Nationalsozialistische Partei-Korrespondenz [149—201]

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Partei-Korreſpondenz

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Brief and Drahtangrift der Schriftleitung: Berlin 683 68, 3immer , 90, HI. Fernruf: 11 00 22. Berlag: Franz Cher Rad ., 6. m. 6. H., Zentralverlag der NSDAP., München Berlin Berland: Cher - Berlag , Berlin SW 68, Simmer Brake 88. -- Alle Zahlungen find nach Berlin (Botchedlonto Berlin 4454) zu richten

NCK

Mit der Herausgabe beauftragt: Wilhelm Weiß; für die Mitteilungen der Reichspressestelle verantwortlich : Dr. Dito Dietrich , Reichspressechef der NSDAP. Für den übrigen Gesamtinhalt verantwortlicher Haupts schriftleiter Helmut Sündermann . Stellvertreter: Wilhelm Ritgen. Sämtlich in Berlin.

Brefledienst der NGDUR

Blatt 1

REK Folge 149

1. Juli 1937

Vom 6. bis 13. September

Reichsparteitag 1937 - Um einen Tag verlängert ng e Erstmalige Durchführu der NS.-Kampfspiet Borarbeiten in vollem Gange NSK Berlin, 1. Juli.

Der diesjährige Reichsparteitag findet in der Zeit von Montag , de m September bis einschließlich Montag , dem 13. Sep6. tember, statt. Im Hinblic auf die erstmalige Durchführung der NS.-Kampjspiele ist die Dauer des Reichsparteitages gegenüber den früheren Reichsparteitagen um einen Tag verlängert worden. Die Organisationsleitung des Reichsparteitages 1937 hat die Vorarbeiten inzwischen in vollem Umfange aufgenommen. An die deutsche Presse :

Anmeldung durch die Gaupreſſeämter

Schlußtermin : 15. Juli NSK Die teilt mit:

Reichspressestelle

der

NSDAP.

„Wieder wird wie in den vergangenen Jahren für Schriftleiter der deutschen Presse eine be ſondere Teilnahmemöglichkeit am Reichsparteitag geboten. Die deutschen Zeitungen werden eingeladen, in recht umfassender Weise eine eigene Berichterstattung über den Reichsparteitag durchzuführen. Wegen der notwendigen organisatorischen Vorbereitungen bitten wir die Anmeldung der zur Entfendung nach NürnSchriftleitungsmitglieder berg vorgesehenen schon jest vorzunehmen. Die Anmeldung bitten wir bis zum 15. Juli an das für Sie zuständige Ga u Presseamt der NSDAP. zu richten. Für Zeitungen, die in Berlin oder in München erſcheinen, übernimmt die Reichspreſſeſtelle der RSDAY. selbst die Bearbeitung. Wir bitten Sie, zu berücksichtigen, daß die Unterbringungsmöglichkeiten in Nürnberg beschränkt sind. Es fönnen deshalb ausschließlich attiv tätige Schriftleiter mit Breffeausweisen versehen und vom Bressequartieramt Nürnberg untergebracht werden."

Die Anschriften der Gaupreſſeämter : Baden: Karlsruhe, Lammſtraße 1b, Fernr. 7165. Bayer. Oftmart: Bayreuth, Marstraße 2, Fernruf 1002. Danzig: Danzig, Jopengasse 11, Fernruf 22 551. Düſſeldorf: Düsseldorf, Pressehaus, Fernr. 10 213. Essen: Essen, Herkulesstr. 5, Fernruf 50 151. Franken : Nürnberg, Winklergasse 11, Fern= ruf 22 804. Halle-Merseburg : Halle/Saale, Königstraße 80 1, Fernruf 27 111. Hamburg : Hamburg I , Adolf-Hitler-Plaz, Fernruf 33 16 36. Hannover-Oft : Anmeldungen von Zeitungen aus dem Gau Hannover-Ost sind an das SüdhannoverHauptpreſſeamt Braunschweig zu richten. Sübhannover-Braunschweig : Hannover, Dindlagestraße 3/4. Heffen-Nassau : Frankfurt/M., Gutleutstraße 8, Fernruf 31 410. Koblenz-Trier: Koblenz, Schloßstraße 41, Fern= ruf 3940. Köln-Aachen : Köln, Clausiusstr. 1, Fernr. 90 451 . Kurhessen: Kassel, Wilhelmshöher Allee 23, Fernruf 30 627. Kurmart: Berlin W 57, Kurmärkische Str. 26, Fernruf 21 36 25. Magdeburg-Anhalt: Magdeburg, Gr. Münzſtr. 3, Fernruf 23 981. Mainfranken: Würzburg, Adolf-Hitler-Str. 24, Fernruf 2558. Mecklenburg: Schwerin, Schloßstraße, Fern= ruf 3357/58.

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Prif S. Pollock NSK Folge 149 Blatt 2

München- Oberbayern : München, Prannerstr . 11 . Ostpreußen: Königsberg, Keniphöfische Langgasse 87, Fernruf 46 031 . Bommern : Stettin, Lindenstr . 1, Fernruf 25 781 . Saarpfalz: Neustadt/H., Bahnhofstraße 2, Ferntuf 3551/52. Sachsen: Dresden-A. 1, Wettinerplay 10, Fernruf 25 801. Schlesien: Breslau 5, Gräbschener Straße 5, Fernruf 52 555. Schleswig-Holstein : Kiel, Jensenstraße 1, Fernruf 8883. Schwaben : Augsburg , Schmiedberg C 152/1, Fernruf 6631.

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1. Juli 1937 Thüringen : Weimar , Sophienstraße 9/11 , Fernruf 1609/12. Weser-Ems: Bremen, Am Geeren 6-8 , Fernruf 54 121. Westfalen 3 Nord: Münster, Domplat 37/38, Fernruf 24 271. Westfalen-Süd : Bochum, Wilhelmstraße 15/17, Fernruf 63 401. Württemberg: Stuttgart, Nedarstraße 7, Fernruf 25 724. Münchner Zeitungen: Reichspressestel der NSDAP., München, Karlstraße 18,leFernruf 56 081. Reichspressestelle Berliner Zeitungen : NSDAP., Wilhelmstr. 64, Fernruf 1174der 11.

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Die Verteidigung der Ehre des freien deutſchen Mannes Ehrenordnung des Studententums - Ohne Rücksicht aufHerkommen und Beruf“ Grundſäte der neuen Du Zw rc ei hf ka ührung des mpfes Die - Ehrenr äte entſcheiden NSK Auf der Reichsarbeitstagung des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes durch ein Ehrenverfahren Genug und der Deutschen Studentenschaft in Heidel tuung zu verlangen." berg verkündete Reichsstudentenführer Dr. G. Nicht nur jeder Angehörige des deutschen Studententums , A. Scheel unter großem Beifall der anwesen= auch deutsche de Volksgenosse kannje den jungen Studentenführer des Reiches das sichr der neuen Inkrafttreten der Ehrenordnung des Ehrenordnung unterwerfen . deutschen Studententums. Das naEnt-= schieden und geregelt werden dir Ehrenange tionalsozialistische deutsche Studententum hat legenheiten von den bei den Studentenführunfich die Ehrenordnung geschaffen aus der Ergen, Gaustudentenführungen und der Reichstenntnis heraus, daß die Ehre die ewige studentenführung eingesetzten Ehrenräten, Grundlage allen völkischen Lebens ist. Diese die sich jeweils aus drei Mitgliedern zusammenvom Geist nationalsozialiſtiſcher Weltanschausetzen . unng getragene Ehrenordnung soll das deutsche Ist die Ehre eines deutschen Mannes verlegt, Studententum wieder zum wahren , echten Manso hat er die Pflicht, durch Ehrenerflä nestum , zum Treuhänder edelsten Gemeinrung oder Zweikampf Genugtuung zu schaftsgeistes und Verfechter des kostbarsten verlangen. Der Beleidigte bestellt einen BeKleinods und höchsten Gutes deutscher Lebensauftragten, dessen vornehmste Aufgabe es ist, gesittung in Treue zum Führer und zum Wohle daf ür zu sorgen, daß der Ehrenhandel durch des deutschen Volkes machen . gütlichen Ausgleich beigelegt wird. Erst Über den Ehrbegriff sagt die Ordnung das Scheitern gütlicher Verhandlungen macht folgendes aus: Die Ehre ist das höchste Gut Eröffnung eines Ehrenverfahrens notwen = die des deutschen Mannes. Die Ehre des deutschen dig , wenn der betreffende Studentenführer entMannes hat ohne Rücksicht auf Her = schieden hat, daß es sich um eine Ehrenangefommen und Beruf den gleichen legenheit und keinen Disziplinarfall handelt . Wert. Sie ist unabdingbar . Der deutsche Zur Verhandlung haben Beleidiger und BeStudent ist Mitträger deutschen Mannestums . leidigter zu erscheinen. Nach Anhören beider Die ihm vom deutschen Volke zugebilligte AusParteien und der Zeugen kann der Ehrenrichter bildung verpflichtet ihn ganz besonders , die fol gende zu begründende Sprüche fällen : 1. Eine Ehre als höchstes am Mannesgut zu schüßen Ehrverlegung liegt nicht vor . 2. Es liegt eine und zu wahren . Ehrverlegung vor ; a) den Parteien wird die Jeder deutsche Student hat das Recht und die Abgabe und Annahme einer vom Ehrenrichter Pflicht, seine Ehre zu verteidigen. Als Hüter festzusetzenden Ehrenerklärung als Erledigung seiner Ehre ist er Hüter der Ehre des deutschen Ehrenhandels auferlegt ; b) der Ehrenhandes übe rnimmt hiermit die Pflicht, Volkes und durch Zweikampf auszutragen . del ist die Ehre anderer zu achten , sowi Gef och ten wird auf einer Kampfbahn, die Sc hu ßl ei os nzuer für die Ehre ein Rechtec von 10 × 2 Meter darstellt . stehen. Die Ehre der deutschen Frau steht In diesem Raum können sich die Gegner frei vor unter dem besonderen Schuß des deutschen Etuwärts, rückwärts und nach der Seite bewegen, denten. dh. wir haben es hier mit der überaus schwieWer seine Ehre nicht verteidigt oder wer rigen und sehr viel Mut und Geschicdie Ehre eines anderen böswillig oder leichterfordernden lichkeit Spru fertig verletzt oder für Schutzlose nicht eintritt, ng mensur zu tun . Im allgemeinen wir ürd nat macht sich schuldig. Wer glaubt, daß ein VerSäb elz gef wei ähr kampf, bei der lic art her lich ein stoß gegen die Ehre vorliegt, hat die Pflicht, dem nicht mehr aus dem Stand und aus dem Handgelenk heraus gefochten wird, nur zur

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REK Folge 149 Durchführung gelangen, wenn die Ehre eines Mannes oder einer Frau wirklich auf das schwerste verlegt ist. 3m Gegensatz zu früher findet nicht der schwere, sondern der leichte Säbel mit einer Sehnenlänge von 86 Zentimeter und 800 Gramm Gewicht Verwendung. Die Duellwaffe ist an der Schneide 38 und auf dem Rücken 14 Zentimeter scharf geschliffen. Die Spitze der Klinge muß abgefeilt sein. Stechen ist verboten. Die Unterscheidung des einfachen und verschärften Zweikampfes liegt lediglich in der Bandagierung. Halsbinde, Armschuh, Zopf, Herzleder, Bauchschuß von den Hüften bis zum Brustkorb, Kettenhandschuhe und Brille, werden bei der leichteren Form getragen. Bei der schwereren Art kommen Armschutz, Herzleder und Brille in Fortfall, während der Bauchſchuß nur bis zum Anſak des Brustbeines reicht. Die sonstige Bekleidung der Paukanten beſteht aus einer leicht waschbaren hellen Hose und leichten Sportschuhen. Beim einfachen, wie beim verstärkten Säbelzweikampf wird mit entblößter Brust gefochten. Die Dauer des Kampfes beträgt beim einfachen Säbelzweikampf, wenn durch die Paukärzte nicht eine andere Zeit festgelegt iſt , 30 Minuten. Nach je 10 Minuten zwei Minuten Pause. Bei dem verschärften Säbelzweifampf ist beine bestimmte Zeit vorgeschrieben.

Der Zweikampf endigt mit der Kampfunfähigkeit eines der Paukanten. Nach Beendigung des Zweikampfes, dem außer den Kämpfern der Kampfleiter, zwei Sekundanten, zwei Testanten, zwei approbierte Ärzte und ein Schriftführer beizuwohnen habên, sollen sich die Gegner nach Möglichkeit versöhnen. Die großen erzieherischen Aufgaben dieser Ehrenordnung, der sich theoretisch jeder ehrenhafte Deutsche ohne Rücksicht auf Herkommen und Beruf unterwerfen kann, ist unverkennbar. Männliche Tugenden, wie Körperbeherrschung, Geistesgegenwart und fämpfe= rische Zähigkeit werden durch das jezt als Grundlage des Zweikampfes für alle Kamerade. schaften des NSDStB . pflichtmäßig ein geführte Fechten entwidelt und gefördert. Besonders zu loben ist auch der als Grundmotiv der ganzen Ehrenordnung immer wieder erkennbare Wille seiner Schöpfer, dem Zweifampf nur in den schwersten Fällen stattzugeben. Erfreulich ist auch, daß endlich mit dem überkommenen unehrlichen Ehrbegriff Schluß gemacht wird, der es nicht duldete, daß ein Akademiker einem Arbeiter der Faust Genugtuung gab. Ob Arbeiter, Student, oder Offizier, ob Lagerist, Direktor oder Minister : sie alle haben nur eine Ehre, die Ehre des freien deutſchen Mannes, die ſein höchſtes Gut ist. Gert Sachs .

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Aufgaben

Das Sozialprogramm der DAF. Forderung und Zielsetzung / Reichstagung des Sozialamtes

NSK Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Deutschlands sind die sozialpolitischen Probleme feineswegs geringer geworden. Ihre Bedeutung ist vielmehr noch gestiegen. Zwar haben manche sozialen Fragen gerade die Beseitigung der Arbeitslosigkeit dank der Initiative des nationalsozialistischen Staates bereits ihre Klätung gefunden. Dafür sind aber andere Probleme in den Vordergrund gerüdt. Wenn der Erfolg unseres Leistungskampfes nicht in Frage gestellt werden soll, muß in noch verstärkterem Maße als bisher eine weitſich Betreuung tige sozialpolitische unseres schaffenden Menschen einsetzen. Im Zujammenhang mit der Leistungs- und Produktionssteigerung des deutschen Volkes harren noch wichtige Fragen, wie die des Arbeitsein = Arbeitsschutes , sages , des der sozialen Sicherung , der Tarifbildung uam. einer dringenden Lösung. Durch feine Betriebsnähe , dh. durch den unmittelbaren Kontakt seiner Sozialwalter mit den Schaffenden ist kein anderes Amt mehr zur Berwirklichung dieser Ziele berufen als das Sozialamt der Deutschen Arbeitsfront. Wenn Claus Selzner auf der Reichstagung des Sozialamtes in Würzburg sagte, der Sozialwalter habe das wichtigste Amt in der Deutschen Arbeitsfront und das

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Amt selbst stelle den Generalstab zur Lösung der sozialen Probleme dar, dann ist damit seine betreuende Stellung scharf gekennzeichnet. In lebhaftem Gedankenaustauſch über die Probleme der Sozialpolitik haben die Sachbearbeiter des Amtes, die Sozialwalter der Reichsbetriebsgemeinschaften und der Gauwaltungen unter Leitung des Amtsleiters Pg. Mende das bisher Erreichte zusammengefaßt und zugleich die Marschrichtung und das Ziel für die Weiterarbeit des Amtes festgelegt. Alle Fragen, die im Augenblick im Vordergrund der nationalsozialistischen Sozialpolitik stehen, wurden bei dieser Gelegenheit in ihrer Notwendigfeit und Zielsetzung behandelt : Der Leistungslohn im Arbeitsleben nimmt in dieſem Kreis mit eine erste Stelle ein. Welche Form des Leistungslohns ist wohl am geeignetsten : der Akkordlohn, das Prämiensystem oder die Gewinnbeteiligung? Je nach den Verhältnissen wird das verschieden sein. Es wird dabei auf den Einzelfall an= kommen. Wenn wir heute zu einem vernünftigen Leistungslohn kommen wollen, müſſen wir zuerst einmal die Leistungsvoraus = segungen schaffen. Solange dieſe nicht - etwa durch Leistungsfreiheit sind, wird ein vernünftiger Akkordlohn allen Teilen gerecht.

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Der Arbeitseinsa nimmt mit dem Sinken der Arbeitslosenziffer einen bedeutsamen Plaz innerhalb der Sicherung des sozialen Lebens ein. Der Apparat der staatlichen Ver= waltungen kann die unmittelbare Men = schenbetreuung durch das Sozialamt nicht ersehen. Die Deutsche Arbeitsfront wird sich gerade auf diesem Gebiete besonders einsehen, um die Kraftreserven richtig zu dirigieren. Weiter stehen im Vordergrund der kommenden Arbeit des Amtes Fragen der Lohna bzüg e, des Feiertags = und des FamilienLohnes. Schuß der Arbeit und damit des Lebens ist nicht nur die Aufgabe des Staates allein, sondern all derer, die in der Arbeit stehen. Der Staat hat in seiner Gesetzgebung Körperschaften und Verbände mit der Sorge um den Arbeitsschutz beauftragt. Doch können die Aufgaben des Arbeitsschutzes durch die Organe der staatlichen Sozialverwaltung nicht allein erfüllt werden. Es wird daher eine der Hauptaufgaben der Deutschen Arbeitsfront sein, hier unter = stügend einzugreifen und die Betriebe zu mobilisieren. Erfreulicherweise ist das bereits in den Betrieben erkannt und die Einjezung Don Arbeitsschutzwaltern auf Grund der Bestimmungen des AOG. über all begrüßt worden. Im Gegensatz zu den Berufsgenossenschaften wendet sich die Deutsche Arbeitsfront direkt an die Betriebsangehörigen, um in ihren Reihen Verständnis und Vertrauen zu wecken für die Notwendigkeiten eines durchgreifenden Arbeitsschutes. In besonderen Ausbildungslehrgängen, Unfallverhütungsaktionen, in Aufklärung und Belehrung durch Presse und Film gibt sie den beauftragten Männern das notwendige Rüſt= zeug. Als Exponent der Arbeitsschutzbewegung gilt der Walter der Deutschen Arbeitsfront, der demgemäß auch zu den Betriebskontrollen, Der Untersuchungen usw. heranzuziehen ist. Weg zu einer nationalsozialistischen Sozial = versicherung ist schwierig. Auf der Reichstagung des Sozialamtes wurden einmal aus=

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führlich die Probleme behandelt, die auf diesem Gebiete einer dringenden Lösung bedürfen. Hier gilt es, insbesondere die Fragen der Aussteuerung in der Krankenver = insbesondere für die Kriegs = sicherung zu lösen. Dabei ist von beschädigten Bedeutung die Frage einer gleichmäßigen Behandlung der Kriegsteilnehmer in der Rentenversicherung. Heute ist es so, daß in der Invalidenversicherung Kriegsdienstzeiten nicht rentensteigernd angerechnet werden! Die Veränderungen in den Einkom= mensverhältnissen haben dazu geführt, daß zahl= reiche Bezieher von höherem Einkommen heute unterversichert sind. Es ist deshalb erforderlich, aufPflichtbeitragsklassen neue zustoden. Das Ziel muß sein, die Invalidenversicherung nach und nach auf den der AngestelltenversicheStand rung zu bringen. Weiter ist vordringlich die bessere Ausgestaltung der Witwen = vers orgung in der Invalidenversicherung. Am meisten hat unter den früheren Auswirkungen wohl die knapp = schaftliche Versicherung der Bergleute zú leiden gehabt. Da eine endgültige Sanierung im Augenblid anscheinend noch nicht mög lich ist, regt das Sozialamt eine Entlastung dadurch an, daß alle knappschaftlich versicherten Betriebe von der Pflicht zur Arbeitslosenversicherung befreit werden. Dr. Len hat vor eineinhalb Jahren gefordert, die Sozialversicherung zur Sicherung aller schaffenden Deutschen auszubauen. Es wird deshalb Aufgabe des Sozialamts ſein, bei allen an der Neuordnung beteiligten Stellen immer darauf hinzuweisen, daß die deutsche Sozialversicherung nicht Selbstzweck sein darf. Bei Würdigung der rechnungsmäßigen Grundlagen der Versicherungsträger darf nie ver= gessen werden, daß der oberste Zweck die Unterstützung des Versicherten beim EinW. K. tritt eines Versicherungsfalles ist.

Liquidierung

Gottes

Moskaus Kampf gegen Kirche und Glauben - Die neue Mobilmachung von Gewalt und Gemeinheit - Sowjetmethoden am Pranger NSK Die Sowjets haben zum legten vernichtenden Schlag gegen die Kirche ausgeholt. Auf angeblichen Wunsch der örtlichen Behörden" sollen nach einer Weisung des Innenkommissariats im Rahmen des 3. Fünfjahresplans die noch übriggebliebenen Kirchen abge= tragen oder in Klubs und Kinos umgebaut werden. Als Grund für dieſe völlige Vernichtung der Kirchen wird die Herstellung der Sicherheit angegeben. Troz aller heuchlerischen Gesten des Bolschewismus, mit denen sich Moskau für den Westen hoffähig zu machen suchte, konnte niemand, der Moskau erkannt hat, daran zweifeln , daß der

Bolschewismus sich niemals zu einem Kompro= miß gegenüber einer Religionsbewegung bereitfinden wird, die mit dem materiellen Bolsche= wismus unvereinbar ist. Auch dann nicht, wenn ihm von der Kirche und den Gläubigen keinerlei Gefahr droht. Wenn die Sowjets bei ihrer neuen Kampfanſage vorgeben, aus Gründen der Sicherheit die noch übriggebliebenen Kirchen zu vernichten, so muß dies angesichts der verfolgten und verängstigten kleinen Schar von Gläubigen und Priestern, die in der Sowjetunion noch nicht ausgerottet ist und dem viehischen Morden entging, ebenjo lächerlich anmuten, wie es den heute überall vorherrschen=

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alty. He NSK Folge 149 den Eindruck nur bestärken kann, daß der Verfolgungswahn des Despoten Stalin immer etelhaftere Formen annimmt. Das Ausmaß der Gottgläubigenverfolgung, die die Kirche zu einer völlig bedeutungslosen Einrichtung machte, sie zu einem verlachten, verspotteten, terroriſierten, mißachteten und verUnkultur überbleibsel folgten der und des Vorurteils aus der Zeit der Bourgeoisie" stempelte und ſie in ſtändiger Angst vor neuen Terroratten hält, ist zu gewaltig, als daß einem gesund denkenden Menschen zugemutet werden könne, an eine Gefahr von der Kirche her zu glauben. Die furchtbare Grausamkeit der Gottgläubigenverfolgung in der Sowjetunion ist allgemein bekannt, und jene grauenvolle Fälle, wo Priester und hohe geistliche Würdenträger durch Mittel, wie sie nur einer franken, pathologi= schen Phantasie entspringen können, zu Tode gefoltert wurden, sind zu zahlreich, als daß sie im Rahmen dieser Ausführungen aufgezählt werden könnten. Es sei nur daran erinnert, daß hunderttausend Priester und andere Geistliche von den Bolsche = wisten ermordet wurden. Von den ehemals 500 Kirchen und Kapellen Moskaus be stand bis vor kurzem nur noch ein winziger Bruchteil. Die Sowjets begnügten sich jedoch keinesfalls mit der Vernichtung der Kirchen, sondern richteten mit nie dagewesener Heftigkeit ihren Terror gegen alle Gottgläubigen , die trog aller Verfolgungen die noch übriggebliebenen Kirchen aufsuchten. Diese Kirchengänger waren ganz besonders den Angriffen der Jungkommunisten ausgefeßt, die es zu ihren Heldentaten zählten, während der Gottesdienste in die Kirchen einzufallen, die Prieſter und Gläubigen zu mißhandeln und die Altäre zu zerstören. Dieses Treiben der Jungkommunisten, das in der Sowjetpreſſe wohlweislich verschwiegen wird, findet bei allen öffentlichen Behörden wohlwollende Duldung. Statistische Erhebungen haben gezeigt, daß ein Drittel aller Mitglieder der Gottlosenorganisationen das 18. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Diese Organisationen, die darauf ſtolz sind, daß 60 vH. aller Kinder vom 10. bis 12. Lebensjahr als Gottlose registriert sind, gehen jest an ihre nächste Aufgabe heran, um die noch fehlenden 40 vH. der Kinder für sich zu gewinnen. Es sind dies die Kinder dieſer jungkommunistischen Organisationen, die dazu angehalten werden, anläßlich kirchlicher Feiertage Handzettel zu verteilen, in denen aufgefor= dert wird, die Kirche gänzlich zu meiden und die Teilnahme an religiösen Veranstaltungen oder Bräuchen zu verachten. Aber nicht nur die Gottgläubigen, die sich offen zu Gottesdiensten einfinden, werden verfolgt, sondern gerade auch diejenigen, die in fleinen geheimen Zusammenfünften Gottesdienste abhalten. Die Fälle, da Männer und Frauen, die einen aus dem Ausland übertragenen Gottesdienst anhörten und deshalb zu Zwangsarbeit verurteilt wurden, find keinesfalls selten. Troß aller dieser Strafen

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1. Juli 1937 gaben sich bisher immer wieder Gläubige zu erkennen, und die Art der Beschimpfung der Religion hat in vielen Fällen zur Folge, daß die Bevölkerung aus eigenen Mitteln ihre baufälligen Kirchen neu herzurichten versuchten.

Die Verhöhnung von Heiligen auf Spielkarten und durch ihre Dar ſte 1 lung auf Zielscheiben der Schieß = buden sind Mittel des bolschewistischen Feld= zuges gegen Gott, die in ihrer Widerwärtigkeit diesem Land der Kulturlosigkeit ganz ent= sprechen. Zu dieser gemeinen Profanierung der religiösen Sitten und zynischer Verhöhnung Gottgläubiger gehört auch jene Anordnung des Zentralrats der Gottlosenorganisation, der die nach altrussischem Brauch übliche Osterformel ,,Christ ist erstanden", „ Christ ist wahrhaftig er standen" durch Die Arbeiterklasse ist erstanden", „ Sie ist durch die Sowjetunion erstanden“ ersetzen ließ. Die Sowjets wurden auch im Erfinden neuer Terrormittel bisher niemals müde und erſannen erst fürzlich ein Gesez, das nur den Priestern mit akademischer Ausbildung die Berufsausübung gestattete. Da es seit vielen Jahren in Der Sowjetunion keine Lehranstalten für die Ausbildung von Priestern gibt, hat dies praktisch zur Folge, daß nur die im Greiſenalter stehenden Geistlichen ihrem Beruf nachzehen können soweit sie nicht schon gemordet und geschändet unter der Erde liegen oder in Sibirien Zwangsarbeit leisten. Zu einem schweren Schlage gegen alle Gottesgläubigen haben die Sowjets das leztemal ausgeholt, als die große Volkszählung auch die Anhänger einer kirchlichen Organisation neben Den Gottlosen erfassen sollte. Durch diese Methode hoffte man die Gottgläubigen ein für allemal festzunageln ; ein Manöver, das von der Bevölkerung sehr bald durchschaut wurde, was zu Wutausbrüchen in vielen Teilen der Sowjetunion führte, dem manche Volkszähler zum Opfer fielen. Nach der neuen Kampfansage der Sowjets an die Kirche scheint es, als ob sie jetzt ihre legten und radikalsten Mittel einJezen wollen und entschlossen sind um im Jargon der Bolschewiken zu sprechen tie Kirche und die Religion vollends zu „liquidieren". Wir zweifeln nicht daran, daß der lette Todesstoß gegen die Kirche, die in der Sowjetunion längst in der Agonie liegt und nur sehr schwache Lebenszeichen von sich gibt, mit der den Bolschewiken gewohnten Grausamfeit geführt werden wird, die auch bisher ihren Kampf gegen die Gläubigen ausgezeichnet hat. Wenn sich der Vorhang auch vor dieſem Akt bolschewistischer Vernichtung über Blut und Trümmer gesenkt haben wird, dann möchte man nur wünschen, daß bestimmte Kreise auch bei uns in Deutschland sich der Freiheit unserer Kirche in ihrer ganzen Bedeutung bewußt würden. Mögen sie in ihrer Gesamtheit dann endlich erkennen, daß auch unseren Kirchen und unserer Geistlichkeit das gleiche Schicksal beschieden wäre, wenn nicht der Nationalsozialismus in zwölfter Stunde dieses Schicksal abgewandt hätte, dem die Kirchen der Sowjetz v. Wr. union jest entgegengehen.

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Deutſche Beiträge zur

Filmzukunft < Brobleme der Entwicklung des Films – Deutſchlands Anteil an der internationalen Filmarbeit Fragen, die den Pariser Kongreß bewegen NSK An der Spitze der Zusammenarbeit Deutschlands mit dem Auslande auf dem Gebiete des Films, einer Zusammenarbeit, deren organisatorische Zusammenfassung die internationale Filmkammer ist, steht die Erkenntnis, die wesentlich auf deutschem Boden erwachsen ist, daß das Kulturgut Film, wenn es wirklich Ausdruck und Bekenntnis eines Volkstums ist, von vornherein die Erschließung des aus ländischen Verstandes und Gefühls in sich birgt. Der Leiter der Reichsfilmkammer, Staatsminister aD. Prof. Dr. Lehnich , gibt in seinem Geleitwort zu dem am 5. Juli in Internationalen Paris beginnenden Filmtongreß dieser Meinung betonte Bedeutung und erklärt, daß man allgemein auch im Auslande davon ausgehe, daß man sich durch den Film eines anderen Landes nicht nur unterhalten laſſen will, ſondern daß man über das andere Land unterrichtet sein will. Die Erfahrung hat gezeigt, daß nicht dann ein Film, wenn er international, alſo übervölkisch ist, die größte Auslandswirkung erzielt, sondern dann , wenn er Ausdruck der völ tischen Eigenart, des völkischen Geschmacks und des Nationalcharakters ist. Hier ist zu sagen, daß auf den bisherigen internationalen Filmlongressen Deutschland es war, das sich immer wieder zum Sprecher dieser Erkenntniſſe gemacht hat, so daß die Arbeit der Internatio= nalen Filmkammer das Zuſammenarbeiten von eigenständigen nationalen Filmorganisationen darstellt, die sich alle der eigenvölkischen Leistung bewußt sind. Unter diesem Zeichen wird auch der neue Pariser Kongreß ſtattfinden, auf dem sagungsgemäß Deutschland die Führung abgeben wird. Es ist nicht übertrieben zu sagen , daß es kaum ſonſt einen internationalen Verband gibt, der in so kurzer Zeit so konkrete Arbeit geleistet hätte. Das wird besonders auf dem Gebiete des internationalen Filmrechts deutlich. Der Austausch filmrechtlicher Erfahrungen in den verschiedenen Ländern hat unter der Mitwirkung Deutschlands zu Erkenntniſſen grundfäglicher Art von internationaler Geltung geführt. Das gilt insbesondere für den gesamten Komplex des Urheberrechts, das durch Deutschland auf jene Richtung gebracht wurde, die seinem Träger eine Verpflichtung gegenüber der Allgemeinheit auferlegt. Freilich hat sich Deutschland bei diesen Fragen nicht darauf beschränkt, mit neuen schönen Theorien aufzuwarten, sondern ist jeweils den international in Erwägung gezogenen Ge= fichtspunkten durch das konkrete Bei spiel vorausgegangen. Die Reichsfilmkammer verweiſt in dieſer Hinsicht beſonders auf die Regelung der Verwertung musikalischer Aufführungsrechte durch das Musikvermittlungsgefeg vom 4. Juli 1933, in dem die staatliche Kontrolle für die Verwertung musikalischer Aufführungsrechte, die Regelung der Ange=

messenheit der Aufführungsgebühren und andere wichtige Gesichtspunkte verankert worden sind. Auch die Rolle Deutſchlands auf dem Ge = biet des Filmaustausches ist zu bes tannt, als daß man ihrer noch Erwähnung tuft müßte. Kaum sind aber die Voraussetzungen für den Filmaustausch auf Gegenseitigkeit und die gerechte Kontingentierung des Filmaußenhandels geschaffen, so wird hauptsächlich wieder von deutscher Seite an eine weitere Ver tiefung der internationalen Verflechtung des Filmaußenhandels herangegangen. So wird die Studienkommission der internationalen Filmkammer auf dem kommenden Pariser Kon= greß besonders auf die Notwendigkeit der Schaffung einer genormten Weltfilmstatistik hinweisen. Die dazu nötigen Voraussetzungen sind bereits geschaffen worden und ruhen auf der Erkenntnis, daß es bisher außerordentlich schwer war, die Filmherstellung und den Filmablauf international zu verfolgen . In den vergangenen Monaten sind nun bereits den einzelnen Mitgliedsländern Fragebogen über die Filmherstellung, den Filmvertrieb und den Lichtspieldieser theaterbesit zugegangen . Auf Grund statistischen Erhebungen wird dann ein genormter Fragebogen hergestellt werden, der allge= mein verbindlich sein wird und zur Erſtellung der Länderstatistiken führen soll. Diese Studienkommission wird in Paris auch noch eine Reihe anderer Probleme beschäftigen, wie zB. die Fragen des abendfüllenden Farbenfilms, des plastischen Films, die ja nicht nur Fragen der Filmtechnik, sondern vor allem der Film wirtschaft ſind. Das ist ja das wesentliche : daß es heute die Internationale Filmkammer vermag, durch die in systematischer Ordnung vorliegenden Gedanfengänge der Vergangenheit den internationa= len Filmhandel und die internationale Filmkunst vor Schäden zu bewahren, in die sie hineinstraucheln würden, wenn es diese internationale Behörde nicht gäbe. Wenn zB . das Problem des Farbenfilms in technischer Hinsicht als gelöst bezeichnet werden kann, so ist damit noch lange nicht gesagt, daß der Filmverleih bereits erfolgreich den Farbenfilm anbieten könnte, weil erst die Grundlage für die wirtschaftliche Umschichtung gegeben werden muß. Man hat aus den Erfahrungen, die die Verwandlung des stummen Films mit dem Tonfilm gezeitigt haben , als ehemals unerschütterlich erscheinende Produktionsstätten des Films wirtſchaftlich vernichtet wurden, gelernt! Alle diese Fragen --- wirklich konkrete und für die Zukunft des Films entscheidende Fragen - werden die führenden Männer des internationalen Films in Paris beschäftigen. So wird es möglich sein, zu klareren Erkenntniſſen über die Mehrkosten der neuen Filmarten und deren Amortisationsmöglichkeiten zu gelangen . Daneben wird sich der Pariser Kongreß

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NSK Folge 149 besonders mit der Einengung des Film= austausches zu befassen haben, die durch die Devisenschwierigkeiten der verschiedenen Länder und durch den Aufbau eigener Produktionsſtätten in fast allen europäischen Ländern ente standen ist. Auch die Internationale Vereini gung der Filmtheater , die auf Grund einer deutschen Anregung 1935 in Berlin ge= gründet wurde, wird in Paris tagen. Die Arbeit auch dieser Sparte der internationalen Filmkammer kann nicht konkret genug gesehen werden. Im einzelnen werden in Paris wieder das Problem des Schmalfilms, der Autorengebühren, der Vergnügungssteuer und der Eintrittspreise in dem neuen, nicht unmaßgeblich Don Deutschland bestimmten Sinne erörtert werden, der die Filmwirtschaft als Teil einer völkischen Wirtschaft sieht. Diese Arbeit richtet sich auf genau so

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konkrete Ziele, wie sie vertreten werden von der ,,Fipresci", der Vereinigung der internationalen Filmberichterstatter . Deren Arbeit ist auf das tonkrete Ziel gerichtet, allen denjenigen Filmerzeugnissen keine Unterstützung zu schenken, die die internationale Atmosphäre vergiften können. Diese Organisation weist darauf hin, daß zwischen Deutschland und Frankreich schon konkrete Fälle vorliegen, die in der Weise gelöst worden sind, daß die franzöſiſchen Vertreter in der französischen Öffentlichkeit auf deutschlandfeindliche Filme hingewiesen haben und ihre Förderung versagten. Wo die Aufgabenstellung bereits so tlar ist, dort gilt es, in Zukunft nur in derselben Richtung weiterzuarbeiten . Der Internationale Filmkongreß in Paris wird ein Beweis für die praktische Wirksamkeit der infernationalen Zusammenarbeit nationaler Arbeitsgemeinschaften sein. G. H. C.

Ein neues Werk Herbert Böhmes Nachrichten Erste Aufführung bei den ſchleſiſchen Gruppenwettkämpfen NSK Breslau, 1. Juli.

Abschluß der 1. schwäbischen Gaukulturwoche Große tulturelle Veranstaltungen in Augsburg und Lindau NSK Augsburg, 1. Juli. In Augsburg fand die für den Gau Schwaben und die in seinem Bereich tätigen Kulturschaffenden bedeutsame 1. schwäbische Kulturwoche ihren Abschluß. Den Auftakt der Kulturwoche bildete die Verleihung des von Gauleiter Wahl gestifteten schwäbischen Kulturpreises an den Erbauer der Ordensburg Sonthofen, Architekt Hermann Giesler. In einer großen Kulturkundgebung sprach Reichskulturwalter Pg. Moraller über nationalsozialistische Kulturpolitit, wäh rend in einer Arbeitstagung der stellvertretende Reichskulturamtsleiter Pg. Kaiser das ArIn beitsgebiet der Kulturstellenleiter umriß . einer Reihe von Ausstellungen wurden der Bevölkerung alte und neue Kunstwerke gezeigt. Der Volkstumsarbeit galt eine reich gestaltete Trachtenausstellung und ein Festabend, in dem das schwäbische Tagewerk in Tanz, Lied, Spiel und Dichtung verherrlicht wurde. Schwäbische Dichter, unter ihnen Edwin Erich D winger, lafen aus eigenen Werken. Künstlerische Höhepunkte waren die Festaufführung der Oper Fidelio" auf der Freilichtbühne sowie die Aufführung der Mozartoper „ Die Entführung aus dem Serail" im Augsburger Stadttheater. Die Stadt Augsburg übergab in Erinnerung an Leopold Mozart das von ihr eingerichtete Mo = zart museum der Öffentlichkeit. Den Abschluß der Gaukulturwoche bildete am 30. Juni ein Sinfoniekonzert unter Leitung von Generalmusikdirektor Dr. Peter Raabë. Gleichzeitig mit den Veranstaltungen in Augsburg fanden in der Grenzstadt Lindau Konzert- und Theaterabende statt.

Anläßlich der Gruppenwettkämpfe der SA.Gruppe Schlesien, die am kommenden Wochenende in Breslau ſtattfinden, wird am Sonnabend, dem 3. Juli, ein neues chorisches Spiel von Herbert Böhme uraufgeführt werden. Dieses Werk, betitelt Die Losung", wurde eigens für die SA.- Gruppe Schlesien verfaßt und wird in Gegenwart des Dichters zum erstenmal aufgeführt.

Stimme des Auslands

,,Immer gegen das Reich“ Schweizer Zeitung über den politiſchen Katholizismus in Deutſchland

NSK Die in Zürich erscheinende Zeitung „ Die Front" veröffentlicht einen Artikel zur Kirchenfrage in Deutschland. In dem Aufſah wird ua. folgendes ausgeführt: „ Der deutsche Klerifalismus verwarf stets grundsäglich jede nationale Haltung. Er war im Grunde ſeines Herzens immer gegen das Reich gesinnt. Er leistete vor sieben Jahrzehnten den Hauptwiderstand gegen die Schaffung des Zweiten Reiches ; genau wie in unserem Jahrzehnt ſeine Brüning, Leicht, Kaas und Dollfuß die Hauptbollwerke gegen das Werden des Dritten Reichs wurden. Dafür war in der Zeit der deutschen Schwäche unter Weimar das Zentrum zusammen mit der jüdischen Demokratie und dem antichristlichen Marxismus Hauptträger von Verfassung und Regierung."

Druď: M. Müller & Sohn KG. , Zweigniederlaſſung Berlin SW 68, Zimmerstraße 88

nationalsozialiſtiſche Brief and Drahtan | 4rift der Schriftleitung: Berlin 68 69, Jimmerte, 90, H. Fernent: 11 00 Berlag: &ranger Rad . 6. m. 1. §., entralverlag der RSDUP., München - Berlin Borland: Cher.Berlag , Berlin SM 68, BimmerBrake 88. Alle Zahlungen find nach :lia (Boßchedfonts Berlin 4454) zu richten

NCK

Mit der Herausgabe beauftragt : Wilhelm Weiß; für die Mitteilungen der Reichspressestelle verantwortlich: Dr. Otto Dietrich , Reichspressechef der NSDAP. Für den übrigen Gesamtinhalt verantwortlicher Haupt. schriftleiter Helmut Sündermann. Stellvertreter : Wilhelm Ritgen. Sämtlich in Berlin.

Breſſedienſt der NGDUB

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Die

Partei -Korreſpondenz

Schmuggler

des

Todes

Syänen des ſpaniſchen Bürgerkrieges – Zatſachen zum Waffenſchmuggel durch Moskauer Agenten – Die Tätigkeit des „ Oberſt Lopez“ NSK Wie beim Aas sich die Hyänen sammeln, um zu fleddern, hat der spanische Bürgerkrieg eine Reihe von Hyänen in Menschengestalt hervorgebracht, welche die Rot und die Verzweif= lung der andern für ihre unlauteren Geschäfte ausnügen. Neben den offiziellen Waffenschiebern, welche durch die Komintern in ganz Europa zugunsten ihrer spanischen Rotmilizen verteilt sind, hat sich eine andere Sorte Waffenlieferanten herangebildet, welche in ihren Methoden nur noch mit Gangstertum etwas ge= mein haben. Im nationalen Spanien werden diese Mithelfer Rotspaniens nur die Schmug gler des Todes genannt, eine Bezeichnung, welche alles in sich enthält. Diese Todesschmuggler benügen nicht den Landweg, sondern sind in erster Linie Lieferanten über das Meer. Selbst der angestrengteste Kontrolldienst vor den Küsten konnte diesen illegalen Handel nicht unterbinden. Es ist ganz aufschlußreich, in diesen getarnten Waffenhandel hineinzuleuchten, weil darin auch die Methoden der Komintern zu erkennen sind. Seit die nationalspanischen Kreuzer fast uneingeschränkt das Meer beherrschen und innerhalb von wenigen Monaten über 30 Dampfer mit Waffenladungen für die Roten abgefangen haben, find die Schmuggler des Todes auf neue Auswege verfallen. Die großen Dampfer legen in neutralen Häfen an und entladen dort offiziell ihre Fracht. Durch gedungene Leute werden diese Transporte an verborgene Küstenstellen gebracht, wo Fischerboote warten, in welche diese Kisten verstaut werden. Über die Kisten werden große Berge frischgefangener Fische gechichtet, so daß die Boote wirklich wie harmLose Fischerfähne aussehen. Nachts fahren sie los, um rechtzeitig in die spanischen Küstengewässer zu tommen. Dort werden die Fischerboote von roten Hilfsbarkaſſen erwartet, welche mit Maschinengewehren bewaffnet die Transporte ficher in die roten Häfen geleiten.

Seit die Nationalisten auf diesen Trid aufmerksam wurden, und den Kampf gegen ihn aufnahmen, ist man auf eine neue Art des Schmuggels verfallen. In gebrauchten Weinfässern werden Maschinengewehre verstaut, und zwar so, daß sie in waſſerdichten Behältern vom billigen Wein, den man vorsorglicherweise in die Fässer gießt, nicht verdorben werden. Andere Schmuggler verstauen russische DumDum-Geschosse in mächtigen Stoffballen , Handgranaten werden in Verbandsstoff eingewickelt, um so den Anschein von paſſierDie fähigem Sanitätsmaterial zu machen. Schiffahrer selbst tarnen sich mit den verschiedensten Masten. Es dürfte die englische Regierung besonders intereſſieren, daß sich gerade die Russen mit Vorliebe als englische Kaufleute ausgeben. Die dafür notwendigen Pässe werden von der bekannten Fälscherzentrale der Komintern in Paris geliefert. Auch als griechische Olivenölexperten oder sogar als Angestellte des Roten Kreuzes verkleiden sich die Helfershelfer der Moskowiter. Die Ausgangsstellen dieser Waffenschieber sind der Freihafen von Antwerpen , vorzüglich aber die beiden Häfen von Marseille und Bordeaux. Diese Hyänen des Schlachtfeldes verfügen in den meisten Fällen über große Geldbeträge, welche sich in die Millionen belaufen. Sie be= zahlen ihre aufgekauften Waffen bar und ers halten die Bezahlung von Rotspanien im voraus. Daß in diesen Beträgen sehr viel Gold der spanischen Nationalbant mitläuft, ist ohne weiteres verständlich. Betrachtet man sich im einzelnen die Leiter dieser Schmuggelunternehmen, so stößt man immer wieder auf dieselben Unterweltgestalten , welche nur im Sumpfe der bolschewiſtiſchen Revolution ge= deihen können. Wie überall hat sich auch hier der Jude faſt ein Monopol erworben, denn ihm ist es gleichgültig, womit und für wen er

!



A warp vedtan

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handelt, wenn es nur ein Geschäft ist. Seit zehn Jahren machen diese „ Bootlegger" die Gegenden des Mittelmeers unsicher. Sie verfrachten für die Komintern Waffen nach Algier und Tunis, um sie dort den kommunistischen Eingeborenen zuzuſchieben . Sie haben sich einen besonderen Namen gemacht beim Araberaufſtand in Palästina . Dann verlegten sie ihren Sig nach Südarabien , um den Negus Haile Selassie mit geschmuggelten Waffen zu verſorgen. Der spanische Bürgerkrieg wurde von ihnen wie eine Morgenröte der Konjunktur begrüßt. Das Hauptquartier dieser Gangster befindet sich in der „ Cannebiere" von Marseille und wechselt den Sig fast täglich, und zwar werden stets die kleinsten und unscheinbarſten Hafenkneipen ausgesucht, um das dunkle Geschäft zu starten. Für die Methode der Arbeit ein entsprechendes Beispiel : Die durch die Waffenaufläufer in den verſchiedenen Ländern zuſammengebrachten Waffen werden in Marseille auf mittlere Frachtdampfer unter falscher Deklaration verladen und fahren dann in das Mittelmeer hinaus. Auf hoher See, in ziemlicher Nähe der spani= schen Küste, erwarten rotspanische Boote und fleine Kutter den Dampfer und übernehmen die Fracht auf hoher See, und zwar jene Fracht, welche por der internationalen Nichteinmischungskommission als Warensendung nach Brasilien deklariert diese wurde. Da Schiffe einen Ausweis des Überwachungskommissars in Marseille besigen, können auch die Kontrollschiffe nicht gegen diese getarnten Waffenlieferanten einſchreiten, es ſei denn, daß fie zufällig auf frischer Tat ertappt werden. Aber auch dann ist es nur ein vorübergehendes Vorbeugen, denn der Dampfer, welcher wieder in den Auslaufhafen zurückgeschickt wird, wo man die Ladung beschlagnahmt, übernimmt doch sofort wieder eine neue Waffenladung, um auszufahren. Das Risiko für die beschlagnahmten Waffen trägt der Auftraggeber, die rote Regierung von Valencia. Im östlichen Mittelmeer hat ein Araber ein eigentliches Monopol für Waffenschmuggel errichtet. Auf einer vorsprin= genden Halbinsel, der „ Zahn des Teufels" ge= nannt, befinden sich die Arsenale dieses Schmugglerkönigs. Sein Name ist unbekannt, denn seine Leute, alles ausgesuchte Küstenaraber, baumlange Kerls, nennen ihn einfach Jahija. Wo er sich hinbegibt, ist er von einer schwerbewaffneten Eskorte von rotgekleideten Schwarzen umgeben. Er hat eine bezeichnende Karriere hinter sich. Er ist vom Sklavenhandel an der arabischen Küste zum Waffenschmuggler vorgerückt. Schon während des Weltkrieges war seine Anwesenheit von den Engländern unliebsam bemerkt worden. Während des italienisch- abessiniſchen Krieges formierte er verschiedene Karawanen, von denen die Italiener allerdings einen Teil abfingen, aber trohdem erhielt der Negus gegen Vorausbe zahlung Waffen, welche in den meisten Fällen minderwertig waren, da sich der Schmuggler bei den Auffäufen an alte, ausgeschiedene Waffen aller Länder hielt, so daß in den meisten Fällen nicht einmal die Munition dazu stimmte. Nun hat er ebenfalls an das „spanische Geschäft“ Anschluß gefunden und macht mit Valencia Geschäfte.

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Aus dem Abessinienkrieg ist noch eine Figur in unliebſamer Erinnerung. Es ist der gewiſſe „Oberst Lopez", welcher seine Karriere als Jongleur und Kabaretthumorist begann. Während des abeſſiniſchen Krieges trat er als Minister Singleton, als Mijnheer Eadbill und als Herr Mezler auf. Unter diesen Namen tauchte er auch schon früher in Südamerika auf und verkaufte Waffen jeder Provenienz an die dortigen Kommunisten, welche von Moskau bezahlt wurden. Die Akten Eberlein weisen hierfür einen sehr erheblichen Betrag aus. Er war es jezt, welcher von Merito aus die amerikanischen Waffenaufkäufe für Rotſpanien tätigte. Allerdings hatte er infolge der Wachsamkeit der spanischen Nationalisten mit seinen Liefe rungen nicht besonders viel Glück, so daß er jetzt porzog, seine Geschäfte über Antwerpen abzufertigen, wo die erstlich genannten kleinen Boote und Dampfer die Waffen übernehmen, um sie in Spanien zu landen. Das sind die Hänen des Meeres , welche zu feige ſind, ſelbſt auf dem Schlachtfelde als Kämpfer anzutreten, dafür aber gerissen genug, die von Moskau bezahlten Waffen und Munition den sauberen ,,Brüdern" in Valencia zu liefern. Würdige Genoſſen der Mordgangſter von Rotspanien und Moskau ! K.

Stimme des Auslands

„ Ordnung und Arbeit, Technik und Organisation" Zwei bekannte argentinische Ärzte über ihre Studienreise in Deutschland

NSK Die ,,Deutsche La Plata- Zeitung", Bue= nos Aires, veröffentlicht Unterredungen ihres Pressevertreters mit zwei bekannten argentinischen Ärzten, die dieser Tage von einer Reise durch Deutschland zurückkehrten. Der Arzt Dr. Pasman, der auf einer längeren Studienreise vor allem deutsche Krankenhäuser besichtigte, fand für das Gesehene Worte höchster Bewunderung. Er betonte dem Preſſevertreter gegenüber, daß die deutschen Kliniken mit den allermodernsten Mitteln ausgestattet seien und so dem deutschen Arzt wie auch dem ausländischen Besucher Gelegenheit zu den schwierigsten Studien bieten. Was den Bau der verschiedenen Kliniken anlange, so sei er als hervorragend zu bezeichnen, und er habe sich von den deutschen Behörden einschlägige Baupläne ausgebeten und auch erhalten. Mit ihm kehrte der argentinische Arzt Dr. Lopez, Mitherausgeber der Zeitschriften ,,Viva Er hatte Cien Anos" und Sijomio", zurüd. sich zu speziellen Studienzweden auf medizinischbiologischem und hygiënischem Gebiet nach Deutschland begeben. Der argentinische Arzt kam auch auf die Or ganiſation der Kraft durch Freude zu sprechen, der er während seines Aufenthalts in Deutschland seine besondere Aufmerksamkeit zuwandte. Die Kraft-durch-Freude-Organisation sei außerordentlich und weitreichend. Die sportlichen Einrichtungen könne er als muſtergültig und vorbildlich bezeichnen. über seine allgemeinen Eindrücke in Deutschland befragt, erklärte Dr. Lopez zusammenfassend, das gesamte deutsche Leben könne man Ordnung und in vier Worten schildern: Arbeit, Technik und Organisation“.

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ཝཱ *སཱ

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Landdienstjungen berichten

Vom Kohlenpott zur

Erntearbeit

Ein Beſuch beim Landdienſt der HJ. – Mit Begeisterung bei der Landarbeit Im Dienſt einer großen Aufgabe an der Nation NSK In seiner großen Rede auf dem Treffen der Landdiensſtführer in Tilsit im Herbst des " vergangenen Jahres betonte der Reichsjugendführer ua., daß die Zeit, die einer in seinem Leben einmal arbeitend auf dem Lande zugebracht habe, nie verloren sei, und wenn nichts anderes erreicht wurde als das, daß ein großer Teil der heutigen Jugend in seinem späteren Leben eine gerechte und vernünftige Einstellung zur Landarbeit besikt. Denn schon allein damit wäre unendlich viel gewonnen. Und nichts konnte uns die Wahrheit und die Bedeutung dieser Worte eindeutiger bestätigen als die kurze Zeit, die es uns vergönnt war, einmal selbst einige Tage mitten unter dieſen Jungen zuzubringen, die sich hier freiwillig aus Begeisterung und Liebe zum Lande zusammengefunden hatten, um mitzuarbeiten an dem großen Ziel der Sicherung der Ernährungsfreiheit unseres Voltes. * Roch nicht lange haben sich die Strahlen der Sonne über die noch taufeuchten Wiesen ge= breitet, als pünktlich um vier Uhr auf dem Gut Amalienhof — inmitten der weiten Felder das Zeichen zum der mitteldeutschen Ebene Aufstehen für die 40 jungen Landdienstkameraden ertönt. Und schon wenige Minuten später sehen wir die fröhliche Schar in der Sporthose auf dem Hof versammelt, um hier zunächst einmal durch einige Freiübungen und einen kurzen Dauerlauf die etwa noch vorhan= dene Müdigkeit aus den Knochen zu treiben. Dann geht es wieder auf die Zimmer, um sich fertigzumachen und aufzuräumen, denn auch ebenso wie bei Arbeitsdienst und hier ist die Sauberkeit oberster Grundsay. Militär Erst, wenn alles in Ordnung ist, kann man auch mit ruhigem Gewissen seinen Kaffee trinken und anschließend an die Arbeit gehen. 5 Uhr! Hell ſtrahlt inzwischen die Sonne über dem weiten Gelände, wo die Jungen zur Flaggenparade angetreten sind, um vom Führer der Gruppe den Tagesspruch entgegenzunehmen und anschließend die Flagge das Symbol zu hissen. Und dann geht ihrer Gemeinschaft es auf die Felder zur Arbeit. Hacken und Spaten geschultert ziehen sie, fröhliche Lieder auf den Lippen, hinaus, um ihre Arbeit weiterzuführen , die sie am vorigen Tage verlassen haben. Es ist ein freudiges Bild, mit welchem Eifer sich jeder einzelne daranhält, wie sich jeder bemüht, mit seinen Kameraden Schritt zu halten. Und wenn es auch dem einen oder anderen sind doch die Altersnicht immer gelingt , ſo unterschiede teilweise nicht unbeachtlich zeigt sich doch gerade bei diesen Gelegenheiten das hier herrschende Gesez der Kamera dschaft. Denn in solchen Fällen springt dann einfach der ältere Kamerad für den jüngeren ein und ermöglicht es ihm so, den Vorsprung, den die anderen haben, wieder einzuholen.

So schreitet denn auch die Arbeit rüstig vorwärts; die mit Unkraut durchſeßten Teile des großen Rübenfeldes verringern sich zusehends, und man kann wirklich ſagen, daß ſich jeder einzelne dieser Jungen seine zwei Stunden Mittagspause redlich verdient hat. Dies kommt auch ganz deutlich in dem nicht geringen Appetit zum Ausdruck, den die jungen Kameraden bei dieser Gelegenheit entwickeln. Hier bietet sich uns eine geeignete Möglichteit, uns mit den einzelnen Kameraden über ihre beruflichen Ziele, über ihren bisherigen Weg, über die Gründe, die sie zum Landdienst führten, zu unterhalten. So sprechen wir mit einem Jungen von der Moſel, der uns durch sein frisches und fröhliches Verhalten ebenso wie durch seinen Arbeitseifer besonders aufgefallen war. Er erzählt, daß er zunächst nach Abschluß seiner Schulzeit bei seinem Vater im Geschäft mitgearbeitet habe, jedoch habe ihm das Büroer wollte leben keine Freude mehr gemacht rk in Luft und Sonne zubringen. fein Tagewe Daher habe er freudig die Gelegenheit ergriffen , in den Landdienst zu gehen. Und es gefalle ihm dort auch so gut, daß er verſuchen werde, die Führerlaufbahn einzuschlagen. „Es ist so schön“, ſo erzählte er, „ wenn man so den ganzen Tag in der Natur sein kann und wenn man außerdem weiß , daß man an einer besonders bevorzugten Stelle für die Nation ſich einsehen kann. Das ist es nämlich auch, was einen die sicherlich oft schwere und mühevolle Arbeit gern und freudig auf sich nehmen läßt.“ Ein anderer hat seinen Weg zum Landdienst über das Landjahr gefunden. Er wurde im vergangenen Jahr xxxxxxxx nach seiner Schulent lassung vom Rheinland aus nach Mitteldeutschland ins Landjahr verschickt und hatte dort Gelegenheit, sich auch mit einigen Landdienstkameraden anzufreunden. So bekam er einen Einblick in Zweck, Ziel und Aufgabe diefer Selbstschöpfung der Jugend, und da ihm an und für sich schon durch seinen Aufenthalt im Landjahrlager die Schönheiten des Dienstes am Boden zum Bewußtsein gekommen waren, entschloß er sich, ebenfalls in die Reihen des Landdienstes einzutreten. Auch sei für ihn wie er betontein weiterer Anlaß für diejen Schritt die Tatsache gewesen, daß es in seiner Heimat auch heute noch sehr schwer sei, eine Lehrstelle zu erhalten, was sich ja nur zu leicht aus der starken Bevölkerungsdichte des Rheinlandes erklären läßt. Im übrigen beabsichtigt auch er, bis auf weiteres auf dem Lande zu verbleiben, obwohl er später, wenn er das entsprechende Alter erreicht hat, gern ganz zur Wehrmacht gehen möchte.

Wieder ein anderer kommt direkt aus dem Essener Kohlenpott. Auf die Frage, warun er bereits vier Lehrjahre hinter sich hatte von den sieben, die er im Bergbau machen muß -

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dort weggegangen sei, erwidert er, daß er durchaus nicht beabsichtige, ſeinen Beruf aufzugeben . Er habe lediglich den Drang verspürt, einmal aus seiner schwarzen unterirdischen Finsternis etwas herauszukommen . Und da er außerdem die Überlegung angestellt habe, daß es wohl faum eine gesündere Tätigkeit geben könne, als gerade die Landarbeit, da habe er sich eben zum Landdienst gemeldet, wo er nun einmal cin Jahr Dienst am deutschen Boden in etwas anderer Form leisten wolle, als er dies bislang im Bergbau getan hatte. Und endlich haben wir uns noch mit einem Kameraden unterhalten, der bereits im vorigen Sommer im Landdienst gestanden hatte und nun auch dieses Jahr sich wieder freiwillig eingereiht hat, während er sich den Winter über, ebenfalls aus eigener Initiative heraus, zum Arbeitsdienst gemeldet hatte. Er war, so erzählt er uns, ursprünglich Bäcker, hatte auch feine Lehrzeit abgeschlossen und sogar noch zwei weitere Jahre als Geselle gearbeitet. Dann aber habe ihn sein Meister nicht mehr halten fönnen, und er habe sich nun entſchloſſen, umzusatteln, um sich auf dem Lande sein Leben aufzubauen.

2. Juli 1937 Auf ein Zeichen geht alles wieder an die Arbeit. So müssen wir unsere Unterhaltung. mit den Jungen am Abend fortſehen, wie fie sich nach des Tages Müh und Arbeit in ihrem. Lager gemütlich zusammensetzen, um mit Unterhaltung, Spiel und Musik ihre freien Stunden. zu vertreiben. Und hier gewinnen wir dasselbe Bild, das wir bereits am Vormittag erhalten hatten. Jeder einzelne von ihnen - ganz gleich, ob er dabei bleiben oder sich wieder einem ist aus anderen Beruf zuwenden will ✔ Liebe zum Lande gekommen und in dem Bewußtsein, hier an hervorragender Stelle der gesamten Nation dadurch dienen zu können, daß er mithilft, ihre Ernährungsgrundlage zu. sichern. Und wir haben des weiteren den unbedingten Eindruck erhalten, daß hier in dieſen Lagern eine Pionierarbeit auf dem Gebiet nationalsozialistischer Erziehung geleistet wird. Denn hier gibt es keinen Unterschied nach Klassen und Ständen, hier gilt nur ein Gesetz, das Gesetz der Kameradschaft, hier gilt nur ein Motto, das Motto „ einer für alle, alle für einen“. Und sie alle eint der Wille, K. D. der Nation zu helfen.

Lehrmeiſter der Betriebsſicherheit

Einsatz der Arbeitsopfer gegen Betriebsunfälle – „ Kampf der Gefahr“ als Erziehungsfrage KdF -Sportkurse für Körperbehinderte NG.-Musterbetriebe müſſen Unfallziffern ſenken helfen NSK Kürzlich hat Reichsleiter Dr. Ley einen Aufruf an alle Betriebe erlassen, in dem zu einem Leistungswettbewerb für die zum ,,Nationalsozialiſtiſchen Auszeichnung Musterbetrieb" aufgefordert wird. Nicht der= jenige Betrieb ist meisterhaft, der die meisten Geldmittel in diesen Wettbewerb hineingeſtedt Vorbildliche Betriebsführung ist eine hat. Herzensangelegenheit, besonders was die Menſchenführung im Werk anbetrifft. Einem NS.Musterbetrieb wird die Betreuung der Arbeitsopfer und Arbeitsveteranen ebenfalls eine Herzenssache sein. Wenn sich das Verständnis für eine richtige Betreuung der Arbeitsopfer mit den Jahren von selbst durchsetzen soll, muß jeder Betriebsführer und jedes Gefolgschafts mitglied erkennen, warum eine enge Ge = meinschaft mit den Arbeitsopfern— angestrebt werden muß. Durch die betreuenden Maßnahmen der DAF. und der NSG. Kraft durch Freude sind Be= triebsführer und Gefolgschaft nicht jeder Ber= pflichtung den Arbeitsopfern gegenüber ledig. Ihre Verpflichtungen beschränken sich auch richt allein auf eine Unfallverhütung für die Zutunft durch überprüfung aller Betriebsanlagen. Reben vorbeugenden Maßnahmen der Betriebsführer muß unterstützt von der Gefolg= ſchaft - eine rege und dauernde kameradschaftliche Verbindung zwischen schaffenden Voltsgenossen, Arbeitsopfern und Arbeitsveteranen aufrechterhalten bleiben. Ganz bewußt muß in dieser kameradschaftlichen Verbindung der Ge= dante gepflegt werden: Deine Arbeitskraft ge= hört dem Volte! Sich gesund und leistungsfähig erhalten, ist eine völkische Pflicht. Mensch-

liche Unzulänglichkeit, Unbedacht, Leichtsinn, Gleichgültigkeit tönnen gemeinsam sehr ener gisch bekämpft werden. Die Unfallverhütungsaktion der RBG. „ Eiſen und Metall “, an der sich 20 000 Betriebe beteiligten, hat den Beweis erbracht, daß mit Umsicht und Willen vieles zu er reichen ist. Der Erfolg der Aktion war ein Absinken der Unfälle von 50 v H. der üblichen Vorkommen. In dem immer wieder von der DAF. und dem Amt ,,Feierabend" der NSG. Kraft durch Freude verfolgten Ziel, Arbeitsopfer und Arbeitsveteranen nicht allein zusammenzufassen, ſondern eine dauernde kameradschaftliche Verbindung mit den Betrieben zu pflegen, liegen besondere, vielleicht erst von wenigen ganz zur Möglichkeiten erzieherische durchdachte Unfallbekämpfung. Arbeitsopfer und vor allen Dingen Arbeitsveteranen können ganz zwanglos Lehrmeister aller schaffenden Menschen sein und damit dem größten Gefahrenpunkt, Unzulänglichkeit, Leichtſinn, Bequemlichkeit, steuern helfen. Es ist eine alte Erfahrung, daß sich gerade die Arbeitsopfer allzu gern bei Betriebsveranstaltungen über betriebstechnische Dinge aus ihrem alten Fachgebiet unterhalten. Go mancher wertvolle Hinweis fällt dabei besonders für den jungen Arbeitskameraden ab, und man ſage nicht, daß die moderne Technik die Erfahrungen der „ Alten“ über den Haufen wirft. Unfälle kommen nach der Statiſtik fast gar nicht an modernen Maschinen vor, dafür aber bei anderen Gelegenheiten durch Unachtsamkeit.

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Der Wert einer solchen Gemeinschaft zwischen Arbeitsopfern, auf langjährige Erfahrungen zurückblickende Arbeitsveteranen und der Ge= folgschaft mag erkannt werden, wenn man sich einmal die Unfallmeldungen der letzten Jahre durchsieht. Jährlich werden 8000 Menschen durch Betriebsunfälle getötet, weitere 1500 verlieren für dauernd ihre Arbeitskraft, hunderttausende werden zum Teil dauernd in ihrer Arbeitsfähigkeit gemindert. Diese Zahlen be deuten auch einen riesengroßen, nie wieder gut zu machenden Verlust am Einkommen des deutschen Volkes. Wenn hierzu in Betracht ge= zogen wird, daß erfahrungsgemäß 75 vH. aller Unfälle durch Schulung vermieden werden können, so gewinnt die Aufgabe, die die Deutsche Arbeitsfront hinsichtlich Unfallver= hütung in den nächſten 3½ Jahren auf der Reichsschulungsburg Königswinter zu leisten hat, besonders an Bedeutung. Wir sind der Ansicht, daß Arbeitsopfer und Arbeitsveteranen von sich aus ſehr gut den Gedanken Kampf der Gefahr" unterſtüßen kön= nen. Aber auch umgekehrt können schaffende Volksgenossen Helfer der Arbeitsopfer sein. Es gibt Arbeitsopfer, die schwer überwinden, den Kopf hängen lassen und sich zu feiner Leistung mehr fähig glauben. Ihnen fehlt eine gesunde Portion Energie und Selbst= vertrauen. Arbeitskameraden mit ähnlichen und gleichen Verlegungen dagegen sagen sich : „ Ich gehöre noch lange nicht zum Alteisen. Mit einem Arm oder Bein weniger kann ich immer noch ſoundſoviele Berufe recht gut ausfüllen, ich muß nur anpaden und mich vorbereiten." Dann beginnen sie in KdF. - Sportkursen sehr zielbewußt mit ihrer förperlichen Ertüch= tigung. Solche KdF.-Sportkurse für körperlich Behinderte finden in allen größeren Städten Deutſch= lands laufend statt. Als mit diesen Kursen begonnen wurde, war man sich darüber klar, daß es sich hier um ein Experiment handelte. Aus diesem Experiment, aus diesen Anfängen und Versuchen, sind inzwischen Dauerein = richtungen geworden, die von Arbeitsopfern und Arbeitsveteranen laufend beſonders freudig besucht werden. Man hat dabei die

Firmen

ohne

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Erfahrung gemacht, daß gerade die förperlich Behinderten fanatische Sportler find, die unter Leitung fachlich geschulter Lehrkräfte nun versuchen, durch Sport sich die größtmög lichste Leistungsfähigkeit wieder zu erringen. Diese eben erwähnten Lehrkräfte sind selbstvers ständlich über Art und Folgeerscheinungen der einzelnen Verlegungen und Verstümmelungen so genau unterrichtet, daß sie für jeden einzelnen Arbeitskameraden unentbehrliche Berater find . Der schaffende Deutsche soll dem KdF.- Sportwart die Beratung des Arbeitsopfers nicht allein überlassen. Die seelische Betreuung aber tann oft niemand so gut übernehmen wie der Arbeitskamerad aus dem alten Betrieb. Hier zeigt sich dann plößlich in einem ganz neuen Licht, was Kameradschaft der Arbeit für den Einzelmenschen wie für das Voll be= deutet. Wo eine Lenkung und Führung des charakterlich schwachen und weichen Menschen notwendig ist, kann ein kameradschaftlicher Rat von großem Nutzen sein. Wir können und wollen heute auf keinen Hammerſchlag verzichten, der dem Aufbau unseres Reiches dienlich ist. Durch die 8000 tödlichen Betriebsunfälle im Jahr und durch die Unfälle, die eine dauernde, eine teilweise und vorübergehende Behinderung der Arbeitsfähigkeit nach sich ziehen, wird ohnehin eine Schwächung der deutschen Volksfraft und damit des deutschen Volksvermögens in einem Werte von jährlich etwa 2,5 Milliarden Reichsmark verursacht. Wir haben also alles einzusehen, um Betriebsunfälle zu vermeiden. Nur im ständigen BeZusammenwirken von Betriebsführer, triebsobmann, Arbeitsschukwaltern oder Unfallvertrauensmännern, ArbeitsGefolgschaft, opfern und Arbeitsveteranen kann menschliche Unzulänglichkeit als Hauptfaktor der Betriebsunfälle mit der Zeit überwunden werden. Wo sich in dieser Hinsicht von allen ge= vorbildliche Bestrebungen geltend tragene machen und auswirken, sind schon wichtige Voraussetzungen für die Auszeichnung „ Nationalsozialistischer Musterbetrieb" erfüllt. Br.

Ware

und

Geld

Wie arbeiten die Uebungsfirmen der DAF. – Der Handel in der Uebungswirtſchaft Betriebswirtschaftliche Kenntnisse für junge Kaufleute - Zahlreiche Ein- und Ausfuhrhandelsfirmen in Hamburg und Bremen NSK Innerhalb der deutschen Übungswirtschaft in der DAF. nimmt die Wirtschaftsgruppe Handel den größten Raum ein. Sie ist aufgeteilt in die Zentralfachschaft GroßEin- und Ausfuhrhandel einerseits und Einzelhandel andererseits. Die Aufgabe der Zentralfachschaft Groß-, Ein- und Ausfuhrhandel ist es, den kaufmännischen Nachwuchs im Großhandel zu der Erkenntnis von der volkswirtschaftlichen Notwendigkeit einer organischen Warenverteilung zu erziehen. Die besonderen volkswirtschaftlichen Funktionen der Industrie als Erzeuger, des Großhandels als Lagerhalter

und Warenverteiler und des Einzelhandels, der den Absatz an den legten Verbraucher durchzuführen hat, werden den Mitarbeitern immer wieder klar und deutlich vor Augen geführt. Damit wird diese organiſche Warenverteilungsordnung bewußt gegen die liberalistischen ,,Auss " schaltungstendenzen" gesetzt, die darin bestanden, daß eine Wirtschaftsgruppe versuchte, die Aufgaben der anderen mit zu übernehmen, und die im Großhandel insbesondere zur Vernichtung mittelständischer Existenzen führte. Den Groß handels-Übungsfirmen ist es zur Pflicht gemacht, der Industrie durch entsprechende Lagerhaltung

NEK Folge 150 eine ungestörte Erzeugung zu ermöglichen, indem fie als Buffer zwiſchen Induſtrie und Abnehmer Konjunkturschwankungen von ihr fernhalten. Alle diese aus der nationalsozialistischen Auffaſſung von den Aufgaben des Großhandels sich ergebenden Forderungen werden verwirklicht durch entsprechenden Aufbau der Ge = häftsverbindungen zwischen den Übungsfirmen, deren Überwachung durch die Zentrale und die Gaureferenten in den Gauwaltungen der DAF. erfolgt. Besonders in Hamburg und Bremen arbeiten viele Ein- und Ausfuhrhandelsfirm e n, die in Geſchäftsverbindung mit Übungsfirmen in Argentinien, Bulgarien, Dänemark, England, Holland, Schweden, Uruguay und anderen Ländern stehen. Ziel dieser besonderen Auslandsarbeit ist die Verwirf lichung der nationalsozialiſtiſchen Auffassung über die Aufgaben des deutschen Außenhandels in einer nationalen Wirtſchaft. Die vorkommenden Geschäftsvorfälle werden durch die Außenhandelsstelle der Deutschen Übungswirtschaft in Berlin überwacht, in der höhere Reichsbankbeamte als Sachbearbeiter für die Devisenbewirtschaftung zur Verfügung stehen. Die in der Zentralfachschaft Einzelhandel zusammengefaßten Übungsfirmen haben die

Nachrichten

Erhebungen über Einnahmen und Ausgaben von Arbeiterhaushalten Bertvolle Grundlage für Errechnung tragbarer Mieten NSK Berlin, 2. Juli. Das Statistische Reichsamt und die Sta= tistische Zentralstelle der DAF. führen z3. eine Erhebung über die Einnahmen und Ausgaben von rd. 3000 Arbeiterhaushaltungen, deren monatliches Bruttoeinkommen höchstens 150,RM. beträgt. Die Erhebungen find geeignet, eine wertvolle Grundlage für die Errechnung tragbarer Mieten und Wohnungslaſten zu ſchaffen. Aufmarsch der Kämpfer Anhalts Großkundgebung in Deſſau NSK Deſſau, 2. Juli. In der Hauptstadt des Gaues Magdeburg Anhalt findet am 3. und 4. Juli ein großes Treffen der vier politischen Kreise des Landes Anhalts statt. Diese Großveranstaltung der Partei beginnt mit einer Zusammenkunft der Träger des Goldenen Ehrenzeichens und des Ga uehrenzeichens und nimmt seine Fortsetzung mit einem Kameradschaftsabend, der die führenden Männer der Partei und ihrer Gliederungen mit den maßgeblichen Persönlichkeiten der Wehrmacht, des Staates und der Wirtschaft vereint. Am Sonntag spricht der Gauleiter von Magdeburg-Anhalt, Reichsstatthalter Iordan , auf einer Großfundgebung, zu der 100 000 politische Kämpfer aufmarschieren werden, und nimmt anschließend den Vorbeimarsch der Formationen ab. Rach einer Führertagung am Sonntag= nachmittag tommt die Bevölkerung der Gau-

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2. Juli 1937 Aufgabe, den Absatz der von den IndustrieÜbungsfirmen erzeugten und von den Großhandels-Übungsfirmen vertriebenen Waren an den letzten Verbraucher zu sichern. Dabei sollen fie gleichzeitig den jungen Kameraden die nötigen betriebswirtschaft lichen Kenntnisse vermitteln. Wie schlecht es gerade um diese Dinge im Einzelhandel noch bestellt ist, zeigen die Ergebnisse von Prüfungen, die in Verbindung mit dem Einzelhandelsschutzgesetz durchgeführt wurden. Die überwiegende Zahl der Prüflinge wußte über Kalkulation, kaufmännisches Rechnen, Buchführung und Werbung nichts zu sagen, ge= schweige denn über Betriebsorganisation, Marktbeobachtung, Lagerstatistik usw. Die Übungsfirmen in der Deutschen Arbeitsfront bieten die Gelegenheit, alle dieſe Lücken in der beruflichen Ausbildung an Hand prafbischer Arbeitsfälle allmählich zu füllen. Hier stehen 2000 Übungsfirmen untereinander in Geschäftsverbindung, als wären ſie Firmen der Wirklichkeit. Alle Arbeiten entsprechen dem Betrieb in einer wirklichen Firma; nur Ware und Geld find gedachte Werte. Die Übungsfirmen stehen unter fachmännischer Leitung erfahrener, älterer Kameraden. Sie arbeiten in der Regel wöchentlich einmal am Abend.

stadt Dessau mit ihren Gäſten zu einem Volksfest zusammen, das von der NS .-Gemeinschaft Kraft durch Freude ausgestaltet wird und in einem Ausmaß stattfindet, wie es der Gau Magdeburg-Anhalt noch nicht erlebt hat.

Das ,,Braune Band von Deutſchland“ Zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland werden erwartet NSK München , die Hauptstadt der Bewegung, die Stadt der deutschen Kunst, ist auch die Stadt des deutschen Pferdesportes geworden. der damit in allen seinen Zweigen eine Pflegestätte gefunden hat und mit dem „ Braunen Band von Deutschland“ den höchsten Standard für den gesamten deutschen Reit- und Springsport aufrichtete. Dieser große 100 000Mark-Preis, der diese Höhe erstmals im Vorjahr erreicht hat, gab der darniederliegenden deutschen Vollblutzucht den Anstoß zu neuem Leben. Trok dieser erstaunlichen Aufwärtsentwicklung vermochte der Münchener Rennverein doch nicht allein der Träger des „ Braunen Bandes von Deutschland“ zu ſein. Es wurde ein Kuratorium für „ Das Braune Band von Deutschland“ ins Leben gerufen, dem führende Männer von Partei und Staat angehören . Die Zusammensetzung des Kuratoriums bringt es deshalb auch in diesem Jahre wieder mit sich, daß der Tag des Braunen Bandes die bedeutendsten Persönlichkeiten Deutschlands in München zu Gaste sehen wird. Außer diesen Persönlichkeiten des Reiches werden wiederum zahlreiche Gäste aus dem Ausland , die internationale Rennsportwelt in Riem erschei nen ; denn schon während der Vorbereitungsarbeiten konnte man klar erkennen, daß das Anſehen des deutschen Rennsports, allem voran das Interesse an dem großen Preis des „ Braunen Bandes von Deutschland“ im Ausland erneut gewachsen ist.

NGKWochenschau Conderdienst Reichsleitung der NSDAP.,

der

NSV

Hauptamt für Volkswohlfahrt

Gäste aus China im Mütterheim der NSV.

„Wir bereuen nicht,

die weite Reiſe

gemacht zu

haben“

Leiterinnen der „National Child Welfare Association“ aus Nanking ſtudieren die NSV. Arbeit – Staunen über deutſche Gründlichkeit und Organiſation NSK Es vergeht wohl keine Woche, in der nicht zahlreiche Ausländer, die zum Studium des neuen Deutschland tommen, die Einrichtungen der NSB, bes suchen. Denn gerade die Erfolge dieser Organiſation find es, die im Auslande Staunen und Bewunderung erregen. Heute berichten wir über den Besuch einiger Chinesinnen, als Zeichen dafür, in welch ferne Länder der Ruf der NSB. bereits gedrungen iſt. China und der Ferne Often überhaupt - für den Europäer sind sie vielfach noch ein recht unklarer Begriff. Insbesondere von China wissen wir eigentlich noch herzlich wenig. Für uns ist das Reich der Mitte immer noch das Land des Stillstands, einer wohl alten, aber erstarrten Kultur, das Land der ewigen Generals- und Bürgerkriege. Daß hier ein 300Millionen-Volk zu einer Nation zusammenzuwachsen beginnt, das kommt uns noch gar nicht zum Bewußtsein.

Chinesisches Intereſſe für Deutſchland Aber wenn auch langsam und unter unendlichen Schwierigkeiten - das neue China_iſt im Werden. Und gerade dieser Umstand ist es, der den Blick der modernen Chinesen mit Bewunderung auf das rasche Wiedererstarken des neuen Deutschlands unter der nationalsozialistischen Führung lenkt. Man spürt eine ges wisse Gemeinsamkeit des Schicksals. Ist es da ein Wunder, wenn Chineſen in immer wachsender Zahl nach Deutschland kommen, um seine Einrichtungen zu studieren und hier zu lernen? Aber nicht nur Männer der Politik und Wissenschaft tommen zu uns, sondern auch Frauen , die vor allem die Einrichtungen der NSV. kennenlernen wollen. Und bei dieſer Gelegenheit hörten wir in Deutschland wohl zum erstenmal etwas von der Existenz der ,,National Child Welfare Association" in Nanting. Einige Leiterinnen aus dieser Orga= nisation waren zu Studienzwecken nach Deutschland gekommen, und ihr Intereſſe galt natürlich in erster Linie dem Hilfswerk Mutter und Kind“.

Sie staunen über die Einrichtungen In dem mustergültigen Mütterheim in Fürstenberg trafen wir diese Chinesinnen, die dort von Vertretern des Hauptamtes für Volkswohlfahrt geführt wurden. Auf ihren Ge= sic