Brockhaus' Konversations-Lexikon [5]

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Brorfi()aus'

Sontjerfatioti0=£e£ikon. Vitrje^ntt ooUßänbig nenbearbeittte Sbu^oge.

iünfter Banb. Ptuiftfjt

Eegion

— (Elehttotiiagnoftih.

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Srodt||iiu»’

®ont)ttfatüm8=£e«ikon. 9itvfsfpdB boQpänliig tmtbearbsitcts Bu^age.

Jubiläuma-JftuBgabB.

:Hünffer Banb. 3?euff)^e Jtegion

13Qit

56

— (SIthfrobiagnoJIih.

Safeln, banmtet 6 (Si^romoiafelnt 22 Satten unb ^läne,

unb 250 Qextabbilbungen.

% Ä. ©roÄljauB

in ÜBippg,

Berlin imb K)ien.

1898.

Digitized by

Google

30 Ä

4

3 Ap’99 r\

o

^catf4* CfliiitTt,

Scflian^ tiejcnieen Sruvptti unP Dcl^e naeT}ogS non Sambribge beftanb fa(t nur auS $eutf(ben unb j»or meift Sannonera= nem Seiten, Sraniofen unb Stalienerburften nicht eingeftellt »erben. Sie Sranjofen bebrobten SBet’ ber mir @noorbene mit bem 2obe unb nerfuchten eine f^anjöfifch^öannonerifche 2eoion )u errichten, boch ohne Erfolg. Sie S. 2. jdblte 1. Sept. 1807 13322 SMann unb 3773 Sferbe, bie in 5 RanoUerie» regimenter, 10SnfanteriebatailIoneunb6Satterien eingeteilt »aren; bie in Slueficht genommene Etats« ftdrfe non 18000 3Hann ift nie erreicht norben. itlS felbftänbiger Serbanb trat bie 2egion nirgenbS im ;>elbe auf, fie mar ftetS abteilungömeife nerfdbiebenen Untrmebmungen auf ben nerfchiebenften Schau« pldgen iugeteilt, focht aber überall, befonberS im dalbinfeltriege unb bei Seile «Jllliance, mit grober SluSjeiehnung. 3bre Serbienfte würben burch ®nabenbeweife ber Siegierung anertannt, unb nach ber Schlacht non Salamanca (22. ^uli 1812) er« hielten alle Cffi}iere ber S. 2. bleibenben Sang in ber brit Srmee. Stm 24. Sehr. 1816 würbe fte auf« gelöft unb als Stammtruppe für boS bannon. 6eer nerwenbet. (S. auch Suffifch-Seutfehe 2egion.) ;



SgL

Seamifch , Sefcbichle ber löniglichen S. 2. (^emnon. 1882). [meine, f. 2ebremereine.

ScBtfi^c Sclcctekccfmnäavg , allge« Sratfite 8c*ttKteeutf(ben bie feauptlebren be# diriftl. ®lauben# autb in beutfebet Sptadje jugdnglid) würben. So Petanlafite

SBifiof bet jum atianifeben (Sbriftentum übtrgettetencn2Deftgottn,®ulfi!aobetUlfila«(f.b.), fegte juerft eine beutfebe Sebrift an bie Stelle bet

bet

fu6 fonft

?!ifau.a.angebbrten,Äunftunb2öifjenf!baft,}umaI lot. $icbtiing, unb lieb burd) Sllluin für bie Stbulbilbung Pon iüaitn unbftletu#, fogar mithilfe be# Scbuliioang# forgen. daneben aber fammeltc bet

'

Set

iRunen; et übertrug bieSibel in# ©otifebe unb gab bamit ben Slnftofi ju anbetn tfleol. Hrbeitcn in got. Sptaebe (akeireins, Salenbtr). Safi fein Sorgang

bie

in feinet Uetfon.

l6nig(Eblobwigri(boonSbtcboriic6rman-

unb namcntlieb Sbcoboritb b. @i., ihre ^teunbe unb fteinbe, mie Jtttila unb Cboalet, traten in ben Süttelpunlt bet Sage, bie burtb fabrenbe Sdnger in alle Seilt Stutid!lünb# getragen tpurbe. Sie nabe SBetflbrung mit berantitenÄultur perlieb ben @otcn unb ben mit Unreebt pcrrufenen SBanbalen eine bobe rieb

iRidjhmgen

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Subwig bet Fromme

modjte fl(b bie nationolen Seftrebungen be# gtofien Sätet# nur infofern ju eigen, al# fle gugleitb berftirebe lu gute (ommen Unter feinet fHegietung würbe e# bet muflten. ©eiflliebteit tlar, bafl bet perbaflte boRcn bet bag Briefterleben mit fühnet Srndtfe oeipelte. (B^l. .

,

Biper, Bie

geiftliche

Bichtung beg Blitlelaltcrg, in

flürfchnerg «Batioiiallittcratut», Bb. 3.) Boch bie greuben bet ÜBelt Rnb ftdrfer alg bie

Btohungen ber ftirche, bet weltliche Spielmann Regt beim Bublifum über ben geiftlicben Bichter. Bie fiteujjüge, anfangg eine ftarfe fSaRe in ben ßdnben ber fiitche, fchaRen ein inicmationaleg Bittertum, für bag wieberum (ftanfrcich ben Bon angab, unb bem bie SBunbet beg Crientg eine ätbenteucrluft, feine glühenben garben, üppigen ©enüRe eine gteube an Rnnlichcr Bracht einRbRten, bie non ben alten 3bealen beg ©laubengfampfeg weit abführte; auch bie 3bfole jeinfter Sitte, bie aug 3tanlteith nach Beutfeh« lanb brangen, bie Bflege h6Rf genSbuig flbeitiug bab ftani. Biationalebc#, bog «SHoIanbelteb» (um 1130). Sem SHiebenbein manberten biefe X^cmata nach Sapem, mo bei SDelfen^cf ein litterat. ßentium bilbete. Unb wie (eben im ünfang beg ^abrbunbeitg bie Se^enbe com übet bie

geftSnbnifje.

ünno im

heil,

mitlelftänt. «ünnolieb»

m

bie

Se=

mal mit tcaliftifcbem gumor, mie eg mat ober boeb fmn ionnte. gn unfern üugen bejeiebnen biefe (iRdnner, bie bie (Banbe beg KonsentioneUen brachen, ben öibepuntt bet (Behöbe: aber nie mdre ihre länftlehfcbe

öibe miglicb gemefen ohne bie sirtuofe gorm unb Sefebmad, bie bamalg

Xutcbbilbung son

ben abligen Xurcbfcbnittgpoelen eigen unb bie boeb in Xeutfmlanb ftetg fo feiten mat. Sie mat nicht mit einem Schlage ba. Xie ün* fdnge ritterlicbet Xiebtung, bie entjddenben sollg* liebattigen Schichte beg dlteften öftert. dRinnc* felbft

tbein. Sioratbeiien eine gtobe ptofane iO!eltgtf(bi(bte in (Reimen ;u ftanbe, bie , beten

fangg (Kütenbetg, Xietmat son üift) unb bag ptdebtige, son (jefunbem RSathotigmug jcugenbC; mittelbeutfcbe epifcbe Sebid)t som Srafen SRubolt (um 1170) entbehren ibtet noch, entfehdbigen frei*

Öaupttei) bie noeelliftifiben Spifoben maten (um

lieb

1150). Umgefebtt setlieben bie Spielleute bie allju ptofanen Stoffe beg 10. ^abtb., pubten bie J&elben>

juerft einen ftanj.

leuebtung bet 2Bellbi|totie getddt mat, btaebte bet> 93apetn auf @runb niebcf

jelbe $fafje ftontab

m

fage im JSbnig fRotbet, bie biftot. Sage im feetjog Qtnft im 3citgefa-

,

bn SSinabefe, {

j

!

ITaun n>at ibt befibieben: fbon ffialtbet Ilagt Ober bbfifebet 3ud)t unb flunft; biefe Klagen nehmen von 3äbt ju fjäbt )u, unb ala bet vot= nehme ftcirifdie aWiniftenole Ulti(hnonSieibten = ftein 1255 bie SHemoiten feinea «(ftauenbienftea» abfeblob. ba mitlten fie in bet vninbetlen geiftigen Stmofpbäte f(bon ime bn Staum einea i£on Qui^ ben Setfall

ein fränt.

Sbelmann, Sbomafin

von 3btllane (1215), ea nidbt verfehmäbt, bbfi< fche 3ucht in Seimen $u lebten. Sbet bet Sorttag bn gemein menfcblichen, b. b- bamata bfirgnlicben

Selbft bem Srtuaromane, biefet eigentliden Somäne ablign Sidtung, blieben bie fUlcifter fern. Sdon ®ottftieb von Stra|< bürg, cm blenbmbca Stiltalent, bea tieffmnig

nidt gan^

pote bea SRinnebienftea. 3)et Slittnftanb vetatmt, toäbtenb bie Stäbte an 3Rad)t unb 9)eicbtum ge= »innen; bie ritteilitben ßpigonen bleiben weit hm*

tn ben naffifcben mittelboebbeutfdjen Siebtem ju^ unb ea fehlt bem Bbel je ländn je mehr an fiuft um bie Kunft butdt fteigebige (Sbnnetfdaft ju fStbem; felbft bn rittetUebe Sabtmbe batf ea nicht mebt vetfebmäben, auf ben @efcbmad von SQtgem unb Säuern Stfldricbt ju nehmen, »enn vom Sange leben will. Unb biefem bemo= itatifeben 3vfle bet3eit entfpticbt ea, bah neben bem Übel mebt unb mebt bllrgnlicbe, meift auch gelebtte Siebtet, bie fog. fDleiftet, eine mab’ gebenbe Solle fpielen. »enigften im eigent= lieben fDlinnefang. 3bm bienten in bet etftcu »dlfte bea 13. Sobtb. noch tteffliebe ablige Jolentc, namentlieb in Sebwaben (Sutlatt von ^obenfela, Ultieb von SBintetftetten, @ottfticb von Seifen u. a.), bie nur bn epigonenhaften Sucht bn fotmellen Setlflnftelung fi® nicht immet entjogen; baneben freilich regte feeb in bem ^abrenben Sannbäufn bet alte genial = frivole ®etft bet lat. Saganten; unb bn begabte bavr. Sitter Seibbart von S e u e n t a l (um 1220) brachte buteb feine Sanjliebn, bie fog. bbfifebe Sotfpoefie, weide Siebeaaben-teun unb StOgeleien bet Säuern fpbttifcb febil^ bette, ben fDlinnefang auf eine abidnffige Sa^n, eie }u wöftn Serrobung führte, ohne bah feine fentimental’böfifcben 3fige ganj abmelften (Stein= tüd,

unb @elb,

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am



grübelnben RBolftam obetflädlidet Jlntipobe, bet bn fdwülen Sinnlidteit feinea Sbemaa von «Sri> ftan unbSfolbe» gan] anbeta geredt würbe ala fein Sotgänget (Silbatt von Cberge, war SSeifter. flmmnbin blieben bie Sbligen Sebertfehn bn ©attung. Saa Sittnepoa trieb in ben öänben einign begabten (S^onen nod ein paar ftcunb’ lideSlüten, ben «SSigoloia» bea gtanfen fIBimt

von ©tafenbng, baa lieblide ©ebidt von berKinbef liebe «glotea unbSlanfdeflura»Pon bemSd»ei> jerKontab ffled u. a.; aber ea muhte Weden mit bn rittnliden SBeltanfdauung felbft. Slla man nidt mehr an ben Wunbetbaren Seruf bea Sittera glaubte, würben biefe Somane langweilig, fireilid berrfdte nod lange frudtbare Srobullion: unvoll’ enbete (5pcn bet Slütejeit würben fortgefeht (Ub

tid von Sütbeim, Sieintid von Steibetg); man fudte bie alten, ben f^anjofen naderjäbltcu 3lben’ teun butd geiftlofe, wüfte Seutrfinbungen ju übetbieten (6eintieh von bem Sütlin, ber bapr. gab= renbe fjjleicr, Jtonrab non Stoffel u. f. w.); auf fflolframa Sfoben gebenb, fdmellte ein gewiffet Sllbtedt mit jtohem (rtfolg bie Siturellicbn bea fSeiftna JU einem ungebeuem ftropbifdcn Gpoa langweiliger voll ultramontaner fDlpftil

bem «3üngem ftorbene

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Sipfel

bet

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galt.

Sidtung

Sber

auf bie

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Stadt, baä lange für baa tonnte btc et’

Sauet nidt neu

beleben.

Sie Segenbenbidtung fanb wieber ein grohea Snblitum. Satte früher ftonrab ton fjuhea’ btunnen fein ©ebidt ton ber Rinbbeit 3afn bbfifd auapugen mfiffen, um SeifaQ ju finben, fo bürte man fe||t grohe (^len von ben ÜBunbertpaten unb fUIartem bea heil, ©eorg unb ber heil. fUlartina gf bulbig an, unb im Seutfdotbenalanbe, baa bamala

aud

^

unb

Siturel», auf (1275),

SBolframa ÜBcrl

mar, ^ablaub). Slnbeterfeita würbe bie Spruch’ PO efte, beten einjign nambaftn abliget Sntreter nach ÜBaltbn bn wobimeinenbe, aber pebantifebe

jo bütftige fcbolaftifche @elebrfamteit, bie «Kunft», immn üppign, bia fit ben Sottor bet Sbeologie heinricbSrauenlob non fSeibtn(geft.l318)auf einen bn Selbftflberbebung geführt batte, von bem begabte, abn eitle fDlann verachtungavoll auf bie SReijtet bn mittelbochbeutfihen Slüte binabfab.

unb

Sebenaweiabeit blieb unbeftritten in ben £iänbcn bfirgnliehet fjabtenber, bie biblifche unb voltatüm> liehe Sehren fammelten, ohne burch eigene otigi> neDe ©ebanfen gldnien iu wollen: bie 3«'l fehäjte nur baa Jtltübnliefctte unb geftattete ben (Sin> fallen bea 3nbivibuuma nirgenb Saum. So war auch Steibanl, bn Serfaffet bn «Sefdeibenbeit», einer mittelbodbeutfehen Saienbibel, lebiglid Sammler, aber feine Sßirlung litt nidt barunter; baa tebfelige Sebrgebidt bea Sambnget Sdul-meiftna 6ugo von Srimbng (um 1300), «Ser Senner», plünberte ibn ftart, unb nod in Sebaftian Sranta «Sattenfdiff» jeigen fid feine Sputen.

SlaltbnS £ieblingSaufentbaIt, bet bet fflabenbnact ju iSSien, unb bn flajtfteie Sof fen= mannS I. von Sbätin^sen auf bn SBattbuta; bem poeL Zteiben, baa b'tt btttftbte, fefite nod) um 1250 ein geftfpiel, baä fog. Sürftenlob be« SBatt: butgfrieeea (f. b.), ein ebtenbe* $enfmal. 2iefe liebtefte öSbe bn oltbeutfeben iRittetpoerie fällt ina nfte ^abtjebnt bea 13. äabtb. 9lut lurje ten

Seinmat non 3>bettt (1225—50) war, halb faft aua; iiblie|licb von fDleiftem nmflegt (JRamet, fjticbtieb von Sonnenburg, bem ^eifenet); bie poht. Seite biefn Sichtung verfehwanb gani; eine gefunbe reale üebenaweiebeit vntraten in ipr jumeift ein paar ungelcbtle Sotbbeutfehe, voran bet Sachfe Saumg’ lanb; bafür wucherte eine anfpruebavoUe unb boeb

Sie eigentlieheSebtbicbtung ift nie beim 9bel beimifd gewefen. SUnbinga bat ein bapr. Sitter,

bureh biftor. Sidtung fid auajeidnete, ent’ ftanben um 1300 umfängliche poet. £egenbcnfamm> iungen, boa «Säff'onal» unb baa «Sud ber Säler». Segenben unb fagenbaft biftor. Stoffe (von Sllefanber, bem Ztojanifeben Krieg u. dbni.) bevorjugten aud bie beiben legten bebeutenben (Spiter ber 3t'l/ beibe iebr frudtbar, ber Sdweijer Sitter Subolf non (Sma (um 1250) unb ber bfirgetlide Konrab von SBütjburg (oeft. 1287); jener, ein vomebmet an’ mutiger Grjdbler, bat burd feine unvollenbete SBelt’ dronil juerft bie genauere Kunbe bea Jllten Sefta>

6

IBeutft^c Sitteratur

mcntJ unter

feie Ungelehrten getragen ; tiefer, ein emft ftrehenter 3)i(hter, ter toie flunft bcS mittel' boihteutfihen 93erSbaue2 auf bie hbihftt Stufe übcr>

erft

unbfpabige,moralif

niften, ihren gtieeb. Scbbnbeitbfinn, ihre beibnifcb‘

€cbmaiil=

fie

j

dntmidlung )etreifienb. Sud) Sutber ftanb im tBanntreife beb ßuma< nibmub. 3lim banfte et bie Crfenntnib, bab bie iBibel bie ein)ige berechtigte Quelle beb @laubenb fei, ihm bie patriotifcb’german. Senben) gegen bab

oft recht anftäbige ptofaifebe

(f. b.) Pon $auli, ilBidtam, Aitcbbäff u. a. Sit überfegungen fran). ^rofatomane mtrben, jumol beim Silbel, immet beliebtet, bib biefe Sieb-

büchet

i

Huch

bie

gabel

)iebt,

obgletdi

Sutber felbft ^rofofabcln fcbticb, noch bie SUerbart not, in bet etft not roenigen gabtjebnten bab befte beulfibe Siergebiebt, bet «Steinte bc SDob«, feinen fiegbaften ßimug batte (1498). Somobl beln non Sllbenib unb Slöalbib, mie iHoUenbageub

in

Slieberbeutfcblanb gehalten bie Sammlungen Keiner ga
i bet Umgebung Sutberg gebeiht ein tenbenjt6ge bntte halb nach bem Kriege nacbgelaffen, ber nerarmte, auf batte Jlrbeit unb Entbebrung migewiefene ®ürger brauchte anbere Soft. 3üa« Spenerä unb grande« ®ieti«mu« feinem Serjen, ba« wirb halb ber fenem fcbnurftrad« entgegen: gefejite

9iationali«mu«

Ebrift.'ll'olff«

p

unb Sbo=

mafiu«' feinem Sopfe. ®eibe (Dlänner entfagen bem Sunftftoljeberfioteingelcbrten; ffiolff (1679— 1754) nerbreitet feine auf bem gebbten beutfdjen enter be« 3abrbunbert«, auf Seibnij fubcnbe ®emunftpbilo: fopbie, bie mit ihrer gefcbloffenen Spftematit etwa« non bet SBirlung ersiclte, wie fie fpäter Segel gelang, in populären beutfcben ®flcbern: Sbomaftu« hält in beutfdber Sprache Uniperfität«norlefungen unb

S

giebt juerft eine beutfdje wiffenfcbaftlicbegeitfcbtift (1688) betau«. Jlucb bie gleiAfall« burdb Seibnij

befbrberte

wiffenfcbafllicbe

®flege

ber

leibet wefentlich in bet flafficiftifihen ftanj. Sicb=

1

:

:

beutfdben I

Sprache unb Sitteratur burch Ünorbof, Schiller u. a. muhte bie Selbflerjiebung unb bicSlbwenbungnon

Unnatur begflnitigen. So bricht ba«9lcicb be« Schwulfte« fäb jufammen. Eine ganje Jluiabl non Sofpoeten, wie Eani«, Seffer, 9ienlircb, ent: fagen entfchlofien bem Stile Sobenftein«, ber biefen 3üngem bet Sppu« ber 3)ianiet wirb; bet geifl: ber poet.

Epigrammatiter ©ernide

bie

Suff Id:

rung. S« lag in ihrem SüJefen, bap fie noch breiter, wenn auch flachn Einwirtuna auf ein grobe« ®ubli' tum agitotorifch ftrebte. So fanb fie ein erwünfehte«

bigen, bet bie in SHeuter« unübertrcfrlitbem «S(bcl= mu|f«tp» (1696) (o blutig unb petfbnlid) Perfpot: teten 9uf((bneibeieim ber Sieiferomane 9labrung unb ber halb bie au« (Se(oe« epocbemadbenbem

Sunolb« unb

fflt

Sanb

tung wieberjufinben meinte. Siefet 3rrtum würbe netbängniöooll, jumal für feine anfiih böchfl ncr= bienfllidje Sleform ber Sebaubübne. Ser hoch anne: febene Seipjiger ®tofefiot oerfchniäbte e« nicht, bie ber tüchtigen Slato: line 31eiiber, für feine 3wede ju intcrefiieren; er peranlabte fie, ftatt ber halb ober ganj impropifier: ten Saupt: unb Staat«aItionen mit ihren lomifchen Einlagen, ftatt ber burchau« eilemporierten San«: wurftiaben, wie fie namentlich oon ©ien au« (Stra=

©anbertruppen, por allem

niptp, ®rebaufet, Iturj) nerbreitet waten, enblich ftatt ber jotenreicheu fähf. Soffenfabrifate eine« Senrici unb SHeuter regelmäbige, fünftlerifch befrie: bigenbe Stüde aufjufübren. Seiber reichte webet

polemifch

feine noch feine« Jtreife« Schöpferlroft für biefen

fee ju gelbe; pofetio übetwunben wirb fie ju: mal burch bie neuen Sbne, bie bet Sambutget 3lat«berr ®tode« in feinen mit liebeoollet Setail: malerei au«gefübrten frommen Siaturbilbeni, bet geniale, aber moralifch unb pbpüfch früh nerfom: mene Schlefiet (Süntber in feinen non echter Cei: benfehaft unb Setjenepein erprebten Siebern anfchlägt. ®or biefen Stimmen bet Olatur unb ©abr: beit nerftiebt bie ®Iunbetjiet be« galanten Sd)wulfte« in alle ©inbe, aber er binterläbt bie beutf^e

itampf gegen ten bisherigen ©efchmad be« ®ubli: tum« au«, ©echte bie Sleuberin ben San«wurft oon ihrer ®übne oerhaiinen (1737); bah ba« ®ubUIum ihn ©ottfebeb« «Sterbenbem Eato» norjog, war ibm nicht JU oetargen. Seffer gelangen bie Suftfpiele fei: net trefflichen ©allin unb bie bemerlenSwerten Sra: men feine« Schüler« 3tb. El. Schlegel (1719 49), ber allerbing« ben Söbepuntt feine« Schaffen« erft erllomm, al« er mit ©ottfeheb« «Seutfeher Schau: bühne» nicht« mehr ju fchaffen batte; einer jüngem Schicht gehörten be« greiberm non Etonegl (1731 —58) patbetifchc3lufopferung«btamcn atl. E« bleibt

reiche

jiebt

gegen

unb feinerer 3tu«bilbung, alä et fie feinet Seit überlommen batte. poet.

Sprache in

erbeblich

reicherer



1;

13

ÜJeutf^c Sitteratur \tbenfaU8 @ott{d;cb2 Snbicnft, ba| er, nenn aud; (ttoaS fd)ulmeiftetli(t unb en^tferjig, bie beutj^in

}u lOTgi'amct Steinzeit bet iKcbe unb '^ile gotm et^og. GineJftottlidje 3atl iüngetet 2a= f'4 bem SDleiftet an: untet ben mit' von Sc^tvabe geleiteten Ctgans iStlujtigungen be« Ißetftanbeä unb Sifieä» befin= ben fii btt Setfafiet fomiidjet Gpen im Stile ^optä, bet geiftteijte, abet aUju unbetfBn« lidjt unb matttenige Satirilet Slabenet, btt rciiige Gpigtammatitet fläftnet, bet geiftlidte jidptet 3ob. Sb. Sdjiegtl, vor allem ©ottidpebä floUege, 0el> lett (1715 69), bet populätfte Jidptet (einet 3cit unb no(b beute niebt ganj »etoUet. 91ü(bletn, tonelt unb jabm bis 3 ut Sebmdebe, babei tugenbbaft unb

1;icbteT

btt

lentc fdjlofe

atbeitetn {eintd



fromm,

entfptaib bet fanfte Seipjiget 'JJlagiitet fo Mnj ben 9Banf(ben beS tttraS gebtildten unb mit ÜRaBen fttebfamen mittelftanbeS ; et toatb ein Cralcl gutet6itte,bürgetlidpetmotal. SeineSitdpenlieber, getränlt jisat Dcm tedeltietcnbcn Seifte bet Sufllä'

tung, aber bedp boU ÜBStme unb Klang, haben ficb faft ebenfo frifdp gehalten reit feine auögejcitbnetcn

ijabeln unb ßt}äblungen» (1746); biefe jumal jti= gen ihn als meifter eines glatten unb feinen ifSlait' bettonS, bet gemeffen an ©ottfebebS fteifet 3Bfltbe, ben toben Spapen beS bamaligen SuftfpielS, ihm alle fittjen jufübten mufete unb bet ton bem in bet Gtfin' bung feinet «gabeln» originelletn Siebtmet (1748) but^auS nidpt erteiebt mutbe. Gt trat niibt ganj neu, biefet leichte Son. Gt »at im 3“6be Dorbet aufgetteten unb trat im felben Sabre npiebet auf in ben tanbelnben Siebern bet S n a 1 1 e o n t i t e r einet ton 6alle auSgegangenen 2)i(btetgtuppe, }u bet namentlidp ©leim, Uj unb ©Sj gehörten, mannet, bie ©OttfebebS Kteife nidpt eben fern ftanben: ton iRofen unb Söein, ton Rüffen unb Siebe fangen fie im Stil bei pfeuboanafteontifeben iambifdpen Simetet unbebeutenbe gleidpm^ig babinfliebenbe 3!eiS' (ben, bie aller innetn SBaptbeit entbebrenb, bodp bureb ihre forcierte ©tajie, ilpte totette Seidptfertig= (eit Sdpule madpteg unb noip bis in bie Itage beS fungen ©oetbe fortnirtten. Unb fe itie ©ellert batten ein glönjenbeS Siotbilb beS eleganten Koii' oenationStonS gehabt an ben etjählenben unb Ip' tifepen 3)iibtungen beS SpambutgetS gtiebt. ton 6 a g e b o t n (1708 54), eineS frtn gebilbeten, etmaS epiluteiftben unb fiberlegenen aSeltmanneS, bet an Pbotaj, ben gtanjofen unb Gnglänbetn gefdpult, eS meifterbaft teiftanben batte, ein IBotläufet SBie' lanbS unb SangbeinS, floffige ÜBlaubetci unb leiebte gritoUtat audp in beutfebe Sieife 3 U gieren. feageborn nicht nur, fonbetn bet ganien nüdp' temen unb tteltlidpen notbbeutfdpen Stt ftebt anti' pobifdp gegenObet bie ebntfltbige ©eftalt beS gtoficn Sdpneijei ?IatutfotfdpeiS Slbiedpt non fallet Strenger Gruft btt SebenSauffaf' (1708 77). fung, pbilofopbifcbe gnlbletifcbe Sebthaftigleit in febwetet, aber ftets bebeutenbet, einbtuefStoUct Sprache teieint rieb 'u feinen ©ebiebten mit ftatlet Snfebauung unb ifibuutarie, mit tiefem 31aturgefübl in ben «Slpen» 3 umal etflingt eine Sebnfuebt nadp bet fcblidpten Unfdpulb bet Ulatut, mie fie Diouffeau nur eben abemebmen fonnte. 3n ben niel gclefencn ,

,





ptDfaifdpen

«3bpUen»

(1756) feineS

SanbsmanneS

©ebner bauert etmaS non biefet fentimentalen Suf' foffung fort, aber freilich ins jietlibe IRotolo bet meibnet ^Sorjellanfdpäfet abgefitnädpt. ler grobe Stil öaUerf eher Sichtung finbet bagegen (ein tbcote« tifebeS ©egenbilb in bet ihmftlritit bet S dp ro e i j 1

IBobmti unb iSteitinger. SBie

et pialtifcb in

Sbum'

fonS, $opeS unb miltonS Schule gegangen, ft fcblieben fit fidp in ihren tbeoretif^en Satlegungen an bie Gnglanbet, tot allem an ihren groben teli>

iöfen Gpilet an. 3b« Jbeorie ift webet Hat noch ?onfequent, fie trifft aber, wenn auch nuttaftenb,

ben fiem poet. SepaffenS. ®cnn fie bie ÜPidptlunft falfdplidp mit bet maletti terglei^en, fo nertaten fie babei boch inftinltin ©efübl für ben ÜBert bet Snfdpauung; Sßobmet jumal Weib genau, bab bem IBiciptec grobe Seibenfepaff, eine ftatle if5topbeten> Iraft nötig (ei; bet ^bantafie, bem «Sluge bet Seele», will er auch tbeoretifdp greibeit febaffen baS erhaben SBunberbare, baS et an milton anftaunt, ift nicht nur erlaubt, fonbetn fogar böcbft tübuliib: anberS bie biftorifdpe, anberS bie poet. SBabtbeit. 35ab ©ott> (dpeb biefe noch baju in einem fdpweijerif^ febmeden: ben ilPeutfdp oorgetragenen Snfebauungen nidbt teilte, barf nidpt tetwunbem: bctiBerjechtet berlRegel, beS ftanj. ©tfdpmadS, bcS meibnifcben ScbriftibiomS mubte ba opponieren. Sbet bet ganatiSmuS beS Kampfes ttieb ihn ins Gpttem. $ie gugenb fiel ben Sebwetjem ju. ©ottfebebS franjöfittenbet ©roll grt gen teimlofe SJetfe, um fo auffälliger, als et ihnen felbfl einft baS ffiort gerebet, perfeinbete ihm ben talentPoUen ßallenfct ^pra, ben Setfoffet eines in eblet Sprache gefebritbenen aUegorifdpen ©ebichtS auf bielidptlunft(1737), einen ernften, an betSntile inneilicb gebilbeten Sptifer, ebenfo , wie et ihm bie Snafreontifet entfrembete; auS ben fReiben feiner engem Sdpület fielen getabe bie beften einer nadp bem anbern ab. Sn bie Stelle bet Sebwabefeben «SBeluftigungen» traten bie gegen ©ottfebeb oppo= nierenben «Üleuen IBeitrage jum iBergnflgen beS IBerftanbeS unb SöiticS» (fog. «iBremet SBeittage», 1744): bie 93übne, bie et bebettfebf barte, füt beten bereebtigte ooltSHimlicbe ®ebttrfniffe ihm aber feber Sinn fehlte, öffnete fidp wiebet bet pcn ihm terpön: ten gatce unb Cperette, ja fogai allerlei ihn oei' höbnenben Spähen; als et füt baS gtohe littetar. GteigniS bet Gpodpe, ben «meffias», nur faben Spott unb oerftänbniSlofe Sblebnung fanb, (anl fein Snfeben mit übettafdpenbet Schnelle. Sein dtbe in bet ©unft beS Seipjiget ®ublilnmS würbe bet e Gbeiftian gelif ffleihe (1726—1804), ebeutenbet ®iel(dpreibet, bet aber in Rin' betfdpriften unb namentlich in feinen, banl JöiHetS Rompofitionen oiel beliebten Singfpielen poltstüm' lidpe Söne fanb unb ein cntfdpiebeneS ®übnenge' ;

M

fc^id befah, babei als ‘Rcbactcur einer gelefenen tri> tilgen 3eitfcbiift immer einige ®eacbtung genoh. mit ihm pctliert Seipjig jebe litterar. ®ebeutung: febon auf ben jungen ©oetbe übte eS wefentlidp Ipemmenbcn Ginfluh. VI. Rlflffifdie IjSetiobc (1748—1832). 2)aS ein= fdpneibenbe GteigniS, baS bie Sliebetlage ©ottfefpebS entfebieb unb ben Snfang biefet neuen ®eriobe, bet bis ju ©oetbeS Sobe reidpenben tlaffifcben bilbet, war baS Gtfcbei' nen bet btei erften ©efänge beS «meffiaS» (1748 in ben «®rciiiet ®eittägen»). 3u lieiu ®teuhen Klopft od (1724—1803) war ben Sdpweijera bet lang erfebnte beutfebe milton, bet poet. meffiaS et' ftanben. Gin begeiftertet güngling hüllt ben gtan= biofeften Stoff in baS beroifdpe HetSmah bet ©rie=

®lütejeit (1748—1832)

eben, in eine jugleidp erntcifciibe unb erhabene Sprache, wie fie in bcutfdper 3unge nedp nie et' Hungen. Jet Grfolg war ungeheuer, gteilidp, Rlop« (tods ÜBirlung war weit mehr Iptifcb als epifeb.

.

14

®eutf(^e fiitterotur

{elbft füt

(inen Cgciler

nac

bie feurigen Oben bet gtüfL iBtübet Stol> betg Stiebtid) SeopolbS übetf egungen Cfl'ianS, beS SlfcbpluS unb bet SUaS, an bie auch Siürget feine ittäfte aagte, aetben tief in ben Schatten geftellt burdi bie meiftetbafte fiomerübetfetiung (1781) beS

atmen

er }U unfinnlitb; aber

bai Idjnacinetifcbe Sefü^I febn{fld)> ^bmmigleit. Unb bie Qleii^e (lmvfinbung«=

ec (nlfeüclte tiflftei

;

au{ n>(ltli(bed @ebi(t flbertraaen, auf greunbfibafl unb Siebe, auf bie fReije bet 31atut, auf bie ©enüffe bet gteibeit, fommt in ben ontiten obet fteienäibutbmen feinet «Oben» (1771) jumStulbnid. Itlopftoa fdbaftt, aas fßqta nut eben eotbeteitel, bie etnfle IqrifdbcSpta^c bcS geffltilDoUen ßetjcnS. ?lb(t et aiift me^t. Seine Sfetbienfte um SetSbau unb poet. Siebe fmb unfcbAbbat: mit (eiliflem (^tnft, mit einem an ben eibten fSieiftetn bet Slntife fidiet eebilbeten @eftbma(t atbeitet et unetmflblicp an feligleit,

bet afltbigften

gotm

füt feine

>

mancher Slugen halb mit ©oetbe aetteifernben Siebterrubm etaarb. Sob eine barte Äraftnatut non Sdjrot unbSotn, babei ein echter Sohn beS SiollS, autbe halb bie Seele beS SfunbeS, begen oollstümlicbe Senbenjen febon auf 6erbetfd)e ßin= Sie Stätte beS flteifeS, baS flüffe jutüdgeben. gefungene Sieb, fanb einen befonbetS glüdlicben, bis beute nicht gani aubet 'Dlobe getommenen S!et' tretet an bem Siebtet heiterer ©enügfamteit, on SDlattbiaS ßlaubiuS, bem fflanbSbedet ®oten, bet ben ©ättingern aus bet fjtriie nabe ftanb. Sie Steigerung beS nationalen ©efü^lS, bie fid) in Jtlonftocfs unb anberet Sichtung lo mächtig tunbgab, aat teine tein littetar. ßrfieinung. Sie aurjelte in ben Sbaten beS groben ijiteubenlSnigS, bie aeit übet bie ©temen feinet engetn Jieimat, bie in ganj Seutfcblanb Seaunbetet patten, ft rieb' rieb bet ©tobe gab butcb feint gcaaltige $ctfbn' lidjleit ben Seutfeben einen nationalen Selben, iptet Sitteratur nach ©oetbeS berühmtem SBott etft ben aabren unb bbbetn eigentlichen SebenSgebalt. Seine beroifebe ©cftalt ftebt im Sintergrunbe jabU lofet Sichtungen: Slopftod baebte ihn in einer in

,

ftommen ®ebanten,

Cmpfinbuneen; abct aud) t^eotetifdp aaS ct übet iUctS unb Siebe Qefunbcn bot. ®t fllaubt an feine üJiiffton, petmag nidjtS anbeteS }u fein als £id)tet unb jaingt auch feinet Umee< buna bie Ubetieugung auf, baft feine Sloefie bie ausfüllenbe Slufgabe eines begnabeten üflenfeben« lebenS, nid)t boS Seiaett blobet Siebenftunbcn feL ßt etobett bet abttlidjen 3)i(btung aiebet ben Sie= fpett beS ffJubUlumS; bie Stimme beS XidjtetS aitb aiebet aie SStopbetenaott. ßin 3bgling bet Sllten, ift (tbo(b etfüUt nonglflbenbet$atetIanbS: liebe; et aill ben ptiedt. CIpmp etfeben butd) einen feine gtofien lebtt et,

beutftben ®bUetbimmel, ben et fub auS bet notbifd)en Sfiptbologie jutecbt gemaibt; SfiacpbetfonS

bämmetid oetfdjmommenet «Dffian» aitb ibm mife= uetftanblub bie Offenbarung beS urbeutfditn Sän^ gertumS btt tBarben, baS et in teutonirierenben Oben unb in unerträglicben SiermannSbtamen, ben «Sarbieten», aiebet ju etatdenfud)t, auf bab eS bie petbabten fftansofen, fa

felbft bie

3)iedlenbutgetS3ob. ßeint. Siofi (1751— 182G), bet auch als Siebter pon f^pllen in antiten Slletren, }umal als Slutor bet tSuife« (1784), einen groben,

Obe ]u feiern, bie et etft fpäter in perlegter Sicbtereitelleit auf Seinricb ben Sfoglet umfebrieb; SBielanb ftellte ihn als GpniS bat; SeffingS «'f5b>= Iotas» atmet ben ftoifdjen Selbengeift beS bamali' gen ®teuben, in feinet «iDlinna non Sambelm» ift bet HSnig bet dcus ex machina im ebelften Sinne. Set ®bilofopb Sbom. Jlbbt {eiert 17GI ben Sob fütS SJatetlanb. ßinet bet Ofnjiete griebtiebs, bet

btfreunbete SRufe

QnglanbS im poet. SSettlampf fibtage. So tinbifd) unb tünftliib unS biefe gelebrt pfammen^eatbcitete iöarbenfpraibe beute fibeint. Jo febt fteigerte unb befriebigte fie baS etregte Slationalgtfübl jentt Sage, ßs fqlobfiib an Alopftod beritreis bet iüar-ben, beten frieblicbeS IBatbengebtüII in perbient üblem Stufe ftebt : nidjt nut bet platte Sadjfe Ätetf(b> mann unb bet ernftbaft fteife SiBientt 3efuit SeniS ftedten fub als Slbingulpb unb Sincb (1772) in barbifibtS Aoftüm, auch btt talentPoUere S(bIeS> aiget fitint. fflilb. Pon ©etftenbetg bulbigte eine

Runersbotf gefallene fDIajot ßaalb oon flleift, läbt einem befcbreibenbeii ©ebiebte im ©efebmade SbomfonS, bem «grübling» (1749), bet mit SebiU bei

lerS «Spaäiergang» manche Seraanbtfcbaft jeigt, ein Heines betoifaeS ßpoS poU bet mannbafteften flriegsftimmung folgen, «GiffibeS unb 'iJacbeS» (1759), unb felbft ©leim febaang ficb unter bem ßinbrude bet groben 3eit ju ben pollstümlicb Iräf' tigen «®reufi. Hricgsliebcrn pon einem ©renabier» auf (17.58). Set beaunbette Hönig felbft freilich lümmerte ficb nicht um bie beutfeben Sänget; ihn

3eit lang bet ü)iobe,fonft ebtenpollet betannt als Iri; tifd)et aSorlflmpfet SbatefpeareS in feinen »SibleS: atgtt Silteralutbtiefen» (17G6) unb als Sotlüufet bet Sturm' unb Srangbtamatif in feinem fütd)ttt= lidjtn iuingertrauetfpiel «Ugolino» (17G8). Unb noib eine jüngere Xidjtttgruppe belannte fub }U ibteS anbetenb percbrtcn SibugpattonS ülopflod barbifiben Stäiimcn, bet ©Sttingct «öain», 1772 gegrünbet. Soib jeigen bie Siebet biefeS ae= fontli® Iptifdien ItreifeS, btffen Organ bie Pon Soit

beberrfebt jeitlebenS btt ©eift bet franj. Suf llärung, fie in iiollaire allju hoch fcbätitc; feine 1780

mit et

«De la litterature allemancie» rübrenbe 3uoetficbt, bag auch bet Sicbllunft eine grofie golbene 3utunft ainle, unb bie pollftäiibigfte Unllarbeit barübet, aie cö mit bet Sitteratur feines SfaterlanbeS bereits etjd)ieitenc Schrift

jeigt jugleicb eine

beutfeben

unb pon Sob bctauSgegebencn 'Sluftnalmanaibc maten, neben illopftcds unb OffianS ßinflub bie ftatle ßinmitlung bet engl, ipocfie, beS beutfeben 'JllinnefangS unb aiebet bet Slnlitc. Sie jarten Slatutbilbet btt engl. Sprit fopicrt pot allen iiPltp; bie betübmte SoltSlieberfammlung beS SU fcbofS Siercp regt ben genialen, aber fittliib unb au(b lünftlerifcp baltlofen ©ottfr. Slug. Sütger

Slbet biefe ©leicbgültigleit gtiebtiebS

ftanb.

cinttäcbtigte feine

be*

Sebeuiung füt unfet ©eifleSleben

'

©crabe

laum. I

feben Siebter

feine ÜJlipacbtung ftacbelte bie beul=

unb Scnfet ju ben

bäcbften Seiftui' gen. 3" feinen Staaten beniebte eine greibeit beS SentenS unb bet firitil, aie nitgenb fonft in Seutfeb’

|

ju feinen aunbetpollen, btamatifib binteifeenben Sallaben an, bie ben früher übliiben friuol fpab= haften Sänlclfängetton ©leimfdier unb Scbiebelct' fibet Stomanjen auS bem Selbe fdjlagcn unb aiub pon Sürgcrs eigener glübenb finnlitbet SJiinnelprit nicht etteubt aetben; antilifierenben Sptanntnbng

laitb; !

;

Scbultefotm begrünbete ben buincini> Gbatalter unferer ©omnaften; porurteilS' oor btr geiftigen Jlrheit aat in feinem

feine

ftifeben

lofet diefpelt

Siacbtbcrcicb fclbftotrftänblieb. SBie berflönig, ftedte feine Sieftbenj

Serlin

im Banne

fteif fättbet*

tief

|

;

bet Slufflärung.

Slufeer

bem

15

3)eutf(^e SitteratUT antilifieTenben Dtcnbicfctrt iRamlet, btr mit 9)tonomame bie SJtrie (einer (ämtliiten gteunbe burdjlorrigierte, aufeetber ttinialen '(5oe= ta(terin, ber Kar(d)in, befab Berlin namentlitb jwei

liJjtn,

ti^e

|

4aralteri(ti)(be Slutortn,

püt ber SRtbe }u flcmätren, Giflenfcfeaften, bot

allen fleei(inef,ibtbie®un(tbeä5lbcf«unbbcT guten

tDü^rtr

|

©efelli^aftncujuertDerben. Siegried). ilibilojcpben ftcben $ote bei ber munter Rnnlidjen Cebenbmoral, in ber 'Bielanb au« ber

unb ber Spbtter üucian

ben braoen aberunbebeu= |

tenben jflb. 'Coputarpbilo(opb*n aJ!o(e« !DJenbel«= (obn, einen Jlnbänger ©baftcÄburp«, unb nor allem benpiel geltbSftigen, berlimjd) ab(pre liftiiden Romit (eine« Biberpatt« Sitlbin(i unb mit Bttrjen ou«berbeut(cben5lu(Hätung«tt)igelci’ babin gebSren bie SRomane non öermc« unb Knigge,

Run(tge(d)id)te

butdb.





bifdber

«6amburgi(dpen Sramaturgie» (1767), wie (dplimm bi« 5ranjo(en unb ihre SJoditreter be« stlrijtotele«’ Jbcotie ber SragSbie mibper(tanbcn baben , unb (d)a((t fub butdb richtige Seutimg ba« Siecht, Sbalcfpeare neben bie groben Jragbben Silben« }u (teilen. 3" grenjenlojem Bobrheit«> triebe nimmt er auch (ür bie Sbeologie bie XfUebt bet freien Sotfdpung in Slnfprudp. G« webt ein urge(unber ipauch rüdfid)t«lo(et Giprlidpteit, ficgenbet Ramp(e«(reube burdp (ein Bitten, not bem ba« Beidplidpe unb fealbe nidpt Stidp hält: bie unpet= ipüitlidpe Häbrfra(t ber Slntite oüenbart fidp npun= betbar an bie(em groben 6umani(len. Unb bet gr6btebeut(4e'4Jro(aiter neben ©oetbe ifloudpSidp’ ler, Sramotiier. Bit «Bib Sara Samp(on« (1755) bridpt et bet bütgetlidptn Stagbbie in Seut(dplanb «in« I8abn, bie unenblidp oiel betteten, non @em< in bet

bominiert

non Sdpummel unb Bufdu«, ber

(idp burdp (eine, aufHätetifdpoerioljenenoüoltbmätdpen» (1782) einen befietn Stomen gemacht bat. 2e(fing unb Bielanb murjeln immerhin noch im

leibet audp

Soben

bet Slu(Härunp, (o bodp ihr nabe« S8ctbält=

ni« jur Slnlite unb ihr origineller ©ei(te8trieb

(ie

barübet empormacbien läbt. SSreit unb au(bring= lieh bagwen macht fiefidp geltenb bei ben Kleinem: bei bem 9«(fing Bien«, bem getaujten 3uben 3ofepb pon Sonnen(cl«, bem (Jaftotum bet 3o(epbinijdpen Slu(Härung; bei ben Inti(4en ^opulatpbilofopben im Stile be« Bolfenbüttlcr Ungenannten Jöerm. Som. SReimaruä unb be« berüchtigten Söabrbt; bei ben mehr pta(li(cb ' motali(dpen Utilitariern mie ®atpe, 3'3' Engel, Sdplofier; bei ben Ranjel= rebnern Bo«beim, Spalbing, 3eru(alem; bei bem ben SUäbagogen ©a(eboro unb '(Jolititer Sdplbjet Gampe u. (. ». 9!ur (eiten bricht bei bic(cn ratio= nali(li(dpcn Bci(en eine tie(ere SBetciligunp pon wie etwa bei bem @ei(t unb SDbantafie burdp Sebmeijet 3immermann, ober gar ein biftor. Sinn, roie bei bem trefilichen Slieber(a*fen 3u[tu« Bbfcr,

mingen««Seut(cb«mßau«natet» (1780), pon Stiebt, 9. ^rSbet bi« ju 3fflanb unb Äogebue (übrt. 3» (einer «Binno pon IBarnbelm» (1767) bat et ba«

ran», erbffnet et ba« 3ambenbtama hoben Stil«. Sprodpte (o filop(tod un(erer '(joefee Sebmung, Öefübl unb Bürbe, Ce(jing i^t Klarheit, Strenge unb Ärajt, (o roor e« bem roenig (üngetn Sefproaben 6bri(lopb Bartin Bielanb (1733 1813) por= behalten, ihr leichte änmut, heitere Gleganj, bcbag=

railbrenb

Stilii’t SRug. pon Jbümmel, bet Jlutor bet «Bilbeb mine» (1764), pon ibm gelernt, cbenfo Slug. Glottl. Beibnet in (einen «Slijien» (1778 fg.), (einem «?llcibiabe«»; unb in (jeinje« toilbet Grotit Hingen

(dparjer

befte lebensPoUfte beut(dpe 2u(t(piel ge(dpa((cn, ben 6tof( unbefongen au« ben Iperoegenben Seagen bet ©egentnart (chbpfenb. 3 ü ®er «(5milio (3alotli» (1772) giebt et etn Beiiletmetl bramat. Kompori! tion, in ba«jugleid) bie (emen Bettet polit.Socialer Unruhe bineinbt«bnen. Bit «Slatban bem Bcijen» (1779), bem etwa« tinjeitigen hoben 2iebe berSole-

an Bielanb an,

Jlortum« berblomifdpc «yobfiabc» (1784) nidpt« mit ibm iw (dpafjen bat. 3m iRoman bat bet glSn^enbe

,

,

,

bcm?!ctfaj(crbcr«'(Jatriotifchcnilbantartcn»(1774), bem (eine 9iebc jut SPergangenbeit bie SHcgicngcn bet aujHärcnbcn ©egenroart oerbildptig rnadpte.



Set I

gefdpidptlidpe

Sinn,

jiipleidp

ba«

licbepolle

Ketfidnbni« für bie ©ebeimniipe ber fdplichten, un
Ireontifcben Sprit bie Stimme beg gerjeng mit fein grbbtet

®

6ofp. Saootetg, unb bat fortgemirlt big in bie 3ei> ten bet Siomantit, bie in mancher ginficbt bag 6rbe beg Stutmeg unb Srangeg antrat. 3bt tonnte nicht einmal bie fritifebe 3)tetbobe 3mmanuel S a n t g

3cbt meift

ihn bei Altere ffreunb nacbbrüdlieb auf bie @rie'ibner finbcn feilten. 3m 3- 1775 folgt ©oetfce einem Mufc beä fungen txtjoa# Karl Suguft nad) äSSeimar. Gr finbet bort ‘äftielanb, e« gelingt i^m »etbet boMn ju jieten. Sie golbenen Jage bon SBeimor beginnen, fjitr (Boetbe ift bet ffiectfcl bc« ©(ftauplajed unb bet Sebendaufgaben oon entftbeibenbet ®ebeutung. getegeltenöof!eben,imS}ettcbtmit bemböiifdjen jtbtl letnt et Sclbftbebettfdjung unb Sitte fdjfiben feine teidie ükamtentbütigfeit gemäbtt ipm tiefe unb »eite Sinblide in IDIenfebenleben unb 9Iatut, bie ihm eine »unbetbare SJielfcitigfeit bet Snteteffen oerfdjaffen; baS ©efflblber Setantmottlicbleit bie bilbenbe Stcunbfdiafl einet ebeln Stau mäßigt ibn mebt unb mebi; bet tHeoolutionät nitb auf einet icuBtc btr

3m

,

bbbem

geiftigen Stufe bet roätrafte 'üenetbtet f(bü=

net gotm unb tubiget Gntroidlung. Siebet mitb unfciet Cittetatur bas mittbätige 3>d”silt bcS StbelS gewonnen. ©oelbeS ital. Mcife (1786), feine unmittelbate Serübtung mit bet 3lnti(e btingt einen lange »otbereiteten Umfdjtoung nur jum Jlb: fdjluB. Set 3ünget SbalefpeoteS fmafft in «3bb'= genie» (1787) unb «Jaffo» (1790) Scelenbtamcn beS ebelften, octnebmften Stils bet ftübe« 3Jci= feebtet bes (bataftetiftifdb 3Iationalen belcbtt fidj, ;

(jeleitet

von

btt antiten

^nfl,

tut ttinen 3Renf(b=

3mfelben3abtc,alSbie«3Pbigenioetfd)ien, bet fibioäb. Stüimet, St^iebt. Stbillet,

lidjlcit.

batte

son ^ugenbbtamen

ben Söeg

bet naturaliftijcben (fjrofa jeinet ju bem bmrt'Benben tbetottfeben

,Veunbfd)oftS< unb SteibeitSpatboS feines «Son ijatloS» (1787) gefunben. Sie bbtls gbtftige 3udjt bet Santfdjen (ßbilofopbie, bie betei^etnben biftot.

Stubien ju benen ibn fein SBetuf imang , teifs ten ben Scuetlopf btian füt SoetbeS Steunbfdjaft. Set iöunb btt beiben Sännet , bet fid) .tuerft in ben «öoten», bann in bem ftaubaufmirbelnben JEenienalmanad) non 1796 manifeftiette, bebcutet ,

ben ©ipfel unferet gefamten Siebtung^. Sobl wot Soetbc, auf bet »6be einet allumfaffenbcn Seit: anfebauung angelangt, bet jugleicb teiibcte unb tiefete; obet ScbilletS taftlofet, pon ben Suletcffen bet (Segenroatt ftat! bewegtet Seift petftanb es, au(b beS gtcunbeS 'fStobultioität ju fladjeln, ibn

aus

feinet

potnebmen übaefdbloffenbcit

in

bie

IBeiotgungen beS JagS beteinju.tieben. petfapte Soetbe «Setmann unb Soto: tbea» (1797), bas IBftlubfte bcutftbe SamilienibpU, unb «Sie natütlitbe Joebtet» (1804), in benen beiben et jut ^anjöftfdjen fRepoIution Stellung nimmt; untet ScbilletS jtntrieb poUenbet et «9BiI= beim aiieiftetS Sebtfabte» (1795), einen entipid> lungStoman, bet tief in bie äftbetifeben unb focialen Stagen bet 3eit bmeinfflbtte unb eine güUe bet ©eftalten unb fUlotipc jeigt , teicb toie baS Seben felbft; auf ScbilletS Stängen fötbett et ben etften Seil beS «Sauft» näbet jum Slbfcblufi. Unenblicb mebt bantte Schiller bem Sunbe, bet ibn ju feinen littetar.

SamalS

tlaffifcben

SebSpfungen anfeuette. Sei ibm jeitigt bem bemunberten Steunbe äftbetifepe

bet Setf ebt mit

Sebriften, bie in bet Untetfcbeibung bet nainen unb fentimentalifcben Si^tung (1795) einen aubct= ortentlicb ftucbtbaten ©ebanfen ju Sage fStbetten; iept febui et feine Sallaben (1797), ietit bie lange iReibe feinet Sramen Pom «5!öallcnftcin» (1800) bis jum «Seil» (1804); baS ilöcimarer Jbeater, bas unter ©oetbeS Seitung ftanb, fcbajfte bem populäts 9rc(!f)aur ffcnorTfationl'Srrfcn..

U. Sufi.

V.

17

ften beutfeben

lunbe.

Siamatiter auch

bie nbtige fflübnen=

söciben SDlännetn finb bie ©tieeben bet fcbönfict 'l)ienfd)licb(eit , beiben ift buma>

SopuS

niflifcb'äftbetiicbe

Gtjiebun j ohne Ginfeitigleit bie

äebingung gefunben SoeMcbrittS bet ©oetbe Perlot

ibm

DJlenfcbbeit.

bie oetftänbniSoollfte Seele,

ben

oetglcicbbarcn Ülettrautcn feinet innetften lünftlerifcben ©ebanten, als ibm bet Sob ben Secunb entrip (1805). 3e!it erft beginnt füt ibn bie impofante ßinfamleit, in bet et mebt unb einjig

felbft

mebt als bet

gtSfete Siebter

unb

'Jßeifc

Seutfd)=

anetfannt, boeb übet bem gemöbm Steiben tbtonenb, betounbett oon gehabt oon bem littetar. iJJbbel , bis ans Gnbe baS geiftige Sceptet fübrt.

lanbS

fiteitloS

lieben littetar.

ben SBeflen

,

ÜDit finb geiobbnt, in ©oelpe unb Scbillet bie beiben ijoebragenben ÜBipfel unfetS SicbtermalbcS anjuftaunen. Slbet biefen beute felbftpetftänblicb erfebeinenben '51011 in bet SdjäSung beS 9Jubli=

lumS gewannen biefeS

bie greunbe etft feit bem Stnfang 3obtbunbertS mit fcbnell waebienbet Gnt‘

febiebenbeit.

Sie Sieblinge

weilet Steife

waren

fie

baS SBolt polt ficb bie ibm bequeme Jlabrung anbetSwo. SefonbetS cbatatteri> bafüt baS Repertoire, baS ©oetbe an bet IBeimatet SSübne abfpielen laffen muftte; wie tre: ten feine unb ScbilletS Sramen jurfld b'ntet ben junäebft nicht;

geiftige

Uifcb

ift

Sebau! unb Suftfpielen bet Sübnenbebertfeber, beS tüchtigen, gut beobaebtenben, aber boch unbebeu= tenben unb übet ein flott gejeidjneteS ©entebilb nicht berouSfttebenben 3ff lanb, beS fieibigen unb bübncn= gefebidten, an effeltoollen Gtfinbungen reichen g. S. Scbtbber, beS gtobfOtnigen ©ropmann, oot allem beS bbcbft talentPoUen unb ptobultioen, aber

unb ftiool weichlichen äug. oon Rope= bue (1761—1819). Seine füplicbe Rübtjeligleit oct! bbbnt fatirifeb fOtablmann (1803); baS biebete Sob im Stil bet «fKinna oon Slarnbelm» Stephanie als Duftfpielbicbtet leichtfertigen

tiatcnjtüd

lultiniett bet DSienet

;

waten Süuget unb sörepnet beliebt, lehterer bet 'l!etfa)let bes SeftbudjeS füt 3Ko jatts «Gntfübrung». 3auberftüde,wie fieSebitanebet j.5). inbet«3auber= flöte» (1791) (ciftete, gebieben jumal in '®en, fo butd) fiafnet, ^Berinet, .^enSlet, ben Sichtet beS «Sonsuweibiben» (1792); meift werben fie butcb glüdlicbe Sompofitioncn unterftüpt; bie 'Diuilt lam auch ben Singfpielen unb fDlelobtamen ©otterS ju gute; baS oatetlänbifcbe unb Ritterbrama fanb namentlich an ben SBapetn IBabo unb Sötting ad)t‘ bare, an bem Cfteneidjer IßJeibmann einen fruebt' baten Settreter. Gine abfonbetlicbe Specialität batte bet fiitterat (fSlümide in bet bfibnengereebten SBet> atbeitung jrember, namentlidt Scbillerfcber Stüde. Siefelbe Reoorjugung fentimentalen itipels obet

tobet äufregung oot ben feinen geiftigen ©enüffen bet llaffifcben ffierte jeigt fi^ ouf bem ©ebiete beS Romans. Riebt nur bap bie Rittet= unb Räubet= tomane bet Spiep, Gramer, SulpiuS, Scblentett oerfeblungen würben, einen womöglich noch fcblim= mern Reij boten bie lüfternen Rrobutte 2af ontaines,

SongbeinS, SlltbingS, auch beS talentooUen 3ul. oon Sop. SBäbtenb Ä. Rbil- RlotipenS «llnton Reifet» (1785), ein ofpdbol. Roman hoben Ranges, nur eine febt Keine Ö^etjabl gewann, jubelt man begeiftert bem Romancier bet Rlobe ju, bem geiftreieb empfinb= famen 3 e a n '5 a u I ( 1763-18*25), beifen gflllc genia= tet Ginjelbilbcr unb glänjenbet wipiget äpbotio= men felbft Rliinnet wie fietber blcnbete. 3" 3ean '5aul lebt bet .ftumot Sternes auf, ein fatir., fen=

2

»;

18

®cuti'c^e Sitterotur

timcntaler, jerflicticnbcr .Oumor, bet fid) bann in empfinbfamen 9tciicbc{d)tcibun0cn non ibümmels «Steife in bie inittäfllicben SJtooinjen gtanlreidjs

bet fotmolen Sed)uit, jumal betSerolunft, unb alg ilini banfen SJieifter bet ÜberfeBung betporragt: mir, bab Sbafefpeate uiig oertraut unb lieb ift wie

(1791) übet 6eumes «Sposietflanfl nad) Sbtatus» ( 1803) biä ju feeined «Satjteife» ( 1826) f ortbflamtc. ©efflnbete Soft bieten bie bei aller melantbolifcben gätbung bed löumot« Itöftigem Stemane beä D)t= preufeen öippel. Set ibeale Steman fonb einen ebeln SHetttelet in bem «öppetion» beb unglüd=

ein beutfd)er Siebter.

lieben

Sebwaben öblberlin,

beffen poet. üJleiftet:

pom antilen ©eifte unb pon 0(billerb Stbetorit burebträntten Iprifeben ©ebiebte ipnren, bie ein tiefeb, an ben äBeltfcbmerj mabnen= leiftung aber boeb feine

beb Scbnfuebtbleib in feftgeeoilene 'Jlbbtbmen jroin= 'ISie meieblieb erfebeint bem gegenüber bie flcn. elegifibe Dptit eineb ©tattbiffon unb Salib, ppn ben bebaglieben Sftnbeleien unb SSIaubetcien per; fpätetet Slnatreontiter wie ©eotg gocobi unb ISödingl abgefeben. gm eptfeben gbpll enang fiofepatten, im Sebtgebubt Jiebge Seoebtung. Sie Gtfcnntnib pon bet unoergleieblicben 65bc ©oetbeb unb SebiUetb ift juetfl ju pollet Slatbeit gebieben in bem Srttberpaate ©umbolbt; bet ältere j^mal, 'löilb. Pon fiumbolbt, bet fpätere grobe «toatbmonn, SiftbetilerunbSpraebfoifeber, batfUt ein pertieftcb Serftönbnib ihrer SebSpfungen geformt, SermabnoUe geiftige geinfebmeder betUbtte fieb in biefem ©emUben leittocife mit Senbenjen einer Stiftung, bie in ibret Steigung jum Umftütjen, in ihrem £iab gegen bie Slufllärung an bie perfunfenen öeftrebungen bet Stürmet unb Stänget an= lufnüpfen fdjien, mit bet Stomantif. Slbet biefe ift otiftoltotifdbcr olb bet Sturm unb Stang. Ser: roi^t fie bie gefiblofiene Runftform, fo gefebiebt eg, weil

fie

für eine mbglicbft inbinibuoUftifebe Stug: fie fid) nur fragmentarifd),

btudoweife cintritt, bie

tann. Se= Stomantif fijb für greibeit bet Setfbn= eg boib nidit fowobl bie greibeit beg (Semütg ober gar beg Serftanbeg, auf bie eg ihr on= lommt, alg nielmebt bie ßntfeffelung bet Sbantafie gebt fte aug pom ©rieebentum unb Pon ©oetbe, fo gelangt fie halb im febatfen ©egenfab baju in eine ertreme Sotliebe für bag dbtiftl. fStittelalter. Reine Karen, f*arfeii gotmen erftrebt fie, fonbetn Stirn: mung, Söne, gatben, fo petfdiwimmenb wie m6g= launifcb, fubfeltip ironifib porftellen geiftett bie

lid)teit, fo ift

lid): bie

(lebeimnigpoUen Slaibtieiten beg SSlenfeben

unb bet Statur finb bet fiiebliiiggftott bet Stomantif. Sie «monbbeglänjte fjoubernaebt» bet Runft wirb niablog über bag platte, nUebterne Seben erhoben; eine Unflate, abnunggpoUe Sebnfud)t, oielleiibt in ein unbefannteg genfeitg, bag geifterbaft in unfet Safein bereinfebimmert , pielleiibt in eine feböne, grobe Sergongenbeit, oielleicbt in bie imferetRultur uetloteneUnfibulb bet Statur, begSolfg,ift getabe}u bag Seitmotio bet Stomantif. Slug biefet SBelt: unb Runftanfibauung etwud)g bie SlUte bet biftor. SSif: fenfeboften, aug ihr bie ftaatenbilbenbe gbee beg beutfiben Raiferteiebg, bie fpStetbin an bie polit. ßtben bet Sluffldrung, on bie Sibetalen, Überging. Sie ältere Stomantif, bie ihren ^Puptfiti in gena unb fpAter in Setlin auffeblug, batte ein be:

fonbetg ftarfeg tbeoretifebeg ßlement an ben !örtt= bern Scblegel. Seg groben genaet Sbilofopbcn giebte SBiffenfibaftglebre, feine gefteigerte .6otbbol> tung beg 3d) fpiegelt fid) ab in ben inbioibualiftifibcn

Runftanfiauungen nomentlid) beg füngem griebr. Siblcgcl, ipäbtenb bet ältere Sluguft SBilbelra, mehr alg gefcbmadnollct Sitterarbiftorifer, alg Sirtuog

griebrid)g Stärfc lag in ben eiftreid)en, blcnbenben, ftetg apboriftifeben Runft: emertungen, bie et jumal in bem »auptorgan ber im «Sltbeneum» (1798) nieberlcgte; beterotifd)=ftagmentariffl tempetamentroUcn Settina: in ihren Wirteln herrftbte ein ©cetbetultus, bet jumal bei SBettina nabejii einen ntblbolofl. ßbataliet annabm. Jibt lummelrlalt iit unb bleibt mit Sotlicbe bet '.H Oman, btfjcn fub jeöt nudb Samen mit 3ob. Stbopenbaiiet, Suife töracbmann, .fienrielte .öante in lanflen Sänbe= reiben annabmtn. Söenifl bat bie 3eit überbauert »er lieit jebt j. 9. nod) einen .fiuntoriitcn »ie ben reritanbesfd'arfcn fflenjebSternau, »er ben jeanrauli; fietenben ßrnlt 'Safliter, benmüften Sd)»aben 'Btaib* linger ßonteffaä 'dioreUettfinbuns matt, beb SRitterd ronl'anflißammelbutfleriReiienocincunintercfianle Satire gemorben, atitb it. 3- ®ebcrS «Semolritos» (1832ffl.) fpannt untere fflebulb auf bie poltet. Unb bod) gebären fie olle nodb ju ben beffetn 'Srofaitem ber 3eit. Sauerbafter ermiefen fnb Gbrift. ton Stbmibä fronnne Griäblungen (j. 9. «Sie D(tet= cier», 1816) unb bie Siorellen 3i4oI(es, beä 9et< fajietä ber «Stunben ber Slnbadjt» (ISogfg.); oud) 'Seftalojjiä päbaoogifdte 9auerngef(bi(btt ußienbart unb ©ertrub» finbet »obl notb Öefet; bet (hnft btt ©eRnnunfl, ber alle btei trägt, ift aud) ihren SPerten Jlber fte ftnb uercinäclt. Ginen 5 U gute gclontmcn. nadtbaltigcn Slufftbmung übet Glauren tinb Äonfor: ten bebeutel erft bie Ginmirtung bts biftorifiben a n ä ®altcr Scottä bem «Sidttenftein’) (1826) 31 0 beä jung terftorbenen Sibroaben ®ilbelm Sauft folgen Spinbletä talentrolle, »enn oud) finetl gearbeitete Äulturromanc unb bie meifterboften marliftben iHomane ron ®ilibalb Jlltriä (1798 Cnfe, bet

freilitb

bem iijtbetijdjen bem ßerausßebcr bed

flau, nid't nitbt

,

;

m

:

—1871),

bie tünftlerifcbe greibeit

unb

biftor. ireiic

in fo gltidlicbet 'IRifd)ung rertinigen, »ie fie feitbem nicht »ieber gelang.

bem SHoman

®lit

btama, boä

»elteifcrt

baä

9übnen

=

Jbcater, in bet 9eliebtbcit unb bet

'JRittelmdsigtcit.

Sas

ernfte

gambenbrama

artet

®erlen bes Schwaben Sluffenbcrg unb bes 9arern G. ron Sebent in laltcn 'Somp auS, ber in ben

ebenfowenifl wie bie ontiten Sramen beb Cfter= reidjers Gollin auf ben 9rcttern ®urjel fallen tonnte. Sas gelang bem mafcrollcn jüb. Siebter IRieb.

9cer stitweilig mit feinem «Satia» (1823),

bet fd)on butd) fein

gewäbltcb focialcs Problem feffelte. Sab flilnftlcrbrama, bab mit beb bän. IRomantilerb Cblenfebldget oGorreggio» einieht, fpntcr jumal butd) Seinbnrbftein rertreten, glfleilieb

ron (SJuntcra unb Saube gepflegt wirb, ift febon feinen Stoffen nach ju unmittelbarer ®irlung nicht niitb

flarl gniracrmewn« romantifebc Srameii unb bei reichen Sebänbeiten eine febwere, fprobe Soft, fein gebanlenroUet «'IRerlin» jumal war nur alsSefebtamobonlbar. Se? genialen, aberftübrer'

berufen,

tommenen ©robbe

tbcatralifie Serfuebe febwanten twifdien boljfebnittmäliigcr 3iobeit, bübncntinmäg:

Übertreibungen unb gtanbioo »irlfamen, ge= »altigen Sccnen balllcä bin unb her. Sie9übnegc lieben

'

bärt einem gefdtidten 'gobritanten, wie

bem 9raun=

febweiger Slug. Slingemann, unb not allem bem riel gefeboltenen, aber unjweifelbaft talentroUcn unb

bübnentunbigenSiebter bes «Sobtnflaufen=GpIlns». iaV2). ÜRinbereS ÖUlcf Grnft fRaupaeb (1784 als mit tlafficiftifcben unb romantifd)en Sramen batte et bei feinem 9ublitum mit ben Sufifpiclen unb 9often in benen et trpifebc giguren (etwa im Stil bet Commenlia de>l arte) beiniif* ju machen juebte: ba war bieSonlurrenj Ser oberfläcblid) geijt:



,

reichen i'uftfpiele beä greiberrn

ron Steigentefd),

fowie ber witiigen 9etlinet gorcen unb Singipielc Sllbini, Sari 91um, rot ollem bes luftigen Slngelp boeb ju grob. Sie alle bringen wie bie Jeamburger Sebrün unb Sepiet in ihren 9offen ebaratteriflifebe ©eftalten unb Iräftivie SituationStomit; ölemflt unb neimentlid' 'Ubantafee fehlt biefet norbbeutfehen ©nippe. Um fo fd)öner unb berjerquidenbet begriipcn uns bieie crjten poet. ©aben bei bem nairen Sloffelet bet SPiencr 9olIsbübne, bei bem liebenSwürbigen gerb. tHaimunb (1790 laSf)), bet on boS ältere SS)icnet3auberftHa antnüpft, (einen äufterlieben Spähen unb Gffellni ober cineit neuen ©ebalt ron poet. Sehen, rote ffiabrbeit unb ®ärmc tu geben weih. $iefer grcfsc Rünftler wirb bureb 'leeftrop beim '(Siiblilum rer= brdngt, einen amüfanten, aber lalten unb niebrt= gen Homifet mehr na4 bet norbbeutfdien 9!rt. Ginc eigene Stbart ber 9olfslomäbie bilbet bie wad)|'cnb beliebte munbartliebe Siebtung, fo bie gtanfä furter Sialeltpoffen ron ÜRalß, bie fatir. 9auent= ftüeie bet Sebwaben ®agnet unb ®eitimann, 3lr= nolbS elfäff. »'(Sfinflftmontafl». Sie 'JIRunbart greift in Sprit unb GpoS Uber bei bem Slflmbetget ©tübel, Sem (ebweij. gbpUenbiebter Ufteri, jumal aber in ben prächtigen oJllamann. ©ebiebten» gob. 9elcr ßebels (1803), in benen bie bureb bie (üngete '31o= mantit neu belebte Siebe jum einfoeben, beimatlicben 9olfStum ihren urgefunben febwariwolbbuftigen Slusbrud finbet. Sebel ftebt auf.ctbalb beS ÄreifeS, ben bie Silte=

ron gul. ron 9ofe,



'

raturgefepiebte

S 4u

l

e

im engem Sinne als Sebwäbifebe trifft mit ihm jufammen in ber

tennt ; aber et

roUSmäfeigen Sprit. Sie f4»äb. $(4tet, bet gtofic, formftrenge 9ailabenfänger Subwig Ubianb (1787 1862) roran, ber ben Son beS 9oltelicbeS f o einjig traf, »urjcln in ber ätomantit. Sie 9allabe gelingt



Ubianb jumal ©uft. S4»ab; feinfübligco. f4wermütigeS 9etfenten in bie 9!atur jeiebnet ben träumerif4en (3emütSnienf4en guftinuS Berner

naei)

(1786—1862) aus, neben beffen naturgeträntten Sic=

bem

Barl ÜRapetS jierli4e 3?aturbilb4en Ilcinli4

ttf4cinen. Gin Spätling

ihrem

et»u4S

biefet

©ruppe in

SanbSmann Gbuarb SB!ärite(1804— 75), gormü4erbcit Ubianb, in ber

in bet

ber,

'fäocficfülle

Berner am nä4(ten rertronbt, wohl bet editcite boutfie Spriter bes 19. gabrb. warb, aber au4 in fein gef41iffenen Grjäblungen unb einem büftent unb pbantaflif4en IHoman 9ebcutcnbeS f4ui. 9er»anbte ©eifter traf bie romantii4c Sprit bet S4»aben au4 im 9lotben: in bem Selfauet Silb. OTüller (1794 1827), bem Sänger ber o'IRiillcrlieber» unb btt «®interrei(c»,bic Sibuberi# longeniale 3)!elobien uns befonbers lieb gemad't haben in bem geborenen granjofen Jlbalb. ron Gbamiffo (1781— ia38), bellen fpräbe Bnnft befons btrS bie 9allabc pflegte unb ber im oSd’lemibl» (1814) ein e4teS ironi(4 romantifd'cS 9bantarie< ftüdeben f4ui; tot allem in bem natur= unb



;

;;!.

21

®eutfc§e Sitterotur IdjönbeitstTuntcncn 3oj. oon (Sidjcnborfi (1788— 1857), bem Siebter bei beutfeben SBalbcs unb beü Danbemä , bem liebensroütbigen Sebilberet bcs rbutenloien bolbeii Stäutnen^. $on biefer reman-

!

ti'tbcn 'ilaturlvrit ging au(b öeinrid) Seine 185G) qu 5, ein glänjenber ®irtuob bes ttcll^tong, menn er wollte, aber niel ju wibig unb idbftgetSUig, viel }u beflifien, welt{d)merjlicb intern eiiant ju eri'dbeinen, ju febt fitUieb angetrSnfelt, um fub einem wabren, ebrlidjen unb reinen @efilbl bin}ugeben. Srogbem ober gerabe barum fanb fein •®ud) ber lieber» (1827), ba8 ißerlen edptet ^jJoefie entbält , aber baneben mel pricfelnb pitante ungefunbe Hoit bringt, ein grs^eö ^ublilum. Sie girenben focialen ßlemente, bie in bet 3eit lagen , wann @oetbc niibt entgangen. 6d)on in ben oSBablDorwanbtjebaften» (1809) bcfdjdftigen ibn ernfte geteUf(baftli(be, in «Silbelm (Oteifterd 30an= betiabren» (1821) wichtige fociale jungen, unb im jweiten Seil bed «Sauft» (1832) weift et fo mobern wie mbglicb Pon bet 3bee }um praltifcb tbdtigen Seben bin. Slm 22. SJldtj 1832 ftirbt et; jwei Sabre porber batte bie franj. Sulirepolution bad

(1799



Pon Sens unb filinger gemahnt, Seotg Vfliner (1813—37), ftorb }u früh. 3erfegenbet unb irtegenber old oU biefe poet. fUlanifefte wirlten bie thcol. itnb philof. Arbeiten einiger rabitalen Sdiüler Segeld, bie, wie Sap. Sriebt. Strouh im «Sehen 3efu» (1835) unb Subw. geuetbach im «SBefen bed Ghtiftentumd» (1841), Segeld fchatfe Sialellit be= nugten, um ben beftehenben Slauben ^u erfchüttern. Stanb bie erfte ©tuppe polit. Sdmftfteller unbe= bingt im 3eiihen ber Vtofa, fo blüht etwa feit bet Sbronbefteigung griebtich SSilhelmd IV. (1840) unb fchon etwad porher bie polit. Votfie, Por allem nit

bichte» gtiebt.

unb geiftige Seben Seutfcblanbd in fiebembe Crregung perfegt, in ganj neue Sntereffen geftfirjt. TII. Verübt, Pon @oetbed^be an. (Ibarats für fte, bah in ibt bie Voefie gern, polit.

i

1

erregenben unb amüfanten (lernen Slrtileln ben

Seinrich

Saube (1806—84 )

unb

,

6pen jut Seite ftellt. 3n wotlprangenben «Sanjonen» (1848) feiert Spiller pon Souenfchilb unb bellagt bie Schmach bed gebunbenen Vaterlanbed. Cin 3ug Pon weltmännijcber 3tonie bie greiheit

|

i



[

!

]

tetb
ct tinor gcnauern Slbgtcnjuna bei einjelncn

I!.

an

nci)

Sorotit man jut 3«it ju urteilen ucr= ei folgenbe Untermunbarten jii geben: 1 Sirolifd) in bem beuticben Sirol mit 3luinabme be? norbcjtl. (SRatlenberg unb fiigbübel), tee unb bei öftl. tj5uflertbali. 3!aju bic au«: fterbenbe IDtunbart bei 7 unb 13 comnumi iabbftlidt unb fablid) pon Orient. Xie »i^tigfte Untermuub: art ijt bte bei Scebtbali unb bei Oberinntbali mit (einen eitentbälem. Jöiet ift bai £iroli(d)e er(t in iüngitei 3 eit eingebiungen bie dJtunbait penät nod) bie ebemali (d)IPdb. 3unae. 2) SBe(tbapri(d), nad) C (ten )u bii über tOtanmen cinauireidjenb. 3) Oiiebec: baprijifcläiegeniburfl, fianbibut, ^((au, !8aptiid)cr 'Balb). (Sie ÜJlunbart bringt bei Sbam gegen bie Cberpffilji)(be oor. 4) Unterinn:!DJunbart bii übet Saijau binaui. 5j Cbetbabtifd) am mittlem 3 nn unb an ber Salja^. ü) Cbeiöftetttid)i(d). 7) 3iic: beibfterreidiitd) . baju bie (Dtunbart oon Cbenburg ii'iunbattcn.

mag,

itfaeint

6

;

unb im (übt. dRdbren. 8 ) Ober: unb Unter(teiri(d), ber ^xan.tcn < (Dtunbart in bem benad)barten

mit

Ungani. 9) Ober: unb Untertämtni(d) baju bie Sluntart bei 3 («l= unb S(tl. ((}u(tettbali in Sirol. ,

(Sie Spra•*/ *saui» unb «Ccutc»)

uRunbarten

31

unb 'lJ(äljiid)

bii tum (Rbeingau unb Cbenroalb, jer: fallenb in u. Sibmäb. ©renjmunbart am 3!cdar Jieilbronn. b. Stbmnb. ©renjmunbart an bet Gnj

um

unb untern Olagolb, Salm.

um

'B(otjbcim , ÜBilbbab

®abcn(er ®jalji(ib,

c.

ein(d)lieblid)

unb

bei (übl.

Cbenmalbei. d. 9ibcinp(nlji(d) ober ®otberp(älji(d), in bet meitrbein. (Sbenc. e. Se(trid)i(d) (öarbt unb 2) ffieltrid)). f. 9!abc:iDlunbatt. g. £mnirüdi(d). ®(iU: mirb ferner in ben Sirjern 'Bjaljboti, 2 ui(en: bor( unb 9teu:8uifenbcif (übli® non Giene ge> (prod)en, (oinie non ben $cut(d)cn in ®cnnfplnania ji(d)

in

Oiorbamerila unb > Sluifei in

lotfd)na(a

am

rcd)ten Ufer bei

Sautien

in

SDlo:

Sübruftlanb.

Gbaralteriitilum i(t ci unb unb u, J. ®. in «lieb», «gut», a. Untermain.fDlunbart ülHainj, S)arm(tabt, Sranifurt, St(cbaffcnbutg). b. SBctterauifcb, an bet Slibba unb Üinjig. c. 9Ia((aui(d), ein(d)lieblid) ®ic: ben. d. Cbetbeifi(d) um (Dtarburg unb an ber Cbme. C. öcffifd) im engem Sinne, eine (Dlunb: art, bie nad) bem Staube ber Sautneifibicbung ge: mbbnlid) jum 91beiniiänlif: ManPfelbiftb (um EiPlcben), Sillifib

banon biP

Sae ErjgcbirgifAe, öftliA »um Stitblonflobirge. im aiteften fiA mebr bem oftfränt. SogtlänbifA nöbemb, wirb im Dften unb Storben immer mebr burA baP 'MeifinifAe nerbrangt. 3um (Srsgebirgu

Xbüringifib’Obtrfädjfifcb [floib‘ A C mittetbentfifl]. CftUd) nom 2bü=

bentftb:

Siotbobetfficbnfd) (PftUtb

.

2

bifd)

unb

,

fprodjenben

nieflt bipfltboiiflicrt.

.Platte)

Sorgou). 2)9iorbofttbüringifdi,umC;uetfurt,'Mcrie= bürg, ffleiflcnfclP Slaumburg unb Edartpberga. Sie ©rensen nad) Dften ju fmb penoifAt. 3) Seip= jigiftb, iJftliA faft biP jur Elbe, fübliA bie 511 t altenb. ©tenje. 4) SlltenburgifA. 0 MeiflnifA, nbtbliA biP Soma, ©timma, Cf Aab, Strebla unb Crtranb. Siefe ihrem Sern na A ibütingifAe, jeboA mit fränt. Elementen gemifAtc 'Munbart gcroinnt innerhalb beP ftönigreiAP SaA= ftn bie ÜbermaAt. DSübtneftmeiflnifA (3toidau biP Ebentnit')- 21 ißotbroettmcibnifA (Soma, Sbbeln). 3) SüboftmeiBnif A rijteibetg, Stoffen, Meiflen, Srei= ben). 4) 'SiorboftmeipnifA i'Jtiefa, ßommatifA). D. SlnbältifA/ nbtbliA biP sut Elbe, eine norbbeutfAt, lüAt mittelbeutfAe Stunbart, loelAe befonbere burA bie ftimmbafte SluPfpraAe non d unb b unb bie non g olP j ihre frühere 3uacb5rig= teit jum SlicberbeutiAen beroeift. Sie 'Munbart gc= toinnt im 'JJtagbcburgifAcn mebr unb mebtEinßufe. V. OftmittelbeutfA: tbüring, ioftfränt. MifA> munbarten [boifibcHtf A: mit SluPnabme PonB,2 mittelbentfA). Sae tbüring. lObcrfnAf. Element ift baP überwiegenbe, befonbere ;,u beiben Seiten beP Er.igebitgeP. Slbcr auA Stanicn haben fiA, naA SluemeiP ber Munbart , an ber Äolonifation biefep cbcmalP flam. ©ebietep beteiligt. A.ErjgebirgifA’SlorbbebmifA- Slm9Iotb= tanbe bee ErjgebirgcP, non ©raPlip biP Saiba, unb fübUA bee (hjgebirgeP non 3 oaAimPtbal bie

j

©rotttau biP

naA SPbmen

fRiefengebirgifA fAließt fiA

hinein: DberlänbifA,

unb ©läpifA.

SaP

bem ©ebirgätAIefifAen

DbcrfAlerifAe an.

c. ’Jüebcrs

ftblefifA ober StieberlänbifA, baP fübl. Sofen mit umfaffenb. d. Sie non f Alef. Äoloniften gegrünbete,

Spratbinfel in Cftpreuflen, jinifAen SifAofPtpcrber , 'Marienburg, Elbing, SBormbitt, ^eileberg unb Sartenburg. C. Sie beutfAen SpraAinfeln in Siorbungam am 2iptaucr ©ebirge, jum Seil ftarf nerbflerrciAiiAt.

grobe

,

,

I

VI. StiebcrfäAfif A [uieberbeutf A]. Cft“ liA non ber nieberfränt. unb frief. SpraAgtenje biP jur 3nfel llfcbom, gan.i Medienburg ein=, bie Sllt> marf auPfAUepenb, fübPftliA bin Magbeburg, 'Sarbp, Galbe, Stabfurt, SlfAerPIeben, Erme> leben, Sallcnftebt unb bem fiarj. A. SiorbnieberfäAfif A, norbPftliAnon Ernben, Gloppenburg, SeAta, Menburg, Saijmebel.

SaP ' j

'llorbnicbcrfnAfifAe

unb

SBeflfälifAc

bemab«

bie Eigenart beP nieberfäAf. StammeP auA in ber SpraAc am treueften. Sie non »olfteiu auP naA

j !

boAbeutfAe

ber EIb=

unb ÜDefermünbung übertragene

alte norb=

! ;

'

33

2)eutfc^e äJtunbarten

3Runbart

ift

'

in tcc 3IuSfpia(be burd)

bab 'ötitfiWt, auf btffcn iBobtn fiejium Seil nibt, Sie 2Runbart ifl bie ni(bt unbcein^ubt geblieben. allgenieine beutfdbe 6eemannefpiad)e unb uerbantt ibr moTaliidbee Ubergenicbt übet bie anbem nieber« idd)i. unb oftnieberbeutfcben 3J!unbarlen ber £ianfa,

I

um fUlebebad) unb um SJollmarfen, ®olf> bogen unb 3ierenbetg. 6) 6effifib>ßngtifd), um Siebenau, fiofgeibmar, ©rebenftein, ^mmenbaufen, 3ibftlb,

Srenbelburg unb gelmatbbaufen. 6) ©dttingifeb©rubenbagenfeb, Pon 9Jlünben unb Suberftabt bib £>ol;minben, IBobenwerbet, ©anberbbeim, ©runb

Sie 'JJlunbatt ift in bem bannop. Seile im neitcm IBorbcingen begriffen. 5iocb beute ^eigt bie Saneburger unb vcrbener Slu^
if(en= (AaftUdK Sitterahii angtbcn, butd) bai Sud) con S«(onb«f ^tiHcbriften für (Diunb: SRen» onaltct.



jjiontf. a. 211.

St



Sialelte im Seutfdben natb Stuaniffen 3t

unb

BHittelbeutfd)-

(1. Sbteil., 1. 2fg., Stiabb. 1881) ®. Jiante, Sie Unteifcbiebe bei oltfidnl. > obeipfSl]if(ben unb obetfiibf. Sialetti, fomie bie son ben oogtlSnbifdien unbei)gebiigifd)en UHunbartm baju eingenommene Stellung (in «Saseini 2Runbarten», 1892, Sb.l); 0. Srtidnn, Sie ()tnneb«wi(d)e 2)tunbart (in ben «Seulfiben jlunbaiten», Sb. 2, 2lüinb. 1855, S. 211-221, 320—331, 494—501); S. 3. Hebiein, SolKfptatbe unb Ssltifittc in Saffau (2 Sbe.,

lanb

;

;

.

oUn unb neun

bei

1887); d. ®. 3ion(e, Sei obeifdibf. Sialelt (Beiin. 1884); (S. ©Spfert, Sie 2Runbait bei Sddjf. Gtj= gebiigei (2pj. 1878); H. 2Deinbolb, übei bculfdje Sialeltfoifibung (Siplertf ib fflien 1853) i). Dlüdeit, Gntiouif einei fsftematifeben Saiftellung bn fiblef. 2)tunbait im Wlittelaltei (Sabeib. 1878); füi bie niebcibeutfcben 2Runbaiten: g. 3tU>»gbaui, Sie niebnlönb. Soltimunbaiten (Soeben 1892); 3 Soltbaufen, Sie 6oeftn2ltunbart (goifibungen, 3ellingbaui, SBeftfdl. @iammatil 1, ebb. 1886); (2. Sufi., ebb. 1885); SJegenei, 3ui Gbaiolte! riftil bei niebeibeutldjen Sialette, befonbni auf bem Soben beiSoibtb&iingei ®aui (in ben «@eft (2P3. 1869); G. 2. 3if



36

Seutft^e 9)2ufif



1884); äillinfl unb $«pet, SBetfud) tinti biemifd)!nirtttfäcbf. fflörtetbuis (6 9be.,

ten 1879

9rem. 1767—1869); ä.St.Sdbflbe, ßolftein. 3bio= titon (4 ®be., feamb. unb Slltona 1800 1806); 3.



Ä. ®äbnert, ®Iattbeutf(be« aBbrtetbud) nai) bet

unb neuen pommeHAen unb

alten

rflflifcben

'Blunb=

I

I '

[

!

!

ort (Sttalf. 1781); 6. grifcbbier, ®reub. ®brter= bud) (2 9be., Setl. 1882—83), leptereb autb für ba4 oftpieub. 9lorbbeutf(b. 6. aud) bie Slrtilel 3)eut{

auf anbete Seife

bet bie (formen ber

Kunft mit beutfibem ©ebalt

3nbeS

Oper mie

'

unb hieraus erllart fiih bie ©ntmidlung melche bie Oper feit SRojart genommen hat. Submig nan Seethonen mürbe ber Sollenbtr ber 3nftrumental= mufil; in feinen tieffinnigen, gemüt> unb humor« Pollen Sonbiebtungen faft aller ©attungen erreichte bie mufilalifcbe Kunft ihren laum nod) )u über’ febreitenben fibbepunlt. Sie ibeale Setpolllomm= nung jeglicbet Kunft, bie untrennbare 6inbeit beS 3nbalts unb ber (form unb baS innige Sutch’ ,

I

I

I

meiften ©ebieten alle feine 9organger überragte. Sag biefer ®eg bet 6boraU unb Crgellunfi bei aller ftbeinbaren 6nge unb ©ebunbenbeit bennod) bet reihte mar jur bbi’

ben

mit feinem Schönbeitsfinn btibe6)tbiete,bie bie 3nftrumentalmuril, mit übetmiegenber Kraft bet erftern, boeb noch feinem innerften mufila= lifebtn ©eftaltungStriebe ber legtem fid) juneigenb. Seine Opern finb in mufilalifcbtrSinfiiht baS pollen' betfte etjeugnis ber IBübnenmufil, aber im Stama» tifchen mie auch rein ©efanglichen haben anbere Komponiften jum Seil noch ©orjüglichereS geleiftet, nerflarte

fRe=

Sebaftian 9ad) auf ben

ital.

©lud bie Oper, SmabeuS SRpjartS

formierte ©briftopb Sillibalb unb ber ©eniuSSoIf gang

fett fiutber biefeS

tfleibc gepflegt

UobonneS 6ccarb amönbebeS Seinrid) Smüg in bet ÜRitte beS 17. 3obrb. bie bemertenSmerteften, bis enblii 3obonn

erftererber

Originalität auf bem ©ebiet ber Sonate, beS Quaf tetts unb btt Sinfonie ben Son an. ©leichieitig te=

m

t

als

3ofeph fiapbnS brachte hierin eint plSgliche Sanblung bernor unb gab burih Serie non hSchftet

ieln

fultate erjielt;

non 3taUen herab, bag felbft bie glorb’ nur noch italienifcb lomponierten, unter bie herpotragenbjten Karl ^tinricb

leit

m

©raun unb 3ohann »botf $affe,

Öoftomponift, Tegterer ber Siebling ^ebtimS b. ©r. unb bet angefebenfte ital. Sonftger feinet ^it. 3” bet 3nftrumentalmufU Jehuf ehenfallS 3tolien aue Öauptformen, non ber fran). Ounerture obgefehen, unb 3taliener mie Stanjoftn nahmen überall bie erften ©läge in beutfehen Kapellen ein. SoS ©tnie

SRufiter ber 9)ieberldnber, Crlanbub Saffui, »irfte in 9eutf(blanb, baü er pon ÜRfin: (ben au4 beberrfcfete; bie 6 fegetS mie fReinparb Keifer, ber bauptfadllid) für Hamburg feine mehr als 100 Opern fchrieb, in biefem ©ebiete eint folche ©ebeutung )u erlangen mie bie gleicbieitige fran^. Oper, bie um 16^ bet italtenifchcn in nSUtger Stlbftdnbigltit eben= büttig }ut Seite trat. Seutfdblanb janl pielmtbr feit 1720 in bet Oper fo ganjlich mitbet jur ab>

Hon

'

mebrftimmigen Saped im 12. 3bbbb- t>ne anae> jebene Stellung ein. ^eiporragenb alg luntooller Sonfeger trat im 15. 3t Itäfll bie gefomte Runjtmufxl bei gebilbeten Sbltei ben beutfcben Stembel. Sie biittc ^eiiobe, bie no(b unabgejdiloüen bid in bie

3

Segennait teidjt, bat ihren muritalifcben StbncK nid}t mebi an einem beftimmten Ort unb pereinigt bie berfdjiebenartigften SBeftrebungen: bie d)umanng, bei fub baupt^pmantit Stöbert iicblid) auf Sdbubert ftflgt, ben 6 Ilefticiimu$ f^eli; KenbeU{obn rung bet SSübnenmurtl auSging, bat bid ;ut (Segen»art eine ungleid) grbbere aUgemeine Seilnabme ;

enoetft al« bie gleitbjeitigen mufitalifcben Seiftungen auf anbetn (Scbieten. Set @runb bicroon liegt ein>

mol in bet

einfeitig benorjugten Stellung bet tBQb’ nenmufit, bann au(b in bem Suftanbe beb beutfiben Sbeatetj. Sie groben beutfd>en Sonfebei unb Siibtei batten benlicbe SBetle gefd^affen, aber nübt ein geftbloffmeS, nom Slublanb unabbdt^iged Siepettoire. Sedbalb fanb, natbbem ftbon webet im Kufifoliftbcn gejeigt batte, bab in ber beutfcben Sprache ein noch lebbaftetet tbeatralifcbet Slud^ bnid möQlid) ift, ald felbft Kojart ihn erteicbt

batte, Stubarb SBagnet eine fo nielfeitige unb anbauetnbe Seilnabme, als er ti unternahm, baS non bet Kufit aud auf einen neuen @ninb ju ftellen. i5 ieibei tarn ihm bie Sti(b‘ hing bet 3 *'t auf ba« Selorotine ebenfo febt ju batten, mie bie Stiibtung bet Qlefangmufil auf reci: tatinif(b--[grif(be SBortbctonung, bie Stiibtung bet gnftnimentation auf Sonmaletei unb bie ätotliebe bet Seitgenoffen für altbeutfibe Sogenftoffe. Sein 0ef®icf, einen ©egenftanb im SJtittelnunlt ju etfajfen unb mit allen erbentliiben flünftcn tbeottalifib »irt>

beutfdte Sbeatei

auhubauen, bat ihm einen nieitreiibenben 6in= auf bie SJtobultion bet ©enenmort netfcbafft. ber neueften 3eit (noib fflagnet) finb Öx-libeinungen, bie bet S. fül. eine onbete Stiibtung gaben obet geeignet fein lönnten, eine folcbe ein=

tarn

flub

^

Set ganje Seitab" ftib nielmebt bat ali eine gortTebung tnad auf ben oetfibiebenen ©ebieten potbet tonangebenb geioorben toat. Son bet ftinbenmufit ift taum mept 3 u fagen, aU bab fie ba, wo fie gröbere SBetfe unternimmt, bie tird): liiben Sette faft auöfibliebliib Ju Aonjertjweden bemibt; beöbalb wirb auib mit SSorltebe baö Qe= wdbit, waö manni^facbe Sibilberung unb breite Sluefflbtung ermögli®t, wie Steguiem unb SSleffe. juleiten, nidit betnotgetreten.

idmitt beQt beffen,

in ber Sttapii

Unter nieten SBerten haben nur ftiel,

bie

non Stiebtii

Johannes Stabmö unb gtanj

Sifjt

allgemeinete Serbieitun^ etlongt. Siefen Kitcben" ftüden äbnlid) finb bie geiftlicben orototifiben SBerfe fie neiden butib ihre litutgifihen SlnlMnge bet Rittbe, butib ihre fctnifcb"bramat. oaltunQ bet IBflbtte 3 u. 6inen tEbtiftuä» lomponierte Riet in Iprifcber, Sifjt in halb liturgifibet, halb btamat. Sialtung. ganjen finb je|t bie biblifiben obet altteftament" Uiben ©egenftdnbe jiemliib aufgegeben, ba unfere Sonfebet fiib jut Seit mit IBotliebe an Stoffe weit" liihet®efibiibte ober Sichtung halten; fo K. SStuib, Stabmö, Rrug u. a. befonbetö an öomet, ©oetbe unb altbeutfibe ober notbifcbe ©ebi^te unb Sagen. Siefe SBerte weifen nod) mehr, al4 bie notbin Rannten geiftlid)en, auf bie grobe Oper alä ben iÖlittelpuntt b>n, non bem fibon feit geraumer Seit unfete SHufil ihre Slnregung erbölt, unb jwat ouf bie Oper in bet Rorm, wie fie juleftt 31. SBagnet alö mufilalifibeö Srama geftaltet bot. Sein legte« SBet! «SSotfifol» (1882) ift jwot abfiibtliib bi«b«

gm

auf ba« Sapreutbet Sbeater befibtönlt geblieben, bat bie lebhafte ftSinPaganba füt bie IBetbtei" tung feinet SBetle babutd) um nicht« naibgelaffen. Seil etilört fidr bie« au« bet Sltmut unb Ün" felbftönbigleit, bie fiib bei un« auf bem ©ebiet bet groben Oper geltenb macht; neigtiiben mit fömt" lieben neuem beutfiben fProbultcn, fteben fflagnet«

bo®

Sum

Opern al«iielbewubte,einbeitlid) geftaltetefflerte ba. SSon ben Opemlomponiften, bie fflognet bitelt nacbeifetlen (® olbmatl, Suf Rienjl u. a. in Seutfib" ,

“• a. in Rtanlteiih), batten nur wenige oorübergebenben Stfolg. Sagegen erlangten Stflde, wie Stehlet« tSrompeter non Södingen«, ihre Slopulatitöt burd) gef^idte Senugung be« mobemen fiiebetgefange«. 6 ine befonbete Stellung nimmt bet in beutf®et Schule gebilbete Stuffe Slnton Slubinftein ein, bem e« mit jebn Opern nicht gelungen ift, auf bet ©Ohne lDeimot«tciht Sie beutfiben Romponiften lomifibet 3 U erlangen. Opern pflegm fid) ülbett Sotging jum fflufter )u nehmen, finb aber mit ihren Slachabmungen bi«" bet wenig glüdlid) gewefen. ©ine Slu«nabmeftellung nehmen jwei ©erlen bet fomifchen Opemlitteratut ein: «Sie luftigm ffleibet» oon Slicolai unb «Set ffliberfpenftigen Sdbmung» Pon ©ög. ©ine ebenfo gtofee als etfolgteicbe Rrucbtbarteit ift im Rache bet mobemen, oon Ofjenbad) auegebenben Operette ju lonftatieren. Suppö unb Straub begr&nbeten eine

lanb,

fflienet Operettenfchule, bet fid) balb auch bie Storb"

beutfibm onfihloffen, unb wenn irgenb etwa« in bm legten Rabten al« neu unb bemertenöwert auf> gejeichnet ju werben oetbient, fo ijt e« bet Umfang unb bie auheiotbentliche ©etbreitung, bie biefet Sweig ber mufilalifchen ©robultion erlangt bat. SiUetbing« ift ba« gnteteffe an bet Operette, beten fßtobultion jwat immer maffenbafter, aber immer weniger originell geworben ift, fcbnell bet leilnobme an ernfter btamat. Sllufit gewichen. Sie gnftmmen tomufil lommt oon ber Stach' abmung oofaler, namentlid) opembaftet gormen, bie eine Seit lang 0 ebiöud)liih war, immer mehr jurfid unb mentet nd) wiebet bewöbtten Rotmen biefe« Racbe« ju, wobei jum Seil an eine ferne ©ergan^enbeit angefnüpft wirb, wie in ben Ot" cbefterfuiten

foniter

unb

oon Saibnet, ©timm

haben neuerbinq«

©tudner

SU« Sin' Slubinftein

u. a.

©rahm«,

bie meifte Slufmcrlfomteit erregt.

Unter biefen ift ©rahm« in btt ©eftaltung ©cetbooen

;

38

S)eutic^e

a^t^ologie

am

nSdiften gelommen; aiub feine fionjertouoei: tuten unb -iBariationen jeigen felbftinbigen ^n> balt, unb ebenfalls ift Siabmb im @cbiet ber in= fttumentalen itammermurit berjenige, begen fiora= pofitionen am meiften geftbätit unb auch Bon anbern am eifrigften nacb^eobrnt merben. S)ie neuefte 3eit jeigt mebt unb mebt einen SBanbel in bet intetnationalen Stellung bet it). W. ffiaten not 50 unb 60 labten URAnnet nie S3etIioj, Sbopin, @abe peteinjelte ßtfdjeinungen, fo bat jept ba6 31uSlanb ben mufitalifcben Siettbenetb mit Seutfiblanb in allet ^otm unb PoUbenubt begann

ncn,unb eb ftebenbiefem biet unb baganje Schulen, übetall abet Salente non übetlegenet ^rifcbe unb Originalität entgegen. iUuffen unb Slowen fteben an bet Spitcc biefet Semeaung, bie Slanbinoniet in jmeitet Sinie: ihnen folgen SBetot, ^lalienet, Jtansofen unb (Inglänbet. Sie S. 3K. bat junädbft bie Wicbl, f'cb mit biefen Seiftungen beb Slublanbeb unbefangen pettraut )u machen; oetffigt fie übet bie gebbti(te ßinficbt unb (Beiftebltaft, fo bleibt ibt auch füt eine längete 3ufunft bet Sotfptung ge< ficbett, unb jnat butcb bie bteit funbiette Ctganifa> tionbebiDlufittoefenbinSeutfcblanb. Seine Ötunb! lagen finb in ftaA^ unb IBolfbfdbulen jeitgemäb )u fettigen, tpunlte, an betten halb eingeariffen metben muh, finb j. SB. bie Subbilbung bet ®entfbmufifet unb bie ^anbbabung beb @cfanguntetri

:

per-

ift

bei

ein

€nbe machte,

flicht

Girft

butcb bie

butcb SB. fjlannbatbt« fpätere Sltbeiten erhielt bie S. 3R. feftern ©tunb unb Soben, ouf bem in neuefter Seit nomcntlich Glatb 6. fflenet unb S. Caifhier weitet bouten. 9lu«fcblicblid) bo« ©ebiet beä altgetman. ©ötterglauben« bebanbelte not3 üg« bet Rritit ber Quellen ot« lid) R. SBlüUenboff,

©runbtegel aller inptbolog. Sorfebung oufftellte unb baburch ber Schöpfet bet analptifchcn tDletbobe bet tDlptbologie würbe. 3n feinem Reme allen getman. Söllern gemein« ift ber ©laube an ein Sortlcben ber menfchliihen Seele nach bem Sobe in bet tllatur unb on ein Srennen betfelben oomRörpet wäbtenb be«Sd)laf«. biefem Suftanbe lann bie Seele alle möglichen

fam

3n

©eftalten annebmen. Siefet alte ©laube lebt noch in mancherlei gotmen unfete« Soll«« unb 3bet< feietbet geböten bet ©laube on fort, unb ©efpenjter, on bo« Seelenbett, ba« im SBinbe baherfäbrt ober hoch in Sfljten tämpft, bie notbifd'en tDlptben oon ben SIBallnten (f. b.), Gin«

bet bet

©twanb annabm.

bem Seibentum

ältere Schicht ot« biefet batftelle.

|

glauben« ©eiftet

berfetn (f. b.), oon ben ©ienganget ober Jlptut« gbngur (SlBiebetgänger), non ben 3 ttwifchen ober geuermännetn, ben febweb. Glbgoflot ober Sntte« gubben ben ffliefenbüpfem u. a. getntt geböten bietbet bie Sagen non ber tDlart (f. b.), bte ben wlenfchen Ingftigt, oon ber Jrub ober Srub, nom Slip (f. b.), oom alomann. Scbrettele ober Schrat, ,

I

Soggeli, ben norbifchen gplgfut (b. bSolgegeiftem), ben SJerwölfcn (f. b.), ben ßeten

bem

eifäfj.

(f. b.),

biefet

ebriftl.

öauptgbttet

non SL flubn unb SBl. Slüllet gefchaffene nerglei« ienbe flJlptbologie bet inbogetman. Söller unb

j

Seit ber älteftcn SBeriebte übet unfete SBorfabren fmben wir ben ©itterglaubcn in polier ®lüte;

not fortlebte unb teilweife

biefelben

©nnoidlung bet ©ottbeiten

mebt aU einige Flamen tbnnen wir an einen urgetman. ©btterbimmel fepen; biefe etgeben ficb auf bet einen Seite auä ben fpärlichen Überreften bet fübgerman. IBbltet, auS ben (Berichten bet 915« met, bem Sffiortfebape bet Snfebtiften, ben mittel« altetlichen Ritcben« unb ®rofanbiftorilern, auf ber anbern Seite au4 ben auperorbentlich reichen norbi« feben Quellen, ben Slalbenliebetn, ben ptofaifchen Gtjäblungen au« ber fpätem beibn. Seit (ben Ss« gut) unb ben ßbbaliebetn (f. Gbba). SielBcgrünbunn ber 2Bi|)enfchaft einetS. 2R. ift einä bet groben ®erbienfte 3atob ©rimm«. ffldb« tenb et aber bie junge norbifche SRntbologie al« urgetmanifd) binftellte unb ben beutfehen Soll«« glouben au« biefet entflanben fein lieb, leiftete et bet lombinietenben tDletbobe, bie unfete tülntbo« logie fo in Sliblrcbit gebracht bat, Sotfehub. Sie« würbe auch nicht anbet«, al« Sebwarp 1849 im @e« genfap ju 3atob Stimm ben Saebwei« führte, bab bet noch lebenbe Solleglaube nicht au« altgetman. ©etterolauben betnotgegangen fei, fonbetn eine

SBoltoliebe fottlebenben Sietfinn:

würbe befonberb butcb bab Sbriftentum ge< btodjen, wäbtenb Seelen« unb Sämonenglaube in Ülbctglauben, Sitte, Sage unb 3Rärcben nach wie

erften

oiel

Seele bet tDtenfeben juriidlaffen. Sie leptetn finb unfern SBotfabttn unb unb mit Bielen ajMlttn bet ftbe gemeinfam (ogl. Iplct, Sie änjängt ber Rultut, Spj. 1873). Sluä ihnen beraub bat ficb febon in uralter Seit ein Seelcn= glaube unb Seclenlult, fpdtet ein Sämoncnglaube unb Sämonenfult unb enblicb ber ©ötterglaube

unb ©bttetlult entwidelt. tPian fpriebt infolgcbcfien oon btei oetfebicbenen fDiptbenperioben, oon benen bieältem iebo^ in ben jüngem noch fortleben. 3ut

Sie

ben einjelnen Stämmen eine petfebiebene gewefen fie war abhängig non bet geiftigen ®eanlagung beo Stammeb, pon ber Slatur, bie ihn umgab, pon fei« nem SBetlebt mit anbetn äiSltem, oon bem Seit«

!

Sentfi^e SD]i)tbPlP8ie> bie SSüpenfebaft oon ben teligibfen SBotftellungen unb ©ebtäueben bet beibn. Seutfeben, fetnet oon ben in Sitte unb Sage, iBlärcben

fehwer }u entfeheiben.

'

Wiiftlpflege in Seutfcblanb (ebb. 1881); Soubieä, Uiiitoire de la musique allemaiide (®at. 1896).

Übungen bet ßtfebeinungen in btt 9!atut unb ©nbtüde, bie bie SBotgdttge beb Sebenä in

ift

febtinen einet Seit aniugcbbren, in bet alle inbo« getman. Stimme noch nereint waten. Siebet ift, bah bie ©etmanen oot ihrer Srennung in einjelne

bet eutop.=abenblanb. tDlufil (2. Sufi., ebb. 1846); 9faumann, Seutfebe Sonbiebtet oon Seb. ®adt bU iRicbatb SBagnet (6. Slufl., ebb. 1896); ®tenbel, ©efebiebte beifDtuftf in Italien, Seutfbblanb unb Atanltcid) (7. Slufl., ebb. 1888); Weibmann, ftrietle ©efebiebte bet S. ®l. (2. Sufi., ebb. 1892); £). Rrepfebmat, (ibet ben Stanb bet bffentlicben

im

Welche Seit bie Stnfinge beb ©btterglaubenb

m fepen finb,

|

I

bem Silwi«

(f. b.).

üßäbrenb

ficb bei

biefen

©eftalten ein innerer Sufammenbang jwifc^n bet Stele be« tDlenfchen unb bet mptbifchen Gtfchei« nungoetfolgen läfet, giebt e« in unferet tDlptbologie

39

9J ;

;

bom

Snfan« unb ®nbe bet

Siie

18C4— TS);

(ebb. 1884) berf., 3nboeennan.®olt4> «taube (ebb. 1885); (I. $>. TOeper, ^nbogerman. ÜJlptben (2 Sbe., ebb. 1883—85): Saiftner, 9Jebel< fagen (Stutt^. 1879) bei{., S)aä IHltfel bei Spbinc. @runb} 0 «e einer !S2ptbensef(bi6te (®ciL 1889) 'BlüUenboff, über Suibco unb feine Slatblommen (in bei «3tUeemeinen3eitf, ®b. 8);

iotenflöttin. Sielleidjt bedt fiuid)eane8tanfj na4 bcm SeiEicfeUfpftem. 6(il Pn (hüffnung ton £init 3}ekaoabairier», Spj. 1887), S. Sutbach, 6. Sdjröbet, R. ^au«,



Setn Such «3ut Sefchichte bet bmtfehen Sprache» (SetL 1868 2. Su«g., neuer Kbbmd 188S ift pon epochemachenbet Sebeutung genefen butep bie gflUe non neuen @ebanten fäi bie Kuffaffung unb Stilamng bet fptachgefebi^t: Dbatfachen.

malet altniebetlänb. Sprache unb Sittetatur», 3 Sbe., Süb. uno Spj. 1840 66), gtiebtich 3amde (fDlufterau«gabe non «Srant« 3J»nen< fchiff», Spj. 1854; «Da« Jlibelungenlieb», ebb. 1856 8. Kufl. 1894), J^anj Sfeiffet, Rotl Sottfeh, legteret bet frachtbarfte («Unterfuchungen über ba« fSibelungenlieb », ®ien 1865), unb R. @oe’ bele (hitifche KuSgabe non «SchiÜet« famtlichen Schriften», 15 Die. in 17 Sbn., Stuttg. 1867—76) ferner 61. Steinmeper, 6b. Sienerä (non beiben her ausgegeben bie «Kltbochbeutfdjen (fHoffen», 3 Sbe., Setl. 1879, 1882 u. 1895), K. Schönbach («Kit’ beutfeh« Stebigten», 3 Sbe., ®taj 1886—91), ffl. ®ilmann« («Seben unb Dichten Salther« non bet Sogeineibe», Sonn 1882; «Seittage jut ®efd)ichte

5 Sbe.,

teratutgefchichte.

Sefchaftigung mit bet neuem Sittetatur, befonbet« bem 16. 3abtb. »nb ®oetbe, flbergegangen. Seine lünftletifch angelegte , Sien 1849; «Kleinere Seittäge }ut altern beutfehen Sprache unb Sittetatur», 6 Sbe., ®ien 1851—67), Sorik ;5aupt (butch feine notjügli^en Ku«gabm mitteT bochbeutfehet Dichtungen feit 1839, u. a. «De« Slinnefangggtflbling», mit Sacbmann, Spj. 1857; 4. Ku«g., ebb. 1888), 6b. non Säuslet («Dent’

|

:

!

|

i



Silmann«, Siener«,

bie neuhochbeutfehe 'Dtinor ge
nere SSappen be« ftaifer« jeigt einen golbenen, oon ber Kette be« Sthwarjen üblerorben« um> fchlungenen Schilb, worin bet fHeicboabler ftch be< pnbet. üuf bem Sebilbe ruht bie fHtith«ftone. Sa« mittlere fSappen ftimmt mit bem eben befebrie: benen überein, wirb aber non jwei auf einer ’JHat» mortonfole ftebenben, mit Gichenlaub hclrän}ten unb umgflrteten, mit Keulen bewaffneten, bärtigen wilben Wännem gehalten. Sa« gröpere SBap: pen (f. Safel; Seutfeher ftaifer. SBappen,

lopitulare, Srofeferitter fepritter fegen

erhalten

au«gerüftete gelbfanitätölolonnen ber 6eere«ieitung }ur SerfOgung. CrbenSjeichen ift für alle Ülaffen ein fcbwarj emaillierte« golbene« Jtreuj mit filbemem fRanb; e« Wirb an breitem fchwarjfeibenem 9anb um ben öalä getragen. (S. Safel: Sie wichtig: ften Crben I, gig. 31.) Gin anberet fHeft be« Crben« but fuh burch bie Sallei Utrecht erhalten. Sie ftebt heute noch unter Seilung eine« Sanblomtur«, weldher ber tönigl. Seftätigung hebarf unb ithteibt für ben Gintritt bie refotm. fionfeffton unb ben 91acbwei« «on 4 Stbnen «ot.



SitteratuT. a. Duellen: Sio-, Gftb'unbitutlän< Urtunbenbuch (hegrünbet oon Sunge, fort:

bifche«

gefept «on öilbebtanb unb ffJb.Scbmarp, 9b. 1—10, 9tiga 1853—96) ; fPetlboch, Sie Stotuten be« Seut:

Sattler, Sanbel«technun: f eben Crben« (Salle 1890) gen be« Seutfehen Crben« (Sp). 1887) Scriptores renimPrussicÄmm. Sie ®efchicbt«guellen berpreup. Sorjeit bi« »um Untergange bet Crbenaberrfcboft, ;

;

löppen unb Streblte

«on ßirfch, (5 9be., ebb. 1861—74); Sitten bet Stänbetage ffSteupenä unter berßmfchaft be« Seutfehen Crben«, bg. «onS6p= Pen (9b. 1 5, ebb. 1878 86) Codex diplomaticus Pnusicus, bg- üou 9oigt (6 9be., flbnig«b. 1836 61); Salle«, Annales de I’ordre tentonique debg.





;



pais Bon origine jasqu’P nos Jours (9)ien 1887); Sie Urtunbe be« Seutfcb'CrbengiGenltatar^i««, bg. oon Gb. ©afton, ©rafen «on 9«ttenegg (Sb. 1, b. Sarftellungen: Gwalb, Sie Gtobe=

STrog 1887).

Böllerreehtlichen SÖertebr

;

fertigung (Seurtunbung)

unb Serfünbigung bet

9teich«gefepe.





Kronen unb Stanborten, Wg.

1)

fiept

bem

mitllcm gleich; nur tragen bie Swilbbalter, anftatt ber Keulen, mit golbenen ffranfen eingefapte, an olbetien Sanjenftangen befeftigte, nach aupen ab> Ser Scbilbbalter iegenbe filbeme Stanbarten. »ut fHecbten hält bie pteup., ber jut Sinten bie orartbenb. Stanbarte. 3" erfterer ift ber pteup. übler mit bem bobenioll. Stammfchilblein belegt, in lepterer bet branbenburgiWe golbbewebrte unb getrönte, auf ben klügeln mit golbenen Kleeftengeln befteette rot« übler mit bem SSappenfchilbe ber Surggtafen oon üümberg: nämlich einem golbenen, «on einet au« fHot unb Silber geftüclten

;

54

SDeutfc^cr fiatfjolifcutag



Qinfajiune umgebcntn Scbilbltin, iborin (in bop= pdtoejcbniniteT, rot bcnebrtcr, rot eejunatet unb rot eelTbntn fibmaTjft Sömc erfcbeint. Über bem 3Dappen (rb(bt fub boä tuppdfürmige, mit 6(nn(> lin au^gef^ingene itaifendt aut @olb(toff mit

m

dnem

bem ber f(b»arje iRri(b«ablcr unb iKuftet, bie golbene Slddiifiiine abmecbfdn. Suf bem rot emaiUierten CDolbreifen , md(beT bie ihippd um> fibliefit, ftebt

in @oIbicbrift ber prcufi. SBablfpruib:

GOTT MIT UKS.

Sluf

bie Siridjältone, über ber

betepige bc« 3dte« rubt baä 3iri(b*bonncr beroor»

^egtereS jeigt unter ben auggcjpanntcn §it: tiiben eines preub-Sblerg bie beuticbenSarben fent^ reit nebeneinonber: Sdjmarj^SBeib'iHot. ragt.

Sie SteiebStrone (gig. 2) beftebt auS einem golbenen Stimreif, ber auS oier grSfeem unb nier tieinem abtoecbfelnb nebencinanber gefteUten, oben abgerunbeten, mit iBriilanten cingefagten golbenen €(pilb(b(n gebilbet ift. 3n ben grbgem 6cbilb(ben jdgt fid) ein auS Srillanten jufammengefegteS ge= rabeS ftreuj , baS in ben untern ÜSinteln pon }mei bergleicben jireuilein begleitet toirb. 3« ben fid: nem 6d)Ub(ben beS Stimreifä erjebeint ber eben= falls aus IBriUanten gebilbete SieidjSabler, aber befien

^aupt

ein adbtftrabliger

Stern

fditoebt.

Sluf

ben grbfiem Sibilbdben rupen Pier golbene, reid; per)iert( IBägd, bie im €d)eitdpunft, loo fie jU' fammentreffen, in ein Slanlenomament enbigen, auf »ddbem ber blaue, in feinem (Solbreif unb Xreuje mit Steinen gefdpmflclte IReiebSapfel rubt. SIuS ber gelb gefQtterten SteicbSlrone ragt eine Sloge aus @olbbrotat über bie Sd)ilb teiditen Stuppen biefet 31tmee 'Hliletin, womit bie 'Betbinbung bet gefamten pteug. StteitmadM ooU= lommen gefidjett wat. Mönig Söilbelm oon ^teugen, bet auf bie 91a*= tiebt oon ben etften Siegen in iööbmen iBetlin oct= laffen batte, ttaf 2. Jluli iii ©itfdiin bei feinem gieete ein unb übetnabm bepen Cbetbcfcbl. fg>‘ nem ©efolge befanben fub bet ©cnetal oon 'Hloltle, bet Mrieggminiftct oon Hoon, bet 'Hliniftctptäübent oon SJigmatd, augetbem oiclc fürftl. 'Betionen. 'Htan gebaebte bet 91tmee einen obet jwei 'Hubetage abet bie abenbg 11 Ubt butib ben ©ene: iiu geben ;

oon 'Boiatg>9ibeli, ©enetalftabgdjef bet Grftcn Sltmcc, übetetaebte 'Bielbung, bie Cfictteitbct bät: ten bie Sifttig bei Sabowa übetfebritten, octan:

tal

entfebeibenb

(ie=

ftimmte, neue fBcfcblc. iöcncbcl ndmlitb batte feine fiauptmacbt eiligft naib Clmüg gefübtt unb nut 10. flotpg, bie btei fdjweten unb ßbclbeimg leiibte flaoalletiebioifion nadi SBien gefebidt; bag 8. flotpg unb bie Saibfen bilbeten jundibft bie Dtaibbut unb blieben einen fDlatfib bintet bet 21tmee tutüd. Sencbel hoffte babutib bie ganje pteug. ^tmcc oon bet 5auptftabt ab^ujicben unb bei CU müg feftjubalten. 31bet nut bie pteug. 3»ö>tf St« mcc etgielt Scfcbl, ihm ju folgen, wdbtenb bie ßtfte 2ltmee auf ®tünn, bie Glbatmee auf 3glau pot= tüdten, alfo in bet getaben Hidpung nach SBien. Set Äaifet oon Cftettcid) batte nad) bet Sdjlacbt bei ftöniggtäg Slcncticn an flaifet 'liapolcon abge= tteten,in bet $offnun(), bag biefet Utalicn bamit befdiwiebtigen werbe, oiclleiit aud), um ihn felbft alg iSunbeggenopen für Cftctteid) ju gewinnen. 3lber biefet febeute fid), nad) bem gldnjcnben Siege ber 'Bteugen bei Möniggtdg, bei bet ungenügenben Sd)lagfettig(cit feineg öectg in ben fltieg cinju= greifen. Set gtögte Seil bet Sübatmee wäre bu' butcb gegen Bteugen oerfügbat gewefen. Sud) würben bereitg oom 7. ^uli an bag öftett. 3. unb flotpg nad) SBien bciörbett, unb ber Gtjbctjog Sllbrccbt, ber 24. Ifuni bie Htulienet bei Guftojsa gefiblagen halte, erhielt bao Cbcttommanbo übet alle öftett. Stteitltdftc. SBcncbet wutbe angcwie= fen, mit ber 'Jiorbatmce oon Clmüg nach 3öicn JU rüden. Sei glotibobotf waten injwifcben jur 'Betteibigung ber flaiferftabt prooiiotiftbc, mit ben febwerften ©efibügen armierte 'Herftbanjungen an= gelegt lootben. 14. 3uli fegte 'Benebet fein »eet in fDlarfd). 3» biefet 3ö't befanb fid) bag .Hauptquartier beg flönigg oon Bteugen bereitg in ötünn. Bon bet 3wciten Stmec folllc bag 1. flotpg Oonin) bie ßifenbahn bei 'Breraii, alfo bie 'Bcrbin! bung jwifiben Clmüg unb 3Bien, jetgöten. Sie flaoalleticbioipon Jiattmann nebft bet 3Hfantctie= btigabc Blalotli wutbe 15. |\uli babin entfenbet unb flieg bei Sobitfibau auf bie Borbut beg öftett. 8. flotpg. ßg tarn JU einem lebhaften ®efcd)t,

bag

Sabeb

Sagegen mat an bcmfclben Soge bag G. Sotpg cHomming) bei 3!o(bob buttb bag Qtfibeinen bet 'Bteugen übettaftbt unb jutüdgefeblagen motben. iöenebet netftätite bag flotpg 'Hamming butd;

fto^g

niibt

beiben anbern 27.

Aotpg (Dtutiug), bag junidüt

febmerbt gegen bag 2. bftettciibijcbc (Sbun) fteben blieb, foUte balbmbgli^ft bem 5. folgen. Sag 1. blotpg flieg bei Stautenau auf bftctt. Stup: pen, toutbe abet nad) längetm unb oetluftteidjem Mampfe }um 'Jiüdjuge in bag @ebitge genötigt.

fdebf.

Sodj wutbe bet Sieg ptcugifcbttfcitg genügenb auggenugt. 3(m d.^uli nacbmittagg etft begann bie pteug. Sltmee igte unaug= gefegte 'Betfolgung. Sie übetfebtitt bie ßlbe auf mebtetn 'Buniten unb ctbielt nun, inbem im 5aupt= guattiet beg flönigg ein aufgefangeneg 'Biatfib: tableau Senebetg ben fetnetn Cpctationgplan be= fcblagcn.

4 Ubt

^rautenau unb bag 8. Roipg ((Stj= bctjog Secpolb) gegen Satomif Dorgeieboben. Son bet prcufe. Hiueiten ntmee rüdtc bag 1. fiorpg ('lionin), gefolgt oon ber fiapatlericbioifion 5ntts mann, übet ben $ag oon Xrautenau, bag 5. (Stein: meg) übet ben $ag oon 8Ia(bob in Söbmen ein; bag (Satbelotpg ('Ctinj üuguft non SBütttembetgi hielt jioiftben beiben Sctbinbung nnb matfdiiette übet Staunau. Sie Spige beg ©atbclotpg übet= ((Sablenj) gegen

febtitt 2G. $l|Uni bie (Stenje, bie

1866

am folgenben Sage eine 5aupt< Set 'Befebl baju ging in boppeWet Slugfettigung in bet 9!ad)t an ben Mronprinjen, unb 3. Uuli wutbe bei Itöniggtdg bie öftett. tagte ben ©ntfiblug,

^

.'>.

Sm

in bem bag 5.'flüraf|ictrcgimcnt 18 jeinblicbe ©c: fd)üge nahm. Sie Benugung bet ßi)cnbabn nadi ilBien wutbe aber ben Cftemiibctn (IG. 3 üU) in= jwifiben butcb ©cnetal öorn, bet Suubenburg be= legte, entjogen. Senebef mugte beggalb lintg oon bet 'Biatib übet bie Kleinen Karpaten nad) SBien mat
banblungen angelnüpft, unb alb Äaifer ^anj fepb in bie uotgefcblagenen Stiebenebebingungen gemilligt batte, mürbe 22. 3uli in öibebbninn jmifcbcn ©cneral oon 'Uobbielbli unb bcm bfterr. (^neral oon 3äb'’ junätbft eine fünftägige Sßaf= ienrube abgef^loffen. 2ogb oorbcr batte aber tBrinj (Vriebrid) fiarl bie 7. Sioifion ( (rranfectp) bet beteitb 17. 3uli mit ber Raoalleriebioiricn über bie üHard) gegm iCrefiburg oorgefibobenen H. Sioifion folgen laffen, um burcb 6innabme bie= fer Stabt Senebel oon SBien absuftfaneiben unb ben fpätem Müdjug bet bfterr. femiptarmee natb Ungarn ju erftbmeren. 3)ieb führte 22. 3uli bem ©es Tedit bei Situmenau, bab aber um SItittag burib töelanntmcrbrn ber SBaffentube abgebrochen mürbe. Ser SSüffenrube folgte 26. 3»l> JU DiitoUburg jmifeben Slioltte unb bem ©rafen Segenfelb ber Jlbfcblufe einet Ronoention für einen förmlicben ©leidtjeitig Saifenitillftanb auf oier SBodjen. mürbe bafelbft oon ben Slliniftern bet ißräliminars triebe abgeftbloffen, unb noch oor Slblauf beb SBafien= ftillftanbeb folgte 23. Slug, ber Stiebe ju 'Urag (f. b.) smifdjen efteneid) unb i^reupen, bem ber Slb= fdilufi ber Sriebcnboerbanblungen mit ben beutjeben Sübftaaten auf ©runb ber Blitolbburger tflrälimis narien ooraubgegangen mar. 11. SelbjuQ in SBefts unb Sübbeutfdtlanb. Sie mit Cftcrretdj oerbünbeten iBunbeätnippen lonn=

oon '

i

1

ten fid)

jmifdjm bie

bftl.

unb

meftl.

Jede

tjlreubenb

einfebiebm unb beten Sierbinbun^ unterbrechen, bie taor. Slrmee oon granten bet luh raf4 mit ber t-ftfifchen unb bonnooerfeben ju einet gelbarmee oon etma 80000 iDlann oereinigm unb bie fäcbnicbe mit ber rafcb nach Saebfen gemorfenm Sfterr. :5äupt.macht gegm tBerlin oorbringen. biefem allem jUDorjutommen unb bet befcbloffmm Cffenfioe gegen Cfterreicb eine gefieberte töafib mit freien a}et= binbungm }u geben, rüdten, naebbem töannooer,

Um

Siirbeffen

unb Saebfen baä

morjen, gleiebjeitig

am

preufi.

Ultimatum

oets

16. fjuni bieiJJreuben in bie

genannten Staatm, oonSolffein auä baä fiotpä 'Dlanteuffel, halb burcb Sanbmebttruppen oerftärtt, oon üllinbtn au4 ©eneral Siegel oon galdenftein mit ber 13. Sioifton (©eneral oon Soeben) in fian* nooer, bie Sioifion Sepet non SBettlar auä in fiur= beffen, enblicb bie 61barmee unb ein 2eil bet erflm Slrmee in Saebfen ein. Sie fäcbf. Sruppm fpreng=

unb jogen ficb 18. 3uni nach SBbbmm jutüd, mobin bet König oon Saibfm folgte; fie nahmen bei £bOimeb>'liar: bubili Stellung. Sie bannon. Stmee, bie ftä beim unenoartetm ©nmarfi ber ipteubm bei ©öttingm ten bie

6lbbrüden bei Siefa unb

fBIeifem

unb Sotgau Sruppen

bei

©otba

einen SBorftob ber tBapem hoffte, mäbrenb btt bapr. Cberfclbberr mit iHccbt tein ßinberniä für bie San' nooetanct fab, fub buttbjufcblagtn. Siefc mären in bem Slbftanb cineä Sagemarfebeö non febt über= Icgencn Kräften umftellt unb mürben 27. 3uni bei S!angenfal}a oom preub. ©eneral oon glieö mit 9000 iUtann angegriffm, um fcftgebalten }u metben, biö bie Ginjcbliefiung noUmbet fein mürbe.

;

ßom

P

tBerlin, Grfurt

mit bem bortigen oerbünbetm Kontingent ju oer^ einigen. König ©corg ftanb noch in tBerbanblungen mit 'Breuben, ohne inbe« bie ihm geftelltra ffle^ bingungen anjunebmen, meil et noch immer auf

i

,

^r

57

öon 1806

oerfammelte unb bort ihre gelbauärüftung oerooU< ftänbigte, marfebierte 21. juni naeb Gifcnacb unb hätte mobl über ben Sbütinger SBalb burebbteeben unb fieb mit ben tBapem ncreinigen lönnen. Un= entfcbloffmbeit unb jmedlofe 6in> unb fiermärfebe bet ßannonerancr lieben aber bm Ifireuben 3r>6

Ser Slngtiff mürbe aber non ber libcrmacbt (18000 tÜlann) jurüdgefiblagcn; bennoeb mubten bie dato uoncrantr, naebbem fie 28. 3uni nollftänbig tin= gefcbloffcn morben, eine Kapitulation eingeben, burcb bie ihre Slrmee aufgelöft mürbe. Sebt erft tonnte ©eneral Siegel non galdenftein mit jenen brei Si< oifionen, bie

ficb

ju einer 'JDtainarmee (nunmehr

53000 ^

'ilann ftart) bereinigten, bie Cperationen gegen bie fübbeutfeben Slrmeetorpä, ju benm noch bie turbeff. unb najfauifcben Kontingente unb fpäter auch eine öfterr. Sioifion (Sieippetg) ftieben, be= ginnen. Saö 8. Siiinbeelorpä unter btin 'Brinjtn Slleranber non Jötffen jäblte 5.5 900 ällann, bie bapr. Slrmee 52000 ajlann. Ser gflbter ber leli= Sirinä Karl non tBapem, batte äugleidj ben Cbcrbefcbl über alle Sunbestruppen erhalten unb iollte in notbmeftl. Slicbtung norgeben. Siegel oon galdenftein }og feine brei Sioifionen (’Hlanteujjel, Öoeben, tBeper) l.^uli bei Gifenaib jufammen unb

tem,

um jjd) jmifeben bie beiben tiod) getrenntra feinblicben Slrmtm ju meri fen. Sa« S.SBunbeotorp« ftanb nörblicb oon granl= fiirt a. !Dl., ba« bapr. öeer im gulbatbale, jmti ergrift fogleicb bie Cffenfioe,

Sioifionen norgefeboben iiadi Sermbacb; eine ftarte Kaoallerielolonne folltc linl« bie Sierbinbung mit bem 8. Korp« auffudien. Siefe ftieft 4. 3»0 bti fiüiif elb ouf bietüorbut ber preub. Sioifion Sieptr, bie auf btt groben Strobe nach ©eifa oorrüdte, mürbe burcb unerroartete« SlrtiUeticfeuer in Unotb: iiung gebracht unb ging jitmliib aufgelöft 3 utüd.

Sermbacb griff an btinfelben Sage ©oebm an, }og jebod) abtnb« feine Sruppen unb beibe Seile febriebeu ficb ben Sieg jii. Soeben follte jeboeb burcb einen S unb erhielt 4. 9)lai 1871 feinm gegenwärtigen Blamen.

^

tietein bei lanbmiitfcbaftlicben Sleieine ctneb jeben f(ben SBunbebiate bot

Stimmen im

beut«

(nur iPreufecn Beifügt übei

2 Stimmen mcbr); bo jeboi feambutg jui 3«it no. Oübrliib finbet in IBeilin eine @eneialser[ammlung ftatt, wäbienb bei aub 9 $erfonen beftebenbe Slub« f(bui iftei jufammentiitt. (hftei äSorfigenbet mai bib 1874 bet fiübeiesieug. ülUniftei son lUaton, son 1874 bib 3 U feinem 1890 eifolgten Sobe son ffiebell« UlaliboiB, son 1890 bib 1895 bei £anbebbiieltoi ^ibcn osn dammeiftein in ^annosei, jui 3 eit (1897) ift eb bei £anbcbbaustmann son 'Jloebei in IBicblau. 3)et 2). £. bat feinen Sig in IBeilin; @eneialfe(retäi ift Dr. xabe. ICeulfi^et Sebrettog, f. fiebremcreine. ,

,

CbcatfArc

1 .

Stutfehev dteieh^fiiegcrtierbanb, f

.

Sentfi^ei Samariterhanb, im Aug. 1895 in 6afftl begrünbeter IBunb bet beutfcben Samariter« seteine (f. b.), bei fich auf bem elften Seutfehen Samaritertag 19. Sept. 1896 in IBerlin feine Satiungen gab.

DIationalneiein.

Seutfihtt eABtaiUcttirtein, Srutfehee SchachhuBb,

ScBtftbbt voitri, f. $ortci. XrBtfdiet$Titiat>Scamten«a3mlB, 1881 in

ift

l)r. 9t.

Setnou.

ftügung in fjällen bet JU gewähren. Siefen

f.

6rwerbbunfähig(eit

bienen ber allfährlich ein«

gefegte ftänbige Aubfehüffe 1) für Schrifttumb« unb Sdhriftftcllerinteteffen im allgemeinen, 2) für recht«

für wiitfchaftliche Angelegenheiten; ferner bab Sachwaltcramt, bab ben 9iechtbbeiftanb beb 'Bethanbb bilbet, unb bab litterarifche Biermitte« lungbamt, welcheb bie IBctwertung fchriftftellerifchei liehe, 3)

Arbeiten, bm Arbeitb« unb Stellennachweib unb bie 6rmittelung unbefugten Btahbrudb befolgt; enblich Unterftflgungblaffm unb Schiebbgerichte jui

Sab

6 ntfcbeibungnon!BeTufbftreitigteitcnbei!l)titglicber. Aerbanbbblatt

ift

bie 3eitfcbriit «Snternationale

£itteioturberichte» (Beisjig). 6nbe 1896 beftanb bet S. S. aub etwo 650 3)litjliebem et teilte fich in 8 £onbeboetbänbe IBetlin, Steblou, fiombutg, £eipjig, Sronlfutt o. 9)1., BJtünehen, fflien unb ;

;

eiberfelb«Sotmen.

sBotfigettbct

ScntfAei SehnlBcttin, Seatfthet

ift

Juliub

SBolff.

Schulserein. eemtnailehbötctag, f. £ehrei« f.

sereine.

ScatfehetSfitaehbcrein. Sie (Srünbung beb S. S. ift bab Seibienft beb Bltufeumbbiteltorb 'Brof. Dr. Hermann Btiegel in SBraunfehweig, ber nach Sßer«

@tohbeutf(he

^eutftiet Kei(^e--9lnitißet unb ftBuiglic^

Vrt»pfiier etaat««KBge(gec, in IBerlin täg« Üib (mit Subnahme bet Sonn« unb geiertage) im

3weden

jufammmtretenbe SBerbonbbtag unb son bitfem

(Dtgungblaffefiorvoiationbrechte. 6 ine wefentliihe 6tweitening oUet Serforgungblaffen würbe im DIt. 1896 Don bet Btegieiung genehmigt. Organ beb Set« einb ift bie «^nBatbearaten=3eitung» (feit 1883). Scutfi^rt ^loteftanteBticmB, f. $rote> [Partei. ftantenoerein, Seutfdher.

91cfom«cteiB,

9tot, bei

unb im Alter unb Sürforge für ihre öinterbliebenen

Setmfgen beträgt etwa 2 ÜUill., bie Silanj 1895: 1 629988 fPt. Sem S. Sß. haben fieb oueb nerfdjie« bene tBmifbseieine (Jlbolhelet, ^lisatlebrei, bie 9)eamten bei beutfehen 91ttbenjuderinbufttie, bet Seutfdje IBanlbeamtenterein, 3 ngenieute u. f. ».) angefebloffcn in 3 otm son Ißenfionboetbänben unter Segtünbung non $enfionb)ufd)ugfaffen für bie Sn« gehörigen. Ser löetein bat für fub unb feine SBet«

ScBtfefter

Samariter«

SchachfpieL

f.

3)(Btfiqetearugaii X«utfiber Sbünig, f. fjeuersetruberung;

6tfter

ftrieger«

Srntfehet Slelihdtag, f. Seutfchlanb unb Seutfeheb BteiA (Staotbrecbtlicheb) unb 9teichbtag.

Ifcatfi^ec Kantifibbt 93erein, f. Slautif^er Seiein. [Simee unb ÜJloiine. ISentfcber Cfftgiemtein, f. SSarenbaub ffli (Sratfcbet Cibcn, f. Srutfcbe Dtittei.

hellen.

.

seteine.

Uliiibel.

ScBtf met 9{ationaIt>eiein, f

59

®eutfc^er ©prac^öerein

tialhanbelbregiftcr für bab Seutfihe Bleich >) auch IBeitiäge nichtamtlichen 6hatalterb son allen hohen Meichb« unb Staatbbehörben, giebt ferner im ni^t«

«tttinieungen allet beutffferrei«4if«^er JUpenoercine.

Seutfi^cr

aupen:

fccn

verein,

unk

Sentfe^e 9tnnbf(han, feit 1874 in ®erlin et: feheinenbe iUlonatsftbrift für bie unpotteiifebe Skr: tretung ber beutfehen fiulturbeftrebungen. Üerleget

unb baä

ciflentümlicbe ffiefen ker beutfcben

Sptacbe

f.

Glwin®aetel,in girmo ©ebrükcriBoetel in®etlin, fietau«gebet feit ber ®egtünbung gul. Diobenberg. Sie wirb auch in 6albmonat»beften au«gegeben. Sentfeper iBerbanb Sanfntättnifdget lBer> eine, f. Äaufmännif^e ®eteine. ift

pfleoen, Siebe unk iBerftänkni« für kie 'jlutteripracbe Weden, ken Sinn für ihre SReinbeit, iHidjtiflleit, 2eut= unb Sdbbnbeit beleben, bempemäb ihre 9iei= niflung oon unnStigen ftemken SBeltanbteilen fbtkem unb auf biefe 39eife ka« nationale üiewufit^ fein im beutfcben SSolle frdftigen». «Sein 5temk: wort für ba«, toa« kcuticb gut aubgekrfldt werben fann», ift ©ninbfab beä Sieteinö. Um feinen Swed JU eneicben, fucbt er ouf bie fptacblicben Äunb= gebungen bc« bffentlicben Sehen«, befonbet« bet 'iSrefie unb bet IBebbtben, einjuwitlen. Seit 1 Slptil 1886 crfcbeint bie «Beitfirift beä Jlllgemeinen 2)eut-

Sentfepee Gnebbänblergane, f. ®örfen: oetein bet Seutfehen ®uthbänklet ju Seipjig. Sentfehe Sii|iner>etittnn)), eine Stiftung JU Gbren gTiekrieb Schillers, bie ftcb bie Sluf:

fcben Sprocboetein«», jundcbft unregelmäfiig,

gäbe

licbteit

.

feit

1888 am 1. jeben SDlonat«. Sie berichtet über alle bemerlcnewerten SBortommniffe im Sehen kc« Hier: ein«, übet feine Jbäligteit unk feine ßrfolge. Sür kie wiffenf^aftlidje li)urtbforitbung ker beutf^cn Sprache crfcheinen feit 91eujabr 1891 oon 3e't äu 3eit wifienfchaftliebe SBeibefte. Seit Slnfang 1888 bat bet Setein begonnen, SJcrkeutfdiungsbücbet b«rau«}ugeben, bie bie entbehrlichen fjtembwbttcr bet bauptiächliiften 3weige kc« üffentlichen Sehen« nebftbcnkeutf eben örfattm örtern in geotbnetetlibcr= fidbt

entbolten. SBi«bet ftnk erfchienen: «SieSpeiio a« böuolichc unb gefelU

tarte», «Sler löankel»,

fcbaftlicbe Seben>, «Sa« 91amenbüchlein>, «Sie Slmt«fprache», «Sa« Sero= unb ßüttenwefen», «Sie Schule». Soweit bie Ullittcl eä geftatten, wer: ken 'f5rei«aufgoben ou«(iefehrieben (bi« 1894 fünf). SBanketrebner halten öifcntliche SlortrJgc, um kie 3wede be« SBctein« Set 'iletein bat förbetn. feinen Sih on bem xBobnort ke« jeweiligen Sor; fiticnben; bie Sittungen ke« ©efamtoorftanke« pfle: gen in Setlin ftatljufinbcn , wdbrenb kie jährliche JÖauptocrfammlung an einem ju mdblcnken Crtc abgebalten wirb. Ser ©efamtoorftanb beftebt au« 36 ÜRitgliekem; Slorütienkcr ift feit 1894 Cbcrft: lieutenant a. S. l>r. 2Rar 3dbn«. Ser Setein be: ftebt (1896) au« 171 Sweigoeteinen, non benen bei weitem bie meiften bem Seutfehen SHeicbe, 21 Cfter=

m

'Ungarn unk 1 3lalicn ('ll(ailanb) angebört. Sie IDlitgliekcrjabl beträgt (51ug. 1896) 12275. S i 1 1 e t a t u r. Slllgemeincr Seutfdeer Sprachocr: «in, Stiftung, Ginrichtung unb (Sntwidlung be« Sicrein«, SBcrjeichni« bet 'JJlitglicber (SBraunjehw. 18901; Diiegcl, Gin öauptftüd oon unferet IDluttet: fprache (2. Slufi., ebb. 1888); kerf., Set Slllgcmeinc Seutjehe Spracbocrein (fecilbronn 188.5); Gremet, reich

Ser gegenwärtige Stank kc« Kampfe« für bie 5lein= beit ker keutfeben Sprache (.öanncoct=Sinbcn 1891) Sunget, Sßörtcrbucb oon äterkeutfehungen entbehr: liehet grernkwörter (Spj. 1882); kerf., Sa« gremk' wörterunwefen in unjeretSptacbc (Jocilbronn 1884) kerf.. Sie Sprachreinigung unk ihre ©egnet (Sre«b. 1887); Sanajin, SJeiträgejurcjrcmkmott: frage (®etl. 1887 ) SBerkeutfcbungömörterbüchcr oct: ofjentlichtcn Sarrajin (2. Jlufl., ebb. 1889), Son= bet« (Spj. 188-4), Sartbolomdu« (®ielef. 1894), ;

Semmin (äöie«b. 1895). Scutf^ev Xempel,

(Sentfeher iBerein geiftiger Getränte,

genen ben SRi^bramp j.

®erein gegen ben

3)lih=

brauch geiftiger ©etränfe.

Getitf gebbrenbe, um Selb geworbene Sblbner auf, fub mebrenb, alb mit bet Grfinbuiig beb geuerrobtb ber Sibwcrpunlt bet bewaffneten ÜRaibt wicbet auf bab 3lufgcbot ju

fRofi

®cutfc^e8 ^cerwefen (Sanb^ecr)

gupoolt (Sanbbtnerbte) überging. Sur Rei nieelorpS meg. 2>ie 3ufiartiUerie erbiett eine bc= fonbere (Seneralinfpettion, fo bafi biefe ÜBaffe nun: mehr PoUftänbig Don ber gelbartiUerie getrennt ift, meid) lebtere in perfbnliier unb taltifdier Se= jiebung ben OenerollommonboS unb nur in ted)= nifeber Seiiebung einer 3nfpeltion ber gelbartiU ;

lerie unterftellt SDIit

bem

beS ©efebeS

1.

ift.

SIpril

Dom

27.

1890 traten auf ©nmblage 3nn. 1890 midttige gorma;

manbobebSrben ein. 35urd)9tei(bSgefetiDom28.3um 189G mürben Dom 1. SIpril 1897 ab bic 6alb= balaillone als unjmedmäbige griebenSformation mieber befeitigt unb ju Bollbataillonen in 19 neuen Srigaben unb 42 fHegimentsDerbänben ju 2 (bie bapr. gnfanterieregimenter 91t. 20 unb 21 ju 3) Bataillonen jufammcngclegt. gebcSSlnneelorpSbeftebt mmmebr auS jroci, aus gnfantcrie unb flaDalletie

jufammcngcfcSten2)iDirioncn (baS 11., 12. unb baS 2. bapr. Korps haben je brei ISioifioncn, baS preufc. ©arbelorpS bat jmei befonbere gnfanterie: unb eine befonbere RaDaUcriebiDifion) unb aus je einer ^elb= artillcriebrigabe (mit Srainbataillon), einem (.rufeartillctieregimcnt (baS 13. SlrmeelorpS bat nur ein Bataillongubartillcriejuub eineniBionierbataillon, jufammen 43SiDifioncn(auf!crbcr ©arbctaDalleriebioifion). gebe UiDifionbeftebt aus jmei Jnfanlerieunb einet Rapalleriebrigabc (bie 1. Tioiiion bat je 2 gnfantcric« unb Äaoalleriebrigaben , bie beiben ©arbe-gnfantetiebiDifionen haben je 2 ©arbesg'n fanteriebrigaben, bie ©arbetaDaUetiebiDinon bagegen 4 ©arbelaDalletiebtigaben), jufammen 105

tionSoeränberungen ein. Sie Sruppen mürben in 20 SlrmcelorpS (©arbelorpS, SlrmeeforpS 91r. 1— 17 unb jmei bapr. SlrmeelorpS) unb baS ©ebiet in 19 SlrmeelorpSbejirle jerlegt. SluS je 3—5 Slrmee: lorps finb 5 Slrmeeinfpeltionen (f. 3nfpeltion) gebilbet. 91ad) einer Sinberung in ber 3uteilung ber SlrmeelorpS gebären jelit jur erften Slrmecinfpeftion (SiBÖerlin) baS 1., 2., 9., 10., 17.; jur jmeiten (SreSben) baS 5., G., 12. (löniglieb fäebf .) jur brüten (Serlin)baS 7., 8., 11., 13.(töniglid)mürtlemb.);}ur Dierten (Dlfmeben) baS 3., 4., 1. unb 2. löniglieb

gnfanterie:, 4GKaDalleric=

bapr.; jur fünften (SartSrube) baS 14. bis IG. 9lr= mcelorps. 9)!it 1. Clt. 1893 trat abermals einemie= bcrumburd'9leid'StaoSauflbfung(f.$cutfeblanbunb SeutfebeS 91eieb, ©cfetietie) berbeigefübrte Sermeb: tung ber Strmee ein: über bic ©rünbe f. äeermefen ©uropaS. SiS 31. ÜJlärj 1899 mürbe bie griebenS" präfenjftärle, ebne Ginreebnung ber Unteroffijiere, beren 3abl jäbrlieb im ©tat feftgefteUt mirb, auf

Cffijierc 59G, bic mit

;

unb 20

gelbartillctiebti=

gaben. gebeBtigabc beftebt auS 2 Regimentern (bie ©arbe-gnjanterie:, 11. fiaDalletie-, bie 11., 12. bie 2. bapr. gelbartillericbrigabe haben je 3

2.

unb

9lcgimentcr). (IS

befteben

1897 im ganjen 215 gnfanterie-

regimenter (175 ju je 3 unb 40 ju je 2 Bataillonenl unb 19 gdgerbataülonc, bie meift aufietbalb bet JiDifionSDcrbänbc fteben, im ganjen (>24 Bataillone gnfanterie mit 219G Compagnien. 2üe Bataillone (m 4 Compagnien) mit niebtigem ©tat haben ohne

hohem ©lat GGO Blann. $as

Öebrinfanleriebataillon jäbrlid) gcftclit

(f.

i'ebrbataillon) mirb

all'

aus Slbgaben aller '.Hegimenlet jufammen' unb bat nur einen febr lleincn Stamm, lann

habet als etatSmäbiger Stuppenicil bet gricbenS' fiätle nicht gcjäblt roetben.

Bic 93

flapallerieregi’

mentet haben fämtlicb 5 Sebroabronen, im ganjen bie 91cgimenter mit niebtigem

4G5 Sebmabtonen

;

G7

35eutf(^e8 fieer»e|en (fianbljeer) Clal haben ohne Cfftjiere G89 ü)lann, G67 liierte, mit mUtlciem 704 üiiaim, G8-2 'liierte, mit bobem 7:44 'JDiann

Teflimentct

imb 702

Sie 43 gelbatlilletic'liierte. baten 3 biä 4 Slbteiinnnen (ju ic 2 bi4

3 Batterien), pon betten bei 22 Sieflimentcrn

je

SlrmeelorpS (1. (CbcpauIegerSregiment ftaifer diito" laus pon ditiblanb, diarnberg) auigejtellt, um über bie angemefienfte SBemicitbuttg bcrfclbcn nodi Gr: fabrungen tu jammeln. Sie weitere dlusgei'taltuitg ber neuen Ginridjtuttg ijt noch oorbeballen; eS wirb

3m ganten itnb im (Jncben Seidjfitie unb 97 'HlunitiDnsinagcn betpannt. 3ebet gelbartiUeriebrigabe iit 1 Stainbataillcn coii

0 retrutiercitbe 2 rtippen: mit oreijübriger Sicnlticit in bet Stürte ooit 'Itjerben tti bilbeit. Surtb beit 6 tat 1897/98 1897 SetadiementS 3dfltt JU ^fetbe auj bie Stdrle ber GstabronS btt dlegimenter gebradjt worben, bcncit fte aiigegliebcrt fmb. Slm 1 CIt. 1897 werben neue Setadjemeitts aufgeitellt beim 14. (1. bab.

3 Cempagnien jugcteilt. Sie preufe. guBartillerie

2eibbragoitertegimciit dir. 20, JlatlStube) unb beim 17, dlrmeetorps (1. tieibbujarenregiment dir. 1,

im flanjcn 173 Slbteilunjen mit 447 iabtcnben unb 47 tcitenben Satte= rien. Sie einielnen Sattetien hoben »eridjicbette Jriebenäitätic, ein 2eil 4, ein aiiberet 6 bcipaitnte Öeitbulte; eine Jlnjabl bat and) noch je 2 befpannte eilte

teitcnbc 'Jlbteilunj üt,

ÜJliiiiitioneioaacn.

2542

i|t

jeht in

2

3itipeltioneii

unter ber @eneralin{pe(tion bcv gupattilleric einge= teilt, bereu Siirlimgebereid) bein bet Sipirioiien cntipricbt. Scjiebiingen ;ii bcn Sipiiiencn beitcbcii nid?t, nur ben (ileiictaltonimaiibo« finb in pev^ icbicbenen Sienilangeiegenbeitcn tie truppenteile iintcritelli. Sen 3niVeltionen fiiib je 2 'ürigaben (uon 3 bie 4 Sieginicnteni) untetitellt.

Sab

jadjj.

Jiibartillerieregimcnt 31r.

12

bet

i|t

teile

je

800

l'titb

bie feit

beitanitleit iUielbereiterbetacbementS

.

Saitjig). SBeraitbettittgen

3m

ganten bejtebeit 1.5 oubartillerie! regimenter mit je 2 Siataillonen unb 2 3tiBartilleric= regimenter {bas pretiii. ')!r. 2 unb baS 2. bapr.) mit je 3 ®ataiUonen, fämtlid) *tt je 4 (iompagnicit (bas 2. 'IVtlaillcn beS 'dieitimentS 9!r. 12 bat 5) unb bas cinjelne (Ibttiglid! mürttemb.) iöataiUon Sir. 13, bns in beit pretife. IStat Itbergcgangen i)t, jujammen 37 irubartiUericbataiUoiie mit 149 (Compagnien poit

Sattiide Giitbeiten

bataiUcnebabenie4(baS(l>arbeMtttbbiebeibenbapr. je jütti, baS (4d)i. liionierbataillon Sir. 12 jedjS) (Compagnien im ganjen 97 (Compagnien pon btirdi: .

Sie preuji.Siieitbabnbrigabe bat 3 iHcgimenter Poit je 2 Ülatailloneii }ii 4 (Coiii= pagnien, im ganjen 24 (Compagnien; baS 1. unb idjnittlitb 120'3)!ann.

beim

2.

diegiment

toürttembergifeb, jadtitidt:

iit

bie 7.

bie 4.

unb

^()fataotic C^iifantrcir ttat'aQfne {^rlbai'tiOcnt .

8.

(Compagnie

tSataidotit

Va!aiUoite

(Ctiettbaimbalailloit bat 2

banr.

1 l’ujt:

Ser Srain umjabt 21 iBataiUone, banintcr 3 $a= taillone (dir. 1 unb 2 unb baS iätbfticbe dir. 12) ju 4, 17 iöataillone 511 3 unb 1 fflataillon (dir. 25) jii 2 (Compagnien, im ganien 65 Sraincompagnien, burdtidmittlid) je 108d)iann unb 118*lMerbe (tarf. Sen Irainbataillonen dir. 15, 16 unb 25 üt je ritte ißÜPanntingSabteiluitg für Subartillerie beigegeben. Srainbataillcit dir. 25 beitebenbe mtrb 1. Cft. 1897 nadj HSlit oerlegt uitb tritt bann tunt IrainbataiUon'Jir.Süber. Sie SraittbataiUoitcdir .6 unb 17 erbalten 1. Ctt. 1897 je eine töefpamtungS-abteilung für Subartillerie. dltii (drttnb beS (itatS

Sie beim

189.5,96 Würben fog. d)lelbereitcrbetacbc = t S (j. b., !Bb. 1 7) erriibtet. 3und(bit nmrbeit foldic bem (')arbetorpS (Seib; gartebujarcnregititent, tSerliit), bem 1 . (o(tpreub. Htttaiftrrregimeitt ©raf SDraitgel dir. 3, .ÜbmgSberg i. ?Sr.) unb 1.5. dirnteeforpS (2. rbein. ötijarenregi" ment dir. 9, Strabbitrg i. 6 .) (oirie bei bem 2. bapr.

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503

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Sie Strlcilung bet ÖeetS auj

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1550 1837

1

«Ttifi(cubP ftlaiterim

ßompagnieii unb

'Hielbereiterbetacbentents bei

^ionim

Xenimer

(öitiglicb

jcbifietbetadiement.

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400 403

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iriipputt

9ataillcnf 7ra;n

—19 35 316 35

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« ^ifpnba^iitrupprn XraincompAflnipn

1

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6

IrainbatßiII(jnf

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3anttit4compagntrn

2 33

3

30

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14

Sifitenöe ^arifrirn

aufeerbem unteritebt ber (Ciienbabitbrigabe

bie (elbjtdnbige 2u(t(d)ii(erabtcilung.

|;

^ataiQoiir Qu^urtiBniir

tbniglitb preubiieb,

ßompagnic

1574

[

burdjidmtttlicb 12.5 ilianii. SaS 3nfltttietir[orpS jerfdllt jetit in 3 3ngettictir! tiitb 3 'liioitiertnipcl^ tioneit; cfilern (inb 5 geitungsinipeltioiien unteritellt. lebtembie^ioiticrbntaillonc. Sie23'l!ionier:

3. Siegiment jtttb noll(länbig

bet gejeblicb

fdten Gillbetten beS attioen öectS:

.

3.,

bas roürttcmb. SuBüttillericbataillcn ber 4. iöri: gäbe jugeteilt. tJiaperit bat eine ‘o'tiPeltien berSuiu artiUerie.

angeitrebt,baratidfclbilänbi



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* darunter ba« dHreiiabtprrcaimpnt ju ®feibp öffijicrr 91r. 3, (e((tn

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Rtei(e Olinteln), btt fltei« 3DebIat

II.

Rotp^ btm

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*Heg.=9tj.

Roblen;, bit nicht jum 7. Sone gebbtigen fttblicbfttn Steife (Htnbbetg, 'JRtfcbebe, Stilon, Slltena, Clpe, Siegen, 'SBittgenftein) betiPtopinj äBcftfalcn, bab ©tobbctjcgtum Sa(b(en:3Bcimat, bie feetjogtümet

SarJS 3* t*l.

Aufl.

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Digitlzed by

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53eutfcfic3

69

ßeedocfcn (ÄTieo^marinc)

»tiben jut Sidjtnmfl bet rüdroärtiflen Serbin^ bungen bc« öects (f. etapbenlinien) serrocnbet. $ic Atiegiift&tfe bc£ ßeerS i[t abbinfliA con bet Xnjabl bet ^leuformationen, mcl(be bei bet 3)tobU> maibunA aufAefteUt icetben. SnobilmaebunA unb nitf U(be SticAe jtdrtc icetben Aebeim Aebalten. 3)tan bati inbeiien annebmen, bab fie bab '^ietfaebe bet 3tiebenb{t&rte, aifo aber 2 Dlill. Stteitet eneiebt. Jm 3- 1S86 icutbe bie UnifotmieruiiA beb bapt. ^eteb cetänbert, am meiften in bie Jlugen fallenb ben i(t bet ßtiati beb bapt. iHaupenbeImä butib »elm mit Spige (pteub- 6elm), ebenio bie iBe= neibung unb Slubtfiflung bet feit 1. Slptil 1886 ben in 'Setbonb beb pteufe. ßeetb flbetnommenen

S i 1 1 e t a t u r. ©. Üridtl unb Sangt, Sa« beutfibe Seiibdbeet in feinet neueften Selltibuna unb Mui' rüftung (Serl. 1888—92); ©rnet, Sateipismui be« .'S. t). (2. äujl., Spj. 1896); 3crn, Staatbreibt be« Seutfien Sei®«, Sb. 2 |2. Jlufl., Setl. 1897), Son 3*üfibtiften §§. 37fj. (Seiib«militdrte®tl. mit Sutidgen übet alle 6inii®tungen unb Sot: Icmmniffe im beutf®en öeete finb jiu nennen: 3111: gemeine 3)lilitdr}eitung (Sarrnftabt); Seutfibc seereejeitung (Stclin); 3bibü®et für bie beutf®e Stmee unb Slatine (ebb.); pon Sbbell« gabie«: beriete (ebb.) 3JlilitdcmD®enblatt (ebb.) Slilildt: jeitung für bie Stferce: unb Sanbmebroffiiieie be«

Jruppen ((. Staunfebiceig, iöeettcefen). 3m Jpetbft 1886 begann bie Üleubemaffnung bet beutfeben 3nfantctie mit bem @e»ebt M 71.84.

gugenieuroffhiete

btaunfibtD.

9m

3. uRbtj 1887 iputben neue IBeftimmungen übet bie Suetüftung bet 3nfantetie etlajfen, butib inelibe bie iBelaftung beb Itiegbmdbifl aubgetüfleten Solbaten bettüibtlicp cettingett icutbe. floibaeiibin unb Jotniftet mutben etleiibtett unb bie $atton!

tafiben jmedmübig netdnbert. fUtit Slubnabme bet 1. unb 2. töatoUIone bet ®atbetegimenttt unb 12 wutbe bei btt bet ©tenabiette^imentet 31t. 1 pteup. 3nfantctie fcblDat)eb £ebet}tug eingefübtt. 9u(b bie £anbiPtbtbe}ittbtinteilung icutbe im Saufe bet 3nbte mtbtfad) geänbett. Sei ben 3lrmeelcrpb U, 1 1, r2((önigl. fädif.) unb 13(Iöni^l. mütttemb.) finb einige Sanbmebtbejitle Äacallerie« obet gelb-attiUaiebrigaben untetftcUt motben. übet bie Üiii> fübtung bet ©rcrjietteglemcntd f. b. 1890 mutben 2 ftacaUetieinfpeeteute ( f. b. ) unb eine flacaUetie; tommifrion (f. b.) gefibafien, bie Xraininfpeltion in eine Jrainbepotinfpettion (f. b.) cetmanbelt. Übet Ätiegeminifletium unb ©enetalftab f. bieft 'ilttitel. 3ut ürinnctung an bie geiet beJ 100. ©eburt«; tage« Saiitt Sl'ilbelm« I., 22. Sldtj 1897, tragen fiSmtlidit Xtuppenteile bet beutfiben 9rmce feitbem neben bet Sanbebtetarbe bie beutfibe Setarbe. Xie in ben 3. 1888—90 jum Seil geänbette Se< maffnung bet beutfiben Stmee ift 1892 folgenbe; 1) 3nfantetie: gelbmebel, Sicefelbmebtl, bie in ieicbtm Sange ftebenben Stabübeboiften, Stabb: ornifteii unb ffablmeifterafpitonten 3nf anterieoffi-;ietbtgen n,M unb Secoictt 83 aUe übrigen Unter:



4—

:

;

offijiete unb ©tmeint: ©emtbt 88 unb gnfantetit: ftitenaemebr. 2) 3d6ttunb Sibügen, Stenitt: unboifenbabntegimentbaefelbe, ieboibditfib: fdnget 71 unb gafdjintnmeffet 71. 3) Äacollerie: ©arbt bu (Jorpb unb Sütaf rtettegimenter flüraffiet= :

begen 54;

alle

übrigen: ÄocoUeriebegen 1889

(feit

1890) unb Stablrobrlanjen (f. Sanje), legtere ouget Sbttepeeuntcroffijieren unbXrompetern; oUe Unter: cffijiere

unb Jrompetet; Seoolntr 83; ©emeine:

«atabiner 88. 4) gelbattilletie: gelbgefibüg C 73,88, feit 1897 £®nellftucrgtfibüg C96; Unter: offijitte unb SHannfitoftcn bet teitenben Satterien: SttiUtriefdbel feit 1896 neuen OTcbellb unb SePol= oet 83; bie gugmannfibaftcn bet fobrenben Satte: rien: gnfanteriefeitengemebt n/M unb Secolpet 83 (feit 1891). .5) gubattülftie; gelbmebel; Slttil:

unb StoolPtt83; Untetojfijicte unb ©aneine: Sarabiner 88 (feit 1891) unb 3nfanterie: feitengemebt 71. 6) Itain; Unteroffijiere unb be: letieeffijierfdbel

rittene

Slannfibaftcn: SrtiUeriefdbel (auib 5lanal= »,M) unb ßboffepotlarabinet (flatabinet

leriefabel

71); bie al« gubmannfibaften aubgerüfteten Jtain= folbüten: 3nfanttricfcitengemtbt n,M.

;

beutfienöeet«

;

(ebb.);

9t®ic

(ebb.);

für bie KttiUetie: unb 3leue militdr. Sldltet

Uber otgamfatcrif®e gragen banbeln ptrfibiebent Süerte bet ©tnetale pon Setbp bu Setnoi« (f.b.),oon £®etff (f.b.) unb fl. conSoguflamiti (f. b.), fetnet con Stlet.'Saibonne (Sacalletift), oon SlüÜer (flrtillrrift) unb con Sauet (flrtilierift). Ser pttug. ©regt ©enetalftab bat äuget ben Stf®tei: bungtn btt legten giogen Sriegt no® ©initlbarftel: lungen con mi®tigen gragen petauegegeben. (ebb.) u. a.

m

II. flriegdnarint. bet taiferl. Sitnft 3Jlatine ift bie gtfamte fetmdnnif®e Sco<erung be« Seutf®en Sei®« cetpfli®tet; ju biefet meibtn gere®net: Seeleute Pon Seruf, Set unb 6artfif®er, S®i|l«jimmerleute, 3Raf®iniften unb htiitt pon Ste> unb glugbampfetn. Unter befon: bem Sebingungtn merben auib Si®ljceltute tingt: ftellt

al« £®iff«iungen, feg. pierfdbrigt 'Slatrcfen, Sitnfijcit l>t> bet

unb al« öanbmetitt ober Sibteibtr. Sie bettdgt 3 3bte bei btt glotte, 4

üJlatinetefetpe unb 5 gobte in bet Seeioebr etften Auf: gebot«, bann bi« 31. Sldrj be« Saleiiberiabre«, in mel®em ba« 39. Seben«jabt ooUenbet miib, in bet Scemebr jmeiten Aufgebot« unb bann im Saubfturm. über ©tgdnjung be« Cffijierbebarf« f. Seclabett.

übet bie Ab)ei®tn f. £bargenabiei®cn. Sie Aritg«marine, bie unter bem Cbetbtfcbl be« fiaiftt« gebt (Sci®«otrfaffung 3ltt. .W), gliebert ft®

in

Slarinebebütbtn unb Slatineteile.

3u

etftem jdblen Sommanbo> unb Senoaltungebel ot= ben, gnftitute unb fiommifrioncn. Cberfte flom: manbobtbbtbe bet Statine iftbaeCberlommanbo (f. b.), bet fominaiibiertnbc Abmiral, mel®cr füt bie ilrieg«tü®tigteit be« Sttfonal« ju forgtn bat; bem: felben finb unterftellt: bie Rommanbo« bet Statine: ftationen bet Cftfee unb btt 3totbfee (Staiine> ftationelommanbo«, f. b.), fetnet bie Siteftion be« Silbungemeftn« btt Sftatine (f.b.), bie Statine* infpeltionen (f. b.), bie 3

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unbUntcrfcbtibunß«}tid)enf.SeutfibIunbunbSeut=

.'jinffcbtlid)

lebe«

'Jieicb

unb bie bem Slrtitel Slaßflen be« Seut=

(?tbfdmitt Slaflßen)

btißcßebene Saftl (S. feben Sieicb«.

15-1):

©efebiebte. SieSnfanne berbeutfebenfPlatine, au« ber be« üiorbbeiitfcben Sunbe« unb au« bet

bie

alten preufeifebtn berDorßtflanflen ift, fallen in bie .feil be« ©rofien Surffltften. Sieftt fcblofi 1675 einen HJIietßDertraß mit bem bolldnb. Sdiiffßberm

SenjaminStaulcwcßcnllberlafiunßDonHSreflatten unb 2 lleinen Sabrjeiißen, lieb fnb baju noch Don bet bolldnb. Mbmiralitdt 3 Sebiffe unb erranß mit biefet Siotte in bem Stieße ßeßen Schweben (1675 —79) namhafte Crfolße. 1682 errichtete bet ©rohe Suilörft eine branbenb.^afril. öanbelßßefellfcbaft 1683 würbe bureb ben Sammetjunitr D. S- ®«tt ber ©rbten, bet ben Sefebl Aber bie btiben Sreflatten liburprinj unb fDlobtian batte, bie Seite ötoh= fcitbticb«burfl in btt?idbc be«Sap«berbreiSpihtn an Per ffiefttfifte Slftilaä ßeßrfmbet. Salb naebbet würben auch an anbemafrif.SüftenpIdßenfianbcIßs fallortitn, bureb Sott« fltfcbflHt, anßelcßt. 3nfoIße Per Solonialtbdtißleit würbe bie branbenb. ÜJlarine wefentlicb Derßr6|ert. öauptflottenftation würbe ;

ScbloB ©retftpbl bei Gmben; e« waren (1688) 35 Sebiffe mit 210 Sanonen unb 40 Sabrjeuße mit 80 Staden Dorbanben. Ser Sob be« ©rohen Sur: fürften 1688 war ber ffienbepunlt in Per Gnlwidlunß bet Siotte; unter Sriebrieb III. Dctfaullt ffe bud): ftdblicb, fo bah, alä jum Sebuti Don Oirohfriebricb«: burß 17()8 bod) noeb Solbaten nach SIfrila flcfcbidt würben, biefe unter bolldnb. Slaßfle fahren muhten, 'DlitUnltrjeiebnunaberllrtunbebcrSerjicbtltiflunfl auf allen Solonialbefih 13. Sliiß. 1720 bureb Srieb= rieb®ilb*lml. Derfebwanb bieweiheSIaßfle mitbem roten übler Don bemSföeltmeer. ßrft unter Sriebtidi SMIbelm III. tnudjtenwiebcrfcbflebterncSrojcItein Sreuhtn jur ©rünbunß einer lllarine auf. 1844 würbe in Stettin bie StßellotDcttc Slmajone et= baut unb armiert, jundebft jur Slußbilbunß Don ÜaDiflationßfcbfllern.

Sei ben GinißunßßDerfucben

1848 würbe auch bet fRuf nach einer beiitfcben Siotte G« erfebieneninbitfemSabrebieSrofebüren;

laut.

«Senifebrift über bie Grricbtunfl einet beutfeben Siotte» Dom Sicler Sußfebuh an ben Samburaet

Slarinefonßteh, «Seutfcblanbä Sunbeßtriefläbdfen al« Sebütfni« für eint beutfebe Srieaßmarine» «on Dr. fiatleh in Sonn u. a. m. Such Srinj Slbalbert

SBarbaroffa, ipam= 4. 3>i"i

butß unb Söbed Don iStemerbaDen au«

Sm

feilen mit indßefamt 67 Sanonen, 37 Cfffäieren unb 1.521 IDlann. ,Sut Slußbilbunfl be« ilicrfonalä wut= ben Cffijiere frember fDtarinen betanßejoßen; ein öollänbcr, Sommobore Sebröbtr, erhielt ben Sefebl über bie SlaltiUf- 2?a« erfte ©efeebt lieferte btt mit 4 ©eitbülien armierte Jlblet 27. 3nni 1849 bei Snlfterort mit ber bdn. Srißß St. ©roiy Don 14 ©efcbiltien; ba« ©efeebt würbe mit ©inbrueb ber Sunlelbeit ohne ßtßebni« beenbet. 9lad) ber SSic" berberftellunß be« Sentfeben Sunbeßtuße« würbe 1852 bie beutfebe SlaH* bureb öannibal Sifdier oerfteißert, wobei bie Sttßatte ©efion unb ber ben Sefi« Sreuhenä Sampfet Sarbaroffa flberflinßen, ba« (eine Siotte nunmebr allmdblicb außäubautn beßann. 1853 würbe al« SentralDer: waltunßßbebörbe bie Slbmiralitdt in Serlin errichtet unb bet Sertraß mit Dlbenburß weßen (Ibetlaffunß be« ©cbietc« Don Seppen« an bet 3abe, }um Sau be« Sricßßbafen« SßJilbelmßbaDcn (f. b.), abßt: 1856 unternahm ber Stinjabmital au icbloffen.

m

Sorb nach

btt Sampffreflatte Sanjiß eine Sreujfabrt Slittelmeer, um bie S'taten an bet

bem

notbafril. Silfte Cl=3lif ju (trafen; bei Sreßfotca« fanb ein beftiße« fiaiibuiißßßcfecbt (tatt, wobei eine (teile Seifenlüfte erftürmt würbe, bann aber unter bebeiitenbem Scrluft Dor Per llbermacbt bet Siraten bet Stüdjnß anfletreten werben muhte. 3n bie 31859—62 fdllt bie preuh. Grpebition nad) Dftaffen

mit ben Schiffen ürlona, Slieti«, Sranenlob unb Glbe, wobei ber Schonet Srauenlob im Saifim Derloren ßinß. Gin jweiter Serlnft traf bie Slelle 1861 bureb ben Untetßanß ber Slmajone. Sei üußbrueb be« Sdnifebtn Srießt« ftanben,_ unter

üußfcbluh Per im Slußlanbe befinblicben

Schiffe,

3 Sorbetten, 20 Sampflanonenboote unb 22 iHiibet: lanonenfcbaluppen unb :3oUen Sreuhen jur Sa>

72

®eutf(^ea .peerroejeit (Rricggmarine)

füflunß;

Slm

Swinemünbe mar

öauvtflolttnftation.

18G4 lieferte bet ®efd)mnbet(ief So= S. yadimann mit ben Scbiffen Slrlona, Sipmipbe unb Sorclcp, fomie einer fianontnbootb= 17. SSlän

»itiln

j.

bem bSn. OftfeeMo(iabeflef(bn>aber, be= ftebenb au8 bem weit übetleflenen Scbtaubenlinienfdjin Sljolb, ben Scfctaubcnfreßatten Själlanb unb 2orben(tjolb, fomie ben Scbraubcnloroetten 6eim= bal unb Ibor «'u uietflünbiBeb unentftbiebeneb Slm 14. Stpril fflbrtc $rinj ®cfe(bt bei Slüflcn. Slbalbert ouf einet Crlunbungifabtt mit ber ©rille ein a’/iftimbiflcb ©efecbt flegen Stjclb unb Själ= binifion

lanb auf 3 Steifer.

—4000 m ©ntfemunß,

3n

ebne »efentlubc

bet 9Iorbfee beteiligten

Itanonenboote bei ben

fidj

bie preufi.

Untemebmungen be^

bfterr.

©efdjnjaber?.

Sureb

bie ißetfafjung bc4 fflorbbeutfcben

Sunbe^

imirbe eine SBunbe^ltiegämatine unter pteu|. C'betbefebl gefebaffen unb 1. Dtt. 1869 bie nodb jcM bcficbenbe, bet englifdien nacbgebilbeteRriegbfl^ge gebeibt. Set 9!cubau einer Slnjabl Pon €d)inen, namentlid) iCanjerfebiffen, mürbe in Slngtiff genom> men. Ricl tmirbc flrie(jebafcn, unb 17. 1869 fanb bie Saufe beä jweitcn iltiegäbnienä ifljilbclmb>

^ni

bauen ftatt. Bei 3lu-3bru(b bc4 Äriegeä 1870 befab 3 ifSanicrfregatten Äönig fflilbelm, Rronprinj, griebrid) ftatl, 2 ^anjerfabrieuge, h gebedtc Roruetten, 4 ©lattbcd^lorpetten, 1 fjaebt, Silbifob, 22 Ranonenboote. (Bgl. Siponiub, S)ie iDtarine bed 9Jotbbeutfd)en Bunbed, Bert. 1869.) gn bie SDlotine bie

bet 9!orbfee batten bie Banjerfebiffe bie Slubcnjabe, bie Bnnicrfabrjeuge bie Unterelbe ju uerteibigen; in

ber ÜBefet waten Ranonenboote ftationiert. Dber> befebldbabet bet Slorbfecftreitträfte Wat bet Siceab= mital Saibmann. 3n bet Cflfce waten in Sminf münbe einige bbljetne Rorpetten unb Ranonenboote .lufaramengejogen; im Sudlanbe befanben fub bie Rorpetten ^ertba, Sltlona, 'JRebufa unb bad Ra
gen in bie SDlarine ein. 1878 würbe ein bcutfibeS ©efebwabtr gegen bie Bepublit Sücaragua ent: fanbt, um einem bortigen Seutfeben su feinem Stedit }u nerbelfen, was obne ©cwalt gelang. Slm



1878 würbe beim Sampfen im ©efebwabet Ranal bei golfeftone baS Banjerturmfibiff ©tobet Rurfürft non bem Rönig SBilbelm infolge eines bureb bas Bubertommanbo nerurfaCbten 3rt‘ tumS berart gerammt, bab eS 15 fUtinuten natb bem 3ufammenftob fenterte unb fant, wobei 5 Cffi> jicre unb 264 Bionn ben Sob fanben. Rbnig Söilbelm tonnte nur mit Blühe not bem Sinten bewahrt unb naib BortSmoutb inS Sod gebradjt werben. 1881 jüibtigte bie Rornette Bictoria bie Sieger beS Ortes Slanalru an bet Rüfle non Siberia 31. ÜJIai iin

für bie

Blünbemng

beS

gefibeitcrtcn

beutfdjen

Sampfetä EatloS,

inbein fie ben Ort bombats burd) SanbungSlotpS bie Sieget nertrieb unb baS Borf in Btanb fledte. älbnlicbe 3ü gungen führte Eatola auf ben Sermitinfeln aus. grübjabr 1883 würbe ©enerallieutenant oonEaptioi libef bet Slbmiralilät. SBähtenb non Stofd) burd) bierte,

feint organifatorifiben Salente fid) befonberS oer> bient maibte, inbem er eine einbeitliclie, tüibtige

Blarinenerwaltung fibuf, würbe auf biefer 0runb= lagt burd) non Eaptini bie RriegStücbtigleit unb Scblagfertigtcit ber glotte, befonberS and) in Sejug auf bie Rüttenocrteibigiing, gehoben. 1884 ttran= bete im Sturme bei Slgger an ber jfltiänb. Söeftfiifte bie Brigg Unbine, wobei bie Befagung biircb bie bdn. SlettungSftation geborgen würbe. 1885 ging bie Rreujetlomelte Slugiifta in einem Eptlon im ©olf non Slben mit bet gefamten Befagung, 9 Df= fijieren unb 214 Blann, netloren. Stege Sbdtigteit entfaltete bie 2ftatine auf bem ©ebiete ber Rolonial= erwerbungen. 3undd)ft tarn eS 20. Bej. 1884 jum

Rampfe in Ramenin, an bem non BiSmatd unb Olga

fid)

bieSanbungstorpS

beteiligten

unb naib

heftigen ©efeebten bie Sidorp= unb gobneger mit Berluft non 1 Boten unb mebrem Berwunbeten beutfeberfeits befiegten. 1885 würbe burd) ein ©c= fd)Waber bet Sultan non Sanfibat jut Slnetten= nmig bet Sebugherrfebaft beS beutfiben RaifetS über baS ©ebiet bet Beutfcb'Oftafritanifiben ©efellfibaft

gejwungen.

1886 batte Albatros ein ©efeibt mit

ben 3n|ulanetn auf Sleupommem , ebenfo Slbler auf Sleumedlenburg. 1887 führten Blannfibaften beS Sabiebt eine G)g)tbition ben Ramerunflub b>n>

aufauSmitmebrfacbenRdmpfengegenbortigeSleger: ftdmme. Slm 30. Sion. 1888 würbe jut Sibdbigung beS Sllanenbanbels bet Sltabtr non bem netbün> beten beutfiben

unb

engl,

©efebwabet bie Blodabe

übet bie Rüften beS Sultanats Sanfibat ertldrt. Sieben Reinem Sibatmügeln machten bie Blann=

;

S)eulj(^e Sittlic^feitöoereinc fdiaften

von

Stipjig

(

olaggfdiin

tie^



73

®cutf(^e ©protze (Sefc^ic^te)

angelünbigt würbe unb eine beutfieSlationalbübne

Konter» |

aPmiralä Seinbarti), Sophie, Snrola imb Spine

ba« Sefedjt bie

bei

@jpebition

$ar

e4

jur

tBeftrafuna

=

Salaam

1889. 3 be^ tBambofo»

25.

aebenb »erbe »ie für

,gtantrcid) 'Daris. Sie Slrt bet fpraibliiben 3liiSgleid)ung jwifdjcn 'ä'iorb unb Snb

burdtauS gefunb unb

geredjt. Ungefunb ober ift unb ihren ©runbfati «Sptiib retfdmlbele Senbent, für bie ?lnS= fpradje in ftreitigen gdllcn bie üblidje Drtbograpbie als DIorm )u betraibten. 9iiir infofern gewinnt allere bingS bie norbbcutfdje Slusfpradje ftetig an liiip fliifc, bie fa felbft bis >u einem gemiffen ©rabe mit bie budiftdblidie Slusfprnebe ber angenommenen bodjbeutfibcn Sebriftfpraebe ift. ift

1. burd) bie isdjule bie

»ie

bii febreibit

!

»

©rammatifebe bitteratnr. Sd)leid;et, Sic S. S. (5. Slufl., ätiittg. 188S): D. Sebagbel, Sie S. £. (i'rag IHKiJ); berf., ©efdiidite bet S. S. (in 'Danls «©rnnbrife ber getman. 'Dbilologic», '-üb. 1, Strafib. 1891, S-.'iaB—03:!); 'Keife, Unfere'J)luttcr= fpradje (2. Slufl., Spi. 1890); .ig.SDunbetlid), Unfere UmgangSfptad)e (aDeini. unb 2'crl. 1891). Siltere

©rammatilen in 3Iciibrudcn bg. Pon (Strafsb. 1895 fg.); 3- ©rimm, Sentfebe ©rammatit (lüb. 1, ©btt. 1819; 3.Slufl. 1840; SUb.

(©efcfiupte)

9Jl. fbepne, Kleine altfdif. unb altnieberfrdnt. ®ram= matill'Daberb. 1873); D.3)ebagbelunb3-i''.®allec, ?lltfdd)f. ®rainmatit (1. ßälfte, b'aut! iiiib gletiouS^ lebte, imlle unb ficib. 1891). ÜBcinbolb, 'Diittcl! boibbtutfdje ©rammatit ( 3. Slufl., 'Dabctb. 1892);



Daul,

S>-



—42;

(2. '3(ufl., SDiatb. 189')); 3lb.

©raimnatiK'Db.

fiolfimann, Slltbeutfdie

1: Daiitlcbrc, 1. älbteil., Dpj.

1870;

1875): gr. Jlluge, 3!ominalc ctamni! bilbungslebte bet altgerman. Sialcltclöalle 1880) C. (ftbmann, ©runbüige bet beutidien enntaf (£tuitg. 1880). 28. Söraune Jlltboibbeutfibe ©tnniniatil (2. 31ufl., Salle 1891); berf., Slbriß bet altbocbbcutfcben ©rammatit (2. Jlufl., ebb. 189.5); 2. Jlbtcil., ebb.



,

3)la6mann,



'J)Jittclbo(bbeuti irorben unb nachmal» bic ©tunblage ju bet Um> gangöjprache unjer» ^ahtbunbcTt». Sie .itaniieijptacbe loarpondau» au» nicht einbeitlich. (S» gab picimebr eine gtaßere 3abl i'on mehr ober roeniger einflubreichen flan;lcimunb> arten, man fann auch jagen ojjijiellcn Staat»> (rracben. 2Jon biejen im 14. ^abrb. beutliih er* lennbaren Jlnjcingen au» (bic erjbijch»jl. Äanjicien toie bie pon Sriec unb 3)!agbeburg jchticben bamal» fiton eine nicht rein munbartlicbe Sprache) bilbeten fleh mehrere gröfeere Gentren mit fefter, trobitionel*

natiir*

bet rcettinijehen .fietsögc in Sre»ben, Sorgau unb Sl'eimat gemorbcii. Sirfe hatten bi» in bie jmeite JÖälfte be» l.i. fjobrh. hinein btirhou» in ihrer heimatlichen 'Jliimbart gefchricben. 3” iSIeißcn ahmte man halb nach bet fflitte be» 15. 3abrb.

Sbütingen feit 14S2. 3(u» ben Urlunben pon 147ü bi» 1430 brotig Sprache in bic 31at»fcbrcibcreien bet lut* jäihf.*mcißnijdien i'anbftäbtc. Sann mürbe fie hier auch bie Oicrichtefprahe unb bie Sprache bet Uniperfilntcii £cip)ig unb 'Bittenberg unb mürbe jchließlicb auch im fcpriftlichen Siriuatuerlebr ange* bie (oifetl. ftanjlei naefa, in biefe

menbet.

3u Sfuegang

bSbem warnten unb Sanjleijprache,

be»

1.5.

fürfil.

unb mit bem

3obtb. jcbricbcn alle Seltelätc bie neue

16. 3obtb- fchtieben fo

0

80

Sseutfc^e

©ptoc^e

@cle^iten unb ©ebilbeten überhaupt. Qi ging im Saufe »on jmei ©eneratianen Anfang imb enbgültiget Sieg. Um 1500 mat in bitt f(bt fcbnell:

flurfadjfen bie Sjpriftfpradbe unbebingt btrrftbenb, in Ibüringen etlnaä fpSler, fo auch in Stblefien unb bcr fD!art Stanbenbutg. mein bie Sprache bcr 'fraget fianjiei war eg nicht gewefen unb noch fie war fepr balb burcb bften. Sinflüffe erheblich ueränbert worben.

weniger geblieben, benn

@erabe alg bie fraget üanileifprache in IDteiben Singang fanb, hatte fchon eine neue 9ieichgge|(hciitg: fpradje begonnen. 1440 lam bet Cfterreicper 5tieb= rieh III. }ut Slegietung, unb fortan war bie taiferl. Äanjieifpraihe bflcnetdjifcb. ßharafteriftifche äupere Abweichungen Waten oot allem bie Söiebetgabe beä bioherigen ei burch ai, be4 iio unb üe burch ue ober ü, oielfachet Abfall be4 ©nbfilben-e, ÜQechfel oon anlautenbem b mit p, oon k mit cb, kh ober kch.

©twag beeinflicbt würbe bie (aifetl. flanslei jwat im Saufe ber 3cit burch anbere Hanjieien, hoch nicht erheblich, ©anj einheitlich war aui ihre Sprache nicht. 3n ber Orthographie trat feit bem sUeginn beg IG. 3obrh. eine ftarfe iöÄufung oon Ronfouanten ein. 6rft unter fjUapimilian (1493— 1519) unb burch feine Slemflhungen fchtieb bie taiferl. Raujlei eine einheitliche Sprache unb ge^

wann einen nachhaltigen Qinfluh auf bie anbem Ranjlcifprachen. Siiefe Sprache blieb unter Karl V. (1520—56) im wcfentlichen biefelbe. Sebeutungg* war eg, bah in bet erften örtlfte beg IG. 3ahrh. (begonnen hat biefer 'flrojeh fchon in ben legten jahrjehnten beb 15. 3ahth.) bie einjelnen Ranjlei= fptachen, am weiften bie fütftlichen, wenig bie ooll

unb babutch einanber näherten, nur näherten, nicht fte annahmen. ISa-

ftdbtifchen, fich ihr

inbeffen

gegen auf bie l!)ructfprachen hat bie

taiferl.

Ranjiei

nicht gewirlt, ober hödifteng mittelbar, infofern biefe

auf ben betreffenben Ranjleifprachen beruhen. 3“ Sutberg 3eit galten iwei Aormen: Sutber (mitteh unb für bie fflbbeutfehen Ratholiten fDtaric

beutfeh)

miliang Ranjiei (obetbeutfdi). 3)ag wiebtigfte ©tc gebnig war, bah bie neuhochbeutfehen Siphthonge ei, au unb eu (ttu) fich auch in ben Ranjieien bcr munbartlicb monophtbongifchen ©ehicte (1, ü, ü) einbürgerten. Sonft würben oiele töefonberbeiten bet öjterr. ftanjlei nirgenbg burchgefühtt. ©g war weientlich hoch ein nationalcg Sebürfnig bcr3cit, bag eine geogr. Augglcid;ung ber oetfchicbcncn flanileifpracbeu heroonief. 35ie Sebeutung beg ibcellen iDotbilbcg ber taiferl. Ranjlci barf nicht iinterfchäht werben. SBag unter ihrem Ginfluh ftaiib, man bag « gemeine teutfeh > (erfteg 3 ftttt Scbtiftfptaie unb bet gefptoebenen Sprache btedpou*' ÄBnmfotlonl-SejItoTi..

14 Hub. .

V.

unb

fottigierle fotgfältig

ben Stud. 3" erfter IReibe fotgte et für ton-feguentc Cttbograpbic. ÜBdbrenb »orber in ber Sop' pelfcbteibung »on Honfonanten eine beillofe 35erwit> rung benf^te, war Cutberä Siegel Soppeltonfonant nur nach »otbergebenbem (urscniBolal betonterSilbc. getnet febtieb et tz ftatt cz unb i ftatt y, aubet in auä: lauten bem ey. Slnfang« febtieb er gans nach ber ftatt fclbft

:

oberbcutfeh beeinfiufiten turfdebf. Scanslei, fpätcr ein tcineteäüJiittelbeuIfch.

beutfeh

unb

SßobicHansleiswiftbtnCbct«

iDiittelbeutfd) fcbicanttc, entfehieb

|"ich

Cutber für letctereä. Gictinge fpracblicbe 'Serfcbie= benbeiten haben alle Sibelaiiägaben. Sie wichtig“ ften fptacblichen Sinberungen Cutberä fallen in bie 3- 1522—30. Gä fei erwähnt, bah 1522 noch u unb 0 für U unb ö gebrudt ift, 1.526 nur U unb ö. m gansen war Cutber lonfcroatio. 3" manchen t untten batte ihn feine 3eit febon überbolt (}. ’-ö. bei ihm noch »id) half, mit hülfen», «ich bleib, mit blieben»).

Saä

fühlten auch bie 3eitgenoffcn.

Sprache bet Stude emaneipierte fuh unb

bem

8dtb, alb auch rdumlicb, befonberb auf nicbet«

Sprach jufammcngcäo; Snnjlei unb bic lai> um 1500 febr ge= Slnlebmmg an biefe Storm

eine gewiffe

fäcbf. (mittelbeutfcbe)

batteCutberbocbuicl Spielraum. .-Jubeaditenijt.bab Cutberä Sprache seitlich nicht glcicbmäfiiggeweien ift. Ungefäbt 1.524 trat ein Jiauptwcnbepunit ein. .Suetf. lümmette fuh Cutber wenig um bie Sprachformfeinet Scbriften et flbctlicb baö ben Studern. Gtft mit bet töihclübetfcliung bemühte et ftd), allgemeine 'i>ets

fett.

alb

Sie

nähert. Slbet bei bewubter

waten mebt

ba»on

m

Sprache alfo

icrliebe (oberbcutfcbe) batten fti

ein Srittel Cutberfcbe Scbriften, unb biefe idblten wiebetum Stuflagen nach Saufenben. Grft butib Cutber ift untere Scbriftfptacbe weit »erbten tet wotben, fowobl in bie breiten Scbicbten beb

bet

81

Senn bie Wbel warb bieCuelle, ift. tocbriftftelltt bewufei ober einen gtobeii Seil ibter Sptaebbib bungfebipften. Cutber fagl in beiuSifcbreben»: «3i habe feine gewiffe, fonbetlicbe, eigene Sprache im Seutfeben, fonbern brauche bet gemeinen beutfeben Sprache, baä mich beibe, Ober= unb Slieberlanbcr, »erfteben mögen. 3 lannt. Ser SBenbepunlt fällt biet um 1600. 3Iod) 1593 lonnte Sebaftian öelbetd in feinem «Splla< ?lieberbentfd)Ianb

bcutfdtc 34riftfpracbc{ugleid)

(®ef(fiiqte)

1663).

Ceibni{

(1680)

billigte

Slnfiibten.

Studfpiaibe burd) bie tbeoretif^en Slrbeiten ber Spradbgelebrten fcftftebenb geworben, naibbem eg |u Seginn biefeg 3aptbunbertg noib leint feften SHt= geln gegeben batte. Sag 17. unb 18. 3nbet- braibte bie enbgültige Sinigung bet ©emeinfpraibe. SSbiletg «©runb= fäge btt beutfiben Spraibe» (1690; neu bg. non i^ifcb, 1746) blieben big auf ©ottfibeb bie bert^ Sieben £utber flellte er bie fibenbt ©rammatil. Siblefifibe Sidlterfibule unb einigt ©rammatiler, btfonberg Sibottel, alg maggebenb bin. Stuib im 18.3abrb. galt bag SReignifwe alg bit fd)gnfte unb reinfte beutfibe SRunbart. SRittelpunlt ber fprad)’ liiben Srftrebungen würbe ©ottfebeb unb feine Sibule, Seip{ig bag Gentrum für Sitteratur unb Silbung überhaupt. Sllg ^brer ber Seutfibm ©efellfibaft übernahm ©ottfweb bag Spraibrid)ter‘ amt unb bemühte fnb not allem um äugtre Äonelb beit. Seit ©ottfibeb galt niibt mehr Sutber, fon=

Merbfid)lein> fagen; «Sliererlei Seutfibe Sptaeben

bem Cpig

id), in benen man IBueibet brudt, bie Sölniftbe ober @ulid)if(be, bie Säibfifibe, bie glämmifib ob’ iBrabantifibe (b.i. glieberlänbifdi) unb bie Ober ober

bie

heutige Sibtiftfpraibe

Öocb Seutfdie. Unfete @emeine £iod) Seutfcbe wirbt auf brei SBeifen gebrudt; eine mbdbten wir nennen bie ünuter Seutfwe, bie anbcre bie Sonawifcbe, bie

bet

mobemen

weig

feine

Seitere ©rammatiler waten Stielet (1691) unb ÜJlotbof (1700). 6nbe beg 17. 3abtb. war unfete

alg Slorm.

banlen, bag

©ottfibebg ßinflug

ift

eg {u

um

bie Mitte beä 18. 3äbtb., non lleinen lanbfdmftliiben Sefonberbeiten abgefebtn,

grammatifib normiert unb fo gut wie allgemein üblid) war. Äatb. Sibtifb fteller wagten now gegen bag •lutbtrifibe« Seutfib Sitteratur ffiibtrfptuib »u erbeben.

brüte 66cbft Jieinifdbe.« 3n btt Soweit bauert bet legte SBiberftanb gegen Sutber« Scbriftfpratbe bi6 in bie fUtitte bei 18. ^abrb. hinein. 6nblid) bat no^ bet 6influg btt@rammati{et beä 16. 3abrb. bie einbcitliditeit bet Sditiftfptaebe ge)6rbtit, inbem biefe baä befte Seutf^ beftimmten. Sie wid)tigften Slawen fmb IBalentin 3(ielfamet («Seutfibe ©rammatica», wabrfdbeinlid) 1534 er: fibienen) unb btfonbetä gabian f^angl ( grapbia*, ®ittenb. 1531). Segterm, ber auf Sutper

Salb aber war Sübbeutfdblanb noQftänbig für bie Sibtiftfptaibe gewonnen, bie im 17. 3obrb. nod) wenig Srfolge tm Süben {u ner{tiibnen (gehabt

fpätem ©rammatifer

fag {u ©ottfibebg Sdmllorreltbeit nahmen fie, wie auib bie ©gttinger Siibter unb naibmalg Seffing unb Öetber alte 'BSrter wiebet auf (j. S. «bieber»,

fugte, fd)Ioffen fiib {umeift bie

6ebt einflugreiib, namentlid) auib bei ben fla^ war Slajub’ «ürammatica Germauicae lingnae» (S!p{. 1578), bie weitaug perbreitetfte ©rammatit beg 16. unb 17. 3abrb. Sie äuöbilbung unfetet 6ebriftfpra(be fällt in bie 3 1550—1760. 17. 3abrb- Petfibmanben bie munbartlidpen Sdpriftfprawtn. 3unä. Jabtb- bic plattbcutfcbf Sdbrifl: ipradje aiigmommcn, aud) bic Silcfifiieien bie fub

frant. Sprachgebiete. Snremburg i|t beutfd) , beagleichen baa benaebbatte belg. vltlon ncbjt Uim gegenb. ÜJpn 2eutfd)=Sotbringen ift ber fubtreftl

3iu

Uiiittelaltct

bie

,

neben ber feilt bertfcbenbennicberlänb.Scbriftipracbe wieber eine eigene

bnben

frief.

Sdtrtftipratfce

gefebafien

Spradje unb Pitteratiir). Silo getptodiene Sptaebe ift bao .rttefifebc in Cftfiie4> laiib

iinlfte

(i. jriefifete

unb an bet fficfcrrnünbiing in ber erften b^5 18. gabrb. au4geftorben nadtbem ,

febon mebr nl? 1 6plau, Slücnftein, wit)

®ifd)ofSburg,SSben,Btatggtabowajurrufj.@renje, enblid) ben Biemen entlang bis jum fiurifipen ^aff. 3nnerbalb biefeS geftbloffenen beutfiben pratb< gebieteS Bon ungefähr 6800(X) qkm (übet ein ^nfjebntel beS glätbeninbalts Bon ©uropa) Hegt

6

bie forb. Spratbinfel in ber Sauf© unb bie laffu^ bifibe in SBeftpreuben. Bon ben unweit bet ©tenje

liegenben japHofen beutfeben Spratbinfeln feien nur

gröbem genannt. 3 m fübl. Jtrain bie ©ottjebee unb Umgebung (16 Ouabratmeilen); in Bläbren ®tünn unb Clmüb; Bon Bläbren greift na4 ®Sb= men binflbet bie norbwärtS bis jur Sajawa tet> bie

(benbe 3elauer Spratbinfel unb bie 1000 qkm grobe StbSnbengfter um 3iBittau unb Bläbriftb’Srübau; in SübbSpmen ift ju nennen ®ubweis unb Um’ gegenb, ferner ju erwähnen bet beutf4e Stil bet Btaget BeoSlferung ; in Cfteneitbif ftben SpratbgebieteS giebt eS in Ofteneitb’Ungorn

unb Bublanb eine grobe amobl Bon lleinen unb gtSbem beutfiben Sptoibinfctn, beten 3)eutf(btum jum qrSbten Seile ftarf bebrobt ift. ßS ISnnen hier nur bte witbtigften genannt werben. Sb» norbweftl. Ungarn tämpfen feil bem 13. 3abtp. gegen baS Slowofentum bie an bet obem Beutro onfäffigen 1000 5)eutf(ben in 3)cut(d) ®ronn , ffletelSborf, 3ed)t, StbmiebSbaj, (bunbftollen, Btneftbbäu, ®ai= bei, 6 ebwig, Breftenbäu unb Blünibwiefe, bie (1880) 17 500 Seelen ftarlen 3)eutftben in bem ©renjgebiet ber Bomitate Süroc unb BarS, in bet Stabt Krem’ nib unb ben 3)Brfem Seutftb’SüttiK Dbtt’Surj, Biebet’Sutj, ©laferbäu, Briterbäu, Beubaj, Obtt’ Stuben, 3)te):elbäu, Bonefibbäu unb fionefthbäu, fowie Sftlid) baoon in Beufobl unb fübweftliib baoon in 6 od)wiefen unb BauHftb (4000 Seelen). ®leiib= falls non ben Slowalen bebrobt ift bie not 50 3äbrcn nod) an 50000 Seelen jdblenbe beutftbe Spratbinfel in bet 3>PS, jwiftben

SäSmarl, StbmedS, Boprab

(Xcutfwcnborf) unb fieutftbau im OueDgebiet beS unb fübSftlid) baoon bie StpmSlnibet ßS mögen in Botbungam im ganjen

Boprab

Spratbinfel.

wobt an 100000 3)eutftbe flowaliftert worben fein. 3nSubapeft bat bie3abl berSieutftbtn non 118607 (= 33®roj.) im3. 1880 bis auf 1 1 7 867 (= 24 Broj.) im 3- 1890 abgenommen. 35ie Sörfet weftlitp oon Subapeft (mit übet 200 (KK) ß.) fmb jum gröbten Seile beutfd). SJeSgleiiben ift bet Safonpwalb BoU Bon beutfiben 3lötfetn. Eine gröbere, im nörbl. Seile Bon magpatiftben, im füblitben non Iroat. 3>öt’ fern unterbrotpene beutftbe Sproibinfel erftredt fid) Bftlitb non Sünflittben, norbweftlid) non Sjegjorb unb weftlid) non BlobacS bis fübliib nad) ßffeg. Bud) Hnts non bet 3)onau jwifiben Boia unb Beu
ttauer Stdulmann Ebrift. SBeife ({. b.) nocb na^ttifllitb eine leitbere ißflege in $tofa: btamen, in benen et ficb ben btamat. ünfotbetungen, bie but4 bie Sngldnber im ^ublitum lege getootben maten, nitbt entsog unb autb bet luftigen iß^on $lag gemdbtte. 2)ie6bfe unb gtofienStAbte hielten fi(b itaL unb ftanj. Sombbianten, beootjugten abet namentlid) bie non Italien eingefflbtte antmfietenbe Cpet, bab ibnUiftbe Stbdferfpiel, bag allegotiftbe Siallett unb geftfpiel; biefe Singe bilbeten halb

fpdtetmieber©eiftlichet.

|

>

'

91

{>(utfc^e8 X^eotCT

^iTomtn im frait). unb antitifierenben @tfd)ma(l

1816), bem trefflichen fUtimen unb Sfibnenbichter, bet bie feombutget Sühne 1771 80 leitete, befah

ein
li^ abet auf baS Sltama bet Gngldnbct. $Iu(b auf

ptottifcbeS Seifpitl, führte bet

gefunbe natürliche Gntmidlung bet S nacb lüften bin; mit bem Xbeatet £eben lang in ndcpftet ffüblung. SiefeS

lunft mirtte et

ftanb et fein

bob

ft

fortgeraitlt,

SaS beffetteruh etma feit SeffingS •dRih 6ata Sanmfoni (1766); Die hier burcb ein



SiS babin Daten

es Schaufpieleipiinsipale, bie alten Stomibianten: feiten anbete ^rioatuntemebmer, unter ihnen auch fiaoaliete, mie in 3Bien unb fSlünchen, bie an bet Spihe bet Zbeatetunternebmungen ftan^ ben; non fept an begannen bie dürften itaL Cpet unb ftanj. Somibie abjufchaffen unb beutfche 2b unb (Dlafcbincnlombbie Die in bet £ieberpone unentbebrliib loar. Ser erfte Setfucb, bet 1747 mit einem tegelmdhigen Stüd acmaebt mürbe, entjOnbete einen heftigen ÜBibtt: ftreit Im Stegteiffpieler gegen biefe Jteuerung, bet 23 3abte lang, an ein unb berfelben iBübne, mit allen iBaffen bet Grfinbungättaft unb bet 3ntrigue geführt mutbe, bi4 3Raria Sdierefia ftPiPbifation butd) bie Pon ihm gebanbbabte Genfut aud) Pom SBienet Ibeater Petbonnt wutbe. 3n 9torbbeutf tetS, untet ihnen Seil, 3fflonfc< ®«d, beittaten, mutbe jut Stätte einet neuen fchaufpielerifchen Schule, als beten gaupt 3fflanb )u betrachten ift. Siefet Stuffchmung bet Sühne gebt mit bem Sluf: fchmung bet biamat. (Dichtung ganb in ganb. (SoetbeS «@6p pon Setlichingen» gab bet bur^ Sbatefpeate genährten Sichtung auf Satürlichteit einen folchen Sachbrud, bah baburdp bei ben Huf< fübningen in gamburg unb Setlin 1773 eine 9ie< form beS XbeotercmpatatS, befonbetS beS fioftümS, ju @unften bet bütot. Xteue betbeigefübrt mutbe. (Die (Dtannbeimer Sühne bahnte bem lungen Schill et butch bie Stuffübrung feinet 3ugenbbtamen 1781 84 ben SBeg in bie CffentU^leit. ffiäbtenb (SoetbeS «@Sp> unb Schillers «Oiäubeti ein langes Sefolge non 9iitlet< unb Oläubetftüden nach Heb sogen, als beten Setfaffet u. a. Xörting, Sabo liette



unb

fDtaier

betPotttelen,

mutbe baS bürgerliche

(Drama, nach S^f'ngS Sorbilb, befonbetS Pon ben Schaufpielern 3fflanb, SchrSbet, Stopmann, Sran= beS , in smeiter Sinie non @ottet, @emmingen unb tultioiert; eraiebiget als fe mat bie bid): tetifche Srobultion. Slieben biefe meift platt allInglichen bürgerlichen Schau* unb Suftfpiele an poet. SBett meit hinter SeffmgS «IDtinna» putüd, fo fehlte es ihnen feiten an Sübnenmirlfamtect unb moutine. Slle frühem Soeten biefer 31it übetbot in bet @unfl

Stepnet

«

92

2)cut{(i^ed

beS $ublitum$ bec taltntvoQe unb »ibioe Xug. von itobebue bUTtb feint mit falfcbet Smblinbfamleit, mit Tübtfclieet Sbatalterloriateit gefabnid) serfebte 6 mar ginQ nunmebt eine neue 6 poleon »ünftbte benKtitg bei »eitern nicht in bem= felben ©tabe, als bie ipn btänoenben ßlemente, tonnte aber auf bie Sauet ben Iticacrifcbcn ®e< Mlilitarifcb lüften bet Mation nicht »iberfteben. glaubte man in gtaniteitb auf einen Krieg gegen

£^9)ar6ti, ®ef(bicbte bet älteften beutjdjen imSanat (Jemedodt 1892); Eana: bona, Seutfebet Kolonialatlaa (©otba, feit 1893 ctfdjeinenb). S. au(b bie Eittetatut jum Mtttlel Seutfebe Sptadje 11. lf(be* SHeieb. ScBtfibt^ 8S nung bet ^fanterie unb bet febt abetfebägten

®ittung bet 3Ritrailleufen. 8m 28. 3ult oetlieb Napoleon mit feinem 14jäbtigcn Sobne ^tU unb begab fub naib fDtcg,

neWen.

St

um

ben Obetbefebl iu übet:

etlieb eine ißtollamation

an

bie

8t

mee, bie einigeg ^fremben erregte, benn fie tet. tünbigte einen langen unb mflbeoollen Stieg gegen eine bet beften 8tmeen Sutopag. Soeb folgte gleiib bie

IBctubigung:

«8bet

anbete

8tmeen

febon,

melibe ebenfo tfiibtig maten, tonnten eurer Sapfet^ toiberfteben», unb bie bocbtbnenben ijibta’ Iffieltall Imt feine 8ugen auf emb ge= pon unfern Srfolge bängt baä Sibitffal bet greibeit unb Sibilifation ab» bilbeten ben Seblub. Sinen etbebenben Sinbtud mabte bagegen bie $totlamation beg Sbnigg iSilbtlm an fein IBolt unb feine 8tmee: «fDlein Soll weife mit mir, bafe gtie* bengbtu^ unb gtinbftbaft wabrboftig niibt auf un= feit

fen:

ni6t

«Sag

riibtct,

fetet Seite

fmb, aber betauggefotbett,

finb wir

entübloffen, gleiib unfern Sätetn unb in feftet 3u= ben Äampf ju befteben jut Snettung beg

»erfiebt

Satetlanbeg.» Siefe anfptadje würbe am Sage bet abteife non Setlin 31. 3uli etlaffen, bie on btc atmee 2. 8ug. non üJlainj aug, wo bet Sbnig nätbft fein ^auptguartiet nabm, wäbrenb Stinj gtiebricb Sari bag feinige non ba nacb Saifetg» lautern netlegte. Sbenfallg 2. aug. fefete Saifet Napoleon bie militär. Sombbie in Scene, mit einem ganjen armeetorpg (groffatb) non 3 Sini= fionen bie Heine Sefafeung non SaatbtUden, taum 1300 fDtonn ftatt, anjugreifen unb ju ner= treiben, wotaug frans. Setidjte einen grofeartigen Sieg übet eine bebeutenbe Sruppensabl madbten. Sie ^reufeen 3 gariliercompagnien beg 40. 9legi= mentg, 2 @efcbüfee unb 3 Sebwabtonen beg 7. Uta^ nenregimentg, sogen fub noib breiftUnbigem ®e= fetbt übet bie Saatbrüde notb bem ongrensenben St. 3obann jurüd unb würben b'fr nidjt weiter ,

beldftigt; bie

gransofen

befefeten

Soorbrüden

niebt,

fonbem befudjten eg nur aug iferem Saget, bag fie auf ben 66ben not bet Stobt nofemen. Set Soifet lehrte na eine ftrategifebe Siecbtgfebwentung gegen bie fDlofeUinie nbtig, unb bie Sritte atmee, bie babei

meen

ben weiteften ffieg batte, mufete ben SSonnarfeb suerft beginnen, um ben rechten frans. SfOgel gegen bie SRitte su btdngcn. 4. 8ug. frübmotgeng brach bie atmee aug ihren Sägern pifeben Sanbau unb bem äibein auf unb marfebterte gegen ben ®rensflufe, bie Sauter. 81g bie bapt. Rforbut ficb 'Seifeenburg ndberte, würbe fie befeboffen; fte ging foglei^ sum 8ngriff ber Stabt über, unb fo tarn eg bei bem ernftlicben SBiberftonbe bet Sinifion Souap SU bem blutigen Srenen bei SBeifeenburg (f. b.), bag nach fünfftünbigem Sampfe mit ber ^tflrmung btt ftarten feinblicbcn Stellung auf bem ©eigbergt unb bem Stfldsuge ber ^ansofen enbigte. 3nbeffen unterblieb eine SBerfolgung ber beinahe nerniebteten frans. Sinifion Souap, fo bafe man übet ben Serbleib ber gefcblagencn gransofen im beutfeben öauptguartiet sunetldffigeg nicht wufete. Sag 3Derberfcbe Sorpg batte Sauterburg Sämtliche beutfehe Sruppen unbefefet gefunben. ber Sritten armee biwatierten auf ben ;5bbtn füb= 3Rac:3Rabon lieb ber Sauter auf frans. @ebiete. hätte na^ ber Slieberlage feiner notgefebobenen Sinifion wifftn tbnnen, bafe ihm eine ganse 8rmee gegenüberftanb er tonnte 5. 8ug. unbeläftigt lintg abmarfebiertn, um fi4 ber frans. Sauptma^t su näbern, nahm aber bei ÜQdrtb Stellung unb liefe eg 5. 8ug. rfidtc auf eine Schlacht antommen. bie Sritte beutfehe armee big Suis »ot, wobei bie 5torpg auffcbloffen unb bag 5. fio^g feine Sot’

8m

;

8m

poften weiter norfebob, fo bafe biefe bie fransbfifcbcn bei SBörtb bemerften. Set fitonptins non 'ISteufecn befcblofe 6. 8ug., feine Korpg sur Sebfaebt lu ncr= fammeln unb 7. 8ug. onsugreifen. Sic grafee 3ni' tiotine ber untern gübret ncreitelte inbeiien biefe

Sei Sagegonbtueb beg 6. 8ug. maten bie bercitg im flRa^cb, um bie befohlenen Stellungen einsunebmen, bie Sorbiit beg 2. bapr. Rotpg tarn bei ©broborf, norbweftlich non ®Ortb, an unb brang gegen bie linfe feinblicbe gianle not. abficbt.

armeetorpg

artillccicfeuer unb ein lebbafteg ihm bie Schlacht bei SB 6t tb 4 Uhr nacbmittagg war bie S^ladit

Salb begann bag

Sebüfeengefeebt: mit (f. b.).

Um

gewonnen. Ser Südsug bet gefcblagencn gtan= sofen artete in giucbt aug, beten öauptftrom nach

bem Sogefenpaffe non 3abern (Sanerne) flutete, um non ba nach Sonep su gelangen. Sie beutfehe Äanalleric ncrfol^e nach Secnbigung ber Schlacht nur mit wenigen Sebwabtonen, ba bie4.Ronallctic= binifion nicht reebtseitig ouf bag Seblacbtfelb beran=

gesogen worben War. Sennoeb fielen biefen wenigen noch sablteicbe ®efongenc unb mch=

Siwabtonen

8m

folgenbcn Sage tere ©efebüfee in bie Sänbe. nerfuebten 30 beutfehe Sebwabtonen, bie Setfolgung bet gcfcblagcnen frans. Steregabtcilung aufjuneb* men. Seiber feblugen 26 Sebwabtonen eine falfche Sichtung ein, nämlich auf 31ieberbronn. firft febt fpät Würbe bet 3rrtum bemertt unb nun über 3u0= weilet norgegangen. Sie beutfehe iHeilerei batte unter biefen Umftänben febr bebeutenbe ttrapasen erft gegen 8benb bie güblunn mit bem ©rog bet Stümmet fIRoc=!lRabong aufnefemen. abenb ging jeboä) auf ©runb falfcber 3tacbricbten surüd unb oerlor bobuteb auf lange 3eit bie güblung mit bem in 8ufl6fung weicbenben Segnet. Sag Äorpg fDlac!

unb tonnte

bie beutfehe Steitermaffe miebet

8m

a)eutfq»3ranjbfif(ner Krieg öon

SHabond unf&bt eonj lampf< Ser ftrcnptins tonnte naib Piefem ent
armee hatte sunächft bie Sinie ber frans. 9tieb hah ten wollen, biefe Stellung aber 12. äug. betlaffen, al# preuR. Kaballerie auf Sont!ä:fDlDuffon oorging unb ba# £ieer be# $tinsen griebricb Karl weiter oot! rüdte. IBi# auf 15 km oon IDleg war bie KabaUetie bet ßtften armee bor«btungen, währenb bie bet 3weiten bot IBcntsäsfniouffon unb bie bet Sritten bor 91ancp erf^ienen war. ÜRarfthall ISasaine hotte 12. aug. infolge ber su $ari# (f. grantreich) ben Oberbefehl armee an Stelle be# Kaifer# übernommen; fein

(Steigniffe

bet

^a#

sine (m gorbad») in beutfcfce 6anb. aue btei beut= leben ärmeen ftanben nun auf frans. Soben unb fegten ihre ^Bewegungen unter einbeitliiber Seitung be# (Stoben ioauptquattiet# fort, ba# ihnen bon fUlains au# über £iomburg (8. aug.), Saatbrfiden (10.), St.aoolb (11.), nach Serliimen, einem groben

ßoufin! 3.) Korp# führte nunmehr Stcaen. fPlontauban, @raf bon $alilao, würbe an Stelle Seboeuf# Ktieg#minifter. fflasoinc war bom Kaifer angewitfen, bie armee hinter bie 3)lao# surüdsu' führen, um fiih mit bem bei ßhöfon# au# ben IReften be# 5eer# IDlac'fDlahon# unb neuen Srup’ pen (wie ben für bie glotte beftimmt gewefenen £anbung#truppen, bet Sefagimg non fHom, bem SRefte be# 7. Korp#, fDlarineregimentern unb fUlarfch' regimentern) sufammengeftellten 6ilf#heete su net! einigen. IBasaine lieh am 13. bie SBrüden über bie fKlofcl nermehren, fanbte an bemfelben Sage einen Seil be# Srain# bi# (Srabelotte borau# unb wollte 14. aug. mit bet gansen armee noch SSetbun ab= rüden. 9!ur eine gnfanteriebibifion (Sapaucoupet) foUte 8»r Sßerftärlung bet ©atnifon in 3Meg blei' hen. ai# am 14. bie auf bem rechten IDlofelufer ftehenben Korp# (©orbe, 3. unb 4.) absurüden began! nen, würbe bie 9laehbut, 3. Korp#, non ber ßtften armee (Steinmeg), bie 6ftlich not fliles ftanb, angt! griffen. Worauf ba# ©atbe! unb 4. Korp# gront mach!

Soi^e on ber ßifcnbabn naeb

ten

war

einer ber fibtnierigften unb blutig-ften, melcbc bie 3rieg#gefdbi4te fennt; mit ungc= beuem Serluften würbe fmnbenlang barum ge= rangen. Sie 6#6e würbe bei ßinbrutp ber Sunleh

befegt hielt,

beit genommen, worauf gtofforb unter bem Stfeuge feinet ftarien artillcrie ben 'Jlüdjug junäibft nad) Cttingen antrat. füiebrere in ber 9!dbt be# 6dplacbt=

felbe# lagernbe franj. Sibifionen waren untbdtig ftcben geblieben unb ^aben babutcb ben Seeluft ber

€d)la(bt grogenteil# bcrfdjulbet. au^et 1500 un^ bcnnunbeten ©efongenen fiel aud; baä Sagergetät einet Sibifion, ein Sontontrain unb grobe Sltaga:

bab. Sibifion

nahm

in

fffieg, folgte.

Sie

ihrem Sorrfiden gegen

T. aug. Hagenau burih einen Sanbflteieb ibtet jtaballerie unb erfebien am 9. not Strab' bürg. (Senctol bon Sepet forberte ben ftomman:

Strabburg

bauten Uhrich Sur Übergabe auf, bie biefer ablehnte; bie geftung Würbe barouf eingefiblo)len. Sie Sritte überfdjritt bie Sogefen. 9. aug. würbe Sügelftein, bo# unter gurddtanung bon (Sefebüg u. f. w. geräumt war, befe^t, uiibtenberg lapitulierte 10. natb lurset Seftbiebung, Sitfdp würbe am 11. eingeftbloffen, fpfalsburg am 13. bon einer Sibifion be# nunmehr emgetroffenen 6. armcctorp# oergeblitb au# gelbgefdiüg befeboffen unb fpäter eiiu 11. aug. ftanben bie beutfeben !Qot< gefwloffen. truppen bor ber fDlofellinie, bie armeen hatten fnb ouf einer f^ontlinie bon 52 km sufammengesogen. ßin Selegramm au# bem (Srogen ^auptguarticr ju Saarbrüden mclbete bom 10. aug.: «Sie frans, armee fegt ihren iKüdsug gegen bie 'Dlofel auf oUen fSuntten fort. S5on unfern fämtlichen armeen folgt ihr bie flaballerie auf bem gube.» Seit biefem 3eitpunlte begann bie felbftdnbige, bamal# neu’ artige iBermenbung bet Meitetei, weltbe biefer ÜBaRe

8m

armee

am

Hm

anerfennung

ihrer hohen IBebeutung für bie btt (SegtnWart wicber oerfibofft pat. Sie ging ben norrfldenben öeeten weit botau#, bet! fdleicrte alle fflewegungen unb berfdjaffte bet eige= bie

ftriege

nen feeerführung fepnell unb siioetläffig anfllätung über ben iBerbleib unb bie URabtegeln be# @egner#; fte übersog weite Sanbftreden, überfiel feinblidte Sran#portc, trieb £ebcn#mittel unb Kontributionen ein unb war sum @efe fionen bei 3. Rorpi um 10 Ubr Scfebl, Dorjugeben. Siei war bn Seginn ber Siblacbt Don91ionDi(le>

'IRari'Ia’Zour. (6. SBionDille.) f^aft 5 6tun> ben timpfte bai 3. itorpi allein gegen bie fteti er> neutcn Angriffe bn feinblitben übnmaibt bei Sion: unb glaDi^np. ®egen 4 Ubr naibmittagi traf bai 10. Rorpi ein, gleiibteitig $rinj Sriebriip Rarl, ber bie Seitung bn Sibladit übemabm. Qi tarn ju einem großartigen Steitergefeibt (ungefdbr 5000 ^eitn beibnieiti), in melcbem ftßließlid) bie beutfibe RaDallerie fieme. Suf bem reiten glügel trafen gegen Äbenb Seile bei 8. unb 9. armeelorpi ein unb griffen in bie 6d)Iait ein, bie erft mit Qinbruib bn ^ait, nad) jlDilfftänbign Saun, ibr Qnbe erreiite. Ser Sbmarfi ber f^onjofen naib Serbun Dille

mar

butdi bie Scblaibt Don 91ionDille unmigUcb ^elDorben, ba für ben folgenben Sag auf beutfier Seite betrditliie Serfldrtungen jur Stelle fein mußten. 17. ^ug. ging bic fraii}. Xrrnee in bie Stellung St. llSriDat’Sa 3Rontagne:3DffQ, alfo biit Dor 3Reg, jurlld unb D^tdrlte bicfe Don liatur ftarle Stellung burcb alle fDlittcl bn Sclbbefeftigung. auf beutfibn Seite batte man für ben 17. Jtug. bie

Um

naißbem Don legieret 3 Rorpi (®atbt, 4. unb 12.) untn bem Stfeble bei Rronprin}en Slbnt Don SaiMen abgejmeigt unb ali felbßänbige Siinte (SnaaiOarmee }u femner SSermenbung im freien gelbe beftimmt motben maren. Snemt mit bet Sritten Slrmee follte bie SKaaiatmee gegen bie bei Sböloni gebilbete gelbarmee bei SRatfiballi SRacblieben,

fUtabon, bei bet fidt Siapoleon befanb, operieren. SJtin} gtitbriib Rarl, ber ben Ofanbefebl Dot 9Reg übemabm, nbielt bie bneiti operationifäbige (RummeO, bie größtenteili aui Sanbmcbr, oerftärtt burcb Sinientruppen aui ben geftungib^agungen, beftanb, }ugemicfen; aud> traf 1. Sept. ein Seil bn Rüftenarmce (17. SiDifion) 4. StefetDcbioifion

untn bem ®roßber)oge Don fStedlenburg'Scbmnin Dor ÜReg ein. SiMeinbliibe glotte (reu}te )mar nod} in ben beutfdjen flHeeten, eine fianbung ftanb ober nicht mehr btoot; bie baju beftimmten Smppen, auch bie fUtarinefolbaten, maren }ut SJnteibigung bei eigenen Sanbei unentbehrlich. Sior SReg blieben 8V| Slrmeelorpi unb 2'| RaoalleriebiDiftonen.

Sai Cbnlommanbo bn Qrttm SIrmee mutbe bem $rin}en griebrich Rarl birelt unterftellt unb ®ennal Don Steinmeg ium @eneralgouDemeut im Sejirle bei 5. unb 6. Slrmeelorpi nnonnt. Si^e fDtaßregel

mürbe befonbcri

aui 5';„ unb bie SRaaiatmee, bie aui 3 Rorpi b^tonb, mo}u noch 4 preug. RaDallniebiDifionen,

bie bie

Rinig äOilbelm lieg baju alle Rorpi ber 3>a(itnt ärmee, bie }um Seil nod> auf bem reibten fDtofeb ufer loaren, bnanrüden. Sa ber feinbliibe Angriff ieboi auiblieb, nmrbe für ben 18. Slug, bn »eitere Sormarfi befiloffen, um ben Seinb aufjufuien unb eine oauptfiblaibt }u liefern. Ser Rbnig traf 18. Slug, morgeni 6 Ubr aui il^ont'CufDtouffon auf ber ^bbe iQblicb Don ^la^ Dignp ein. Salb nahm man »abr, baß bie feinb= liie SIrmee Dot 9Reg Stellung genommen habe, morauf eine allgemeine Sleibtifibwentung befohlen mutbe, unb bie Scbloibt Don ®raDelotte:St.

Dallerie gebirten, mit

@raDelotte) begann. Sieje Sißlaibt bai Sebidfal btt ftanj. Slbtinatmee unb bn geftung fDteg. Set reibtc glüael ber gran= jofen »urbe bet St. 'Brioat D&Uig gefcblagen unb eilte in »Uber gluibt naib 3Rtg lurdd, bet linte hielt hingegen noib ndbrenb ber aaibt feine Stel= lung unb räumte biefe nft am fUlotgen bei 19. Slug., ohne einen neuen Singriff abjumarten. Sie Raifn= (f.

entfibieb übet

garbe batte an bn Sdilaibt faft gar niibt teil’ genommen, ebtnfo bie fReferpeartilletie bn fron}. SIrmee, bagegen batte bai preuß. @arbeforpi febr fibmete Snlufte erlitten. Slm fDIorgen bei 19. bie fBabnoerbinbung mit Siebenbofen burib

mutbe

Sie gefdilagcne im Sagn Don fDIeg eingefibloffen, Qrfte unb gmeite SIrmee bafelbft }urüd’

notmenbig,

fag Don 'IReg beeanrüdmben SIrmee 2Rac-3Raboni unterftügen follte, mutbe Don ben auf bem rechten SRofelufet ftebenben Sruppen (namentlich l.Slcmec torpi unter ®eneral Don SRanteuffel) in bet Schlacht Don StoiffeDillc (f. b.) iuradgcfcblagcn. Qi mar biei bn legte größnc Sßetfuch, bie iHbeinarraee Don bn Ginfchlicßung }u befreien. n. Sic Rimpfe um Sebcn anb IBarii. gn> }mifchen aber batten fchon 19. Slug, bie Sritte Slmiee,

Siebnaufnabme bei Rampfei Dorauigefegt, unb

SriDat

beibalb

»eil Dot 9Reg ein einheitlicher Cbnbefebl unbebingt etfotbnlich mar. Gin (31. Slug.) untemommener SluifallDetfuch, bet bie Operationen bn }um Qnt=

fächf. SteitnbiDirion

unb bie fübbeutfcpe RaSorbut ihre Sjpnatio--

ihm

nen gegen bie SIrmee Don Gböloni begonnen. Sie URaaiarmee nirblich ali rcchtn glügel trat mit ihrem ®roi ben SRatfeh nach ber 3Raai 20. Slug, an,

»abtenb bie Sritte SIrmee biefeii glug febon am 19. unb 20. überfchritt, ohne auf SQiberftanb }u ftogen, unb auf Sar-Ie-Suc Dorrüdte. Qine Srigabe Dom 2. bapr. Rorpi (öartniann) blieb Dot Soul fteben, ba eine Sioifion bei 4. Rorpi, mclcbe etfolgloi bie geftung mitteli gcmaltfanien Slngriffi }u nehmen Dnfucht batte, )ut SRoaiarmee bnange}ogen motben »at. Sai öauptauartier bei Äronptin}en (am nach Signp, mo auch bet Rinig, bem SRoltlc Dorauieilte, ermattet mürbe. Sa lief bie SRelbung ein, bag ber geinb bai Saget Don Gbäloni Dn= laffen habe, (ii mar }meifelbaft, ob SRac-'dRabon fich gan} nach 'Batü mrüdge}ogen obn eine glanienfttUung gegen bie 'JRarfcblinien bn beiben beutfchen Slrmeen bejogen obn fonft etmai unternommen batte. ISäbrenb bie öeere ihren SRarfch nach Gbäloni fortfegten, (gingen Sepefchen aui Sonbon ein, melche bie Slbiicht bet gtanjojen inelbeten, mit btt SIrmee Don Gbäloni bie älbeinarmec in fIReg }u entfegen. biefe Slbficht ber

Sie

beutfehe RaDallerie batte

gtan}ofen burch ihre ^Reibungen

SRac-SRaboni SIrmee beftanb aui bem Rorpi (fegt untn Sucrot), bem 5. (gaillp), bem (Souop) unb bem neu formierten 12. (Sebrun);

beutfdte RaDallerie unterbrodicn.

beftätigt.

SIrmee mutbe

1.

roo}u bie

7.

®eutfc§»5ranjöfijt^er firicg Bon Irine

£tStfe betrug 135000 iOtann. 3)aS in $aiis (Sinop) (oUte nadbrüden, tarn

aebilbete 13. JlorBäS

aber }ui Scbtadjt bei 6cban tu fpit unb lebtte nad) ’Sarid jurüd. Ser Hriegiminiftet Sou> bottt ipirflitb bem Selbberm ben Sefebl iugefertiat, Sajaine su dilfe )u tommcn unb bo)u nach weben abjumarfibieren, um llngj ber belg. (Stenje, gebedt bureb bie dieibe ber tleinen ^ftungen, natb SDleg ju gelangen. 3)lac>iDlabon batte fid) nad) Sieimb geluenbet unb bann, autb biei Perlaffcnb , in nitbl. dliibtung nach Stetbel. dlun tuurbe im beutftben ^lauptquarticr bie Slttbtdfcbnxnfung beibet §elbarmeen unb beten IBotmarftb in nötbl. dtiebtung angeorbnet. Sie Operation bet franj. Slrmee nad) äJleg fonnte nur gelingen , wenn

1870 unb 1871

linlen Ujcr bet

2Raa8

m

103

ftanb^alle, anareifen unb,

pleitbjeitig flegen feinen reefeten

glügel opetietenb,

ben engen dtaum imifcben bem bluffe unb ber

sufammenbtdngen

Xlb 3Rac
tBctluft

au«gefübrt worben wdre; aber man gebrauibtepon dteim« bi« nad) Seaumont 10 Sage unb lieg ft

feungöarmee not 'Weg würben ba« 2. unb 3. Äotp« bei Stain ^u etwaiger weiterer Unterftflgung bereit geeilt. dmeSlbteuungbcTfdtbf.flaoaUeritbipirion ltiefe27.Slug.bei!Bujancpau|feinblid)eSbaficut« unb batte ein beftige« ©eftibt mit ihnen. Samit war bie frAblung mit bem ffeinbe gewonnen. Sie Slrmee 2)tac = iDlabon« batte fub in ber ©egenb non

Soujicr« oerfammelt unb bratb non

hier 28.

9ug.

auf, bie dauptmaibt nad) Staumont, eine Sieben: tolonne red)t« bapon natb Stenap. Sluf bie legtge: nannte Aolonne ftitfe bie mt SluflUirung oorgebenbe fdtbf. ÄanaUerie, erhielt SlrtiUerie-- unb 3nfantetitfeuer unb mufete fub jurAdiieben, tonnte aber mit Seftimmtbeit Aber ben Worftb be« Seinbe« beritbten. Satauf erhielt ber flronprinjPonSatbfen 29. Slug. au« bem finigl. Hauptquartier ju Sarenne« ben SSefebl, mit ber Waa«armee auf bem linlen Waa«: ufer eine 9ferteibigung«ftellung ju bejieben; ber Sorftofe beibet Slrmeen war erft auf ben 30. Slug. beabfitbtigt, botb mürbe bet Jltonptinj Sllbert et: mdfbtigt, fall« et niibt einen an 3obl Aberlegenen (Segnet not fitb habe, ftbon am 29. bie Strafee oon Soujier« nad) Stenap ju befegen. Ser SSrinj liefe baber feine breiHorp« gegen biefeStrafeeootTAden:

8orbut be«

12. (fdtbf) Aorp« traf bei Slouart bet notb Stenap morftbierenien Aolonne, unb e« entfpann fid) ein ©efetbt, ta« bi« jum Slbenb bauerte. Sei einem gefangenen

bie

auf bi« Slatbbut franj.

8eneralftab«offiji«tmutbeber®efeblfOtbi«ndd)ften Cperationcn be« franj. Aorp« gefunben, worauf bie Sewtgungen ber btiben beutftben Slrmeen 30. Slug, angeorbnet würben.

jum

Stnbieftra2agtüberraftbt«nbiegefe(bt«bcreitoot:

rAdenben beutftben Aolonnen jundibft ba« (JaiOp)

5.

Aorp«

im Saget,

welibe« feinetlei Siibttbeit«mafe: regeln getroffen batte, warfen e«jur Ad unb perfolgten e« bartnddig. Slad) Idngerm Aampfe würbe e au
000 Dfnä'tre, 83000 Wann ttiep«gefangen, 419 gelb: geftbAge, baninter 70 WitraiUeufen, 139 geftung«: geftboge, GtiOOO brautbbare ßbaffepotgewebre unb 6000 8frrbe nebft bebeutenbem Arieg«matcrial, unter onberm 1072 Slrmeefabrieuge, ben Siegern abgeliefcrt. Slufect ben etwa ICOOO in ben Jagen oom 30. Slug, bi« 1. Sept. gematbten ©efahgenen fielen 14000 8etwunbete in beutftbe ©efangenfwaft. A6nig

Sffiilbelm batte

eine lutje

pue

bei grenoi«.

Stblofe

104

®eutj(5»3franjöfif(^cr «ricg

oon 1870 unb 1871

’iSariS in fUlatfd) gefept. llSnig

bung mit auhen beraubt merben; erft naib Slntunft beS noUftänbigen IBelagetungSpatlS tonnte bet Sitftt 3tnuntt lag jiemliib fern, benn bie noibanbenen 9eIagetungS‘ gtfibflbe mürben junädtft im Glfah gebtauibt unb tonnten erft bann not SButiS gefihafft merben, menn minbeftenS eine SBabnlinie bottbin billig jut IBets ^gung ftanb, b. b- natb Ginnabme ber geftung Soul. !tm 30. Snt. fanb an bet Sübfront non IBatiS ein jmeiter SluSfaU ftatt, non 10000 SRann unter ®enetal IBinop, mürbe aber nach feibSflün-. bigem Stampfe nom 6 . Slrmeetorps juiüdgemieftn. Sann neiging bet halbe Ottobei, ehe ein neuer unternommen mutbe, nur bie gottS fdjoffen unouS' gefegt, oft auf Heine Jlbteilungen unb einjelne ifteitet. SBotjüglitb mat eS baS bodb gelegene, mit fdjmetem 3Rarinegefniftben war Sttohburg (f. b.) 27. Sept. nach riebenroicbigti ateiteibigung erlegen. S3on ben tleinern geftungen batte üRatfal febon 15. Slug., Sütrp am 25. ohne SBibcrflanb tapitulierl, Soul (f. b.) mit 2400 'IRonn unb 120 ©ef^ügen bagegen erft 23. Sept. nach

.

ben Slbfd)lub eines 3i)affenftiUftanbeS,eptntuell übet bie gtlebenSbebingungen, ju netbanbeln. Siefe .•iuiammcntunft tetliertefultatloS, habet franj. !8 c= uollmäcbtigte ablebnte, in bie beutfebetfeits gefor; bette öebietSabtretung ju miUigen unb überWpt jebe ?lbtretung franj. ©ebieteS für unannehmbar crtlärte. Unter biefen Umjtänben tonnte burtb einen

mieberbolter beftiget ®cfchiebung, SoiffonS am 16. unb Sd'lettftabt 24. CIt. fich ergeben. fReu^ bteifaih unb ®eibun mürben noch belagert, RSfalj’ bürg eingefchloffen, Sitfdj (f. b.) blieb unbejroungen bis jum grieben. Unterbeffen batte auch aRarfchaU Sajaine in 2Reg (f. b.), naebbem er nach bet Schlacht non 'Roiffcnille (f. oben) noch mehrere Heinere SluSfälle (27. Sept. unb 7. Olt.), obet teinen gtigern

Stärfung btr franj. aOebtttaft gebient unb bie iSeenbigung beS flrieges netjbgett merben. gür bie beutidje öeetiübrung banbeite es fiib batum, bie beiben Joauptfammel" punlte btt feinblidien SlRacbt, 'IRtli unb 'iSatiS ju untetroerfeu. Saju reichten bie beutfdjen iöecte roobl aus eS fehlten aber roeitere Rräfte, um gleidj= ÜilofTenflillftonb lebiglid) btt

;

gegen ben Sttben gtantreidjS offenfm not‘ geben ju fSnnen. 'Jiur mit ÜRübe tonnten einige ftbroaebe Stuppenlötper bereitgeftellt merben, bie Ginfihlitbung oon RtariS gegen Gntfabnerfuihe ju beden. Sitfe aSerbältniffe ergaben einen nblligen Umfebroung bet fitategifdien Lage ber Seutfibtn. Söor bem Gintteffen beS SelagetungSpartS muhte 'Boris mbgliebfl eng eingefdjloffen unb jebtr iSetbin-

SO.Ctt.mutbeLeRSourgetbutcb

bie 2 ©atbebinifion nach längerm, nciluftreichem Stumpfe jurüdetobert unb fortan mit ftärterer S)e= fagung oerfeben. 3a neuen erbitterten Stampfen tarn es fobonn 30. plon. unb 2. 3)ej. bei einem er^ neuten MuSfall untet Sucrot in bet 9iäbe bei

®enctal Sucrot fudjte

S

Jim 13. Ctt.

fonb ein neuer äuSfall ftatt mit 10 Söatoillonen gegen Süben, mürbe aber nom 2. bapt. Storps nadi heftigem Stampfe abgcfd)lagen; ebenfo mutbe ber am 21 . nom 'IRontiaSalirten (f. b.) bet butd) 12 SBataillone mit 40 @ef(bügm untet ®eneral Sucrot unternommene non ben IBoitruppen beS 5. Storps, julegt unterftügt buttb bie ©arbelanb^ mehr, bie nach bet Stapihilation non Stragburg nach aSetfailleS betangejogen mat, abgemiefen. SBei einem fpätern SluSfaU, 28. Ott., bieSmal nach fRor> ben gegen baS @arbetorpS gerichtet, nahmen bie granjofen baS non SBorpoften febmad) befegte ll)ori Le aSoiitget unb richteten eS ju nacbbaltiger Riet’

jeitig

,

'

JutcbbrudiSnerfucb unternommen batte, megen aRangel an Lebensmitteln am 27. Ott. lapituliert. Sie armee (3 ilRarfcbälle, 6000 ©enerale unb Cffijicre, 173000 aRann) routbe auf bie ®ebim gung non Seban triegSgefangen, bie geftung, bet ftärtfte aBafienplag grontteiebs, mit allem RiiegS= material übergeben; 53 Slblcr, 541 gelb= unb 8cX) geftungSgefebüge, 102 3)!ittailleufen unb 300000 Sie Slrmee beS (»emebre mürben ouSgeliefert. 'Btinjen griebticb Storl routbe nun netfügbar für bie Setämpfung bet neu formierten franj. gelb' truppen im nirbl. unb fübl. grantreich.

2)eutf(fi»i5ronjöfijcfitr

m.

Samaf

Krieg aon 1870 unb 1871

105

im Sluglanbe, namentUib

beibem Jtampfe big gum Bbcnb behauptete. Boib jum 10. 91on. trat et ben Siüdiug an unb nereimgte fub bei Sourp mit bet 22. Si< oifion unb ber 4. Itaoalleriebioifion beg Bringen Blbretbt. OrKang mürbe gerlumt. 3umeitererBer* ftlrtung mürbe bemnlcpft bet ©robbergog non iDledlenburg mit bet 17. Sipifion berangegogen. Ser ermattete Bngriff beg S( mittelbaren Setfolgung 2 u ent 2 ieben. 6d nat biefe Kiitgdpetiobe »obl bie anftrengenbfte btd ganien gtlbiugd, unb nut hiegdgenobnte Ketntruppen nermotpten btt hier btt Htmee btd $tinitn ge> fteUten Hufgabe 2 u genügen. Sie ^auptuift bet ffdmpft rupte faft audföhlicfelidt auf bet Snfantetie. Sie Heiteret lonnte gat nidjt unb bie Httilletie nut febt nenig belfenb tingreiftn, »eil bie @igentüm= iiibteitcn btd Seldnbtd eine nitlfame Sttncnbui^ bitfer fBaffen oudfiblofe. Set @rofebet 20 g ging mit feinen btibtn Sinifionen unb ber ihm 2 ugettilten Kanalletie non Sbattted not, natf bie gtan 2 ofen unter btfliflt» Admpfen aud ihren Stellungen,

12.3an. aud bet bei Sotntille unb Ste. Stoip, nobel 4000 Sefangene gemacht nutbtn, nlbtenb an btmftlbtn Zage bad 3. unb 10. Kotpd btt St aRand (f. b.) bad @tod bet ftan 2 Hleftatmet in .

entfdieibenbet Seblaibt beftegte unb bajelbft btbeu^ tenbe Ktiegdnottdte erbeutete. 3n ben legten Zagen

naten 20000 (Sefangene, 12 Sefibflge, 200H)agcn unb 6 Solomotinen genommen notben. Set Hübet: ftanb bet ftani. JÖeftatmee nat trog aller Hntttengungen

i^8

enetgififetn

Stlbbcrtn gebtoeben;

20 g fnfe tn noUtt Huflifung auf Sanal unb Hlapenne mrüd, nutbe aber burip bie 6. ffanallerir bioifion (Sibmibt), ber noib anbett Hbteilungen non anbttn Hlaffen beigtgtben naten, netfolgt unb jie

netlot noib »iolo Sefangene. Sad mit fo geniutigen Koften erbaute Saget non Conlit nutbe aud) auf: egeben. Set Stofebe^og erhielt fBeftbl, gegen G[fen^on 2 U geben, »obin Herftdtfungen für Span 2 P

non Sbnbourg aud untemegd naten; biefe nur: ben babutib non bet Streinigung abgebalten. Hud) Hbteilung btd Srofebet 20 gd maibte nod) nitit Sefangene, befegte 15. 3an. Hltn^on nach lut2 tm bie

Sefeibt unb nutbe bann nad) btt Hotmanbit ab: SBoften nat bet Krieg beenbigt; gerufen. otganirierte note^t nut bie Ztümmtt feinet Htmee, bo® lam ed 2 u leinen »eitern Sefeifeten. b. 3m Horben batte Scnetal fjaibberbt, ber an Soutbalid Stelle getreten nat, eine Slotbatmee otganinert, bie inbeffen noib »enig Innern feall erlangt batte unb nid)t operationdfdbifl üiat. Se: gen biefe riibtete bie ßtfit Htmee unter Sentral non fDlanteufftl mit 2 »ci Kotpd 7. Hon. non Hltg aud ihre Operationen; bad 7. Kotpd (3aftron) blieb, nie fdjon erndbnt, in unb bei Hteg (13. Si: nifion) unb 2 ur Selagtning bet ndibto §eftungen (14. Sttüfion) 2 utüd. Sentral non Kamele imang

£ban 2 P

bur® Sombarbement Siebenbofen

(Zbionnille),

badfeitber nut beoba®tet notben nat, 24. 31oo. mit

4000 Htann unb 200 SefAfigen, unb aHontmfbp 14. St2 (3000 Htann unb 65 Sei®üge) lut Kopitu: lation; in>nif®en batfe fi® 27. Hon. au® Sa 3tre mit 2000 Stfangenen unb 70 Stf®ügen na® i»ei: .

tdgiger Sefebiefeung einet Stigabe bed 1. Kotpd etgeben. Kamele nat im Se 2 embet 2 ut Seitung bed ^ngenieurangtiffd na® Hurid berufen notben unb Sentral non Senben on (eine Stelle getreten. Siefet nobm 15. 3an. Hocrop but® einen 6anb< ftrei® (200 Sefangene unb 70 Sef®flge), na®:

bem

ailt 2

Uted

(2000 Sefangene unb 70 Sef®üge)

5.

Snitfm.SJrQnjöfifcfitt Krieg

^an. fub ngeben batte. Songmi) »utbt noib nmnMgigee Sefcbielung 25.3an. vom Oberjt Don Dienfti genommen (4000 @efangene unb 200 ®t-fibatie). !Qon ben übrigen, rflitmdrtü ber deere feit beten Sormotiib no. ergeben (1900 ©efangene unb 65 ©efiüge). 3Jlanteuf!el erreicbte mit ber ßrften 9rmee, beten beibe ffotp4 üdb auf jmei dauptflraben, auf SaomTtobon baü 1., auf 'Keims ’Eompitgne baS 8., bemcgten, 20. Kon. bie Oife unb erhielt burih bie eorauSmarfibierenbe jtavaUeriebicifion ©raf con ber ©roebcn bie Kadj’

S

bah fotoobl bei KmienS als bei Kouen ftSrtere feinblicbe Streitfrdfte ftdnben. biefe einjeln }u fdjlagcn, mürbe bet Ktarfd) sundibft auf SlmienS (f. b.) gericbtet, mo ber Seinb 27. 'Jtoo. bie Sdjlaibt annabm. Sie bauerte bis ]um Kbenb; bie f^au’ )ofen mürben gegen bie Somme unb auf ihre ber: ri(bt,

Um

ubanjte Stellung cor SlmienS lurfldgeffiotfen, bie ne febo(b nicht certeibigten; fie jogen Fub jiem=

m

üuflbfung nach Sille unb StrraS jurüct. 28. Kos. befegt; auch bie Eitabelle naebbem fie bureb Sibügen ber Snfanterie unb ber Xommanbant babei getbtet mot= ben mar. KlanteuRel manbte ftcb barauf gegen ben anbem Sieil ber Kotbarmee, bet bei Kouen ftanb, unb lieb nur einige Srubben )ut Seobacblung beS bei KmienS gefcblagenen ©egnerS }urüci; betSeinb, etma 30000 Wann fiart, nahm feboeb bei Kouen ben ftambf niebt an, fonbem mich nach bem linten Seineufer unb nach ^anre aus, fo bab Kouen 6. Sei. oom 8. XorpS (©oeben) befegt mürbe unb eine Abteilung bis on ben Kanal (nach Siebbe) rotging, ülie feinblicbe Kotbarmee beftanb alfo nunmept auS jmei getrennten Zeilen, bie aller: bingS mit £ilfe ber glotte jeberjeit ohne erbeblicbe Sebmierigfeit rereinigt merben tonnten, goibbetbe batte an ben fjeftungen SlrraS, Souai, ^mbtai, 'SalendenneS unb babinter als ßauptbunlt Sille liebet

KmienS mürbe ergab

fieb,

befeboffen

eine ftarte OberationSbafiS, in ber fein $cer nach lebet

Er

Kieberlage reorganiftert merben tonnte.

beabficbtigte hinter bet gegen Kouen eorgegangenen Erften Slrmee mit bet etma 50000 Wann ftarten Korbarmee gegen $ae but ftieb 2. San. bei Sasignp auf bie preufi. 9ti> gäbe Strubberg, von ber fte jurüdgemiefen mürbe; am 3. griff er mit gefamter Wacht ben ©enetal »on Soeben an, bet ihn nur mit ber 15. Zivifion (nun: mebt Kummer) unb einer Zruppenabteilung bie Srinj SUbreebt (Sohn) »on KatiS berbeigefübtt batte, in neunftünbigem Kampfe bei IBapaume aufbielt, morauf er mieberum ben Kfidjug in brr ViCiit antrat. Kueb an btt untern Seine, mo baS I. Korps, geführt »om ©enetal »on Kenlbeim, gegen bie fog. Krmee »on 6a»rt (©enetal iBnanb) ttanb, mürben Kotteilt errungen; Kentbtim übet= fiel 3. San. ben Eleneral Kope bei Woulintau;;: Ealonb unb jerfbrengte feine Zrupptn am 4. bei Soutgacharb. Z)tm ©enetal »on ©oeben ergab ftcb 10. San. Keronne mit 3000 Wann, ein mtgen ,

betSage bieferSeftungfttategiJib bebeutfamer Erfolg, jaibberbe rücltt balb barauf jum »iettcnmal »or.

öon 1870 unb 1871

um

107

fub bie Strabe nach $atiS ju bifntn.

©enetal

»on ©oeben, bet nach WanteuffelS Ernennung }um ObetbefeblSbabet ber neu gebilbeten SObormee baS Oberlommanbo btt Erften Hrmce übernommen batte, trat ^aibbetbeS Korrüden entgegen, marf 18. San. feine Kortruppen »on ©eauvaiS auf

Saint Ouentin

(f.

b.)

Kotbarmee in

jurüd,

ihrer Stellung entfebtibenbe Kieberlage bei.

griff

on unb

am

19. bie

broebte ihr eine

Somit mar im Korben

bet lebte (SntfabDcrfucb non KariS gefebeitert unb SaibberbtS Krmee in einen 3uftanb bet Kuflbfung »erfebt, bab fte für längere 3eit nicht im Selbe er: febtinen tonnte. btt lebte grobe

Kn

bemfelben Zage mürbe auch KuSfall »or $atiS (f. Wonb

Kaltrien), ben Ztoebu unternommen batte, ent: 7. febeibmb jurüdgtfcblagen unb babiircb baS Sebidfal ber belagerten Stabt entfebieben. S>n €üben ftellte ftcb in benfelben Zagen bie Unmiglicbteit einer Silfe ebenfalls beeauS, unb auch bet neu erfonnene CperationSplan ©ambettaS, bureb einen Warfcb bet Ktmte ©ourbalis nach Often ©elfort tu tn5 feben (f. unten), bie KerbinbungSlinien ber Karifer ©elagerungSatmtt }u burebbreeben unb baS obere Kbeintbal ju bebroben, um auf bitfem Wege KariS

m retten,

febeiterte unb batte ben Untergang bitftr Slrmte jut Solpe, ju berat Selämpfting atiS bem Korps, baS tn Sotbringen ablbmmlicb mar, unb bem 2. Korps, baS erft für)licb cot KatiS angetom: men mar, eine neue Krmte, bie Sübarmee, nebilbet unb nach Süboften in Warfcb gefegt mürbe ©enetal »on Wanteuffel erhielt beten Oberbefehl. c. Siet im Often mar ©enetal »on ÜBcrbtr mit bem 14. Strmeetorps Knfang Oltober bureb bie ;

Kogefen »orgegangen unb batte bie früher entfanbte fliegenbe Kolonne Xegenfelb an ficb gejogen. Septere bcitte 6. Olt. bei EtiPal ben ©enetal EambrielS mit ben juerft fertig gemotbenen Zruppen ber franj. Oftarmee nach fiebenftünbigem Kampfe jum Küd< iug ge)mungcn, morauf baS KrmetlorpS in »icr Kolonnen feinen Sormatfeb fortfegte unb ben Seinb überall jurüdmarf. 18. Olt. mürbe SJefoul be< fegt. EambrielS batte barauf Stellung am Oignon genommen, mürbe ober 22. Olt. »on ben ©abenem unter ©enetal »on IBeper in mebretn ©efeebten ge= (cblagen unb toicb auf ©efan^on jurüd. Ohne ©e: lagerungspart mar ein Kngriff bief er ftarten Seftung auSficbtSloS Werber manbte ftcb bauet meftlicb auf lUijon, baS 30. Olt nach fernerem Kampfe eingc> nommen mürbe, ©aribalbi mar in bem natjen Zote noch mit Organifation feines Korps befebdj: tigt unb tonnte EambrielS nicht unterftfigen. Sein Sohn Kicciotti batte aber inwifeben einen glüd> lieben £aubfttei(b gegen bie ©erbinbungSlinie ber beutfebm Krmeen gemacht unb 19. Ko», in Ebä = tillon ein Sanbmeprbataillon unb jmei Sebmabto: nen Kefenebufaren überfallen. Zureb ©efebl ber Kegierung mürbe ©aribalbi nach Kutun jutüdge: imgen, um bort ungefdbrbet bie Organifation feiner ^eifebaten ju »ollenben. Snt Soufe beS Kovember glaubte er, einen Kngriü auf Zijon unternehmen JU Ibnnen. Er überrafebte 26. 91oo. bie bab. ©ot> poften unb brdngte fte jurüd, mürbe ieboeb »on beten Keferse mit itartem ©erluft abgemiefen, morauf feine Wannfebaften in milber iJluibt jurüctgingen. ©enetal »on Werbet »erfolgte ihn 27. Ko», mit wei ©rigaben, holte aber nur bie Kaebbut unter Wenotti ©aribalbi ein. Et nahm barauf feine frü: betn Stellungen miebet ein. ©enetol Eremet nibette ftcb Witte Zejember mit 15000 Wann ben bob.

Km

;

Seutfq'5ranjöfi)qer Jfrieg Don 1870 unb 1871

108

€lcllunecn, nuibe aber

Berber ange^iiflen unb

am

18. bei

gefcblagen.

?tuiti Don

Siom

14. Sltmee:

totpg botte bie Sonbrne^bibifion SicSdon 3. 91 od. (f. b.) einge{ t

batbement oon $attd

({.

^tU).

9]ad) bet Sinnabme bed Wont’TIcion (f. b.) 29. £e]. 1870 icuTbe bie SBeiebitbung bn tftL 3oTt8 aud ben eiridbleten Satttrien fortge{ebt unb bad JeutT berfelbtn 1 . 3an. 1871 Dotldung jum S(b»ei= gen gebiacbt. 5. 3on. begann bie SBeftbitbung bet toübfront, tugleiä »utbe auch bie DfU unb

Sm

unb 8.ViTi8 alfo bon allen Seiten lebhaft Sie ©efdjoff e bet fcftlDeten !Belagerungg< au8 ben fübl 99attttien trafen fibon in bie

'JlotbfTont

1870 unb 1871

109

manbont, Cberft Senfert, auf SBeifung feiner Me* gierung, bo ber SBiberftanb nur noch wenige Sage bdtte tortgefegt werben Idnnen. Sie @amifon, 17 700 iDtann ftarl, erhielt in Slncttennung ber tapfem Sierteibigung freien Slbjug mit oUen Iriegeri» fchen Gbten; 18. Rebr. wutbe Seifort oon ben Seutfehen b^^t, bie babutd) 240 SefchAge et> hielten. Set ffloffenftillftanb war 16. Rebt. auch auj^en fübdftL Kriegdfchauplag audgebehnt worben. äBdhrenb ber RBaffentuhe ging bie in Sotbeau; mfammengetretene ^ationaloerfammlung an bad jundchft , nachbem bie

bef(boif en.

^ebendwert. Sie ernannte

gefcbitiie

'Jiegienmg bet Siationoloerteibigung ihr Slmt nitbet» gelegt hatte, Shierd jum Shef ber ßjelutiogewalt unb ermdchtigte ihn, feine SDHniftet ju wdhlen. Sie neue, auf georbnetem SBege errichtete fRtgierung wutbe oon allen Staaten anerlannt, mit ihr tonnte auch Seutfchlanb in Rtiebendoerhanblungen eintreten. Shierd übernahm td felbft, biefe unter ÜRitwirlung bed SRiniftetd Raott mit bem @tafen Sidmard ju führen, bie Slationaloerfammlung et» nannte jut Sermittelung jwifchen ihr unb ben

Stabt, bod) fanb ein eigentliche^ iBombaibtment Srochu hatte bie legten Studfdile (13., 14. unb 13. 3an.) teilweife bei Sladjt unb mit ungenAgen: ben jträf ten, gegen bad @aibeforpb, bie Sachfen, bal

nicht ftatt.

11. itoTD4 unb bie Saoem, alfo aud allen thronten unternommen, um bie fRiebtung beS gto|en 3tu4-jall4, ben et noch einmal 19. 3an. oerfuchte, tu oer> tchleiem. Siefer gefchah oom 2(lont>Sal frdnt. Colitbplatte berjdjicbene Sanbftufen, bic fub erbeben unb im S. fob n» meiften bii )U 400 ben ®ogefen näbern, »ie im D. ber 3uro bem S(b»ari»albe; auib in Sejug auf 3Ba)fcrarmut, 66blenreid)tum u. f. m. gleid)t bet fiolbtinget 3ura feinem ©egenftfld im D.



i

unb bcS

ßifenad) leilfSrmig ju, mcebfelt feinen ©eftcinsinbalt mannigfaeb jmifeben Irpftallinifiben unb febiefetigen,

Sotpbpts unb Ronglomeratra‘“en unb fteigt im Seerbetg jur größten öope non 984 auf. SaS

m

$ic mittclbcutfdie @ebitgbf(b»ellc.

betfelben jäblen »it:

bab

niebete Sbtttinget SBcrglanb

iRbeiniicbe S(bicfet=

beff- iBerg- unb tö&gellanb, Sbfiringen unb feine Dlanbpebirge unb bad fubberepnifebe^tfigeU lonb. 3)a« 9iieberrbeinif(bc Sibiefergebirge, baä mebt ben Ebotalter eines tbalburcbfurcbten ^la< teauS als ben eines @ebirgeS trdgt, legt fitb mit einet Sreite oon 150 km unb einer mittlern Jobbe non

gebirge,

500



unb baS fdd)|. Sogtlanb fioer. IDlit bem Serglanbe ^ngt bas tbüringiftbe jufammen, »otin als bcutliibe Setten bie Sinne unb Stbmüde, infelfbtmig bet Spffbdufet beroorragen, unb baS in eine £od)fld(be, bas ©iibsfelb, übergebt; bin platte fdd)f.

:

1

©eftein »ecbfelnb im ©ebiete bet StiaS> unb 3üfO’ formation, erfd)cint baS Sanb im S. oon JöilbcSbeim unb Kiannooec; bagegen tritt es gefd)loncnct auf am linlen Ufer bet üöefer im Dlufcbellall: unb Reupte plateau füblid) unb nätblicb oon ©prmont. So unb £)ügellanb, einen et»a 100 km breiten Streifen einnebmenb. Umgeben oon ben Sbal' furiben ber Söerra, ber grdnlifcben Saole, bcs fDlainS, bet 'Jlibba, ÜSetter, Kabn (j»ifd)tn ©iefecn unb 'UJorburg), Siemel unb 'll'efer (}»iidpen GatlSbafcn unb ÜRünben) tritt ein oielfacber llBeibfel oon bod) unb tief auf, oorjugs»cife betimrgerufen burd; bas )j)etauSbrcd)tn bafaltiidber 'Dianen auS ber ootbcrt= febenben Sanbfteinbedc. So im S. baS 660 bobe Slateau ber Aioben IHbbn mit ber ©toben üilaffets tuppe, bem Jlreujbcrge unb bem Sferbstopfe unb oielfad) umftanben oon einjclnen Segclbergen, unb

Safaltgruppe beS SogelsbergS.

baS



m

m

'

'

in baS ßlbfanbfteingebitge über, baS linls unb rechts oom 6lbburd)brud)c liegt. Cftlicber ift ber Sanb' ftein oielfad) mit ©afalt', ©bonolitb' unb ©ranit'

luppen befegt, bie baS Siaufiget ©erglanb bilben. Sie 31otbcftfcite bet böbm. ©ruppe wirb oon bem ber Subeten gebilbet.

;

I

m

Dtünben ber flaufunger 3l>alb, »eftlicb non ber jjulba

'ffl. bin getrennt. 3uüdd)ft ftreid)t oom auS nad) 0310. baS fdif. 6rjgebirge, feine gröbtentcils troftaUinifd)m gelSmaffen ju

S. unb

hoben oon S. auffteigenben , 660 800 hoben ©ölwpuniten auf« 9)laucr mit bis ju 1238 baut; nad) 31. fenlt es fid) im fdebf. ©erglanbe all' mdbli6 jur Siefebene. 91ad) 0. gebt baS urjgebirge

einet

'JtSrbliiber liegt

baS ipiateau beS BnüU, boS fii im flnüUlöpfiben 636 m erbebt unb rceiter im 3i. bet 'Dleibner, bei

nieljerftüdclte

Sie Ummallung ©öbmenS. Surdbnatür« fÖlauern ift Seutfcblanb oon ©öbmen nach

fjiitelgcbirgc

m

bie

als ©erglette bic Jöainicite unb gruppen> fSemig bie Cbmbeege auf. SIS nSrblidjfter Danb bcS Sbüringer SBalbeS er< febeint bet 6ari, eine non 3!48. nad) SO. gerichtete erbbbte eilipfe non 100 km Kdnge bei 30—38 km ©reite. Seine norbmcftl. Sortfefiung bilbet bas fubbetepnifebe öügellanb. ßinjelne ßtbebungen unb ©ergreiben fepen ties ©ebirgsfbftem in bet Jöauptriibtung nad) 3t3B. bis jut SBefer fort; fie werben gewSbnlid) unter bem 31amen 3Befergebirge jufammengefaftt. 31m mannigfaebiten gruppiert in eiiiiclne abgerunbete SDtaffen, fcbarfgelantctc ©erginicln unb niebete ©üden, baS fteigen

3m

emporfteigt.

eingefenit,

»ie überhaupt mebtfad) burtb IJJarallelmulben beS Sbdringcr halbes fanft gemellt »irb. Sec ^ranlen’ »alb gebt naib 0. gani allmdbütb i» bte Saab

m

3m

eine öoebfidtbe, bie

unbSetain feiner Diitte ju tiefen SafftnS

m

m

ift

}»if(bcn Saale unb SQerra alle ©liebet ber SriaS’ tomiation entfaltet unb burib baS Sbal ber Unftrut

bab

not baS fübmeftbeutfibe iöecfen unb »itb burd) ben 'Ubein, bie Stofel unb bie S!abn in biet ein|clne Slbfdjnitte lerlegt. 2)ie beiben füblicben berielben, ber Saunus im 0. unb ber ^unSrüd im 3B., übertr^en j»ot burd) ihre bebeutenbern 6t= bebungen bie nbtbl. ©liebet, bleiben aber in Sejug auf SuSbebnung hinter benfelben ^urüd. Sie biU ben eine auSgejeiebnete 2Qafferfd)eibe unb fdbiden ibte ©emäffet potmiegenb bet Siofel unb ber Cabn )U, »dbrenb in ben nbrbl. ©liebem bie @e»d)|cr pon ben bSibften (hbebungen naib allen IRi^tungen auSftrablen. Som linlen 'Jiofelufer bis }um Sbalc ber Durtbe »erben bie tablen, 500 600 hoben Slateauflddien ber ßifel mebtfad) burcbbroibcn oon oultanifd) gebilbeten ©ipfelmaffen, unter benen bie auffteigt. 0. beS ßobe äibt bis ^u 760 SbeinS fteigt j»ifd)en Sieg unb l'abn baS Sioteau beS fflcfterlanbeS empor, mit ben ©ipfeln beS malerifeben SiebengebitgeS bid)t an ben iHbcin tretenb. Sflblid) oon ber Sbet liegt bet flelletmalb. obem 9tubr< unb Siemelgebiet erbebt fidb bann baS Saucrlanb ju 500—600 m, im fiablen Jlftenberge fogar ju 830 m. S)ie Kenne bur^brid)t baS Kennen unb fibbegebitge. 6s folgt nun bos



als grantemoalb fort, ber mit einem Steilabfall in benäbflringetffialb übergebt. Siefet fpiftt ftd) oom OueUgebiete bet fflerra bis in bie ©egenb oon

m

3u

biefcS ©ebieteS bilbet

»elibeS baS Ouellgcbiet ber 3fIainS ift unb als ©entrum ber ganjen beutfibcn fDlittelgcbirgc gelten lann. Ser 500 600 m hohe Sodcl beS giebtclgebirqeS jiebt ftd) nad) 3i®.

m

4)

Sübtanb

!

SaS SW her

©ebirgSfoftem jut ÜJeareb gebenben Setfebwa ift bie Küde, bie oon ben beutfeben SJlittelgebirgen bie tarpatifeben trennt. 6ier fteigen bie Sbonfebiefet' unb ©taumademaffen beS Dldpcifiben ©efenteS allmdblid) aufiodcts jur

Snlebnung an

bie fepief erig'trpftcillimftben ©ebitgS*

GEOLOGISCHE KART

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DEUTSCHLAND.

F. A.

Brodchau«

G«af(r.-

arti«t Anstalt,

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S)cutf(^Ianb

unb ^eutfc^eS

im QutUgebiete bn Oppa, SRaitb unb im Sltbater (1490 m) unb ©toben

9iei(^

115

(@eologtf(^ed)

5Jut weitern 3lorbn)efttn Idjt fitb ba« tompatte ©ebiraJmaffto auf ^u einet tetten=

an ber Ober, pifd^en grantfurt unb Setlin an bet Spree unb bet HJotäbam an bet öaoci, »fib> tenb bie ©abnen einjelnet Slubldufe ober ©tueutfc^|Ianb

35eutfc^c8 Mei(^ (Seoölferung)

BtstHtninfl

am

1875

1880

Staaten 1»71 1

Srru&rn Qaqrru

@a4icn

3



Cärticmbrrd

1

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4

aRf!(ftriibttre*£d}S9eriii

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DEUTSCHEN REICHE (VOLKSZÄHLUNG

1895).

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t

:

3)eut)mlanb unb Seutfmeä 9ieicD (iSeoöIferung) CuKbHuinanbeninQjtirttrbetnliet. ?tut in einigen Santen teilen flbetwofl bie 3abl ber m4nnli4en llJet= icnen, fo in ben preubi.'l>robinjen6d)Ie8n)ifl=6olilein (um 10782), feannoter (7558), SBeftfalen (59758), flbeinlanb (348),

£(baumburgft>flanb mat folgenbe^t bet

121

gerufen »erben. J)er Sterbliibleit »irb ein mefcnt< lieber Sinflub auf jene Gntnidlung nicht beijumeffen fein. Uber baö älter ber gamilienftanbötatcgorien ängaben f. IBeoölIerung; ebenbafelbft finben fnb übet baS SJerbdltniö bet älteröglieberung bet S)e= pöllctung beö $cutfd)en Slciibö }u berienigen au= betet europ. unb aiibeteutop. Sjöller.

'Jleligionöbelenntnib. 1890 mürben gejdblt ßoangelifibe, 17 674 921 Satbolifibe, (fltieibifcb' unb Drientalifcb^HatbO' 145540anbete5bri(ten,barunter6716Coan! Stüber (Jierrnbutct), 22365 'JJlennonilen, 29074 Saptiften, 5249 ber engl, unb febott. 6oib= tird)e ängebötige (Srcöbpterianet), 10 144 !Dletbo= biften unbCudicr, 21751 äpoftolifibe unb Qudfer, 5714 Jeutfib'flatbolifdje, 14347 gteiteligiöfe, 23698 Jiffibenten unb 6482 fonftige (fbriften, enbs liib 567 884 3öraeliten, 562 Selennct anbeter 31cli= gionen, 6510 mit unbeftimmter Sleligionöangabc unb 6243 ohne Slngabe beö Slelimonöbelenntniffe«.

31026810

barunter 2992 gamilienftanb

manntidK

IS 0

,

1

1880

1890

616 SS9 S IS 0

636 368

1

0

1

.

0

unb 33< Staaten 1800:

SScTttilung bcr ßvangelifcben, ftatboliten caclitcn auf bie cinjelnen bcutfcbcn

alte

^etjogtum SBütt«

Sebüttigleit. RJon 10000 bet Sefamtbeoil« tetung (1890) maten geboren im Scutfeben Seidb 9895, in einem fremben eutop. Staate 98 unb auftetbalb Suropab (auSeimar Vralestiutg-Strrltl Clbcitbutg

• »

^rraogtum Braun^Amrig • CaAfrn-fRnningrn • SaAlen^Sütcnbarg

-

-

.

.

.

.

.

.

.

.

»

6aAfen>((oburg3(iotbo



Vnbalt 6(^Riac)burgS9itbrr6«

3»tof.

Uten

Itlrn

Semegung

Ä

Habt

74615

637

338

85 342 54 704 61 572

897

71

nürftnitum fBalbrit

.

9teub Attrrrr Sknic

» »

.

.

6Aaumtmrg>£tbl>e

.

.

fiibpe 8tttbt £üb(tf

» •

«

Strmen



^mburg

74 544

...

.

169991 571497 337 476

.

RrubSlanb vnoB’SotQrlngrn Snilllb« Nri4

1658 938

118072 38160 123111

fietii iüitgrrrr £tni«



Orm

1881 1883 1885 1866 1887 1S88 1889 1890 1891 1893 1893 1894 1895

753

62

1181

147

607

366 989 C54 1031 17877 34 645

4 332

143 8 373 23 444 1327 225> 1

bie (5be=

1

1

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ftorbene

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1

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rinf4li4feli4

i

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Qiirftcnrum €in i.4W)4lM> 4t» M«!»t Im Htm Jrtmiptm J tmm4 mmn San. 1897 bettuobnung«Detl)ältni(fe. Sm 1. 'St}. 1890 5790689 bewohnte, 122109 un= bewohnte S)obnbdujet fowie 57873 anbete be^ webnte Sauliebteiten; untet legtetn befanben fub

442

bauptidcblid) obet gewbbnliib nidtt ju S)obn>

iweden bienenbe (üebdube, 3825

feftftebenbe (J5üt=

ten, Stettetbuben, «• )• >»•) «t'b 12606 be= wcgliibe ('Bagen, Sibiiie. gdibe u. f. w.) Saulid): leiten, jufommen 5970671 jut Bobnung bienenbe iSebdube; untet 100 bet legtetn waten 2^ unbc: wobnt. Stuf 1 qkm 3(dd)e entfielen 10,8S bewohnte unb 11,05 jut iffiobnung bienenbe obet beftimmte

Oebdube; auf 1 bewobnted (Sebdube 8, (in Setlin 13) fiauobaltungen, 3abl bet daudbaltungen unb Slnftaltcn;

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1871 S161t9S9S^ 1875 8 593 618 93,4 1880 9 004 709 93,3 188S 9288713 93,9 1890 9 83«

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339 107 169693 106 939 907997 177089 139 333 91040 84401 87 636

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>eti 1

133 330 389 859,

230 0331

uao6i 373 913 330 8181 144 772

136 819 97 539 133 843; 95 458|

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leou 578 569 349 353 335 276 281 179 302

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677 304 625 552 4ü7 307 395 963

186

373 163

533 681

336 440 321 561

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234 161 593 144 642

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214 205 175

1880

1880

140909 99519

161666

173 796

143 590

95 133

138954

163386 161017

117303 91047 113940 91756 93538 104471 30483 95951 108 551

71484 75038 66541 85433

139 617

148349 125684 116338 195 899

133500 76859 116144 130 338 101401 101047 89C63 103470

73 873 56 944 53 465

105 376

43594 53518 63629 61408 58290 53354 60905

69173 73684 76893

50 338

65713 41243 50307 51055 51014 40874 11180 18 739

53131 51 147

48447 40434 39311 33440 87387

K401 37157 35005

78706

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75 629

73477 73360 71395 64 670

69637 59385 63135 63590 61039 55883 38 721 35 703

60186 65738 54135 49350 43365 47601 49638 48909 46874 44 198

1895

158 331 148 944 141 894 140 734

139337 135608 133377 136993 135 605 116304 115138 111333 110551 107345 96138 91356 85666 84030 83986 81896 81752 78148 76946 74133 73339 70 373 70175 69874 68 747

63166 C3695 59945 59794 59161 58455 57135 55 841

53843 536C3 53118 51118 50391

Seit 1880 finb bie Stdbte flicl unb Sbl^^bam, 1885 6batIottenbutg, Satmftabt unb $uid: feit 1895 Seböncoetg unb Sifbotf (2anb= gemcinben), fetnet bie Stdbte SUflnftet, Spanbau, Soebum, iDl. = ®lnbha nSl(etung), bie Sienenben fflt bdudlicbe Sienfte, alfo bad ßaudgermbe (2,59 unb 2,93 Stoj.) unb bie Sn: :

m

bet ^audwittfibaft untetbalten wetben, ohne anbetweit etwetbenb tbdtig ju fein gebdrigen, welibe (53,15

unb

55,1 Stoj,).

feietju tteten

bann no4

Setfonen, welibe bie 31eid)d(tati(tit ald betufdlod bejeidmet (Jlentnet, Senf'Pn'ften, Stmenpfleglinge, Snftaltdinfaffen u. f. w., 4,u unb 3g> Stoj.), gabt

372

794

260

3 407

34 831

fi.

t.

40005 33357

8135 51333 43314 439«I

9{isborf •

TO.'(BIabbaib ffreibueg i. Or.

••o

82807 76380 71384 85654 19518 74 449 90 141

iBodium

sanj^n

Seaibtenöwett ift bie ftetigeSunabme bet (Sinjef-baudbaltungen, bie nidit blob bet abfoluten 3, 1885: 4,s» unb 1890: 4 ,m Sfrib"'n-

*

-

dbaclDtienburg '3armrn ^an^ia ßalle a. 6.

Siraiiig 1

old

68 339 91 633

Hftona lörrmen

Sbanbau

Om

Vn^allen

112152 83314

flSniflgbfra

TOflnper

^

1871

Stuttgort

Gtbebungen.

routben etmittelt

41

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rtH>ifetuiiinlt

' bem eurob. Üänbern unb ben SJercinigten Staaten

ren Sltnerifa f. S8eru(b(tati(tif. über ben iBerbraud) an nitbtigften 9]abrungt: i. unten, 3nbuflrie unb ©enterbe. Solanim. Über bie retbtlicbe Stellung, Ißerfanung unb itermaltung berfelben f. $eutf®e Kolonien;

|

mittein

auefübrli*eö Aber bie einjelnen Aolonien f. in ben betrenenben Slrtileln. Sanbmirtfdiaft. SAbrenb Scutftblanb um bie IBlitte be4 19. 3abrb. noch oormiegenb ein aderbau= ftaat »ar, befien Söemobner ju 65 'IJroj. in ber Sanb« roirtjtbaft, 20'5ro3. inynbuftrie unb ©enterbe, 4 5 iProj. im ßanbcl unb IBcrtebr tbätig waren, i(t ed ieitbem ju einem Slderbau> unb Snbuftrieftaate ge> worben, beifen tBeobltemng ficb nur nodt etwa jur Öälfle berfianbwirtfdtatt, 'jliebju^t unb ©drtnerei loibmct. Sorwiegenb wirb Sonbwirtfebaff betrieben ben beiben ^rouinjen ipreuben, ben 'Broninjen Bofen, ipommem unb .tiannotter (aufter bem 9teg.> Sej. Silbeebeim), Seilen »on Scblefien, SBranben= bürg, Südjfen (erner in IDtedlenburg, SB. Betrieben 4597412 (28 Broj.) (leinet al4 10 ha; bieweitauä grbfite glätte (22945884 ha, b. i. 72 Btoj.) bagegen würbe non ben Betrieben über 10ha (678932) eingenommen. 2953445 Be> triebe wirtidjafteten auf eigenem Sanbe, bei wei> tern 946805 war metr alb bie löälfte ber glätte eigeneä Sanb, bei 546957 war mehr al4 bie fiälfte Botbtlanb unb 829137 wirlfitafteten auf ^ttt‘ lanb. 968947 Betriebe benutten autb ooljlanb unb 4441903 hielten Buboiet, nämlitb 3255887 Stüd ©rohnieb, 749217 Stboje, 2950588 Stbweine, 1505357 S^Sto. 3n 939483 Betrieben würben flübe jur aderarbeit benugt, 836 benugten Sampfpflüge, 63842 Säemaftbinen, 19634 Btäb‘ maftbinen, 75690 Sampfbreftbmafibinen unb 298367 anbere Sttftbmaftbinen.

Bobenbenugung unb ©rnte im g. 1895;

'

Srntrmrnge in Znnnen

grutbtatten

h*

im 04*18^*

Geiitrn Si^eljuiibdinnirt

19S0 630

Kogarn

3 893 590

2 607 557 374 575 € 595 758

339 707 1

i

890 599 337 880 4 098 699 155 816

«rrfle

1895

1/45

lÖudinriArii

.

.

....

'

1,4»

MO

1,19

1/19 1,43 1,13 1,30 0,67

9411 731

l

^fnggrtcribe

;

389 «09 5 259 59U 103 924

1,05 l/S»

M7 0,55

^tUfenfrücQte:

SrMtn

SOI 03«

961448

158 938 13« 741 244 959 198 953

980 280 93 781

0,7T

0,87

fltfer&obncn

j

(Soubo^nrn)

.

.

©ebirgöbiagonalevon berobernCberbiijurlDtaaj, Üuftn .... bie jetten 'Dlarjdjen bet Siorbjee, ber fiüjtenftridt an l:upineD (ftürncr) ber Cjtice, bie breitm ^lubbabnen unb bie Sbdlct {iodfräd)t(: bed (anitem iitittelgebirge#. (öierju; flotte bet ftartoRfln Sanbroirtjebaft im Seutjeben SHeidie.) MuntrN (Satter*; rüben aderbau. bladi beraufnabmecon 1893 tarnen 3utfctcüb(n bon bet ©eiamtfldtbe auf Jlder-- unb ©otlenlonb iSdhrfn 26243214 h» (48,5 ^rcj.), ffliejen 5915 769; Wübrn (11 iPro}.), Sffieiben unb Jöutungen 2873037 ftob^rübrn .... .

SBeinberge unb SBeingirten 132578 (0,3 'Broj.), Suiflf" btth Jtolsiingen 13956827 125,8 Broi.),ftauä> unb J9ojrdiime484327(0,!t Brot.),

1 ha 1865—94

auf

I

1

!

(Vrtreibc

m

©l(ab=Sotbringen. Sen reidtjtcn (Srlrag bieten bie Jieflanbidiaften beriproninjlBreuben, biell!orlanb= idjaften ber alpen in Sapern, ber guft ber groben

125

fianbwirtfc^aft)

Semnait waren non ben 5276344

fibaftlitten

.

.

.

.

>43 191 114 261

1,53 0,84 1,14

1.34 0,78



1

0,78

0.67 1

9 265 «07

457 175 406 637

1

'

31 786 621

3 049 718

320 548 550

11 196

'

37 783

323 391

1610 619

151686

9 282 090

.

93 824

117 371

.

49 074 93 717

30 181 21 365

10,49

8,7»

90,97 97,59 14,53 4,98 15,04

1S,34



— — —

(5,s Ißro}.),

Cb= unb Unlanb, ffiege unb ©ewütjer 4442874 ha (8.S Broj.). Sie lonbminfdiaftlidt bebaute glädte betnig 65, i BibJ-. »mb bie webet lanb« nod) fcrft= wirtidtofilid)

benugte

9,i

Broj.

Ben

erftcret bien=

bem anbaii bet .ftauptgctreibcarten (IBetjcn, £pel}, ©intern, iHopgcii, (Serjtc, ftafet unb Bteng: 14268567 ha (54,4 Broj.), anbeter

ten

getreibe)

1723553 (6,cBroj.), Bonöadfrfltbtenunb ©cmiljen 4287661 (16,1 Broj.), Itanbclfgewildifcn 261 ©tO ( 1 Broj.), ©etreibearten unb oen

.Ptfllfenjrfldtten

gutterpflanjcn 2519375(9,« Broj.), oU aderweibe unb Statte 2760347 (10,5 Broü unb ol4 4tau4= unb Cbftgärten 472621 ha (1,8 Broj.). 3m ganten gob e4 1883 52763^ tonbwirt= fttaftlideeSetriebe, bie eine glätte non 31 868872 ha bcwirtjdtafteten. Sie gruppieren fitt wie folgt;

RtMTf, 9}üb(en, fltorbl.

Jttpfen)

(6ontrn)

ftlre

.

«niobl

©tPge

(^eu) .... Lupinen (^ru;.

filrr

.

fiujerne (^eu)

.

.

Si'patirtre (^ru)

1

775 968 171 717 915 628 103 369

6 4 84 554

80418

108 758 301 906

eerrabfUa ....

WaU (Viatffaai

aUerHrt

drummet

.

Urin *

1

1

t ba ha eil 10 ha. ha eil 100 ha ha mie mebr

ha

1333316

Tt! 956 I

3 374 096 653 941

.

.

.

.

.

34 991

.

913919

1,25

4,88 3,3« 1,35 6,53 9,66 3.55

91001 621

116 137

2011 637

88G 99«

unb äuäfubr non

{

>

17,30

1,13 4,11

2,91 1

I

1

1

»]

— — —

9,86

90.60

Brotfrfltbten in

»

Sonnen;

Volfubr

dinfubt

Jöretfröepte 1680

689563 597553 929271 161686 34 0 640

Soggrn fBriirn •erfte

bielbetriebe

^fet

3,1

0,17

Webl/ Srauptn

u.f.ro.

67 8T5

1891

1

964 338 999 238 323 46

802 178

009 725 826 510

1880

96587 178170 154409 43564



80 576

1995 35 992 69 911

49014 51497 6» 188 405

,

S 145 130 '

3,65

9.89-

053 288 347 282

46 223 333 780 5 913 995

4Rai4

Unln 10 100

0,55

^rttodlcr.

Sin=

fdmntrn «ut

;

öettifbf

ört Oetrlcbe

ber Betriebe

8« Bon Ktoh.

0,72 0,23 ;

Suttrrpilanien:

;

8IS*t



1,25

^epfen (Snidit*

15 159 631

'

,

7 786 363 ,

15,6 47,6 34,4

.^ierauä erhellt, bat baä Seutftbe Seid) feinen Be< borf niibt bedt, nielmebr auf frembe gufubt ange.

1;=

I2ü

®eutjcfilanb

unb

!Ceutj(^e8 ateiq (fianbmirtjqaft)

»ic(tn i(t, bif }ur 3f il au* 'Rublonb, Unflatn, iRumä nicn unb 9Iorbamni(a trfolAt (f. unten, Sanbel).

3Bai* wirb nur im Süben $eut( fonberS oerbreitet im norbbeutfehm Sieflanb, mdh= tenb bie Sichte ihre eigentliche heimat im ©ebirge bgt. Snt €chn>ar)malb, namentlich in ben Sogefen, nhnmt bie Stelle bet lefitem bie SJeihtanne ein. Sie nitbl. Bruchgegenben finb in geringer SluSs

fteigt

bebnung Heimat ber Scbmarjetle. Sie überall

jet»

®aum

itTcut oertommenbe Sirle ift hduptfdcblich bcS notbifchen SieflanbeS. Sn ben fttbl. ©ebirgen, uamentUh in ben Jllpen, tritt oielfach bie Sdrebe

auf,

an ben milbtnhdngcnbeSScbmotjmalbeS unb

im ßtfah finbet ftch bie eble Kaftanie. Sie SQdlber fenb nuiftenS reicb an ®eeten aller JIrt, namentlich Öeibeh unb ®reificlbeetcn, beten ßinfammeln Dielet" Otts eine lohnenbe ßtmerbSquelle ber drmem ®e" btUerung bilbet; an nahrhaften ®il)en, u. a. Stein* pil)en, fehlt eS, namentlich in louchenmdlbem, nitgenbS. Südhrenb früher mehr bie rohen Stdmme als 9tu(iboI) auSgtfflhrt mürben, merben biefdben

an Ort unb

unb gebm als halb" ober ©anifobritate fort. 6s mürben 1880 anSgcfübrt462048trobeS, 365088 t gefügtes 9au> unb Dhilibol) unb 187943 t ©rmnbol), 1892 ba> gegen nur 194082t, 85257 t unb 112832t. Sie

lett meift

Stelle iugerichtet

auSgegeiebnet;

oerbantt Seutfcblanb ihre erfte miffenfchaftlichc Searbeitung. 0«fb unk ^iherei. Unter ben milbcn Sdugeticten finbet fich ber 3)dt nur in Jllpen, bet SBJoIf ebenbafelbft unb alS tibcridufer bon ben Sltbennen jhoiittultui

ift

biefelbe

bm

bem meftnieberrhein.

Schiefergebirge. Sie in Seutfcblanb auch oft als Siebhaberei betriebene 3ogb erftredt r«h auf Siehe, hii^che, hafen, milbe auf

[

{

3agb unb

gifc^etel

Sergbau

jc.)

127

unb ^üd){e, auf ®em(cn (febr feiten aud; ben Steinbod) in ben Sl?en, ben 2u(bJ notbin ein jelnen6ubetenteilen,m4brenb man ffanincben, Inilbc 6bif(b(

, ’

1

Zf{tilinbuftrif

^abifrinbuflrif UfbfT', IBo(b 2919 tritbe mit 171 298 Sltbeitem vothanben. SBttrieben mit 149 794 Jttbeilem tvutben Motoren (Sampf, ÜBafjer, ffiinb) venvenbet. Seitbem hat ftch

^

bieje^nbuftrie erheblich gefteioeit, {o bah bet beutjche 37laf4inenbau 189C ühei 200000 SIrbeitet in etna 10000 Setrieben beUlftiat. 1896 louiben einge: führt 60353 t (38,3 SliU. 9».), au«geführt 161 796 t (115,0 9RiU. 3R.). Steife bet michtigflen fUtafchinen-'

gattungen

fflt

eine

Sonne

in SDlart:

.

(fifen

an, bet

ftch

131

tafch emporgearbeitet hat.

3eht

tvetben bie beutfehen firiegb= unb Sanbelbfdjiffe nicht mehr oub (jnglanb bejogen, fonbern auf beutfehen ÜUerften (Sternen, Sanjig, Glbing, glenOburg,

J&amburg, Siel, bauen) gebaut.

Stettin, fflUhelm»; Sluherbem befteben in Srei-ben,

Sflbeef,

'Jloftcetf,

9!ohlau, Suiobutg, Dberbaufen, 'Slainj, SRünchen, ÜJiannbeim u. 0 C. für glubbampfet febt leiftungb.

fabige Sebill^aierften , bie uiclfach auch fut bab auSlaiib arbeiten. 3!a(b ber Statiftil beb Sureau*

Setitab mürben 1895 auf beutfehen ÜSerften 74 £ee=

bampfer ju 191000 3icgiftcrlonnen gebaut. Cbtuobl Uhren in bcjter Sefebaffenbeit in ®lab= bfltte, Serlin, fflt nautifebe ^metle in ben See* ftabten bergcftellt roerben, finbet in Safdtenubten noch immer eine febt ftartc Ginfubt aub bet Schfueij (1896: 1 152346 Stüd) ftatt. Sogegen he: ftebt feit faft 300 gabten im Scbmariroalb (guttirangen, Sriberg u.

a.

uon iüanbubren.

gilt

0.) eine blflbenbc ^abrilation

3nttrumcnle

optifehe

nennen: 'Dlftncben, Setiin, gurtbuubfHatbenoni(Srillen): fürmebi* Serlin, Hamburg, Suttlingcn, Stebben, (Sbttingen.Söln; fflr ehcmifchc: Serlin unb Sbürin: gen; für meteotologifehe: Serlin, öombutg, Ülflns finb in etfler Sinie }u

äRafchinengattungen

1893

ISBO

'lifltnbtrg,

1897

iinifchc:

Beiztet noIAimmguft .... e gtn Setlin fomie bie (Segenb von ßottbub: 6 otau) finb juglcicb bie ^auptbejitle fflt bie u. f. SRafchtneninbufttie. SBihtonb bie gtohen 3Berte

unb fDletallinbufttie mit Sotliebe bob ptattc Sanb auffuchen unb fuh ben Stflbten nui infomcit ndhem, nie bieb bet Snfchluh an bab beutfehe Sifenbahnneh erheifcht, neteinigt fiih bet SRafihinenbau mit SotUebe in ben gtohen Stibten , jumol nenn biefclben gugleich hnoot: tagenbeSläb« f&t bie^nbuittie fmb. So iftShtm: bet 9Rontan‘

nit, früher btt crfteSlah beb beutfehen Stafihinen! baueb, von Setlin übetbolt notben. fftennenbrnert

fmb fobann noch

(f.

bie Karte btt ^nbufttie u.

f.

n)

flugbburg, Sttblau, Sanjig, Stebben, Sflfftlbotf,

Bannovet, fiattbruhe, Riln, fibnigbbetg, £eip)ig, Wagbebutg, SRannheim, fPlfllbauftn i. ülf., SIfln’ 3n 14 80 chtn, Slümberg, Stettin, Sttahbutg. tomotivbauanftalten nttben Solomotiven aller 3trt unb in vier Sabriten nur lleincie gebaut, im ganjen jlhtlid) etna 1500, bauen 800 fflt beutfehe Sahnen.



S)ic bebeutenbfte Solomotivfabtil

ift

=

)ut 3r unb SBagenbau befchfiftigte 18% in 41 478 Settieben 97 812 arbeitet; bat= 25 gabriten fflt Sifenbahnnagen’ bau. 3ahtli(h netben etna 6000 Setfonen> unb €trahenbahn> fonie bib )u 30 (XX) (Sfltemagen Set ch if f b b au in ßolj ift uralt ferliggefteUt bet neuem 3*** fl'hSrt bagegen bet Schiffbbau in unter befanben fin6e)

9)ei(b

Zbüringen, 6d)ltften, bei Stauben SUb unb ben babi. Stlpen; litboer. Steine in Solnbofen in ganten, SBetfteine in ben älpen unb in SbQnneen Stbieib^ ;

Stedben, Slalbenburg Slpmpbenbutg, Bamberg, grei< i. Baben, Bariellanmaleiei in Sredben, Ber> Bamberg, güi alle Slrtilel bei Sbonwaren wate

jellon in Slltiben, Berlin. t.

Stblef., SWettlacb,

bürg

Iteibe aij Stflgen, Jiaiberben in SBapetn unb Sbü‘ ringen (Saalfelb). Sin dbelfteinen ift £euti*, bie ftib in allen @e= birgen, befonbei« reid) bei Cberftein unb Star an ber Stabe finben unb borl ju ber blübenben 3n’ buftrie ber Cberfteinei unb SBirfenfelber öalbebel;

Boriellanmaren übertrifft bie Ginfubt wefentlieb, in Sleinwaren, .tumal infoweit nitbt ober nur gering bearbeiteted JUaterial in gtage lommt, überwiegt bagegen bie Sinfubr. Sie beutfebe Stotiftit erftbwert bie getrennte Sluffübrung infofem, old j. B. ge» brannte Steine unb Sadjiiegel (tedmiftb richtig) unter Sbonwaren oufgefübvt werben. Gd betnig 1890;

iteine

Seianlafiung gegeben haben,

ülieie

lin.

Springen ju nennen, wo billige Boriellan> fadien (Stippfacben, giguten, Statuen, Saudgeiate) bergeftellt werben. Sie Sludfubr in Sbon< unb

Säger

unb ber iöe= burd) au^ldnbiiweS Sltaterial (por)i^b’ 5)as

finb inbeüen febon (tarl aubgebeutet,

bad mub roeiie

aud Sflbameritn) mit gebedt »erben.

gegen

ift

für ben fflemftcin bie beutfdje Dftfeetüfte namentli* pon 'Janjig bid SJtemel bie öauptjunb=



um

S6pfergefd)in unb

Süb> unb

1

i '

.

.tBfrt in

*

lüOOffl.

unb 6t(in»aren . I9S3 787I 33 IM Z^on« unb 'SorirOannarrn |l83103| 6975 .

:

ftatte. Sie fteUenmeiie redjt audgebebnten Slb[age= rungen pon Sbon unb Sebm in ber groben beutfcben Ziefebene bilben je nafflel’ unb iBadftein wie für Zbon= waren aller SIrt Pon ben einfadjen SrainiObren bid 5

Vulfu^r

©egenftänbe

bem

SJiittelbeutfdjIanb

beflen iporjellan. 3n bagegen bilbet noch

oudj im 3unebmen aud natür^ gewad)fenen) Steinen bie Siegel. Slotben berrfcbt bei 3wflelbau oor, unb felbft be= rühmte grobe iBauwerfe, j. S. bie SSlarienburg bet Seutfeben Stitter, fmb feiner 3eit nur aud *ad= fteinen aufgefübrt worben. Son ben etwa 18000 3iegeleien finbet fnb bedbalb bie giibere 3“bl im Slotben unb jwat in ben am tiefftcn gelegenen Stieberungen bet laufenben ©cwaffet. Sletonberd entwidelt feit Sinfübrung bed Stingofenbelriebed ift beute ber SBadfteinbau,

wenn

begriffen, bie Siudnabme, ber f>audbau

3m

lidjen (fog.

bie 3>t(!tlbtennerei

im

llmiteife

oon

'Berlin.

ftaltbrennereien waten 1882 übet 5000 pot= banben, bod) wirb im Saufe bet legten 10 3abre beten 3abl erbeblid) geringer unb trogbem bie fftros buttion gefteigert worben fein. Sie groben 3In< logen haben ihren Betrieb erweitert , bie tieinen fmb eingega^en. ßtbcblid) gewocbfen ift bie 3abri> fation pon Kement, pon bem Seutfdjlonb oor 20—25 3abten feinen Bcbarf notb nidjt felbft bedte, wabtenb beule bie Cinfubr fcbr gefallen, bie Sluofubr fletig gewadjfen ift. waten 'fJom= mein, Cberfdjlefien, bie Stbeinnfalj, bie (äegenb ber mitllern SBefet, bad nbrbl. 'Baben unb bie SJfalj bie Bejirfe ber Gementgewinnung. 3bre betpots ragenbe Stellung hoben fie inbed burip bie Slnlage neuer Gementfabrilen in ollen Seilen bed 'Jleicbd oetlcren. Sie Sludfubr Pon Gement, Stab unb Suff betrug 1880; 211404 t (10,57 'BliU. Sit.),

^ber

18%; 478840

t

(16,«

'JStill. Olt.).

Sie ßerftellung ponSbon' unb f)}Ptäellan= ift gleicbjalld äcrftreut, bocb ünb gcwiffe Spccialitatcn auf cinjclne Ctle ober 'Bejirte non alterd bet befcbränit geblieben, fo Sbon* unb Söpfergefcbitr in Bunjuiu, ©rcfealmerobe (f. b.), Stanebad) (f. b. unb Äannenbäderlanb), Steingut, SBcbgwcob, gopence im Sbnigreitb Saibfen, in Sdjlefien (SDalbenburg), 'Stbeinlanb (Sltettlad?),

waten

'Württemberg, Baben, Sltanbcnburg, ßannooer, SrainrObrtn bei Bitterfelb, in Sdjlenen, Satbfcn, Stbeinlanb, Bfalj, Cfentadjeln in Branbenburg unb Berlin, Sbcnpfeifen in Udlar unb Slandbad), 'Bor

*

lioooSR.

666 I 34 25359 4353181 G0836 I

Sie (1895) .507 Glladbütttn befihaftigen un< gefabr 52300 Slrbeiter. öauptfibe fmb für Safel< gtad 'Stbeinlanb, 'Weftfalen unb Scblefien; für grü« nee Sioblglad bad Königreich Sachfen, Saaibrüden, Bopem, öannooet, 'Branbenburg, bie Saufio; für weiRed goblglad 'Stbeinlanb , Bapem (ber Baprifche 'Walb langd bei bObm. @ren)t), ^annooei, bie Sau» fib; für Spiegclglad Stolbeig bei Stochen, Baben, 'Bapem für feinere, gefchUffeneunb gemufterte ®lad> w aren Scpleficn, 'Bapem unb baeKOnigteich Sachfen. 3ut 3r>t übertrifft jwar noch Cfterreuh (befonbetd 'Böhmen) bie beutfebe @la»fabrifation in feinften forbigen unb gefcbliffenen ©lafern, 'Belgien, Bene* big unb Gnglanb inSpiegelgladunbben ganj teuem geicbliffenm ©lafern; in allen onbem ©ladforten iebod) unb in ÜJloffenartiteln erobern fid) beutfebe Gr* leugniffe mit febein 3abre weitem Slbfag. Sie Gin* fuhr oon ©ladwaren aller Slrt betmg 1880; 6,«, 1896; 11 bie Sludfubr 25,« unb 42,« 'Jllill. 'SSt. ;

;

Se;til> unb Belleibungdinbuftrie. 1882 waren 406574 Betriebe mit 913204 (1895; 927 108)

829014 gomilienan* 18% belief fich bie Ginfubt auf 391 , bie Sludfubr ouf 802 'Jllill. 'S)l. Slm aiteften Sad Spinnen bed ift wobl bie Seinenwebetei. glochfed ald Sefebäftigung ouf bem Sanbe im Winter bot febr nachgelaifen, feitbem bie Spinn* befcbafiigten 'Berfonen (1895i

gehörige) oorbanben.

mafchine bie geüblefle menfcbliche ßanb überbietet. Sie glacbdfpinnerci befebaftigt gegenwärtig über 400000 Spinbeln, lann febod) ben einbeimifchen Sebarf nicht beden. 3 1880 betmg bie Gin* fuhr pon Seinen*, gute* unb 'S)tanilabanfgam fowie

gw

-

oon Babgam unb 3wim 11144 t (17,« 'JltiU. 2)1.) unb 1896; 13299 t (20,1 2Hia. 'J)t.). Souptfig bet Seinenweberei ift bad fehlet, ©ebirge langd bei bObm. ©renje, oon wo fie nach ber fdehf. Saufiti Übertritt. 'Stomentlich in 3tttau unb Umgebung werben porjugdweife feinere ©ewebe, bamnter auch bie nie! gejuchten Samafte bergefteQt. Sehr bebeutenb für bie Slnfertigung oon Seinwonb ift ferner Bielefclb mit Umgebung bid in bie ©egenb oon Denobrüd unb nach ber Sippe ju. öiet wie in einjelnen Bejirlen oon SBürtlemberg, gron* len, Sbüringen, in Bbeinlonb, Branbenburg ift bie

Seinenweberei

baudinbuftriell

mOgen etwa 90000 bie inbed

nur

'SBebftüble

entwidelt;

oorbanben

ci

fein,

©efchaftdgange ooll werben; bie fDiebriabl bet SBebei

bei febr flottem

befchaftigt fein

8

Sleutfchlaiib

unb

33euffcbeä SRficb (ynbuftrie



nebenbei lanbtDirtfcbaftliib tbStig. fertige 'Säidje mürbe frflbet BorjuflstDeife in fflielejelb betflejteUt, neuerbingi ober aud; in SBetlin unb anbem oroben Stählen mit (hfolg. Setletwarcn lieiem SBeitfalen, bie Seejtäbte, Dbetftblerien, ba?

®Qpem unb bet SHtg.='-Pcj. Gabel; ®ad= toinwanb Cltftieälanb unb bie ©egenben bet Gmä

iBitnerei erftredt ficb b betg). Stieg (Seblefien), Straiburg unb Golmar, für läBad)«tucb Serlin unb Seipiig, fürSebirrnftoffe Gbemnip, Serlin, Glfafi unb Dlbeinlanb. öau«in" buftriell entwidelt ift bie SpipentlOppelei unb RBeifi" fticierei im Grigebirge (Gibenflod, Sebwarjenberg, Sebneeberg bi« in ba« Sogtlanb ), leptere auch ini fübl. SBürttemberg. Sie Ginfubr ton SaumwoU" waten bat ficb feit 1880 mit tunb 1500 1 unb bi« JU 20 (Dlill. (Dt. DBert auf berfelben S«be gehalten. Sit Hudfubt

ift

no4

bagegen immer

fteigenb, fie

betrug 1880: 21 171t(99,4(DliU.fDl.), 1896:34344

t

gatn

(166,8 (DliU.

@egenb ton bio Rltürttem" betg unb bad Cberelfafi. ®iefe Sejirle fmb auch bie

güt bieSeibeninbuftriefinb Rrefelb, Sarmen unb Glberfelb (Dlittelpunlte, ferner Setliti, Hachen, Saben unb Eotbringen. Set Sdjwerpunlt bet

tbätig. ®ie£auptftbeber9Dollfpinnereitnrinb bie Dt^inproninj, baä Ränigrcicb Saebfen (nament" RBetbau flauen), (icb bie

Sauptfitie ber Zuebfabritation, benen jib noch bie Stieberlaufig unb bet fübäftl. jeil bet 5Rart iötan" benbutjj mit ben Stäbten gottbuä, gotf^ Sptem" berg, Sorau, Sommerfelb lugcftllcn. IBefonbetä feine Zuebe liefern Hadjen, ©ropenbain unb anberc ®e}ug auf Rammwollwaren fäcbf. Stabte. tmebnen fxb bie Sejirte pon Sbemnip, ©lauebau big mit Srimmitfebau unb RSIauen, ton ©era, ®reij, 3«ulentoba unb RSSbned, 'DlOlbaufen i. Slf., ©ebweilet unb ®ifcbweiler, auch tSOrttemberg aud. t^t wollene Strumpfwattn fmb Sbemnip, Hpolba, Seulentoba fowie einjelne Sejirte in fflürttemberg unb bem Glfab }u nennen für Sbawlweberei tBet" lin, für wollene ^lüfebe ®etlin, Rlarmen, 6anno= tet unb fStedben, für Seppicbe Sctlin, Sarmen, Scbmiebeberg (Scbleften), '^urjtn. 3)ie Ginfubr ton fDoUgatn betrug 1880: 93,i, 1896: 114,i

^

,

SRill. fDl.: bie

16,1 9Rill. !Dl.;

Ginfubr Bon SBoUwaten 26,i unb bagegen ftieg berSDert berHuefuht

1888—96 Bon 190

bi« auf 215,6 SDIill. DR. (Sie ©ntwidlung bet beuticben IBaumwoll" inbufttie erfebeint um fo bcad)ten«wetter, wenn man erwägt, bah bet Dtobftoff in bem fieimatlanbe nicht erjeugt wirb; fie ift tonjentriert im Oberelfafe (IRflthaufen, ©ebweiler, Zbann, RRünfter, SRat" Htch, ©effetling), in Saebfen (Sbemnip unb Um"

gebung

bie Sbälet bet 3f fcblitblicb (Robfeibe) betrug 1896: 143,9 (Dlill. 9R., bagegen würbe 1896 für 153, i (Dlill. (Dl. (mit Gin" fcblub bet öalbfabrilate) au«ge{übrt.

Sie Sleidjerei, gätbetei, Sruderei unb Hppteturbct@ame unb äBebwartn fcblieben ficb

an ben (IBcbftoff an, bem fie ju bienen beftimmt fmb, unb finben fid) in benfelbcn Sejirten. Jn 3tug= bruclerei unb Hppretur fanb Jabr»bnte binbureb ein lebbaftctStecbfeloetlebt mit ben ^acbbarlänbem bie ihre (ÜSebftoffe nach Seutfcblanb fanbten hier im Setebelung«Bttlebt bearbeiten lieben. Solche geugbrudeteien finben fnbnocbin'JRülbaufen, Serlin, Hugöburg, Saben, Saebfen, boeb bat biefet Setebelungeoerlebt bureb bie Grbäbung ber 3bU* in ben (Radtbarlänbeni ftarl gelitten. ftatt,

unb

Jn Sejug auf fierftellung Bon flleibungdftüden (Ronfeltion), aud) ffltHudfiibr, ftebtlBcrlin obenan unb bat j.S. inSamenmänteln unb Rinberlleibem bereit« ^ri« überholt. Saöfelbe ^ilt ton £ e r r e n > unb Samenbüten, in benen gleicbfall« in (Berlin, Eeipjig, Sre«ben, Rsln, granlfurta.

(Dl.

(Beamten«"

geleiftet wirb, fowie ton lünftlicben Slu< ('Berlin, Sredben, Sebnifc in S., einjelne Se= (tDürttemberg , (Rbeinlanb unbGlfab). 6trobgeflcd)te liefern Sre«ben unb ba« (Dlüglititbal (Saebfen), ebenfo betScbwariwalb; Sebmudfebern Sreöbcii unb Serlin. Hudgefübrt würben in 'Dlib lionen (Dtart:

Werte«

men



jirle in

jl980

(Slarciigattuiigcn

1893

1

1896

1

'

ftleibft, SetbroAidir,

.

.

.

-

.

.

.

.

...

9t4»arcn unb Samen^ütc Stcobbüte

Vlumrn

.

.

78,0 4.3 3.3 3.7 2.5

SS, 1

120.2 b.4

5,8

7,0

:

7.3

1

1

2,9 2.7

3,7

18,8

.

134

Xcutfc&lanb unb Seutfd^eä 9teic^ (Snbuftrie unb @eiucrb()

Geberinbuftiie. ^tiecfüt cecmae Seutf(blanl) ben {taittnStbarf an Siobmaterial längft nicht mehr }u betten, e^ finbet vielmehr in öSuten eine {tacte 6in|uhr ({rühei aus Sluhlanb, Citerceith unb ben Donauifinbem, neuecbing^ auj Sübamerifa unb ituftralien) ftatt. 189t3 mürben eingefuhrt für 82 mUI. 'Ui. 9Unbd= unb KalbfeUe, für 20,4 ÜRill. 2R. 6d)af= unb Sieflenfelle, für 2,4 fDUU. HJl. t&afen> unb SaninthenfeUe, au|erbem für 40, a fDlill. 'Dt. Seile iut ifSelibereitung. dinen Dtahftah jüt bie dntmidlung ber ©erberei giebt auch bie Zufuhr von ©erbetlohe unb Soliborfe, ba 189G auger ber einheimifthen ©ewinnung unb bem fehr ftarten Derbrauth anberer mirtfamerer ©erbmittel allein

£ß386

t ©erberlohe für 7,a Dtill. Dt. eingeführt li)ie ©erberei ift in allen Stäbten beb Deith? vertreten, fabritmähig betrieben in Dlainj unb ®ormä, flirn a. b. Dabe, in Dlalmebp, an ber Sieg unb im Stbnigreich Sathfen. Aibleber mirb Sattler=, vorjugöroeife in 5/tebben bergeflellt. Diemer- unb Säfthnerroaren liefern alle gröhem Sttlbte, Sthuhmatherci mirb in gregerm Dtahftabc in Dirmafenä, Dtainj, Salingen ('Württemberg), Offenbath, in Thüringen, Sadtfen unb Sthlefien betrieben. 2)ie in ben IfJrovinjen Sathfen unb Sthle: Tien mie im ttinigreid) Sathfen beftehenbe Dtarlt; MuhmathereifürSahrmürlteiftfehrjunlctgt^angen. feine fiebermaren (Sebergalanterieartilel) ift Offenbach ber gauhtglab, ndthftbem Derlin, £>anau, Dürnberg, ^eiberg, 2)re«ben. öanbfthube führen ba«Ä6nigrei(h®atbfen,3Bürttembetg,®etlin unbbie

mürben.

^r

DheinprovinjinDtengenaug. SürDeljmcrl )ig SQeltbanbelSplah, ebenfo

iftSeip'

eä für bie Verarbei-

ift

tung von Deljmerten hervorragenb. Sin: unb Duö> fuhr von Seber unb Sebetmaren in DtiUionen 'Dtarl: Vulfu^c

(finfubt

Seber unb Sebermaren

I

1893 £efefT

oHrr

flit

!

i

firtcrworri

1

I1

•robe Üfbrmerni .

.

1.9 9.8

:

1896 28.0 3.4 1S.5

1893 _1896 j

{

1I

!

i

«3,71 &.6 bO,4 1

1

firbrr^oiiblc^u^c

7,1

7.7

20,7

65,0 8,3 bO.O 18,9

flautfthul‘ unb ©uttapercba’^nbu' ftrie, melche in ben Seeftäbten, in ©erlm, im 'Jtheinlanb unb in Sathfen vertreten ift, hat pon 1881 bi« 1890 ihre Suefuhr von l^a ouf 39,o Dtill. Dt., bie dinfuhr von 2,« auf 10,3 Dtill. Dt. gefteigert. (Die

Öoljinbuflrie. Xei 'Verbrauch biefer drieug= nach ber fteigenben dinfuhr non 9tug! bbliem )u fthlieben, erheblich; feboth erft in bem lebten ^ahrjehnt ift in ©ejug auf bie gefchmact=

3u ermahnen

ift fobann bie (befonber« im Danig» Sachten) ftarl vertretene (öolifthleifcrei, melch« ben Sebarf für bie ©apierfabritation liefert. ©apier. ©er jäbriithe ©apierverbrauth mirb für ba« ©eutfehe Deich mit etma ö,i kg pro Dopf anjunehmen fein unb bürfte nur non ©rogbritan*

reich

nien mit 5,7 kg übertroffen merben. Vorbanben finb gegen 500 ©apierfabriten mit etma G50 Dapier= mafchinen unb 180 Dtflhlen mit etma 350 ©ütten, unb bie beutfdje Dapierfabrifation tann al« bie hemonagenbfte ber drbe angefehen merben. dr= jeugt merben alle Sorten, ouger ben feinften, für Sie flarfe roelihe geringer Sebarf norhanben ift. Steigerung ber Drobuftion mar auch nur baburch möglich, ba| man bie Sumpen burch dolj: unb Strohcellulofe erfegte, moburih bie^ierfteUung hoch’ feiner 'Vapiere aubgefchloffen ift. ©ie öauptbejirfe ber ©apierfabrifen finb ba« Königreich Sachten, bie Dheinprovinj Sdileften, ©hüringen, Württemberg unb Sapern. Sie 'Weiterverarbeitung be« Da» vier« ift fehr mannigfach unb mohl in allen ihren 3meigen vertreten. Sunt=, ©olb< unb Silberpapiere merben befonber« in Serlin, ©reiben, ileipjig, Dürnberg bergeftellt. gürphotogr. kopiere ift ©re«< ben ffieltplag. Dapiertapeten merben in Dhein: preugen, in Unterfranlen, Sadtfen, ©effen, Verlin, .fiamburg, ©reiben, Wurjen gearbeitet, ©ie din> fuhr von Dapier, Dapier: unb ^ppmaren belduft 4,s Dtill. Dt., bie ber ©a* fid) fahrlich auf runb 4 peten betrug 1896 500000 Dl.; bie Sluifuhr non

— ,



;

unb Dappe 1890 66,«, non ©apeten 2,s, non Dapier: unb 'Dappmaren 16,s Dtill. Dt. gür bie graphif Chen ©emerbe unb ben Such:

'Dapier

:

hanbel fomie für bie Duchbinberei

ift

fieip}ig

noch

immer ber Sauptfig, ndchftbem Derlin, Stuttgart, Dtünchen, ©reiben, Draunfhmeig u. a. Dud) im Dturilalienhanbel fleht Seipiig obenan, im Kunft: banbel, infomeit bie bilbenbe Dunft in grage lommt, 'Derlin, Dtünchen, ©üffelbotf. ©ie ju ben graphi: icben ©emerben ju jdhlenben ®lei= unb garbenftifte liefern Degeniburg unb Dürnberg; 1896 mürben für 3,7

'Dtill.

Dl. auigefühtt.

dhemifche 3nbuftrie. ©ie beutfeh« ehern. 3"' ba« Duilanb überholt, unb jmar nicht blog in ber fabrilmdgigenderftellung non ©roguen unb Drjneimitteln (©reiben, ©armftabt, Serlin), fonbern ouch von allen anbem teeh: buftrie hat in vielen 3>veigen

nifchen Srtileln.

feerverjubeben finb bie fierftel:

lung pon Ultramarin in Dürnberg unb

am 'Dhein,

niffe ift,

von

unb fogar lunftvoUe ©eftaltunfi ber Sifthlerarbeiten eine 6öhe erreicht, mie fie bereit« vor bem 2)reibig=

Köln (Äölnifchei Waffer), von 3ünbmoren in 'Württemberg, Dbeinpfalj, Sachfen, Schlefien unb fiannover, von Sicherbeitijünbem in Dteigen unb Marburg, von Dtineralölen unb Darafgn in unb ©roge bei Weigenfel«, 3eig unb Dfcherileben. gabriten jur Duibeutung ber Solj: unb Kalilager unb jur öerftellung von Datron= unb flalifaljen befteben in Stagfurt, Segönebed, Dtannbeim unb im Dheinlanb. {llberifcbe Cie liefern Seimig unb Serlin; Seifen unb flerjen Serlin, Köln, Sarmen, Dtannbeim; drbfarben ©hüringen, Schmeinfurt, Dmberg. ©er ©efamtmert ber nuifugr ber ehern.

fahrigen Sriege vorhanben mar. 3n ber »erftellung jeithnen fich Verlin, Dtainj, Stuttgart, grantfurt a. Dt., 2>te«ben, Dtflncheii, )öanau, dohurg au« ; 3)reth«lenoarcn liefern Verlin, 'Dürn=

von DtSheln

berg, oamburg, Sanjig (Vemftein), Dubia (Dteer= fchaumpfeifen(öpfe) ; Schnigereien bie bapr. DIpen ©artentirchen , Dtünchen). »oljfpielmaren für ben SBeltbanbel merben hau«= inbuftriell im fäcbf. drjgebirge (Seifen, 0rfln= hainithen) unb inlhüringen(Sonneberg) gearbeitet, roahtenb bie berühmte Dürnberper Spielmaren= inbuftrie jur fierftcllung ihrer ärtitel mehr Dtetalle aller Drt, Seber, '.jJapicrmatbb u. bgl. benugt. ®ie

(Mmmergau,

Hu«fubr von Spieljeug aller JIrt betrug 1896: 40 Dtill. Dl., feinerer öoljmaren 23,s DtiH. Dl.

Slnilin: unb Dlijarinfarben in ßöchft a. Dl., Siebrid), dlberfelb, Dtannbeim, von mohlriechenben 'Wafjem in Serlin, fnonifurt a. Dt. unb nament: lieh

Drtilel betrug 1896: 324,4, ber dinfuhr 243, a Dtill. Dt

©ie

michtigften Duifuhrartitel

maren

atherifche Cie

Stlijarin 10,r, Snilin unb anbere Jeerfarbftoffe 64,o, Slei: unb 3inlmeig 10,s, @e= latine unb Seim 4,a, ©Ipcerin 3,4, fchmefelfaure« 3,3 'Dtill. Dl.,

2)cutf(^lanb uitb ®eutfc^e« 9lei(^ (Snbuftrie unb ©erotrbe)

Kalium 2^, Sbtortatium 12^, Ifcftafd« 4^, 6I>l unb Korbbeutfchlanb ftetig bei’ 9ier

1879,80

ISMfSl 188l.«2

1882 83 1683/84 1884,'85

1883’86 1888,87 1887/88 1888,89 1889/90

189091

Ser

m

morben, unb an allen gr5|em glühen Hnb Brauereien entftanben, biemeiften mobl in unb Srebben. (S. Siet unb Sietbtaueiei.) Ser SierDtrbtaucb in ben bentfchen Steuergebieten betrug in 2item auf ben Ropf bet Scoblferung:

1

a.B

Ji

2?

e

S m 9

244,0 943,0 947,8 939,5 298,6 230/> 210,7 216,3 309,0 208,9 211,9 209,1 212,3 290.3 212.4 291,1 291.2 919,4 227,3 222.6 224,2 235,0

«2,8

76,5

170,1 169,4 167.5 154,5 151,6 143,6 164,6 177,0 156,3 169.0 173,0 169,9 164,3 171.1 1*0,6 186.9

u

»’S’

169,1

190,6 200,4 194,0 207,2 159,2

46,0 39,8 33,8 39,4 39,4 43,5 53,7 59,5 46,6 46,6 49,5 44,7 48,6 55,3 55,8

74,4 7I.t

74,6 73.9 76,6 77,9 76.1 77,5 79,0 79,2 83,8 93.1 94.3 100,9 103,3 99.2 103,0 102,1 101,6 110,7

99,6 93,3 91,« 88,7 87.4 «9,6 84,6 84,9 «4,8

87,5 90,0 «8,« 94,5 97,9 97,5 105,8 105,9 105,5 107,8 108.5 106,9 115,7

59,1 63,7 65,6 69,6 70,5 68,1 78.8

Setbraucb beticigt bemnach etma pro Ropf, mobei nicht )u fiberfeben ift, bab in Cft= unb SfBeftpieufien, mobl aicdb in Sbimncrn, fDtedIcnbuig unb Scblebmig./öolftein bei Siannt: mein nccb immer ben Siergenub beicbtänlt. Sie Sranntmeinbrennerei im ®ebiet bet gegen> märtigenSteuergemeinfcbaftfobne&upemburg) batte jäbrlicbe

1



folgenben

Umfang: 189586

IS9I,0>

I8S7.S8 I

I

b«c Orrnneieicn «rannttorin*

.

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.

laTattnrnirtncinfnlir

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.

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SJrannftvrinouOfu^t

.

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59 7B9 60763 48413{ 038 Ouu;3 949 000 3 333 649 3 029 3164 7 33&j 12 699] 33461 33936|

100 $T0}. ZraOrt.

SieSejirfe mit mittlerm Sanbboben, morin bie am beften gebeibt, alfo bie Srobinjen

Rartoffel

StanbenbuM, Sommern, Sofm, grbbere

Seile

non

Cft> unb ®eftpreufien , bie nbrbl. Seiirfe oon Schienen unb RSnigreicb Sadifen, jum Seil auch .fiannooer, finb jugleicb auch bie öauptgebiete bet Spiritubfabrifation, ber ficb für bie Settifitation in Sprit Berlin, Breblau, Sofen, Stettin, 'JJlagbe' bHrg,Sanjig anfcblieben. Oin Bilb bebSranntmein= oerbraucbb im Braniilmeinfteuergebiet giebt bie Sa* belle auf folgenber Seite. Uber ben Stein' unb Sabalbau f. oben Canbmiitfchaft (S. 126a). Sie ^abrilation Pon Si< gatten ift im Rbnigreicb Saufen febr nerbreitet, nabeju in febei Stabt, oU fogar auf bem platten Sanbe. ßauptpläbe fmb Srebben, Sreiberg, Cebeübrigen Seutfcblanb finben ficb tan, Seipjig. überall gabtffen jerftreut. 'JPüttelpuntte fmb mie= berum grbfierc Ctle: Berlin, Gtbi^, Btaunbhetg,

3m

feamburg unb Bremen. Bremen (f. b.) iit ber micbligfte Sfab für bie Ginfubr aublünbifd/ec Sabate. Set Setbraucb Pon Sabat im beutfihen 3o0gebiet betrug in ben 3- 1871/72 1875/76: 1,8; 1876/77-1880/81: 1,7/ 1881,82 1885/86: l,i; 1886 87—1894 95: 1,6, im Surcbfcbnitt btt lebten 303obtt 1,5 kg auf ben Ropf bet Bepblftrung bc befoiibetb

— —

rechnet.

Gin @efamtbilb über bie Bebeutung ber beut' unb beb beutfd/cn 5anbelb giebt S. 137 a, in bet bie 3abte 1880 unb

groie

fcben 3obiiftrie bie Sabelle auf

Betlin

18%

beffert

l

1878,'79

107

flulfui^c: 9tol)3U(frr ntib Soffinibr ftanbi4« unb SroflaQititfrr

65,1

189394

1489 »737

.

Wamoirrtrt

1877/78

1894,95 1895,96

=

:

91o6AU

Gtatb--

einanber gegenübergeflellt fmb. Unb bocb banbeit tb ficb bort nur erft um ben fianbelbbertebr beb Seutfd/en SRticbb mit bcm Slublanbe, nicht um

136

Slcutfc^lanb

uub

2)eut|(^eä 9tei4 ($anbe()

3(n teintm SItoboI mürben ;

'betrieb«:

fahre

2) gu generblidien u. f. n>. abgaben«

grsrn dntritthins ber 6rt6cau fuhr Obetmiegen bie Diobftoffe. Sie Su«fubr ber fRobftoffe ift ftetig geringer gemorben, feitbem Seutfchlanb hine Sobenerjeugniffe an @etreibe, Solj, glacb«, Dbft, ebenfo feine Säute unb Solle, fein SchlacbtPieb, 6ier, Sutter, Ääfe u. f. m. felbft oerbroucht. Sagegen bat mit bem Sufblüben bet 3nbuftrie bie Slubfubr bet beffet bejabltcn 3obti' täte erheblich jugenommen, unb nicht menigebet: felben geben nach allen Sänbern ber 6rbe.

Sen bbchften Scrt erreicht 1895 bet 3lu«fubr: bonbel mit @robbritannien. Sann folgen (bfter: rcich=Ungatn, bie Sercinigten Staaten non flmerita, iHublanb, Sollanb, ^'lontreicb, bie Schmcii unb iBelgien; unb jmar jeigen bie brei erften (por allem (Srobbritannien) eine Bunabme, bie übrigen einen fHüdgang gegen 1880. Sebeutenb gemachten ift ba« aubcreurop. ztbfatigtbiet, mobti jebo6 ju ermähnen bab füb 1880 bit Slachmcife nicht fi> nollftänbig fmb mie für 1895 unb bab namentlich nach bem BoUanfchlub non Samburg, Sternen u. f m. (15. Dlt. 1888) bie bi« babin mit bcr Stooenienj «Seutfehe ift,

.

rioUauefchlüffe» angefchriebenen Saren pon biefem rieitpunile ab unter ihren mirdicben Serlunft«: unb

Seftimmung«länbccn uaehgemiefen fmb. Sie ®ro: pcnicnj greibafen Samburg ift nur noch für Soren juläffig, mclcbe im Sreibotengebiet probujiert ober bearbeitet morben fmb oberbottbauernbperbleibcn. Sie Sitlung bieiet ^inberung fpringt befonber« in bie älugen bei einem Vergleich be« 1 880et unb 189öet Sarenoerlebt« mit ben europ. Staaten, melcbcr non 88,» Stoj. btt ©efamteinfubr unb 91,» ®toi. bet ©efamtaubfubr (1880) auf 60,» unb 76,» Sroj. (1895) jurüdgegangen ift, roiibttnb bet überfecifche Sertebr in bemfelbcu Serbältni« eine Steigerung erfahren bot. 3n bet Einfuhr nach Seutfchlanb ftebt 1895 auch ©rebbritannien noran, bann folgen CfterrciihiUngotn, bie bereinigten Staoten, Sol‘ lanb, Siufilonb, bie Scbrocii unb granlrtidj.



4

;:

1

3)eutfc^lanb

unb

b

I i

ftfnnbbel Stufebtnen: diiftcu«

727

5 445

1

230

4

230

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Bfntr t»T3> unb Svielitiarrn ÜineTOtUT unb ihinft .

33 388

,

13368 15 834

I

;

»0 730 49 146 37 824

fiibrungb« u. {pmug* Btnet; Sieb 919 572 641 330 .1 116 335 581 754 labere WobftofTe 783 300,1 669 876 gobntttte »

68 C5 S,

18495

.

41 06 i|

208 426 iu0854 120 727

I

,

I

.

.

I

Eteililbe liobfivfff u.

....

^brttate

uu^

fbrlnetotle,

1 1

483 015 450 T 03 885 968 773 238 939 180 3 301 189 j

| {

.

|s

819097 2 893 859 4 307

3525 130

1 C3

fic*

'

|

«aa^t

.

I

40 831

53 331

250 788

238 693

• elsntcT ou*« nictiger ^eubel |S 859 928.3 946 180 4 557 951 3753 833 6 (i ben ^britatrn finb eingerrebnet (l 88o) 40 unb i

I

nft96j

1178

8 «fn.

(

1000)

Sn

9t. fäc

ber

9 ottuag

luxb niel hn (injtlnm i(t oue bn ttbCTridjl auf folflfnber Stitt rrft(btli(b.

1.34

o,is 0.33 0,43

1 .S 7

037

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ib«

I

1.79 1,87 2,20

0.99 O.SS

i

«

00 0 0 ,

.

«

I

I

1,11 I

0,01 0.02 0,03 0,02 0,03

Sin nenn and) febt geringer fUlinbetperbraud) ergiebt fid) im Saute bet legten 20 3 unb üuSfubt pon tBrotfrüebten. leben: bem 3)itb, fButter, RSft unb Siem f. oben Sanb: wirlfdiaft (S. 120b); übttSin= unbaubfubr mid)= tiger 'Barengruppen f. oben 3nbuitrie unb ©croetbe pon Stein: unb Sfrauntoblen f. Bergbau, Salinen: unb öüttenmefen (S. 128 a unb b).

Srwerbä< unb ®ittfd)nftJ>

betrag in Jciitfcblanb am 180G: 13005(1890:7608), baranter waten

genoffenftbaften 31.

Boi

8069 (1890: 3910) Rrcbitgenonenfcbaftcn 801950

390 854

l4 utf(bufinboftTtr: ftobftoffe

«fi*

1.01

S414 J

IMS, SO ISSI.SS 13 SS .60 1361 VS I 8C6 70

5)it 3e>bl bet

|

tfeibrr: Rotfloffe .

35448 97453

9 147 5 606 I

Qabritate tertUiU-^iliinbuflrif ;

gabritate

91 473

11 103 I

Paffrfj ]

is]e 4 o 1

inbufirir:

,

3188

(2644) ©cnoHenfibaiten in cinjelncn ©cwerbiijwei: gen, 1400 (984) Roniumotreine unb 132 (50) Bau: Singetragen fmb bieroon nur genoficnidiafttn. 12379 ©enofjcnftbaftcn. jic unbcldiriintte ßaft: pflidit nad) bem ©efeh Pom 1. Bai 1889 haben 9929 (1890J 6931) ©enDfienftbaften, nämlidj 7359 flrebitgenoiienfdjaften, 2174 ©enoficnfibafttn in cinjelntn ©cmctböjweigen, 383 Roniiimucrcine unb 13 Saugenofienfebatten. S-VfcbrSnltc fiaftpflitbt haben 1896 2337 (1890 638) ©cnofjenidjaften, nämlid) 556 Rrebitgenoilcnfdjaften, 759 ©cncijcn= fd)a(tcn in einjelnen @ewerb4>weigcn, 903 flonium: pcrctne unb 119 Saiigenoficnfcbaflcn. Snblid) fmb nod) 113 (1890 : 39) ©enoficnfdjafteii mit im: :

:

beftbrSnttet 9?ad)id)ufepfli(bt oorbanben,

nSmlidt

41 Rrebitgenoffeniebaften, 65 ©enoffenftbaftm in ein,leinen ©twttbejweigcn unb 7 Roniiinmereine. $ic Silbimg ber wirtidjaf tlidjen llicteine Sie fmb beftimmt, bie gebbrt ber Beujeit an. äntcreiien eines cinjclncn SrwcrbSiwcigc« ju Pertreten, eeftreden fid> bann aber über einen weit arbgern Äteis, meift über baä ganje Jcutfdje Sltitb. 2I1S foldit fmb }ii nennen: bet 'ilerein beutidier

138

unb 3)cut(^e3

S)eutf(^Ianb

9ici(^

(^anbcQ

18^

!jhrtnlo«>f 9tu|lanb Bä)nt\a

1395

W.

Stoj.

3 857 57i

9U

3 630 252

76,5

3 538 733

SS.3

14,4

678131 435 766

19,8 12.T

354 757

9.1

12.3 14,4

.....

447 71U ?55 529 744 25S 4£i3 I76 74Ü 5»S 811 I«7 ISO

7,4 7,4

130 881

...

CSuccpo

ittnmtfi; Srel^ritantiieR

.

.

....

CflgUH

4,6

195149

6.8

1,7

2,9

5.4 2,3

27 061 63 994 12 454

0,9

1,6 0,4

100 877 83 375 TC 993 43 358

1,3

10603

6 883

0.3

39031

1.1

4 763

0,4 0,2

11449

0.4

34 062

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«omiftal .

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18 833 4 »87 143 731 lOl

0,6 0,2 0.0 0.0 0,0

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773 939

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37 »91 766



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932 179 194 73 031 145 942

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578 563 535 420 164 331 568 79S 144 516


J

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0.0 0,2

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S^nirrafatnrrit. ürbttblifcu j&atil

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10O|

Sieiib erfltedt fiib u. a. bet

eine für bie Snbuftrie in iBetgbau, Sebet, dolj,

SnbuftrieQer mit

@lai^ $oi}eUan unb Zbonwaren, für 3uderfabn
unb GtablinbuftritUcr, bie Snbanbc bet SaumtDoD', Seinen > unb SoUinbu[trie, bie 9ier=

SMtaueteien, Sranntneinbrenneieien, d)em. Sobriten u. f. lu., ebenfo füi bie 3n>eipe beb 6an> bell, bet iBanten, beb Setfubetunabnefenb, fcbliel’ li(b bet ^anbicerlbbetriebe. daneben befteben aud) noib SSetbänbe für einjelne ^iobin)en, i. !B. bet Sietein }ur Sabtuna gemeimamer mittfdbnftliibet

113681

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1

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Uber bab ganje f. m. ßenltaloetbanb beutfibet

lanicnoetein in SRain) u.

bem Sib

in ^Berlin.

@io|e Slubbebnung bat bab Sttienincfen er> unb jmat betart, ba| grobe gefiftäftli®* Untemcbmungen, bie im $rioatbefi| geblieben finb m (». 9. bie SBerte oon fltubp in ßfien, 9otfig

(en.

langt

Jlnlereifen für 9ibeinIanb=äBetlfalen, ein übnlidiet Sietbanb für bie Saar, bet Wittelrbeiniidie Sabri=

Cfonomift» (9etlin) »aten Stnfang 1892 folgenbe Mltiengefellfcbaften Bcrbanben:

4 6obn in Saffel, Scblumbetget« bilben. i. CIü, Slubnabmen 3ufammen(teQung beb •Seutfo)*''

9erlin, Senfdjel

2)oUfu6 in Üllülbaufen Jlaib

einet

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^eutfc^fanb unb X)eutf(^ed

9iei(^

SuSgabe; 1896

Bnxb»(Tt1^ft« U. fl«rsbaa, ^üttnL ealtnfit 3mb«1trl4 htt fcbritaHon

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1

Satfrrfubritrn

9otD«ru3bi{di4 •etorrbf fflnglnifcbe 8«tTiebt

,

US 758 113 358 904 116 377 070 346 279 776 434 86 869199

i

I

I

3^'lungrii, 8r,i

8 wefenS bot bie preub. Negierung in NuSfiibt ge« nommen. 3bre Spige finben bie ^anbelslammem in bem Seutfdien ßanbelstage (f. b.). TOünv, TO*b« nnb StwWlSwefm. Son alterS bet benfibte im Selb«, TOa|« unb SewiebtSwefen (ine grobe TOannigfaltigleit. Selbft in btmfelben SanbeSgebiete befab faft jebe Srooinj, oft ftbet Sau ober gr&btre Stabt ihre befonbete GUe, einen

anbem

3oll,

3ub, Stab,

ihr befonbeteS Släibtn«

=

140

;:

2>cutfc^fanb itnb !£)cutf(^e4 Seic^ (Serfic^cruitgämefen)

SRotflen, ßufe), tljr oft nur um fllei= ntgltilen abmeiibtnbrt @etoicbt. 8flr SIöfT'flIfitfn raoten bie Äanne, brr Cbm, ba« gab, Suber u. f. fflr @ttT(ib( fUldbiben, iÖlfb«, Stbcffd, 3KaIter,

mab (SWer,

\

bi«

Steicb«

CO—

Sllanbcl 15 ober 16, bad S(bod 64, baS 6un< bert meift 101, ba« @ro« 144 160etüd. fianbtl machte fub }ioar juerft eint cemiffe ßinbeit’ licbteit fleltenb , bie no gattung beftanb aber eine befonbere 9te(bnung4> einbeit. @arne unb Oltmebe tourbtn Derfcbiebtn ge’ banbelt, fe nadjbtm He au« Seinen, ffioUe, Baums wolle ober Seibc bergeftellt woren. 3'ber fölebplab



äJlünjeinbeit eingeffibrt würbe.

3m

20 Bf. (weitere Bedgung porläufig eingefteDt), 10 unb 5 Bf., in »upfer 2 unb 1 Bf. daneben turfiert

feine Selbftdnbigleit beeinträchtigt fütch* wenn fein Sdnbchen gleiche« fUlab unb @e= wiAt mit bem 9)achbarlanbe gehabt bdtte; )um Seit batan, bab bet Sertebr in bie Seme nur fchwach entwidelt war unb fich in btt oauptfa^e tete,

,

3™

ficb. Wenn auch noch mit oerfebiebenen Unterab= teilungen, in Slorbbeutfchlanb ba« SbaIersGroftben>

10 W.,

==

20

=

benen feber

:

=

9R., bie Brägung bet halben »tone 5 fDl. gilt, weil unpraltifd), für fiftiert; in Silber unterwertig al« Scheibemünje; 5 Bl., 2, 1, '/i unb '/, ü)t. (lefitete aufgegeben), in Bidel

2)oppelftone

,

jebnte oielfach wechfelten. Slm bäiifigftm werben gt’ nannt feellet, Golbs, Silbers unb (»upfet.)Bfennig, Grofeben. Schilling, »reuier, Warl, Gulben in Sil-, ber unb Golb, Sbalet, Biftole, Sulaten. Gelegentlich benuMen manche weniger gewiffenbofte iHegenten ibr SDlünjregal burch %u«prägung minberwertiger Stüde jur Bermebrung ihrer Ginnabmen, fo bah Don angeblich gleichwertigen tDlünjen auch noch gute unb geringere, ganj abgefeben oon ben ganj unrichtigen bet (prinaten) Salfchmünjerei, neben= einanber umliefen. Saufe ber Seit befeftigte

(6. hierüber auch 3n Golb wers

IDtOnie, Blünjfufi, Wünjjeichen.)

ben oollroertig au«geprägt bie »tone

waebte barüber, bab er fein Sonbermab bebielt. Set Hpotbeler rechnete nach Unjen, ber @olbfcbmieb ()um Seil freilich noch beute) nach Aarat, ber öanbs werter batte feine innungSmäbig beftimmten ?lbs weichungen oon ben üblichen fDlab’ unb Cbtwichl«’ fbftemen, lurj ein Surcbeinanbtr bon bem wir beute nid)t begreifen, bab bie einbeitliche @eftal' hing nur Schritt für Schritt unb erft in unfern Sagen erfolgen tonnte. 3um Seil lag bie« lang« wierigt Sebarren in biefen Buflünben an ben Sonberbeftrebungen bet einjelbetren, bet regie* tenben ÖifchSfe, llbte, bet gteigrafen unb grei’ berren, bet Sürgermeifler bet freien SlÄbte, oon

auf bit Ütachbarfchaft befchrinlte, oorwiegtnb jes boeb wohl in bem äBiberftanbe bet Beoblterung, bie gewohnten @r«benoerbdltniffc unb Berechnung«’ arten gegen neue, ganj ungewohnte ein5utaufchtn. Seit 20 3abten erfreut fuh Stutfcblanb eine« ein= beitlichen ibtünjfpftem« unb nod) beute feben ficb bei ber Beurteilung einer Sbertfumme ältere Seute bie 3iffet btt 'Jltart oiclfach in 3torbbeutf6lanb in Sbaier, in Sübbeutfchlanb in (flulben um. Ser Sder ober SDtorgen, ßentner, ßimer, Scheffel, bie Ranne, URefie u. f. f., haften noch immer in ben Begriffen unb werben erft mit bet febt lebenben Generation oerlSfcbtn. Cbgleich e« weit richtiger ift, auch im RIeinbanbel, foweit irgtnb mbglich, ba« 6oblmaf> burch ba« Gewicht }u erfeben, werben in oielen Bejitlen Getreibe, Rartoffeln, Sohlen, Dbft unb anbere trodne Jlttilel nicht gewogen, fonbern na, 36 ©egen(eitigteitä')@efeUfd)aften; 48 5jeuen>er= :

nd!eningä= (29 Sftien', 19 @egtn(tiligfeit40®eieU= idiaftcn ; 54 geutt( otietdten (baoon 34 in 'Jteuben) 22 Unfallottfidjerung«-- (14 aftien«, 8 @egen(eitig= teit4*)@cfeUf(boften; 15 @la4oerri (auf @egen< ieitigleit)

unb 33

9tficfserfuberung«gtfellf(baften.

Siefe ©efellfdiaften batten am Sebluffe be« gabre« 1895einenfMcingewinnDon81,3Dlill.Dt.,einattiO’ oennügen oon 2244,i DiiU. Dl. , oereinnabmten (1895) 665, n Dlill. Dt. an Drdmien unb jablten 311,7 'Dtill. Dt. (Sntfibdbigungen; bieroon fielen auf bie Sebendoettlcberung 100,3, geuetoetfitbtning 103,«, Stanep3rtoerfi(berung 39 unb 'Düdoerfidje: rung 43,9 'Dtill. Dt. Dubttbem giebt e« notb eint grD%eaniiabl®erri(bctung«oertine,}. ®. inDreuben allein 242 für geuetoerfiiberung, beten attioen aber }ufammen nur 4,i Dtill. 'Dt. betragen. Sine bebrutfomeantegung bat ba«Stutf(btDei(b feit 1882but(b bie nadb unb natb erfolgte ßinfübning ber Dranltn:, Unfall' unb aitet«Dttfi

rung bet arbeitenben Älaffen

(f. arbeitet' cerfidjerung unb Ärantenocrfidberung) gtfebaffen, beten ftgen«rei(be golgen mit jebemgabre mehr in

^'djeinung

treten.

oerfidperung bet64gewerbli(benSeruf?gcnofien' idjaften waren 1894 (1895) in 426335 (435137) 'betrieben 5243965 (5409218) arbeitet beteiligt, ber 48 lanbwirtfdjaftlidten in 4793256 (4813S72) Detrieben 12289415 (12289415), ferner in ftaat' lidten

Setrieben (Soft, (Sifenbabn, gotflen u.

f.

w.)

617616 (633892), bei ‘252 (249) Stooinjial' unb Rommunalbebbrben 40751 (56943), jufammen 18191747 (18389468) mdnnlidie unb weiblidpe, faft

auifdplieblid) ben arbeitertreifen angebSrenbe

Derfonen burd) iu lablenbe Rrantenunterftübung unb Deuten gegen bie golgen oon Unfällen oet' fiebert. Sie ,gabl ber überbaupt Serlebtcn, benen eint 6ntfd)dbigung jujuerfennen war, betrug 1895: 75.527, bie ber oiüig ßrwtrb«unfdbigen 17ü(>, bet ©etoteten 6448 mit 12800 binterlaffenen Dngt' börigen.

Sie ©efamtauOgaben

(teilten

ficb

auf

Dtill. Dt., barunter .50 1‘25,» Dlill. Dt. für Sie Seftdnbe bet Defetoefonb« (intitbdbigungen. betrugen 1895 am gabteöfiblub 125538,s 'Dtill. Dt. gflr bie 5409 218 oerfieberten 'fSerfonen ber gt'

68424.3

Serufdgenoffenfdjaften waten 1895 an gabreilobnen 3 577 395 160 Dt. in anretbnung ju bringen. Ser butcbf(bnittlidjcgabre«lobn würbe foetwa 661 Dl. anjunebmen fein, wobei jebodp ni fdtnitt etwa )wci drittel bet oorftebenb genannten gabrcblübne. Sie au«gaben ber gewerbliiben De> ruf«genofienf(baften betrugen 1895: 49283267 'Dt., bie

ainnabmen 61665671,

bie (Sinlagen in

ben

7503722, bet Seftanb be«felben am Stblub bt« gabre« 120479329 'Dl. Sie 8abl ber im Sauft be« gabrt« Verlebten, für welibe 6nt= fdidbigungen feftgefebt worben fmb, betrug 33728, ber Dcftanb au« bcn 'Dorjabren 140724; an ßnt’ febübigungen (einftblieblicb ber Deuten für Unfdlle au« frilbem gabren) würben gejablt 34493960 Dl. '.Heieroefonb«

^r entf(bdbigung«berecbtigten Eintet' blitbenen ber ©etoteten (3644) betrug 7588, bat= unter 2369 SBitwen unb 5039 Rinbet. übet bie Setriebiergebniffe ber Sanb< unb Sie 3abl

f

auf ©runb be« Rrantenoerfitberungdge' febe« beftanben 1895: 8449®emtinbetrantcn(affen (mit 1 ‘254058 Dlitgliebem), 4475 Ort«' (3 .540599), 6770 gabril' (1 913917), 102 8aU' (‘26566), 545 gnnung«' (114581), 1388tingeftbriebent(671668), 263 lanbeöredttlitbe (60 543), jufammen 21992 firantentaffen mit 7 525 524 Dlitgliebern. aubet' bem bei ben in bie Rranfenlaffenttatiftif nidjt ein' bejegenen Rnappfibaftstafien 484841 Derfuberte. !0ei ber feit 18^ gefeslid) beftebenben Unfall'

141

(Sierfe^rStoefen)

nungbfibiflen Sobnbctrdge nidjt mit bcn gejabltm Sibnen bearn, loeil für bie 3n>ede bet Umlage bet 49!.aberfteigenbeMgUibeSobnbetTagnutmiteinem drittel berangejogen mitb unb iüt jugenblicbe u.(.to. Slrbeiter ber ortäüblitbc Sagelobn (Stmoibienet an> jufeben ift, unb bob ein Seil biefet arbeitet (j. S. ®aubanbmetfet im Söintet) in ibtem fflerufe jeit>

orftwirtfibaf tlicben Setufigenoffen»

fdtaftenf.b.

auf ©runb be« ©efebe« oom 22. guni 1889 ift autb für bie Unterftütiung oon buttb g n o a l i b i t d t unb alter etwetb«uniübig geworbenen Detfonen au« ben arbeitenben Rlaffen Sorge getragen worben (f. aiterSrcntt, gnoalibcnrente, gnoalibitdt«' unb aiter«oerrtcbttung«gtfc!i).

Sa«

©efeti trat 1.

gan.

1891 inSraft. Dieönbe 1895 würben 219095 an» fprüdte auf gnoalibenrente angemelbet, baoon wut' ben 156027 ancrlannt,44140äurfldgewie(en,10308 anberweitig ericbigt unb 8 ald aud bem Sfianbe bejogen. Ser Setlebr beutfeber Sebife jwifchen beutfd^en unb mit audldnbifcben 6dfen ift in bet Uberficht C, ber Sefamtoertebt Bon beutfcben unb audldnbifchen

{




fi^ung rommt

8r!4bung

1871

1871

IMl

1896

A.

Vrruftm

^nburg

^rnm

.

.

fRrifltitburg

CIbrnburg

3ulammrn

4 141

3 741

1809

3115

1077 1694

33.6 30,3 54,4 94,4 95,9

915

103

35

93,1

346,5

34 739

31 003

14 858

365,1

749 1970 1709 41

3003 3514 3645

11481

9,5 14,4

553 303

94,8 16,6

3808

4

090

35,4

19,3

35,3 53,6 38,8 33.9 35,6

51,7

71,8 41,6 48.1

354

3U

35,9

41,9

B. VrruftfTt

Äcmbvrg rTf«irn Vrtflrtiburg

Clbraburg

....

.

Sfäbetf

.

.

^afarnnrn

B. Xit

7 7

bciitfd)e

lU

003

358 788

188

1385,8 1106,5 405,3 410,6 390,5

580

833,'J

851

408

5 390 7

146

811

JM

74

369

373

13.5

30,3

94,1

8657

35 139

17,3

94,9

55.0

bn

S

»f

Rabl brr

eiiffr

grbalt

fagung

6d]iffe

-

-

~

7

6317

137

108 14

58 354

1380 130

17 5 59 91

»433

30

1

64^nrrbriggrn nnb OiigaRÜnm 6m8arrgatiotrn, •nlronrn nnb daliotrn •ofltüdiionrr nnb 6 oerfr^renbeK ^cdonoi^ uo> SätetbaemjfrT

unb |

(Ufrrne il (flftblernr)

^Sl^erii?

ilfimal 6«r Ja^tjeufle

SidbbäDtpIrt

1

Scilrmi&fRtMimpfrr jj

1

j

XragtAbiflfrit

XrogfAbistcit

8«5t

SatKcn

1

Stramm

168 18

24 140

1306 197C8

19 314 563

(2na|'£oitinitgfn tiflen

40979


TU(na(ben

.

n>ütttembetei{(be. Son ben be4 jieiibdpoftgtbitteS maten

Sütttembetg.

i

1169395

’Mofltartea

tioftoaftragibeirfe '

anjtalten

3)ie 3abl bet 1893 im gefamten $b[t: unb Seit: gtapbcnbctiieb befibdftigten Beamten bettug:

i

Ve^wrifuagen ....

.

Cnbe 1 893 »aten im (Ceutfeben (Reicb 3 1 786 i|Soft: psibanbtn, baiuntei 3103 bapiijdbe unb 28683 '3 bftanttalten 605 iCoftdmtet ttftei, 672 imeitet, 2998 britlet fllaj{t, 479 3 n>eiepo[tan< ftolten, 33 Sabnpoftdmtei, 7878 ^oftagentuien unb 16012 ißcttbilffteUen, bad fmb 15 s qkm gidtbtn: laum unb 1347 ß. (naib bet SBoIUidblung Pon 1893 ) auf eine $oftanftaU. Subti btn $oftanftal= ten btftanbtn im 3)eut{(btn 9iei(b 206.50 3 aftmett> jeiibtnstttaufdfteUen, banintet 679 in Sapetn, 690

1

:

1

1

ttatenptobea

;

poj«

Seutfdfel Keicb

tem* Per«

in

1000 etAif: 6riefe

*

9leid)#8

1

,

gebiet 11

.Odnben btd Sieiebdpoftamted ({. b.), ipelcbem 41 Cbctpoftbiteltionen (f. b.) untet{itben. flbti bie Ctaanifation btt Ibniglid) bapi. unb niltttemb. 3 o|ttn unb Selcfltapben (. IBapttn, 3$et(ebteme{en, unb SBfltttembetg, Setltbidmeftn. 3)a 4 dleicbipolt: unb Seleaiapbeneebiet umfabte Cnbel 896 4451 ir>^qkmmit( 1895 ) 44380206 e., bad Ibnifllicb baptifdje 73864,7 qkm mit 5818344 C. unb bad I 6 nigli(b Isfiitlemb. voftgebiet 19503,7 qkm mit 2081 131 6

Htt Pet ©camten

189.5;

fSfirt»

©opem

poft«

!

2)ie

obeifte fieituno btt beutfeben {Reiibdpoft lieat in btn

in

1893:

btl'taiiPcn

7878 (1881: 38.52) 'liotlaflcnlurcn, 16D12 '{(ojibilf' (teilen, 25394 (12564) SlejteUrepiere, 2287 fabrciiPc unP 42.573 (29603) 9anPbriefta(ten. Sie 3abreP(o|ttn (ür Pie SanPbel'leller betrugen 1893; 174961KJO (6691700) 3)(., für Pie VanPpoft=

^bte

beiten

ßä

Itellcn etbeblid) umflcftaltet.

(Dei

Seil bei Seutfeben 9iei(bb bat eine fltmein= mmeSleicbepoftbeitbaltung; nutiSapetn unbSDätt* tembttg haben auf @tunb beb Slit. &2 bet 9ieiib 4 > btt{atlung ielb|tdnbi^c Idnigl. ^oftpeitDaltungen bebatten; abet au et|fRtR B. f. t». * 9ei nidft reitb^eiflenen $oft* liebet von ^eftanflaürn finb. 1

blie

bbltrreten.

Set Umfang beS $ojtiubttDefend (1893) giebt

fut

au4 folgenbei

libetfidit:

tt
bab ©efeg übet ben SBuibtt oom unb 19. 3uni 1893; bie ©efege oom Plai 1868 übet bit Aufbebung bet Scbulbbaft,

SItt. 4, Sir. 13,

24. Plai 1880

®«utf(fi(anb xjoin 1.

3uH

1868,

unb ®fut|^t8 unb

Siblie^ung 'Stldjitaluna b*r 8ftentlid)en Spielbanfen, ba4 ®v vom 4. 3uU 1868, bftreRenb bie brioattedjlUdje SttUung bet SiiDerbSs unb Iffiitffcbaftäaenojjen' Idbalten, iebt erfebt buicb bab ®efeb vom 1. Wat 1889 unb 12. 9ug. 1896, bab ®efeti oom 5. 3uni 1869, betteRenb bie Sinfübrunfl bet 3>eutf(feen Sletblelotbnung, btt 91ürnbet9et ffletbftlnooeUen unb beb Sleutfibtn SanbeUgefebbucbb alb 9teiienft< lobnb, bab ©efeb oom 11. 3uni 1870 mit bem {ept oiel fttenaent ®efeb oom 18. 3uU 1884 fibet flombetrefjenb bie

manbitgeTeUfcbaften auf Sttien unb Stttiengefell: ftbaften, bab @efeb oom 20. SIptU 1892 flbtt bie ©efellfdjaften mit befdbtbnftei Haftung; bebgleitben bab @tftb oom 7. Suni 1871 über bie Setbtnblitb' (eit ]um 6(^abentt(ab für bie beim Settiebe oon difenba^nen, 93trgmerlen u. f. n. berbeigeffibcten Zbtungen unb fibrperoerlebungen ((og. ^aftpflitbt’ gefeb), fomie bob ®efeb oom 17. gebt. 1875, bt= ttejfenb bob Sltet btt ©tobiäbtigfeit, bab 3!epot= gefek oom 6. 3uU unb bab fflütgerl. ©eftbbutb oom 18. uug. 1896, bab Stcafgefegbutb oom 15. Wai

1871 nebft dtgänjungbgefeben, bob fog. $pnomit= gefeb »ont 9. Jfuni 1884, bab ©efefi jut Sefämpfung beb unlautern ffiettbemetbb oom 27. Wai 1896 ;

fetnet 5) bab Santgefeg oom 14. Wätj 1875, et= ginjt buid) ®efeg oom 18. !£)tj. 1889, unb bab SBbifengefeg oom 22. 3uni 1896; 6) bab ®efeb oom 6.

gebt. 1875 übet bie Seutfunbung beb $etfonen=

ftanbtb

unb

bie ßbefcbliebung,

unb

7)

bab gmpf‘

vom 8. Spril 1874. @anj befonbetb beioot-jubtben finb ferner 8) bie fReit^gefebe übet @e= ri(btbottfaffungunbgetid;tli4ebSetfabren,nimlii% bab ©eritfetboerfaffungsgcfeb oom 27. 3on. 1877, nebft bem ®efebe oom 11. äptil 1877 übet ben Sib beb SReidjbgericbtb, bie Gioilptojeborbnung oom 30. 3on. 1877, bie Strafprojeborbnung oom 1. gebt. gefeb

oom 10. gebt. 1877, bie oom 1. 3uU 1878, nebft @e: bübrtnotbnung für fKedjtbanm&Ite oom 7. 3nlt 1879, bab ©eritbtbfoftengefeb oom 18. 3uni 1878 1877, bie Äonfutbotbnung

StetbtbanmaltbOTbnung

unb bie ©tbübrtnorbnung für bie @eri(btbooUjiebet oom 24. 3«ni 1878 nebft bem ©efeje oont 29. g»"! 1881, betreffenb Sbänberung oon ®e= ftimmungtn beb ©ttitblbfoftengefegeb unb bet ®e= bübttnorbnung für bie @eri(btbooUiitber. ßnblid) finb 9) notb bejonbetb betoorjubebeit bie tief ein= greiftnbtn Sonalgefege übet Stanlenoerftcbetung oom 15. 3uni 1883 28. fDlai 1885 unb 10. 9ptil 1892, Unfalloetfttbetung oom 6. 3uU 1884, 15. .y 24 0(jT,7

1890.91

15 UH,: VJ 12C.S» 7 ‘.'4^,3

Set:

17,oc6,

latbeitrdge entriibttn. Sit Hoetfa oon Sunbeb: gebieten aubetbalb bet 3oUgtenie ftnb oetanfiblagt auf 63,48; iufammen bie 3blle unb Setbrauibb: fteuem auf 653,i3i Still. St. gemet fmb oetanfiblagt 2) bie Seicbaftempelabgaben auf 61,9 unb inat Spielfattenftempei l,scii, ffleibfelftempelfteuer 8,193, Stempelabgabe für Sttrlpaoiere, ftaufgefibafte unb

nSSi.90

24 113,4

fDlatttiaffleuet

btawbt’abgabe unb 3uf(b(ag ju berfelben 98,7i7i Still. St., bie Stauiteutt unb Ubet(|ang$abgabt son Siet auf 26,st3 Still. St. Sie Smnabmt au« bet Sefteuerung beb inlAnbifiben Sieteä in Sapetn, SBürttemberg. Sabtn unb Qlfab’Sotbrinpen gelangt niibt in bie Steitbblaffe, fonbem octbleibt ben ge= nannten Staaten, melibe bagegen an ben in bie tReidtblaffefliebenbenbetteffenbenSteueteinnabmen niibt teilnebmen ober entfpteibenb bbbete Statrilu:



7SSU0 3 790000

SifrnbobnprriDaUunfl

unb

('/DIaif(bbotti 392, 675.4

1

.139,5

i

1

618.9 1 32.0 592,0

2 267,0

3

67.7,1

449,1

1

605,1 085,1 440,9 521,7

12M

492,0 939.2 307,0 Ü07,3 599,6 414,6 4 879,9 12 570 4

J2C93.«

373 775,0

387 472,0

4tH UvO.O

2‘X.,a

971,8 3:-i4 364,5 4 7ü7,3 1

13

1016,8

MS.«

1

toii.i

1

1 518,0 5 271,1

644.4

1248,003 Still. St. 5iet)u treten alb aubetotbent:

Sedungbmittel 47,490 StiU. St., ndmliib aub Jtnleiben 46, 930 StiU. unb aub fonftigen Sedungb: mitteln 0,940 StiU. St. Stuftet ben für bie Seitoal: tung nbtigen ISebiuben, ben Stmeenorrdten u. bgl., liibc

ben Setriebbfonbb

bem

einjelnet Senoaltungbiioeige,

unb ben gonbb für beftimmte bab Seitb alb wetbenbeb Setmbgen ermotbenen difenbabnen. Sie non ben dinjelftaaten )u .tablenben Slatti: lulotbciträgc ftnb für bab ginan^abt 1897/98 auf 414,915 StiU. St. oetanfiblagt. Sdpeteb übet bie din)elftaaten unb ftübern 3abte f. Statritel Ktiegbfcbalte

3tt>ede, beftpt

bie mit Slfab^Sotbringen

U

:

1

151

2)(utf(^Ianb uitb 3)(ut{c^ee SReic^ (Qlcric^töivefen)

Tabelle C. auf folaenber Seite jeiat ben Stanb bet lBunbe^> unb Sleich^fihulben na« bem Stenn^ am Schlufi bet aneeaebenen 3nbre in 1000 S)l. Sie Stcich^faffenfcheine beftanben in 4 SRiU. Slb-

£it 9 in 2125 ,ks 9RiU. SR. oetjinSlidicn ^ulboer« idjtribunofn (18000 SR. Sdjulben b(« »otmalioen

wert

Rctbbfutfcbfn fflunbeä, 2125, sis SRilL SR. Sleiii«' 120 SRiU. SR. Stci(b^laficnf(b(inen unb ftiM 3 SRiU. 3in*rfldftänb«n, jufammen in 2248 SRiU. SR. 6in J«U bet fflt bie !Heid)«miIitän)et= iDaltung aufgenommenen Stnicibm belaftet SSabcrn nicht, fmitt »erben iBapetn unb SBürltembctfl auch nicht burch Snleihen filt bie 9teichbpo(t> unb Iele=

fchnitten ju 5 SR., 1 500000 Slbfchnitten ju 20 unb 1400000 Sbfehnitten ju 50 SR.

nniribcn),

ntaphentieTttaltunfl bela(let,

ba

bieie

unb XelegiaphennenDaltunfl

fthen SieitheJ« (Stutta. 1893).

(SetithtSwefen. Seit @rünbuna bei Seutfehen würbe burch bie oben (6. 149a) oerjeichneten

Staaten eioene

fReichi

unten ZabeUe B). Jin ben 3. 1877

6b ift junichft eine einheitliche Ctaanifation ber @erid)te erreicht, weihe von ben ben einjelnen IBunbebftaaten juaebbriaen Stmtbattich‘ ftaltet.

ten



84 würben nierprojentiae, 1886 89 breieinbolbprojcntiae, 1890 92 brei: troimtiae Stnieihen aufaenommen. Ser )u be^ ichafienbe SBarlrebit betrua 1877—92 in4erfnnit 1(132,013 SRiU. SR.; bet Slennwert bet SthuIboet= (ihttibunaen 1G85,m 7, bet bote 9lcinetl64 1608,190



SRiU. SR.

fflie

fith

im einjelnen

Hn €

iBartrebÜ

äber^npt

ben nrnamert

fiaem bacra Hriorrlbi oon

'mit

1

&ircpco(eiitigc SridiiatiUibta; 77 7J1.3 97 4M^ 68 091,1 37 697,9 64 919.9 99 674,4 98 387,1 40989,7

im IM^ 1983 1884

b

89000,0

77 364,9

101 OOO.Ü 68 000.0 38 000,0

97 309,8 66 716,4 38 493,5

64 000,0 99 000,0 98 000,0 40 000,0

64 938,0 99 697,1 96 934,3 41 908,0

%trt«iii6albproaenUge 49 690,6 33 738,9 938003,0 394 833,4 90 390,9

HU 1M7 1889

IMS

bie einheitlihe

36 010,4 34 441,1

333 6»6,u 30 479,3 79 303,8

iS9U 19»!

1W2

448 183,6

1

otbnunatn neu aeltaltete münblihe Sittfabren (hntU Sie vom pteup. 3uflil= richere änwenbune fanb. ininifterium 1894 aeplante (hnfilhruna einer un> ilberfhteitbaren 3apl (numerus clausus) non Wehtb--

Sie IBeteiliauna bet vetfehiebenen Sinaniaemein: (haften

an ben

lOüu SR.)

am

(Befepaebuna aefhaffentn einbeit
aeriht mit bet Spipe beb Cbeneihbanwaltb. Sluh bie bei ben einjelnen ©crihten in arbpertr ober at'

939184,0 389 939,3 14717,1

Srriproirntigr Nridilanl eiben:

c.

b.)

lihen Weht unb bem ben atbpem beutfhen Wehtb= aebieten aemeinfamen büraetlihtn Wecht bie aleihmlpiae Wnwenbuna ju fithern.

9iei(f| ftanben, in ben 3uftijbien|t aufmntbmtn. Sie ®erfutht, in lepterer Stichtuna ffianbtl ju fthaffen (SlffefforenparaaraPb; Slorlaat 1896), (heiterten bis (ept. 3n btt Sinrichtuna beb Steihbaerihtb bat bab Seutfehe Weih ben 3wecj napeju erreiht, bem biirh



l>?7 1678 167» ts«o

ju

b.)

(f.

ftirler befetite ©erichtbhbfe ju oewinnen, atmih eine« bet SRittel, um bie Surdjbiftuna beb SRiebtetftanbeb .tu fbtbetn. SBab noch fehlt, bab ift eine aleichmiftiae Sotieruna ber Siithterftellen innerhalb aanj Seutfchlanb unb bie abnjlithe ober weniaftenb teilweift (Befeitiauna beb Spftemb nicht ftbnbia an= aefttUter liilfbrichtet bei Slmtb’ unb l’anbaetichttn unb bie eine Slubwabl ttfchwertnbe, in Sireupen noch

;

A.

«slfi^rn

b.), Danbaerichten

SieichbatP'** (( b.) emporfteiat. (S. ®etitht unb @e= tichtbperfafjuna.) Ser mahaebenbe @runbiah war bei ben lollcaialifch einaerichteten £anb= unb Cber= lanbebattitHtn on« Grweiteruna bet Sptenael, um

('”

bie Sioftt"

(f.

aerihten



1000 SR.) verteilen, jeiat bie Sabelle A.

®eritht4Wefen wefentlich umae
betrage oon

«uf

f 1

finb biiTib (bulb>

CrrAu^rrung bon

eer{d)rcibungen a. au 4, b. |u 3V«e C. |il 3 $ 103

|i(&

bennafb

c

430 000,0 706 030,1 399 337,3

)

-

1 1

443 703,

\

714 304,8 448 183,6

> J

4098,3

152

!Srutf(^Ianb

unb

X)eutf(^(S 9ltic^ (^tmocfen.

SBa))l)(n)

c.

Setmine

CcQuIbDerldrreibuiifirii (orcjtBlIiitf)

brt Bnnbrb« onlribe

64o|«iUDeifungett

ber Set^b' anleibcn

'

XMrlebnb«

(verAinb« iiqc)

I

(anntfibetne

(unbfr)in#«

(unt>rrsinb>

liebe)

lubf)

1891

1892 *

_

10800,o 129578,4

— —

267069,» 45,0 34,8 30,s

24,5 24,i 24,0 24,0

24,0 23,< 23,« 23,4 18,0 18,0 18,0

18,0 18,0 18,0 9il 1875 Saleubrtjaficr, bann

— —

15,1

16300,0 72203,8 138860,7 218057,8 267786gi 319239g) 348951,5 373125,1 410000,o 440000,o 486201,0 721000,o 883755,» 1117981,8 1317797,7 1685567,4

88953g) 63,1

13300,0 70866,0 60004,o 10000,o 40000,o 17000,o

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Stieret 3eitung» unb bie 1841 bc^nne> nen unb 1846 unterbrfidten «Sdcbr>id)en Satcr> lanbbbldtter». Sinen bebcutenben Qin^u^ nament= lieb auf bie gebilbeten ÜSoItbmaffen übten bie 1838 non ilmolb 'Jtuge unb debtermeicr gegrünbeten uj5al< lifeben Sabibüqet» au4, bie fpäter u. b. S. 'Seut’ fe^e 3abibü(ber> naeb Srebben überftebeln mußten. ^uptor^an bc4 ultramontanen tJatbolicig:

Sm

mug war

in ben 3- 1847 —50 auf 184, mithin in um 66, gegen 22 in ben poraufgebenben 23 3abten. 1871 betrug bie 3abl bet polit. 3ei: tungen 948. Seitbem pat bie amtliebe Bteigufte allein

8 3abren

eine

Srennung

)wifeben polit.

unb

niebt polit. 3ei:

tungen fallen taffen, fo bab bie3unabme bet kg: in ben legten 2o3abren niebt erfubtlicb ift. Unter benjenigen Blättern, bie bem 3. 1848 ihren Urfprung perbanten unb noch beute in PoUet Blüte flehen, finb ju erwähnen: bet »Slabberabatfeb» (f. b.), bet ben Berliner SBig in bie beutfebe Sitteratur ein:

tem

führte,

jeitweilig

tegierunggfreunblieb

unb lahm

unb

würbe, neuerbingg aber wieber bureb bie Sebärfe

Sertreter beü ge‘ , wäbtenb fi4 aU mÄbigtcn Siberalibmug bie «fflefetsSeilung» in Bremen, bie «flblnifebe 3e>tung» unb bie «Seip“ 3 iger SUlgemeine 3«itung» auäjeubneten. 3n Bteuben batte bet Siberalibmug an ben Sie:

feineg Bligeg berporleucbtet; ferner bie «Siational: 3eitung» (f. b.), bie bemotratifebe, Pon Slaron Bern: ftein gegrünbete «Urwäbler:3eitung», bie ficb fpäter in bie «Bollgieitunga (f. b.) umwanbelte, unb bie • Sleue Breugifebe ( Sreu^:) Heilung » (f. b.). Sladj Berlin waren eg namentlid) Breglau, RSltu Grfurt, Salle unb Aöniggberg wo bie rabitale Bretfe in poUfter Blüte ftanb. Siefelbe würbe bureb bie in ben folgenben 3abren etlaffenen Bregpetorbnungen unb bag ©efeg nom 12. Blai 1851, bie SBieberein: fttbrung ber Aautionen, beg 3eitungeftempelg, bet Jtonjeffiongpfliibt unb onbetet Bejebräntungen je: boeb halb unmgglieb gemacht. Sie Kaution war nicht unbebeutenb. Sie richtete geh feit 1851 nach ber Grfcbeinunggweife bet 3eitungen unb bet ilBobl: babenbeil ber Berlaggorte, bie in Pier Stbteilungen jetfielen, güt 3eilungen, bie mbchtnllicb mehr olg bteimal etfebienen, betrug bie Kaution in ben Stäbten

bie in Jloblen) erfebeinenbe «!Rbein


cinfegte.

)(g) unb Biötümcr jenfeit ber alten ©renjen ober Sufnabme einheimifchcr ©rohen (bet ©rafen oon ÜHedlenburg, bet öerjöge non Bommem) in ben Beichöoerbanb, bem feit Gnbe beb 13. Sahthauch bie poln. Sürften Schlefitnä bureb ihre Cchni; bejicbungen ju Böhmen beitraten. Sit Groberungen beö Seutfebtn CtbenS in Bteugen unb Sinlanb behüten bie ©renje beö fRcichö big über Sorpat (feit 1346 big an ben (jinnifchen fUlterbuftn) aug. über bie ^ftigleit btg iHeithö mu©g mit bem Umfange Itinegmtgg. Siegürften nahmen befonberg feit bem 3noeftiturftreit (1075 1122) immer mehr ben Gba^ ratter oon Sehngtrigem beg Königg an, muhten aber ihre B)ürbe allmöhliih erblich )u machen, fo bah

}ur



berKönig biefen

(intm Scrjogtume flemaibt.

^(rjbgm

JJtbfii bieftn

(8 b bieten ber ©rafen oon feotlanb unb (Selbem unb beg Ser Sturj feeintichg bee Sifchofg oon Utrecht. Lömen führte bie Buflöfung beg föchf. Lterjogtumö SBeftfalen (am an ben berW. Sie ©etjoggmütbe

m

Ä*"’ (IIW), bie oon Dftfacbfen unb ©ji'ifttbf Gngem an bag ag(an. ober anhalt. gaug (Sachftn: Laumburg), unb enblich mürbe 1235 auch bag 6au8jat ber ®clfen (Btaunfehmeig unb Lüneburg) ju

Um

meltlichen ©rohen nur 16 baju gereehnet, batunternutein©raf. SieanbemhithenBiagnaten ober Spnaften. Sag fffirhentum mar fortan (ein amtgbnirt mehr, fonbetn fegte fiefa aug einer 'Jleihe

oon btn

oon oerfchiebenen fHecbten (3urigbi(tion, feeetbannrecht u. f. m.) unb Bcfigungen juiaminen, bie feine Bertrcter teilg unmittelbar oom Beidje, teilg oon anbem, befonberg geiftlichen gOrften ju Lehen tmgen, in Bfanbfchaft ober ju eigen befahen u. f. m., fo bah ein gürft mit gtringerm Sitel oielfach mäch= tiger fein (onnte alg ein anberet mit hbherm. Sie ©ebietgteile lagen meift oerjettelt, aber bie gürften bemühten fid), bie Lflcftn in ihren ©ebieten butch

neue (hmetbungen augsufflUen unb fo gtfchloffent Serritorien herjuftellen, über melcht fich allmählich bieSefamtheit ihrer Bechte gleicbmähig augbehnte.

168

S)eutf(^(anb

unb

^tiä) (XenitorialenttDicnuns)

2i« iHcidj^aelfgaebuiifl Ixjonbnä untft Stifbridj II. unb jciiifm Sobnc Jcinrid) VII. war bicjcr SIu^= bilbunfl 0011 Scrritorialbrnffbaftcn befoiibctb

flOti-

unb

bie Sliiardjie bes ^"'orrEflnumb fötbErte fiE mcbr. äüäbrcnb bib babiii allr iHEiAbfürftEn l’Ei brr üöabl beb Söniiie milioirllEti, IratEit jc(tt EiiiijiE alb aubfibliEblid) brrcebtibt ouf unb loutbcii (itfl

.

iiod)

baljEt HiirfürflEn

®ie

(cleciores) flEiiauiil.

I

'

'

Giil=

I

Sm «Sod)-

(lEbuiifl birjEb 4)orrEd)lb i[l jioeitElbaft.

I

merbEU T'c juEr)t flenannt; bei bEr SBabl 'Jlubolfb oon iiabeburfl (1273) ijt bab JlollEflium idion ODUtommEii auogebilbEt; iüirfürjtEn marcii bie ßrjbii'djOfe oon 'DIainj, Irier unb Höln, ber Ufaljfltaf am Slbeiii, ber ItiSnifl oon SBObinen, bet jicrjOfl oon SadjjEii unb bEr 'lüarljitaf oon fEiiipiEflfl»

litit unb Kriege; bod) fanben leine biebeutenben Stier» dnberungen beS SenitorialbeftanbeS ftatt, auber bab Stblefien 1742 burrb griebricb b. @r. an %teu^n gebrad}t unblBapem 1777 nad) bem UiiSfterben beS bortigen wittetsbaibifiben Siixig^ mit bet ^ifal)

ÜltanbEiiburd, uiib biefe lourbon in ibrEii ®ürben unb ;)icditEn burd) bie ©olbene iflulle JlarU IV. (ISyij) beftälitit

unb

flebobEii,

inbem

juflicidj

bie

UnteiibarlEit ber SuriUrflEiilfimcr oorfunt würbe.

3n ben übridEii JerritoriEii mad'le biEE^criolitteruiui um io (jrojiErE (iortidiritle, (o bafe bei ber Siaiie bet tleinen

unb Kemiten Stdnbe im

pereinigt würbe.

unb

Ufan bat

totcucr, beranjiijieben.

be«balb nadj frübern erfolfiloicn iüerjudicn unter 'Jliatimilian 1 1.^>Ü0 unb ooU|tanbi(ier 151 2 eine 'üer: icilmifl ber aieitbe-ildiibc in (1500 (eebo, 1512 jebn) JIreije oorflenommeu: graulen, ednoaben, iöaoern, Cbertbein ('ffiorm»), 31iebetjad'fen lUirrbeiii ('Diaiiij, Jrier, Sieln, 'l>[alj), Cberfacbien mit ben Jttirfürjten oon Sacbjeu uitb Straubenburfl, ben Jlleitjälijcben ober Oiicbmbeiniid'cn ('Jiieberldu' .

,

biidicn) Hteiö, enblidi

£ jlem'id) unb lilnrtiunb. Sae

bebm. Jlcniflreid) mit jeinem »iubebör m 'i'liibven unb ed,'leHeii blieb auber Sufalt. 'IttaS baä 'Jicid) beburfte, würbe nun burdi bie Mreije auf bie ’Hiit: nlicber umflcU’iit unb erbeben, tarn aber treubem mci(i nur laimiam unb unooll|idiibiii juiammen.

.

'

Tibet bieje Jireiv-orbuuuii tenute bie (iiubeil

febt jablreiiben iReicbSrittee

iridit

crfelicu,inib io oerlot Jcutjd'lanb (eit bcin l.ä.galitb.

Tiad'batn immeriort Sanb. muiitc bet leutjd'O Crbeu in ’lJmiben MOO (Jtmelanb au 'Dolen abtreten; für ben ;Kcjt würbe ber .irodnnciitcr Tllbrecbt oon 'Bram benbuto l.')25, al« et (idi in einen weltlid'eii iictjod octwanbellc, 'Jiaiatl oon 'Dolen; icit l.nCil niuaen icine eritarleubcn

i

aiiib bie liulanb. 'Drcoiiijcn

an 'Dolen,

dtuiien

;

unb

bet litone cvamcii, unb grantrcidi bebiclt im 'BafionilUIjtanbc ju Bauiclleo (bei (iambtai) 15.5*i bie 1.5.5'2 Jtarl V. ciUrijieuen 'Bietiimct ilieti, loul unb 'Dctbini. Ser 2rciiiin|äliri(ic stricd brad'tc ben granjofen teil ßto(;tcu 2eit beb tiljab, ben ädiwebcn

(RciibS

unb

bie 9tei

1

lanb thatfächliih leinen gemeinfamen König, fon: bem nur einige Vrätenbenten, bie oon Varteien et> hohen waren unb meift nuroonbenenanertannt wut> ben, benen fie lönigl. Wechte oertauften ober fibenl: teil. VMlhelm oon Sollanb, bet nach Konrab« IV. Sobe allgemeinere Wnerlenniing gefunben batte unb ficb namentlich um bie Stellung berStäbte im Weich Verbienfte erwarb, fiel im 3an. 125U in einem Kampfe gegen bie ffriefen, unb.e« teilten nd) nun bie gürften in jwei Varteien, oon benen 1257 bie eine Wichorb oon SornwoUi«, ben Vrubet König Seinriib« lU. non @nglanb unb alfo auch ber legten (Semoblin Kaifet tjtiebrich« II., Siabella oon (lng= lanb, bie anbere ben König Wlfon« oon (faftilien, bet burch feine fDlutter Veatrip bet Gntel König VhiliPO« oon Schwaben war, wählte. fWan blieb fo auch fegt bem Scheine nach bem ftaufifchen Saufe getreu, aber biefe Soppelwabl machte e« gar nöllig unmöglich, bab etwa« Grfpriegiiihe« hätte gelciftet werben tönnen. 3" biefer 3eit ging bem Weiche bo« ihm burch ba« ftaufifebe @efd)leiht oerbunbene König: reich Sicilien an ben Sölbnerfübrer Karl oon Wnfou oetloten, bet im Sienft be« Vapfle« Kaifet Sricb= rieh« II. Sohn SRanfreb 12G6 bei Veneoent unb ben Gntel Konrabin 23. 31ug. 12G8 bei Sagliacojjo i^lug unb legtern 29. Oft. 1268 in Weapel hin> richten lieb. Wbet biefer Karl oon anjou warb nun bet Sprann bet Väpfte; Wom ftürjte in bie ©rube nach, bie e« ben Staufern gegraben. VomWoo. 1268 bi« jum Sept. 1271 tonnte nicht einmal eine Vapft: Wahl JU ftanbe lommen. 3n untertparf , ergriff bie 'Ifroteftanlen bie äerge um ihre .^lunft gegenüber ber Gntfibloffenbeit ihrer Segner. 5ie .flampfeeftimmung beiter 'fBarteien jeigte fut in tem 3ufammenf(blub in }»ei SBünbniffen, ber "Urcteftantifdien Union 1608 unter pfüljifiber unb ber flatbolifdben giga 1609 unter bapr. gübrung, tie aber beibe nur einen Seil ber Ölaubenbgenoifen umfaBten. IBefonbere Grregung bratble ber 3üli(b= Glerefibe Grbfolgeftreit roegen ber grage, ob tiefe Teilten bisher latb. gante an einen Siroteftanten ober ftatbolilen fallen foUten. Sie erbbereibtigten Sranbenburg unb ißfalä = 91euburg ergriffen trog trifrtflen

SWapimilian

unb fpan. ©egenmirlung aefift pon bem gante, fie behaupteten ftib unb teilten eb fibliefiliib unter ÜA im Vertrag Pon Xanten 1614. laiferl.

Xen

Jlnftob

gaben aber

jum

bie

offenen üuöbruib bei flampfei Sorgänge in ben laiferl. Grb:

lonben, beren überreiegenb prot. (stäube für ihre

unb religibfen greibeiten bauemb im Kampfe mit ber ganbeiregierung lagen. Siefer streit pcr= banb f'eb mit einem 3»>'ft int öaufe fiabiburg felbft. Kaifer fKubolfi ältefter Sruber fÜlattbiai, Don ben Ungar, unb bfterr. Stdnben unterftügt, spangben Sai^ juerft sur Slbtretung Pon Ungarn, fcfteTTeidb unb fDläbren, fibliebliib aueb Pon IBöbrncii unb feinen 91ebenlanben. ÜBie SRattbiai ben ibm belfenben Stänben, fo batte aut fKubolf ben juerft ibm treu gebliebenen SBäjimen in tem SWaiejiat«. brief (f. b.) non 1609 loeitgebenbe religibfe 3it0t' itäntniffe maten müff en. Sie ißerfute bei pom Sipclit.



beratenen fDlattbiaä (1612 19), tiefen grei beiten jum Srog ben gegenreformatorifien Seftrebungen 9laum ju febaffen, riefen 1618 in Sbbmen een onenen Jlufftanb beroor. (S. Sreibigjäbriger

id)of Äblefl

Ärieg.) ter

3n beffen Seginn ftarb fDlattbiai

3e|uitenjbgling gerbinanb

ipm folgte (1619—37).

11.

;

Mit fiilf* ber Äatboliften giga unter fDlajtimilian

Sapem

gelang ei gerbinanb, ber empirten Stbmen unb bei pon ihnen jum böbm. König er: loäblten Rurfflrften griebrit V. pon ber (fSfalj burt oen entfdjeibenten Sieg om ®eiben Serge bet Srag (1620) i>eu JU loerben. iSldbrenb in ben ßrblanbcn

oon

S

bartei trafgeritt über bie Jlufftänbiften erging unb binnen toenigen 3abren ber Sroteftantiimui unlertrüdt nmrte, trug man jur SoUftredung ber über Jriebrit V. nerbängten Seitiaebt ben Krieg m bie Sfoiit üuib fie tourbe bii 1623 unterworfen, tic Cberpfalj unb bie Kur an Sapem flbatragen. Ster ber ftegreicbe Slufftwung bobiburg. Matt me^e bie Giferfutt granlreiti unb Äglanbi, eie Mtrobung Jiorbbeutftlanbi butt bie ligifti: iint Sruppen unter Sillp bratte bie Stänbe bei fliteorfatfiften Kreifei unb mit ihnen Gbrifltan IV. oon tänemarl ju Iriegerifter fRüftung gegen ben .Reiter. 3ugleit aber erftanb tiefem ein neuer Witt in ©allenftein, btt ibn obenbtein pon feinet ieHngigleit pon bet giga befreite burt bie fünf: iliUang einei eigenen laiferl. fieeri. Mit tiefem 'äliig er tie %flner im gelbe, unterwarf Stutft= lau bii jut fDleereilüfte, bii fein offentunbigei Stiitebtn, gegenüber bet Matt bet Seitifflrften

ein

14. Ilufl.

V.

— 1648)

177

Wiebet eine laiferl. Soupcränität im fWeite ju et. ritten, tic geinbftaft aut ber ligiftiften ©enoffen gegen ben Kaifer wattief, benen ei gelang, auf bem

iHegenibutget Kurfürftentag 1630 fflallenftein ju fton ftanb ein neuer ©egnet in König ©uftao Slbolf pon Stweben auf beutitem Soben. Siegeijuge wdbtenb bet 3abte et 9iorbbeutftlanb, ftlug SiÜp, bet jupot Mogbeburg eingenommen, Pemittenb bei ftüTjen. Jlber

3n wunberbarem 1631—32 eroberte

Sreitcnfelb unb am get ; im grübjabr 1632 war ©uftao Slbolf 6en ton flbbeutttlanb. Sie gerabeju penweifelte gage bei Kaifcti unb (einet ©enoffen tief ffiaUenftein wiebet in ben Krieg. Siefet gewann Slbolfi in ber

®

butt ben Sob ©uftap

Stiatt

bei

giipcn (16.|6. 9Iop. 1632) halb wiebet bie Dberbanb; aber her ©egenfob, in ben er burt feine felbftänbige

unb Kriegführung jum Kaifer

Solitil

geriet,

Pe^

ftärfte r0» 1048 bii 1803. A. ffleltlite ©ebiete. 1)

ft0nigrci(6.

(fturfürpfntum). 3)

^rr|Ofltämrr.

Urfubfrg. S^qrrn. «rtg. tiraun{(^rafi0'SaIrnbers. •

fn^arn.



a£ünrburs({ritiC93ftura fürftmtum ^annooer;. >OoI(cnbütlrl.

dretnrn (1648 an Scbmrbrn, 1715 an {lannoOri). Slfoe.

interpomairm. oIRHn. drntrn. Itroin.

£otbrlnarn

(((UtD(Ui 0

bei

{$ranfrri(b).

fRonbrburs. 92(alrntmr0 (KOnroio. «Sdjroftin. Cftrrrricb Saebitrn (Slbminifor Üinif; fiurtörflrnium). • 'lllirnburg •

• • f

•QobuT0>l9otba >0riinar*(Üffno(b

^£aurnbur 0 (frit 1703)0 ^annoorr)

SatioOfn. 6 cbUfirn (1675

0Pm., 17CS

peruft. 'Srooin)).

12

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178

®eutf(^lanb

®eiUfc^ea 9lei(^ (@efi^i(^te

iiiib

Sorpemmrrn.

6teirrmarf.

Qrrbrn (1C48 an Sditprben).

«pul

(fpit I77S ^urfiputum).

$fo(4 (fturffirflfntum). 4)

^acnentümfr.




SaarbrfltfPR.

f*aft).

^rrifdb (ju ^rlTfn'Qafifl

flf*

Saariopcbpn. SaffpubPTg.

Sul^bad). raf{d»aft>. Xicol (gpffirfirtp 6 pIbrnA (fpit 1 694 §u Ituqifali, fpit 17)3 hü {vannaorr).

9

bbrlfl).

^obtn^Qrrn>^f(binflrn.

Salm. €aon.

!

»Siflntanngpn.

S^upn.

Sniptbcfidcn.

liobfonib. 3)

StMumbuTg.

VlacTgrafftbaftPti.

^abcnfir|.

«Atabilca. tAronIfrlb.

^aQpcraunb.

(fpit 1630 Qlraffibait). MoppoUftPin. 9iaopn#bcrg. Sc^marjburg'RuboIflabt (fpit 1710 gflrftpnhim). • fSanbPrbbaufPtt (fpit 1697 gjür^pntum). Stfimar.fpnbPTg (1670 gp'

«kü.

i

,

1

opiibronn.

Ocilenbuca

ginp. Raufbfucpn. Rpmptpn.

f^antcpi«). Sfpi|pnburg (CabPcn).

sibln.

Simpfen.

ÜPutfird).

SiublbPint. IBormS. 3en.

|

,

Vob^nlobP. üobfnAoUccA.

Sinbau. £abp(f.

S)

trirr. Rurfücnfntu«. SaljbuTfl.

Ciltümer. OlnabrtKL abrrbom.

t

ftriitum).

tp^puburg. X^pngrn (fPU 1664 (fpit

1744

dürften rum). Ilbnig4pgg. Ildmgftpin. flriAingtn. £«mberg (fpit 1707 Sürflcnt.). £rtningrn.

£imburg.

Spptcc.

Stragburg. (fpit

Öorm6.

1707 0rat
riumg Otabowili batte 27. Sept. bie augwdrtigen Xngelegenheiten Abemommen) liehen erwarten, bafe mon bie lutbeg. SJerfaffung befchAgen werbe. Siefe fSleinung befeftigte geh, alg preuft. Sruppen in Rurbegen eintAdlen. Xbet nicht um bie hoff- Untcr> thanen ju ftbApen, beten Xugebnung gegen ben Sanbegherrn ihm oerwergich erfchien , fenbem um bie (?hte (gteufieng gegenAbet bem nach feinet 'Dleinung ungefeplicbtn IBunbegtage ju wabten, hatte bet Rdnig bem Srdngen tHabowig’ nachgegeben. Samalg perftdnbigte geh bcrRaifet ponCfteneich in (Btegenj mit ben flgnigen oon IBapern unb SBAtP

temberg, im in

'liotfall

Ruthegen bem

butch bewaffneteg einfebreiten

reftaurierten

Sunbegtage ©eltung

JU ertdmpfen, unb in bet Jbat fehlen geh gleich nachher bfterr. unb bapt. Streilirdfte in Sewegung. Sreugen tarn auf ben @ebanlen ben ruff. Raifer alg Scbiebgricbtcr anjurufen. Raifer ^rani 3ofeph nebft 3Arft Schwarjenberg bet bag fflert augge-,

,

fprochen batte: «11 laut avilir In Frusse et aprifs la dgmolir»

bann

(«Man mug Stengen emiebrigen unb

jerfebmettern»),

unb

bet pteug. Minifterprdg:

1815—66)

bent @raf Sranbenburg lamen in SBarjehau mit Silolaug jufammen unb perbanbelten 26. big 28. Cit. Aber bie beutfihe grage. Set 3at warnte bie preug. Solitil fegt beftimmt , in 6e)1m unb feolftein bem Sunbegtage entgegenjutreten. Cntfprecpenb riet aud) @raf Sranbenburg nach feiner SKAdlehr nach Serlin. Sie bftetr. unb bapr. Stuppen rAdten 1. ?lop. 1850 in öanau ein, eine preug. Hbteilung befehle Eagel (2. 9?oo.); ein Rongilt fchien un> abroenbbar. Xbet bag Srogramm beg ffliberftanbeg. Wellheg fKabowig porlegte, brang nicht burch, unb biefet nahm alg Miniiter feine entlaffung. Sein

im Mugmdttigen Xmte, gteihert Ctto fUIanteuffel, begann mit Ronjeffionen. 3war fAhtlen weitete Slamricbttn noch }ii bem Sefchlug ber Mobilmachung, bie im Sanbe mit Sraeifterung aufgenommen würbe, unb 8. 91oo. lam eg beim Sor« tAden ber Gpelutiongtruppen bei Stonnjell (f. b.) in bet Sdhe oon Julba ju einem unbebeutenben 31achfoIget

oon

3ufammenftog mit ben Sreugen; allein man wieg legtem oon Serlin aug an, fnh jurAdjujieben unb nur big Stappenftragen befegt ju palten. Man« bie

teuffei fuchte eine perfbniiehe

Sefprechung mit

bem

gargen Schwatjenbetg , bie in ClmAg ftattfanb (29. 9lop.) unb ben biplomat. Sieg bet bfterr.Solitit poUenbete, bet freilich butch ben Umganb erleichtert war, bag bet Rdnij in bet heg. unb holftein. Stage bogfelbe wollte wie Cfterreii. Sreugen lieg bie ßfehition in Segen gewahren unb oerfptach in Sol«

geinburtbeincnRommigar,ngtigenfallgmitfB!agcn« gewalt, mitjuwirlen. @in 3ugeftdnbnig an Sreugen foUte eg (ein, bag bie Sunbegteform nicht auf bem

Sunbegtage, fonbeni auf freien Minifteriallonfe« remen in Stegben beraten werben foUte.

3n Segen warb inbegen bie Grelution im Sinne beg reftaurierten Sunbegtagg ooUjogen. Sag 2anb würbe mit Gpelutiongtruppen gefallt, migliebige Setfonen butm 3®anggeinauanittiing beftraft, bet ftdnbifihe Xugfehug aufgelsft. Sic gefehliche 3uftij

worb butch formlofe Rriegggtticbte eigtht unb ganjeti ein 3uftanb begrAnbet, wie et auch in

im ben

trauriggen 3eiten beutfeber Sefchichte laum ein Seitenftad gnbet. 3wAbrigen Seutfchlanb bilbelm geh UnterftAhunggoeteine fAt bie netfolgten beg.

Xueh in Solftein nahm Cfnsiere. Sunbegcpelution por, inbem man eine neue

Seamten unb

man

bie

prooiforifche

Serwaltung

einfegte,

bag 2anb ent«

wagnete, bag Seet aufibfte. Se}.

Xm

1850 begannen bicStegbenerRon« man im 2aufe breier Monate

23.

fetenpen, ohne bag ju einem (Srgebnig

lam. Son feiten Cgetreicbä unb ber ihm perbAnbeten Staaten würbe oerfuebt, eine

Gpelutioe in bet Sunbegoerfagung herju« an ber äuget Cftcrreich unb Stengen auch

gellen

,

bie Pier Rbnigreiche teilnebmcn feilten,

wdhtenb

wiebet nur non ben beiben ©togmdtbtm wollte. Xn bet ffleigetung Cfter«

Stengen

fie

gcbilbct

wigen

reicbg, bie GUeichbereebtigung

ptagbium jujugeftehen

,

Sreugeng im Sunbeg«

ffteiterten

fowohl biefe

SemAhungen wie

ber Slan, ben (Antritt ber bgerr. @cfamtmonatchie buribiufehen; auch bie hanbelg« polit. Srojelte fAhrten ^u

feinem enbgAltigen 9tc«

fultat. So blieb benn nichtg Abm alg bie SAdtehr lum alten Sunbegtage, ber feit Mai 1851 au6 oon Sreugen unb ben Uniongftaaten wiebet befchidt warb. Set @efamteintritt Cfterreiihg in ben Seut« fihen Sunb würbe )Wat nicht auggefAhrt, auch bie beiben gftL Stoninjen Sreugeng traten wieber aug bem Sunbe; burch geheimen Sertrag oetbanben gdj

— 66)

®eut|(^lonb uiib ®eutfc^e8 3lei(^ (©cjc^ie^te 1815 obtr CtttmianbelSpertragS auf ©runblajit gegenfeitiger BerlebrStrlticbtetungen unb Begünfti-

13

194

35eutf(^Iaiib

flunotn.

unb ®eutf(^eä

9lti(^

würbe Derabrcbd, nadb SIMauf son

6 ^abrrn übet eine 3bUeini(iunfl ober menipften« 4. Hpril weitere llnnäbcrunp iu Bcrbanbeln.

bann autb bie Crneuerung bc« 3bboerein4 auf weitere 12 3abre. fflie fo oft, waren e8 bie großen europ. SBer! widlungen, bie ilfteufien unb Cftcrreitb einanber wieber näber führten. $er 6taat»ftreid), ben 2ub; wig 5Japolcon 2. 33ej. 1851 in grontreieb ooUfübrte, unb bie im nätbftcn 3®bre erfolgte Ü'ieberberftellung be4 Kaifertumb warf bab ie Stimmung im beutfeben Bolle war weit übet’ wiegenb für bie SBeftmdebte gegen Bufilonb, bie Bnubteile tealtiondret unb feubaler Barteien ab’ getedmet, bie im 3oten ben 5ort ibret tonfer= Patinen Jntettffcn erblidten. Sonft tarn überall ber lange nerbaltene CDroU über bie Stellung ju läge,

Hm

,

bie Bublanb feit 40 fahren ben beutjdten Dingen gegenüber eingenommen batte. 3)lan riebtete bie Hufmerlfamleit namcntlicb auf Cfterreid), bab un-. oetlennbat ber Bolitit btt gegen Buftlanb firitg fübrenben Bldtbte am ndtbften ftanb, wdbrenb in Bteufeen berSSnig, wenn audj mit ben Hnfprütben beb 3aten nitbt einoetftanben , botb bie güblung mit Bublanb nitbt ooUftdnbig preibgeben motbte. 3n biefet eigentflmlitben Sagt trat autb an ben Deut’ leben Bunb bie Siotwenbigleit heran, eint attipe Stellung in ber aubmdrtigen Bolitit einjunebmen. Breuben ftblofi 20. Hpril 1864 mit Cfterrcitb einen Betttag, bet iundtbft nur bie gegenfeitige (Sarantie gegen feben Hngriff enthielt, fallb eine bet Bldtbtc tm Ginnetftdnbnib mit bet anbeni jum Stbube beutftbetSnteteffen altin notgeben würbe. Die Huf’ forbetung an ben Bunb , biefem Bertrage beijutre’ ten, gab bet Roalition ber Blittel’ unb Rleinftaaten, oon benen mebrere ihrer 5amilienbt}iebungen wegen )u Bublanb binneigten, Hnlab, dbnlitb wie in ber 3oUttage, fidj ouf bet Bamberger Slonferen} (f. b.) im SlJiai 1854 alb britte Biadjt geltenb ju matben, Der Bunb trat ftblieftlitb, natbbem Bufelanb bie Donaufürftentümer gerdumt batte, 24. 3uli bem bftert.’preufi. Betttage bei; allein eine einbeitlitbe

(@e{c^i(^te

Bolitit bet beiben ;

Hm

ftblieftlitb

bet

utfptüngliebe

HnWag

in eine be«

febleunigte Kriegebereitfebaft umgeftaltet (Jtbt. 1855); aber autb biefer Beftbluft fanb eine netubie« bene Huffafiung unb erft mit bem gtieben oon Bari« (30. Btdrj 1856) fanben bie biplomat. 6t« brterungen hierüber ein 6nbc. ÜBaten bie Spm« patbien ber bffentliiben Bleinung autb unjweibeutig auf feiten Cftcneitb« gewefen, fo batte biefe« botb fitb bei ben Bfeftmdtbten bunb feine nie }um enetgi« feben (Sntftblub gelangenbe Btolitit wenig Danl er« worben unb anbeterfeit« mit Bufilanb e8 grünblicb oetbotben. 'Breufeenb Stellung war bem gegenüber botb ftblieblicb bie gflnftigere, unb für bie Sulunft warb ba« gute Bcrbditni« ju Bufilanb nidbt ohne Bebeutunp. Die traurige Bolle ober, bie Deutfeb« lanb überhaupt wdbrenb be« Jtriege« gefpielt batte, wedte wieber in ben Benblleruiigen ben Buf natb Bunbebref orm. Die fübbeutfeben Hämmern erhoben oon neuem ba« Berlangennaeb Bollvoertretung beim Bunbe. Die mittelftaatlitben Blinifter, Bforbten in Bapem unb Beuft in Saibfen, fühlten fitb nun botb

neranlafit, Btoielte für eine regere

unb

nültlitbere

Bunbe« au«juarbeiten; aber unter Beuft« fidnben gewann bet Blan gleitb eine Den« benj auf Bieberbrüdunp aller auf eine ftraffere Ginbeit Deutfeblanb« genditeten Beftrebungen unb bet in feinen Hugen gar ju übermütigen Sanbtage Dbdtigleit be«

bet Ginjelftaaten. .

i

'

i

|

i

Solchen Hnftbauungen entfpraeb autb im übrigen Bunbe«tag«. Do« Bunbe«« oom 6. Juli 1854, bie 3ulaffung ber Bella« mationen ber würtlemb. Stonbe«bencn unb bie Borgdngc in Jiannooer legten bafüt 3oügni« ab. 6ier arbeiteten bet Hbel, bem burtb bie Berfaffung non 1848 ba« llbetgcwitbl in bcrGtften Rammet ju bie innere Bolitit be« gefeft

ibunften be« bdueriitben @runbbcritie«

| '

gewinnen wollte, ftbon feit 1851 an bet Unter« grabung ber @cfetigebung non 1848. Baibbem bet non ben bannon. Bitterfebaften angerufene Bunbe«« tag btt bannon. Begierung aufgetragen batte , bie allju liberale B^affung non 1848 ju fdubem, octropierte bet hiermit febt wobl einnerftanbene Sönig mit feilfe be« baju emonnten Blinifterium« Rielmann«egge Botrie« 1855 56 bie ihm not« wenbig_^fibeinenben Hnberungen. 3n Bteuben bereitete fitb injwiftben eine lang« fame SOenbung not. Die realtiondre Slrbmung wor autb hott 1855 56 ouf bem £bbepuntte. Die 3uftdnbe ber Brtffe, bie übetwatbung bet @e»



.



,

genommen

war, unb bet R6nig®ecrg, btt bie felbftdnbige Betfügung übet bie Ginlünfte bet Domdnen wieber«

:

1815

®tutf(^lanb unb 2)eut(c^eä SReii^ ftnnunj, M< ^mmiitung auf

bic 30al)Un, bie

3nt tinm

ipeliber bie CppofiHcn fnb auf Heine 'Hefte ebc< maliger ^altionen befdirdnlte. Sautet al^ porber

regten fiÄ jebt bie Slhnfibc bet feubalen Heibten für eine reeitcr gebenbe Hcuifion bet 'Detfoffung. 3uglei(b brobte bie 3!euenburget Bngelegenbeit, aus Snlab bed mißlungenen ^anbftteiib« ben bie 'Hcpaliften im Sept. 1856 unternommen batten, }U äußern Äonfliftenjufübren. (6. Heuenbiitg.) (Die in iSati« erßftneten ftonferenjen führten bann )ii bem Slbfcbluß oom 26. fölai 1857, in rocldjem bet Hßnig feinen 'Heibten auf Heuenburg entfagte. £iefe IBorgdngc batten auf ben Kßntg beffen eigenfted Smpßnben biirib ße uerlcßt mar, tief ge= 3)ie Slufeinanberfolge febroerer ®emfltd' rnirlt

!

'

i

195

nähme

einer bema^eteif 'Itermittelung bereit, feboib nur ald butibaud felbftdnbige, nach (einer Seite bin

,

:

oerpßiibtete Hlaibt. Ser 'fSriiij-lHegent gob 14. 3uni ben iBefebl tut SRobilifierung ber preuß. Hrmee,

beantragte beim IBunbedtage bie 'IRobilmaibung oon Pier Htmeelotpd (Sttbbeutfiblanb, Saibfen, dannooer) , oerlangte aber für ißreußen ben Ober:

,

befebl über fdmtliibe beutfiben Seere unb unbe: fibrdnlte 'Betfügung über biefelben. Sarauf ging Cfterreiib niibt ein.



looUte

bem BrinvHegenten

juglei® aber ihn , IBefeblen bed Bunbed: tag«, in melibem Cfterreieb ber IRtbtbeit unbebingt fiiper loar, abbdngig maiben, mad tbatfdibliib bat' auf binaudfam , baß bet $rin}:Hegent ben ftrieg al$ ifterr. @eneral )u führen batte, unb gmat einen für Cfterreiibd ital. 3ntereffen, bie ben Sntereffen jinar ben Dbetbefebl übetlaffeii

non ben 3nftru(tionen unb

,

|

^

bemegungen feit 1848 erfibütterte fein Sieroenfpftem. (^n ^bimleiben btadi auß unb maebte eine Stell: certretung notmenbig, bie feit bem 23. CIt. 1857, junddjft mit engbearenjter ätollmacbt unb auf je btei 'Dionate, bem 'fitinjen bon ^reußen übertragen nmtb. Sliefet batte in jüngfter 3eit unb fibon mdb’

— 66)

naibStalienjufibiden. SaburcbtDdtebetOfterr.:ital. ftrieg in einen beutfdj ‘ fronjOtlfiben fibetgegangen unb ber grüßte Seil ber HTiegdloft ouf Preußen unb bad übrige Seutfiblanb gefallen. Hteußen ^atte auf bie Haibriibt jened Ultimatum« fofort bieftrtegd: bereitfibaft ber Hrmee perfügt unb mar gut llbct:

I

bn

6inf(bfl gonge beb 3talienifd)cn Stiegeb unfubtt, unb bie ootgt oor meitetn Iriegetiftben Sonflilten mat oU' gemein. Xie oon f)ranlreicb begcbrtt Übetlaffung oon eaoopcn unb üiisja ermedte in Seutftblanb a)te

Sorgen not 9!apoIeonif boltb, ohne 3nitiatioe unb ebne CffentliWeit, be= iriebigte fteiOtb noib nitbt, jumal nitbt in Ungarn. So erfolgte 20. C(t. 1860 bie SBerlünbigung eineb Stootbgrunbgefetieb för bie gefamte iUlonaraic unb befonbercr Statute für bie einjelnen Htonidnbet. Uber autb biefet Sit oermotbte bie SBünftbe unb ®tbütfniffe nitbt ju befriebigen, oielmebt etmedten bie auf überraiegenb feubalen Otunblogen aufge: bauten Sanbebftatute faft alletiodttb unoetbobltneb 'Düfioetgnflgen. ^a bet ®etfutb alb gefd^itett lu bettatbten wot, fo trot bet IDüniftet ffiolutbotofli (iücj. 1860) äutfld; fein Slotbfolget, Stbmttling, erliefe 26. gebt. 1861 bab gebruorpotent mobuttb für bie beutftb=flam. Sdnber ein engetet 'Jltitbbrat, füt bie Sngelegenbciten beb ©efamtreitbb ein mei= tetet, aub jmei Hommern beftebenbet SHeitbbrat ein=

bet

fefete bic Segietung, aller (Dtabnungen ®tcufeimb ungeatbtet, ipren Sliberftanb gegen bie reifetmdfeige

Schaffung fffiablcn

unb

@tunb

liefe

ber

breimal natbeinanbet

octropierten

Otbnungen

für fdmtlitbc beutfcbe Süftenftaaten aufiuftellen, wo< für iDloltle, Ebef beb preufe. ©enerolftobeb , bem ®unbebtag ®ldnc oorlegte, febeiterte on bem Übet wollen Cfterreicbb unb bet fUtifegunft ^annooetb, bab gern felbft bie Leitung bet niebtpreufe. UfeP ftaaten übernommen bdtte. S3obl aber tbat ®ttU' feen füt fid) mebt alb bibbet, um feine maritime Stellung ;u oerftdrien , unb aueb bet Seutfebe Sa< tionaloerein unterftfltite mit 3Bort unb 3:bat bicb ®eftteben. 3)ie ®erfucbc 'fjreufecnb , ftcb mit Oftep teicb übet bie SHefotm ber ®unbeblricgbntrfaffuna tu oerftdnbigtn, fcblugen fcbl; bagegen fcbloffenfi® Cftcrreicb unb bie 'ülittelftooten wiebet ciwet tw fammen. 3'" Clt. 1861 trat bet fdebf. ÜDlmiftet oon ®euft mit einem SRcformptojctt beroor, worin et oorfcblug, ben ®unbebooti'tfe jwifdben Cftetreitb unb 'fitcufeen bolbjdbrliib wecbfeln }u lo)fen, ben

erloubte ftbon

mebt, autb nur ben gröfeem leil ber

JBebrfdbigen unb SDebrpflitbtigtn einjuftellen unb

®iinbebtag auf 47 iStitglieber ;u enocitem unb oon

brfldte fo bic (Singeftelltcn burd) lange Eienftjeit in

beiben Sufgeboten bet fianbwebt ganj unoerbdltnib®ot allem aber litt lle, wie jumal bie 'Dlobil-mdfeig.

modungoon 1859ermiefenbattc,onitbwereninnem

fort

famen fflottenjtbbpfung unter 'fjteufeenb Leitung }u bewegen unb ein gemcinfameb ®etteibigungbfpftem

,

.fieeresnerfaffung

auf

ootnebmen, worauf bab Sanb breimal bie Sntwort einet 3nlompeten}ct(ldrung abgab. 5)ic®cmübung, bie norbbeutftben Süftenftaaten ju einer gemein^

,

3)ie

fitb

Programm aufnabm. 3n ben beutfeben Sngclegtnbeiten wot inbeffen (ein fiditbaret gorlfdritt erfolgt. 3" Sutbeffen

werben feilte. ÜBdbtenb fo Cfterreitb langfam anfing ftd) 3 U reorganifteren erwutbfen bem liberalen Regiment in 'Creu^n bie Stbwierigleiten, on benen eb ftbei: follte.

bilbete

ftübetn

ftbrittbpartei gebilbet

Subbau

geritbtet

Idngft nitbt

3tn Sbgeorbnetenboufe

natbbem fub (3uni) aub liberalen Partei bie Seutfdie gort> batte, bie ben freifmnigen ber Snfaffung, bie gefefelitbe 'SerantworO litbleit ber 3Sinifter, bie Selbftoetwaltung in fflp meinbe, Sreib unb 'IStooinj, bie Sefotm bet ^fefegebung, bie ^nfübtung bet )Weiidbtigen 2)ien|läcit unb bie buritgreifenbe Umgeftaltung beb löerrenbaufeb fowie bie fönigung Seutftfelanbb mit ®ol(bocrtretung unb preufe. Sentralgewalt in ibi eine heftige Cppofition,

m

ttm

1815—66)

(Sebtetben. Stbon Snfang 1860 war bedbalb ein oom ®tin}=iRegenten unb bem flriegbminiftet oon 9(oon auogearbeiteter @efeticntwurf an bie Ram< mem gebratbt worben, bet batauf berubte, bafe jut (hjiclung einer bbbem Rricgbftdtte autb bie gti^ benbftdrte bet Stmee erbbbt, eine gt&feetc Snjabl

1

3eit JU 3cit (niebt periobifd;) eine Setfammlung non $elegiertcn bet Vanbebnertretungen (je 30 füt unb l'reufeen, 68 für bie übrigen Stoa>

Cfterteid)

1815—66)

®eutft^[onb unb SJcutfc^eä 5Rei(^ (Oeft^ic^te ttn) |ui

Stutarbeitung aU^cmeintr

£i(tn

nifcn.

allen enca^ bictcnbe

SaS

bo(b Inner Hart«.

Dielen gewerbliibm unb oolliwirtfibaftliiben Vereine unb S^ammlungen warm fpredjmbe der Keugniffe bet eingetretmen Serdnbetung. OanbelioertTag oom 29. SRdr} ndberte, trog feinet SRdngel im einjelnm, bm 3oUoerein ber banbeli^

tlten. Kabinett erhob 0a=

flehen baup^diblidt ba^ Sebenlen, ei ibnne auf fein blnbenbei Vraribialredit nur bann oerjidtten, loenn baffir fein ^amtbefib, auib ber auberbeu6utigm bei wirtfibaf tliiben ©ebietei warm einbcitliibe'Jlefotmm in Kaufe bei lebltbn Sabrjebnti ju ftanbe getom’ wie bie fDIün)(onoention (1857), ber ifioft: SBedtfelorbnung. bai ganbeligefebbuib.

mm,

oerein, bie

ffranlreiib

beijutreten.

bagegen unb beantragte ©efamteintritt feiner fDlonaribie in

unb im Ott. 1862 fub ju äRflniben oerfommelte, fprad) fub Irob ftarim Ofterr. unb bapr. 3niugi

fammelten fub aui Cfterreiib, ben mittlem unb Ifeinem Staaten bie grobbeutfdjen Stemmte ju einet ^larteioerfammluiig , bie 28. unb 29. Olt. )u

bm neinem

bm

ben ^üoerein, natürlicb aufStunb bei beftebm« bm darifi. iBapem unb SBürttembetg lehnten 09uguft) ben fBeitritt jum Vertrag ab; Hannooer fibim bai ©leiibe ju beabfiibtigm; darmftabt unb 9Jaffau wiefen, freiliib im offenen ©egmfab }u ibtet Sollioertretung, ben SJertrag glei^oll« ju> rüd. der deutfibe Hanbelitag, ber im 3Rai 1861 jum erfteiimal in Heibelbetg jufammengetreten war

dagmen

beutungiDoUer Umfibwung porgegangm, nammb li(b feit ffrantreid) mit bem alten Spftem bei S^u^oUi gebtoibm unb mit Snglanb jowie mit

betdmpfte 'firmbeii batte, unb iBabm bereit,

Cfterreiib eiferte leobaft

blieben inbei ni^t bei bet Olegation ftebm, fonbem tarnen mit pofitioen iSorfibldgen (Jluguft) an ben 9unb. 6i folltm aui ben einjelnm Kammern delegierte naib ^anlfurt berufen werben, benen @efetie über Sioilprojeb unb Obligationenretbt jur Beratung oorjulegen wdren. $nuben proteftierte ebenfo gegen biefei Surrroat einer tBolIioertretung wie bie im September in 2Beimar tagmbe 3!erfamm< lung liberaler Stbgeorbneter unb ber 9?ationalorrein.

bm

unb fiblug bie Hoffnungen nieber, bie an bm iBertrag oom gebt. 1853 gelnüpft bm OJtittelftaaten woren anfangi nur

SBon

bem HanbelioertTag mit

bie SRittelftaaten

granifurt tagte, unb Welibe befdilob, ali @egm> gewiibt gegen bmOlationaloereineineogrofibeutfcbe» Vereinigung unter bem 9Iamm iReformoetein ju grünben. dai SlerbSltnii Ofterreiibi unb ber Stittelftaaten ju ^teuben war nad) bem allm }iem’ li^ gefpannt, wie fub halb naibber auib bei !Be< banblung bet banbelipolit. ^age }eigte. ^bei batte iUreubm mblicb Cfteneiib oermowt, mit ibm genuinfam ('JRdrj 1862) am Sunbe bie 9&ieber> oerftellung ber reibtmdbigm IBerfaffung in Kun beffen ju beantrogm, unb ber iBunb nahm aud) (13. fDlai) biefm Slntrag an. Si brauebte übrigen«, um Kurfürftm, ber bm preub. SpecialMfanbten Smeral oon 90illifm in beleibigenber S)eife be< banbeit batte unb leine @mugtbuung bafüt geben wollte, }um Jlaibgebm ju bewegm, bei Sefebl^ur Dtobilmaibung oon jwei preub. Jltmeelotpi. 9lun würbe enblid) ein neuei üRinifterium betufm unb bie SSerfaffung oon 1831 publijiert. ^njwifdien batte $reu^m im Stamm bei 3oQ’ oereini 29. fDldt) 1862 einm danbelioertrag mit "pranlreidi unterjeidmet, ben bie preub. Kammern im l^uft gmebmigten. 3n bet fianbelipolitil wot im fiaufe bei perfloffenm 3abrjebnti ein be>

bort

batte.

Saibfen, bai feiner inbuftriellen Sntwidlung bier gleiibei ^ntereffe wie bai oon ibm fonft po=

rei^

Sinne aui.

Sntwidlung, bie bai weftl. Suropa einmtfemte ibn aber eben babutib

gefiblagen batte,

um einen bebeutenbm Sibntt bem fibubliUnerifiben

bieJädjf. »tegierun^ (20. iCn.) loieber

ouf ben engem SBunbeiftaat wie er ein Jabrjebnt oorter burä bie preub. 41oliti( erftrebt Worben war.

liiben

197

die

}u be
fibBung in Preußen eingetreten, ber eine entf unb giftbete SSebanblung bet Sacht hoffen ließ audi im beutftben Soll regte fitb Bitbet ein friftbe' liebt

^

I

,

,

te« gnteteffe für bie öetjogtümet, beffen

gn

Stble«Big,

Stdnbe im gan. 1860jufammentraten, Bat

e« trog aller oielidbrigen fDlißbanblung nicht gf lungen, ba« beutfebe Slement ju übetBdltigen; in ber Stanbeoerfammlung übermog e« entftbieben unb proteflierte gegen bie ©tBalttbdtigleiten be« be= j

;

i

i

ftebenben 'Regiment«, ben rethtlofen gnftanb, bie auflöfung ber 'Bttbinbung mit fiolftein unb bie no' tionale Untetbrüdung. Die antmort bet Regierung beßanb in bet änflbiung ('Uldtj) ber Betfommlung unb in gebdffigen ptrfbnlitben Betfolgungen. äutb

:

bie beutttbenStdnbeoerfammlungen, namentlitb ba« pteuß. abgeorbnetenbau«, erhoben fitb nacbbtüdlid) Gin Sunbe«= für ba« älecbt bet fierjogtümer. befebluß oom 7. gebt. 1861 beutete batauf bin, ba« Gpelu6on«o^abten Bieber aufjunebmen, Benn Ddnemarl nitbt binnen fetb« SBotben in ooUlommen

,

fitbeTnbet2Beifebengotbetungenbe«Bunbe«®enfige

eine j

Unmbgli61eit. Da« pofitioe ©egenptogtamm Bi«' mard« aber mar ein Seto Bteußen« unb Cftetreitb« gegen jeben Sunbeölrieg, bet jur Berteibigung nitbtbeutfcben@ebiete« unternommen Berben foUtc: bie ©leidjftellung 'Breußen« mit Cfteneitb im Botfig unb in ber Seitung be« Bunbe«; eine nicht aue Delegationen ber fionbtage, fonbtrn ou« bitelten

loelibe bie

getroffen

Ddnemait übet

ym

non fünf gürften, in

fB)iberftanbe

3njtDi(d)engebiebau(fabiefd)lestti.=bolitein.gtage jut 'Jieiie, bie »äbrenb be« oetfloiienen ^abtjebnt« ungelift geblieben mar. iSie beiben beutftben @tob>

mdtbte, |

bet beurttben 3}etfaffung«ftoge }u tbun. Der S!er= futb, eine Delegicrtenoerfammlung einjubeiufen }ui Seratung oon SiDilptojeb unb Cbligationenietbt, Bat geftbeitert; autb bet S8unbe«tag botte ben Hn> trog (22. 3an. 1863) mit geringer Ullebtbeit ab= gelehnt. Itbei eine ftaile epannung, namentlitb jBiftben Cfterreid) unb ?5reubcn, mar geblieben,'

1815—66)

SBablen bbrsorgchtnbe Sollibcrlrttuni) mit teitb lidjci jugtmeüencn Scfugniffen , al^ bic^ bn btm Sften. 'ISrojelt bet aoU mar.

'

,

,

'

ieifte.

Gbe

bie grift ablief,

mußte inbe« Ddnemart

®cutfc^Ianb unb 3)eutfc^e« SRei(^ (Oefc^it^te 1815

ülinmaU

bic 3)robunacn bee SBunbtb aufiubaUtn. legte ben bolftein. Stdnben ben verlangten neuen Gntttmrf einet ©efamlftaatetHTfaRung unb einen (Üefegentmurt über bie provifoniie Stellung öol« iteinä )u bet @e)amtmonarcbte Dor. Selbe Vorlagen nnirben von ben 6tinben einftimmig abgelcbnt; aDein ber Sunb batte bie drrtutivn aufgeidioben. Sie bvlfteiivlauenburg. Slngclegenbeit ivie fie am Sunbe ^icb, mar allmdblid) tviebet jui f(blce< niigsboljteiniid'en ertvaibfen unb bamit ber Kern bet Streitfrage miebet berflbtt rootbcn. Sie bifi> berige Solitit, nur ffit öolittin'Sauenbutg bab Dieibt Seutfcblanbg ju loabren , batte baju geführt , bab Sdnemar! @d>le«tnig nur nocb enger an fxb iog. ßin 'Berfu* . ben Gnglanb im eept. 1862 madjte, gerabe über Seblebmig ein vermitielnbee Überein-lommen auf (ifrunblage einer tvitflicbcn 6elbftdn> bigteit bedfelben ;u treffen, fanb mobl bei Cfterteicb unb Breuben ©ebbt , felbft bei Siublanb Unterftügung, aber ni(bt bei Sdnemart, bap bie binbenbe Äraft bet Berfprecbungen von 1851 unb 1852 leugnete. Sie Siberbdnenparlei agitierte miebet (ebbafter für bie Ginoerleibung Stblebuiigg, mietoobl bie eutop. ©robm&tbte unb felbft Gnglanb bieb für bdn. Sanbbting uniulAffig erilürt batten,

.

fub

eine barauf betüglidie älbreffe an ben fibnig befcbloffen unb burro Boltebemonftrationen ber Aafinopartci unterftägt. Sie Sruibt loat ein Batent vom 30. Bldrj 1863, meltbeb 5vlftein aub bet ©cmeinfamleit mit bet ©efamtmonardiie aubf(bieb, bab Siormalbubget von 1856 }um befinitipen erhob unb nur für bie barübet binoubgebenben fjotbetungen bie ^uftimmung ber Stdnbe für nottvenbig erlldrte. S im übrigen Seutf(b(anb miebet bet Buf nadt Befreiung bet Sie nerfammelten fiammem, bet 5et)0gtfimer. Bationalnerein, bie bebeutenbften Stdbte fpradjen

befcbloffen.

Stiebriebd VIII. Gin Budfebub oon 36 Btitgliebem, ben bie Berfammlung mdblte, foUte ben Blittelpunlt ber gefeglicben Xbdtigleit bed beutfeben Bolld in biefet f^age hüben. Ginen Sag fpdter traten in Öamburg bie Btitglieber bet bolftein. Stdnbeoerfammlung jufammen unb erlldrten fub, mitJludnabme einet Meinen Slinberbeit, für bie Becbte bet 23. Sej. Öerjogtümet unb Iperjog griebriebd. überfebtitten bie Bunbedtruppen Saebfen unb Bonnooetonet, bie@ren|e6oIftcind. Überall fanben in öolftein fegt Semonftrationen fütöetjog griebSad ricb ftatt, bet 30. Sej. felbft in Kiel eintraf. preug. Bbgeorbnetenbaud forberte 2. Sej. bie Bnerlennung bed Buguftenburgerd unb lehnte 22. San. 1864 bie Bemilligung einer Bnleibe oon 12 fDtill. Sblm. ab. Sie georbneten ginanjen Bteugend erlaubten inbed bet Begierung, auch ohne Ktiegdanleibe ben Krieg ju führen. Buch bie eutop. Berbdlt-

Bm

,

ju

Biannbftamm bet BSnigblinie.

unb Bteubend

erlldrten ficb einmütig für bie Uodlöfung bet Setsogtfimer von Sdnemarl, für bie Bicbtigleit bed uonbonet Bertragd unb für bad Grbfolgerecbt öerjog

unb Cfterreid; unb Ser Sunb forberte

Sn Sdnemarl beftieg natb bem fionbonet Bertrog Gbriftian IX. ben Sbron, bet albbalb, perfbnlid) mibe^trebenben 5etjene, bie neue B^affung unb bamit bie Ginoerleibung 8(bleomigd prollamieren mugte (18. Boo. 1863). Jluf bie öerjogtümer erhob aber bet bidberige Grbptin} von Buguftenbutg oläfieräog Stiebricb VUI. älniptud). ®dbrenb fub in Siledmig unb in »olftein ber 'iöibetfprud' gegen bie Grbfolge bed fionboner BtotoIoU« regte

Dfterreicbd

überall bilbeten fub Beteine für Scbledmig-öolftein.

jlm 21. Sej. nerfammelten ficb in granlfurt gegen 500 fDJitgliebet beutfeber Danbedoertretungen unb

(9. Suli) bie bin. SHegietung auf, bab Batent aufjubeben unb bie Betfptetbungen non 1852 )u errüUen, mibrigenfallb et fub genbtigt febe, bab (Spelutionboetf obren miebet aufjunebmen unb in

erlofcb ber

199

alle frühem Bertrdge non felbft jeniffen. 6o mürben benn von Cfterreid) unb Breuben fegt bie einKlnen Begietungen oufgeforbert, bie Gjelution ind BJetl JU fegen. Blit acht gegen )"ieben Stimmen mürbe 7. S«. 1863 oom Bunbediag bie Grelution

marb (San. 1863)

betreff 6 mobl $reuben mie Italien lebnten ab, unb 9tapoteon

ten Stantreicb«, fonbetn auch Auhlanb«, ba« einen europ. Songteh anregte, burdi fchnellen Jlbfchluh bet 'ISrdliminarien non ^itol«burg 26. Suli juvorjnlommen; ihnen folgten bet Snebe non 'flrag 28. 9ug. unb bie Stieben«vertrdge }u IBerlin mit ben fObbeutfchen Staaten, tiurch lenen verlor Cfter

Stellung in tJeutfchlanb, ^reuhen betam 6anb )u ünnepionen unb neuen !Bunbe«geftal> mngen, bie vier fübbeutfchen Staaten erhielten eine mtemationale, unabhingige Gpftenj unb bie mdchtigung jur (Srflnbung eine« Sübbunbe«, bet mit bem 92otbbtutfchtn iBunbe in IBerbinbung treten lonnte; bie teilmeife non t)Anen bcmobnten nötbl. reid) feine freie

öHftrilte Schle«toig« follten buteh freie

Mbftimmung

übn ihre etmaige ffiiebemereinigung mit ltdnemart entfcbeiben bfltfen. 3)ie fübbeutfchen Staaten hatten Xontributionen )u bejahten, kapern unb loeffen auch Heinere ©ebiete abjutreten; iSapetn, ÜBütttemberg unb Saben fchloffen vorerft nodb geheimgebaltene Schuh' unb Srugbünbniffe mit $teuhen, ivorin fic fid) verpfüdbteten, im Srieg«fall ihre Gruppen unter pteuh. Cbetbefehiiu ftellen; 6effen=3)armitabt fchloh eint 3Hilitdttonvention mit Ureuhen, nahm in bie Seftung SRainj eine pteuh- Sefapung auf unb lieg Cbetbeifen am Storbbeutfchen IBunbe teilnehmen. ölie ©eneigtbnt bet fübbeutfchen Staaten jum 3tb' f^Iuh biefer IBfinbniffe mar bie Solge bet ihnen von

201

9i«mard gemachten SnthüDungen übet ?lapoleon« Kompenfation«forberungen. Septeret, bet bei ben Sriebenounterhanblungen feinen Stnflup nicht in bem Oirabe geltenb )u machen vermochte, al« er

neifen noDtt; ^reu&cn aber b'dt bcn Kueenblid >iT Sbfung bn beutfdien ^age jtbt flctommtn. .jTtUiib fanb junldift fein nntrag auf älerufung *ineä ieutfiben ^arlamentä (9. Slpril) bei ben 3ies jieninflen enttnebei Slbneiaunfl ober äRifttiauen.

genommen unb am folgenben Zage bie ©ültigleit bet Serfoffung vertünbigt. 3n bie 6anb ber 'iStdSreupen mürbe bie Seitung be« ZHilitdr mefen« unb ber Ziplomatie gefegt, ba« Stecht bet ftbialmatht ,

I

©efepgebung jmifchen bem SunbeOrat, bem Ser Staaten, unb bem 9teich«tag,

tretet bet einjelnen

bem

Sertreter ber einjelnen Solt«ftdmme, geteilt unb auf allen ©ebieten be« ftaatlichen lieben« ben nationalen Seftrebungen freie Sabn geöffnet SiO* matd batte nicht ohne Hbficht burch ba« allgemeine SBahlrecht bie breiteften Schichten be« Soll« heran» gcjogen, benn ihnen traute er vor allem nationale

©ennnung

ju.

Sie erfte ©^aht, bie bem neuen Staatomefen von aupen ermuch«, jeigte fogleich, in melch gefchidten

Ödnben

bie Seitung feinet Solitil rubte. Stach ben geringen Erfolgen ber franj. Solitit bei ber SnebenOvermittefung 1866 mar e« für Stapoteon bringenbpe« Sebürfni«, bet aufgeregten Öffentlichen Sleinung in Sronlreich Erfap ju bieten. Hl« Obfelt bot fleh bafüt üujemburg bar. So liep benn Stapo» leon im Hug. 1866 noch in Serfin einen Sertrag«» entmurf vorlegen, monach Sreupen bie tdufliche Et»

metbung Sujemburg« feiten« Stanlteicb« unter» ftüpen unb lepterm mit ben SSaffen beifteben follte, faß« Stapoleon Selgien erobern moUte. Safüt ver» fptad) Stapoleon bie preup. Hnnepionen anjuerlen» nen unb fid) ber Hufnahme ber fübbeutfchen Staaten in ben Sorbbeutfepen Sunb nicht ju mibetfepen. Siefen Hntrag lonnte Si«matd nicht birelt ab» lehnen; er behanbelte ihn alfo bilatorifd). Sopo» leon aber Inttpfte nun mit Honig fIDilhelm non 5ol» lanb Serhanblungen übet ben Settauf non Supern»

®eutf(^lanb unb ICeutfc^cä Sdeic^ (0e[(^ic^te 1866

202

fei. Sie franj. flrieesbrobunflen würben mit ber 9!erbffentlid)unfl bet fübbeutfcben i8ttnbni«= DetttJfle beantwortet, unb ba bie iteercboetfaffunfl Jrantreidjb einer srünblidjen ißctbeffcrunfl beburfte, mubte 'llapoleon ben Sitldjufl antreten. Surd) Ser= mittelung Siublanbo fam eineRonf erenj ju Sonbon ju ftanbe,unb biefeunterjcidjnetell.üJlai einen SJertrap, wonad) Supemburfl alb neutraler Staat bei voUanb blieb, $reuben fein @arnifonbred)t aufgab, bie ftung gefcbleift würbe, bab Sanb im 3oUneretn blieb. 3ur weitem dininung mit ben fübbeutfcben Staaten fcblob IBibmard mit biefen ben 3oQnettrag nom 8. 3uli 1867, woburd) bie Slefebflebung Ober bab aefamte 3oUwefen butcb bie 3Rebrbeitbbcfdilflffe beb plorbbeutfcben IBunbebratb unb Dteicbbtapb, in

entfdjlcffen

3m

Bunbebftaateb ihren ungeftörten Sortgang. SteEt> richtung eineb Sunbebohetbanberb^erichts in Ceip: )ig, bie Einfühmng eineb neuen totrafgefettbuchb, bie Unterftügung beb Baueb bet @ottharbbahn

wurbjn

I

Slbfwluh feinet iDtilitdttonnenhon

non jene

Stimmung

Sübbeutfchlanbb. 3n deffen nationale ifiartei, in IBaben (ueichfallb, leboch mit geringer IDtehrheit, in SDürttemberg würbe infolge ber Koalition ber Siegierung mit Se> mofraten unb Ultramontanen auch nicht ein einjiget nationaler Kanbibat gewdhlt, in IBapern errangen bie antinotionalen iBatteien eine bebeutenbe 2Rehr= beit. Sataub ergab fich oon felbft alb 'Bmgtamm beb 3ollpatlamentb ftrengeb Sejthalten on bet

wotm

Umtrieben

jwifchen grontreicb, Ofterteicb

unb

in

3talien

Berbanblungen ftatt, bie ihre Spige gegen Breuhen Set Slbfchluh eineb feften Steibunbeo an bet non Bapoleon jurüdgewiefenen gorberung bet Bdumung Borne aber jwifchen Bo: poleon unb bem Kaifer oon Cfteneich fom e# im 3uni 1869 JU einem Einnerftdnbnib, welcheb bem erftem Cftetreichb Seiftanb jufccherte, falle Breuhen an bem burch benBragergrieben bergeftellten Sto: tubquo rührte. Saju fam nun, bah bab 3oQparlament bie na: tionalen Hoffnungen ni^t eriüUt hatte; Bapem unb SSürttemberg fchienen einet Sobfogung nom Borben ndher ju ftebm, alb einem Slnfchluh an benfelben, unb bie ertremen Elemente unter ben Slntinationcilen febeuten fogot eine Berbinbung mit granfreich nichtSlbet übet alle Erwortung hinaus fam bet Um: fchlog. Sie bab beutfehe BaUonalgefühl netlegenbe SBeife, mit bet baS ftanj. Kabinett bie fpan. ;

ffidcbter beb

SBeit heftiger noch

j

j

nacbbem bie Sioltbpattei einm Slbreffenftutm or |

eineb 'Jlilijbectb.

errangen bei ben Slbgeorbnetenwahlen

bie Kletifalen bie Dlebtbeit; bet IKüdtritt

beb nationalgefinnten IDiinifterprdfioenlen gürften Öobenlohe, ber 1867 butch bie cenbung Sauff: litchenb nach SBien einen oergeblicben 'Betfui gpmacbt batte, Cfterreid) unb Breuhcn einanbet ;u iidbem, würbe jut liotwenbigfeit; bie Battiotm:

bet Sbat

fcheiterte

fübbeutfcbe graftion fonfequent burcbgeführt, unb Üe hat in ben btei Sigungen beb 3bUoatlamentb, bie 27. Slpril 1868 , 3. guni 1869 unb 21. Slpril

oon 1869

3n

welfifchtn

febrten.

:

3n IBapem

rnerbm.

3abre erfüUt non

fonbm

Kompetent, unerbittliche 3utfldweifung jebeb Sin: tragb auf Stubbebnung betreiben, jeber Sebatte über rein polit. @egenftdnbe. Sieb bat benn auch bie aub Ultramontanen unb Semofraten tufammengefegte

Einfühmng

Jieffen oerfflgt

SBien unb Batib, unb mehr noch: wdbrenb Bircho» im preuh. Slbgeorbnetenbaufe 1869 ben Slntrag auf 6erbeifühmng einet allgemeinm Slbtüftung ftellte,

fiegte bie

ganifiert hatte, für

grage }u ftellen, Sen 1866 ent= war bie ptmh. älegiemng 1867 non Slbfinbungen bereitwiUig ent: gegengetommen; aber alb bet £iof König Eeorgb non dannonet ju beging ein Bfittelpunft welfiicher bie gebühtenbe Slntwort.

thronten gürften burch ©ewdhrung

Slgitation würbe, alb bie juerft in löoUanb ecrichtetc SBelfenlegion 1868 aub ber Schwei) nach granlteith übertrat unb fo bie Berbinbung mit Bapoleon offen lu Sage lag, oerfflgte bie pteuh. IKegiemng bie Bp fchlagnahme beb Bemiögmb König (äeotgb. Sie gleiche Bfahregel muhte auch gegen ben Kurfürften

feine äuahl mehr. Sie unter ungeheurer Agitation unb Stufregung uoll}ogenen 3ollparlamentbwahlen Seht, unb 3Rdti 1868 waren ein IDtahftab für

1870 eröffnet würben, ficb alb ben eiferfüchtiglten Suchftabenb beb 3oUpertragb geieigt. wor bet 'Jöibcrftonb in ben Banb: tagen gegen einen engem Slnfcbluh an ben 9!otbbeutfchen SBunb. Sie aub Semofraten unb @tohbeutfchen beftehenbe iDiehrbeit bet württemb. Slbgeorbnetenlammer agitierte noch im SRdrj 1870,

Sepefche Sibmotdb nom 7. Sept. 1867 wieb jebe Einmifchung in bob Berbdltnib iwifchen Slotb: unb Sübbeutfchlanb aufb beftimmtefte jutüd, unb ein erhielt

.

'

nom

bie polit.

non 1869 unb 1870 bp

fron). Berfucb, bie norbfcblebw.

gungbpldne nur teilweife empfänglieb. 3n ®aben unb feeffen würben bie SJetttdde ebne jtnftanb angenommen. 3nlBapem ftrdubte fich bieSteicbbratblammer, in IBiürttemberg bie Jlbgeorbnetenlammer. 9Iut mit 'IRübe würbe bie ilnnabme burcbgefetit. itucb bie Einführung ber preuh.deerebtintithtungen fanb Schwierigteiten. Stur Saben, bab bem preuh. @enetal IBepet bab Ariegbminiftetium übertrug, fchloh ücb PoUftdnbig an bab preuh. Spftem an;

na^

in ben Sifeungen

granlteich gegenüber, bob bie äieorgani: fation feinet Slrmee oufb eifrigfte betrieb, würbe eine mafinoUe, aber entfcbloffene Sptoche geführt. Eine fchlogen.

welche für biefen fjall bie sBertreter Sübbeutfilonbe einiutreten batten, feftfleftellt werben foUte. Sloch war bie fübbeutfcbe iBenbllerune für folcbe 6ini
effenhatte

— 71)

mebrheit machte ben Berfucb, bab ganje Blilitdr: wefen umjugeftalten unb SJlilijeinncbtungen ein= juführen. 3" Siaben bagegen, wo ber @rofiber}og unb bie Kammetmehtheit emeb Sinneb waten, em: pfanb man eb fthmerjlith, bah ber Eintritt beb Sanbeb in ben Botbbeutfehen Bunb aub polit. Etünben noch nicht möglich war, benn Bibmardb aubgefptochene Stbftcht war eb, jebeb forcierte Bor= gehen gegenüber ben Sübftaaten }U oermeiben unb fie nicht burch bie Slufnahmc Babenb ju oerftimmen. Siorbbeutfehen Beichbtag nahm bie Slrbeit an bet freiheitlichen unb nationalen Entwidlung beb

buTfl an, Die 6nb( IDtdr) 1867 tcm Jlb{6lub nabe waren, ^eboeb bie Kntwott, bie !8t^maid auf eine Slnfrage beb ^bnigb oon üoUanb, unb 1. npiil auf eine ^nterpeUadon ®enniflfenb im 'Jlorbbeul= fcben Steiffibtag erteilte, gab mabcoU, ober beutlicb }u Dcrfteben, bab *Veeuben bie Slbtretung }u binbeni

Sbtonfolgefrage behanbelte, bie Kriegbetlldtung nom 19. 3“6 unb ber fiegreithe Krieg felbft (1Seutfeh'gronjöfcfcbet Krieg oon 1870 unb 1871) tdumtm bie bet Einigung Scutfchlanbb entgegen’ ftehenbm Hinberniffe weg unb führten jum Slbfchluh ber BetfaiUer Bertrdgt. Sie übetrafchenben Söaifen: et^olge im Berein mit bet Haltung Buhlanbe ftidten ouch alle friegetifchtn ©ebanfm in Cftennch

m

Bacbbem baS beutfehe Boll geftben hotte, welch gtohe Erfolge burch bie militdr. Ein: unb 3tolim.

|

;

35eutf(^lanb unb X)eutfc^e4 9iei(^ (@cft^id)tc ®eut(djlan6« unter ?!teubens Süferunfl eirun= oen wutfctn, itrdubte e« fieb auch im öflben nidjt länger mehr, ter poUf. Einigung bcijuitimmen, unb irrbertc ben Slnjilub an ben 'Jlorbbeutfeben '8unb. 2ie feinbliiben 'ISarteien in Supern unb 'Bürttcm! bcrgmagten leinen SBibetflanb. Siebob.tHegicrung itellte iebt ben formellen Antrag auf Sluinabme in ben 91orbbunb; gleitbjeitig fanben im September Sefptecbungen Jelbtlidä mit ben bapr. unb mürtlemb. ajliniftem in SDMntben ftatt, bei benen bie trftem freilich ni(bt geringe Jorbenmgen ftellten. aber bet abfcblufe Per Setfoffungepetltäge mit Saben unb fieffen in Serfaillei 15. 3!op. brängte auch Sapem unb SBfltttemberg jut Siadjfolge am b(it

•23. (f.

bet iUiötbet

!

|

i

|

i

genehmigten bet 'llorbbeutfdte tHeicb^tag unb Sanbtage in Reffen, Saben unb SMirttemberg ®apetn mürben pe non

So

bie Setfaillet Setträge.

bet Seicbbtatelammer mit übettniegenbet iDlebrbeit 30. le}., non bet abgecrbnetenlammer aber erft

jum

angetragen hätte, erfolgte 18. Jan. im Setfaillet Schloi bie feierliche Stollamietung ber Si folgten 28. Jan. bie Kapitulation

Itaiferä

Aaifettpfltbe.

non

bet beftnitine JriebenÄfchluh

iu

fomie bie ©ntlaffung beP wenig preubenfreunblichen ©tcijen Seuft unb bie Gtnennung beP ©rafeii Sn; btapp }um Süniftet bet auPmärtigen angelegenhei; ten CftetteiihP erleicbterten bie uollftänbige SetfPb' nung bet iHegietungen beiber Seiche, anberetfeite lieb Kaifet Sllepanber 11. oon Sublanb leine @e; legenbeit porübergeben, ohne feine Spmpatbie |flr bejeugen. Xie 5)rei:fiaifer=3u Kaifet fflilbelm fammenlunft in Setlin, 5. biP 11. Sept. 1872, mar einglänjenbetaupbtucf bet Snetlennung beP Seut; fchen SeichP. KPnig Sictor Smanuel non Jtalien, ber 1870 um ben 'fSreip ber UbetlaffungSomP bereit gemefen war, ben Kaifct Sapoleon im Kriege gegen ^eutfchlanb )u untetftllbcn, machte 1873, alP et ftd) butch bie tlcrilaObourbonifcbe agitation in leranfreich hebrobt fab, einen Sefudb in ibSien unb Setlin, ben flaifet Sülhelm in iDtailanb etmibette. ÜHit graniteich mürbe 1871 bet biplomat. Setlebr miebethergeftellt. tSeutfchlanb fucbte feben Konflili }u petmeiben, gab aber bei etwaiger ©elegenbeit }u perjtehen, bap eP einem neuen Kampfe nicht auP; meiihen werbe. Sie ©tmorbung iweiet beutfchen Solbaten butcb ftanj. Sfltger unb bie gteifptethung

um

einen lletilalen Sreibunb

angelegen^iten

lebe.

SentrumPpartei, bie bie mittelalterlichen SOmetlüge erneuern unb bie Siacht beP SeichP lut SMebetherftellung bet weltlichen üerrfebaft beP SapfteP benutten wollte. Xie ©entrumPpartei brängte, im ßinllang mit ben beutfchen SifchOfen, butch ihre

unter Buftimmung fämtlicbet beutfthen fHegierungen bem flänig non Sreuben ben Sitel eineä Sieutfcben

bie (jtiebenPptäUminatien

an>

aiP aber bie nationalen Sarteien eine »bteffe be* antragten, bie eben biefen ©ebanlen betonte unb lebe Sinmifchung in baP innere Sehen anberet Sollet pon heb wieP, wlberfptatb bie neu gebilbete lath.

48 stimmen genehmigt. 9) Son bet ßrticbtung be« Seutfchen Xobe Aaifer Silbelmä L, Seiihä biä 1871—88. Jlacbbem Sbnig i'ubroig non Sapem

^antfurt a. 3R. IDie 'JSiebergeminnung non ßlfab unb £eutf(b l^ung Biimard ben Bnpft Sec XIII. ali SAiebi« riAter PoriAlug, an bem er baburA auA für bie lirAenpolit. Bethanblungm einen naAgiebigem ®egnet gewann. Ser Bapft entfAieb 22. Olt. 1885, bah Spanien ber Brioritdt bei Befigei wegen bie Souperdnitdt, SeutfAIanb bagegen oolle fianbeli» freibeit unb bai Becht jur GrriAtung einet SAiffi» unb Bohlenftation auf ben Jnfeln erhalten foUe. Buf biefet @runblage würbe 17. Sej. 1886 eine Ühereinlunft ber beiben 2RdAte gefAIoffen. Girr Bufftanb ber Gingeboteiien in Äamerun würbe im Jan. 1885 mit leiAtet 2Rühe niebergefAlagen unb gegen ben Sultan pon Sanfibar, ber bie beutfAe ,

Dberbobeit über bie hinter feinem flüftenbefige liegen«

®eutf(^Ianb unb ®eutfc^cä SReic^ (©efc^ic^te

1871—88)

207

bniAolsnicn nicht annfmnenlüoUte, genügte (Stug. 1886) bie bicbenbe üuffteUung einei beutfdien

biJ )um igvüt. Jtonflitt, gingen nun 3!eutf(blanb unb Cfteneiib Öanb in ^anb, unb ihre feite dal'

$an)et^efiim)abeT$. ©leiiibjeitig fucbte Siemard burd) Qmriihtung legelmübigec Sampfetverbinbun' gen mit Cftafien unb Jluftralien, bie pom Steiche mit

tung uerfeblte ihren ISinbrud auch auf 9eutf(hlanb« Stellung im fflelthanbel ju Iräftigen. IDtit offener IDlihgunft hatte Sn(|Ianb bie erften Schritte ber beutfehen llolonialpolitil perfolgt, unb in ben SBetbanblungen übet bie Slbgrenjung btt beiberieitigen ^ittereifenfphdren muhte ti ber wei' tem Su«bebnung beutfeben Sefihe« lehr beftimmte

Jlicht unfteunblich loaten wähtenb bet lebten fjahte bie Sejichungen ®eutfchlanb« ju gtanlteidi oetoelen, befien Vorgehen in Suni« 1881 oon 5!eutfchlanb , ba« Jtanfteich« Ibatenbrang gern

Stenjen ju fegen, fo in btm Jlblommen oom 6. april 1886 über bie @rtn;linien im Stillen Dctan, in btm Pom 2. Jlug. 1886 übet bie meftafrit. Sebug' gebiete am @olf pon @uinea. über Oftafrüa lom 1. 9iop. 1886 ein 9Ibtommen ju ftanbe, worin bie POn dnglanb porgefchobentn Souperänität«rechte be« Sultan« non Sonftbat nur für einen fchmaltn Aültenftrich anertannt würben. 3nt 3an. 1887 würbe ba« beutfebe ®toteftarat übet ba« burch bie hrit. 3t>tereitenfphdre non Seutfch'Cftafrila gf trennte 2BituIanb ou«gelptochen. Sie Seutfeh' Dftaftüanifcbe ©efelllchoft fchlog 28. Stpril 1888 einen Settrag, ber ben unbaltboren 3uftänben an bet Äüfte ein ßnbe machen foUte burch Übertrogung bet gefomten Serwaltung unb 3bUe an bie ©efell' febafi für ben 3eitroum oon 50 3ahren unb gegen (Sntfehabmung be« Sutton«. Mbet bie atob. dänb' let unb Stlanenjäger jettelten eine Smpbrung an ber flüfte an (Sept. 1888), bie in lütjeftet 3eit bie Ichwachen beutfehen Jlnfiebelungen wegfegte. @in

Senbepuntt ber

beutfehen fiolonialpoUtit

war

jeigte,

wefentliche cioilifatorifefae

1

bo'

mit gegeben. 38 biefen unfichem, non feinblicben 3ntereilen burmlreujten ©ebieten waren, wie e« fich jegt

;

'

j

I

1

gortfehritte

ohne motetieUe Slachtentfoltung nicht mbgUd).

Sen entfebeibenben ffienbepuntt in bet au«' wärtigen Snütil bilbete bet ®ctlinet Kongreh non 1878. Seutfchlonb«dallung imDiufi’ifch'Süttifchen Kriege non 1877 unb 1878 (am ben ruff. gntet' eilen fegt ju gute, benen fonft auf feiten Cfterreich« unb linglanb« ein noch entfehiebenerer SDiberftanb begegnet wäre. Sluch auf bem Kongteh wirtte ®i«mard für üiuhlanb« gorbetungen foniel et nur (onnte. SU« ober bie Diuffen im Sommer 1879 mit bet

oertrag«mähigen Diäumung ®ulgarien« jbget'

ten,

fah

fidb

®i«matd

oettragäraähig genStigt, eine

IDlabnung Cftetreid)« ju unterftflgen, unb nerlegte bamit auf ba« empjinblichfte ben ruff. Stol». 6«

würben Sruppen an ein ruff.

Um

|

.

.



:

©enetal nach Sari« entfanbt jur Sln
titb« (1888) bi« jut ©egenmatt. Jen Job not Slugen, eilte Saifet gtiebtitb Ul. über bie Sllpen natb ber .fteimat. Gine Sfnfpraibe » Sin mein Sol!

!l)(Utfc^(anb

unb

ti ftine Sljdtiflleit erfüllt »iffen

moUte.

^uf feine liberalen unb toleranten (flrunbanftbauun^ feste namentlidi bie freifinnise ISartei atofee (h felbft jeiftte in biefem burs bie Äranibeit flebeuflten 3uflanbe febr bolb, bafe er bem 6taatbmoble aud> perfOnlitbe jBfinftbe opfern fpnnte. IDie geplante Slerlobunp feiner Sotbter, ber $rimeffm Sictoria, mit bem $rinien Slle;anber Don ^attenberp ber vor bem ßaffe inublanbd ben bulpar. 3bron batte tdumen mflffen, gab er auf, aU ibm Siömard mit fKDdfubt auf baS polit. Ser= bdltnid Siublanb tinbringlid) baoon abriet. 6in jtnfanfl ^bruar »on ben ftartellparteien im 'Jteidid: tage einpebraditer unb bafelbft anpenommener 9n: trap, bie Se^iielaturperioben auf 5 ?|abre ju »er= Idnpem, erhielt 19. 5R4rj bie ©enebmipunp bee Kaiferd. 3)aP bebeutfamfte Sreipnid feiner 'jlepie^ runp, bie Sntlaffunp bed ÜHinifterd »on ^uttlamer (8. 3uni), fdUt in bad @ebiet bet preuft. Qiefdiiibtt. ln. 3uni olio nach einet 'Hepietunp »on 99 lapen erlöfte ber Scb Äaifec Äriebridi »on feinem qualvollen, belbenmlllip petrapenen lleiben. flcn

öoffnunüen.

,

m

Sm





®n jupenbtrdftiper, enetpifdier, voll feften IDluled an feine Sufpabe berantretenber öettfdbet beftiep nun in feinem Sobne Söilbelm II. ben Jbron. ISie Weinunp, bafi ibn (rieperiftbet dbrpei) unb Slubmfudit erfülle, batte et ftbon )u Sebjeiten bed @roBoaterd dffentlid) jurüdpemiefen. SKebeten audi feine erften Srlaffe an bie jirmee unb bie 2Harinc vom 1.5. 3uni bie Sptadie bed Soldaten, fo mar bod) bie 'ISrotlamation «9(n mein Ülolt» vom 18. Juni unb vor ollem bie Sbronrebe jut 6r= öffnunp bed fHeidbdtapd, bie er 25. 3uni, umpeben von 22 beutfcbtn tfürflen, hielt, erfüllt von ben @ebanten ftieblither Arbeit im Innern, }umal auf foeialem ®ebiete. 3)ad von ihm babei entmidelte $ropramm ber audmdrtipen $olitil: treued Seftbalten an bem IBflnbniffe mit Cfterreitb unb Stalien, aber babei fßflepe bet perfSnlidjen f^reunbftbaft unb frieblitbcn SBejiebunpen mit bem flaifet von IHublanb führte et in feinet frifcben unb eipenartipen Seife fofort aud. än bet SpiSe eined glottem peftbioabcrd ftattete et (19.bid24.3uli) bem 3aren Kronftabt unb ^eterdburp ben erften ®efud) ab. Jtuf brr IHüdreife Inüpfte et in Stodbolm unb Sopenbopen perfbnlitbe ®ejiebunpen an, bie, nas

m

mentlidi

mad Xdncmart

betraf, politifcb nicht mert:

lod »aten. ßinen mdrmem ebarafter trupen von votnberein bie Sefutbe bed Jlaifctd in Stuttpart (27. Sept.), fDlflntbrn (1. Olt.), SDicn (3. Clt.) unb

jumal in fHom IfDütte Cttober).

ßtnad fühl fdjien im ®epinn bad ®crbdllnid neuen 'Jiepicninp ju (hiplanb ju fein, unb mand-erlei 4>orurleile beirfdtten in Gnplanb pepen ben junpen Äaifer. Sein Sefud) am enpl. .öofe iSlup. 18.S9) jerflreute fievöUip, unb ed trat fuhtlidj bad Seftrebrn btt beutfcbtn Wepierunp bcrnor, (Snplanb in bad^ntereffebediErtibiinbed jujieben. ©ne tnvfinfcbte ©elepcnbeit jum Bafammenpeben mit dnplanb bot fchon ber oftpfril. ütufltanb. 5)ie beibcn 'IDdtbte oerpflicbteten fidi ('llov. 1888) }u pemeinfcbafilicbtt iöcidmpfunp bed Sllavtn! bonbeld butcb eine ®lodabe btt Süjte. $et SHcithd= lap beivitlipte 30. 3an. 1889 2 DüU. für ein ®or= pebm in C)tafrita. 3)tt81fri(areifenbe.f>auptmann Sipmann mürbe nun ald Oteicbdlommiffar nach ilfrila entfanbt, bilbete ficb aud ©npebortnen Aont)erfAtiDn#iljSbatail= lone gebilbet merben. Jer jabrlitbe 'Kebraufroanb war out über GO 'Dlill. 'Dt. »eranfeblagt unb feilte burd) Sthsbung ber IBrau: , ber Branntwein: unb bet iBbrfenftcuer aufgebradit werben. 5)ie flom: miffionSberatungen Ober biefe neue Dtilitdroorlage jogen fidt fcbr lange bin, ba ber 3Diber{vru äBebntr in granl-Jer 'Beratung lag .tugleicb fitrt a. Dl. jufammen. ein nom ginanjminiger Dliquel, btt in Bteugen bie Steuerreform fo glfldlid) burchgeführt hatte, auS= gearbeiteter Gntwiirf

.tu

einet allgemeinen 'Reform

ber 'ReichSgnanten in ötunbt, worüber man ftcb aud) einigte. Ja bei bet fchwanlenbtn öbge bet 'Dlatrilularbtitrage wie bet ben Ginielftaaten aitS ben 3»U'>'0'“hmen tufliegenben ilbetweifungen, tumal bei bem 'Rüdgang bet legtem infolge bet .ÖanbelSnertrage unb bem Snmachfen btt BuSgoben infolge beS erböbten DlilitdretatS, eine ftegete Buf= ftellung bcs ,f)auShalteS bet einjclnen BunbeSftaoten

fehmieriger mürbe unb baS bisherige Berhaltnis, bog bie Itbctwcifungen bie Dlatrilularbei: trage etbeblid) üherftiegen, ftch in baS (Scgenteil tu netlehten brobte, folltc ben BunbeSftaoten ein fefter 'Dlchthctrag btt ühermeifungen übet bie 'Dlottilnlor= beitrage iaprlid) in bet JpShe non 40 Dlill. Dl. ge: Aufbringung biefer fiebert werben. fowie tut Jedling bet nermchrten öeereSloftcn aus eigenen Ginnahmen beS 'Reichs würbe eine Grhbliung bet beftebenben unb Ginfübrung neuer 'Rciehsftempclabgaben, eine J obalfabrilatfteuer unb eine SBeinfteuet in AuSficht genommen. Gntfpre= chenbe 'Botlagen gingen bem am IG. 91on. wiebet

immer

Summe

cröffitetcn 'Reichstag tu.

9!cbcn

biefer

Sinanirefotm wor bie wichtigge (ich übet bie Fortführung

Aufgabe bcS 'ReiistagS,

bet öanbclSncttragSpolitil tu entfeheiben. GS lagen weitere Bcrtrdge mit Spanien, 'Rumänien unb Str= bien nor, bie eine lebhafte Oppofttion fonben. BUb> renb bie frilbetn Bertrage mit C ft erreich, 3talien,

Belgien unb bet Sthweij eine gtoge 'Dlajoritat ge» ftinbcn batten,

würben

bei ber iniwifchen entfalteten

3)rut{c^(anb unb !£)eut|(^e8 9tei^ (@efc^i(^t( agiarifibcn Slgitation bieft fog. (leinen ^anbelg* oeitrage 15. !^ej. in btitter 2e(ung mit nur getinaen iDlebrbeilen ongenommen. Slamcntlitb bie beutjd)* lonfetBatiDC Uartei trat jegt gejdilofien gegen bie banbelgcertrAge auf, natbbem auf bem SiDoli* rarteitag bie eitreme, bur4 bie •Äreujjeitung* )?ettrelenf, bcr Stegierung beä «neuen Äurfe?« unb befcnbetä bcm Seidjelantler Eapriui Wenig freiinb= U6e SHidilung BöUig bie Cberljanb gewonnen batte. "£ie mit IHufitanb eingeleiteten Serbanblungen batten fid) febr in bie £dnge gejogen, unb eg war fdblieblid) ein fbrrnlitber 3oUtrieg auggebrotben. fHublanb batte bie biffercntielle BoUbebanblung, bie fein @e= treibe gegenüber bem bcr IBertraggfiaaten unb be= jonberg Cfterreidj-'Ungarng in Seutfdblanb erfubr, im 3nn' 1892 burd) Slufjtellung eineg feine bigber f(bon hoben äblle bebcutenb erbbbenben unb fogleicb auf Jeutfcblanb angewenbeten SWofimaltarifg be= antwortet, Seutiibtanb barauf bie für fHublanb in IBetradbt Icmmcnben ^robutte nodj mit einem 3oU: jufdjlag Don 50 Urot. belegt. Gnblicb 10. §ebr. 1894 (am ber Sbftblub eineg ^ertragg auf 10 Sobre (big (!nbe 1908) ju ftanbe, ber aiitb SHufelanb ben 0etTeibe.toll oon 35 'Dl. für bie Sonne gewährte,

wogegen

biefeg wefentlicbe

Grmäbigungen

feiner

^nbuftrictblle jugeftanb. ®egcn biefen Vertrag riebtete fid) notb einmal bie bolle Kraft ber agrn= riftbtn Cbbofition. Sünbererfeitg würben alle feebel

Um

1888

big jur ©cgeniDart)

für bie Regierung erfolgreichen Jlbfchlub gelangt, jo seigte bei ber anbern, bet ginanjteform, ber jut 3eit Wenig 9leigung, auf bie weit auggteifenben $läne bet Wegierung einjugeben. 9llle btei Steuemorlagen fowie auch ber allgemeine Dieformplan Waten einer unb berfelben Kommif|"ion iHeichgtag

übetwiefen worben, infolgebeffen bie Seratung, bie entgegen ben ffittnfeben bet Segierung mit ben Steuemorlagen begann, fid) weit binaugjdbob. Slob bag ©efet) über bie Stcmpelabgaben würbe noQ; ftänbig burebberaten unb hier nur bet Grböbung btt Sörfenfteuer unb bet Steuer auf bie Lotterie; loft jugeftimmt, bie Seftcuerung bet Cuiltungen, Gbedg, ©iroanweifungen unb J^acbtpapietc aber tunbwtg abgcicbnt. 3» tiefer jtotm würbe bet Gnt; Wurf im Seiebgtag 19. 9lptil in britter Sefung an< genommen (©efeti bom 27. 9lptil 1894) unb trat Seim SabalfleuctgefeS febon 1. SDlai in Kraft. Würbe ber gtunblegcnbe §. 4, bet bie Ginfübtung ber^abrifalfteuer augfprad), 18. 9lpril in bcr Korn; miflion bttmorfen unb barauf bie ©citerberatung bertagt. Sie ffieinftcuer war ganj augficbtgleg, befonberg feitbem ficb bet wflrttcmb. Dlinifter

für ben Sertrag in Bewegung gefeilt. ben ®runbbefilicm beg Cfteng gegenüber ber Äonhinenj beg raff. 'Jtoggeng einen erleichterten Pfport ihrer ißrobulte ju eröffnen, würbe ber 3bentilötgnacbmcig b.) bie (Setreibeausfubr für abgefebafft (®efe(! (f. bom 14. Slpril 1894). 3ufammenbang bamit würbe bie bemnächftige Slufbebung ber bon ben t'anbwirten beg fübwe|tl. Seutfcblanbg alg @cbäbi= ung bellagten für ©etreibe unb Dlüblenfabrilate geftebenben Staffeltarife ber preub. Staalgbabnen jiugeft6ert. Sem preu|. Slbgeorbnetenbaiig war auch bereitg ein ©efegentwurf über bie ©rriditung

bon

non Sanbrnirtfcbaftglammem jugegangen unb eine Seicbglommifrion war berufen worben unb 22. Sehr, mfammengetreten um Dlabregeln jur Hebung beg

3ur 9lnnabme (amen im

3m

,

Silberwerteg ju erörtern. Scblieblicb trot bcr Kaifer fdbft im gelegentlichen ©efpräcb mit bcr ganjen ihm eigenen Gnergie für ben IBcrtrag mit SHublanb ein. fco (am eg , bafe bei ber entfeheibenben 91b; ftimmung in ber tmeiten Seratung 10. Dtärj r>cb für ben Sertrog bie SKehrbeit non 200 Stimmen gegen 146 fanb. Sagegen |timmten bie Seutfcblonferna; tioen, ber größere Seil ber 'Deichäpartei, etwa bag halbe Gentrum unb bie antifemitifdjelHeformpartei. 3n britter iJefung würbe ber Vertrag 16. 'Dlärj ohne

namentlidie 9tbftimmung mit äbnli6er Dtebrbeit

ongenommen. Gr trat bereitg 20. fDlär.i in Kraft. 3u biefem bebeutenben Grfolg bebilflicb war ber SiegieTung auch ber Umftanb, bab iniwifcben burd) bag ganj fpontane Gnlgcgenfommen beg Raiferg twifdien ihm unb IBigmaril ein freunblicbereg '8er; bältnig bergeftellt unb baburd) bod) beffen Rritit ber Segierunggpolitil eine gewiffe Scbranle ge; jogen mar. IBereitg bei ber Griranlung Sigmardg im Sommer 1893 in Riffingen batte bet Raifer feine befonbete Seilnabme bem Sürften birett ju ertennen gegeben; ein äbnliibec IBorgang ereignete fid) bei aleuber ©elegenbeit im 3 ®ü. 1894 unb netan= labte 9igmard, am IBorabenb beg (aiferl. ©eburig; tagg, 26. 3“"-> Iff ©ratulation in !8crlin tu et= fibeinen, roo er nom Raifer mit ben böcbften Gbren

213

empfangen, bomipubli(ummit3ubcl begrflbtwurbe. Set Raifer erwiberte ben IBefucb auf bet Surebteife nad) ®ilbelmgbanen 19. 5ebt. in 5riebti4grub. fflat burd) bie 9(nnabme ber feanbelgnerträge bie eine löauptaufgabe ber Dieiebötaggfeffton ju einem

IDlittnaibt fchon bei ber erften l'efung imlHeicbg.-

tag in einet Sluffeben trtegenben iHcbe gegen fie auggefptoeben batte. 3nJ>nifd)en war bcm iMei^g; bausbaltgetat im Seicbglag bureb ftarle 9lbfltiche in ben 9luggaben, namentlich beg 'Dlarineetatg, unb burd) bie »öbeteinflellimg einet Seihe non Gin; nabmepoften eine teebnetifeh beffetc ©ejtalt gegeben worben, jo bah bie Dlebteinnabmc oug bet Sörfen; fteuer unb bem Sottericftempcl genügte, um bie UJlebrlcjten bet ©eeregnerftärfung für 1894—95 ju btden unb bie (Ibetweifungen fo jicmlid) mit ben fSatrilularbeiträgen ing @icicbgewid)t .tu bringen. IKeicbotag

no4

eine iHe;

form beg Unterftfltiunggmobnfiggcfeheg, 31obellen jum Siebfeuchengeieh unb jur Konlurgorbnung, ©efetic übet bie 9lbjab[ungggcfcbftfte (nom 16.®loi 1894) unb ben Schub bcr ®arenbcjcidmungen (bom 12. 'Dlai 1894). getner würben bie 3nitiatinanträge beg GcntrumgunbbctJjrtil'innigtn, biebie Giebcim-baltung ber9lbftimmung bei ben Stcichgtaggwablen beffet JU fiebern bejwedten, angenommen. Slueb bet borliegenbe 9lntrag auf 9lufbebiing feit beg 3cfuitengefeSeg gelangte, nachbem et fcboii 1. Sei. 1893 in jweiter Sefung burchgegangen war, 16. 9lpril tTOb aller aug bem fianbe bagegen er; bobenen Srotefte in britter Sefung mit 168 gegen 145 Stimmen jut Mnnabme. Sagegen war ein 9lntrag beg ©tafen Kaniti, ben »anbei mit aug; länbifc^m ©etreibe jii berftaatlicben unb Dlinimal; nerlaufgpreifc für bie einjelncn (8ctrcibearten feit; jufetien, 14. 9lptil mit grober Dlebrbeit abgeicbnt

worben unb fanb auch, alg er in ben beiben folgen; ben 3abtcn wicberbolt würbe, leine 9Innabmt. Gin 9lntra^ beg 9lb9eorbneten non S15|) nuj Ginfflb; rung eincgffioUjolleg (am nicht mehr jut Seratung, ba berSeidjgtag 19. 9lpril gefcbloffen würbe. Gin anbereg IDlittel jurfeebung bet ©etreibepreife faben bieÄgrarier in bcm internationalenSimetalligmug; nun, einer Sefolution beg Seichgtagg naebgebenb 'Serbanblungcn mit Gitg; lanb übet bie Senifung einer Dlflnilonfereni iiit bie Regierung (nflpfte

,

214

®cutf91bf(bato gettoifen lootben loat, (am 15. Slop, oud) ein Slertrag übet bie lpeil= afril. SAubgebietc lu jtonbe, butA ben JeutiAlanb bet 3“flang jum Itabfce unb ba« ganje glupgcbict be« SAati übctlafjcn loutbc. 3» bem SBcrtroge mitgtanttciA (15. SJldti 1894) oetjiAtetc 3)cutiA= lanb auf ba« feit 188.5 ftteitige feimetlonb pon Jta= metun unb auf bie Sietbinbung mit bem IScnttab fuban, cibielt aber bafüt einen Zugangjum Sango unb einen Seil be« Cbctlouf« pom SAoti. 9Ü« ßnglanb 12. SDlai 1894 einen Uierttag mit bem RongoftantefAlob.bctibm einenfianbjtriA jioifAcn bem Sangonito unb Silbettfee einräumtc unb bamit eine SJetbinbung ^loijAcn feinen fttbaftil. !öefitiun= gen unb bem SliUanbe crmögliAle, protefiiette Seutf Alanb, geftütit auf eine iSeftimmung be« SlneTtennung«peittag« mit bem Hongoftaate, monaA e« bei Sefittoctänbcrungcn in biefen ßicbicten um 3uftimmung etfuAt loctben mu^le, fofott gegen ,

;

biefen Sialtat, unb bet Slttifel iputbe in bet libat jurüdgejogen (3uli). 3" Kamerun btaA 15. Sej. 1893 eine burA Sllifigtifie Pon SJeamten bcrporgc= rufenc Sllcutetci oon Slolijcifolbaten au«, bie aber balb uicbcrgeiAlagen mürbe, ßlcgen bie fi^ulbigen iBcamten mürbe bie Z)i«ciplinaruntetfuAung ein: geleitet. Sa« fübmeftafril.SAuligcbict mürbe butA bie Stoubjüge be« löduptling« 'Bilboi unfiAcr gc< maAt, unb Sllajor pon gtanioi« uetmoAte ibn auA noA bet ßtftütmung feinet ,f efte .f)ooni(tan« (12. Slptil 1893) unb tto« mebtmoliger ilierftdrliing bet Sebugtruppe niAt unf AdbliA ,tu maAen. 3nt SegutaAtung bet Sage mürbe habet ülajot Seut-mein in ba« Sebuggebict entfenbet unb bort im 'lilätj 1894 JU beffen Sanbe«bauptmann ernannt. (Sün= ftiger maren bie Serbditniffe in Cftaftila, roo naA SlerniAtung be« unbotmdbigen Siäuptling« Sitli in Sabora (10. bi« 13. 3an. 1893) unb noA iöefiegung be« Sultan« 'Dleli in SllofAi (29. Slug. 1893) im allgemeinen fticbliAc 3uftänbe benfAten unb bet feil Sept. 1893 an Stelle be« Steibetm pon Soben getretene ßSonoemeur Oberft oon SAeele burA !öe: reifung (1894) be« fübl. Seil« be« SAuggebiete« bi« jum Slpaffafce, auf ben SBiffmonn injmifAen im Sluftrage be« SeutfAcn Slntifllaoereitomitee«

einen Sampfer gebraAt batte, ba« beutfAe Slnfeben bort bob, Sunbe«genoffen ju einem fpdtem Krieg«"

jug gegen bie täubetifeben SBabebe matb unb nnA" tige fBeitrAgc jur Kenntni« be« Sanbe« lieferte. ©tobe Sietdnberungen broAte bet SAluj be« 3gbre« 1894. SieonarAiftifAenSlttcntateinttranl" reiA unb 3tolien leniten bie allgemeine Stufmerf" famleit auf bie reoolutiondten Sefttebungen btt Socialbemoltatie, unb e« maAten fiA lebhafte geltenb, bie eine enetgifAe Untetbrüdung bet reoolutiondten Slgitation auA in SeutfAlanb fotbetten. ßin Äonfltlt iroifAen bet SltbeitetfAoft mtUng unb einet Slnjabl SSrauereien, bie boplot" tiert mürben, meil fte eine Sobnetbdbung niAt be>

SBünfAc

milligt

unb

ftreilenbe Sltbeitet entlaffen batten,

otf

Senbenjen. Sie SRegietung jb gerte lange mit einet beutliAen Stellungnabme; bet lHeiA«> (anjltt Eaprioi batte menig Sleigung ju einem Slot" geben bet !HciA«gefeggebung, rodbtenb ®taf (htleiu

ftdrlte biefe

bürg, bet pteufe. Slliniflerptdribent, ju roeitctgeben= ben öorfAldgen bereit mar. Sie Ärin« enbete mit bet ßntlaffung beibet fDliniftcr. Sin Soprioiä Stelle itat bet bi«berige Statlbaltet in ßlfab'Sotbtingen, Jütft JU »obenlobe e geslis Garoli Magni unb be? Brmolbu? 5li(iellu?

(beä

3 cit 0 enoffen

Slubioig? be? (jrommen)

Cannon

in honorem Hlmlowiri imperatoris, beren ßefcbitbtlid'tr ©ebalt ben biditeriftben flber= trifft. Som 10 3 abrb. ab fibermießt bie lirdilitbe ©ioflrapb'o faft oubftblieWidj unb bat flefcbicbtlidien fBert, meil Oberbaupl bie ©eiftliiblcit im ©otber= grunbe ftebt. Sudt bie Slnnalen geioinnen an 3 e rebus Magni imperatoris, eine Relatio

de legatione Censtantinopolitana unb bie Antapodosis, fetb? ©fldter über bie®egebenbciten feiner Seil.

tSibuIinboonßornei

beftbrieb in

breiSütbern

Sbaten ßeinritb? I. unb Ctio? I. bi? 973. ®ine anberc Sjauptquelle biefer Seit ift bet ungenannte

bie

gcttfeliet ber ßbronil bc? 'Jlegino.

Jbietmar? oon

’Jterfeburg (geft. 1019) Chronicon bilbet eine .fiaupt! quelle für bie ©efdtidite Satbfen? unb bet flam. ©egenben übet bet ©Ibe. ©on ben toenigen ©io< gtapbicn oerbienen mifgefübtt ju toerben bie Vita Bruuonis, ©rjbifdjof? non Söln, oon fHuotger 967 obgefajit, unb bie poet. Panegyris ber Citonen oon ber Sionne !So?»itba jU ©anbetöbeim. Unter ben folifdien Raifetn nimmt Sambert oon .öetbfclb mit feinen Slnnalcn (bi? 1077) eine beroorragenbe Steh ®etfelben Seit gebärt öerraann oon liing ein. fReidienau (Contractus) an, beffen Chroniron burdi gleib unb ©enauigleit unter ben groben ffleltcbro: niten eine ber erften Stellen einnimmt, gemer ?lbam

Don Stenten,

beffen

Imrgeiisiiim (788

Gesta Pontificum Hammaeine fleibige unb lebcn=

— 1072)

bige Uarftellung bet ©efdiiditc feiner Seit febt mertoolle fDlittcilungen ben baltifdien fHotben enibalten. Unter ben grapben ber ftänl. Seit ift fBMpo, bet Sotftcller

unb befonbet?

finb

übet

SieAon-

rab? il.,junennenunb Goöma? oon ©rag mit feinem Chronicon Bolicmonim. Unter ben SSeltd’roniten fpätem fränf. Seit nimmt bie erfte Stelle bie oon Gllebatb (geft. nad> 1125) ein, an tHubm unb ©erbreilung nod) übertroffen burdi Sigebert oon ©eniblour. Ctio oon greifing mit feinem Chronicon bi? 11.5.3, fortgefegt oon Ctto oon St. Slafien, Öelmolbmit feinem Chronicon Slavorum bi? 1170, forlgefegt oon ?ltiiolb oon Sübed, Sllbert oon Stabe, unb ber ©etttoberget fDlSneb in bem Chronicon Montis Sereni, 1124 1255, ftnb bie oorjflglicbflen feiftoritcr bet bobenftaiif. Seit. 2'ie Sbaten Äaifet griebricb? I. befd-rieb Ctto oon greirmg, fortgefehl oon iHagewin (©abeoicu?). ©oetifd) bebanbelte bie ©boten gtiebrid)? ein ungenannter Sid'ter in feinem liigurinus, seit de rebus gestis Friderici I. mit ©efdiitt unb ©alent. ©aran reiben fidi jablreidie Slnnalen unb Glitonilen oud ben Derfd.'ieben(ten ©eilen ©eutfd’lanb?, bie entgcgengefeglen Stanbpunlte unb '©orteirid'tungen ber Seit oertretenb. Seit ben Seiten be? 3ntetregnum? fant bie ©e> fdiidilfdircibung oon ihrem .lybliepunlt immer tiefer herab; bi? jum 1.5. 3abrb. bin giebt e? oon öligemeineiit ©eftbidiloioerfen nur menige. ®enannt 5 U loerben oerbienlen etioa iieinticb? oon 'Jlebborf Chronicon oon 129.5bi? 136.3, .'neinritb-JDon.fierfotb (geft. 1.370) Sd'rift De temporibus memorabilibus, be? Ölobelinu? ©ctfona (geft. 1420) Cosmodromium, f>etm. Corner? Chronicon bi? 14.35 unb S.'crncr Sloleoiitl? Fasciciibts temjonim. '©tcit Söert fmb noch einige Special- unb ctäbted-ronilcn, bie feit Slnfang be? 14. 3abrb. jum ©orjdiein lamen. ©in allgemeinere? bifior. 3ntereiie beugen oon biefen Cttolar? Cflen.-fteirifcbe Sbronil, um 1300 in beutfeben ffleinien oeriagt, 3?t. ©minger? oon flSnigobofen ©Ifaff. Gbronit, um 1386, unb 3?b->. 'Jtolbe? ©bürittg. (fbronit, um 1442 abgefaftt. ©gl. biefer



©ablmonn, Cuellcnlunbe

ber beutfd'cn ©cfcbitble

beatb. oonSteinborff, ©ött. 1894); ®at= tenbacb, Seutfd-lanb? @ef

jugleiib

ben Fontes rerum Gemiani-



csram (4 ®be., €tuttfl. 1843 68) fowie in bet Bibliotheca rerum Oermanicarum (6 ®be., Setl 1864 73) beutfdje S^rijtfteUet be« )Dlittel! alKt«. 3)cr burcb bie Sbätiflteit ber Sranlfutlet



neu

für naterlänbifcbe Wd)id!teforid)uns rief halb eine SInjabl fpcciellet Bifterifdet Itcreine (f. b.) betuBt, bie fid) bie Seiellicbaft

ertoatbte ßifet

Sammlunfl unb Biubbatmaibuns be4 flrfamten 3Ra> terialü

für bie Sefiidjte einjclner 'Btooinjcn

unb

217

(Sittcrotur jur bcutfc^en ©tfc^ic^te)

5Reic^

Bon Urlunben unb

bet ftaifeT)eit bearbeitet;

berfelbe

melte

eine Sieibe

.

jf festen, ißon srcfiet Sebeutuna ift bie 2) Son Bubmig bem Jtommen bis auf Subolf unitt bm «ufpijten be« fiönifl« Ulof imilian II. non Don Sabsbutg: ©erbeS, ©efdjitbte beS beutfdjen I

Siatem 1858 fleoilbete unb botierte öiftorif(f)eSom= niifion, bie ftcb umfaffcnbe ilufgaben geftellt bat. ?aju aebfrt bie Sammlung ber (Sbtonilen ber bcut> iibtn ttäbte Dom 14. biä in4 IB.Jabtb. (iBb.l— 25, iJob 1862— {Mi), bie Slu^flabe bet bcutfdben 9Iei(b4> taaealten (Söb. 1—9, Sotha 1867—88; jünpere Stibe, Sb. 1 2, ebb. 1893—96) unb «Jöanferec^e» i2i>8be., Üpj. 1870—93) fotoie bie Sammlunfl ge; i*itbtliib merlmütbiger Rotrefponbcnjen au4 bem l'i. unb 17. 3abrb- (SSfll- SBcgele, ©efdjicbte ber



beutfibtn fiiftoriograpbie, fDlflni. 1885.)

Befamtbarftellungen: l'*e tcutfdie iHcitbdbiftorie

Jödberlin,

Umftdnb:

(12 Sbe., fealle

1767—

73) ; bcrf., Oieurfte teutfebe '.Heicb^gcfcbicbtc (mit

Sort=

Dcn Scntcnberg, 28 Sbe., ßalte unb granlf. 1774—1804); 3R. 3. Sd'mibt, ©efdiicbte ber 33eut= Wen (fortgefettt bis 1816 DonSlilbillet unb {Btcftb, 27JIe., Ulm i778-1830); fl. «. OTenjel, Sie «e= iiiiibttn ber Scutfdicn (8SBbe., fflresl. 1815—23); ifbung

btrf.,

Slcuere ©efdjitbte bet Seutfdjen (12. Slufl., 1854—55); Suben, ©efcbicbte beS ieut= Scltes (12 »bc., öotba 182.5—37); Sfiftcr,

6 Sbe., ebb. iiben

l^jdiidite ber jciitfdjen (fortgef eilt

PonSfllau,6Sbe.,

1829—42); Söirtb, (9efiien SoKcS .6oUe 1854—67); eugcnbeim, beS bcutfebcn SoUcS unb feiner flultur 2pä. 1866 67); (frier, Seutfdje @c= itiiteponberUrjeit bis jumSuSgang bcS 'Jllittel:^ alters (3 Sbe., ebb. 1882-84); TObfiS, ©efibidtte beS beutfdjen SolIeS bis jum SlugSbutget SieÜ! «lensfrieben (3 Sbe., ebb. 1883—85; 2. Mufl., ebb. 18921; SuUet, ®efd)i(tte beS beutfiben SoIleS (fort= nefew Den SB. S'trf on, 7. Mnfl., 2 Sbe., Setl. 1891 ) 2. fflüllet, ©efefcitbte beS beutfieu SolfcS ( 1 5. Slufl., Itfungen

unbiffeicbeS (5 ißbe.,

9tfd)id!te

(Sb.

-

1-3,

Den g.

3unge, ebb. 189^; Stade, Ißeutfebe @e= Sbe., 7. Slufl., Sielcfelb 1896 fg.; toobif. 1891-92); Ädmmel, $eutf«

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l«u btmdltigtn, nanbtt nt Mt '[Xon. I Htt» (n baa Seutfebt Sitid), isorauf btt Scutiibt dUttbotag 3.3tbr. btfdtlofi, bit btutfibtn ^nttrtffcn in OftoHTa tu fdtfiltn. {wuptmann ffiiffaianff, bn nu bti Jluafabiung bticaut nmtbt, rrunifitrtt tin (tattbi: tionelorpe au< 14 btutfditn C^jititn, UIO Unttr:

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*lfiAtn onatmitfen, »atcu at}munam, mtbitae vt» Stattmlct £»»». Ibnaani.MUiva, Iftäbi unb flWinbonl nad> ^atJn abn bcnmiUi(|ti aitbtiUn an.

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afriloaiftttn StftUiuwfi Itintn St^uk atmdbtät, anb btt arbbtt 2til tnivbtn ftbicb ftd) btn

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Si-

offiiintn unb 8«) angtDoibtnm oubantftn, 6o= aiit mal unb .-futn u. j, n>. unb btgann btn ItMtbuna unb ^ttttfliguna »on tBagamoja unb Z)ar t4 trnbtn wtefttbun 19. unb 30. Ctt. bit von ^ut tdnn bctbästfübtttn 9lajitimaiftn jurild. 9!o(b tbuaol taudjtr 'Sufdtiri im St)tmbn in btt '9ifibe »an Songani auf, mutbt obtt foioit non ffituttnant Pt Scbmibl o^cblagtn unb gtfangtn qtnommtn unb irfitt 14. St). 1889 in ^ngani btn Zob burdt

n

jaB^jne« «
SoUbtrtbaltung ging 1. Suli 1891 in bit

2)ie

Ȋnbe



bet Äolonialtegietung übet. mit btt Occupatien bta Sinntnlanbta in

man

6min ^fiba, bon üfagamojo im Muguft in Sabota

entfditibtnbet SBeift notgegangtn. btt 25. Jlptil mit tintt 6pptbition

abmatfebitrt wat, gtflnbete in IBuIoba,

unb im SloPtmbtt

am

'iStftuftt

bea

Stationen oon leRtertt mutbt im Stübjabt 1891 eine btitte Slitbetlafjung in 'Jlluanja am Sflbenbe bta Seea ertidjtet. 6ine empfinblitbe 9liebetlage erlitt bit beutfdje Sebubtruppe unter gflbrung bea Sieutenanta bon 3tlemfli 17. Slug. 1891 in Ubebe füblid) bom 'Jluabaflufie butd) bie 3Jictotia=9ijanfa,

;

Sßabtbe. 3)et roiberfpenftige ipduptling HJleli im 35f(baggalanb fdjlug sroar 10. S'mi 1892 btn 3ln= griff bet

Sdiubttuppe lutfld, mobti bie Slieuttnanta

non Sfllom unb Söolfrum

getötet tnutben, erlag

aber btm fiegteiibtn isorbtingen bea Dbetftlieutenanta non Sdjele 12. Slug. 1893. Lieutenant 95tince erobette 12. ^an. 1893 baa Ämilnru bea feäupt; linga Sile bei Sabora unb 10. 3)ldt3 bie ätmbe iUltrcanaa in Slbabum (Ugogo). fDlafor bon !lBif|= mann, tneldjer btn Stanaport bea natb ibm benann= ten Sampfeta non bet 'JJtflnbung bea Sambefi nach bem Sljaffafee im Slug. 1892 begonnen unb gerabe nad) einem S^bte PoUenbet batte, gtflnbete im IDlfir^ 1893 btt Station Langenbutg am Slotbenbe bta Seea unb untetmarf bie SSianita unb SBamemba (3mifd)en bem Sljaffa unb Sanganita) im Suni unb Suli 1893. Dberitlieutenant non Scbele, bet 3U Slnfang bea 3. 1893 anftatt bea fjTtibertn non

Soben lum @oubemeut non

S).

ernannt motben

roat, unternabm 6nbe 1893 einen etfolgteiiben 3ug in boa £anb btt Sllafiti am obecn Ulanga unb über baa l'ibingftoncgebirgc nach bem Dljaffafee unb bratb

fDlajot bon SSiffmann, bet 1. fDlai 1895 3 um ®ou> ntmeur ernannt unb Slnfang Sluguft in Sat ea> Salaam eingetroffen mar, {teilte f^iebe unb Orb< nung in ben {flbl. Rüftengegenben btt, inbtm er ben tdubetifiben Sltabtt jöafian bin Cmati bei Rilma 13. 9!ob. gefangen nehmen unb aufbnngtn lieb unb ben Soobduptling 3natfd)emba (meftlid) non 3)litin=

bani) 3 Ut Slnertennung ber beutfdjtn denfrbaft jmang. 6in ftitblicbet unb enbgültiget itritbene: tcblub mit ben Sabebt fanb 12. Olt. 1895 ftatt. Sin Stellt bea Itanlbeitabalber lurfldgettetenen fDlajora

oon SBiltmann mürbe $ei. 189C Dberft Generalmajor) Ciebett

3

um

(feit 1897 ©ouoetneut ernannt.

£itter«tBr. R. Slttera, Sie beut{d):o{tafti(. Ro> lonie in ibret 6nt{tebungagefd-id)te unb mitt{^aft= lid)tn 6igenart (Strl. 1889) ; 0. Saumann, 3n X).

(Söien 1890); bet{., Ufambata (Setl. 1891); {{btl’tet, Seutfd)=Dfta{tifa (mit Ratte, Lps. 1890); Srbbnfe, fOIit Stanlep unb 6min Saf eba burd) S. (ROln 1890) 6ana 'JJleper, D(tafril. ©letfrberfabtten (8p|. 1890); non Sehr, fttitgabilbtt aua bem Slraberaufftanb in

$.

(ebb. 1891);

1898);

55.

'{J.

Sieidbarb, Seutfrb^Dftafrilo (ebb.

Rallenberg, Sluf

bem Rriegapfabe gegen

bie 3Jla))ai (fDlünd). 1892); 91. Scbmibt, @efibid)te bea Sltaberaufftanbea in Oftoftila (jerantf. a. 0.

1892); Stublmann, 9Rit 6min '{loftba ina £>ert non Slftita (Strl. 1894); ©raf non StbmeiniB, ib. in flrieg unb gtieben (ebb. 1891); Scbmibt, Seutfd)" lanba Rolonien, ihre ©eftaltung, 6ntmict(nng unb Öilfaguellen , 9b. 1 (ebb. 1891); R. '{Jetera, Saa Seutfd) sCftafritanifcbe Sebubgebiet ('Dlflncb. unb 2p|. 1895); S.,roiffenfcbaftlid)egotf(bungere|ultate Aber Lanb unb Stute unfrtea oftafrit. Scbuligebietea unb bet angrtnsenben Silnbet (5 Sbe., SBetl. 1895); 6nglet, Sie '{Sflansenmelt Dftafrilaa unb ber 91a(b= bargebiete (ebb. 1895); STSagner, Sie 9etttbta= unb feanbeianerbältniile in S. (2. Slufl., gtanlf. a. 0. 18%); Riepen, Ratte oon S. 1:300000 (29 ®l., 9trl. 189.5); bct{., (ebb. 1897).

Sanbtaite non S. 1:1000000

Xentfd’Ofiitfririraifcbc (»efeOf^aft, aua btt ©efellfibaft fflt beutfebe

Rolonifation

betpotgegangene Rolonialgefellfcbaft. 3ene mar im ®tär3 1884 butd) ©raf !üebt=9anbelin unb I)r. Rotl '{Setera in löerlin mit bem 3mtd gtgrt)n= bet motben, m6glid){t fcbnell eine prattifebe Roloni= (ation in Stngriff 31t nebmen. fanbte fie eine aua Dr. ^Jeteia,

S»' löetbft 1884 ©taf 9feil, Sie-

3bbUe unb Raufmann Otto beftebenbe bem bet 3ufel San)5bat gt^en: Aber litgtnben Seile bea Äquatorialen Oftaftifaa ferenbat

6jcpebition nad)

6tmetbung non Rolonialbefi!! ob. 3u furiet Seit gelang ea betfclben, 12 SJerttAge mit unab= bAngigen SAuptlingen ab3ufd)lieben unb babutib bie SAnbtr Uftgua, Slgutu, Ufagata unb Utami 3U 3ut

erroetben.

gilt biefe

6notrbungen

erbielt

bie ge=

nonnte ®efcll(d)a{t 27. gebt. 1885 ben Scbutibnef bea Seutfiben Raiiera. 3ut Slermaltung unb Stua= breitung bieftt 9c)'ibungen bilbete fub aua ber ©t= fellfcbaft ein neuer SJetein, bie Rommanbitge{ell=

bei einer sroeilcn gröfiern 6fpebition bie S01ad)t ber

Rotl Cetera unb ®tno)len. Slla petfbn' baftenbe fDlitglieber betfclben mürbe SSeieta, btt nod) 9etlin 3utfldgetebtt roat, nebft brti onbtm fDlitgliebcm btt ©efellfcbaft fflt beutfebe Rolonifa=

gefürditcten Söabebe burd) bie etobening Ruirengae 30. CIt. 1894. Sutd) ein Slblommen mit i)ior= tngal mürbe bit ganse Siobumamünbung unb baa ©ebict non Rionga füblid) non ibt bia Rap Seb gabo 3U 'S. gcfeblagen. ®on Sibelea Sladifolgtt,

butd) eine mit

febaft lir. lid)

tion in

3ut

baa Sianbelategiftet eingetragen. 9egrUnbung bea Untetnebmenä

finonjiellen

befcblob 7. Sept. 1885 baa Sireltorium, bieRom< manbitgefellfcbaft Dr. Ratl SJetera unb ©tnoffen bem 91ed)te bet jurift. SSerfon aue>

:

®eutf(^«Dfterreicfiif(fiet «rufi

btm ^tarnen S. )u Organe ber neuen Soiboration finb Sneralbetfammlung, Sennaltungirat, Sirettion, jlcDtforen. Set au£ 21—27 SlUtguebem beftebenbe Stmaitunggial bat bie gejamte @efd)äftbfflbrun8 }u Qbeimaiben. Sie Sirettion beftebt au8 imei Si' lettoren. Sie Suffidit über bie @efellj(baft mürbe geftattete

Jtoivoration untci

nfclien.

’Xnt

nad)

bem genannten Statut bemSleid^gtamlet Aber-

trajien.

jlacbbem Anfang 1887 baS jur Sdiaffung notmenbige flabital im SBetrage

bietet fiorvoration

son mehr ole

S'/< 3)2iU. !Dl. aufgebracht

war,

er=

flonftituierung ber neuen Sefellfdtaft, beten Kapital tunb 7 3Rill. !Dl. betrügt. ^bre Sbdtigleit erftredte ficb in Jtfrita nicht nur auf thmeiterung be8 KolonialbentteS, Slnlegung oon Stationen unb Plantagen unb tÖelebung beg 6an= brlgoetlebrg, fonbetn namentlich auch auf ben 6t: merb ber 6afenpldl)e, in benen ber Sultan von Sanfibar Sebieter mar. 91g fie lejitereg burch 9b: fchluh oon tBertrögen enblich eneidtte unb in ben KAftenorten bie beutfche Slagge beigte, brach ein Jlufitanb ber Stabet aug (15. Slug. 1888), ben fte nicht )u bemdltigen vermochte. (6. SeutfchCftafrila.) folgte bie

Sag

Seid), lu Silfe gerufen,

Abcmabm

nach Sefie:

gungberSebellionbie gante Verwaltung betKolonie (20.Sov.1890). Sie @efeUfchaft erhielt baburch ben augfchlieglichen Ebaralter einer privilegierten 6r: merfeggenoffenfchoft. Sie nobm eine Snleihe von

10566000



223

®£utf(^=SübreeftQfrifo

Vüttei (f. Sntifemitigmug) in Seutfchlanb, bet unter bet Rührung von Siebermann von Son: nenberg ftanb, mührenb bie mehr bemolratifche

Seutfche Seformpartei von Dr.Soedel geleitet mürbe. Sie verfchmolj 7. CIt. 1894 mit bet Seut< fchen Seformpartei )u berli^utfch:focialen Seform: Partei

(f. b.).

Seatf 4’f veidle 9i(fom)iartf 1, eine burd) bie Setfchmel}ung ber Seutfchen Seformpartei (f. b.) > focialen antifemitifchen Sartei (f. b.) 7. DIt. 1894 in Eifenach gegrünbele antifemit. Vartei , bie 1897 im Seutfchen Seichgtag 13 SRan: bäte befitit unb unter ber fjAbruno bet abgeorbneten unb ber Seutfch

3immetmann unb Siebetmann non Sonntnbtrg fteht. 9uf btm Parteitage }u (Srfurt 20. unb 21. Olt. 1895 mürbe bag neue Programm feftgeftellt, wonach S. S. auf beutfchnationalem, monarchifiem unb Soben fteht unb ben macbfenben Einfluh beg 3ubentumg in mirtfchaftlicher unb polit. Sesiehung belümpft. Sagtgjeitungen bet Partei finb »Seulf *e

bie

cbriftl.

:

'Sacht* (Srteben), tetaatgbürgerjeitung* (Setlin), «Sad)fenfchau» (IDlagbeburg), «Seutf^eg Platt* (ßamburg), «6ann6o. Poft* (fiannover), «Seutfch: nationale Leitung» (Süffelborf), «'Dlittelfdchf. 3ei=

tung»

(3)!eihen).

auch oortreten

ihre

Slnfdjauungen

bie SBochenblütter: «Seutfcbjfociale Plättet* (Seip: ilig),«Sculfd)e'Sollgroacbt» (Cffenbocha.Pt.), «Sinti:

femit.

SoUgblalt"

(6a)1el).

3)1. unter (äotontie bet Segierung auf, welche ibrerfeitg ju einer jährlichen Sugjablung von

Sentfif|:9ivAv, f. Sovcir. Srutfch'SSbtoeftafrifa, ein beutfcheg Schuh:

600000 3R. f Ar bie Überlollung bet 3olleintAnfte fich

gebiet, bag im 'JB. an ben Sltlantifchen Ocean, im S. an ben Hunene unb bie portug. Kolonie Slngola, im S. on ben Dranjeflufi unb bie Kaploloiüe, im D. lüngg beg 20.° öftl. S. non ©tcemvich an 'Ptilifcb: Petfchuanenlanb unb nStblid) vom 25.° fObl.Pr. an bag unter bet Perroaltung ber Englifch:$Abaftila:

Sit Unternehmungen btt @eftlifchaft beftehen jegt in (Betrieb eigener Ictanbelggefchfifte, in (Drünbung unb Semirtfchaftung einiget (fSlantagen, fo einet SBaummollpIantage in Kilolmt (bei iflan: gani), jmeiet Ka^teplantagen in Screma unb Siguelo

oerpflichttte.



(Ufambata) fowie einer Rotogplontage in ü)tuoa. Sgl. SBagner, StutfchCftofrilo. (Sefchichte ber@e=

feufchaft für beutfche Kolonifotion (2. Sluft., Serl.

1888) unb tfigner, Seutfcheg Kolonialhanbbud) (ebb. 1896).

Sc«tfth:Cficrvei4i(4et Sl«h, eine Sartei: gruppt im tfterr. Sbgeorbnetenbaufe, bie ftd) 21. Sept. 1885 butd) bieSpaltung bet fog.Stteinig= len t'inlen unter Sührung von (ibiumecto, feerbft,

Hopp unb dienet unb

fchloh bie

bilbete. Sie jählte 71 üJütglieber gem&higtem Elemente in fich, müh:

gtamm

jujammentraten.

(j. b.)

3bt

f.

f.

(Voftmefen.

$ietar.

groben. Sorf imflreig Seuftabt beg preuh. Seg.:Sei. Oppeln, an ber öohenploh unb bet i!inie6omenä=(iofel unb btt SebenlinieS.=£eob: fd)üg (15,4 km) bet Vieuh.Staatgbahnen, hat 1895: 3159 e., So|t, Selegtaph, lath. Vfütrlircht; bebtu= f.

unb Siehjucht. S«itf4>fori«Ie mtiftMitifrhe Vavtvl-

tenbe Danbmirtfchaft a.

bie

1869 btt eint, fid) enger an Konfervativen anlehnenbe 3>veig ber antifemit.

$. nannte Hih

feit

Sangfam

fteigt

km



SMtfQ'Vrghc«,

OberfliihcugefialtBng.

SAnen unb Äelgrüden umfüumten

Seutfchen Seich. Schon 6. Soo. 1888 erfolgte bie Sirbervereinigung beg Seutfchen unb beg S. K. )u ber Sereinigten Seutfchen Kinten (f. b.).

Scnlfm-SittaT,

aftila fowie Kaptolonien.) mit

beten Stellung tung ber Staatgeinheit, ffefthaltung btt beiitfd)tn Staatgfprache, Sefeftigung beg SAnbniffeg mit bem

!ScBtf4

Kamerun, Sogo unb Seutfch:Sübweft:

200

SBahrung btt

3)(ntfeb Sequena fbnnten negen beb guten Slnteigiunbcb bie

gibfiten

allein

6eef(biffe

bab ^inteilanb

ift

fiibeie Unteitunft finben, abfolut naffeilob, eine tief

2anb ftdp eiftiedenbceanbnüfte. I896nuibc 30 km füblitb von bei Äunenemünbung eine ebenfallb alb öafen geeignete 3 km neite Sudtt, bie Hugufte"Sktoiiaaitmann nOiblid) vom Stab fiiio eine buid; eine fubmaiine San! gefdiAtite l'anbungbftcUe gefunben. in bab

von



(Sffei

Steinei bei

vom (Bebiige beiabftibmenben glü f f e

flbeibaueit bie

Ziod enjeit

f« veifiegen fimtlid;, aubgenommen bei giftbflub, nelcbei ganj 9loma> lanb von 9t. naib e. buidbfti&mt unb fub in ben Oianfeflub eigicbt. Sei bei bei SSalfifdibai män benbe &nalop ift bei Idngfte (400 km); nbiblicb ;

von ibm bei Sifib, bei naffcmiibfte, unb ffiblid) vom

Snatop

bei fiuifeb bei naffcidimfte. ISie tiodnen Slubbetten, teilb glatt mit 6anb unb Stieb, teilb mit 6S3act(n6etg, f. Bartenberg.

(lat.

alte

Stabt

Divitia,

reeßtb

mit biefem

feit

nom

1.

feit

bem 10.3abrb-'l'uitium),

fKbein,

Rbln gegenabet unb

Spril 1888 lu einet ©emeinbe Sab alte ffaftell in S. »urbe

9ieid)b

nereinigt

trag mit Qnglanb nom 1. f^uli 1890 »uiben auch nü^ete iSeftimmimgen übet bie Sibgiemung ber beiberfeitiaen @ebiete in Sübaftifa getionen. fmit ben SBonbeljmartä im iübl.91omolanb»utbe 21.31ug.

1003 non bem ßrjbifdipf feeribert non ÄMn in ein IBenebütinerlloftet umgemanbelt, beffen Sibgte bic ©rafen non Serg »aren. Gtjbifd)of öeintid) I. neu Rbln erhob 1230 S. jut Stabt, »eldjc 1240 j»i: fißen ben ©rafen non IBerg unb bem SrjbifibDf geteilt marb. Seitbem 1242 bie ^ftungbmerle burtb ben Grjbifdjof mit feilfe bet Stabt Rbln niebergelegt »urben, blieb S. eine lange 3eit ber .Bnni’ apfcl jmifeben Berg, Ruilbln unb ber Stabt Rbln. .Suleßt tarn cb in ben alleinigen Beftß beb Rurfürften unb »urbe 1370 non ben Rblnem, 1445 burib ben jierjog 3obann I. non Giene unb 1583 burd) bie Snippen bc« ßrjbifitofä ©ebbatb non Rbln in Sranb geftedt. 3m Sieißigjdbtigen Kriege brannten bie alte Stiftb- unb bie Bfatrlittbe ab. Bad) bem Bim»egener Stieben »urben 1078 bie geftungbweile geSie Stabt fdpleift, bie eb erft 1810 »iebererpielt. lam 1803 an Baffau- Ufingen, 1800 an bab ©roßberjogtum Oerg unb 1814 an 'fSteußen. Dentsla TItunb., BRanjengattung aub bei 3^’

1890 ein Stbufmertrag

geft^Ioffen. 2)er einjige

Un-

im ganjen @ebict Pon S. »at nun ber Üottentottcnbduptllng fienbiit 'Bitboi im füama: lanb, bet trog mieberbolter fliiebetlagen ftetö neue fRaubjüge gegen Jeutfdje unb SBaftorb« untemoljm. SBenn eö bem fDtajoi non ^ancoig auch gelang, Öornfranj, bie J&auptfc[te beä geinbeb, 12. Slptil 1893 ju tiberrumpeln unb Um aub ben £d)lupf< loinleln beb @an$betgg burd) gcfdtidte Banöoer Slnfang ^nn. 1894 ju Pertreiben, fo blieb bo4 SRajoi Seutmein, ber im Slpiil ju feinem fliad): folger ernannt »otben »ar, porbebalten, bie Ba^t beb idgen, unfaßbaren ^ottentottenfObrerb gam ju iertrUmmern. fStajor pon Seutmein nldte nadt &n= treffen Pon HJerftdriungen Anfang fOtai 1894 gegen bie Diaulluft por, »obm fub 'Bitboi iuiQdgeiogen unb »0 er fub nerfdtanit batte. Unter unfiglicben @trapa)en unb nad) Umjingelung beb fibludttenleicben (Sebirgbftodb glüdte ibm 27. Slug. 1894 bie ßrftürmung bet Slaulluft. Slm 16. Sept. ergab fub SBitboi ber beutidjen Sdtugberrfcbaft. Unter bet SBebingung ftieblidten lUerbaltenb »uibe ibm bet Sufentbalt in ©ibcon, inmitten feiner Gtami mebgenoffen, gemäbrt. grflbjabt 1890 empöre ten fid) bie Kbauab^Siottentotten unb ein Seil bet tcteteto: Re »utben am 5., 18. unb 19. Jlpril be= Maiot Seutroein, unterftügt non öenbrif Regt. Bitboi, erftHrmte 7. Bai bie Berft beb 6cteto= bäuptlingb Rabimema, bei halb batauf mit bem ganjen Kbnuabftamm gefangen genommen »urbe, »ibrcnb Rd) bet anbcre Sflbrer beb Slufftonbeb, Slifobcmub, fteiroiUig fteUte. SBeibe fedupllinge rubeftiftei

H

3m

»urben

Iriegbgeriibtlid)

»um lobe nerurteilt unb Gmpörung berodlligt,

hiermit mar bie

crfdjoRen.

fo baß bie tSerftdrtung non 400 'Bann, bie 31. Bai Ütamburg perließ, nidtt meßr in Sbdiigleit }u tie^ Sßgl. Clpp, Slngra = 'f5equena unb ten brauibte. @roß>9iamalanb (Qlbeif. 1884); IBüttner, S)ab löinterlanb non BalRfibbai unb Slnara’lßcauena



(Öeibelb. 1884); 6d)ini, Sleutfcb

>

Sübmeftafrila

(Olbenb.unb2pj.1891); nonSrancoib, Diama unb 2)amara (Bagbeb. 1895); S.3.non'9)ülo»,S)eutfd)= SübmcflaftUa (2. SluR., Söerl. 1890); Sone, S. miffenjcbaftlicbcn Sieife im fübl. Samarafanbe (@otba 18%); betf., Sübmeftafrita, Striegb- unb 3riebenbbilber aub ber erften beutfd)tn

6rgebni|]e

einet

Solonie (Serl. 1890); Siepert,

von $.

'Jieue

6peiiallarte

(1 3 Bill., öerl. 189.3); Sangbanb, ScutKolonialatlab (©otba 1894). 3b {iebung gegen SRetallgelb fo meit gehoben metben loll, bib eb feinen utfprünglicben Slennmcrt miebet erreicht bat, bab SRetallagio alfo petfebmunben ift, ober ob bet geltenbe niebrige Autb beb SoV'eeb fi)tiert unb babfelbe naib biefern Sette gegen 9Re> tallgelb ober gegen ein neueb, in (Dletall einlbblicbeb



'

SdPai (Sbpap),

'JRattbiab (eiaentliib

S mann, geb. 12. Slpril 1845 )u Sar=lesSuc, würbe 1873 Unterprdfelt bea Hrronbiffementa Souoiera unb 1875 Prdfelt bea Sepatt. Hube. 9lad) bem 3) biffement fiouoiera jweimal )um Seputierten gewdblt (1877 unb 1881) unb war 1879 unb 1882 Unterftaatafefretdr im Piinifterium bea 3nnem. ®ei ben ÜDablen oom Cd. 1885 non bem Sepatt.

Weufe in bie Kammer gefanbt, übemabm S. baa lUinifterium bea Hderbauea im Kabinett grcpcinet 3 on. 1886) unb bebielt ti im Äobinett ©oblet (Sej. 1886 bia 'JJai 1887). 9)lär) 1890 erbielt er ea im Kabinett grcpcinet wiebet unb bcbauptele ea aud) unter Üoubet (.gebt. 1892) unb iHibot (Set. 1892). Sei ber 'Kelonftruttion bea Ichtern Habi= netta übernabm et gan. 1893 baa Sliniitcrium bea 9iiiBftn, bebielt ea aud) unter Supup (Hpril 18931, trat aber mit biefem 26. 9loo. 1893 jurüd. Scbriofttä&el (fr).), fooiel wie abwidclbar(f.b.). SeOeuifginfel, f. Grne. ScvcKtcv, aud) Semter, Stobt in ber niebers Idnb. Propin) Dbcrpffel, on ber ©renje pon ©elbcts lanb, retbta Pon ber 9) fiel, übet weldte eine Sebiffbtüde (

führt, l'inien

on bet Plünbung ber Sebipbeet unb an ben 3utfen

Idnb. Gifenbabngcfellfdaft, ift altertümlieb, aber unb bot (1895) 25086 G. Sie wid)>

faiibct gebaut tigften

©ebdube fmb:

bie reform. £ianpts ober St.

Scbuinualircte (fpdtgot. Stilä), aud) ©roote Kerl genannt, mit einem boten Surm unb roman. Krppta (Gnbe bea ll.gabrb.); bie Sroeretirebe (bie einjige totbolifdte) mit brei mertwürbigen, brr Sage nad)

nom btil.£cbuinuagcfd)titbcnenGoangelienbfld)fm;

et

boa grobe IKatbaua mit einem fdtSnen ©emdlbe oon ©erarb ter ®ord), baa iHata)immer mit ben ©ütger* meiftem unb Sldten ber Stabt barftellenb; auf bem ®rint, bem grbfiten bet oict öffentlieben pldpe, baa got. Silagcgebdube, fegt .fibberc S6d)terfd;ule, unb baa 3ufti)s unb fjaft^bdubc. S. befipt eine bbbere

Staataminifter otne 'Portefeuille. 'J!ad) ber Gins König )og et fub non ben (Sc> )iirü(f, blieb aber no beutenben Jöanbel mit ©etreibe, Sieb, Seinwanb,

9)crfat)img entwerfen.

3>n

SDlärj

1831 ipurbe

felning Peopolbä ala

fibaften

Wat S.

2)titglieb bet löelgifden Sltobemie.

Offcntlidite bie

«Ktudes politiques sur

S.

net=

l’bistoire

ancienne et moderne et sur rinflnence de l'etat de guerre et de Tütat de paix» (®rüff. 1875) unb «£tudes politiques sur les principaux arbnements

SAintni unb ®uttcr.

Gigentümlid) unb in

Mn)

feoUonb berübmt ift eine Hrt feonighuben, Se> penterlueben genannt. 10km 5bli^ oon S. baa Sorf Satbmen, mit grealen auä bem 14. gatrb. in bcrKirtbe. S., urfprünglid) Saoentre ober





Menfcblicbleit Peru rfaebt mürbe (3eutfcbeä 6anbela= gefebbud) Sirt. 818; abnlicb Jlllgemeine Setnetfube» rungabebingungen oon 1867, §§. 60 unb 61). 3ie aualanbifiben Seereibte, inabefonbere auch baa engl, unb ftanj. Seebt, finb ftrenger ala baa beutfebe. Sie laffen bei einet nicht bureb Slotfall ober 'Jfienfd)' licbfeit gebotenen 3). bie Jöaftung bea Serncbercra fcblechtbin aufbOren, alfo aud) für folcbe Unfälle, auf melcbe bie 3. einen ©influb nicht bat üben lOnnen. Xeuiiitlon bea Sompaffea, biefenige Binleb abmeiebung bea Siotbenbea berÄompabrofe (f. Jlom= pab) aua bet fKiibtung bea magnetifeben 'Dleribiane, bie burd) ben in ben Sifenteilen eineO SAiffa nor= banbenen fDlagnetiamua bemotgerufen mirb. fDlan bejeiebnet biefeilblenhmg ala Ofllicbe®., menn baa Slorbenbe nad) Cften, ala meftlicbe, menn baafelbe nach 'Beften abgelentt mirb. 3a bie Bielricbtung bea Sdjiffa bie Berichiebenften £agen jur iKiebtung bet erbmagnetifchen Kraft annebmen fann, mobet ficb bie Siiebtung unb Stdrte bea Sebiffamagnetiamua in Sejug auf ben magnetifeben fUtcribian dnbert, fo ift llar, bab aud) bie ©rObe unb Stiebtung bet 3. bea Sompaffea auf netfibitbencn Kurfen netfebiebene 'Berte annebmen mufi. 3iefe iinberung ber 3. gebt nad) beftimmten ©efelitn not fieb, melcbe fDlattbem JUnbtra juerft ertannte; 'fJoiffon ftellte halb barauf

lonr, inieber entrib.

(fpr. f.

bebmenf), ungar. fDJarltfleden,

Ibeben.

[(Slbelatitel).

Setirreag

(ipr. -rub), engl. ?lbelbfamilie,

Scsatia,

Jtcbille,

1800 in $aria, mo

f.

(5iier

franj. 'Jltaler, geb. 6. t$ebr. 1857 ftarb. St nci=

er 23. 3!ej.

in religiofen Saiftellungen eine fDbliibe fDta< unb Sluberbem toar er ala Sitbograpb

folgte nier.

gejierte ?frauenportiate, 2ppen, fÜ!obe> blatteru.f.». beraue.bie 1830gefammelt erf^ienen.

gab febi

Bcbeutenbei ift fein Smber, Cugtne 2)., geb. 181» in 'Bari#. 6(biller ©irobeta, folgte er bet romantif(ben Kunftriebtung'. er fdiuf iablrei(bt itor.

unb

bi*

teligiäfe 'Berte fcioie Silbniffe, bie fitb

buid) nirfunggpollca ftolorit unb forgfaltige Zecb< nit auaiciebncn. 9!acbbem er befonbera bureb fein Grftlingäbilb: ©eburt öeintidja IV. (1827; im Ifouore lu Baria), einen groben ©rfolg errungen, malte er u. a. ßntballung bet ctatue fieinticba IV. )u $au (1846), Xob ber :)l,obanna Sepmout (1847), »ammema ein 3eil biefea Bagnetiamua ala

aione (?!at. 1887). fSette ^cten (lat.), enttf eiben einen feinea ^ebna

iibrieb

;

berauben; Sepeftitür, ßntiiebung bea £ebna.

Derexaflat., >abf(bQf bg*, naib berBef(baffenbeit bea Slüdena), bei eiliger bie iramilie ber ©iraffen. SeviaHon (lat.), bie Bbmeiebung Pom 'Bege; im Seeredjt jebe Bom Sdjiffet roilltürlKb norgenom= mene äbrociibung oon bet orbnungamabigen 'Jleift' route. Unfieinillige Bbbrdngung bea Sibüfa Pom ihira (burd) Sturm, istrbmungl ift feine S. 'Sex Sibiffei fann jut Sb»eid)ung pon feiner 'Beiferoute bereibtigt unb peipfUCbtet fein, nenn ea baa 3nterege beaSibiffa, bet fUlannfibaft ober £abuna gebietet: amb ein ©cbot bet fUlenfdilidifeit (}. 3). 'jiettung Sibiffbradbigei) fann bie Bbroeidiung gererbtfertigt erfdjeinen laffen. 3ebe nidjt burdt folrbe ©rflnbe

fefter, permanenter aufgenommen, beffen Slcbfe auch fpäter unneränberl bleibt, menn baa Schiff in

anbere £agen jum magnetifeben 'Jfteribian lommt, rodbtenb ein aiiberet Seil (namentlid) in ben mci' ehern ©ifenmaffen) feine 3nbuttionaricbtung fteta mit ber magnetifeben SDleribianriebtung dnbert, ba' ber flüchtiger fDlagnetiamua genannt mirb. 3a bei lebterm bie 9tid)tuiigadnberung nicht immer mo= mentan, fonbern erft allmdblid) ttaUfinbet, führte Äolbemep noch ben Begriff bea remanenten, balbfeften 'Dlagnetiamua in bie Sbeorie ber 3. ein. Betrachtet man bie 3. aUer Surfe einea Sebiffa, mie man fte bei einer 3rebung burd) 'Beilen einer £anbmarle, beten magnetjfcbe Slicb' tung befannt i)t, mittela bea Sompaitee finbet, fo erbdlt man eine 3epiationatabelle, beten Berte

mad)t ben Sdjiffet für ben burd) biefelbe entltanbenen Sdjaben nidjt nur bem 'Jlceber, fonbtm audi btn£abungaintereffenten,'Baffaaieren, bet Srbiffabefatiung unb ben Sibiffagläubigem geredttfertigte 3).

$tn genannten

britten Berfonen

aud) bei fKeeber mit ber Fortune de mer £>atte er aber bie 3). angeorbnet, fo haftet unbefrbrdnlt mit feinem ganjen 'Bermbgen. Bon befonbeter Sebeutung ift bie 35. bei bet SÖob' merei unb bei bei SeeoerfKberung. Bei erfterer tonnen Stbiffet unb 'Jieebet menen 3). non bet Bcbmetcireife für bie Bobmetcifcpulb petfOnlicb baftbar merben. Sei bet Scepttfiibetung haften haftet

(f.

Tid)

ober

non bem

'Berfuberten felbfl

mit feiner ©enebmigung norgenommenen

3).

für alle fpater eingetietenen Unfälle nicht, roenn

bah bie 3>. auf ben fpatem Unfall ©influb bat üben tOnnen ober menn nicht bie 3. burih einen IRotfall ober burd) ein ©ebot bei nicht erhellt,

leinen

barflellen laffen bureb bie 'fjounierfebe SHeibe

J=A + Bsin!;+CcoaJ+Dsia2C+Ecos2; + ....,

b.).

mo

er

bieSBerfidieter bei einet

in matbem. gorm bar. Sluf biefer ©runb= mürbe bann juerft in ©nglanb, mo bie Bnnabme

3.

läge

bea

:

oerantiportlub.

229

S)cotation

^avcntiia im Sau ßamalanb, rourbe 778 oon bcn öadjffn, 883 Bon b(n Siormanntn Bftbttrt, 1123 aU taiftrl. Stfle Bom Sathfenbtrjog üotbar unb Bon Siicbof 2i(tri(b Bon 'IRünftei belagnt, abtT Don fiaijet 6«inri(b V. fntfttit. 6 ä gtbbrtt ftit bet Öobtnftaufmscit )um Sietum Utmbt, mat$aii{e> ftabt unb tarn 1528 an llail V. Unter ißbilipp Uisuibe bicT 1559 (in iBi^tum eniibtct, bai aber nur bU 1591 beftanb, mo 'Utorib Bon Oranien bie ötabt btn Spanitm, in beren feanbe fie bunb ben 'Beirat bea Aommanbanten Stanlep 1587 gefallen

tet.

8 bie 3. unb Berüdficbtigt

man

Kompablura bebeu'

C ber

bie Berfcbiebenartigfeit bea

fo ergiebt fid), bab ber per: allein miilenb eine innerhalb einea üalb:

Sebiffamagnetiamua,

manente ^ '

Ireifea periobifebe 3. ergeben mürbe, btt flüitige 'Dlagnetiamua bagtgen eine nur oietteltrtiajperic"

bifebe

3.

UunbE

liefert.

bie

Somit

bilben bie ttoefficienten ift eine non ber

quabrantale 3.

A

Sompaiiee berrübtenbe Sonftante; bei in btt 'Dlittfcbiffalinie minbeftenä 4 m non allen ©ifenmaffen entfernten Sltgtltompaffen merben A unb E meift Slull. 'Benn baa Schiff feine magnt= Slufftellung bea

230 tifdje

bete.

3)et)iationibojen Steile Beräntert, niirb aud> bie



ift

beebalb

nStifl,

bab auf

$.

Kompabotten bdufig

lebtte

bet

bie iRiebtItaft

'Babel butcb bie magnetifeben Sctbdltnifje bet

Um^

gebung febt gefebmdebt ift, bat man nielfacb biefelbe butdb Slnbtingung lleinet meidjet Gifcnmajfen (Ru= gtln obet SRbbren) }u btiben Seiten beb Rompaffeb nad) biefemSrincip ift bet'jeid)l< fd)e 3nlenritdtimultipli(atot fonfltuiett, btffen 9Bir< fung abet mit bet 3eit unfubet roitb, ba felbft bab meirnfte Gifen nad) unb nad) petmanenten 'Btagne: tibmub aujnimmt unb bann fd)dbliA mitft. 25eb> halb bat man fub in bet beutfdjen Üllatine nie mit biefenJbilfbmitteln befteunbet, nitlmtbtftetb banad) efltebt^ reenigftenb bem 'Begellompafe oon ootn> etein eine foltbe 9tuf jtellung ju geben, bab bbd)fttnb bie Roefficienten B unb C einet ganj getingen Rom* penfation bebüijtn. Glemöbnlid) trdgt man bie ÜOerte bet S. in ein 3)iagtamm ein unb oetbinbet bie Gnb> punite jut fog. 35eoiationbtutBe: aub bitfet ift einebleilb (letb etfid)tlid), obHufftellung unbRompen! fation genflntn, anbetnteilb, roie man bie su fteuetn= ben Sebiffbfutfe aub ben magnetifeben Ruifen fin< ben lann. Sgl.iRottof, 3)ie Seoiationbtbeotie unb ibte Slnroenbung in btt 'Bratib (Setl. 1881); Gellet, TTiborie du compas (2. iluff., Sat. 1886); ieutfd)e tflnfilicb gefldrlt;



Rompab an Soib, ein öanbbud) fOt ^bttt oon eifetnen Sdbifftn (Samb. 1889). SeViation^boitK, f. 'Sojen. [matbet. Senil (engl., fpt. bemml), Stufel, f. Seuteb SeniOe, Gbatltb, fianj. Gfeolog, f. Sainte: Seematte, 31et

Glaiie=35eoille.

SeoiOe (fpt. -mil), fjtan Scbille, ptb.

1789 JU Satib, mat

feit

ftanj. ®elebttet,

1827 Steuerbeamtet

in 9louen, fpdtet 3>iteltot beb bottigen 9Iltettumb>

mufeumb unb ftatb 10. San. 1875 ju 'Barib. Utieb bie @ef(bid)te bet Jtbtei Saint ®eorgcb

3>.

bt

SotbtroiUe ('Rouen 1827), beb Gbdteau @aillatb (ebb. 1829), beb Sibloffeb unb bet feetten oon San> catoille (ebb. 1834) unb beb Sibloffeb Sltgutb (Bat. 1839); ein ÜBert übet bie ©rdbet beb SDlünftetb ju Stouen (Rouen 1833; 2. Rufi. 1837) unb tinb über bie Saumeiftet beb 3)omeb non Rouen bib jum Gnbe beb 16.3abtb. (1848); ferner: «Chants bucoliques» (1856), «Essai sur l'exil d’Oride» (1859) unb «Histoire de l’art de la Terrerie dans Tautiquite» (1874, mit 113 Zafeln). SbUiOr'Un>9)oiteB (fpt. -mil Id rudng). Stabt im Ranton ÜRatomme, Rrronbiffement Rouen beb ftanj. 3)epart. Stine=3nfie 3). unb 'iilotlo beb fpdtem Rlitteb alterb (Sluttg. 1850) ; 3)ieliti, 35ie Söabl unb 3)enb fptüibe, gelbgefd)teie, Bofungen, Sd)lacbt> unb

3m

Sollbnife (®örliS

1882— 84).

— gm faufmdnni»

fd)en Setlebt Rnb 3). SBeibfel auf oubldnbifibe 'Bldfie, alfo ftembe SBeibfel, im ©egenfap ju ®eib' gt bet Ron> fein, bie im guloub jablbat Rnb. bitoiei btiben 3). eingtbadene obtt übetjuderte, aud) mit Sonbonb u. f. m. jufammen eingemidelte 3etteld)en mit SJenlfptüd)m. bab im S(n> unb Settauf aubScoifeagef ldnbifd)et ®ed)fel für eigene Reibnung beb Sonfietb obet imSluftrage unb fütReibnungbritterSetfontn beftebenbe ©efibäft. 3)ie 'Rotierung btt ftemben ffied)fel Rnbet an ben beutfeben SOtfenpldRen in bet 'ffltife ftatt, bab im Rurbjettel angegeben mitb, mitoiel 'Marl unb 'Bfennige 100 ©ulben, gtanlen, Site, Rubel, Rronen, 3)ollarb unb 'Befetab, obet 1 98g. St. ober 1 'Kilreib roert Rnb. (Slut Sternen notiert 100 Sfb. St.) 3)ie Rutfe ntrflebtn Rd) entmebet



für turje ober lange Siebt,

flurje Siebt

ift

entmebet

a vista (bei Siebt) ober innerhalb 8, 10,J4 Sagm ober 3 ®oeben (bei 'Beterbbutg); lange Siebt ift in bet 'Regel 2 ober 3 Rionate, bei Reupotl 60 Sage.

Stimmt

bie Serfalljeit bet ffieebfel (bie fficebfeb

mit bet RutbRebt überein, fo lommt Sereebnuna non 35ibtont in Mnmenbung, ba=

Rdit) nicht bie

3b malet fPlatbibal tbdtig mat. 1871 lieb et ficb in Ranep niebet unb mürbe Ronfernatot beb bottigen fIRuftumb, 1882 (Bireltor bet Ecole des beanx-

bet im Ruteblatt aud) bet Sanibiblont btt ein> jelnen ffieebfelpldtie angegeben mitb. Slb Rlittel«



Jteoifenmarft

mon SEBtdiftl» »tlite webtr furj lang finb unb bit befbalb in bei Si^cl mit einem für ben Ädufet flünftifliin Surä ober Si#tont beretinet »erben al« bie couranten Siitcn. SS5ed)= fiiilm bfjticfentt nc(i

fei, »eltbe eine beftimmte Caufjeit überfcbreiten (in ber Segel 3 fDlonate), finb nitbt lieferbar: aud) bür" fen bie ffleifel natb ber iBirfenufance nur in be< ftimmten Sbfebnitten geliefert »erben, j. iö. in iBcr: lin ®ed)fel auf SBelgien in Spjointb oon 1000 big 300 ®fb. €t. u. f. ». 2500 5ig. , Snglanb 100 Slppoint« in grSfeem ober lleinem Setrdgen fmb in ber Segel nur unter Äurg ju begeben, fjnfomeit bie 'Baiteien nidjt befonbereg llbereinlommen ge= iroffen haben, unterliegt bag $. an benocrfihiebenen SSgrlenplagen bin bort geltenbcn Ufancen. ©rofee Santen haben auherbein über ben Sn= unb Serfauf oon fiemben ffiethfeln meifteng nod; befonbere Soi=



I

'

| ' '

2enolutioeffeft

gm

1

(f.

Skalier), oermittelt.

Sud)

ift

beifflethfeh

Sevifenmarft, Sct>i)c8

(fpr.

f.

tBeoifmärfebaft.

Srooinsen (f.

©ntglo'

SS®,

am

oöUig

So

gerieten bie

Untemehmun>

unter fjong be ®itt Seitung fub jut Sripelallianj jufammenthaten (fjan. 1668), bie bem Rönig ben Stotugguo bewilligte, aber »eitere Crobenmgen oerbot. SBäbrenb Spanien felbft noch jögerte, in ben Setluft beg oon jrantreitb eroberten Seilg bet

-»öabr), Sfliebt, Scbulbigleit.

erbte, »abrenb alle ©runbftüde, au» bie bem über' lebenben felbft gehöienben, oon ihm nur mit ®e' nebmigung bei Äinber oeräubert »erben burften; biefe ©runbftüde »aien ben Äinbern «oerfongen». Sraft biefeg Setbtg ber 2). beanfprudhte £iib»ig XI V. muh bem2obe feineg Stb»iegecoaterg, Sbilippg IV. oon Spanien, bah non ber fpan. Orbftbaft bie but' aunb. ©renjlanbe an feine (Semahlin fallen follten (1. Deoolutiongtrieg). 2)ag 2)eoolutiongred)t mürbe faft überall bureb bie ©ütergemeinfebaft neibrangt.

1667 ben Rrieg, für ben

unb ben taum gelüfteten Segnet

2ouap, Cubenaatbe unb enblitb Sille fielen na» geringem ®iberftonbe, »abrenb Srüjfel unb 2en< bermonbe fub hielten. Schon »at Submig ent> (tbloffen, ben S«'bjug oon neuem ju beginnen, olg jioUanb unb Cnglanb jufammen mit $d)»eben

SeKoI, glub im türl. Slbanim, entfpringt auf bem Cftabbang beg @rammog(|ebirgeg , burebflirfit ben OTaliffee, burihbritbt bann in gerounbenem Sbal mehrere Sergletten, uereinigt fub mit bem ebenfallg Pom ©lammoggebirge herabtommenben Cfum mm Urgent (Semem) unb münbet in einem (Delta füb= lidi Don bei Sogune oon Saoarita. Smalatioii (lat.), eigentlid) Sbmaiiung, in ber Se. ift

Sevolr

,

Cubroig XIV. im

bgwetfW ober Sb« 3!ij*, Stobt

ben 3Sarlborougp2)omng,

b.)

fiubmigg folgerten, bah jene Sroninjen feinet ®e= mabtin üSaria Sböttna alg ber dlteften 2o*ter Sbilippg IV. oon Spanien jufallen mühten. Slg natb bem 2obe beg (pan. Rönigg biefet Snfprutb erhoben unb non Spanien abgelebnt »urbe, begann

[fung. f.

m

Samen non bem

feinen



Setiitrififation, Scttitvinjicien,

auf Si-

,

an manthm Sörfen auf beftimmte Sage eine Srt beg 2). bilbet biefflechfel’ Sgl. Sa' lingg 86rfenpapiere , Sl. 1 (6. Sufi., Serl. 1892) unb über bie Seretbnung oon fremben fflecbfeln gelier unb Cbermann, 2)ag ©anje bei taufmanni« feben Sritbmetil (16. Sufi., 2pj. 1891).

in ber engl. ®raffd)aft SHJiltg, 34 km im imifdten ber Saligburt)'6bene

bie

befegen. 2iefeg 2eoo(utiongreibt ift in 2eutfcblanb ju ©unften beg Siftbofg geltenbeg Setbt, autb »enn, roie in Sooetn, bet Canbegbert präfentationgberethtigt ift. Süd* fubtlid) bet Siftbofgftge bot berSapft bag Sefegungg' »enn fub bag 2omtapitel nadh Cr> reibt Iroft 2. lebigung begSigtumg übet bie ®ahl eineg Satb» folgeig nicht einigt, bagegen nid)t, »enn, »ie in iäanern, bet Äönig ein Sominationgreebt befiht. Seboliitiotidmea, ber erfte gegen bie (pan. Sieberlanbe geritbtete Saubtrieg fiubioigg XIV., hat

oerlehi

son Saligburp,

unter 2. bag

S.

j.

ftbof ober Jlonfiftorium übergebenbe Sefugnig, eine erlebigte gciftlicbe Stelle, hinfubtlicb beten Sefehuug

geroiffen grift frei ober felbft



befcbidnit.

man

»utbe,

Setjaumnig ober ein Setfehen beg Sotrong ober ber »ablenben ©emeinbe ftattfanb, natb einer

febrg.

arbitrage. (6.Srbitrage unb Äurg.)

Serufung). oerftebt

oerfehlt ober unterlaffen

eine

man, alg

mallem

(f.

Riiihenretbt

Se»t ber böbem lirchlitben Stufe, bag ju erganjen, mag oon bem niebrigern Organ ober Rirtbenglitb i I

Suih »on einem Sebifenmartt fprieht einer befonbem Hbteilung beg Sörfcntcr= 5)ei ®ed)felbanbel »irb an ben gröRem Sbrfenplälien oon befonbem OTallein, ben ffÖedjfeh f4riften.

231

® ioieStcintoblen,18aufteine, Sdjiejetunb befonbetß '3or.;eUanetbc unb anbere Sbonarten. fDlinerab quellen giebt eß in gtofeer 3abl. SetSoben erjeugt ©etreibe, Sartoffeln, 6ülfcnfrüd)te,f»anf unb Cbft,

,

tebenb ober banbelnb ctnjiigteifcn; peimal mar et unter ®cotg IV. unb äUilbelm IV. Sotb^ tämmerer. 9(Ib Siebbaber unb gorberet bet Runit felbft

!

'

Gambtibge, trat 1829 inß Unlerfeauß, 1834 lam er nudi bem Sobe feineß ®rofetaterß alß 0taf IBurlington inß Cbetbauß, 1830— 50 er fianjler bet Uniterfität Conbon, feit 1802 bet Uniterfität Gambtibge. $Me feine SJorgänget Wat er ein Sonnet ton fiunft unb Sitteratur.

:

»at

'

ticl Gibet bereitet toitb. Sie Sud)manu= falturiftjurfldgegangentltidjtigfinbOiieninbuflric

(Sr ftarb 21. Sej. 1891 auf feinem Sanbfife fiollet jiaU in Sancafbirc. Ser jefeige Sräger beß Sitclß ift fein ältefter Sofen Spencer Gatenbifb, aefetet £>er}og ton S., biß Sobe feineß Saterß belannt unter

bet Sltft ber Sraffebaft burdt 8 Slbgeorbnete tertreten. ßauptftabt ift Gf eiet;

2,



IBarnflaple unb SBibefort. ä!gl. Sffiortb, Tourist’s guide to D. ^4. Jlufl., Sonb. 1880).

wm

i

'

b.).

Set

erfte,

ber

fie

erbiclt,

mar 3Billiam

Saton Gatenbifb ton

öarbroict, ber 1018 ton galob I. >um Srafen ton S. erhoben mürbe. Sein Utenlel fflilliam, tierter Staf ton gcb. 1040, gebättc feit 1675 jut Cppo= fition im unterbauß gegen bie fiofpartei. Sind) feinem Gintritt inß Dberbauß 1084 hielt er ftih ju= iidihft iurüd, trat aber mit SOilbelm ton Cranien (fflilbelm III.) in Serbinbung, bet ifen 1694 jum SRurquiß non ßartington unb ßerjog ton S. et; hob. Gr ftarb 18. Slug. 1707 alß Cberbofmeiftet bet Hdnigin Slnna. Ser Sofen eineß jüngem Gnieiß ton ihm mar bet Gbemiler öenrp (fatenbifb (f.b.). Per Sofen beß dltern SBilliant Gatenbifb, tierter .fierjog ton S., geb. 1720. Gr trat }u= erft alß SSbifl inß Unterbauß, mürbe 1755 £otb: lieutenant ton grianb, wo er ftd) febr populär machte. 1750 übernahm er baß Schafetanjleramt,



aber im folgenben gabt fihon mieber jurüd. Gr ftarb 1764. JIu^ feinSobn Sfflilliam, fünf> ter öetjog ton S., blieb ben iffibigß treu unb trat

ftanb unter



Georg

III. meift

ftaatßfefretär,

unb unter bem

fDlinifterium Stuffell!

|

i

Slabftone Staatßfclretär für ben Stieg (biß guli 1866). Slabftone maebte ihn 1868 jum SenetaO po(tmciftcr,imgan.l871 jumStaatßjelrctärjütgn= bien. Sutdb feine bertorragenben Saben alß ifat! lamentßrebner unb Scfcbäjtßmann fomie burdi (eine Seburt unb feine SBctbinbungen erroatb et fid) ein folihcß älnfcben, bafe er tiaih Slabjtoneß Stüd' tritt tom Slmt im gebt. 1874 unb febliefelidp ton bet fParteileitung, im gan. 1875, cinftimmigjum gübtet bet liberalen Partei erhoben mürbe. Stad) Seaconß! fielbß Sturj 1880 lehnten jebod) er unb Sranoillc bie angebotencfiabinettßbilbung ab, bie nun Slab= ftone mieber übernahm, in beffen tBIinifterium S. alß Staatßfetretär für gnbien cintrat. 1882 mürbe 1885 trat et mit bem Sabinett iurüd, nermeigerte ober ben Gintritt in Slabftoncß UJüitiftctium ton 1880, trennte fidj ticlmcbt in bet irifchen üotnc!31ule:gragepSllig ton bem alten güb= rer unb mürbe felbft baß öaupt bet liberalen Unio» niften (f. b.), bie grianb gegenüber ju ben Sonfet= tatioen hielten unb baß lonfcrtatite fDünifterium Salißburp burd) ihre Unterftüfeung im 'fjarlament rcgictungßfdbig machten. Sliicb nach feinem Giner ßriegßminiftcr.

| I

!

jut Dppofition; jcboch

waten belanntcr roie et feine beiben Semahlinncn. Sie erft^Seotgiana Gatenbifb, Soebter beß Spencer, geb. 1757, termäblt 1774, mar bie Königin ber engl. SefcUfcbaft, unb obgleich leine

bem Slamen tUlatquiß ton ßartington, gcb. Gr mürbe berangebilbet in Gton unb

23. guli 1833.

Gambtibge, trat 1857 alß Sibetalet für 9lorb=Sanca= fbite inß Unterbauß, wo im guni 1859 baß ton ibm beantragte SJlifetrauenßtotum jum Sturj beß ajliiü= (teriumß Setbp führte. 1803 mürbe er unter fCaU merfton älbmiralilätßlorb, bann biß 1805 Untcr=

®rtOBfft»*(fpt.berom’ttfcbir),cngL Stufen! unb ÖerjogßiPürbe im SBcftfe ber gamilie Gatenbifb (f.

grofes

ftubierte in :

unb Sdtiffbau. Sie öauptorte für bie gifdieiei ftnb 19ri;bam an ber Sorbai unb ififpmoutb. gm ifJar-' lament wirb Gjetet buti 1, ffllpmoutb unb Setoiu

anbere Erte ftnb: fplpmoutb, Scoonpott,Siocrton,

fid)

Gatenbifb, fiebentcr »etjog ton®., @taf ton IBurlington, geb. 27. Sptil 1808. Gr

auß bem

je

liefe

arligcSreibbäufctauf feinemCanbrifeGbatbroorlb in Serbpfbire ton 'llaiton einriditen. Gr ftarb 17. gan. 1858 unoermäblt. 5bm folflic feintBcttertSülltam

idbrlieb),

Port burd)

Sammlungen an unb

legte er reitbe

!

'

(Stufen

.

234

®eooriercit



®eoritnt (fiubroig)

ba* CberljauÄ

(S)fj. 1891) befielt tr tbat* Seitung bn unioniftifc^en 'Partei; bad tnge Sünbnid mit ben flonftrnatioen bcrugelte er babutd), bab et 1895 ald SBorntienbcr beä ©ebeimen 'Jiatä in bai britte Kabinett Salisbunj eintrat.

tritt in

et

gabrg. 1872,11); StSlb, Seitrdge jut ©efcbidjte beS SoftbeaterS in Srtsben (Grjurt 1879). Seine ©attin Sorotbea, geborene Sbbler, geb. 1805 ju Gaffel, jeigte in fentimentalen unb naiDtn Sollen ®aprbtit,3nnigltit unb bumoriftifebe Sie fpielte febon 1816 in Srag KinberroUen

Settoriercii (lat.), oerftblingen ;!3)eDoration, ba« Setftblingen, Serftbludten.

SeOofa, !£eti»t onbdtbtig,

grifebe.

unb

gebbrte feit 1817 bet Seipjiget Sühne an, roo ficb 3n ber golge an ben Gngagt' ments ibteS ©allen teilnebmenb, entfagte fte 1842 bei ihrer Stennung Don bieftm ber Sühne unb ftarb 21. Sie finb an SBallfabrtäorten ©egenflanb tineü umfangreicben danbel«.

bilber, Grucifirc u. a.

®«

tBtienbt, fDlalet, f. ?|lori«, ^an«. Xettcitut (fpr. -iDtidng; eigentliq ald urbrüng< lieb nieberldnb. 9!ame -fnbnt ju fprtcben), alfond, Suebbrudtt, f. ©iefede & StDrient. ®«tiTi«ttt (fpr. -reridng), ©uftaD (ämil, Sebau' fpielet, Srubet Don Sari 8ug. 2)., geb. 4. Sept.

1803 }u IBerlin, begann feine tbeatralifaje Saufbabn 1821 in Sraunfebweig al« Sibaufpiclet unb unb ging im ndcbftcn 3abre nach Sternen, 1823 nach Seipjig, too et ficb 1825 mit ®orotbea Sbbler Dermdblte. 3). gab um biefe Seit bie Jbü' tigleit in btt Cper auf unb toibmete ficb ganj bem jugenblicben gacbe, bad et bis in fein bbbercSSUtet beibebielt. 'llacbbem et 1828 Seipjig perlaifen batte, fpielte tr erft in '))tagbebuTg,bann 1829 in Hamburg. Seil 1831 gebbrte et bem ßoftbeater ju SreSbtn an,jule!it als ebtenmitglieb. 3). ftarb 7. Sug. 1872 in SrtSbtn. Gr toar ein Sünftler, ber mit febbnen 9. JloD.

SBaritonift

'Jioturmitleln eine barmonifebe 35utcbbilbung Det' unb beifen garne Gtfebeinung ben Gbaratter beS ffloblgefdUigen, (Sbeln, ja Soelifebtn trug; tr mar bet 3)arftcllcr, ber bie jungbeutfeten 3)tamen

einigte

Don ©uttlom unb Saube juerft juc@eltung brachte, unb nmtbe babureb ber Jrdget eines groben gort' febritts bet jcbaufpielerifcben Kunft. 2ie fiatmonie beS ©oetbejeben SdjSnbeitSibealS, boS eble geuer Sebilierfeber Segeiftetung fanben in ihm einen auS' gejeiebneten Sertreter. Sl'enn et für baS ©etoaltige unb ©emaltfamc, baS Jdmonifebe Sbatefpeare= eher Gbaratlere

im ganjen

nicht

0 bat boeb fein febmermütiger,

fvamlet

felbft

SuftfpieU äluS«



;

b.).

(|.

bem ©ebiete beS bbbem

(3)reSb. 1868) ©ottfcball, Gmil 3). (in «Unferer 3eit«,

Sin ittnoerer SBruber Don iljm mar ber 1882 im iCbönirpatf ju $ublin ermorbete 8orb gteberid

danenbifb

auf

gejeiebnete« ju leiften permoebte, bemiefen fein 8o< iingbrofe unb fein Solj. Sgl. Rnefcbte, Gmil 2.

idtblitb bie

gefebaffen mar, ebler,

geiftDoUer

ben Gngldnbern imponiert, unb bab

I

©n^gement als erfter Stebbaber am ©ojtbeater ju 3reSbtn, mo et 1823 mit bet Sdngenn ®il' belmine SebrSber (f. Scbr6btt=3eDrient) eine ©be einging, bie jeboeb 1828 gelbft mürbe. Seit 1835 ajlitglicb bet fiofbübne ju ÄarlStube, folgte et 1839 einer Strufung nach dannopcr unb manbte ficb nun mit grobem 6rf olge bem dltem feelbeu' unb ©baralterfacb Ju. 3. ftarb 3. Sug. 1872 ju Sauter berg am öarj. Seinem Spiele rühmte 3ied ben Doüen roarmen Jon btS bemegten ©cmütS nach. Sein dltefter Sohn, griebricb 3., geb. 31. Jan. 1827 JU 3resbtn, betrat 1845 in 3etmclb bie Sühne unb mürbe 1848 am ®ienet Surgtbeater angeftellt. ©r Dtrliefe baSfelbe 1852 unb manbte fub einem un> ruhigen 2öanberleben ju, mdbrenb beffen er in granb furt a. St. unb ßannoDer, bann bis 1864 in ®ieS> haben einen Idngem üufentbalt nahm. Sr mar bann Idngtre Seit am 3eut (eben Jbeater in SetcrS< buTO tbdtig, mo et 19. JtoD. 1871 Jtarb. XeDrient (fpr. -mridng), fiubmig, Scbaufpitlet, geh. 15. 3ej. 1784 ju Serlin, mürbe Pon feinem Sater, einem Seibenbdnblet, für ben Kaufmanns' ftanb beftimmt unb trat in Srobp, mo berftlbe eine Äommonbite batte, mit inS ©efcbdft. ®dbrenb eines SufentbaltS in Seipjig bureb OebienbtimetS Spiel mdebtig ergriffen, begab er fi4 |u ber man' bemben Scbaufpielertruppe beS jireltorS Sange (eigentlich Sobe) unb betrat 18. fUlai 1804 in ©era erftenmal bie Sübne unter bem 9tamen feerj' berg als Sote in ber »Sraut Don 2)lcfiina». Spdter jog et mit biefer Jruppe in mebrem (debf. Stdbten umher, bis et 1805 in 3effau ein Gngagement et> hielt. Schon hier fanb er in ©baralterrolien Dielen Seifoll. 3ie 1807 mit Slorgarete 91eefe eingegan' gene ©be ISfte bereits im folgenben 3abre btt Job. Spdter mar tr noch jmtimal permdblt. SIS ihn brüdenbe Scbulben nStigten, ficb 1809 heimlich ju entfernen, begab tr ficb nach SreSlau. fiier lernte ihn 3fflanb leimen, ber ihn für bie Serliner Sühne gemann. 1815 betrat 3. in ber iHolle beS gtanj 3)loor jum erftenmal bie Serliner Sübne unb mürbe bet gefeierte Siebling beS SublifumS. ©ine un'

jum

gere()elte Sebensroeife

gciftiger ©etrdnfe,

unb ber übermdfiige ©enub tr ficb im Serlebr mit gleich'

bem

gefinnten gttunben, mit

bem, bingab,

©.I.S.öoffmann unban--

jerrütteten porjeitig feinen SSrptr. ©t

ftarb 20. 3ej.

1832 in Serlin.



®eorient (Otto) (teijt

bie JintoiTation bei

oer6ffentlitbte«3weiSbatefpeare=Sortrage*(flarl«r. 1 869), «Sfflanb« unb Stbrüber« Srtefe an ben SebaU' (pieler Skrbp* (Srantf. a. 3R. 1881) u. a. m.

®«>tieiit((pr.-wriäng),ipbilippGbuarb,Stbau: unb (Dramaturg, Sruber oon Farl Sluguft

ieine £ei(tunflen oertldrte. (Ir War eine bämoniicbe jtünfllematur, unb bieieä 3!4monif(be prdflte fidj

fpicler

unb ©u(t. Gmil2)., geb. 1 1 . Slug. 1801 ju Serlin, war junadift ein tüchtig gc(d)ulter Saritonfdnger, wib>

auch in teiner flefamten aufeem Gritbeinun«, in feiner ©efiibWbilbuna, (einem Droan au(« frappan> leite au«, bie, wie (eine (lanje »u((a((unfl«Babe, (eine ÜJlimil unb Setlamation, mehr d)araltcriiti(d) ergteiienb wirtlen, al« in ibealem Sinne (ibbn tu

nennen waren.

$a«

mete fii aber (pater bem recitierenben Siollenfocbe, in welchem er eifrige« Stubium unb Sonettbeit, boeb weniger SeuerberSegeiftening bclunbcte. Seit 1819 'Ulitglieb ber Serliner öofbflbne, trat er 1836 {um Scbaufpiel über unb übernahm 1844 bie Dberregie ber 'Dreebener Jöofbübne. 1846 legte er bie« Slmt nieber unb befchranlte (ich auf bie (Darftellung (einer Gbaratterrollen. 1852—70 war er (Direltor be« Öoftbealcr« in Sarl«rube unb (tarb bafclbft 4. Oft. 1877. Gr oerfafitc bie Stüde: «(Da« graue (Dldnn: lein», «(Die 6un(t be« Slugenblid«*, «2)ie Ser< irrungen», « $er Sabrilant » , «Jreue giebe», bie jwar ein höbe« poet. Sntereffe nicht beanfprueben, ober boeb tbeotrolifcben ®ert haben. Unter (einen Opernteften, beren er mehrere (chricb, gewann «6an« gieiling» on fid) wie burch TOarfdmer« anfprechenbe ailurif ben meiflen Seifall. (Die Stnre^ng, fub al« gibreltift {u oer(u6en, gob ibm Selif ®lenbel«(obn: SartboIbp,mitbemibnfrcunbfcbaftlicbeSe|iebungen perbanben, bie in feinem Söerf «SSeine Grinnerungen an Seli? ÜRenbelBfobn-Sartbolbp unb feine Sriefe on mich» (3. Slufl., gp{. 1891) bebanbelt finb. Se= beutenbere« Iciftete er in (einen bramaturgifchen SAriften. 3ubie(ongcbüren bie «Sriefe au« Sari«»

Romiiibewiebn« bbibfte ba« }wi(d)en beiben Gttremen

b6t bi« sum manreibenbe« unb 2)amo< ni((be«. Slm mei(ten untcr(tflgtc ibn babei ein groBe«, (euripe« Suge unb ein ÜJlunb pcn (eltcner 3tu«>

brud«(abigteit.3)abermurbeer3tormfQrnieteSbate= ipeariicbe giguttn (ttr Sbploct, Cear, (Riibarb III., OTercutio, 5aU(ta((; Sßorbilb (fit granj (Dtoor, ben «Äieeco», Sibewa, Sorens Rinblein unb aitobren rineSJlenge tleiner SbaraltenoUen , bie er(t burd) ibn geben unb Sebeutung erbicllen. ®gl. 3. Sund, ?tu« bem geben jweier 6ibau(pieler: Sfflanb« unb S.« (gpj. 1838); Gb. 2»eurient, ®c(d)i(bte ber bcut= (dben Siau(pielhm(t, Sb. 4 (ebb. 1861 ). Gine au«: ,

m

• (Die Sagabunben» unb in (R. Springer« Oioman €$. unb 6o((mann ober Sdjaujpieler unb Sera»

(Serl. 1840 ; 2. Slufl. 1846), bie Schrift «Über J beoter: ichulen» (ebb. 1840), ferner «(Da« Slationoltbeoter bc« neuen (Deutfchlanb«» (gp). 1848), eine umfoden: bere IReformfcbrift ooU trefflicher 3been. 3ttr ©e(ebiebte ber Scbau(picltun(t (ebrieb er: «$a«JBa(> fionöfpiel in Cberammergau» (gp{. 1851 ; 8. Slufl. 1880) unb bie «©efebiebte ber beutfeben Scboufpiel> Iicnft» (5 Sbe., ebb. 1848—74), fein öauptwerl, ba« ollgemeine Slnertcnnung fanb. Gine Sammlung

pionibrUber»

(einer

ȟbrlicbe Siograpbie

$.« non ©erolb

(inbet ftcb in

Öe(t 13 ber «Serlini(d)en Gbronit» (Serl. 1876). )topelli(tij(b bat ibn 6. Smibt in «Seprient'^looel: len* (3. Slufl., 2 Sbe., Serl. 1882) bebanbelt. Gine trefilitbe Sdjilberung non ®.« GigentOmlicbfeit (in: bet (id) in bem {Weiten Sanbe non Sollet« Oioman

S«tirie«t Sramatitcr, 3.

Ott 1838

«Sromat. unb bramaturgifchen Schriften» (10 Sbe., gpj. 1846—72) bat (D. (elbft neran(taltet. ®«lt> ober (D«o, Slome ber büfen ©eifter, (D4< monen ober Seu(el in ber 'Jleligion 3oroaftcr«. 3at San«Irit bebrütet Düva «@ott», wdlprenb ba« iben> tifebe Daera im Sloefta oon 6au« au« bie ©ütter ber Ungläubigen (ber (DregoantB) ober bie ben guten ®ei(tem (Stmfebafpanb«, f. b.) unb frommen aitenfcben (ben Stfebaoan«) feinblitben (Dämonen

(3 Sbe., Serl. 1873). ((p.

-wriäng), Otto, Sdjauipieler

Sobn oon Sbiüpp GbuarbX.,

unb geb.

{U Serlin, betrat 28. Sept. 1856 in

Xarl«rube bie Sflbne, gebürte ben £io(tbeatem {u Stuttgart unb Serlin, bann bem Stabttbcater ju geip{ig an, wo er in« Gbaralter(a(b überging. 1863 —73 war er am flarUruber 5oftbeater unb würbe im lefetem Sabre S(bau(pieler unb tHegi((eur am Öoftbeater {u ffieimar, 1876 Obenegi((rur am fiof: tbeater {u (Dtannbeim unb 1877 Sntenbant am Srantiurter Stabttbeater, welibe Stellung er (ibon 1879 wieber aufgab. 3). übernabm 1884 bie 2)iret: tion be« ©oftbeater« in Olbcnburg unb ging 1889 al« (Siretlor be« £of((bau(piel« nach Serlin , im ISe}. 1890 {urüdtrat. Gr (tarb 23. Suni

m

Stettin.

3).

bat

fiib

niibt

nur al«

wo

im

Slbriman«

©ötba« beipen

fie

«ber

bejeiebnet.

Some oom

3bncn oerwanbt

büfen ©eift, bie

Mu«geburt ber bü(en ©eftnnung» (be« Akem-Manü, be« ©egenfatie« ju Volin-Manö, (. Sabman), im

er

1894

tüchtiger

Gbaratterfpieler, (onbem auch al« l!)i(bter belannt gemacht, {undebft burd) bie Zrauerfpielc «3wei Kü: nige* (ilarler. 1867), «Siberiu« ©racebu«» (ebb. 1871) unb ba« Solt«(cbau(piel «8ai(er IHotbart» (ebb. 1871). Sein {ur Seier be« gutberiubilaum« gebiebtete« Srftfptel «gutber* (18. Slufl., gp{. 1891)

im öerbft 1883 in 3ena unter (Dlitwirlung 2.« jur nuffübrung. Serner erfibien «©u(tao Slbolf», biftor. Gbarafterbilb ( 14. Stuft., gp{. 1894). Stueb gab er u. b. S. t$eut(cber Sühnen: unb Sarailien:Sbale:

(Dienfte

finb bieweiblicbenUnbolbe,bieSrubfba« unb Sßairi: ta« (f. Seri) unb anbere büfe SBefen. 3" ben

tarn {uerft

I

I

jflngem Sloefto «bie finftem, fin(temi«ent(prof(enen». 3bre SBobnung ift bie finftere fiüUe (duzhanh, neu« prrfifcb dözaleh Sülle, daozhanhva büllifcb), mit ber fie am (üngften Soge {u ©runbe geben. Siebrnfluh be« ©ange«, (. ©bagra. (SöWabifi* ( Sajaberen. Soliiall, Sobanne« oan, f. Sühne, Slug. SetnaniiiTil, Ort im ©ebirge Slrawali (f. b.). Sietvad, (Dlabrattenfürftentum, f. (^tralinbien. 3)ettie:tBoiBit (türf., b. i. Samelbal«), 5üben{ug in Sürtifcb-Slrmenien, c(llid) oon Gr{erum, betannt bureb ben Slngriff, ben 4. 'J!oo. 1877 bie Diuffen ba-

;

236 ftlbft

b.)

(f.



3)e SBette gegen bie

Zitrten,

bur^

obnebin

Stellung aubftibrten. H>ie nom Sllabj(ba,

;

riebtigung beS iffentlidjcn Urteile berauSgegeben», Lpj. 1820). Gr }og fitb nad) Weimar jurüit unb mürbe 1822 als orb. 'flrofeffor nach (Datei berufen,

1829 }um IDlitglieb beS (^jiebungSrateS er’ nannt, bis on feinen 3ob, 16. 3uni 1819, mirtte. Jlls Sbeolog bat fub 3. W. fomobl um bie fpftematiftben,

mo

er,

als auib befonberS burdp feine ftbarfe, jerfegenbe

um

Kanons unb ber biblifibcn (BefebiCbte bie biblifdpen WifTenftboften (Derbienfte ermorben.

Kritil beS

ÖerDorjubeben fmb: «töeitrdge jur Einleitung in boS alte 3eftament> (2 31e., »alle 1806 7), «Lebf



buch ber biftor.’lritifdten Einleitung in bie (Bibel alten unb 'Reuen JeftamentS» (2 (Bbe., (Berl. 1817 —26; 8. aufl. beS altteftamentliiben Seils, beorbei-tet Don Stbraber, 1869; 6. Bufl. beS neuteftament’

oon 'Rlebner unb Cflnemann, 1860 ), «Lebrbutb ber bebr. Ribing bet engt (Braffdtaft ^ort, auf einet anbbbe, meltbe ben tetbts jut Rite gehenben Galbei be’ berrfdtt, bat (1891) 29847 G., eine lat. Schule; $abri(ation pon Seppicben unb 'WoUmaren. 3. ift ein öauptt'ig bet SbobbpmanufaÜur. 25.

tärf.

bie ^üebcrlage

I

Scsamtno«, in ber grieeb. Sage ein KSnig Don ClenoS (in Rcbaia), ber feine Softer Dem Don ihm gaftlicb aufgenommenen öeratleS perlobt unb besmegen Don bem Kentauren Gurption bebrdngt mirb; dtetadeS tstet ben Kentauren. Segel, 3ecbfel ober Sepel, auch 3acbsbeil genannt, ein pon petfebiebenen ^toljarbeitern, na= mentlicb Bsttebern unb 3immerleuten, gebrauchtes Wrrfjeug, baS lur (Bearbeitung tonfaoer fomie folcbei ebenen Slddjen bient, beten borijontale Lage bie Rnmenbung beS Beils nicht mobl geftattet, unb ficb Don Rjft unb Beil babuicb unterfebeibet, bah baS Blatt mit bet Sdmeibe quet gegen ben Stiel geftellt ift, mobei bie Rufdjdtfung bet oebneibe "“dl bet Jorm untef auf bet 3nnenfeite liegt. febeibet man getabe unb (rammt 3. Segi)>ttna, RubliuS fierenniuS, grieeb. £)ifto< ri(et Don oornebmet Rbiunft, lehrte ju Rtbtn unb wiebnete ftcb '2t>7 n. Gbt. im Kampfe gegen bie auf atben anrüdenbtn (Boten aus. Bon feinen Schriften, einer (Befcbicbte bei Siabotbenjeit, einem Rbriß bei Stfamtgef ebiebte unb ben «Scythicm», einet Stfebiebte

fmb nur notb Bradjitüde Dothonben, bie Riebubr im «Corpus scriptonim Ityzantinorum» (Bonn 1829), K. Rlüller in ben «FrsgmenU hiatoricorum Graecorum», Bb. 8 (Bar. 1849), 3inbotf in ben «Historici graeci minorea», 'Bb. 1 (Lpj. 1870), BSbme in ben «Commentationes pkilologacJenenses», Bb. 2 (ebb. 1883), }ufammen’ ber @oten(riege feinet 3eit,

haben. Seg4>tMUl, neuplatonifcbet Bbilofopb, Schüler beS 3ambli^uS, lebte in bet Rlitte beS 4. 3abrb. n. Gbt. Sein Kommentat )u ben «Kategorien» beS RriftoteleS (hg, Don Spengel, (Btüneb. 1859) richtet fid) gegen bie angriffe BlotinS auf bie Rriftotelifcbe geftellt

Kategorienlebre.

SegtetUdt

DaxträU Daztrl

(lat.), (Bcfcbidlitbleit,

(lat.),

im

Semanbtbeit.

Rrmbanb, öanbiraufe.

ber bei einer Kiitbe bureb Kteuje in ,^otm einet Hex (alter Rame ber X) abgeftedte Raum Don 30 unb mebi Schritten, innttbalb beffen bas ober

bei

'llfolrecbt

(lat.),

'Riittelalter

einem Klofter

(f.

Rfpl) galt.

Segtcui, (Bommtline,

Stdrlegummi,

3ampfgummi, 'Röftgummi, Leiolom, arab. ©umrni dbnlicbtt Stoff Don bet empirifeben 3 ufammenfe 9 ung C,H,„Os, btt ficb aus Stdrie beim Grbiticn ober bureb bie Ginmirfung Derbünnter Sduien bilbet. 3urcb 'JRaljaufgub unb jmat bureb bie in bemfelben enthaltene 3iaftafc mirb bie Stdr(e gleichfalls in 3. unb Rlaltofe jet‘ ein

bem

.



M

JCKtfteUunfl

leät.

$.

et^ist

man

Stärte«

Umrfibren auf 200—260°, ober man befeu^tet Starte mit 2pro; jentiger Salpeterfaure, labt an ber Suft aubtrodnen fReineS 2!. bilbet faft farb= iinb erbiftt auf 110°. lote flummiartige Stüde oon mufdieUgem !8nid', bie jerrieben ein meibeb tDuIoer geben. Xedtnifdteö meljl

auä Äartoffdn unter

ftctiflem

2'., befonberb baä burd) SHbftcn erhaltene, ift mehr ober locniger braun gefärbt unb enthalt oft noch unoeranberte Starte unb ^der. $ob $. Ibft fid) leicht unb DoUtommen in ©affet ;u einer tlaren. bidflüfügen llcbenben glüffigteit; in Slllohol ift e« imlbblid). (Sb befiftt bie (hgenfdjaft, in feinen 26= iungen bie ?5oIatifationbebene beb 2id)tftrableb ftarl nach redbtb ju brehen [(«)= +138,i°], bähet ber reifet). 6b rebutiert nidjt ?!ame (dexter, lot., t^blingfdte 2bfung unb ift nicht garungbfabig, burcb 2 iaftafe unb burdj uerbünnte Säuren geht eb aber leiifet in gärungbfähigen ßudet (2raubenjudcr) über,

=

mannigfachen tecfeniicfeenSienoenbung »irb eb im groben bargeftellt. (Sb finbct iScnrien> bung alb lUerbidungbmittel in ber 3eugbruderei, jum 2rudcn uon 2apeten, jum Sppretteren unb Steifen non 3rugen, jum ©loficren non Horten unb ffiegen feinet

Rapier, alb iUiunbleim, bei bet iBier= unb Cbftntciniabritation unb }u feinetm Sadmert. ßb ift ein !Be: ftanbteil beb Sierb unb entftebt beim iBaden, inbem cb bie Stufte beb ©ebadb bilbet. 3n feinen cbem. sBejicbungen ift bob ®. nod) nidjt genauer erforfdjt, man unterfefeeibet eine grole .3ahl iiomerer fUJobi' fitationen , bie fidj burob ihr Verhalten gegen !3

men ßbriftmonat. S)or ßdfar hatte bet ÜJlonot, gleiib bem Januar unb Vluguft, nur 29 Sage, £ä< lat ober legte jebem berfelben nodj jwei ju. 3n ben 2. (21. ober 22.) fallt ©interbanfong (äöinter= folftitium). ©ahtenb ber erften jwei 2rtttel be« fteht bie Sonne im Seiifeen be« Sdiügen, wäbs renb be« legten in bem be« Steinbod«. 2ie Set! dnberungen be« SBarometerftanbe« betragen im 2. 32 mm. 3n Selb unb @ar< für 2eutfdjlanb 28 ten lagt biefet SRonat bei günftiger ©itterung Sfrodjaderung unb 2üngerfubren ju im Sorfte be=

2.



;

ginnt bie ftoljabfuhr; bie Slieberfaabjeit geht ju ßnbe. 2er 1. 2. gilt bei Slberglaubifdjen für einen Unglüd«tag: wer an ihm geboren ift, ftirbt eine« fifelimmen Sobe«.

X()emferifie«,

bie

Slnhanget 2ubwig 9lapo>

leon«, bie ihn beim Staatöftreiife oom 2. 2e). 1851 unterftügten. S8i«weilen werben oud) bie 2elabri.ften (f. b.) ol« 2. bejeiifenet.

Xr)i

. . .> f.

X()obrii

2eti

(fpr. -fobrih),

Sharle« 2oui«, fron).

Sdjriftfteller unb IBudibanbirr, gcb. 2. ©arj 1798 ju St.2eni« (Seine), oerfafete unter on bem ermahnen«» werten Schriften: «Rome au sibcle d’Auguste ou rovage d’un Gaulois k Rome» (4 Sbe., 1835; 4. Slufl. 1874), «L’histoire

en peinture» (1848), mit

Qfacbelet «Dictionnaire genbral de biograptiie et d’)iiBtoire»(299be., 1857; 10. Slufl. 1889)unb«Dic• lioDaire gbubral des lettres, des beaux-arts et des Sciences morales et politiques» (2 ©be., 1862; 5. Slufl. 1888). SDlit URagbeleine batte er 1829 eine bem ©erlag lloffifcbtt ©erle, Sd)ulou«gaben,

eogr.

unb

©ublilationen beftimmte ©uefe»

biftor.

anblung begrünbet, bie an ßbatle« iUatic ßugjne 2e(agraoe (f. 2clagraoe, ßb.) überging. 2. ftarb 16. Slug. 1871 in ©ari«.

D. O.,

SlbfOrjung für I)ei gratis

(lat., b. h-

©otte« ©nabe, oon ©otte« ©noben). d. h., Stblürjung für de bodierno (lat.,

burefe

2e9«mir, iBerg im {limalaja, f. 2ajarmrir. ^fent, (jtanj ©raf, bfterr. Sipicmat, geh. 1838 alb Sohn eineb (JelbmorfcfeoUUeute=

ä). Slug.

nantb, toar

237

®^Qfar

ßafat), bie ihr Sohr mit bem fDlat} anfingen, brr jehnte, baher berptame beb (Dlonata (oom lat. decem,

oom heutigen, ndmlicb Sag). Xbafdr, 2afor ober Shafdr,

b. b.

mehrere ölte

fübl. Slrohien. 2ie befanntefte ber ^albinfcl unb war idjon im Slltertum unter bem (Ramm Saphar ober auch Sarjbarum eine onfehnlicfee Stobt. SWeferere Sahrbunberte bilbete fie ben ÄbnigaRh ber fjome» riten. icbenfall« bi« jum 6., wo ber ÄSnig oon Sljum unb ihr ba« ßbriftentum fidj ihrer bemächtigte brachte. 3« ßbrifi« 3eit, im 12. 3ahrh., mar fie febr oerfaUen, unb ftatt ihrer mor Sana HSnige» (Jin anbere« 2. ober Sofor ftabt geworben. liegt in ber gleichnamigen 2anbfchaft on ber Süb»

2orffcbaften liegt

im

im

S©.



cftlüfte Slrobien«,

Cman,

am

Oftenbe ijiabramout« gegen

unb beobltert» Streden biefer Hüfte. 2iefe« 2onb, oon bem ©ebuinenflamm ber ©eni ©harrah bewohnt, ift al« Sehamah oberßbene oon 2. betannl. fjinter biefem gefunben Hüftenftricbe erbebt ftefe ber 1600 m hohe Slbfturj be« innem .öocblanbe«, unb hier mdefeft ber befte arab. ©eibraudj. 2ie Stobt mor grofe unb blühenb, bi« )'ie 1526 oon ben ©ortugiefen j^tSrt mürbe. Slu«gebebnte fHefte berfelbm fmb al« ßl» ©a I ab ober d ar t ö m b. b. bie Stabt, noch oorfean» ben. 2er fegige Heine Crt jablt 1500 ß., bie on ben in einer ber frudjtborften

(ten

,

;

238

®^ötä



^

Snirbat, bat fd)on in aUn3tm fub ^embbnlicb mebreteöunbert biefet liete befinben. Xie 3abl bet mobammeb. fDlofcbeen in X. wirb auf 180 gefibafit, bie bet öinbutempel auf 119. ^roteftanten, !8ap» tiften,Äatbolilen, Ärmeniet, ©ticiben unbXbomat» (fcriften haben in X. befonbete fiitdien unb ®tt»

9u(b befinben fub

btei Xriebfebern

ift

Dbarmatistra

nad) ben 3nbetn

mtnfd)lid)tn fianbelnt.

Xie beiben anbetn fmb artha, «Slugen», unb käma, «Siebe»; alle btei bilbtn ben fog. trivarga, «Xrei»

Xaju

tritt

alt oiette oft notb

möksha, «bie

ben Subbbiften bat D. (Sali ßhammo), «©efeg», ganj bie Sebeu» tung «mabte Sebte», b. i. Sebte, (Heligion Subbbat. lei», betXotentid)let»»= 3o'üO-



unb non fDlif fionaten geleitete Sibulen füt 6utopaet unb ©ingebotene. Unter biefen ncibient bat Xacca SoUege (feit 1855) befonbete ©mabnung. Süuet» bingt inirft bie allgemein günftige Sage bet £ianbelt unb bet IBaumtnoUinbufttie in (Bengalen auch auf X. norteifbaft ein. (Befonbett infolge bee Sauet baufet.

eine btt

eiung (non bet Seeitntoanberung)», unb ihre Seteinigung beibt bann caturrarga, «Sienabl». Sie ift anfpreibenb oerbctrlicbt loorben oon Kfibe» menbra in feinem «Caturvargasamgraha», betaut» gegeben in bet Kai7amal4, Jl. 5 (Sombap 1888), 6. 75 fg. Setfonifijittt ift D. «bet ©ott bet fHecb»

Unten Ufer bet lButbi»®anga , bet ben

Srabmaputta mit bem ©anget vetbinbet, bat (1891) 82321 6., baruntet 41 666J&inbu,40 183 Sliobamme» banet, 467 Ebriflen. Xie Stabt, unter Slutangjeb in bödtftet (Blüte ftebenb, non ibm unb Sebab Xiiba» unb )U

D., «Sflidit»,

j

I

5nbobriti(dien

bet

Santlrit «Sitte», «Xugenb»,

«Sflidtt», «SHeebt», «©efeg», habet

Xi»

bet Xioifion 5)., bat 7244 qkm mit (1891) 2420656 6.(1881: 2 166 350 , banintet 1 250 687

ftrift

®^eunt (1891) 151877, (1881) 149244 ©., baruntet 1 15051 iöinbu, 12269 fDtobammebanei , 3087 Xftbain, 18798 Slngebötige unfultioiertet Stamme. 2) fianptftabt bet Staatet X., unter 23° 36' nörbl. St. unb 75° 4' öftl. 8. auf bem SBege oon (Dlau nad) Saroba, ift 2 km lang unb 0,s km breit, non einet ©tbmauet umgeben, bat (1891) 18430 ©., baruntet 13948 feinbu, 3393 Slobammebanet. X. foU in feintt Slütrieit 100000 6. gehabt haben unb jeigt überall junebmenbe Sputen bet Setfallt.

S6atnaCiKen,

in bet ^inbifpraibe

dhama

bai-

tboaobet dbarnä denk, eine eigentümliibe inb. Sitte, im Orient oerbteitet ift, einen Sd)ulb» net )ut (Btjablung ju jlningen ober eine beftimmte Sbfiditburibiufegen. Siebeitebtbatin,bagbet@Iau» biget fid) not bie Xbüt bet Stbulbnert fegt unb nicht eher Sabtung )u fub nimmt, bit feine gotbetung bie aud) fonft

;

j

I

ift; iuneilen btobt er aud) fub in anbetet geinaltfamet SBeife bat Seben ju nehmen. SHe

erfüllt

bafelbft ftaallidje

ttitte

ift

febt alt;

fte

ift

fegt

oon ben ©ngldnbem

'

i

!

:

ftreng oerboten. fSbürWär. 1) Xiftrift bet meftl. Xioifion btt Stäfibcntfdbaft Sombap im 3nbobritif(ben fReiibe, bat 11745qkm,(1891)1051314,(1881)882907©.,

bet X.>(Dlaimanfing:©ifenbabn bat bet Sinnen» netfebr feit 1886 bebeutenb jugenommen. Sieben

untetlegtem769 349 (87 Sro.t.) £)inbu,100622(ll,4 Sroj.) flilobammebanet, 10526 Xfebain, 2356 (Sbti» ften. 2) ^anptflabl bet Xiftriftt X., unter 15° 27'

fDluffelinen geböten jeht auib gröbere Kattune, ba-

nörbl. St.

nebenSilbeittideteien,Xöpfetei,'Dluf(beli(bni|iertien

©oa unb Sangalut

I



unb 75° 3*/«'

öftl. £., butib Gifenbabn mit netbunben, in einet ©bene bet

32841 ©.,

ben bebeutenbetn gnbuftriestoeigen. Xetan, öocblanb, f.Cftinbien. Snalif» Singbi» f- Xalip Singb.

fübl. fDtabrattenlanbet, bat (1891)

Xbamar, arab. Crt, Xamar. Ph»mm*pnd>^a, 'Jiame einet

©tbe beftebenbe, nttfallene geftungtloerte.

iniebet ju

f.

Xbau(Xau,Xbam),atab.'^btieugmiteinem

bet (anonifeben SSetle bet Subbbiften, bat in ben Tipitaka (f. b.)

aufgenommen ift. 6t lerfaUt in 26 Kapitel (tagga; unb enthalt Sprüibe Don bobem fittliibem ©mft. toerautgegeben ift et oon itouoböU (Kopenb. 1865) int Xeutfibe übetfegt oon Sl. Siebet, gnb. Streifen, Sb. 1 (Setl. 1868), S. 112 fg., unb 8. uon Sdbtö: bet (Spj. 1892); int Cnglifdje julegt oon fDlap fDlüllet, Sacred Bocks of the East, Sb. 10 (Ojr» fotb 1881). Xet Kommentat bet (Bubbbagbofba ©tjäblungen bet ©r= bie Sprüibe Dotgetragen bat. ©t ift nach birman. Quellen über» fegt oon Mogert, Buddhaghosha'e Parables (Sonb. (5. gabtb. n. 6bt.) giebt bie eigmffe, bei benen angebliib

1870).

3n

Subbba

bet ©inleitung bat fDlap fDlüUet febon

einmal bat D. felbft fiberfegt. (Xbait, brit.»oftinb. ©eroiibt,

Xbüt.

f.

Xan.

Staat unter bet Sbil» ober (BbopamarSlgentldjaft in bet Stooinj ©enttal« inbien bet 3'>bobtitifibtn fHeidjt, bat 4506 qkm. 1) fDlabtattifibet

bat»

unter 23 8%)öinbu, 7667 fDlobammebanet, 883 ©bti» ften, 348 Xfdbain, 42 Satbi, befigt bauptfdiblid) aut

bit btei lutjen Slaflen, an benen lat. Segel, getnöbn» eint, gefegt »erben. Xie IleinetnX. fmb offen, gtögete halb ober ganj gebedt; bei legtetn bient bet liib je

I

I

I

I

I

I

Sibiffttoum jum Sllaoentrantport. Xie X. »erben bei SJinbftille butd) grobe Oiubtt be»egt. Xbaniositti, Serg, f. Xba»alagiti. Xbtinii, öfterr. S(beltgefd)led)t, f. Xaun. X’PiOe,ftani.Staattmann,f.$anffon»

Xbatn, I

;

f.

Xbau.

[oiQe.

XbniPttiagiti ober X b a u 1 a g i t i (fpt.-abfd)ibri, b. b. ffleibet

Serg), einet bet böd)ften ©ipfel bet

Öimalaja, unter 29° nörbl. St. unb 83° öftl. 8. in Seoal, eneid)t 8176 m. X6enne (fpr. böbn), glub im ftanj. Xepart. Saönt>tt=£oite, entfpringt füböftlitb oon Greuel, fliebt nad) 9!D., bilbet bie ©renje gegen 6öle»bx!t unb mfinbet naib 05 km Sauft gegenüber oon Ser» bun»fur»le:Xoub4 in bie Saöne. 3br Seit »itb im Oberläufe bit Cbagnp oom Canal bii Centre benugt.

.

— ^nbianeiftfimme,

Dhlb;

f.

(ünunfl füi Jlnberd @u|ta» 2>ablbom Sbolorra, f. Sbolera.

Sbvlcni (Sbolaria), bem }u bet

9lamen äb= (f.

b.)-

früberei fiüftenort in

nfirbl. Jlbteilung bcr inbobiit. ißrAfi’

Sombap



65) mar el bet ^auptbaummoUbafen pon ©U' bfcbrat unb eab einet auf bem eutop. fDlartte icDblbetannten ©aummoUforte ben Flamen.

SboÜAllä, flricib. ü)otf, f. Solianä. ^bölput, 6(butiftaat bcr Sfibat (f. b.). (ISabr el^Kobib), bie €pibe bei Sibanonl (3067 m) im nbrbi.

Spor rl'Sbobib biibfte

Seite bet ©ebirglfette,

30 km

6 km norbSfUid) Pon ben S(tnliö, iöauptftabt bei

poli,

(f.

b.) in

füböftliib

Pon

Sri:

tocm. Siiftrittl

Sbntip ©ingti, englifd) für S)alip 6ingb (f- b.). IH, lid)e Siab oft unglaubliib überflei^enbe Slengen non £iarn entleeren. ©e»bbnlid) ift bamit bef= tiger 2urft (2urftfud)t, P^dipsia) oetbunbtn, oll golge bei übermäbigen SBofferoerluftel; enthält biefet in groben Siengen entleerte ftarn leint frembartigen ©eftanbteilt, fo nennt man bie Sranf beit U. insipidus, b. b- eine öarntubr, bei »eicbet bet .fiarn leinen befoiibetn ©efebmad befilit, im ©egenfati lum U. mellitus (Glycosuria, ©Iplo: futie, fDleliturie, feonigparntubt), ber »eil bäufigerii Sranlbeitlform, btren roid)tigftel SDlerü mal

fibanbefib

Dftinbien.

begrflnbet

im ©ogtlanb

fo

i^ibtelgebitge, in SJaffau, SBeftfalen unb im in Siormegen. Sielfad) »erben bie 2. oon Sufftn unb Songlomeraten begleitet, tbemaligtn afd)en= unb fanbäbnlicben Jluimurflmaffen, bie ab
atn auf 3ufa(i non ßifeneblorib tot gefdtbt. UiacttQI, f. Jiletone.

UiaeborcK* ((jreb.), Jarmentleetung , Stuhl« gang; biaeboreteiebt Sittel, ben Stuhlgang beförbembe 'Büttel. ^iaibbion|>fIaKcr,

f.

9leipflaftet.

JAHRH.

3.

DES

MITTE

DER

IN

DIADOCHENREICHE

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F.A.

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®ia(fiQron»SSBunb})ulDcr

XUi44Ion=93}uiibimltitr,

ein al^ Strcumittcl Sinter empjobicneä ifulcet, eine IDlifdiunfl aut iSIeipflaftCT, Stdrte unt iBotiäuie. Xiacoan#, Siatonut.' (üt

Xiabtl|)(lif(lf|

(((rcb.)

otcr

jtneibtübetio

beiden in ter botan. £erminolo(iie in }iDei bie 17.

SQnbel

Staubfdben, bie

Sabcr Biadelphia, Sbftemt , biejcniiirn

Dertba(bien fmb.

Slafle bet Sinntfcben

$flan jenentboltenb, beien iBlfilen jiveibtüberig Tinb.

Stabern (oidi.), bie im Slltertum 3üi[len unb an^elebenen ißerfonen alt €(bmud bienenbe, aut Seite, 23oUe ober gefertiote Stimbinbe. Sat bet dgppt. @ottbeiten unb Xbnige nar mit bem Sbmbol bcr beiligen Seblange (UrdutfeblanBt) btt!

@am

ieben.

Sat

bacebii'die

S.

(fl t e

be

mnon

) ,

bat

man

oftanantilenSarlteUungen, jumal bet inb.Sacebut, beftanb aut einer bie Stirn unb Sibldfe um’ toinbenben geialtetcn SBinbe, hinten gefnüpjt, mit fcetabbdngenben ßnben. !8ei ben 5!etietn mar bat S. um bie Siara ober ben lurban geWInngen unb ton blauet Satbe, mit ®ei6 bunbwirlt. Gintgc ®8tter ber ©riteben (befonbert 3tut unb 6era) fmb mit bem I*. gefebmfldt targeftellt. Gine fflinte im vaar trugen bie grieib. grauen unb bie iungen iWdnner, namentlid; bie olbmpiftben Sieget (f. 2ia: tumenot). Qn bet belleniftifcbcn 3eit mar bie SBinbe bat Mbjtiiten bet öetrfdbertoflrbe. Sie erften tbm. flaijer enthielten fitb bet S„ um nüt bem SBolte }u mibiallen, ta et an bie oerbabte flönigewürbe erinnerte. Grft Siocletian führte bat $. toiebet ein, unb flonftantin b. ®r. fibmüdte et notb mehr aut. Seit tiefer 3bit tourbe et mit einer einfatben ober bopbelten SHeihe oon perlen unb Gbelfteinen »er }iett. Hu(b Königinnen ünbet man auf fBlünjen mit S. unb Sehfeier abgebifbet. Surd; Juftinianut würbe et jii einet flrene (f. b.) erhöbt, bie anfangt fiebt,

einet Stirnhiribe

gfeieb

aut

einer SJnjabl gleieb’

fDIctadpfatten jufammengefcht »at. S. nur fQmbolifeber nutbnid unb ift gegenrndr tig flopffebmud nornehmer Samen. Siabemartiger Sronjefebmud ift aud) in ben gmnan. unb ffanbinap. ©tdbern gefunben worben, boeb bttrftbt übet SBe> beutung unb Sräget noch ooUftdnbigcr 3weifel. breiter

blieb

Siabrinbc^cr, f. ;&eber. Siaboe^e (greb.), SKadhfoIge;

in bet SIrineilunft Itbergang einer flranibeit in eine anbere.

Siaboi^ni (greb., b. i. 91atbfo(ger), bei ben fpd= tem gtieeb. unb röm. ©efebiebtfebreibern bie Selb* htnen Ülepanbert b. ©r., weldte fidh natb bem Xobe bet flönigt 323 unb 321 P. (Ihr. in beffenSDcItreid) teilten, ^tipater behielt 3flacebonien mit ®rietben< lanb, Spnmaebut erhielt Xbrajien, Slntigoniit £bcien, Sftampbplien unb $hrpgien, Sptolemdut Seleuntt SBabplonien. 'Jloib oielidhtigen Sdmpfen bet S. untereinanber juerft um bie Dbef heTrfeba|t, bann um bieSfntbchnung ibretSBefiliet, welebe einen potldufigen Slbfeblub mit bem Unter’ gange bet SIntigonut in ber Stblatbt bet 3Pfut (301 p. (Sbr.) erhielten, bilbete fub unter ben Gpi’ g on en , t. i. ben Söhnen unb Gnieln bet ben flampf überfebenben fiegreidhen S., etwa feit 280 P. 6hr., ein neue#, auf grietb. Silbung unb flricgtfunft be-grünbetet Spftem non groben Staaten, bie man unter bem tarnen bet heUeniftifiben jufammenju’ tlgppten,

ber

Sie

waren jlgppten unter Spnaftie bcr 9|ltolemaet, Sprien unter ben

faffen pflegt.

ipitbtigftcn

Seleuciben unb ÜJlacebonien unter ben 9!ad;(om’ men bet Sntigonut ©onatat, ;u benen fpdter notb alt 9Jlittelftaat bat IReitb Pon $ergamon unter Bro(f^u nifdpen Stbiefer alt gewöhnlitbet Sebiment abge’ lagert Würbe, bann aber wdhrenb ober gleitb nadp bet älblagening burdp tbem. SUrojeffe in ben 9)ritiftben



:

©

m

Uf

meeren ein frpftalliniftbet ©efüge annahm: bat nennt et S. im ©egenfafi ju bet Sehre Pon ber Sil’ bungbieftt@efttineburdpfpdterelangfameUmwanb’ lung infolge ttbetlagetung buttb jüngere SDtaffen. Siagrotropitinnt (grtb.), f. ©eotropitmut. SinglQlllcii, Siaglppten (grdp.), Pertieft, in bie tflddpe einwdrtt gearbeitete fjiguren, im ®egen>

Jtnaglppben (SHelieft). Siagntfe (grdp.), im allgemeinen bie Grienntnit

fab }u

einet ©egenftanbet burtb Unterfdpeibung Pon anbem dbnlidpen, bähet bie Sammlung ber dparalteri’ ftifdpen SUtertmale einer Satbe unb bie baraut b ,



SSgl. beiten, bie febt dbulitbe Spmptome haben. Üeube, Spccielle S. bet innetn Slranlbciten (4. Slufl., ffiietotbt, Siagnoftit bet innetn Jltanlbeilen (4. Slufl., ebb. 1894); Siagnojtifdted

y ®be., 8 pj. 1895);

Pon

Sum unb

Sdinitct (4 Slbe., SBien Drtb, ^atbol.:anatom. Siagnoftit (5. SluP., öetl. 1894); Sahli, Sebrbueb bet tlini= f(ben Unterfudbun^ömetboben (ffiicn 1894); Sllbert, Siagnoftit bet (bmirg. ftrontbeilcn (7. Slufl., ebb. 1896); ©eigel unb iöoit, Vchtbud) bet tlinifcben Untetfudningdmelbobcn (Stiittg. 1895); Gitbbbtft, 8 ebtbu(b bet lliniftben llntcrfudiungdmetboben in= nerer Stantbeilen (4. Slufl., Seel. 18!*6). b'efilon,

1892 — 95); bfl.

Siognbftit

(grib.),

f.

Siagnofe.

tSiagnoftijiercn, eine Sache, befonbetd eine aud ihren SJerlmalen ertennen, eine Sia= ftellen; biagnoftifih, bie Untetfebeibung

Rraniheit,

gnofe

unb Gttennung begrünbenb. Siagonicicr (gtch.), SBertjeug jum fWeilen bet elettrijchen Sciluugsfäbigteit non Äötpetn.

Siagonälbau,

[mafebine. f. Setgbau. SiagDnälcl)liiibtrmaf loelche

iStantidma (gteh.), Siafon, Siufonät,

SiutuniN,

f.

Siufoniffett,

Slunbfpfllwaffet,

f. 2ialonub. Snnapte.

f.

©urgeü [waffer.

2iatoniffinnen.

Siatoniffcnanblalten ober 2iatoniffen> fOiutterhäufer.jur üubbilbung unb ®erwenbung oon Jungfrauen }u 2iatoniffinnen (f. b.) heftimmle Slnftalten. 2ie meiften 2iatonifienhäufet finb mit

243

Dioloniffinnen

(ftinbetgätten), ober alb ÜBdeterinnen in Slnftalten fflt ift (f.

Jbioten, ispileptifche u.

1836 in ftaiferbwerth b.).

f.

m. 2ie

geftiftet

dltefle Jlnftalt

pon 2b. Jliebner 9G2 Schwer

flaifetbwcrtb hatte 1897 beteitb

unb 233 Sltbeitbfelbet. 3" Serlin befiehl bab ßlifabelhtranlenhaub mit (1896) 131 Sebweftem feit 1837, Pethanien mit 303 Schmeftetn feit 1847, bab £a}aniblranlcnbaub mit 79 Schweftern feit 1867, bab PauhQletharbt^Stift mit 191 Schweftern feit 1876, bab ÜRagbalcnenftift feit 1888 mit 67 S©weftern. Jebe pteub-ProPini hat wenigftenb eine 2iatoniffcnanftalt; fo Cftpreu^n in Rbnigbberg, ÜBefipreuben in 2an]ig, Pommern in Stettin unb 9!eu=2orncn, Pofen in pofen, Schieben in Sreblou unb grantenftein, Ptanbenburg aubet Perlin in Powaweb unb fjronlfutt, Soebfen in 6alle, Schieb^ mig:ßolftein in Sltona unb Slcnbburg, ßonnopet bab ßenriettenftift in ßannoncr, ßeffen=9caffau in SBehlheiben, ffleftfalen in Pielefelb, biePheinprooinj in Saiferbmetth unb Sobernheim. Popern befit|t 2. in Slugbburg, Plflnchen, 9Ieuenbettelbau, Speper, Sachfen in2rebben unb fleipjig, SBürltem: berg in Stuttgart unb Schwdbifch-ßall, Paben in Itarlbruhe unb Plannhcim, wie au^ in 2armflabt (eiifabethenftift), Praunfehweig, ßambnrg, Preinen, Strabburg unb £ubwigbluft fich folche finben. 2., welche iiigleich Rleinlinberlehterinnen aubbilben, finb SBehlheiben bei ©affel, flaiferbwerth (auch für PolIb= unb 2öchterf^uilebrerinncn) , bab Cberlim baub ju 9towaweb bei Potsbam, 2tebben, fjranten« ftein unb9ieu-2ornep; blob iur 9lubbilbung folcher bienen bie SDlutterbäufer in 9!onnenweper, in ®rob= beppach, bab Seminar ju ßalberftabt unb ju Preb= lau. Unentgeltlich erfolgt bie Jlubbilbung ber fileim linberlehrertnnen )u Äaiferbwerth unb 9lowoweb, wenn fie Augleich ben 2iatoniffenbcrnf übernehmen. 2ie 2. finb fdmtlich auf bem SBege freiwilliger üBobltbdtigleit gegrOnbet unb werben, foweit fie fich burch bie mit ihnen perbunbene Itranlenpflege unb £ehranftalten nicht felbft erhalten, burch flirdicu’ unb ßaublollelten fowie burch ©efchente unb Peitrdge ßinjelner unterftflgt. Sluch aufierbalb 2eutfchlanb befleben 2. in Cfterreich=Ungam (Sallneulirchen in CberSfterreich, Pubapeft), bet Schweij (Peru, 3ürich, ©challenb, SKiehen bei Pafel), ben 9!ieberlanben (Utrecht, ßaag), Otuhlanb (peterbburg, Ptitau, 9liga, 9iePal, Saratow unb ßelfingforo) fowie in parib, Bonbon, liopenhagen, Stoctpolm, Rrifliania unb in Philabclphia unb Pochefter in 9totbamerita. 2ie ftern

Prübergemeine hat

ihre

2iaf oniffenanftalt in 9iieötp, ©üben. 2ie non

bie feparierte eoang.duth. flitche in

Jtoiferbwerth eoangelifeber

aiib

begrflnbete

»©eneraltonferenj

2. innerhalb bet Banbeölirchc» um’ faht (1894) 45 beutfehe unb 37 aufeerbeutfehe 2. Pgl. Schäfer, 2ie weibliche 2iatonie (3 Pbe., 2. Jlufl., Stuttg. 1887—93); Schneibet, 2ie innere ffliiffion



in 2eutfchlanb (2 Pbe., Ptaunfehw. 1888); Schäfer, Beitfabcn bet innern Plifrion (3. Pufl.,ßomb. 1893) 2ifielhoff 2ab 2iafonitfen:2l!utterhaub )u fiaiferj; ,

wertb 0 Pb. unb feine 2öchterbäuier (Saifetomerlh .

bie 2iaIoniffen alb Ihanlenpflegerinnen in fiofpi^ täler, £ajarette, )u $ripaten ober in bie @emeinben,

1892). Crgan: 2er Ptmen^ unb Jitanlenftcunb, hg. non ®. gliebnet (Soiferbwerth). 2ia(oniffinncn ober 2ia!onif fen (gtch., b. h. 2ienerinnen), in ber altchrifll. Nirdhe grauen, bie mit bet Pflege weiblicher Jlrmen unb «ranten be> traut waren (pgl. 9(bmerbrief 16, i) unb auch in ben ®emeinbeperfammlungen bei bet 2aufe non ffrauen,

ober olb Pflegerinnen unb fileinlinbetlehtetinnen in Pcwahranftalten, Arippen unb Sleintinberfchulen

thun hatten.

Mtanlenhäufctn ober Siechenanftalten perbunben, anbere mit Seminarien für Rleinlinbetlebtetinnen. Sie entfenben auf ÜQunfch unb gegen ®etgQtung

Biebebmahle u. bgl. 2ienfte ju Später befiichten fte auch gefangene 16*

bei Jlnrichtung ber

9

244

ICiQfonittii

Gbri(timicn im J?crlcr.

3Jtbcn ibmii,

unS

irobl

»cn

»erfcbitttn irerttii iicd) (1 lim. 5 , ffl.) ÜBitä Iren e^(r 'i'rcsbvtiben fvtrdbnl, bentn lrabrfdbem> lidb bie Stiifrubt übet bi« (\raiien b«r ©tmeinbc ju
ibret Prüfung «um Sienft eingefegnet, fo oermenbet fie bie Mnftalt teil* auf eigenen Stationen, teil* im ©emeinbebienft, in flranlcnbäufern u.

f.

m.

au* bem Serbanbe ift feberscit geftattet, autb ber ßintritt in bie ßbe unoermebtt. Sie bäben ihre befonbere 2 tad)t, unb nach treuen Xienften fie

Jlnfprfitbe auf 33erforgung

im

?lltcr

unb im galle ber ^noalibilät. Selb unb ©efdjente ansunebmen ift ihnen Perbolcn. 'JKan säblle 1894 72 fDlutterbdufer mit ctma 11000 Scbmeilern in gegen 3700 Stationen. 2ie tut flaiieremertber ©encralfonierent gebbtigen ifi 'Dlullerbäuiet säbllen (1895) 8128 Scbireitern in 2903 Stationen. 2ic jäbtli(ben ßinnabmen betrugen Aber 7"j 2J1U1. ält. hieben bicien ?(nftalt*biatonii)en giebt e* auibSe^ meinbef(brccitcni bie auf eigene Äoften ober auf Äcftcn einer ©emeinbe, in beten ®ienflen fie nun fteben, fub bet Sinnen' unb Ärantcnpflege roibmen, ober in flinberbemabranftalten, flrippen n. a. mitten. Jluberbem finb in neueret 3 cit in Seutfcblanb unb btt Sebmeis Slnftalten jur Slnäbilbung pcn flran-tenpflegerinncn für fltieg nnb grieben ohne Ion' feinoncll lirtbliebtn Gbaratter eingerkblet morben. abin gehören bie Sebmeftern be* iHoten 2tgl. ©een, 2et Siatoninen' Slrcu 3 C« (f. b.i. benii (©olba 1890); iütader, 2tt Siatoniffenberui (2. Stufl., ©ülerelob 1891); g. oon '.Dienet, ®on ben 2. unb ihrem tSerui (3. '/Inf(„ iDiümb. 1892); Sd:äier, 2iafonii)enlatcd)i*mu* (©ülerelob 1895); 2 iiiclboff, 29rgmtifet für iatoniffeu (Haiier*= mertb 1895). ,

2



2

2iofoRiten, Sette, f. Diaötolnilen. iafünn 8 , 2 iatön (gnb., « 2 ienet»), febon im hieuen leflamcnt ('fübii. 1, 1 2im, 3, sfg.) ber

2

1

;

lilel für neroiffe, ben ©eineinbcnotflebctn unten georbnete ©emeinbebeamte, melebe bei bet Slu*' leilnng be* Slbenbmabl* 3 U helfen unb für bie Ctbnung beim ©oltesbicnfle 311 fotgtn hatten. 2a man ihre ßinietmng in bet SBabl ber fiebcn 3ltmen= pfleget (Slpoftelgefcb. 6 t fg.) 8 U finben glaubte, übertrug man ihnen auch bie Sltmcn' unb Sranten' pflege unb hielt gemöbnlid) bie Siebensabl für fie ,

2

2

2

2

Gbaratter trägt, mirb beftritten.

.

beut)*

(3!gl.

Seibl, 2er

menn fie auep hier Ctbnung beflimmte geifi'

t neueret 3«it üt bet ©ebante angeregt morben, fol* ein befonbere* ialoncnamt für tir*li*e £iebe*übung au* in ben beutf*'lutb. unb unierten Hir*eng«bieten bet 3 u= ftellen ben Stamen iaton gebrau*t man f*on jebi ni*t feiten jur )8 c 3 ei*nung iol*tr ÜRänner, bie be= ruf*mäbig im ienfl« bet 3 nnetn HKiifion (f. b.) bei*äftigl fmb, al* gaiengebilfen in bet 3lrmen', Jltanteii', ©efahgenenpflege bienen (f. iörüberbäuier). gelbbiatonen beiben biefelben, fofetn fie ben 2ienft bet iBarmbersigteit auf S*la*tfclbem unb

2



2 er 2

3(u*tritt

erlangen

,

2

em entfpreibenb bilbet in ber latbolifiben iatonat al* betbem$re*' ftirebe noeb fettt bet bpteriat 3 unäd)ft oorangebenbe ÜBeibegrab bie lebte SBorftufe für ben ^itiefletilanb (f. Ordincs). 3n bn iatonen biefelben tretf be* ßölibatä gelten für bie HJoricbriften mie für htriefter; 3 ut ßtlangung be* 2iafonat* ift surüdgclegte* 22. Sebensfabt etfon betlid). a 6 bi« SBeibe 3 um . febon fatramentalen

2

;

2

in

ga 3 aretten Ptritben. Xiofaitr (gr*.), öiebmunbe, namentli* im

S^btl; gängöbru*

eine* flno*tn*.

Xiafotiär, flam. 2 jalopo, polit. ©emeinbe unb Sauplort be* Stublbe 3 irt* 2. (38377 ß.) im Ungar. Jtomitat Sirooititi

(

3.lcröc 3 e) in Kroatien'

Slamonien, ift Sih eine* röm.=talb. iBif*of* (Si' f*of non 2. unb Sprmien) unb bflt (1890) 9127 meift röm.'talb. ß. (102 ®rie*if*'Jtotbolif*e unb 373 3*raeliten; 0006 Serben, 2171 2eutf*e, 718 iDtagparen), Spartafie, f*öne Jtatbebrale, Pom 9i= f*of Strofemaper bur* ben ^tcfttlot fHöinet in 3Bicn im roman. Stil erbaut unb 1883 eingemeibt, prä*tigen bif*öf1. 'fSalaft, Jtapitelgebäube, Stonneii' lloftcr, ©omnafium, Seminar unbflapaUerttfaftrnc. 2 er 9)ij*of ton . führt au* ben 2 itel eine* S8 i= id)of* pon 9o*nien.

2

Siafotaa, Stabt

in Sllbanicn,

f.

2jalopa.

Xiafrife (gr*.), Sonberung, S*eibung, Untcr< f*eibung, namentli* Pon Aranlbeiten. 2 Der fog. Sofrnti'dic D. lidjet Untcrfudmiigeii.

unb Slntwcrten bergeftalt eilige’ bah bet Slciragte burd) bie 'gm’ wirb, bie Slccftelliingen fclb|t jn ent’ ihm hetpotbringen will, D. bes Dlato fiiio gleitbiam pbilof. Dramen, bie biefe llntcriudning-Mpeiie auf ©egenftanbe ber ilietapbofil aiiwenben. Dicie .vorm ift in bet neuern .>jeit oieltad) mrd-geabint worben,

ift

ein in ffragen

Ileibetes OJefpräd),

gen

bejliiitml

widelii, bie bet frrager in

unb

5.

bie philoiopbifdicn

3).

Pon 'Ikirarca, tkaSmiiS,

.vjutten, .nerbee.

0

246

3)ia(ogit



^iamagnetUmuS

Sdietlmg, Solger, Sfrtelep. 6 ume. 8 » 0 t boä ®«: (Vr4(b bi« Seitegflränbe ber beteiligten ^Jerfonen ju (Sntfilüffen bar unb bringt eijurSbat, fo entftebt in befien @ebanlengange ber bramatifebe lebenbige Sienegung unb Spannung berrfdtt. i!)rama (te^t ber im engem Sinne bem ütioiio: log,

im Smgfpiele ben Singftäden,



n>o er

bann

Sgl. Sirjel, Sbe., gpj. 1895). tSialogit, Slineral, f. Slanganfpat. Sialnrfänte, bai Uteib ober bie darnftoff: terbinbung bet Zartronfiure, baber aud) Xar> tronplbarnftoff genannt, eine Sdure oon ber 3 ufammenfetiung CtH 4 Nf 04 , bie burtb Sebultion pon SUlopan entftebt. Sie befitit bie Ronftitution bie iRebepartien bebeutet, gegenüber.

$et

3). (2

?friimen, bilbet mit

Safen Salje unb gebt an bet £uft unter Sauetftoff lei^t in ÜUepanttn über,

Sufnabme von

biegt

unb

bie übtreinanbergef^lagentn

ßden oben

butd) einen butchgepogtnen fpabtn bneftigt. ein folcher Raften vertritt ben Sing bei ®rabamfd)tn 3)iaIpfatotg.

(matifche

gemtobte.

Sialhtcn, bialptifche getnrobtt, achro: SinmagncliSiiM#, bie abftobenbe 6inioirtung oon Stagneten auf gentiffe Rbrpet. Schon feit bem enbe bei) 18. ^abrb. tannte man oberflichlich einige binber gtbirige Sbatfachen, nie bie von ftirtern Slagnetpolen ftd) iuhernbe Sbftohung gegen 9Bii> mut unb SntimonfSrugman« 1778, geSaillif 1827) unb gegen eine Sotpnabel (Soulomb 1802, Sccquertl 1827). SUein erft nachbem man burd) Silfe galoa: eiettricitit febr ftarle Stagnete (eiettro-berftetlen gelernt batte, vermochte man bie biamagnetifchen erfebeinungen genauer tvabrpuneb> men unb pu ftubieren. .&auptfid)licb verbanlt man ihre Renntni« ben in bie g. 1845 unb 1847 faUenben Seriffentlidjungen bei engl. Sbpnieri gatabap. 3)ocb bat auch bet beutfehe Shpfiter Slüdet »id)tige Suffeblüffe übet bai ®efen biefet ßtfeheinungen geingt man ein Sifenftüdchen in ber geben (1848). Sibe eint« Slagnetpoli an einem feinen gaben auf, fo mirb bai 6ihn triftig oon bem Slagnetpofe angepogen. SucbSidel unb Robalt ivetben angepogen, aber bebeutenb fchtvichtr, unb noch viel tvtmgtr

nifchet

magnete)

iDobei r« fub rot firbt. SialQfStor, f. 3)ia(pfe.

Xialbfc (grd).), SuflSfung; in ber @rammatil unb Stbetoril (ooiel nie 3>iitefii (f. b.) unb Slfpnbeton (f. b.); in ber Slebijin bai jum 3obe [übrenbe Stpminben berRrifte. 3n btt Sbemit 3>. eine von Stobam juerft angemanbte Ste= tbobe )ut Srmnung vetftbiebenet gcltfter Stoffe vonetnanbet; fie berubt barauf, bab mand)e Rbtper mit Seiibtigleit bur fionöfibig fmb unter anbern alle ROrper, bie aui ift

loifftrigtn fififungen (rpftaOirieren, fog. Rrpftal^ trpftallifierenbe aud) meift

loibe, tvibrtnb nicht

nicht biffufionifiMg finb, fog. bietet baber ein URittel bar,

Rolloibt.

3)ie 3).

um Rirper

ber einen pu trennen.

@ruppe von betten bet anbtm mibig (ibt fie r>ib J- 9- bmugen, um bei bem 9lacb’ weit) von Setgiftungen bie Trennung von Sltaloib: falpen von bem fonftigen fjnbalt bei 'iUagtni }u betoirten. fDlon bringt

in ben Sing, fo treten bie biffunbietbaten St^e butch bie Strgamentpapiermembran pum SBaffet hinüber. 3n einfacherer fjorm erbilt man ben 3)ia: mfator, inbem man bie Sinbet eint« oiertdigen Sergamentvapierblatte« laftenfirmig in bie jtbho

pu biefem

3 i®fd bie pu unter=

fucbenbefflüfftgteit in etnen geeigneten

Apparat, ben

6

Stangan, Sbrom, Cerium,3itan,Sollabium, Statin unb Oimium. 3)itfe Stoffe nennt man paramagnetifche ober türper magnetifche. Snbere Stoifc aber werben, neben einem Stagnetpole aufgebingt, abgeftoben; man nennt fte biamagne-

S

Um

t i f ch e 1 pu erfahren, ob ein fefter Stoff f f e. magnetifd) ober biamagnetifd) ift, formt man aui bemfelben ein Stibeben, hingt biefei (f. beiftebenbe gig. 1 ) an einem feinen gaben in feinet Slitte auf

unb bringt ei pwifeben

bie beiben

einei bufeifenfötmigen

Stagneten.

Sole

;

3 ft

bai Stibeben magnetifd), fo ftellen fich feine beiben Snben nach ben (gig. 2 Stagnetpolen N unb S pu ift ei aber bia= )

;

magnetifch, fo brebt ei fich wie ab fenf: Setbinbungilinie N S ber beiben Slagnetpole. Sie erfte gage nennt

recht put

NS

manajcial, bieanbere abiguatorial. Sie apiale gage tommt babutd) pu (tanbe, bah bai Stib^cn von beiben Stagnet«

gi», i.

polen gleichpeitig angepogen, bie iquatcriale gage baburch, bah ei von betben Solen gleichpeitig abgeftoficn wirb, erften galle werben in bem Stibeben magnetifche Sole enegt, bie mit ben inbupierenben SlagnetBig- ä. polen ungleichnamig, im pweiten gälte folcbe, bie mit biefen gleichnamig finb. Sn ber Spige ber biamagnetifwen Stoffe ftebt

gm

3)iaIpfator, in bem nach Sblauf oon 24 Stiinben bie

iftlfaloibfalpe in

finb, tvibtenb bie

3)ialpfator geftellt.

ba«

SSJafjet

übergegangen

übrigen Stoffe purüdbleiben. 3>er

@rabamb

ift

in vorftebenber jpigur bar:

au« einem Singe non @utta: untere Cffnung mit einer Scheibt

fir beftebt

petd)a, beffen

oon Sfrgamentpapier üoerfpannt

ift, fo bab ein »afferbichter Serfd)lub hier erpielt wirb, gibt man ben Sing in einem anbem @tfib auf äSaffet febmim: men, unb giebt man bie pu bialpfterenbe glüffigteit

®iimut, bann

fol-

gen: Sntimon, 3 ittt, 3inn, Silber, Rupfet,

@olb unb

vielt

B)». ».

anbert Stetalte; ferner organifehe Stoffe, wie Sflanptn- unb 3ierttile; überhaupt trweiftn fich mehr Stoffe bia- ati patamagnetifd), fo p. S. febr viele Safpt, fDtineratien,

Digitizr

:;

l:.;-

Cooglt

Siomant «iienjttit«

@Ia#,

unfc

Slinifliaä

ipiiidei faiib (1847) äuetft,

bo6

oicit

onbetf.

flrpftallc, bie nidjt

|

$et feljt lebhafte ®lanj (jog. S)iamant> olanj), baä 5“bbenfpiel, ba4 auf febr intenfioet

ftbwotj.

btltbie^bsrilinbet£ebteBomÄtnftoUmagne> tibmug. gtüffigfeitenwetbennaeb ^atabap(1847) beibiefen Untetfuebungen in tifenftete, bitbjtbflun: loanbige (Sla4tcbtcben eingefcbloffen unb nie Stdb-(ben aufgeblngt (f^g. 1), obet nad) ^Ifldct (1848) auf ein Ubtgla4 (au 1876 batten fid; in Himberlep 4000 Sia’ mantbünbler (Diamond keepers), 20000 Sigget orte

wertet.

unb jabtreiibe eingeborene 31rbeiter angefiebelt. Stbnabme in ber ^robuttion ein; ElaimS (oerlirbenrn @ruben> mabe) bereits in einer Siefe con 30 bis 60 m be'

3)alb trat eine

rinrrfeit* mufeten bie

werben, woburib fub fowobl bie 31rbeitS}eit für ben gefbrberten unb gefiblümmten Xubilmeter (hbe als aud) bie gSrberungS' unb allgemeinen $rcbultionStoften wefentlid) erbSbten; anbererfeitS ertaltete aud) ber (Sifrr ber Sigget, ba bie finteiiben europ. Siamantpreife immer geringem (Sewinn in JluSftcbt ftellten. 1887 gefebab bie Bereinigung brr in 3238 (ilaimS an einielne Sigget oetliebenen IDline Jlimberlep burd) eiet Sompagnien, beten Xapi= arbeitet

tal 200 3Rill. 3)1. betrügt unb für bie 10000 ein< geborene arbeitet unb 1200 europ. äuffebet tbütig nnb. liüt 1878—87 einfd)lieblid) betrug bie auSbeute 3Rill. Äarat im ffierte non 80 3RUI. 3H. 3ekt ftnb birfe oicr Sompagnien, namentlid) burd) Dlolb' fdjilb in £onbon, }u einet einjigm oerbunben, bie ben Betrieb berabgefegt unb bie greife ber 55.jum Steigen gebrad)t bat. Bis babin betrug bet SBert eines Brillanten con 1 Äarat, je nad) Bcinbeit unb 300 3R., wübrenb rein weifee brafil. Seuer, 100 unb inb. Steine nod) immer mit 500—600 3)1. be= jablt würben. Sie ^nbioibuen ber einjclnen Sunb* orte finb oerfdjieben na4 @eftalt unb ^orbe. Sie aus trodnen @ruben (dry diggins) im Sentral'

27



bm

ftammenben Steine fmb feiten oolltommen farblos, namentlid) bie con Su SoitSpan meift weingelb, bafür aber grob unb fd)5n auolrpftalli' felbe

31Stblid) bietcon, am Baalflufje, finb bei Siamantwüfd)ereien. Sie liefern leine grobe äuSbeute, aber faft auSnabmSloS wafjer' llare Steine erften BJaffetS. 3)lan pRegt babet aud) im allgemeinen alle beffetn Papjteine als River»toncs ju bejeiebnen. Sie einft beitebcnben SBüfibe' teien bei SJBalbedS'ijJlant Ibnnen ben 3tul)m für fid) fiert.

Älipbrift febr

249

(Gbc(ftein)

3(u}>

^(bbpfung

brr (jbrliteinwSfdbrreien (f. b.), teils bureb beii iniolge brr Slufbebung brrSIlaverri rrbbbten üibeitslobn, alfo bcrmebTte ^robuItionSloitcn, )urü(tgrgan()en, um fo mehr, ba fi(b meiil nur tleinc ISare (Steine unter Vt flarat) unb fe^r cirl SluSfcbuft (refundo, brüte tBrafiUniS teiU burci) bie

in anfptueb nehmen, ben bis cor lurjem geübten Äapbiamanten Stewart, 288', i Äarat febwer, ein flad)cS fiepaliSoltaeber con febr lid)tgelblid)er fjür' bung, geliefert ju haben. Sin iyranjofe, ber für baS

6auS

iliobert

Spalbing

arbeitete,

fanb ibn.

Bcjüglid) beS Brillanten (i. Sbelfteinfiblei' }u bemcrien, bab bie oerfibiebenen Sigen' fibaften beS Brillanten unb beS roben S. für feben berielben anbere (Sebrüuebe unb Äenntniffe beS ßünblerS bebingen. 3« üfd) ber Dualität bes ferei) ift

man brei Sotten bes Btillan= f^ft bet Brillant oolllommen waffertlar, ohne einen i^bler im Innern, fo fagt man, er ift com erften Sffiafjer. 6eute, wo genügenbes 3)laterial oof banben ift, fmb bie Jlnfotberungen an bie Dualitüt ber SBare ftrenger als ftflber. Sie Steine müffen coUIommen farblos, man fagt, rein weift fein. Sies erlennt man, wenn man ben Stein auf weifteS 3Jc' Pier legt unb anbaud)t. Saburd) befdblügt fid) bet' felbe für lurje Seit, unb in biefem Suftanbe tritt bie wahre Sürbung beS Steins red)t beutliib bet' cot; nur fatblofe Steine erfebeinen oolltommen weift. 3>(bt bie fyarbe bes Brillanten inS @elb' lid)t, ober jeigt er laum merlbare ffebler, Sprünge, Biffe im Innern, fo fagt man, et ift oom ^weiten ffiaffer. äuSfd)uftware bat gtbftete ffebler im 3n= nern, unoolllommenen Scblin unb (form ober liibte unfd)üne ^arbenftbattierungen unb ift laum ben britten Seil oom greife eines SteinS oom erften SBaffer wert. 3ft jebod) bie Sarbe beS Brillanten gefüttigt, id)ün grün, rofenrot, blüulid), fo werben fold)e Steine (Bbantafiefteine, f. b.) wegen ibret Seltenheit iioib teurer als ber farblofe Stein erften ÜBafferS bejablt. Sie üuftere Scftliffform beftimmt ebenfalls ben Breis. Ser mobernc regelmüftige Brillant mit Heiner ad)tfeitiga Sofel, breimal gemad)t, ift erften Banges, wübrenb bei fonft gleidiem SBaffer ein entweber ju flaeber ober oblong gefdliffener Stein büd)ftenS Sweibrittelpreife beS erftern cr)ielt. ^n gleiiber SSeife ift aud) ber Bofettenfd)liff, weil berielbe eine (jaffung k jour nicht jiilüftt, bem SBerte beS Steins unoorteilbaft, unb folcbe SBare wirb burd)fd)nittlid) mit bem halben Breife eines gleich febweren Brillanten bejablt. Sie genaue SBertbeflimmiing roher ungefcbliffe' ner S. er

0rofibanbelmitB.bat gegenwärtig

feinen

Bon ben Sirmen, bie burcb ben jlouf grober Solitärl Bom Kop belannt wur= ben, fmb 3ofepb SRofentfiol So. fomie Sunt & BoelcU JU eriBäbncn. ?(ud) Beutfäilanb pflegt in> tenfiBen ®eicbäftlBeT(ebr mit bem Map, unb jabl‘ reiche beutfcJje firmen, j. S. Silientbal & Srflber in feopetonm, haben bort für beutfcbe Becbnun« ®ie Jirma Sippert in öomburg jien gebanbelt. ift namentlicb in biefcm Strtifel engagiert. ®al auf ben Jlultloncn feifgebotene iMobmaterial würbe in frübern Sabren junäcbft Bon ben Äommif> Tionäten (Ctelfteinbänblem) angefauft, bie balfelbe ftbleifen lieben, fieute ift ber ©efdtäftlgang Öauptfili in Conbon.

meift ber entgegengefeble. Surcb bal aufblilben ibrel ©efäjäftljweigel fmb bie Sfmfterbamer Rattoreien felbft fapilalträftig geworben unb baoen,

um

fiä) ben gribtmbglicben Berbienft unb ©ewinn ju fubern, bie poffine Bolle im Biamantbonbel auf:

gegeben. Sie erfteben bal unfortierte Slaterial in nerftegelten Bartien, oerfcbleifen balfelbe unb geben bie fertige btfllantierte

unfortiert,

®are

ebenfo, partienweife,

an bie öbelfteinbänbler ju einem

S.'imito=

©rft bet Jlommiffionät fortiert bie ®are nach bem ©affer, naä; bem ©ewicbt, trennt bie Meine ®are oon ben Äarotfteinen, ben fcbi®« oerfäuflicben Sluifcbub Bon ber feinen ®are unb beftimmt nun im Betgleicbe mit bem £imito> preife bet Bartie ben Maratpreil für bie Bet[cbic= benen Oiialitätcn btt in bet Battie entbaltenen Steine. 9)(it biefen Brfiff« fleb* bie fflare in ben Betailbanbel über. preil.

3n ben 3eitcn btt fRcnaiffance fabte man ben 2). in ©olb unb gab ibm, um fein geuet ju ttbbben, eine fäjmarje golie. ficute fafit man ipn meift in Silber unb ä jour, benn ber 2). bat für ficb ganj allein bie reinfte unb fäjbnfle fflirlung, bal ©olb bet gaffung ober giebt ibm einen leichten gelben Schein, wie wenig berfelbt auch fich bemetlbat macht. 3u gmitotionen bei 2. (allgemeine! übet ßbelfteinimitationen f. b.) fmb netwenbbar alle febt barten, farbloftn fDtineralitn. aber faft nie werben farblofe Saphire, Spinelle, 3irlone, Bbenalite un> ter frembtn Barnen gefaxt, weil biefe Steine auch unter ihrer wahren Benennung ffiert herilitn. fiäufig werben banegen bie faft wertloftn 2opafe unb Cuorje JU billigen Schmuefwaten oerwenbet. 2ie lebtnenannten gmitationen befiben aber felbft bei gflnjtigem Brillantfchlin nicht ben lebhaften ©lanj unb bal feurige garbenfpiel bei 2. gn biefen beiben ßigenfehaften erreichen ben 2. nur ber farb> lofe 3irlon unb Bbenalit, bie aber nur febt feiten in bet Statur torlommen. über bie aul ©lal ber

(Sbelftein) geftelltengmitationenf.SimUibiamanten. übtfgeni unterfebeibet bie 2oppeIbrechung bie genannten Bier Juwelen leicht Bom 2., bet bie burchgebtnben

«strahlen nur einfach

bricht, abgefeben Bon bet oben erwähnten anomalen 2oppelbrechung. Bon 2iamantimitationen ift erwäbneniwert Per bem 'JJiatguil 2upoifat gebbrenbe 2., ber,non6übnerei>

1858 bie fflelt in Staunen Berfejjte, bil er enblicp burcb Beftimmung feiner Bopptlbretbung all 2opal ertannt würbe, ©btnfo foll auch bet nabeju fauftgrofie, 1680 Maral fchwere, Bragania genannte Stein im portug. Schabe lein 2., fon< grSfee,

bem 2opal

fein.

Betrefil ber Gntftebung bei 2. bat man teill angenommen, ba| ec burcb bie Sublimation bei in bet 6rbe enthaltenen Moblenftoffl (Ceonbatb) , ober Cblarloblenftoffl (gaore unb 2enillc), ober Moblen> wafferftoffl (©bancourtoil) entftebe, teill bie ent:

gegengefebte 'Meinung (9iewtcn, Brewfter, gamefon, Bebbolbt, ®bbler) geäubert, nämlich, bah bet 2. oegetabilifchen Urfprungl fei. 2ie Bilbung bei 2. aul präepiftierenben Moblenftoffoerbinbungen, bie JU Äoblenftoff rebujiert worben fmb, haben ©äbel, Simmlet, l'iebig angmommen. Sebtauf bat eine Umwanblung Bon £iatjen inl Buge gefapt. Unter ben jablteichen Berfueben jut tünfllidben 6et>

Bon 2. batten erft 1879 angeftellte einen gewigen ©rfolg, unb jwar auf bie Bebultion oon Äoblebpbraten gegrflnbete. 2ie Bletbobe, bie 3- Sin ©laigow anwenbete unb 26. gebt. 1880 ber Koyal Society in £onbon mitteilte, ift febr loftfpielig unb febwierig. Sie beruht im wefmt> lidien auf ber Bebultion oon Moblebpbrate mt: baltenben Berbinbungen burcb in ber ©lübbipe Bet= ftellung

5onnap

brennenbe,

b. b.

fub ojpbierenbe SPtetalle.

2er

frei*

wetbenbe Roblenftoff oermag bann unter günftigen ;u troftallifiercn. 2ie iKealtionen per* fangen fomit bbP< 2empcratut unb bermetifchen abfehlup ber äupem l'uft all Botbebingungen für

Umftänbm

bal ©intreten ber Bebultion. dannap gab 2ierll unb etwal BaraffinfpirituI nebft einigen ©ramm bet Metalle 'Magnefium, Aalium, Batrium ober fiitbium in 40 cm lange, febt bietwanbige ©upeifenrobre, bie nach bem güllen burcb Sufchiueipen bei offenen ßnbel luftbiebt oerfchloffen würben. Solche Bohre würben bann im Bcoerberietofen 14 Stunben fang jut bun* teln Botglut erbipt. aber oon 80 auf biete Seife

nur enormen 2nict bet 2ämpfe aul, befdtidten Slobcen hielten

bie wenigften ben bie

ficb

aul bcn

ein*

gefchloffenen glüffigfeiten in ber fiipe bilben. Stobl* rohre e!rplobietten,Schmiebeeifenrobrejerriffen,unb nur ein Bohr, unb jwar jene!, bal mit iütbium* metall befdiiclt war, ergab ein oolltommen gflnftigel Befultat. 3'" »beta Seile bei Bobrel fanb man

eine febwarje, glatte

Maffe Bon

floble entbaltenbem

©ifen, bie einige Meine, burchfithtige, febr batte Mrpftalle umfätlop. htannan bat biefe analpfiert unb fte all 2. erfannt. alle frühem Betfuebe, auä) jene oon Silliman, Eagniatb Satour, 2elprep, mitteil bei elettrifchen gunleni bie Soblenelettroben in 2. JU oerwanbeln, tmb mipglttrlt. 'Bur bie jahrelang fortgefepten Bttfuche

mal

lünftlicbe

2.

oon Jjannap haben jum erften* 2och oerbürgt auch immer ein fcchercl 'Befultat;

geliefert.

'Metbobe fie ift auch oiel jii gefabrooll, um im gropen ang^ wenbet werben ju Ibnnen. 'Bon befonbetm 3ntetefle für bie aulfiäit auf tünftlidje 2arftellung bei 2. war bie 1891 gemadite ©ntbedung eine! gropen Maren 2., ber ficb nebft mectern febwatjen biefe

nicht

mm



35iomont (t^pogrotJ^ijc^) in

tinem Scl^liaum einei im Sanon Xiablo

(S(ri>

;ona) nefunbtncn iDteteoieii jogin oon Stontmorenep unb Sngouleme, ^eb. 1538 in ©iemont, war bie illegitime Soebter veintitbd oon Orliand, naibmaU .^tmriib II. oon grantrei^. gbre StuUer war nicht, wie man wopl gemeint bat, Siane be ©oitietd, fonbern eine pinge ©iemontefin, beten ©unft bet ©tins im gelbjuge non 1537 ge:

prf

'^“«^cn,cn,-Nn, xh. + ch.cCH;;Ch.>il

Wonnen

batte.

S.

b. g.

warb 1547

legitimiert, bei=

1533 ben Sietjog oon ßaftro, entajio gat: ber fd)on nach wenigen Stonaten im Itampfe gegen bie Spanier fiel, unb 1557 ben Slarfcball granj oon Stontmorenep, ben Sohn be4 groben ©onnetable, ben fie 1370 tinberloö oetlot. Sie ftolje unb tlugegrau fpielte inbenStligionöwirren ienet Seil eine heroorragenbe Solle, bie auf Set: ibbmmg ber ©arteien binauelief. 1588 half )'te ju

ratete

©on

ben $. bet aromatifibcn fReibe ift ba4 fDlctas pbenplenbiamin ober ©ietabiamibobenjol bemerk

liefe,

Icnöwert, weil e4 mit ©iajobenjolnitrat einen fyarb: ftoff, ba« Gbrpfoibin (f. b.), bilbet. 64 entftebt burdj Siebultion be4 2)initrobenjol4.

^iamonb 0acbour 5ajenott oon ftallntta

Siamdtttm (pom

(fpr.

beiemönnb babrb'r),

(f. b.).

I

_

grd), dia

Siäna,

febiebenen ital. ©bllerfebaften, namentlieb

Stauern unb fiotinern oerebrt würbe.

oon oer= non ben

I

3l)re ange:

waren baö Jieiligtum am ©erge

Sifata, ein heiliget Jgain am See oon 3Iemi, wo neben ibt ein männlidjer ©dmon ©irbiu4 oerebrt warb, unb bet oon Seroiuo JuUiu4 geftiftete Sem= pel ouj bem Jloentinifdien ßügcl in Siorn, ein ge^ meinfame4 ©unbesbeiligtum ber Satinet. SÖie anbete ital. ©ottbeiten würbe aud; $. mit einer gtietbifdjcn oetfdjmoljen unb bat im Saufe bet Seit alle öauptjügc ber gried). 3(rtemi4 (f. b.) angenom: men auf biete ÜSeiie galt fie fpdtcr al4 ©lonbgöttin unb al4 öertin be4 fflalbe4 unb ber Sogb, oor allem aber al4 Scbütierin bet grauen unb igtlfetin in ben 3!6ten ber Gntbinbung. $. ift auch bet 91amc be4 78. ©laneloiben; ®. ober Suna ift in bet ältem

j



nad) JL'eintidiö äbronbefleiguttg aber su bbcbflem petfbnliibcm Slnfebcii unb polit. Stacht brachte, llnnerminbert erbiclt fte ihren Ginflup, ben auch Statbarina oon Slebici al4 rechtmäpige ©emablin bc4 Jlönigd nicht ju brechen pctraoile, bis ju 2Im tiofe hielt fie bie ©ar: befiel) lobe (15.59). |

leien her ©nifen im ©leichgewidit,

;



I

b. b.

bet öfterr. fDlatine Sluobrud für bie ffladje bi4 8 Ubr morgend; $. fdjlagen, bie

Sag), in

I

eine

Mcm

OTcertabcn (f. b.) non 36 bi4 Äörpet' unb 42 cra Sibweiflfinge, mit bunlelafibgrauet Cberf eile, rolbraunemtHüdcnftreif.febwanem 6)erid)t, Obren, fjänben unb Sdtwanj, weipem ©adenbart. 6r bewobnt bie ©uinealüfte unb gep nanbo ©o. gn ber ©efangenfebaft ift er jicralicb bäufig, aber mein wenig oudbauetnb. ©rci4 30— 50 St.

Siäno’Crbcn, im

Stittelalter ein

f.

f.

Diandrus.

1).

d.

1’.,

hg.

oon ©niffrep (©ar. 1866).

Stanholögie

f.

(grd).,

Diauae), f. Axbor. Siaiia:Crben.

oon

diäuoi.a, «Serftanb»),

Senllebrc (bei Sctopcnbaiier). Sianthin, fooiel wie 6rolbrofm

Dianthus, ©panseiigaUung, nu.s,

l.

f.

(f. b.).

Stelle;

D. alpi-

Sllpcnpflanjcn.

Diantre

(frj., fpr.

bianglr, eupbemijufeb für

diablc), in Jlndrufungtn; Seufell ©erteufelt!

!

,

f.

Dlandrbk, S'ianbrifi^,

(f. b.)

jweite

greunbe» war

©on

\ ‘

i

Siana oon Xtantttidt, f. Stiane be granct. Siane be ©oitierd. 'XiäM Pon Siäna Pan iDerfaUleP, Strtemid.

bie etficrt,

ibre4 lönigl.

Siäncnhauni (Arbor Siancuprierter,

für iRilter

5errf*aft Sturafd beftanb.

unb Stontmorencoj bann bie

b.)

erft

Set Sob



de

Sagborben

unb grauen, fam juerft in SBeitfalen auf, bann oudj im iftarj, unb nctlor fub mit ©crfall be4 'Jtiltermefend. gn bet9!ormanbiegabe4 5>ianen> priefter, unoerebelidtte 3dget, bie gemeinfam auf einem gägetbofe lebten, gn Stapel gab e4 im 18. gabtb. einen S). (Ordine di Diana Cacciatrice), bet fid) aud) naeb Cfterreitb oerbreitelt unb bi4 jur

latbolifd).

fialbatina oom 6cfe ocnoicfen, lebte i7e auf ihrem Schlöffe SInet bis an ibten 2ob (22. ilpril 1566). Stau bat ibt nachge: rühmt, bap fie baPfierj be4Stbnig4nid)tblopburdi lorperiid)e Seije, fonbern mehr nod) butch ibeeit ©eirat unb ihren Jtiinftgefcbmad gewonnen unb gefeffelt habe, unb ba fie ihm leine ftinbet geboten, hat man annehmen wollen, bap ba4 Sethällnid nur ein ireunbfchaftlichtd gtioeitn fei. Sgl. Lettrvs

ftblagen, fooiel wie Sleocille fd)lagen.

Xiäna^Clffe (Orcopithecus Diaua ErxV),

(f.

nnlerfiülienb; ihre religiööTolit. Stellung waruhroff

ta4 6nbe ihrer Stacht,

oon 4 Ubt Sagwatbe

jierlidte älrt bet

£>emrid)

j

;

Gbemie Sejeidjnung für Silber. Siänii, Siane (oom fpan. dia,

unb

Jluogleid) jwifeben Jjjeinrid) III.

oon 'Jtaoarra, bem i'ie auch nadi feinet Sbton: bcfleigung nabe flanb. Sie ftarb 3. gan. 1619. Sinne be fPaitier^ (fpr. biabn bi pöatieb), ©t< liebte.(leiuticbi II. oon grantreid), geb.3.$ept.l499, au4 einer alten 3lbeUtamilie in ber Saupbini, bei ratete mit 13 gabten ben ©ranb:Sinii"^ weipem [fträuterpuloer. ©ad)4.

Siapadntn

(gteb.),

woblrieihenbed Streupuloer,

Siapafon

- -

in bti ünufit in gricct. 9]amc für Cltaoe (f. b.). SBeil bit(e biird) 'l>frifirj>ine btt Soittn« unb 3io^rl4n((cn entfielt, tabtn *>'« Sronjoftn baä ffiott 35. beim 3i>ftnimcntenbau unb in meiterei !fu4bebnung fogar bei bet €tim< muna btt ^nftrumente anftenanbt, fo bafi 35. niibt nut Ültenfut unb CTgettegijtet, fonbem au(b Aam= meiton unb Stimmgabel tejeidmen fann. (gttfc.) , ba« ®anbetn bet weifeen Slutlörperiben butdj bie unterlegte fflanbung bet ieinfltn tBlutgefd^e binburd^, tbcrin na betn unb fo Stniab ju patenibbmatifen ^Blutungen [geben. Siatibiitc (grcb. , f. Cuinte. bie

I

Siaiibän

(grdi.), buttbfibeinenb.

35iapbnn:

bilbei ober 35iapbanien finb bilbliibe SatftcU lungen, bie erft beim ^inbutibfeben gegen beileg IMibt }ut ISirlung (ommen. @cttbbnlid) bejeiibnct man mit bieftm 9lamcn 9laebabmungen ton @Ia4: gemdlben ouf genftetn, beftebenb in illuminierten ober bunlfatbig gebnidtcn liitbograpbien, bie mit< tel« eines Haren gimiffcS (35iapbanlaef) buteb= febeinenb gemaebt unb auf eine ©laStafel ober jtti= [eben jmei @laötafeln geliebt fmb. 35ie^banbilbet

man oft auib bie Sitbopbanien (f. 35iapbonTabierungen fmb ein ßrjeugniä

nennt

'fibotograpbie

auf einet mit

rduebem

b.).

bet

unb itttben bergefteilt, inbem man Hbgrunb überjogenen unb bureb 91n:

gefcbitütjlen Qllaeplatte mit bet 9iabiet
tte bem 3age4licbte auSfegt , fo bab bie Sabietung ebenfo lopicrt roirb wie baä negalite ©laSbilb einer getob bnliebtn ^ibotograpbie. (S audi 3'iapbiinlcn, f. 35iapban. [gerapbanien.) .

Xietbboniteitr

Xiabbonnmitfr,

tigleit.

(grcb.).

SiaftbSnie

f-

f.

I^urebfieb’

l™**' mebijinifebe. ©eleuibtungSappa!

(greb., «giteiftimmigleit»), in bet alt:

gtietb. iKuftf bie Xiffonanj (im ©cgenfali }ut Spm: pbonie ober fionfonanj), tturbe im fStittelalter bti ben erften USerfudben btt SRebrftimmigleit jut Se= itiebnung eines in Cuinten= ober CItaoenparallelcn laufcnbcii jmeiftimmigen SageS gebrauibt (f. öucs

halb unb Organum).

Siapbobbfe (grcb.), bie ;5autauSbflnftung, baS (f. äuSbünflung unb Sebtoeib). Xiafi^atctife^c bRittci (Ditphoreilca, auib Sie »et= febtoeifetreibenbe SDlittel. ben gegen oerfebiebenartige Iranibafte 3'ittänbe mit grobem IBorteil benugt. 91nmentli(b leiftct baS Sebtoigen

Sudorifica),

biapboretifebe flurterfabren bei allen 6rlfiltungS> tranibeiten unb rbeumatifiben Wffellionen, bei ebro= nifeben öoutleiben, bei gettleibigleit, bei übermäbi> gen 35armcntleerungen unb mandjen gormen ber a'afftrfuebt fomie alS berubigenb unb erfeblafftnb itirlenbeS Wittel bei Irampfboften Jlffeltionen bet

terfdjiebenften Srt reebt erfpriebliebe 'Sienfte, bceb erforbert feine Snmenbung bti ollen febmäibliiben, febt erregbaren fomie mit 2ungen> unb öerjleiben

bebafteten Äranfen grebe ^orfubt. JaS einfaibfte jieberfte Wittel, Sdjroeib bertorjutufen, beftebt in Ginbflllungen in mclltne Teden ober ©etten unb

unb

bem

@enub ton

itarmem ©etrdnl (©affer, glicbtr^, Sinben- ober ÄamiUen= Ibee). SBon ben mebifamenlSfen Witleln merben gleic^eitigen

reicbliibem

253

JSiopqem

bem gltiiben 3>tcd baS effigfaure flmmonial, manebe dtberifib-ilige unb fpiritubfe Wittel, bie gpecacuanba fomie baS Opium unb feine ^Irdpa^ rate benugt; eine befonbtrS intenfipe unb anbal> tenbe Sebmeibabfonberung bemirft baS $ilofarpin 3u ben trdftigften 3). W. gebbrtn auch bie (f. b.). marmtn Sldber, bie feuebtmarmen ©inpadungen, }u

bie irif(b>r6m.

SiiMtkorU,

Sdber unb f.

Siaitqragma groerebfeU (f. b.); bung beSfelben.



bie 35ampfbdber.

Sibilfglaserj. (greb.) . in bet

Snatomit

SiapptagmitiS,

baS

bie (Sntjürn

— tiber3). inberSotanil f.^qui»

gn

ber Optit ift 35. ober Slen> bung bei treiSfSrmigc febmaiit 'Jting, momit man bie ©laSlinftn fo bebedt, bab nut ibt mirlfamfter, b. i. ibt centraler Seil bie Sicbtftrabltn bureblaffen tann. 3)aS 3). bdlt alfo bie ftSrenben Stonbftrabfen non ibrer Witroirtung bei bet Sntftebung bei £infen< bilbei ab. gn bet ^Jbbf'l bt'bt 3). bei ben ton> ftanten galoanifeben Elementen bie poröfe Sebeibt! roanb, melibe bie Wifdmng ber beiben gluffigieiten erf (bmert, ohne ben Übergang beS eleltrifeben Stroms non ber einen jur anbern ju petbinbem. (S. @aloa-nifdjeS Element.) Siaftbtbstin, Otpibinafeptol, Uletbinbung pon OrnÄinolin mit pbenoliulfonfaurem Oppebi’ nolin, benifteingelbe, burebfiebtige Ärpftalle, bie bei 85° C. fdimeUen unb gepuloert fid) in gleieben Seilen fflaffer löfen. SaS 35. bcfibt berootragenb antifeptifebe ßigenfebaften; feine ©iitung berubt batauf, bag bureb febmaeb altalifebe glfiffigleiten (j. 5B. ©lut) baS ftart antifeptifebe 0;q)ebinoUn in greibeit gefegt mirb. Xialiigtbiva (greb.), ©trberbnis (befonberS bei fetaceen.



Suft), gdulnis, 31b)terben

;35iapbtboioftöp,31p=

parat }ut Unteifucbung ber SuftoerberbniS. (grcb.), >n ber Slnatomie baS Wittel* ftfld btt langen tbbtenfbtmigen Snoeben, melebeS auS tompaltem Änoebengeroebe beftebt unb in fei* nem gnnem bie mit gett ober Watlmaffe auSge* fflUte Wartbbble tntbdit, im ©egenfag )u ben bei* ben ©elenlenben, ben fog. (Spipbpfen ober Sipo*

pbbfen, gebilbet

melibe Pon fd^mammiger ftnoebtnfubftan) merben unb bie übertnotpellen @elent* Slaeb PoUenbetem ©aebStum per*

fideben tragen.

febmeljen bie bis babin bureb eine Anorpelfcbiebt pontinanbtr getrennten 3ia* unb Spipbpfen sSUig (Salbung beS ÄStpetS. miteinanber. SiafilaSma (grcb.), ©teiumfcblog, ©dbung ober

Xia)>n»c (grep.), dautauSbQnftung, SranSfpi* ration ; Diapnolca, gelinbe f^meigtreibenbe Wittel. !£ia)iot]a ober ©entenifia, im Slltertum ©c* lopsinfeln ober SlfpiS, gnfelgnippe im ©91®. non äigina, jur grieeb. Spatebie Äorintb gebStig. Siafiafititi, pbotogr. ©laSbilb, baS beimSureb* bliden pofitin erfibeint.

!SiaSfr)tbift#> im alten Sltben ein ©erfabren,

moburep bem Sinbringen Unberufener in baS atli* febe Sürgerreebt begegnet merben follte. Sin einem beftimmten Sage mürben bie Siamen aller altioen ©emeinbemitglieber Sffentliib norgeltfen unb bei jebem gefragt, ob et ein eebter attifeber Sürger fei ober niibt. gebet Slnmefenbe lonnte feine gmeifcl dubern. ©urben folcbe trboben, fo erfolgte eine Srirterung für unb miber, bann bie Slbftimmung.

Siagtäfe

(grd;.), gtrtum; gmifebenfall. Sin))t|em (greb.), Siterung, ©efebroür, befonberS 2ungtn; Diaprtlca, Siterung befötbembe

in ben

Wittel.

Siarfeefr - - ©iafpot

254

Siarbifr, son ten Sflrttn Sara ätnib aenannt,arob.«mib,6aupt(tobt be« türt.fflUoi(t4 5>. (46825 qkm, 3 Sanbfdjale: ßrflana, $. unb SDlatbin, 471 400 G.) in flleinaiien, in 620 m ßöbe, auf einer über 30 m hoben bafattiichen i^l4ma)je, netdie (teil jum rechten Ufer beö non einer öteinbrüde überfpannten Siflri4 abfällt, non alten (Dtaucrn unb aufitrhalb berfelben pon oubflebebnten sölumen> flirten umgehen, ift (eit lan^e ber bcbcutenbfte Crt auf brr loeiten {tochcbcne, bie bai Cuellflcbiet bc4 Siflhb umfagt. 2). ift 6iti beb Salib (@encralfloupemeurb) , mehrerer Siupter ber armenifchen unb flriech. ©eiftlichfeit, hat 47000 G., 6 Kirchen, fleflen 20 iWofcbeen, piele SSber, aub alter ,Seil ftammenbe, }um £eil aubflebebnte IBajare, eine armenifche Schule unb eine ^eitunfl in arab. unb tflrl.Spradhe. Son hier aub tpirb ber 2 iflrib (Schatt) (tromabmärtb mit glbgcn aub auffleblafenen !&om= raelfcUen bib Bagbab befahren. ®ie Rabrilate 3).b fmb sipar flrbgtenteilb burch europ. iDlanufaiturcn perbrinflt; man fabrijiert noch gelben unb roten lUtaroquin, SlaumreoU’ unb Seibenftoffe, (upfeme 2). ift on bet ©efage, ijjfeifentbpfe unb Sebilb. Stelle beb alten Jtmiba erbaut, tpelcheb, feit etma 230 tbm. Kolonie, fchon feit 325 alb chriftl.S)ifchofb> fig genannt, im 4. f^abrh. Pon Kaifcr Konftantin ertpeitert unb befeftigt würbe. 9iacbbem bie Stabt

ift

war ge

ein

3ahrhunbert btnburch Sig ber turtoman. Drtolibcn= bpnaftie, weldte fie 1183 an Salabin unb 1232 an beffen Steffen 91 iDtelil al Kamil non Ugppten per: lor. Seit 1375 gehbrte fie bet Zurlomancnbpnaftie pom Sthwarjen £)ammel. Sladtbem fie 1394 non 3:imur erobert unb oerheert worben, lam ge nach beffen

2urlomanen Pom läBcifccn 1507 pom Sebah 34macl Sog

Sobe (1405) an

5ammel, benen

fie

bie

non fgergen entriffen Würbe. 3m Cft. 1515 eroberte Sultan Selim I. bie Stabt feitbem nerblieb ge unter ;

ttlrt.

{lerrfchag.

Siardiie

bab glei^ititigc £ lanbb unb granfreiehb tennen ju lernen. 1858 lehrte er nach Sraglien juiilcl. £>ier warb et alb £iifto> riter unb Gthnograph ber ©efelifchaft oon ©elehr> ten beigegeben, bie auf Soften bet Stegierung bie Brooinj Geara unb bie llferlanbfchaften beb 9ma> jonenftromb ju bereifen batte. Sein @efuiibheitb= juftanb nötigte ihn feboch, 1862 nach Guropa ^u< tgdjutebren. Gr lebte erft in Stebben unb Seplili, ben Sßinter 1863—64 in fiigabon, bann in Sa= Popen, Gmb unb SJatib. .fiinfälliget alb jupot, fchiffte et geh im Sept. 1864 wicbet nach l'taglien ein, ftarb aber auf bem Sebige, lurj beoor baefelbe angegehtb ber Küfte non Sltaranbäo Sehigbruch litt, 3. Stop. 1864. S. oerftanb eb, eine gart oubgeprdgte Subfeltipitat mit einet butdjaub notionalen gär" bung ju nereinigen unb feine fehwungooUenGrgüfte bod) in ebler Ginfacbbeit, feine paterlanbifchen Scbilberungen im PollbmäBigen IBallabenton, feine erotifeben Gmpgnbungen in pollenbet mugtalifchen Sibpthmen aubjufpretben. Sag ©arrett, Gfpron> ceba unb 3onilla, Ghateaubrianb unb Gooper feine SSorbilbet gewefen, ift nicht ju oetlennen. ®ne ©e=

alb



bie wechfelpollften Schictfale erfahren,

Pon geringer IBebeutung gnb; bebeutenber «Löonor de Meneloea» (1847). Seinen Stuf

jeboch

(Stio be « IBraut

f.

Sartolommeo, Seefahrer, (. Siaj. Slntonio ©oncaloeb, bet bebeutenbfte btagl. Sichter, geh. 10. Slug. 1823 ju Gariaä ('fUro: oinj fDtaranhäo), erhielt feine wigenfchaftliche S3il< bung in 'Portugal unb wibmete geh auf ber Uni= oergtat }u Goimbta ber iKechtbmigenfchaft. Stach feinet Slüdleht warb et Staatbanwatt ju 3)latan= häo, entfagte aber halb biefer Stellung, um geh in Dlio be 3aneiro feiner Steigung für 'fioege unb litterar. tBefchaftigung hinjugeben. Gr beteiligte geh mehrfach anSeitfehriften, befonberb im gnletcge beb Jheaterb, unb trat felbft mit mehtem Sramen auf: itlioabclil», «Bcatrice Cenci», »Patkull», bie





aub 92 95 Seilen Stitroglpcerin, 5 7 Seilen Stitrocellulofe unb 0,s— 2 Seilen Slllohol. Siafpär, ein meift in breiten Säulen mit Pot" berrftbcnb entwideltcr Sangbfläche Irpftalligctcnbeb rgombifcheb, mit ©oetbit ifoinorpbeb S)tineral, bab auch bünnfchalige unb breitftengeiige Slggregate bil" bet, farblob, meift gelbluhweig unb gtOnlithweig, piolblau unb bann aubgejeiefanet triebroitifeh ; auf ber feht poUlommen fpaltbaren l'angbgäche erfcheint fehr ftarler '(Jerlmutterglani. öärteü; fpcc.©ewicht 3,s bib 3,40. Gbemifch ift ber S. wefentlich bab Sllu< miniumhpbrorpb, A1,0,(0H), ober AIO(OH), mit 85,0» gJtoj. Sbonetbe unb 14,98 ®aget, mit Sei' mengungen Pon etwab Gifenofpb. (h ift oor bem Sötrobr unfcbmeljbar, wirb aber mit Kohaltlöfung fchön blau Sauren gnb ogne GinwirlunA unb erft nach ftarlem ©lühen wirb er in Schwefelfaute auf" gunbpunite gnb Äogobrobflaia am Ural, löblich, ;

S)tafpora



255

S)iät (fiebcnSwcife)

edjtmnis in Unflarn, Sampolungo bei gaibo (im S>olomitmit Sonmb jufammcn), ®t(inet in Siiol (mit Koanit), Slajro^ unb (SpbciuS (mit Stbinirgel), Kfrolin (bfi Unionnillt) in i^fnnfploanitn (hier non

Siaftema (gtdi., 3mifiSentaum) , in bet altgried). Ptufilfotiel mie 3titertaU; biaftematifd) («mit 3mifcbenrau_meni), auägeSaltcn, lang anbaltcnb. ftttfemungemeffer. 3)iafiimttcc (gtib.), f. IXiaftMc, aud) ßttafi«

btfonbfter ScbSnbtit).

Siafpöra

(grib., b. i. 3tt(treuun(t), bei ben rcbenben 3uben unb im 9!eucn 2c(tamcnt bie öefamtbcit bet feit bem Sabplonijiben Gjril aufierbalb '^aldftinaS unter ben beibn. Sfblfcm, (irietbiii

bficnbn^ in iiebVten unb Kleinafien, jerftreut lebenben 3uben; im 1. 3abtb- n. 6bt- bei ben 3ubtncbrijten bie aufserbalb bet ®emeinben beb ^eiligen Üanbeä jetftteut lebenben ®loubenäfle= ngfjen; febt bei ben öcnnbutetn alle auberbalb bet ®emeinbeDrte mobnenben @liebet btt mrübetee: meinen; in bet ptot. Sircbt bie in latb. Sänbcrn unb anberreärtd jerfltcut lebenben ptot. ®emeinben. Sgl- ®otd)atb unb flobbelt, 3)ie beutfdje eoon= gelifcbe X. (öotba 1890 u. 1892). Stafpitafonfrrenj, tcangelif^e, 1882 im änfeblub an bie fiauptberfammlung bei ®uftao:



(grl mabl ber Jla$ninflbmiltcl in bcr Mrt ju bafe einerfeitä roticb«, Itidjt oerbaulidte

>>'*

3lu»=

oefttcfcen,

ebeiicn bat=

unb HagenS forflfdltig bermieben bäutiflc, aber Heine SJabrungsjufubren Sei Siebernben wanbtc mau fniber eine wirliicpe ^ungerbidt an, um bie Steigerung bed Stofiumfaged mfgli6l't ju befitrdnten allein man bat ii(b babon aberteugcn müHen, bag gerabe bei Aiebertranlen eine trdttigenbe, mdglitbft wenig be: (tbwcrenbe Z. am Ztlage ift. (5. lieber.) 3ei £ia: betilern reitet man eine Siatrung, bie frei bcn Sotlebbbraten aber wenigftend arm an foldien ift, um bie Stuefdjribung bed 3udcrd ju betdmpfen. iS. Ziabeted.) 5jief geleiftct haben bie entfets aerei(pt werben, anbeterfeil# jebe iibetfüllunfj

ilberanjtrenflunfl bes

wirb,

b.

i.

tungdturen,

bie eine

abnorme

ffettlcibigleit be:

Idmpfen, unb bie Haftfuren, bie burtb ipftema< pon 'liabmngdmitteln bcn Cmdbnmgd: juftanb in bie .66be bringen fallen. 3“ ben (!til= jellungdluren gebart bie Sanlingfur (f. b.), bei bcr Seit unb ftoblebbbrate bei bet 'Dabtung audge> fdjlaifen finb, bie Ifbfteinfdte Sur, bei bet ber (Senub

tifdte ,'futubr

pan flobiebpbraten pcrbatcn, bet non Jett erlaubt bieCttel'Stbwcningerftfcefiut, bie butcb 6etab> fegen ber Slüfftgleitemenge beilfamc fflirtunjm jeitigtjn SdUm pan Setticibigleit, bei benen |iib burtb Settanbdufung am ^rjen Kreidlaufftbrungen cntwideln. ('Stdbered f. Settfutbt.) ©egmfag ju ift,

3m

biefen

Kuren

lungen an

mit bet bei Crtram

ftebt bie 'Jitafttur,

.'öpfterie,

Steuraftbenie

unb

dbnlidbeit

mffcttionenübcrrafcbenbelSrfolgectsieUmotbenfinb. (S. Hittbcllftbe Hur.) 3urBeieitigungpetfd)iebencr ^ranift^cr Stbrungen bient bie bie Slüfngleitd.tufuhr beidbrdnfcnbe, lebiglid) pcgetabilifibe Haft ge= ftattmbe Stbratbftbe Kur (f. b.). äJielfacb ift batunt geftritten worben, ab Sleifcb" 1 0 ft ober fPflanjenloftbem üllenftbeit }uttdglitbcr Soweit bie Ztdung bed (Siweigbebarfed bed fei.

Kbtpetd in grage fommt, ift entftbieten bie glciidj: foftPot)U)icben, bicbadl^wcig in iciebt perbaulltber unb gut audnugbater garm entbdlt, wäbrmb bad pflanslitbe Ciweib, bao nur bei bcn i’ülfmfrütbten einen hoben Broinitfag oudmatbt, piel weniger perbaulid) ift, ba ed pan unlbdlitber ücilulofe um: ftbloffen wirb. 3ft burtb bie 3'ibereitung ber ipflan:

jenloft biefe 6ütle entfernt, fo

(Siweig

ift

bad

pflanjtitte

immer notb weniger audnugbat ald bad

animalifebe.

3>'fblfldbeffen

'Henftbm mit reiner

Idnnen

nur wenige

fitb

pegetabiliftber Haft in Stid:

ftaffgleitbgewitbt bringen; ber

Körper perarmt alh

mdblid) ön ©iweig, unb 'iltudfclftbwdtbe unb botb' grabige Blutarmut fmb bie galge. gür bie Zedung bed Bebatfd an Koblebpbraten bagegen, bie infolge ihrer IciditenCppi'ierbactcit einmal üiweigcrfparen, anbererfeitd

bpnamogen wirten, lammt

in elfter

Pinie Bflanjentoft inBetratbt. Ziefe beförbert auib infolge leitbter 'Keijung bet Betbauungdwege bie Zarmbewegung unb ftbügt oor Stublaerftopfung, bie bei reiner gleiftblaft nidit feiten

ift.

Sitteratur. ffliel, Ziftb für Süagenlranle Sarldb. 1892); berf., Zidtetiftped Kotb» bud) (7. Vtufl., gtcibutg 18fH>); Bietmann, Ziftb für Pungentrantc (Sarldb. 1882); (fpfelein, Ziftb für Slerpentranle (ebb. 1883); Ufftlmann, Ziftb für weberlranle (ebb. 1882); pan Boit, 'Bbpfiologie bed Stoffwetbfeld unb bet (Srndbtung (im «.tianbbu^ bet Bbbftolögie», VI, 1, Ppj. 1881); Bafmann, Zie Be» beutung pan glciftbnabrung (ebb. 1880) 'Html unb (7. Slufl.,

;

!?iäicn

öwalb, Sien 18951; .fiepl, 2ic ftrantonloft ('3ctl. 1889);3!aumann,£pjtcmati!bctRod>tunit(2.aufl., 2tebb. 1887) '3cmtr4flet, TiStooridjriften für 6e> ;

iunbe unb ftranle (üpj. 1895).

SUit

erfolgen.

;



Uffelmaim, 2it ßrnäbrunfl bc# (iciunbcn unb ttaii> bearbtit« ron 'Hunt unb

t(n ülleniicn (3. Slufl.,

im polit. Spradigebraud! '3e: Sigungdperiobe einer parlamen:

dibte),

(frj.

jcidmung für

bic

tarifcben flbrperfdtaft.

SUtär,

6mpfdnget bon Sidtcn (f. b.). lat. dies, «Sag«), Zagegelber, nad) Zagen beredtnete Sntfwdbigung für jol^e ber

Siäten (bom bie

Zienfte, melt^e nitbt in begriffen ftnb. angeftellte,

bem

Sie werben

fonbem nur

fidnbigen (Sebalt

teild

an

nitpt

im

bauernb

jeitweife bei IBepirben be
gebungbcr@in}elftaaten; binfitbtlitbberetatdmdbig angefteUten Steitbdbeamten werben nad) bet '3er>

bem Crten

otbnung Pom 21. 3uni 1875 (Steidtdgefegblatt, S. 249) fieben Klaffen unterfdjieben; 1) bie ßbefd bcr oberften StcitbdbebSrben (30 fDt.), 2) bie Ziret* toren bet oberften Steitbdbebdrben (24 211.), 3) bie portragenben Stdte bet aberften Stcitbdbebbrben (18 21t.), 4) bie SRitglieber ber übrigen fHeithd^ bebdrben (12 2J1.), 5) bie Selretdre ber bdbertt fHeitbdbebdtben (9 H.), übrigen SteididbebSrben (6

fi)

bie

Subalternen ber

Unterbeamten 'it.). gut cinjelne Kategorien Pon Beamten, B. ©ifenbabn!, Boft=, Konfularbeamte, bie Be« amten bet Sltilitdr: unb Harineperwaltung, bc> 2It.), 7)

bie

(3 j.

über bie beutftben fecere f. Zagegelbcr. gerner werben burtb ben Stbgeorbneten ju gefeggebenben Berfammtu^en bie Haften er< fegt, wclÄe ihnen burtb ben äufentbalt an bem iteben teilweife abweitbenbe Borfebriften.

Z. im

pm

Berfammlungdort

entfteben.

6in Berjitbt bet äb=

georbneten auf gefegmdbig ihnen juftebenbe Z. ift gewbbnlitb für unftattbuft erlldtt. (Sd fmb fnft allerwdrtd folibe Z. üblid), audgenommen beim Zeutfeben Steiibdtag, beim engl. Ifeit bet iweiten 'Stenatution), wo aber lebhaft für Z. agitiert wirb, ital. Barlament. Zie beutfibe Sleitbdpetfaffung 31rt. 32 nerbietet jebe «Befolbung ober (Sntftbdbi= gung» für bie Steitbdtagdmitglieber «ald foltbe»; burtb ein reiibdgeriibtliibed (hlenntnid ift audge« fprodben, bap bterunter auch Z. aud fog. Bartei» fonbd fallen. Zugegen ift ben Hitgliebem bed meitbdtagd freie Gijenbabnfubtt bidbet nur jwifdpen Berlin unb ihrem fflobnfig mdbtenb ber Sefftond» bauet gewährt. Sftan betraibtcte bei (Srriebtung bed beutftben ©efamtftaated bie Zidtenloftgleit ald Kor« SBieberbolt rcltip für bad allgemeine äöablretbt. (julepl 1894) aud bet Bütte bed 'Keiibdtngd geftellt« Anträge auf (finfübtung pon Z. ftbeiterten am

unb

gn ^r Zbeorie bat gobn Stuart 'Büll bie Z. beldmpft. übet bie Z.in ben Bolldpertretungen ber beutftben

SUiberfpnitb bed Bunbedratd.

befonbetd

(finjelftaatcn giebt bie falgenbe Üböiitbt Sludlunft;

Diätenflaffe

Xt&ten

iB^ll Ö«^tn 6a»fTn

13 Vi.

....

...

iPrdunfdttprig

Afflfa

....

...

Sippe

ClPentmrg

Sreu^en Xrufi filteret £inir

...

9)rn6 jüngerer £inir

.

.

.

.

Soififen

Sa(pjen«Vlten6u» Sad)|en:9oburg^otl)o eaebien

neiningm

.

-

-

.

EctbfencfBeiinat S(battmbiirg waltung. 31m 3. 3ej. befiegte er bei ©uanapuato auch bie Sruppen feined 3!ebenbuhlerd Jglefiad unb würbe Rehr. 1877 für bie Jeit bid jum 30. 3cop. 1880 jum Sräfibenten ber 3(epubli( erwählt. Gr ftellte bie Stube im 8anbe wiebet her unb würbe auch Pom 9tudlanbe anerlannt. 1880 legte 3. bie Regierung in bie öäiibe feined polit. Rreunbed ®e> netal Manuel ©onjalej, für beffen fflahl et gewirlt batte, nieber unb leitete junächft bid jum Juli 1881 bad Minifterium ber öffentlichen SIrbeiten, um meh< rere grobe Gifenbabnbauten ju Gnbe ju führen. 3ann übernahm er ald ©ouoerneut bie Serwaltiing bet ffJrooinj Oopaca, würbe aber 1. 3ej. 1884 non neuem 9räfibent unb 1888 jum brittenmal, nach> bem er eine 'Setfaffungdänberung burchgefeht hatte, bie feine SBieberwahl ertaubte. 1892 unb wieber 1896 würbe ihm bie 'Sräfibentfchaft übertragen. 'JRepilo erfreut fich unter feinet 3tegicrung bed innetn Rriebend unb guter Crbnung. ®(aj be la $eSa (fpr. biap bö ta penja), 3car: ciffc, ftanj. ©enremaler, geb. 20. 3lug. 1807 ju 'Sorbeaur, geft. 18. Slop. 1876 ju 3Jlentone, fdjuf treffliche Sanbfehaften unb entlehnte bie Stoffe ju feinen ©entebilbem, bie et butih pitaiitc Sarftellung JU machen wufite, meift ber SJlpthologie fjihantafie; hetporjuheben fmb: Crientalin im Serail (1844), 3er Sicbedgarten (1846), 9enud unb Slbonid (1848),9abenbe Sltäbchen (1849), Schlafenbc Sipmphe (1854), Gnbe eines fehönen 3agd (1855). belicht

unb

®ta}ettgid (greh.; lat. ditgunctio, «Srennung»), ben gtiech. unb röm. Mufdtheoretitern bie 3tcns Pon jwei nadjeinanber folgenben unnctbun= benen Setrachorben burch einen jwifchen biefen oor= hanbenen 3on. So befanb fich jwifchen ben beiben unoetbunbenen Setrochorben e-f-g-a unb h-c-d-e

iein Schiff nach ber galtorei

bei

lüfte

mmg

fdmtlicber 'IRannfchaft in ber !)!dhe bed Hapd ber ©Uten Hoffnung im Sturme unter. Gamöed hat in

ben «Sufiaben» 3.’ Serbienfte perewigt.

®iaj,

SjSorfirio,

'Srdfibent

Pon

'jRepito,

geh.

1830 JU Capaca, nahm 1847 an bein gegen bie 'Sercinigten Staaten teil unb fchloh ftcb 1854 bem Slufjtanbe gegen ben 'Srd= nbenten Santa^ilnna an. äluch an ben 'Sarteh Idmpfen bet folgenben 3ahre beteiligte et fich eifrig auf feiten bet 8ibtralen unb trat bem Kaifer 15. Sept.

Kriege

noch ber

Jon

li.

®io)oaiiitbotterhittbttnsen , ®iado(ienjo(, ®iiijpeffig(flPP> ®iagpgrnjii>c> f. 3iajoper> binbungen.

®i ajäma (gteh.), Umgürtung im altgricch.Jbca: ;

Siame ber 'Jtunbgänge, welche bie amphithea* georbneten Sibreihen in bie perfchiebenen Stoetwerte glieberten. [Sjofarbftoffe.

tcr

tralifch

®la}»ticrcn,

f.

Siajopetbinbungen

;

f.

auöh

.

.

:

.

1)

259

S^tojooerbinbuiigeit

XidgoBerbitibangeii,

3etieSun9burN:N«CH-NaCl + 2H,0.

laffen

fitb

menn

fie

C, T, N N CI + C, H, N (CH,), = C, 11, N N C, II, N (CH, ), HCl 1

Stasobrn^oli^lonb.





:





:

bann neben bem 2ia30tbIorib notb Sblomatrium in Säfung. 2iefe (IberfUbrnng non amibonerbinbungen in 2. nennt man 2ia30> tieren. 2ie gropc Siealtionifähigleit ber 2. ner; fDIan erhält

leibt biefer Äärperllaffe eine groBeffiiibtigfeit.



;

binbungen nm, bie ju ben ajofarbftoffen (f. b.) gebären, aui 2)iaioamibobcn}oI entftebt auf biefe Seife amiboajobenjol natb folgenbct (Üleicbung:

berechneten IDtenge non Sflatriumnitrit (l iDlolefUl auf 1 fDioIelal anilin) bin3ufagt. Serfepungen burtb (Wärmung 3u nermeiben, Ifiblt man bie 2et Sorgang ift Jilüffigleit forgfältig mit Gii. folgenber: •



Säure auf aro’ matifebe amine bei abmefenbeit oon anbem Säuren einipirh. Sie finb bei genjäbnliebet Jemperatur be> ftdnbiger ali bie Siajofalie nnb jerfepen fieb cr|t bei oiel bäbrrer 2emperatur eiplofioniartig. SDit Säuren bilben fie leine Salje. IBei längerm Stehen ber altobolifeben fiifungen, befonberi bei anwefen« beit Pon faljtaurem anilin (ober anbem aromati> f

unb anilinan:C,H,-N;N'Cl + C,II,C, H, + HCl 2)iefelben

= C, II, N N NH

NH,



;

fa()(aurfi Anilin

SBenn

mdre ober fetunbdre aromatifebe amine auf 2). einmirten, fo entfteben gelb gefärbte frpftallinifebe, in SSaffet unlbiliebe Kbrper, bie 2)iaioamibo> nerbinbungen. 2ie folgenbe @leiebung giebt bie Silbimgiweife bet einfaebften $ia3oamibopetbin= bung, bei Tiajoamibobenjoli, aui 2)ia)oben
idroiSmuS

2. wirb befonberS non guwelieren

^ut

Prüfung bet

Gbelfteine nerwenbet. GS befiehl im wefentliden aus einem langen Äallfpatrhomboeber in einet cplinbrifchen »ttlfe (f. umfteheiibe gigut), bie am Cbfedioenbe eine auabratifihe Cßniing, am Dtulor*

enbe eine Supe befißt. Siihtftrahl, welcher

2et Äaltfpat

ben Ärpftall k

}erlegt

ben

paffiert h«t, in

}Wei Strahlenbünbel o, c, bie im wefentliehen bie Wchfenfarben beS ÄrpftallS k jeigen. 2iefe gatben finb für Slnbalufit: gelblidgrfln, rotbraun; für GhrpfebetpU gelblichgrün, grünlichrot für Gpanit hellfteS lidlblou, bunlelblou für 2idroit laoenbeh grau, buntelblau für Spacintb liihtgrünlicbbraun. ;

:

:

;

;

:

.

262

®id)te

--

®itfenS

rotbraun; fütSRubin: rot. blduliifarot; für 3apbir: blau, flrrlnlidjblau; für Smaraflb: flrün, flclblid)' flrün; für

0 «braimlm Sopao:

wciiiflclb, rot;

2i(f, bie engl, älblütjung für Jiidtatb. Siitblntt» $flan)engattung, f. Crasstü«.

Sitfbatm,

fflr

Siife,

f.

f.

2arm.

Ximenfion.

Siete tBsifr,

f.

IBade.

Sitten«, Gbatled, ftübet betannt unter bem $feubonpm Soj. engl. IRomanfcbriftfttllct, geb. Sebt. 1812 ju lianbport bei ^ortemoutb, inurbe iuerft in Gbatbam, mo fein 'Sätet bei bet ÜRattne^ oetlnaltung angeftellt inar.bann in 2onbon etiogen. SUd et 10 S- alt war, braid)tigtcit/ in bet $b?r>f, i- Xidjte. llbet bie 2). bet Seoblletung ). iBenölletung.





Si4Hg((it#mcffcc, f.

lopiel roie 2i(btenme|iei,

2enfimetet. (S. autb 2afpmeter.)

XintfuKtt,

2 iiqtaiig, ÜJlittel,

f.

ißoefie.

lUbeiung

ober

ißadung, bab

um jmifiben jlpei SRetallfldiben einen bitbten

3ibf

2

unb im befonbern pon ampftöbten 2ampflettung. Soll bie 2. ein leiibteb Cffnen beb tmiftben ben ÜRetallfldtben bctgcftellten Siet: ftbluffeb geftatten, luab bei ben ilRannloAbedeln bet ampffeffel, bei RSerftbluftbecleln non ampf> locbgefdben u. f. lo. notmenbig ift, jo petmenbet man alb i(btungbmaterial mit lalg gctrdnfte Üanf|bpfe, iRinge ober Stbnut aub pullanifiertem )(aut|(buf, !8 lei,l[lappe, mit ÜRcnniglitt petmengteb iSetg. !lm fdttnicngften ift bie 2. Pon gegen= einanbet bemegten SRctallfld^en, trie betflolbenin ümpfcplinbern, in?5umpen> unb (äebldfecplinbem fomie bet Aolbenftange in bet Stopfbüdbie. $iel-ja tei

263

X)icf^äuter

ten ibm fein jlltenglant) auf jetem €(bntte Sutb in «Pietnres from Italy» (1840) mu$ man neniger eine eigentlidte Steifebeldbreibung al4 eine IHeibe con SaifteUungen fudben, in benen bie cubjeltiBitSt beä ^erfoiferä oorteilbaft beroorttilt. cie erftbienen juerft teiitbeife in ben «Daily News», füllte,

lieferte.

1872).

Sitfpt f. Vale. Xiifc XottHc, ©tfinie, f. Slucaton. Sieffnft (Oedienemns crepitans Tcmm.) ober faft '!% m langet unb 80 cm (laftembcr Steljnogel aus ber gamilie bet ©egenpfeifet (f. b.), non braungtauer garbe mit fd)mar)cn Sibmung< unb febmar) unb meifi gebdnberten Steiie^ebern. 3)ie ©eine finb }iemlid) bod), ber ValS unb Stbnabel Xtiel, ein

runbe ifopf ift mie bie Jltigen iiemlitb grob. ift ein greunb bet Steppe unb finbet fid) non gnbien bis VoUanb, ftbeint aber in baS meftl. ßutopa ßt ift ein einjamer erft neuetbingS ein)umanbem. ©ogel, ber fub non allerlei deinem ßietiet erndbrt. abitf fltofdieii, f. SMdtbaler unb ©ulbengtofdjen. Siifpäiitcc ober ©ielbufet (Pachydermata ober Multungnla), 3iame einer groben ©ruppe meift grober unb plumper Sdugetierc, beren fdimerfdUiger ©iimpf auf biden, nerbdltnismdbig tu^m, rubt, beren 3fbm mit ihrem ßnb« maffinen gliebe in bömigen Vufen fteden unb auSfd)lieblid) beim ©eben )um Jluftteten benubt metben. Sie 3nb.l bet 3tbot meibfelt infofem, als fünf bis lut), bet

I

3)et 3). I

I

I

^bm

Stille

3ebm ben ©oben berühren lönnen ; in leb> term galle finben ftd) aber ftets nodt rubimen’ tdre 3tb*n, fog. afletdaiien, bie in einiget Vöbe übet bem ©oben fipmeben unb benen ftets unnet’ fcbmoliene ©noiben in ber Sdittelbanb unb bem ©littelfube lut ©runblage bienen. Überall metben bie gflbe nur jum ©eben, nie jiim geftbaiten, Siet’

jur Seite.

tem

:

trat in 5traft btt fCarftellung

;

mie in pbantafienoUcr ber ßtfinbung S).’ beften Stiftungen mtttbig Sodt not btm Jtbfcblub ftarb 2). auf Itintm Sanbbaufe @abS>Vill bei IHotbefter 9. 3uni 1870. Seine Seidje mürbe in ber Jicbtetedc ber Seflminfterabtei beigefebt. 1). ift ber gerabe ©egenfab }u ßbmatb ©ulmer (f. Sptton, ßSroarb 0eotge). äUeS nerlörpert fub bei ibm in lebenbigen @eftalten, mdbrenb bem Stil bie libcrfprubtlnbe S^Üe btS VumorS ben eigentüm: liibften ©ei) nerleibt. Siabei finb feine Stoffe jebem oerftdnblitb, unb tS haben biefe eibten, ebenfo untere baltenben als beicbrenben ©oltSromane, mie fic ßnglanb notbet niipt befab, einen nttiiiben ßinflub 'DJit ben 3Uiiftra: ouf alle Stdnbe gemonnen.

jmei

ober ©raben benutit, aber nidjtSbeftomeniger finben ftd) in ihren dubetn gotmen febr niele ©ei’ ftbiebenbeiten nom fdulenförmigrn gupe beS ßlefanten biS jum gefpaltenen Vufe beS SAmeins. Üud) baS 3abnfpftem ift aubcrorbentlid) mecbfelnoll unb nur infofent flbereinftimmenb , als meift alle breijlrten nongdbnen, Sebneibe’, ßd= unbSaden= jdbne, nottommen, beten JluSbilbung aber in allen moglitben gormen fpiclt. 3ie »aut ift bid, feft, fcbmielig ober faltig befetit.

nuni

©tan

fafete

unb meift nur mit fteifen ©orften in biefer febr unnatürlitben Crb=

©aSbömer, Sapite, unb bdung autb bie ßin«

bie Stbmeine, glufcpftrbe,

©üffeltierc, fliippbaibfe

264

®icfinfon



juiammm. 3n neuerer 3eit bat mon, nament! in Serietfubtifluna foffilet, äub^t jablteieber Svpen, beten äletnanbtfcbaft mit biefen S. man anetlennen mubte, not allen Singen bic sRüfieltiere unb bie Atippbadife (Hyrax), auegejibieben unb innetbalb bet anbetn jmei iHeiben anetlannt, bie Tut roefentlidb bureb bie 6ttultut bet gübe untere

Sie eine IReibe, bie bet @leid)}cbcr (Artiodactyla), jeilbnet ft(b burd) paarige S^ben aud, beginnt mit ben nietjebigen SInopIotbetien bet filtern Sertifineit unb Ifiuft in bet jebigeu Sdibpfung in ben Diilpfetben, 6Ontbeactionofdigitalisuponthenterus» 11855), «On the pathology of tbe leidney» (1861), •OatliefanctionofthecerebeIlum>>(1865),sOnthe uatureoftbeamyloidorlardaceousdegenerationsi (1867), rmin' tung ber ardhitelten 3)aphni4 unb Säoniug ein bureb ©rbfie unb Sraebt hetnortagenbet 91eubau begonnen, ber jmat niemalg nbllig noUenbet mürbe, nch aber bennodi big in bie legten 3eiten beg ßeibentumg alg Cralelftätte mie alg 3uflucbtgott für Serfolgte erhielt. Unter ben aug bet fUähe beg ®otfeg ©eronta ftammenben überreften beg Sei: ligtumg finb befonberg eine anjahl hacbaltertüm= lid)et fijenber Statuen bemerlengmert , bie ju bei= ben Seiten bet non bem ßafen Sanormug nach bem 3empel führenben «Seiligen Strobe» ftanben fieb feilt in bem Stitifiben Mufeum in Sonbon bepnben. Öleuerbingg fmb bort non bem Gnglänbet Gh- J. 'Jiemton auf Soften ber engl. Segierung unb non ben granjofen D. SRanet unb a. Shomog auf Soften ber Stüber @. unb G. non iRothfibilb meitere auegrabungen neranftaltet rnotben, über bereu

(Separt. fÖlamd, befcbdftigte fub feit 1830 mit ben tircljlichen Hunftaltcrtnmem beg fUIittelaltcrg. Seifen in granlreiib, ©ried'enlanb, Seutfcblanb, (5nglanb, Spanien unb gtalien ermeiterten feine ftnnftanfebaunngen. 1835 ronrbc 35. Selretdr beg “Siiflorifibcn Somiteeg ber flünfte unb IBenlmale». beffen «Bulletin archeologique» (4 Sbe., 1840 47)

unb

non ibm abgefabt mürbe, (littete 1844 bie «Annalcs archgologiques» unb grfinbete 1845 einen fpeciellcn Serlag für arcbäol. SBerle, 1849 eine fülanufaltur tür lirdjlicbe ©lagmalerci, 1858 eine gabrif für Sronjen unb ®olbfcbmiebe:arbeitcn in mitteloltcr: liebem Stil. Gr flarb 13.9!on. 1867 ju Sarig. Son 3).g Schriften finb ju nennen: «Histoire de Dien, iconographie des personnes divincs» (Sar. 1843,

Gh- 35. fRemton, «A history of discoveries at llalicarnassus. Cnidus and Branchidae > (2 Sbe., Sonb.

mit öoljfd,mitten) unb (mit S- Suranb) bagoManuel d'iconographie chrbtienne grecque et latine» (ebb. 1845), jmei Sebriften, bie baju beigetragen haben, in ben über SöieberherflcUung früherer 35enlnialc berrfdjenben anftebten eine erfolgreiche äinbening bemirlcn; «Iconographie des chapitcaux du Palais Ducal cle Venise» (mit ®.Surgeg, Sar. 1857)

SibQmpjpb, f. 35ibpm. (Sibbtnitg ^Abentinng, Sfenbonpm für Melancbtbon (f. b.). Sldyn&ma atamlna ober jmeimäcbtige



IHefultate bie beiben Stachtmerle Seriibt erftattm;

1862), le golfe

Slapet unb a. Sbomag, «Milet et Latmique, Tralles, Magugsie du Meandre,

unb D.

Priime, Milet. Didymes, Ilcraclge du Latmos» (2 Sbe., Sar. 1877 k.).

Diajfinl

(grib.), 3tnillinge

SibbmifCb

(f.

b.).

(gr^./ «gejroillingt»), hoppelt.

Staubgefähe,

bieienigen Staubgefäße,

einet 2'lüte in bet Sterjahl

non benen jmei länger fmb

bie in

nerbanben finb unb alg bie

nnbem

beiben.

;

270

3)ie



$iebfta^I '

äuisbitbunfl bes Slnbcdceuiuö liaben bie 14. lilafie (Didrnamia) beä Cinnec f. ».

terS, 2)ca«jlraglen u.

tem Gigentumer

fi'ir

ben

siifclgc feinet fjahrldfrig-

Sa

ber Segtiff

(eit

cingetretenen Serluft haftet.

tcr

rem. Giitmenbung andt bie Untericblagung,

Sie Sorftrafen mUffen ganj ober teilmeife berbQ§t ober erlaffen fein, Sin jebnjdbriget 3eitraum von

fclbjt ben »iffentliiben Gmpiang einet 31idjtfdmlb, ferner ben reddSioibrigen Oiebraud) einet Sacbe

3}crbabung

nmfafte,

6rlab

ober

lebten Strafe (ber iioeiten 93erurteilung oer>

ber

unb 3eitraum tommt ni fallSftrafe. Siefe betrdgt fflr einfacben S. 3uibt‘ bauS bis SU sehn 3bren, bei milbernben Umftdnben tmiftben ber erften

auf tiefe

io erftredt fid; bic condictio furtiva ijnlle, irie

audj

Sie inbem

auf ben ^a(l beS DtaubeS.

ftricbene

.fraftimg bes 'iicllagten

iur

Eigentümer baneben and) oollen Sdrabenetfati tetbern tarf; loenn tie Saibe nidjt surüdgegebeii ronrto, ben bbdijten 'Breis ber 3ioifd!enjcit bis sut d'enirtcilung. Ser Sieb bat leinen Sinfprnd; auf fall ieiucr 'iienricntungen, unb feine Grben lönnen mit tot Silage in tiefem Umfange 30 3abre lang

fflcfdngnis nid)t unter brei ÜRonaten, bei fcbloerem T>. 3u(btbauS niibt unter sioei fjnbren, bei milbem-

ben Umftdnben nidjt unter einem 3nbre. 3) Sa^ milien= unb£iauSbiebftabI(§-247): a. D. oon iUenoanbten auffteigenber Sinie gegen Semranbte abfteigenber Sinie ober oon einem ßl^gatten gegen ben anbem bleibt ftrafloS. b. JDurauf Eintrag, ber mradgenommen werben fann, wirb beftraft; ber 1), gegen ^(ngebSrige (f, b.) ebenfo ber h. gegen Sebtberren ober Sienftbenfdjoften bei beftebenber bduSUiber 0emeinf (gegen son dofmann, 6

geftellt« (Sotba 1886), « Hut Sebte non betOetepning unb non btt ifitibeftination» (Soft. 1886), «Sutber^ I

Sebte in ibtet etften ©eftalt» (ebb. 1887), «Snfbira^ tion unb Stttumlofigteit bet heiligen Sitift» (Spi. 1891), «Soll einmolflbet3nfpitahon» (Soft. 1893). Siebe, Sbotlotte, betannt butcb bie non 3Qil:

beim bon feumbolbt an

fte

getiibteten

\

flaffifcben [

•Otiefe an eine gteunbin» (8p}. 1847; feitbem in Dielen 9u4gaben, au£ttmoib), bei» ratete 1789 ben Dt. jor. Siebe in Saffel; bodb »utbe bie 6be 1794 getrennt. Sa fte ibt Setmbgen »dbtenb bet ^eibeit«Wege betloten butte, fu^te Oetfettigung fOnftlicbet Olumen ihren fit Sebeneunterbalt )u getoinnen. 1814 toanbte fte fub an 38. non £umbolbt, ben fte 1788 in Optmont lennen gelernt batte, um ibn, bet al4 preub. 6taat4minifter auf bem Rongrefi in 38ien tbdttg »at, >u bitten, ibt }ut SBiebetetlangung ibte4 in btaunfdjib. Oapieten angelegten SetmSgenä bebilf» litb )u fein. Sie4 loat bie Oetanlaffung }u einem 3)titfiDt(bftl, btt bon 1822 big >um Sobe löum» bolbta (1885) tegelmäbig fottg^ptt toutbe. 6pä» tet etbitlt fit butd) ftönig f^ebticb SBilbelm 111.

bi^

Sit ftarb 16. 3t>I> an Smmbolbt getiibteten Snefe

eint jabtlidie Untetftfltiung.

1846 in Eaffel. 3bie ftnb niibt erbalten.

So^ erfibienen «Otiefe non ßbotlotte S., bet ^eunbin SB. non Sumbolbtä, an Ratl Sibul}», ben Srubet bon fiumbolbtä Setretär (mit einet Einleitung bon Sotbbol}, 8p}. 1883). Sgl. Oibetit unb Stattmig, Sbarlotte S. (Salle 1884). ^(bcnbafen. 1) Steig im S3e}itl Sotbtingen, bat 946,89 qkm, (1895) 86.542 ( 44 558 mdnnl., 41984 IDtibl.) 6. (einfbliefcliib 3195 fSilitärper^ fonen) in 102 ©tmeinben unbjerfdllt in bie 5 Ran; toneS., Stntfib, Rattenbofen, SSebenoiefe, Sietd.





2)

S.,

ftan}.

Sbtonbille,

^anptfiabt beS Rteiftb S. unb besS Santonst S. (176,9t qkm, 22 ©emeinben , 41 695 6.), geftung britten Sange», 28km

PonSReb, 16kmbonbetftan}. unb 12 km bon bet lupemb. ©ttn}t,

120 lonolifierter,

m

am linlen Ufer bet biet

breiten fSofel,

non bet

ftib obetbalb bet Stabt ein fub untetbalb bttfelben loiebei mit bem

Öauptfttom Deteinigenbet Stm ab}n>eigt, liegt an ben Smien Roblenj Stier » S. (181,» km), S.= 9cMf^aul* ftonDrrfationi^&rrifDTL.

14. Vufl.

Y.

Slrtillcriebepotä

unb ®e}irl»lommanbo», einttDbet»

unb batte 1890: 8923 6., batuntet 2712 enangelifibe unb 162 34tacliten, 1895 : 9167 6., in ©atnifon ba« gnfanterietegiment Str. 135, ba»

6o|ne4 @otte4« (ebb. 1882, gegen SitfdbU 3ibto=

logie)», «S)et Stblofeftreit.

< SMflingen (69,8 km), S.»SClgringen» gentfib (16,1 km), 6aatburg>3Rebetl auf bem rechten Ufet ein» geebnet unb bie Stabtbefeftigung neteinfacbt. 3" treten



S. (im

SRittelalter

howeii)

»at

wo Oippin

Theodonis

rilla,

962 Dieden-

fcbon im 8. 3abtb. eine Ifinigl. iPfalj, bet Rleine 6of hielt. Serttag non

3w

SRerfen 870 lam S. an Seutfilanb. Später ge» bitte bet Ort }ut Serrfcbaft ntlon unb lam an Supemburg, mürbe bann burgunbifd) unb mit ben Siebetlanben »fterreicbifcb unb fpanifcb unb lam butd) ben Optenäifdpen gtieben (1659) an gtanlteicb unb 1871 an ba» Seutfcbe Seich. 3m Seutfcb» gtanpSfifcben Rtiege non 1870 unb 1871 mutbe S. Don bet 14. Sibifion unter ©enetal bon Ramele 10. SoD. 1870 eingefcbloffen unb 22. unb 23. be» morauf e» ficb 24. Sob. ergab. Sgl. Histoire de liiionTille (3Reb 1828) Spobr, Sie ßernierung, Selagerung unb SBefd)ie|ung non SbionbiHe im Seutfch=^an}6fifcben fliriege 1870/71



fcboffen, Sciffiet,

;

(Serl. 1875).

SiefeRbaA,

Soren), Spta^fotfchet unb 6tbno» 1806 )u Oftbeim im ©tobbet)OQ»

log, geb. 29. 3uli

tum fieffen, fnibictte in Sieben Sbtblbflit unb Sbi» lologie, lebte bann in gtonlfurt a. 3R., hierauf al» Sfaner unb Sibliotbelar )u Solm»»8aubacb, fpätet an Derfcbicbcnen Orten Seutfchlanb» unb trat 1845 lu Cffcnbacb )u bet bon ihm mitbegrünbeten beutfcb» Septere Stabt fanbte ihn in latb. ©cmcinbe über. ba» Sorpatlamcnt nach granlfurt a. St. 6r nahm

nun

feinen bleibenben SDobnfib in granlfurt a. fÖl., et 1865 )um pmeiten Stabtbibliotbelat ernannt mutbe. Sicfe» amt legte et 1876 nicber unb )og nach Sarmftabt, mo er 28. SDlät) 1883 ftatb. Sr bet» offcntlichte: «llbct Seben, ©efdbichte unb Sprache« (Sieb. 183.5), «Celtica» (2 ®be. in 8 Sbteil., Stuttg.

mo

1839—42), «Origines Europaeae« (granlf. 18611 SBbrtetbucb bet got. Sprache« (2®be., ebb. 1846 51), «'JRittellat. » bochbcutfd)» bibm. TBirterbuch« (ebb. 1846), «Olossarium « SJctgleicbenbe»



18

»

274

cNovum Glossarium latino-germanicum

Xueange),

mediae

et infimae aetatis« (ebb. 1867), igod;: unb niebetbeutfdted iBörterbud)», in SJerbinbung mit G. fflüldet (ebb. 1874 85), «SJblterlunbe D(t>



cutopaS» (2 IBbe., 3)arm(t. 1880). 9)eUetriftif(ben Snbnlti finb: «®cbid)te» (2 SBbe., ©ieft. 1840 41), «Siooellen» (2 (Stillen, Sp». 1866 66) unb mettete Olomane, wie «Sie ariftofraten» (^anlf. 1843),





$i(get unb (eine SenoKen»

• (Sin

«(Sfdjenbutfl

unb

(ebb.

(S((benbof> (ebb. 1852),

1851),

«Set

SJet=

tdufdjte« {V9 i. 1858), «Sie $fatrer«Iinbet» (tJtanlf. 1867), «ilfatgotete» (9etl. 1868), «arbeit modbt frei»

(Btem. 1873), «Set SbsI'nB bet Ut(uUne
alb

unb bet Ainbetwelt

gematPoU

butibge(fibtt.

jinb: (Sin

Sag

entlehnt

Seine belannte(ten

bot bet £ioib)eit,

Set

unb

IBilbet

SOeibnaditb:

bäum. Sie SSetlobung, Cedetbiflen, 9)eue !Betannt> Sie 3udef

(d)a(t (1882), Sd)ie6untetri(bt (1883), bitte (1888),

Ubettamung



in 2. au((., Stern. 1885), «©ebiifcte» (Setl. 1857;

1880), 1894),

u. b.

S. «Sieb unb Seben», 9BoI(enb.

«aub biet Oieicben. «3n bet beut((ben

Sebitbte»

(2. au(l.,

(Srüblingejeit.

®otba

17 Siebet

aub 1870/71» (öannob. 1871), «wub bcmÄinbet= leben» (1878; 2. aud. 1881 2. äbteil. 1881), «3tSb= liebe 3ugcnb» mit ©ilbetn bon ©. IKobn (1886), «')!e(tbd( bungen an ben Snben be* Stöbe* ober an ben ©tenjfldiben bet ®lattc übrig. Sen Serteilung*« juganb, in ben ein glicbtleitec butd) 3nflueni gerdt,

nennt gnbet

man S. ®.

Snfebauung S. ®. bet

3!acb

jebe eleltrifcbe 3erntt)irlung bureb

inifcbenlicgcnbcn 'llicbtlciter ftatt, wobei oueb bet Siaum al* ein polatificrbaret Vicbtlcitet an«

cete

gefeben wirb. Sieleitlntif (Miitulus), eine bei bet bot. Sdulen« otbnung ({. b.) notlommenbe platteiifdrmige ®er« lierung bet untern Sldcbe ber^dngeplatte am 5aupt« SUIenfäge, f. Sdqen. [geftm*. SUIlng,X ®einfcbienen. (Sielmann, 3ot. Sürebtegott, ©entemalet, geb. 1809 in Sacbienboufcii bei Stanifutt a. (Dl., b^ fuebte feit 1835 bie Stabemie in Süffelbotf; not« nebmlicb {teilte et Scenen bdu*licben Stillleben* bar.

S.* Scinil

jeigt

^togc

3>erliibtcit, feine

SguotcUe

haben eine faft miniaturenartige Seinbeit. Sie SDlebt« jobl begnbet fid) im Scfig Sranlfurtct Hunftfreunbe. S.|tatb 30. Üliai 1885 in granlfutt a. iUl. Sield, Jöermann Sief., ®biIoIog, geb. 18. )Dloi

1848 in ®icbricb a. !Hb-, ftubierte llafMcbe ®bilo« logic unb Vbüofopbie in ®etlin unb ®onn, war Sebtet am ©pmnofium ju ^leniburg, feit 1873 am 3obaiincum in .'öamburg, fett 1877 am Äönig*ftdbti« feben ©pmnafium in ®ctlin unb würbe 1881 jum orbentlicben Üllitgliebe, 1895 jum jtdnbigen Selrctdr bcr pbilof.’bit'tor. Alafic ber ®crlmer Sltabemie ber SBiffenfebaften, 1882 jum aiigcrotb., 1886 jum erb. ®rofc|]or an bcr Uninetfitdt ®erlin ernannt. 6t net« öffentlicbtc:

DcGalcni historiaphilosoplia’«(®onn

1871), uDoxographi graeci» (®erl. 1879; ®tei*« bet Stabemic), oSimplidi in Aristotelis Physica commentaria» (nConimentaria in Arislotelem graecai', IX, ebb. 1882), «SibpUiniiebe Sldtter» (ebb. febrift

1890).

ift Sebacteut bet non bet Slabemie net« Su*gobe bet grieeb. Äommentate ju Sri« fowic 'Plitbcrauegcber be* «Srebin* für ©e«

S.

anftaltetcn

fdjiebene Aapacitdt gleichet Aonbenfatoten

[totele*

fdjiebenem Stoff tnurbe non garabop entbedt, ober tcft beacbtet, al* man bei Scgung bet tranoatlanti’ (eben Aabel fab, bag fid) ein Aabel mit eine Seibenet ^af^e labe, unb butcb bie ^toge Aapacitdt bie ®e’ jcbininbigleit bet telegt. 3t'tbengebung oerminbert iDtrbe. Sie neuerbing* nielfa® oorgenommenen Slcffungen bet S. benugen enttoeber bie obige 'JJletbobe ber Aapacitdtdnergleicbung ober ben Sag, bag JU lonftontem ®otemial gelabcnc Seitet in jlüffigen 3iPlatoren ftd) aniieben mit Atdften pro> pottionol bcr S. be* 3folotor*, ober cnblicb ba* Gtgebni* non ÜllavmcU* elefttomagnctiicber ibeoric, bag bet ®red)ung*crponcnt elcitnicbet (eoent. and) optifebet) Söellcn gleich bet Ciiabratwutjel au* bcr S. ift (S. Sielettriicbe 'Uoloriiation.) SUIeftcifc^e >0rticc, Diicbtleitet, Aötpct, Belebt Sieleltrifcge ®olotifotion (f. b.) leigcn.

febiebte ber 'Bbiloiopbie» (®erl.

1887

fg.).

Sieldborf. 1) »ejirl im idimcii. Aantoii 3üricb, bot 157,'jqkm iinb(1890) I35106.,baruiitcr537 Ra« tboliten, in 25 ('lemeinben. 2) Sotf unb .fiauptort be« ®tiirI*S., on bet Sinie 3!ieberwcnigen«C bcrglatt ber Sebweij. Sorboilbabn, bot (1890) 736 6., bar«



untcr5;i)(atboIilen, 'lieft, Sclegrapb.Aallfteinbrilcbe. Dielytra, ®ilanjcngattung, f. Diclytra.

Siemat, frühere* Selbmag in bet bonnon. Sanb« (um 6mben u. i. w.) non 400 preug. Cuabratriiten ober (bie Sdngcnrutc ju 12 Jug) .56,7sKia a ober jicm« lid) genau 2‘/, cbcmaligcr bannou. 'Jllorgen. Suger biefem gemöbnlicben ,\elb«Siemat tarn ein grbgetc* ®!oor«Siemat not, 4.50 gtbgcte Ciiabrat« tuten (bie Sdngenriite ju t5 preug. gug) ober 101250 preug. Ouabratfiig 99,73535 a etwa* broflei Siiricb

57600 preug. Ciiabratfug

=

=

=

=

18*

,

276

®ieme



»ienftanfprücfae

itid)li

ehemalige (annos. 3not»n. »aien 5123)ioot>3)iemat=900gewfi6nK(i^(S. (6.3>cmat.)

Stieme,

f.

!Siemel,

tjeime.

ber Weftfil. ®ten}( am (Äatilen) $in in ffialbed, buKpflie^t in einem jiemlid) tiefen SItale

^rt an

biefe« giirftentum, begleitet ungefähr

Don ÜBatbutg

an

in notboftmärt« geriibtetem Saufe bie ®renje npiftben ben preub. $roDin)en Reffen •9Iafiau unb

xBeftfalen

bafen.

unb

altnotb.Tyrsd.igr, cngl.Tuesday) unb bebeutet: ber bem llricgb« obetSiegehgott, bem.Sio (allnotb.Zpt, b.) grioeibte Zag. tet ift altbeutldje Übertragung lat. dies .Martis rttanj. Mardi). Unmittelbar an bie nllbcd>bcmfd)c Stamenbform '/io (im ©enitio Ziwes) lehnt )iil' bie notb in oberbeutf tfien (alamann.) dlhmbatten gthräitiblitbe Sonn ^i« tag, listig. ,'mi üiapem Ijiefi ber Jtriegsgott ßt, meähalb bet Z. bort notb jctit antb ßttbtag ober (Srtag beifet. Zienftaltcr, bie im Solbatenftanbe jugebtatbte 3ett, bie meid natb DoUen fahren heretbnet loitb, loo hei ,drieg«iahtc boprelt, in ,yeftnng«haft ober nitbt

1.

linter inebenflul bet SQcfer, entfbiingt

unb mfinbet naeb 80 fmb retbtb bie

SufiQfye

km

Sauf

bet Sarlä«

Xtnifte, bie

SBarme

bie üffe, lintä bie Stopple.

Siemen,

Slnton nan, nieberlänb. Staatsmann, geb. 1593 in Sulenbotg, loutbe 1625 fDlitglieb beS poben 9taM bet Oftinbifiben ßompagnie, 1632 @eneTalbireltor unb 1636 @eneTaIgouDemeut beS nieberlänb. OftinbienS. 6r fanbte 1642 eine 6nt> bedungSejitebition unter Stbel ZaSman (f. b.) auä

unb

ftatb 19. Slpril

bieb

Tasmanien frübet Sianbiemenälanb. p«rdldl (lat.), i(b habe einen Zag

1645 in Satabia. jiatp ibm

Ditm

Der:

loten, nam Sueten («Sehen bcS Zituä», ftop.8) ein Sugfprutb beä rbm. AaifetS ZituS, alä er eines StbenbS batan baebte, bab et an jenem Zage notb (einem SKenftben etwa« ®uteS etmiefen batte. Siemrieb, Stabt in Siebenbürgen, f. Ztoa. Sienenbe iOrSber unb Sienenbe Sebtt)e= bttrn,bie bie bäuSlitben IBebürf niffe befotgenben lBe= loobner eine« iDlSn^ «> ober Jionnenlloftcr«. 3n ben geiftlitbm fRitterorben be« fDlittelalter« hieben Zie> nenbe Stüber befonber« bie al« gemeine Solbaten bienenben nitbtabligen Srüber; bei ben ^eimau> rem biejenigen SRitglieber, nteltbe bie Sluftoartung

(Dtben,

Derritbten.

f.

Sienee bce beUisen Snngfran,

Semiten. geiftlitber

be«

nia'cvfdnilbeter

©emembe

bie

ISienftandjeiebitnajeii,

f.

(Sbrenjettben. ;

bet in fUlittelbeutfcblanb notb gegenioättig üblitben 3orm Z)ie«tog (ongelf ä *(. Ti vesdäg, altfrief. Tysdei,

lo.,

eine 'JHUlitdrpcrfon infolge ge^

anflMiibcb (Jage .'l'nreauvdteprafnilationigelbcr,

fmb mcideni ibnrdj Sennonianfprüche geregelt.

ß!eicliliib_

'Senlibnegeftl(c)

bie

(S. auch '.'Inftellnngihcrcdnigung, Onoalibcnocr forgung, lUilitätanioätter.) 3" tnantben .weren gemährt eine heftimmte in einer Gbarge gclcidete i e n Zicm'tu’it l'lnfpnub auf eine pju1age ehenfo in ben meiften bie 3nrüdleginig beftimnuet Zienftjcit ben '.Unfprnd) auf Zi e nft au « j e itb-

Z

mmgen

SienÄablSfnng, f. fReallaften. Simftabel, f. Sbcl.

f.

llmjitgüoftenl.

matit am Solpteebnitum ju fiatUtube. infolge einer Arantbeit fab et fi juflben ift, fcbliebt ni.

unb nicht um eine Steallaft banbeit. 3)ie X. ift eint ®tunbbienftbaiteit(f.b.),menn bem femeiligen digcntfimcr eine» ©runbftüctb bie X. an einem ans betn ©tunbflücl juftebt, eine netfbnliche, menn bie X. einem beftimmten 'DIenfeben obet einet bt’ ftimmten iutift. 'Derfon (Innung, Stobt) juftebt. Segtere ift nicht übcitiagbac, nut bie Slubflbung beiftlben tann einem onbttn fibetlaffen werten unb fie enbigt mit bem Jobe ber 9erfcn, bei jutifi 9‘t-' fonen mit beten 6tlbftrfteUung eineb bem Inhalt beb Sechtb entfpi^enben 3uftanbeb. tSieaftboten, f. ©efinbe. Sieuftbotenflener, f. Supubfteuein. bet

tSienfit, per fbn liebe, menfebliebe Slibeitb’ leiftungen, welche alb folebe bie bitette 9efriebi> peifbnlieber 9ebfiifniffe anbetei gemdbten unb auf ©tunb biefeb ibteb ©ebiauebbmectb auch einen Zaufebmert unb babutch neben ben Sach’ gfitern unb bet auf bie Stjeugung unb 9emegung oon Sad^tern gerichteten menfdilitben Sltbeitb>

gung

traft bie IBebeutung oon taufebmiitfebaftlieben ®fi’ tern etlongen. fStanebe perfAnlieben X. finb auch

mit fachlichen Strbeiten oetbunben, fo namentlich



»lenfte

277

in bet £aubmiitfcbaft. Slnbere bagegen bienen aubfcbliehlid) ber immateriellen 9iobultcon unb ein Seil, wie bie Z. bet Staatbbeamten, bei ©eiftlicben, ilrjle u. f. w., bilbet eine unentbebtlicbe ©tunblage bet fiultur. ©ine in ber Soltbmirtfcbaftglebie oiel oerbanbelte fftage ift bie, ob bie Zienftleiftungen aU ptobultio JU gelten bdtten (f. 9t»buttion unb 9robuttioitdt). 9ei 9etrieb ber petfinlicben Z)., ber bbbem wie bet niebent, ift, auch abgefeben oon ben 9eamten, im ganjen noch weit mehr bei ftaatlicben Segelung untetmoijen aU bie materielle ©fiteiptobultion. (ti bdngt btefi bamit jufammen, bab bei ben erftem ifSerfon unb ißetfon fteb unmit< telbar gegenfiberfteben, bähet ebet bie ©efabt einet peifbnucben Sebdbigung buteb ben Unbeiufenen Dorliegt, unb auch leccbt peinliche Seibungen ent’ fteben. 3)abet mirt auch in Staaten mit hoch ent’ midelter ©emerbefreibeit oon benjenigen, meltbe alg Sebtei, Stbsotaten, ilrjte, gebammen u. f. m. mit’ ten moQen, ein 9efdbigungenacbmeid oeilangt; bie 9efugnig ju tünfllerifchen Schaufteilu^en wirb meefteng im ^nteiejfe bet bffentlicben &ittlicbleit oon einet befonbetn ftonjeffion abhängig gemacht, unb noch meitei gebenben 9efcbiäntungen unter< liegen folebe Slufffibrungen, bie ein bthereb tfinB> Icnfcbeg Sntereffe gar nicht beftben. Sttfontn, bie auf ber bffentlicben Strafe ibie 9. anbeeten, mie S)rofcblenIutf eher unb Sienftmänner (f . Sienftmanm inftitute), fteben ebenbebmegen unter bet oft meit> gebenben Orbnungbgemalt betißolijei, unb eb tbn’ nen namentlich auh Sojen ffii fte ooigefcbtieben metben. Such bie 9erbältniffe ber häublicben Zienft> boten, beb fog. ©efinbeb (f. b.), fteben oielfach noch unter befonbem gefeglihen ffiorfebriften. 3)i^e ©efinbeorbnungen enthielten in Scutfcblanb biee unb ba noch Snllänge an bie Seibeigenfebaft, aub ber bab ©ermbemefen teilmeife betoorgegangen ift Sab Scutfihe 9firgerl. ©efegbueb (§. 624 mit Sin’ jfibtungbgefeb Slrt. 95) bat fie befeitigt Such jegt noch oetlangen bie befonbetb engen häublicben 9e< jiebungen pifeben Sienftbenfebaft unb Sienftboten ein teilmeife befonbereb ©efinberecbt, j. 9. in 9ejug auf ftianlenunterftfigungbpflicht beb Sienftberrn (9ütgetl. ©efegb. §. 617). ffüt bie einem anbetn geleifteten X. tann beim Slangel eineb babin geben’ ben 9ertragb nicht immer ein ©nigelt gef örtert met’ ben. 3fihlteicbe 3>. werben aub greunbfehaft ober ©efäUcgleit geleiftet Xtaiauf beruht namentlich ber Suftiag (f. b.) unb bie nfigiiche ©efchäftbftthtung (f. b.). Rinbet, welche bem elterlichen £aubftanb an’ gebären unb oon ben ©Itein etjogen ober unteibaltcn werben, fbnnen ffir ibte X. in daub ober ©efchäft oon ben ßltetn lein ©ntgelt f otbetn (9fitgetl. ©efegh. §. 1617). Sonft aber gilt eine 9eigfitung, unb jmar bie tajmäbige ober fiblicbe, alb fhllfchmeigenb sei’

einbart, menn bie Sienftleiftung ben Umftänben nach nut gegen 9etgfitung ju ermatten ift (§. 612), unb bab wirb gemfibnlicb bet ^oQ fein, menn bet Stitte folebe S. gemerbbmfifng gegen ©ntgelt leiftet ©in Raufmann, bet in Slubfibung beb San
bogen tragen, nennt man alte 2)., bie fcbwäcbeni.

278

®tettfteib



®ienfteinfommen

^Diagonalen, iunge 3). ©etoCbnliib haben unb einen finauf. 3)ocb oerfibtoinben im lo. ^abib-. fo bab ber 3)ienft unmiüei’ bat in bie iRippc übcvflcbt.

fäi

tiie

bie 3). Soctel bie lebtcin

Sienbieib, i. 3Iintocib. Sicnfteinfiimmcii, alle$ Qinlommen, alb

itolflo

bffenllidjcn

engerii

loeiibeb

eineb bccufornäfiigcn, al{o bauetnben,

oberpribatenXienfteo bHOgenwitb.

Sinne nennt man

3).

bab Gintommen bet

Sieomten, (o autb in bet ©eiebflcbungbiptotbe. gflr bieieb

S. gelten

bei'timmte pefeblitbe iUotfcbtijten.

Solibc finben fub, im mcfentluben übcicinftimmenb, mannigfacb oetidjicben, in ben

ira cinjelnen jcbotb

iBeamtengefelicn allct Ginielilaatcn; geminetmaben einen jufommcnfaiienben äbfcblub ber beutfiben Gnl= iDidlung geben bie $otf(if(c, Aabett, 6d)iffeiunß(n>

untnofftjKt 19^ iDl.; ScfciflJjunfle 12 ®l. 9tur für bit SDlamtsSnfantttie gelten biefelben Sdlie wie für bae bttx, nur ba^ bet @efieite 16 3R. erbilt. Sie etat SmS^igeS teilen julage betrügt un= tei anbem monatUd) fflr einen tommanbierenben General fomie fitt ben Sbef be£ @eneralftobeä ber

Simee 1600 911.;

einen (Seneralinfpecteurje nach feiner Sncicnnetüt 500, 1000 ober 1500 9».; für ben ©ouDemeut Don SBerlin 1250 2)1.; für einen Sioifionücommanbeur fcioie fflr einen Separte: mentiSbirettot im Kricgsminiftcrium 375 2R.; für einen iBrigabecommanbeur unb entfprec^enbe oiu bete Sienftflellen 75 9)1.; für ben (£ommanbcut ber ^oupt’Jtabettenanftalt 75 9)1. ; fflr ben Sompagniefiti

^f

im

im

fiabettenlorpfl

25 9)1. fflr ben 9)lilitürlebrer 60 9)1.; fflr einen tlbiutantcn, Sffiftenten, Somp^nieof^iier ober 'Jleitlebrer im Robettenlorpä 40 9)1.; für Sefctet, 3nfpeltioneoffi: liere unb !Bureaud)ef4 ber Rriegüfcbulen 37^ 9)1.; liabettenlorpfl

;

füi einen (inattipen) IBejitlflcommanbeur,

le

nad;^

bem 90, 1%, 150 9)1.; für einen (inattipen) »ejirtfl: offtjier 60 2)1. (Sbenfo ftnb Stellenjulagen fflr bie ötationüdjef« (monatlidj 625 9)1.) , abjutanteii (monatlid) 18 9)1.), ben Sireltor, SireftionOoffijier, bie 8ebrer unb jnfpettionPoffijicre ber ‘JUariiuv





279

3)ienftleute

9eranlaffung unb Slnnabme eine« Mcben 3n>ei> tampfe« feiten« be« Sorgefegten, bei 2)tigbnblung Untergebener im mieberpolten 2lfldfalle neben ®e:

füngm«: ober 3eftung«baft.

SienftgeReimni«, f. 91mt«gebeimni«. (SieuRgcaHil, in Cfterreicb eine 9lbfinbung«> fumme, bie frflbem 9)lilit4tpetfonen, oom gelbioeoel unb ffiacbtmeifter abtoürt«, welche ouf 3nnaliben< oerforgung 9eqicbt leisten, bei ihrem !tu«tritt au« bem 9)lilitür gewübrt wirb ihre dbht richtet ficb nach bei SBajfengattung unb nach bem bedeibeten ©rabe. ^ienftgut, f. Sienftleute unb Sbrnfeftfe. ;

SienRrreuj, Sienftleute fflr

Sienflanfptflcbe.

f.

(tuff. sluzilyje Ijudi),

9ejeicbnung

ben

ruff. gflrften

bie oetfebiebenen Rlaffen bei Sienft perpflicbteten Seute.

}um

3n

bei ülteften

Seit bilben fte feine ©efolgfcboft (druzina, f. Sru: fbina), fpdter feinen ßof (dvor) unb werben baber Smoriane (fiofleute) genannt. Sie ©liebet bet

©efoigfebaft (druiinniki) haben Reh in Unter: tbanen oerwanbelt unb jerfaQen in Rlaffen, welche ihre !tu«bilbung im mootauifdjen ©rogfflrftentum entwidelt fi^ auch ba« Sienft: erhalten. gflterfpftem. ®er auf feinem Gib: unb Gigentum (oteina ober voteina, pon otec, «9ater») fog, war

lieb

©rogfflrften jum Sienft oerpflicbtet. fieuten, ihm bienen wollten, oetlieb bet ©togfflrft 2anb (Sienftgut, pomestje), non bem fie mit einet entfpreebenben Hnjahl ihrer Seute ben Sienft Ul leiften batten. Sie 3ugebbrigleit jur RIaffe ber S. nerlieb bem Ginjelnen ein SHeebt auf Sanb. Sie 3abl ber Sienftgflter flbetftieg halb bie ber Grb:

alle Unteroffiitere

aflter

Jltabemie unb >8cbule auflgefe^t. Stuf ben in Sienft geftellten Schiffen erbalten bie Rapitulanten befl 9llaf(binenperfonal4 befonbere Stellen: unb gacfaiulagen (bib ju 1 9)1. tdglicb).

Sienftaltetfliulagen,beginnenbmitmonat: 3 9)1., fteigenb bifl monatlicb 30 2)1., erbaltcn unb Sedoffi^iere bet 9)larine. iBeurlaubte OffrjieTe etleiben, nenn feiteno

bei ben Urlaub erteilenben Sorgefegten nicht aub: nabmbneife anbeie Sleftimmung getroffen ift, nüb: renb bet erften 1*/, 9)lonate beb Urlaub« leine ©e:

^r

meitere 4'/^ 9)lonat tritt ein itbjug oom @ebalt ein, neicber le nach bet ©roge be« ©ebalt« tü^icb 1 9)1. bi« 16,oo 2)1. betrügt. 9!acb

balt«Deiiflrjung.

Jtblauf pon 6 9)lonaten nirb ber ©ebalt tageneife mit bem poUen Setrage in Sbjug gebracht. 3ft bet Urlaub }ur3Biebeiber)ttUun^er ©efunbheit erteilt, fo pnbet bi« iut Sauer pon 6 Monaten fein ©ebalt«: abjug ftatt pr meitem Sablung be« ©ebalt« bebarf ; e« ber allerbücbften ©enebmigung. 91ur mit 2ict: bflbung Pon 3eftuna«baft ober ©efün^i« ift ein @e> balt«abpg non tügUeb 1 2)1. bi« 16,oo 9)1. neibunben. Uber Sifcbgelber, 2)leffegelber, Safeigelbet, Soge= gelber, Seroi« unb Sopnungdgelbjufcbub See: fobrt«)ulagt unb ©breniulagen f. bie betr. Srtilel. SienRentbebung, f. 91mt«entbebung unb Si«: ,

ciplinargenalt.

SienftCBtlaffaBg, bie 6ntlaffung eine« amten au« bem SieiOt (f. J(mt«entbebung). ol«

IBe:

S.

militüiifcbe Shtenftiafe (nur gegen unb im Offi}ierrange

Cffiiiere, Sanitüt«offijiere

ftebenbe 2)litgliebei be« 9)lafcbineningenieurIotp« iulüffig) bat ben 9)erluft ber Sienftftelle unb aller burch ben Sienft etnotbenen Slnfprflcbe, foneit bie: felben burch ben Sliebtetfprueb abertannt netben tünnen, ingleicben bie SSeinirlung be« Olecbt«, bie be« Cffi)iei«umform ]u tragen, jui 3b)0(Sienft«« entlaffene Cffi)iei bebült aber ben Cffiiiei: titel, Otben unb Sbrenjeicben unb lann mieber ein: treten (aber nicht al« Cffijiet). Stuf S. roitb j. 9. eiiannt: bei 9iucb be« Stubenanefte«, bei Sbüb l^leiten gegen 9orgefegte, bei 6eiau«forberung eine« Sorgefekten

}um 3mei(ampfe au«

bienftlicbei

bem bit

üleibe

(f.

Somjeftie).

21ac^ gelbjflgen ober einer erhielten bie S. ein gewiffe«

non Sienftjabten

Sanbmag

tu ihren

©Atem

jugeteilt.

ffler

nicht

batte einen Stell: pertretet tu ftellen (datocnyje luidi), ebenfo bie ©eiftlicbteit non ihren ©fltern. yn bet ültem 3eit batten fümtlicbe Sifebflfe ihre S., unter beten fln: felbft

ben Sienft

leiften tonnte,

fflhning ihre Sieute ben ffllrften unb ©rogfflrften 6eere«folge leifteten, unb welche ihre ©flter oerwal: teten. Sefonbet« grofi unb bebeiitcnb mar bet 6of fpdter Gtjbifchof«, uoii 91owgotob. fpdteter 3«it batte nur ber Sotriarch noch feine eigenen S., fogar feine 9ojaren. mo«lauifcbcn Harentum (16. 3aht^.) ,finbtn fleh neun Rlaffen bet S. Sie oberften btet bilbeten ben 91at be« 3aten unb feine unmittelbare Um: gebung. Sluä ihnen würben bie wichtigften Sof:

be« Sifchof«,

3n

3m

unb Staat«dmter

belegt, ihre 2)litgliebet

würben

}u Gbef« ber mo«tauifdien Sehötben (prilcaz), ju Statthaltern, fpdter Soiwoben in ben grogen 9ro: ninjen ernannt, enblich ju fieetfflhrem. Sie pierte

6of' unb 9ureau: beamten. Sie fflnfte unb fechfte RIaffe gebhren {u ben mittlem Rlaffen; au« ihnen würben 9etwal: tung«heamte, Statthalter tefp. ffioiwoben unb Sn: RIaffe bilbeten bie eigentlichen

fflhrerponülegimentern (pol)c)gewdhlt. Sie fiebente, achte unb neunte RIaffe gebhren ju ben niebem S. Sa bie S. fich felbft unterhalten mugten, fo tonnten bie fjelbjflge meift nur lurj fein, bauerten fte Idnger, fo würbe ba« fieer oom 3aren unter: batten. 3« her ditem 3eit bilbeten bie S. mit ihren 6eer. Seit bem 16. 3dhrb. tarnen Sruppen, Streligen (f. b.), SlrtiUeriften hiuskari) unb angeworbene frembe Sblbner auf. Seter b. ®r. organifierte ba« deer nach europ. fDlufter. Sen Unterhalt flbemabm ber Staat. Sic auf bem lianbe (ben Sienft« unb (Srbgfltern) liegcnbc

Säuern ba« ftehenbe

280

Dienftlifte

'X)ienftvfli(bt

^beO

-

iDUibc }U cind betjünlidKii unb alle

Dicntitlaijen ju einem 6taiibe, |ii4e ober Unfallott>

juiommt (§. lilii). Jtommt ber Xtenfibe; tednigle mit ber Slnnabmt ber Xienfie in iterjug, fo lann ber 'ilerpilibtelc fut bie infolge beS Metjugs nidjt gcleitlelcn Xienfie bie pcteinbarle 'Xergülung fotbcni, ohne jut Madileiitiing oetpflicblet ju fein. Mut mufs et üb ben Sbeit beffen antebnen laifen, fidietuiig

mas

er infolge bes Unterbleiben« bes Xienftes er= burb anbcrnjcitige SJerraenbung feinet Xienfie enoivbl ober lu ernietben bösmiUig iintep 1§. 615). ;\fl bic Xauer beS XienfloerbdltniiieS nibt bcjtimmi, fo muft jebem Ici! freifteben, oo burb .(tünbigung ju beenbigen, unb jmat ift, loenn ber üobn nab Xagen bemenen ift, bie fiünbigung an

fpatl ober lilf.t

jebem Xogefüt ben folgenben juldfüg; wenn et nab litobcn bemeiien ift, nur flir ben Sdjlufl einer Ra; leiibetmobe, unb jmat fpaieitcn« am etften ffletitag

Guo^k’

281

»itnftmirte S9(i ^gfltuna nad) SRonaten i(t Mn> nuT für ben 6d)lu^ be« Kalenbcrmonatii bot {p&tcftenb am 15. bed URonatb ju rtiolgen. Set Seipfituna natb Sierteljabten ober langten 3t>lanbelegefetib. drt 61) unb gemerblitbe Setriebebeamte (@eioctbe: orbn. g. ISSa), auch bann, nenn bie Vergütung nach lüTjtm 3eitabfienftbered)tigte bie iienfte anbetroeit oer‘ tibaffen lann, eS fei beim, bafi ein midjtigcr ®tunb nidit

um

Jtünbigung oorliegt. Künbigt er ohne ISrunb jut Unjeit, fo ift et fibabcnetfab-

für un]titige

lolibtn

pjliibeig (g.

627).

ben gilltn ber §§. bidbnbloft füi bie

2>ie gegenfeitigen Jlnfptücbe in

626

u.

627

regelt §. 628.

— 5ÜHe

gemcrblicben Hrbeiter bunb

120a bis c ber ®emcrbeorbnung beftimmt, ift nad) bem Sürgerl. ©efegb. §. 618 jeber Jienftberr Perpflid)tel, Säume, Sotridbtungen unb ©erälfdiaf’ ten, bie et }ur Seniebtung bet lienftc ju befebaffen bol, fo cin]urid)ttn unb ju unterbauen, unb üHenft; g.

leifiungen, bie unter feiner Hnorbnung ober Sciiung ootjunebmen fmb, jo }u regeln, baft bet Setpilicblete gegen ®efabr für Seben unb ©cfunbbcit fomeit gc^

als bie Satur bet Süenftleiftuna es geftattet. 3ft bet ftJerpfliibtete in bie bäuSlidje 0emetn< Kbaft aufgenommen, fo bat ber })ienitbeced)tigtc in ünfebung beS SBobn: unb ScblafraumS, bet Serpftegung femie ber arbeits= unb wbolungSjeit bie> idlütt ift,

lenigen 6intid)tungen

unb Slnorbnungen

tu treffen,

loelw mit Südfiibt auf @efunbbcit, Sittllcbleit unb iXcligion erfotberlicb finb. ßbenfo ift unter biefet

Sorausfegung unb, menn ba« !£ienftoerbältniS ein bauembeS unb bie ßrmerbStbätigleit beS Serpflid)‘ teten ooUftänbig

ober bauptfädilid) in Slnfpruib itebmenbes ift, bem Sebienfteten im Sali ber Gr= tranlung SBerpflcgung unb ätjtlicbe Sebanblung auf 6 3Uod)en, jeboeb nieftt über bie Seenbigung beS XienftoerbältniffeS binauS ju gemähten, fofem nicht bie ßrhanlun^oon bemfelben oorfäglid) ober butcb grobe Sübrlä)iigfeit berbeigefübrt unb für beibes butd) eine Serfubemng ober bur^ eine 6intid)lung bet öffentliibcn Rranlenpflcge geforgt ift. 5)ie Set= pfliebtung lann bureb Unterbringung in eine Uranien: anftalt erfüllt metben. Xie Sofien ISnnen auf ben für bie 3*it >>et Sranlbeit febulbigen Sohn ange rechnet merben. ÜBirb baS XienftoerbältniS megen ber Sranlbeit ohne (Sinbaltung bet SünbigungSfrift gelünbigt, fo bleibt bie baburch berbeigefübrte Se: enbigung aufter Setraebt (|. 617). (Srfülll bet Xienftberecbtigte bie ibra in Slnfebung bes SebenS unb bet ©efunbbcit beS Sebienfteten ob= liegenben Serpjlid)tungen nicht, fo haftet er für ben batauo entftanbenen Sefcaben mie aus einet unet= laubten ßanblung (§. 618), fomeit fich nicht auS ber

UnfoUpcrfuberang (f. b.) eine 21uSnabme ergiebt. Sad) ihr haben bie Jlrbeiter unb beten Hinterbliebene für ben butcb Unfälle im betriebe unb bie babureb oerurfachte SSrpetoerlegung ober Sütung enoaebfeneu Schoben ßijag non bet sBcmiSacnoifenfcbaft jii forbem, barüber hinaus oon bem SBetriebsuntet" iicbmet, 'Jlcpräfentanten SBetriebs« ober Slrbcitcr= nur für ben non bet 'BernfSgenoffenfebaft ncrgüienben Schaben, menn gegen jene 'f5er= fonen butcb ftraigerichtliebcs Urteil f eftgeftcllt ift, baft )"ie ben Unfall notfägUch berbeigefübrt haben (§. 95). Xagegen tonnen bie ©cnolfenfchaften ober Hrantem fallen non jenen 'Berfonen ober non ben SUtiengefell: febaften, ©enoncnfdioflcn, Innungen, beten iBof ftanbSmitglieb ben Unfall nerfd'ulbet bat, ben Grfag beffen, mas fte infolge beffen geleiftet haben, forbem, menn gegen bie betreffenben 'Berfonen butd) ftraf> ,

aiiffebet

nicht JU

ift , baft fie notfäglich ober butd) Slufieraebtlaiiung ber ihnen butcb ihr Slmt,

gericbtlicbeS Urteil fejtgeftellt

älemf ober ©emerbe oufcrlcgten 'Bflicbten bet Huf: merlfamleit ben Unfall nemrfacht haben. fflie für bie X. bes ©efinbeS (f.b.i, beS6anblungS= gebilfen (f. b.) unb ber Scbiffsbefatiung (f. ßeuet: nertrag), fo heftebt auch für ben gemerblid)en Ht = ein bem allgemeinen bürgerlichen notgebenbeS Sonberredt, berjeit entbalten in

beitSnertrag 'Jlccht

bem HrbeiterfdmSgefeg (©croerbeorbnungsnonelte)

nom

1.

Jjuni 1891, melcbeS unterjAeibel

:

1)

HUge:

meine iterbältniffc bet gemetblicben Slrbeiter (@e; feilen, ©ebilfen, Üebrlinge, SüetriebSbeamte, SQ)erl:

meiflet, ledjniter, Sabrilatbeiler).

2) sBerbältniffe

unb ©ebilfen. 3) CebtUngSncrbältnifje. 4) Serbältniffe ber SletriebSbcamten, fflerlmeiflet, tecbnilcr. .5) ’Berbältniffe ber Sabrilarbeiter. ber ©efcllen

3u 1. ®ejüglid)bes ÜerbältniffeS jmifchen ben ©eroerbetreibenben unb ihren Hrbei« lern im allgemeinen enthält baS ©efeg cingebenbe 'Beftimmungen über bie Sefebäftigung an Sciertagen ©eroerbtreihenbe ohne bütger(f. Sonntagsarbeit), öbrenreebte bürfen fteb, folangc ihnen biefe !Ked)te entjogen bleiben, mit bet Hnleitung oon Hrbeitern unter 18 fiabten nicht befallen (§. 106 ). Bereits ©emetbeorbnung non 1883 hatte Hrbeitsbüchet cingefübrt (§§. 108 114); üttinberjährige bürfen, fomeit reicfaSgefeglid) nicht ein anbeteS jugelaffen ift, als Hrbeiter nur befd)äjtigl metben, menn fte mit liehe

bie



282

Sifnfttnitte

?lrbeitobud) »etieijen fmb. 3)et älrbtitßfbet bat ba«' felbt chijufotbetn, |u DeriBobren, au( amtlidjtb

unb nai rctbtmäbiger Sbjung

ocTjiiltflfn

lanfltti

bf« Slrbeit^ucibältnilicü au-juibiinbiflcn (§. 1071. üb« ba4 Uerbot bee iruclibflemä uiib bcflcn nabmen (i. ®. 'Errfjnise unb Stofic ju ben über: tragenen Arbeiten für ben ®elrag bei burtbfcbnitl! litten Selbftloflen unter Slnrccbnung bei bet Sebn^ jablung ju Derabfolpen) f. Irudfflitcm; bel'onbere töeitimmung ifl für bie Mllorbarbeiten imb bie Sobn tablungen in Saft: unb Sdianlnjirifdtaften fletroffen (§§. 1 ir>, llüa). 3!atb ber Kitilorojeborbnung fmb (Seball unb T ienftbc iüge bet im 'ilrioatbienft bauernb angcftclllcn 'Jerfonen nur infomeit bet ®|nnbung unlcriborjen, aU fit K'iüO ®I. für baä $^abt über> fteiflcn; fonft barj natb Dfcicbbflefeb Dcm 21. 3uni l»(;übicilcrgülung für arbeiten oberXienfte, meltbe auf Wrunb cinec- Dlrbcitü.- ober Xienftnerbnttniffc-J aelciitct werben, fofern tiefe« Scrbaltnii bie Grroerbsibütigfeit beS Üergütungtbeteditigten boU^ ftänbig ober bauttfAeblid) in anfptutb nimmt, jum fiwed ber Sitterftellung ober Sefriebigung eine« (fMSubigete erft bann mit Sefttlng belegt werben, nadibem bie Üeiftimgber Mtbcilen ober Xienfte erfolgt unb naitbem her lag, an weltbem bie Üergiitung ju enirid'lcn war, abgclaufen ift, otne bafe bet tflet^ nütungvbercdjtigte bicfclbe geforbert bat. Soweit natt tiefen buteb 33ertrag niett auejufcblietenben ®eflimmungen bie ®eittlagnalmtc tinjulofftg ift, auft) jebe Sferfilgung bureb ifcffion ober ein ift anbere? fMeditogeftbUft wirtungelos. Suf @tunb folcber ©eiebäfte bUtfen Gablungen beo SltbeitC': Icbnö an Xtitte nidjt erfolgen (®cfeS Born 1. Juni ISUl, §. U.ln), Üobneinbaltungen jut Xeaung oon Grfaliiortmingen bUrftn bei ben einjelnen i'obnjablungcn ein tUiertel be« fälligen ifobn« im (ilefamlbetragc ben Xurtbfdmitt eine« 'Sodienlobni,

Uberfteigen

nidjt

3u

Slnotb:

unb auf bie bäub^ golge ju leifteii, ju bäutlidien oerbunben (§. 121). Xae

in ®e.;ug auf ihre arbeiten

litten (Sinriditungen

arbeiten fuib

fie

nidit

im 3meifel nad)

JSerbältnie tann

U tägiger

StUu-

bigiing anigclbft werben. Ifine anbere 'üerabrebung nid’tig, wenn fie nidit für beite leile glcidje Künbigungofriften j^eftfteUt (§. 122). U!ot atlauf bet oer> tragornnBigeu ffeit unb cl;nc Suilünbigung tönnen ift

fie

cmtnfKn werben, wenn

fie

bei abidjlufe falfdie

.Jeugniffe rjorlcgten (wie bei ben Jlngeftellten }u 4),

fowic aub neben teit;

Begebung

aut«n im (Defelie genannten (>)rün-

gcwiiiet gegen

teten ftraibaren .fjanblimgen teil

Slrbcitgcbcr

ober

bigiingeii, iletlaiiung Slrbeit

aiie

bar), t

ii.

f.

w.

benen her 'ii>ar

einen

bas Eigentum gerid) überhaupt ober gegen lllitarbeiter,

unb

bie

(%Unbe

bat Xicnftperhültni-j auf

oetcitibart, io

beftinimt,

ohne .ÜUnbiguiig aubfdieiben

'Boibcii ober mit einer Idngern alt

bigung

®elei-

terärbeit, Unfäljigtcil jur

Ijbcnfo (ffefeUe

tann

1

iiunbefteiib

Itdgtgen Hüin

bie 21u)bebuitg nedr aii-3

aiibetn widuigen (ijriitiben geforbert Werben,

fiat

her Hrbciter reibtewibrig bie ärbeit petlaffcn, fc lann ber Arbeitgeber für feben Jag bee fiertragibruebv ten 'Iktrag bc-:- orlbüblid'en ijagclolm?, aber nidit für längere 3eit alo eine ®cd;e, ale (Sntfd’äbigung olnie ben 'liaebwei« eine« Sefatene fotbern. Xutdi (flelleiibmnt^ung biefe« Anfpruit« Wirb bet Anfprud) auf UtfUilung unb weitern Sibabenctfali au«gc! fiblofftii.

Xaefelbe

idedil

(§.

126).

3u

3. Sebrfinge, f. Sebroertrag. 3u4. gürbie IBeenbigung bei füienftnerbAUniffci

bet gegen

fefte

IBeaOge angöfteilten

93etriebibc>

amten,

SBerfmeiflet, Xewniler, Sbrnnif«. 3*ubnet analog bai Stecbl ber ßanblungigebilfen 133 a bii c). 2)ai DerbAltnii tann ihnen gegen^ über autb gelift werben, wenn fte beim abfiblub bei Sertrogei ben arbeitgebet burd) Sorbringung faU fibet 3eugniffe btntergangen ober ihn übet bai ®e< Reben einei anbem, fie gleiibaeitig oetpfUtblenben u. bgl. gilt

(§§.

älienftnetbiltniffei tn

Sttäum

oerfetiten.

3 u 5. auf SabrilarbeitCT Rnben bie fB^m> mungen über (ifefeQen, unb wenn jene ali Sebti finge anauf eben fmb, bie übet Scbrlinge anwen= bung. 3 n Sabtilen, in benen regelmäßig wenige 20 arbeitet bcfibfiftigt ftnb, ift ei oerboten, für ben SaU, baß ber arbeitet bai arbeitiperbdltnii retbtiwibtig aufibft, bie äSerwirtung bei rüdi ftänbiMn Sobni über ben fBetiog bei burtbftbnitti fteni

litben&ocbmlobni binaui auiaubebingm. ff. oben |u 2) Rnbet btet feine änwenbung

§.

124 b

(§. 184). jflrjebe folwc gabrit muß eint arbeitiorbnung erlaffen werben (§. 134a), weltbe, foweit fie ben @ei feßen nid)t mwiberlAuft, für arbeitgebet unb bie arbeitet oerbinblicb ift. Sor beten 6rlaß ift ben groß: i&brigen arbeitem, unb, wenn ein ftAnbiger arbei' tcrauifibuß in ber ^abrit befteßt, biefem Belegen' beten Inhalt auiaufpreiben. beit geben, fub

m

üm

Xie arbeitiorbnung ift mit ben oon ben arbeitern ober au ^rototoU ge{|ebentn Sebtnfen

fibriftlid)

am

b.

f.

Wefellen unb (flebilfen baten

2.

nungen

über ben ®efud) ber

(§. lllia).

^ortbilbungbfdnilcn

ben arbeitgeber au, wenn et unreibtmllbie entlajTen wirb (§. 124 b). 64 ift Seftimmung getroffen übet bie 6r|atiPetbinbliibteil ber arbeitgeber ge^nein> anber, wenn Re einanber einen @efeUen oot tSblauf be4 XienRperbaltniffe« abfpenftig maeben ober einen @efellen in XlienfI nehmen ober in Xienft bebalten, wcliber einem anbem arbeitgeber bienftpfliibtig ift

fiebt bein l'lrbeitcr

gegen

ber ®etwaltungibebitbe einaureuben, welibe berung forbem ba^, foweit bie arbeitiorbnung

muß ®ei 6nbc ber regelmSßigen tagliibtn ärbeitiaeit, fowie bet für bie erwaibfenen arbeitet oorgefebenen fßaufen; über 3eit unb art bet abteibnung unb Sobnaablung ; Uber bie Stiften bet auffflnbi^ng unb bie (Srünbe ber D 0 TaeitigenaufI 6 fungbciarbeitieerbäItninei,wenn ei nid)t bei ben gefeßlicben fBeftimmungen bewenbtn foQ; über art unb fiibe bet Strafen, beten geft« jeßung, 6inaiebung unb Setwenbung, fowie übet bie aerwenbung ber 6ntfibabigung für f8ertragi> bruib (§. 134). Strafbeftimmungen, welibe bai ^ti gefflbl ober bie guten Sitten oerleßen, bttrfen niibt aufgenommen werben. 5)ie öSb* b« ©elbjtrofen ift butd) bai ®efeß (§. 134b)befibrAntt, alle Strafgelbet mflffen aum Seften bet arbeitet oerwenbet werben. bai @tfcß oerleßt. X)ie arbeitiorbnung ftimmunqen enthalten übet anfang unb

fDlit

3uftimmung einei ftinbigen arbeiletauifibuf'

bai SerboUen ber ati ihrem ®eften gettoffe< nen , mit ber gabnf oerbunbenen 6inricbtungen fowic 33orf(briften übet bai HJerbalten bet minber> jabeigen arbeitet außerhalb bei IBctricbei aufge nommm werben. X)et arbeitgebet tann auib anbere bie Orbnung bei 93etricbei unb bai SSerbalten ber arbeitet im betriebe betreffenbe IBeftimmungcn auf< nehmen. X)ie arbeitiorbnung ift an geeigneter, allen beteiligten arbeitem auganglidiCT Stelle auiau> bangen (§. 134 h). fCai ®efeß enthalt Seftimmung fei tinnen lUorfcbriften über beitet bei IBenußunq ber ju

über bie arbeitetauifibüffe.

3|n fjobrilen unb,

wai

®ienf^)ferb



283

®icnftun6rauffl6or

ibnrn in bcr (Sncerbtorknuna §§. 154 unti 154a in«btfonbete IBctfllnetlen, Salinen, slufbeteilungSanftailen , untetirbifd) betriebenen

alricbafftellt ifl,

bältnifje

nen

mabgebenb.

bU jum ablauf

35ie 35ibporitionburlauber Ibn;

ihre« britten3)ienftjabte*iebet=

wenn

burd) bie Bejirlblommanbob wiebet tinbtrufen werben. 3)a feit bem Bilitdrgefeb pom 3.aug. 1893 bie 35itnftieit ber Sublruppcn nur noch 2 gapre be; trägt, fällt für fic ber 3>iäpo|’itiondurlaub weg. über

finb,

bie

Stütben unb ©ruben bflrfen llinbet unter 13 ^abren werben jtinber über 13 3obre nitbl, fie jum Sefutb ber IBollSfcbuIc uerpflicbtcl Äinber unter 14 fahren niibt länger al4 6 Stun= ben täglicb, junge Seute jwij beitätage, fowie bei Seginnä unb SnbtS i^er ats btitäjeitunb ber Raufen auäjubängen. Cbtnjo ein au4)ug ber IBeftimmungtn über bie IStfdiäjtiQung pon arbeiterinnen unb jugenblicben arbeitern (§. 138). 2)a4 ®efeb bat ben Serwaltungbbebbrben bie IBefugni« erteilt, für im ©efege genannte 9lot= jällt audnabmen pon bet potgefcbtiebenen atbeilä" jeit innerhalb gewiffet ©renjen ju geftatten (§. 138a, 139). ®em ®unbeärat ift bet erlab befonbetet Se> ftimmungen porbebalten (§. 139a). S. auch gabtif> injptltor unb ©ewerbegenebt. jebeä bem Staate gebbtigt unb in feinem Üenft perwenbete 'fjferb. bie jäflicbt jum lienft im 6 eete ober in bet 'JJJanne. Diacb ben meiften ber neuem »eere«perfaffungen ift jeber Wrpetlicb taugliche unb moralifcb nicht untüchtig geworbene Sütger inner; halb ber 8 eit feiner 'Bcbrpflicbtigleit (f. Bebrpfliebt) ju bet ableiftung einet gewijfen $. perbunben, unb

jwar

febeibet ficb bie 3). 1 ) in bie

Öeert,

b. b. in bie

altipe

®. im ftebenben betgabne) unb

35. (bei

m

in bie 'jlefetpepfltcbt unb 2 ) bie 8 anbwe^r< Pflicht, b. b. bie 3). in ber Sanbwtbr (Serritonah atmet, 'IRobilmili) u. f. w.). 3)ie 3). in ber fUlatine }crf ällt entfprechenb inbiealtine3).,bie‘lJlatine;

ttfetpe; unb Scewebrpflicht.

über bie 3). in ben nerfchiebenm armeen f. unter bem öeerwefen bet betrejfenben Staaten. 35ie 3)auet bet altipen 3). im btutfeben feeete (f. 35eutfcbeä fiettwefen) wirb bem nach wirtlich erfolgten 3)ienfteintritt berart berechnet, bah bie fDtannfehoften, welche in bet Seit nom 2. Cft. biä 31. fDlärj eingeftellt werben, alb am porbtrgebenben 1 Ctt. eingeftellt gelten. 2ie .

altine 35ienft)eit btt «unfichera feeerebpflichttgen» unb erft fpäter aufgegtiffentn Slelruten wirb pon

bem auf

ihre ©inftcUung folgenbtn ISinfteUungb; termin berechnet, ©ine greibeitbftrafe oon mehr al* 6 Bochen, ferner bie 3t't «>i>et Urlaubbüberfchrei; tung, einer unerlaubten ©ntfernung ober einer gabnenfludit werben auf bie attine 3>tenftjcit nicht angerechnet. übet bie 3 ut 0 clftcllung betafpi= ranten auf ben ©injäbrig^grcimilligenbienft f. 6 in> jäbtigsgteiwiUige.— 'Beurlaubungen lur Ssib;



pofitionberSruppenteileffog.xbnigburlaub, 3)i«pofition*utlaub2finb nach jweijäbriget 3)ienft> }nt ftattbaft; für bie aubwa^l biersu fmb auber ben ^bältniffen, bic norjugbweife berüct; fichtigt werben, auch Vcbenbalter unb bäiibliche 9Str
petforgungdfehein (f. b.) audfepetben, empfangen eine

einmaligeXienftprämiePon 1000 B. 3)iefeBcämie ift ihnen auch bei ber anftcUung ald Ofjiiier ober ald Beamter bet Bilitämerwaltung ju jablen fo< ,

wie beim Übertritt |ur l'anbgenbatmerie ober Schuh’ mannfihaft unb bei Sinftellung ingnPalibenbäufer. Stach etwaigem Biebereintritt in ben altipen Xienft ift

bie

Brämie

nicht

non neuem

jablbar.

gft ein

jum Smpfang ber Brämie berechtigter Unteroffijier not bem Sludfcheiben nerjtorben, (o ift bie 'Brämie an ben ©mpf änget ber ©nabengebübrniffe ju jablen. bie 'Brämie audgefcbloffen. bften.’ungar. Beete giebt ed für bif

'Bon btt 'Bfänbung

auch im

ift

S^Uung

jenigen Unteroffüietc, bie nach ihrer gc’ (egltcben Xienftpflicht weiter bienen, Xienftprämien

gorm monotlicbet gablungen, beten nach ber (Sbatge (gelbwebel }• ffl. 17 gl.) in

öbb* f«b richtet.

XienftregUment,

bie 3 ufammenftellung bei benen in einet armee bie bienft= liehen Berriebtungen jeglicher Bit audgeffibrt wer’ ben follen. Xie meiften armeen befiien X., bie beutfehe armee nicht. 3ü>ar befteben in Xeutfeb’ lanb für bie meiften Xienftjweige Steglementd ober 'Borfebtiften, nach

gnftrultionen

(jetit

Borfchriften); bet SSiangel eined

allgemeinen X. macht

fiih aber weniger fühlbar, ba bad Beitommen unb bie gefchichtli^e 6ntwid< lung bie notwenbige übeieinftimmung in bei aud< [übiung bed Xienfted gewäbrleiften. Xet Xienft ift entwebei äubeier (©fersieren, Schiebübungen,

ixelbbienft, Bachtbienft u. f. w.) ober innerer (alle Xienftbanblungen, bie mit ©efuchen, Sejehwetben,

3)telbungen u. f. w. im gufammenbang fteben). Unter lleinem Xienft oerftebt man bie Xienftper< richtungen, welche nur porbereitenbe Übungen für bad aü^eten gejchloffener Xtuppentrile in gtibern Berbänben beticften ( 6;et3 ieten lleiner abteilungen bid jur lieh,

Eompagnie, (Sdlabton unb Batterie einfchliefi


Sbbmen

)U feinet SoUenbung. (Sr lernte unter feinem Sater, bann feit 1718 bei gifcher pon (Srlacb in SSien unb abemabm 1722 nach feined rodftil in

Saterd Sobe beffen Sauten in Stag. 6t bereifte auch gtalien, granlreich unb 6nglanb. S. baute iundchft bad übetaud anmutige gmergenbaud in Stag, bann bie Urfulinerinnentirche aut bem 6rab> fchin (1720—28), bie Äinhen St. gohann oon ?le> pomu! am gelfen. St. Jbomad unb St. 9litolaud (um 1730), ferner jmei 6entralbauten: bie £auten= tiudtirebe ju ®abel in Jiotbbdbmen unb bie 5Dlag= balenenliräe tu Aarldbab (1732 34), bie gacabe bet Blitolauenrchc (Aleinfeite in Stag); Pon Sa’



i

1

|

1

|

J

:

'

oon ihm entworfen: bet Ainffpfche, bet Siecolominifcbe, jejit Softihfehe (am ®rahen in Seuftabt), mit einer bet fchfinften ga^aben bed beutfehen Sarodftild. 3u biefen lommen noch >ahl’

Idften finb

reiche

Sieppen:

'

Sem

fiauptwert auf biefem Gebiete finb

SUnimen >u Hntwerpen (40 Silber aud bem Seben bed beit, grancidcud non Saula), bie fuh aber in 6nglanb befinben. getner fchuf et bte Sladmaleteien bet borti^n grauenlitdbe (1635) unb ber SominilanetKtthe. 3n bie Jenfter bet Sirche ber

bet Clmaletei eignete er fuh bie fpdtere fiellbunlelmanier non Subend mit befonberm Sefchid an. Olach einem turien Sufentbalte in Italien würbe er

1641 )um Sorfteher ber Slabemie lu Sntwerpen gewdblt. Son feinen Cl^mdlben finb )u erwdh= nen: flonfetration tined Sbted (in bet Airche }u

Seume bei Antwerpen), ÜRabonna mit bem Sbrift: iinb unb btt 61ifabetb, 6((lia mit ihren (Sefdhrtinnen Uber bie Sibet ftgtnb (legtere beibe im Ser linet Slufeum), Sbrabam mit ben 6ng»ln (3)tün-ebener Sinalotbel), ®tablegung6brifti(il)lufeum ju Sraunfchwtig), Septun unb jlmpbitrite auf ihrem Stufcheiwagen (Sredbenet ®alerit), Serlobung ber btil. Aatbarina (Stannbeim, grofiberiogl. Sehlog). 3ulegt jeichnete er faft nur, unb }wat fo, bah er bie Umrifft mit ber gebet jog, fie leicht flhertufite, ben Schatten mit bet gebet unb weihe (hhdbungen mit bem Sinfel bmeintrug; biefe geichnungtn wut= ben auch geftochen. Slld oebeutenbfted Shipferwert, nach ihnen gefertigt, etfehienen bie «Tableauz du Temple des Muses» (59 S(dtter, Sar. 1655). Siefe Criginalaudgabe ift nicht mit ber 1735 in Stmfter» bam in 60 Sldttem erf^ienenen, etwad pcrdnber» ten Sludgabe oon S. Sieart }u perwechfeln. SiepeubtocI, 'Dlelcbior, gteiberr oon, gfltft> bifebof non Siedlau, geb. 6. gan. 1798 }u Socholt in SJeftfalen, nahm an ben beutfehen greibeitd» tdmpfen teil, muhte aber fpdter wegen Unbotmdhifl» Surch ben 6in= teit ben SDlilitdrbienft netlajfen. fluh bed nachmaligen Sifchofd Sailer (f. b.) für bi* Sbeologie gewonnen, folgte er biefem 1818 auf bi* Uniperfitdt Sanbdbut, fpdter nach Segendbutg. Öier empfing et 1823 bie Sriefterweihe unb wirft*, ald Sailer Sifchof oon Stegendburg geworben, juerft ald bifchdfl. Sefretdr, feit 1830 ald Somi lapitular.

anbere im übrigen Sbbmen.

gobann Seonbarb S. aud Sfalbfatlen würbe 1696 üof’ unb Oanbbaumeifter in Sapreutb unb

auch

geb. 1596 lu e e I gefchrieben, oldm. Slaler, 1675 in Sntwe^en, Schluet non Slubend, wibmete fuh anfdnglich ber @lad=

b

malerei. ]

Sienftmiete.

Sienfi}eit ober attioe Sienft)eit, biejenige

Sald(tebiejet3eit,untetanbembenScbönbomf(hen.



eine audgebreitete Schule,

I

orbnung. (S. auch Sienftunbrauchbar.)

Saumeifter, geb. 1665, ge^ 1722 ju Stag, baute bie Senebiltinertirche St. Slargaret (1715— 19) in Slewnow bei Srag in geiftnollem, aber audfchwti^ fenbem Satodftile; ferner bie gefuitenlirche ju St. Sitolaud auf ber Aleinfeite in Stag (1673 be^nnen, 1752 non feinem Sohne noUenbet), bie tDlarien: Slagbalenlirche (1656 1709), bie Hajetanerlirche (1691—1717), nermutlich auch oerfchiebene Srager

Aonoentbau bet Ubtei HRitbeldbetg (172^ unb bie fjafabe ber Aitibe berfelben (1722—23). S. war 1723— BOfeofbaumeifter, ebenfo 1730 383uftus £>eintich S. unb deintich S., mit beffen Sobe 1745 bie frdnt. Saumeifter 9!amene S. aufhbten. SbhanneS S. hinterlieh in granlen

jperjimenbufih/ geft.

fagtefetne ober in ben fianbfturm erften Sufgebotd geftattet. Sie Seurteiiung erfolgt nach bet ^eer^

Sieuft}biaiim, f. Sauemxwang. Sicntener iBevgc, f. Oftalptn.

bcn

Aar

erridjtete 169.''>

ben »ftl. Jlflflel ber Ätribenj ju Söanbutg, bae 1793 «etftörte Suftfeblofe gooorite bei 3)tainj, enblidt oetftbiebene ®tioatbdu|et in iBambeta. 3obanne4 ®., bet IBtubet Job. Eeonpotbä, mürbe 1700 jum filrftl. Saumeifter bet Sbtei oon fyulba ernannt, baute 1704—12 ben Som ba’ felbft, eind bet ebetften 93auwetie jener Seit, unb ben 6 ranbenanftalt, lanbwirt< 9Qinterf(buIe;

febaftlidjc

Sabritation non Sabat unb ßigarren, lanbrnirts fantmerpen ber Grand Central Beige, bat (1890) 8.53 1 S„ inbet got.:oauptlircbe St.Sulpice bag ®rabmal Sbilippg Pon Saffau^Otanien (geft. 1618), genoffeniebaft,

>

Subm.,

prot.

^eolog,

geb. 28.

Sept.

1825 |u ROniggbetg, ftubierte bafelM fomie in Derlin unb 0onn, pobilitierte ftib Sonn 1851, mürbe 1854 3nfpeltot beg tbeol. Stiftg, aufi'rorb. iptofeffot bafelbft, 1862 otb. Stofeffor JU ©teifgmalb, 1867 in 3ma, 1872 in Dübingen, mo er 15. Slai 1879 ftarb. Sin liberaler Dbenlog, bat D. 1872 bie «3enenfet (Srtlämng» ju Siunften Spbomg (f. b.) Peranlapt. auber feinem ßaupt: men •©efcpiibte beg alten Deftamentg in ber cbriRl. Rircbe» (3tna 1869) unb jablreicben auffägen unb

1^

'



SBilb-

neteim. 3™ Slittelalter Sefigtum ber^erten non D., tarn D. nach beren augfterben binrcb 6eirat an ben ®rcijen Pon Saffau^Saarbrücten unb nach beffen Dob 1472 an SBilbelm, öetiog non 301ttb. Diefer überlieb bie Stabt 1499 bureb Daufcb an Sngelbert non Saffau, Stammnater betSinie pon Dranien, bei ber fie big ju ROnig SBilbelmg UI. Dob 1702 perblieb. Sach mehrfachem Streit mit gebrich I. pon ißreuben, ber auf D. anfpruOb machte, mürbe fie enblicb mit ben übrigen oranifeben

]

abbanblungen lobg in Slenefig

nerOjfentlicbte et

XLIX

«Der Segen 3a»

bijtorifcb erläutert»

(0raun>

febmeig 1853) fomie bie4.aufl. non Rnobelg Stfoto» lommentar (Spg. 1872). SicRetlaefl, griebt. Sbolf SBKlb., 0äbagog, geb. 29. DIt. 1790 ^u Siegen, ftubierte 1808—11 in öerbom unb Dübingen 'Jbilofopbie, Slatbematil

unb

©efebiebte, ging hierauf alg Srinatlebrer nach iDlannbeim, mürbe 1812 jmeiter Sebtet ber Sehen» bärfchule in fflormg, 1813 Sebter an bet 'ülufter» fcbule }u gtdnlfutt a. SI., 1818 jmeiter Setter an ber Sateinfcbule ju SIberfrfb unb 1820 Direltor be6 Scbullebterfeminatg in SlOrg, mo et feinen Suf olg Sebrer, Säbagog unb Scbriftftellet begrünbete. 1832 mürbe D. Direltor beg Seminatg für Stabt» icbulen in Serlin, mo et trog mächtiger ©egm» ftrebungen ununterbroeben fegengreid) mirtte, big er enblicb 1847 nom Sliniftenum Siebbom aubei Dbätigleit unb 1850 ganj in Subeflanb gefegt matb. Seitbem lebte er aU ifSrioatmann in Serlin, mo er 1858 in ben Sanbtag gemäblt mürbe unb 7. 3uli 1866 an ber Gbolera ftarb. D. bat unter ben Säbagogen ber neuem 3 tung, 1874—77; 6. Sufi., Dl. 1, 3ubiläumgaug: gäbe, oon R. Siebter, granlf. a. Sl. 1890) unb fpäter feinem «päbagogifcbm 3obrbucb> (ebb. oon 1851 big 1866) bargelegt. Sin anbänger Peftalojjig,

m

betrachtete et eg alg

aufgabe

feinet 3eit, fämtlicbe

Unterricbtggegmftänbe in ©ilbungomittel ju per» manbeln, bie Sebrer ju befähigen, bureb Unterriebt ju bilben, bureb all ihr Dbun etjiebmb gu mitten, bie Sebrobjelte nach ben ©runbfägm naturgemdber Sntmidlung bearbeitm. Selbft ein berpotragm» ber 3)leifletfeff einbet, anregenber unb geiftmtmiefeln» ber Sebiiunft unb babureb ein Stuftet für feine Sc»

m

S)ieft^emiu8



®ieteri(^ (@uft. ^cinr.

n bur4 bie Slrt bei SluJbilbunu SbßUnße, bui(b bie ßinritbtunß (einet Stmi=

narflbunaiSicbule, bie olä SHuftet Setanlajjunfl ju ßleiibet Sinticbtung on anbetn Seminanen gab, unb butcb (eine €qti(ten autb aant we(entli(b }ut JBtbetimg bet fiebtet tn btaltijtbet Sesiebunfl unb jut Snttmdlung bet (Dtetbobe in ben oet((biebenen Unterri(bts(dd)ein beißettagen. Seine «(ßopuMte $imnieI 8 hinbe unb matbem. ®coßtavbie» (neu be= atbeitet bon 3B. (Hiebet unb ®. SfeÜermin,tvianAeniIb.i.'a).'pe).,>linnOi ber ((.'illicnbabl), "Sicgcllat}, 'Jlcbritaben für ®eflcAt, 5iifAbeinftaben tmb iVberfärbetei. lic Srübet« Icicnic würbe 1 713 aem (liraien 'lircmtiitt gegrünbet intb 1 761 ancrtannl unter ber Sfebingimg.fiAtnlirA liAet 'Hciicbung gatiy ber lutb. i'anbeßtirAe unterjuorbnen. Grft 1819 berte biefeß (Berbnitniß auf. Xietcrirfi, C8ti[l. .yieinr. SBilb. Gtigcn, vbamta« ccut. 3nbufttitllcr, geb. 6. Clt. 1.810 ju SOaltcrß« bauten im (ürabfelb (Unterfranlen), ftubierte in (UhlnAen, mar bann in einer g.ubcio unb einer Davatfinfabril alß (ibcmitor ibatig nnb grünbete



1.8t;9 bie

Aem.

(«abiit .öelt'enbetg bei 35reßbcii.

3;.

feilbem um bie 'Dbarmatte ein wet'cntliAeß erworben, inbem ec tcr cvfic unb lange bet cinjtge n\ir, welAer baß ii'irtfA.iftliAc ntd'i im ,5abti!gebeimnie niAte, ioii« betn in ber aiißgcjeiAneten lurvtfftbntiig bet ein« lelncn 35,riitclluitgßmrtb£iben itnb ber Grieitgttng bejlmcgltAet 'Brlaatatf. 35. bat bie .öcTttcÜung ber (')alenifiten 'Präparate in rationelle Sabnen gelcnlt unb (elbft beten 'brufung-Mneibobcn aiiß« bat

äA

lierbienit

,'(eit

ÜbergemiAt

ibte

3).ß lablteiAen SAti(ten finb aujet ben ge«

b.l.

,

6

nannten

(f.

an bet Slsfcl)iäbt, mit fl895) 911 G., tmb 2leu> bictenberf Iiitlä an ber Slgfclftabt, mit 6;»8 G., banmtcr etwa .'!00 ('Jiitgüeber ber GcangelifAen



ab(Aaf(uno. 3)ab (ie (pdttt (untet Salt) au(gcboben wotben ftnb, i(t we(ent« liA bet enetgi(Aen unb gtflnbliAen 3)atlegung

Kve ry-Man.

3)crf

iitib'JloiibietcnbccO'lllntic i

(tage bet Gi»ili(ation» betaußgegebenen oict (Bei« ttdge; OTen 1836 38) unb butA (ein nemiAten« beß Urteil übet bie »eAiel(eitiae SAuleintiAtung in (einen «Semethinflen unb anfiAten au( einet »dbagogi(Aen (Rei(e naA ben bdn. Staaten» (ffletl. (Sie in bet etftgenannten SAti(t auß« 1836). geiptoAenen SlnfiAten janben (Alagenbe ®ibet« legung butA . 8 eo (Seit $. unb bie beut(Aen Unisetfitdlen, 8 P 3 - 1836). Spdtet nmtbe et nament« liA roefltn (einet Slnfi Aten übet ben (Religionßuntet« tiAt unb übet bie 8 eitung unb SeauiDAtiflung bet SAule, bie et butA SaAoe^dnbige, niAt butA bie ÄitAe alß (olAe außgeflbt »i((en moUte, bejtig ange« grifien. S)ie Slngtille tie(en abet eine gtebe nnsabl fldmp(ct (flt 35. au( ben (pian. 35. (elb(t ttat in (einem «SSiebetetflanbenen öauptpoftot ÜRclAict ®sge» (auA u. b. S. «?lnti«(l!ieptr», G((en 1844) mit bem ({Sa(toi (jiiepet in (Dlettmann entgegen. Sllß 1854 bie (Raumet(Aen (Regulatioe et(Aienen, hat et (o(ott in biei gebatnifAten ®to(Aflten bagegen au( unb cetlangte in einet (einn inballteiA(ten

Äammerteben

f.

(Kit.l, ('iejmbönttev.ßlag

im Sanbrat-jamt (Rclba bei .ÖertcgIiimß SnAfen«((5clba, 12 kra neu Gcjiirt, am ,'ilfibAen Slvfelftitbt unb an ben Siniett .Ciallc=5Bebra

et (eine 3In(iAttn (tei«

auß, nobutA et biel(aA in ®egei^al) 3 U beniAenben SRiAtungen unb 8 u ben Slu(fa(tunflen in malgebenben Stti(en unb in be(tiQe fldmp(e getiet. 3 uet(t ttmt bieß botiügliA bet Sali butA feint Sto(AOte «übet baß ®etbetben auf ben beut« (Atn Unioetfitdten» ((Rt. 3 bet u. b. S. «Sie 8 ebenß=

289

(Eugen)

Gffen 1837— 3S), «llnletriAt in ber Rleintinber« (Aule» (5. Sind., 'lüclef. 1852), «'t'dbagcgiiAeß Jilollcn unb Sollen» (Spj. 18öG; 2. (Sufi., Sranif,

miTiaiijen, (einet

,

gearbeitet.

ä!cn (einer litierar. Ibatigleit nnb bev-

petäubeben feine

Slrbeiteii

aber 'llicrpbinbcttiiio

19

290 mung

®ictericfi in ber «$l;armaceut.

(3o6. Brriebr.)

ßentialbaHc unb in



®ietenn

SUtctici (Sietericp), Waler,

f.

Sietricb,

ben «Setbanblungen» bet 59., 60. unb 62. 9Jotup

Sbriftion Wilb. 6m(t.

foridjetbetiammlung. Sein 'jjerfabten jut iDlot: pljinbeflimmunfl fanb in bet brittcn SlusSgabe beb n^tjneibud)« füt bob $eutf(fee iReiib* Jlufnobme. Jäbriicb eti'cbeinen in SBerlin S.b «Selfenbetget snnalen»; ebenbafelbft ei{d)ien 2).b «^eueb pbar= maceut. iDlanual» (6. Sufi. 1894, 9la(btra0 1896). Sieterid), 3b. ^tiebt., Waler, geb. 21. 6cpt. 1787 in Sibetaib, befucbte bic flunftfiule in Stutt= gart unb ging 1818 nao er bib 1822 fub bur(b bab Stubium bet llaffifcben Wciflettpetle per= poUfommnete. Snrüdgelebrt lief) er ficb in Stutt= gart niebet, würbe 1833 iferofefior an bet bortigen Sunftfibule unb ftarb bafelbft 17. ^an. 1846. 6t wibmete fub potju^weife bet teligibfen {liftotiem

(Sietnici, griebr., Crientalift, bet dltefte Sobn pon Äatl griebr. 2Bilb. 2>., geb. 6. guli 1821 ju

9Jod) in iRom pollcnbete er: äbrabamb 6injug in bab @elobte Sanb (1823; im Siblob ju Stuttgart), Anbetung bet Sitten, 6btiftub unb bie in (Smmaub (im Wufeum ju Stuttgart).

maletei.

Qünget Xatauf

etbielt et ben Auftrag, bie Siubfd>maclung beb I6nig(. fianbbauieb Stofcnftein bei Stuttgart aubjuftlbten; et fertigte fünf ißiafonbb für ben Speifefaal, batftellenb Scenen aub ber S)ionbfob= mptbe, barunter: S)er Seftjug beb iBaccbub unb ber SIriabne. gernet fibuf ji. unter anbcrn bie ®e= mälbe: 3)er wdbtenb beb Sturmeb ouf bem See ©eneiatetb fiblafenbe öbtiftub mit ben 3üngem ( 1833), Sraum beb beii. Wartinub Pon 3burb ( SUtarbilb in bet fiiribe ju Scbemmetberg bei tBi’ betaib), aufcrftebung 6brifti (1840; ßauptaltarbilb in ber latb. Kitcbe tu Stuttgart), ©briftub am Clberge (1845; für bie tatb. fiirqw iu tRapenbburg). !£ictctid)f(4e l6nt4lb riwtete. Slaibfolget waten jein Sobn Scinrid)

1^

;

$ieteri(b 1800—37 unb Sieteridbb 6rben 1837 —48. 3m legtern 3abte würbe bie IBmbbtuderei an SBilbelm griebr. Äaeftner perlauft unb bie tBucbbanblung an gtiebr. Siblemmet unb 9BiIb. Sogei, unter benen 1865 Äonfutb eintrat. Sie gortfübrung bet Sudbbanblung erfolgte auf 'Jleibnung ber ©Idubiget. 1872 würbe bab Sorti= mentbgefibdft an Sltnolb Soper oertauft, ber eb

mit bem Sntiquariat unb bet Seibbibliotbet non S^neiber &, Otto bafelbft perbanb, unb ging 1887 an Sübet ßorftmann übet unter ber girmo «$iete= tiibfcbe Uninerfitdtebuibbanbtung (S. ßorftmann)». Set Setlng, feit 1872 unter bet girma tSicterifbfibe Serlagbbudjbanblung» unb (eit 1887 unter Ceitung bebfelben £über %irttmann alb @ef(bdftb|übrerb, umjabt 91ecbtbwi)|eni(baft , llaffifcbe S^ilologie, ®e|(bi(bte, Orientalia u. bgl. mit ^tarnen wie Sür= gct, Sablinann, 6walb, ®aub, ®ebrübet Stimm, be ßagatbe, Dttfrieb SDlüllcr, sBaig, 3ad)atid u. a.; ferner bie «älbbanblungen ber ftönigl. ®efellf(baft bet ®iffenf(baften ju SSttingen» (Sb. 1—40, 1843 —95), ben «SbUologub. 3f't)(brift für bab llaffifcbe Slltertum» (feit 1847; gegrünbet 1846), bie «®öO tingifcben Sclebrten änjcigen« (f. b.) mit ben «liacbricbten», ÜUartcnb’ «Recucil de traites» mit gottfebungen (feit 1791). Sie «Sietcricbfcbe Unioerfitdtbbudibtuderei (ffl. gr. Kaeftnet)», feit 1864 im Scfih ber bciben Söbnc grig unb ftarl Saeftner, bat 1 ©abmotor, 4 Srcffcn, 30 bcfcbdftigtc Serfoncit.

Serbin, ftubierte >u Salle unb Serlin Sbeologie, wibmete ficb aber fpdter in Salle unb Seipjig au«= fcblieblicb bem Stubium ber Orient. Spracpen. Qt babilitierte fid) 1846 in Serlin, ging 1847 nach bem Orient unb lebrt feit 1850 ale au^rorb. Srofeffot an ber Uninerfitdt ju Serlin. 91b Orientalift bat fub S. porjugeweife um bie arab. Spraibe unb £it=^ teratur netbient gemacht. Sadjbem er bie Schrift; «Wutanabbi unb Seifubbaula» (£pj. 1847) ner: ßffentlicbt, gab et jundihft ben arab. Sert btt «Al(ebb. 1851), einer arab. Originalgrammatil mit bem Kommentar beb 3^0 ?ltil, bann eine beutfehe Überfettung (ebb. 1852) bcb Kommentarb beraub. Siefen Werten folgte bie Sluegabe ber Sebiihte beb Wutanabbi mit bem Kommentar beb SOWabibi (SerL 1858—61). Sefonbereb Serbienft erwarb fidh S. um bic Sarftellung bet Sb'lofopbie bet Sltaber im 10. 3ahrb., Sündd)l|t beb Softemb ber «Sautem

Srüber», porjüglich in ben Werfen «Sie Sropd> beutil ber Sltaber» (Setl. 1865),

«Sie

fiogit

unb

Sfpcbologie bet Sltaber» (£p». 1868), «Sie 'Jiatut= anfebauung unb Siaturpbilofopbic bet Sltaber im 10. 3abrb.» (2. Slufl., ebb. 1876), «Ser Streit }wi< fdjen Wenfd) unb jict» (Setl. 1858), «Sie Slntpro' pologic ber Slraber im 10. 3abtb-» (2pj. 1871), «Sie £ebre non bet Weltfeele» (ebb. 1873), «Ser Sattoi= nibmub im 10. unb 19. 3abtb.» (ebb. 1878). Sa« Spftem ber atab.'fJbilofopbie ftcUtc S. bat in: «Sie fBb'lofoPbie ber Slraber im 10.3abtb.*(®b.l: «Wa=

trotobmob», £pä. 1876; Sb. 2: «Witrolobmob», 1879). «Siet unb Wenfeb» etf ebien in arab. Slubgabc (ebb. 1879; 2. Slubg. 1881) unb ein «Slrabifcb^bcut: ficb Sanbwßrterbucb )um Koran unb Siet unb Wenfeb» (2. Slufl., ebb. 1894). 1883 publijierte S. bic an Slotinb £ebren ficb anfcbliebenbe fog. «Sbeologie beb Striftoteleb» mit beutfier Übetfegung (1883); fpdter febrieb et noch; «Über bab dltefte Sefenntni« bet Sbriftonbtit” (Setl. 1895). 3u nennen finb noch feine

Sejftaubgaben }ur arab. Sbilofopbie: «S(b
>)•

— 3«

man tiefe Cperation

btt feeittunSe ift Setbauung {f. b.). Xie

Sie Sejeidjnunfl für

Xigeftibmittel

(Uigestiva) ftnb fol^t feeil« mittel, mcicbe bie Sferbauung ober SluflCfung ber

im

unb Xarmtanal bcfinbUtben 6peifen, XarmauSleerung beförbem. 3“ biefen

3Jtagen=

foroie bic

Xigcftiomitteln gebbrt ba^S SBajfcr (befonberä ba£ beiBioarme), baä Äocbfal», ©lauberfalj unb ber Salmial; boä boppeltfoblenfaure 9!otron, Heine @aben pon fRBabarber, bai Sraufepulper, baS neutrale roeinfaure fiali, SBittermittel , befonberä ©binarinbe, fflein u. f. m. 3" ber ßbirurgie beiden e a 1 b e n geroiffe eiterungperbeffembe, bals i g ft i 0 f famiftP’barjige Setbanbfalben. Xaä früher (bis

X

1883) ofpiinelie Unguentum digestivum (Unguentum Terebinthinae compositum) beftanb auS penet.



®mre[fion

hat (1890) 5269, alS ©emeinbe 9151 meift ital. G., Soft,Xelentapb,interePante Stabtlirihe (IS.^ahrh.', nad) ber Kirche San Sietro bi GafteUo in Senebig gebaut, jmei ehemalige Klifter, fetit Kafemen, fhias rinefpital, befonbers für gieberlranle ÜSein^ Cbft CU unb gelbbau, ftarlen.'öoljhanbel fotoie feit 1856 eine Snftalt für Seibenjuebt. Xer fog. 'S oft n»ein in ber Umgebung jählt ju ben heften iftrian. ;

2ß einen.

Xigne (fpr. binj). 1) STronbiffenent beS franj. Xepart. SaffeSsJUpeS, hat 2354, 7S qkm, (1891) G., 83 ©emeinben unb }erfdUt bie 9 Kan; tone Sarrime, X., 2a 3anie, 2eS 50l ober 31bi!afett bo teiebnet, bat bie Honfiftent ber Salaobutter, ift frifd) meih, mitb beim altem gelb, bat im frifeben 3uftanbe einen an Halao erinncrnbcn ©erueb unt milben ©efebmad. ©an benupt ee angeblicb tum Perfälfiben ber Salaobutter (f. b.). SKofett, f. Silabrot. Sitaiaribad, f. Sicäarcbu«. fSitäod, Porftanb einet Siete (f. b.). Sbitafterion (grd).), im alten (^rieibenlanb

jeidmung für ©eriebtsbof. dltefte

unb

3n atben mar

bet

angefebenfte @etid)t«bof ber be« arec=

pagu«

(f. b.); baneben beftanben nod), menigften« ben Seiten be« Stalon, niet «®lutgerid)t«’ ba« au« 51 fDütgliebem beftebenbe ÄoUegium bet ßpbeten unter bem Sorfip bc« jroei’ ten ?ltd)on (atebon ®arilcu«) übet nerfebiebene 3äUe

feit

b«fe», in melcben

non Sotfcblag, anftiftung jum ©otb, 91otmebr u.bgl. JU ©erlebt fap: bie ©erilt. mebrere Stunben lang bact-

@

iBattn,(BieberbeT6tftcUtunbl784BoUenbet,fBäterliet G^tenUgion fibcilail(ii, ein neitlAufige^ @ebdube, bai in feinen 6ilen ein natiirbiflot. unb attbSol. fDlufcum, eine Sibule ber Äünfle unb in neunjcbn Sälen ein fUlufeum bet flünfte (mit einet tcitben

febiebenen Seilen ber |

I

!

I

eben eine je nad) ber Sebmere be« gallc« perfdiie’ bene 3abl Pon ©efebmorenen (bie 3ablenangaben febmanitn jroifeben 200 unb 2000) unter bem S. berinate überfuhren. Sie S. fmb fdmtlich auf lünftlichem SSrae erhalten Worben. Sie bilben aubgeieichnete nudgangdprobutte für mannigfache Spntbefen unb ti ift mbglich, bah manche Don ihnen in bet 3utunft jum üufbau fünftlicher THtaloibe technifdpe iBebeutung gewinnen. 3)UilUaf4, altrbm. Senlmal in (Bulgarien,



Domtali bie Schbppenftllble unb Sutiftenfalultdten in Seutfchlanb. 9Jach bet jebt im ®eutfcben Dteiche geltenbeniSerichtiDerfoffunofinbsurSlecbtfprechung auifchlieplich bie jut Sluiflbung bet @erid)tibat> (eit eingefepten Staatigerichte befugt unb oerpflicb' tet. (S. SlttenDerfenbung.) Slgl. ^latnet, 5)et ^tojeh unb bie Klagen bei ben jlttilem (2 9be.,

Don SimoDa beftebt au4 einer noch 12 m bopen Dieriantigen Sdule, neben bet baS (ßiebeftal Sdule fleht. Sabei Srilmmet Don Simfen unb Sdulen mit griech. fjnfchriflen. ISUItB (greh.) ober billinifch, f. lliclinus. wejtlich

IDUta, ,

1

|

|



ÜJlciet unb Schoemann, $er neu bearbeitet oon Sip> fiui, IBetl. 1883 87); ^Serrot, Essai sur Ic droit public et privb de la Rbpubliqne athbnienne CSar.

attifche ^lto)eh(£iallel824:



1867): gtdnlel. 3)ie attilchen (Slefcbworenengerichte (Setl. 1877); 'fluiolt, (ätied). Staati! unb 3icchti= Sufi., üllünch. 1892). ^Uatipter (gtd).), ein oon oon (2.

^agcnow

ct=

fie



aber befonbcielBerfcbiebenbeiten. 'Ulan unterfebeibet as ß> unb Y=2iletone. a=J)i! (etone ober auch Cttbobiletone fmb bie, in benen bie Satbonpigruppen benachbart fteben, wie j. S. imSiacetpl, CH, -CO-CO-CH, unb ,

imSienjiKf.b.), C,H, CO-CO-C,H,.

(Srterei

ift eine gelbe flllihtipe 3lüffig(eit, lekterei oilbet gelbe KipftaUe. 3Rit $bbuplbpbraiin bilben fte



S

Sie jweile (Sruppe bilben bie p = i t e < Cfajone. bie jwei burch ein Koblenftofiatom getrennte Ifatbonplgruppen enthalten. Ser einfachfteiBerttetet

tone, ift

boi Slcetplaceton, CH,

CO CH, -CO -CH,,

eine farblofe, bei 137“ fiebenbe ^flffigleit, bie beim

Stwdrmen non SIcetpIchlotib mit Jlluminiumchlorib Sie P’Siletone geben mit iDbenplbpbtajin $praio(betiDate unb mit Jlnilin unb anbem aro> matifeben Sminen ßbinoUnberipate. 3n ben T'Siletonen enblich fmb bie beiben (£otbonpl= gruppen buiih jwei Kohlenftoffatome getrennt, wie entftebt.



S. im Scetonplaceton, CH, Co -CH,- CH,CO -CH,, einet bei 188° fiebenben gluffigleit. Sie Y' Sitetone geben unter äBafferaubtritt allgemein ranbenDate unb bilben fich au4 biefen unter raufnabme, mit Stmmoniaf laffen fie fich in j.

tt

bem

9omu

(f.

b.) tributpfliih>

tennt mehrere ifJflonjen, bie oud gewijfen ©tün' ben allgemein ju ben S. geftellt werben, beren Smbrpo aber in betreff feinet duhem ©eftalt unb feiner anatom. Sefchaffenbeit wefentlicb Don bem

bei 3eui. aitertümlicbe SBilbet ftellen bat, wie fie bai Untecbt (Jlbilia) mit bem Stabe ober Stammet fchldjit (fo fcbon an bet fog. fiabe bei Sppfeloi in Clpmpia). $. ift auch bet fRome bei 99. 'Ulanetoiben. StfetöBe, otganifche IBetbinbungcn, bie in ihrer ehern. Konftitution babutch auigejeichnet fmb, bah r>e bie ßatbonpigtuppc ober fietognippe CO üfeiftlietin

fie

in

ed ift in manchen gdUen fchwer ober fiberbaupt nicht ficher }u enlfcheiben, ob eineiSflanje ju ben S. ober ju ber biefen jundchft ftebenben ©ruppe bet flRonolotplebonen )u rechnen ift. Slan

SUt

einanbet jeigen

Stabt

tigen (leinen Slegetreich $., füblid) Dom Sfabfee. SUöioB (gtep.), eine Strop^ bie }wei Derfcbie< bene 91erdarten Derbinbet. D. diströphon beiht eine Strophe, bie aud mei IBerfen Don Derfcbiebenem SWetrum, Wie j. 9). wameter unb ?!entameter, beftebt; D. tetraströphoD eine folche, bie aud Diet (Berfen beftebt, Don benen bie btei erften badfelbe äRetrum haben, bet Dierte aber ein anbered. 9itotlilcböB(B ober Sitotplen ( 3 Weifamen> lappige ^flanien), in bet (Botanit eine ber beiben grohen ©nippen bet Sngiofpermen, etwa 80000 arten. 3“ ben S. gebbten alle ©cwdcbfc , beren Gmbrpo ober Reim in bet Segel mit jwei einanbet entgegengefetiten Rotplebonen (Samenlappen) Derfeben ift. Son biefet Segel giebt cd jeboch Sud*

nahmen, unb

bacbtet 3euhenapparat, bet benfelben 3wecl bot wie bie Camera Incida (f. b.). (gtch.), eine bet $oten (f. b.), 2!ocbter bei 3eui unb bet Ibemii, bie @öttin bet oergeltenben, inibefonbere bet ftrafenben ®etechtig(eit, bobet bie

jweimal im Woletül enthalten. Sie befihen bie allgemeinen (Sigenfehaften bet Ketone (f. b.). 3« nach bet Stellung ber beiben Satbonplgruppen ju=

,

einer umgeftflrjten

Satmft. 1824—25);

altertümer

307

®ifotpiebonen

bei a(flm befitn SBonDctfuna i^m feit ben $ennei bet fofl. Siidjteifolb (Dikastikos Miathos), b. b. eine 6ntf(bAbieuna bon utfprltnaUtb 2, fpfitet 3 Cbolen (20 unb 30 $jenniae) für ben 6i||unoi> tag, auebeiablt »uibe. (Der Ieiben{(baftli(be Sifer, »omit bie iltbenci bet Sbitigleit ali (Sefimoiene oblagen, ift Don üriftopbanei in mebrem feinet flombbien, inibefonbere in ben «SBefpen», in geift> reidier Säeife Detfpottet worben. Sitafterium ober Sprudil oll egium bieb fpStei übeibaupt eine @enoff enfcbaft oon Sie^tigclebtten, welche nicht bie ftdnbige @eiichtibatleit über einen beftimmten IBejitt Quiübte, fonbem nur ouf ßtfuchen Don @e= richten Stechtifprflche abgab. Setgleicbcn waten

bet normalen

S.

abweicht.

fiauptfdchlicb

fmb ed

febmarohenbe ^iflanjen unb dumudbewobner, bie folche Abweichungen im Soue bed embrpod jeigen.

So 5

i




beftebt bet

9 3ellen banchen, (Balanopbotaceen , Safflefiaceen u. a. fchniatohenber ©ewdehfe nur aud wenigen 3cllen jufammengefeht; bie Kotplebonen fehlen babei ,

DoUftdnbig. ifbrigend finbel fich auch bei manchen nicht ald Schmarotiet lebenben 9!flanjen, bieun< jweifelbaft ju ben S. ju rechnen fmb eine mangels hafte Audbilbung bed ©mbrpod; fo jeigen bie 6m> hrponen Don Trapa, Ranunculua ficaria L., einigen Arten ber ©attung Corydalis nur einen beutlich entwidelten Rotplebon, ber anbere ift entweber gar nicht Doebanben ober faft DoUftdnbig Derlüm< mert. fSonftröfe Gmbrponen mit brei Kotplebonen fmb bei mebrem Familien ber S. nidjt gerabe feiten. Selbft mehr ald brei Kotplebonen (ommen, wenn auch nur in wenigen WUen, tor. Gd genügt bedbalb nicht, bloh auf ©runb ber motpbolog. ffierbdlmiifc bed ßmbtpod entfeheiben ju woUen, ob eine 'fSflanje ju ber ©nippe ber S. ju rechnen ober nicht; ed muh immer noch bie anatom. fei Sefcbajfenbeit bet ganjen ^fflanje, ihre Sradjt ober fiobitud, ber IBau ber IBlüte unb bie SBachd« himdDerbdltniffe ber AJurjel fowobl wie bie bed Stengels berüdfichtigt werben, öetrciid bed onotom. Saued Idht fich oUerbingd (eine allgemein gültige Segel übet bie Unterfcheibungdmertmalc jwifchen fSonolotplebonen unb S. aiiffteUen, aber immers bin giebt ed charatteriftifdje Gigenfchaften ber beiben * ,

20

308

Sifot^tcn

-

ICiftator

Jlrttn

Sittät

bilben eint Jlubnabme. 3uni(bft unterfebetben fid) bie 2. oon ben Snonototplebonen butib ben IBct: (auf bet @efdb‘ >>(t Seitbanbel im Stamme. 3Bib-

fptoebtned

@ruvpcn, unb nur vec^iltnibtni^ig meni^e

renb bei ben meiften SRonototpIen bie ©efAbl’ünt’el über ben gonjen Cuerfdjnitt bc« Stammet jerftreut ober bO(b weniflflen« in mebtetn lonjenttiftben Min= gen liegen, finbet fnb bei ben $. in bet Kegel nut ein cinjiget jniifcben SRinbe unb Sftatl liegenbet 6in meiteteS füt bie gtofie Klebtjabl bet 3). (baralteriftifcbeS Sllettmal liegt ttxeii folibet 93flnbel.

batin, bab ibie

Stamme Slidenitiacbatum

be^

bab alfo fottnibtenb neue Sumaebbionen werten Ibnnen. Sie in ben iüngften 3ntet= nobien noch gettennt netlaufenben Sünbel werten halb but(b baa fog. 3titetfaaci(ulatcambium petbunben; ba buteb bi^en IBotgang nunmebt ein pollftdnbiget SRin^ non SilbungPgewebe, gambium (f. iX entltanben ift, fo Ibnnen fottwabtenb obet in gewigen $erioben neue Slinglagen non 3ellen fo= wobt na

befebrdnlte, niibt auf bem geltenben Staatdrecpte berubenbe fDta^t, neldie fid> Aber bie ecrfajfungd:

mdbigen ^utoritdten ftellt beim ebemaligen 9iegcnd= burgcr tKei(bdtage fomie beim Seutfcben 9unbc4’ tage bie amtliibe fDtitteilung aller ßtngaben unb üntrdge an bie @efanbten ber fKeidbdftdbte ober ;

33unbe«glieber.

Slftotdrif4

(int.), gebieterifcb.

Siftatnr, f. liittator. SUtiitntt*atagriM>b> ber

§.

10 be4

(Sefetied

oom

30. 35ej. 1871 für ßlfob'Sotbtingen, burd) ben ber Statthalter (Sefel) oom 4. 3uli 1879, früher bet Dberptdfibent) crmdcbti^ift, «beiSefabt für bie bffentlidbe Siiberbeit alle fflafitcgeln ungefdumt ju treffen, roeld)e et jut Slbmenbung bet ©efabr für crforberlid) bdlt». iliacb bem ÜBortlaut bebeutet bicd,

bab

für biefe üllabregeln (eine gefeglicbe Scbranle

beftebt, alio

}. i8.

Staatdangebörige audgemiefen,

Seitungduntemebmen untcrbrüdt loerben rannen. Siftc, ber alte fRame eined mdcbligen, ungefdbr bufeifenfötmigen ©ebitgdjugd im Bftl. Seile bet 3nfel Rreta, iebt Safitbi ober Safiotbita. Ser bad)fte ©ipfel, ber fid) fübaftlicb oon ber uralten Stabt Spttod 1680 m bo balbfen Gbtfcbeibutmbproseffeb aub beffen neuem Kabinett oubgefcbloffen. 3nerft freigefpto(ben, mutbe

unb

2. 3uli 1886 megen Gbebnnbb genebtlid) oerutteilt; unb feine polit. ©olle

et »etlor feinen äJablfift,

bamit »und(bft aubgefpielt. ©ei ben allge» meinen ©)ablcn 1892 unb 1895 mürbe et jebod) mit f(bten

grober ©laforitdt in ©louceftetfbire miebet inb Untetbaub gemdblt. ©ulet feinem groben ©eife= mert oetbffentliibte 2. bie geiftieiibe polit. €a< tire «The fall of prince Florestan of Monaco» (fionb. 1874), gab bie S(btiften feineb ©roboaterb beraub (f. oben) unb febrieb «The present position of European politics» (fionb. 1887), «The British armv» (ebb. 1888), «Problems of Greater Britain»

(2 ®be., ebb. 1890), bab bie Jbeen eineb ftübern SBerleb meiter aubfübrt, unb «Imperial Defence» (mit SBillinfon, ebb. 1892).

(Sin« ©flansengattung, f. Anethum. reebter ©ebenflub ber fiabn, entfpringt auf

®iH, bem

ÜBeftermalb, bur tannten (Dtoofe unb piel« forgfdltige SIbbilbungen. Sigl. Scbilling, gob. ga!. D. (6amb. 1888). SiUi, portug. Crt auf Dimor, f. Deli. SiOiagen. l) Segirldamt im bapr. 9leg.abe, 1

(f. b.).

(siiltnattn, ©briftian griebr. Jluguft, Orientalift Prot. Dbeolog, gcb. 25. Kpril 1823 ju gUingen 9Äaulbronn in Sürttemberg, wibmete fiih in lübingen pbilof., tbeol. unb, befonberd unter ßwalb, Orient. Stubien. 9!atbbem et 1845—46 ald ®ian=

teres et

I

nach Sieben, 1869 ald 9Iacbfolget ficngftenbergd an bie Uniocrfität ®erlin unb würbe 1877 orbent:

312 SnUgUeb b(il6nigl.31fabemiebetSS!iüenfd)afßr (larb 4. 3uli 1SS4 in '-Berlin, ßin »orjüg: Kenner ber ät^iop. Sprache, (ebrieb 2). eine »Srammatil bet dtbiop. Spracbe« (up). 1857), ein

j

ten.

I

lieber

i

«Lexicon linguae aethiopicae» (ebb. 1865), eine «Chreatomaüiia aetbiopica» (ebb. 1866), unb gab pon ätbiop. Schriften berau«: «3)a« SBiub öenetb» (im Urtert, ebb. 1851 in beutfeber Überfebung mit Grildtung, ebb. 1853), ba« «SBuib bet 3ubilden» ;

ober bie «Kleine ©cnefi«» (beutfeb in 6malb« «3abr= bet biblifdjen SBiffenfebaft», SBb. 2 u. 3, Siel 1859), ba« «93u(b Slbam » (beutfd) in 6malb« « 3nbrbücbem >, 93b. 5, ®btt. 1853), bie dtbiop. Uberfebung be« Jllten Seftament« (21. 1, 2 u. 5, Spj. 1853 94), bie «Ascensio Isaiae» (dtbiopifcb unb lateinifib, ebb. 1877). 3tuberbemper6ffentli(btc 2). ein «SJerjeiibni« bet abeffm. fianbiebriften be« fflritifiben fUlufeum« (lionb. 1847), ber 33obleianif(ben SBibliotbel (Crf. 1848), ber tönigl. SBibliotbel ju ®crlins (®erl. 1878), jablteidbe Slbbanblungen in ben Sentfebriften unb 'Hlonatsbericbten ber Serliner ältabemie, unb al« SCrdübcntbe« fünften internationalen Cricnlaliften:

1849—51 im Urtert, ;



!

'

,

tongreffe« bie «SBerbanblungen» be«felben (2 ®be., ebb. 1882). getner erfdjienen pon $. Sommentare





30 Stoj. ßarool.

2a« 2.

1

naib

|

D’Btien« Slufftanbsoerfucbc in 2ippttaro bemor> tagenben Slnteil unb enttarn noeb be)len iUtiBlingen

bem Kongo: unb Sambefi> im gebt. 1854 entbedt, et bbebften« 8 13 km 6r ift febt reiib an ift.

fiioingftone

4— 5 km



breit

gifeben unb glubpferben, unb überflutet jeitmeilig ba« ibn ring« umgebenbeSumpflanb, basficb nach 9i., bem Saffai, unb audi juroeilen naib S., bem £iba:6ambefi ui, entmdffert. SfiMlbelm, Sbilofopb, geb. 19. 9ion.

|

|

,

1834 ju Sicbti4 am fHtoin. 6r ftiibiette biftor. unb ppilof. fflipenfebaften in Seibelberg unb Ser: unb babilitierte ficb fobann an legterer Uni: 1866 mürbe er al« orb.'Brofeilot bet 'Bb>‘ 1868 nad) Siel, 1871 nadi Sre«lau unb 1882 naib Berlin berufen, mo er auch Slitglieb bet Sltabemie bet fflifienfebaften mürbe. 'liacb bet SDlitroirlung bei ber Sublilation «Slue lin

oerfitdt. i

lofopbie nad) Safel, j

tiler, geb.

3eitung «The Nation» grünbete. 1846 mar et einer bet Stitbegrünber bet 3uno>3rlonb:Sartci (f. 3rtanb unb gnnge« (hiropa), 1848 nabm er an

oon

beffen Sofürbalten

lang unb

frifeben

bie

SBafferfebeibe »mifeben gebiete,

I

bei

1816 in Slapo, (tubiertc in 2ublin unb beteiligteficbfeitl842eifriganbet9tepcaloffociation (f. b.), JU beten götbetung et mit 2oni« unb 2uffn

Sill>aSStifttnS«inf bab. ©emeinbe, f. iBeifiriu f. Blaulopf. Sllolo, See in Slguatorialafrila, in 11°30' fübl. .W 6ftl. £., in 1445 m Jö«be, auf einet

|

in altem

3m

an unb mürbe 1892 unb 1895 micber

|

|

'Barfümerie unb in ber fiigueurfabritation. ©roBbanbel loftet 1 kg 2. (1896) 16'/j St. SSiUon (fpr. bill'n), 3«bn Slale, irifeber Soli:

Sbeen, wie

St. unb 22°

befipt ein auberorbent:

bobe« 91otation«nerm5gen, ndmlicb + 206°, 3uftanbe ein fpec. ©eroiibt oon O,»»», CI fteigt bie« bi« auf 0,os. 6« beginnt 155° C. $u beftillieren , mobei bet Siebepunlt bi« auf 2.30° fteigt. 6« finbet Setroenbung in ber

feiner nationaliftifeben

DU6ba oaernMooephUa 7,., |

lieb

im

»or

iBarteigenopen bemerlbar bureb ben

6mft

in« Unterbau« gemdblt. 9iacb bem iHüdtritt iDlac 6artbp« mürbe ibm im gebt. 1896 bie i'eitung ber Slntiparnellitenpartei übertragen. Sinon (fpt. biiong), SDlatguerite SlnbrSe 6lifa, jmeite ©emablin ©uijot« (f. b.). (ftein.

1886), JU 3efaia (5. Slufl., ebb. 1890). Slu« feinem Stacblap perDffentlicbte 'H. Sittel ba« «£ianbbu(b ber olSeftamentlicben 2beologie» (£pj. 1895). Bgl. ©raf Baubifün, Sluguft (£pj. 1895). 3>iUdl (Oleum Anethi), ein in ben Samen non

3)iU,AncthumgravDolensi,.,tntbaltene«unbburcb 2)ompfbeftillation ju geminnenbe« dtberifebe« CI, bo« in feinen ßigenfdmften bem Sümmelöl dbnliib ift. 6«beftebtou« lü'Broj.eine«2etpen«(f.2etpene) »om Siebepuült 155 160", 60 Stoj. eine« äetpen« nom Siebepunlt 170—175° unb

geredblt, machte ficb S). Port halb

anbem

butcb ba« 5euet ber Serebfamleit, tuomit er fie Dct= trat. 1881 mürbe et roetjen feiner auftübrerifeben 'Heben nerbaftet, aber feiner leibenben ©efunbbeit roepen in f^eibeit gefetit. 6t trat trob feiner noeb meiter gebenben gorberungen 9fSarneU jur Seite unb unterjeiebnete 1882 mit biefem unb ®anitt bas iDlanifeft gegen bie Slorbtbaten beroUnbefieglicbcn». Sranlbeit jmang ibn 1883 jur 'Hieberlegung feine« Unterbausmanbat«, boib mürbe er nach Idngerer 6rbolung«rcife 1885 miebergemdblt. 1887 foroobl raie auch im folgenben 3abr mürbe er inegen feiner bauemben leibenfcbaftlimcnJlgitation fütbieiriftben gorberungen ju @cfdngni«ftrafen oerurteilt, 1890, al« miebet gegen ibn unb D’®rien eine Jlnllage fibroebte unb et gegen Saution freigelaffen mar, lieb et biefe im Stieb unb begab )"ub mit feinem ©enoffen noch Mmerifa. 9?acbbem er Dergeblid) oerfuebt bcittc, bie im Sej. 1890 eingetretene Spaltung in ber irifeben ifiartei bei)ulegen, fcblob er fub ben 3Inti= parnelliten

in neuen Bearbeitungen jum Suib Ipiob (4. Slufl., £pj. 1891), äut ©enefi« (6. Slufl., ebb. 1892), ju ßpobu« unb Scoiticu« (2. Slufl., ebb. 1880), }u Jlumeri, Seuteronomium unb 3«fua (2. Slufl., ebb.

&

Unterbau« fanatifeben

bücbem @Stt.

jiger Sal^ie trat er mit leibenfc^aitlidtem (fifcr in bic polit. iBerocgung ein. 1880 (üt Sibperorb in«

allen

I

,

!

Sdjltiermadjct« £eben in Briefen» (4 Sbe., Setl. 1860—63) erfebien «Beben Stbleiermadier«» ('Bb. 1, ebb. 1870) unb «6inleitung in bie ©eifteemiffen:

|

fcbaflen» (Bb. 1, £pj. 1883), motin eine ©runb: Icgunp für bo« Stubium ber ©efellfcbaft unb ©ef^icbte ju geben oerfuebt mirb. Unter Slbltb=

i

,

|

na^

'Heuport,

mo

nung

et als Slboolat praltijicrte, bi«

jegliditr 'JJIetapbprd foll butcb

ba« 3ufam=

j

1855 etlaffenen Slinneftic nad) 2ublin jurüdtebren lonnte. 1856 für 2ipperarp in« Unter: bau« gemdblt, mar 2. bemüht, eine Berbiiibung jmifeben ben engl. 'Jiabilalen unb ben iriieben Siatio: et infolge ber

noliften ju ftanbe

ju bringen, ftarb inbe«

'

'

'

fibon

5. Sept. 1860.

Sein Sobn, 3obn 2., einet berfiauptfübrer ber irifeben 'Jtationaliften, mürbe 1851 in Sleuporl ge= boten unb empfing feine Slusbilbunej jum drjtlieben Beruf on ber Unioerfitdt in 2ublin. Staeb bem Gntfteben bet .'&orae:'Hule=iBartei ju 6nbe bet fieb:

I

I '

|

|

,

incnmitfen bet Bfpcbologie unb ber 0efell|cbafts> unb©c|ibid)t«miffcnfcbaftoufcrttnntni«tbeotctifcber ©runblage fid) ein 3ufammenbang bet ©eifte«: mipenfebaiten neben ben Staturmiffenfebaften ouf: bouen. SBeitere Schriften 2.« finb: «2a« Stbaffen

be« 2icbtct«, Baufteine jii einet 'Boetil» (in ben «'Bbilof. Sluffdpen»; ju 6bten 6. 3rBct«, £pi. 1887); «Über bie 3)lägli*leit einet allgemeingül’ tigen pdbagogifeben SBiffenfebaft» (in bcn«Sittung«< beriebten bet Berliner Sltabemie ber SBiifenfibaften», 1888), «Beiträge jut £6fung bet grage oem Ut>

SÄTTGKTTEHHESTE AUS

1.

SrhAdrl (

2.

DEM DILUVIUM.

d«’S HrU«u8).

liarkxabn von Uhlnorcrot If'litorhinus.

3.

Uarkzahn von

Ilippo-

potamiiR nujor. 4.

Hifannhlrurh

i

M»*RBrif |

!

ber g e f ch 1 e ch 1 1 i cb e 3., bei welchem bie Männchen ichöner, gewanbter, Itäftiget unb gröber alg bie Meibchen ju erfebeinen pReaen, et ift bann bag 3^^

0

»

.



3)imotifa ge{d)lc(ttli(ict ^uditinabl (f. b.)- SUtoeilen ift aber bab 3nann(feen nnnji« imSntfSltnii }um Si(ib< 6en unb «an) onber^ OTflanifirrt, ivaS namcntliib btt paiafuiftben Sormen bei Sali ift, inbem beibe (Sef^lecbttr burtb baS Si^maroliertum lüdQebilbet nietben, ober in oerfibicbcner SHicbtunfl, bei (tbmo* robcnben ober feftftbcnben Ärebicn, bei Stern» rottrtnem u. f, m. daneben niebt e« Siere, bei benen nur ein ©eftbledjt bimorvb ift; fo finbtn fub jweier» lei ®eib(ben bei einer Slnjail molaiiftber Safl»

unb S.»Sinoto

icbmetterlinge, bei

manchen Scbntimmtdfem

Seltener

(hft^tinund bei iDtdnniben, bod)

ift

biefe

u.

f.

I

j

n>.

finbet fte ftcb bei einigen SBlattbornldfem unb tourbe Don Srib iDlaUer bei ben fDMnntbcn einer biafil.

SÜel (Tauais dubius Fr. Müller) auf

jtreierlei Slrt

jum

Slrten

mud

annabm.

bafe

(Diefer fofl.

unb ndbert

bet öeteroßenefid (f. b.) unb weiter fogot nerationdwecbfcl (f. b.).

Siinotifa, Stabt in bet

SimoPieten

m0

Sflrlci,

(lat.), foitfcbaffcn,

n Sortftbaffung (Siattjatiir, Crbnun« bei 11

fidb

Sauneut (mit einet fja^abe aud bem 12. 3abtb.) bei» gefefet. S. bot ein RommunalcoUdge, ein 3rrenbaud,

Waldbau,

btm ®e»

f.

;

X

i

,

3)tufd)tln

Siaaabetie

(f. b.).

Sta«bf44>ar, $iftrilt ber Sioifion SRabfd)» fd)abi»iloti(b»!BibatbetSieutenant»@ouncmeurf(baft ^Bengalen bed jinbobtitifdten 9ieid)d, mit 10665 qkm unb (1881) 1514346 G. (795824 SMobomme» boner, 716630 jtinbu, 1435 Santal unb 457 (£bri= 3. ift ein niebriged, meUenfSrmig pon 9(. ften). naib S. abfalltnbed Slotblanb. $et bebeutenbfte bei joblttieben Stüffe >ft btr Pon ben Sergen non

Sad filimo ift febr un» gefunb, befonbetd berrfdtt in ber beifeen gabredjeit

burtfcfdjneibet ben Siftritt.

m bobem Surm unb bemerfendwetten Sot» führt eine Seifentreppe (408 Stufen) jut geftung, welche 1818 an ber Stelle bed 1690 non bin granjofen gefthleiften Sthloffed gebaut würbe, ober feit 1879 nerlouft fmb, ba bet Ort Serie beten (eine ftrotegifthe Sebcutung mebt bat. Sie gante gelfenwanb ift tenaffenfdrmig in ®diten eingeteift, mit 68 taten)

I

@urten» unb Sürbidarten unb 3uderrobt.

Sie Grtrdgniffe an Saummolle, Jobol unb 3übigc ftnb nur gering. Sie Seoilletung ift otm unb ftebt SBitbtige Orte ftnb auf niebngtr Silbungdftufe. Sauptftobt $. (burdb Gifenbobn mit Äaltutta oeibunbtn, mit guten fanitdren Ginriebtungen, (1891) 12204 G., bamnter 5373 iDlobammebaner,



an bet fDlaad sieben

bie

bie natb

bem

(chbne Sromenaben entlang, non Salfm, berMbtei Sould»

fid)

Scblofe

©rotte unb bem Sdjlofe non gtept unb jum Sapaibfelfen führen. Gine eiferne Stüde über bie Slaad führt ju bet Sorftobt St. 'JJlcborb. @ef tbiebt» lid) berühmt ift bie Serwüftung bet Stabt burtb ben ©rafen non Gbarolaid (Rarl ben Rübnen) im Rrieg gegen Subwig XI. (1466), jemet ber Sturm bed Öerjogd non Menetd (1554) im Sienft öeinrithd U. gegen Raifet Rarl V. 1675 warb fte abetmald non ben granjofen genommen, aber im Mpdwiiter grieben 1697 bem Sidtnm Sütticb jurüdgegeben, bem bet Crt feit bet öobenftaufenjeit bid 1794 gehörte. Siaagtat, Stabt in Sengalen, f. Sdndpur. ISinäv, Marne ber (Selbeinbeit in Serbien, bie gemdfe bem ©efege nom 30. Mon./12. Sej. 1873 in Ott, ber



6666 öinbu) fowie 5cmtabab.

Siaan (fpr. -ndng). 1) Hrtonbiffement bed franj. Seport. G6ted»bu»91orb, bat 1398,t9 qkm, (1891) 121232 G., 91 ©emeinbtn unb jerfdllt in bie 10 Rantone Stoond, Gaulned, Sinan»Gft, Sinan» Cueft, (Sntan, 3“8on, fDlotignon, Slancoet, SWlan» te»Setit, Sloubolop. 2) $anptfilabt bed Stton» biijementd Sr unb btt flantone Sinon»Gft unb Sinan»Dueft, 60 km öftlid) non St.Srieuc,Un(d non btr Mance, übet weltbe ein prddbtiger, 250 m langer, 40m bobei Siabutt führt, an bet fUlünbunfi bed Ranold bet 3Ut “nb SRonce unb an ben Sinien

-nangb’rib), 'Bteffingge»

iDtarmorfdge, ©erbereien, ©etreibe» unb Clmüblcn, Ratten», Gifen» unb Rupferwotenfabriten fowie leb» haften Sanbcl. Serübmt waren im Mlittelalter bie getriebenen Rupfer» unb SBlefRngwaren non S. (dinanderics); fegt ftnb ed bie Sinanter Ruthen, aud Speltmebl unb £ionig. fiinter bet got. Siebfrauen» lirthe (aud bem 13. 3®brb., netietbingd reftouiiert,

Siftim berabtommenbeStrai, im Oberlauf Rarota

toffeln,

(ftj., fpr.

idfirr (nad) bet belg. Stabt Sinant benannt). Siaaat (fpr. -ndng), eine bet dlteften Stdbte Selgiend, in bet Sroninj Mamur, on ber Sinie Mamur-Öinet bet Selg. Ülorbbobn, im Surebbruebd» tbal ber Staad, jwifeben biefer unb (leiten Ratlftein» felfen, bat (1890) 7245 G., ©ladbütte, Sapiermüblen,

(lenannt, ein 'llebenflug bed Siabmaputra. Sie teit einigen 3abren erbffrete norbbengol. Gifenbabn

eine für (iuropder gefdbrlicbe iDtalaria. Sobtn» erjeugniffe ftnb Meid, SBeijen, ®erfte, oerfdbiebent Sitten öitfe unb Clpflonjen, Sfefftt, 3ngwer, So» rianber, Slnid, Sanantn, füfee unb gewübnlidte Rar»

£>anffpinnereien, Saljfiebereien, Robri»

iation non Sderbaumaf(binen,Sbonwaren,S(aneU, Seinmonb, Segeltutb, SaumwoUftoffen, Sehet, Sot» jellonwaren unb Mübenjuder, fowie bebeutenben Öanbel mit Sieb, Sutter, ©etreibe, 5anf, Sein» wanb, 3>oirü unb SBein. ^wa 1 km not ber Stabt liegt in einem reijenben Sbale ber nach einem alten £d)loffe G 0 u i n n a i d benannte eifenbaltige Sauer» brunnen mit einem falten 'Jlineralbobe.

febr

(Temotita. entfernen

ber

3br um 1300 erbauted ftattlicbed fefted im Slittelalter ben JöenSgen non Sretagne ]um SBobnftfe unb meift jur Sbbaltung berSonbtage biente, wirb jegt ald ®efdngnid be» nufet. Set Slafe Sertranbd Suguedclin, ein Seil bed Sumiemlafeed, auf bem betreib 1359 mit bem engl. Mittet Gontorbie idmpfte, ift feit 1823 mit feinem Stanbbilbe gejiett; feinßerj ift in berRirieSt.

mon früpfr jmeierlei Saifonbimorpbid»

betrifft beibe ©eftblccbter

km)

Stblofe, melcbed

Sluffuiten, refp. geftbalten

«dtmetterlinfle boben eine Sommer» unb eine 3Binttt(teneration, bie in ihrer Sdrbuna fo febr bon» abnieitben,

(21

geben.

beobaditct, ireldje

btr äöeibdjen oubeeftottet finb; bie einen, bie «JUe» (btr>, haben befonberd entwidelte @erud)doiflane, nttldit bei anbem Sonn fehlen, bod) ift biefe bafdr njiebcr mit ©reiforflonen nerfefeen, ed ftnb «^ader». Sud) nad) ben fla^redseiten tann ein unb biefelbt lierart in jroeicriei Sormen ouftrcten: momie

einanber

315

3)inar

Sntand)ed»8ambatle ^an). SBeftbabn, auf 73 m bobem öügel, mit einem 5afen,ber Sdbiffe non 150 t aufnimmt unb jur^ut» jeit mit bem 12 km entfernten non St. iDlalo in Set» binbung ftebt, ift Sife eined ®erid)tdbofd erfterSn» ftan), bed Rommanbod ber 10. Ranall eriebrigabe, bat (1891) 8032, old ®tmeinbe 10444 G., in ®amifon bad 24. Srogonet» unb 13. $ufarenregiment. Sie Stabt ift febr alt, grdfetenteild fcbledtt gebaut, mit engen, finftem unb frummen Strofeen, non hoben biden ’JRauern mit Sürmen unb ftbSnen Shoren um» fd)loffen unb mit fd)6nen Sromenaben, einet SdjSp» fung bed hier geborenen iöiftoriterd Suclod, um»

luUat

'

'



I

I

316

- -

Sinara

100 ißara

geteilt

2ct

ift.

3).

bet fran«. ijrant.

ift

3flt bie 3)tQn}prdgung hefteten biefelben tSotjcbrif: ten nie in ^tanlieid), iebocb netben in @olb nut 20>3)inat=Stfl(te fonie 10>3!inat=®tü(le, ferner in Silber 5=, 2=, 1= unb ‘',=S'inar=Stli£le gejrägt. $ie 35rägunfl bet Stüde }u 5 2l. ift nidjt emgeftellt, er=

nut für Staat^reAnung. Cbgleid) gefegliib niemanb mebt oU 500 U. an filbemen 5!4inar=Stüden in 3ab= lung }u nehmen braucht (fo bafi biefe 'Dtünjen gefeh< lieb nut als «bsbere» Sebeibemünje erfdjeinen unb habet Serbien nut ©olbnäbrung haben foU), net= folgt aber, nie bie fDiünibrdgung übet^aupt,

ben biefe Stüde bod) in jebet Summe angenommen unb bie ©olbmünsen mit Slufgelb bejohlt. Shot= fachlich hat alfo Serbien nut Silbemabtung. 5). heifet auch eine in 'ISerficn im flleinoerleht oot= lommenbc Heine (SelbrechnungSftufe, ‘,j„ besSchabi ober ‘„„„0 beS Äran (f. b.), etnaS mehr als ',0 beutfeher 'f^fennig ober etnaS mehr alS */„ dfterr. Ifreujer. {S. Senato.) ISinSta, IBergtupbe in Salmatien, nabe ber boSn. ©renje, 12 km bftlich oon finin, 1810 bod). 3n ihren SBotbetgen fammeln fid) bie Ouelh bache bet Rerta, bie nach einem sielfacb geioun: benen Saufe bei Sebenico baS ÜJleet eneicht. 3)ie SBergtuppe fclbft ift ber bSebfte iPunlt beS @ebirg= ftodS, bet S^inatifchen Sllpen, bie, bie ©tenje gegen IBoSnien bilbenb, mit ihren auSgebreiteten



=

m

.^DchlanbSflachtn unb tief eingefchnittenen 3;hal= furchen ben 9taumjroifchen bet Una, ffiarenta unb

bem

Slbriatifchtn aftette füllen

tere

;um grShten

unb gegen baS

leg=

Seile in fteilcn, unbemalbeten

öbhfn abfallen. älls SinarifcheS ©ebitgs= fpftem bcjeichnet man auch bie ©ejamtheit ber pa= meift pon 31'Jiaö. nach SoC. ftreidjenben

rallelen

,

3altungSgebirge, bie ben halbinfel (f. b.) einnebmen.

raeftl.

SiliürdiuA (SeinarchoS),

Seil bet Salfan!

atbenifcher fXebner,

geb. 361 P. (ihr. ju fiotinth, Schüler beS SheoPhraft, Illachahmet beS SemoftheneS , beffen polit. ©egner er mar. Stach bem Sturje bcS Semetrius ißhalereus nerbannt, begab er fed) 307 o. 6br. na^ ßballis auf (hibSa. drft 292 burfte er mieber nach Slthen jurüdlehtcn. U!on feinen jahlreichen 'Heben finb nur bie brei auf bie Angelegenheit beS

öarpaluS

(f.

b.)

bejüglichen, baruntet eine gegen Semofthenes, et= halten. 5>iefe unb bie Sragmente ftehen in ben Sammlungen ber «Oratores Attici» oon ®aiter unb

Sauppe

(gase. 3, 3nr. 1840) unb bet «Fragmcnta historiconim graecoriim o pon S. 'Dlüller iflb. 2, '3ar. 1858). Sonberauigaben lieferten juleht Slafe (2. Aufl., Spi- 1888) unb Shalheim (®etl. 1887). (

lSinatb = Saint tenogabr), Seebab,

^ogatb f.

Saint

(fpr.

binahrhang^

feuerfefte,

aus reinem Ouarj mit geringem Sinbemittel oon Halt, Gifenojpb unb Jhonerbe beftehenbe 3iegel, bie nach bem gleichnamigen gelfen im Sieatbthale in SübmaleS beiSroanfea genannt merben. Sie befigen eine meihe garbe, roiberftehen ben hbchften 6ihe: graben unb bilben baher ein auSgejeiebneteS fDla^ tetial

5

um

AuSlleiben ('lluSfüttem) ber geuerherbe

oon SimeiBöfen, ©laSs unb bürfen lien in

fie

nicht

ifJotjeUanöfen

;

nut

mit bleihaltigen Stoffen unb Allg! SteuerbingS werben

Setührung lommen.

fchtiftftellerin, geb. 13. fDlatj

gute

3)iefe Stubien galen ihren 35ichtungen, mit benen «bie 3)icbterin beS GmstanbeS» am liebften auf bem engetn heimatlichen iöobcn weilte, einen anfprechen= ben reatiftifchen Untergrunb. Seit 27. guni 1866 war fie RonoentSmitglieb unb Sapitularin beS boch= abligen freiweltlichen 3)amenftiftS ju 95brftel bei DSnabrüd unb wohnte lange 3eit ju Bingen an ber GmS. Sieftarb28. gunil891}uSBerlin. Hon ihren

Slomanen unb Slooellen finb

(oielfad) üherfe||ten)

heroorjubeben: «.öoehgeboren» (Bpj. 1869), «Solle @efchid)ten» (2 Sbe., ebb. 1870), «©efcbidjlen auS (2 Sbe., ebb. 1872—73), «.f)eimat= gefchichten» (Haberb. 1873), «GmSlanb» Silber« (Stuttg. 1874 ; 2. äufl., öerjberg 1881), «Slorb:

bem GmSlanbc»

lanbSgefchichten» (gena 187.5), «3Bir. GmslanbSge> fchichten» (Bpj. 1882), «3)ie Slmfioarier« (ebb. 1883), «Bieb unb Sanber» (Slüffelb. 1885), «fiurje Grjab' (1. unb 2. äufl., ebb. 1889 u. 1890), «gung älarichS Staut» (Sert. 1890). Stach ihrem Sobe et^ fehienen; «©cbichte» ('Haberb. 1893), «Sic Sotf= Slcbft 7 weitem Slooellen« OtcSln 1893) unb «glachlanb. Slooellen» (Haberb. 1894). (Sinbrt ober 3)enbcr, glüh in Sennar, tommt oom weftl. ©ehangc äbeffihicnS , aus ben weftlicb oom Sanafee gelegenen Sergen, flieht juerft nach SB., bann nach St®, unb münbet nach 400km langem Baufe unterhalb Abu Safra in ben Saht ehSlfrat.

lungen»

nibiliftin.

ISinbcr, guliuS, (Srjbifchof oon (Snefen unb Hofen, geb. 9. Hlatj 1830 ju HS)lcl in Grmlonb, flubierte in SraunSberg, war bann 9 gahre Ha= plan in SifebofSburg unb 4 gabre 'Hfarrer in ©rieSlinen, feit 1868Hropft unb Selan inHbnigS! berg. Stach bem Serjicht beS Grjbifchofs Sebo> chowfli Würbe 3). 1886 }U beffen 'llacbfolget als ßrjbifchof oon ©nefen unb Hofen ernannt. Gr ftarb 30. S51ai 1890.

führte fein fchwierigeS

3).

Amt im ftirche

©eift beS gricbenS jwifchen Staat unb fowie jmifchen 3)eutfchen unb Holen.

(Sinbotf, ®ilb., Hhüslog, geb. 2 gan. 1802 }u Seipjig, wibmete fich bort ben tlafRfchen Stubien unb begann bereits 1819 feine fchriftftellerifche Shatigteit burch gortfehung ber oon Sed begönne: nen fiommentarien unb Sebolienbanbe bet gnoer: .

nijifchen

Ausgabe beS AriftopbaneS (Sb. 7—13,

1820—34), ber halb

beSfelben

33ichterS

Searbeitung 1827) folgte.

eine Heinere

(2 Sbe., ebb.

1828 bie Hrofeifut bcrBitteraturgefchichte an bet Unioerfitat Beipjig, entfagte aber 1833 auf längere 3eil bieferSBirHamteit, um fed) bem bamalo im Herein mit feinem jüngern Srubet, Bubw. Aug. 3)., unb mit ßafe in Haris begonnenen groben Unternebmen einet neuen Searbeitung oon Stepba» nuS’ «Thesaurus linguac graccae» (9 Sbe. Har. 1831—65) ungeftStter wibmen ju tönncu. Qx ftarb 1. Slug. 1883 in Seipjig. Unter feinen jablteiihen SBerten finb heroorjubeben bie Ausgaben OeS Biomct (2 Sbe., Spj. 1824—25), beS 3)emoftheneS (9 Sbe., Off. 1846-51), AriftibeS (3 Sbe., Bpj. 1829), äthenduS (3 Sbe., ebb. 1827), JbemiftiuS (ebb. 18^), Hroiop (3 Sbe., Sonn 1833—38), (?piphas 5). erhielt

SinaSjiegtl, 3)inaSfteinc, glintf hites eine, Ouatjäiegcl, aufcerorbentlich

Steinen nicht nachftehen.

Siiii(lage>Cambe, Gmmp oon, eigentlich Ama-. Gbrengarte Sophie SBilhelmine oon, Homan: 1825 auf bem 9litter= Eampe im CSnabrüdfchen, auS altem freibertl. ©efchlecht, unternahm gröhere Steifen in 3)eutfchlanb unb nach bem SuSlanbe (}. 35. Slotbamerifa), überall mit fcharfem äuge Sanb unb Beute beobaebtenb. lie

Bpj.

SDlalo.

Sinärifche 9Ubtn, Sinärifehtd ®e6itgb= fbhtrm, f. 3)inata. !£inabfleine, f. SinaS}iegel. ft

JJinborf

auch in Seutfchlanb 3). hergeftellt, bie an ©fite ben engt.

,

;

3)inb5inene niua (ö Sbc., £)!J. 1859—63), ®lpnceüu8 (iBonn 1839) unb bei fliied)- SiboUaften )u ben brei Irafliffin; bie «Poetae sceiiici gracci» mit ben Srraflmenten (£pj. unb £onb. 1830 ; 5. Stuf)., 8pj. 1870), oon benen ein Slbbrud in G SBdnben (Off. 1832—35 unb jum Seil in 2. Sufi. 1849—51) mit lueientlieben ißerdnbeninflen im Jepte unb in ben Jiaamenten bed Sle(d|t)Iu4, Sopbotled unb äiiftc= pboned eridjien; (einet bet Sommentai ju ben biei atieifc. Stanitein unb ju StiiftopboneP (7 SBbe., Ci(. 1834 m.), neben einem bie Silbenmafee et= Iduteinben ffleite: «Metra Aeschyli, Sophoclis, Euripidis et Aristopbanis« (ebb. 1842); bte SIuJ: paben be4 ScpbotleP^ Sliiitopbanes, Sudan unb ^ofepbub in bet Sübot)(ben«BibliotIibque gtecque«;

I

]



SeinSrubet, Subroig Stufluft

2). (qeb. 3.

3an.

1805, aeft. 6. Sept. 1871), bat ftd), abgeieben pon Seilnabme an bet Öeaibeitung beb ®tepba= nuö, butd? tiitifibe 31ubgaben beb jCenopbon, 2)io: botub *3iculue, 'llaufaniab, $olpbiub, 2>io ^(fmb unb 3onatass, bet Historici graeci minores, bet 6bto= (einet

ubgiapbie beb ^canneb 3)(alalab unb beb Cbronicon Pasebale jomte beb 5üo 6btpfo(tomub, feinet beb Jiefiob unb beb ßutipibeb belannt gemaebt.

.

!

'

,

(. 2)inbpmon unb flpbele. Siabbmoit, irnJlIteitum 'Dame einet übet 2000m

Sinbliinrlie,

bedb anfteigenben ©ebiigbrnaffe obetbalb bet

Stabt

tn bet tleinafiat. Sanbfdjaft (librPS'b", eineb Jiauptfigeb beb Äultub bet pbtpg. (Sbttin ^bele, btt «gioben SSttcimuttet», roeldje nadp bie> iemSebitge bdufig Sinbpmene genannt mutbe. ten Damen $. ttug aud) bab gleicpfallb bet @ötr tin fipbele gemeibte ©ebiipe, roelcbeb bie jum ©ebiet bet ctabt fipjilob gebötige 3nfel (jept ^albinfel) äritonnefob (jept flapubagb) butibjiebt. Stuf bet ÖSbe beb 35. ftanb tin utalteb Heiligtum betftpbele, beten Silbfdule Äonftantin b. ©t. nad) bem neu gegtünbeten Konftantinopel uetfepte. Dtner (ft}., fpt. bineb), bie .itauptmafiUeit beb 3ageb, lutlcbc in sielen Sdnbetn, mie in (fnglanb (dinner) unb fytanlteidj, gegen Slbenb ftattfinbet, in 3eutf(blanb in bet Siegel ÜDittagb; habet D. bin 'I'ejfmub,

=



biep aud; ein in Spanien bib 1859, (Sinbeito) bib Snbe Sept. 1868, in Stafdien (3)mbeito) bib 6nbe 1873 fltfepliib ge= oefeneb Silbtrptobiergewid;!, geteilt 24 ©ta; nob (©rjn), ’/i« beb gamen (beb SDarco) unb mit= bin 83 V, fepige DliUpmob obet Saufenbteilen, nad) bet ftübein beutfiben Sejeidmung 1*/, Sol obet 1 Sot 6 ©tän. (Siefet 35. root aueb in ben ebe: maligen fpan. ®tfipungen in Slmetila (Diepito u. f. to.) unb in ben heutigen (pan. Kolonien gebtdutbliib unb üt es }um Seil noib. 3). ift feinet eine petuan. tilbeimünse unb ©elbtedjnungbgtöpe non V,o beb sei •/, 'Jtani Silbeicoutant (jum 'fSteib Pon 125 Dl. füt 1000 g geinfilbtt) 28’/, ®f. beut(4c

Deal.)

in 'Potlugal

m

=

=



Bolbmdbtung

=

=

20'

,

St. bftett. Silbetwdbtung.

m

mie Subftan) (f. b.) unb bepeiebnet, Untetfebieb son Gigenfcbaften unb mediKlnben 3uftdnben, bab Subjelt, son bem bieb allcb aubgefagt mitb unb bab lomit aud; etmab füt fub fein )u mdffen fibeint. Ddbete Untetfutbung fübtt jeboib halb batauf, bap bab 3). nicht etnab ift, bab übrigbliebe, mtnn man alle Gigenfcbaften son ibm abjiebt, bap eb nitlmebt nur bie 3ufammenfaffung bet sielen ßigenfeboften

mr ßinen Sotftellung beb ©egenftanbeb aubbrildt. yntoiefetn bie ßinbeit beb 3). mit bet ®ielbeit feinet ßigenfebaften mfammen befteben (önne, ift eine bie ibte Sufibfung barin metapbpftfebe pnbet, bap bie ßinbeit, bie mit bem S. leiben, roit!= ii(b nur bie ßinbeit ift, in btt untere Sotftellung bab gegebene Dlannigfaltige beb 35. jufammen* fapt. Slacb Kantb Seftflellung ift biefe ßinbeit im ganjen Sereicbe mbglidber ßtfabrung ftetb nur eine lelatise, bebingte; «an fub» aber, b. b. abgefeben son bet Sebingtbeit unfetei (^abtung, foUte fie eine abfolute fein, b. b. fie ift buteb bab ßinbeitb: gefep beb (Betftanbeb fcbleibtbin geforbett. So ent= ftebt btt ®egriff som 3). an ficb, b. b- Pom 35., mie eb an ficb obet nach bem blopen ©efepe bet '3}etftanbebfpntbe)"ib (f. Spntbefib), auf bet bet ®e= griff som 3). überbaupt berubt, etlannt merben müpte, aber infolge bet Sebingtbeit bet ßrtenntnib burtb bie ©efepe bet Sinnlicbteit ('Doum unb 3eit) füt unb niibt ertennbat, fonbetn nur alb duperfte ©ten^e, bet bie ßtlenntnib fid; anndbetn mag, bent< bar ig. 3)ab 55. an fub bedt )"i(b babtr nabeju mit bem Slbfoluten ober Unbebingten ober Doumenon 35ie Siacbfolget Santb ser= (f. b. unb ®bdnomen). fuibten jum Xeil miebet bie Dldgliipleit einet ßt> som

(enntnib

bason

35.

fo jiemlid;

an fub }u ermeifen, boeb miebet jutüdgelommen.

ift

man

Xing (altboibb. dinc, noibgetman. tbing), bie Sejeidbnung für Setfammlung, SoIfb= unb ©e= tidbtbserfammlung, bei ben ©ermanen, bann fo= siel mie ©erid)t, ©eriibtdott. Slod; beute ift bad SBcct bei unb in bet Dufammenfepung «3)ingfeft», bei ben ftanbinao. ®öllern fcbledttbin in Übung. So ift

3blanb

teilt

DUttagbeffen, binieten ju Slittag fpeifen. Siabr, jepigei Dame son Heldnd (f. b.).

(tinero (fpan., «(Pfennig»), eine in Spanien bib 1818 aefeptidb geinefene Heine ©elbtedmungbftufe bcn feit setfdjiebenet ®ebeutung. Slm isicbtigften war bet caftUiftbe 3)., «= VlO beb Matavedi de rellon, ebtt */, 4 , beb Keal de vellon obet 'I,,, beb Real de plata antiguo 0,om beutftbe Pfennige ober 0,036 fit. bftert. Silbensäbrun^. (S. auib

317

®iiig

Wge,

bab «Leiicon Sopbocleum« (Spi. 1870), bai «Leiicon Aescbyleum» (ebb. 1873 76) unb bie Jtu»(|abebein3lias((iolien»(6SBbe.,Off. 1875—80).

enblidi



Sing, bie allgemeinfte Sejeiebnung ftti etlsab Gfiftietenbeb; in engetet Sebeutung ift eb fooiel

:

in

Singe,

b. b. ©erid)t«btjitle, einge:

noimeg. wKösertretung,

bie

fdllt in

S

DbeUting unb Sagting.

t

1 i n g , jer^ 35et Sieidjb:

o1

35dnematlb beliebt aub einem Sanbbting (ßtflet fiammet) unb g öltet ing (3meitet ffam>

tag

3)ie ©eridttboerfatiung beb falftdntifdien Stammeb unterfdtieb edbteb unb gebotenebS.; etfteteb fanb aUe 6 (Soeben ohne befonbete ®e= tufung bet 55ingpflid;ligen, lepieteb na nib, alfo mit beionbetm Slufbielen bet 3)tngpfli[b= tigen, gemöbnlid) alle 14 Ddcfate, flatt. 35ab 35. man=

met).

j

bette

oon

2—3

eebte 3).

ftatt.

.fiunbertfibaft ju 6unbertfd;oft

im ©au;

fanben jdbrliib in iebet fiunberlfcbaft @r. maren alle 3). ilollbinge,

'Sib Satl b.

gteien aub bet .öunbcttfd)aft mupten et= fdbeinen, son ba ab jut ßntlaftung bet Unbemittelten meift nur bie eepten, mab jur golge batte, bap bet ©raf im gebotenen S. bem Smultbeip bcn ®otfip übetliep unb nur im eipteii (E. übet Seben, feibeit unb ©runbeigenlum entfebieben mutbe. Sftet = bing ift nad) bem Sacbfenfpiegel bie um 14Jage binau«gefd)obene gotlfepung beb eebten 35.; aud) roeiben fo bie unmittelbar na^ bem elften ©etid)tb= ot< tage beb ed)ten 35. folgenben Sage bejeiebnet. bing ift ein aupetotbenllidieb 35., ju meldbem bie Xingpflicbtigen aller syunbertfebaften befonbetb ent= b. b. alle

®

318

Sing an

ISing an

fiäb, f. Sing (pbilof.). SingtlfieM (Singelftäbt), Stabt im

ftrcib

Seiligenftabt beb preufi. Sieg. « 9ej. (Erfurt, an ber obcm Unftrut, auf bem (Sidibfelb unb an ber 8inie

aeinefelbe«91ieterbone=2repfa ber preufi. Staotb« bahnen, Sig eineb Mmtbgericbtb (Sanbgeridjt Slorb« baufen), bat (1895) 361G 6 ., barunter lOi 6oan= gelifdje, E|5oit, Selegrapb, granjiblanemicberlaffung auf bem naben Äerbfcben Serge; Sebcrfabrifation, SEBoUweberei, Siegeleien, Sanbwirtfcbaft, öaufier« banbel.

®ln8»iPebt,granj,greiberroon,beutf(berSicfa= guni 1814 ju Jtalbborf (Sei. Gaffel), 1831 34 Sbcologic unb Sbilologie in

ter, geb. 30.

ftubiertc



war 1836—38 Sebrer in Goffel, 1838—41 gulba, bcteilmte f'tb bann in Sugbburg an ber

'JJlarburg,

in Stebaltion ber «allgemeinen Seitung»

unb maibte Sarib, 8onbon, üoUanb unb Selgien. oon SIBürttembrg alb 6of= rat unb Sibliotbclar nad> Stuttgart 1846 ernannte er ibn jum 8cgationbrat. 1850 würbe S. olb 3n= Steifen nad)

1843



ftt^

boten tootfeen. Zagebine, noraub Xaibing (dbaft^ ^ntaibing) entftanbcn, bicb fpltec bab auf einen beftimmten Sag angelegte S>. unb ebcnfo 8anb=, 0o= (®au--), Sturgbing je naib bem Sprengel, für ben cb juftänbig war. ÜJtätter! bing war bie Setfommlung ber äHarfgenoffen unter SJorftg beb Obemtärlerb jur Söeratung ber bie gemeine ÜJIart berübrenben Slngelegenbeitcn. $er Ort, wo man S. bielt, bieb Singftelle, S)ing = ftätte, $ingftubl; eb war non beibn. Seiten per ein Dpferplog unter freiem iiimmel. Sn german. Urjeit würbe jebeb S. burib Biegung (Umfpannung mit einem Seil) unter ben Scbub beb @otteb Sin geftellt unb jebe Verlegung beb Singfriebenb non ben ^rieftem geabnbet. 3n ben mittclalter: lieben ©runbberrfdiaften nannte man ben Herren: bof, auf weldiem bab grunbbertlitbe ©eridbt (.& ü b = nerbing) abgebalten würbe, grons ober Sing« bof, ben berrf(baftli(ben iBeamtcn, weldjer bas« felbe leitete, Singoogt, wäbrenb ber ©runbberr felbft alb Singbofboetr bejeidmet würbe.

berief ibn berfiSnin

;

tenbant beb öoftbcaterb nadi SJlflndjen berufen, wo er eine grobe bramaturgifdbe Sbdtigteit entwidelte, aber infolge ultramontaner Umtriebe 1867 plbglidj feineb Slmteb entboben würbe. (Sr erMelt albbalb einen Stuf alb ©eneralintenbant beb Softbeaterb naib SBeimar, ging 1867 alb Sireltor beb l. (. ;5of« operntbeaterb naib SBien, welche Stellung er 1871 mit ber Sireltion beb öofburgtbeaterb pertaufebte. ßr ftarb IS.SÄai 1881 in fflien. 1867 würbe er nom Äbnig oon Sapem in ben erblichen Slbclbftanb, 1876 oomKaifernonCfterreich in ben erblichen greibenen« ftanb erhoben. Schon feit bem 3- 1838 war S. olb Spriler unb Slooellift aufgctrelcn aber erft bie «8ieber eineb (obmopolit. S!ochtw4chterb'> (6amb. 1840) mochten, obfehon fie anonpm erfchienen, feinen Stamen belannt unb wiefen ihm einen berporragen« ben Slag unter ben polit. Sichtern fener Seit on; fpäter brach er feboch mit ben rcoolutionören Slei« gungen ber 3ugenb. Sebeutenber olb 8priler jeigte er fid) in feinen «Sebiditen" (Stuttg. 1845; 2. Mufl. 1858j, bie neben üppigen Schilberungen bie jorte« ften ©efüblbäufeerungen, neben epigrammotifch ju« ,

gefpigten Stefiefionenrcidic poet. ©emdlbe enthalten. (Sine neue Sammlung oon Seitgebiebten: «Stacht unb Storgen» (ebb. 1851) trügt beutliche Spuren non ber ßrmattung ber ganjen Seit. S.b nooelliftifcbe arbeiten unb Sleifebilber jeicbnen fich burch ©eift.

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Singler

Salent für feine Seiebnung unb gormgewanbtbeit aub. Sabin gebSren ber Stoman «Unter ber ßrbe« (2 Sie., Spj. 1840; neue Subg., Serl. 1877), bann «Öeptomeron» (2 Sbe., SHagbeb. 1841), «Sieben frieblicbc ßnäblungen» (2 Sbe., Stuttg. 1844) unb bab «Stooellenbuch» (8pj. 1856), fowie bab «®am berbuch» (2 Sie., ebb. 1839—43; neue Subg., Serl. 1877) unb «Jusqu’4 la mer, ßrinnerungen aue

ÖoUanb» 1

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I

(8pj. 1847).

Sehr

beifällig

würbe

fein

©efellfchaftbroman «Sie Slmajone» (Stuttg. 1868; neue Mubg., Serl. 1877) aufgenommen. Seinen Stuf alb bramat. Sichter begrflnbete S. mit bem ftarl einfegenben, aber ungleichmäßig gelungenen Srauerfpiel «l?ab 6aub ber Sarneoelbt» (1850). Sleiche Sbeatcrerfabrung bewährten bie Searbeilun« gen tlafüfiher Stüde beb Sublanbeb, non benen namentlich bab «Söintermäreben» noch Sbalofpeare (1859), «Ser ©eijige» nach Sltolibre (1858) unb «6in toller Sag» nach Seaumarebaib (1862) ©lüd machten, grüepte feiner Sefebäftigung mit Sbalefpeare waren ferner bie « Stubien unb .dopien nah Sbalefpeare» (®ien 1858) unb bie Searbeilung einer Sleibe non StOden biefcb Sichterb für bie yilbburgbäufer Sba!efpeare«Jlubgabe (ßilbburgb. 1867 —68). Sine prodjtige Selbftbiograpbie nerbffentlichte S. u. b. S. «SRünebener Silberbogen» (Serl. 1879); Gffapb enthält fein «Sitterar. Silberbueb» (ebb. 1880). Seine «Sämtlichen ®erte» in 12 Sän« ben erfchienen ju Serlin 1877. Son feinen brama« turgifeben Untemebmungen feien erwähnt bab große ©efamtgaftfpiel ju fDtflnchen 1854, bab bie erften bramat. ftünftler Seuf'dilanbb ju 12 OTiifletnor’ ftellungcn Seffingfcher, Sdjillerfcher

unb

©oetbe^

Stüde neremigte, unb bie erfte oollftänbigc Sluffübrung ber biflor. Sramen Sbalefpeareb lu ®eimor im Jlpril 1864, Wieberholt auf bem Surgtheater im Spril 1875. Sgl. Sobenberg, öeiraaletinneriingen an granj S. unb griebrieb Ctter (Serl. 1882); berf., g. S. Slätter aub feinem 9!achlaß (2 Sbe., ebb. 1891). Singet, grig, Supferfteeber, geb. 22. 3an. 1827 ju ®alb bei Solingen, war 1849—56 Sd'üler ber Sllabemic in Süffelborf unb würbe fchließlicb non 3ofepb Seiler aubgebilbet. Gr bat in Sinienmanier fcher



oorjiigbweifc

na® mobemen

beulfd’en

9)lalern

(Öibbemann, SrSner, Seifer, Schraber, 8cuße

u. a.)

peftochen, babei ober oueb einigeb nach ben alten ital. Sleiftern,

wie

j.

S. bab Selbftbilbnib

Dtaffaelb

unb bie Surora ®. 'Jlenib. SiBgfrtebe, f. Sing (Soltbnerfammlung). SiBggelb, Singpfennig, bab Sanbgclb ber ©efinbemiete

(f.

Srrba).

bei

ffammlungl.

Stnghof, Stinghofdhett, f. Sing (Soltbner: Singler, 3ob. ©ottfr., tedmolog. Schriftfieller, geb. 2. gan. 1778 ju gweibrüden, Wibmete ftch ber Sbarmacie, war 1793 95 gelbapotbeler in ber preuß. Slrmee, übernahm 18Ö0 eine apotbele in augbbutg unb grünbetc bort 1 806 eine djem. gabril.



machte ficß befonberb burch feine tecbnifchen Grfinbungen jur SernolKommnung ber gärberei unb beb 3eugbrudb einen 9!omen. Such war er alb Sebrer ber Chemie unb ShpF'! tbätig. S. ftarb Gr grünbete bab 19. 'Dlai 1855 in Sugbhurg. «Solptechmfche goumal» (1820), bab er bib 1831 allein unb non ba bie 1840 mit feinem Sohne Gmil (Er

9Jlapimilion S. bürg,

1806 ju Bugb« 1874) rebigierte. Segterr

(geb. 10. TOärj.

geft. bafelbft 9. Clt.

bab Slalt felbftänbig 1840—74. Äußerbem gab S. beraub: «2)tagajin für bie Srud«, gdrbe« leitete

Süinglergrün



319

®ingoIfing

unb Slugib. ISIS

Singlinger, Sobann iDltlditor, ®oIbfiimieb unb Sumelicr Mufluft« be4 Starten in Treiben,

brudeiei» (2 ®be., £pj. unb Sugeb. 180G— 7), im Serein mit 3ud) unb dürrer bai •'licue ^oumal für bie3nbienne=unbtBaumnjoUbnufctei»(4SBbe., 8ps. unb SlugJb. 1815—17). fDlit Äuttet gab er Öan= nefti «jteuci engl. Särbebudj » (2iBbe., 9iümb. 1817—18) beraui.

peb. 1665 ju SSiberacb, erhielt feine iBilbung in Ulm (ober nugiburg), machte bann gtifiere fReifen, befonbeti in Rtanfreid) unb ging 1693 nach

unb 99Itid)hmft>

(3 9b(., Sb;,

— 20),«3ournalfürbic3ii=,Äattun:unb3nbienne>

um

Treiben, »o fein 6aui ber 'Ulittelpunit bei lunft« aetterblicfccn Sebcni mürbe. 6r ftarb bofelbft 1731.

$. mor

ein böchft Pbantaficreicbet unb gefcfeidtcr fiünftler. Seine öauptmerfe finb im @rQnen @e
T. -nobt),

®rafid)aft Stob, 19

Xiateiro

km im

(jpt. binjeiru),

f.

2}inero.

Dtnlo* (oom

grd), dinos, b. b- 6ibwinbel), bie [bonten. gegen ben 6d)winbel. fofr>le Sdugetiergattung , ). flreo’ Siaitrtn, f. Diner. [iQJobnbaut.

äRittel

Dlnlotya,

Dtnlng'-room

(engl., fpr. beining rubnt),

Xiatlrofrcföl, alt Ortbo:,

'dJIeta^

j.

unbiiSae nitrooTtboIreioIt unb bet äinitreparalrefolt bilbet ben alt Safranfurrogat, IBictoriagclb unb SMctoriaorange bclannten mftigen gelben Sarb-ftoff, bet frllber nielfad) ;um Adrben non @enub' mitteln (IKaccaroni, Söutter, Äaje) gebrauifet würbe, jebt meift burib anbere unfiäbliibe 5atb|tone (j. S. Orangegelb) erfebt wirb.

SiaMvaforefoteta, f. IRefoTcingrfin. [npfiut. »ialjl Ipt. -nibt), K6nig non Portugal, f. 2)io: Siaialt pr. -nibt) ba Gru; e €ilpa_, Sntonio,

3uU 1731 in Giljabon, ftu= Goimbra, war Slbnolat in Ga: unb würbe 177C nacb

portug. Xiibter, geb. 4. bierte bie Sledite in

{tel1o:be>Sibe bei $ortalegre

SHio be Janeiro alt Cbertribunaltrat oerfegt. 2>ort blieb er 11 3abre, nahm non 1787 bit 1791 Slufent* balt in Sifjabon, würbe in biefem 3nbre natb Srafilien gefanbt alt IBeirat bet Aanjlert Xanier be ^atconcellot Goutinbo unb ftarb bort 5. Ott. 2). i(t einer ber SBitbegrünber ber berübm: 1799. ten atabemifiben @efellf(boft >bet neuen Jlrtabient» (Arcadia ülysipponense), bie et ficb tur Slufgabe gematbt batte, eine Smeuerung unb SBiebergeburt bet nerfallenen Sitteratur ju erjielen. 2)., be)lcn

arlab. 9tame «Elpino Nonacriense» ift, b®t mehr alt 300 Sonette, niele Gllogcn, Ganjonen, ßlegien, ßpigtamme u.f. w. nerfafet; auberbem ein längeret @ebubt: «j)ietamorpbofen Srafilient°, eine ItomS: bie; «0 falso hcrnisiiio», unb mebrere 8)dnbe pin> bariiifcet

Oben.

Sein

SDIciftcrmert

ift

bat

beroifib=

lomifdje (^ot «2)er SDcibmebel» («0 Hyssopo»), bat er jwifeben 1760 unb 1774 biebtete. 2>. abmt batin Söoileaut « Lutrin » naib, bed) in fo freier,

unb Pcllcnbetcr ®cife, bafi man fein dftbetifdien Stanbpunlte aut alt ein un: gclunacnetet lomifcbet Gpot bejeiefanen mup.

cigentflmlidjer

(^'ot gleich

Pom

»etautgegeben würbe et mebriad) ju 'iSarit (1802, 1817, 1821 unb 1834); 1828 warb et non !öoiffo> nabe in franj. HJrofa überfept ('JSarit); eine neue Slutgabc mit nortrefflicbcr (Sinleitung non g. 25enit erfebien 1867 u. b. j. «Lc goiipillon» (ebb.). Sine

©efamtautgabe ber 'JBerIc bet 2). (mit Jlutfcblufe bet Gpot) erfebien non 1807 bit 1817 in Siiffabon



Stgl. SHcinbarbftoettner, (6 Sbe., « l’oesias »). 2)er Hyssopo bet Sl. 2). in feinem Sierbdltniffe }U

SBoileaut Lutrin (l'pj. 1877). I£init (fpr. -nibt), Snl'®: ipieubonpm bet portug. SHomanbiditert goaquim ©uilbetme @omet

Goelpo,

geb. 14. ')iop.

1839

in

Oporto, befuebte



fDinfq

bat IBolptedinilum bafelbft ÜJlebijin,

feiner Staterftabt, ftubierte eben=

war (1867—71)

iJtofeffor bet

(birurg.Sdiule in Oporto, ftarb aber fdion 12. Sept. 1871. «As pupillas do Senhor Keitor», fein erjtet fflert,

ift

jugleiit fein SWeifterwert

eine 2)otfgeä

,

f(bid)te noU bewegtet ganblung, reid) an fflnftletifA wahren, febr nerfebiebenartigen Gbaratteren, mit buntem 2olalfolorit. Gt erf^ien 1866 in Oporto, bfter in 2>eutfd)lanb (Spj. 1875 alt ®b. 6 bet •Collecpio de autorea portuguezes»). Stud) alt Sübnenftfld butte bet IKoman Grfolg. gn bot portug. Sflrgertum, fpeciell in bat Sebni ber groben ^onbeltftabt Oporto ffibrt « Uma familia ingleza» (Oporto 1867): benSanbabrl in feinen feltfamen Sitten jeigen >A morgadinha de (janaviaes» (ebb. 1868) unb «Os fidalgos da casa mourisca», erft

1872erf(bicnen. 25ai !üoHtlcbenbebanbcInoiet9io: nellen,

nereinigt u. b. 2. «Seröes

da provincia«

2. «utg. 1873). 2)ie ©ebiebte 2).’ 1880 in Suebform etfiienen. 'IJgl. ä. ®i" menttl, Julio D. (Oporto 1872). 3n 2)cutfd)lanb febrieb übet bie «OTünbelbet ®fartert» öugo Sebu: djarbt («Slomanifdjet unb Seltifdjet», SBcrt. 1886). Sinfa ober 2}ento, aiub 2)jangeb, ein ofrit. SJegerftamm, bet am ®abr eLJlbiab unb feinen 9iebenflüffen jwifeben 6—12” nOrbl. ®r. wohnt unb non 6 bit 10° bat weftl., non 6 bit 12” bat bftl.Ufer

(Oporto 1870:



ftnb erft

bet glufjet innebat. 2at non ben 2). bewohnte ®ebiet ift eine unermebliibe Gbene, burtb bie btt ®abr eLJlbiab flicht. Jln feinen Ufern jieben fub non ben fog. Sinlabügeln, bet nbrbl. ©renje bet ©ebietet ber 2., bit jum Sobat reebtt unb linft anmutige Jlnbtben bin, bie reid) an ÜBilb finb. Bon bn an bit jur fübl. ©renje bet Sinlagebietet werben bie Ufer niebrig unb nctlaiifeu in Sümpfe, aut benen Hob hier unb ba ein illimofenwälbcben

emponagt.

2)ie 2). unletfcbeiben fub fbtperlid)

non

ben jwifiben ihnen (jwifdien 10—7° nbrbl. Br.) wobnenbtn Scbillul unb 9!ucr, welcbe non ihnen alt Ginbringlinge unb Grbfeinbc betrachtet werben, Wefentlid), inbem bie 2). non bbbeter Statur finb unb einen on beibtn Seiten mehr jufammengebrüdten Idnglitben Schübel mit bebeutenb bemorragenbet Stirn befipen. Sbre garbeift febwatj mit einem Stieb int Bläulichgraue. (S.Safel: Slftilanifcbc BbL tertppen, gig. 20.) Sic jerfallcn in mebrere un= abbüngige Stimme, non benen (non Borben nach

Süben) am bftl. Ufer bie Jlbjalang, Slgar, Slbujo, 2)ongiol, Suitfd), am weftl. Ufer bie gange, SHet, (Hol, Hjetfcb,

©bot, Sou,

bcbeutenbflen ftnb.

Jttiiot

unb

'Illanbori bie

3brct Bcfdidftigung nach finb bepen Dieiibtum in ben jobb

bie 2). ein Sirtennoll,

reichen forgjdltig gepflegten fKinbetbetben beftebt.

2ancbcn treiben i'tc auch jlderbau unb bauen 2urra, in einigen ©egenben auch Jöülfenfrüebte. 2et gifcb= fang im 9U1 liefert bot ganje gab® binbureb eine gute Slutbeute. g^ier geiftigen Begabung noch fteben bie 2. jicmlicb hoch, obwohl ihre rcligibfen BorficUungen networten unb oom traffeften Jlbcv; glauben burebiept fmb, wetbalb bie Bcgcnmacbcr unb gauberboltoren eine grope Bolle bei ihnen fpie= len; bie Grjeugnipe ihrer äautinbuftriejeugenoon ©efcbidlidileit unb ©efebmad. ©leicb allen 9!eger= ftämmen biefer ©egenben geben bie 2. nbUig nadt; blop bie Derbciratctcn SßSciber tragen eine mehr ober weniger lunftooll gearbeitete Sebambebedung. Sic leben ebne gemeiniamet

Cbcrbaupt unb

ihre

2orf:

bduptlingc be)"ipen nur geringe perfinlicbc Beacht. Sie fmb mäbig unb halten wdbrenb bet 2agt blop

®iiitd



rinmol, flMen eonnenuntneon^/ eine aita^lieiL

Die Spnupe

bet

D.

ift

feti

emfa# unb

ivo|;l'

lUn^enb; fie Jdjeint mit bei Sbtat^e bei IBoii (f.b.) in entern oeimnen innem Sufammen^ange }u Men. Sliit benSantufpiai^en eObafiiloS twt fte bie $id: jijcbUbu^ gemein. Seit bem 3- 1848 wai untei ben D. eine oon bei ibm. $iopoganba audgegangene tot(. iOhfribn t^tig, bie 1861 bem 3ian)i6lanet< eiben übeigeben nuibe. SSgl. Rauimann, Soä (Bebiet bed ffleiben ^luiie^ (Stilen 186U; 6oet>



numn,

9]atuig^id)tli(fe’mebii. Stiue bei SliOSnbei

(Dell. 1866); SRittemibnei, Die Dintafpiai^e in Mtialafiila (Diiien 1866); 3Raino, Steifen im (Bebiete be6 Dlouen unb SQei|en Stil (SBien 1874); 3. SRüQet, DiunbiiS bei Spiaibminenicbaft, Db. 1, Abteil. 3 (ebb. 1877); 6., bab 4aiatte> liftifibeDiotgetieibe bei Sifeloaben unb Alamannen, fonft menig neibieitet; ei lommt ungegiannt (muticum, f. Dafel: Setieibeaitcn, ^g. 9ab) unb gegionnt (arisUtam, %g. 10a b) poi unb lideit ein gelblicbeb SeinmeSl, bab bemjenigen beb S}ci>

jenb nadffte^t, feine Dobenanfpiilibe finb gerin: get alb bie beb leptenu 2) Den Smmei, Triticnm amyleam Ser. (Triticum dicoccum Schrank, i^g. Hab), beffen jtimei in Stnlien, bei Stbmei), in Sibmaben, in bei Dfal) ooisugbiotife }u @iieb obei @iaupen oeiaibeitet ueiben; ei toiib nui ge> legentlitb aimebaut. 3) Dab Sinloin obei De« teibloin, Triticnm monococcumX. (%g. 12ab), bab in febem Abnben nui ein ein)igeb Rom tidgt, fOt raupe ®ebiigbgegenbm (Stbmaismalb, Sibioei), SSeftfianlieitp) geeignet, mit partem Stiop, fiplecp« teb SRepl liefemb, bapct ebenfallb Ooijugbmeife )u Suppengiaupm oenoenbet. Dab @eiomnen bei Rbmei bei Dintelaiten aub ben Speljen gefibiept auf bei SROple unb peipt Sipdlen ober ®eiben. 9So bei fS!ei)tn geidt, lopnt bei Anbau beb D. nid)t. Unieifei Spei) in gefipditem Ruftanbe miib untei bem Stamen @iOntoin alb Suppengemttfe

(Oraupen) gebiauipt. IDiKlel, linlei StePenflup bei Deipte, entfpiingt im Äieif e Roebfelb beb pwup. Steg.«Se). ÜRünftei, tritt unteipalb (Sionau in bie niebeildnb. Diooin) Obei« nffel, bann obeipalb £age nicbcium auf pieup. Do« ben unb münbet naip 75 km niibl. Saufeb unter« palb Steuenbaub.

SiiitelBbipI. l)De}iilbamtimbapi.Aeg.«De). SRittelfianlen, bat (1896) 24461 (11702 mdnnl., 12 749 meibL) (b. in 63 ®emeinben mit 191 Cit« fipaften, baiuntei eine Stabt. 2) Uamittelbaie



Stabt unb Sauptori beb Dt)itfbamttb D., epe« malb fieie Steicpbftabt, 3 km oon btt mfiittemb. (9ten)e, in 441 m ^Spt an bet SBbinip, im fiucpt« baten Dimgtunbe, an bet Stebenlinie DombilpI« Stbiblingen btt Sapi. StaatbPabnen, Sip beb De« )iitbamteb unb eineb De)iilbgcemiumb, eincb Amtb« geiiiptb (Canbgeriipt Anbbap), Stent«, ^oiftamteb, eineb tatp. unb eoang. Delanatb, ift mit einet oon fiplanten Patte

Dttimtn befepten Stingmauei umgeben, 4496 6., baiuntei 1396 Ratbolilen,

1890

:

KenMiiotienloSei^tim.

14. Sufi.

V.

®ino«ratcn

321

1896 : 4671 S., Soft« unb Dapneraebition , Dele giopp, 3emfpied)einriiptung , )aplrtiipe Drflden unb Stege Qbei bie äObmip, 6 Ritipen, baiuntei bie eoang. Stabttiiipe in Pp)ant. Stil (1843), an bei Stelle bei alten Raimeliteriinpe erbaut, unb bie tatp. ®eotgblii(pe, eine got. fioUcntiiipe, 1448—99 eiPaut, bab fog. Deutfipe^aub, Stammpaub bei

Siafen Die(pfer«Deufftetten, ein Draiptbau beutfdiei Stenaiffance in 6ol)aiipitettui, 1543 erbaut unb 1877 leftaunert, ein epemtb Stanbbilb ( 1859) beb Pier ge« borenm ^ugenbfipriftfteQeib Spriftopp non Sipmib

unb

ein Riiegeibentmal; Ibnigl. paritdtifipt Satein« fipule, Stealfcpule mit getoeibli^tr SoitPilbungb« 2 giauenaibeilbfvulen, ^eiipenfcpult, Rian« tenpaub, Scplacptpaub Sabntation oon SBoU« unb Rotbmaitn, Durften unb £ebhupen, @eiberei, mecpan. Stieiipgamfpinneiei, Sanbioiitfipaft, be« fonbeib Dieb)U(pt, ®etieibepanbel, Spariaffe, Rie« bitoeiein, ffioUmaitt, Diep« unb Sapimdrtte. D., bob fllt bie dltefte Stabt ^lantenb gilt, muibe 928 buiijp einfacpe, 1126 burip boppelte Sltauem befeftigt, eipielt 1305 gleidpe Steipte mit Ulm unb mar 1361—1802 jum Scpmdbifdjen Rteife gepbrigc fipult,

;



1633

Steiipbftabt.

eroberte bet fipmtb. Oberft

oon

Speneut bie Stabt. Deligibfe Daiteiungen unter« graben lange 3eit Orbnung unb DSopIftanb beb Oiteb, bib enbliip bie Sleiipftellung bet Dmte« ftanten mit ben Ratpoliten erfolgte. D. tarn 1802 an Dapetn, 1804 an bab pieup. SHrftentum AnbPacb unb 1806 roiebet an Dapem. DgL UnoIb«3ang« meiftei, Dopogt. Sefcpiipte non D. (1865); D3id= bauet, @efcpiqte bei eoang. Riripe )u D.; Ded, äberfKpt über bie Sefipiipte bet epemolb Steien



SUid)bftabt D. (Dintetbbüpl 1886); DopKg, Die St. @eoigbliripe )u D. (Sp). 1882); Slte^ei, Dei« tidge )ui @ef(pi(Pte oon D.

Dinfpotbcr Sntnncn,

f.

Draubaip.

Dinnaoe, Semeinbe im olbenb. Amt Deipta, 15 km im sD). oon Deipta, an einem Süfluffe bei Deipta, pat (1895) 3695 tatp. 6., Doft, DcleMpp, fipbne got. Riiipe, Rranlenpaub, Stealfipule; Daum« moUmeWei,

jjdiberei unb Dradetei, (Ufengiepeiei, 3abrit lanbioirtfipaflliiper SRafibinen, Dampffdge« meit, Dampf« unb SBinbmüpIen, SRoUetei, Spat«

unb Dariepnbbanl.

Dbma, Diuo,

f.

Affenbiotbaum. f. DaUepranb«Driigorb.

$>er)og oon,

Diao . . . (nom gtib. dcinds), fuiiptbar, gemaltig, befonbetb in natunoiffcnfipaftliipen Slamen aubge« [toibenei riefenpaftei Dieic.

JMiiooiiM,

f.

Dinoceraten.

Diaocerfiitn obctSipredpbtnet.beiSRaifP Denennung einer Orbnung oormeltliipertHiefentiere, beten Siefte bib fept nur in bem mittlem Socdn non Dlpoming unb Solorabo gefunben mürben. Sie be« fapen brei Daar pbmeiaitiger, aber breiter Rnoipen« ooifpiünge auf bem langen, aber )iemliip fipmalen

6om

Stpdbel, bie nieUeiipt mit flbei)ogen maten, einb Pinten, einb nor ben Augen unb ein britteb Daai oom auf bei Sipnau)t. Ober«

m^t

3m

liefet,

bem

bie Stpneibejdpne feplen, fiepen ein

Daai ungepeure,

fdbelfirmige ($d)dpnc unb Heine Daden)dpne mit ftumpfen Sbdern (f. umftepenbe APbilbung); bieSipneibe« unb 6d)dM beb Unter« Die Jüpe tiefeib dpneln benen beb ^luppferbeb. finb, mie bab gan)e Slelett, plump unb fibmet unb paben nom fünf, Pinten oier .Sepen. SRan bat mep« reie ®attungen (Dinoceras, Tinoceras, Uintathcrium, Eobaoileus, Loxolophodon) unterfipieben.

21

3Ü2

®iiio Qüiiipagm

Sie Xine (rtcit^len loenigfteni dleiantenote^o unb jeigen SBfjiebungm }u ben Utlornitn bet 9tüfiel= tiere, 9las>tötnet unb glu^pferbe; in IBcjufl auf



Dinothcrium

wad)fentn SBirbeln gebilbet; bie 3^ll«e unoollt lommen eingeleilt unb entweber (in bei ©ruppe ber Sauropoben) boKg, fd)otf, alfo auf gleifdb; nabrung Rinbeutenb (Meg^osaurus, Dacosaorus), ober breit, fpatelfOrmig mit faltigm Rtonen, üRn; liib wie beim £eguan, bet oon ©flaniennabtung lebt

(3guanobsn,

bet meiften

S.

f. b.).

XroR

bet

plumpen gormen

jeigen Rd) bod) bei einer

©ruppe

ben Drnitbofceliben 3Rar^’ (Camptonotus, Diplodocus u. f. w.), in bet ©it; bung ber gewObnliiR lütmem unb ftirfem Sinter; biefet Stete,

füRe, beS ©edenS unb StbultergürtelS fowie ber SDitbelfüule oiele SInnaberungen an bie©0gel. Sie ©otberfüRe Rnb ftets weit lleinet als bie »inter=

fie aber offenbar ouf fe^t niebtii et Stufe, bas ©ebirn »on 2). war trog bcS ungc= g euren Sdiäbels fo llcin, baj eS burdj ben grbbien Xeil beS SBitbellanaU bitte frei binbunbgejogen werben Ibnnen. [Eompagni, Sino.

3nteUigeiij jtanben

Silt» Sowiiajttii, florentin. Staatsmann, f. Sittotrite# (Xcino(rateS), iSaumeiftcr }ur 3cit Sllefanberä b. @t„ batte biefem ben 'fSIon »or= flelegt, ben ©erg Sltbo« (f. b.) in eine menfiblicbc ©eftalt umjubilben, bie in ber einen 6anb eine Stabt, in bet anbem eine Stbale ballen feilte, fo ba| aus biefer bie ©cwsffet beS JltboS in baS ©leer flbffen. Siefer abentcuerlicbe ©lan lam nid)t jut SluSfübtung , wobl ober übertrug Jllefanbct bent S. bie ardbiteftonifebe Seitung ber ßrbauung

Don ülepaubria

IHnomls

in jigbpten.

nannte ber engl,

ffiaturforfiber

Cwen

)um Stiegen unfübiger man in ©eufcclanb baufen’ weife finbet, unb bie offenbar nod) mit bem Slcn: id)cn bort lebten, fegt aber günjiicb auSgerottet i^einen. Sie gtOgten Srten biefet ©bgel Würben bis 4 bo

regierte.

abbanlm,

hobm merbrn, bie für fich bann neue ©dfate ju et> iiennm batten. Sähet ernanntm bie beiben Sert) fcher JU Kifomebia unb IDlailanb 1. IDidrj 293 ben ©aleriud fDlapimianud unb Sonftantiud ßhlorud ju

Sdarm unb

teilten bie

Sßermaltung in bet art,

bah SHapimian afrifa, Spanien unb 3talim, Son: ftantiud ©allim unb Britannien, ©atniud ^llpti) cum, S. Shrajien unb ben Orimt regierte. Saran

293—297 bie ©lieberung bed Oiei^d in 12 Sibcefen unb biefet micber in etma 100 fleinere S. untermarf 296 bm achillmd, bet ftd)

fcbloS fub

'BtoDinjen.

bie ßerrfebaft über

unb

tötete ihn nach

agpptm

(286) angemabt hatte, berStobetung uon aiepanbria.

Sdhtmbbeffm hatte Sonftantiud 296 bad unter

Sahrm abgefallene 9ri= tannim miebet untermorfen, ©aleriud gegen ben ^erferldnig Karfed anfangd unglüdlicb, bann rim< raufiud

(f.

b.) feit

mehretn

bem Sriebm, bm er unb S. 297 mitSKarfed ftbloffm, bieStenjm bed fUeicbd in 3Refopotamim unb am obem Sigrid erheblich etmei: tert unb armenim unter Cberhoheit bet Körner gcs ftellt mürbe. SBon beiben Saifem mürbe in Korn ju ßnbe 303 ein gldnjmber Stiumph gefeiert. Srei= reid) getdmpft, fo bafi in

millig mblid) legte S., mie ed gleidjjcitig 'Btarimian

in fDlailanb that, l.'Kai

305 in Kilomebia

bie

6err:

unb lebte hierauf auf feinen ©ütern bei doalond (über feinen 'Balaft f. Spalato) in SaD matien, mo et 313 ftarb. Unter S. mürben bie lebten Kefte bet rcpublifanifcbm fvotmm befeitipt, bie lai= fetl. .5eTrfcbaft ju DoQet Unbcfcbtdnltbeit bucihge) führt, jugleich aber aud) burd) bie Bracht, mit ber fie umgebm mürbe, butch bie Sitte btt aboration, bie S. ftatt bet Salutation einfühtte, bem Orient. febaft nieber

Sefpotidmud gmdbert, baneben bie armee neu organifiert unb bie 'Klilitdrgeroalt in ben 'BroDinjen Don bet ßiDilgemalt grunbfdblich getrennt, ©inc graufamc ßbrifteuDttfoIgung (f. b.) ging auf S.’ SJt) Sgl. SBnnbarbt, S. fehl 303 Don 'Kilomebta aud.



in feinem 'Serhdltnid tu ben ©briftm (Sonn 1862); 'Brmh, Saifer S. unb feine 3eit (£pj. 1869) ; SDlaf cn,

The persecution of D. (2Sbe., l'onb. 1876) aUarb, La persdeution de Diocidtien (2 'Sbe., Bar. 1890). IMoetrUt, f. dabichtdflicgr. ;

Siobati, Johann, reform. Sbeolog, gtb.O.^uni 1576 JU ©tnf, flammte aud einer abligen Samilic Don Succa, bie megen £iinncigung jur 'Deformation Italien Detlaffen halte. S. morb 1597 'Brofeffer bet hebt. Sprache, 1608 Bfarret unb 1609 Bro= feffot ber Sheologic ju ©cnf. auf bet Sorbreebtet Spnobe (f. b.) ftimmte et gegen bie arminiancr. Kachbem er 1645 fein amt niebergelegt hatte, ftarb Son feinen Schnften finb ju er 3. CIt. 1649. nennen bie noch jebt am mtittjten Derbreitete übet) ftpung bet Sibcl ind 3talitni|d)e (@mf 1607) unb ind tfranjörifche (ebb. 1644), eine franj. fibet« feliiing Don Satpid ©efehiebte bed Sribentinifthen



Diodon

SioHea

Aon)iU (ebt. 1631 u. i.) fowic bie «Relation de l’iut de relipoD en occident traduite de

U

ranglois

d’Edwin Sandys»



(tbb. 1626).

SuM, Vie de Jean D. (@tnf

Sgl.

1869).

Diödon, f. SdclMibt. £i«bötu^, 9 tifd). ®«f(biibtid)mber

unter 3u> Sdfat unb Äugujtu«, war au8 Sl(jbrton in Sicilien nebürtip unb würbe beebalb toicüluä genannt. Um {einem @e{(bi4temerle, an weldjem er 30 Satire arbeitete, bie möglitbfte ScUftänbigteit unb ®mauigfeit }u geben, bereifte er einen grofecn Jeü duTopai unb Äfien^. $cr grbfete Jeil bie)e«

mit wenig Ctbnuttg, SBabl unb unb Sebren bet gried). Sbilofopben, am umftdnblidtften ba« Seben Gpilut«. G« würbe mitbenSommentarenPonGafau: bonu« unb SJIenagiu« oon feübnet (4 Sbe., Spj. 1828 —.33) unb oon Gobet (Sar. 1850) berau«gegeben.

Icren

baS

er «öjflor. Sibliotbet» nannte,

gegangen.

(Sd beftanb

i(t

ner:

au« 40 Südjem unb

mtbielt bie ®efamtgef(bid)te ber Sbller be« Sillen

tum« bis ju 60 V. @br.



(Srbalten

nur

finb

bie

6 unb 11—20 noüftänbig, bebeutetibe Sütbet 1 Sruibftüde finben fub in ben bpsant. feiftorilcm, ben efcetptenfammiungen be« ftenftantin '{Jorpbp! cogenneto« unb anberer; fie babcu {Ar bie Slltcr^ tum«{or{(bung einen groben SDert. Unter ben Slub’ gaben {tnb beroorjupeben: bie non 39c({eling (mit reidtbltigem Äommentar, 2 Sbe., Slmfterb. 1746), oim 2. ®inbor{ (mit ben Stnmertungen ber trübem thtUrer, 5!0be., ßpi. 1828— 32 öanbau« g., 2 Sbe., ilar. 1842 68 neu be: 44, unb .6 Sbe., Sipj. 1866 orbeitet non Sogei, 3 Sbe., £pj. 1888—93) unb nen Seiler (4 Sbe., 8pj. 18.53—64). Uberfettungen lieferten Strolb unb Äaltwaffer (6 Sbe., granlf. 1782—87), SBurm (19 Sbe., Stuttg. 1831 40) unb Sabtmunb (ebb. 1869). Sgl.feepnc, De fontibus et aoetoribus historiarum Diodori (in ben «Commentationes societatia regiae soientjarum Göttingensis», Sb. 5 unb Sb. 7, abgebmdt in !Ein borf« Suigabe); Stöder, Unterfudbungen übet ®. (Süterdlob 1879); Sanle in Per «Siieltgefebiebtc»



;





;



iBIaafi, Hleitardi unb Jibtor. (jine OucUenunlerfutbung. 1 (Setereb. 1894); Quellen untetfudtungen übet einjelne Jeile bee Söerf« non Solguatbfen (Siel 1868), Slüber (SBürjb. 1.668), Möllmann (fWatbutg 1869), @. 3. Sdjneiber (Serl. 1880),Unget (im «Sbilologu«», Sb. 40, unb in ben «Sigungöberiebten» ber Saptifdten Sllabemie, 1878), Stall (in ben «Sibungsberiditen • ber iüMcnct Slabemie, Sb. %), SlimletSbnig«bütte 1881—82),

(0.3,1883);

Selbe (in ben «Quaestiones eraphae», ®6tt. 1887) u. a.

liioiloreae

mytbo-

Siogtne# bonSlpollonia (wabrftbeinlitb au« Solonie biefe« 9iamcn« am Sontu«), bbtlofopb im 5. Sobrb. o. 6br., Slnbdnger ber altä ii^ Slaturpbilojopbie (betonber« be« Sluarimeiic«), bie et gegen bie neue Sitbtung be« Slnaragota« (f. b.) in mobemifietlet gorm wieberbcrftellte. SU« Utftefi nimmt et bie £uft an, au« bet alle« burdt ’Setbid)tung unb Setbttnnung bctBcrgcbt. liefet Urftoff ift juglcitb »ernunftbegabt, et ift @ott, ibentifeb mit 3tu«. $ab im Urftofi Sernunft walte, bewie« et buti benjiinwei« auf Ctbnuitg unb .Swed' nUbigleit btt fflelt. Son SInatagota« unterfibcibel et firn babuttb, bafe et bie Sernunft niibt oom Stoffe fdjeibet, fonbera ein« mit ibm fein lä|t.

bet milefifdten

l*gl.

Sanjerbieler,

Xiagitted

$.

non

Slpolloniote« (£pä. 1830).

fiaerte in Gilicien, be«balb

Saertiu« genannt, lebte wabtfebeinlid) in ber rrten ftdlfte be« 3. 3nbrb. n. Gbr. Sein fflcrt •Übet Sieben, Snrubten unb 2lu«fptüd)eberbetübm= len Sbilofopben», in lOSütberu, eine Sompilation au« febt Ptrfebiebenwettigen Quellen, ift für bie ®ef(bi®te bet Sbtlefbpbte wid’tig. 'S. beriditet

obgleid)

Sollftdnbigleit, bie Sieben«umftdnbe

Siogbned oonSinopeam Stbwarjen

linl

SBertd,

325

(Sorteifüfirer)

batin,

bet

populdrfte

oon

allen

cpniidien

fSleer,

Sbilofopben

Gpiiilet), Sebület be« Säntiftbene«, beffen Siebte

(f.

^ur Jbat ju madten fudtte. (h b'elt fub Idnaere 3eit tn Stben auf, befud)te aber al« eine Sri SÖanberprebiget aud) anbere Crte, uamentlid) Sorintb, wo er 323 o. Gbr. ftarb, angeblid) an bemfelben Sog wie Sllefanbct b. @r. Gt ift burd) oiele Stnciboten belannt unb jeiebnete fub butd) ftblagfertigcn ®iti au«. Slie unter bem Samen be« 2). oorbanbenen 51 Stiefe (bg. in feertber« «I^istolographi graeci», Sar. 1873) ftnb uneebt. Xie ibm et in feinet S!eben«Weife

bcigelegten fjragmente unb Jluäfprüdje finben fub «b'ragmenta philosophornm gtaecorum», Sb. 2 (Sar. 1867). SgL ©Sltling, 5). ober bie Sbilofopbic be« griedi.Stoletariat« (in ben «Sefammellen Slbbanblungcn», Sb. 1, SaHe 1851); Hermann, 3nr ©efdiidjte unb Stitil be« 2). oon Sinopc (Stogtamm, ©eilbronn 1860). in 'iSuUacb«



Stoginedfrebd, Siognetbtief,

f.

Ginfteblerlreofe.

alttbriftl.

Ülbfaffung«^eit, in bet ein

Sdtrift

anonpmet

oon ungewiffei Srieffteller bie

Sebenlen feine« greunbe« 2)iognel gegen ba« Gbri= ftentum wiberlegt. fyrübet wegen feiner biblifdten tiallung meift ben Spoftolifdten Sätern (f. b.) jugejäblt, oon Coerbcel bagegen bi« in« 4. 3abrb. perabgefetit, wirb ba« Scbriftflüd wobl ri®tiger, äwat nicht bem 3“fltn, bem bie einjige ßanbfdtrift (in Strabburg 1870 oerbrannt) e« beilegte, wobl aber ber 3cit be« ou«gebenben 2. 3abrb. lujufdtreiben fein. ( (tbetfetiung oon .fiein.ielmann Grfurt Sgl. Ooerbed Stubien jur ©efdbidjte 1896.)



,

,

Sb. 1 (Sdjlofidtcmn. 187.5). (X'idgo, portug. Siebtet, f. 'Semarbe«. Dioloua ober bi bei f dl (greb., b. i. jweibduftg), botan. Sejticbnung für Sflanjen mit billinm Slüten (f. Diclinus), bei betten bie mdnnlicbcn unb weibiieben Crgane auf oerfibiebeuen 3nbioibuen oortommen. t^oldic SIflten haben alle ©cwadife, welche £inn< in bie 22. Slaffe (I)ioecia) feine« Sflanjenfpftem« jufammenfafite. Siidtied, bemolratifchet Sarteifübtet in SptaIu4 jut 3eit be« Sdoponneftfehen Stiege«, bet bie graufamen Sefcblüffebc« Soll« gegen bie atbenifdien Stiegsgefangeiien im6erbfl4I3 oeranlabte. Gr gewann naebbet bie ^übrerfebaft inSpraluä, al« fein ariftolratifdier ©egner jiermolrate« feit 412 in Sleinaften an bet Seite bet Spartiaten gegen bie jltbener Idmpfic, unb feilte eine neue Setfaiiung butd), bie bem 2)emoä politifcb ba« (tbergemidit ber alten Sirebe,

l'uberte,

iitbem alle cbrigleitlicbcn

Smter oon

jctit

an

nicht nach ber 2üd)tigleit bet Sewerber, fonbetn burch« £o« oerteilt werben feilten. 3nglei(b oerSll« 2). 409 in anlaftte et flrenge Sittengefebe. Hdmpfeu gegen bieSatlbaga beiöimera eine wenig gldnjenbc Solle gefpielt, felbft bie Sefiattuug bet gefallenen Stieger oerabfäumt batte, erjielle bie

©egenpartei feine jeitweilige Setbannung. Sei feigeftanb ibm bie ©emeinbe Bctccnebten («®efd)idite Sicilieii«», Sb. 2, S. 78, £pj. 1874) nimmt an, bafi ber 2'cmolrat 2). unb bet ©ctefigtbet 2). jwei oerfebiebtne Srtfonen gewefen feien, bie nur bie Sage oennengt babe.

nem 2obe }u. öolm

Di.

izi

1-

L/

i

.t

-ogU

326

iCioffe« (SKot^ematifer)

DtomedSa,

^nbet 3)oaeI,

f.

bet Sifjoibe

Siomtbed, bet Soltn mat fiCtiig

91batro4.

beS SlteS unb btt fi^tene,

iRofie fragen 3Renf(benfIe6dt-

ju bejmingtn unb tingtn, nadpbem et ben flbnia elang eb,

fie

fie !i).

detaHes

ju (lutbftbeub )u übettvdltigt

unb

jum JtaBe Dotgenotfen Batte. ben SBilbepHen bet ftetallebtbaten mutbe audt Sieg bon gtietb. fifinftletn cetBenlidtt. Sin anbetet 3)., SoBn beS Zpbeub (f. b.) unb

felbft feinen Staffen

3n

biefet

bet Sleipple, €nlel beb Cineub (f. b.), ©emabl bet 9igialeia, unb nad) bem Xobe beb SIbtaftob fibnig

von 9tgob, )og mit 80 Sdtiffen vot Xtoja unb jeidtnete fid), atb fuB SItBiUeub vom Kampfe )utitd> gejogen, not allen butPtob unb $inbar erfldtten ibn fQt unfterblid). 2). et: fdteint auf vielen 2)atftellungen antitet Silbnetle. Siomebrd'3nfcln, ©nippe non btei Snffln [(Blagen,

in bet SBeringfttaBe, etna gleicbneit nom Dftl^ Stfienb nie non bet SJotbneftfpige Slmerifob, in nOtbl. ®t. Bering fob fie 1728 juetft; ©nob= ben unterfuiBte fte 1832, fie netben batum non ben Slujfen Bdufig alb ©nobben:3nfeln bejeidmet. 35ic mittlere 3nfft Bo'B* Stufenftern, bie OftlicBe

gairnap, bie.neftliiBe Siatmanon. Sion, 1) ein Sptalufanet aub nornebmem unb begütertem ©efitledBt, etna 408 n. ßbt. geboren,

nutbe non Sionpfiub bem

Jlltern, beffen jneite •gtau SlriftomaiBe bie Sdbneftet beb $. not, bod) gefibdBt. 9lb bet jüngere 2)ionnfiub 3G7 n. SBt. }ut feertfebaft fam, noUte 3). butiB bie Lepren beb Blato, beffen gteunb unb Scbület et nat, bie

Sinneb: unb ^anblungoncife be« ISionpfmb jum 'Beffttn leiten, muBte aber alb Bcrbanntet 3G0 nad) ©tieibenlanb geben. 3)ie Sloibticbt, baB bet Jptann feine (5).b) ©ütet eingejogen unb feine ©attin Slrete jut ßeitat mit einem (nünftling Jimotrateb ge= jnungen Babe, benogen $. jut Siüdfcbr. SRit 800 genotbenen Kriegern lanbete et 3.'i7 ju SRinoo bei agtigentum inSicilien; feinJoeet mebttefi^ fd)ncU. Sptolub Öffnete ibm beteitnillig bie Sbott unb übertrug ipm in ©emeinfebaft mit feinem Stüber SRegolleb bie obetfte gelbbetmnütbe. 3)ionpfiub eilte anb 3tal'cn, no et fid) befanb, jutfld in bie

fd)nelgetif(Ben geftliiBleiten übetlaffen batte,

non

Sutg aus überfiel unb Bart bebrdngte, nutbe S. non Seontini tut Stellung betbeigetufen. 21ie fid) ipm 355, 3). nutbe febod), benot et auf bie übernommene auBetotbentlidbe ©enalt netjicbtet unb bem totaate bie ariftofratifiBe Slegie= tungOfotm gegeben batte, nelcbe et plante, butd) bet

Sutg ergob

einen nettdtetifiben gteunb, ben SltbenetKaÜippuS,

354 ermorbet. Siogtopbien bei 2). fmb non Slutatd) unb non ßorneliul Slcpol notbanben. Sgl. Stau, 2)aS Seben bei Sptalufonerl 2). (Stag 1860).



2) 2).

Kbtpfoftomol,

gtieiB. SRbetor,

f.

2)io.

Dlonaea L.,

Sflanjengattung aul ber gamilie bet 2)rofetoceen (f. b.) mit nur einer Slrt, bet pe-nObnlidjen gliegenlloppe ober gliegenfafle

ber Senul, 1). muscipuUi. (f. Safel; 3nitt' tenfteffenbe Sflonjcn, gig. 1), an furapfigen Stellen bei ndrmern Siotbamerila, befonberl in glotiba, bie aulbauemb unb butib bie Seiibarleit bet Sldtter

aulgejeidmet

nurjclftdnbig,

unb aul

ift.

SlÜe Sldtter

fmb

bet Sldtterrofettc erbebt ficb

etna 15 cm bobet blottlofer S boS genannten ßbotliebem, in welchen als Sotprn, b. b. als ®öde (tragoi) oerlleibete fDlänner bes ©OtteS Sboten unb Selben feierten, beroorgegongen ßS gefebab bieS in Ättifa, wo nomentlich baS ift. grüblingsfeft beS ©otteS in Stben unter bem Sflamen ber gtopen ober ftäbtifchen Sionppen etwa oom 9. bis 14. beS SKonatS Glapbebolion (fDJätj), ouber mit feftlidjen Slufjflgen, ©efängen u. f. w., mit bromat. Suffübrnngen gefeiert würbe. Suj ber burch ihren ffleinbau berühmten 3nf'i 3!opoS, wo ber Sage no6 3). bie non ihrem frühem &tliebten SbefeuS nrrlojfene ariobne, wäbrenb fie am ©eftobe fcblief, übenofehte unb bann unter lautem 3ubel beS ibn begleitenben SbiofoS (f. b.) ols feine ©attin beimfübrte, mürbe in befonbem geften ein= mal bie oetloffene ariabne betrauert, bann ihre Bereinigung mit 3). gefeiert. SegtereS gefchob auch

330

Diopqantilcne

Sliiolpfiä

flreta, wo baS geft gorm eines fio(p)eitf(pmaufeS unb ben Flamen S^eobaifia (®att^(bmauS) erballen Mte. 9ta(t 9tom (am bei ftuU beS 10., ben man mit

an anbcrn Orten, vor allem auf bie

Ciber (au. ®. giebt ßulcrS «Bollftan-

Hier

bige Slnleitung )ur Sllgebra» (2 Bbe., Bert. 1798). SiopbattttlS, gried). SRatbematilcr, ber um 250 n. 6br. in Sllejranbria lebte. (Sr bat unter ben grieib.

ÜJlatbematilem, oon btnen Serie auf une

gelommen

ftnb, juerft in fpJtemotifd)cr Seife bie Sllgebra bebanbelt. Kr befibaftigte fub nid)t blob mit Bi» bete.

Bis

1.

9)ei biefer ftStperbilbung

ift

I.

er gewabnliib

gani nadt ober bat nur girf(b> ober SlebfeDiben, bie fog. Slebris,

um

bie 9ruft;

mambmal

tragt er

an ben güben ga^bftiefel (Itotbume), wabrenb baS .fiaupt feltener mit einet 9inbe ober einem Spbeu< Itanje umgürtet

gn

ber Meibten tragt et ben XbprfoS mit bem SSinienopfel unb lebnt fub bau< fig auf bie Sibulter eines SatotS. (Sin jugenbltibet *0.

ift.

mit Satpr befinbet

ficb

im

SSatilan.

3)o(b

Würbe

auch in ber fpatern Hunft noib oft %. als reifer, UHann bargeftcllt. (9gl. gig. 2, bie jtüber als gebeutete löronjebüfte ootlbärtiger

faifibliib

Platon

aus Herculaneum, jefet in Sleapel.) gn ber 3)ia’ boebenjeit tritt enbliip bie uralte gorm beS Stief bionpfoS mit ger auf.

gn

grabungen

Hamern an bet Stirn wiebet baup= bet betübmten, bei ben beutfiben SluS
fg.), Aaiferjeit

I

]

.Jur Seit (Sbrifti

®iöfjcg, auebßriSiöfjeg (fpr.bichl-), @ro|» ©emeinbe im Stublbejirl Sjtlclpbib be« Ungar. Aomitat« Sihar, an ber 2inie ®ro|roarbein»©r: ©tiheilpfalDa ber Ungar. Staatebahnen, bat (18 !k>) .6681 meift magpat. refotm. ß. (.96.6 ©umönen; 378 ©ömifeb», 212 ®ricebifeb»Jtatholifebe, 341 ®rie-» ebifeb:Cricntalifcbe unb 245 geraelitcn), ©oft, Stic» grapb, Spatlaffe eine Sltin jetiebule bie beböllerten ©ulten: S.icnt»@gpcb, fiörncl, Hie=3anla, gcrencj» mafot, äemdt, ©clclinte, ©lorgö, ©aromfjälld« unb ©fereefeitö unb in ber frutbibaren Umgebung bebeutenben Sabal», ffleijen» unb ©Icinbau (aue= ;

fpdtet ©ifebof«rtti unb ©erebrung«ftdtte be« Diittet« (Üeorg, beffen ©eftc na$ feinem Sobe in Diilomebien

gejeiebnet

ift

®iatima,

•116

C

menbldttetn gegenübetfteben, buteb meift oberftdn» bigen ^ebttnolen, bet au« mebrern gruebtbtdttetn netroaafen unb gefdebert ift. Sie Dtbnung bet ®. umfalt bie Samtlien bet Sapotaceen, ©btnacttn, Stpracten (f. b.). Umftebenbe übbilbung jeigt: gig. 1, Styrax benzoin Vryand. (©enjoe); gtg. 2, Diospyros lotus L. (Sattelpflaume) ; gig. 3, Isonaudra gutta Hooi. (©uttaperebabaum). ©dbere« f. Styrax. Oiospnos, Isonandra. Dloip^oi L., ®attelpflaume, ©flanjen» gattung au« bet gamilie bet ©benaceen (f. b.), gegen 150, jumcift jmifeben ben SBenbtlreifen moebfenbe, buteb lebt batte« £>oli audgeseicbnett Slrten, Strdu»

,

I

unb fünf metben ©tumenbtdttem beftcben. Slm bdufigftcn gejüebtet metbcn D. hirsnta Thbg. unb D. allia Tlibg. Sie bttlangen leine befonbete Aultutmetbobe, fonbetn macbfen febt mittig in einet riifebung von £aub> unb deibcetbe, bet etma« Sanb beigtgeben ift. ©üntet giebt man ihnen einen bellen ©tat) im Aaltbau« ober 3immet, im Sommer tönnen fie in« gteie geftellt mttben. ®ie ©ermeb= rung gefebiebt buteb Stedlinge, bie, im ^tübiabt tot bem ©eginn be« Stiebe«, obet im Sluguft naeb ooilenbttem Stieb gefdbnitten, leicbt anmadpfen. Xio«tne(ti, Unterfamilie bet Slutaeeen (i. b.l.

hier beigcfetitmorben fein follen. ©elagiu« uerteibigte in®, feine liebte oot einet Aitebenoetfammlung. Sie ©tünbung oon ertStamle 716 raubte $. ben gtoben ©erlebt btt fpr.^dgppt. 6anbel«fttafie unb beroitlte trop bet non ben Ateujfabtem ihm ju‘ mnbten ©flegt feinen Serfail. Set Ctt beeil te £ubb unb ift eine lleine non Uliobammebo! nem unb ©riteben bemobnte Stobt mit fdjSnen ©drten unb ben eum Stil renooierten ©eften bet

Silotnlebonen, Sbteilung bet Spmpetalen, cbataL terittifcb buteb tegelmdlige, jmittrige, meift fünf» jdbligt ©tüten, in bentn bie Staubgefdle ben ©tu»

(f. [

ffeteb

(b. i.

®. mat auch

eher

liib

ben

®io«|>iliit



®io«|ipriitcn, Ctbnung au« bet ©nippe bet

i

Le

Je Costor et Pollux ($ai. 1883).

®io#(nria#, Stabt

Ateuifabterlitebe bt« beU. ©eoig. ©ame bt« dgppt. Sbebtn« (f. b.).

,

:

bet Grmellclet). in ©lato« ®ialog

«SompofiDn» ber

fibiebtctc '©amc ber ©ticflerin ju lllanlinta, bon bet Solrate« bie 3bctn über ba« ÜBcien bet 2icbc gebört ju haben botgiebt. Unter bem ©amen S.



| '

teierte ’

!

Dölbetlin

b.)

(f.

Sufette ®ontarb.

Siogpantbrndiinon, ®iojrtjbcnjiilc

,

f.

©lijarin.

©enjole, in benen 2

lUlaffet»

ftoffateme burd) öpbtofplgruppen erfept fmb, bie

334

(f.

tunpsprobutt pon Ion jentriertcr Salpeterfäure auf 'Bemfäure, burd) lanniame 3«ie«un« eniflebt. Sie befilil bie Sonftitution einer letraoppbemfteinfäure,

CO0II-C(0H),-C(01II, -COOH, unb ralleriflifdje«

flicht

fiwerl6«lube« Jlatronfalj.

lotu«

'



ein 3tn(ivbrib

229" ftbnteljen, unb (Simelspunft 217°).

SiaacnBtf

a

&impben, Simonen

u. a. flebilbet.



finbet

Üd) im Uleum Ciune neben ISineol. f^cmec entftebt e« burd) Bblpmerifation au« bem Jiopren, CjH,, beim 31nlaflem unb Bieberabfpalten non Sblor< wafferftoff

au« anbem Jerpenen, unb au« Bau-

bei ber JeftiUation.

la«

j).

ift

eine anae^

iiebm citronenartifl rierbenbe gloffiafeit, ift optifd' inaltip unb fiebet bei 18u— 182°. üftit iSblorwaffer:

bem trpftailirierenben Si< pentenbibpbrorblorib, C,,U,,CI,, au« bem ftoff pereiniflt



unoeränbert

fidi

«u

wieber

flcwcnnen

werben

tann.

S4ute,



9!abcln, bie bet i

®en;ibin.

f.

H„ Br,

C,,

otflanifcbe

tionnacbaud)al«iDipbenplbiortbi>bicarbonfäutebe' werben lann, CÜOH C, H, • C, H, COOH, ba bie ßarborplpruppen in ber CrtbofteDuna ((. ’lromatif(be ®etbinbunaen) ;u ber ®inbuna«^e ber beiben Seniollerne ftcben. Sie Irpflallmert in

.leidmet

ein (bas

Iiiimiten, (Sinen, Aoblenwafferftoff pon ber 3uiamnicnfeltune C,,!),,, ba« beftdnbiflfte ber flewcimliiben lerpene; wirb beim Srbijicn Pon



J ftrabtomib,

Si||beiifä«ce, jraeibanWe

au« ®btnantbrtn ((. b.) obtr ®b(nantbten

btt

e bdgL (S. 333 b): 1. Styras banxoUt ()6eiiAOe): a !0lüte im £urd|id}nUt, ft (Tattrlpflaumr); o ivftblidic Dl&ten, ft ftetgl. im Sur4(4nitt, « mAnnli^r Slätf im ft brftgL orrorft^frt, « 9ni

'Binen,

|

Sie wirb

jur Tarftellunfl be« Sartrnjin« brmmt.

3)q)^eiiQl

ÜRit ®tom licftrt t4 tin (6d)mel}punft 125^.

bffi!)CT

Sioj;t)btTnficinfäutr, f. ®finfäur(. Siost)tvcinfänrr, tine orflanifdjc Säur«, bie au« ®renjtatfdjin burcb falpetrige Säure uebilbd wirb unb au« ber Slitroweinjäurr, bem (^inwir:

tfdiul



5)iuf56crnfteinföure

allflfm«me jormet C,H 4 (OH), Srenjlateifcm, SHefotcin, {iijbto^inon).

al(o bi»

S.

liefert

leitbt

Dioapyroi

^urcbif^nirt.

aromatifcber Hoblenwafferftoff non ber 3pfp«>nbcnbIbeiipbtberitiS.

unb

Sdnge bei 3u:

ftnb ein IBiertel fo bid sie lang.

Dielgeftaltig, jeigen Keulen:,

Spinbelfotmen.

Hantel: unb

3s bdngenben Stopfen unterfutbt,

fmb bie iBacillen unbeseglitb, unb man fiebt bdujig gldmenbe mnbe Stellen, bie Don Klebd, bet bereitd Dot Bbfflet biefe IBacillen fab, als Sporen ongefeben surben; fie fmb jeboeb eine Anhäufung ber tbtoma: tiftben Subftanj, seSsegen fte fub autb am leitb: teften unb intmfioften fdrben. 3laueiformm bilbet ber 3)ipbtb(riebacilIuS nitbt; burtb balbftflnbiges ßrbiben auf 60° Serben bie Kulturen abgetbtet.

©egen AuStrodnm fmb bie 3)ipbtberiebaciUen febr sibeiftanbSfdbig. beften gebeibt bet IBacilluS bei 3utritt oon Sauerftoff; bie ^egetationSfdbig: leit beftbrdnit fub auf Sempeiaturen jsiftben 20 unb 40° C., bas Cptimum liegt jsiftben 33 unb 37°. I£ie IBacillen gebeiben am beften auf eiseif.: reifem SIdbrboben. 3iaubenjudei sitb Don ihnen jerfegt unb begünftigt in einem .^ufati Don 'U Aroj. ju einer fDliftbung oon biei Xcilen 5ammcl: ober Ainberblutferum unb einem Seit IBouillon (Büffler: ftbet Adbrboben) bie ßntsidlung bet IBacillen augeri

Am

orbentlicb, elettioer

SeSSegen bei Süffleif^e Adbrboben als

Jldhrboben für bie 3Hagnofe oersenbet

sirb. ßbenfo begünftigt baS ©Ipcenn, in bei IDlenge Don 6 $roj. bem Agat:Agar jugefegt, baS ÜBatbS: tum ber IBacillen. IBringt man Sieten 3ipbtbcriebacillen unter bie Öaut, fo fterben fie innerhalb 24 60 Stunben. An btt gmpfftelle finbet fitb ein gtauseipei IBclag, in bem IBacillen natbseisbac fmb, in bei Umgebung beftebt ein auSgebehnteS fuIjigeS Cbem beS Unter: bautbinbegesebeS. Auger an bei 3mpfftellt sur: ben bie IBacillen nitbt gefunben, fo bog lein cjmeifcl befteben lann, bag ber 3ob beS 3ieieS nitbt infolge bet iBerbrcitimg bet 'DUlrootganiSmtn im Körper, fonbern bnrtb ein (im Selllcib brr IBalteiien pro: bujierteS uiib sabtftbeinlitb natb Art einet Se:



auSgeftbicbeneS) ©ift beroorgetufen sitb, erjniijt unb Don bort in Säfte tefotbiett sitb. 3iie 3)atftcUung biefe» ©iftes surbe Don IKour unb 3)etfm, Böffler, Srie: get unb ß. Rtdnlel, SBaffetmann unb ^irosfauet inbem bas 3orin burtb Sällung mit erreiibt , fie Allobol ifolierten. Iretion

baS an bet 3spfftelle bie

3)ie bipbtberifcben IBrojeffe treten

auf bet Stbleimbaut ber

'Jlafe

am

bdufigften

unb bcs Kebllopfes

336

(beim 3){ciifc^en)

bcm 4ttfpiiation2megc, tudbrenb an< (nugcnbinb^ut, «(bcibnt: waj f. iD.) fcltenn btfaUtn tcnbm,

auf unb folgm b(T(

6d)(nmbiutc

fiblcimtrout u.

lum Zeit butib bie anatom. Snb<niffe,

iBefcbaffen^

bei (^itbeCi unb bei baninter gelegenen @e> mebei bebingt {ein bttt{te. Such an SBunben finb Z)ipbtbenebaciUen pereimelt na(baetbiefen worben; inbeflen wirb bie geringe (impfingU(bteit bet 9)unb: prit

beiten

ab;ubänen; beim ein Mtnb, welcheA |u Hg: ift mehr gefAhrbet alA ein obgehAi!,Vbe ßrltanfung an 3i. foUte polijeilid)

tarrhtn neigt, teteA fttnb.

gemelbet werben.

TaA

ertranlte Stinb

ifolieren,

unb wo baA

.viofpital

unterjubringen.

nicht

ift

jtreng ju

ongAngig ift, in einem Tie ©lieget beA tränten

StinbeA feilen mit gefunben mAglicbft nicht in Serührung lommen. Steine, auch niwt bie geringfte .AialAi

bai bipbtberifcbe @ift burcb bai feltene einet bipblb^ftben (Srtrantung bet Sine ißcnntbrung bet Z>ipbtberiebacillen aubetbalb bei men|ibli(ben RSi^eri ift nicht anjunebnten, bie mcnfcplicbe € tenbe Stelle jurüd. Sei leichtem fformen tSnnen biefe Stuflagetungen wiebet fchwinben, bei fchwetem breiten fee fich weitet auA unb ateifm auf ben Itehb lopf übet.

fie

6A

bonn

tritt

fteiferleit,

felbft obtlige

Stimmlofigleit, pfeifmbe SItmung unb hAufig ftidungAgefaht ein. Z)ie Z>. bet Slafenhbhlt flitbt fich burw ftinlenbm jauchigen SluAfluh auA bet 5)ie non ben Salterim et= Stafe ju ertennen. langten Zo;ine treten in bie Slutbahn unb tufm eine Slllgemeinethantung hemot, inbem fie bie jellb gen ülemente ber eiiijelnen Organe fchdbigen. ©e: fonberA gefAhrbet finb bie Sliertn, weAwegen bei 3).



ftetA Qiweifi

im Urin

erfchrint,

unb baA

icieti,

fo

nachbem bie ©toieffe im oalfe abgelaufen finb unb baA Stinb bereitA für gerettet gehalten wirb, plb|ili lAhmung eintritt. Sluch bie SlelettmuAteln werben butch bie Zo;ine gefchAbigt; allgemein betannt finb bie SAhmungen ber SlugenmuAleln unb bie fehr bafi nicht feiten, felbft

lAftigen

SAhmungm

bet iSaumenmuAleln, woburch

baA ©etfchiucten unb bie nAfelnbe Sprache nach Z>. bewirft wirb. Tiefe ÜAhmungen finb jeboch nicht gef Ahrlich, fie gehen meift nach einigen SBochen surfict. dinfichtlich bet ©erhütung ber 3). wirb eint forgfame ©eaufficbtigung bet Äinbtt am meiffen leiften. ©tan gewihne biefe baran, bah f« nicht alle Sachen in ben ©tunb fteden, halte fie pon einem )u auAgebehntm unb intimen ©ttfeht mit anbem fern unb Btrfuche fie bei}titen gegen (WAltimgAftant=

erbt fie fchAblich rnirlen. Stach Slblauf ber Stranl; ift eine fachgeniAhe TeAinfettion etforbetliih. Tie Schanblung ber X. mufete fich biA bot turjem baranf befebränten, burcb ©etiipfcn mit antiheit

abjutöten, bie jirAfte beA ©atienten burd; reichlitbcn Jüeingaiith hb btßtünbete namentlibb bie biplomat. ©toarapbie Teutfdilanbd. Seffeld bctübmted «Chronicon Got»icense» (2 IBbe., 1732) mutbe burd) 6»umand «Commentarii de re diplomatica iroperatonim et regmn Germ.» (2 SBbe., SIflrnb. 1745— ."iS) afltifiet* (iften

b(i

i(bunß in einet

;

maben eradnit. 3t Stantreiib füßte fBJontfaucon bie ßtied). Seprifttunbe unb Gbaipentiet bie Rennt* niä bet 2itonif4en 9ioten binju, benen bie non 'batinß unb ffloltber mit ßtobem 3lei|e eefammel* Im Suibftabenptoben unb Slblütjuneen bet lat. Stiift fid) etfldnjenb anftblofien. 3n Ututfiblanb itatb bie 2). auch unter bie ®e= smjtdnbe bed Uninctfitdtduntetriibtd aufaenommen unb JU biefem SBebufe ton Gdbatb (1742) unb 3ta* ®im (1748) in Sompenbien atbtodjt unb bamit Sleiibjeitia

339

3)4)Iomotifc^eä fiorpä

I« 2). jftfdUt nacb bcn BSlterredjtlitfcen Sc{tim= munjtn btä ®ienet unb Slacpcner ÄonartHeä in ritr Jtanallajien Sotfitafter, ©cfonbte ober beboU=

$aldoatapbie, Ebronoloaie unb Sieael*

tunbe nebft reibtd*

febt audfübtliib in bemnoib immer miibtiaen «Nouveau traitd de diplomatique» (6 !Bbe., mar. 1750



65; beutfib ton Hbelunß unb SHubolf u. b. 2. «Sebraebdube bet 2.», 9 iBbe., ßtf. 1759 69), ttdb* tenb brei anbere Senebiftiner, 2antine, 2utanb unb Glemencet, in «L’art de vdrifier les dates» (1750; 3. Slufl., 3 ®be., 1783—92) für bie biftot. unb biplomat. Gbtonoloflie eine tteflliibe ©tunblaße fdjufen. ßine fpftematifibe Saffuna btt 2. tetfuebte juerft ©alteret feit 1765, bann mit etmad mehr ßrfolß ©ruber (1783) unb 3intemaael (1800). ßine atö*



bete Umaeftaltuna toflrbe jtbenfalld Sdjdnemann t«tbeißefflbtt ^aben, wenn nidjt beffen «Sferfuib eined tollfldnbtacn Spftemd bet 2.» (2 Sbe., öamb. 1800 1) meßen bed ftüben lobtd bed Setfatletd untoHenbet aeblieben todte. 3unddbft nnitbe nun



bet

2.

einetfeitd ein neuer

Soben

ßefebaffen, an*

fRubanwenbuna ßemaebt in bet Ser* maltuna unb Orbnunß bet Slrdpioe, btibed mebt unb mebt nad) riditiatn miffenfbbaftlidien ©runbfdtien. Unter bie 3rflcbte biefer Slrbeit finb namentlid) bie audaejeiibneten Utlunbenfammlunaen unb fReaeften ju teibnen, bie in immer itaebfenbet 3abl bie TiAprfte ©runblaße fütaefibiibtliibeStubien barbieten. 2urd) bie an bie Sludßabe ton Urlunben fub anfcbliebenben allßemeinen ©runbfdbe, itelibe Sidtl auf ßeftellt bat, ift biefer naib OTabillon »um jmeiten Seßtünber bet 2. ßewotben. 3^tt^i; ^ott arbeitete mit ßleicbem betetfeitd ibte

Betbienfte Sidet. 2aneben itutben autb einjelne 3tteißt btt ., itie bie Scbrijttunbe biirdb fiopp u. a., bie ©pbtaßiftit unb ßetalbil butd) BleUp, fflemb, ben Sfltftbu }u 6obenlobt=ffialbenbut(i u. a. ße* f drbert, todbtenb mebtete 3titf^ tiften, wie bie «3bit* fibtift filtBrebitfunbe, 2. unb ©efdjitbte» tonßdfet, ßtbatb unb ton fDlebem (1833—35) unb bie «Seit* fibtift für bie Jlribite 2eutfiblanbd» ton fjnebt* monn (1846—53) ben fottlebenben Sinn für bad ©anje bctffiifftnfdpaft belunbeten. ©eßenwdttiß bil* bet bad Sanbbueb ton Bteftlau (f. unlen) bad wiib* tißftefeilfdmittel jut ßinfübtunß in bie 2., aufietbem entbalten befonberd bie «Sltibioalifebe 3titfftitutd füt dfterr. ©efcbiibtdforfibunaa ton fDlfiblbaibet (Sb. 1 —17, 3nndbt. 1879—96) witbtiße Seittdße jut 2. 3bb bienen auib bie ton n. Stbel unb Sidel beraud* ßeßebenen «Raiferuttunben in Sbbilbunßen» (Serl. 1880—91). (S. Jlribio.) Bai. SiUbb- Seittdße jut Utlunbenlebte (2 Sbe., 3nndbr. 1877); Seift, Ut= tunbenlebre. Rateibidmud bet 2. u. f. w. (2. Sufi., Spj. 1893); betf., 2ieUrfunbe, ibte Sebanbluna unb Searbeitunß (Stuttß. 1884); Boffe, 2ieSebre ton ben Britaturfunben (Spj. 1887); Steblau, .Öanbbucb bet Utlunbenlebte (Sb. 1, ebb. 1889); ©itp, Manuel de diplomatique (Bat. 1894). S^ilamarifAe# ltotp9, bie ©efamtbeit ber an einem .öofe beßlaubißten biplomat. ©efiftdftd*





ttdaet. ßrft feitbem ed üblidt Geworben ift, ftdnbiße ©efanbtfiftaften ju untecbalten, tonnte man bie ju ihnen ßebdtenben Btrfoneii ald eine butib Seruf

unb

oefellfcbaftliibe

Stellunn

ßebilbete

ßinbeit

bie Sejeiebnunß 2. R. foll juetft in 1754 aufaetommen (ein. 2ad 2. R. ift webet

auffaften;

unb ftaatdßefdjiibtlitbtn ßtdrte* ninatn tetbunben. !Dlit ebenf alld f ebt teitbtn .öilfd* unb im toefentlidjen wiebet ton 'J)!abil*

fflien

iond

welcbet 2bdtißleit; allein ed aiebt in bem bdfiftbtn unb polit. Seben bidweilen ©eleßenbeiten, bei benen 22 *

jnitteln

Stanbpunlte oud, bebanbelten Jouftain unb ®enebiltiner, aufd neue bie 2.

tafl'n, aleiibfalld

eint jutift. noQ eine polit. Rdrperfibaft unb bat auib in bet Beßel leint Setanlaffunß ju irnenb

um

)>ie Snteteüen cine$ ober mehrerer ti ftd; nii^t bte SteQuna unb einjelnet Staaten, {onbern 'Äirtfamteit ber biplomat. SBcrtreter überpaupt

um

banbeit 3). ff.

benen au§ bic{em @cunbe baä als ©efamtbeit bebanbelt rairb ober ielbft

unb

bei

alb foicbe in 3bitigteit treten (ann. 3labin ge^ bört j. S. ber Smpfona beb 3). ff. feitenb beb

Souoeränb

bei

feftlidjen ©eleflenfeeiten,

fleroiiien

bei ber Dleujabrbgratulation, ©inlabungen an bab ju Soffeften fiinrdumuna einer befonbem Sribünc ober 2oge in bem .’^ubärerraume ber ^ar=

3). ff.

,

lamentbgebäube, in ber jioflircbe u. bgl. Stber aud) bei 'Verlegungen ber burcb bab Vblterrec^t gemdbr< tcn Vrioilegicn ber biplomat. Slgenten ober bei Dölterrcditbroibriaen ©crooltalten einer 'Regierung lann loobl unter umjtdnben bab 3). ff. ftd) ^u einer

gemeinfcbaftlicbcn Vorftellung ober Vroteftotion oet= anlapt leben; oielleiibt aueb in bem Salle, bap ein 'illitglieb beb $. ff. burcb fein Verbauen fub fl»flen

oergangen haben

bie istanbebebre gröblicb

foUte.

Senn bab $. ff. ofb ßinbeit Crganb. Vlb beb

3!. ff.;

eb

SlnciennetCtt

auftritt, bebarf eb eineb Sopen (3)etan) bieb in ber Siegel bab nach ber

foldieb fungiert ber ift

an bem

iöofe dltefte iDiitglicb

beb

3). ff.,

Staaten peute noch ber päpftl. Sluntiub ohne bafi ober im eimelnen goUc bab $. ff. gebinbert ift, ein onbereb Jllitglieb mit in ben pormiegenb tatb. ,

Sübrung ober Vertretung ;u betrauen. SUilömpcttfiingcn, an teepnifeben Socbfcbulen Vrüfungen jum Sia^roeib ber erlangten teebnifeben Vubbilbung. Sie loerben in jmei, alb Vor= unb Öauptprüfung unterfebiebenen Seilen abgelegt, erfterc naib einigen ^bren beb Stubiumb, leptere an beffen dnbe. 3>ie Vorprftfung erftreeft fub baupt= feiner

auf bie grunblegenben Sd inbbefonbere Viatbcmatil unb fUtedianil, Siatunoiffenfebaften, Seiebnen, Secbnologie unb bauteebnifebe @runb< lagen, bie .öauptprüfuim auf bie Saebftubien. tSipIdpie (greb.), f. Soppelfeben. IHplopSd*, f. Scbnuraffeln. fdiblicb

Dlplösls, f. Seijenfliege. Siplofpmie (greb.),, Biuillingbrnipgcburt, nobei jroei

ober



®ipIomprüfungen

340

PoUftänbig entroiciclte fjnbioibuen on einer Stellen miteinanber nettooebfen finb. Soppelticr, f. Saugmflrmer. f. 3meilunger.

mebrem

Blploioon,

Dipiieninönps,

Sipnöet

(Dipnöi),

DlpodidM,

f.

Sipdbie (grib.,

f.

£ungenfif(be.

Springmiufe. b.

i.

3)oppelfufi), auch

(«3ufammenjoibung»), in ber

bung jmeier Verbfübe ju

_

^

SpiPgie

SDJetril bie

einer ßinbeit,

3)iiombui (Soppeliambub,

_

Verbin=

j.

_),

V.

ein

ein 5)i=

v^). (S. 9ibptb= troebäub (3)oppeltrocb4ub Dipodönm, f. Safebenfpringer. [mub).

SipPbf

oftinb. fDtab,

f.

Sepa.

Sipünpd unb StpUid, jgDei grieeb. Vilbbauer erften »fllfte beb g. Jnbrb. Sitpon tbitig. Sie follen S^filer beb Sdbalob geioefen fein unb ünb für bie Vlnflü oon hober gefebiebtUeber Vebeutung. ’illb Serie pon ihnen merben genannt: ©ruppe pon iSaftor unb Vollut ju Vferbe, eine Statue ber Slp temib 2>!unpcbia, Statuen beb Jlpollon.bcb »eralleb, ber SIthene. Sic mären Prfinber ber ©olbelfenhciiv tcdinil, bie nacbmalb Vb'biab ju fo hohen Chren aub Kreta, aub ber

p. Sbr., bauptfdcbliib in grietb.

brachte,

unb Sebrer

Dipörpa,

pielcr Schüler.

SaugiPürmer. t^ippe, ©uftoo Slbolf, feonbclbgdrtner unb Sa: mensflibter, geh. 8. Sept. 1824 ju Cueblinhurg, f.

®ippel

1883 bie früher mit feinen Vrübem }u> gehaltene ©drtnerei allein. 1882 lourbc Cfonomierat. S. ftarb 4. Sion. 1890 }u Son IHcmo. 6r bat ficb burcb Verbeffe: rung unb Sleujücbtung ber nerfibicbenften 0e: raüfe: unb Slumenforten fomie burcb oubgebebnte Samenlulturen grobe Verbienfte ermorben. Vefen: übrte

feit

ammen

er fbnigliv preub.

berd burcb Verbefferung ber 3ucterrübcn moebte fub meltbelannt.

ISippel

(5ol}pflocf),

Sippcl, 3bb.

f.

er

Sübcl.

ffonr., religisfer

Scbmdrmer unb

1673 auf bem Scbloffe ^an: lenftein bei 3)armftabt, ftubierte }u ©ieben Sb Ablegung ber Saumcifterprüfung 1858, eine Stubienreifc nad) ranltei6. ©iS 1867 mar et SctriebSinfpeltor in E bcrfd)lefien unb baute Pon ba ab bid 1870 bie fRingbabn um ©etlin (f. ©erlinet Stabt» unb ÜRing» bahn). SBdbrcnb bed flrieges 1870;71 War S. Gbef ber I. Gifenbabnabteilung unb ftcllte ald foltbcr bie

mobiricebenb unb aromatifcb bitter, etmab fdba^ fdjmedenb; bie englifeben Heiner. 3bt ffioblgerud) unb gcibüribaftct (Sefibmad rübrt bon Sumarin ber, bob fiip }iemli(b reidjlitb in ben ©ciocben bet Sobnen borfinbet unb beim Gintrodnen berfclben }n>ifd)en bet Samcnfcbale unb ben üotplcbonen

effenien foraie

^roeeleudmaticud. [Strahlen.

SiPi(iiut»OoImfelb, Aonftantin, ffreiben Pon, 3urift unb SPolitilct, gcb. 24. «cbr. 1799 }u Soebolt, tarn früh naeb Sdnemart unb war 1829—40 iBe»

bon bcr in Capenne einbeimifiben D. oppositifolia WtUd. berrübren. Sie boUdnb. Sontabobnen fmb

cm

f.

$il.

Minbe unb Sceren fmb giftig. Sippen (fpt. -feeu), 'Bfeubonpm bed

}ei(bnungiDipteraltempel,bipteralcSlnlage. DlpMryx Scitreb., $flan}e^attung aub bcr gamilie ber Seguminofen (f. b.), Slbtcilung ber iBa= pilionaccen, mit 8 tropifdb-ameril. Slrtcn. 6b ftnb IBdume mit gefieberten Sldttem unb roten ober oio= letten }u Srauben angeorbneten Slüten. Sie dül= fen finb fteinfruebtartig enUoidelt unb entbaltcn nur einen >=amen: bon einigen SIrten tommt biefer alb Sonlabobne (Faba ober Semen Tonca) in ben dnnbcl. IDIan unterfibeibet bolldnb. unb engl. Sonla^ bobnen. Grftere lommen non ber in ben SBdlbem (Duabanab »adtfenben D. odorata Wilkl, einem

etmab plattgcbrfldt, bib 5

f.

SlToa L., ipflan}engattung aud ber frdmilie ber Sbpmeldaeeen (f. b.) mit nur }n>ci norbamerit. Sitten; es fmb ftrauebartige ©etodebfe. SJon D. palustris L. bienen bie iBaftfafem }ur detftellung pon ju Slcebtarbcitcn. Sauen, Striden u. f . »., bie

bib 100 fKenf(ben faffen follen. Sititbro# (gi bolbt empfohlen, würbe et auf beg leptem Seran:

=

laffung nach Sreufeen berufen. Saebbem er feit 1827 alg Socent }u Steolou gewitlt, fiebelte et 1829 nach Setlin über, wo et an ber allgemeinen Ärieggfcbule lehrte unb 1831 eine aufierotb., 1839 eine orb. Stofeffur ber SRatbematit an btt Unioetfi: tdt etbielt. aacb ©aub' Sobe übernahm et 1855 bie Stpfeffut ber ÜRatbematit an bet Uninerfitdt }u ©Sttingen. Sott ftarb et 5. 3Rai 1859. Sie ©tgeb: niffe

feinet

«3pumal

Unterfuebungen fmb

tcilg

füt (Dlatbematit», teilg in ben

lungni» bet Sctlincr älabemie,

in ©relleg

«Sbbanb: 1832

Jbet et feit

alg IRilglieb angebürte, enthalten. 9!acb S.g Sobe würben feine «Sorlcfungen über 3ablentbeorie» non

Sebetinb

(4. Slufl.,

Sraunfebw. 1894), feine «Sor:

344

®iricffcn8

Itfungcn über bte im umgcfeb.; Pon feiner Segabung unb Bilbung bängt ber geiftige ÜBert einer SuffübrungBoUftän= big ab, in feiner £ianb hübet bie grbbte Siaffe ein 3nftrument, auf bem et fpielt. Sie erfte Sebingung für ba« Sitigieren ift bie Säbiflleit, eine Partitur lefen unb lefenb im Seifte bbren ;u tbnnen. ffleiter macht fiib erforbetlicb Pertrautbeit mit ber Seebnit

non 3nftrumenten unb Singftimmen unb

feine«

febatfe* ®ebör. (öierju lommt noch ®croanbtbeit in ber beim Sirigieten üblichen 3eicbengebung. Slle biefe

gorberun^

laffen fidj burd) gleie

unb Übung Biel mehr

3bre Erfüllung macht aber nicht

erlernen.

-

3)irfc^au

gab e« eine Duelle unb einen ^ub Samen« S.; bort würbe auch ba« ©rab ber S. gejeigt unb an btmfelben fübnenbe lotenopfer begangen. S.« 9e: ftrafung ift in ber berühmten Aoloffalgruppe tu Stapel, Bem fog.gamefifcbenStierJf.b.), batgtftelll. $ttf CiattM , 3nfel an bet ffleftfüfte Buftralien«, im SS35. nom Rap Steep Point, bie fübliebfte unb griftte bet btti por ber Gcbarf«-®ai litgenben gnfeln, ift 70km lang, 15 km breit, fteilunb hübet ein 60—200 m hohe« Plateau mit guten ®ei= ben. PJaffet ift teicblicb Porbanben. Sie 3nfel iit tcob ber umgebtnbenRoraUenbänle leicht jugänglidi. SirffcB, $tinr. Gbuarb, Secbt«gelebtter, geb. 13. Sept. 1790 ju Rönig«berg, ftubierte infieibelbetg unb ®erlin unb würbe 1817 orb. Profeffot bt« tSm. Seebt« in feiner ©eburtäftabt. 1829 fiebelte et nab ®etlin über, wo et al« ßonotarptofeffot lehrte;

1841 würbe et Plitglieb bet ®ctlinet Blabtmie. Gr ftarb 10. gebt. 1868. S. hat ficb um bie 9e> arbeitung ber t&m. Secht«(|efcbicbte unb Seebt«: quellen betpottagenbe Perbienfte erworben. Sen bemorjuheben: Sbhanblungen» (2®bt., Perl. 1820), «Manuale latinitatis lontinm juris civilis Rom.» (ebb. 1837 —39), «Perfuebe tut Rritil unb Bu«legung ber Duellen be« t6m. Seebt«» (£p}. 1823), «überfidit feinen Schriften finb

ber bi«herigtn Perfuebe jur Rritil unb SerfteOung be« lefte« btt 3>aälftafelfragmente» (ebb. 18241, «Peiträge jur Runbe be« tbm. Seiht«» (ebb. 1825). S.« «Sinterlaffene Schriften» würben hetauSgegebtn non g. S. Sanio (2 Pbe., ebb. 1871). Pgl. Sanio,



3ut Gtinnetung an ö-

©• P. (2Pi. 1870). Sirf4an. 1) Rrei« im preuh. Stg.’Ptj. San: hat 46.5,9s qkm, (189.5) 37483 (18197 männl., 19286 weibt.) G., 1 Stabt, 30 Sanbgemeinben unb 50 @ul«bejirle. 2) S., RreUftakt im Rrei« S., 31 km im SC. Bon Sämig, jig,



al« einen Saltfcbläger au«, jum mirflichen S. gebärt noch eint überlegene muftfalifcbe Pilbun^, umfaffenbe«3Biffen,Äenntni«alIetStiIatten,Glafti= cität unb Objettipität ber Suffaffun^nb al« befte« eine in bet Perfänlicbleit liegenbe uHacbt über bie

am

©emüterber Suefübrenben. Sgl.Ptmbaur, übet ba« Sirigieren (Spj. 1892); SBeingartner, übet ba«

km) ber Preub. Staat«babnen,

Sirioicren (Perl. 189G). Sirimitren (lat.), trennen, febeiben, entfebeiben;

geriebt« (Banbgericbt San.iigi,

Siremtion, Stennung, Gntf^eibung. Dlrltta (ital.) ober alla diritta, in Pon einem Ion jum anbem.

ber

Wurü:

ftufenmeife

Dlritto,!! («las Seebt»), italienifcbe, bi« Gnbe 1895 in Som erfebienene, unabbängigüibcrale Ia> geäieitung mit einet littcrar. SBocbcnbeilage. Sie Suflage betrug 8000; Scrleget war ©iuftppe Gi= ntlli, ptebacteur Gao. ®. Sallefio. Sa« Platt wot 1854 ju lurin gegrünbet iBctbm. Sirt (engl., fpr. hört), lange« einfebneibige« Solcbmeffet ber Sebotten, bat aufmärt« gebogene Saumenbügtl, ipährcnb bicparie^langen nach Bor:

wärt« gebogen finb,

um

bamit eine Sngriff«ioaffe

faffen in I6nncn.

Sirf, im

Sebiffärneftn ba«

Sau, ba«, Bon

einer

iDlaftfpibe febräg nach hinten abioätf« gebenb,

ben

®aum

btt ©affrtfegcl (f. @ajfel) borisontal hält. Sirte, in ber griceb. Sage bie bäfe ©emablin bt« Spto«, ftänig» in Ibeben, melcbe bie Sntiope (f. b.) peinigt unb bafür non beren Sbbnen 3etbo«

unb Smpbion an

JiSmer eine« Stiere« gebun* ben wirb biefer fcbleift fit butcb ba« ©ebirge, bi« fie Sionpfo« in eine Ouelle Berwanbelt. ®ei Ibeben ;

bie

Unten Ufer ber

SPeiibitl

in fruchtbarer ©egenb, an ben

Pttlin > RSnipäberg: Gpbtfubnen, S.’Sanjig (35,^ Cinien

km) unb 9romberg:S.



-

«Giniliftifcte

(127,3

Sibbe«8anbrat«amte«,Smti Steueramte« unb einer Gifen: babnbauinfpelticii, hat (1895) 11 784 (5705 männl., 6079weibl.) G., baruiiter 5877 Ratbolüen, 5510 GBangelifebe,88 anbereGbriften unb3093«raeliten, erfter Rlaffe, Pahnpoftamt mit 3loeiaftelle, Stlegtaph, eine gotijebe latb. Rirebe, eoang. Sitebe, je eine fiuther* unb PaptiftenlapeÜe, Sonagoge, Sealptogpmnafium, böb»te 'JSäbdjenfchule; Stabt: lajarett. St. @eorg«hofpital, ftäbtifebe Sparlaffe. Satltbn«ncrein. Sie gobuftrie erftredt fiib auf Gifen ! unb Pletallgieberei, gabrifation Pon lanb’ wirtfebaftlicben unb anbem Ptafebinen, Rlempnet' waren unb 3udet (Sitfibauer 3udetfabril, Gere«: Suderfabrit). 3ährliib finbtn nier Pichmärlte ftatt, aubetbem ßolj: unb ©etreibebanbel. 3n P- hat bie 2. Seition ber SDlüUerei'PemfPgenojfenfiball ihren Sib. P. hat feit 1888 einen ®interbaftn. Sie Gifenbahn würbe bi« 1890 bei S. über bie

Poflamt



bureb eine 1850 57 Pon Senge unb Sebinj erbaute ©itterbrüde geführt, bie lange 3eit )u ben grobartigftenPrüdenbautenberffieltgehiSrte. Sieib m lang unb hat, aubet ben 2 Ujetpfeilem, beten breit unb mit taftmattierten ©ewblben, feber 32 Sebiebfebarten u. f. w. Berfehen ift, 5 Strompfeiler ffieidjfel

837

m



Dirtbeds unb

6 Cffnung(n,

ietic

131, li

m

m weit. m

((. Siaiocerbinbun^en) mit aromatiMen Slminen ober ißbenolenbie SiajogrubPeinbieSjO" grubpe überführt, foerbält man j. ©. bieS.: C,H,-

bination

N:N-C,Hi-N:N-C,H 4 0H.

m

wie

m

u.



©au

bet neuen Gifcnbabnbtüden bei

S. unb

'JKarienburg (ebb. 1896). ©efcbichte. S., eine uralte Stabt, wirb 1198 in bet Scbcntungbuthmbe ©timiblawb an bie 3o= banniter 2 tfow genannt. 12GOethiclteboonSerjog Sambcr©tinilegtum unb Sübifcheb ©echt unb würbe 1270 oom Seutfcben Orben jerftürt. 1289 würbe

1

1

i

j

bab

SPlarientloftet bet Sominifanergegrünbet, 1308

bie €tabt oom Crben crftürmt unb bie Ginwohnet Derttieben. 1410 »on ben ©ölen erobert, tarn fee

1411 an ben Ctben sutüd. 1434 würbe S. »on ben Suffiten oerbrannt, 1453 oon ben ©ölen erobert, 1454 oom Crben jurüdgewonnen. 1457 (am Cub» wig oon Gtticbbhaufen, Sochmeifter beb Seutfehen Crbenb, nach ©erluft bet SDlarienburg nach S. bieb ;

f.

©iele Sljofarben, ba« Siebridjer Sdbarlad), 6roceinf(parlaib w., finb Mblbmmlinge (cicbet S.

Si^botfo (ital.), Stuälage, ©orfdiul. Dlioaloaitl (nculat.), |. ©arffifier.

m

1893); Ser

345

SiSc^jItnargcmalt

Sie 3Ritteb

lang, 9,7 breit. 7 Pfeiler tat 2 Sflrme mit Sinnenbebeoung unb SRauerlrSnung auä ©ranit. Sie ©feiler fmb oom niebrigften ffiafferftanb 11 tocp: ber bbdjfte unterhalb bet ©rüde. SBofferftonb bleibt nod) 4 Sie fdjmiebeeifemen SSänbe ber tierfeitigen Gifcn* ooneinanber unb fmb 12 m holin (tat.), im allgemeinen ein Spftem fDJafercgeln, burch bie bab ©erhalten einet ju einem ©anjen bereinigten ©njahl ©erfonen an ge> wiffc Ctbnungcn unb Scbranlen gebunben wirb; alb Schulbibciplin ein wichtiger Seil ber Grsiehung 3w firchlichen Sinne wirb bie S. (f. Schuljucht). ber Softrin ober ben ©laubenblehren unb bem Un»

oon

fiel in bie feänbe bet ©ölen, bie eb ben Sanjigetn fchcnlten. 1462 würbe eb oon ben Crbenbhaupt» ieuten j^ih oon ©abened unb Gafpat non ©oftij oergebltch belagert, 1464 unter ©cuft non ©lauen netgtblich beftürmt; 1466 (am eb burch ben gtieben }u an ©ölen. 1525 würbe bie ©eformation eingefübtt. ©ei bet erften Seilung ©olenb 1772 (am bie Stabt an ©teuften. 1807 würbe fie oon ben

terrichte in benfelben entgegengcfclit

Ktanjofengeplünbertunboerbrannt. ©gl.©reuh, S.ä hifior. Sentwürbigleiten (Sanjig 1860).

39, aub Orient. Cuellcn, befonbetb Sontipab, ge» fchbpften gabeln unb moralifchen Gtjählungen, bie gegen Gnbe beb 12. gahrh. oon ©lofeb oonSuebca (©etrub älfonfi) in lat. Sprache gefertigt würbe,

ähom



l>lrt'b«di(engl.,fpr.b(rtbebbb,), oon SBurjelfafem burchjogenen Sanbe ober Sbone unter einet Schicht oon foffiler Sohle; fie ftellen benSumubboben bar, auf bem bie ©flanjen

bie

wuchfen, bie bab f0laterial für bie ©Übung ber barühet liegenben Sohle geliefert haben. Dia (ital. re diesis; f^. rb dibse; engl, d sharp

ober dis), in bet S©ufi( ber ndchfte obcrhatl> P genbe halbe Son (oon Es nur enharmonifch oer» fchiebtn), bejeichnct burch d mit oorgejeichnetem Sibpater, rim. ©ott bet Unterwelt, ent» fprechenb bem griech. ©luton. Gr befa| jufammen mit ©roferpina in ©om einen unterirbifchen Sitar auf bem fog. Serentum im fDlatbfelbc, an welchem alle 100 3ahre Spiele gefeiert würben.

SW,

®W...

ober

Si..., Sotfilbe

in utfptünglich griech. ®ärtem, fooiel wiejwcimal, hoppelt. . . . ober Si . . ., ©orfilbe in utfptünglich

fSW

lat.

®brtem,

ent ... u.

f.

entfpricht

bem

beutfehen

jer

.

.

.,

w.

®lf«eoed, bie georbnete ©flicbterfüilung tu fiebern, unb tritt ein namentlich im Staatb» unb ©emeinbe» unb anbem furift. ©erfonen beb Öffentlichen JUterboerfiche» ©cchtb (Serufbgenoffenfebaften rungbanftalten) unb beim ©lilitär; ferner hinficht»

bienft

,

346

3)i4c4>lmargen)alt

|u ben t> ibntn unteiflebeneii @ei(tliiettaall uon 2 Ottaoen. IMa-dar (ital. re diesie maggiore; ft}, rü dibse mgjeur; eitgi. d sharp major ober dis major), bie

StutsSonait^ie neun Set f unb c

^

(oot d, e, g, a,

h

cinfad^e,

}ut SBotseit^nung haben mürbe be= quemet bebient man fub bet glcidblautenben Sonatt Ks-dur (nur btei 7). ;

(Mftnopfru, f. 3bifen. ^finti# (obetSiffentia), roman. (Dtuftbt loon monasterium), Slotf im Areia S>. (5^ S.), äfotbenbein bea fd^rnei). ftantona @rau’ bünben, in 1 150 £0|;e, am (inten Uf et bea 3Sorbet= tbeina, mit bem fub 1 km füblid) eom Steife bet iSeiitt

m

'JRebelfet

et«

(Diiltcltbein Deteinigt,

1832 Toman. unb

fatb. t?., IfSoft,

febnlitbe Riribe (1712)

unb

bat (1888) Selegtapb, an
t bc« Bollftimmifl

Beworbenen Sa|je« immer noch Bon bet Äunft be« XiSfantieten« (ars discantandi). 2i#fo, 3nfcl an bet ffieftliifte Srönlanb« in bet aleiitnamißen 10 a i unter 70° nötbl.lBr., ift bunbweß febt bc' tereffe feine« ©cfdäft« ui aiißenblidliden ßün' ftißen Ginfäufen mößlidft halb wieber Ober fein Kapital petfüßcn fann. Sülan erfiebt b'etau« wie bödft widtifl ba« 39ftitut bet 2i«fontietunß füt bie ßcfamtelöoltömittfdaftift. 2ie Seftimmßtünbe füt bie.viöbe be« 3tn«fu6e« im alißemeinen fmb im wefentlidcn oud für bie ßöbe be« 2. mabflebenb.

2aä

,

Snßebot unb Sadfrafle Bon unb nad

Selbfapita--

ben Stanb be« 2. 2od ift et im Setßleid Ju ben 3tn«fä!ten anbetet Sapitalanlaßen febt Betänberlid, wa« fid au« bet lien entfdeiben in etjtet Binie

Selbfapital eißentflmliden IBcwcßlidfeit unb ffledfel, weldem unter bem Gin' Bcränbettet Äonjunftiiren Slnßebot unb 9lad' fräße bei bet 2i«fontierimp unterworfen fmb, et' flätcn läbt. 2en wefentlidflen Ginflub auf ben Stanb unb bie Seweßunß be« 2. üben bie ®at' beftänbe unb bie Siotentefctoen bet ßtoben 9Ioten>

bem

au« bem rafden fiuffe

banfen (f. b.), ba biefe 3nftitute mit ihrem bem 2i«= fontpefdäft Bot}Ufl«meife jur SetfOßtiiiß ftebenben Kapital ben 2i«toiitmarft bebcttfdeii. 2abct finbet aud bie auf feiten be« 2i«f ontnebmer« (Selbpebet« einjubaltenbe 2i«lontpolitif am bebeutfamften bei ben aroben Santen ihren Su«btud; fie erhöben ben 2i«tontfap bei anbaltenb wadfenbem ßtoben Selbpefud fltßm 2i«tontwcdfel unb etfdweren ba' butd jwat bie 2i«fontierunß, halten ober ben nö' tiflcn SelbBonat im Banbe jutüd; fie etniebrißen ben 2i«fontfub, wenn bet Selbftaiib fUffifl unb bet 2i«fontbeflcbt mäbiß ift, unb erleidtcrn ba' butd bie Senußunfl, ben frudtbtinßenben Umlauf be« Selbe«. 2od wirb bie 2i«fontpolitif nidt blob Bon ben Simebot' unb 9ladftaßenetbältnifien be« eißcntliden 2iätoiitmarfte«, fonbetn Bon ollen Um= ftänben beeinflubt, welibe eine ffieränberunp be« ÜRetall' unb 'Jlotenbeftanbeä bet Santen betBot-brinßen; alfo Bon bet internationalen 3«blunß«' bilanj unb bem Stanb bet ffiedfelfutfe, non ben ffläbrunaöbiffetenjen , non ben Slnfprüden be« eißenen Staate« an bie Sanfen unb ben jeweilißcn Sdiulbaufnabmen anberet Staaten u. f. w. Übtipen« weidt bet Srioatbiötont, ju weldem inlänbifd«

ffledül auf offenem ÜJlarfte butd SriBatbonfen unb Sanfiet« ßefouft werben, non bem offijicllen

2)i8font6anIen

3inöfu6 htt sto^tn Stotmbanlm

({.

iBanlbUIont)

biSufie ab. (Jilt baS



349

®iäforboiii

Z)aO SQecbfel am heften eneicben. Sanigefet (§§. 17 u. 44) legt bähet bet SleicbObant unb ben Siioatnotenbanlen, beten Slo: ten imganjen Sleicbe umlaufofäbig fmb, in biefer tuiifriftiget

Zleutfcbe

3>iS(ontaef (bSft bet

Seu

tf

e(bfeIeineeteUt; ^tere fmb am 6ibe bet antaufenben obet einet ibt untetgeotbneten iBanlanftalt, leitete an einem an< betn beutfiben Sanfplabe jablbat. 3)ie SBecbfel büp fen bie Caufjeit von 3 äUonaten niibt aberfdjreiten unb mflf^en bie Untet{(btiften oon in bet Sleael brei, minbeficni abet iloei alb jablungbfdbifl belannten iPerionen obet §itmen ttagen. äln 3'nlen fmb minbettenb tu beteebnen: a. 4 Zage auf IHicebfel, melebe am Slntaufbotte jablbat fmb b. 5 Zage auf ;

folebe nicht

am

Jlnlaufbotte ^blbaten SBeebfel,

meldie in 6tüden oon 10000 311. unb mebi, obet bei $often oon minbeftenb 20000 97t. in Stfiden ni^t untet &000 3)t. einsetei^t loetben; c. 10 Zage füt alle Obtigen Sßecbfel, einfAliebliib betfenigen auf bie oon bet antaufenben iBanlanftalt abhängigen Untetanftalten. Süt {eben einselnen SBecbfel im :Be< ttage non 100 3R. unb weniget fmb feboeb minbeftenb 30 JSf., füt feben ÜOeibfel übet 100 3R. minbeftenb 50 $f. an3infen ju enttidjlen. ^allb in bet SRedjnung 3 inb 2 ablen (f. b.) anflatt bet em}clnen 3inbbettdge anijegeben netben, ift bietauf 9)fldfiet Si«> tont beträgt fonacb auf einen SRonat 1 Stoi. @enau gmommen betrüge bet ZliOtont nach bem Sape, bap auf 101 ÜR. Kapital 1 SR. Z)i«tont 2 u rechnen ift, 30 SR. SRan rechnet aber in brr Srati« (nach bem Sape 100 SR. Kapital 1 SR. Z>i«tont) 30,» SR. Sgl. fallet unb Cbermann, Za« @anie bet tauf: männifcben ürithmetit, Slbfchnitt IX (16. StuP., £P 2 . einet erft fpätet fälligen

.

=

Sidfaa^ablbi*«

SidtoaVenUnä

f-

3>. nitb hier häufig in einem beftimmten Sio= ientfab, bet nenig oetänbetlicb ift, tunb genährt. iumeilen Sejeiebnung bet

Santen, bie baü ZlUtontgefcbäft ootjugäneife Z)ieü nelcbe,

treiben. (f.

b.),

fmb inäbefonbete

um

be=

bie Slotenbanlen

ihre Sloten jebetjeit einlbfen ju Satoonat lutj=

tonnen, neben einem angemeffenen ftiftige,

leidjt

müffen,

naO

realifietbate

fie

Sotberungen befigen

eben bureb Z)iOlontietung guter.

ni« ineier Schichtenfpfteme lueinanbet bann, nenn ba« jüngere betfelben (a bet oorftehenben 3igut)

«

350

®iä(orbiercn



firJo, alio mit anbcrm Streiken imb gallen auf obn an einem altern Sdjititcnfompler (b) lagert. Sie Sufridjtunfl beä le^tern bat noturflemäb »or ablagerun^ber iflngem, biätorbantbaraufliegenben Sdjicbtenreibe ftattgefunben.

ISiötotbierrii (lat.),

forbdnt,

ni(bt

übereinftimmen b i a < ;

nidjt übereinftimmenb.

(grd).; lat.discus), bie (teinerne, fpdter metallene, in ber 50litte (tariere, nad) bem Umfreije iu flacher ablaufenbe ®urffcbeibe, bei ben ©riecben bon uralter ^it ber

in®ebraud). 3m6o= mer wirb ba« $ia =

Icämerfen

oft

er«

wabnt, unb in ben Dlpmpifcben Spielen würbe eb pielfacb ge« übt. Sie @rbbe unb bemgemafe bie Schwere beb S. war fürSnabenunbiBlan« ner perfcbiebcn; ein

ju Clpmpia im 81= Pheub gefunbener S. war 20 cm breit unb 4 kg fchwcr; anbere haben eine Schwere pon nur 2 bib 2.5 kg. SiblobwerferfSib« tobolobfwurbenoft in Statuen bärge« (teilt, unter benen

©iSmembrotion benlbiblolation ift auf bie bürgerliche Einteilung beb Sanbeb, auf bie £eichtigleit ber Unterbringung porbanbene Rafemementb ilbungbplaite pon aus« reichenber ©rbfee unb (Sifahbejirle Dlüdficht ju nehmen; im Rrie^ie gilt eb, bie Stüdüchten auf Schlcmfertigleit mit benen auf Sequemlichleit unb Setpflegung im Porliegenben galle mbglichft in Ein« Hang |u bringen: babei fucht man mit Slüctficbt auf bieSefehlbertcilungbenSiblotationbbejirlen grbfee« rer Sruppentbrper mbglichft abgerunbete Sonnen ju geben. Über bie S. ber europ. 8rmeen f. bie 8r= tilel ber betreffenben Staaten. über S. im geo logifchen Sinne f. Schichtenftbrungen. Sidiotationdhrbctt, f. Erbbeben. 3ii^tn(il«etliaiilli (fpr. biffmbl fwommp), aub« gebebnte Sumpflanbfchoft, bie fich (üblich non 9!or« folt im norbamcril. Staate Sirginien 64 km lang unb etwa 40 km breit biSnathSlorbearolinaerftredt. Srüber faft unjugdnglich unb nur we^en feines (Reich« tumS an SchilfbauhoU Pon ÜDert, ift fetit ein Seil beb Sumpfes burch Srodenlegung bem Slderbau gewonnen unb burch ben .IS km langen SiSmal« Swamp«Ranal, welcher bie Ehbfapbalebai mit bem Slbemarlefunb oerbinbet, bem Serlcbr bienft« bat gemacht. 3n bet iUlitte beS S. liegt bet 10 km lange unb 5 km breite Srummonbfee. Son bemfelben führt eine Ranalftrede norbw^tlich, eine anbere öftlich nad) bet Sauptlinie beS RanalS. ,



ISiAmcmhcaiioii

(lat.,

Sobenjerftüde«

lun^,

bie 3erteilung bet ©runbbtfilmngen in Hei« nete Rjarjellen im ©egenfah jut (hhaltung grShetet

gefchloffenet ©üter.

®abrenb baS tSm.

Dfecht bie

tie beb SJlpron, pon ber antite 3JlarmorIopien (im ‘$alaj30 ^ancelotti, 1761 auf bem Qbquilin gefun« ben, unb im SJatilan ju Wom) erhalten finb, bie he«

Seilbarfeit bet ©runbftOde unbefchrdnlt lieh, über« wog im URittelalter bei ben german. Saliern bie

SÖgl. 'fSinber, Tübmtefte war (f. beiftehenbe Sigur). über ben (Jünflampf ber Seltenen (Serl. 1867).

an ben



ISi^trebit

(fr^.), Sflangcl an Rrebit, fchlecbter biblrebitieren, femanb um feinen guten fRuf bringen: bibfrebitiert, berflchtigt, perrufen.

(Ruf;

Si0trct»6nit (lat.), aRibhclligleit, 3wiefpalt.

baufen (1857). IBei lünbln^en, g^ililoüenen @fltern iit in 6at(|en natb @efeg uam 30. Stob. 1843 nur 3n bie Abtrennung oon einem Srittel geftattet. iSaben fmb bie geftblofienen jjofgater, beten SSer: blltniüe burd) 6bilt bom 23. SRdr> 1808 unb bab bab. Sanbretbt geregelt finb, unteilbor, jpfetn baS iBe)irl4amt niibt bie Teilung geftattet. 2>a4 @tfeg

bom

6. April 1854 bcrbietet bie Zeilung non SBalb unb ISeiben unter 10 SRoraen, folbie bie bon Ader= unb Siefen unter 'I, 3)torgen bab. SRa^, fofern niibt bie SSereinigung ber IßarjeUe mit angrenien< ben Siegenftbaftcn beS &tnetber4 be}medt inirb. 3m @robbenogtum teilen (1871) ift bei Siefen unb Adern bie SilbungbonijSa^llen unter ’/« Sot< gen, in Seimat (1865) bei Siefenpldnen unter Ader, bei Attb= ober Sebenpldncn unter 1 Ader, in Altcnburg bei toaljenben @runbftflden unter Ader bcrboten. 3« SDrttemberg (1853) {oll eine ipanellenbctdubcrung oon meSt alb bem ntet’ ten Zeil bei einem IBefili oon loenigftcng 10 SStorgen erft 3 3Sbe na^ bem Snoerb, in Olbenbutg, too fonjt bie Z>. feeigegeben ift (1873), oon aub un= tultibierten Staatbgrfinben eingeioiefenen Anbauet: ftcllen bot SOjdSrigem ISefibe nur mit obrigleit: liebet (Senebmigung ftattfinben. AI4 (SrAnbe gegen bie unbegremte Zeilbarteit bet StunbftAde maibt man namentliib bie ooUb: ielb

ber 3ibttQibirtf(baft (f. b.) Z)ie geftfebung einer SRinimalgtSbo ber Vaijellen tollciibb erfebeint fibciall ba alb logifib tbirtfibaftlicben Siacbteile

geitenb.

unb

faft

legung

S oft

(f.

fclbft»erftänbli(b

b.) bet

,

H'o

©nmbjtüde

eine

3bfnmmen:

}inangbtotife ftatt:

bat ober ftattfinben lann. Anbererfeitb gegen bie IBefcbrdnlung ber Zeilbarteit bab ootbanbene Siboerbdltnib smifiben ber IBoben: ien

Silbe unb bem 9etriebbtapital, bab bduSg toeit jmedmibiger butib Siertauf eineb Zeilb beb Sanbeb buri Aufnahme bon Sbpotbelcnf^ulben ber: beffert merben tonn. 3u ©unften bet tieineii 95ar: alb

icDen fallen ferner bie focialpolit. unb moralifiben Sogftbale, melibe bei fonft normalen Serbältniffen babutib geboten werben, baft bie länb: liiben Arbeiter im ftanbe fmb, fub einen, wenn outb febr Ileinen ©niAbbefib )u erwerben unb ibn naib SSorteile in bic

unb na tularrecbtlicb (breuben) eine gericbtlicbe beftätigung bet 5). ootwfcbtieben ift, nitb oub btt geticbtlicb beftätigtenS. ^Wäng^ooUfttectung jugelajlen. ‘^t baä bet^iältniä jnifeben berftebetet unb betfnbets tem ift bte 33. in geniffen bejiebungen mabgebenb unb unanfechtbar (3!eutfcbeä .ijanbelsSgefegbucb Die Steife enbet.

Slrt.

,

839 fg.). Söäbtenb bobSeutfieSanbelägefeb'

buch bie älufmacbung einer 3). nur für bie grobe tDaoerei sorfebreibt, bejeiebnen bie 31U(jemeinen 8ee


biäpacbe genannt.

Sispar



Sifpcriiaii

(lat.)

ober

Sorbenjerftreuung,

bie 3erlegung beS SiebtS in bie Slementarfarben butcb Brechung, gällt butcb eine Spalte b ein bün«

neS IMcbtbUnbel auf ein breifeitiges, in ber fjigut im 3)urcbfcbnitt bargeftellteS ©laSptiSma s, fo mitb basfclbe Pon feiner gtraben Biebtung bd abgelenit Bb. 3, S. 479 b) (f. Brechung bet Sicbtftrahlen, unb iugleidh in einen fiarbenfäcbet rv aufgeUft,

@rün

unter bie gemeinfame ©attung garbe, Cuint unb Quart unter bie ©attung Soninteroall, no: gegen bie begriffe Selb unb Quint unter leinen gemeinfomen Oberbegriff fallen, alfo leinet bet; gleicbung fähig bnb. looiel nie Sibpenfation.

Si^penfatioii (lat.), bie bernaltungboetfü' gung, burch nelcbe jemanb pon btt berpflicbtung, einet Slecb^öootfcbtift }u geboteben, für einen be-

flimmten galt entbunben nirb (bürgetl. ©tfegb. 1303fg. «befreiung»). J. tarnen nomentlicb ol« befteiung non Untertpanenpflicblen unb non Gbe= binbernifjen oot. 3:ie praltifcb niebtigften gälle ftnb

non Slbgabcn (gibeitommifeftempel j. b.). ben alten beutfeben Territorien ftanb bie 33iä= penfotionsgenalt bem Sanbeäbertn ju. gn 6ng= ©rlaffe

3n

Icinb ift biefc monarcbifibe befugnio bereits bureb bieBillof rights (f. b.) ausbrildlii befeitigt. Sonft ift mit Sinfübrung beS lonftitutionellen ftaatS: princips eine ftillfcbneigenbe äinberung eingetreten. 33ic Mitnirlung bet boltöoerlretung bei ber ©efeS-

gebung näre iUuforifd), nenn ber iilonarcb banon jcbetieit biopenfieren lönnte. Jabec lann Z. butcb ben 'Dlonarien ober ein anbeteS Staatsorgan nur fo neit ftattfinben, als fie oom Olefeg ober nom @e: nohnbeitSreebt }ugelaffen ift. 3ieo ©enobnbeitS: recht nirb aber überall in älnfpru^ genommen, no bie 3). nicht ausbrüdlich oerboten ift; baS iftoon ben beutfeben SBerfaffungen nur in Supembutg ge« fibebcn. Sitten ber Z. gnb 'Degnabigung (f. b.) unb Slbolition. 3n Per tatbolifcbcn itircbe ftebt



bie 3).

bem

iöifebbfe

fie inbeS auch butcb bie Sebtern gebührt fie nur, fo«

Siapftc ju, ber

ausüben

läpt.

neit bas iKecbt

fie ihnen ausbtüdltcb beilegt. 33. ncr« ben nach lanonifebem iHeibt erteilt in forma gratiosa

(bet (hteilungsberecbtigte prüft unb entfebeibet) ober commissoria (er beauftragt ein unlergeorbneteS

Organ, ju prüfen unb nach Sefunb }u entfebeiben)

bellen Querfebnitt auf einem gegenüber liegenben meinen Schirm ficbtbar gemaqt merben lann. 33et am menigften abgelenite Banb r beS OiäcbttS

Bot, batauj folgen, mit immer ftärlerer Jtb« lentung: Orange, ©elb, ©rUn, Blau unb Biolett. 33iefcs in bie Sänge gejogene ttarbenbilb heibt Speltrum (f. b.) feine iiarben nennt man priSma« ift

;

33iefelbtn geben in unmetlUcben Sihftufun« gen ineinanber über. 3)ie 3). blieb rätfelbaft, bis jeigte, bafi baS meibe Siebt aus einer feht groben 3ahl perfebiebenfathiger Siebtarten non perfebiebenen BreebungSepponenten beftebt, bab alfo bei bet Brechung im BriSma biefe in gleichet Biebtung cinfallenben farbigen Beflanbteile un> gleich abgelentt, b. b. in einen gdebet aufgelöft merben. 33aS rote Siebt hat ben tleinftcn, baS niolette ben grbbten BreebungSimonenten. 'JJtan lann ficb non biefer ungleichen Brechung bet 3at< ben Uberjeugen, inbem man jmifeben b unb s erft tifebe.

Bemton

bann ein tiefblaues ©laS bringt; im erftem gall erfebeint auf bem Schirm ein roteS, nach r ju gelegenes Bilb beS Spaltes, im jmeiten galle ein blaues, nach v lu gelegenes, ©eht baS Sicht non einet Spiritusfampe auS, auf beten ein tiefrotes,

5)ifi)erfiongfpeftrum Xo. Ü). oon fRot unb Crange, ®elh ober fRot unb @ritn u. f. to., bie einanber nüh fdjen Sürgetl. ©efegb. §. 104 ein bureb Gntmttnbi!

Rd) auch jemanbeineBerfügungdbejehrantung felbft auflegen. Sagegen tann na^ 'Bürgerl, ©efegb. §. 137 bie SBefugnid jut Betfügung übet ein oer= äuRetliched SHecht nid)t butch Bechtdgefchaft aud: gefchloRen ober befchranlt werben, oRne baR jeboch bie SBirtfamteit einet jolcRen BerpRicRtung in anberet SHicRtung (Schabener)ag) burch biefed gefeglicRe Bet: bot berührt würbe. SSiSppfitioil^fähigteit, meiftend gleichbebeu: tenb gebraucht mit £ianblungdfabiglcit, bie Jabigteit, butd) eine 'BJiUendetllatung biejenige rechtliche SSirtung ju etjeugen, auf beten öer= oocbcingiing bie Grtlarung gerichtet ift bie {lanb: lungdfdbigteit ift audgefcbloflen butd) ©eiftcdltanf: beit, Gntmünbigung, ju geringed Sälter u. f. lo.

gung

Sic bat (f. b.) wegen ©eijtcglranfbeit (f. b.). bie golge, bag bem Gntmünbigten ein 'BReget (f. Su= ober Sormunb (f. Sormunbfdjaft) beftellt wirb, weliber ftatt feinet banbclt, fo baR bie ßanb! lungen, weltbe bet Gntmünbigte felbft pornimmt, ebne rcdjtlidje SBMthmg bleiben (SBüMetl. ©efegb. §. 105). (Sine Sefdjräntung ber SDigpofitiong= fabigteit tritt noch fegt für bie grau piclfacb jU! folge bet Gingebung ber Gbe ein (f. Gbeftau). Sie S. , wcl(be Rd; auf bie ©ebunbenbeit gewiRcr ©üter bejicbt, tann ihren ©runb haben in einer allgemeinen gefeglidben Slnotbnung. So bürfen nad) ©emeinem 9tedjt, 'BteuR. SBormunbfdbaftgorbn. §.42, Sädjf. (§. 1942), Cfterr. (§. 232) unb Seut! Kbem (§. 1821) ’-öfitgert. ©efegbui bie unbeweglidjen ©üter cineg Scoormunbeten nur mit ©enebmigung beä ©eridjtb, nad) ftanj. unb, wenn einet eingefegt ift, aud) nad) beutfdjcm (§. 1872) 9led)t nur mit ber geridbttid) ju beflätigenben ©enebmigung beä ;ja= milienratä oeräuRett werben. ÜJlit (Srbfinung beS Konturfeä oerliert bet ®emeinfd)ulbnet ba« 'Jted)t, über fein jut SonturomaRe geböriged SetmSgen, b. i. nad) bet Seutftben fionturoorbn. §. 1 baöjenige einet 3wangdooUftredung unterliegcnbc 'Bermögen, wcld)cd bem ©emeinfdpulbner jut 3eit ber ßröffnung be j Jtonlurfed gebStte, ju oerfügen. 'BerauRcnmgen, welche gefeglicben ’BerauRerungdoerboten, bie nur ben Sd)ug beftimmter SBerfonen bejweden, juwiber notgenommen würben, Rnb nur biefen 'Berfonen gegenüber unwirijam (SBütgerl. ©efegb. §. 135). Sie ©ebunbenbeit cinjelncr ©üter tann aud) ihren ©runb in einet SBerfügung bed Gioil! ober Straf! riebterd ober einet anbem SBebStbe haben, wenn biefe nad) ber Canbedgefeggebung jum GrlaR ber=

unwirtfam (§. 136K Soeb febreiben bie Sanbed= Mfeggebungen in ber Siegel por, baR bet SIrreft auf ©tunbftüde ober 91ed)te an folcben, wenn et gut< ^aubigen Sritten gegenüber wirten foll, in bem ©tunbbueb eingetragen fein muR. Sie ©ebunbenbeit tann enblicb auch auf einet SBtioato^ügung ben^en. So, wenn ein sBrioat« mann ein ©ut, ein Kapital ober ein SBcrmdgen bauemb milben 3wcdlen wibmet, alfo eine Stiftung (f. b.) erriibtet mit bem SBerbot, baR bie ©üter bem Stiftungdjwed nicht entjogen werben bürfen. teil

,

ten in bie wirllitbe Krantbeit über; man pflegt folcbe SuftdnbeaU Srantliibleit ober 6cbwd^li(b = leit ju bejeidjnen. SDag üöcfen ber SD. ift in ben meiften gälten nidbt genau anjugeben. SDie $. ift

(f.

SDiapofitionSfä^igfeit

artiger Sie^ügungen befugt ift. Siefe©ebunbenbeit tritt ein bei bingluben Slrreften (f. b.), Ginfiweiligen SBerfügungen (f. b.), Bfänbungen (f. b.). Gefolgt bie SBerfügung im SRentlicben 3ntere|le, fo ift bie RSerduRerung abfolut nichtig, erfolgt Re nur im 3n! tereRe eined eimelncn SBerecbtigten, 3. SB. eined ©läubigerd, fo ift Re aueb Riet nur ju beRen 9lad)!

ratet)

;

Sen

Sludbriid SanblungdfaRigtcit erfegt bad Seut=

104 fg.) im SlnfchluiRe an bad preuR. ©efeg 00m 12.3uli 1875 burcR @e> fbbaftdfabigteit. 3n einem anbern Sinne n)itb oon S. ober auch Sidpofitiondrccht gcfptochen ald ber SBefugnid, über ben ©egenftanb bed Ülechtdge: fcRäftd in bet burch biefed gegebenen ärt ju oetfügen. febe SBürgerl. ©efegbud) (§§.

ift ein 'Jiedbtdgefchaft, burch welched jemanb übet einen feinet 'Berfügung entjogenen ©egenftanb oerfügt; aber biefe SHegel Rat erhebliche Äudnab= men, felbft bet Gingtin in bie SHecbtdfpbdre eined anbern wirb burch beffen Ginwilligung ober 0e= nebmipttng gebeilt. Slucb in ber SBerfügung übet feine eigene 'Jlecbtdfpbarc tann jemanb burd) ©efeg, legtwillige SBerfügung (j. SB. bed Baterd bejüg: liÄ bed feinem SoRne binterlaRcncn Betmögend), richtetliihe Silnotbnung (3. SB. Slrreft) ober Bettrag befchranlt fein. Slldbann ift im einjefnen ju prüfen,

'Nichtig

I

. -

welche Bebeutung bem trogbem abgefchlo)|enen Sechtdgefchafte julommt. Set Betfügung entjogen Rnb enblid) gcwiRe©cgcnftänbe(res ertra cujmmercium), öffentliche 'Blage, Slöcaeu.bgl. Gin übereinen folchen,

bem öRcntlid)enBertebtgewibmeten©egen:

;

^i£pofitionSfonb£ ftanb abgcfiblofitnei vnoatiecbtliibe? @cf iittene Uicnftbeiibäbigung oetbinbert waren, ein iweiteb bei bet ^enfionierung jut witllid)cn 3)auet btt 33ienftjeit sujuteebnenbe« Sriegbjabt ju et= bienen (lOüOOO 3)1.), bet anbete ju Stibilfen ffit in bauembtt gdnjliibet (jrwctbbunfübiglcil befinblicbe Jeilnebmtt an bem Stiege 1870,71, ober an ftfi-bem Stiegen (1 800000 3)1.). S)anebcn finbet fiib ninb ein allgemeiner 33. ffit ben 3lciibelanjlcr mit

bet (impf finget, abgefeben oon befonbetn Umftfinben, etwa einet ®efibfift«netbinbung, in welibet jener Jlbfenbet biefem (impffinget berlömmliib ber< artige SBaten ohne Beftellung flbetfenbet unb biefet fie

behalten

unb

,

Bttfflgen. 3)et

Stuppenteil« (f. 33ienftpflicbt). 33a« Slfibtte ift bf ftimmt in §. 82, 3iffet 2 bet 33tutfdben SBtbtotbnung oom 22. 3300. 1888 unb §. 60, 3iffet 5 be« Sieich«-militfitgefebe«. 5)utch bo« ®efeb Aber bie 5riebtn«=

oom 3. aug. 1893 ift bet 33. fflt bie nut noch »wei 3abte altioen guhttuppen wcggefallen. StöppflltP (neulat.), in bet fdpematifchen ßin< richtung bc« iBubget« (ßtat«) betjenige Seil, welcher bie fflt bie 3)etwaltung bet ßinnabmen unb au«< gaben binbenben Slormen entbfilt, beten SJetlefiung eine btt S!oll«oetttetung gegenüber lu reebtfetti' genbe unb oon ihr «u gtnebmigenbe iBubget' abweidpung (ßtotabweidpung) in fidp fdplieht. mung nut

Cffijiete

ffit

48000

ßtat

bie Stiegbalabemie 17 300 3)1. bab neufptaibliibe Stubium bet (Saebfen 4500 fBl.). 33et einen 33. beb Sftnigb non fflt



3)1.

weift

l‘/i 3)lill. 3)1.

ouf.

Slubetbem haben bie mciflen

bttub. 3)liniftct etbeblidbe 33. ffit oetfebitbene

3wede

ihre« Sleffortb.

Xibfiofitiaiibflwt, bie jut 33i«pofition geftellte It. ^bpofitionbftellunn). Xibpofttioabmazimr, f. IBerbanblung.

®ote

Xibpofttipnbrti$t,

f.

33ibpofitionbfübigIeit.

XUpofitipiibfi^ciii, ein fibet hinterlegte bet,

fibet

®eU

welibe bet (finleget jeberjeit netfflgen

lann, aubgefteUter

(hnpfangbfibcm.

£>anbel«gefe!i>



Si9ppfitiPit#iitIauh,imbeutfcben5eetebie!Be' urlaubung fibetifibliget 3)lannfchaften bt« filteften 3abtgange« bet altioen atmet sut 33i«pofition beä

120000 3)1., ferner eine Sltibe milildtifibtt 53., fo fflt ben ©eneralflab 78650 3)1. (Sadjfen 21150 3)1., Sfltttembetg 175503)1.), fflt unBorbetgefebeneSlub:

bteub.

ßntwutf eine« neuen

buche« bebnt ben art. 347 auf Blaligefchfiftt au«, aber auf £ianbel«lüufe jwifdpen Saufleuten ju befdptfinten. Übet 53. im Staat«' recht f. 33i«pofition.

um ibn anberetfeit«

ptäfenjftfitlc

gaben 49 (XX3 3)1.,

ftd)

angebrochen, fibet einen Seil nerffigt unb auch bann leine ßrflfitung abgegeben, fo liegt barin im Bweifel bie Annahme bet ganjen Satt. 3Dat bie äBate gt= lauft unb oon auöwfirt« flbetfenbet, fo bat Sfiufer alletbing« ohne IBergug nad) abliefcrung, foweit bie« nad) bem otbnungfimfibigtn ®efd)fift«gange mbglid), bie SSatt ju untetfueben unb wenn fid) biefelbe nidpt al« oetttag«> ober gefe|mfibig etgiebt, jol^t« bem Sittffiuftt anjmeigen (6anbel«gefeti> bud) att. 347). allein, weldbe Stedpte er in biefem j^alle aueflben Will, braucht et nidpt an}U}eigtn; et braucht alfo bie 3Bate nicht }ut 3)ttffigung «u ftellen, lann oitlmebt, auch wenn et bie Säte jutfidgeben will, bie« Siecht innerhalb btt gefeblidpen jjtift au«fiben (f. Sanblungellage). Umgelebtt lann er auch, nadpbem et bie Satt gut Berfflgung gcftellt batte, unter (Botbebalt feine« Stecht« , iptciominbc: rung ju forbem (f. 3)linBerung«IIage), fibet biefelbe

fdniben

unb enbliib

bejablt bat, nicht nerpfliibtet,

barfibet ju ertlfiten, ob et fie behalten will. Set abfenbet mag fie wicbet abbolcn (Sflrgetl. @efeSb. §§. 151 u. 157). )5at aber bet Qmpffinget bie Säte

SidliPtittPSefeh«/ etganjenbe«, oetmit>

telnbe« Stecht,

foldpe ®efetie, welche eine Seftim: ffit ben gall entballen, bah nicht eine ben fuunlt otbnenbe tcdpt«gefchfiftliihe Betfflgung gettofien ift. 3)ie Aber bo« gefehlidpe (Stbredpt bet Seitenoerwanbten erlafftnen ®efelie fmb 33., benn bet (^blaffet lann ihre anwenbung burdp (htidp' 3)ie fibet tung eine« Seftamen«« au«fcbliehen. ba« Stedpteoeibfiltni« bet Setlbabet einet offenen Öanbel«geiellf(haft in an. 90 fg. be« 33eutfchen Öanbtl«getehDuihcä getroffenen (Beftimmungen fmb

bispofitio,

wenn

benn

fie

lommen nut

lut Slnwenbung,

bie @efelifchaft leine biefe '/ßunlte betteffenbe

Sereinbotung getroffen bat. Sen ®egenfoh bil* ben bie jwingenben Stechtöffifie (gebietenbe« Stecht); lann unter Sebenben nut }. S. ©runbeigentum burd) gerichtliche auflaffung fibertragen werben bie au«fcbliehung bet Haftung fflt julflnftige argr

23*

;

356

2/iäproportion

lift ift unflüllifl.

Siedit

I)ie

Oltm« nannten ba* jBingenbe

Si^pTOportioB (neulat.), ÜRangel an ßben: mal, UnDeTbiltniSmaligleit. SidpungiereB (lat.), Slednungcn u. 1. to. genau butdjgeben, prüfen; iS>i«punttion, genaue, fotg; faltige ifjrüfung.

®lPpBf (lat.; fr}, dispute, fpr. -püfit), ©ortfampf, ®ort»ed)(el;tiaputäbel,ftreitig;biaputieren, ftreiten, on einer $i«putation (f. b.) teilnebmen.

®igpBta

(ital., eigentliib

üispuU

del sacra-

mcnto, oMbenbmablaftreit»), eine auf @runb irr* tflmli(ber Deutung bed bargeftellten ©egenftanbe« entftanbme !Be}eiBnung für einea ber berübmteften greatogemdlbe 'JlaffaeU, barftellenb bie Sßerbm* Iidbung beb (briftl. (Dlaubcnb, bab biefer, alb er non ?!apft 3uliub II. 1508 nach iRom berufen warb, in ber Stanza della Scgnatura beb ÜBatilanb aub* fübrte; einen flupferftid) (etraa 2,a: 1,7

m)

lieferte

(1844—56). ®töpBtatiOB (lat.), ©ortlampf, befonberb ein not ber Cffentliibleit geführter gelehrter Streit, bei 3of. non

bem

fteller

bie eine Partei (ber

Opponent) bab}u

Biber* legen fuibt, rnab bie anbere (ber 9t e f p o n b e n t ober

(Defenbent) behauptet hat Cffentlicbe 3). Baren früher fehr gehrduebticb, alb SSerfuebe, über ab* Bei(benbe Meinungen inb reine ju lommen, ober }um 3wede ber Übung ober }ur ©rtangung gelehr* ter, namentlich atabemifcber ©ürben unb Strebte.

$aher bie Slubbrüde 3nauguralbibputation, Habilitation bbibputation, SJromotionb* bibputation (disputatio pro^adu) u. f. B. Sie Sitte ber bffentlicben S. hat ficb an ben Uniner* fitdten teilBeife noch erhalten, aber faft nur alb [putation (f. b.) führen. gormalitat. ®idputiereB (lat), einen ©ortfampf, eine Sib* ®i0qualifisieiCB (neutat.), }u etmab unfähig, untauglich machen; Sibaualififation, man* gelnbc Sefabigung, Untauglicbteit. XiPqBiriereB (lat.), genau unterfueben. erfor* (eben; Sibquifition, Unterfuebung, befonberb gelehrte Unterfuebung.

®idtBcli (fpr. -rehli ober -riibli), IBenjamin, Staatbmann unb Scbriftftelter, f. ©eaconb*

engl. fielb,

©raf non.

SiPtacIi

ober -rfihli), 3faa!, engl. im 'Ulai 1766 }u (Snfielb alb iBcnjamin S.b (1730 1816), eineb oenet. Äaufmannb, ber fich 1748 in Knglanb nieber* gelafien hatte. $. erhielt feine erfte 6r}iehung in ber czcbulr }u ßnbclb, Burbe bann nach Jlmfterbam unb (fpr. -rehli

Sitterarhiftoriter, geb.

ein}iger

Sohn



SBifferieren

Seine

breiten.

>

Commentaries on the

reign of Charles I.» (5 ®be., Sonb. 1828

jus publicum.



Bo er bie neuem Spraiben unb bie unb ging 1786 nach fjranlreich, Sprache unb Cittcratur er genau tennen lernte.

ihm ben Ghtenbottorhut non Djrforb finb torpiftifcb gefärbt; feine

life



and

31), bie nerftbafften,

«Amenities of litera-

ture» (3 ©be., ebb. 1811) nollenbcte er, feit 1839 erblinbet mit Hilfe feiner Soebter. Gine gruebt fei* ner Orient. Stubien Bar bie Gr}ahlung «Mejnoun and Leila, the Arabian Petrarch and Laura»

aU «Ser arab.©erther»(fp}. 1804). gan. 1848 auf feinem Sanbfige türaben* (IButtb); bereita 1817 Bar er nebft

(1797); beutfeh

S.

ftarb 19.

ham*Houfe

allen flinbem, barunter IBenjamin

(f.

Seacongficlb),

lum Gbriftentum flbergetreten. Seine gefummelten ©erte (2onb. 1849—51, 1858—59, 1863—63) gab mit einer SIi}}e feinea i’ebena (juerft «Curiosities», 1849) fein Sohn beraub. 32

Stabt in ber engl. @raff(baft 9Iorfolf, SS®, non 9lorBicb, linia am ©ane* 3763 G., glacbäjpinnerei unb Son*

km

im

nep, hat (1891)

neteriefabrifation.

[legen.

SiffecictCB (lat.), }erfcbneiben, }ergliebern, XiffeftioB (lat.), 3erglieberung. SiffettioBöbriUe, f. Srille.

}er*

SiffesiiBincB (lat.), aitäfaen, oubbreiten (ein banon baä HauptBort Siffemination. ®iffcB, gleden im itreia gburg bea preup. Dieg.* Se). Canabrüd, 24 km non Cbnabrüd, am fübl. ÜHanbe bea Seuteburger ffialbeb fomie an ber Sieben* linie )BradBebe*Oanabrüd (Station S.*Stothen* felbe) ber 'Creufe. Staatabahnen, bat (1895) 1593 ©erficht)

;

enang. G., ©oft, Selegrapb, ©oltabant, ©ittclfcbule bebeutenbe gabrilation non gleifcbBoren, SJlatga* rine, Segeltuch, Sadleinmanb unb galj.tiegeln, 3i*' geleien, Seilereien, ScbBcinejucht unb *Hanbcl. 3>t ber Siabe bab Solbab Slothenfelbe (f. b.) unb gro|e Steinbrüdje. ®iffCB, Subolf, ©hilolog, geb. 17. Set. 1784 }u ®ro|en*6cbneen bei @bttingen, ftubierte ©hilologie in@attingen, habilitierte fc4 1808 mit einer Schrift «De temporibus et modis verbi graeci», Burbe

1812 aufeerotb. ©rofelBr in fDlarburg, 1813 nach @6ttingen }urüdberufen unb erhielt 1817 eine orb. ©rofeffur. S. ftarb 21. Sept. 1837. S.bSlubgaben beä ©inbar (®otba 1830 2. 3tufl.,non g.ffi. Schnei* beBin, 1843—47), beb SibuUub (2 J le., @btt. 1835) unb beä Semoftheneb «De coroua» (ebb. 1837) haben befonberb hermeneutiieben ©ert. Seine Slbhanb* lungen finb gefammelt in ben «Kleinen lot. unb beutfeben Schriften» (nebft biogr. Grinnerungen non gr.Shierfcb,®.©. ©elder, K. 0. ©üller, ®Stt. 1839). ;

Siffbn#

(lat.

disseusiis),

©leinungbnerfcbie*

l'eiben gefebiett,

benbeit.

Rlaffiler ftubierte;

®iffbBt(P8, früher Slonlonformiften (engl. Non-conformists), in Gnglanb alle nicht }ur

befien

9taeb (einer Stücttehr febrieb er einige @ebid)te für «The Gentleman’s Magazine» unb oerbffentlicbte

1791 eine «Defence of poetry», bie er ieboch fclbft 3>a ©*16 eineb unabhängigen SBer* er im ftanbe, ficb feinem Öieblingb* ftubium, ber Sitteraturgefcbichte, ganj }u Bibmen. Ser l.Sb. ber «Curiosities of literaturc» etfehien 1791, ber 2. 1793 unb ber 3. 1817, im gan}cn 6 Söbe. bib 1834 (neueSlufl., 102le.,Slonb.l891fg.). Siefem ©erle fcbliefeen 14 «Literary miscellanies» (1801), oCalamities of authors» (1812—13) unb «Quarrels of authors« (1814) an, bie, alle bureb leichte unb untcrbaltenbe Sarftellungbart aubge* jeiebnet, nicht Benig baju beitrugen, in Ifnglanb bie Vorliebe für litterarhiftor. Sorftbungen }u oer* unterbrüefte.

mbgenb, Bar

Staatatirche gehbrigen ©roteftanten, alio nomehm* lieb ©rebbnterianer, gnbepenbenten , ©iethobiften, ©aptiften, Unitarier, gmingianeru.a. Sie erhielten 1689 Sulbung, bureb Sufhebung ber Seftalte 1829 bürgerliche ©Icicbberecbtigung. Seit 1868 haben fte leine Abgaben mehr an bie Staalaliribe }u jahlen unb feit 1871 3utritt }u ben Uniner)‘itdten Cpforb

unb Gambribge. SiffenticteB (lat.), anberer ©einung fein, an* bera benlen, non ber berrfebenben Slnficbt abBeidjen. SiffiBtid, Sorf im fcbBei}. Kanton @raubün* ben,

®

f.

Sifentia.

iReticreB (S i j f e r t i e r e n , lat.), einen Biffen* ©egenflanb erbrtera (fchriftticb ober münblich); Siffertation, gelehrte Slbhanblung fibaftlichen

,

®iffertQtion

6

'

-

-

SiffettatUn Siffib^iUtll

(lat.),

(lat.),

^

murmuion,

murmeln», aud murmurön; fogal, Slogel» (got. fugl-s), aud flugla-s, ju «glug»,

Sijierittcn.

(Sefamtbeuiibnung

ffii

357

35iffocnation

[tohung eineö fiautö, um bie äBiebetleht unb 5du> fung dbnlichn iu nermeiben, j. 9). altbochbeutfch

bcfonbeti auf Uniocrfititcn bie )um 3 enbet fich febt langfam nur bann, roenn bie ißrobulte räumlich noneinanbet getrennt roetben, j. S. menn man bie oud bem loblenfauten Kalt ent= ftebenbe Roblenfäure butd) ein onbereS inbiffetentes

in

Uten etbielt. Untet Sigi8munb III., 1586—1632, fflbtten bie 3efuiten unb bie Stteitigleitcn bet S. unteteinanbet eint fcbnelle Dltaltion berbei. Sebt siele, beionbetä angejebene gamilien febtten jut



|

^

|

'

@ad entfernt. SDiit fteigenbet Sempetatut roächft btt Betrag bet S., b. p- bie relatine ÜKenge bet gerfebungdptobulte. Sie Cnbtempetatut bet S.,

|

Sempetatut, bei melcber bet utfptünglicbe Körper nollilänbig jetfollen tft, auefa menn man Btobulte nicht trennt, liegt meijt meit übet bet Slnfangdtemperatur. 3tbem Sempetatutgtabe jmi= fdben SInfangd: unb ßnbtemperatut entfpricht bann ein ganj beftimmter ptojentifebet Betrag bet 3et= (ebung, bet in bet 'Kegel bei Semperatuterböbungen nicht fogleich, aber nach lurjet 3eit erreicht roitb unb fich bann auch bei noch fo langer Sauet bed ßinbaltend bet beftimmten böbetn Sempetatut nicht mehr änbett. Bon bem ßintritt unb Berlauf bet S. giebt füt ben gall, bafi bie ißrobutte ®ofe ober Sämpfe fmb, nur bie abnorme Bergtöhetung bed b. b. bie

bie



:

etlnad nicht metlen

m

SHefermietten unb fflbbmiliben SBtflbct iu einet litd)! liiben 0emeinf(boft, meldje buttb ben 1573 nom ftbnige bc(d)tnorenen SHeligioneftieben (Fax dissidentinm) gleiebe bütgetliibc IHecbte mit ben Rotbo:

Siffibimn (lat.), auöeinanbetgeben in ben Suftebten, namentlich ben teligiöfen; ficb non bet Kirche obfonbern ((. Siffibenlen). Siffiiliilät (ftj.), undbnlich ü) i f f i il a t i t S t Unäbnlichleit. SiffitnilaHen (lat.), in bet @tammatil ®egen= fab )u Jlffimilation: bie Umnanblung ober SluO:

fich

notböftlichoonüBilna, amßinflufjbed gleichnamigen gluffed in bie meftl. Sflna, in 134 5öbe, bat (1888) 8250 6. (47 'ßroj. ^draeliten), 'ßo(t, Sele< gtapb, 2 luff., 1 latb. Kirche, 1 pnagoge, Sldetbau, gluhbafen; 5anbel mit (Setteibe, glachd unb £ein> (amen. S. mürbe 1563 poln. Stabt unb fam 1793

SSetgleicb non Sanbomit (Consensus Sandomiriensis) 14. Hptil 1570 netbanb bie ißtoteftonten,

»utüd, unb 1606 20 netlotcn bie S. jwei S'titteileibtet flitdjen. 9!a(b unb nacb wutben tbnen ibte mebtmal8 beftdtigten IHecbte entjogen, befonbetä 1717 unb 1718 untet Slugui't II., mo man ihnen bad Stimmtest auf bem ÜHeicbdlage nahm. 9}od) fcblimmet etging es ihnen feit 1733 untet üuguft III., fic tnaten ganj bet SOillfüt bet latb. ®tiftlid)feit unteiwotfen; auf bem Hiacifitationg: teiebstage non 1736 inutbe ein altc8 ®efeb etneuett, netmöge beffen bet König lotbolifd) fein muhte. 91ad) bet Sbtonbefteigung be8 lebten Königö Sta= niölauä U. Sluguft ^oniatoinfli beachten bie S., non Sluhlanb, Sdnematf, 'ßteuhen unb ßnglanb untetftübt, ibte Sefebtnetben auf bem Sieiebstage non 1766 an. Sluhlanb, weldjeä feinen ßinflufi auf bie poln. SIngelegenbeiten etmeitetn mollte, nahm fuh ibeet befonbeiö an unb btadjte 1767 einen äietttag )u ftanbe, buttb ben fte bet tatb. ißatlei miebet gdnäliib gleicbgeftellt ttmtben; aud) bob bet Steiebötag non 1768 bie ihnen naibteiligen Sefdjlüfie auf. Slbct eift 1775 etlangten bie S. alle frübetn greibeiten iniebet, mit Sluänabmc beö Mecbtg auf Senatot: unb *yiiniftetftellen. Sluib bei ben fpdtetn Seilungen 'ßolenö behielten bie S. mit ben Katbolilen gleiche Slecbte. SJgl. Sie 6cbi(t= fale bet polnifdjen S. (3 Sie., J&amb. 1770); Kta= jinfti, öefebiebte bet Slefotmation in ^olen (beutfeh non Üinbau, Spj. 1841) ; fiulafietnitfcb, ©efcbicbtlicbe IRacbricbttn übet bie S. in ißofen (beutfeh non Sa= libli, Satmft. 1843).

(lat.),

t i 0 n , Ißerbeimiichung, Setftellung. SiffiliiereK (lat.), jetftteuen, netfchleubttn;



unb Cuäter. Set Sluibtud «dissidentes in relidonex tommt iuetft in ben JItten bet ÜSatfibauet Konffibetation son 1573 sot unb bejeiebnet beibc Steligiongpattcicn, Aatbolilen unb ßsangeliftbe, bie einanbet bamals Sulbung angelcbten. ßtft feit bem fionnolationötagc non 1632 gcbtauibte man bie IBejeicbnung S. allein füt 9!i(bttatboli[en. Set

fatb. Sebte

a

ober, mod badfelbe ift, bie obnorme Betminberung bet Sampfbichte (f. Slnogabtod ®e= feh) SluffdjluB, ba godförmige Btobulte immer miteinonbet solliommen gemifcht fmb unb fidj nur

Sampfnolumd,

jebr unnollftänbig mitteld Siffufion butch potöfe

m

,

;

I

Scheiberoänbe trennen loffen. Sie Sampfbichte! ermittelung ober giebt hier ein nortteffliched Blittel, um für jebe Semperotut jmifchen SInfang unb 6nbe bet S. ben oetbältnidmäpigen Betrag betfelben ju berechnen.

K,0, =

S

o ift 3,1-9 bei

B. bie normale Sampfbichte non —11,5° C., bei 22° beträgt fte nur

j.

1

1

358

»tffoctQhonSBertrag

N

nod) 2,7, roa? einem (Semenge uon 80 ?5tOä. ,04 unt) 20 '$t03 . NO, entfpri^t. SBei 58° ift bie S)i(l)te

=

2,ij, bet 35amsf befielt bann au« 33*/, ?Jroj. iPtoj. NO, , eä ift alfo bie öalftc bet utfptfln^Ucben SBetbinbuna biffociiett. Sei 148° enblid) ettenbt bie SJampfbi^te ben Settag 1 ,m, b. b- ben ÜBett füt bie teine iBetbinbung NO,, bann

N,0, unb 66%

alfo N,0, noUfUnbig jetfebt. Sie @^cbeinungen bet S. etlMten ft^ lei^t but(b bie Slnf(bauun»n bet mccban. SBatmetbeotie. SBdtme i[t banacb tDloIetufatbemegung, bie nicht ohne beftimmte o4ciUietenbe ßigenbemegung bet ift

ba4 fDtotetaf bifbenben Stome mbglicb ift. Zempetatut nun entfpticbt eine beftimmte Snetgie beibcrSeroegungen, fobab beiStemenmg betetftetn auch bie testete »dcbft. SBitb bie «netgie bet ätom= beloegung obet bie »tomtempetatut eben gtoS ge= nug , um bie bie SItome bet fmolelüle bet iSetbm: bung jufammenbaltenbe Slffinitat ju flbettoinben

(Siffociationdtempetatut),

fo ttitt

S.

ein.

3n

einet fUtaffe non fDtotetüIen oon burcb bad Zbet< mometei beftimmtet Zempetatut (fDütteltempetatut)

(Snnen nun nie alte fDtoIelQle gleiche Snetgie bet eigenen obet Jltombetoegung haben, fonbetn eS giebt folche oon getingetn unb gtiSetn Snetgien, getingem unb gtbSetn fDlolelulat> unb Sltom< tempetatuten, beten iBetteilung um bie fUtittel: tempetatut eine gleic^dlige ift. Sa bie SBdtme Tich butcb Stöbe bet fÖloletüle gegeneinanbet fort* pftanjt, fo toetben fich bie Zempetatuten bet ein^ jelnen Dlioletale ftetig dnbein, abet ti toitb bei gleichbleibenbet 'Dtitteltempetatut bie telatioe Sets

teilungbet Ginjeltempetatuten hoch biefelbe blei! ben. wirb bie IDlaffe bet fDlolelfile auf eine be^ ftimmte SRitteltempetatut erhöbt, fo tritt ein $unft ein (fOt N,0, bei 1 , 6 °), bei bem bie ootbanbenen böchtten Ginjeltempetatuten eben bie SiffociationS’ temperatut übetfcbteiten. Siefe fDtoIetüle, jundchft nur menige, jetfallen (9Infang bet S.). Sobatb ihre iStobuIte butch 3>tft>mmenftoS mit anbem fDtoIe< tüten bie Gnergte ihrer tSetoegung (ihre Ginjel: tempetatuten) oetminbern, werben fie fich im gatte tdumlichen 3nfammentreffenä wiebet miteinanbet oetbinben. Safüt müffen nun aber eine gleiche 3abl oon anbetn fDlolelüIen bie jut S. erfotbet:



höhere Ginjeltemperatur annebmen, alfo ibtets Sei gleichbteibenbet 3)Utteltempeta= tut wirb ftch alfo auf bie Sauet ein @teichgewichtÖ! juftanb jwifchen bet Stnjabl bet fich in lebet Se^ lunbe jerfeSenben unb bet fich aud ben 3eifeSungö! ptobuItenptüctbitbenbenfDtoletületinfteUen. Steigt bie fStitteltempetatut weitet, fo petmebtt fich bie telatioe Slnjabl bet fDtoletüle, beten ütomtempera-. tuten bie Siffociationdtemperatut übetfehteiten; ed

liehe

feitd jetfallen.

wdchft bemnach bet Setiag bet 3(tfeSung. Gttcicht bie üilitteltempetatut getabe bie 6öbe bet Siffocia: tiondtemperatut, fo ift bie Sdlfte bet fUloletüle mit böbetn Ginjeltempetatuten audgeftattet, muS olfo jetfallen. Sie dnitteltemperatur bähet, bei ber 50 'Btoj. bet flfiaüe biffociiett ift (bei N,0, 58° C.), ift bie wahre Siffociationdtempetatut. Grft wenn biefe fDiitteltemperatur fo hoch übet IcSterer liegt, baS auch bie fDtoletüle oon niebtigftcr Ginjel
tioe SRenge wirb noch weit bettdcbtlichct bei bet

bdbem Zempetatut bet Ünallgadflamme, anberetfeitd wirb aber auch bei ihr noch immer bet Settag btt Ginjeltempetatuten, welche bie wefentlich

telatioe

Siffociationdtempetatut noch nicht meichen, wef ent= gtöSet fein. SifTociotioiidPettrag, bet oon ben @tfelli fchoftem bei unb übet Slujlöfung bet ®efellfchaft gefchlgffene Serttag. Siftociiecen (lat.), trennen, entjweien; eint Setbinbung aufbeben (f. Siffociation). Siffogdnie (gtch.) nennt Gbun eine bid fcSt bloS bei Eucharis unter ben Stippenqualltn (f. b.) beob> achtete SItt bet gottpflanjung. Siefe Ziere werben ndmlich jweimal im Beben fottpflanjungdfdbig, ein= mal ald Batoe unb nach längerer ftetilet 3wifchen< jeit wiebet im audgebilbeten 3uftanbe. Siffolnhel (lat.), auflödli^, fchmeljbar. Siffolnt (lat.), ungebunben, audfehweifenb, lie> betlich ;Siffolution, äuf löfung, Sludfchweifung. lieh

Dlaiolventla (lat.), f. 3etteilenbe SRittel. SlffalPietm (lat.), auflöfen, jetgeben lagen, fchmeljen, jctlagen.

Dtssolving View«

[Siebelbilbet.

(engl., fpt.

wfubd),

f.

Stffpudnj (lat.), SRiSflang; 'JRiSbelligleit. 3n im ©egenfaS ju Äonfonanj (f. b.) bad Serbdltnid jmeiet obet mebterer Zöne, beten 3u' ber SRufit

fammentlang nicht eine ruhige befriebigenbe Sjax-monie, fonbetn bad ©efübl btt Unruhe unb bad ©erlangen nach üujlöfung in einen gtöSem SBohl> Hang betoorruft. Set Segtiff bet S. bat mit ben Seiten gewechfelt; beute oerfteben wir banintet ben Sufammenllang jweier Zöne, bie in bet Stala neben« einanbtr liegen: alfo Selunbtn unb bie baoon ab> geleiteten gnteroalle btt Septimen unb Stonen ; in jweitet Binie auch übermdpige unb oetminberte Untetpolle. Gtfchtinen bie S. im oierftimmipen Sage, fo unterfchtibet man wefentliche unb lufdUige. Sie wefentlichen führen bei ibrtt Sluflöfung jut Silbung tined neuen Slccotbd. Sie jufdlligen löien (ich ohne Setdnberungen bed SIccorbd auf. gn Sin« ftbung bed ptaltifchen @tbrau6d bet S.

(ommt

teild bie richtige lontropunltiftifche Sebanblung, teild ihre jwectmdpige dftbetifhe Snwenbiing in Setracht. Sie Sotbereitung, Sinbung, Stuflöfiing unb Sermeibung ber Setboppelung ber S. lehrt bie Zbtotie; ber jwedmdpige @ebtauch btrfelben büngt ftboch oon bem Zalent bed ZonfeSetd ab. Such

m

bet Sebanblung bet S. weichen bie einjelnen ftunft« petioben unb in ihnen bie einjelnen iRciftet oon« einanbet ab. Siffaabieren (laiü, abtaten, wibetraten; Sij« i f ch, f u a f i 0 n , Jlbtatung, SBiberratung b i f f u a f 6 ;

ab^ wibenatenb.

SiffhUdhum

(gtch.), ein jweifilbiged

Sifiancc (ftj., fpt. -tdngS), Sifi&n} (lat. distantla; frj. Gntfemung.

f.

SBort.

Sipnnj.

distance), 9bftanb,

®iftanjfa^ren - - Diftanjmeffer

SHtaasfa^ren,

{.

iSinnenii^inaliitä:

red)t berienige Seil bet 3ta(^ t, weldber nur füt einen Seil bet 3iei|e, unb äinor nai bem äBerbdltnia bed juTüctgelegten Seil! bet Steife )ut gansen Steife be> e e f eb i f f e anlangt , fo ift in jablt wirb. äSod bem (jalle, bab ba« Sd)iff natb Slntritt bet Steife buTcb einen 3ufaU ceiloten gebt, bet 9efta(btet füt bie gebotgenen obet getetteten (Sütet S. }u bejablen cerpflicbtet, jeb ocb nid)t übet ben getetteten SBert bet @ütet binaud. (jüt bie SSetecbnung bet S. lommt au^et bem Stetbdltni« bet jutüdgetegten 6ntfet= nutifl }u bet no(b jutüdjnlegenben Entfernung in tBetra^t bad Sfetbültnib beä nufmanbei an fioften unb 3eit, bet ©efobren unb SJlüben, welcbe mit bem oollenbeten Seil bet Steife regelmäbig »er; bunben finb, }u benen bed nidjtboUenbeten Seild. SBenn bie Sütet tudbrcnb bet Steife butd; einen 3u= f oU »etloten geben, ift füt ne 3). nidjt ju jablen ($eut= fcbeä öanbeldgefctibud) Slrt. 632 unb 633 635). Stnalog mitb bie S. bei SBinnenfcbiffabtt burd) baä SJinnenfdjiffabttegefeb »om 15. 3uni 1895, §§. 63, 68 unb 70, geotbnet. Saä ftanj., boUänb., portug., fpan. Seeretbt laffen ben Slnfptuib auf S. nur unter beftimmten engem SJcrauefebungen )u. engl, ametif. unb belg. Sectetbt ift bie S. fremb. Siflanjtaaf. S. obet Überfenbungdfauf

bdngigen Sieibte biefelben ted)tli(ben SÜiitungen bat wie bie Übergabe bet ©ütet. Satübet, wann beim Sanboetlebt bad Eigentum bet oon audwdttd übetfenbeten SSate übergebt, entfebeibet beim SRan’ el banbeldgefegliibet SSeftimmungen (Übergabe bed aget’ obet Dtbetlobefibeind winm wie Übergabe bed ©uted) bad bürgerlitbe Siedjt. Stad) ©emeinem Sieebt unb Sütgerl. ©efebbudj (§§. 855 u. 929) gebt, wenn (wie ed bie Siegel ift) bie jut Sludfübtung bet Setfenbung beftimmte 'fSetfon obet Jlnftalt

S

(Spebiteur u. j. w.) oom Slbfenbet unb niibt oom Em’ pfdnget beauitragt Wat, Eigentum erft mit bet üb’ liefetung an biefen übet. Etwad anbered gilt nach Sütgetl. ©efepbuib füt ben Übergang bet ©efabt, b. b. für bie 3tage, oon wann an bet Rdufet oet’ ocrpfliibtet ift ben Raufpreid ju jablen, obgleid) bie SBare auf bem Standport butd; einm oom )Btt> laufet nidit ju oertretenben Umftanb (Sufall) unter’ gebt ober fcbleibtet wirb, wenn bet SJeüdufet auf Setfangen bed Rdufad bie Sache nach einem an’ betn 0rt ald bem EtfüUungdott überfenbet. Sie ©efabt gebt biet auf ben Rdufet mit üudliefetung bet SSate an ben Spebiteur u. f. w. übet (§. 447 unb Sanbeldgefegbucb Slrt. 345). Siad; Steup. Sanbt. I, 11, §§. 128, 129 gebt bietmit fcbon bad Eigentum über. Siefelbe Seftimmung bat bad Oftett. Sürgetl. ©efepb. §. 429 für ben ffall, bafi bet Empfänger bie ürt bet übetfenbung beftimmt obet genehmigt bat. 3)1 liet Ctt, wobin bie Süatc ju trandportieten ift, füt ben Settdufer bet EtfüUungdott, fo trägt fclbfloetjtdnbliib et bie ©efabt bed Standpottd. SJacb Sanbeldrecbt liegt bem Rdufet eine unoct’ jüglidje Unterfuibungd= unb Slnjeigepflicbt (f.üb’ lieierung unb SidpofitiondfteUung) ob; et ift aber, wenn et bie überfenbete SSare beanftanbet, oet’

,

Sem

menn bei einem fiauf bie oerlaufte 6a(be bem Hdufet bon einem anbem Orte überfenbet metben foU. Sen ©egenfab baju bilbetbad $tati‘ gef cbdft. Satübet, ob bet SJerfdufet bie 33etpfliib= tung >ut Übetfenbung bat, entfibcibet SBerttog unb Serlebtdfilte (iöürgerl. ©efeltb. §. 157). Er ift icben= fallä oerpfliibtet, wenn bet äteftimmungdort füt ibn jugleitb ErfüUungdort (f. b.) ift. ßat bet fiäufet übet liegt bor,

bie Sltt bet übetfenbung nicbtd beftimmt, fo bat ber SBetläufet mit bet gebötigen Sorgfalt bie 9e= ftimmung ftatt bed Rdufetd ju treffen, aifo indbe= fonbete bie SSerfon ju beftimmcn, butcb meicbe bet Srandpott ber ®ate beforgt obet audgefübrt met: ben foU (Srt. 344). fiat bet fidufer eine befonbete Slnweifung erteilt unb meicbt bet iBetldufct ohne

bringenben ©runb baoon ab, fo ift btt Settäufer Ädufet füt ben baroud cntftebcnben Sdiaben oetannDortlieb (§.447 unb Seutf^ed öanbcldgefetn bud? ärt. 344). 3ft bet Raufpteid ni(bt (rebitiett, fo fann bet Sletldufet naib bOrgerliibem Stecbt ben Raufprtid an fub fueifcl ben flauf= pteid nitbt oor Slbliefctung ju jablen bat. 3ft in’ 5 ioif(ben bet Rdufet jablungdunfdbig geworben, fo bient jut Sirbetung bed SJetldufetd bad SSetfol’ gungdtecbtlf.Sludfonberung). SejüglidjÜbergangd bed Eigentumd an bet SBare beim S. beftimmt bad Öanbe^gefegbucb (Slrt. 649), bab bie Übergabe bed an Ctbet lautenden Ronnoffementd an benfenigen. loeil

©

3m

3m

359

wellbet burib badfelbe )ut Empfangnahme legiti’ miett wirb, fobalb bie ©ütet abgelaben finb, für ben Etwerb bet oon bet Übergabe bet ©ütet ab’

!Hat)fat)iipcrt.

^iftaaifrat^t, im £ee= unP

für bie einftweilige Slufbewabtung bet> 3,ft bie SBarebem Setbetben oud’ unb ©efobt im Serjuge, fo lann et fic Sffent’ oerlaufen laffen. Siatütlicb (ann Settdufet bad’ felbe Siefultat butcb eine Einftweilige Serfügung

pflicbtet,

felben ju forgen. gefept lid)

I

Übet bad bürgetlicbe Stecbt f. b.) eneiiben. (Smpfangbatleit bet SBate. Db nach bürgetlidjem betRdufetbie beanftanbeteffiareaufbewabten mub ergiebt ficb aud ber aUgemeinen Sifliebt bed .«duferd ju forgjdltigem SSetbalten unb ben ©runb’ (f.

Sieebt ,

fdpen übet Steu unb ©lauben.

Siftanglattt, ein SJlapftob, bet in Betbinbung mit einem optifeben SJtefiinftrument (Sntfemungen

äm

meiften wirb unmittelbar ju mellen geftattet. bie S. in Setbinbung mit ber Ripptcgel (f. b.) be* nupt. Sie beflebt bann aud einet etwod über 3 langen, etwa 7 cm breiten unb 2 cm biden bdlief nen Siotte mit einem eifernen Sebub jum Ein’ (toben in ben Erbboben unb ift füt ben bequemem

m

Standpott jum 3ufammentlappen eingeriebtet. Sie Sötte ift mit weilet Clfatbe geftricben unb trägt auf btt Sotbetfeite, auf bet üudbebnung oon 3 m, eine febatf motliette Einteilung in halbe Secimeter,

non benen immer finb; bie

ganjen

je

5

übetficbtlicb

'Dieter

jufammengefteUt

fmb auberbem noch butcb

Stride unb eifeme Ouerboljen (S. Entfemungdmeffer.) tote

bejeiibnet.

SiRanitneffec, Beieicbnung füt nerfdicbene Sortidlungen, bie jum 'Jjleffen non Siftanjen (Ent’ feraungen) bienen. Sie fept gebrdudlide Sejeid’ nung tafttr ift Entfemungdmeffer (f. b.).

Siftanwnima

360

Siflan)lBe4fel,

t

I

ober

I

bomige

ipflattje,

oot 5 UB?wei(e folcbe, wclcbe fop(artige Slfltenftänbe hoben unb beten ffllütenbflUcn ouä bcmig enbigen-ben JiüUblättcben bcftebcn. ßg finb meijt arten non Carduus, Cirsium, Carlina, ünopordon, Silybum, Ecliinops, fdmtliih Ju bet Familie bet ffomporiten gebbrig. ($. bic einjelnen Slrtifel.) SiftelfBltct (Vanessa cardui L.), ein bdufiger Jogfimetterling non 56 big 65 Sponnbreite, bellet rotbrouner Stunpfotbe mit fd)warjen, an bet Spihe bet SJotbetflügcl ou(b »ci(itn gledtben. Untetfeite dufeetft monnigfotb gcjeidjnet, wenn oud) einfod) in bet ^drbung. Set Sdjmettetling ift boburife mertwütbig bofc et (oft auf bet gonjen CTbe, big auf bie Unfein bet SObfee unb 9!eulee= lanb, notlommt, unb bab et gelegentlicb in groben Sd)aten rdtfclhaftc SBanberungen in ganj beftimmten iHitbtungcn unternimmt. Seine gtaufdiwarje, gelb gejeidmete Sotnraupe lebt ouf Srenneffeln unb Sifleln in jufammengejogenen Sldttcm. SifteifiBt, f. Stieglip. Sifttli, (Dtartin, iRaritatutcnjciibnct, geb. 1. üflai 1802 JU Ollen im Jlanton Solothurn, (tu: biette in ^ciburg unb 3''na. 3wci grobe Sarita: tuten bie er auf bie SBdnbe beg Sarierg in 3ena malte, erregten foldieg Sluffeben, bab bet Jlarjer ouf Söefcbl beg (Srobbetjogg, um biefe Zeichnungen JU erhalten, gefdtlofien worb. 6t befuebte bann einige 3«! bie fDtflncbenet Jllabtmie unb lebte hierauf ju Ollen. Seine Sarftellungen ju (jr6b=

mm

,

gieren ein 2)etan, ein Sclrctdr, ein SBappentbnig ein ©rünftab (iisher of the green rod). ®if»*IjeifiB, f. Stieglip.

unb

®i#tcnbteteB (lat.), augeinanberfpannen, beb> nen;2igtcnfion, Slugpcbnung, Umfang.

,

licfcg

er

»Sabeln»

finb meifterboft.

®ift(|eB(nongrcb.sthgnos,»Rraft»,boppcItrdftig bureb daun benannt, weil auf ben Spaltunggfldtbcn bag Sipen in netfebiebenet 9tid)tung abweicbenbe Rraft erforbert unb angcblicb manche Rrnftalle beim 'Jleibcn auf SIdeben non gleichet ®Idtte pofetin, an« bete negatio eleltrifcb würben), ein trillineg fDiine« ral, in mcift lang^eflredtcn, brcitfdulcnfdrmigen Srnftallcn, bie norwiegenb burd) bie'Binatoibe (106° 15') unb bureb Brigmen gebilbet werben unb nach mehrfachen ©efepen ocrjwiüingt finb. 2)ie därte ift nach nerf cbicbcnen IHiditungen auffallenb abmeitbenb, auf ben breiten Seitenfldebcn bet Sdulcn ber Bdnge nach 5 (mit bem Blcffcr noch gutripbar), bet Ouere nach 7 (fo hart wie Ouarj); (pcc. Sewiebt 3,sbig3,-. Sag 'Blinetal ift an fieb fatblog, aber bdufig gefdrbt, ingbefonbere blduliebwcib, berliner: unb bimmclblau (algbann ßnanit genannt), aud) grünlich, rötlich, ebemifd) ift Per S. bag 3weibtittel:9lluminium: fililat, Al,SiO„ mit 36,9Btoj.Äicfclfdute unb 63,i Sbonerbe, alfo cbenfo jufammengefept wieberrbom= bifebe Slnbalufit. Sdurtn finb pdnUid) ohne 3Bir> lung. Sag dauptnorlommen ift im ©limmctfebiefer unb Ouatj: bie febOnen blauen R^ftalle in ben

Sobann wanbte bem

fub bet polit. Rarilotur ju, oornebmlicb in

uon ihm

1839

Solothurn betouggegebenen 1844 lieferte 2). 16 ra> biertc SSldltcr ju ben Slbcnteuern begSreibetm non lOlüncbbaufcn. 6r ftarb 18. SBidrj 1844 ju Solo: Sügl. Zebnber, iDlartin S. (iöafcl 1883). Ibum. Siftelmebcr, Vampert, turbranbenb. Ronjler, geb. 22. gebt. 1522 in Scipjig, ftubierte bafelbft feit

in

»Sebroeij. töilbertalcnbcr».

,



Sbeologie,

fmmanoria unb tbm.

IHccbt

Siftnen

unb

tarn

1545 in bie Stanjlei bed feerjogg Stlorip, aug bet 1547 in ben Sienft bet Öauripcr Stdnbe unb 1550, mittlerweile in Seipjig jum Doctor juris promoniert, an ben ßof Soaäimg II. non iöranben: bürg gejogen mürbe, wo er, feit 1558 olg ftanjlet, et

bie 'Bolitil beg Rurftaatc« leitete. Schon in bem Hriege gegen Karl V. 1552, bann bei bem SHeligiong: (rieben non Sliigebiirg 1.5.55 wirlte et bebeutenb mit im Sinne bet prot. 'Bolitit, ju beten Siibetung er bic alte ßrbeiming mit Saebfen unb Selten er: neuerte. 1569 nerfctafilc er bem Rurfütften bie BJtitbclebnnng auf bog .Serjogtum 'Breufeen, woran fid) 1573 bie Slngficbt ouf bic ßtwerbung non 61cne:3ülicb Inftpftc; ein biplomat. erfolg, ben ibm Soaebim II. mit bet ertcilung beg 'jlittcrfcblageg nergalt. $. lann aud) in feiner innem 'Bolitit, bie ouf firaffc ülngbiltung Per 2erritorialmacbt abjielle, alg einer Per ©rünber beg bobenjoll. Staatcö gellen.

etftatb 12. Olt. 1588. Sgl.6eibemann, 6in lagrbeg btanbenb. Aanjlcrg £. S. (IBerl. 1885); Sampert $. (in ben «Schriften beg Sereing , für bie ©efebiebte !BerIin4», feeft 32, ebb. 1893). 3)i(4eIotb(B ober Slnbteagotbcn, febott Ot: ben, nad) bet Sage 787 butib Sldjajug unb töungug, Rbnige bet Rieten unb Scoten, jut 6rinnerung an einen Sieg geftiftet, ben fie bem heil. Jlnbreag ju nerbanlen glaubten. 3Bieberbergeftellt würbe et 1540 burd) ben febott. Aönig 3atob V. unb, nach: bem er Idngete Zeit in SBergeffenbeit geraten war, nocbmalg 29. ÜWai 1687 oon 3dIol> H- »on ®ro6= britannien. 3)Ut bet Vertreibung 3atob4 nerficl et abetmalg, würbe 31. Sej. 1703 non bet flbnigin Stnna wieberbetgefteDt unb 17. Sebt. 1715 bureb @corg I. befidtigt. Siefet netdnberte bie Statuten, bebielt abet bie utfprflnglicbe Zwblf jabl bet 'Jlittct bei, bie immet febottifebe ober mit Scbottlanb in Vetbinbung ftebenbe Veerg finb, unb otbnele bie idbtliebe Seiet beg Crbengfefteg om 30. 9ton. on. SBeitere älnberungen Per Statuten erfolgten 1717, 1827 unb 1833. SieSHitter tragen an bunlelgrünem, übet bie linle Schulter gcfcblungenem Vanbe bag ®ilb beg beil. Slnbteag hinter einem üJldrtprerlreuje, bag et feftbdit, innerhalb onaler golbencr Umfaffung mit bet Orbengbenife »Nemo me impune lacessit» («fUiemanb forbert mich ungeftraft beraug»), fobann auf Per Sruft einen filbcmen Stern, auf bem ein runbeg golbeneg Sebilb mit einer blflbenben Siftel in grünem Selbe liegt, umgeben non berOrbene: benife. Sei Sttcrlicbleiten tragen bic fKitter eine eigene Orbengtraebt. Sig Scamte beg Orbeng fun:

bu4

Solpe

'(Mapwecbfel.

f.

faft jcbe ftadjligc





9auccnf(in)>.

f.

f. Slugenpuntt unb $nfpeltib(. XiftOBjrittr, f. Xaucnitte. SiftttBjfiBBale, Cifcnba^nfifliiale, Pie geniitle Stellen Per Sapn, }. !B. Sal^näbeTednee , 3)reb‘ bifiden, tBabnabjlneiguneen unPffreujimnen u.f. n>., negen einen fid) i^nen ndbctnPen 3ufl ridjerfteUen (ollen. Sie werben Paju in bet nbliflen enifeti nung soi Per ju bcdenben Stelle oufgeftellt unb oon biefer aud wirb ibre Stellung pcranla^t.

,

bellen Schiefem am fDlonte=6ampionc im obem Seffmtbal, bie breiten blauen, oft trummfcbaligen Strahlen im Cuarj beg 'Bfitfcbtbalg bei Stcrung in Sitol; ferner am ©reiner im 3'UtttbaI, bei Bet= febau in Sobmen, Bontinn im franj. Separt. Blot' biban; aud) in öranuliten unb etlogitcn; inlenftn buntle unb boeb Ilatc, abgeroUte flrnftallc finben üd) in ben ©olbfeifen beg fübl. Uralg. 3« SBermlanb bilbet bet Gpanit felbftdnbige Bager oon meb=

®iftic6iafiä



Sugennjimpern,

bte in

mebrem

SHeiten bintcreins

anbei ongeorbnet, jum Seil einmärti gegen ben aiigapfcl geriebtet finb unb ibn fortmäbrenb reijen. (gnb-), eine jmeijeilige

Stropbe, vor
lieferten Cinfetiunn«n>otten 1 Äot. 11. Si^triimHondltrmi«, f. SiBtribution. fie

Si^tribatiottdoettA^reii,

f.

SerteUungSnei:

Sitfimarfqen

wen

fahren.

Xidtribnttb (lat.), tributinpartiieln,

halb — halb,

teil«

einteilcnb, oerteilenb; tSi8
iweiftroptig; 2iftr5> p ton, ein jweiftToptiged @ebiitt. (Siötntbicren (lat.), beunruhigen, ftiren. SifRlfftc, ©ulfibe (f. b.), bie jmei }ltome

S6»efel im Unolellll enthalten. SitaiR ober ßibitamin unb Sitamin ober (Sebitenin, cbinindtnlicte Slltaloibe, bie fut in ber auf ben Philippinen al4 Fiebermittel angemenbeten Sitarinbe (f. b.) porfinben. 2Uit«iabc (Cortex Uita s. Tabemae montanae),

War in Pefig bet frühem fjiegalien bed Gribifchofd. an bet Spitje bet fpdtem 5 2iftri(te (2clnlt) ftaw ben Pögte aud bem einbeimifeben abel, beffen Per: fihwinben aud bet an ber Peftebelung bet Plarfch iu erllären ift. «Schliebet» unb «©efchworene» hat> ten in ben einjclnenKircbfpielen bie ©eriihtdbarfeit. (Srft 1447 würben bie achtunbtierjigcr ald hSchflt Utiprünglich beftanb fianbedbebörbe eingefebt. üanbedpetfammlung aud

bie

befigem,

feit

bem

allen freien

etwa

14. Sabrb.

ein fRepedfentatipfpftem

aud,

bie fog.

©runb:

bilbete

ficb

«Pollmacht

bed Sanbed», bie aud ben aebtunboieriigern, ald

bem

bdchften ©ericht, aud 50 ©chliehem unb 3(X) ©efchwotenen aud allen Kirchfpielen beftanb unb in

äritipel beimifiten (Baume au« ber Familie ber apocpnaccen, enthält 2itain (f. b.) unb 2itamin. SitctTugonälc ^Qtamibc, eine bem tctrago< nalen ©pftem jugehbrige KrpftaUform, bie pon 10

Perfammlungen abhielt. 2ie erfte nieberbeutfehe aufjeichnung bed Sanbrechtd ftammt aud bem 3. 1321; 1447 abgc: dnbert, warb ed 1497 gebrudt, 1567 perbeffert, 1711 Sange haben bie ju ©lüdftabt neu aufgelegt. bolftein. Sanbedherren banach getramtet, fiih 2. }u unterwerfen; aber bie Gtoberungdsüge Pon 1322 unb 1404 würben mit gtofeem llerluft jurüdgefchla'

bie bitter

unb aromatifd) fcbmectenbe Slinbe non R. Br. einem im fÜtalaiifiten

.\lstonia scholaris

,

ber legten 3eit in Sebbe ihre



2aaegen erlangte Sbriftian I., Kbnig Pon 2dnemarl unb Öerjog pon Schledwig'üolftein, bab 111. 14. F^bt. bad 2anb 2.

untereinanber gleichen, ungleicbfeitigen Jreieefen be= orenrt üt. (S. iajel: Slrpftalle 1, Fig- 25.) 2ie 2. p. finb faft niemals felbftdnbig, f^onbem nur

Raifet Friebtich

in Kombination mit anbern tctragonalen Fnimen beobachtet worben, j. S. am ,3irlon, 3innftein, Sc= fuDian. Fbr IrpftaUographifcheS 3tiog. 6tft ßbriftiand Söhne unb Nachfolger, bet bdn. Ko;

Paumann mPn.

nig ^and unb berjog Friebtich I. oon ©ottorp, perfuchten wiebet bie Unterfochung 2.d, erlitten

2itf«tt, 2orf im

JIreiä StfcberSleben

Peg.’Pe). Plagbeburg, 7

km

notbbftlich

beä pteuh.

Pon Oueb=

linburg, an ber Pobe unb an ber fiinie SBegeleben= Stale ber preufi. Staatäibahnen, bat (1895) 2265

epang. 6., poftagentur, Sclegrapb, bebeutenben aderbau unb gehbrte früher Stift Oueblinburg. Sithecifd) (grib.), iweifdeherig, gewbhnliih bon ben äntberen gebraucht (f. Staubgefdhe). dtUheJdmuö (greh ), @laube an jwei @itter.

wm

2ithloui(|e Siiute,

f.

Unterfebweflige ©dure.

Xithiönfaurr, f. pDlplbionjduren. SithRiap, Pifdhof Pon Pterfeburg. f. Shietmar. SitQRiarfchc SroRtheitr f. audfag unb SHabefpge.

2{thntRvf4eR, bet weftlichfte Seil bed ^eraog: tumb öolftein, }wif6cn ber untern 61be unb bet untem (Siber, jut pteub. ptoninj Schleiwigsfiolfttin

gen.

jeboch 17. F*bt. 1500 beim 2ufenb‘2üweld:®arf, fübli^ Pom 2orfe ioemmingftebt, eine furchtbare Niebetlage; bad bdn. Peichdpaniet unb eine un: ermeglihe Peute blieb auf bem Schlacbtfclbe jutOd. 2iefet Sieg bet Pauem übet bad fürftl. feeet, bet tabeim unb audwdrtd in Siebern gefeiert würbe, perfchaffte bem Pauernfreiftaat noch mehr ald 50 3abre dugem Frieben. aber bie Deformation oeranlabte neue Stürmt im 3nnem ; {u 6eibe muhte »eint, ällollet (f. ötintich oon 35tPitu) 10. 2ej. 1524 ald einer ber erften Plutjeugen bet eoang. Kirche auf bem Scheiterhaufen fterben; boch ciUmdb= lieh btang bie neue Sebte butd). Gnblidj oereinigten bie

bamaligen

btei

Sanbedbenen Pon Schleswig:

gehbtenb, bilbete utfprfingliib einen (Bau bed norb=

bdn. König Friebtich II. unb bie 6et> }öge Fobann unb abolf, |iih wiebet ;u einem ge> meinfcbaftliihen angtiff, unb nach mehtem unalüd;

albing. Saebfend (Pctbalbingien)unb

liehen

würbe jugleicb

.Öolftein, bet

Kämpfen muhte 2.

fiih

unterwerfen (3uni

m

3)it^9^oIbijobib

1559), befielt abn feine ^nfaffung. Sie bret Si< obetet teilten fidt in bie Sanbfibaft; aber nadt bem beä Joerjopä Johann erfolgte 1581 eine neue

Sobe

Zeitung in iioei tödlften, nieicbe noib beftebt: 6ü< betbithmaifaen mit berSouptftabt ütlelborf fiel bem ACnig griebtid) II. ju, ^orberbitbmarfthen mit bet äautptftabt Seibe bem Serjog Sbolf »on ®ottorp. infolge beä jaufdioettragä oon 1773 (f. Sdnemart, ©efebid-te) ging audj 3!orbetbitbmarfd)en lugleid) mit ben abrigen gottorrifiben SBefibungen an baä bdn. fibnigöbau« über, unb bureb bie Greigniffe »on 1864 66 mürbe $. bem Rbnigreid) ifireuben



Gd bilbet, burdt bie Ginbeibung bet oom 13. Jabrb. an feht »ergrbbert, jebt bie qkm Siorbetbitftmatftben (600

einoerleibt.

üJlarfiben

beiben

flteife

,

mit [1895] 36984 G.) unb Sflbetbitbmatftpen (746 qkm mit 47278 G.; f. Karte: £»anno»et, >scbledmig--lDolftein,!Braunfdtroeigunb



m

lien (1859 unb 1866) bei ben Behbrben Snmen« bung, mdbtenb im übrigen Berfehr bie altem brt: Unter biefen li(b oerfebiebenen ©tbfien bienten. (am ein S. in SDtoitonb oot, mo er ’/n beb B«be = ober gubeb unb 3,6 >om cm mar.

Olbenbutg,

beim Jlrtilel Sannooer). Sie alte fSiit t[t nod) nibt ganj gefibmunben. iBejug auf bie Gtoberung S.d nahm baS fd)Ie4m.= bolftem. (Clbenbutget) gürftenbauS bafüt alo SBa»= penjeiiben einen nibernen geharnifdtten [Reitet mit gejfldtem Sbtuert im roten gelbe. So4 Sanbe«: negelbeioormoligengreiftaateä S. jeigte bad Silb bet Jungfrau SRaria mit bem Jeiublinbe unb beb beil. Dfroalb. SBgl. Job. Sbolfi, genannt 9}eo= ccrus, Gbtonil beb ConbeSS. JtubberUrfdjriftbg. oon Sabimann (2 SBbe., Äiel 1827); Urtunbenbu(b jur @ef(bid)te beb 2anbeb S., bg. oon URicbelfen (ältona 1834), unb [Dlicbelfen, Sommlung altbitb= marfiber [Retbtbquellen (ebb. 1842); Sligftb, Sab alte S. (Äiel 1862); Äolftcr, ©efibidjte S.b. IRadi g. Ä. Sablmannb jtorlefungcn (Üpj. 1873) ; SR. Gba= Ipbaeub, @efd)i(bte S.b bib )ur Gtoberung beb Dan: beb im J. 1559 (Äiel 1888); SReblfen, Sithmarfibet ©efdjiite (öamb. 1894).

Sitdmie (greb.), gioeiteilung, Halbierung. Sito nnb 3bem, Bfeubonpm, f. Glifabeth,

ä$Dll4trad)t



Sitapmölbi]abtb,

f.

Slriftol.

SitQpidmbnd (greb.), ein SBeiname beb Sio> npfob (f. b.); bann ein begeifterteb Dieb auf biefen ©Ott, fodter ouib ouf onbete ©Stter unb »eroen, unter Begleitung oon SUiufil, oorjugbmeife gibten: ipiel, unb in Berbinbung mit mimifdjer SarfteU lung. Sie öeimat beb S. ift mabrfibeinlitb Bbrp: gien. Äunftmdbige gorm gab ihm SIrion. DBeitcr aubgebilbet mürbe er oon Dafob oon .^ermione, Simonibeb oon Äeob, Bitbot u. o. Jn Httila entmiifelte fub neben bem S. bie Zragbbic, ohne bag man bebhalb bort aufbbrte, ibn }u pflegen. So(b entartete biefe Siibtart frUher alb anbere. Sie Segeifterung beb dltern S. mürbe burdj 6ibmulft, bet hohe Sdimung bet SDluni butcb überfeinerte 3HeIobien, SIRifdiung bet oerfebiebenen Sonorten unb oirtuofenhoften Bortrag erfegt unb oerbotben. Sibon gegen Subgang beb 5. Jabrh. o. Ght-, feit SDtelanippibeb oon SDIelob, begann biefe Gnt: artung. Seiner SRiibtung folgten Bhilojenub oon Äothera, Simotbeub oon SDlilet, Äinefiab oon Slthen u. 0. Sura biefe Siditer-Äomponiften oetlot bet S. feinen teligiöfen ©ehalt unb feine ftrengere Äunftfomi, bie ©lieberung in Strophen unb @e: renfttopben, unb an SteUe beb Bortrageb bureb Sbbte (f. b.) trat ber burd; einjelne Bittuofen. Gt: halten finb nur menige gragmente oon Sithpram: ben, hg. Pon Bergt in ben «Poetae lyrici graeci» (4. Sufi., 3 Sbe., Dp|. 1878 82); griedjifib unb beutfd) finben fie fteb in «©ricib. Dptiler» (bg. oon Öartung,Bb.6, ebb. 1857). [fdjaft; SlRacbtgebiet. SiHon (lat.), SDloibt, ©emalt über jemonb, feen=



363

Ditterbboe^

(Sito, auch Sitto, abgelür}t do. (oom ital. detto), bab Borbefagte, bab Bdmlicbe, ©leiibe; ferner fooiel mie glcidtfollb, cbenfo, mitb gebrauibt, um Beieidtnungen, bie mehrmalb nacbeinanber ober in SRetpnungen u. bgl. untereinanber ootlommen, nidjt miebetoolcn ju müffen. Sito (ital., bab lot. digitns, «ginget», «goU»), amtliibe Bejeiebnung beb Gentimeterb, naibbem unter her franj. ßcrrfibaft im gtbhten Seile Jtatienb bab franj. metrifdte Spftem eingefühtt roorben mar. Siefeb Spftem blieb im Domborbifib=Benetionifiben Äönigteiibe unb in Benetien unter bet bfterr. fiert= febaft bib jut Ginoetleibung in bab Äbnigreidi Jta
gegebenen 3Ber( «Clpmpia» (5. Sertbb., ebb. 1896). SIHetSbac^, Sorf im Äreib SBalbenburgbeb pteug. Beg.’Bej. Breblau 4 km füblid) non waU btnbutg, on ben Dinien @btlig=Hirfd)betg:SRieber: Saljbrunn unb S.:©lag (51 km) ber Bnug. Staatb: bohnen, hat (1895)8281 G., Boft, leltgraph, gern*

oon Olpmpia

,

(ath. unb tnang. Schule; günbholjfabril (mit Berfonb noch Smerifa unb Ghina), Steinlohlenbergbau (Bechen SDteld)ior> unb Smagrün), ©arnbleicherei unb SRinboiehjucht. Suf bem ©ipfel beb Schlofebergb bie 'Jiuine einet 1 366 erbauten Burg. S. gebbrl bem gürften non BiefeSitterbbaiH, Sorf im Gferichtobejirl Bbbmifcb:

fpred)eintid)tung, (atb. Äiribe,

Komnig bet bfterr. Sejirtbhauptmannfehoft Setfefeen in Böhmen, nofee bet fdchi. ©rtnje, SDlittelpunft bet bbhm. Schmtij, hot (1890) 593

beutfebe G., Boft,

Seltgrapb, eine Brairofabrit, fflebetei, Sderbau unb Biebjucht. Sie ftltfamtn gelbformationen beb

Sanbfteinb in ber Umgebung, Sitterbbacher gelfen, merben oon SReifenben hdufig befuebt. Set gelfenteffel hot einen Surebmefjet oon mehr alb 1100 m. Jn einer Höhe oon 350 m fpalten fid) bie Sanbfteinroanbe unb bilben joblteicpe febtoffe

Säulen unb

fpige gelblcgel.

'

364

-

3)itter2borf

SUtettbarf, ungat. Gyergjrö-Ditro, (5to^ mcinbt im Stublbejirl @per 0 po! 6 jfnt'a)!ill 6 « btä

fchule« ( 4 . Slufl., ebb. 1878); bie lehtflenannten fünf Schriften finb auch in eine ©efamtaucßabepereiniat u. b. S. «Schule bet Sdbaaogil» (ebb. 1876; 5. Slufl.

Saucmiatiet in ben öanbcl lommt. Sittetd bott Stttctebotf, üarl, j{Dmponi[t,

1895) etfebienen. 1873—85 rebiflierte er ben «Sdba: 3abre«bericht» (Seip.iifl); feit 1878 gab et ba« «Sdhagoflium, fDtonatdfchrijt für ßrjicbung unb Seine «Sefammelten

1739 ju SBien, entwidelte frübjeitifl au( ber iBioline muritalif(be4 Salent, jo bab ibn ber (Scnetalielbjeuflmeijter $rinj 3oje»b »on feilbbur^« baujen al« nammerinabcn in« 6au« nahm unb au«' hüben lieb. reifte 1761 mit ©lud nach Italien, »etlieb aber 1765 ben (aifetl. (Sienft unb mar fünf 3nbre ÄapeUbireltor beim SBifcbof »on ©tobmarbein. 1770 flinfl et bann an ben 6of be« Sürftbifdjojf oon S)re«lau, ©rafen Stbajflotjtb, ber bamal« }u 3»= fleb. 2.

91c».

floflifchen

91ei||e unb roirtte ihm ouib 1773 ein «bel«patent Onit bem ifJtdbUat oon 2)itter«borf) au«. 3" biefer 3eit febuf et bie burdj ^nbunfl, Saune unb ®e= icanbtbeit in bet mufifalifdien fCellamation au«fl(= jeiebneten fomifdjen Dpem «Sollet unb Mpolbeter» (neu bfl. Pcn llleinmitbel), «Siieronpmu« Snider» (neu b^. Pon flleinmicbel), «Sa« tote Ädppcben»

bau«

in SBbbmen),

»o

'

1799 fein Sehen be; SJoUenbung feiner «Sehen«:

et 1. Clt.

fdilob, jroei Safle nadj

|

bejebteibunfl uon ibm felbft» (bfl. Pon ft. Spajier, S. mar ein febt frudilbater ftomponift unb bat mebr al« 30 Cpem (beutfib unb italieniftb), flegen 60 Sinfonien, mebtete Dtatorien unb ftan= taten, oiele Sadjen für Sliioline unb anbere gnftnu

Spj. 1801).

mente, Streidjauattette u.f.m. bintetlaffen. Sittel, griebr., Sdjulmann, gcb. 23. Sept. 1829 ;u 3tfer«fltün im jddjj. 'Uofltlanbe, mutbc }iim SBoll«: |d)ullebrcr potflebilbct unb loirlte al« folcber, bcjofl 1851 bie Uniperfildt Seipjifl, »utbe 1860 Subrcitot btt Diealfdiule unb be« ©pmnafium« ju ßbemnib, 1865 Sdjulrat unb Semiuatbiteltor in ©olba unb 1868 Sireltot be« 'fSdbagoflium« in 28ien. öier entfaltete et eine tci*e pdbaflogifdic ißiirlfamfcit unb fanbaud) ©elegcnbeit, politiftb tbdtifl ju fein, inbem et 1870-73 9)iitfllieb be« nieberbfterr. Sanbeofcbul: tat« mar unb 1873—79 ben btillen Söiencr ftrei« al« Seputierter im Sfletr. 9ieidj«tat Pertrat. Ser libeta: len 'ftiibtunfl angebStifl, trat et hier enlfcbicben für Öebung her Sibule, namentlid) ber SBoltofcbule, unb

für eine freiere ©eftaltung be« Sitibenroefen« ein. flleicbem Sinne Ijatte er fdion früher flemirtt, namentlid) ben Snftoft jur 'Jlcform be« fddif. Se:

3n

minarroefen« jomie mittelbar aud) ber jcbule

überhaupt

flefleben.

fdibf. 2!oll«:

Unter bem 'Dlinifterium

Saafte mürbe S. in mancherlei amtliche ftonflilte oet: 1881 »eranlahlcn, feine 'Bcnfion JU nehmen, ßt flarb 16. 'Dlai 1896 in SBien. 3n Philoj. lüejiebunfl haben 5)cnete unb öerbart einen mefentlichen ßinfluh auf S. aubgeübt; praltifd) jtebt et im mefcnllicbcn mit SJeftalojji unb Siefter: roeß auf einem iöobcn. Unter feinen Schriften finb JU nennen; «Sa« äiftbetifche nach feinem ©ninb: mefen unb feinet pdbagogifchen Sebeutung« (Spj. 1854), «Uber Dieligion unb rcliflißfe IBlenfcben: roidelt, bie ibn

Unterricht» betau«. Schriften» feit 1893 (Seipjig). Sgl. ftolatfchel, Sa« SSiener Sdbagogium Pcn 1868 bi« 1881 (Spj. 1886). ISittP, f. Sito. 3«h. ©eorg, S«molog, geb. 11. Slpril 1783 JU ©otha, geft. 10. 9)idrj 1842 al« £ioftflchen: meifter bafelbft, Setfaffet eine« «Spftematiiehen Öanbbudp« bet Cbftlunbe» (3Sbe., 3ena 1837— 41) unb anberer bie gbtbtrung be« Dbftbaue« be: jmedenber Schriften, fo unter anbern einet pral= tifchen Slnleilung jut ßrjiehung Iraftiger C bftbaum: boehftdmme nach einer bamal« neuen Siethobe (burch 3urüdfchnitt be« »aupttriebe«), melche al« Sit> trichfeheSietbobenoch heute gef dpäßt unb Diel fad) in Slnmenbung ift. Slud) über Dbfloermertung bat S. gefchrieben. Sei feiner jpftcmatifchen Scid)tci= bung ber Cbftiorten legte et juerft SBert auf bie Dieifejeit bet grüchte unb unterfiieb banach bie Crb: nungen bet toommet:, .öetbft: unb Söinterfrüchte. Si(jcnbiuh> Serf im Cberamt ©ei«linaen be« mflrttemb. Sonaulreifc«, im Shale ber gil«, bat (1895) 408 lath. ß. Sa« früher »iel befuebte Sab (ßifenfäuerUng)iftfehtineineSBohltbdtigleit«anftalt bet ftongregation ber Sarmberjigen Schmeftem in ©münb umgcmanbelt. Soch bauert ber Serfanb be« SBaffer« fort. Untct ben Semobnetn finb oiele ©ipfet. Sluf einem Sergporfprunge bie 'Jiuinen be« Schlöffe« öiltcnburfl, lf)16 pon J>erjog Ulrich jer: etfeheinen

bannidberfl in Stbleftcn rcjibierle. SJiejer ncrlieb ibmjien ifjoften eine« fjorftmeiflcr« be« Äürftenlum«

fomie bie Dtatorien «ßftber» unb «ßiob» unb »icle 3.nfttumcntalfa(ben. 91adj bem Sobe be« gürft= bifdbof« (1795) fleriet S. in dubete Söebtdnflniife. ßin greiberr oon Stillfrieb nahm ibn unb feine milie ju ficb auf bie öerrfdiafl Slotblbotta (bei 9ieu!

®iuretl)e

bilbung» (SSlauen 1855), «©runbtih btt (Srriehung«:

unb Unterriehtälepre» (Spj. 1868 ; 6. Slutl. 1878), «©efchichte ber ßrjiehung unb be« Unterticbl«« (ebb. 1871; 6. SiuR. 1878), «Sehebuch bet praltifdben Soßit» (7. Jlufl., ebb. 1884), «Sebrbudb bet $fpcho: loflie» (7. Slufl., ebb. 1884), «Bletbobil bet Soll«:

6

icbtnbürflen, bat (1890) Unflat, flomitat* 6 fit in 5811 maflpat. rbm.’tatb. ß. (310 'Jiumdntn), bar> untct 438 @iit(bi{4'Katbo(ij(bc, $o|t unb (inen Sauerbrunnen, bellen SBafjer bem Sduetlinfl }u !Bor()ef dbnli^ ift unb bdufifl aud) ald SBorjjtler

ftbrt.

Sa« Sotf lam



1806 an SBürttemberg.

$in (im Sanölrit Dwipa, b. b. 3nfel)> eine 52,5 qkm nrohe 3nfel an bet Süblüfle ber ju ber inbobrit. Srdfibcntjcbaft Sombao gehbrenben fialb: infcl ©ubfehrat, 20° 43' nbrbl. Sr. unb 71° 2,s' bftl. 8., mit (1881) 12636 ß., feit 1515 im SefiSe 9iacbbem ber Schenrfcher oon Sortufliefen. ©ubfehrat, Sultan Sahdbur : Schah , ihnen 1.535

ber

oerflattct hatte, fi* bafelbft ju bejeftigen,

mar

S.,

begünfiigt burch feine Sage am ßingange be« ©olf« ein jebr michtiger ,f)anbel«plag, na= mcntlid) audb löauptfih be« Sllaocnhanbel«. Sie gnjel mürbe 1670 oon ben Jlrabern ocrmüflet.

oon ßambap,



Sie

befejtigte, teilroeifc oerfallene

Stobt S., am

öfll. ßnbe ber gnfcl, mit (1881) 10636 ß„ ift Süi be« bem ©enetalgcuocrncur oon ©oa untergeorb: neten ©ouoerneur«. Sa« alte Sominilancrlloflct bient beule al« 3)iilildrfpilal,ba« 3efuitenloUcflium (feit 1601) ift in eine ftalhebtale oermanbelt. Sinteibe, organifche Serbinbungen, in benen

jmei 'Slolelülc 6amfto|t enthalten finb, mdbrenb bie gcroehnlichcn Ureibe (f. b.) nur ein Slolclül be«jclhen enthollcn. Sianche lommen in ber 9iatiir oor al« Srobutte be« tierijehen Sehen«, mie bie »omfdure, .tantbin, ßppofanthin, ©uanin, SlUan: toin unb ßarnin, ober in Sflanjen, mie Sheotre: ßoffein. Slnbere, mie ba« Slllotanlin unb Surpurfdure, fmb auf lünftlichem ®cge erhal2Bie bie Ureibe, haben auch bie $. ben

min unb bie

ten morben.

;

®iurefiä S^arattn con Säuren. Sur(( (^em. SRittel liftt f\ii Öamftojt aui i^nen abivalten, iBobei fub auä ben }unäd)ft einfacbe Uretbc bilben. übet bie ftonftitu< ticn bet einjelncn 6ubftan}en f. bie betreffenben [ilrtitel. Sitttcfid (er oorgebtad)t; ober tnblid) wirb fie butd) polit. (Ber> fd)dftigt.

SSafiet leicbt IS2li(b ift. $a« 5). entwidelt infclee biteilet 9 lid)e bamtteibenbe ffiirluna unb »itb in Zaaebbofen

Dcn 5

7 g bei SOafferfucbt infolae Pon cbroni-unb Sctjltantbeilcn anaetuenbet. SiKrclifebP WUtrl (Diureticu), f. ^amtrei^

Dioma,

Zaafaltet. ein äubjua

f.

XMsrn&le

(lat.),

entbält bie canonica).

b.),

(f.

Hora

am Zage

(ftj.), etgbgen, btluftigtn. Sitteittfel (lat. Diverticülum) in bet patbol. 9tnatomie ein blinb enbigtnbet Slnbang ober feit< gortfag bet 5bblung tineb Crganb, pttbun< ben mit (Bortreibung oon btfien SBanbungen. 6old)t Iranlbafte Stubbuebtungen finbtn fid) bibwtilen an

IBrepiet

,

ju betenben (boten

liebet

(Siiicttifl, fopiel »ie

Sidtai

ZiSten). Sin# ffiblud, ein befonbetet (Beiname beb alt= italifdien oimmelbaottebSupitet alb £ tung eine fttattgifipe Unteinebmung, bie ben geinb

b. b- ftbaffe

bettfd)en.

(diversa),

Öuibbaltung

,

bettfd)t!

Zipergittenbe Zinetfe

im düatenbanbel unb in bet bdufig botlommenbe (Bt)ticbnung.

Seriibiebentb

taltifib

geben f. b. Zioertieren

[benbe ÜRittel.

aub bem

SBab

widlungen unb (Begebenbeitm eneugt, bie ben geinb binbem, feine bolltStteitltaftaufbemieniatnSibau! plag JU entfalten, auf bem bet Smwetpunlt beb Ätie= geb liegt. Uber ben petmanbten (Begriff galoufie*

bU

fcben 9Iieten:

(f.

365

3/tnibenbe

in anberet 9li, in Siviftnr fpt. -toübbr), SSoniibtunq, butc^ iDtlibe in ftoffe

ben (Stuben bet Slborte bie

son btn

Xnvitl

qbgelarjt dir., «geteilt»), in ben

Snftnimente jiA

bie

Sibiftocl barteit

fefttn i(bfaU=

flAffieen getrennt merben.

(ital.,

teilen feilen.

(lat.), teilbar;

fSioifibilitfit, Sei(
seinen Sltmeen sugeteilt ober felbftänbig non bet ;

2—

S

,

So eilen fie non Beginn beä gelbsugä on mebtete SagemätfAe bet eigenen 31 tmeenorau«. Sie Bemaffnungunb3lu4bil= oberften fieereäleitung entfenbet.

bung ber mobernen Sanallerie mit fAnellfeuetnbcn Satabinem befähigt bie Sonallttiebinifion auA sum SuBgefcAt; bie reitenbe Slrtillcrie nerleiht ihrem ©efeAt ben nötigen 9taAbrud, befonberO ouA, wo eä fiA um DrtOgefeAtc hanbelt. 3e wiAtiger bei ber heutigen Snegfühtung ein Crientiertfein bet eigenen öecreäleitung übet ben 3lufniorfA unb bie fDioBnahmen beä ©cgnetä ift unb je notwenbiger ein Berf Aleiem bet eigenen Bewegungen gegenüBer ben SRtfognoOcientngen bet feinbUAen Honallerie wirb, befto mehr gewinnt bie Shätigleit bet Bonab ietiebinifionen not bet

Stont unb ouf ben glonten

bet 3ltmec an 3Bert. ilHit DieAt wirb bie flanoUetie baO Sluge unb boä Dbc ber oberften ßeereöleitung genonnt. 3» bet SAIaAt lOnnen bie Sanalleriebinifionen, tiAtig nerwenbet, troti ber überlegen beit bet Keuetwaffen noA oiel Iciftcn; bei bet Bet= folgung gnben fie ein rciAess Selb bet Shätigleit.



fie im Stieben noA niAt bejtehen, werben fie wenigftenO periobifA su (IbungOswcdcn sufammen= gefteut. Sie Sotmietung ftänbiger Hopalletielotpo au« mebtem S., wie fic früher itattfanb, ift in bet neuem Stiegfübtung niAt mehr ongängig. 3" SeutfAlonb wirb bie S, in bet (Hegel non einem ©enerallieutenant befehligt, bem ein @eneralftabs=

SBo

offisiet

mit einem Slbjutantcn sut Seite flehen. geboten ferner: SinifionOorst,

3um Stöbe einet S.

Slubiteur, 3ntcnbantiirtat

unb

bie SinifionOpfattet.

Divisionis beneficium

368

in einigtn SlrnKcn (in Sieutfd)(anb

3) 3).

ni(bt) eine tattifdje

ÜacaUerie’ ober ^rtiUerieregimenter, be|lepenb aub 3 IBatterien. 2 6omtaflnien, Gälabronä ober 2 4) 3ur ^eit ber Sineartaftif (18. Sa^rb.) nannte man 2!. bie 3 ober 4 Unterabteilungen eine« )um

}um @efeibt formierten Bataillon«, bet beutfdjen 3110 01 ne bebeutet J). a. eine

4—

(Dtarintteile

ribninfiticgenbauembiugeteilteKasaUerie.iDeltbti befonber« bie Slufgabe jufdllt, innerhalb ber tab tifeben Sphäre ber betreffenben Sioifion ben SlufIlärung«> unb Sicberbeit«bienftau«)u(lben unb über

etma bem Gompagnieperbanb ber am £anbe entfpreebenb. 3(1« 3Ran«> ,

bobpt (autb im @eje gen, (unbmat^en; Sisulaation, Aunbrnac^ung.

Siaalßpn

(lat.),

3nteibuno.

ZH^ns (lat., meiblu^: diva), gbttlid;, ^rSbilat DeTgbttcTtei 3Jlen(d)en, namentlidi in bet tbm. flaifci: jeit (Sbrentitel uerftotbener Äaijer.

Silodn

(berf.), urfprfinalid) 3iegi[tR ORilitdt:

ToUen), bann beten det|teuungb< ober 9ufbcn>at)< rungSoTt (fianilei^XtÄiuj. 6pAter mürbe bet 8uä: brud au(b auf ben Staat^rat (im tQrt. iReidte) übertragen, bann auf ben üietfammlung^faal bed Staatörate^; enbliib bejeii^net eä überbaupt einen tSerfammlungSort }ut iBeratung unb 9{edbt^fpre= dbung. Rton bet Sinricbtung eine2 fotdien, nimlicb bet bie ffidnbe entlang laujenben Solfterbant, ift ber nur in europ. Sptaiben gebtduiplicpe Sluäbrud 3). für eine Slrt Sofa entlehnt (f. Sett). be}ei(bnet 3). eine Sieberfammlung, namentliib bie



369

®ifon (fpt. bidf’n), Oiiibarb

unb

Siftoriler, geb.

lifebe Sitteratur) mirtte.

Church of England» (Sb. 1—4, 1878—91) 3eugniS ablegt. Soet. SEBerle 3).S finb noib: «Mano, or a poetical history of the time of the close of the lO"* Century» (1883 ; 2. Slufl. 1891), «Ödes and

eclogueso (1884), «Lyrical poems» (188,5), «The Story of Eudocia and her hrothers» (1887). Siton (fpr. bidPn), SBilliam ^cpmorlb, engl. guni 1821 ju 9Iemton>6eatb,

monbte

aietfaffer«. Surib ®oetbea «ffleftöftlidjen $.» ift 2. in ber Sebeutung Sieberfammlung auch in ber

£)auptrebactcur,

Xilvino, 3)ioano, in Stbefftnien IRame beS dgbPt. ißara bon 'Ut dgbpt. ^iafter (f. b.), als SBrud): teil bei ©olbpiafterS 0,M3iPf. ©egenmdrtig gilt ber 3). in Sbeffinien etma 'U„„ öften. Ronoentionö: SpecieStbaler ober ilRaria^SberenciuSbalcr (f. b.), alfo etma iBf. (S. auch Sabab.) !SitBif4, '4irolop, 3!aturforf(bcr, geb. 1. Sug. 1690 ju Senftenberg in IBöbmen, trat 1720 in ben 35raraonftTatenjcrorben, erbiclt 1726 bie 3!rie(tcr= meibe unb mürbe 'firofeffot bet iBbilofopbie unb 3beologie am Stift ju 33rud. 6t mürbe 1740 Dfairet in SBtenbib bet 3naim, mo et 21. 3!ej. 1765 itarb. 3). mies 1750 baS Sluofttömen bet QMtricitdt aus Spitien natb unb (teilte 15. ^uni 1754, alfo not (jrantlin, auf feinem '^fattbof ben erften RliiBableitet mit eigentümliiben Saugnoniebtungen unfern feines ÜBobnbaufeS auf. 3 ü feinem 3obeS‘ jabr erf ibien sSdngft berlangte 3beorie bet meteoros log. eieltticitdU (Süb. 1765; 2. Slufl. 1768). 3). ertanb ferner ein mufitalifcbeS ^nftrument, genannt 33 e n i S b 0 r.— Sgl. grieb, Srotop 3). (CImflS 1884). tSitara, türt. latabt, f. 3)ibra. 3i|cetie ober Sifuma, brit. Ort an ber @olb= lüfte in Cberguinea, in ber Sroninj Slbanta; eine Heine geftung non ftrategifiber Sebeutung, nabe bem ftap ber brei Spigen. IHxi (lat.), id) bube gefproiben, gormcl für ben

=

\

:

Sebluj

einer fRebe in lat. Sptacbe.

D. et salvävi

animam meam,

i(b habe gefproiben (mie eS meine Sflidjt mar) unb meine Seele gerettet, b. b. id) bin fibuIbloS, roenn meine Söarnung in ben fflinb ge= fd)Iagen roitb, ein auf öcfcliel 3, is-si unb 33, s

unb 9 berubenber fpridbmbrtliibet SluSbnid. SicMniben (fpr. -meub’n; frj. Dixmmle, fpt. bifmübb). Stabt in bet belg. Sroninj SlBeftflanbcm, an ber lanalifierten ?)iet unb an ben Sinien ®ent= 33ünlird)en unb 3).>3lieuport (17 km) bet Selg. Staatobabnen, bat (1890) 4133 6., Ceineninbuftrie, danbel mit Sutter unb Sieb, gn bet St. 'llitolauS: Anbetung ber brei Rbnige non gorbaens im reiibften glambopantftil ju Slnfang beS

tird)e eine

unb

ein

16. gabtb. erbauter Settner.

Sibtiftftcller, geb. 30. fid)

bem Stubium

bet fRecbte

Seftrebungen 3u unb mar bis 1869,

am «Athenaeum»

unb feit

tbdtig.

litterar.

1853 als gflr bie

«Daily News» ftbrieb et 1848 eine Seibe pon Sluf> fügen über fociale gragen, }. S. «On the literature of the lower Orders»; non feinet 3)arftcUung beS

Sonbonct @efängniSmefenS mürbe ein befonberer Slbbrud («The London prisons», Sonb. 1850) ner: anftaltet. 33icfe Unte^uibungen gaben au^ ju 33.S Siograpbic beS StenfebenfreunbeS Somarb Slnlab «John Howard, a memoir», Sonb. 1^9), bie 5 Sluf« agen erlebte, gbt folgte «William Penn, a historical hiography» (fionb. 1850), bie flRacaulapS irrige Slngaben über ben bcrübmten QuSler beriibtigt unb bauptfdeblid) 33.S Stuf begrünbete. 9!ad) ber Set> 5)tentli(bung ber glugfcbtift «The French in Eng-

land» (2onb. 1852), in ber et bie ©tunblofigteit bet gnnarionSfurd)t naibmieS, fammelte et in ben Siblio« tbelen ju Saris, Senebig unb IHom ben toff ju einet @efd)id)te ber engl. IRepublil naib gleiibseitigen Ut< funben. Sine Qpifobe barauS ift «Robert Blake, admiral and general at sea» (Sonb. 1852), bie baS Slnbenlcn bicieS Seebelben aufftifd)te. ßbenfo an> jiebenb mar 3).S «Personal history of Lord Bacon» (2onb. 1861), morin et nicle unbelannte oberoer« geffene 3batiad)tn bcibraibte, um ben Segrünbet ber neuern Sbilofopbie non Snilagen }u reinigen. Sibdgbare Seitrdge }ur engl, ©cfmiibte hüben bie

S

pon ibm in ben Slrcbincn non RimboltomSaftle auf> gefunbenen Urtunben, bie unter feinet feilfe ber »er jog non 'JRanibeftct in « Court and society of England from Elizabeth to Anne» (2 Sbe., Sonb. 1864) pcrbfientliibte. 1864 untemabm 3). eine Seife bur6 bie europ. 3ürlei naib Rleinafien, Sgppten unb Saldftina, alS beten gruebt «The Holy Land» (2 Sbe., Sonb. 1865; beutfd) gena 1870) erfibien. 1866 bereifte et bie Sereinigten Staaten unb mib= mete befonberS bem amerit. Seltenmefen eingebenbe Stubien, bie et nebft anbetn Grgebniffen in bem viel gelefenen ffierte «New America» (2 Sbe., Sonb. 186r; 8. 9lufl. 1869; beutfd) gena 1868) SReue llliaterialicn jut ©efibiibte ber fReligionefibrodtmerci nerarbeitete et in «Spiritual

nieberlegte.

wives» (2 Sbe., Sonb. 1868; beutfd) «Seelenbrdute» pon grefe, Setl. 1868), einem ®et(e, baS burib bie

Sebanblung gemiffer fpiritiftifib* Sorgänge grobes Sluffeben betnots biftor. Slrbeit «Her Miyesty’s

Cffenbeit in bbr

(fpt. bidf'n), gauptort bcS Sountp See im norbamerit. Staate gUinoiS, 158 km meftliib non Sbicago in aderbautreibenber @egenb am fRod^ SKoer, Sifenbabntnotenpunit, bat (1890) 5161 6.

6re, 1864 «Uistnrical odes, and other poems». Sueb grünbete et mit fRoffetti u. a. bie 3ei< tung «The Oxford and Cambridge Magazine«, bie im Sinne ber prdraffaelifibtnflunftriibtung (f.6ng> ter

14. Vufl.

Y

fcnfualiftifcbet rief.

Seine nJibfte

Tower» (4 Sbe., Sonb. 1869—71; beutfib,

7. Sufi. 1885; 2 Sbe., Setl. 1870) gab eine ®efd)id)te beS

84

370



3)i9amir

Fotons bU auf

btt neutfle 3tit.

©mitrijew (SheU unb ihreUftabt)

SnjiuiMen

gemiftbt haben.

bereiflt

®{ebuf4(a,

W

am

^luife,

(f. b.).

9omowof.

f.

Stabt

in äfrita,

f.

SDlaffmo.

®{eru6, ber türl. SJame bed ßettard von 100 S!u> tabba’im'tbarp ober 100 a. ®ielDitli ^afeba, f. 9ftbewab ®afiba. bie grbfiteSRoIuiteninfel, f. {talmabfro. f.

9ffbolitbatarta.

®|oma, Siebenflub ber ®itlaja, f. 9ema. ®jong (9ftbong), gelbmab, f. ®ouw. ®|ptbllt(fpr. bftbotbftbitfth), Sanas. f-®ii>rflit^S. J. 1L, f. Utriusque juris doctor. ®lttgDfg (fpr. -ofeb), San, lat.2onginud, poln. Siftorilcr, geb. 1415 in Srjejnica, Stbület bet Ära' lauer Unioerfität, 143GÄtalauet 9omberr, ftarb old befigniertet Grjbiftbof non 2emberg 19. SMai 1480. Seine ©bnner, ®ifd)of 3l>P9niem non Rrafau, bann Äbnig Änfimir, benupten ibn ju witbliat" Senbungen natb Siom, Ofen, ®rag u. a.; et leitete bie Grjiebung bet Sbbne bed ÄOnigd; jablteitbe fromme unb wobltbätige Stiftungen (für Uninet' 9. ift einet fitatdftbüler) geben auf ihn aurütf. bet nambafteften öiftoriler bed 15. Sahrb- Sbtn Joaiiptwert, bie gruibt 25idbriger Stoben, ift bie «Historia polonica« in 12 ®ütbem (1. 3udg., 1. bid 6. ®utb, 9obromiI 1615; 2. in 13 Sütbem. 2 ®be., 2pj. 1711—12, butd) nan feupffen) b« n®'

biet oermibt, fmb unter 2)ftb . . aufjufutben. ®fflf (ruff.), Sclretdr, Sireibet, abgeleitet grie4. diakonos, neil in Stublanb bie erftcn Stbrifttunbigen ©ciftlitbc waten unb ©lieber bet niebem ©eiftUibfeit ald Stbteiber benufit Würben. üJloelauet 3otentum bilben bie Stbreibct in ben fBebbrben eine Rlaffe, bie ju ben Sienftleuten oielfatb }u ben übrigen (i. b.) idblle, aber botb ©in Selretdr Sienftleutcn im ©egenfab ftanb. bieb djak, ber Unterfetretdr podcfjacij. 3bre ganje IBilbung beftanb in bet Äenntnid beb flanjlei: geftbdftoganged. 9a bie ganje Sterwaltung nitbt natb feftcn ©cfcben, fonbcm natb bem Grmejfen be§ aten unb feinet Siatgebet unb natb augenblitflitben erorbnungcn gefübtt würbe, fo bebcrrftbten biefe Seamten bie ©eftbdfle burdb ihre ftenntnid bet 'AormaUtdtcn unb ber 9etaiIe'i)lccrmünbet. 9erStoatbilbet einen Seil ber Siefibcntftbaft ®alcmbang (f. b.) unb bat 76 000 malaiiftbe G., benen Ftib faoan. Glementc bei"

9er gauptort 9.

oberhalb ber fSlünbung.

Siangeb» afril. Slegerftamm, f. 9inla. ®|acb ^ofu« (9 f tb a tb 6 a f u n), f. ©uaibaf ui. ®iän8, f. 9päud.

brfldt in «Free Russia» (2 9bt., 2onb. 1870; beutftb 9ttl. 1870) mit. Sitrauf folflte natb einer fHeife in bie Scbmei) ba$ ibnlitb flcbaltene ÜBert «TheSwiUers» (2onb.l872; beutftb 9crl.l872). 31S

man

km

CO

9tu|Ianb, tbenfallS mit befonbner mOttficbt auf ba^ boTtige €cfttnmefen, unb ttilte btt fKtifettn:

S. m.,

in SÄufilwerlen,

f.

Mano.

n. H., in Gnglanb Sblütjung für Doctor Medicinae, autb für Doctor of Music. (S. autb Dii.) ®mitriL f. 9cmetriud (ruff. ©rofefürften). SmitTirelP- l)Rrti»im norbweftl.Seil bed tulT.

;

©ouvernementd Äurdf, bat 3174, s qkm, 116046 B. (©roptunen), aderbau unb 3“detfabrilen. 2) 9., autb 9mittofmapdl, 9mitrofla»dl unb 9mitroflaml, Rreidfiabt im Äreid 9., 107 km norbioeftlitb oon Äurdf, an bet jum Sejm



!

;

SDimtrijciD

(ywan

gfttnten U(cf8iinan (tatar. Usu-Limani), Bleer. bufen an ber Borblüfte beS Sebmatjen 'JRcetS, an ben Blünbungen ber giüffc Snjept unb Bug, 60 km lang unb bis 17 km breit. Sein notbSftl. Ufer ift hoch, baS füblicbe niebrig unb fanbig; ber ©runb fcblammig, mit oielen Sanbbünlen, bureb bie ein 24«

374

®bbereiner



titi Oftfet unt> 16 km von 91o(tociiu banbtli bejeidinct loetbeit lami. 3" Cber> Jöb

jlellet

UntctgtunbeÄ (Sö6) bantt bet Ctt

=

lina gebitt bie (cg. Siitleniebanäe, ein gtofcct Battmitauäfi(btbturm; bierbat 1083 ein l’agcrber lütlen ge(tanben. SBei J. bie Slnbb be .6 o b e 'B a r t e mit (dbbnem Slußblid auf SBicn; bort iji bet eih btt bftert. Gentralanftalt fiit Meteorologie unb Grb= magnetißmuß unb eineä ißtatl. iöliubcninftitutß. SboblBn, ©olbmünje, (. Jublonc. SeiBnec, ©elafuiß, böbm. (Siftetitet, gcb. 30. 3Rat 1719 JU ^tag, geft. bafelbft 91. 'Mai 1790, »at Mitglieb beß iJi>ati(tcnotben-j unb mufitc bie (äinffibntng bet Sdbulanftaltcn feineß Ctbcnß in 'Btag burdtjufeiicn. Jie Ctbmßbrubcr mdbltcn ifcn jum iReltot beß Btagcr JloUcgiumö unb jum Jlon^ luUot bet Ctbcnßvrcoinj. J8egtn feinet babn' oreebenben Stiftungen auf bem ©ebictc bet bobm. Sefebiebtfdjrcibung etbieit J. ton bet Raiienn 'Maria Sbettfia benSitel eineß t. (..öUloriogtabben. 3!c(b fest finb (eine 6d)tiften unb Cucllenausaaben oon itiffenfebaftliebcm Bert. Jie meiften feinet lleinem Iritifeten 31uffd6c erfebienen in ben «21b:

banblungen» einet bobm. 'JJtiuatgefeUfcbaft unb in bcn_«Slbbanblungen bet bbbm. Okfclifcbaftcn bet 'ilon feinen groRCtn 'Berten finb bettotjubeben «Wenceslni llagok a Lilioezan Annales Bohemorum c bohemica editionn latine 'JSiffenfd'aften». :

reilditi



cl notis illuslrati» (0 23bf., 2?tag 1761 83) Ilolieiniae iiusquani

375

,

SobtA, eine ton 1722 biß 1835 geptdgte pottu g. @plbmflme utfptflnglieb ju 12800 Steiß @elbmg, 1822 gefettli* ouj 15000 unb 1847 auf 16000'Jteiß etbSbt, im SIBerte upn 73 ,st M. 9lafi. Staatßbabnen, bat (1895) 1481 Steg. :®ej. gianlfutt, in bet Stiebetlaufip,

unb «Monumenta historica

jut Sibipatjen Slftei gtbenben Sleinen Giftet

aotehac edita» (6 93be„ ebb. 1674—86), Sobo, öauptott bet 21tu>;jnfelu (f, b,). Spboj, Marttflcden im töeuti JeSanj beä bcsti, Äteifeß SJanjaluta, in 172 ni jjobe, gegciuU'er bet iSinmflnbuna bet 6ttc2a in bie ®c»na, nn ber Sinie ®oänifcb Stob^äerajeitc bet 'liobimbabn unb berSinie J.^Siminbau bet 'S oon, Staalebabn, äiu

meift enang. G., ®oft mit 3»t'g(lellt. Zelegtapb, Slmlßgeticbt (Sanbgeriebt Gottbuß), Steueramt; Gigatten« unb Zabatßfabrilation, »dets unb etipaß

einet GfBOfttur, bat (188.6) 1749ruei(t

mobammeb.O.

U81

©tie^tfeb'Äatbolifdie, 107 HalbcUtcn unb 18 3ßtacliten) unb in ©atnifon 2 (JomBagnien beß 7. 3nfanteriebalaillonß bet boßn.tbetjegpioin. Stuppe. S. mat bei bet Cccupation lK78Sd;aui'lal)

Bon ftdmpfenbctCflcncid)crmitben2(uffldnbifiben unb batte alß Etüppunlt ber gegen Jolni Sujla optrietenben Jiti)"ion ftralegiiefce 'Sebeutung. Sobdtil, fiomitat im ÖH-üf.fütftcntum Eicbeui bürgen, mit bet öauptftabt Ejet, toutbc 1876 mit bem angrenjenben Ji'neefjolnotcr Homitat unter bem ’Jlaracn £jo!not> Jobola (i. b.) Bereinigt.

Sobra, ®utg, f. Jaber. Sobra, ^ebenflub bet ÄulBa, entfpringt bei Slapuagota, (liebt juerft (übbjilid), bann notbbfilitb unb raünbet obetbalb Satlftabt. cic ift ein educt .'larftflub,

betß bei

bet bfterß iinteritbifd' ftvBmt, to be>oiv

Cgulin

(f.

b.).

Zabaißbau. Unmittelbat beiZ. betgltdenScbl o b < Z 0 b t i 1 u g t mit 204 6., Obetförfteiei, Sd)lobIit(be, ebtmalß lllobtttinbe, ftlpftettuinen unb Sagbfiblob. Z. bat feinen Slamen non bem non SRotfgtaf Zietrid) oon bet Sauftp 1165 gegrönbeten, 1540 nom ttuifütften ^obann Stiebribp aufgebobenen Giflercienfetlloflet, baß Saltei non bet Siogtlioeibe alß Toberlü lennt unb loelibeß 1852 abbtannte. Zobbifib (fpt.böbtfd)ibfofmalcr be« König« Karl I. Seine tBilbniffc finb jumcift in Snglanb, j. S. ba« be« Siebter« (Slcnelanb in ber Sribgeroatergalerie, ba« Samilienbilbni« im Scpon* fbirebaufe in Sonbon, ba« Soppelbilbni« feiner felbft mit feiner grau in ^iampton=6ourt, fein Selbft= bilbctc ficb bureb

bilbnie in ber National Portrait Gallery ju fionbon.

Sobfon

(fpr.

bobbpn), Sßilliam ßbatlc« Sbo=

ma«, enal. ÜKalcr, geb. 1817 in Hamburg, mürbe 1830 Sepüler ber ^Itabemic ju Sonbon unb flarb 30. 3an. 1898 in Üentnor. Unter feinen (8emälben finb beroorjubeben: Sobia« unb ber Gngel (1853), Sie glüdlicpcn Sage fiiob« (18.5 unb ., in ber Soll' unb (f. b.). Seibenfpinnerei «in burcb 3ujammenbreben unb froltcn non (Samfträbnen gebilbetcr 3 opf, beten eine gemiffe Slnjabl ju einem IBflnbel Bereinigt

’Ufäbkn fibet Plattform

eine

T,

5)

1

tutje Sfilbod« Dermenbtt, bie

t

in

2

2

—2



—2

2

2

8

bo« meiblieb« Stbmein, f. Scbmctne. 9oitenbtebflti4t> f. 2rcbftubl. Saifeiunafc^ine, foniel mie Ulbppelmaftbtne. nicbetlilnb. Stabt, f. 2oltum. Sook worrant, f. Sarrant. 35.,

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®odwtiIct



Saittocilec, Sorf im ftreii !Saun pteu^. 9leg.>9t^ 3ri(T, am gilbe lieg Stcnebetgeg (690 m), einei ehemaligen fiiatetg, hat (1895) 401 lath. 6., ißsft, Xelegtaph. alte ftirie (9. ^ahihJ. tahlteiihe eifen> unb tohlen{äurehaltige ÜHineTalqueÜen. (Die Umgebung ift burd) sul!am{ihe gonnotionen merb müibig, bad 3)orf ift auf einem Sauaftrom erbaut ; in ber 3Mh< befinbet ruh ein grobes Safaltlager; au(h Uberrefte aus ber Dtimerjeit finb oorhanben. Dootor (lat.)i f. Soltor.

Ibootoraaduf ift

(neulat.), einer ber

im

(Begriff

fein Soltortjramen )u machen.

SStji (fpr.bohiO, früher ü) u p,Subm. oon, ungar.: bcutfihcr $ubliiift unb (Diditer, geb. 30. 31oo. 184.5 ju Cbenburg, fiubierie in iSirn unb Subap^ bie 9ie unb 9)2inifterialrat er

ben ungar.

Stbel.

S.

fchrieb

auber feinen publijiftifdicn ütbeilen 1868 eine Xragöbie •Utolso prOIVta» («Ter legte Prophet»), ein Suftfpiel «Csök» («Ter fiub»), mit bem er 1871 ben TclclipreiS ber SUabemie geioann unb baS auf Ungar, unb beutfdjen (Bühnen (in feiner eigenen (Bt= arbeitung) groben Srfolg batte, bie 6d)aufpiele «Segte Siebe» unb «3Rarie Sjiihi» (beibe aud; beutfd) erfihienen), ferner bie Suftipicle

«Ve^es pürok»

(«tDemifchte Shen»), «Vera grüfnö» («Sräfin Sera») bie fibnigetochter» (für baS er 1896 ben TelelipreiS ber Jltabemie erhielt), fomie jahl:

(4 Silber),

beutfd))

ben

unb

3Iufl.

(baoon «Sarmcla Spabaro» auch üuih flberfegte er oorjüglich oon @oetheS «gauft» (1872; neue

@ebichte.

erften Teil

1878), SdiauffertS Suftfpiel >6chaih bem

SSnig» unb }ablreid;e (Sebidite, befonberS aud) Sjiner SSolISballaben. Seine llberfegung ber «Tra= gSbie beS 9!enfd)en» non 3)!abd^ mürbe in Teut jehi lanb mebrfad) aufgefflhrt.

[pur.

!X)obata0a (Toba Salopur),

f. Töb^^llä= Tobabrtta, hbthfter (Berg ber jUlgiri (f. b.). Xob-iBalläpHr (Tobaballa ober Toba 9a^ lopur, b. h- @rog=9)allapur, ;um Unterfihieb non

ZfdhiMBallapur,

Klein -(Ballapur, einer lleinem, 22 km norbbfllich oon $. gelegenen Stabt), ein unter 13° 14' nSrbl. Sr. unb 77° 23' öftl. 8. im b. h-

Sangalur bei (Kabfiba non (Dtaifur (f. b.) gelegener Crt, hat (188 t) 7032 6. (6197 feinbu Tiftritt

Kampf

ber gregattc

ber fronj. Stmajone (1785),

St

Tie

(Dlargaret

unb

engl, glotte bei

Spitheab not bem brennenben engl. Sinienfehiffe fliehenb fDtai 1795, cin^ilb non 30 Sreite, genannt Tbe nautic camp; Tie Sihlad)t bei Trafalgar u. a. T. hat nach feinen eigenen Sil
bien (ffleftafrila), trat 1862 in bie Sdmle non (Spr, befehligte 1870 eine Sompagnie bet 9Rarine= infanterie bei SajeilleS, Idnipfte 1878 in Sapor,

St

1887/88 in Tongling unb beteiligte fid), naihbem er 1887 }um Cberft beförbert mar, 1888—91 an allen militdr.

Unternehmungen in Senegambien.

gm

3)lai 1892 erhielt er baS Oherlommanbo übet ba« nach Tahome (f b.) beftimmte 6|pebitionStorpS unb nahm nach negteiihen Kämpfen 17.9ton.bie&aupt< ftabt abome ein, motauf et )um Srigabegeneral er: nannt mürbe, folgenben gabt unternahm et .

gm

eine neue Sj^iebition,

um

ben geflüchteten Känig

Sebanjin ooUenbS unfchäbliih )u machen, maS ihm burch beffen (Gefangennahme im gan. 1894 gelang. Sind) granlteich jurüdgetebrt, erhielt et boS Kom= manbo ber 4. äRarineinfanteriebrigabe in Toulon, mürbe bann im gebt. 18% nad) Tongling gefchiett,

um bie Seitung einer gegen bie Schmarifiaggen geplanten Qfpebition lu übernehmen, aber bereit« im guli micber jurüdoerufen. Dodeoagjfnaa, Dodeeagynla,

unb «Smminot

reidie gtooellen

381

S)ol)efaeber

Untergang ber glotte non gamaita im Sturm 1782

Tobe>

f.

lagpn.

[btifch.

Dod0o4Bdraa, Dodeo&ndrl», f. Tobelan: Tob* b* lo «tnnetteffpr. bohb’bi la brün’tih), @uillaume, Sicomte, 3)tarfchall non granlteich, geh. 30. april 1775 lu Saint Scoire (Tepart gfite), netlieh bie @enief4ule tu Sieg 1795 unb nahm an ben Kriegen ber iRepubfit unb beS KaifetreichS auf eutop. KriegSfchauplälien fomie in ilgpp^ ten teit SBieberbolt leitete er gtähere Sefeftigung«: arbeiten unb {eichnete fich inSbefonbere in Spanien faft allen

bei ben Selagerungcn non Saragoffa unb Sabajoi au«. 1813 mürbe ihm als TinifionSgeneral bie Serteibigung non @logau übertragm, baS et etft, nachbem bie griebenbpräliminarien abgefchloffeu maren, auf SubmigS XVIU. Sefebl übergab, aio Sapoleon 1815 non 61ba nad) granlteich jurüd’ lehrte, trat

T. nicht

in feine Tienfte.

1823

begleitete

canals in the known world» (Sonb.1795), «Oboervationa on »rater» (ebb. 1805) unb «Fractical obervationa on tbe dry rot in timber» (1815).

er bie nach Spanien einrfldenbe fran^. armee aU Shef beS @cniemcfenS unb oeräffentlichte nach ber ^eimlehr «Präcis desopärations contre (^adix 1823» (Sar. 1824). Som 1. Sept. 1840 ab mürbe T. mit ber Obern Seitung btt Sefeftigung non SatiS be-traut unb führte bie« SBetl )u 6nbe; fchon nothet mar et nach @eneral Stogniat« Tobe an bie Spige be« SefeftigungslomiteeS berufen morben. T. mar feit Sauban bet erfte au« ber (GeniemaRt hernop gegangene franj. (Dtarfchall unb ftarb im Dtuheftanbe Sgl. (Dtoreau, Vie du 28. gebt. 1851JU Sari«. marächal D. (Sar. 1852). Tobifo (gteh., b. h. 3mälf), namentlich in bet Slathematit in gufammenfepungen gebraucht.

um 1748,

Tobetibif, TobefdbifiheG gahlenfpftcm,

unb 831 (Dtohammebauer), ^anbel mit SaummoU> jeug fomie ein flarfeS gort non grobem Umfange au« Grbmerlen. 35aS gnnere bietet nielfach 3eichcn bei SerfallS.

Tobb, Slolph, engl, gngenieur unb Slrcbitelt, 1756 juSonbon, geft. 11. Slpril 1822 iu Uhcltenham, baute mehrere Srüden )u Sonbon unb entmarf ben (fUan eine« Tunnels unter ber Thcmfe imifcbcn SraneSenbunbTilburp. Son feinen Sebrif: ten finb ju ermdhnen: «Account of tbe principal geb.

Tobb,

(Hob., engl, fütarinemaler, geb.

geft nermutlich um 1810, nerherrlichte in @emdlben bie @rogtbaten bet engl, glotte unb Schidfale einjelner Sihiffe im Kampf mit ben ßlementcn. 3u ben berühmteften (TarftellungenbiefetJlrt gebären: Scbiifbruch beS KriegSfihiffs Sentaur, Kapitän gnglefielb mit feinen ©efdhrten in einem Soote,



f.

Tuobecimalfpftem.

Tobtfaebrr, gmälfflächiier,

eine

non 12

glächen bcgrenjte geometr. räumliche gigur. Olegu* (äte T., b. h. folche, bie oon 12 gleich gtopen gläepen begrenjt fmb, lommen mehrfach in bet fllatut al« KrpftaUe not, j.S. baS (Rhnmbenbobetaeber (f Tofel .

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Sobefog^u

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Scltoibbobelacbn (Saf.

3ig. 19), baä ^cntaeonbobefaebre (Saf.

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gt«. 21).

Sebetag^n (grd;.), bobetagbni{ib, DodecagOnus, inblftDcioig, eine iBIfite, bie jmlilf (Sriftcl ober 91arben befiel. Sinn< nannte bie 11. Dtbnunfl in ben fliaffen 1—13 feineä Sbftcmä Dodecagynia; boA tommt nur in Klage 11 biefe Orbnung nor. Xobefinbrifdi (grtb.), Dodecandrus, jniblj’ mdnnig, eine IBlflte mit jlDblf Staubgefdgen. Sinni nannte in feinem Spftem bie 1 1 filaffe Dodccandrla, reibnete aber nidtt bloft biejenigen 'Bgansrn bierju, beren iBlüten 12 Staubgefd^e haben, fonbem audi foldie, beren Slfltcn mit 12—19 freien, b. b.niebt miteinanber uertcatbfenen &taubgefdben serfeben ftnb.

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A few friends, aud how tlicy amused themselves», «Miss Malony on the Chinese question» (1870). «Rhymes and Jingles» (1874), «S'heopbilos and °

.

Sp&tfari^ie (grvbIfberTf unmittelbat Dot gjfammetid), in bet natb bet fagen^ haften Ubetliefening bet (Stieeben bad Sanb son 12 ßenfebetn regiert »utbe.

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Xobefattmorion (gttb.), bet jwblfte Seil einee Kteifed, befonbetd bed Siettieifed in bet Sfttonomie. Dodeka.th6on L., ißganjengattung aud ber Samilie bet 'iSrimulaccen (f. b.). SDlan (ennt nur toenig Sitten, bie in Siotbametila unb Siotboftafien Dotlommen. 6d ftnb Irautartige fSflanjen mit fdbönen tseib obet tot gefdrbten SBlOten.

^nige

loetben bed-

halb bdubg ald 3iet1>ganjen ge)fl(btct, ). 9. D. intenifolium Michx. unb Ü. Meadia L. Seibe fmb (rtrtlnnbpganjcn. Sie blühen im fDtai unb 3uni unb lagen gd; bunh Sludfaat unb Stodteilung leidit setmebten. Sabenbotf, Slotf im Kteid ÜBanjleben bed pteub. 9)eg.>!0ej. SJiagbebutg, an ben ßinien 2Rag= beburgi^albetftabt unb Stabfurt < Slumenbetg^ ÜHogbebutg ber gSreub. Staatdbabnen, but (1895) 666 6., gSoftagentur, Selegrapb unb ift gefdjiditlid) belannt buitb ein gegreiibed @efeibt bed ^illidjen Äotpd, 5. fÖlai 1809, gegen tdniglid) Weftfdl.

Stuppen (Senlmal

Siberldii,

ndtblitb

ßubio.,

com

(Coife).

$büolog unb Stbulmann,

geb. 19. S)ej. 1791 ju 3ena, Sohn bed Sbeologen yob.Cbtiftopb ®. (1745— 92), ftubierte ju fUlflndien, oeibelberg, ßtlangen unb IBerlin Sübilologie, mürbe

!Dobona

Sobge (fpr. bobbfeh), fDItd. fDlatp (3llaped\ omeril.gugenbfibtigfteUerin, geb. 1828 juSleuporl, mat mit 3)onalb ®. iDiitcbeQ unb Sattiet Seeeber Stome bei ber Seraudgabe non «Hearth and Uomc» tbdtig unb febtieb 1864 ihre etfte (Stjdblung: «The irvington Stories». 3flt jmeited SBert: «Hans Brinker, or the silrer skates» (1865), eine Kinbet: gefebiebte, bie in SoUanb fpielt, madite fie berühmt unb mürbe in niele Sprachen übetfegt. 1869 folgten

others» (1876), «Along the way» (1879), «Donald and Dorothy» (1883). 3). ift auch Setaudgebrtin bet beliebten Sugenbieitfehrift «St. Nicholas». iSobge (fpt. bobbfeh), SKib fDlatp Sbigail, unter bem Sfeubonpm ®ail£>amilton belannte ameril. Schtiftftelletin, geb. 1838 }U Hamilton (fDlaffachufettd), mutbe 1851 Sebtetin btt Shpfil bfel abbangenbe Müge pon @olb= brolat, in fog. pbrpgifchcr gorm. Sie Stelle einet Krone oertretenb mürbe bie S. feiten« ber Sogen auch über ibt ffiappenfehilb gefegt. (S. Safel: Kronen I, gig. 23.) di

SoggaBclj (Soggani), eine cbcmal« für bie ®ombap auögeprdgte Kupfermünje, ba« Stüd ju 1 'füe ober */,oo ber 9iu; monad) ba« S. bi« 1824 al« Srucbteil ber Sicca:

nähme

biefet (iBfltbe gebracht (älnbtea ISontarini, b., 1367) unb ein (Sefeg etlaffen roerben mugte (1339), melcbc« bie Slblebnung ber (IBfirbe perbot. Sferfueb be« S. (Diarino galieri (f. b.), biefe Slbcleherrfcbaft ju ftürjen, führte nur feinen eigenen Untergang berbei (I.3Ö9). Sie (Siege, auf melcben bie SlriftofraRc jur Sebmdebung ber Macht be« S. gelangte, mären folgenbc: 3uctfl mürbe bie 92eu= mabl be« S., oon bet fegon 1177 ba« (Bolf ganj au«gefcbloffen motben, an einen 3fu«fcbug oon 11, 36 unb il 'Mitgliebcr be« 'fjatricierftanbe« gcbtacbi unb mit btt 3cit buteb ein funftooUe« (H)ablnerfab= ten bie ®ilbung oon ßliquen in biefet fflablbcbbtbe poUftdnbig unmöglich gemacht. Ser S. mürbe ferner brr ftdnbigen übermamung oon juerft jmei, bann fecb« (Hdtcn unterftcUt unb gebunben an bie Suftim’ mung in erfter Siinic bet Signori», aber auch ber Quarantia u