die Verbindung mit der Praxis herstellen.

Seit die Juden einwanderten . . .

Kanada wehrt sich gegen die Juden NSK Wie das in Montreal (Kanada) erscheinende Blatt „Patriote" berichtet, hat der Verlag dieser Zeitung eine Broschüre her ausgegeben, die interessante Enthü l Lungen über die drohende Judengefahr enthält. In der Schrift wird aufgefordert, die notwendigen Abwehrmaßnahmen zu treffen. Es wird dann weiter festgestellt, daß man, ehe die Juden nach Kanada kamen, habe gut leben können, und daß man heute noch besser leben könne, wenn die Juden dorthin zurückkehren würden, woher sie gekommen seien. Seitdem die Juden eingewandert seien, habe sich das Leben in den Städten geändert. Die Menschen, so wird weiter ausgeführt, hätten ihre Tugenden und ihre guten Charak tereigenschaften verloren. Ein be sonderer Abschnitt befaßt sich mit der verderbenbringenden Tätigkeit der Juden, denen man viele Verbrechen, vor allem den Handel mit verbotenen Rauschgiften, den Mädchenhandel usw. zuschreiben müßte . Die Juden benügten ihren Reichtum nur, um damit weitere Reichtümer anzusammeln.

ཨ, དྷ Ë

Zu NSK Folge 256 Ostpreußisches Kulturschaffen Auserleſenes Programm der Kulturwoche NSK Königsberg, 2. November. Vom 5. bis 8. November wird in Ostpreußen Ostpreußisches eine Veranstaltungsfolge Kulturschaffen" durchgeführt. Träger ist die Reichskulturkammer mit den Landesstellen der einzelnen Fachkammern, in der Gesamtheit vertreten durch den Landeskulturwalter und Leiter der Landesstelle Ostpreußen, Gau-Propagandaleiter Joachim Palzo. Die Reichskulturfammer in Ostpreußen will in der Veranstaltungsfolge Zeugnis ablegen von dem erreichten Stand innerer Stärke, von dem Können und Wollen der ostpreußischen Kulturschaffenden. Das Programm der Veranstaltungsfolge Fteht Kundgebungen aller Fachkammern vor, auf denen führende Persönlichkeiten der jeweiligen Kulturgebiete das Wort ergreifen werden : Neben dem Vizepräsidenten der Reichstammer der bildenden Künste Prof. Adolf Ziegler , dem Geschäftsführer der Reichsmusikkammer Präsidialrat Ihlert und dem Vizepräsidenten der Reichsschrifttumskammer Ministerialrat Wismann spricht vor der ostpreußischen Presse Oberregierungsrat Braefow vom Propagandaministerium und auf einer feterlichen Kulturkundgebung der NS DAP. der Gauleiter und Oberpräsident von Ostpreußen, Staatsrat Erich Koch, sowie Reichsamtsleiter Moraller. An Darbietungen bringt die Kulturveran= staltung Aufführungen von Schauspielen und Opern, ferner eine Morgenfeier unter dem Titel „Stimmen der Liefe“ mit Voltssagen und Balladen der bekanntesten ostpreußischen Dichter. Ebenso wird in einer Abendfeier ost preußische Musik zu Gehör gebracht. In dieser Gesamtheit wird die Veranstaltungsfolge zeigen, daß Ostpreußen in hervorragendem Maße an der inneren Ausrichtung und am Kulturleben des deutschen Volkes be teiligt ist.

Anerkennung des Stabschefs der SA.

Blatt b

2. November 1936 Deutschen Frauenwerks, der Mütterschulung, der Abteilung Volkswirtschaft - Hauswirtschaft, der Abteilung Ausland, des Frauenamts der DAF. zu ihnen über die Ausrichtung ihrer Arbeit sprechen. Zum Abschluß der Tagung werden der Reichsorganisationsleiter, Pg. Dr. Len und der Hauptamtsleiter der NSV. , Pg. Hilgen = feldt , das Wort ergreifen. Zum Abschluß der Tagung wird die Reichsfrauenführerin noch Worte des Abschieds an die Teilnehmerinnen richten.

Stimmen des Auslands

Ganz Deutschland hinter Hitler ! Eindrücke eines amerikaniſchen Profeſſors auf einer Reise durch Deutschland NSK Das in Winnipeg (Manitoba) erscheinende deutsch-kanadische Wochenblatt „ Der Nordwesten" veröffentlicht die Eindrücke des kanadischen Professors W. F. Osborne von der Manitoba Universität während seiner Reise durch Deutschland im vergangenen Sommer. Profeſſor Osborne stellt einleitend fest, daß ganz Deutschland so emsig beschäftigt fei wie ein Bienenwolf. 99 Allenthalben", o fährt er fort,,,bemerkt man neben der materiellen Betätigung eine ausgezeichnete Stimmung im Volk. Die Engländer und Amerifaner, von denen wir eine bedeutende Anzahl in Deutschland einmütig trafen, waren günstig beeindruckt und ich kam zu dem Schluß, daß das hauptsächlich auf die Sauberteit und Tüchtigkeit, die Herzlichkeit und die Disziplin und Ordnung im Volk zurückzuführen war. Mein Glaube iſt der, daß das gegenwär tige Regime von der überwältigenden Mehrheit des Volkes von Herzen gebilligt wird. Während der fünf Wochen in Deutschland hörte ich von allen, mit denen ich mich unterhalten habe, eine einmütige Gutheißung Hitlers und feiner Regierung. Das Volt ist ihm dankbar, weil er die nationale Selbstachtung wieder hergestellt hat durch Behauptung der Rechte des deutschen Voltes vor der Welt."

Für große sportliche Leistung NSK Berlin, 2. November. Dem Sturmmann Koeping -Altona, der mit seinem Kameraden Blarsch-Frankfurt a . M. den Weltmeisterschaftssieg im Zweierradball in Zürich erringen konnte, hat Stabschef Luze für diese vorbildliche sportliche Leistung telegraphisch seine Anerkennung ausgesprochen. Arbeitstagung der NS. -Frauenſchaft 800 Kreisleiterinnen in Kröffinsee

NSK Berlin, 2. November. Vom 3. bis 7. November sind sämtliche Kreisfrauenschaftsleiterinnen der NS. Frauenschaft aus allen deutschen Gauen zu einer Tagung auf der Ordensburg Krössinsee versammelt. Die Reichsfrauenführerin, Frau Gertrud ScholtzKlint , wird eine Arbeitsgemeinschaft über die Aufgaben der NS -Frauenschaft in der heutigen Zeit halten. Ebenso werden alle Abteilungsleiterinnen der großen Arbeitsgebiete des

Der amerikanische Professor erklärt, daß er fich verschiedentlich mit Deutschen unterhalten habe. Ein Handwerker in Dresden habe ihm erklärt : „Wenn dieser Mann nicht gekommen wäre, würde es bei uns so schlecht stehen wie in Rußland."

Der Feind der Bauern Ein französisches Blatt warnt vor dem Kommunismus NSK Das in Nizza erscheinende Blatt „ La Voir du Peuple" bringt einen Aufsatz von Charles Fontaine, der die französischen Bauern auf die Gefahr aufmerksam macht, die ihnen durch den Kommunismus droht. Sie werden aufgefordert, sich gegen die kommunistische Zersehung zu erheben. Der Kommunist, so schreibt der Verfasser des Aufſakes, redet als Freund des Bauern, handelt aber als Feind. Er sucht die Unterstützung des Bauern, um ihn später um so leichter berauben zu können.

NEK Sonderbienst Die

deutſche

Frau

Amtlicher Pressedienst der N S. -Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes

Hausfrau

und

NSK Das Deutsche Frauenwerk ruft alle deutschen Frauen auf, sich durch vernünftige Führung ihrer Haushalte in den Dienst des Bierjahresplanes zu stellen, wie der Führer es von ihnen erwartet und es auch in den Reden des Stellvertreters des Führers und des Ministerpräsidenten Göring gefordert wurde. Das Deutsche Frauenwerk wird durch Funk, Presse, Film und in Veranstaltungen, Kurſen und Beratungsstunden das notwendige Aufflärungsmaterial verbreiten. Es wird in der Initiative der einzelnen Frau liegen, sich hier

Vierjahresplan

zu unterrichten und die Nukanwendung für ihren eigenen Haushalt zu ziehen. Jede deutsche Hausfrau soll jezt Disziplin und hauswirtſchaftliche Geschicklichkeit zeigen und damit unter Beweis stellen, daß sie nicht nur für ihre eigene fleine Familie, sondern auch für die größere Familie unseres Voltes zu denken und zu handeln versteht.

gez.: Dr. Else Vorwerd , Reichsabteilungsleiterin

der

Abt.

Volkswirt-

schaft-Hauswirtschaft.

Ein Beiſpiel für

alle !

Eröffnung der 1. Reichsschule des Reichsmütterdienstes im Deutſchen Frauenwerk Ein Muster schöner und zweckmäßiger Heimgeſtaltung

NSK über ein halbes Jahr wurde nun in der Schulstraße im Wedding im Herzen Berlins gebaut und gearbeitet, Wände wurden niedergerissen und neu gezogen, die Zimmer verpugt und ausgestattet, jedes einzelne Stück der Inneneinrichtung überlegt und planvoll ausBesucht, bis aus dem alten Wohlfahrtsamt die erste Reichsschule des Reichsmüts terdienstes entstand. Nun sind die letzten Bilder aufgehängt, im Garten Blumen ge, pflanzt, alle Töpfe und Taſſen der Kücheneinrichtung sind da, alles Material für die Säuglings- und Erziehungskurse und die erste Hilfe zusammengestellt, so daß mit der Arbeit begonnen werden kann . Am Sonnabend, dem 7. November, wird nun die Reichsfrauenführerin, Frau Gertrud Scholz - Klink , die Schule eröffnen, und Ministerialrat Dr. Gütt wird als Vertreter des Reichs- und Preußischen Innenministeriums zu den Gästen sprechen. Die Schule dient in erster Linie der Schu lung und Zusammenfassung der hauptamtlichen Diese Lehrkräfte des Reichsmütterdienstes. überschreiten heute schon im ganzen Reich die Zahl Tausend und tragen in ihrer Arbeit, die fie in die fernsten Dörfer, in die abgelegensten Stadtteile bringt, das Gedankengut des Nationalsozialismus in praktischer Erziehungsarbeit an alle deutschen Frauen heran . Darum ist es auch bei ihnen, die täglich vor so viele schwere

Fragen im Leben einzelner gestellt werden, besonders wichtig, daß sie hier in einer Schule, die unmittelbar der Reichsleitung untersteht, auf alle ihre Fragen Antwort erhalten, flare Richtlinien für ihre große weltanschauliche Erziehungsaufgabe und ihren praktischen Unterricht bekommen und in Arbeitsgemeinschaften und Besprechungen ihre Erfahrungen und Erlebnisse austauschen und klären können. Damit auch hier wie überall in der Arbeit des Reichsmütterdienstes der praktische Einsatz , das Beispiel im Vordergrund stehe, ist der Schule gleichzeitig eine ständige Mütter schule beigegliedert. Und gerade hier, im kinderreichsten Stadtteil Berlins, wird diese ein großes Tätigkeitsfeld finden. Der Reichsmütterdienst wollte mit dieser Schule, angefangen bei den Möbeln der Unterrichtsräume bis zum geringsten Kochgeschirr, von der Säuglingsausstattung bis zu den Bastelgeräten, von den Vorhängen bis zu den Bildern, sowohl für die Lehrkräfte wie für die Mütter ein Vorbild der Schul- und Heimgestaltung schaffen, das gleichzeitig einfach, zweckmäßig und schön ist. Und wenn man durch dieses Haus vom Keller bis zu den Dachkammern geht, so muß man sagen, daß dieses Ziel vollkommen erreicht ist. Jedes einzelne Stück ist mit so viel Liebe und Bedacht ausgewählt, daß man merkt, daß hier Frauen

NSK Folge 256 am Werk waren, denen es galt, hier Muster und Richtung ihres Heimgestaltungswillens zu zeigen. Deutsche Stoffe, Vistra, Nessel oder Leinen, deutsche Hölzer, Nußbaum , Ahorn oder Fichte, flargemusterte, hellfarbige Tapeten oder ganz einfach gekalkte Wände legen dar, wie mit geringen eigenen Mitteln und deutschen Rohstoffen Zimmer ausgestattet werden können, die Schönheit der Form und Farbe vereinen. Von Hausfrauen zusammengetragen und durchdacht sind auch alle Geräte und Räumlichkeiten, die für den hauswirtschaftlichen Unterricht bestimmt find. Mit wenigem auszukommen und viel aus ihm zu machen, wird die Devise der meisten deutschen Hausfrauen noch für die nächsten Jahre sein, und die Schulen des Reichsmütterdienstes werden nach bestem Vermögen dazu beitragen, den Frauen hier Beiſpiel und Rat zu geben. Da sind Gas-, Kohlen- und elektrische Herde, große und kleine Abwaschtische, Küchentische, der Größe des Haushalts entsprechend, sachgemäße Vorratskammern und Haushaltungsgeräte, so daß eine jede hier die Arbeitsbedingungen vorfindet, die sie auch in ihrem eigenen Hause hat, und mit ihnen einfaches, praktisches Wirtschaften lernt. Mit den entsprechendn Mitteln und nach den gleichen Grundsätzen wird der Unterricht in Vom den Säuglingskursen gegeben. Wäschekorb als erstem Aufenthaltsort des

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2. November 1936

kleinen Kindes bis zum Säuglingsbett ist praktisches Vorbild gegeben, und bei allem muß immer wieder gesagt werden, daß die Schönheit und Zweckmäßigkeit der Geräte deren Billigkeit nicht ausschließt, sondern daß im Gegenteil in einer eigenen Werkstatt und in den Kursen ge= zeigt wird, wie gleichsam aus nichts, aus alten Kisten, aus Stoffresten und einfachstem Material viele der im Haushalt und im notwendigen Gegenstände Säuglingszimmer Selbst hergestellt werden können. Auch die Gemeinschaftsräume bringen den Beweis für die Materialgerechtheit und Eindrudsfähigkeit des neuen deutschen Stils, der sich heute überall in den Gemeinschaftsbauten des nationalsozialiſtiſchen Deutschlands durchſekt. Es ist unmöglich, auf alle die einzelnen Räume und ihre Ausstattung, auf die viel seitigen Aufgaben, die diese Mütterschule in ſich vereint, einzugehen. Darum sei nur noch eines gesagt: Sie wird jedem, der sie besucht, sei es als Kursusteilnehmerin, als Schülerin oder als Gast ein klares Bild des erzieherischen und kulder heutigen deutschen turellen Wollens Frauenarbeit geben und wird auch jeden erkennen lassen, daß hier etwas geleistet wird und ein Weg beschritten wird, der gerade und flar in die Gesamtarbeit des nationalsozialistischen Deutschlands einmündet und seinen Teil am Aufbauwerk des Führers mitſchafft. L. B.

Der Kampf der jungen

Generation

Eine neue Weltanschauung bricht durch – Kein „Konkurrenzkampf“ der Jugend gegen das Alter NSK Sollen die Vierzigjährigen die Welt der Jugend überlassen? In diesem Sat gipfelt die Besprechung eines amerikanischen Buches : „ Das Leben beginnt mit Vierzig". Es wird hier eine mit einiger Bitterkeit ausgesprochen Frage angeschnitten, die in den letzten Jahren zu einem Problem geworden ist. Von einer Vertreterin dieser Generation geformt, bes leuchtet sie die heute vielfach besprochene Frage des " Verhältnisses der Generation". Schon der leise Unterton von Mißstimmung, den wir, die junge Generation", aus dem oft gebrauchten Wort „die Jugend" heraushören müſſen, kennzeichnet die etwas feindselige Abwehrstellung, die man unseren Handlungen, Worten und Taten, ja man möchte fast sagen, unserer Existenz manchmal heute noch entgegenbringt. Diese Leute sehen und erkennen, daß augenblicklich die Jugend eine andere Stellung einnimmt, als sie das vielleicht noch vor wenigen Jahren getan hat. Argwöhnisch wachen sie über jeden Schritt und jede Handlung, in der steten Befürchtung, die Jugend fönnte das große Bewußtsein einer Verpflich= tung, das sie auf sich genommen hat, auch auf einen unberechtigten Anspruch, auf bestimmte Rechte ausdehnen. So entstehen Fragen, so fordert man die andere Generation zum Wettkampf, zur Konkurrenz mit der Jugend auf, indem man ihr zuruft : „ Sollen die Vierzig= jährigen die Welt der Jugend überlassen?" Es sei einem Vertreter dieser besprochenen jungen Generation vergönnt, gegen solche Auffassungen

von der heutigen Jugend Stellung zu nehmen. Es gibt bestimmt wenig Vertreter der jungen Generation", -- ich möchte es sogar bestreiten, , die das Bedaß es überhaupt welche gibt dürfnis haben, sich in einen Konkurrenzkampf gegen die " Vierzigjährigen" zu stellen. Der Unterschied zwischen der Jugend von heute und der anderer Zeiten liegt auf einer ganz anderen Ebene. Wir stehen heute im Kampfe der Weltanschauungen. Die heutige Jugend hat, als dieser Kampf in Deutschland begann, ihn aufgenommen und mitgekämpft, Seite an Seite mit den „ anderen Generationen“. Sie hat weiter, als der innerpolitische Kampf siegreich war, für die nationalsozialistische Weltanschauung sich dem Aufbauwerk des Führers mit der gleichen Bereitschaft eingegliedert. Diese neue Zeit forderte andere Menschen, eine andere Einsatzbereitschaft, als es Kämpfe zu anderen Zeiten getan haben. Wir haben das erkannt und uns der neuen Idee wie ihren neuen Ausdrucksformen zur Verfügung gestellt. Wir haben aber daüber nie vergessen, die heutige Generation von daß unsere Väter Vierzig usw. - auch ihren Lebenskampf aus, gefochten haben und noch ausfechten. Wir wie mancher heute gern behaben nie hauptet - einen Wertmesser aufgestellt, nach dem wir unseren Kampf vielleicht höher eingeschätzt hätten, als den der "3 Generation von Vierzig". Als vordringlichste Forderung, die diese neue Zeit an die Jugend stellte, empfanden wir die

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NSK Folge 256 Notwendigkeit, in unseren eigenen Reihen Ordnung zu schaffen. Wir erkannten, daß die Jugend als Zustand, als Abschnitt in dem Leben eines jeden einzelnen gesehen werden muß und lehnen es ab, als „ fleine Erwachsene" gewertet zu werden. Es war flar, daß diese Jugend, wenn sie sich an einem weltanschaulichen Kampf siegreich beteiligen wollte, eigene Ausdrudsformen finden mußte, die sich orga= nisch dem Leben des Volkes einfügen. So kam wenn man so sagen kann -- eine es, daß sich neue Jugend bildete. Eine Jugend, die sich in ihrer Lebensform vielleicht von der unserer Eltern unterschied. So sam es aber auch, daß manche durch diese Neuheit beunruhigt wurden. und sie falsch auslegten. So kam es ferner, daß man uns, besonders auf religiöſem und kulturellen Gebiet, oft für zu revolutionär hielt. Revolutionär ist die Jugend von jeher gewesen und muß es sein ! Für uns galt es besonders, uns mit den überkommenen Anschauungen auseinanderzuſeken. Dabei konnte es nicht ausbleiben, daß auch wir, die wir beteiligt waren am Ringen um eine neue Weltanschauung, neue Formen des Religiösen und Kulturellen suchen und finden mußten. Nicht aus „ Pietätlosigkeit“, sondern weil wir uns nur auf diesem Wege das Alte, was wir anerkennen müſſen und das Neue, was wir suchten , ſelbst erobern tonnten, um es wirklich zu besigen.

So entstand auch unsere oft falsch verstandene und mißbilligte Forderung, daß Jugend von Jugend geführt werden müsse. Diese Forderung einer neuen Zeit, der neuen Jugend", gilt vielfach als eine Anmaßung, ein ,,Ausschaltenwollen der Erwachsenen", ohne es

„Mein

Arbeitsfeld :

2. November 1936 zu sein. Ihre Erklärung liegt auf der Hand : Wenn wir die Jugend als einen natürlichen Abschnitt im Leben empfinden, ſo iſt es klar, daß auch aus diesem Abschnitt die Führer, die in ihm die Gedanken unserer Weltanschauung tragen wollen, erwachsen. Dieses Führen" umfaßt ja nicht die Übermittlung von Wissens stoff -- der selbstverständlich nur von Menschen gebracht werden kann, die ihn eben im Laufe ihres Lebens erworben haben, die also logiſcherweise „ älter" sind. Es handelt sich auch nicht um die Vermittlung verstandesmäßiger Dinge überhaupt, sondern um das Vorleben einer Lebenshaltung , die viel weniger durch den Intellekt als durch den Instinkt verstanden werden kann. Durch wen aber vermöchte ein junger Mensch stärker zur Anerkennung und schließlich zur Übernahme einer Haltung angeregt werden, als durch einen gleichaltrigen Kameraden, der in derselben Stufe der Entwicklung stehend ihm die Form und die Möglichkeit einer solchen Lebensführung beweist. Um nicht mißverſtanden zu werden, sei noch einmal betont, daß das Schlagwort vom ,,Kon= kurrenzkampf der Jugend mit der älteren Generation" völlig irreführend ist . Von einem Konkurrenzkampf kann schon deshalb nicht die Rede sein, weil zwei Phasen des Lebens --- Jugend und Reise nicht miteinander „ konkurrieren“ fönnen. Gerade wir Jungen wissen sehr genau, daß Reise nichts mit „ Verkalkung" zu tun hat. Wir wissen aber weiter, daß in dieser Zeit ungewöhnliche Aufgaben auch an die Jugend gestellt sind, und wir fühlen die Verpflichtung, alle unsere Kräfte einzuspannen, um dieser Zeit, in der wir leben, gerecht zu werden. D. G.

Der

Zeppelin “

Geſpräch mit der ersten Luftschiff-Stewardeß — Die Freude unter den Fahrgästen des „Hindenburg“ NSK Für den Nachmittag war die Ankunft des Hindenburg" gemeldet, er fam zeitiger als man glaubte, schon kurz vor 11 Uhr schimmerte sein filberner Leib über den Dächern und Türmen Frankfurts, der Stadt des deutschen Handwerks. Nun hieß es, rechtzeitig zur Landung zu kommen . In rascher Fahrt geht es über die Reichsautobahn Frankfurt-Darmstadt dem Weltflughafen zu. Die Sonne liegt über dem Stadtwald, ein herrlicher Herbstmorgen, der die roten und gelben Blätter aufleuchten läßt ; hinter einer Lichtung sieht man bereits den mächtigen Silberfisch bei der Landung. Das weite Feld wimmelt von braunen Uniformen, die Leute des SA.-Hilfswerklagers Höchst sind emsig dabei,,,Hindenburg" in die weite Halle zu ziehen.

Gepäck aus dem Luftschiff, über eine schräge Zeltbahn gleiten die Hutschachteln, Reisetaschen und Koffer mit ihren bunten ausländischen Hotelschildern auf die Erde. Doch wir erwarten nicht die Reisenden , die dem Riesenleib des Zeppelin entsteigen, wir warten auf eine ganz bestimmte Frau, die eben in weißer Schürze und mit einem weißen Häubchen auf dem Kopf zu uns tritt. Emilie Imhoff , die Stewardeß des Luftschiffes. Eine schlanke, braunhaarige Frau begrüßt uns. Sie weiß schon, was wir sie fragen wollen, sie mußte bereits in Amerika zahlreichen Be richterstattern Auskunft geben über ihre erste Fahrt mit dem Luftschiff. ,,Also, wie war es?"

Endlich ist er an seinem Plak, das Ausladen fann beginnen. Die Reisenden winken aus den Fenstern, einige werden abgeholt, fröhliche Zurufe füllen den Raum. Zuerst kommt das

„Herrlich! Einfach unbeschreiblich schön ! Es ist kein Fliegen, man spürt kaum, daß man sich " in der Luft bewegt, es ist wie ein Gleiten .... Frau Imhofs Augen strahlen, und sie sagt aus

:

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NSK Folge 256 der Erinnerung heraus : „ Es ist wie ein Traum !" Luftkrankheit?" ,,Wo denken Sie hin, teine Spur ! Ich habe jezt die zweite Reise hinter mir, niemand war lufttrant. Das erstemal hatten wir zwei Kinder dabei, es bekam ihnen ausgezeichnet, während wir den Ozean überquerten, haben wir - gespielt !" Frau Imhof fährt fort : „ Diesmal habe ich elf Damen zu betreuen, ich bringe die Kabinen in Ordnung und erfülle nach Möglichkeit alle Wünsche der Fahrgäste; es gibt immer irgend welche fleine Hilfeleistungen zu verrichten. Demnächst mache ich auch einen Kursus für Krankenpflege mit, man muß allen Anforderungen einer Luftreise gewachsen fein." Frau Imhof ist an Weltreisen gewöhnt, da sie früher auf den Schiffen des Norddeutschen Lloyd als Stewardeß fuhr, und vor allem die Strede Südamerika-Mexiko genau kennt. Demnächst wird sie sich die Gegend von oben ansehen, Kapitän Lehmann hat ihr schon die Südameritafahrt des Hindenburg" in Aussicht ges stellt. In 8 bis 10 Tagen geht die Reise los. ,,Wie famen Sie zu diesem viel beneideten Bosten?" ,,Durch Präsident Christiansen, Sie erinnern fich, er steuerte auch Do X" und war ursprüng-

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lich Kapitän auf einem der Schiffe, auf denen ich fuhr. Er hat mich für den "" Hindenburg" vorgeschlagen. Sie können sich denken, wie glücklich ich war, als mich ein Telegramm direkt von Ostasien nach Frankfurt am Main rief, um meinen neuen Posten anzutreten." Frau Imhof erzählt auch von der 10 / 2stüne digen Sonderfahrt der geladenen Gäſte durch die Bundesstaaten. Sie hat die Milliardäre ganz in der Nähe gesehen, auch den alten Rockefeller. Staatsrat Lindemann frug sie bei dieser Gelegenheit, welche Schiffahrt ihr besser gefiele, die in der Luft oder die auf dem Wasser? Beides ist schön, erklärt die Vielgereifte, aber der Hindenburg“ erscheint ihr doch als das wundervollste Beförderungsmittel von einem Erdteil zum anderen. Die Reisenden verabschieden sich sehr herzlich von ihrer Stewardeß, man merkt, daß sie sich gut verstanden haben. So ist die erste Frau im Luftschiff eingezogen und hat den Anfang mit einem zukünftigen Spezialberuf gemacht. Einstweilen ist sie noch die erste und einzige Stewardeß zwischen den Kabinen und Gängen des fliegenden Hotels, und sie versucht bereits wie man steht, mit Erfolg , den Ausländern auch ein Stüd L. Wüst. Deutschland zu vermitteln.

Drud: M. Müller & Sohn KG., Zweigniederlaſſung Berlin, Berlin SW 68, Zimmerstraße 88

T

NSK - Nachrichten

Zu NSK Folge 256

Reichsamtsleiter Dr. Dr. Streď † Der Leiter des Sanitätswesens der Reichsparteitage

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2. November 1936 Leiter der Ortsgruppe Fürth -Mitte und im März des Jahres 1933 wurde er zum kommijsarischen Beauftragten für das Gesundheitswesen und die ärztliche Organiſation in Fürth ernannt. Der SA. gehörte Dr. Stred seit 1931 an. Seit dem 1. Juli 1932 war der Verstorbene als Brigadearzt der Brigade 78 tätig. Der Reichsärzteführer Dr. Wagner berief den Dahingeschiedenen 1934 als einen Stellvertreter in die Reichsleitung nach München. Von hier aus kam Dr. Strec als Verbindungsmann zur Deutschen Arbeitsfront. Er genoß das ganze Vertrauen Dr. Lens. Bereits in den Jahren 1933 und 1934 war Dr. Stred in der Organiſationsleitung der Reichsparteitage im Referat für das Sanitätswesen tätia gewesen. 1935 und 1936 übertrug man ihm die gesamte Leitung des Sani tätswelens der Reichsparteitag e. Sein Verdienst war es besonders, daß durch die muitergültige organisatorische Zuſammenfasuna aller ſanitären Aufgaben die ärztliche Verforauna jämtlicher Parteitaasteilnehmer in jo vorzüglicher Weise durchgeführt werden konnte.

NSK Berlin, 2. November. In Berlin starb nach schwerem Leiden Reichsamtsleiter. SA.-Sanitäts-Brigadeführer Dr. Dr. Arnulf Streck. In Va. Dr. Streck verliert die nationalsozialistische Bewegung und die deutsche Ärzteschaft einen aufrechten Kämpfer und einen Mann , der als Arzt an führender Stelle hervorragenden An = teil an aroßen Aufgaben gehabt hat. Als verantwortlicher Leiter des Sanitätswesens der Reichsparteitage hat er sich ebenso bleibende Verdienſte erworben, wie als ärztlicher Berater der Nachwuchsauslese für die Ordensburgen der Partei. Am 7. Juli 1891 wurde der Verstorbene in München geboren. Am Weltkrieg nahm er als Kriegsfreiwilliger beim Fuß-Artillerie-Regiment. München, teil. Er stand bis zum 1. April 1918 mit kurzen Unterbrechungen im Felde und wurde so 50 vH. kriegsbeſchädigt. Nach Kriegsende trat er dem Freikorps und später Bund Oberland bei. Im Januar 1921 nahm D :. Stred an den Kämpfen in Oberschlesien teil und befand sich auch unter den Erstürmern des Annaberges. Während der Räterepublik in München wurde Dr. Stred vom Bund Oberland als Stadtkommandant eingesekt. Als Mitglied des Bundes Oberland nahm Dr. Strec am 9. November 1923 am Marsch zur Feldherrnhalle teil. Er trug deshalb den Blutorden. die höchste Auszeichnung , die von der Beweguna vergeben werden konnte, Nachdem sich Dr. Stred in Fürth niet = gelaffen hatte, trat er in die NSDAP . ein . Für ihn war es selbstverständlich. daß er sich ſofort mit seiner ganzen Persönlichkeit für die von ihm als richtia erkannte Sache einſekte. Im März 1931 wurde er Kreisredner, im April 1932 Sektionsleiter und im Herbst 1932 Gauredner der Partei. Seit Januar 1933 war er

Hauptamtsleiter Arauner tödlich verunglückt NSK Berlin, 2. November. Der Hauptamtsleiter im Reichsamt für Agrarpolitik der NSDAP ., SS. Standartenführer Richard Arauner , verunglückte tödlich auf der Rückfahrt von der Vereidigung des Landesbauernschaft Landesbauernrates Der Saar-Pfalz. Mit Pg. Arauner verliert der agrarpolitiſche Apparat, dessen erster Geschäftsführer Pg. Arauner war, einen seiner bewährtesten Mitkämpfer. Er war der älteste Mitarbei ter des Reichsbauern führers Darré, der ihm auch im Reichsnährstand das verant wortungsvolle Amt des Geschäftsführers des Reichsbauernrates übertragen hatte.

Nach den Grundsäßen der Realpolitik Dr. Len vor den Gauſchulungsbeauftragten des Hauptamtes für Handwerk und Handel NSK Garmisch, 2. November. In überraschender Weise stattete Reichsorganisationsleiter Dr. Len mit seinem engeren Stabe dem Lehrgang der Gauschulungsbeauftragten des Hauptamtes für Handwerk und Handel der NSDAP . in Hammersbach bei Garmisch einen Besuch ab und nahm die Gelegenheit wahr, in Anwesenheit des Hauptamtsleiters Dr. v . Renteln in über zweistündigen Ausführungen grundsätzliche Richtlinien für die weitere politische Schulungsarbeit auf dem Abschnitt Handwerk und Handel zu geben. Das Hauptamt für Handwerk und Handel soll von nun an mit seinen sämtlichen Dienststellen, unbelastet von allen fachlichen Fragen, noch in stärkerem Maße als beauftragtes Organ der Partei die politische Führung der Reichsbetriebsgemeinschaften „Handel“ und „ Das Deutsche Hand" in der Deutschen Arbeitswerk

front übernehmen , weil gerade diesen Reichsbetriebsgemeinschaften in der Folgezeit In erweiterte Aufgaben zugewiesen werden. diesem Zusammenhange ging der Reichsorganis sationsleiter in umfassender Weise auf or ganisatorische Fragen ein, die aus der Konsequenz und Geschlossenheit und aus den politischen Führungsanspruch der nationalsozia= listischen Weltanschauung heraus zur Lösung drängen. Dr. Ley warnte erneut davor, wirtschaftliche Fragen vom Standpunkte irgendeiner Theorie oder irgendeines vorgefaßten Programmes aus lösen zu wollen. Der Führer habe es von Anfang an abgelehnt, die NSDAP . in Fragen der Wirtschaft auf dogmatische Meinungen und starre Prinzipien festzulegen . Probleme der Wirtschaft werden nach den Grundsägen der Realpolitik und des den nach Notwendigkeiten Tages gelöst. Es war für sämtliche Teilnehmer von großer Bedeutung, zum Abschluß ihres Lehrganges von dem Reichsorganisationsleiter die lezten Richtlinien und großen Gesichtspunkte für ihre weitere Arbeit entgegennehmen zu können.

Mitten aus dem Schaffen herausgerissen

Nationalsozialiſtiſche Brief und Drahtanschrift der Schriftleitung: Berlin SW68, Zimmerstr. 90, Ill. Fernruf : A 1 Jäger 0022 Berlag : Franz Eher Nachf., G. m. b. H., Zentralverlag der NSDAP., München - Berlin Berland : Eher - Verlag , Berlin SW 68, Alle Zahlungen find nach immeritraße 88. Berlin (Postschedtonto Berlin 4454) zu richten



Partei-Korreſpondenz

NCK

Mit der Herausgabe beauftragt : Wilhelm Weiß ; für die Mitteilungen der Reichspressestelle verantwortlich: Dr. Otto Dietrich , Reichspressechef der NSDAP. Für den übrigen Gesamtinhalt verantwortlicher Haupts schriftleiter Helmut Sündermann. Stellvertreter : Wilhelm Ritgen. Sämtlich in Berlin.

Breſſedienſt der NGDAR

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3. November 1936

Die NSK Randbemerkung:

Dem 9. November entgegen

Der Weg zur NSK 3um 13. Male kehrt der 9. November wieder, aus dem unser Deutschland wurde. Denn die Woge des unerschütterlichen Glaubens an das Vaterland , die an jenem 9. November 1923 auf die tückische Mauer der Verräter traf, brach sich wohl daran, aber sie zerbrach nicht, sie wuchs zur Sturmflut, die jedes Hindernis auf ihrem Pfad hinwegfegte. Das Blut der 16 Opfer breitete sich aus wie eine fruchtbare Saat. Wohl mußten noch Hunderte ihrem Opferweg folgen, und vor unseren Augen sehen wir die frischen Gräber Wilhelm Gustloffs und der beiden Danziger SS.- Männer, aber ihre niemals welkende Saat gedich und überwand die Vernichtung. So gehen wir den Pfad des 9. November, aus dem ein Volk wurde, in Ehrfurcht und Ergriffenheit. Er ist die Wallfahrt der Deutschen zu sich selbst. Darum gehen wir den Weg jedes Jahr, das neu herauskommt, wie ihn im vergangenen die Toten des 9. November selbst zu ihrem lezten Appell gingen. Und jedes Jahr führt uns dieser Weg ein Stück weiter. So

Ewigen Wache schritten wir zur Wehrhaftigkeit, zur Freiheit, zur Ehre. Ganz Deutschland rüstet zum vierten Erinne rungsmarsch und wird im Geiste dabei sein, wenn die alten Kämpfer am Vorabend im Bürgerbräukeller zusammentreffen. Die goldenen Schriftzeichen an den Pylonen, die den Schicksalsweg fäumen, werden an die gemahnen, die ihr Leben für Deutschlands Erwachen ließen. Ein einziges stolzes Volk wird mit den Blutordenträgern an der Stätte stehen, die zum Opferaltar ihrer Besten wurde, und mit ihnen vom Mahnmal im Siegeszug durch die Brienner Straße zur Ewigen Wache marschieren. Ganz Deutschland wird zum Aufruf am Königlichen Plaz antreten und angesichts der stolzen Zeugen des erwachten Vaterlandes den Schwur tun, zu erfüllen, was der Toten Sehnsucht war im Leben, ein ewiges Deutschland. Im Rauschen der Fahnen werden sich Ruf und Antwort der Lebenden und Toten vermählen zum heiligen Bekenntnis für das Deutschland Adolf Hitlers.

Jüdiſche Entlaſtungszeugen : Viſionen -Wie der Mörder Guſtloffs für unſchuldig erklärt werden ſoll – Kein Mittel zu -gemein Zwangsvorstellung zum Ausſuchen „Du mußt ſchießen . . . !” NSK Die Kreise der jüdischen Weltliga zur Abwehr des Antisemitismus, die fieberhaft bemüht find, ihren symbolischen Ehrenpräsiden = ten David Frankfurter , den jüdischen Meuchelmörder Wilhelm Gustloffs, vor der Verurteilung zu retten, cheuen keine Mittel, um die gemeine Mordtat der Öffentlichkeit in einem milderen Licht erscheinen zu lassen. Sie sind jetzt auf den Dreh gekommen, zu behaupten, daß

David Frankfurter, der schlichte, edle Rabbinersohn, durch Zwangsvorstellungen zu der Tat getrieben , also völlig unfchuldig sei . Es ist nun interessant, zu beobachten, daß die Juden sich selbst nicht darüber geeinigt haben, welche Art von Zwangsvorstel= lungen dem armen Frankfurter den Revolver in die Hand gedrückt haben. Herr Emil Ludwig - Cohn , der es sich

ļ

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nicht nehmen ließ, für seinen Rassegenossen mit der ganzen Wucht seiner ,,unantastbaren Persönlichkeit" einzuspringen, hat sich auf Visionen festgelegt. Er schreibt in seinem Buch „Der Mord in Davos“, ,,daß Frankfurter dicht vor der Tat den Heerzug der leidenden Juden an seinen Augen im Geiſte vorüberziehen sah. Junge Leute im Braunhemd mit ſtruppis gem Haar und Specknaden zerren einen alten Mann in den Schmuß, der auf einmal die Züge des Vaters Frankfurters trägt. Gummiknüppel ſauſen auf den ehrs würdigen Greis nieder, im Kot wird er zertreten." Eine andere Cohn-Vision zeigte ihm ,,ſeinen Onkel im roten Rabbinerbart an einem Satenkreuz getreuzigt, und_daneben finkt eine Frau ins Dunkle, die die Züge Frankfurters' Mutter trägt. “ Es ist für den Leser nach Ludwig Cohn nur zu „verständlich", daß nach derartigen ,,Visionen" Frankfurter einfach ""morden mußte", während in Wahrheit weder ihm noch einem seiner Verwandten in Deutschland auch nur ein Haar ge= frümmt worden ist. Kleinere jüdische Geister, wie sie z. B. an der Basler marxistischen Zeitung Freiheit" mitarbeiten, haben sich dafür entschieden, daß Frankfurter böse geträumt" habe. In einer Großreportage (Nr. 44) heißt es wörtlich : ,,Eines Nachts hat er einen seltsamen_Traum. Menschenhände, abgeriſſen vom Körper, blutige Menschenhände zerren ihn in einen Kreis von Kreuzen, und eine Stimme, dröhnend von Kraft, ruft, daß es ſich eingräbt in sein Herz: Du mußt uns erlöſen ! David blickt um sich, aber jetzt steht er ganz allein, umgeben von Kreujen. Und als er die Kreuze genauer

Der

3. November 1936 betrachtet, biegen sich ihre Enden, formen Winkel, wers den zu Zeichen des verhaßten Syſtems, brechen dann plöglich auseinander und werfen aus ihren hölzernen Wunden Millionen Karten auf den einſamen Juden in ihrer Mitte. Lauter Treff Aß. Der schmächtige Mann will fliehen. Aber die Karten flammern sich um seine Beine, flettern an ihm empor, schlingen sich um seine Hände, legen sich ihm auf die Brust, drohen, ihn zu erstiden. Aber da dröhnt wieder Die Stimme: Du mußt schießen , dann sind wir frei !“ In der Fortsetzung ( Nr. 45) erleben wir nun den Erfolg dieſes Traumes : ,,Da reißt der Jude die Hand aus der Taſche, und wie es der Traum ihn gelehrt hat, zielt er auf die Karten, zielt und drückt ab, schießt, was die Pistole hergibt, blindwütig, finnlos. Die zum Gruß erhobene Hand Finkt langsam ab, der Körper dreht sich, der Kopf macht eine Bes wegung, die aussieht, als wundere er sich ein wenig, gar nicht besonders. Und dann tracht der große Mann auf den Boden.“ Die deutsche Öffentlichkeit wird diese faßt uns glaublichen Hirngespinste mit Entrüstung und Erschütterung aufnehmen. Wer es bis heute noch nicht glauben wollte, was für ein gehäſſiger, ſchmugiger und ſkrupelloser Feind des deutschen Volkes der internationale Jude ist, der mag aus den jüdiſchen Vorbereitungen zum Mordprozeß Frankfurter ersehen, wie von den Juden ein Verbrecher ge = feiert wird , der ohne persönlichen Anlaß in einem außerdeutschen Land einen untadeligen Ratio = nalsozialisten feige er schoß.

Gegenpol

Was uns vom Bolschewismus trennt — Nach einem Gang durch die Ausstellung der Antifomintern • Die Antikominfern zeigt in einer großen Ausstellung in Berlin unter dem Titel Bolschewismus ohne Maste" schlagendes und beweiskräftiges Material über den Bolschewismus als Feind jeglicher Kultur und damit als direkten Gegenpol der nationalsozialiſtiſchen Weltanschauung und Staatsauffaſſung. NSK überall auf der Welt leuchten die Blutfanale des Bolschewismus als eindringliche, furchtbare Warnung an die Kulturmenschheit auf. Die Welt steht vor der Entscheidung, ob fie sich für die Verteidigung der Ge = großen Werte menschlicher schichte oder für ihre Aufopferung im roten Nihilismus entschließen soll . Deutschland ist der härteste und gefährlichste Gegner der bolschewistischen Weltzerstörer. Und Deutschland hat den eisernen Willen, sich selber von dem Gift dieſer kulturfeindlichen Idee reinzuhalten und weiß, daß es damit eine hohe Mission im Dienste Europas und der Welt auf fich genommen hat.

Die Tatsachen können nicht oft genug zu Worte kommen. Also lassen wir wieder die Tatsachen ihre eindringliche Sprache reden. Uns trennt vom Bolschewismus der Kampf gegen Gott und gegen die Religion. In Sowjetrußland ist die antireligiöse Propaganda durch das Gesetz geheiligt, jede religiöse Betätigung dagegen verboten. Die Glaubensverfolgungen des sowjetrussischen Systems

übertreffen alle bisher in der Geschichte dageweſenen Beiſpiele, gleichgültig ob es sich um die Verfolgung des Christentums oder des Buddhismus handelt. Wir sehen in dem sowjet= russischen Grundsat ,,Religion ist Opium für das Volk" den schärfsten Widerspruch zu unserer Weltanschauung. Uns trennt vom Bolschewismus die Tatsache, daß Kirchen und Kathedralen in die Luft gesprengt, zerstört und beschmutzt werden, daß sie zu Kinos, Fabriken, Pferdeställen und Klubs umgewandelt werden. Wir verabscheuen die Erziehung der Jugend zur Gotteslästerung ebenso wie die Verwüstung der Friedhöfe und die Benutzung von Heiligenbildern zum Bau von Bedürfnisanſtalten . Wir verabscheuen die Gottlosenpropaganda in aller Welt als das Signal zur Erwedung der der niedrigsten Instinkte Menschheit. Uns trennt vom Bolschewismus die syste= matische 3ersezung der Jugend, ihre Erziehung und Verachtung aller menschlichen und kulturellen Bindungen, ihre restlose Vernachlässigung auf gesundheitlichem und geistigem Gebiete. Es schlägt allen unseren Auffaſſungen ins Gesicht, unmündige Kinder gegen ihre Eltern aufzuheßen und sie zu veranlassen, Angehörige und Freunde der GPU. auszuliefern. Die Untergrabung jeglichen persönlichen Treueverhältnisses ruft sämtliche min-

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derwertigen menschlichen Eigenschaften wach. Die Denunziation von Freunden, Kameraden und Verwandten, der Mißbrauch von Kindern zu antireligiösen Kundgebungen und die mangelnde Fürsorge für junge Menschen ist in un seren Augen ein einziges Greuel . Uns trennt vom Bolschewismus das, was man in Sowjetrußland die „ Befrei ung der Frau “ nennt, daß man die Abtreibung fultiviert, die Ehe zerstört, die Frau in umfangreichem Maße mit schwerster törperlicher Arbeit belastet, wie es in der sowjetrussischen Metallindustrie, im Erz- und Steintohlenbergbau unentwegt geschieht. Nach sow= jetrussischen Zahlen von 1934 stehen allein in Mosta u 57 100 Geburten 154 584 Abtreibungen gegenüber. Der Mißbrauch des weiblichen Geschlechtes zum Militärdienst und die Ausbildung an leichten und schweren Waffen stellt für uns ebenfalls eine Herabwürdigung im menschlichen der weiblichen Aufgaben Leben dar. Uns trennt vom Bolschewismus die gewissenlose Aushungerung der arbei tenden Volks , chichten, ihre geradezu unmenschliche Lebenshaltung und die bolichewistische Lohn- und Preisgestaltung. Uns trennt vom Bolschewismus die Tatsache, daß in der Sowjetunion über sechs Milli onen Menschen in Zwangsarbeitslagern im hohen Norden und im tiefsten Sibirien verkommen, ohne zu ihrer Arbeit die geringsten technischen Hilfsmittel, Wohn- und Aufenthaltsräume, Kleidung und Nahrungsmittel zu besitzen. Die unbeschreiblichen Qualen dieser unglüdlichen Menschen sind eine einzige Anklage gegen das System der Sowjets. Uns trennt vom Bolschewismus die Existenz der sowjetrussischen Tscheta , die in unvorstellbarer Weise nach der russischen Revolution zur Vernichtung der Sowjeigegner eingesetzt wurde. Ihr Nachfolger, die GPU., hat Millionen unschuldiger Menschen in der schauerlichsten, gräßlichsten Weise ums Leben gebracht. Einen Widerschein dieser perversen Grausamteiten führen sowjetrussische Agenten heute in Spanien der Welt in scharriosester Weise vor Augen. Uns trennt vom Bolschewisrus die frivole Lüge , mit der das Sowjetsykem sich erfrecht, der Welt weismachen zu wollen, das Leben in der Sowjetunion sei fröhlicher geworden. Die Leichen von Millionen buchstäblich auf der Straße verhungerten Menschen, Kindern und Bauern, die Einscharrung dieser unseligen Opfer eines tierischen Systems in anonymen Massengräbern, die Aufhäufung der grauenerregenden menschlichen Kadaver" auf

3. November 1936 Leiterwagen und Schlitten itrafen die roten Herrscher in erschütternder Weiſe Lügen. Uns trennt vom Bolschewismus, daß uverall in der Welt, wo die Völker um ihre bessere Zukunft ringen, die Agenten dieser teuflischen Gewalt das Untermenshen = Gemeinschaft tum organisieren , die unterminieren, Aufruhr predigen und Mord vorbereiten. Die ungezählten Millionen Do !1mente dieser verbrecherischen Betätigung und Einmischung in völkische Lebensinteressen und dafür hinreichender Beweis . Kinder, Frauen und verzweifelte Menschen werden für diesen Zweck ebenso gewiſſenlos eingesetzt wie die ver= abscheuungswürdigsten Schwerverbrecher aller Länder. Vom bescheidensten Flugzettel angefan= gen bis zum bewaffneten Aufstand stellen alle diese Symtome einen systematischen Generalangriff auf die Werte der Menschheit dar. Uns trennt vom Bolschewismus der Versuch, in den Rohstoffgebieten der Welt Unordnung zu schaffen und dadurch die Aushungerung und Verelendung der Kulturſtaaten zu betreiben. Dazu bedient sich der Bolschewismus in sämtlichen Erdteilen der farbigen Rassen, die er gegen die weiße Rasse bewußt und zielsicher aufwiegelt. Uns trennt vom Bolschewismus die Tatsache einer auf die Weltrevolution vereidigten Armee, deren legtes Ziel es ist, jeden Frieden und jede ruhige Entwidlung, wenn es sein muß, mit Waffengewalt zu zerstören und in ein Chaos von Blut und Entsezen umzuwandeln. Für die Erstellung dieser wahnsinnigen Waffe mußten in Rußland Millionen von Menschen verhungern. Uns trennt legten Endes vom Bolschewismus entscheidend die Tatsache, daß diese furchtbare Idee und dieses gegen die ganze Menschheit ge= richtete Wahnsinnssystem von Juden er funden , gehandhabt und geleitet wird , von Juden, denen die Niedrigkeit im Blut liegt und die sich heute unverhüllter denn je als Feinde und Zerstörer der menschlichen Ordnung und des menschlichen Lebens überhaupt entpuppen.

Diese Tatsachen trennen uns für immer und ewig vom Bolschewismus. Die riesige Kluft ist durch nichts und durch niemand jemals zu überbrücken. Die Erkenntnis der Tatsachen gibt uns die Kraft und den Willen, unser eigenes Leben nach besten Grundsäßen und mit raftloser Anstrengung aufzus bauen und Hölle und Teufel zum Trok zu er halten. Eines Tages wird die Welt verstehen , was Deutschland damit für sie geleistet hat.

Frankreichs Freimaurer Aufschlußreiche innere Konflikte

NSK Erst kürzlich konnte ausführlich über die enge Zusammenarbeit zwischen den Freimaurerlogen und der bolschewistischen Volksfront in Frank-

ungetarnt

·Treue Helfershelfer Moskaus reich berichtet werden. Die politischen Folgen des Volksfrontexperiments haben nunmehr auch in den Freimaurerlogen eine Spaltung hervorgerufen, die lezte Woche in einer Sizung

NSK Folge 257 des „Groß-Orient“ unverhüllt zum Ausbruch kam . „ Der Eid auf den Kommunismus “, der in den Logen von den leitenden Meistern vom Stuhl gefordert wurde, hat nun seine unerwarteten Früchte getragen. Die freimaurerische Organisation ,,Die Freunde der UdSSR. “ hat in den lezten beiden Jahren mit größtem Erfolg bei ihren Mitbrüdern geworben. In mehr als 400 Versammlungen wurden damals kommunistische Agenten aus Moskau als Redner besorgt, welche die ,,Stalinsche Heilslehre" dem ,,Meister" und dem „ Lehrling“ mit „ Hammer und Sichel“ einprägten . Nun aber melden sich unerwartete Schwierigkeiten durch die wirtschaftliche Entwicklung unter der Volksfrontregierung. Die Streiks, die Fabrikbesetzungen und ähnliche Geschehnisse haben die " Brüder", welche eigene Betriebe haben, oder Aufsichtsräte sind, erschreckt, und sie wandten sich mit heftigen Klagen an die „ Oberste Leitung der Grande Loge“. Gegenwärtig bekämpfen sich zwei Richtun gen in den Logen : „ Die radikalen Antifommunisten" auf der einen Seite und die „ So= zialisten und Kommunisten" auf der anderen Seite. Bereits auf dem Kongreß der Radikalen Partei in Biarrig konnte man ganz eigentümliche Verlautbarungen hören , die auf dieseń inneren Konflikt in den Logen schließen ließen. So war auch der dort angewandte radikale Gruß interessant, gekreuzte Hände über dem Kopf und linker Fuß vorgestellt, welcher fre imaurerischen Ursprungs ist und, wie ein Karikaturist es darstellte, große Ähnlichkeit hat mit der Handbewegung, die zum Haareraufen ansett. Auf der Seite der " Radikalen Antis fommuniste n" marschieren hauptsächlich die Vertreter der Leichtmetallgruppen und der elektrischen