Physikalische Geographie und Naturcharakter

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Hie

Vereinigten Staaten von

Nord -Amerika. Von

Dr. Friedrich Ratzel, Professor der Erdkunde an der technischen H«cu«chule zu München.

Erster Band.

Physikalische Geographie und Naturcharakter.

Mit 12 Holzschnitten und 5 Karten

in

Farbendruck.

München. Druck und Verlag von

K.

Olden bourg.

1878.

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Physikalische Geographie and

Naturcharakter der

Vereinigten Staaten von Nord-Amerika.

Von Dr. Friedrich Ratzel, Pn.f—iMtr

«l.>r

KrJkunJ.« an

i.;«.smh

Das Stromgebiet des Columbia

Flüsse 231.

2-14.

234.

— Die Seen

Die Grossen Seen 237.

L

Krie 240.

Niagara

I

'.

.


">

475 481

485

XIV

Inhaltsverzeichniss.

493

Das Kflstentiefland von Virginien und Carolina »»»An Aar Pinp KarrenH

IX.

\

,

,

,

,

,

.

,

,

,

49t» •

XI.

I>io

Siniipt '(\vprt'ssf

514

Die Keys von Süd Florida

XIII.

MV.

FIiirs

xv

nio QroMea s«*»"

XVI.

504 508

'.

TropiBche Anklänge

Xll

-

Srenerien

,

,

,

,

s

,

,

,

,

.

,

,

,

,

_

,

.

.

Niagara Die Seeregion des Nordwestens

XVII.

Will

ri'hergainHmnlM-hnt't

MX

/wisclii'ii

Dia Brüte

XX. D a s Th al des

Wald- und

l'rarirn-ginn

">

m ittlem»

558 562

.

578 589

.

XXV

W

Bad I^n.U

.

CalifornischP \atnr

VIT

XX VIII

594

596

Ml Dana und l'tnililirk von der Siorra Du« VnsPmitP.Thal

XXIX. Der XXX. Der

1

f^V.

Mi-"'; ii

.

XXII. Hin Wirk in das Kelsengehiria' 1. 2. 3. XXHI. Quer durch das grosse Becken XXIV. Die Thierwelt der Prärien und Steppen

XXVI.

1

hi«±

,

Die Steppen (The Plains)

XXI.

5U ü2ü 529 539

,

,

,

,

ÜÜH 608

,

,

äusserst? Nordwesten

614

nördliche Tlieil des Grossen Berkens

618 622

Nachträge Tuhellen. 1. 11

III.

Vcrgleic hung der ggolojpscheii r'ormafinni'ii

in

Nord-Ann

rika

und Knropa

631

632

Elflhentafe]

Meteorologische Tabellen 1)

Mittlere Jahres-, Sommer-

2) Mittlerer

und Wintertemperatur und

f.

d.

die

N iederschläge

635

Barometer- und Thermometerstand. Niederschläge und vor -

herrschende Windrichtung auf den Stationen de»

Jahr Ort. 1871

— Sept.

1'.

S.

Signal Service

»37

1871

Verzeichniss der Abbildungen.

2)

Das Kreidemeer Nord • Amerika' s Ideales Profil quer durch die Vereinigten Staaten

Ii)

Profil

4)

Querprofil der Cordillereu

5)

Die Mississippi -Quellen

6)

Oberer Theil des Mississippi- Delta's

7)

Südwest -Pass des Mississippi

8)

Durchschnitt der Ablagerungen an den Mississippi -Mündungen

9)

Durchschnitt des Hudson -Thaies bei den Palisaden

1)

von der Bitte Ridge durch Temiest.ee

1(1)

Marble Canon

11)

Schema des

12)

Kärtchen der Xiagarafälle

y.nni

.19

42 Mississippi

60

.

67

166

.

1*2

.

Gefälles des Colorado und Ohio

.

.

186

.

.

.

.

.

196 2U1

211 -

Mississippi

224

248

Einleitung. Der westliche Erdtheil gegenüber dem östlichen. Gemeinsame Grundzüge im Aufbau Nord- und Südamerika'«. Nordamerika als geographische Individualitat Gliederung der Umrisse; innere Gliederung durch die Stromsysteme

klimatische

;

Verhältnisse; die Organismen.

Die Vereinigten Staaten von Nordamerika nehmen

nur einen

Theil des amerikanischen Continentes ein, aber was diesen in

muss auch

Gestalt, Erstreckung vor anderen auszeichnet,

denn

zur Geltung bringen,

sich

sie sind

gross genug,

Lage

in

ihnen

um

durch

ganze Breite des Continentes von Meer zu Meer sich zu erstrecken

die

und nahezu das ganze Gebiet der nördlichen gemässigten Zone, soweit diese auf amerikanisches

Land

trifft,

in sich zu

trachtung eines kleineren Gebietes kann Continentes vernachlässigen,

dem

man

In der Be-

fassen.

die grossen

Züge des

dasselbe angehört, weil sie dort

oft

hinter Bedingungen beschränkterer Art zurücktreten, aber in einem

Lande von

dieser

Ausdehnung werden

sich wenigstens die allgemeinsten

Eigenschaften mit denen seines Continentes decken. einige

In Amerika,

wo

Grundzüge der Lage und Gestalt mit so grosser Beständigkeit

von einem Ende

bis

einstimmung sogar Erdtheilen, und

zum andern

in

festgehalten sind, wird diese Ueber-

höherem Grade zu erwarten

man wird

allerdings selbst

z.

sein als in

anderen

B. China leichter ohne

jede Rücksicht auf Asien als ein Stück Erde für sich betrachten können, als

man

oder

es bei

selbst

dem

Momente ebenso R

»

»

ip

1

.

Gebiete, das uns hier beschäftigt oder bei

Brasilien

Amerik».

wagen

dürfte.

Dort

sind

Canada

sondernden

die

stark ausgeprägt, wie hier die vereinigenden. !.

1

Einleitung.

2

Werfen wir daher einen Blick auf Gesammt- Amerika, auf das Ganze, ehe wir zur Betrachtung des Theiles ühergehen, so allem nicht zu llhersehen der hervortretendste

Landmassen

der

Amerikas an die

Erdball,

nämlich

Zutheilung

die

die der vier anderen Erdtheile

Landmassen

tritt die

die

nördliche

Zusammenschiebung der

Hemisphäre

östliche

Landmasse an und

für

sich

östlichen

Gegensatz zu der

in

Dazu, dass

langen lockeren Hingelagertheit des westlichen Erdtheils. die

grösser

als die west-

ist

noch diese Zusammenschiebung und bedingt einen Unter-

liche, tritt

den man

beider Hemisphären hinsichtlich ihrer Continente,

schied

Es

durch die Benennung continental und oceanisch kennzeichnet. wird damit ausgesprochen,

Land

an

Beim Vergleich der dadurch gebildeten

gegen

Erdtheile

und

vor

ist

der Gruppirung

in

Halbkugel.

östliche

zwei grossen

auf unserem

die westliche

Zug

ist als

mehr

dass auf der östlichen Erdhälfte

auf der westlichen,

auf dieser hingegen entsprechend

ausgedehnteres Meer. Die Zusammendrängung nach Norden weist der

Landmasse vorwiegend gemässigte Zonen

östlichen

westliche auf die

verschiedenen

Aequator vertheilt

ist.

liche

Es

an,

ergibt sich ferner daraus,

Landmassc vorzüglich im Sinn der

KiL

12.(XK)

in

ihrem

im

Allgemeinen

Gürtel

auf

parallel

gleichen

Klimas wie im

reichere

und

sind

Da nun

dieser

weniger,

die

Erde

die

weiterstreckte

östlichen nicht zu finden;

beschränktere,

aber

die Klimate

um

den Breitegraden

dem Westcontinent

so

dem

Beide haben

ist.

Durchmesser,

längsten

östliche ist doppelt so breit wie die westliche.

ziehen,

die

dass die öst-

Breite, die westlicho in

der Länge oder in meridionaler Richtung gelagert

ungefähr

während

Zonen nördlich und südlich vom

Gebiete

jener hat zahl-

aber dafür weitaus

grössere Klimagebiete.

Im

inneren Bau der westlichen Welt

fachheit entgegen,

tritt

uns eine grosse Ein-

die der mannigfaltigen Gliederung der östlichen

wiederum scharf entgegengesetzt

ist.

Kein Theil

dieser

ist in

dem

anderen ähnlich, während wir dort demselben klar hervortretenden

Grundplan im Autbau der südlichen wie der nördlichen Erdtheilhälfte begegnen:

Zwei Dreiecke, deren Spitzen nach Süden weisen und

von denen das nördliche nordwestlich vom südlichen gebirg,

die Cordilleren,

das in beiden

liegt

dem Westrand

;

ein

Hoch-

entlang läuft

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Einleitung.

und

sie

gelagert

gewissermassen

verknüpft;

8

weite

Ebenen im Osten vor-

und vom atlantiseben Ocean durch Gebirge

geschieden;

mittlerer

Höhe

der Mitte endlich der beiden Erdhälften die drei

in

queren Gebirgszüge von Guayana, Venezuela und den grossen An-



tillen

dieses

sind

die

grossen Züge,

gleichsam

das Gerüst des

Westcontinentes, deren Wiederkehr im Norden und Süden die Mannigfaltigkeit sie

in

der äusseren wie inneren Gliederung ausschliesst, wie wir

der Alten Welt finden

Jene scharfen Sonderungen des

').

Südens vom Norden, die hier so häufig und überall so fruchtbar 1)

Dem

Naturforscher

tritt

diese Einfachheit

nicht

minder klar entgegen

dem Geographen, der die Lander weniger nach ihrem Gewordensein als nach ihrem äusseren Bau und den Culturmüglichkeiten zu hetrachten, welche sie darhieten. Man kann dieselbe nicht schärfer bezeichnen, als Dana es speciell für al9

Kordamerika thut: „In Umriss und Aufbau amerikanischen Contiuentes

in

der mathematischen Figuren;

setzt uns die Einfachheit des nord-

Erstaunen: Im Umriss ein Dreieck, die einfachste der Oberflächengestalt nach nichts als eine weite

Ebene zwischen zwei Gebirgszügen und an den Grenzen auf vier Seiten Meer." Dieselben Grundverhältnisse sind für Südamerika hervorzuheben. Dana sagt weiter mit besonderem Bezug auf die geologische Entwicklung Nordamerika^: -Amerika hat die Einfachheit eines einfach entwickelten Resultats, während Europa eine tcorW of comftlcxHies. Es ist nur eine Ecke der Alten Welt. Meere umgeben es im Westen und Norden, Festländer im Osten und Süden. Es war immer voll sich kreuzender Kräfte. Amerikanische Schichten erstrecken sich oft vom Atlantischen Meere bis zum Mississippi und östlich vom Felsengebirge ist nur Eine Bergkette jünger als das Silur. Europa zerfällt in eine ganze Reihe von Ablagerungsbecken und hat Gebirge jeden Alters. Dieser weite Unterschied erklärt die grössere Vollständigkeit und Allgemeinheit geologischer Veränderungen in Amerika, die schärferen Grenzen der Perioden und das klarere Hervortreten mancher geologischen Grundthatsachen." (Adress on American Geological History. A. J. S. 1857. S. 305.) Aehnlich auch H. Credner: „Weisen die tief eingeschnittenen, vorgebirgs- und halbinselreichen Küsten, die zahlreichen selbständigen Fluss-

geognostischen

Bau

und Gebirgssysteme Europa's auf einen sehr verwickelten dieses Continentes hin,

so

lässt

sich

aus der grossartigen

Einfachheit der Oberflächenverhältnisse Nordamerika^ auf dessen weniger complicirte

Zusammensetzung

geologische

sckliessen."

(Geogr.

Mittli.

1871.

41.)

Auch Südamerika ist, soweit wir es in dieser Beziehung kennen, geologisch ungemein einfach gebaut und nicht ohne auch hierin einen gewissen Furallelismus mit Nordamerika zu zeigen, den übrigens in

beiden Erdtheilhälften

Results of a journey

die Aehnlichkeit der Oberflächengliederung

voraussehen

in Brazil

1870 47

der Küste diesen

von Südamerika

in

Parallelismus hervor.

Geogr. Mitth. 1856.

hebt

in

seinen Scientific

Bezug auf das HervorDriftbildnngen und neuere Oscilla-

besonders

treten des Urgebirges (Laurent. Formation), die

tionen

Hartt

lässt. ff.

in

Vgl. F. Fötterle,

Die Geologie

187.

1*

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4

Einleitung.

an bewegenden und belebenden Contrasten

WO

Sonderung

die

Man

wiegt.

Thierwelt,

vergleiche

Contraste

die

in

Klima,.

Amerika,

mehr

vor-

Vegetation

und

dem Eismeer und dem

zwischen

die in Asien

Ocean zusammengedrängt die in

sind, fohlen in

östlicher von westlichen Gebieten viel

indischen

mit den allmählichen Uebergängen,

sind,

Nordamerika unmerklich von einer noch kälteren Eismeerküste

nach der nicht minder warmen See des mexikanischen Golfes hinab-

und mau wird

führen,

Wirkungen

die

eines so grossen Unterschiedes

Von der polaren

der inneren Gliederung bedeutend nennen müssen.

am

Flechtenvegetation

zu den Tannenwäldern Süd-

Mackenziefluss

eanada's, den Eichenhainen Wisconsins, den kastanien-

und wallnuss-

reichen Laubwäldern des Ohiothaies, den Magnolien und Lorbeern des

immer

Golfgebietes geht es ohne Sprung,

und abgeglichen

mittelt

Nur

hier

fast

kann das Kolibri

4000

Kil.

immer

stufenweise,

seine Flüge in Regionen ausdehnen, die

0 Monate harten Winter haben, und die Magnolie noch

in

nordischen

Fichten- und Föhren wäldein ihre tropische Pracht entfalten.

von

zwischen Süd

dieser Vermittelung

Contrast zwischen Ost und West hier

ins

östlichen

Extrem ausgebildet. liegt

der Wüste

um

Die

und Nord

so schärfer

üppigste

am Westrand

zu

extremer,

als

dass

es

und so

Aber

sich

der

Derselbe

Urwaldvegetation

ist

im Allgemeinen

sein Unterschied

ist

am

ein zu

vom Inneren

belebend zu wirken vermöchte,

Der Westen

ähnliche Contraste in der Alten Welt,

denselben

ab.

hebt

der Cordilleren gegenüber.

Aber das Land westlich der Cordilleren kleiner Tbeil von Amerika,

ver-

nordsüdlicher Richtung.

in

ist

ein

wie

hier durch

nur ärmer, unzugänglicher und ungastlicher geworden,

und der Gegensatz hat

nicht in

dem Masse

seiner Schärfe bereichernd

auf die Gesamnitnatur Amerikas zurückgewirkt.

Indem der Westen

die oceanischo

talen Welt der Osthälfte darstellt,

gegenüber der trockeneren Welt. die allgemeine

Berechnung

man kann

1)

im Gegensatz zur continener

gleichzeitig die feuchtere

Wir wollen keinen Werth auf

legen, welche der Tropenregion der Alten

Welt 77, der Amerika's 115 Zoll aber

ist.

jährlic

hen Regenfall zuspricht

1

),

mit Sicherheit behaupten, dass Nordamerika wenigstens

A. Guyot, Ära.

.T.

S.

IHM).

II.

16&

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5

Einleitung.

in

regenreicher als Europa and dass die von

gemässigten Breiten

Natur immer regenreichen Tropenregioneu

Amerika weniger von

in

regenarmen Steppen und Wüsten durchsetzt sind Welt. Gleichzeitig

„Mannigfaltige Ursachen,

Wärme

Dürre und

als in

aber Amerika auch der weniger

ist

Erdtheil.

Humboldt, vermindern die

von

A.

sagt

der Alten

warme

des neuen Welttheils. Schmalheit der vielfach ein-

geschnittenen Feste in der nordlichen Tropengegend,

wo

eine flüssige

Grundfläche der Atmosphäre, einen minder wurmen aufsteigenden Luftstrom darbietet: hin:

wegblasen

;

Ausdehnung gegen beide

weite

Ocean, über den

freier

ein

die

östlichen Küsten

Flachheit der

beeiste Pole

kühlen Seewinde

tropischen

Ströme kalten Meeres

:

aus der antarktischen Region, welche, anfänglich von Südwesten nach

Nordosten gerichtet, unter dem Parallelkreis von 35°

S.

Ii.

an die

Küste von Chili anschlagen und an den Küsten von Peru bis C. Parino

wendeud

;

nördlich

vordringen

dann

sich

.

plötzlich

die Zahl quellenreicher Gebirgsketten, deren schneebedeckte

Gipfel weit über alle Wolkenschichten

emporstreben und au ihrem

Abhang herabsteigende Luftströmungen veranlassen; Flüsse von ungeheuerer Breite, welche nach vielen die entfernteste Küste suchen

sandlose und

;

die Fülle der

Windungen

darum minder

undurchdringliche Wälder, welche,

Steppen;

zum

gegen Westen

stets

erhitzbare

den Boden vor den

Sonnenstrahlen schützend oder durch ihre Blattfläche wärmestrahlend, die

flussreiche

Massen

ausfüllen,

theils eingesogenen, theils selbsterzeugten

diese

alle

ein

Ebene am Aequator

und im Innern des

wo Gebirge und Ocean am entlegensten

Landes,

Klima,

Verhältnisse

das

mit

Kühlung wunderbar

sind,

ungeheuere

Wassers aushauchen

gewähren dem flachen Theil von Amerika

dem

afrikanischen

contrastirt

durch

Feuchtigkeit

und

u

1

).

Fügt man zu jenem Reichthnm an Niederschlägen die Ausdeh-

nung der Flachländer, welche so sehr begünstigen, hafte

und

die Entwickelung grosser

Stromsysteme

die für grosse Strombildungen so vorteil-

zusammengedrängte Lage der hohen Gebirge, so begreift man,

dass Amerika der Erdtheil des Strom- und Seenreichthums

amerika

1)

ist

ist.

Süd-

durch Flussreichthum, Nordamerika durch Fluss- und

Ansichten der Natur. 1&G0.

I.

n.

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Einleitung.

Der Aniazonenstrom

Seenreichthum ausgezeichnet.

Strom der Erde

und Nordamerika beherbergt

zahlreichsten Süsswasserseen, sie die

grösste

ist «1er

und

grössten

die

von denen man behauptet hat, dass

Hälfte alles Süsswassers umschlössen, das auf unserem Planeten

Die Ueppigkeit der Vegetation, ausgeprägt in

sich in Seen findet.

dem Artenreichthum

der amerikanischen Florengebiete, in der grossen

Zahl der Pflanzenformen, welche Amerika cigenthüinlich sind, und

dem „üppigen

eigenthümliche Charakter des Neuen Continentes liche

von

ist"

l

ist

),

ihrem Reichthum macht sich eine

Norden

zum

bis

Familienähnlichkeit

Süden

äussersten

geltend,

Aber

keinem Florengebiet amerikanische

fehlende

auf den

wieder

die

in

einfachen,

Wanderungen und Vermittelungen erleichternden Bau des seinen Haupt- und

nun auch

Ist

Grundzug hinweist

sche Einheit

).

Punkten

vielen

in

doch immer eine

sie

die

Continentes,

8

Erdtheilhälfte

nördliche

die

der südlichen ähnlich, so bleibt

geographi-

gangbare und geologisch

für sich, der eine so wenig

Verknüpfung wie die mittelamerikanische Landenge oder

so junge

die Inselbrücke

der Antillen

nichts

Wesentliches von ihrer abge-

Es

schlossenen Individualität rauben konnte.

Bemühen, den westlichen Continent zu

der natür-

Ausdruck dieser Fülle des lebenspendenden Elementes.

selbst in

in

saftstrotzenden Wüchse, jener Frondosität. welche der

zerlegen,

in ein

wie es versucht worden

ist

zwar ein müssiges

Amerika und

Columbia

ein

dem

zwei Erdtheile aus

ist,

einen zu machen, denn die Grenzen unserer Erdtheile sind überhaupt

Linien und

zufällige

man müsste dann

W eise T

folgerichtiger

auch

Europa seinem Stammerdtheil Asien zurückgeben oder Afrika 1)

A. von Humboldt

2)

Die Thier- und Menschenwelt der beiden grossen Hälften unserer .Erd-

a.

a.

über den

vegi'tatiren

O.

11.

I.

wollen wir einstweilen unterlassen, wie wohl

veste in Vergleich zu ziehen,

Amerika

in

nähere Betrachtung dieser beiden Heiche lehrt uns zu der Erde

als

deneu im feuchten

deren Lebenselement trockene

die Thierwelt sich befinde,

jüngsten Geschichte

in

viele

Wärme mehr

wir

nicht

die

Ursachen

ebenso

sehr

ihrer in

in

sei.

der

der jetzigen Natur des Continentes be-

gründete Bedingnisse thierischer und menschlicher Existenz kennen,

mindestens

viel

oder von der Ceppigkeit des Urwaldes erdrückten Charakter

der letzteren gesprochen wird, sowie über die Nachtheile,

Die

in

als

dass

Abweichungen von altweltlichen Verhältnissen

erdgeschichtlichen

als

geographischen oder klima-

tischen Zuständeu vermuthen sollten.

Digitized by

Google

Kinlcituiiß.

7

aus denen es von Norden

zwei natürlichen Erdtheile zerlegen,

die

und Süden her zusammengewachsen

Mit solchen Grenzberichti-

ist.

gungen wollen wir uns hier nicht beschäftigen.

Immerhin

ist

geographische Individualität Nordamerikas zu betonen,

die

Uebereinstimmung des Grundbaues

aller

Es gibt

bestimmt gegenüberstellt.

sich derjenigen Südamerika'*}

Gesetz

ein

der Landmassen, welches den Südcontinenten Eigenschaften

gerade

zum

dem Verhältniss

in

nördlichen

ist

in

der Gestaltung

gemeinsame

gewisse

im Gegensatz zu den Nordcontinenten,

zuweist

aber

die bei

und

des südlichen Halbcontinentes von Amerika

am

der Unterschied

den dasselbe ausspricht.

Inselarm.

wenigsten zu übersehen,

halbinsellos,

ungegliedert

fast

Südamerika dem Zwillingserdtheil gegenüber, der gegen seinen

liegt

Pol hin ebenso verbreitert und reich gegliedert erscheint, wie Süd-

amerika In

Richtung verschmälert und

derselben

in

G

der That gibt die r e c h e r e i

1 i

e

gliederarm

Nordamerika eine nähere Verwandtschaft mit Europa amerika-

Nordamerika

1

).

theilt

Erdtheil ganz einzige Analogie

-4

ist.

d e r u n g „der Erdgestalt von

mit Europa die

(C. Ritter),

als

mit Süd-

dem ganzen

„auf

im Süden wie im Norden

durch grosse mittelländische Meere bespült und von ihnen vielfach

Es hat vermöge

durchschnitten zu sein.

seiner zahlreichen Buchten,

Halbinseln und Inseln nächst Europa die grosste Küstenentwickelung (1

M. Küstenlänge auf

QM.

0(5

Oberfläche, oder, das Verhältniss

der Küstenlänge Europas zu seinem Flächeninhalt als die

0.(il>4;

Halbinseln,

angenommen.

1

Landzungen und Küsteninseln von Nord-

amerika nehmen, wenn man von den noch nicht genau bekannten ungefähr den zehnten Theil des Continentes

arktischen absieht,

Anspruch, halten).

so

Nun

lichen

Theil

welche

man

dass fällt

sich

(Weder zum

die

ihr zuschreibt,

fast

wenigstens

Null sein muss; aber gibt

diesen

1)

reichen

in

ver-

den nörd-

über Nordasien,

sie

fehlt nicht

Theilen

sicherlich

wenn

auch nicht auf die Stufe Europa's zu heben vermag. dieser

1:1»

wo jene eulturfordernde Wirkung,

im Osten. Süden und Westen und

sichts

wie

allerdings die grösste Gliederung in

des Continentes,

ein Uebergewicht

Rumpf

Gliederung nach Norden zu,

Carl Kitter. Allgemeine Erdkunde.

sie

Es dass

dieselben ist

ange-

C. Ritter

m

Digitized by

Google

s

Einleitung.

aussprach: „Amerika scheint durch seine Gestaltung und Weltstellung

am

dazu berufen, die Cultur des Menschengeschlechts

und am meisten

Was

frühzeitigsten

gegen den Norden der Erde zu verbreiten".

aber die südliche

Gliederung bereits an

Hälfte

rascher

1 )

durch ihre reiche

des Continentes

Culturentwickelung gewonnen hat,

darauf werden wir im Verfolg unserer Betrachtungen öfters zurück-

zukommen haben. Aufs ausgiebigste wird diese äussere Gliederung der Umrisse

durch die innere ergänzt, welche gegeben reichen sich

N etz der Ströme und Seen,

ist in

dem

ausserordentlich

die nach allen

Weltgegenden

aus der Mitte dieser Erdtheilhälfte heraus entfalten und nicht

wie die ähnlich grossen und ausstrahlenden Nordasiens durch breite,

unwegsame Hochflächen von einander getrennt reiche

Bewässerung wird

die in

Durch

sind.

diese

jedem Erdtheilinneren vorwaltende

Neigung zur Wüstenbildung zurückgedrängt, der Waldwuchs und der Ackerbau begünstigt,

Was würde

erleichtert.

Sie

Amerika ohne seine Ströme

ermöglichen den Verkehr

allein

der Verkehr

die junge Cultur gefordert,

Britisch

in

der unwirthlichen

sein V

Region

des weiten Hudsonsbaigebietes und damit das Vordringen einer auf

Jagd-

und Fischfang gegründeten Halbcultur

jenseits des Polarkreises.

In

dem

bis

die

in

Länder

klimatisch begünstigteren Gebiete,

das den Gegenstand unserer Betrachtungen bilden wird, haben beim lleichthuin

anderweitiger Hülfsquellen

die Fluss-

und Seensysteme

nicht diese grosse Bolle zu spielen, aber ihre grossartige verleiht ihnen

Entwicklung

doch eine Bedeutung, von denen uns unsere kleineren

europäischen Strom Verhältnisse keine Vorstellung geben.

ebenso

Nicht

Beziehung

günstig

gestellt.

ist

Nordamerika

in

klimatischer

Hier hat es die Nachtheile in den Kauf zu

nehmen, welche eine so bedeutende räumliche Ausdehnung immer

im Gefolge

Das Meer übt

hat.

und anfeuchtenden Einfluss auf Einfluss wird

entfernt

und

um je

Ritter,

mildernden

aber dieser heilsame

man sich von seiner Quelle dem Landeinwärtswehen der

so schwächer, je weiter

mehr Hindernisse

Feuchtigkeitsträger,

1) C.

in allen Breiten einen

die Klimate,

der

sich

Seewinde

Allgemeine Erdkunde.

entgegenstellen.

IW2.

239.

Nordamerika

Einleitung.

hat

weite

Regionen

die asiatischen

Wüsten

Innern

Winde entzogen

feuchtigkeitsbringenden

lose

seinem

in

Hochsteppen erinnert

ihm

fehlen

9

;

dem

die

der

Eintiuss

und deren Dürre an

selbst eigentliche, vegetations-

Aber

nicht.

,

sind

und Wüsten

diese Steppen

erlangen nie die lückenlose Ausbreitung, welche ihnen Asien, Afrika

und

das innere Ausstralien

selbst

Ihre Unterbrechung

gestatten.

durch zahlreiche Flussläufe, die nie ganz wasserleer werden, unterscheidet die nordamerikanischeu Steppengebiete von jenen des Ostens.

Man kann

sagen,

gebreiteter.

sie

sind

oasenreicher und

Der Grund davon

liegt

in

ihre Oasen

sind aus-

dem Zusammentreffen

der

Hochgebirgsregionen mit den Kegionen der Steppen, denn einerseits

vermindern diese Gebirge durch ihre Lage die Feuchtigkeitszufuhr, andererseits sorgen

dass

durch ihre schneebedeckten Höben

sie

die Wasserquellen

dafür,

Der bemcrkenswerthe Um-

nie versiegen.

stand, dass die Quellgebiete der grössten nordanicrikanischen Ströme

räumlich mit den Steppenregionen zusammenfallen und dass in in

sie alle

ihrem oberen Lauf grosse Strecken derselben durchfliessen, dieser Beziehung bezeichnend

ist

und gehört zu den hervorragenden

Charakterzügen des nordamerikanischen Coutinentes. Klimatisch

indessen

bleibt

Nordamerika entschieden weniger

günstig gestellt als die in entsprechenden Breiten gegenüber liegenden Theile

Wir haben

der Alten Welt.

geringere

Wärme,

die grössere Feuchtigkeit

und

im Allgemeinen die westliche Landmasse aus-

die

zeichnet, bereits hervorgehoben

und

ftlr

schied ganz hervorragende Gültigkeit,

Nordamerika hat dieser Unterist

aber nicht

in allen seinen

Theilen gleich entschieden oder in gleicher Richtung ausgeprägt.

Man

bemerkte ihn sehr früh, tibertrieb ihn aber beim Mangel genauerer

Beobachtungen so

sehr, dass selbst Halley zur

mässigen Kälte, die aufstellte,

dass

Nordamerika herrschen

in

einst

die

Erklärung der übersollte,

die

Erdachse ihren nördlichen Pol

Hypothese in

Nord-

amerika gehabt habe und dass jene Kälte eine Nachwirkung dieses Zustandes

sei.

Eine gründlichere Darstellung aller Verhältnisse, auf

die jene allgemeine Hegel gestützt

werden kann,

Humboldt

über die Isothermen

1)

in seiner ersten Schrift

Kleinere Schriften,

I.

S. 251.

lieferte erst l

),

A.

v.

worin er

10

Einleitung.

das von Anderen übrigens schon angedeutete Gesetz der grösseren Kälte

und der grösseren Wärme der Westränder der

der Ost-

Continente im

Besonderen auf die klimatischen Verschiedenheiten

zwischen Nordostamerika

und

damals aus, dass „selbst

in

auf den Ostküsten

Sommer

heisser

Europa anwandte.

beider Continente

wiederholten Vergleich:

es

Winter strenger und die

die

auf den Westküsten u

als

Er sprach

den Zonen gleicher Jahrestemperatur

„So findet

man

und

.

dem seitdem

in

oft

Newyork einen Sommer

in

Rom und einen Winter wie in Kopenhagen, zu Quebec Sommer und einen Petersburger Winter" hob er den Gegensatz des extremen nordostamerikanischen zu dem mehr abgeglichenen westeuropäischen Klima hervor. Man hat seitdem die dem

gleich

in

einen Pariser

wissenschaftlich unfruchtbare

von

Gegensatzes

des

statt

Methode der Vergleichuug des Klimas

gegenüberliegenden

einander

vielmehr

Küsten

wie es die Natur der Sache gebietet,

gefunden, als man,

ander entsprechenden Man

in Vergleich stellte.

und

aufgegeben

Uebereinstimmungen

unerwartete

die

ein-

Theile der beiden Erdtheile miteinander

fand dann europäische Anklänge auf der

West- und ostasiatische auf der Ostküste Nordamerika'»

Man

f

).

fand nun. dass sowohl in der Neuen als der Alten Welt der nörd-

Hemisphäre

lichen

Continente.

dass

die

sie

Wärme am

geringsten

im Innern der

ist

gegen die Küste hin zunimmt und zwar

viel

rascher und bis zu höheren Graden an den West- als an den Ostküsten.

Dann fand man aber

dass im Unterschied gegen

ferner,

entsprechenden Breiten der Alten Welt Nordwestamerika doch

die

noch

kühler

hinter

sei

als

Nordwesteuropa,

Nordostasien zurückstehe,

Norden zu

eiue viel raschere in

dass

auch

dass die

Nordostamerika

Wärmeabnahme gegen

Nordamerika

als in

Europa-Asien,

„Der früher so scharf betonte Gegensatz erscheint als Folge der einAnschauung heider Continente und an die Stelle desselben tritt eine auffallende Febereinstimmiing, denn in der That erheben sich in beiden Con1)

seitigen

tiuenten die Isothermen

vom Innern nach beiden Küsten

an den westlichen

au den östlichen.

als

hin,

Die Aufgabe

ist

und zwar stärker daher eine andere

geworden, es handelt sich nicht mehr darum, die einander zugewendeten Küsten der

verschiedenen

Continente

mit

mähligen Cebergang festzustellen Continente*."

II.

einander

zu

vergleichen,

sondern den

all-

zwischen den einander abgekehrten desselben

Dove, Klünatol. Beiträge.

\m*.

II.

1.

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11

Einleitung.

und

zu

dass

diesen

Unterschieden

Wärnieverbreitung

der

sich

Windrichtungen und Niederschläge gesellen,

Unterschiede der

so

dass jene allgemeine Uebereinstinimung für die unmittelbare Wahr-

nehmung

zurücktritt

Es sind

Verhältnisse.

man in

den Wirkungen

hinter

in erster

diese Störungen verdankt,

abweichenden

dieser

Reihe die Meeresströmungen, denen

dann

die besonderen Verhältnisse, die

der Vertheilung von Land und Wasser, besonders an der Nordseite

und

von Nordamerika zu bemerken sind,

die

Eigentümlichkeiten

Schon im Klima der arktischen Kegionen von

der Bodengestaltung.

Die

Nordamerika sind hervorragende Besonderheiten zu erkennen. Isotherme von 0°, welche diese Zone im Süden begrenzt,

der Ostküste bis 00° N. B. herab und

Sommer

Kalte Winter und kalte

60.

Jahrestemperatur

mittlere tiefsten

Grade herabgeht,

Allgemeinen

im

daher

Gebiet

ein

bezeichnen diese Zone, 'deren

an

einigen

Punkten

Isanomalen

negativer

gross

die

zu,

ist

1

In

).

der

welche den öst-

und binnenländischen Theil der nächstfolgenden gemässigten

Zone charakterisirt, kalten

unter

beobachtet hat und die

ungemein raschen Wärmeabnahme nach Norden lichen

an

an der Westküste bei

liegt

man anderswo

die

steigt

sehen

wir

Uebergreifen

ein

arktischen Region.

Diese

wie in Westeuropa.

Man

Abnahme

abnorm

dieser

nahezu doppelt so

ist

beobachtet in denselben Gebieten,

Südcanada und Britisch Columbia vorzüglich das Gebiet

die ausser

der Vereinigten Staaten östlich der Cordilleren in sich fassen, eine geringere

relative

Europa-Asiens

bei

Feuchtigkeit erheblich

als

den entsprechenden Zonen

in

bedeutenderen Niederschlagsmengen.

Regenmengen sind durchschnittlich doppelt

Die

gross

so

wie in

Europa- Asien, aber beim Vorherrschen trockener Landwinde

ist

noch die Lufttrockenheit ein bezeichnender Zug des Klima

s in

östlichen

1)

und binnenländischen Theilen.

„Die

Wärme, jeder jKratur unter wirklichen seine

mittlere

Wärme

Ort. dessen sie

Wärrae

Anomalie."

herabsinkt, eines

eines

Orts

H. Dove,

zu

von

kalt.

Ich

ist,

den

Die Monsunregen, welche

Parallelkreises

Temperatur höher

den-

ist

nenne

ich

seine

normale

zu warm, jeder, dessen

Tem-

nenne ferner die Abweichung der

der mittleren seiner geographischen

Klimatol. Beiträge.

1H57.

I.

4.

Breite

Die Jahreslinicu

gleicher Anomalie, die Isanomalen sind negativ, d. h. zu kalt in ganz Nordamerika

mit

Ausnahme

eines Streifens an der Westküste, der

grad reicht und nach Innen zu seine Grenze

am

vom

70. bis

zum

40. Breite-

Ostfuss der Cordilleren findet.

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Einleitung.

im Sommer die südliche Region dieser Zone benetzen, unterscheiden dieselbe scharf von unseren im

nimmt der

Gebietes

Sommer

trockenen südeuropiiischen,

Im Westen

und nordafrikanischen Ländern.

westasiatischen

dieses

besonders der winterliche ab und

Hegenfall,

bedingt ausgedehnte, wenn auch nicht lückenlose Steppenbildungen.

zum

Die Hochebene, die sich

Ostfuss der Cordilleren erhebt, schliesst

den grössten Theil der Südost-, die Cordilleren selbst die Südwest-

Winde

Im

aus.

paeifischen Küstengebiet

sind

regenarmen Sommern wie

treten Winterregen mit

meergebieten

Eine

auf.

californiens ab

und

Strömung kühlt

kalte

gibt ihr einen kühlen

den californischen Golf sind

bis

zum

nordwestlichen

die

vom

Theile ausserordentlich regenreich, aber südlich

in

40. Breitegrad

unseren Mittel-

die

Sommer.

Küste Ober-

Die Länder

24. Breitegrad

um

hinab durch

den Niederscblagsmangel der Passatregionen ausgezeichnet, ebenso alles jenseits des

Westrandes der Cordilleren nach binnen zu gelegene,

den Seewinden entzogene Land.

Wir haben endlich

ein tropisches Klimagebiet in

Nordamerika,

das Mexiko und Westindien umfasst und dessen Charakter, abgesehen

von seiner Lage innerhalb der Wendekreise, auf dem Festland vorzüglich

durch die Annäherung der Gebirge an die Küste und die weite

Ausdehnung der Hochebenen im Innern bestimmt Inseln

ist,

wahrend auf den

Lage und Grösse mehrere klimatische Bezirke unterscheiden

lassen, die vorzüglich

Hegenzeiten

durch Dauer und Intensität der zwei tropischen

unterschieden

Was

sind.

die

Wirkungen des Klima's

dieser Tropenregion auf dasjenige des Gebietes der Ver. St. betrifft, so gentigt

ei

i

Blick auf die Karte,

die Tropenregion

der

um

die Geringfügigkeit des in

nördlichen Hemisphäre

fallenden Landes im

Vergleich zu der Meeresbedeckung desselben Gebietes lassen. ist

erkennen zu

Das Land der nord- und mittelamerikanischen Tropenregion

ohne nennenswerthen Eintiuss auf das Klima

der

nördlicher

dem Meere des Golfes und Westindiens jenen hochwichtigen Sommermonsun danken, dessen wir bereits Erwähnung thaten. gelegenen

Theile,

während

dieselben

In nicht geringem Grade trägt zur Individualisirung

rika^,

besonders

gegenüber

Organismenwelt

bei.

der

Was

südlichen

Nordame-

Erdtheilhälftc

.

seiue

wir über die pflanzliche, thierische

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13

Einleitung.

und menschliche Bevölkerung den betreffenden Kapiteln allgemeiner Grundzug

Bewohnern der

des Gehietes

allein

rung stehen

nahe Verwandtschaft zu den besonders Nordeuropas und

nur

die indessen

zu vollständiger Uebereinstimmung

und im Allgemeinen

bei der Aehnlichkeit

und Annähe-

welche die Merkmale gemeinsamer, aber entlegener

bleibt,

Abstammung

als

Erdtheile,

einer Minderzahl von Fällen

fortschreitet

in

St.

wird

derselben die

östlichen

Nordasiens erkennen lassen, eine Verwandtschaft, in

der Ver.

berichten haben werden,

zu

Man kann

sind.

ganz Nordamerika

es aber für

das

als

Grundgesetz seiner organischen Welt bezeichnen, dass dieselbe im

Zusammenhang mit der organischen Welt der gesammten

innigsten

Nord-Hemisphäre geworden ausführen,

ist.

Man kann

dieses Gesetz weiter dahin

Zusammenhang am

der

dass

während von Süden her Einflüsse

innigsten

ist

im Norden,

geltend machen,

sich

die

strahlungen anderer Schöpfungsmittelpunkte darstellen als

denen

Norden

der

daher sowohl

in

seine

Lcbewelt empfing.

der menschlichen,

wo

r

l ebereinstimmung

-Fauna und In der

wird,

der

in

den

in

sie

die

als thierischen,

der

in

nächstsüdlichen subpolaren Zone

noch

verwandten

Schon

der warmen

Formen,

die,

Nager oder

in

fast

ausnahmslos

in

erscheinen

tritt eine

finden.

und mehr noch

in

wie die Cacteen und Baumlilien im Pflanzen-, gewisse Kolibri's

im Thierreich,

Familien angehören,

Am

es

ist

kein Zufall,

wo der räumliche

wie

In Thieren

dass

sie

klimatische

und Südamerika am innigsten und Pflanzen und

Westen Nordamerika^ amerikanischer

ist,

welche

weitesten ziehen

Hochebenen des Innern

Ihre Verwandtschaftsbeziehuugen

Süden zurück und amerika^,

grössere Anzahl

aber ihre Nächst-

aber speeifisch amerikanische

diese fremdartigen Gestalten auf den dürren

Mittel-

und

altweltlichen Formenkreisen

ausserhalb Amerika' s nicht gefunden werden.

nach Norden.

grössten

Cireumpolarflora

der kalten gemässigten Zone

gemässigten

am

Menschenrasse entgegentritt.

hyperboräischen

eigenthümlicher amerikanischer Arten auf. die

finden.

ist

als pflanzlichen

Hegionen zu jener vollen

arktischen

uns

von

Nordamerika

In

Bevölkerung die Uebereinstimmung mit der Alten Welt im Norden,

Aus-

die,

weisen

aber nach

im Westen Nord-

Zusammenhang mit

ihre reichste Entfaltung

selbst in der Cultur ist der als

der Osten.

Dieser

ent-

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14

Einlcitnng.

von den Formen der Alten Welt wie jener,

fernt sich nicht soweit

nur

am

äussersten Stidrande

Tropenregiou

indische

wirkenden Einflüsse

,

um

in seiner

tritt

auch er nahe genug an die west-

merklicher Weise die von dorther

in

Lehewelt auszuprägen. Eine entschiedene

Annäherung an tropischen Naturcharakter

ist

südlichen Theilen der Halbinsel Florida zu

auch,

wo

indessen nur in den

finden und hier

wie

im

Westen

ist

es

und Thier-

die grosse Zahl rein amerikanischer Pflanzen-

Anklänge

geschlechter

ähnlich

übertönt;

den übrigen Bezirken des nordamerikanischen Südens

in

dagegen sind

diese

die

Kette,

in

die

altweltlichen

deren Lücken jene nur einen

lockeren Einschlag weben, der dann nach Norden zu sich sehr rasch

verdünnt,

ohne indessen innerhalb der Grenzen der

Zone ganz zu

verschwinden.

Die Leichtigkeit

des

gemässigten

Wanderns

in

nördlichen und südlichen Richtungen, eine Folge der eigentümlichen

Bodengestaltung Nordamerika^,

tritt in

schiedener Ausprägung

Die

Formen

bis

hervor:

beiden Thatsachen in ver-

Massenverbreitung nordischer

an die Golfktiste auf der einen und die weite Verbreitung

von Süden kommender nach Norden auf der anderen Seite

ist

nur

möglich durch die vorwiegend meridionale Gliederung Nordamerika^, deren tiefgreifenden Einfluss auf die Lebewelt der ganzen Erdtheilhälfte wir noch öfter zu betonen

haben werden.

Allgemeiner Theil.

L Begrenzung und

Ilmriss.

Die natürlichen Grenzen der Vereinigten Staaten.

buchten.

Begrenzung. die südliche Hälfte

Die

Politische Grenzlinien.

Kästenlinie. Ihre Gliederung. Inseln. Halbinseln. Vorgebirge. Buchten.

Mündungs-

Allgemeine Form der Küstenlinie.

Die Vereinigten Staaten (ohne Alaska) nehmen

von Nordamerika

Hudsonsbai noch ein

St.

Sie bilden die schmälere,

ein.

aber die geschlossenere Hälfte, in deren

Zusammenhang weder

eine

Lorenzgolf einschneidet. Es entspricht dieser

coutinental ausgebreiteten Lage,

wenn der

wenn das Land vom

grösste Theil ihrer Grenze

zum

Meeresgrenze

ist,

Meere

und mit seinem Stidrand einen grossen und wichtigen

reicht

atlantischen

pacifischen

Theil jenes amerikanischen Mittclmeeres, des Golfes von Mexiko fasst.

Auch

um-

ein Theil der Grenzen, die auf dem Festlande gezogen sind,

hat natürliche Berechtigung.

Ein Blick auf eine Vegetationskarte des

nordamerikanischen Continentes

Nordgrenze

lässt erkennen, dass die

des mexikanischen Vegetationsgebietes wenig südlich von der politischen Südgrenze der Vereinigten Staaten gezogen wird, einer Höhenkarte sieht

gebiet durchziehen, eine

man

welches

natürliche Sonderung

und auf

diese politische Grenze das Depressions-

zwischen

dem

der eigentlich

Gila und Rio

Grande

nordamerikanischen von

den mexikanischen Gliedern der grossen Gebirgskette der Cordilleren erzeugt und dadurch zu einer der bedeutsamsten Erscheinungen in

der Oberflächengestaltung Nordamerika^ wird. Die Jahres-Isothermen

von 15° und 18° C. sind gleichfalls zu ziehen, von der

in

der Gegend dieser Grenze

man demnach behaupten

kann, ohne zu

sagen, dass sie nicht bloss eine politische, sondern auch, B»tx«l. Amerik*.

I.

und

viel

zu

in nicht

2

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18

I.

Begrenzung und Umriss.

geringem Masse, eine Naturgrenzc

sei

Von der Nordgrenze kann

x

).

Schon ihre

dasselbe nicht gesagt werden.

geometrisch regel-

fast

mässige Halbirung des Continentes von einem Rande bis

macht

es wahrscheinlich, dass sie

derselben halbiren

mit

Naturgrenzen

werde und dem

dass diese Grenze in

phischen Breite, d.

so

h. in

zum andern

auch manche Naturverhältnisse

schwer

vereinbaren

in

Folgerichtigkeit

so.

Aber der Umstand,

weiter Erstreckung

im Sinn der geogra-

ist in

der That

derselben Richtung gezogen

ist,

welche im

Allgemeinen auch den Verlauf der Isothermen und der Vegetationsgrenzen bezeichnet, lässt dieselbe immerhin nicht bedeutungslos in natürlicher Beziehung

allgemeinen

erscheinen.

Sie

Weise die gemässigteren

scheidet allerdings in einer

von

den

kälteren

Theilen

1) Die Grenze ißt übrigens von Anfang an mit Rücksicht auf den eigentümlichen Charakter des Landes gezogen worden, welches sie durchzieht, und mit Rücksicht auf den daraus folgenden Charakter einer Naturgrenze, der demselben in hohem Grade eigen ist: „Die Grenze ist gut", sagt mit sehr bezeichnenden Worten Major Emory, der Commissär, welcher seitens der Regierung der Ver. St. mit ihrer Feststellung betraut war, „und wenn die Ver. St. entschlossen sind, der Expansionskraft ihrer Institutionen und ihres Volkes zu widerstehen, die mir unvermeidlich zu sein scheint, und sich Grenzen zu setzen, ehe sie die Land-

enge von Darien erreicht haben, so wird

man

wahrscheinlich vergebens auf

dem

ganzen Continente eine Grenzlinie suchen, die besser für diesen Zweck geeignet wäre.

Es

ist

ein Glück, dass zwei Völker, die in Gesetzen, Glauben, Sitten

Bedürfnissen so sehr verschieden sind

werden,

,

und

von einander durch Grenzen getrennt

welche gleichzeitig grosse Unterschiede

in

der Naturbeschaffenheit des

Landes bezeichnen." Weiterhin sagt Emory: „Ich beobachtete diese merkwürdige Depression (vom californischen Golf bis zum Pecos) bei einer Durchforschung des Landes im Jahr 1846 und lenkte auf dieselbe die Aufmerksamkeit des damaligen Buchanaus, worauf dieser unseren Gesandten, der

Staatssecretärs des Innern,

über den Vertrag von Guadalupe Hidalgo verhandelte, verständigte, keine Grenznördlich von 32° N. B. anzunehmen. * (Report on the U. S. and Mex. Boundary Survey, 1857. I. 35) u. 41.) Mit diesen Rücksichten trafen übrigens auch Gründe militärischer Art und des Verkehres zusammen. Die Grenze von 1851, linie

welche ziemlich

weit nördlich

Erstreckung dem Gila R.

folgte,

von der heutigen

war für

Communicatiou zwischen den Grenzforts

und ausserdem wurde es zu jener

und

in

ihrer grössten

die Ver. St. ungünstig;

sie schuitt die

am

vorlief

Rio Grande und denen

am

Gila ab

Zeit als ein besonders hoch anzuschlagender

Nachtheil angesehen, dass

sie die Giladepression Mexico überliess, während es doch ausser Zweifel zu stehen schien, dass die schon damals geplante Pacificbahn nur in dieser Einseukung die westliche Gebirgsmasse zu passiren vermöchte.

Heute würde man den Zuwachs, den der Vertrag von 1853 brachte, weniger hoch anschlagen.

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Begrenzung und Umriss.

I.

Nordamerikas.

Die Laubwälder des Ostens, die hohen Nadelhölzer



des Westens, die Prärien des Innern weit über den

dem

40. Breitegrad

wenigstens

die

Aber

am

Thatsache, dass sowohl

vielleicht zeichnet

Annäherung

auch der Nord-

an gewisse Naturgrenzen

Staaten

Vereinigten

gehen sämmtlich nicht

sie

welcher die Nordgrenze in

hinaus,

grössten Theil ihres Verlaufes bildet.

nichts so deutlich

grenze der

19

am

östlichen als

Grenze die Fjord- und Schärenbildungen

westlichen

die

dieser

Küstenform von

diese

,

als

Ende

hervorragend klimatischer Bedeutung nur eben über dieselbe her-

Wir

einragt.

Maine,

den Pugetsund,

Bildung unentbehrlich der

schmalen Zone,

waren

sind,

Vereinigten

nicht

Ausnahme

mehr vorhanden. Vereinigten Staaten werden

jetzt

genügt

sie so treffend

Verlauf zu

ihren allgemeinen

es,

dieser gegeben:

ist

seiner Quelle, von dieser gerade nach bis zur

Mündung

Pohenagamook, von da nw. Zweige des

Hauptzweig des Linie in

46° 25

'

8.

Verlauf im

St. Croix,

St.

Norden

zum St. Johns R., in zum Ausfluss des Sees

bis

des Francis R., in diesem

sw. in gerader Linie zu einem

John angenommen wird

10° w. Richtung

den sw. Zweig des

bis zu

St.

dem

Punkte an dem

;

dem

von da wieder in gerader

Punkte, wo der Parallelkreis

John schneidet, dann

s.

diesem Zweige

entlang bis zu seiner Quelle und auf der Wasserscheide zwischen

Lorenz und Ocean R.) bis

bis zur Quelle eines der

und an demselben hinab

zum

St.

Lorenz.

In

bis

zum

wo

denselben entlang bis zu

John, der 16 Kil. in gerader Linie entfernt von

St.

be-

bezeichnen.

kennzeichnen

Im Norden durch den

dieser in die Passamaquoddybai mündet,

diesem

heutigen

Vereinigten Staaten zu

trachten sein, dessen aufsteigende Stufen

Für

sehr

einer

eben die Nordküste von Maine und der Puget-

in die

Zusammenhang mit dem Werden der

und zwar

nach

südlich von der heutigen

mit

der allmählichen Entwicklung zu ihrem

in

bis

berühren

der reichsten Aus-

in

sie

also

Staaten,

politischen Grenzen der

Die

sie

Die klimatischen Bedingungen, welche zu ihrer

bildung vorhanden.

fallen,

an

im Norden derselben sind

allen Küsten

Sund

bis

nur das Gebiet der Vereinigten Staaten, aber an

gewissermassen

Nordgrenze

und Schären an der Ostküste

finden Fjorde

der Westküste

an

Arme

St.

des Connecticut (Hall

45. Breitegrad

und diesem entlang

diesem Strome verläuft

nun

die Grenze,

2*

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20

Begrenzung und Umriss.

I.

indem

sie

und ebenso

ihn halbirt,

durch die Mitte des Ontario-, verbindenden; Royale und legene

ungefähr Sie

fallt.

begleitet diesen

verlässt

dass

vom Arrow

des Ganzen,

Vs

es möglich,

so,

sie

von den Narrows und

alles südlich

Ufergelände,

R.,

genau

so

sie,

und Huroncnsees und der

den Oberen See durchschneidet

Vereinigten Staaten

Arrow

verläuft

Erie-

sie

Isle

K. ge-

das Gebiet der

in

den Oberen See mit dem

nach dem Rainy Lake,

steigt

im Rainy R.

nach dem Lake of the Woods hinab und gebt von dessen Westrande

dem

49. Breitegrad entlang,

bis

zum Ufer

wo

des Stillen Meeres,

der Strasse San Juan

ihr früher zweifelhafter Verlauf in

de Fuca

dem Schiedsspruch unseres Kaisers (1872) dahin festgestellt ist. sie daselbst dem Haro-Canale folgt, welcher die VancouverInsel vom San Juan Archipel trennt. Der letztere ist damit dem Gebiete seit

dass



der Vereinigten Staaten zugefallen. läuft von der

da 160

Kil.

Mündung

direct westlich,

dann südlich

diesen Parallelkreis entlang bis 111°

am

nach einem Punkte

Linie

Gilamündung

liegt,

Mündung und von San

Diego



'

N. B., von

von diesem in gerader

der 32 Kil. unterhalb der bis zu besagter

westwärts bis zu einem Punkte an der

dieser

liegt.

47

31° 20' N. B. und

bis zu L.,

0

und dann im Colorado aufwärts

Küste, der eine Seemeile südlich

von

W.

Colorado,

gegen Mexiko

Die Grenze

des Rio Grande bis zu 31

vom

südlichsten Punkte des Hafens

Beide Landgrenzen,

Nordamerika wie gegen Mexiko,

die

gegen

Britisch

haben zusammen eine Länge von

10,200 Kil.

Ausdehnung und Umriss. seiner Meeresgrenzen

ist

Innerhalb dieser Grenzen und

das Gebiet der Vereinigten Staaten in der

Weise gelegen, dass sein nördlichster Punkt durch den 49. Breite-

Cap Sable (24° 50' N. B.), sein östlicher Quoddy Head (00° 59' W. L.), sein westlichster durch

grad, sein südlichster durch

durch

C.

Cap. Mendocino (124° 32'

zwischen

Norden

Westen 4(525 zu beziffern 1)

Kil.

u.

L.)

gegeben

Seine Ausdehnung

ist.

zwischen Osten

und

auf 7,838,300

sein Flächeninhalt ist

und

KU.

1

).

Also 142 352 geogr. oder 3,026.494 engl. M. ;

Hiebt genau vermessen

(Belim

W.

und Süden beträgt 1285,

ist,

9,933.080

Kil.

Wagner, Bevölkerung der Erde

Mit Alaska, das übrigens

oder 3,603,H84 in

e.

Geogr. Mitth.

M. oder Erg.

1(59.509 g.

lieft. 35.

M.

S. 64.)

Begrenzung und Fmriss.

I.

21

Die Ktistenlänge der Verein. Staaten wurde im Jahr lSöH nach

damals erneuerten Messungen auf 7064

berechnet, wovon 3030

Kil.

2W2

auf die atlantische, 1MV> auf die pacifische und

kommen

küste

Diese Küstenlänge

').

Landes nicht bedeutend;

des

aus

mit der europäischen

Indessen

sie

zu

,

Küstcnlänge kein

ist

ohne Rücksicht

allem keinen Vergleich

vor

hält

der

nur wie

sich

sie

unveränderlicher

nähere Bestimmung

auf seine

Da

es

ist,

welche ihm besonderen Werth verleiht, so

seine Beziehung

näher

dieselben

der Ver. St.

Küsten

nun vorzüglich darum

in

der angedeuteten

Ilichtung

nämlich

hinauf schiffbarer Ströme

wagen, keiner

dass Europa

des

Gebietes

fehlen

;

aber dafür sind

mit

durch reichliche

und durch

Mündungen hoch

die

Man

darf die Behauptung

reichen

Umrissgliederung auf

Flüsse.

seiner

all

und

Insel-

aller

als

ist,

Zugänglichkeit

zugänglich

und so

sei

viele vor-

Häfen habe, wie die atlantische Küste von Nordamerika.

Die Zugänglichkeit

wohl aber

ist

ist

nicht ebenso gross an der paeifischen Küste,

Der Golf

auch diese sehr buchten- und hafenreich.

nimmt

Mexiko aber

von

und

einzigen Küstenstrecke so

treffliche

Bezug auf

er in

ist

eine verhältnissmässig geringe,

wichtiger

mit

einschneidende Buchten

tief

den man

reichem Masse mit einer Eigenschaft begabt, welche

Halbinselreichthum,

und

4 verhält.

:

vergleichen könnte.

Die Küstenlänge

ihm bedeutende Inseln und Halbinseln

weil

seine in

ist

1

Begriff,

zu den Culturmöglichkeiten eines Gebietes

bestimmen

zu

auf die Golf-

im Vergleich zu der Grösse

ist

westindischen Region an

als

ein

Abschnitt

der

reichgegliederten

den Vorzügen Theil, welche diese sogar

unserem Mittelmeer an natürlicher Begünstigtheit haben vergleichen

Report on tbe Hist. aml Progr. of the American Foast Survey. 1858. 4ti. „Blickt man auf dem Krdball umher, so zeigen sich die Gliederungen,

1)

2)

die isolirteren Theile

Inseln

überall

fast

der Erddächen, die Gestadcstreckeii

als

die

am

reichsten

begabten

.

die Halbinseln,

die

auf denen

die

Erdstellen

,

frühesten und grössten Entwickelungen sich concentriren konnten.

und Entwickelung

vielfachung

Organismen und das

I*i2.

..

der

Wir wiederholen

(Je wicht des Materiellen,

organisirte

des

.

der

Völker

hebt

sich

überall

der

Adel

es: nicht die absolute (Jrösse, nicht die

der

Masse

sondern die Form, die gegliederte und höher

Form errang das Fe berge wicht und

Schicksals 216.

Organe

Mit der Ver-

der Erde bei."

trug das ihrige zur Entscheidung C. Ritter,

Allgemeine Erdkunde.

*2

Begrenzung und Umriss.

I.

Man mag

lassen.

also wohl sagen,

die

Keime

eines Völker-

Boden gefunden haben würden wie

hier keinen so fruchtbaren in

tlass

Anregungen zu Wanderungen und Austausch

verkehrs, die allerersten

B.

z.

den Inselfluren des ägäisehen oder des jonischen Meeres oder

selbst

wie

Meer hätte hinausgelockt, zu kühnen Unter-

hier aufs

sich

nehmungen angespornt fühlen müssen. die wir gerade

Ullirissgliederung,

die

Buchten und Halb-

Inseln, der

dass selbst der träumende Geist eines Neger-

inseln so gross sind,

volkes

wo der Keichthum und

Antillenmeergebieten,

in

Annäherung der Festlandküsten und

Cultur Nordamerikas die

Aber

eigene Art von

die

an der Seite finden, die für die

wichtigste

war,

nämlich an der Europa

zugewandten atlantischen Küste, hat Nordamerika

hohem Grade

in

geeignet gemacht zur Lösung der Aufgabe, die ihm in der Verbreitung

und Entwicklung der Cultur über die

günstigste Hafenbildung,

die

Erde zugefallen

ist.



Insulirung und Küstenstellung

Durch gegen

die nordostatlantische Westseite Europa's mit analogen Temperatur-

wurde das

verhältnissen

die

Aufnahme

war durch

am

.

.

Nordamerika

.

maritime Lage zur nothweudigen.

seine

wiederholten

Schifferentdeckung von Europa (nicht von Asien) aus bestimmt

Die grossen Elemente

Küste

der Vcr.

)

Als

scharf

Halbinseln nur Delaware Kil.) und Florida (Ii0,500 Kil.) au der atlantischen

abgesonderte (15,1)50

*

l

der Gliederung sind wie gesagt an der

nur in geringer Zahl vertreten.

St.

s

empfänglichsten ausgerüstet für

europäischen Civilisation

einer

Nordamerika

hafenreiche Ostgestade

so

von Anfang an ganz vorzüglich

Glieder

treten

Küste und von Inseln nur Grösse hervor, die hinter

»1er

von

Long Island

Alle andern Halbinseln

verschwindet.

(2420

Q

Kil.) in einer

Masse des Festlandes, ihres Rumpfes, nicht

und Inseln sind entweder zu

wenig scharf vom Festland abgesetzt oder von zu geringer räumlicher

Ausdehnung,

um

selbständig

hervorzutreten.

Man kann

zu

einer

grossen Gruppe die zahllosen kleinen Inseln an der Küste von Maine

(Grand Menan. vom Ostvorsprung

1) C. Ritter, balls.

1850.

Mt,

Desert

der

u.

a.)

zusammenfassen

Neuenglandküste

bei

C.

;

Cod

die südlich

gelegenen

Ueber räumliche Anordnungen auf der Außenseite des Erd-

32.

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Begrenzung und

I.

23

l'niriss.

Nantuckct, Marthas Vineyard, Penikese, Bloek, Fisher bilden eine andere natürliche

hattan

New -York -Bai

der

in

schliessen sich

Indem

Die Felseninseln hören damit auf.

[.

Man-

Island und

Gruppe; State

au Long Island an.

die Flachküste jetzt vor-

herrehend wird, begleiten Düneninseln, zerrissenen Nehrungen ent-

stammend, die Südküste von Long

Island, die

New-Jersey und Dela-

wareküste und wiederholen sich von da an, indem

sie

auch

stellen-

noch zu zusammenhängenden Landstreifen, Nehrungen ver-

weise

bunden

sind, bis zur Südspitze Florida s

der Golfküste.

welche

und über

diese hinaus an

In dieser Region sind diejenigen Abschnitte der Küste,

von vorgelagerten Inseln, Inselstrichen oder Landstreifen

frei

Es

seltener als die, an denen solche Gebilde sich finden.

sind,

Aber an der Südspitze Florida's treten

Flachktisteucharakter.

Keys

')

die

Werke

riffbauender Korallen, deren Nordgrenze sich bis

hierherauf erstreckt, mit diesen Schwemmgebilden

erzeugen

Keys

ist

den

in

besonders

zahlreiche kleine Inseln,

die

in

Verbindung und

Florida Keys und Pine

der Kette der

in

im Aufbau an ihren Koralien-

ursprung, in der Anordnung aber an den Nehrungsboden erinnern,

dem

sie

Tort u gas

Die

entsteigen.

Die Golfküste hat entsprechend

Koralleninseln.

und noch ausgedehntere Nehrungen,

zahlreiche Ktisteninseln

Südhälftc der atlantischen Küste. S.

ächte

sind

ihrem durchaus flachen Charakter

Von den

als die

Inseln sind nennenswerth

Vincent und S. Georges gegenüber der Appalachicolamündung, Chandeleur-Inseln, Ile au Breton, Horn, Grozier

die

und

Marsh -Inseln

Küste des

Stillen

einigten Staaten

auszeichnet.

Sie

an

beiden Seiten

fällt, ist

keine

sie

demnach gebirgig und zwar

küste

die anderen,

Rosa,

1)

S.

das Gebiet der Ver-

Ausnahme von der Inselarmuth,

fast

die sie

Sa.

wenigen Inseln

am Nordrand

die Mitte ist inselleer.

Miguel,

sind. Ihre

durchaus vulkanisch.

südcalifornischen Küste liegen die einen,

Sa.

in

durchaus Steilküste, der nur an einigen Stellen

Dünen- und Flachuferstrecken eingeschaltet sind

Die

des Mississippideltas.

Meeres macht da, wo

Catalina,

S.

Amerikanisirt für das spanische „Cayo",

Jenes sind Sa.

Nicolas,

das

S.

An

der

der Oregon-

Cruz,

demente

Felseninsel,

Riff.

Bank

bedeutet.

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24

und

Dieses die bereits oben erwähnte

einige Klippen-

Haro-Inseln ihr

Begrenzung und Umriss.

I.

in der Strasse

im Admiralty

Gruppe der

San Juan de Fuca und südlich von

Inlet gelegene Fjordinseln.

Vorgebirge und Buchten, indem leichteren Aussprünge

sie

vorwiegend

die

und Einschnitte bezeichnen, sind am meisten

geeignet, die kleineren, praktisch aber

darum

Gliederungen eines Landes auszudrücken.

nicht weniger wichtigen

Es entspricht dem oben

angedeuteten Detailcharakter der Küsten-Gliederung der Vereinigten Staaten,

wenn

eine grosse Anzahl von Buchten

und bedeutenderen

Landvorsprüngen an derselben unterschieden werden und wenn

in

Folge dieser mannigfaltigen Einzelgliederung diese Küste zu den hafenreichsten gehört.

Die bemerkenswertheren Vorgebirge sind:

An

der atlantischen Küste:

C.

Ann 42° 38' N.

C.

Cod 42°

C.

Henlopen 38°

C.

May 38°

Henay 36°

C. Hatteras

C.

12', 5.

II.

307).

(J.

D. Dana,

Diese Worte

kann man immer unterschreiben und vor allem den letzten Satz. Selbst ein l'ebermass in der Bildung neuer Schichten, Gruppen und Namen, das unser Gedächtniss allzusehr zu belasten droht, ist Wünschenswerther als die Sucht, überall Europa wiederzufinden. Jene lässt immerhin die Thatsacheu gelten wie sie sind, diese thut

Auch in der vergleichenden Zusammenstellung nordamerikanischer und europäischer Formationen (Tabellenauhaug, Tab. I) möchten wir daher nur eine lockere, verdeutlichende, nicht eine zwingende Parallelisining gegeben haben. ihnen Unrecht.

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Geologischt-r Hau.

II.

Dana

Iranischen ContinetUes, wie ihn

:57

Inselartige vereinzelte Stücke

nennt.

New-York,

südlich vom Lake Superior, in den Ozark Mountains, den Black Hills o. a. 0. Es ist auch nicht unwahrscheinlich, dass Streifen azoischen Festlandes

azoischen Gebietes liegen im nördlichen

an der schon

Stelle

der heutigen Bergketten

über die Silurmeere

der Alleghanies und der Sierra

aber wir kennen noch nicht genügend die Geologie dieser beiden grossen Gebirge, um diess mit Sicherheit

hervorragten,

behaupten zu können.

An

Kern legten

diesen

Meeren

der

horizontale

im Süden die Niederschläge aus den

sich

alteren Silurzeit

Schichten

in

Lagerung eine Zeit der Ruhe

Die drei Gruppen,

in

für

an

deren vorwiegend

,

diesen Erdtheil andeutet.

welche die amerikanischen Geologen diese unteren

silurischen Schichten eintheilen, entsprechen langsamen Niveauanderungen.

Die unterste, die

Potsdamgruppe

formation entspricht)

ist

(welche der europäischen Primordial-

offenbar in einem seichten, von Sandbänken durch-

zogenen und unterbrochenen Meere abgelagert, tieferen

Meere wurde,

mit Kalkst einchichten

in

das allmählich zu einem

welchem die darauf folgende

T renton gruppe

Hudson-

von continentalcr Erstreckung und die

gruppe mit abwechselnden Schiefern und Kalksteinen sich bildeten. Trappausbrüche fanden während der Ablagerung der Potsdamgruppe in dem Gebiet

südlich vom Oberen See statt. Die Hebungen und Senkungen und die verschiedenen Ablagerungen dieser Zeit waren nicht lokal wie

etwa

die

sondern

der Tertiärzeit,

Masse des Continentes wurde Zeiträumen

gebildet.

Ausdehnung

weiter

ebensowenig berichten.

wüssten

wechselnden fort.

Man

Eigentliche

wir

von

Wir

Die

gab

es

Sinn,

wohl

tiefe,

nicht,

in

aber

Süsswasserbildnngen

zu

(Niagara-, Salin a- und Helder-

dauert dieser Zustand einer vorwiegend seichten, häutig

Meeresbedeckung und der Maugel der Süsswasserbildungcn will

Landpflanzen

waren die Niveauändcrungen

am

Ausdehnung.

unserem

in

Meere

unzweifelhaften

Silur

in

Formationen dieses Zeitraumes gefunden

haben, aber ihr wahrer Charakter reicher

grossartiger

Oceane

ununterbrochene

Auch im Oberen

berg-Gruppe)

von

diesen und den folgenden paläozoischen

in

in

ist

noch zweifelhaft.

der ganzen Silurzeit

Im Allgemeinen

grösser und

zahl-

Ostrand des Silurbeckens, an den Alleghanies, als im Innern.

finden dort mächtigere Ablagerungen, in denen häufiger

Wechsel von

Sandstein und Schiefer die Kalksteine unterbricht, während im Innern, im

Westen minder mächtige, aber einförmigere und

viel

weiter ausgebreitete

Ablagerungen vorwiegend kalkiger Natur die Silurformatton charakterisiren.

Dem Kern

des

Continentes wuchs

in

der

De von zeit

ein grosses

Stück Festland im Süden und kleinere Stücke an allen anderen Seiten zu.

Die Alleghanies und die Sierra waren zunächst nur durch landarme Inselreihen und Riffe vertreten.

Landpflanzen traten

um

die Zeit der mittleren

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Geologischer Bau.

II.

Devonbililungen

zuerst

in

grösseren Massen auf.

derselben Zeit er-

In

scheinen die ersten Wirbclthicrreste, also bedeutend später als in Europa.

Man theilt die Dcvonformation in Nordamerika in fünf Gruppen, welche Namen Oriskany-, Corniferous-, Hamilton-, Chemung- und Catskillgruppe tragen und deren Gesteine vorwiegend aus Sandsteinen

die

und Schiefern bestehen. Eine Periode ausgedehnter Kalksteinbildungen

gegen das Ende der

zeigt

paläozoischen Zeit eine Senkung der bisher so vorwiegend seichten Meeres-

böden an;

es

ist

die

Zeit der Berg- oder Kohlenkalkbildnng.

welche von den amerikanischen Geologen zeichnet wird.

format ion

Subcarboniferous Period be-

als

Die darauf folgende Zeit der eigentlichen

Steinkohlen-

der Hebung,

welche mit der

ist

dagegen wieder eine Zeit

Ablagerung von Conglomeraten (Millstone

grit)

und Sandsteinen, jene

Wo

wiegend im Osten, diese im Westen und Süden begann.

vor-

heute Kohlen-

Hötze aufgeschlossen werden, war damals Festland und diese-. Festland er-

Ebene und Sumpf, wo

streckte sich weithin als einförmige

die Steinkohlen-

Während Land zuwuchs, bestand, nach Westen gedrängt, das subcarbonische Meer im Gebiet der heutigen Rocky Mts. fort und mochte in dieser Region mit dem Meere im Norden zusammenhängen. Im Westen allein ist es auch, dass Schichten abgelagert wurden, vorpflanzen unter wesentlich gleichen Lebensbedingungen vegetirten.

so im Osten neuerdings

Kalksteine,

welche

unserer europäischen

Dyas-

wiegend

amerika

nach oder

und

Alter

organischen

Perm formal ion

Einschlüssen

Nord-

entsprechen.

war mit der Kohlenformation im Wesentwuchs nur nach Süden und Südwesten in den folgenden

östlich des Mississippi

lichen fertig,

es

Perioden noch erheblich weiter.

den

In

Nordamerika

älteren

Formationen

der

Sekundärperiode

fehlen

in

die scharfen Unterscheidungen, welche wir in «1er Trias und

dem Jura vou Europa wahrnehmen.

Iieide

Formationen scheinen

in

Nord-

amerika eine zusammenhängende Reihe von Ablagerungen zu bilden und ausgezeichnet

sind

vorzüglich

Man

schreibt diess

des

inneren

langten

.

durch eine grosse Armuth an Fossilresten.

dem Umstand

Nordamerika

in

zu,

dass

einem

die'

älteren Sekundärformationcn

Binnenmeere

zur

das keine oder nur geringe Verbindung mit

Ablagerung

dem Meere

ge-

hatte,

und ähnlich arm an organischem Leben war wie der heutige Grosse Salzsee. Vielleicht war dieses Meer ein Rest desjenigen, aus dem in den vorhergehenden Perioden der Bergkalk

sich abgesetzt

hatte.

In der Juraperiode

scheint eine etwas tiefere Senkung dieses Binnenmeer mit

bunden noch

-und

es

mit neuen organischen

Formen

dem Occan

bereichert zu haben.

ver-

In

höherem Grade

scheinen Senkungen in der Kreideperiode stattgefunden zu haben, wo ein Meer aus dem heutigen Golf von Mexiko mindestens bis in das obere Missourigebiet und (nach Ablagerungen der

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Geologischer Bau

II.

39

Kreideformation im Mackcnziegcbiet zu sehlicssen) sogar bis zum Eismeer so dass das heutige Nordamerika sich damals aus zwei ungleich

reichte,

einem östlichen und einem

grossen Theilen, (Flg.

1.)

und Ohio bestanden

Mississippi

westlichen zusammensetzte.

bereits, aber dieser dürfte der

grössere von beiden gewesen sein, da sein Qucllgebiet grösstenteils schon seine heutige

Erhebung gewonnen

hatte,

während der Mississippi aus einem

Hachen, der Bildung grosser Ströme wahrscheinlich ungünstigeren Gebiete

kam.

Kleinere Strecken wuchsen ausser an den Kandern des nordamerika-

nischen Kreide- Mittelmeeres

dieser Periode

in

am

pacitischen und atlantischen

Rand und am Südende der Alleghanies dem Continente

Piff,

1.

I>»n

Kreiiirmrrr Nordamerika'«.

Mo,

In

Süden und

der ein

Ter

t i

ärp

liebipt des

criod

grosser Theil

des Mississippithaies

e

des an,

Oberen

fügte

ferner

zerfallen

Gebirgserhebung

.

war.

nämlich

Gleichzeitig die

californischen Küstengebirges.

so

dem

sich

im

l>nn».|

Miftaouri.

Continent im Osten und

Niederungsgebietes

welche die zwei Hälften zusammenkittete, Kreidezeit

(Nach

zu.

der atlantischen Küste

Westen diejenige Landmassc, in

füllt

die der Continent noch zur in

diese Zeit

die wichtigste

der Hochgebirgskette im Westen und des

Damit war das nordamerikanische Festland

der Ausdehnung

fertig, wie wir es heute sehen. Die nordamerikanischen Tertiürgebilde bezeichnen im Allgemeinen den Ueber-

ziemlich

in

gang von Meer zu Festland, der mit diesen Landhebungen verknüpft war

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10

Geologischer Bau.

II.

und bestehen desshalb häutig aus Brackwasser- und Süsswasserbilduugen Die Hebung, welche die atlantische Flachküste zwischen Florida

in

der Breite entstehen

Hess,

in

New -York und

der wir dieselbe heute sehen,

fand im mioeünen Abschnitt der Tertiärperiode, die der Halbinsel Florida

wahrscheinlich im i>liocänen und noch später

im Westen

fiel

in

statt.

Durch

die

Hebungen

diese Zeit auch der Anfang der Ausbildung der grossen

nordwestamerikanischen Stromsysteme, besonders des Missouri und Colorado. In

die

posttertiärc

Zeit fallen vorzüglich nur noch innere geolo-

gische Veränderungen, deren letztes Ziel die Ausgleichung der Verschiedenheiten zu sein scheint, welche durch die

früheren Perioden

entstanden

sind.

Hebungen und Senkungen

Mit Thal- und Seebildungen,

in

den

Drift»

und anderen Sehuttablagerungcn, Erosion und Herausbildung der Gebirgsformen,

Torf- und Korallenbildung erfüllt sich die geologische Thätigkeit

dieser Zeit.

Vulkanische Eruptionen treten ihnen

in

beschränkten Gebieten

Nur an der Südost- und Südküste fährt eine nicht unbedeutende Landhebung fort, dem Continent neue Gebiete anzufügen, während minder

zur Seite.

merkliche Schwankungen, vorwiegend Senkungen, welche an der nördlichen atlantischen Küste bis nach Labrador hinauf

Weise an der Verschiebung des Contincntes

vorkommen in

sollen,

möglicher

entgegengesetzter Richtung

thätig sind').

1)

Ueher diese und andere Veränderungen der Umrisse und Bodengestalt am Ende des [liebsten Capitels.

siehe den betreffenden Abschnitt

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III. Ihre

Einwände Der Tbalcharakter des südlichen Nordamerika. Vertkeilung der Hoch- und Tiefländer.

Gruudzüge.

gegen denselben. Mittlere Höhe.

Küstenstrich.

Oberfläcbengestattong.

Drei Thäler statt eines.



Die Alleghauies. Allgemeine

Die Acadische Gebirgsgrnppe.

Gliederung. Der atlantische White und Green Mountains. Die

Adirondacks. Die Alleghauies von Pennsylvanieq. Blue Ridge. Die Südallegkanies.

Der Westabiall.



Das Gebirgsland des Westens.

Die Cordilleren. Das Das Felsengebirge. Die Sierra Nevada und das Cascadengebirge. Das californische Küstengebirge. Das Thal von Californien. Die Hochebenen der Cordilleren. Das Grosse Becken des Inneren. Die Wahsatchkette und andere Gebirge der inneren Hochebenen. Die Gebirgszüge von Arizona Die Hochebene im Norden. Allgemeiner Bau und Neu-Mexiko. Texas. von Britisch - Nordamerika. Der Strich um den 49. Breitegrad. Die Seenplatte.

Hochland und die Gebirgszüge.



Hauteur des

terres.

Die Coteaux.

Allgemeine Gestaltung.

Drift.

von

Abfall

den



DaB Flachland des Inneren.

Alleghauies

Bergzüge. Das Tiefland. Mississippibecken. Florida.

boden an den Küsten

und dem Felsengebirg.

— Anhang

I.

I)

reinigten Staate n Anhang Veränderungen der Überflächengestalt I

e

i

\

*

er II.

MeeresJüngere

Die Oberflächengestaltung des Gebietes der Vereinigte n Staate n ist bestimmt durch die zwei grossen Gebirgsketten, welche dasselbe dem Stillen und dem Atlantischen Meere entlang durchziehen, und durch die vorwiegend flache Beschaffenheit des weiten Landes,

welches zwischen diesen gelegen amerikanischen Continentes

Eine Senkung des nord-

ist.

um 300 m. würde das

und eine Senkung von nicht

Eismeer

in der Linie

dem Golf von Mexiko ganz 200 m. mehr würde das ganze

der Grossen Seen in Verbindung

setzen mit

Festland in zwei ungleiche, scharf voneinander geschiedene Hälften zerlegen. bilden,

Den Kern der

einen

grösseren

würden

die Cordilleren

den der kleineren die südlichen und mittleren Alleghauies,

während der nördliche Thefl des AHeghanysysteras zu einigen kleinen

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42

HI.

Oborflächongestaltun*.

Die Scheidung

Inselgruppen zusammenschwände. viel

entschiedenere sein,

als sie

unter 400 m.

39);

S.

1.

liegt,

ein breiter

NW.

nach

Land im N. und NO., das

vieles

war schon zur Kreidezeit trocken.

Wenn mau den es

denn

wo

sich von

Meeresarm längs des Ostrandes der Cordilleren SO. zog (Fig.

würde eine noch

zur Kreidezeit war,

Blick nur auf die grossen Züge richtet, so

ist

demnach unmöglich. im(iehiet der Vereinigten Staaten mehr

als

drei grosse Hegionen nach der Ohertlächengestaltung zu unterscheiden:

Die Gebirgsmasse der Cordilleren im Westen, das Kettengebirg der Alleghanies im Osten und zwischen beiden das Flach- und Hügelland,

welches

sie verbindet.

Vereinzelte Hügelzüge, wie sie Arkansas

und

Missouri durchziehen, verschwinden bei ihrer geringen Ausdehnung

vor der Masse des Flachlandes, aus sich eine einfachere

Fi*.

2.

Idoal*«

rroSI

Moere (W) ffalffi

quer durch di» ie

zu

Stillen

Ostabhang der Sierra, Westabhang und Vorberge, Thal

fornieoi: v«»n

und Punta Arguello.

Mcndocino

Grenzen der

den

jnit

C.

trotz ihres parallelen Verlaufs so ziemlich

fallen

Lake

bis Clear

wäre gegeben durch die Küste des

ziehen und die westlichste

noch

in

hier

dem mächtigen Vulkan

mit dem-

Einem

in

Mt. Shasta wie

Lassens Peak wie Xndere wollen, einen natürlichen

anerkennen.

Grenzstein

in

zieht,

beiden

die

Beides sind vulkanische Berge und es

ist

der vielfachen Regellosigkeit vulkanischer Erscheinungen selbst

hei

dann nicht gerathen, sie zu orographischen Marksteinen zu machen,

wenn der

Gebirgsbau

den

ist.

Whitney meint, dass

D.

J.

wie es bei Lassens Peak allerdings in grossartiger Weise

sie.

Kall

Peak

Lassens

beim

irith

endigend

wesentlich

die

Nevada

Sierra

werde,

betrachtet

Selbst

beeinflussen.

proprhiif

dort

weil

als ..die

ruetamorphischen Gesteine derselben in einem grossen Querriss ver-

und an ihre

sinken

nordwärts bis

weiter

Zeilen

J.

1) sagt •

-

vulkanisches Tafelland

„Jenseits

dieser

D. Whitney. Yosemite Guide Book.

»vriauiifkMt

zu

bestimmen,

-

1

)

,

vulkanischen Kegion

1*70.

kommt

sich

tertiären

sie

mit einer Anzahl

IfttMl, AaMika.

I.

Auch (larence King

:1M.

ist

sehr schwierig mit

in

Sierra

die Colorailowiiste herab-

von kleineren Berggrupi>eii

um

zuletzt

und quaternären Schichten jener Hegiou the Sierra Nevada.

der

während es physikalisch beKr meint weiterhin: „Auch die Südgrenze

nach allen Kichtuneen verzweigen,

tauieeriiig in

ist

Oregon ein.

schwer zu bestimmen, denn wo die Gebirgsmasso

steigt,

dass sich

tritt,

aber wenn er ein Paar

geologisch gesprochen nimmt das

denn

ein weites Gebiet in

mit Sit Shasta aufhört."

trachtet

die

sagt:

Stelle ein

Mt. Shasta erstreckt

„Die Krstreckung der Sierra Nevada nach Norden

Nevada - System

ist

zum

1S74.

sich

in

Berührung,

sämmtlich unter den zu

verlieren."

Moun-

t!

6

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82

Oberflächengestaltung.

III.

Gebirgszug nordwärts durch Oregon und Washington Territory ver-

wenn

längert mit ziemlich demselben Charakter wie in Californien,

auch bei bedeutend geringerer Erhebung/ so

ist

es

eben nur mit

propricty, aber jedenfalls nicht mit wissenschaftlicher Berechtigung,

dass er jene Scheidung der Gebirge vornimmt.

Von dem Uebergang

das Küstengebirge beim Tejon-Pass bis

in

*

zu Lassens Peak sind es 720. bis zu Mt. Shasta 880 Kil. und diess

würde je

also

die

Länge der californischen Sierra Nevada

nachdem man

Feuerbergen endigen

120

— 130

Kil.

dem anderen von

einen oder

Ihre durchschnittliche Breite kann auf

lässt.

zwischen

der

vertheilt;

dem Ost- und Westgehänge

Westabfall

sanfter

viel

ist

und bedeutend länger schon dadurch, dass tieferen Niveau als dieser sich herabsenkt.

höhe 19 m. pr.

Kil.

Osten hin 215 m.

Man

Im Süden, wo

also

dem zehnfachen

mit

bis

pr. Kil.

1200 m.

Gegend

gelegenen Pass-

die Passhöhe rasch anwächst,

Westen 45 m.

von

Anstieg

Kil.,

der östliche

steigt in der ra.

ist

des Ge-

während man ebendort nach

von Westen an,

pr.

als

er nach einem

von Sacramento bis zu der daselbst bei 2130

steigt').

sein,

diesen

zwischen Ost- und Westfuss veranschlagt werden,

aber sehr ungleich birges

dem

bei

sie

Gefall

ab-

beträgt der

zu der auf 3660 m. ge-

und 57 m. bis zu der Gipfelhöhe. Die allmähliche Abnahme der Pass- und Gipfelhöhen von Süden (in 36° Passhöhe

stiegenen

33' N. B.,

d.

h.

etwa

in

der Breite

Lake beginnend) nach Norden zu

ist

des Nordrandes von Owens eine

hervorragende Eigen-

tümlichkeit der californischen Sierra Nevada.

Die beiden Werthe

gehen gradweise herab von der ebengenannten Breite bis zu Beckworths Pass, der unter 39° 45* N. B. liegt, von wo an sie sich

dann neuerdings

um

Weniges heben

*).

Der grosse Zug im Verlauf der Sierra Nevada ist -die im Norden eintretende Bedeckung derselben Schichten, welche im Süden und der Mitte überall klar zu Tage treten, mit den Lavaergüssen der nördlichen Vulkane. Während ihr geologischer Bau dadurch verdunkelt wird, verliert ihre

1)

Die Kntfernung von Mt. Dana

zum Monosee am

Ostfuss beträgt 9.6

Kil.,

der Abstieg aber *Hi5 Mt. 2) J.

I>.

Whitney

gibt im Yosemite

Guide Book, 1870, 39 folgende Hohen-

Ufel für die californische Sierra Nevada:

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83

Oberflächengestaltung.

III.

Orogaphic unter dieser Docke sehr bald jenen Charakter von grossartiger welcher

Einfachheit,

Man

hervortritt.

welche

Gesteine,

besonders

weiss

in

Thailen

centralen

ihren

deutlich

so

dass jene gewaltigen Massen vulkanischer

zwar,

besonders zwischen Lassens Peak und Mt. Shasta aus-

gebreitet sind, dieselben geologischen Formationen bedecken, welche weiter

südlich

in

den Golddistrikten klar zu Tage treten; wieder westlich und nordwestlich von

erscheinen

zum Theil mit demselben

zwar

führung,

dass

die

Charakter und der Erz-

lithologischen

im Süden und der Mitte des Staates auszeichneten, so

sie

sie zweifellos als eine Fortsetzung dieser gelten

auch,

diese Formationen

der Vulkanregion und

dass Mt. Shasta

selbst,

ein

Vulkan wie so

Wir sehen

können.

Sierra, genau in der Hauptaxe des Streichens dieses Gebirgszuges

Aber

allerdings

haben

Theile

diese

der

Sierra

erlitten,

wo

die südlicheren bereits in

waren, in welchem

sie

noch heute verharren.

Störungen

dem Küstengebirg sind gehoben worden, welche man im Süden Zeit wie

in

horizontal

südlich von Shasta City

diesem Punkte.

hier

der

Hochgipfel

viele

noch

zu

liegt.

einer

dem Ruhestand

Zeit

angelangt

Wahrscheinlich zu gleicher

Schichten

der Kreideformation

völlig ungestört findet

und sind vielfach

;

sie liegen fast

gestört nördlich von

orographisehen Unterschiede prägen sich vor allem

Die

der grossen Verschiedenheit des Sacramento- und S. Joaquin- Thaies

in

Dieses war in der ganzen Länge seines Hauptstammes eine breite Ebene, sanft geneigt von den Seiten und gegen Norden; jenes wird ein

aus.

wildes Gebirgsthal, an.

ein

Canon von seinem Eintritte

in

die Vulkanregion

und die weite Thalcbene, so charakteristisch im Joaquin -Thale,

hier bei

Red

ist

Rluff (südwestlich von Lassen's Peak) durch einen Querriegel

Geogr.

Meter

Passhohen

Meter

Gipfelhöhen

Breite

36° 37° 37° 38 « 38° 38« 38° 89« 39° 39« 89« 39«

32'

28'

Pass ohne

Namen

.

.

.

55' 10'

8onora-Pass

30'

Silver Mt.-Pass

8*57 3780 8282

....

Mt. Whitney

Red

Slate

Peak

.

.

.

.

....

50'

Johnson-Pass

10'

Georgetown-Pas«

.

.

.

20'

....

30*

Henness-Pass

38'

Yuba-Gap

45'

Beckwortb's Pass

.



.

4085 4033

3084

45'

4575

3810

Mt

2681

Silver

2670

Woods Peak

2237

2170

Pyramid Peak Keine dominirenden Gipfel

2151

Kamm des Gebirges 150 bis

2K33 2025

Downieville Buttes

3334

.... ....

3217 3076

300 m. über den Pässen

1624

.

.

2561

2554

6*

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84

III.

OberHächcngeBtaKang.

vulkanischer P'elsgesteine abgeschlossen und kommt, wie der unregelmüssige

Oberlauf des SacramcntO zeigt,

wenn

faltung,

mehr zur Ent-

nicht

hier

Ein ausgedehntes Plateau von Tuffgestein und Kreideschichten nimmt

tritt.

in

von

nördlich

auch auf Strecken noch unter der Felsendecke hervor-

sie

m. Meereshöhe

301.»

das Thal

nordwestlicher Richtung den

und

einer Breite von ca. «0 KU. ein

in

aus diesem erheben sich schroff die Bergzüge, welche nördlichen

Zwischen dem nördlichen und mittleren

des Staates durchziehen.

Thcil

Arm

südöstlicher und

in

des hier von Westen her in den

Sacramento Messenden Cottonwood Creek erheben sich die Bald Hills zu 360 m. Höbe: bäum- und strauchlose Erhebungen von seltsamen Denudationsformen. Weiter nach Norden steigen Höhenzüge bis zu 1000 m.

dem

aus

Tafellande

hervor und

der von Südosten gegen Mt. Shasta

in

Trinity Mts.

hinziehenden Kette der

UKW

(Mt. Balley

man

m.) glaubt

Range zu erkennen.

nördliche Fortsetzung des Hauptzuges der Coast

die

Diese Kette ihrerseits findet sowohl, was Richtung als geologischen Aufbau betrifft,

Es

ist

ihre Fortsetzung in den

Salmon Mts. (Shasta Balley 2331 m.)

').

Region, dass sich jede Scheidung zwischen Küstengebirg

in dieser

und Sierra verwischt: „Die ganze Gegend

ist ausschliesslich

Weder

Gebirg.

Thal noch Ebene von irgend bedeutender Ausdehnung sind zu sehen und kein Anzeichen eines Bruches oder irgend einer Lockerung des

hangs zwischen Coast Range und Sierra Nevada

Haupt verbindungsstrasse diesen

zwischen

Gray Mts.

Gebircszug.

Californien

oder

Marble

—900

m. über das Thal

sich

dem

Mts. oder (nach

Zuflüsse des Sacramento, dessen Ostseite sie begleiten)

werden G

Zusammen-

zu bemerken*).*

Die und Oregon überschreitet ist

M

t.

C oud 1

Rang

erhebende Kalksteinhöhen genannt,

die im oberen Sacramento-Gebiet als Vorberge der Sierra erscheinen

Gestein Castle

Rock (ungefähr

Sacramento gerade

Castle Range dagegen,

Kohlen- oder Bergkalk.

ist

abfallt,

in dieser

ist

7o

m. über der ThalHäehc)

;

ihr

die mit

gegen den

schroff

ein Ausläufer der Trinity Mts., die aber allerdings

Region noch gänzlich unerforscht sind.

Aus dem lavabedeckten Hochlande dieser Region, dessen durchschnittliche Höhe zwischen KMK) und 1200 m. betragt, erhebt sich der dominirende Gipfel der nordcalifornischen Gebirge, Mt. Shasta, zu 14ü3 m. Ein achter Vulkan von reinster Kegelform, ähnlich dem Vesuv zweigipflig, von einer Unzahl hleinerer Krater umgeben,

und

fehlen,

ist

1) '2500

dieser

m.

ist

von Stewarts Kork

herab mit Schnee bedeckt

einsame Feuerberg, dessen Thätigkeit übrigens lange

die

geschätzte Höhe- eines

gelegenen Gipfels.

druck für einen kahlen Berg-. 2) J.

tief

Gletscher tragend, die den höheren Gipfeln der südlichen Sierra

selbst

1».

Whitney, GeoL of

J.



D. Whitney,

Calif.

weiter

„Balley

iNJf,.

i.

nördlich

scheint

GeoL

an der

(Juellf

der indianische Aus-

of Calif.

18G5

I.

324.

VM.

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III.

85

Oberflächenpestaltuug.

erloschen scheint, eine der prossartipsten Erscheinunpcn der nordamerika-

Aber

Hochpebirpswelt.

nisehen

Thatsaehc für

Erhebung

bedeutende

seine

bleibt

eine

keine unmittelbare Fortsetzung oder Wiederholunp

sieh, findet

wenig gegen Norden zu, wie sie 'sie im Süden hatte. Nachdem die Eavamassen, die der Shasta ausgeworfen hat, dünner werden und dann panz so

verschwinden, treten die Kreideschichten der Sierragehänge wieder an die

und

Oberfläche Shasta. den

nächsten

der

in

Siskiyou

prösseren

Gebirpskette

vom

nördlich

Mts., deren höchster Gipfel auf 2100 m. peschätzt

wird, bilden sie als Anlagerunp des Granitkerns panz wie in der südlichen

Nur ein zweiter VulkanMt. Pitt (3000 m. peschützte Höhe), der in der nordwestlichen

und mittleren Sierra die Gchänpe des Gebirpes. pipfel,

Verlängerung der Siskiyou Mts. sich

am Westufer

Lake erhebt,

zwischen den allerdings

ein Mittelplicd

scheint

des Oberen Klamath

anderen Seite

ist

der Hcrgzug der

Scott Mts. (1800

— 2000

weiter

viel

Nach der

nördlich pelepenen Oregonvulkanen und Mt. Shasta zu bilden.

der sich

m.),

im Süden an Siskiyou Mts. anschliesst, ein von vulkanischem Gestein allem Anschein mich panz freies, in peolopischer Hinsicht der Sierra ähnliches Gebirge,

in

dessen Schiefern selbst

wiederkehrt.

an die Sierra wie der geologische. bis in

«1er

Goldreichthum der mittleren Sierra

Aber der orographisehe Aufbau erinnert

nicht eben so sehr

„Die ganze Gebirgsmassc

zu 1800

ist

2400 m. gehoben, aber nicht in einer zusammenhängenden Kette wie der Sierra Nevada, sondern in einer grösseren Zahl nnrepelmässiper,

von einander unabhänpiper Massen, die durch erodirende Kräfte solchen Masse zerklüftet und zerfurcht sind,

einem

in

dass sie ein Labyrinth von

oft bis 15001800 m. Zwischen den Nordabhanp der Siskiyou

Graten und Gipfeln darstellen, die durch Canons tief

von einander getrennt sind

Mts. und

das

Meer

ist

')."

ein aus Serpentin

— 120«)

aufpebautes Tafelland von 900

No rd ende

de

r

S

i

e rr

n

Nev

und serpentinartipen Gesteinen

m. Meereshöhe einpeschaltet. si

d

a.

Wiewohl

die Sierra jenseits

der Einsenkung, welche die culminirenden Gruppen des Mt. Shasta

und Mt.

Pitt

von einander scheidet, als Ca sc ad en

alten nordnordwestlichen Richtung weiterzieht

Stellung des

höchsten

Küstengebietes,

Westens

geh ige

und

i

in

und längsten Gebirgszuges des

sowie der Westmauer

sich behauptet, so verliert sie

*)

in

der

der wichtigen pacitischen

der Grossen Hochebene des

doch von hier an

viel

von

dem

D. Whitney, Oeolopy of California. 1865. L 360 Der Bopriff Caneade Bange hat sich mit der Zeit bedeutend verengert,

1) J.

2)

Koch

bei

Dana

(Geology of ü.

erstreckt sie sich 8.,

Explor. Exped.

perade umgekehrt wie

jetzt,

vom Puget-Sund 184!*.

X.

614),

bis

zum Golf von

Californien

und Sierra Nevada

nur ein Nebenname für ihre südliche

ist

ihm,

Hiilfte.

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Oberflächengestaltung.

III.

geschlossenen

einheitlichen Charakter

,

zeichnet und

nahme Vulkankegel welches

weiter südlich aus-

sie

dem

und

36.

ohne Aus-

mehr das mächtige Gebirge,

fortan nicht

sind,

zwischen

sie

der

,

trotz einiger hervorragender Gipfel, die

ist

Grad war.

40.

Die

Kammhöhe

erhebt sich nur stellenweise über das Niveau der hier durchschnitt-

1500 m. liegenden Schneegrenze, und

bei

lich

die isolirten

selbst

Vulkankegel erreichen nicht mehr die Höhe des Mt. Shasta. hinter welchen selbst der Kiese dieser Region, Mt. Rainier Die mittlere Passhöhe bleibt noch

bleibt.

Durchschnitt der

Kammhöhe

um

um 630 m.

einige

zurück-

100 m. unter dein

Die tiefen Einsenkungen und die

').

Durchbrüche der aus dem Grossen Recken des Inneren kommenden Flüsse Klamath und Columbia lehren, dass die Geschlossenheit hier

mehr

nicht

welche die Sierra Nevada -Kette zu einer so

herrscht,

scharfen Wasserscheide machte.

vom Columbia

steht diess in innigem

der

Doch

die Wasserscheide südlich

ist

schärfer ausgeprägt als nördlich von demselben

Zusammenhang mit der dieses Gebirges

südlichen Hälfte

und

es

einfacheren Struktur

und der durch

die

Vulkan-

ergüsse complicirteren der nördlichen; denn während dort auch im

Einzelnen

allgemeine

die

Richtung des Gebirges festgehalten

hier jeder der mächtigeren

bildet

ist,

Vulkane ein Gebirg im Gebirge

und unterbricht oder verzerrt damit den Verlauf der Kammlinie; es tritt

daher an die Stelle der selten unterbrochenen Geraden, die

den Verlauf der Wasserscheide zwischem dem Tulare-See und dem

Columbia bezeichnet, nördlich von dem

letzteren eine Zickzacklinie,

die ganz der dort vorherrschenden unregelmässigen

höchsten Gipfel

zwischen südlich

denselben so

sind

höheren Rerge S.

Helens Baker

Mt.

Kämme und dem

und

entspricht.

hier

(2972),

(3280)

Mt.

vor

Adams

eben so

kleinen Gebirgen, die in

viele

wie

Mt.

Shasta

Nuahum Peak Mt.

allem

Hood

weiter

an

(2880),

alle

Mt.

(2920),

Mt. Rainier (4404),

Mittel-

und Gipfelpunkte von

hohem Grade

und deren vulkanische Produkte 1)

Aehnlich

im Norden vom

der Region,

Gruppirung der

Mangel an Zusammenhang

zerklüftet

und

zerrissen sind

auf den Charakter

„Die Hauptmasse des Cascadengebirges

in

Oregon

ist

des Land-

selten

über 5000

oder 6000' hoch; ihre Höhen sind bloss Hügel im Vergleich zu den Hochgipfeln, die in einsamer Grösse aus der Kette hervorragen".

J. D.

Dana,

a. a.

0. X. 615.

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Streifens,

dem

in

87

OberflächeMgestaltung.

III.

(ungefähr 121

sie liegen

— 123° W.

L.)

und

stellen-

noch darüber hinaus eine bestimmende Wirkung üben.

weise

tertiären

und Urgesteine,

Schichten

Reschichteten Grundlagen

wie

schon,

gesehen

wir

geologischen Aufbaues bilden,

des

haben,

von

vulkanischen Auswurfsprodukten

unter

Die

welche in diesem Gebiete die

Peak ab

Lassens

sind

vielfach

und diese Decke

begraben

vulkanischer Gesteine wird nach Norden zu breitor und mächtiger, bis

sie

im

Gebiet des unteren Columbia das ganze Land zwischen

dem Westabhang des Cascadengebirges und dem Meere unter ihren Die hervortretendste Eigenthümlichkeit im

Lavaschichten verhüllt.

geologischen Baue Oregons

nach Dana die Masse der basaltischen

ist

oder vulkanischen Gesteine, die über seine Oberfläche sowohl in der

Nähe der hohen Gipfel der Cascadenkettc des

Gebietes

grosse

icaüs

).

seines

Laufes bilden

Tertiärschichten

aus Basalt, der oft 37

sie

und palisailes,

bildet,

anderen Theilen

als in

Der Columbia

durch Basalt,

nur

in

seine

— 180

die

Ufer,

Dalles,

balsaltische Conglomerate in

Wallawalla erstrecken

Mündung an seinem

höher

m. hohe Wände,

und aus vulkanischen Conglomeraten.

oberhalb Vancouver das Lower

den Gastodes, den

eine

fliesst

den unteren

hervorragenden Abschuitten des Stromes, jenen Nadeln

Klippen, in

l

ausschliesslich

hinauf bestehen

den

sind

Strecke

Kil.

«30

verbreitet

weit

In

und

Cape Iloorn bilden,

den Grand Rapids treten Basalte und

kühnen Felsformen zu Tage.

Bis nach

am Columbia und bis zur KooskooskiAuch in den südlicheu Arm (Lewis Fock). sie sich

Columbia Plains überlagert Basalt auf weite Strecken hin den Granit und Spuren vulkanischer Ergüsse fehlen nicht zwischen ihnen und der Snake

II.

Hange.

Bedeckung mit vulkanischen Gesteinen,

1) J.

D. Dana,

a.

a.

dem

in

Es

ist

welche

weiten Gebiete

vorzüglich diese

den Oberrlächen-

O. X. 645: „Basalte und Laven haben eine weite Ver-

breitung im Oregongebiet. Sie sind längs des Columbia bis zu den Snake R.-Quellen, mit geringen Unterbrechungen durch das Willamcttethal

vom Okanagan

verbreitet.

Am

Oberen Columbia bedecken

und sie

in

den Ebenen südlich

ausgedehnte Strecken.

Basalthügel mit charakteristischen Rundgipfeln sind weit verbreitet, sie ziehen

40

Kil. weit nördlich

und südlich von der Nordgrenze des Gebietes."

Weiterhin

bezeichnet er die Schichtung dieser Gesteine als ihren Grundzug, der besonders

am Oberen Columbia

hervortrete.

Auch Spuren von säulenförmiger Anordnung

sind vorhanden.

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88

Oberil&chengest<ung.

III.

charaktcr, und wie wir weiterhin sehen werden, die hydrographischen

und Washington

von Oregon

Verhältnisse

bestimmt;

Territ.

sie

macht vor allem den Westabfall der Cascadenkette nach dem Thale hin, das diese

in der Sierra

es

vom Küstengebirge Nevada

trennt,

unvermittelter als er

viel

grössten Theil seiner Erstreckung

vorgeschobene Hügel

durch

nicht

Im

ist.

und

leichtere

sondern über Stufen von Basalt und Lava, dass

am

Willamette und Cowlitz

zum Hochgebirge

von diesen Stufen bezeichnen die

in

man

ist

Bodenwellen,

aus den Plaiiis

aufsteigt

die untersten

;

den meisten Fällen auch immer

Grenze zwischen dem fruchtbaren Land und den barrens der

Indem auch

Lavaketten.

in

den zahlreichen fliessenden Gewässern

dieser Unterschied der Bodenbeschatt'enheit sich klar ausprägt,

kann

dem

west-

überhaupt die scharfe Sonderung des Hochgebirges von

lichen Thal als einer der hervortretenden Charakterzüge dieses nord-

westlichsten Abschnittes der Vcr. Staaten bezeichnet werden.

Südendc der Sierra Nevada. Wie des Staates,

so

verliert

Nevada von der Einfachheit, welche auszeichnet.

Wie dort

gegen die Nordgrenze

auch gegen die Südgrenze hin die Sierra ihrem mittleren Verlaufe

in

sie

die Lavaergüsse, so greift hier die Störung

der Schichten der Tertiär- und Kreideformation

in

und Regclmässigkeit der Lagerungsverhältnisse

ein

dort

wird

damit

Oberflächengcstaltung

die

wesentlich verändert,

Bis

zum

die Einfachheit

und

ganzen

des

hier

wie

Gebietes

Passe Tejon finden wir den scharfen

Unterschied zwischen Sierra und Küstengebirge darin, dass dort die Schichten, welche jünger als die Kreide,

Hebung des Gebirges abgelagert Kreidescheinen.

sondern

sind,

auch Tertiärschichten

Dieser Unterschied

der

gestört

Lagerung

hier

der

nicht bloss

und gehoben

er-

sehr

be-

zeigt

deutenden Unterschied des geologischen Alters an.

nach

ungestört, also

während

«1er

einen

beiden Gebirge

Von dem genannten Punkte südwärts verschwindet derselbe

jedoch,

ohne dass

ein

Bruch oder sonst eine auffallende Störung

der Gebirgsmasse sein Aufhören scheinen zu verschmelzen.

bezeichnete.

Die beiden Gebirge

„Die grossen Hebuugslinien sind

in

der

Richtung so gleichartig und so sehr von sekundären Hebungslinien durchsetzt, dass die orographischen Verhältnisse nirgends den geologischen Uebergang

erkennen lassen,

der

nichtsdestoweniger

be-

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Oberflächeiigestaltung.

III.

Uebergang

Dieser

steht

8!>

etwa halbwegs zwisc hen dem

findet

Pass Tejon und der Canada de las Uvas

statt,

diesem Punkte eine Linie südwärts

hat

vom

Alter

ohne

Sierra,

und

Küstengcbirgs

des

dass

andere

eine

zieht,

und wenn man von

mau

östlich

solche

diese

ideale

als

westlieh Gebirge

vom

der

Alter

Grenze

von

sie

einander trennte.

Im Westen haben wir zunächst lich

die

Sierra

Monica,

Sa.

die öst-

heim Passe Cahuenga beginnt, von Los Angeles westlich die Küste

entlang

am

und mit dem kühnen Vorgebirge Point Mogu

zieht

Stillen

Im Westen hängt mit ihr zusammen und zieht ostwärts gegen den Pass Cajon die Sierra* S. Gabriel (gegen 100 Kil. lang und

Meere

endigt.

30—40 S.

Hauptgipfel nördlich von S. Antonio 3035 m.), welcher

Kil. breit;

man wohl auch

als Sierra S.

Antonio oder

als

westlichem Auslaufer der

Sierra

Bernardino-Kettc auf den Karten begegnet.

Anna

Sa.

ist

eine ungewöhnlich zerrissene Gebirgskette, die in nordwestlicher und süd-

Richtung

östlicher

Gipfel Mt.

sich

HO

ca.

laug

Kil.

Downey 1730 m. hoch

und deren höchster

erstreckt

Temescalc Range

ein

Ge-

birgszug von geringerer Ausdehnung, der nördlich und nordöstlich von

dem

ebengeiiannten

gelegen

Höhe von looo m.

demente und

östliche ;|

—7

und

Aufbaues;

S.

besteht

Hasaltfels von

Die

S.

Richtung

nordwestliche

Kil. breit,

hoch,

Die Inseln, welche der Küste gegenüber

Nicolas, haben

S.

zu 900

soll

Nicolas,

12

in.

Kil.

Kil.

Bcrnard

i

Länge. n o

Gebirgszug dieser Region. Sierra S. Gabriel, aber

-

;{

Kc1

1

gleich

Sa.

S.

Barbara.

den Gebirgen eine süd-

Catalina

ist

28

Kil.

lang.

Kil.

f>

Kil.

und ungefähr 1*0 m.

breit

und

Sandstein,

demente

S.

ist

ein

Breite und über ;ioO m. Höhe.

e (S. Bernardino .55.17 m.)

ist

der mächtigste

Der 1390 m. hohe Cajon-Pass trennt nach Südosten streichen

bis

sie

Chocolate

von der

über den Unteren

Colorado hinaus und nach Sonora kleinere Ketten, die vollständig

Richtung liegen, vorzüglich die

lang.

aufsteigen und zeigt Spuren vulkanischen

aus

ausschliesslich .'55

ist

und dessen höchste Gipfel wahrscheinlich die

ist

nicht erreichen.

an der diese Gebirge sich erheben. Sa. Catalina,

liegen, S.

ist.

Mts., welche

in

in seiner

derselben

Weise die nordöstliche Umwallung der Colorado -Wüste bilden, wie die Bernardino-Kettc weiter nördlich die der Mohavc-Wüste. Als Zwischen-

S.

sind

kette

in

Kette die S. in

das Thal zwischen der S. Bernardino- und der Sa. Anna-

Jacinto Mts.

geschaltet, welche an ihrem

die Depression der Colorado-Wüste hineinreichen,

abhange Dry Lake 90 m. unter dem Meeresniveau

1)

J.

I).

Wbitney, Geoiogy of California

1865.

I.

Südende

bereits

wo an ihrem Wcstliegt.

187.

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IX)

Oberflächcngcßtaltung

III.

Gebirge,

Die

welche

nordwestlicher

in

und

südöstlicher

Richtung

ziehend die südlichsten Theile des Staates Califoruien noch eben berühren,

um

von da

in

das

Gebiet der californischen Halbinsel (Iiaja California

der Mexikaner) einzutreten, welche sie in derselben Richtung durchziehen,

werden gewöhnlich

als

M

Pen insular

t s.

Es

zusammengefasst.

Nur

der wenigst bekannten Gebirgsregionen des "Westens.

ist

eine

derjenige Theil.

welcher der nordamerikauisch-mexikauischen Grenze zunächst gelegen

Weg vom

ist

der sog. San Diego Trail, führt,

Meere nach dem Unteren Colorado, wird ziemlich hautig von civilisirten Menschen

durchschritten und von ihm,

der etwa 160 KU. breit

und durch welchen der

Beschreibung

J. S.

Ncwbcrry's

Stillen

')

der

,

ist,

man entnimmt,

haben wir eine

dass topographisch

wie geologisch dieser Zug und mit ihm wahrscheinlich die ganze Halbinsel*

von Untercalifornien

Sierra

Fortsetzung

eine

als

scheint, dass sie vorwiegend aus granitischen

der Sierra Nevada er-

und gneissartigen Gesteinen

und dass es „ein Labyrinth von Bergzügen und Thalern\ dessen

besteht,

dürrer, wüstenhafter Charakter nur von wenigen

Oasen unterbrochen wird

und hinsichtlich des Klima's und der Vegetation im Ganzen mit der Natur der Depression übereinstimmt, welche fuss dieses Gebirgszuges

als

Colorado- Dorrt sich vom Ost-

über den Colorado hinüber

den Gebirgen

bis zu

von Arizona und Sonora erstreckt.

Kehren wir nun zurück zu dem Ver-

Das Küstengebirge.

einigungspunkte der Sierra mit

dem Küstengebirge, zu

der Region

des dchntable (/round, des strittigen Bodens zwischen diesen beiden

Gebirgen,

so sehen wir die Berge sich von beiden Seiten zu einer

Art von Amphitheater

um

den Oberen San Joaquin und die Ebene

des Tulare-Thales zusammeuschliessen.

schauen bis zu

von drei Seiten

300 m.

in

Tiefe aus Kies

— 2500 m. hohe am

Gipfel

Fuss der Berge

und Sand besteben, welche von den

450 m.

Bergen herstammen.

2000m.) und East Humboldt Mts. (zahlreiche Gipfel von 3400— IJ800 m.), zwischen beiden der als Toyahes bezeichnete Gebirgszug (3000 3600 m.) und westlich von ihm die S hoshone Mts. Das mächtige, alpinstr von diesen Gebirgen



sind die East

Humboldt

Mts., die die Quellgebiete einiger dauernden Flüsse

und mehrerer nahezu süsser Seen unzweifelhafte Gletscherspuren

Regionen Bergseen felder

nährt.

tragen

Die durch

,

in

sich

sich beherbergen,

in

deren Canons

kundgeben und die

in

ihren höheren

welche die Feuchtigkeit

die

Depression

bestündiger Schnee-

des Seeret Valley

abgetrennte

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III.

Clover Mts.

Kette der

dem

ist

Oberflächengestaltuug.

97

Fortsetzung dieses Gebirges zu

als nördliche

im allgemeinen Charakter übereinstimmt; ihre südliche Fortsetzung, abgetrennt durch den Fremont Pass, ist eine minder

betrachten, mit

geologisch

wilde,

schichten

sie

vorwiegend

verschiedene,

aufbauende Gebirgswelt,

sich

Wasseradern zur Tiefe gehen,

die

dann

aus horizontalen Kalkstein-

deren Kalkhöhlen zahlreiche

in

am

Fuss der Berge

als

wohl-

thätige süsse Quellen in grösserer Zahl hervortreten.

Durchschreiten wir das Grosse Becken von Osten nach Westen, so haben wir zunächst den Gebirgszug, der seinen Ostrand bildet, dieWahsatch Mts., die auf dem 112. Langegrad ziemlich gerade nördlich und verlaufen und die

südlich

wie

ein riesiger terrassirter

der höheren östlichen Hochebene aufsteigen,

um

Wall langsam aus

steiler

zu der erheblich

Hochebene und dem Niveau des Grossen Salzsees abzufallen. Mit Ausnahme der Punkte, wo die tiefen Canon- Thaler des Ogden, Weber und Provo R. einschneiden, bietet dieses Gebirg an seinem

tieferen westlichen

sie hier

sondern stürzt

hinaus,

halden

fest zusammenhangenden Mauer, Vorberge oder sanftere Abhänge in die Ebene den meisten Fällen unvermittelt in die Schutt-

durchaus den Anblick einer

Westabfall

denn selten sendet ab,

ihren

die

in

Fuss

umsäumen.

Nirgends

dieser

tritt

Mauer-

charakter schärfer hervor, als beim tiefsten Abfall des Gebirges, nämlich

am Rande birges

des Grossen Salz- und des Utahsees

l

Die Basis des Ge-

).

schmal, durchschnittlich nicht über 80 Kil. breit, aber es erhebt

ist

sich bis zu 3000 m. und darüber (Belknap Mt. 3626, Lone Peak 3266 m.), ohne bei der vorwiegenden Massenentwickelung so hervorragende Gipfel hervortreten zu lassen, wie sie in den Hauptketten der Cordillcren häutig

sind;

die bedeutendste

Erhebung des ganzen Gebirges

Die mittlere

hälfte zu suchen.

Kammhöhe

ist

dagegen

ist in

um

seiner Süd-

so grösser

und

Im Westen scharf gegen tlie Hochebene abgesetzt, im Norden durch die Bear Mts. und Tcton Range und im Osten durch die Uintah Mts. mit dem Felsengebirg

dürfte nicht viel hinter 3000 m. zurückbleiben.

verbunden,

1)

ist

Indem

dieses Gebirge

nach Süden hin zu einigen Plateaux aus-

dieser steile Abfall die Bildung grösserer Thäler verbietet,

kommt

das Schmelzwasser aus den Schueeregiouen der Wahsatcb Mts. in einer Un&hl vom kleinen Felsencanälen zu Thal und die unwirkliche, steile Bodenform, die jede Cultur weit abzuweisen scheint, wird dadurch unmittelbar culturfördernd. I'nbeengt

vom Schutt und

grösseren

Geröll einer Fiumare und von den Hochufern, die in

Thälern die Benützung des Wassers zur Bodenbewässeruug

möglich machen, sogar schon Hiesst

in

die erforderlichen kleineren

es hier von den Bergen herab

und

erleichtert

die dort nichts gedeiht, in sehr bemerkenswertlier Weise.

spricht

von Zehntausetulen solcher Wasserladen.

Geol. Surve>y

Katicl,

off

Montana, lö72.

AmiTikii.

I.

C.

Adern

oft

un-

abgetheilt,

damit die Irrigation, ohne

Oer amtliche Beriebt

Thomas

llaydeu U. S.

in

229. 7

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Google

98

Olierflächengestaltung.

III.

dem

einandergezogen, welche den Uebergang zu

Thousand Lake

bilden:

grossen Colorado-Plateau

Mts., Sevier- und

Aquarius-Plateau

Linear-. Paria-, Buckskin-, Kanab- und Sanub- Plateau bereits an den Rand des Colorado -Thaies vorgeschoben. Gegen Südwesten bilden die Virgen Mts. und die kleinen Gebirgsgruppen, die die ausgebreitete Hochfläche des Esealante-Thales umlagern (Pahvan Range, Mineral

ziehen gegen das Colorado-Plateau hin und über sie hinaas sind

Hange,

Sevier Range).

weiter östlich

Auslaufer der Wahsatch-Kette.

Schreiten wir von diesem hervorragendsten der Gebirge des Grossen

nach

Beckens

Westen

machtiges Gebirge eine

im

fort

so

,

Inneren

Masse niederer Höhenzüge

vermittelten

verlaufen

,

die

,

ähnlich

ein

meist aus

einfachen

und

massiges

Aber an seine

mehr.

aber unter einander parallelen Ketten

der Mehrzahl nach

tungen zeigen

wir

finden

nicht

Stelle

tritt

langen

,

gebildet

,

sind.

unSie

und südlich, und dieselben Rich-

nördlich

daher auch die Thaler dieser Region und zwar

selbst

da.

wo sie, wie im westlichen Utah, zu breiten Flachen ausgezogen sind. Das Thal des Humboldt- Flusses macht nur scheinbar eine Ausnahme, von

dieser Regel, denn es setzt sich vorwiegend aus aneinandergereihten

durch Durchbrüche verbundenen Abschnitten

merkwürdige,

Dieser selbst

in

dem

solcher Thaler

gewissennassen aufgelockerte

früher gewöhnlich

als eine

bedeutende zusammenhangende

Gebirgsmasse dargestellten Nordrande des Beckens. auf diese bemerkenswerthe Thatsache aufmerksam nis* ablegt für die orogranhiseho Einheit des

Die einzige Variation

diesem

in

zusammen.

Gebirgsbau herrscht

ein-

Schon Stansbury hat gemacht

1

),

die

Zeug-

Grossen Beckens.

und gleichförmigen Bau wird

durch die breiteren Thaler erzeugt, welche jeweils zwischen einigen Ketten von

Höhenzügen eingeschaltet sind und Ausgangspunkte für eine nicht Gruppirung derselben abgeben können. Zunächst haben

völlig willkürliche

die Cedar Mts. und Thomas Range, eine Kette, welche das zum Südrand des Grossen Salzsees hinziehende Lone Rock Valley im Westen einschliesst und der weiter östlich Guyot Range gegenübersteht; zwischen dieser und der eigentlichen Wahsatch-Kette liegt Tu i IIa Valley: Des er t Mts., Towano Mts. und Goose Creek Mts. mit dem Felsenmeer der City of Rocks sind gesonderte kleine Gebirgsgruppen im nörd-

wir

1)

„Per Nordrand des Grossen Beckens, oder

die

Erhebung, welche dasselbe

vom Thal« des Columbia trennt, besteht nicht, wie man annahm, aus einer zusammenhängenden Gebirgskette, sondern aus einer Anzahl von langen, unvermittelten,

unzusanimenhängenden

Thaler getrennten Höhenzügen, von denen die

südwärts

nach

Wasser

,

nördlich

und südlich erstreckten und durch

welche eben so

einerseits

viel

Wasserscheiden darstellen,

nordwärts nach dem Columbia, andererseits

dem Grossen Becken

fliessen."

H. Stansbury,

Kxplor. of the

Valley of the Great Salt Lake, 1853.

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HI.

99

Oberflächongestaltung.

liehen Theil der Salzseewüste.

An ihrem Südrande erheben

sieh in diehter

Zusammendrängung ähnliehe Gruppen: Hawahwah Mts., Needle Range, Piüon Mts. Den Westrand der Wüste, von ihr durch White

Valley

getrennt,

zwischen

die Kette der

bildet

Goshoot

oder

denen und den weiter westlich gelegenen

Antel ope Valley

eingeschaltet

der letzteren Kette ziehen die

den Ostrand des S t

ist.

In

Wachoi Mts., und beide zusammen bilden Cavc Valley, deren westliehe Ein-

fassang von einer längeren Bergkette gebildet wird, die

Namen

Abschnitten versehiedene

Range, Hange.

trägt:

verschiedenen

in

Im Norden Antelope Buttes,

die Waroja Mts., an diese die Monttim Egan Mts. und an der Südspitzc die Cedar Höhenzug, die Toomuntz Range liegt in dem

sieh

an diese die Ein

Mts.

der nördlichen Verlängerung

p t o c und des

e

an diese sehliessen

Totsarr Mts.,

Ungoweha

kleiner

Ruby Valley, welche jene längere Kette von den bereits oben genannten East Humboldt Mts. trennt. In der südlichen Verlängerung dieser ziehen die Hot Creek Mts. und in der auseinanderstrebenden Gabel, die diese mit den Egan Mts. bilden, die Pimpehute breiten Thal

M

t s. und die R e v Valley werden von

i 1 1

ee

Mts.; Sierra-,

Rcv

i 1 1

diesen vier Ketten begrenzt.

e e

-

und

Hot Creek-

Lassen wir die weiteren

südliehen Fortsetzungen dieser Höhen und Thäler einstweilen bei Seite und

um den Humboldt-Fluss gruppiren, so haben East Humboldt Range die zwei Ketten der Weahbah und Cooper Range, welche Pahunnupe Valley zwischen sieh einverfolgen die Ketten, die sieh wir dicht hinter

Weiter im Westen folgen die grösseren Ketten der bereits

sehliessen.

genannten breiten

ans

Toyabee Mts., die den Westrand einer Smoky-, Guid c- Valley) bilden, Gebirgsgruppen wie Cortez Mts., Cooper Peak,

Shoshone

und

Niederung (Fish Lake-,

der kleinere

East Range

Aus einem ähnlichen Thälereomplex erheben Mts., West Humboldt Mts., Look out Mts. auf dem linken und Antelope Mts., Trinity Mts. und Rabbit Hole Mts. auf dem rechten Ufer. Der Westabhang dieser Höhen schaut bereits auf die Depression hinab, in der Goose-, Pyramid-, Humboldt-, Tahoe-, Carson-, Walker Lake und andere Seen und Salzsümpfe gelegen sind und jenseits deren die Sierra Nevada sieh erbebt. Washoe und Pine Nut Range sind kleinere Gebirgszüge dieser Region. weiter

rieh

sich erheben.

westlieh

die

Sonoma

Die Region südlieh und nördlich von diesen mittleren, durch die Paeitiebahn,

die sie durchzieht, zu besonderer Bedeutung gelangten Striehe des

(irossen Beckens verhält sieh sehr verschieden in

Bezug auf

ihre

Höhen-

Im Norden zunächst haben wir ein wenig erforschtes Gebirgsgebiet zwischen Humboldt und Owyhec R., dessen Bau im Allgemeinen, wie wir bei Erwähnung des Nordrandes des Beckens schon hervorgehoben, dem oben geschilderten Typus der Hoehebeneugebirge entspricht, dessen

verhältnissc.

7*

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100

III.

Oberflächengestalt uiil'

.

Entwicklung

in Masse und Höhe der einzelnen Ketten aber weit hinter den Gebirgszügen südlich vom Humboldt R. zurückbleibt. Santa Rosa

Quins

Mts.,

R. Mts.,

Rock Range

Steen Snow

Pueblo

Mts.,

Black

Mts.,

Westen zu gelegene Bergketten, von beiden ersteren parallel ziehen, während die drei anderen in

denen die

sind

weiter nach

und derselben Streichungslinie liegen. Westlich von ihnen scheinen und die weit nach Norden hinausziehende Kette dor

einer

Warners Range Blue Mts. die

in

über

sich

Summer und

ähnlicher Weise eine und dieselbe Richtung zu verfolgen,

sechs Breitegrade

Lake

Winter Ridge

erstreckt.

zwischen

Washoe- und Nevada die Seen der Depression von einander scheiden. In den nordwestlichen Winkel zwischen Sierra und dem Columbiafluss zieht eine Bergkette parallel dem Des Chuttes-Fluss, welche als Westausläufer der Blue Mts. bezeichnet zu werden pflegt. Ein Theil Silver

andere Ketten, welche

ersetzt

hier oben in Oregon die

in

dieser Gebirge gehört indessen bereits

dem Aussenrand

des Beckens, d. h.

seinem Abfall nach dem Stromgebiete des Columbia an.

Von den Höhen,

die südlich

vom Humboldt R.-Gebicte

ziehen, haben

wir einige, die mit den Wahsatch Mts. zusammenhängen, ferner vereinzelte kleine Gebirge der Salzseewüste bereits kennen gelernt.

Weiter westlich

wir eine grössere Kette als Südausläufer der Egan Mts.,

finden

die sich

zusammensetzt aus der Ely-, Highland - und Me ad ow Valley Range. Vielleicht sind als secundäre Ausläufer von ihr die Mormon- und die

Muddy Range

anzusehen, die bereits zu der Wasserscheide zwischen

dem Grossen Becken und dem Colorado gehören. Cedar Range ist ein vereinzeltes kleines Gebirg in dem Meadow Valley W ash, welches r

immerhin folgen

Weniger zusammenhängende, derselben allgemeinen Richtung liegende Höhenzüge

von der Ely -Kette sich ausbreitet.

östlich

aber

in

im Westen,

Range

woGrant-, Quinn Canon-

(Quartz Peak 2042 m.)

eine Kette

zu

Pahranagat

(2870 m.),

bilden scheinen,

von der

Vegas Range ein südlicher Ausläufer ist. Reveille-, Kawich- und Beited Range dürften zu einer zweiten Kette zusammen-

vielleicht

die

fassen zu sein, in deren südlicher Verlängerung unter die

Gruppen der T i

mber-

und S p r n g*M

sich mit einigen Gipfeln über

i

t s.

liegen

;

dem

36. Breitegrad

die letzteren erheben

3000 m. (Charleston Peak 3307

m.), zu der

grössten Höhe, die zwischen Wahsatch-Kettc und Sierra erreicht wird und die

um

so bedeutender erscheint, als in dieser Region bereits der Abfall

der inneren Hochebenen nach Süden

beginnt.

gebung der Spring Mts. liegen

zum

und 700 m.

;

bereits

Die Thäler

in

der

Um-

Theil nur noch zwischen 600

durch einen Wüstenstrich mit zahlreichen vereinzelten Berg-

Lane

Mt., Gold Mt., Gold Hill, Grapevine Peak, Kingston Peak u. a. von dieser Reihe getrennt (Ralston Valley, Ralston Descrt, Amargoza Desert sind Abschnitte dieses gipfeln

Bear

wie

Mt.,

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*

Oberflachengestaltuug.

III.

Wttstengebietes

Mohave mit der

und die letztgenannte

bildet

101

den Uebergang zur

bereits

Desert), folgt eine weitere Reihe von Höhenzügen, die im

Silver Peak Range

Norden

diePanamint- undAmargoza

beginnt,

Mts. umschliesst und nach Süden

in die vier Ketten der Kingston-, Funeral-, Telescope- und Darwin Range sich theilt. Death Valley liegt zwischen den beiden mittleren Ketten dieser Reihe, Antelope- und Salinas Valley scheiden dieselbe von der Kette der White-, Ingo- und Coso Mts., welche ihrerseits durch Owens Valley von der

hier ausserordentlich

Sierra getrennt sind.

steil

abfallenden und ihre höchsten

Höhen erreichenden

Zwischen ihnen, der San Bernardino-Kette und dem

Colorado, liegt die Mohave-Wüste, die allmählich zur Colorado- Wüste und

damit zum ein Gebiet

Stillen



Meere und sogar noch unter dessen Niveau abfällt ), in welchem wenig Höhen über 900 m. auf-

von 125,000 OKil.

und welches sogar

steigen,

S i n k zu 305 m. herabsinkt.

1

in seiner

nördlichen Hälfte in der

Providence - und P a h u t a h

wahrscheinlich nur wenig über 2100 m. erheben,

Mt

Mohave s.,

die sich

südliche Ausläufer der

Opal Mts.,

bereits zu den Uferketten des Colorado gehörenden

sind die

einzigen nennenswerthen Höhenzüge in dieser weiten und wüsten Fläche, die einige der ausgeprägtesten Wüstenstrecken umfasst, welche

Nordamerika

aufzuweisen hat.

Das Grosse Becken nimmt

die westliche

und südliche Hälfte

der Hochebenenausbreitung zwischen Felsengebirg und Sierra

und die ächteste Wüstenregion

ist

in

ihm abgeschlossen.

ein,

Aber der

ganzen übrigen Hochebene, von den kleineren Becken abgesehen, die mit

Ausnahme der Columbia

Plains

nur eine geringe Bedeutung be-

anspruchen, verleiht das fliessende Wasser einen

Oasenreichthum,

der den eigentlichen Wüstencharakter nicht mehr

kommen

Hinter der Steppe,

lässt.

die

zum Durchbruch

hier meist

Strauchsteppe

Sage Plains), und ihren Oasen, die

(Artemisia Plains,

tiberall die

Ränder der Bäche und Flüsse, der Quellen und Seen umsäumen, tritt

die

Wüste soweit zurück, dass

wie Salzsümpfe,

Salzseen,

ihre schärfsten

Sandebenen

noch in lokaler Beschränkung auftreten.

können

östlich

Ausprägungen

vom Green

R. nur

Weder Boden noch Klima

die Entwickelung einer lückenhaften Cultur in dieser Region

hindern, die an fliessendem Wasser so reich

ist,

und wir sehen

die-

selbe in der That sich nach allen Seiten hin ausbreiten, begünstigt

durch die grosse Lebensader der Pacificbahn, die mitten durch die

1)

Nach

0.

Low*

Schätzung.

Geogr. Mitth. XXII.

335.

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I

102

Oberflärheiigpstaltung.

III.

Laramic- und Green R.- Steppe führt, sowie durch den Erz- und Kohlenreichthum

Gebirge

der

Hochebenen. Sie verdient

als

dieser

Zwischengebirgs-

östliehen

Oasen regiun

der inneren Huehebenen

den wüstenhaften Becken derselben unterschieden zu werden.

vim

wichtigste Gebirg

Das oben

als

sind

hier

die

Mts., deren bereits

Bishop Mts. und Elkhcad

Durch Sierra Escalante,

geschah.

Range

Uintah

Zwischenglied zwischen Wahsatch- und Felscugebirg Erwähnung

sind sie mit diesem,

aber minder nahe als mit jenem, und mit

keinem von beiden unmittelbar verbunden. In der Region des 41, Breitcgrades sind sie in der Lange von 240 Kil. als bedeutendes Karnmgcbirg beiden

zwischen bei ca.

2050

in.,

rings

hingclagcrt;

um

ihren Fuss

der mittleren Höhe dieser Region.

Canons, ihre ausgedehnten Vorbergketten, ub hänge,

die

nach Süden

sich

Uintah R.-Gebiete verlieren, machen licher

den Wahsatch -Hergen;

als

bedeutendsten Gipfel näher

ihro

das hohe

in

sie

liegt,

dem

der

Green- und

Felsengebirge ähn-

Höhe

stehen jenen auch an

sie

Nord-

gletschcrpolirten

Plateau

indessen

Hochebene

die

Birc breiten, offenen

ihrer

denn mit 4120 und 4050 m. sind

als diesen,

(Haydcn Peak und Dawe Peak) verzeichnet. Die Hochfläche, welche ist, wird vom Green R., dem nördlichen ColoradoArm, durchflössen und in ihrer nördlichen Hälfte als Colorado Desert,

diese

nordlich von ihnen gelegen

in

der südlichen als

Artemisia Barrens

Wind River-Gruppe

läufer der

bezeichnet.

Oestliche Aus-

fassen weiter im Osten eine ähulichc

Hoch-

Wasserscheide zwischen Colorado und Missouri von den genannten gesondert ist, die Laramie Plains, durch fläche ein,

die durch die niedrige

welche, aus

dem Nord-Park, seinem Ursprungsgebict kommend, der Nord-

arm des

Der Vergleich

Platte R. abfliesst.

umrandeten Hochfläche

den ähnlieh

mit

dieser rings von Gebirgswällen

umwallten

Parks

lässt

keinen

Zweifel, dass wir es auch hier mit. einer Parkbildung zu thun haben, die nur in

erheblich grösserem Massstabe angelegt

Wie weiter

hier

zu

nördlich

sind jenseits des

ebene die durch die desselben ihnen

die

ihre südlichen

Homologa.

innere Hochebene

zu

dem des Columbia

ab.

fällt

Dort

Snake R. die hervortretendste Gebirgsbildung der Hoch-

Sa Im on als Bitter

nicht

ist als

den Flussgebieten des Colorado und Missouri, so

R. Mts., deren

Zusammenhang mit dem Felsengebirg

Root Mts. früher bezeichnete nordwestliche Gruppe

zweifelhaft

ist.

und dem Snake R. die

Als besonderes Becken

Camas

verschiedene Wüstenbeckenbildungen,

liegen zwischen

Prairie, deren Name an zwei

eine

im Südosten, die

andere

im

Westen der genannten Gehirgsgruppc vergeben ist. Die im Südosten gelegene ist ein ächtes Wüstenbecken mit einem Salzsumpf, Godins Sink, und mehreren Salzseen, die westliche wird vom Salinen R. durchflössen.

Nez Perces Pia in

ist

eine Fortsetzung der letzteren in

dem Winkel

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Salmon R. Mts.

Am

Big Hole Prairie,

liegt

103

Obernachetige-staltiing.

III.

zwischen Snakc R. und Clcar Watcr K.

Abhang der

nordöstlichen

die von den Quellarmen des

Jefferson durchflössen wird, also bereits in das Missouri-Gebiet gehört.

Von den nach Nordwesten

sich herüberbiegenden Theilcn des Felsen-

Gruppen Pyramid Peak, Tat u nah Hills, Palouse Hills angehören, vom Snake R. und dem Columbia R. ist die Great Pia in of the Columbia R. eingeschlossen, die als der nord-

gebirges, denen die kleinen

westlichste Ausläufer des Grossen Beckens

zu

betrachten

Nur

besonders scharf hervortritt.

den

Palouse R.;

Salt Lake ist

das

Meereshöhe

bei 204 m.

Grande Goolöc,

die

Es

wird.

Columbia

letzteren,

welche

die

Columbia kann hier

Eine Eigentümlichkeit dieses

trägt.

Oberflächengcstalt

als die

Weiter westlich,

fruchtbares Land. sind

des

Nordwest-

Bett desselben ge-

ein altes

für

Cascaden - Gebirge

und

scharf aus-

Columbia

ein Dcpressiousthal, das die

oasenartig

ein

ist

zwischen

Einseukung den

centraler

in

biegung des Columbia abschneidet und halten

Wässer zum

einige

aber die eigentlichen Columbia Plains sind ein

geprägtes Wüstenbeckeu,

Reckens

gehen

ist,

des Columbia

Ecke, die von

ihrer nordöstlichen

in

Spokane Plains eingenommen

und durch

ist

Armen

die scharfe Sonderung von den rings sie umfliessenden

Ausläufer

die

es

Landes

bestimmen.

Grenze des Grossen Beckens betrachtet werden.

Die Cordilleren in Neu -Mexico und Arizona. «ler

Betrachtung

hatten

der

verschiedenen

Aenderungen

in

wo bedeutende, zum

sein natürlicher

Theil

Theil allerdings vorbereitete

Diese Aenderungen

Grenzen anzudeuten schienen.

Abnahme

in

Kamm- und

der

auch (Hochebene des Inneren)

sammten Gebirgsbasis und anderen Falle

Folge

als

in

Gipfelhöhen,

Erniedrigung der ge-

dessen

einem wie dem

in

Auflösung des innigen Zusammenhangs,

in

welcher

anderen Abschnitten der Cordilleren die Gebirge zu geschlossenen

Gruppen zusammengefügt

hatte.

Wir

erreichten

im Felsengebirg

wie in der Sierra diesen Punkt in den südlichen Theilcn,

Hochebene des Inneren

in

den südwestlichen,

daraus schliessen, dass in der ganzen Breite

Abnahme hin

Bei

Cordilleren

der Gebirge das Vorbanden-

Grösse und Aufbau

bestanden vorwiegend

in

der

Abschnitte

wir im Osten wie im Westen bei einem bestimmten Punkte

Halt zu machen,

zum

des

Der

zu

in der

bemerken und

es

des

Gebirges

eine

Energie der gebirgsbildenden Kräfte gegen Süden sei.

Diese

nehmenden Energie noch über gewirkt,

auf der

und wir konnten

ist

Kräfte

haben

aber

mit ihrer ab-

ein weites Gebiet hin gebirgsbildend

eben dieses Gebiet,

welches wir nun als den

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104

Oberfl&chengestaltunR.

III.

südlichen Abschnitt der Gebirgsmasse des Westens der Ver. Staaten

noch zu betrachten haben.

Dasselbe

fällt

im Wesentlichen zusammen

mit den Territorien von Neu-Mexico und Arizona.

Es

Rolle

von

Grenzgebiet, das wir hier vor uns haben und

ist ein

Wunder, dass

kein

Es

spielen.

dem

es Grenzfragen sind,

doppelte

eine

ist

darum

welche hier die wichtigste

Auch

Grenzfrage.

südlich

Gebiet der Ver. Staaten ziehen Cordilleren auf und

der Hochebene von Mexico

Gebirgsystem

angehören

und dass

hin,

wie

die

an

demselben grossen

sie

nordamerikanischen,

unterliegt

nun unser Gebiet abnehmender Hebungskräfte

keinem Zweifel.

Ist

als ein neutrales

zwischen die beiden Abschnitte der Cordillere, den

nördlichen und südlichen, geschaltet ? Oder begegnen sich beide auf

Oder setzen

demselben?

Wie

alle

Grenzfragen

sich

in der

behandelnde Probleme,

gar ihre Züge über dasselbe fort?

Natur sind auch diess hier schwer zu

man

die

am

indessen

ehesten der Lösung

dadurch nahe bringen wird, dass man die Thatsachen

sich möglichst

klar aussprechen lässt.

Ein sogenanntes Südende der Felsengebirge haben wir Gebirgen bereits

vom

um

Der

reist.

Man umgeht

kennen lernen.

Missouri

Norden

früher

Süden

um

lässt theils

es

am

den Mts.,

wenn man

Ostrand,

nach dem Oberen Rio Grande, etwa nach Santa Fe viel

benützte

nach Neu-Mexico windet sich vollständig

in

den Oberen Rio Grande, besonders den Raton

das Stidende

man

steile,

vereinzelte

Weg vom

Arkansas

mittleren

zwischen Las Vegas

und Santa Fe herum.

der Felsengebirgketten

Im

hohe, schneegiptiige Gebirge, während im kleinere

Sandanilla-, Manzana- Berge,

Gebirgsketten,

wie die Placer-,

oder weiterhin abgelöste, gleichsam

vorgeschobene Theile der bis 2100 m. ansteigenden Hochebene von

Neu-Mexico auftauchen. Jene kleineren Ketten und Gruppen sind nicht

dem Im Südwesten

verschieden von den Berggruppen, die wie Inseln sich aus den

Gebirgen vorgelagerten Hochebenensteppen erheben. scheint der vielbcschrittene

Weg

von El Paso durch das Gila-Gebiet

nach Californien nicht minder deutlich einen Abschluss der Gebirgsketten dos Inneren

und der Sierra erkennen zu

kann dort vom Rio Grande nach dem Gila eine

einzige

wirkliche

Bergkette

zu

lassen

reisen,

überschreiten.

;

denn man

ohne auch nur Die

dortigen

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Oberflachengestaltung.

III.

Gebirgsketten

(von

reichen

Weg

wie es der

vom

man wohl

die

,

früher für

Verbindung der Felsengebirge mit der Sierra Madre

südwestlichen Richtung ansprechen

setzung

nach

Süden hin,

würde.

Eine

Unterbrechung

welche eine solche Stellung erheischen

dem

in

Gebirgsketten

Verlauf der

statt,

ist

aber hier

den südlichsten Ausläufer

diese Region

viel

auf einem Durchschnittsniveau von 1500

Höhe,

Südwesten niveau

in der

Breitegrad

wo

zu,

der Hochebene,

welche

Grundlage des Gebirges 38.

nicht der

Diese erhält sich in ihren nördlichen und mittleren

(iebirgsmasse.

auf derselben

dicht-

Indessen bleibt es

zunächst nur eine Unterbrechung der Gebirgsketten,

vom

weniger

keinen

bildet,

gedrängten, massigen Ketten mehr begegneten.

lich

dieser

da wir schon auf der Zwischengebirgs - Hochebene, von

auffallend,

Theilen

in

haben nicht die Fort-

wollte,

gut wie im Osten

findet also hier so

der

um dieses Südende am Südostende beim

sich

Missouri herführende

Die Socorro - Berge

Kelsengebirg thut.

nach Los Angeles

von Santa Fe

Neu-Mexico nach Südcalifornieu) windet

herum,

eine

der That nicht über das Quellgehiet des

in

hinaus und der alte

Güll

herabgeht.

der

m.,

also

Massen-

Zone der grössten Erhebung nörd-

zukommt und

nur langsam nach

sinkt

die Colorado-Depression

noch unter das Meeres-

Der weitaus grösste Theil

daher seine Gewässer

— 2000

d. h.

des

Gebietes lässt

Richtung, der Richtung des

in südwestlicher

Colorado und Gila, abfliessen, während nur unbedeutende Gewässer in

südöstlicher, der des Rio Grande, gehen.

Dass jene

Höhen nur betrifft,

Süden

Unterbrechung

die

nimmt zu

Gebirgsketten ihr

viel

der

und

von nicht

Norden die

Aber weiter nach

von ihrer Bedeutung.

wird auch die letztere,

herabziehenden

Masse des Gebirges

die breite Basis

und damit der

Kern des Gebirges, etwas von jener Abschwächung berührt, welche im Norden nur erst die hatte,

Kämme und

Gipfelhöhen

herabgedrückt

und wir haben an der Südwestgrenze der Ver. Staaten jene

nucrlaufende Depression

Depression

des

Gesammtgebirges

,

welche als Gila-

zu den bemerkenswerthen Zügen in der Oberflächen-

gestaltung Nordamerikas, zählt und die eine erhöhte, auch praktische

Bedeutung (vgl.o.S. 18) dadurch erhält, dass eine noch weitergehende Lockerung des Zusammenhangs der Gebirgsglieder sieh zu der

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106

ObprflacheriKPsultung.

III.

Senkung des Hochebenen -Niveaus 32. Breitegrades,

der

westlichen

Einory,

sagt

der

als

östlichen Kette

Berge

Gebirgszüge sowohl

ihren

Zusammenhang und

mountains) bezeichnet wird.

(lost

des

die

nehmen jene Gestalt an, welche im Westen sehr lorrnc

Region

der

„In

gesellt.

verlieren

treffend als rer-

bewahren

Sie

in-

dessen ihre allgemeine nordwestliche und südostliche Richtung und

beweisen damit, dass die hebend»' Kraft, welche

nur mit dem Unterschied, dass

selbe blieb,

sie

Wirkungen minder regelmässig ward.

ihren

sie

erzeugte, die-

schwächer und

aus der Hochebene hervor und verschwinden ebenso plötzlich.

lich

Ks

ist

daher möglieh., indem man diese Erhebungen umgeht, das

Gebirgssystem dieser Region

in

der Nähe des 32. Breitegrades fast

Würde das

ganz auf der Höhe der Hochebene zu überschreiten.

um

Meer in

120 m. steigen, so

vermöchte ein Schiffer den Continent

Gegend zu durchfahren,

dieser

Californien

zum Pecos

bis

Durchfahrt

s

und gewunden.

eng

und

würde vom Golf von

er

haben, und zeitweise wäre seine Bei

El

Paso würde er sich

Büchsenschussweite von beiden Ufern befinden

man

Indessen muss

die praktische

Einsenkung der Panama- oder

Eandenge.

Hochebene, höher

ist.

Sie stellt

doch keine so

Unterbrechung des Gebirgszusamraenhangs dar,

entschiedene

Sie

selbst

wie

der Tehuantepee-

weiter nichts als eine flache Einsattelung in der

ist

und

südlich von hier

tritt

sie

nördlich

die

in

V)."

Bedeutung dieser Depression

nicht mit ihrer orographischen verwechseln.

B. die

Im Norden und

gleiche Tiefen finden.

Süden würde er Peak's und Sierra

z.

in

Sie heben sich plötz-

Andererseits

um

ein Erhebliches

bedeutend hervor durch die an

ihrem Südrande stattfindende Auflösung der mexikanischen Gebirgszüge, welche eiue direkte Fortsetzung derselben in die nordamerika-

nischen sieh

völlig

südlich

ausschliesst.

vom

auf. wie es vier

zweier

ganz ebenso

Auge

sieht in

gewaltiger

Rep. on

tlie

t'.

8.

löst

Höhenzüge

kleine

that.

und

diesem Zusammentreffen der Auf-

Glieder

desselben

Thatsache von hervorragenderer Bedeutung,

1)

Madre

Sierra in

Grade weiter nördlich das Felsengebirgc

ein geographisches

lösung

Die mexikanische

32. Breitegrad

Gebirgssysteras

als in einer

aud Mex. Boiiudary Survcy.

1857.

I.

eine

Hochebenen-

41.

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die

noch

1000

m.

einsattelung.

und

nicht

107

Oberflächengestaltung.

III.

immer Höhen von unter

1340 m. bestellen

Durchschnittshöhe

die

liisst

Hoch-

der

ebene herabgeht

Nicht weniger scharf als nach Süden hin

dieser südlichste

ist

Abschnitt der westlichen Gebirgsmasse der Ver. Staaten nach Osten

Westen

und

Im Osten

abgegrenzt.

Grande, der

grösseren Gebirgsketten südlieh vom

wo

also,

man

findet

jenseits

nach El Faso ziemlich direkt südlich

bis

Üb*.

Breitegrad, von

Rio

des

fliesst,

keine

dem Punkte

wir die Moro- Kette als Ausläufer des Felscngcbirges haben

Im Westen haben

endigen sehen.

wir bereits bei Betrachtung der

Zwischengebirgs-Hochebencn den Unterschied des Landes dies- und jenseits des Colorado hervorgehoben.

zieht er eine

In

dem

haben wir

ein

das den

nördlichen Theil

nimmt und dessen Mittelhöhe auf 1000

— 1500

ist

die

auf ihr

— 1700

m. zu schätzen

ist.

Das Gila- Plateau,

ein vorwiegend südwestlicher.

zum

Co-

von Arizona ein-

m., füllt den südlichen Theil vor Arizona aus

westlichen und

und

Hochebenengebiet von verschiedenen Höhen und

und zahlreiche Kämme und Gipfel,

lorado-Plateau,

1200

36,

und vom Bio Grande und Colorado begrenzt

Als massigste Hochebcnenbildung erscheint das

erheben.

Sein Abfall

dem

das auf diese Weise zwischen

Gebiet,

Abfallsrichtungen rieb

die

scheidet,

Naturgrenze von der wünschenswerthesten Schärfe.

32. Breitegrad gelegen ist,

Indem dort der Colorado

Mohave- Wüste von der Hochebene Arizonas

tiefgelegeue

Theil nordwestlichen Abfall mit

und hat

Ausnahme des

Südrandes, von welchem die Gewässer bereits nach Mexico, also nach

Süden, abfliessen. Das im Osten sich anschliessende Sie rraBÄad re-

Plateau, welches den zieht,

Neu -Mexico durch-

südlichsten Theil von

Hochebenenrücken, der Zuflüsse des Rio

bildet einen breiten

Grande von solchen mexicanischer Rinnenflüsse lose

scheidet.

Becken sind auf der ganzen Hochebene nur

schränkung

stimmten

Richtungen.

die

Am

die

Colorado Chiquito sich

Aber an

treten

in

Abfluss-

lokaler Be-

au Zahl wie an Ausdehnung

dem unbedingten Vorwiegen

Paiuted Desert, gehört.

und

vorhanden

zurück gegenüber

in

hervorragendsten

des Abflusses in be-

unter ihnen

ist

die

Nord -Arizona zwischen Colorado und

ausbreitet

und dem Colorado- Plateau an-

Hochebene schliesseu

sich

im Südwesten Senkungs-

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108

Oberflächengestaltung.

III.

man gewöhnlich

becken an,

die

und welche

jenseits

als

des Colorado

Gila Desert zusamnienfasst

ihre Fortsetzung

der früher

in

genannten Mohave-Wüste finden. Hinsichtlich

der

Höhenzüge

allem

vor

niuss

hervorgehoben

werden, dass von einer direkten Fortsetzung des nordmexicanischen

Gebirgszuges der Sierra Madie auf die Hochebenen von Arizona

und Neu-Mexico keine Rede fruchtbar und irreleitend, die Gebirge von

angehören eine

in

Es

sein kann.

Neu-Mexico und Arizona einem ganz anderen Typus

als der der

mexikanischen Sierra Madre

Diese

ist.

ist

Erstrcckung zusammenhängende und geschlossene

weiter

von gleichbleibender Richtung des Streichens, Glied

Gebirgskette

grossen Systems paralleler Ketten;

eines

schon desshalb un-

ist

eine solche Fortsetzung zu suchen, weil

sehen haben,

inselartig

einanderreihen,

aber

jenes

sind,

Höhenzüge,

vereinzelte

nirgends zu eigentlichen,

schlossenen Gebirgsketten zusammentreten.

wie wir ge-

wohl an-

die sich

lückenlosen,

Man kann

ge-

die beiden

Stamm und Verzweigung in Beziehung setzen, aber den Stamm als solchen unter den Verzweigungen wieder finden. Dennoch hat man es beständig versucht, und eine Gruppen

man wird

Sierra in

als

nie

Madre finden wir noch heute auf

allen

mehr oder minder weiter Ausdehnung hervorzurufen geeignet

mit ihrem neu mexikanischen

1)

Als Rest

Anschauungen und wegen der Täuschung,

irrthümlichcr

Name

Karten Neu-Mexikos

niedergelegt.

Die Benennung

würde

ist,

Namen

Sierra Madre,

im südlichen Nordamerika wiederkehrt,

ist

Zuili Mts. bezeichnet

die

mehrmals

die

ihr

besser nur

sie jedenfalls

*).

wechselndem Sinne

iu

eine der unklarsten,

mit denen die

ist. Es ist zunächst hervorzuheben, dass wir keinem Eigen- sondern einem Gattungsnamen zu thtin haben, denn

Geographie dieser Region belastet es hier mit

Muttergebirge sind für den

Spanier alle grösseren Gebirgsketten,

Wasserscheiden bilden und zum Theil auch (nach Fröbel) von kleineren Ursprung geben oder zu geben scheinen.

Name

die,

So

die

scharfe

welche einer Reihe

ist

es zu verstehen,

Durango und ist und dass sie selbst als Gcsammtiiame der nordmexicanischen Gebirge zwischen Anahuac und der Gila- Depression auftritt. Diese mehrfache Verwendung desselben Namens dass dieser

einer anderen

in

einer Gebirgskette in Nord-Mexico westlich von

Neu-Mexico

westlich

vom Rio Grande

beigelegt

erregte unter anderen Missverstandnissen auch das, dass die beiden Muttergebirge

was doch thatsächlich so unrichtig wie möglich ist. Uebrigens ist in Neu-Mexico der Name Skrra Madre niemals eine mehr als lokal bekannte Be-

eins seien,

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Wir

finden

109

Oberflächengestaltnng.

III.

zwischen Rio Grande und Colorado

in

unserem Gebiet

vorzüglich drei grössere Gebirgsgruppen, deren Glieder sämmtlich in südöstlicher

können

Jene

und nordwestlicher Richtung ziehen und welche bezeichnet werden Gruppe der Zuni Mts., der Mogollon Mts. und der Pinal Mts. am weitesten östlich, diese am weitesten westlich gelegen, und

als

ist

die mittlere liegt zwischen beiden inne.

Chiquito trennt die

östliche,

Das Quellgebiet des R. Colorado

das des R. Salado die westliche von der

innerhalb der westlichen kann das Thal des Oberen Gila als

mittleren;

eine sekundäre Grenze zwischen zwei verschiedenen Abschnitten betrachtet

Man kann

werden.

die

dadurch gebildete Unterabtheilung

als

Gruppe

der Calitro Mts. bezeichnen. In der

Zuili-Gruppe

einziger

Sierra de Chasca, ihren

nördlichen

die

die Kette der Zufti Mts., die

San Mateo

Mimbres

in

man auch

reicht

hinaus,

als

wo

ein die

de'Tunecha

S.

und die S. de Garriso Im Süden, wo sie gegen den Rio

Abschluss bilden.

Grande hinzieht, liegen S.

tritt

Madre bezeichnet, am schärfsten hervor; sie Höhenzug vom 34. bis über den 36. Breitegrad

Sierra

als

die kleinen

Höhenzüge S erra Magdalena und und die grössere Sierra de los i

ihrer Richtung,

mit ihrem

Anhang der

südlichen

nennung gewesen und nur

die Kette

S.

Florida, welche vom

im nördlichen und nordwestlichen Mexico,

Stillen Meer entlang zieht, ist allgemein als 8icrra Madre Auch hat J. Fröbel (Rep. Smithson. Instit 1854) nachgewiesen, dass unter allen Umständen die Fortsetzung der mexikanischen Sierra Madre nicht in der Richtung des Felsengebirges, sondern in der der Sierra Nevada zu

welche

dem

bezeichnet.

suchen wäre, und Etnory

ist

(a.

a.

mexikanische Sierra Madre etwas

0.

I.

ganz

40) gleich ihm der Ansicht,

anderes

ist

als

dass die

der neumexikanische

Höhenzug desselben Namens. Nach Emory meinen die Mexikaner mit Sierra Madre ein Gebirg zu bezeichnen, welches die Wasserscheide zwischen dem Atlantischen und Stillen Meere bildet; aber ein einzelnes Gebirg, dass diese Funktion erfüllt, gibt es weder in Mexico noch im Gebiet der Ver. Staaten, wiewohl auf der grossen Humboldt'schon Karte von Neu-Spanien eine zusammenhängende und wasserscheidende Gebirgskette dieser Art, vom 21. bis zum 42. Breitegrad

sich

erstreckend, angegeben

ist.

Dieselbe

ist

nach ungenauen

Nachrichten und auf Grund jener irrthümlickon Verquickung der Gebirgskämme mit Wasserscheiden entworfen, welche im vorigen Jahrhundert vollen Cnrs Die Fremont'sche Karte (von K. Preuss gezeichnet und in U. S. Senate hatte. B«i Miscellan. 1848, Nr. 148 mitgetheilt) zeichnet übrigens genau dasselbe. Comra Wilkes (Map of Upper Calif. 1849) erscheinen die Zufti gar als Anahuac Mts., und bei Anderen muss die Sierra de los Mimbres als Bindeglied zwischen Emory's Karte (I8f>7) gibt zum Sierra Madre und Felsengebirg herhalten. ersten Mal das richtige Bild, indem sie die mexikanische Sierra Madre in der Richtung der neumexikanischen Pinaleno-Kette bis an die Grenze fortführt, und den Namen Sierra Madre ganz aus sie hat dabei das nennenswerthe Verdienst ,

dem

Spiele zu lassen.

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110

Oberflächengestaltung.

III.

Madrc- Plateau gerad«

Sierra

dem Rio Grande

nördlich

entlang zieht,

grösserem Rechte zu ihr als zu der Mogollon-Gruppe gezahlt

scheint, mit

zu werden.

Mogol Ion- Gruppe

Die

Sierra de Da tili,

die

S.

schliesst sich an die

de Luer a,

an. welche westlich und östlich ziehen.

Abzweigung von ihnen erscheinen die

San Francisco Mts.

ebengenannte durch

de Tule rosa und

S.

S.

Bianca

Als eine nordwestlich gerichtete

Mogol Ion

Mts.,

(gleichnamiger Gipfel 3G74 m.)

welche mit den in

das Colorado-

Plateau ubergehen.

Pinal-Gruppe

Die

der C o r d

i 1

1

e ra dc

1

R

i

beginnt im südlichsten Winkel des R. Gila mit o

G

i 1

a

,

die durch die kleine

Gruppe der

White

Pinal Mts.. Apache Mts. und Signal Mts. fortsetzt, welche ihrerseits mit dem San Francisco- Plateau und den Black Mts. sich dem Nordwestende der vorigen Gruppe vereinigen. Mts.

sich

die

Calitro-Gruppc.

Die

vom R.

in

Gila gelegen

ist,

derjenige Theil der vorigen, welcher südlich

umschliesst drei Parallelketten, deren erste aus

Chiricahui Mts. und den Pinaleno Mts., deren zweite aus der Sierra Ca 1 Uro sammt S. del Dragon und deren dritte und westlichste aus den kleinen Gruppen der Sierra Kspuela, S. de Sa. Catarina und S. Tortalita besteht. den

Die Bergketten dieser verschiedenen Gruppen schliessen Thalcr und

Hochflächen zwischen sich

ein,

aus der dürren Hochebene stellen, in

welche

in einigen

hervortreten,

Fallen als üppige Oasen

anderen Einsenkungen dar-

in

denen Steppen einen Salzsumpf umgeben.

Die St.

August in

Pia ins zwischen Sierra de Datiii und S. de Luera, Valle de Sauz und Valle de las Piagas in der Pinal-Gruppe, das Zufii-Becken

Navajo- und Tunecha Piagas de las Primas in der Calitro-

westlich

von der gleichnamigen Gebirgskette,

Valley

nördlich von derselben,

Big Valley zwischen dem San Francisco- Plateau und dem Long Valley zwischen Black- und Cerbas Mts. sind hervorzuheben. Auch das Becken der Gila Desert am Unteren Gila ist zu «Uesen Thal- und Beckenbildungen zu zahlen. Gruppc,

Colorado,

Zahlreiche sich in

in

vereinzelte

kleine

Höhenzüge. Berge und Hügel erheben

Wir haben Hochebene ein laufenden Höhenzügen, südöstlich

den Zwischenräumen der grösseren Gebirgsgruppen.

der Gila Desert und

ganzes System

den anstossenden

von niedrigen, parallel

und nordwestlich gerichtet, die

in

Theilen

der

derselben Richtung über den Colorado

Mohave- Wüste ziehen. Sierra del Gila, de la Cabeza, delTul, del Ajo, de la Nariz, Quijotoa, del Pajarito. de la Kstrella, Dome Mts., EagleMts., Granite Mts. gehören zu ihnen. Auf der Hochfläche, welche die Pinal- von der Mogollon- Gruppe

weg und durch

trennt,

erheben

die

sich

im

Süden Peloneillo- und

Pyramid Range,

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m.

Oberflächengestaltung.

Sierra del Diablo, S. del Harro. Peak, Punto de las Animas. Im und

also westlich von der Zuni-

S.

111

de Natalies, Beauchamp

Gebiete des Colorado

östlich von

biquito,

(

der Mogollon-Gruppe sind die

Blue Peaks, Calabasa Mts., Mesa de la Vaca. Mesa Bianca, Sierra Panoche und jenseits des Colorado Sierra Ab ajo, S. Lelate,

Mesa Verde

Oestlicb von der Zuni-Gruppc finden sich wenige

zu nennen.

Mesa Fachada,

Erhebungen wie

vereinzelte

Ne edles, Trap Rock,

M. de losLobos, The Grande -Thal zu

jenseits deren gegen das Rio

bereits die letzten Auslaufer des Felsengebirgs erscheinen.

Die Region,

in

bemerkenswertli

Gila-Wüste,

reichen, die

schlossen

Das ten,

als die

Thal

de

s

ist

Höhenzüge

t

sie

Co o

c re n

und

Weise eingeschaltet.

1

die

Es

durch

in

Richtung und Höhe Entwicklung er-

reichste

ihre

den Unteren-Colorado

besser aufge-

anderen Theile von Arizona und

meisten

Un

zwischen

ist

welcher diese zerstreuten, aber

gleichartigen

r

Ncu-Mexico.

a d o, eine Reihe von Becken und Schluch-

Mohavewüste

in einer so

zu sagen gewaltsamen

gerade rechtwinklig zum Streichen der

verlauft

Höhenzüge, die es daher, soweit es

sämmtlieh durchschneidet.

sie berührt,

Dieses eigenthümliche Verhalten macht es vor anderen geeignet, einen Einblick in

den merkwürdigen Oberflächencharaktcr dieser Region zu gewahren.

Man kann Becken

dieses Thal

und

Golfes von

Laufes Sierra

als

eine

Californien

sind

in

ihrer

vom Colorado-Plateau abwärts

um Weniges betrachten.

erhöhte Die

ganzen Länge

letzten

ein synklinales

als

nördliche

Fortsetzung des

H0

gegraben haben, sind vorzüglich durch das un-

steiler Tiefe,

geheuere Mass

Wasserwirkung

der

die

eine der orographisch ausgezeichnetsten

hier

Aeusserung

zur

von

Amerika geworden.

„Ihr topographischer Charakter

als

der

weite

schen

eines Gebirges,

und

Ursache,

die

welche

Strecken sind

Thiere.

ungeflügelte

aus

einer

halb

des

doch

ist

wunderbareres

nichts

als

Menwenn man Tausenden von

erstaunlich,

aus

solch ein Gebilde erzeugt, ausser-

die

Kraft des

fliessenden

Es

Erscheinungen erzeugt hat.

gewaltigen

Und

Vorgänge sucht.

Kreises der gewöhnlichen natürlichen es

welche diese

sers,

,

complicirter,

ist

passirbar für

nicht

Es ist nicht Ebene, die

Fussen sedimentärer Schichten besteht

gelangt,

und eigenthümlichsten Regionen

Wasnichts

ist

zu sehen von Rissen und Spalten, die unterirdische stossende Kräfte sich hier geöffnet fast

2

Kil.

Ebene

haben könnten

;

44

stieg zur ersten Stufe des Tafellandes, überschritten wir,

die

kamen auf unregclmässig

und

Trapplager

Gewässer gehen von die Rinnsale

nach Norden, und

hier

und

tiefer

Kiesbetten und

Indem wir diese Newberry den An-

').

Richtung durchmassen, schildert

in nordöstlicher

kommen

tiefer,

in

ohne es zu merken,

gebettetes dieser

schneiden durch

sie

Sand- und

mächtige

Thalschluchten (Canons)

,

Die

Geröll.

Richtung werden

und indem

zuletzt bis auf die Fclsenunterlage,

auch diese erodiren, bilden

welche

selbst die Seiten der Thalschluchten,

senkrecht abstürzen, sind nicht unvermittelt

sie

zum Colorado

die

Indem diese Canons allmählich an Zahl und Tiefe zunehmen,

hinabführen.

wird das ganze Tafelland von einem Abgrundlabyrinth durchzogen, dessen

nahezu senkrechte Wände jede Ueberschreitung verbieten 4111 ). Der Ruinen-

Newberry

1) J. S.

in

2) Eberidas. Geol. 54.

ausschliesslich

am

lH'Jo.

Geology 45.

Kein neuerer Beobachter läugnet, dass diese Canons

Wirkungen

den

Powell, der wohl

Report upon the Colorado H.

iles

gründlichsten

fliessenden sie

Wassers

ihr

Dasein

danken.

zu studiren Gelegenheit hatte, bestätigt

vollkommen die Ansichten Newberry 's, der vorzüglich die vollständige Cebereinstimmung der Schichten au den gegenüberstehenden Wänden der Canons, den

Mangel jeder Störung

ihres

Paralhlismns

und die Continuität des

bildenden Gesteines über die ganze Breite und mit den hervorhebt.

Er

selbst spricht sich aber entschiedener

Wänden

und klarer

die

Sohle

der Schlucht als

Newberry

über die geologische Seite der Krage aus: .Alle Thatsachen." sagt er, „die wir in Betreff der Beziehungen der Wasserwege dieser Ri'gion zu Bergen. Hügeln, Ka

1

1e

I

,

Amerika-

l.

8

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114

Oberflächengestaltung.

III.

Charakter, welcher in einem milderen Masse den Scenerien jedes felsenhaften

Gebirgs eigen

kommt

ist,

hier mit einer Schürfe und Ausschliesslichkeit

zum

Ausdrucke, welche erstaunlich sind. Sehr bändig zeichnet Powell denselben,

wenn er

die

Cafionrcgion

der Canonsysteme

man

die

,

Worten

blickt, in folgenden

S.

Francisco -Plateau

durch diese Abgründe und gleicht einem Ruinenfeld. sind

weggeschwemmt,

blieben, Spalten, die

Berge sind

isolirtc

so tief

sind,

dass das Auge

umspannen zu können, und schlanke Thürme,

Neben den Cafions

tausend Fuss

sind

nirgends

so

und

häufig

Klüften ihr

Mexico kann man geradezu

ein

nicht

man

die

zu

glaubt

Luft"

charakteristische Oberflächen-

anderwärts schon getroffen, aber

sie

massenhaft vertreten

so

stehen ge-

Dunkel

die auf ihrer Grundlage zu

in die

Mesas

die

formen dieser Region; wir haben sind

Mcilenbreite Strecken

ihren

in

durch Felswände getrennt,

durchdringen vermag, sind

zittern scheinen, schiessen

über-

Ausdehnung und Grossartigkoit Das Plateau ist in Mauern zerklüftet

erstaunlich.

ist

vom

schildert: „Die

Mesa-Land nennen

;

wie

denn

sie

Neu-

hier.

dort gibt

es

Canons und Klippen kennen, zwingen zu dem Schluss, dass die Flusssysteme hier von den Schichtenfaltungen und von der Erosion in ihren Richtungen bestimmt wurden und ebenso auch von der Bildung der Lager und Hügel eruptiver Gesteine. * Und weiterhin hebt er hervor, wie es keine Faltungen und Biegungen gab beim Beginn der Denudation. Als dieselben aber anfingen sich zu bilden, sei diess nicht plötzlich

geschehen;

die Gesteine

seien nicht durch grosse Con-

vulsionen durcheinander geworfen worden, sondern langsam hätten sich die Ober-

Aenderungen keine Wirkung auf die Richtung der Ströme übten. Diese Veränderungen gingen nicht rascher vor sich als die Erosion der Flussbetten, deren Richtung von jener nicht bestimmt wurde. Powell, Explor. of the Colorado R. 1875. '298, 201. Dass übrigens auch die flächeuformeu

verändert,

Gesteinsbeschaffeuheit die

so

dass

Wirkung

diese

dieser von aussen her wirkenden Kräfte be-

deutend unterstützt, hebt Newberry hervor.

Ihm zu Folge

aber darum nicht minder wirksamer Faktor

die

barkeit der Granite dieser Regionen,

zu übersehen

als

die

.Diesen

Granite

den

hier

Grauitgesteinen

ist

Kern nahezu

nicht

wo

überall,

als ein passiver,

sie

leichte Zereetz-

und um so weniger,

bedeutenderen

aller

ist

bemerkenswerth

Gebirgszüge

auftreten,

bilden:

gemein-

ein

samer Charakter eigen, den sie mit den meisten Graniten der übrigen GeSystems im Coloradogebiet theilen; es ist das Vorwalten ihrer feldspathigen Bestandteile über die hornblendigen und vorzüglich die ver-

birgszüge desselben

hältuissmässig

grosse

Masse Albit,

mineralischen Zusammensetzung sind

die sie

sie

enthalten.

In

Folge

dieser

ihrer

gewöhnlich hellfarbig und weich, sehr

nachgiebig gegenüber den zersetzenden Einflüssen und bieten selten jene kühnen

Umrisse dar, welche Gebirgen von solcher Höhe eigen zu sein pflegen. Vegetation

bedeckt ihre Abhänge, und ihr geologischer Aufbau

Blicke zu erkennen." 1) Powell,

(J.

S.

Newberry,

a.

a.

0.

Explor. of the Colorado R. 1875.

ist

mit

Wenig Einem

Geol. 13.) 195.

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Google

keinen einzigen Höhenzug,

wäre

gleitet

oder

115

Oberflächengestaltting.

III.

der nicht

sogar seihst

Mesas

in

von

ausliefe,

Mesa

grosse

eine

als

solchen be-

könnte.

gelten

Der Name bedeutet im Spanischen Tisch oder Tafel, und werden mit ihm „die in Mexico so hautig vorkommenden Tafelberge und Terraintitufen genannt. Man muss das Wort bald durch Plateau bald durch Terasse übersetzen" ,

Die horizontale Lage der Schichten und ihre welche

barkeit,

sehr verschiedene

durch ubergeflossene oder

Füllen

vielen

in

Zersetz-

zwischen-

geschaltete Lava-, Hasalt- oder Porphyrschichten zu einer sehr ungleichen

Hechnet man aber jede

Bedingungen der Mesabildung.

wird, sind die

und steilwandige Oberflachenform zu den Mesas, so

flache

fallen

von Canons durchschnittene Schichtcncomplexe unter diesen

viele

auch

Hegriff,

und dieser Art von Mesabildung lägen dann dieselben Kräfte zu Grunde wie der Canonbildung, nur immer unter Voraussetzung horizontaler Schich-

Mesas bleiben aber die Tafelberge der Hochebene, Zusammenhang mit der allgemeinen Erosion und

Die ächten

tung.

bei denen übrigens ein

Thalbildung ebenfalls nicht ausgeschlossen hervor,

massenhaft

die

welchem

im

ist;

sie

tritt

z.

bei

B.

jenen

vorkommen,

Colorado -Gebiet

oberen

von

CapL Beckwith, der mehrere Tagreisen zwischen ihnen durch-

sie

„Auf beiden Ufern des Grand R. erGehänge rasch zu den steilen Abhängen der Mosas,

zog, folgendenuassen beschreibt:

heben

sich

die

welche 2—50

Kil.

Tafelberge sind

in

hält

rückwärts gegen die Berge zu sich erstrecken. Classen zu theilen

und aus denselben Formationen besteht, auch wenn

gesetzten Ufern

des

Flusses

Erde

einige Fuss

heben.

. .

trägt,

Während das

Alle

liegt.

Gestein,

das

Gefäll des Flusses ein sehr beträchtliches

Höhe

seinerseits sich

ist,

er-

scheinen

bewahren und werden desshalb

zu

höher über dem Fluss, je mehr dieser

fest-

an entgegen-

manchmal Baumgruppen

auf welcher

diese Tafelberge ganz dieselbe

dieser Tafelberge

sie

bedeckt mit einer mehr

sind

vulkanischem

oder weniger dicken Schicht von

Diese

deren jede dasselbe Niveau

,

fällt- *).

Der

inselartige

Charakter

besonders im Gegensatz zu den umgebenden Ebenen

tritt

so scharf hervor, dass

man

es begreift,

wenn 0. Löw

die von

den Moqui-

Indianern bewohnten Mesas im nordöstlichen Arizona Olm Helgoland Arizonas.

nennt

„Da

:

lag

vor uns,

sagt

ein

er,

weites

sandiges

Becken,

kein

Baum, kein Strauch unterbricht die Monotonie der Gegend, nur 10 Meilen drüben im Westen heben sich kahle 8 Sandsteinblöcke vom Horizont ab" ). Dieses sind die Sandstein -Mesas grüner Punkt

1)

J.

ist

Aus Amerika 1858.

Fröbel,

2) Pacific

sichtbar, kein

II.

durch eine Rasaltdecke fuss der

Front

Surv. 1873. 3) P.

132.

II.

R. Report 38 and 39"

1

Parallel. 1854.

Tertiärschichten,

die

zu Mesas geworden, beschreibt auch ilaydrn vom Ost-

Range des Felsengebirges.

Sixth

Anuual Report

II.

S. Geol.

101.

G.

M

XX.

107.

8*

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Google

11«

III.

der Moquis.

äussersten Westrand

den

an

Iiis

ragt übrigens die

Oberflächeugestaltung.

Mesa-Bildung hinüber; dort

Colorado-Gebietes

des

Table Mt.

ist

der

an

untern ealiforniscben Küste, unmittelbar südlich von der Grenze der Ver. Staaten, wegen seiner regelmassigen Tafelform eine der hervortretendsten Land-

marken; er ragt 700 m. über die Küste hervor. Im Innern von Arizona und Neu-Mexieo werden die Mesas sogar zu Tafel-G e b r g e n so die sogenannten i

,

Mngollon Mts. oder Sierra de Mogollon (auch Mogoyon), welche auf den

Karten Sierra S.

als ein erheblicher

grosse

eine

als

Mesa

Bianca aus

langgestrecktes

nordwestlicher

in

Franisco ausdehnt"

Gebirgszug erscheinen, aber nichts anderes sind, „ein

Plateau,

Richtung

sich

das

der

von

zur

bis

de

Sierra

seine durchnittliche Meereshöhe wird auf 2100 m.

;

angegeben. Löw, der dieses Gebirge überschritt, nennt es ohne Weiteres

Mesa und bezeichnet Nichts anderes

Höhen

ist

seinen

südlichen Theil ausdrücklich

das S. Francisco Plateau,

Gruppirung seiner Höhenzüge leicht einzelnen

Berggruppen.

der

Hochebene

Mexico's, die von Santa

man

Plateau

1

).

vereinzelten

bei der eigenthümlichen

begreift, meist

Ketten

herabsinken.

nur Lücken

zwischen

und Mesas, und zwar Lücken,

bei der inselartigen Getrenntheit vieler dieser

Niveau

als

der

viele

der Gila- und Mohave-Wüste sind Mesas.

in

Als Pässe dienen in diesem Gebiet, wie

«Ion

und

Die

Höhen

oft

begangenste

Fe nach El Paso durch

die

vollständig auf das

Strasse

Neu-

vier Breitegrade hinzieht,

führt sogar über keinen einzigen nennenswerthen Pass, da sie fast überall

dem

hinreichend breiten Thale des Rio Grande folgen

kann.

Nur

in

den

bedeutendsten Gebirgsketten sind wahre Pässe, Einsenkungen der Kammlinie, zu überschreiten. Dahin gehören Zuni Pass (2423), Campbell und Washington Pass in der Zuüi-Kette, Conks Pass (1563) und Paso de los Mimbres in der Sierra de los Mimbres, Paso de las Animas im Sierra Madrc-Plateau, El Puerto del Dado (1656) in Chiricahui Mts., Railroad Pass zwischen diesen und den Pinaleno Mts. (1586), C actus Pass und ein anderer Railroad Pass nördlich von der Cerbat Range. Was von neumexikanischen Höhenzügen östlich vom Rio Grande liegt, gehört bereits entschieden der Abdachung der grossen

Gebirgsmasse des

Nach Süden und Osten fällt sie stufenweise zu immer tiefer liegenden Ebenen oder Hügelländern ab, bis sie im Mississippithal und im Golf von Mexico in das Tiefland übergeht. In der Kette, die dem Rio Grande am nächsten liegt, erhebt sich von bemerkenswerthen Höhen am linken Ufer des Stromes, au der mexiWestens

an.

kanischen

Grenze, die

Sierra de los Organ os, das

Orgelgebirg, ein

hochaufgethürmter Bau von Felsenmassen, deren vertikale und Stellung Veranlassung zu ihrem

1)

I».

0 M. XX.

Namen

gegebenhat.

oft säulenartigc

Aber nur der

mittlere

412.

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Obertlaehengestaltung.

III.

117

Theil der Kette bat diesen Charakter, und nordwärts wie südwärts lehnen sich

geschlossenere und mehr in die Breite gebaute Gebirgsmassen daran. Die

am

weiter im Süden

H

Eaglc

selben Ufer sich erhebenden

Nach Norden zu

der gleichen Kette anzugehören.

theilt

Sierra del Cavallo, welche nordwestlich dem Flusse und eine Sierra Soledad oder San And reo, die sich Richtung von demselben entfernt.

Jornada

trrruxse der

lang

sich

den

zwischen

Westen und Norden

in

beiden

das Rio

in eine

sich

entlang

zieht,

in nördlicher

Zwischen sich haben beide die Strpprn-

del Muerto, einer zu 220

— 240

Fussbett sich erhebenden basaltbedcckten Hochebene, Kit.

scheinen

t s.

sie

Gebirgen

Grande-Thal abfallend,

über das

140

Nach Süden,

hinzieht.

Osten hin zwischen den Bergketten der Sierra de los

m.

ungefähr

die

tindet

nach

sie

Jumanes, Ca-

rizo. Pajuno und Sacramento, die man gewöhnlich als Sierra Bianca zusammenfasst eine Verbindung nach den Hochebenen des ,

Pecos-Thales. Bis gegen Santa

tung jener beiden

Fe hinauf

ziehen in der allgemeinen Rich-

Gebirgszüge unzusammenhängendc

Hochebene hervorragende Bergketten;

Sana-, Sandilla- und PI acer berge

,

inselartig

Sierra del Oso,

die

aus der

die

Man-

sind die hervorragendsten unter

Man kann

ihnen.

zwischen

ihm

sie als den Westrand des Peeos-Tafellandes, als Grenze und dem Rio Grande -Thal, betrachten. Mehrere Passe

führen zwischen ihnen* durch nach

dem Rio Grande

Manzana- und die Jumaneskette ist als Mesa della Jornada, ein basaltüberdeckter

Zwischen die

hinab.

Gebirge eigener Art die Tafelberg

eingeschaltet,

dessen flacher, fast glatter Umriss erheblich absticht gegen

die Klippen-

formen der wie Fclseninseln aus der Steppe des Plateaus sich erhebenden Berge der genannten Sierrcn.

Die oben liegen,

genannten

östlicheren

Ketten,

die

gegen

den

Pecos zu

sind offenbar die Fortsetzung von südlicheren, bereitsauf mexika-

nischem Boden

Rio Grande

zwischen

gleichfalls

und

Pecos

gelegenen

Erhebungen, welche dort wie hier die Hochebene, auf der der Bio Grande wallartig

Hiesst,

nächst

gerten,

Diese südlicheren

denen ist

Theilen

eine

umgürten

und

deren

Höhenzüge bilden

verschiedene

Porphyrgruppc

Uebergaug

,

ein

Namen Theil

eine

Hauptkettc, die

die

vorgelavermitteln.

in

verschie-

Sierra de las Limpias

trügt.

der

in

der Pecos Plains

Ilochebenenstufen

niederen

aus

demselben

Gestein

sich

Sierra del Diablo und Sierra de Guadalupe (auch Apache und Salt Piain Mts.) auftaucht. Sie umsäumen den Abfall der ScheitelHächc des Rio GrandeWunderbar phantastische Hochlandes nach dem Thale des Pecos zu'). aufbauenden Kette, welche weiter im Norden

1)

erklärt

Wenn sich

als

so sie, wie es den Anschein hat. an diesem Abfall theilnebraen ganz natürlich eint auf den ersten Blick auffallende Bemerkung ,

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118

Obertlächengestaltung.

III.

Säulen-,

Tafeln-,

diese Gebirge

und

Klippeu-

andere

Absonderungsformcn

zeichnen

Flächenausbrcitung des

denen eine deckenartige

aus, in

Porphyr Ober anstehendes Kalkgcstein sehr deutlich zu sehen sein soll. Die Passhöhe betragt hier 1429 m. (Emory). Keine grössere Berggruppe bis zu

dem Winkel zwischen Pccos uud Rio Grande am linken (texanischen) Ufer des letzteren; aber

findet sich

diese

als

in

den Eaglc Mts.

Berg- und

vereinzelte

zahlreiche

Steppenlandschaft;

der

förmigkeit

Felsgruppen

unterbrechen

Hornstein aufgebaut,

Los Chisos. Los Bofec

auf

aus

Quarzfels,

Porphyr,

der gauzen Hochebene die Ein-

Sierra San Jago,

S.

Corazon,

illos sind unter ihnen zu nennen. Weit hinaus

zum Pecos vorgeschoben ist die Sierra C harrote, welche schon mehr zu den vereinzelten Höhen und Höhenzügen des westlichen Texas gehört. Am jenseitigen Ufer erheben sich in den Castle Mts. bereits Vorwerke des Felsplateaus des Llano Estacado. bis

Ebenen und Hügelländer

Die

und Hügelländer,

Ebenen

Westens

des

Gebirgszügen

welche

Staaten ausfüllen, und die

und Ostens

man kurzweg

Innern.

des den

zwischen

Innere

das

der

bereits

Vor.

Ebenen des Inneren

als die

haben wir an ihren Bändern, da wo

zu bezeichnen pflegt, jene Gebirge grenzen,

Die

grossen

beiden

kennen gelernt.

sie

an

In der allgemeinen

Betrachtung der Oberflächenbeschaffenheit hatten wir ihren Thalcharakter

zu

betonen,

dem Becken sammenfallen. Von den

Thefle mit

von New-York,

in

dem

welcher es bedingt,

Alleghanies sahen wir

Tafelland von Ohio,

grössten

der Cordillere als wellige,

in

sie

der Seenplatte

den Kalksteinplateaus

von Kentucky und Tennessee sich nach Werten von

zum

dass sie

eines einzigen Stromes, des Mississippi, zu-

hinaus erstrecken,

von Vorbergen, gleichsam hinaus-

zitternden Wellenkreisen der gebirgserhebenden Kraft, durchzogene

Hochpräric

sich

aus

Höhen von

1800

m.

gegen

Osten hinab

Die Einzelverhältnisse ihres Inneren und ihres Nordrandes

senken.

zu betrachten, bleibt uns nun noch übrig.

Die als ein

II

ochebe

neu des N o r d e n s. Im Norden

sche Flüsse, die entweder bai zufliessen,

dem

zunächst

Atlantischen Ocean oder der Hudsons-

von denjenigen trennt, welche

und damit dem Golf von Mexico angehören. J.

tritt

bedeutsamer Zug die Wasserscheide hervor, welche canadi-

Fröbel's (Aus

dem

Mississippigebiet

Als Theil der canadi-

Amerika 1858. II. 380), welch»? besagt, dass von der Westseite Wasser nach der Ebene au ihrem Ostrande abäiesse.

dieser GebilgSgruppe das

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Oberllächengestaltung.

III.

sehen

200

Seenplatte

— 250

diesen nur

nach

zieht

m. hart

Wasserscheide

diese

am Südrand

kleine

Bäche

sissippibecken

Weg

welche

entsprechend,

Bai

sich

und

Keechenaw

dem

Mis-

der flachen Halbinsel Michigan,

in

zu 90 m. erhebt,

bis

der grösste

nach dem Inneren,

den Michigan- vom Huronensee trennt und

reichen Inneren Greeii

Nur

zu, findet.

während, der Süd- und

ahfliessen,

der Bewässerung seinen

Höhe von

einer

in

der fünf grossen Seen hin, so dass

Westneiguug dieses Theiles der Ehene Theil

119

Bai

in

ihrem seen-

sowie in der zwischen

gelegenen

Halbinsel

zwischen

Michigan- und Oberem See greift der nördliche Abfall dieser Wasserscheide tiefer in das Gebiet der Ver. Staaten ein ist

es

im Gegentheil der südliche,

amerika hinüberschiebt. liegen westlich

der sich

;

weiter westlich

nach Britisch Nord-

In der Verlängerung dieser Wasserscheide

vom Oberen See und

erheblich höher als die Seen-

H a u t e u r des Ter res, Coteau des Grands Bois, Bois des Sioux und Coteau platte die

Landhöhen von Minnesota,

die als

des Prairies unterschieden werden, und welche hier die Wasserscheide zwischen dem Oberen See und dem Red R. auf der einen Seite und dem Mississippi auf der anderen bilden. Weiter westlich setzt

Coteau du Missouri

der

diese wasserscheidende

Gebiet von Dakota bis hart an

worauf dann am rechten Ufer einzelten Höhen, sind,

Wolf

1)

Mts.

Dieser

in

in der

und

Little Missouri

häufig

Fox Ridgc, Powder River Ridgc,

bereits Ausläufer des Felsengebirgcs erscheinen

nördliche

fort,

den zahlreichen Buttes, ver-

die zwischen Missouri

und weiterhin

Erhebung im

das linke Ufer des Missouri

Hoehobenenstreif

stellt

canadiseher Boden- und Oberflächenverhältnisse

eigentlich in

eine

1

).

Verlängerung

das Gebiet der nördlichen

Ver. Staaten dar. Wir haben jenseits der Grenze einen grossen Höhenzug, den allerdings weder Berge noch Hügel, sondern mir die Wasserscheiden bezeichnen,

und dieser Höhenzug ist gleichzeitig wohlabgegrenztes geologisches Formationsnämlich ein Complex azoischer oder Urgesteine, der sich inselgleich aus

plied,

ringsum angelagerten Formationen jüugeren Alters erhebt.

Die grosse Wasser-

vom Fuss der Felsengebirge zwischen den Stromsystemen des Satkatschewan und Athabasca-Mackenzie gegen Nordost zum Wollaston-See und nordnordöstlicher von diesem in Richtung zu dem arktischen Hochland, welches zwischen der nördlichen Hudsonsbai und dem Eismeer liegt und pengraphisch wie geologisch zu dieser grossen Landhöhe gehört; an dieselbe schliesst sich im scheide zieht auf ihm

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120

Oberflächengestaltung.

III.

man naher

Betrachtet

und

Land zwischen dem Westrand der Seen

dieses

den Felsengebirgen, das im

Gebiete der Staaten und

Nebraska,

so

ist

gion,

im

Osten

die

und

sumpfig

und

es äusserlich

und

sehen, ebensowenig

Aber

Tiefland, wie

Dakota und

Südwesten

im

ist,

Re-

flache

hügelig (rolling),

Flachland

dieses

durch die

ist

Ganzen

im

eine

vorwiegend

dicht bewaldet,

ist.

bezeichnet

von Minnesota, Iowa,

allerdings

Norden

streckenweise beschaffen

wellig

Allgemeinen

Territorien

häufig

breitflächig

wir

wie

ge-

Prärien weiter südlich sind; es

es die

umschliesst vielmehr einige Tafelländer von nicht unbedeutender Erhebung

und

Hochebenen,

Krstreckung,

die

auf

hydrographischen

die

Ver-

Nordamerikas einen bestimmenden Einfluss üben. Vom Oberen See nach Nordwesten gehend, finden wir zunächst Tafelland von durchhältnisse

300



400 m. Erhebung über das umgebende Land, zu welchem mehr als 30 Kil. vom Obern See (Niveau 183 m.) ansteige^ und das seine grösste Höhe im Qucllgebiet des Red R. findet, worauf es, schnittlich

wir in nicht

nach Süden umbiegend, sich

Wellenhügeln der Prärie

das Thal des Minnesota hin

gegen

Es

verliert.

im Ganzen

fällt

in

den

nach Süden, von

Westen und Osten aber nach seinem eigenen Inneren zu. Hie obengenannten Landhöhen von Minnesota sind seine natürlichen Abschnitte. Das Thal des Red R. mehr eine grosse Ebene, eine Prärie als nur ein Thal, liegt ,

120 m.

1

Tafelland

als dieses

tiefer

)

sam zu langen, wellenartigen Hügeln, einem canonartig

dem

Steppen

Flusses

die

Grenze

für

das

grüne

dorniges Gestrüpp

,

werden

eines

mau

überschreitet

serseen

von

ist

für

hier höher, und alle

50^60

sich das

Aber auch

züglich

zwei

hier

von

sind.

und

Prärien

Wiesenland Wälder.

Thäler

Tafelländer,

Osten das ähnlich

felsige,

die

ist

die

lang-

oder einer trockenen Qnücc,

unterbrochen

Fläche

Coteaux,

Region

dieser

Salzbccken

,

Die

ziehen

In

Plains,

vertauscht

für

Wellenhügel der

SüsswasPrärien

südwärts, entsprechend der

vorwiegenden Richtung flacher Rodenanschwellungen, welche trennen.

Kü. mittlerer

Land sehr

die niedrig, gerundet, nur selten von

eingeschnittenen Thal

tief

Rette

alten

graue

und

Beim Fortschreiten nach Westen hebt

Breite.

keine lange,

von einander

sie

ununterbrochene. breite,

Vor-

gleichmassige

ans Urgesteinen sich aufbauende Tafelland der Seenplatte

an und greift im Süden mit den Coteaux

in

unser Gebiet herüber.

„Nur die Anschauung selber kann einen Begriff geben von der eigenthüralicheu Wirkung dieser ganz ebenen Fläche. Die Linie des Horizontes ist eine so vollkommene Gerade, dass sie zur Bestimmung der Höhe von Himmelskörpern dienen könnte. Als ich auf dieser Savanne stand und meine Augen 1)

anstrengte

wäre

nach

als ein

möchte,

dem Anblick

eines

Gegenstandes,

der etwas hervorragender

Grashalm, dünkte mich, dass es keinen Fleck auf der Erde geben

gleich

passend,

einen

Breitegrad

darauf

zu messen."

Ü.

Owen,

Geol. of Wisconsin. 1^52.

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Erhebungen, durchsetzen

40° N.B. und 97 0

hinein,

N.

wo

sie.

Ca. 60 KU. westlich von Lake Travers

30' 0. N. erhebt sieh der

Arme

zieht in zwei

44° 15'

sieh theilend südlich

und südöstlich

B.,

121

Oberflächcüigestaltung.

III.

bis

zum Thal dos James

bis

die Südwestecke

in

er allmählich auf das Niveau der Prariehügel

Meereshöhe dieser Hochebene schwankt

in

Coteau dcsPrairics und Hiver,

von Minnesota Die

herabsinkt.

570 und 030 m., und ihre Erhebung über dem Niveau des umgebenden Landes betragt 250 m. im Osten und 220 im Westen. Das andere Tafelland ist der Coteau du M issouri, das dem Laufe des Missouri vonFt.Sully bis zur Mündung dos Yellowstone folgt, dann nordwestlich abzweigt und in den Prärien jenseits der Grenze sich unmerklich verliert. In Höhe schwankt es von 600 bis 700 m., in Breite von 50 80 Kil., aber seine Oberfläche ist minder gleichartig als die des vorigen und hebt sich stellenweise bis zu 60 m. zwischen



über das allgemeine Niveau des Tafellandes.

Ueber dieses weite Hochebenengobiet vorstreut, welche bald Thüler ausfüllen,

ungeheuere Schuttmassen

sind

bald

als

Hügel und Hügelketten

Decke über den Felsboden des Urerratische Blöcke sich über die Hoch-

aufgeschüttet, bald als gleichmässige

gesteins ausgebreitet sind, oder als

Es sind vorwiegend

flachen erheben.

Drift

eiszeitliche Gebilde,

förmiger Oberflachengestalt, wie es der nördliche

Staaten

ist,

den sogenannten quateruären Zeitraum

Raum

einer Ausdehnung

der

Theil

Vereinigten

der Erdschichtc

den

ausfüllten,

zu ihrer Entfaltung gefunden, und sind desshalb

dort

entwickelt, welche

zu

sie

als

von ein-

und Ueberflutung, welche

die Erscheinungen der Eisbedeckung

unbeengtesten

man

die

Natürlich haben in einem so weiten Gebiet

bezeichnet.

viel

wichtigeren,

in

ein-

greifenderen Faktoren der Bodengestaltung macht als auf irgend einem anderen bekannten Abschnitt der Erdrinde. Ihre Produkte und Relikten

bedecken, wenn auch nicht lichen Hälfte von

vom Ohio

sind

sie nicht

nisse von erratischen

den grössten Theil der nörd-

bis zu durchschnittlich 31) 0

N. B.

Südlich

nachweisbar, wenn man zweifelhafte Vorkomm-

Blöcken bei Philadelphia und

schwach vertreten

Sie sind

völlig lückenlos,

Nordamerika

in

Baltimore ausnimmt.

den Gebirgen und auf den beträchtlicheren

Landhöhen, erreichen hingegen stellenweis beträchtliche Mächtigkeit auf den hier durch ihre weite Verbreitung und oberflächliche

Ebenen und werden

Lagerung das für den Ackerbau wichtigste Glied der geologischen Sehichtonreihe. In trifft,

dem ganzen

ist

Gebiete,

wo man

diese

der Felsgrund an denjenigen Orten,

der Spnren nothwendige

Beschaffenheit

quateruären

wo

besitzt

,

er die in

der

Ablagerungen

zur Festhaltung

Art

geschliffen

und gefurcht, wie man es von den Unterlagen der Gletscher beschreibt. In

Canada

,

Neu

-

England

und

den

Mittleren

Staaten

sind

diese

Gletscherspuren allgemein verbreitet; im Oberen Mississippigebiet sind

sie

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HL

122

in

Oberflächengestaltung.

den Hügelländern, den grösseren Flnssthfllern und Seebecken

Die Rieht nu der Furchen

durch

abgelenkt

vielfach

eiue vorwiegend

ist

örtliche Verhaltnisse.

In den

häufig.

wenn auch

nordsüdliche,

Thälern

gehen

diese Spuren oft tief unter die jetzige Thalsohle und deuten an, dass ganze

Systeme von

in tiefcrem

Bette

fliessenden

Strömen und

Bachen,

Fluss-

systeme, die einem tieferen Niveau des Meeres entsprechen, zur Zeit der

Eiswirkung bestanden.

Diesem

von

Eisspuren

Deposits aufgelagert, die wir

am

Das unterste von ihnen

den.

Boden

durchfurchten

sind

nun jene Drift

passendsten Diluvialgebilde nennen werein

ist

zäher, blauer Thon,

ungeschichtet,

der zahlreiche kleinere Gerölle und stellenweis grosse Blöcke umschliesst.

Man

nennt ihn

Bouldcr Clay,

Schollenthon.

ein feiner, geschichteter,

von Geröllen

der

Geologen.

nordamerikanischen

Orten

des Westens, vorzüglich

Eine

Varietät desselben,

Thou ist der Erie Clay Dieser Thon Oberlagert an vielen freier

Ohio, eine kohlige Schicht,

in

die

häutig

Wurzeln und selbst aufrechtstehende Baumstümpfe enthalt, welche ihr den Namen Forest Jicd haben beilegen lassen. Ausgedehnte Torflager, die jetzt von

anderen Driftgcbildcn bedeckt sind, gehören derselben

Male Reste vom Elephanten, Mastodon, Kiesengefunden werden, die auch in den späteren Quaternär-Gebilden nicht fehlen. Jünger ist die Gruppe mannigfaltiger Schwemmprodukte, die eine tiefe Senkung des Landes andeuten und die man als Lacustr ine Deposits, wohl auch lokal (in Ohio) als Delta Sand Deposits zusammengefasst hat. Es sind weisse, gelbe, blaue Thone, mit und ohne Geröll, fein oder sandig, geschichtet und ungeZone

an, in der

biber

zum

ersten

u. a. Diluvialthieren

schichtet, oft

unserem Löss ähnlich, unter dessen Namen sie wohl auch Da sie häufig die hohen Ufer zusam-

gehen, ferner Gerölle und Sande.

mensetzen, welche in den Ebenen des Nordwestens selbst absoluter so hat

Höhe

man

sie

sich

auch Bluff

diesen Ablagerungen die sog.

von der

bedeutend

Formatinn

letzte

der

Eisbergdrift, welcher unseren

Fläche des genannt.

bei

geringer

Landes abheben, Endlich

über

folgt

ausgedehnteren Driftbildungen, erratischen Bildungen in

der

Form und

Anordnung entspricht; das Material desselben sind Blöcke und Gerölle, nieist aus nah im Norden gelegenen Felsregioneu stammend und 20 40, selten bis zu KM) e. M. weit transportirt '); sie sind wenigstens zum Thcil auf Eisbergen nach Süden gekommen. Dass sich auch Reste alten



und jüngsten der grossen Driftablagerungen das auf den Nordrand des Oberen Sees zurückweist, und stellenweis auch Spuren von Gold gefunden. Es ist kaum nöthig zu sagen, dass diese Kunde ungegründete Hoffnungen erregten. Man bat tiefe Schachte abgeteuft, um dieses Kupfer zu graben, von dem zufällig einige Stücke auf Eisbergen über den Oberen See geschwommen wann. 1)

hat

In

man

dieser

oberflächlichsten

häufig gediegenes Kupfer,

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Gletscherschutts unter diesen erratischen

Im Allgemeinen

wahrscheinlich.

Norden gröber

123

Obcrflächeugestaltung.

III.

ist

Bildungen finden, der

das Material

ist

indessen

Driftgebilde

im

im Süden

als

Ablagerungen, die

Form und Vcrtheilung an

in

vialgebilde erinnern, aber jünger als sie,

die Drift- oder Dilu-

wenn auch

kungen grosser und weitverbreiteter Ursachen

ihnen Wirk-

gleich

sind

sind,

Terrassen-

die

bilduugen an den Seebecken und in den Flussthülern, welche von früher

höherem Niveau der Seen und von Ruhepunkteu

Auch

Zeugniss ablegen.

lagerungen

in

alte Strandlinien

Nordamerika, wo man

sie

erratischen

Bade, Schweinsrücken.

Ihr Material

ist

gleich

ist

diesen

in

der Kegel weder ge-

Man

betrachtet sie

welche an Stränden stattfanden, wo Eisberge und

schmolzen und wo ihr Schutt von der Brandung gewissermassen

Treibeis

und von seinen feinsten Bestandteilen

gesichtet

Es

erhalten

Th. ebenso fernen Hegionen an, wie das

z.

Blöcke, und

Driftablagerungen,

Sie

vor.

noch gefurcht, aber immer geschichtet.

schliffen als

weiter Verbreitung

in

Ifog's

Th. einheimisch und gehört

der

Schweden Asars genannt werden, der Driftregion und besonders

von New- York bis nach Wisconsin hinüber kennt,

Namen

den verständlichen z.

in

den höher gelegenen Theilen

den Wasserscheideregionen

in

in

Langge-

und Schutthügel, vollkommen entsprechend

Käme* und

denen, welche im Schottland in

desselben

und marine Ab-

heute binnenländischen Gebieten gehören hierher.

streckte, gerundete Sand-, Geröll-

kommen

dem Sinken

in

der Seeküstc

ist

nicht

schwer,

die

nordamerikanischen Contincnts zu lesen.

Wir haben

befreit wurde.

jüngste Geschichte in

der

Scl'irift

der

Nordhälfte

dieser Spuren

des

und Reste

es hier mit einer Eiszeit zu thun, wie bereits

an-

1) Man möchte nach den Beschreibungen der erratischen Gebilde in Nordamerika schliessen, das» dieselben dort viel liantijrer seien als in Europa, und die

grossere

Intensität

der heutigen uordamerikanischen Winterkalte scheint diesen

Sehluss zu bestätigen. als dass sie diesen

ist.

Aber

es

ist

auch zu erwägen, dass die Cultur dort zu jung

Spuren einer der merkwürdigsten geologischen Epochen so

gefährlich hätte werden können wie bei uns, sie

durch

allerlei Mittel

zu schützen.

An Grösse

wo man

sich schon genöthigt sieht,

stehen die erratischen Blocke Nord-

amerikas nicht hinter denen unserer nordischen Ebenen zurück.

Hitchcoek nennt

Bradford Mass., der über 2000 Tonnen wiegt.

Newberry berichtet in Ohio, der als dreiseitige Pyramide von 12. 12 und 15' Kanteiilänge aus unbekannter Tiefe über den («rund hervorragt; einer von 43' Länge und 32' Breite liegt bei Witttugham in den Green Mts. Solcher, die mit einer Masse von 50— 100 Tonneu über den Grund hervorragen, gibt es nicht wenige. Urton berichtet von einem Streifeu erratischer Blöcke zwischen Dayton und Eaton einen

von

von einem

(gleichfalls in Ohio), der

2

—3

Meilen breit und so dicht

unmöglich macht (Geol. Survey of Ohio 1874. Mi»d

83, 34).

ist.

da*

Schliffe

er die Cultur

und Furchungen

au diesen Blöcken nur ausnahmsweise zu sehen.

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124

Oberhachengestaltung.

HI.

Zu

gedeutet.

einer Zeit,

wahrscheinlich mit

die

der

«1er

europäischen

jedenfalls aher dieser in der Aufeinanderfolge der

Eiszeit zusammenfallt,

Erscheinungen entspricht, hatte die nördliche Hälfte von Nordamerika ein arktisches Klima

schlägen

verlmnden

,

welche zu

'),

Anfang und gegen Ende dieser sie

bedeutenden

wahrscheinlich

mit

Glctseherbildungen

grossen

Nieder-

gaben.

Anlast»

Am

waren die Gletscher lokale Gebilde des stärksten Waltens der kältefördernden Be-

waren aber während

Eiszeit

dingungen so ausgedehnt, dass eine grosse Eismasse, die sich

in südsüdöst-

Neu-England bedeckte*), während andere Gegenden östlich vom Mississippi uud nördlich

licher Richtung vorschob, ganz

Gletscher

grosse

die

vom Ohio bedeckten. zu

Es

beweisen scheint,

oben

ist

dass

der

auf die Eiszeit

folgte eine Periode,

Das Land sank, bis Höhe stand; die Kälte, das

grosses

Süsswassermeer

Seen

sondern

,

wurde

Schlamm

in

wenigstens

noch

nicht

weites

nur

Gebiet

Zeit abgelagert, und

dieser

zurückzuführen,

dem

zu

von

die

gingen

Kegion

ausser

den

ihr.

Gletschern

und Kalksteine zerrieben worden waren, und der nun zen der Eisdecke

Wo r

Gebiete

ein.

land, wird dieser

zurückblieb. krystallinische

Dieses

trat

Schlamm durch Sand und

heutigen

zurück.

Ein

der

Grossen

Der

B3). .1. Ursache dieser Hebung, die von Norden nach Süden fort-

dem Sande zu danken sebritt,

fortsetzen;

dessen Spitzen,

der Keys bilden,

kennen

im Vorhergehenden

Meeresspiegel

Die 250

Florida -Keys

der

grossen

eines

hervorragen,

wir

den Meeresspiegel

unter

sich

u.

die die tloridauischen Flüsse

die Holle,

im Ausbau der Halbinsel

IV. Flüsse und Seen.

Le Conte bat

seine Theorien in geistvoller

Aufsatz (>n tbe Agency of tbe Gulf Stream the Keys of Florida.

Am.

in

Weise begründet

in

einem

the formation of the l'eiiinsula

Assoc. All'any 1S50,

and

der nicht die Beachtung gefun-

den hat, die er verdiente

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Oberflächengcstaltung.

III.

der Abfall des festen Landes nach dem

Worten, welcher Art

Meere

zu

Die des

diesem Gebiete

in

atlantische Küste

Westrandes

allgemeinsten

Randern

des

ist.

der Vereinigten

Tiefe

ist

abfallt

,

da

dass

),

einen

bildet

und 1

Oceans

dieses

bedeutender

zu

Staaten

Oceans,

nordatlantischen

Eigenschaften

rasch

141

erwarten

es

an

er

wir

Theil

eine

der

seinen

denselben

raschen Abfall auch an der Küste, die wir hier im Auge haben, und nicht

Nord-Amerika erscheint in seinem Verhaltniss zu den MceresHochebene, die mit steilen Abhängen aus der Meerestiefe sich erhebt, und deren Rand- und Abfallslinie im Allgemeinen denselben Umriss hat, wie die gegenwartige Uferlinie des Continents. Die Tausendvergebens.

tiefen als eine

—8

faden-Linie zieht 5

Contouren

dessen

Längengrade vom heutigen Ufer

folgt.

nähert sich

Sie

(\ Hatteras und entfernt sich

am

unseres Gebietes zwischen C. Cod

hin,

indem

sie

dem Lande am meisten beim

in den nördlichsten Theilen und C. Ann. Die Zweitausendfadcn-

weitesten

Linie folgt ihr in einer Entfernung, die überall geringer

ist

als diejenige,

welche

vom

Lande trennt. Die mittlere Entfernung zwischen den beiden betragt in unserem Gebiete 2 3 Längengrade. Das gleiche Verhaltniss herrscht im Golf, wo selbst vor der Mississippi-Mündung die Eintausendfaden-Linie



in

Sicht des Südpasses des Delta die Meerestiefe von 9 auf 54 und eine

kurze Strecke weiter auf

Meeres

17t»0--

ausgehöhlt worden sind,

800 m. Tiefe

in

metamorphischen Schiefern"

jedenfalls darauf hin,

deutet

dass ein längerer

Zeitraum zwischen jener Zeit und der heutigen anzunehmen ist. Manches Jahrtausend muss für eine solche Bildung in Anspruch genommen werden,

hoch man auch die aushöhlende Kraft des stürzenden Wassers anJ. D. Whitney *) zieht auch den in früheren Zeiten wahrscheinlich

wie

schlage.

Wasserreichthum

grösseren

Erklärung dieser tiefen und

der Sierra zur

geologisch so jungen Thalbildungen herbei.

Derjenige Ausläufer dieser einst so mächtigen vulkanischen Thätigkeit,

noch

welcher

mit

heute

stellenweise

wenigstens im Westen

sammenhängen, viel

ist

mit

Wirksamkeit

bedeutender

Oberrlächengestalt Nordamerikas eingreift, sind die

Erdbeben.

wenn

nicht zu bezweifeln, und

es auch bloss ihre dort

welche

die

meisten

und

Erdbeben

häufigsten

Vulkanregionen, und die Bedeutung einer Thatsache,

kreis

zu hören gewesen

sei.

Whitney

Einsturz eines Hohlraumes zu suchen,

kommen. .\M>4)

hiefür Zeugniss ab-

Wir

so wäre schon damit genügender Beweis geliefert.

ausserdem

Was

sie

den schlummernden vulkanischen Kräften zu-

grössere Häufigkeit und Intensität wäre,

legte,

die

in

Dass

dagegen M. Lewis

(in

geneigt,

ist

wie

sie

in

in

den

wie

z.

finden aber

eigentlichen

B. der, dass

Ursache desselben im

die

diesen Vulkanregionen

Travels of Capt.

Lewis and Clarke

vor1801».

von Bergen erzählt, welche im Inneren comprimirte Luft enthielten, die

Explosionen

mährcheu.

sich

die

ist

entweder

eines

der

zahlreichen

in

Trapper-

zu seiner Zeit Uber den Westen erzählt wurden, oder im besten

Fall eine unklare 1)

mache,

Luft

Andeutung der Yellowstone-Geiser.

V. Hayden, Ü

,fc

9) Geoi. of Calif.

Ratz-!. Am.rika.

I.

Annual Rep. 1878 I.

28, 43, 50.

285.

10

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140

III.

das zerstörende Erdbeben region von

Owens Valley

entfaltete,

ist

in

Oberflächengestaltung.

vom

20.

Marz 1872 gerade

in

der Vulkan-

(Ostfuss der Sierra Nevada) seine grösste Kraft

dieser Richtung nicht

misszuverstehen

').

Wir können

indessen glücklicherweise die Kraft der Erdbeben hier nicht mit sÜd- oder

mittelamerikanischem Massstabe messen. in Californien

nicht

oft

und Oberhaupt am

stark

um

genug,

Ist

auch die Zahl der Erdbeben

Pacific Slope bedeutend, so sind sie

erhebliche

bleibende Veränderungen

doch

an der

u. dergl. zu erzeugen. Man kann sagen, dass wie Erdbeben der grossen Zahl der Vulkane und sonstigen Mittel-

Erdoberfläche, Zerstörungen die Zahl der

punkte vulkanischer Thätigkeit

in

diesem Gebiete entspricht, so auch die

Schwache der erdbebenerzeugenden Kraft einfach der Reflex der schwindenden Intensität der vulkanischen Kräfte

in

fast ver-

demselben zu sein

Vor 1*50 sind die Erdbeben nicht registrirt, man berichtet bloss das im September 1812 die Missionen S. Juan Capistrano und Vicjo in Süd-Californien zerstörte und 90—45 Menschen

scheint.

von einem sehr heftigen,

das Leben kostete.

Zwischen 1709. dem Jahr der Gründung der ersten

Mission in Californien, in

und 1812 sind sicherlich keine starken Erdbeben

den bewohnten Theilen von Californien vorgekommen,

jedenfalls

in

den

Annalen

der

Missionen

ihre

Stelle

da

sie

gefunden

sonst

haben

Aber 1850 zahlte* man 5, 1851 0, 1852 12, 1*53 15. 1854 12, zusammen 61 in 0 Jahren. Der dritte Theil von diesen Erschütterungen fällt auf die Gegend von San Francisco und den nördlich würden.

1855 11



davon gelegenen Theil von Californien, der Rest Californien,

dem

und es

auf Mittel-

und Süd-

diesem letzteren Gebiet, dass dieselben sich mit

in

ist

grössten

Grad von Heftigkeit äusserten

1) Dieses

Erdbeben, welches

am

20.

*).

Unter 99 Erdbeben, welche

Marz 1872

die paeifische Küste heim-

und noch Theile von Nevada. In Lone Pine, einem Dorf im Owens R.-Thal, fielen 50 Hauser ein und in diesem Thale dauerten die Stosse noch in der Zahl vou 3—4 jeden Tag einige Monate suchte,

fort.

erschütterte

Am

selben

das ganze Staatsgebiet

Tag wurde

ein

Erdbeben

in

Mexico's und, was noch merkwürdiger, sogar desselben Jahres begann in

in

Utah und verschiedenen Theilen Kentucky verspürt. Am 14. Sept.

Owens Valley das Erdbeben neuerdings mit

Stöss«n und unterirdischen Explosionen und dauerte einige Zeit, seiner Fortdauer

und den Zeitpunkt

seines

heftigeren

l'eber die Zeit

Aufhorens fehlen die Nachrichten;

aber wir wissen, dass es durch zahlreiche Risse und Rutsche umgestaltend die

Oberflächenformen

genannten Thaies

des

eingriff

(A. J. S. 1872.

II.

in 2.

J. D. Whitney ausführlich beschrieben.) Eine gute Illustration der allerdings selten genügend beobachteten Wirkung der Erdbeben auf die Oberflächengestalt finden wir in dem Einsturz der mehr als 30 m. hohen Felszacke des Downieville Rütte am Yuma-rass, welcher 1852 bei einem Erdbeben

Ebendas. n. 310 von

stattfand.

A.

J.

S.

1850.

I.

2) J. R. Trask, A. J. S.

22-1.

1850.

II.

110.

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III.

vom

1.

Janaar 1*72

beobachtet

OhcrHüchengestaltung.

zum

bis

1.

April 1*7«;

147

im Gebiet der Vor. Staaten

wurden, kamen 42 auf das Gebiet des Pacific Slope sammt

Hah, Arizona und Ncu-Mexico, davon nicht weniger als 31 auf Cali•). Auf die übrigen Thcile des Gebietes der Ver. Staaten vcrtheilten in dem selben Zeitraum die Erdbeben sich so, dass 28 auf die Neu-Englandfornien

und Mittelstaaten, 12 auf die Atlantischen Südstaaten,

1)

auf die Seeregion

und den Nordwesten, 7 auf das Mississippibecken entfielen.

Kein Erdbeben

wurde aus dem Tiefland der Atlantischen und Golfküste, aus Florida und ans Texas gemeldet, und es ist wahrscheinlich, dass wir darin etwas mehr als

nur einen Mangel an Beobachtungen zu erblicken haben; denn dieses

Verhultniss

entspricht

der allgemeinen Hegel,

dass die Kegionen der an

und Kraft geringsten Erdbeben mit den grossen Tieflandregioncn, der häufigsten und stärksten mit den Gebirgen zusammenfallen. Neu-England und die Mittelstaaten (New- York. Pennsylvanien, New-

Zahl die

Jersey, Delaware) bieten das interessante Beispiel einer grossen Erdbeben-

die

region,

Spur jüngerer

keine

vulkanischer

Thätigkeit

aus

als

der

Nach W. T. Brigham sind in den Neu-EnglandStaaten von 163H 1872 22H Erdbeben gefühlt worden, und von vier früheren hat man indianische Ueberlieferungen. Jiemerkenswerther Weise fallen 14* davon auf die Zeit vom October bis Mürz und 74 auf April bis September. Mittelpunkte lokaler Erschütterungen scheinen die Gegend von Montreal, die Umgebungen der Merrimackmündung und die Gegend von New-Haven zu sein. Da seit den mesozoischen Trappausbrüchen keine Vulkanausbrüche in Neu-England vorgekommen sind, sieht J. D. Dana die Ursachen dieser Erdbeben in Zusammenziehungen und Ausdehnungen, Brüchen und lokalen Höhleneinstürzen *). Zerstörend war keines von all

Sekundärperiode aufweist.



deren grösste Zahl nur eben zu fühlen war.

diesen Erdbeben,

heftigsten Erschütterungen dieses Gebietes

werden die vom

vom 20. October 1870 bezeichnet. Im Gebiet der atlantischen Südstaaten sind

18.

Als die

November

1755 und

die Alleghanics der Sitz

Erdbeben und es ist besonders eine Region von nicht grosser Ausdehnung in Nord-Carolina, welche von hanfigen und ziemlich starken Erdbeben heimgesucht wird. Es ist das Hochland zwischen Bluc Ridge und der UnakakcUe. Die dortigen Erschütterungen machten im Jahr 1873 und 1874, wo sie Monate andauerten, viel von sich reden und sind mit der

der

,

1)

1H72.

Nach

II..

Prof.

1873.

I.,

Bockwood's dankenswerthen Zusammenstellungen in A. Die Häufigkeit der Erdbeben in 1*74. II., 1876. II.

Namen

J.

S

Cali-

In Calituriiicn gab es eine Hahia de Amerikaner, welche schon in den ersten Jahren nach ihrer Besitznahme des Landes so zahlreiche Erdbeben zählten, nannten es ein Ktrthqmike Vountry und A. J. S. ls71. I. 301. 2) Memoire Biston Sic. of N. II. II fornien

l m. Meereshöhe

sich

in

den Winkel

in

den

zwischen Missouri

und Unteren Mississippi einschieben und einen grossen Theil der Staaten

Arkansas und Missouri mit ihren selten über

tXK)

m. hohen Hügeln

erfüllen,

dann von etwa 5»JO KU. oberhalb der Mündung an einen Strich rolhmleUr JSärir und tritt ungefähr 110 Kil. von der

durchmesst breiten

Mündung

entfernt

sumpfigen

die

in

Niederungen des Mississippi

welche häufig von seinen Ucbcrschwemmungen

Wasser sind

leiden

haben.

ein,

Seine

Im Gebiet starker Winter- und Frühzwischen .Januar und Juni, Sein Fall ist im grössten Theile seines Laufes

und

weisslich

zu

trübe.

lingsregen gelegen, hat er bedeutende Fluten

Marz und

meist im



gering

April.

0,03 m. per Kil.

in

den unterhalb der Mündung des Black R.

gelegenen 5G Kil.

Von kleineren Nebenflüssen sind folgende zu nennen: Zum Oberen Arkansas gehen Huerfau o (r), Purgatory (r), Two Butte (r), Wal-

nut ron

Shawocospah (r), Little Arkansas (r), Cimarmit Neos ho, Spring und Klk R. (1); zur North zur South Fork: Moro, Canada Secco, Alamo

(1),

G ood

ir),

Verdigris

(r),

Fork: Middle R.; und Mustang (reck; zum White Buffalo und Little Red R. Ein Hottomfluss, holt,

ist

der

Yazoo

R.:

Black, Current, Cache,

der ganz die Verhältnisse des Francis R.

Stromgebiet von ;J5,UU)

wieder-

der kurz oberhalb Vicksburg einmündet.

H.,

Q

über die Hälfte desselben

Kil. liegt vollständig fällt

in

am

Sein

linken Thalgehäng und

das linksuferige Ansehwemmungsgebiet

wegen häufiger Verflechtungen mit den direkten Zuflüssen des letzeren schwer von ihm zu trennen. Jedenfalls fällt bei grossen Ueberschwemmungen ein grosser Theil seines unteren und mittleren Laufes mit dem Mississippi zusammen, der dann gerade in dieser Region seine Ufer weit landeinwärts sucht '). Die Quellen des Yazoo liegen des Mississippi und

nicht

mehr

als

ist

ra.

über seiner Mündung und er durchläuft zwischen

den beiden Tunkten eine Strecke von

mehr

lich nicht

als

(>,ul

xo,

den Pass ä l'Outrc 11 und 115, für den South Pass 10,3 und 240 m.

Die grösstc Tiefe findet sich im gabeln

des Mississippi

sind

SW.

jederseits

Pass hei 21,5 von

Diese Mündungs-

in.

einem 200

— 300

m. breiten

Hachen, sumpfigen, ried- und weidenbewachsenen Landstreifen eingefasst. der nicht

mehr

Äusserst en

Mündung

zahlreiche

(

erscheint.

als

anale

Die

in

1

An

m. Ober den Wasserspiegel hervorragt.

der

besteht er nur noch aus einem Sandstreif, der durch flache

Eilande

von

unsicherem Bestände

Wasserbreite innerhalb dieser

Flachufer

bis

12 KU.

etwa

Mündung,

zertheilt

dieselbe

bleibt

wo

von

der

anfängt

sie

sich unter gleichzeitiger Ver-

ringerung der Tiefe zu erweitern; diese wird

sten

nach

am

aussen

gering-

von

der

Mündung, wo auf der liar die mittlere» Wasserhohe bis zu 3 1/« m. herabgeht.

Diese die

liars

den

oder Bänke,

Mündungen

des

Mississippi vorgelagert sind, sind

von hoher praktischer

Bedeutung, denn auf ihrem Anwachsen oder Zurückgehen beruht die grossere oder geringere

Wegsamkeit

dieser

Eingangst bore, welche zu der grössten

natürlichen

Ver-

und einer der ersten Handelsstädte Nordkehrsstrasse

amerika^ führen. Sie bestehen ans demselben zähen

Schlamm,

der

überall

die

Ufer und das Bette des

Fil-

teren Mississippi bedeckt und sind die höchsten

Kämme

der

Schlammkegel, welche mit allmählichem Abfall die submarine Fortsetzung und breitere Basis des Delta bilden. Sie fallen langsam nach aussen, «ler

See zu und rascher nach innen, gegen den tieferen Theil des Mündungs-

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IV.

Ströme, Flüsse und Seen.

187

Ihren Ursprung hat man offenbar in der Abschwäehung der Hütenden Bewegung des Stromes beim Zusammentreffen mit dem Itfeerwasser zu suchen, die gerade liier stattfindet, und in erster Reibe jene »Schwemmstoffe zur Ablagerung gelangen lässt, welche auf dem canales.

Grunde

des

Strombettes

Es scheinen nach

werden.

fortgerollt

allen

genaueren Untersuchungen, die vorliegen, vorzüglich diese Stoffe zu

sein,

welche die Schlammbänke aufbauen, wahrend das feinere Sediment weiter

Dass diese letzteren ihrerseits die Grundlage zum

hinaus geführt wird.

Fortwachsen der Delta-Arme bieten, steht ausser Zweifel, sobald man die leider noch nicht

genügend

vervielfältigten, indessen

unwahrscheinlichen

Beobachtungen

der Pässe jahrlich

um

Wahrend der

wachsen.

einen

an und für sich nicht

sicher annimmt,

als

dass

Betrag nach dem

gewissen

jährlichen Hochwasser

Ufer

die

Golfe

hinaus-

wachst die Bank

bis zur

Oberflache und ragt bei niedrigerem Wasserstande dann über sie hervor,

aber das nächstjährige Hochwasser bildet sich neuerdings einen f'anal

jungen Ablagerung und niederfallen,

lasst

seine

der Delta-Enden

sind

gerade

th

ums weise

und

hier

so

erfolgen

wirksam

,

müsste.

Aber

dass

Frage der

Wachsthumsgrösse

die

und

damit

Alters des Delta nur unter beständiger Beachtung der theils

in

der

vor derselben

beim Mangel störender Einflüsse ein regelmässiges

so dass

Hinausschieben allerdings

eigenen Niederschlage

diese letzteren

Wachsdes

mittelbar

die Deltabildung

fördernden theils störenden Verhältnisse beantwortet werden kann.

Einige Faktoren, welche bei der Entscheidung über diese Fragen zu

der Wassermassen des Mississippi, Ausmündung, die Grösse und Richtung Welches ist aber ihrer Abflusscanäle haben wir bereits kennen gelernt. die Masse der festen Stoffe, die der Mississippi jahraus jahrein in den Golf hinausführt? Verschiedene Untersucher haben verschiedene Mengen berücksichtigen sind, wie

die

Tiefe

des Meeres an

angegeben, Bestandteile

die in

indessen

die Grösse

ihrer

sämmtlich

um

V«m

als

den Antheil

einem bestimmten Gewichtstheile Wasser und

fester

um 100

bis

120 Millionen als die Zahl der Cubikmeter fester Bestandteile schwanken, welche der Mississippi jährlich in den Golf führt. Man hat auf Grund dieser

Annahme

einer

E. Quadratmeile

möchte.

berechnet, dass der Mississippi jährlich eine Fläche von

Vorzüglich

in

7—8

m. hoch

zwei

Formen

mit ist

seinen

es,

dass

Sedimenten bedecken diese

Sedimente

ins

Meer gelangen: Als Schlamm, der im Wasser schwebt, und als Schlamm, Sand und Kies, die der Strom an seinem Boden fortwälzt. Indessen bilden die im Wasser schwebenden oder suspendirten Bestandteile die weitaus grösste Masse der Srhwemmstoffe des Mississippi und das Delta besteht darum gleich dem übrigen Anschwemmungsgebiet vorwiegend aus Schlamm. Ob und welche Veränderungen dieser Schlamm in der Berührung mit Seewasser erfährt,

ist

noch nicht

festgestellt;

aber Thatsache

ist

es,

dass

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188

ungewöhnlich

die

Strome, Flüsse und Seen.

IV.

zahlreichen pflanzlichen Stoffe,

die er einschliesst

durch ihre Zersetzung cigcnthümlichc Erscheinungen

l>eltagel)ict

ragender Ausdehnung hervorrufen

Die eigentümlich schmale, schwächliche Gestalt des Mississippi sich

in

Flussdelta's

ansehen die

am

Wenn

kennt.

kann

so

,

eingedrungen

Zahl

eine

auf

man

es

derer

geschehen,

hin

ist

werthvoll

wissen

zu

,

welche Ansicht diese

.

Forscher von der Wachsthumsgrösse des Delta sich bilden. keinen absoluten Werth,

solche Zahlen

ihm

von anderen

Wachsthumsgrösse

seine

für

Autorität

die

geeignet,

nicht

wie

gestatten,

zu

mit der das Delta

,

ist

Erforschung der Schwemmgcbilde des Mississippi

Es

sind.

wir

nur

es

in die

tiefsten

den Golf hinausstreckt,

Wachsthum

so regelmassiges

ein

im

Mudlumps).

u.

(s.

,

in hervor-

Indessen halten

denn hier scheint das sicherste

Ergebniss aller Messungen die Erkenntniss zu sein, dass das Delta ein sehr

Wachsthum habe und dass dem Zuwachs an einem Ende Abnahme an einem anderen entspreche. Man hat sogar glauben können, dass das Delta wenigstens nicht sichtlich wachse und einige unrcgelmässiges häufig eine

Thatsachen schienen ein Zurückweichen anzudeuten.

Indessen bedeuten

dieselben einfach nur Schwankungen von örtlicher Begrenztheit. Lyell

wie

erzählt,

er

Karte

Charlevoix'schc

die

der

Mississippi-

Mündung:, welche den Zustand derselben im Jahre 171G darstellt, mit

Thatbestand im Jahre 184(1 verglich:

genau diese Aufnahme

„Wir waren erstaunt,

an den meisten Punkten

Richtung der Sehlammbänke und Bayous gefunden

Balize

gaben

dass

zu,

Jahre,

wenn

werden.

Lotsen,

Die

man glauben könne,

nicht

Schlammbänke

denen

wir

der

Mündung

stationär geblieben seien,

und

heutigen Tiefcnverliältnisse

an den Mündungen der Bayous Lage der Hauptmündung." Ebenso

in

den

sei').

ein anderer Ingonieur,

näher beim Meer

seit

als

24 Jahren

1 e.

M.

in

die

Auch Capt. Graham, ein 1 e. M. vor-

100 Jahren nur

ist

auf der Karte angegeben

,

Gebäude, welches

gegenwärtig ist,

ungen sollen sich nach den Angaben einiger Lotsen in

merkwürdig

M. Dunbar, der

sich ein altes spanisches

den Karten niedergelegt

als es

Orleans, dass

den französischen Sondirungen von 1740

mit

Immerhin befindet

New

40 Jahren

letzten

Uegierungsingcnieur, fand, dass der NO.-l'ass

als das Mn1

auch aus anderem Material aufgebaut als die tieferliegendcn Tlieile seines

Schwemmgebietes; jene bestehen vorwiegend aus Sand und Kies, diese Schlammlagcr und oft genug dauernde Sümpfe.

sind

Die Vegetation des Mississippi-Thaies

und am meisten gerade vegetabilischer

ist

eine so reiche

und üppige,

den Schwemmgebieten, dass die Mitwirkung

in

Trümmer- und

Zerfallstoffe, die in allen

Anschwemmungen

der Flüsse eine grosse Rolle spielt, hier als eine besonders kraftige und

wirksame zu erwarten sein wird.

Wirksamkeit die

Und

sie ist es

der That.

in

sich zersetzenden Prlanzcnstoffe in

Welche

den jüngeren Theilcn

man an den Mudhmips sehen. Dass es oft Baumstämme und Gesträuche sind, die den

des Delta's entfalten, kann

genug

zusammengewirrte

Kern einer neuen Strominsel bilden, lehrt tausendfach die Beobachtung. Die starren Formen geben den Schlammansammlungen gewissermassen Trcibholzausammlungen, welche man treffend natürliche Flösse nennt,

Halt.

bleiben nicht selten in irgend einem geschützten Winkel, auf einer Bank,

an einer Mündung liegen, bedecken sich erst mit Schlamm und dann mit einer üppigen Vegetation, und werden so mit der Zeit zu kleinen Inseln.

das durch irgend einen Bayou

Treibholz, gelangt

die

,

begleiten,

als

bildet

kleine öfters

in

eines

schwimmende

Inseln

in

Tiefe

aber

mit der Zeit zum

sie

gezwungen, denn diese Baume senden starke Wurzeln

welche wie Anker das junge Eiland festhalten.

,

Wenn

denselben.

Taxodien auf solchen Massen Wurzel fassen, werden Stilllicgeu

der vielen Altwasser

Binnenseen den Mississippilauf zu beiden Seiten

die

in

So geht auch im

Strome selbst die Bildung einer Insel ziemlich regelmässig

in

der Weise

vor sich, dass Treibholz auf einer Sandbank strandet, dadurch Anlass zu

ungewöhnlicher

Anschwemmung und

in

der Folge die Möglichkeit eines

Pflanzenwuchscs bietet, der vorzüglich durch lebigen ist.

Weiden

für die Befestigung des

seine

festwurzelnden, zäh-

noch unfesten Gebildes bedeutend

Die regelmässigen Frühlingshochwasser bringen ihre SchweminstolFc

höher

als bisher

und lassen diese,

an die Insel heran

falls

sie sie nicht

zerrissen haben, bedeutend höher zurück, als sie vorher gewesen.

Wind

niedere Wasserstande, so bleibt Sand und Staub, die der

Folgen

aufwühlt,

hier hängen und nicht lang dauert es, bis die rasch wachsenden Espen (Cottou-

Wood) Schatten und Moder Günstig gelegen wächst bis zu

ein

für

reichlichere

solches Eiland

Vegetation

herzubringen.

von diesem Punkte an rasch

der Grösse, wo raschere Wellen ihm Schranken setzen, aber es

allerdings

immer nur auf der Sandbank, dass

ein Wirbel, irgend eine

kann es

in viel

in

seiner

ist

und wenn irgend

Nähe zu wühlen

beginnt,

kürzerer Zeit, als es entstanden, wieder weggespült werden.

Liegt es dagegen entfernt, so

neue Strömung

es aufwächst,

kann

an einem Punkte,

von

dem der Strom

sich allmählich

es mit der Zeit mit anderen Gebilden ähnlichen Ursprungs

und mit dem Ufer zu einem neuen Stück angeschwemmten Landes zu-

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193

IV.

Tcbrigcns können Anhäufungen entwurzelter Bäume für

sammenwachsen. sieh

schon Neubildungen von hervorragender Ausdehnung und

allein

Atchafalaya bildete im

Ein anderes im

erwähnt.

179)

oft

Das grosse Roß des Red EL wurde oben

beträchtlicher Dauer erzeugen. (S.

und Seen.

Strom«!, Flüsse

Jahre 181«;

zusammenhängendes Floss von IG KU. Länge, 2,5 m. Tiefe und 220 m. Breite, das mit dein Steigen und Fallen des Stromes stieg und fiel. Als es nach 18.J5 mit einem Zeitaufwand von 1 Jahren weggeräumt ward, waren

ein

Bäume von

1H m. Höhe auf ihm aufgewachsen. Minder grossartig, aber gefährlicher sind einzelne grössere Bäume,

besonders von den geraden und schwerverweslichen Cyprcssen, welche mit

dem zum Wasserspiegel heraufragen.

ihren Wurzeln im Boden des Stromes gleichsam verankert sind, mit

und

zweig-

ast beraubten

Unsichtbaren Klippen Schifffahrt

die

aber

Wipfel

bilden

vergleichbar,

auf

dem

hat

sich

Manches

Schiff

gerannt

Ihre Häufigkeit

und

Mississippi

au

sie

schwere Gefahr für

unteren

Shags oder Planlos

solchen

machte

eine

sie

seinen

Nebenflüssen.

einen

Leck

früher gefürchtet er als jede andere

in den 30er Jahren ein Dampfer der Vereinigten Staaten eigens dazu bestimmt ward, die Snags

Gefahr der Mississippi-Schifffahrt, so dass schon aufzusuchen und zu beseitigen.

Wiederum anderen Ursprungs sind jene ausgedehnten Lager von in Schlamm vergrabenen, aher aufrecht stehenden Bäumen, vorzüglich Taxodien, welche mau sowohl im Delta als auch in den übrigen Theilen des Ansehwemmungsgcbietes, und hier besonders in den Jthtff's, begegnet. Zu

New

man sehr häutig schon Bäumen und Baumresten,

Orleans stösst

auf Lager von

einige

die

Meter unter Meereshöhe

/.um

Theil offenbar

ange-

und wagrecht übereinander geschichtet, zum Theil aber am Orte gewachsen und noch heute senkrecht stehend und wurzelnd getroffen werden.

trieben

Hier sie

ist

Sinken

es ein

dagegen, wie

in

des Bodens,

den

Bluffs,

mehreren Zonen übereinander

das

sie

anzudeuten scheinen.

über dem Wasserspiegel und zwar

sich linden,

geben

sie häutig

Wo oft

in

Zeugniss von

Erhöhungen des Bodens, wenn auch nicht immer durch Hebung, sondern nur durch Anschwemmung. Man sieht wie in den Cgpnss Strümps, die noch heute die Alluvialebenen

stattgefundenen unzweifelhafte deutlich,

des Mississippi lückenlos

in

ihren

tieferen,

sumpfigen

hereingeführt, schlechtern

der Boden

von

dadurch

Bäumen Raum

mit

bereitet

schon über denen der alten einsenkten

1)

die oft

Es

Theilen auf weite Strecken

bedecken, Schlamm und Sand vom überschwemmenden Strome

ist

eigentlich

der Zeit

erhöht und neuen Ge-

wurde, die dann ihre Wurzeln

').

wenn man von „fypressenwiildern, Das rebereinanderstehen ist sehr Erhöhung des Anschweiuniuugsbodeus ganz

missverständlich

,

übereinander im Löss stehen- spricht. weiter

nichts als das durch die

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Uebcr schwemmungen

Die

bildender,

die

er

denn

übt,

alles,

jedem grösseren Flusse

bei

sind

Werkzeug der Wirkungen,

wesentliches

sei

was

193

ein

es zerstörender, sei es neu-

er

ausserhalb

seines

engeren

Bettes vollbringt, kann er nur durch das Uebersteigen seiner Ufer leisten

und

oft

ist

nach

dieser

der

Annahme abnorme Theil An- und Abschwemmen

gewöhnlichen

seiner Thätigkeit bedeutender als das gewöhnliche

an den Randern oder Zuflüsse

seine

aus

am Grunde

seines Bettes

so verschiedenen

Theilen

*).

des

Der

Mississippi erhalt

weiten Gebietes

der

Vereinigten Staaten, dass natürlich auch seine Wasserstande und beson-

Ueberschwemmungen von einer Reihe verschiedener Ursachen Während seine nördlichen Zuflüsse einen grosseu Theil ihres Wassers aus den Schneefeldera des Fclsengebirges erhalten, sind welche die reiches bei den südlichen schon halbtropische Monsunregen lichsten Zuflüsse speisen. Ks würde diese Ungleichheit grosse Unregelmässigkeiten auch in den Wasserstand des Mississippi bringen, wenn

ders

seine

bedingt

sind.

,

die Wassermassen,

nicht

welche

so sehr verschieden wären.

die

einzelnen Zuflüsse

herbeibrachten,

Diese Verschiedenheiten gleichen sich gegen-

Der Ausdehnung des Missouri-Gebietes entspricht z. B., wie keineswegs die Wassennenge, die aus ihm dem Mississippi zufliesst und so wirkt der Missouri nicht nach dem Mass Der seiner Grösse auf das Sinken und Anschwellen des Mississippi ein. aus.

seitig

wir bereits hervorhoben

Obere

,

und der Ohio bringen umgekehrt verhältnissmassig Wassermassen und dasselbe gilt von den Tiefland-Zuflüssen, die Diese machen steh dem Uauptstrom in seinem unteren Laufe gesellen. daher zu gewissen Zeiten den letzteren viel mehr anschwellen als nach Mississippi

reichliche

,

geringen Grösse

ihrer

natürlich

bedingte Ilüherlicgen

der alteren Bäume. die

Ohne Zweifel

Strnmwirkungen

erwarten wäre.

Wie erwähnt,

der Basis jüngerer

erhalten

die

im Vergleich zu derjenigen

Die Altersbestimmungen des Mississippi-Delta, die sich auf

alten Cypressensümpfe 1)

zu

viel

sind

stützen,

leiden

öfters

an dieser Verwechselung.

unsere landläufigen Auflassungen

von Strömen und

zu sebr an das normale enge Bette der Messenden Gewässer

gebunden und passen zwar gut auf einen hoebuferigen Strom wie den Colorado oder auch den Columbia, welchen grosse reberschwemmungen unmöglich gemacht sind, nicht aber auf Tiefiandströme , die uach Art des Mssissippi oder

Amazonenstroms einen grossen Theil des Jahres weit über ihr Bette hinausund gerade zu dieser Zeit stärker mit Schwemmprodukteu getränktes faJbren als zu irgend einer anderen und stärkere uud dauernde Anschwemmungen ausserhalb ihres Bettes bilden als innerhalb desselben. Für die

des

gehen

Wasser

tiefere

Werth

Auflassung der Bedeutung solcher Ströme bat das Schwemmgebiet grösseren als das Bette, in dem sie fliessen, und man hat diess wenigstens beim

Amazonenstrom auszudrücken versucht, wenn man ihn sammt dem endlosen Gewirr seiner Zuflüsse als das Sümcasscrmcer Südamerika s bezeichnete. RftUel, Amerika.

I.

13

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194

Strome, Flusse und Seen.

IV.

wichtigsten Zuflüsse in diesem Stromgebiet merklich verschiedene

atmosphärischer Niederschläge und führen

dem entsprechend auch

Maasen

sehr ver-

Das Dcltagebiet hat Sommer- und Winterregen; der Red R.und seine Zuflüsse rliesscn von Westen her durch Gebiete, die zum Theil nur 20,8. weiter östlich 10,7, uud an der Mündung 55,6 Zoll jährlichen Regens empfangen, wobei die Sommer- und Frühlingsregen vorWassermassen

schiedene

«0,9 Zoll jahrlichen

der Arkansas

walten; Zoll

.'{9,5

der

mit

kommt

aus

Missouri

schreitend)

mit

theils

0.

16,6,

13,1,

36,5,

Quellgebiet

Gegend

einer

Sommer- und Frühlingsregcn haben; und der Obere

kommt

aus

einem

Regenhöhe

Zoll

Gebiete,

diese

N.

(von

nach

Sommer-

vorwaltendem

mit

Wahrend nun

weist.

das

mit

mit

0.

die

27,3,

den

(von

vorwaltendem endlich

35,

Frühlingsregen

in

fort-

Sommer-,

Mississippi

S.)

und

Niederschlagsmengen

Gegenden sehr verschieden über

nach

theils

Regeumenge

54,2

44,5,

W.

(von

und

kommt aus Gegenden,

der Ohio

30,8,

mit

33,9 Regenhöhe

20,2,

Mündung

gegen die

19,2,

Sommer- und Frühlingsrcgen;

vorwaltendem

Frühlingsregen;

nach W.)

ab.

mit vorwiegendem

im

hat

Regenhöhe

Hauptthal

das

in

Regenfalls

43.3 auf-

verschiedenen

die Jahreszeiten vertheilt sind,

bedingt

doch ihre Summirung, dass das Steigen und Fallen des Stromes von der

Ohio-Mündung an In dieser

steht.

bis

herab au den Golf wesentlich unter Einem Gesetze

ganzen Erstrcckung beobachtet man drei Jahresperioden

höchsten Wasserstandes, welche den

Sommer

zu Winter, von Winter zu

entsprechen.

regenreichen Uebergangszeiten von Frühling, von

Frühling

Der Frühlingswasscrstand wird durch

die

zu

Sommer

Schneeschmelze

der nördlichen Gegenden der höchste, aber für die Sommerhöhe sind die spaten Frühjahrsregen des Westens fällt

ein

lings



Drittel der

am

trockenheit

einflussreichsten.

im



Jahres-Rcgenmengc

am Ostabhang in

des Felsengebirges

der zweiten Hälfte des Früh-

Umgekehrt wird der Frost und

N. zur Hauptursache des

die Winter-

niederen Standes der Monate

Januar und Februar, während das Minimum des Wasserstandes im Oktober ein Gesammtprodukt der klimatischen Zustände des MississippiHeckens Die

darstellt.

unmittelbaren

mnngen des

Gründe der zeitweiligen grossen

Ueberschwcm-

Mississippi sind unter kein Gesetz zu bringen, aber die That-

sache, dass die grosse Mehrzahl der

genaueren Bericht haben,

in

reberschwemmungen, von denen wir fällt uud die Beobachtungen

den Spät frühling

der Nebenflüsse lassen nicht zweifeln, dass es

in

den meisten Fällen das

Znsammentreffen einer raschen Schneeschmelze mit reichlichem Frühlingsregen ist, welches den Ueberschwemmungen zu Grunde liegt. Nach den Beobachtungen, die im Laufe unseres Jahrhunderts gemacht sind, kommt durchschnittlich auf jedes zweite Jahr eine grosse

Wassermasse und Stromgeschwindigkeit

sich im

Ueberschwemmung, bei der Unteren Mississippi nahe-

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105

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Schwemmlandes werden dann unter Wasser gesetzt und ausser der Versumpfung und Verschlammung der tiefer liegenden Umgebungen sind eingreifende Veränderungen an den Grosse Theile des

verdoppeln.

zu

Ufern,

Altwassern

Inseln,

schwemmung

u.

dgl.

als

Folge

jeder

grösseren

Ueber-

zu constatiren.

Das Hochwasser von 1K5H, das noch keines der grössten war, unter anderem folgende Wirkungen: Die Uferstrecken, welche zwischen Cairo und Memphis unter Wasser gestanden hatten, waren mit Sandschichten bis 0,8 m. Höhe bedeckt; die Sandbänke zwischen Cairo und der Red River -Mündung waren merklich höher geworden und die Aushöhlung an den ihr ausgesetzten Uferstrecken war überall in ungewöhnlichem Masse fortgeschritten; an einigen Orten war die Lage der Sandbänke und Aushöhlungen eine ganz andere und zehn mehr oder minder bedeutende Inseln waren durch Ausfüllung der sie vom Lande trennenden Arme zu Landzungen oder es waren doch jene Arme sehr schmal und seicht geworden. Rechnet man zu diesen abnormen Veränderungen die gewöhnlichen An- und Abschwemmungen, welche Jahr

hatte

Jahr ohne Unterbrechung vor sich gehen, so

für

Strom

als eine sehr veränderliche

lich

dem Wechsel

in

suchen

seiner eigenen Zustände uud derer der Umgebung zu Der grosse Schlammreichthum, den vorzüglich die westlichen

ist.

aus

Zuflüsse

sich der grosse

stellt

Grösse dar, deren Beständiges vorzüg-

den lockeren Tertiär- und Kreidegesteinen ihrer Gebiete

herbeibringen,

spielt

dabei keine kleine Rolle.

Unter gewöhnlichen

Um-

ständen enthält das Mississippi -Wasser 0,7 per Mille Gewichtstheile feste

Bestandteile und etwa den zehnten Theil dieser Menge

es ausserdem

rollt



Form am Grunde des Nettes mit sich. Auf 100 120 Millionen die der Cubikm. schätzt man die Masse der festen Bestandtheile Mississippi in einem Jahre ins Meer führt und unter der Annahme, dass

in

gröberer

,

das Delta 30,000

Delta

Kil.

und

Oberfläche

m. durchschnittliche Tiefe

lfiO

hat Lyell jene bekannte Rechnung gemacht,

habe, s

in

dieser Breite

genommen haben Phantasiestück

ist,

dürfte

dass die Bildung des

und Tiefe etwas über 30,000 Jahre



als wir die

eine

Rechnung,

die

leider

in

so

Anspruch lange

ein

Veränderungen nicht kennen, welche inner-

halb einer so langen, für uns unübersehbaren Zeit in Bodenbeschaffenheit

und Klima dieses grossen Stromgebietes und

in Tiefe, Breite, Gefäll

und

Richtung seiner einzelnen Flüsse und Nebenflüsse Platz gegriffen haben.

Es

ist

eine

Zum

Rechnung mit unbekannten Grössen.



Schluss sei unter den vielen und verschiedenen Schwemmgebilden

des Mississippi

eines

hervorgehoben,

das

in

seinem Delta eine gewisse

Rolle spielt und welches kein anderes Stromdelta, soweit wir wissen, mit

dem des Mississippi theilt. Mudlumps nennt man Schlammhügel, welche in dem Theile des Delta's, der zwischen der äussersten Landspitze und 13*

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IV.

Ströme, Flusse und Seen.

den Bar>, den Mündungsbanken gelegen

dem Grunde

ist,

sieh zeitweilig

Komi von Bodenanschwellungen erheben und nicht selten es sogar zu einer Höhe von einigen Fussen über dem Meeresspiegel bringen und meistens mit dem von

in

Ausbruch einer schwachen Salzquelle oder einer Gasaus-

um

strömung zum Stillstand kommen,

wenn

nach einiger Zeit,

Ruhe gekommen

die Kraft, die sie hob, zur

wie

ist,

zusammensinken und, wenn die zerstörende Macht des Wassers es erlaubt, vielleicht Krater

ein

sich

in

selbst

noch Jahre hindurch

Lagune an

Maare

sceumschliessendeu

die

regionen erinnert.

einer

und

für

werden deutung

sich

für

ein

noch

es

sie

und

hantig

Gegenstand

mehr

Vulkan-

erloschener

entstehenden

hohen

durch

an

Gebilde

Interesses,

so

praktische

Be-

Mündungscanale

des

ihre

der

Schiffbarkeit

die

salzigen

hohem Grade

diese seltsamen, unerwartet,

Sind

Punkten

unerwarteten an

mit

kleinen,

einen

erfüllten Ringwall zu bilden, der in

Mississippi.

Die MtUÜumpa des Hauptstroms

liegen

alle

l

zwischen der

gelagerten Schlammbanken.

/»— 5 KU. von der Axe

1

Deltaspitze

und den vor-

Erhebung kann mit sehr verschiedener Schnelligkeit geschehen; von einem sacularen

Tempo

bis zur

Ihre

Zunahme um mehr

sind alle Abstufungen vertreten.

per Stunde

ist

V* m. in LM

als

Eine Hebung von

thats&chlich beobachtet und

Stunden 1

e.

Zoll

Hebungen von

sichtbarer Geschwindigkeit werden berichtet und sind nicht unglaublich. Ein Waehsthum um */> m. in einem Monat scheint ein uormales Tempo zu sein. In «1er Regel wird die

Hebung bedeutend langsamer, sobald der SchlammEs erfolgt

hügel sich über den Wasserspiegel erhoben hat.

dann

fast in allen Fallen bald

eine Oetinung an der Spitze,

aus der Gas oder ein Schlammstrom sich

wird

ergiessen;

zum

häufigsten

Gettos

einer

oder beide zugleich

Her Schlammhügel

Gas- oder Schlammquelle.

Am

welche Schlamm

und

sind diejenigen Quellen,

- Gas ergiessen. 1

mit anderen Worten:

Von ihnen fand Hilgard

Acre grossen Eiland

in

der

allein

auf einem

Mündung des Pass

ii

l'Outre

die ihn alle

neben vielen ruhenden, so lebhaft an die toskanischen Schlammvulkane

erinnerten,

dass sie sogar sein geographisches Rrtcusstsein

nicht weniger als 8 in Thatigkeit

stutzen machten.

messer

,

Die grössten hatten bis zu IG m. Durch-

am Boden und

ergossen 12

— 15 Liter Schlamm

per

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IT.

Ströme. Flüsse und Seen.

Minute, die kleinen gaben nicht

mehr



197

Der Schlamm, und gibt auf Querrissen klar hervortritt. Das

als

'/»

1 Lit.

von

sich.

der abfliesst, trocknet schichtenweis an den Seiten dieser Hügel

ihnen eine Zwiebelschalenstruktur, die

immer brennbar und in der Regel besteht es aus SumpfBeimengungen von Kohlensaure und Stickstoff, also aus den ersten Produkten der pflanzlichen Zersetzung •). Das Wasser, das zugleich ausfliesst, ist verdünntes und im Uebrigen wenig verändertes Scewasscr. Der austretende

Gas

ist

gas mit geringen

Schlamm endlich, welcher immer

Hauptmasse der Ergüsse ausmacht,

die

von rahmartiger Zartheit, enthalt manchmal Reste von Fluss- und See-

ist

auch von durchaus macerirtem Holz und

thieren, besonders Foraminiferen,

kann, nach seinem feinen

worden

sein.

Korn zu

urtheilen, nur in erheblicher Tiefe abgesetzt

Dass der Druck der oberflächlichen, gröberen Deltaschichte

auf diese zartere und flüssigere Mittelschicht die Ilauptursache des Hervorist ist kaum zu laugnen wenn man die Beschränkung derselben auf die Region des grössten Wachsthums

brechens der Schlammströme örtliche

,

,

Annahme,

des Delta's in Betracht zieht, und diese

Oh. Lyell zuerst

die

begründete, wird durch die Erfahrung unterstützt, dass bei Hochwassern,

welche immer zu grösseren Niederschlägen und dadurch Vermehrung des

Druckes führen, die Thatigkeit der Schlammvulkane eine erhöhte wird. in der Tiefe durch Zersetzung der Pflanzenstoffe erzeugten Gase

Die

Hinsichtlich

dürften keine andere als eine sekundäre Rolle dabei spielen.

der Dauer dieser Gebilde

manchmal

behaupten:

ist

so

bemerkenswerth die Constanz der Lage, die sie sind einige hervorragendere, im SW. Pass

und im Pass ä l'Outre gelegene

25 Jahren bestandig

seit

in

Thatigkeit.

Die meisten setzen indessen ihre Schlamm- und Gasergüsse nur wenige .lahre fort

und werden dann von Wind und Wellen langsam gleichgemacht. Die

Plusssysteme des Atlantischen Abfalls Staaten

einigten

gehören

Alleghany-System und den

ragt

1)

S.

Tieflande an.

sieh

einschiebt.

erscheinen

Analysen

des Oasws gegeben

,

Meng»« hervorstromte.

in

A.

.1.

und sie

S.

1S71

I.

42.

«I..«

Hus der Westküste, Caloosahatchee R., ist ein Austluss des Okeechobee-See's, nimmt aber seine Wasser nicht unmittelbar in

einem einzigen

erhält

während

breiten Canal auf, wie andere See -Abflüsse,

Sümpfen, die den See im W. und

aus den

sie

der

regenreichen

schwemmt werden.

Sümpfe

dieser

sondern

umgeben und

regelmässig von

des Jahres

Zeit

Zahlreiche Abflüsse

S.

ihm über-

und besonders

der der Westküste zunächst gelegenen, mit Taxodien bewachsenen, welche als

Big

Theil

Thoitsfintl

Westküste,

Rand

deren

ins Innere

in

hier

sie

Es sind

Islands zerschneiden.

gewöhnlich von der Küste ans

Kilometer

münden

zusammengefasst werden,

Cypress

der

den

in

das

in

südlichsten

Eilandgewirr der

seichte, schilfreiche Canäle. die

lagunenartiger Breite ein Paar Dutzend

zu verfolgen

dann

sind,

aber

allmählich seichter

werden und durch immer stärkeres l'eberwiegcn ihrer Schilf- und Binsenvegetation ohne bestimmte Grenze in die grossen Sümpfe übergehen, deren Wasserüberschuss

sie

Die

abführen.

Taxodien, welche

gern

in

seichtem Wasser wachsen, machen diesen Uehergang noch unmerklicher.

Aehnliche Abflüsse zeigen Ostküste

im

reichen

Mangrove-Sümpfe der Südküstc. An der Theil die Sümpfe (hier Ere>(jla7

Senkung,

dieser S.

S.

über die Oberflächengestalt

Lorenz

der

die

Lorenzder See-

Wasserscheide

und den lludsonsbai - Flüssen

die Fortsetzung desselben Landrückens, der das nördliche

Ufer des Oberen See's bildet und von da ostwärts ziehend die Land-

höhen des Inneren mit dem Hochland von Labrador verbindet

Den

Südrand

Ab-

bildet

in

seiner ganzen Erstreckung der nordwestliche

hang des Alleghany-Systems Hochländern auch

in

fliesst

(s.

o.

S. 54. 59).

der S. Lorenz wie

der Seeregion,

in

Zwischen den beiden

einem weiten Thal, aber, wie

näher der rechten

(s.)

als

der linken (n.)

Seite desselben.

Die Grenze

«1er

Vereinigten Staaten erreicht den Fluss seihst nur auf

der nicht langen Strecke zwischen seinem Anstritt ans

dem

45. Breitegrad;

ahwarts von

liier

verharrt

sie

dem Ontario-See und am Thai-

vorwiegend

land, d. h. auf der Wasserscheide.

Diese Wasserscheide ragt nur

Region des grossten Zuflusses, den der

S.

des

Richelieu

hinab.

Lorenz von der rechten Seite

R. zwischen Adirondacks und

In der südlichen

Green

Verlängerung derselben

lliesst

in

der

erhalt,

Mts., tiefer nach S.

der Hudson R. und

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Strome. Flusse und Seen.

IV.

den Verkehr

für

ohne

nicht

das

dieses Thal,

ist

denn

Bedeutung, wie

sich

nicht

LM1

üher

Zugehörigkeit

seine

(»00 in.

erhebt,

dem Grosse«

zu

Thal der AUeghanUs

(s. o. S. 50) ihm eine hervorragende Stellung unter bedeutsamen Absehnitten Nordamerika^ anweist. Die

den orographiseh grösseren

einzigen

empfangt

Zuflüsse,

der

die

S.

Richelieu und Francis R

,

Im Gegensatz

.

Lorenz von

und

S.

0.

her

gehören dieser Einsenkung an.

den gebirgigeu Charakter ihrer Ursprungs-

zu diesen,

kurzen und ungehemmten Lauf bezeugenden Zuflüssen sind die von der linken Seite kommenden die Abflüsse eines

durch

gebiete

verhältnissmfissig

seereichen flachen Hochlandes, auf welchem die Gewässer breit und unter

Hemmungen

mancherlei

sich

Die Aehnlichkeit dieses Gebietes

bewegen.

mit der Seeregion westlich und nördlich

vom Oberen See

eine hervor-

ist

tretende; aber die unfertige Stromentwicklung erstreckt, sich hier noch tiefer in

die Flussgebiete hinab als in

S.

Maurice

durch den zu denen

und

Seereichthum

S.

seinem

in

Erweiterungen,

seeartigen

ihres Laufes

vom Plateau-Charakter noch S.Francis-, St. Louis- und

seeartige

bis

An diesem Charakter nimmt der

felsigen,

ebenso viele

sind

die

grossen Weitläufigkeiten

die

ausgezeichnet.

befreiten Bette selber Theil.

See

Gebietes,

ihres

stattfinden,

Mündung hinab

Lorenz

jenem gefallreicheren Gebiete. Ottawa,

IL. die grössten Zuflüsse dieser Seite, sind

selber anschwellen, die Verbindungen, welche innerhalb der

sie

Flusssysteme zur

Saguenay

Erweiterungen

im

Helte

nicht

ganz

Peter-

St.

Stromes,

des

der trotz des hoben geologischen Alters, das ihm wahrscheinlich zukommt, einen durch vielbehinderte Strömung bezeichneten unvollkommeneren oder

jugendlicheren Zustand eines Stromes noch nicht überwunden hat.

Leber die Zuflüsse der grossen Seen siehe unten

S. 2'M)

den Abschnitt,

der von den letzteren handelt.

Der Red R. of the North, der als der einzige zum Gebiet der gehörige Fluss Nord-Amerika s eine Sonderstellung unter

Hudsons-Rai

am

insofern

passendsten seine Stelle bei den Flüssen der Seeregion. als

er gleichfalls

der

Gewässern unseres Gebietes einnimmt, Hndet

anderen fliessenden

allen

einer Seeregion angehört,

einzelnen

Grossen Seen

und

Seen

Flüsse

verkennen

nicht

die in Lagerung,

ihre Aehnlichkeit

lasst

und

als

mit

Richtung,

Bau

der Region

der

eine Fortsetzung derselben

erscheint.

Als

Quelle

Travers

1) liegt,

Exp.

1

).

der

Der Name

in

der

Red

des

Quellsee

soll

R.

of

the

desjenigen

North

Armes

wird

herkömmlich

genannt,

II.

Lake

auch

als

andeuten, dass der See nahezu quer zu der Richtm^

Big Stone und Qui Parle Lake sich erstrecken.

to Peters R.

der

W.

II.

6.

14

*

Keating.

Strome, Flüsse und Seen.

IV.

Swan aber

kaum mehr

mehr

als

.'50

Er

liegt

2

als

Kil.

m. Mecre-höhe.

in

20.' I

an

irgend

Punkte

einem

Ottertail

21

ist

Er

breit.

Peters R. Ursprung

schmale Landenge, welche

gibt,

liegt

L.,

trennt ihn nur eine

Uebersehwemmungen

häutigen

Denjenigen Theil, aus welchem Swan K.

R.

lang,

Kil.

m. unter den Prärien, die ihn umgeben, und vom Bigstone

dem Minnesota oder

der

kommenden längeren ZuHuss

aus NO.

dem

von

Et.

unterschieden wird.

ausgesetzt

ist.

den nördlichen, nennt man

austliosst,

Iiis /um Zusammcnfluss mit dem Ottertail R. ist Bufl'alo Lake. Swan R. ein seichter Fluss. der sogar stellenweise in den trockenen Ottertail Lake, in dem der östliche, viel Monaten wasserlos ist. längere Quellarm des Red R. of the North seinen Ursprung nimmt, ist

auch

der

einer

1

m.

tief,

so charakteristisch

m

ls,

sind.

Seespiegel

seine Breite

den ersten

In

liegt.

gewunden

ausserordentlich

und

erfüllten

wo

tl

die Prärie

Kil. seines

.'»

Seen

an

reich

Seen,

vom Ffer Kil. Der

Kil

1

ihn an seinem südwestlichen Ende,

verlässt di

Lange betragt

seine

Blöcken

erratischen

mit

seichten,

diese Driftreginn

kanm

Ottertail

lo— 12

Laufes

die er.

.

für

die

er

ist

R.

m. über

der Fluss

ist

wie

einem

zu

Maschenwerk, durch seinen vielgewundenen Lauf verbindet. Er tritt bei 21MI m. Meereshöhe mit dem Swan R. zusammen. Der Red R. steigt dann durch eine Kette von Stromschnellen erst

in südlicher,

Stromschnellen

nun 10

Prärie-Ufern

in



die

hört

lf>

m. hoch

.

dann westlicher, dann

Wenig unterhalb

südöstlicher Richtung auf ein tieferes Niveau herab.

dieser

Bewaldung der Ffer auf und der Fluss Iiiesst die bei mittlerem Wasserstand durchschnittlich

Nur

sind.

der Nähe der Einmündung des Ottertail R.

in

und der Nordbiegung des Flusses sind dieselben niedriger und überragen sommerlichen Hochwasser noch nicht

beim

Da von

hier

nordwärts

Neigung

die

Aushöhlung durch den Fluss

als

dem

auf

um

m. den Wasserspiegel.

1

Strombettes

des

ebensosehr

auf

natürlichen Abfall des Lande«

nach N. zu beruht, wachsen die Ufer an Höhe und messen unter 46*

wiederum



m.

Das Gefäll des Stromes

Pembina (MX; m. per 71H) Kil.

Pembina

Prärie-Ufer, die streif ein,

Seiten

bei

waldlos

Ueber

Erst bei

sind.

Pembina

Ul" N. B. hinaus reicheu setzt

Ki" 2.T

die

wieder ein Wald-

der von hier an den Fluss bis hinab nach Pembina auf beiden

begleitet.

Mass bewahrte,

derselben

In

einer

Zuflüsse des

Red R.

Platz

zu

welche der

den Thon-

150 Kil. von hier an sein Bette bilden

sind von geringer Grösse.

Diese Thons« lochten

während das Bramiroth

,

das

geben

dem

rechts her in der (iejfend des 4M.

gebracht wird, aus

die Klarheit,

machen, die von

beginnt

Breite

Trübung

schichten stammt, welche

1)

226 m.

lo'

zwischen der Südbiegung und

die Entfernung von Ottertail L. bis

Kil..

liegt

ist

dem der Red

ihm

indessen

Flusse

den

1

).

Auf der westlichen nur

Namen

eine

milchige

verleiht,

von

Breitegrades einmündenden Znfluss

Die Seite

Trübung,

dem von Red Fork

L. kommt.

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IV.

der

ist

grösste

Mündung 20 •lern

L.

oder

Ii

Mc

ni.

Shayenn

°

breit ist;

wei^r nördlich

kommt;

Intosh

cd Lake

der

R.,

213

Ströme. Flüsse und Seen.

R.

Pembina

folgt

aller Zuflüsse

jjrösste

K., der aus

kommt Red Pork

von der östlichen Seite der

Lake) der an der

des Dcvils

(Ahfluss

Red

die

ist,

K.

der Grenzen der Vereinigten Staaten empfangt. Er ist an der .Mündung 30 m. breit. Jenseits der Grenze mündet der grösste Zutluss, innerhalb

Assiniboine

der

Mousc

R.

mit

R.

einer

Schlinge

tiefen

Souris

Nebenrluss

südlicher

dessen

,

Gebiet

das

in

oder

der Vereinigten

Staaten herüberreicht.

Die

Flusse von Texas unterscheiden

vom

der Vereinigten Staaten westlich

von den Golfzurlütsen

sich

Mississippi durch

Merkmale, welche

ihnen tbeils die Eigentümlichkeiten der Hodengestalt, thcils die des Klima's ihres

Gebietes

Was

aufprägen.

gcstaltung von

oben

Texas gesagt wurde,

über

128)

(S.

Oberflächen-

die

voraussehen, dass

klsst

die

Flüsse

dieses südwestlichsten Abschnittes der Vereinigten Staaten eine thcils östliche, theils südliche

Richtung einschlagen und im Ganzen und Grossen ohne sehr

bedeutende Hindernisse ihren

Weg

wissen, dass Texas das Gebiet

ist, in

nach dem Meere verfolgen werden. Wir

welchem der im N. vorwaltend westliche

Abfall von den Cordilleren gegen den Mississippi zu allmählich südlich wird.

Der Red R. des Südens, der, wenn auch ein halb texanischer

südlichen

Fuss

Unterlauf

zeigt in

ist,

deutlich

den Mississippi

in

wie

man

deutlich

auch

und

Wechsel

diesen

wo

texanischen Flüsse lassen denselben da erkennen, X. hinaufreichen,

tliessend.

doch

seinem westlichen Ober- und seinem

am Rrazos

R.

die

sie weit sieht.

eigentlich

genug nach

Die kleineren

und dann auch der halbmexikanische Rio Grande sind davon ausgenommen, aber eine allgemeine Richtung nach SO. hin, die im Unterlauf immer südlicher wird, ihr

ist

auch ihnen eigen.

oberer Lauf

dieser l;Vs>t

eine

in

sie

alle

in

Ks

ist

eine

brochen in

wird;

leicht

ungemein

empfangen

aber

die

Thatsache,

Laufes gibt,

überreiche

dass

ihre

oder Arroyos)

des

am

die

Hegengüsse unter-

obersten

Schichten der Krcideformation

liegen,

Qnellgebictc

macht

sie

Hegion

auch darin den ächten SteppenHüsseu des Missouri-Gebietes

vergleichbar, saUgeschwangerte ZuHüsse.

1)

Umstand

letztere

Mit Ausnahme

sehlammrcich und aus derselben urossentheils dürren sie,

dass

unterer und dass

ihnen eigentliche Gebirge, was ihnen

Mündungsgebiet durch

zerfallenden

Der

fallt.

schiffbar werden.

unteren Laufe

bemerkenswerthe Glcichmässigkcit des nur im

häutigsten

liegt als ihr

lagunenreiche Tieflandregion

im

Rio Grande durchfliegst keiner von allen

ferner für sie alle bezeichnend,

trockeneren Gegenden

sind

unter ihren

Die Fiumaren werden hier

ihre Beschaffenheit gleicht

Intermittirendc Flüsse (Fiumaren

obersten Zuflüssen nicht selten

Arrvyw

(spau.

Wort

»).

für Bach) genannt.

Dem Wie

auch ihre Entstehung der der Fiumaren Sud-Kurepa's.

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214

entsprechend

auch

sind

und dieselben sind für

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Anschwellungen etwas Gewöhnliches Communicationen ein grosses Hinderniss und

plötzliche

für die

dem

auf

Fuhrleute, welche

den Unvorsichtigen nicht ohne Gefahr.

Thalhoden eines Gewässers dieser Art

Nachtlager aufgeschlagen, sind

ihr

sammt Wagen und Vieh von der unerwarteten Flut mit weggeschwemmt worden. Pas permanente Wasser der Flüsse dieser Gegend ist ein klares Quellwasser, dessen Quantität durch atmosphärische Niederschlüge wenig EinHuss erleidet. Aber die Flussbetten sind zugleich schon oftmals

AbHusscanal

der

welche

aber eine sehr grosse Regenmenge empfangen.

Räume von

welche von einem drangt

sich

zuweilen

einem

in

mehr m.

Man

an.

Von

und die ganze Wassermasse, hundert Quadratmeilen ablauft,

zusammen und

Flussbett

füllt

keine Rettung zulässt, dasselbe

die

Masstab

hat einen

am

hoher Räume

den Gipfeln

in

dieser dringt in den

ein

welche diese Flüsse erreichen können, an

Fröbel

Güssen

bei heftigen

.

als

und engen

tiefen

Schnelligkeit,

einer

mit

10 und heit,

Boden nur wenig oft mehr

und harten

glatten

Hügelland Schäften,

und

PrärieHächen

atisgedehnte

für

trockenem Wetter ganz wasserlos sind

bei

dem

«».

Höhe und Wild-

für die

Treibholz, das

z.

R.

und am Guadalupc

Devils R.

hangen sah').

(Texas)

Her

grösste von ihnen

der

ist

Rio Grande

del Xorte, Rio Bravo

oder Rio del Norte, der überhaupt der grösste der Flüsse des Südwestens ist,

doch allerdings seiner Lage nach nur theilweise

Vereinigten

des

Staaten

der

die

DM.)

zwischen

den

des W.,

Hiesst

.

er

an

.

dem auch

be-

ein

Seine Länge

wird

sich

,

ist

er

breiten

Ligenschaft

zuerkennt,

zur Sierra

in

seinen

Weg

de

los

ihn

für

und Hügel-

Recken des San Juan-Parkes bis

Thalbecken begleiten.

auch

vorwiegend Gebirgs-

der Richtung der Gebirgs-

herabsteigen,

natürlicher

legen

dieselbe

in

dem

fliesst

im Vergleich zu den beiden anderen

ist

man

meist

die von

wie die Ränder

Sit-

denen

dass

seine Quellbächc

Bianca

ist

das Gebiet der

und einem Theile

bald gebirgs-. bald hochebenenhaften Ausläufern

östlichen,

bezeichnend,

den

in

unteren

Ausdehnung seines Stromgebietes auf (ji'n.om [jKil. Indem er fast auf seiner ganzen Länge

uud HochebeneuHuss, aber es

ketten

im

angegeben.

nordamerikanischen Cordilleren

Strömen

er

Abschnitt seines Flussgebietes angehört.

auf 2800 KU.,

(11,300

insofern

GrenzHuss gegen Mexiko

Laufes

mittleren

trächtlicher

gehört,

an. in

Orgunos.

List von

Gebirgsketten,

ihn

der Sierra die

er

in

sind eine natürliche Folge der sehr ungleichen Vertheilung des Regens über

das Jahr; die Süudtluten, die

schwemmen , graben

in

oft

nach niehrmonatlicher Dürre das Land

kurzer Zeit

tiefe

mit sehr gros>en (ierollmusscn erfüllen

Monate 1)

sieh etwas

Frobvl,

mehr

als

Tümpel

Aus America.

11.

und breite Betten,

und

in

ülier-

die sie stellenweis

welchen selten langer

als einige

halten.

324.

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Canons durchbricht

tiefen

des Pecos,

Nebenflusses,

welchem er dem Meere

darauf

;

Richtung wie

alle

in

zufliesst.

Staates

welcher

seines grössten

anderen texanischen Flüsse

Die Quellen des Rio Grande liegen unter 37 des

215

Aufnahme

das texanischc Hügel- und Tiefland ein,

in

derselben

in

er nach

tritt

Colorado, Sierra

als

la

jenem

in

südlichen

den Elk

sich von

Plata

Die (Quellen des Arkansas und

— 38°

N. B. im Gebiet

des Felscngebirges,

Theile

südwärts erstreckt.

Bits,

des Grand R. (Colorado)

liegen ganz in

der Nähe und sind nur durch einfache Gebirgsketten von ihnen geschieden.

Nach

Durchbrechung der

.Juan-Kette

S.

weite Thal des San Luis-Parkes

ein,

in

tritt

der junge

welchem er

Fluss in

das

sich südwärts wendet,

um

seinen

von

den parallelen Bergzügen des südlichsten Felsengebirges und dessen

Weg

durch das grosse

nehmen, welches

natürliche Thal zu

Ausläufern im östlichen Ncu-Mexico gebildet wird. Er Hiesst im S. Luis-Park

2300 m. und

bei

mit

fallt

dem

Südabfall der Hochebene bis Pefia Bianca

(nahe bei der Einmündung des Galisteo) auf 1,010, El Paso auf 1150 m.

bis

bedeutend

man

wie

,

Sein

es von

Gefäll

auf llioo,

bis Jsleta

auf dieser ganzen Strecke so

ist

einem dem hochgelegenen Qucllgebiet eben

entflossenen und im Gebirge fortrliessenden Gewässer erwartet. Pefia Bianca und Jsleta betragt das Gefall

1,1»

m. per

Kil.

Zwischen

Bei El Paso trägt

der Fluss schon durchaus den Charakter eines Hochebenenflusses.

Wenig

Zuflüsse und rasch wachsende und sinkende Wassermengen bei vorwalten-

der Wasserarmuth

welche

,

es

Tagreisen im

sogar zeitweilig ermöglicht,

trockenen Bett des Flusses zu machen, sind bezeichnend für seinen Lauf in

«lieser Region.

R.

Puerco,

und

Unter seinen Zuflüssen

Bemerkenswerth diesem

denselben, welche El

innerhalb

ist

die

innerhalb derselben

nur

W. herankommt Chamas und

R.

dieser von der linken Seite zu nennen.

allgemeinen

der

eigen

Ostseite

mündenden

oben

weiter

der rechten,

Abschnitt

sind

Innern Ncu-Mexiko's, also von

kleineren

die

vielleicht

Galisteo, jener von

welche

dem

der aus

ist

vor

.

noch

die

Armuth an

Zuflüssen,

Armuth

besondere

Westseite auszeichnet.

der



an

Von

Paso an nimmt der Rio Grande eine vorwiegend südöstliche Richtung,

welche ihn auf einem von dem Streichen der Cordilleren und CordillcrenAusläufer

Winkel

im

Allgemeinen Golfes von

des

bestimmten

Mexiko

Wege nach dem

hinabführt,

allwo

nordwestlichen

mexikanisch-

er als

amerikanischer Grenzfluss zwischen Matamoras und Brownsville unter 25° 5tV

N.

B.

sich

ergiesst.

Die

Mündung

ist

wie

bei

allen

texanischen

Flüssen eine seichte und nebt erst durch die Vermittelung von Marschen

und

Lagunen

nicht

hinter liegen.

ins

Meer.

Hinter

seiner

Mündungsbarre

ist

der Fluss

und wird von flachen Sandufern eingefasst, deren dünenartigen Hügeln zahlreiche Lagunen und Salzmarschen Ein schmaler Arm zweigt bei San Martino ab, um einen selb-

über 400

m.

breit

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216

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Weg

ständigen

Von

hier bis

viel

und

durch

Laguna Madre

die

gewunden,

eng

dass

zu

rinden.

der Lauf des Flusses

ist

Schlingen

die

dem Meer

nach

und Matanioras

Brownsville

Windungen

seiner

so

sich

Die unteren H70 KU. seines Laufes sind Erst oberhalb dieser mehr als 1*20 KU. lang. beiden Grenzstädte, die (dem Laufe des Flusses nach) 75 Kit von der Mündung gelegen sind, werden die Ufer des Rio Grande ganz Haches Anschwemmungsland, wie am Unteren Mississippi, und etwa 15«) KU. von da Hussaufwärts erstreckt sich in der Thalniederung einer

nahezu

stellenweise in

berühren.

gerader Linie nicht

der fruchtbarsten Striche Nord-Amerika's.

man den Rio Grande etwas näher von seiner Mündung es zuerst bei der Mündung des S. Pedro, dass die Ufer

Verfolgt

aufwärts,

so

ist

annehmen und diesen behalten

gebirgigen Charakter

dann, wenn auch

sie

die eigentlichen Gebirgsketten nur stellenweise unmittelbar an den Strom bis in die höchsten Theile des Qucllgebietes. Oberhalb der Salado-Münduug wird das Bette des Rio Grande felsiger und der Fall des Stromes rascher. Stromschnellen treten hier zuerst auf und eine von ihnen, Las Islitas, welche ca. GO KU. unterhalb Fagle Pass liegt, ist

herantreten,

selbst

Eagle

der Kinmündung

und

Pass

Hügcllandc

kommenden

fruchtbaren

Flachlandes,

Pedro R.

S.

der

del Norte,

S.

ist

Pedro-Mündung

folgt

den

für

Rio Grandc-Thalcs erklärt wird

Von der

sommerlichen Hochwasser passirbar.

nur beim

kleinere Boote

für

Zwischen

dem

aus

des

wieder

des ganzen

KU. aufwärts, etwa

bis Prcsidio

').

ca.

G< )0

das Thal des Stromes fast nichts anderes

In

stellenweis

kleinerem

Streifen

Thcil

fruchtbarsten

als

Canon, dessen Wände, mächtigen Ruinenmauern vergleichbar, gelagerte,

texauischen

breiter

ein

ein einziger in

wagrecht

m. hohe Kalkstcinschichten geschnitten

3

Gegensatz zu

im

hesteht

die Gefahr

der

Mündung den vorherrschenden

die

Winden gerade gegenüber liest, ist wenig Aussicht zu einer sehr wirksamen Vertiefung oder zu Schutzhauten vorhanden. Eine Reihe von Inseln, welche im unteren Rio Grande liegen, gehören je Seiten

der Lage

nach

des

des Stromes

Tiefwasserbettes

den Vereinigten Staaten,

zu

theils

theils

zu Mexiko.

unterhalb Ringgold Rarracks, sind klein und

fast

dieses Punktes

Reaver Island

liegen

grössere, wie

einige

werthlos, aber oberhalb

Zusammen

jonUs, welche fruchtbaren Hoden haben.

an ihren Elf liegen

und Las Ad-

mit den zahlreichen

Ränken, die häufig gangbare Furten quer durch den ganzen Strom legen,

nehmen

dem Rio Grande

diese Eilande

von

viel

dem Werth, den

er als

Greuztluss

zwischen zwei so

sehr verschiedenen

und

freundlich

gesinnten Völkern

haben

sind es, welche es den

beiderseitigen

Grenzbewohnern

könnte:

so leicht

sie

machen,

einander so wenig

die Grenze,

sei es an-

greifend oder sich zurückziehend, zu überschreiten.

Von den ganz texauischen Flüssen welcher lux»

Kil. lang, ziemlich die

sonders durch seine

Mündung

ist

der grösstc der

wichtig

ist

,

deren Lagune für Seeschiffe

zugänglichsten von allen Huchten der texauischen Küste. besitzt sie

er,

Hrazos

It.,

Mitte des Staates durchmesst und be-

am

Im oberen Lauf

mehreren der texauischen Flüsse salzhaltige Zuflüsse, wie So enthält das Wasser

gleich

unter den Steppengewässern nicht selten sind.

des öfteren Hrazos Gyps, Kochsalz und Chlormagnesium und hat einen widerwärtigen Salzgeschiuack. der sogar zur Verlegung eines Forts (F. Relknap)

Anlass gegeben

haben

trinken wollten'). nicht

solange

da die Pferde das Wasser des Flusses nicht

soll,

Sein Hett

ist

sehr breit, enthält aber nur wenig Wasser,

dasselbe

Platzregen

angeschwellt haben.

mässigkeiten des Wasserstandes sind ihm

Rächen dieser Region gemein. texauischen Flüssen,

die

in

Grosse Unregel-

mit allen anderen Flüssen und

Der ZuHuss Clear Kork ist vor anderen Regel rothe Erde aufgeschlämmt ent-

der

Wasser ausgezeichnet, das über Kalkstein lliesst. Den Colorado (Texas- Colorado) kann mau einen Rruderstrom des Hrazos

halten, durch sein klares

1)

Low und

getheilti n

Ibtssh-r

Analyse von

Kiowa Peak,

U,17l'.5

.

in

Low

Gyps,

XIX. 451». Nach einer dort mitWasser des Rio Hrazos. südostlich von Kochsalz, e

Bow's Iudustr. Resources of the \V. States 1852.

3»i7.

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Peripherie

seiner

Wüste

ihre

für

nur mit Mühe

freilieh

oft

239

und Sein.

Strömt-, Flüsse

IV.

durch die

durcharbeitenden Abflüsse (Zweige des Missouri, Co-

sich

lumbia und Colorado)

in

Anspruch nehmen.

Es sind vorzüglich zwei Gruppen von Flusssystemen, welche gezwungen sind abHusslos in diesem Becken zu verharren und zwar Hegen sie, wie es der in der Mitte erhöhte, an der West- und Ostseite eingesenkte Boden desselben bedingt, am westlichen und östlichen Bande des Grossen .

,

Die einen werden gespeist von den Gebirgen des östlichen Randes und vorzüglich der Wahsateh-Kettc die anderen von denen «les westlichen also der Sierra Nevada und zum Theil auch von höheren

Beckens.

,

,

,

Gebirgen des Innern wie

und dem

Gebirge

entspringen

Weber

östlich

die Flüsse,

R.,

die

am

an die

den Humboldt Mts.

B.

z.

dem Wahsatch-

In

anschliessenden

dasselbe

-

Gebirge

Bear

K. und

Uintah

den Grossen Salzsee speisen:

Jordan, der am Südrand einmündet und

Ostrand,

das Wasser des Utah-Sees bringt, welcher seinerseits von einer grossen Zahl kleinerer

Flüsse

wird.

dem

In

und Bache

Sevier

liegen die Quellen des

Am Seen der

Westrand

umgürtet

Chocolate Mts.,

K., der

der S.

den Sevier-Sec bildet

Reihe abrlussloser Flösse und Im südlichsten Winkel lassen Fiumaren .lacinto und Sa. Anna Mts. ihr spär-

Wasser zum Dry Lake zusammenrinnen.

Mohave

gespeist

lange

eine

das Hochebenenbecken.

liches

der

aus der mittleren Wahsatch-Kette

südlichen plateauartigen Ahschluss derselben Gebirgskette

R. in den temporären Salzsumpf des

der zwischen Sierra Nevada

und

Weiter nordöstlich

den Ingo Mts.

nach

S.

Hiesst

Owe ns

Mohave Lake.

flicsst,

R.,

bildet

I,. Rio Ida und Walkers R. vereinigen sich zu Walkers L. Pyramid L. wird durch Truckee R. gebildet. Eine Kette von Salzseen und -Sümpfen wird durch Bäche gebildet, die von Warners Range herabkommen. Die Flüsse, die in der Mitte des seltsamen Wüsten-

Owens

abschnitts

im

N.

ihnen

der

diese

(irrat

Reihe

Pfain of the Columbia zusammenrinnen.

der

Randtlüsse

»les

Grossen Beckens

beherbergt dieses letztere aber noch

Flusssystem

,

das

in

Ausser

seiner Mitte ein centrales

seine ZuHüssc aus den zahlreichen

die das Innere des Beckens erfüllen

scbliessen

ab.

Höhenzügen

erhält,

und deren höchste. Fast- und West

Humboblt und Slioshone Mts., die reichlichste Wassennenge dem begreifWeise nicht sehr wasserreichen Flusse zusenden. Nur die höchsten Gebirgszüge können hier einem Flussysteme von nennenswerther Ausdehnung Ursprung gehen. Die gewöhnlichen, nicht über KHK) m. aus

licher

dem Hocbebeneuscbutt aufragenden Höhen haben nur schmale in

ihren

beide Q.-Kil

Die

tiefsten

Schluchten

Bächlein

und spärliche Quellen an ihrem Fusse und

bald nach ihrem Hervorbrechen, nachdem sie ein paar Landes durebfeuchtet und mit der Zeit auch durchsalzen haben. Züge der West- und East Humboldt Mts. und die zwischen

versiegen

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Strome, Flüsse und Seen.

IV.

beiden

erhebende Kette der Toyabes Mts. gehören zu den wenigen

sich

unter den Gebirgen

des Grossen Reckens, welche

Wassermassc zu Thal senden und

sehr erhebliche

eine

verleihen einem Strome Ursprung, der

sie

diesen Namen in der That verdient. Die Quellbäche des Humboldt R. kommen von ihnen herab. Die Toyabes Mts. senden den Abfluss ihres Ostabhanges dem Smoky Valley zu, während an ihrer Westseite der

Reese

der bedeutendste Zufluss des Humboldt R., entsteht,

R..

dem

dessen, wiewohl noch von

grossem Wasserreichthum diesen erreicht

bei besonders

Sand versiegen.

Vom Westabhang

Quellen des Südarmes

vom Ostabhang

gewöhnlich zer-

;

der East Humboldt Mts. fliessen

Seen

einige

Der Humboldt R. mündet

bildet. in

den grossen Sumpf des Humboldt Sink

Nirgends wasserreich,

speist.

nicht über-

in.

schreitend, kann dieser Fluss nur in einem so ungemein dürren

Durch seine Wasser wird

Bedeutung gewinnen.

ist,

nach

den gleichnamigen See, welcher seiner-

an keinem Punkte schiffbar, meist die Breite von einigen

Nevada

die

des Humboldt R. zusammen, während der Abfluss

ungefähr 450 KU. langem Lauf

es

in-

nur

er sich schon vorher in eine Anzahl von Zweigtlüssehen, welche im

theilt

seits

der

Abfluss der Shoshone Mts. verstärkt,

Lande wie

er aber der

Schöpfer einer Kette von Culturoascn, die nur durch künstliche Bewässerung gehalten werden, und in seinem vielgewundenen Thal fand die Pacifie-Bahn

den praktikabelsten

Weg

durch die Wüste der inneren Hochebenen.

In Süd-Californien bilden

Kern System

KawcahR.

R.. ,

die Zuflüsse des Tulare-Sees, unter denen

Kings

R. hervorzuheben sind, ein besonderes

dessen Mittelpunkt der genannte See bildet, das aber nicht als

vollständig in

und

insofern Kings R. vor seinem Eintritt

abflusslos gelten kann,

den Tulare-Sce einen grossen Sumpf

zwei Systemen

an.

Völlig

der arabischen Wadi's ist,

dass

nur von

Fiumare

ist

Mohave

dem

Kings R. gehört demnach

ohne Abfluss, ein Wüstenfluss

dagegen

fast

im Sinne

der so wenig constant

R.,

man nicht im eigentlichen Sinn von einem Mohare-Fluss, sondern einem Bett des Mohave sprechen kann. Die Oberfläche dieser ist

an vielen Punkten ebenso trocken und

gebende Wüstenboden, das Wasser

man

deren Durchbohrung

mündung

der seinerseits mit

passirt,

des Joaquin R. zusammenhängt.

Qucllsystcm

allerdings

fliesst

stets

unter

auf Wasser stösst.

dieses zweifelhaften Gewässers liegt im

Wenn

es

auch

ausserhalb dieses

sandig wie der

einer Sanddecke,

umnach

Die Aus-

Mohave oder Soda Lake.

Gebietes der dürren Hochebenen

des Westens keine grossen Flüsse mehr gibt, die des Abflusses nach der

See zu entbehren, so eine

wenigstens

reicher, auch

Prärien

bleibt doch, soweit die

Dürre

hervorgehende

theil

herrscht,

in»

aus klimatischen Bedingungen

Gebiete

ganzen

weise Ab flusslosigk e it

grösserer,

nimmt im

also

Laufe

fliessender

des

Gewässer.

Jahres

sehr

das

Die

ungleiche

der

Pleins,

Merkmal

zahl-

Bewässerung

der

Verhältnisse

an.

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2M

und Seen.

Strömt'. Flüsse

IV.

Im Frühling scheinen alle ihre Vertiefungen Betten von Bachen und Seen die grössten Flüsse als sein, wahrend man im Sommer nur noch

zu

solche, alle

kleineren

hingegen

oder zu einem elenden Wasser-

trocken

zusammengesehwunden findet. Umrleiehartigkeit in der Weise zu,

Von

fadlein

W. nimmt

nach

0.

der

dass

diese

Wasserreichthum

der

ephemeren Flüsse grösser, die Zeit seiner Dauer aher immer kürzer wird. Der sommerlichen Vertrocknung verfallen hier sogar grosse Flüsse, wie wir z. II. heim Canadian II. und anderen Nehentlüssen des Arkansas schon ohen zu berichten hatten, und seihst ein so grosser ZuHuss des Missouri wie der Platte R. wird auf lange Strecken IJei

der

Spärlichkeit

bleibt auch

und

Kaum genug

bis zur

fast

Trockenheit seicht.

Wasserführung

unregeluhlssigen

für kleinere abllusslose

der

Flüsse

Hecken, die die Drainage

irgend einer Terrainfalte

einem Salzsee oder Salzsumpf zuführen.

den Filimaren werden

der Salzhaltigkeit

bei

In

des Bodens die Tümpel,

in

die »1er Fluss wahrend der trockenen Jahreszeit zerfallt, zu kleinen Salz-

seen und ihre Zahl kann so gross

ann

Wasser

salzhaltiges

dass zeitweilig ein ganzer Fluss-

sein,

Häufig spricht sich schon im Salzgehalt

führt.

Den

der Quellen der Salzreichthum des Steppenbodens aus. die wir von salzhaltigen Flüssen schon früher gegeben

(s. o.

Beispielen,

S. 17C>, 213), sind

besonders bezeichnend noch die Zutlüsse des Cheyenne K. zuzufügen,

als

welche aus den Black

Hills

kommen;

dieselben sind eine Musterkarte der

Figenthümlichkeiten, welche so viele Flüsse und Flüsschen der zeichnen.

Mehrere sind alkaliuisch, andere

ihnen versinken eine

Strecke

Dabei sind die Black

brechen.

weiter

Hills ein reich

gyps- und salzhaltigen Thone

die

um

weit,

salzig

am

der

Heuenden Bad Lands gehen noch

in

l'lains aus-

und warm,

unten

starker

zwei von hervorzu-

bewässertes Gebiet,

Ostrand

aber

des kleineu Gebirges

ihren Aufbau ein und sind

es.

die

das Wasser so manches klaren Baches ungenies>bar machen, wahrend der lockere

Boden

der Umgebungen die

nach Art der Fiumaren versiegen in

Nahe des Gebirges

unmittelbarer

erscheinen

hlsst

lebhaften Gebirgsbadie stellenweise

und die Bildung abrlussloser Becken als keine sehr entfernte Möglichkeit

h'isst.

R. (770.000 Kil. oder nimmt den nordwestlichen Winkel des Gebietes

Das Stromgebiet des Columbia 14,000 der

g.

[3]M.)

Vereinigten

Staaten

ein.

Beckens und des Colorado im

Die S.,

Wasserscheiden

des

des Missouri im 0.,

sebewan im N. bilden seine Grenzen,

in

Grossen

des Saskat-

denen aus zwei grossen

Quellgebieten, einem nördlichen und südlichen, die durch die AbHüsse Clarke's Fork

und Snake

Ii.

bezeichnet

sind,

die

Gewässer

vom

Westrand des Felsengebirges zwischen dem 43. und 53. Breitegrad, ferner von den Gebirgen des nördlichen Grossen Beckens und eines

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232

Strome, Flüsse und Seen.

IV.

und

Küstengebirges von

des

Meer abmessen.

Stillen

Das Flussgebiet hat

und südlich

sich verschmälernden Keiles, dessen wesentlich nördlich

Länge

gerichtete

das Doppelte

seine östliche

und westliche

Auffallend

übertrifft.

in

tritt

um mehr

Breite dieser

auch wesentlich

welche es

ihm zu so grosser Ausdehnung desselben

die

ist,

als

Gestaltung des

Stromgebietes der Eintiuss der Bodengestaltung hervor,

Die zur Meeresküste wesentlich parallele Erstieckung der

verhilft.

Gebirgskette

den

verbietet

Depressionen und bringen

dem Columbia

der

zu,

und

Bächen

einzelnen

dem

unmittelbare Abmessen nach

Meere,

sie

sammeln

das

Flüssen

sich in diesen

aus denselben bereits erhebliche Flüsse

diese

Parallelismus der Gebirgskette

Ketten

danken

Diesem

quer durchbricht. die Zuflüsse

und Quellarme

und

des Columbia ihre weite Erstieckung gegen S. und N.

diese

Meer und Binnenland gelagerten Schranken dämmen

zwischen

das

die

nach binnen zu breiten, gegen das Meer hin rasch

eines

Gestalt

Range

der Cascade

Theiles

kleinen

Oregon nach dem

Stromgebiet

Columbia zu

des

dionulen Breite auf,

der

10 Breitegrade zwischen

der wir es über

in

so

meri-

unnatürlichen

last

Gebirg und Meer sich erstrecken scheu. Die

ihrem

des Columbia

nördlichen yuellHüssc

entsprechend

sind

dem

in

Ursprungsgebiete vorherrschenden Parallclismus des Gebirgsbaues

vorwiegend

nahme

und südlich laufende Gewässer, die

nördlich

mit

Lang>thälern

von

einigen

dieses

den

Theiles

Seen des

in

Verbindung

Felsengehirges

so

fast

stehen, häutig

ohne Aus-

die

in

den

Der

sind.

Obere Columbia mit dem Salmon Lake, der Cootenay Ii. mit dem F a b o w Lake, der C a n o e II. mit dem Oberen und Unteren Arrow Lake sind auf britischem Gebiete; Flathead It. und Lake, Big IH ae k f oo t. Hellgate und Bitter Koot K. auf amerikanischem die obersten ZuHüsse des Nordannes, des Clarkc's Fork, den man 1

t

gewöhnlich als den betrachtet.

tif/i

ntlivhtn Columbia, als

den Hauptarm des Stromes

Die vier letztgenannten sind die Qucllarmc des Clarke's Fork

engeren Sinne. Von N. her Hiesseu noch Nehoyalpitnu EL, Okinakane R. und Lake, Similkamin, Mechow, Pischone R. und Che lau Lake demselben Arme zu und von NW., aus den Bergen des Washington-Territorium Hiesst ihm der Yakima R. zu, der aus Nachess,

im

Atahnama, Pisco und zahlreichen anderen Armen zusammentlicsst und

in

Columbia hart oberhalb seiner Verbindung mit dem Südann mündet. linksseitigen

Zuflüsse

sind

viel

geringfügiger,

nur

Spokane

II.

den Die mit

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Coeur d'Alene und

St.

SM

Strome, Flüsse und Seen.

IV.

Joseph aus den Ritterroot Mts.

ist

auf dieser Seite

Der Südann, SnakcR. oder Lewis Fork genannt, seine Quellen noch etwas weiter westlich als der Nordann, in jener 1

nennenswert]).

geschobenen

Gcbirgsgruppc

wir

die

,

die

als

tiat

vor-

Wind River Mts. kennen

Snake und Henry 's R. sind die obersten Quellllüsse. Pannack R. aus der Wahsatehkette, Bruncau, Owyhee. Malheur, Rurnt, Fowder, Grandrond, Wallawalla R. vorzüglich vom Grossen Recken sind Zuflüsse, die auf der linken Seite von S. und W., Malade, Roisee, Salmon, Mormon, Rock, Kuskuski, Chcrann-I'nlousc haben.

gelernt

von N. und

R., solche, die rechts

her aus den Salmon und Ritter Root

S.

Mts. einmünden.

Nach dem Zusammenflus^

dieser beiden

Hauptarme geht der Columbia ohne aber die Merk-

Richtung dem Meere zu,

in wesentlich westlicher

male eines grossen Stromes im Unterlauf so klar auszuprägen, wie die Grösse des Stromgebietes, das hinter ihm liegt, und die Wassennasseu erwarten bleibt

welche

lassen,

zum Meere

bis

er

hichcr in

bis

aufgenommen

sich

und man hat Recht,

ein Gebirgsstrom

hat.

Er

sein Strom-

system ein noch umuhcickvltcs zu nennen, da ihm ein so wesentlicher Theil des normalen Stromsystcms, nämlich der ruhige, breite, zum Meer hinabgleitende, durch Delta oder Aestuar

dein

Theile

des

Cascadengebirge gegeben hat.

Er 15o

1200

ist

Kil.

unterhalb Ft. Nez Perce

er

den Strom

für

ist

den

beim ZusaininenHuss

breit

in.

mündende Unterlauf

durch

Felsengebirges,

bis

selbst

«1er

Dass er

fehlt.

Namen

den

Messt,

ganz bezeichnend.

Hauptarme, wird aber

75 m. eingeengt und

hier

Hiesst

den Ihdks (Rinne) zwischen hohen Rasaltwilnden unter so starker Einengung, dass beim sommerlichen Hochwasser der Wasserspiegel l'J in. über in

den Winterstand

Hei diesem hohen Stande

steigt.

ist

jede Reschitfuug un-

möglich, bei Niederwasser kann sie bloss unter Schwierigkeiten ausgeführt

werden.

ttO Kil.

unterhalb der Dalles folgen die eigentlichen Casauhs, durch

welche der Columbia das Gebirge verlässt. Er fallt hier auf einer Strecke von A Kil. 12 15 in. und macht durch die damit verbundenen Strom-



schnellen die

diesem die

und ein. alle

ragt

Schifffahrt

Durchbruch und

rechts

rahmen

Indessen sind Hindernisse

hohe

eine

hervor und

bildet

mit

dem Columbia

in

zu und

schneebedeckten Gipfel des Mt. Hood reichsten Flussscenericn Amerika's

Eintritt

umgangen.

Schon

Basaltwand,

Cap

für

hohen Wasserfallen stürzen

der

eine

dem

In

kleinere ZuHüsse

aufragenden

links

Mt. Helens

unmöglich.

zahlreiche

die Schifl'fahrt

noch

das Küstengebiet

in

15

Kil.

unterhalb

Boom

genannt,

eine

schwierige

aus

der

dem

Stelle,

nicht

Cascaden

Strome

wenn

der

Sturm, vereint mit der Strömung, das Wasser gegen sie antreibt. Von der Eüngc von 180 Kil.. die der Strom von den Cascaden bis zur

Mündung

misst

,

fallen

120

Kil.

in

das Gezeitengebiet und von einigen

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'SM

Strome, Flüsse und Seen.

IV.

durch Felsen

Einengungen

und

schwankt

abgesehen,

Willamette

7 KU.

von

S.

werthe ZuHüsse, die er noch auf dieser Strecke empfangt 21 KU.

Laufes

seines

liegenden Masse

strecken

nur 10 is

Kil.

Kil. lang

beiden

von

von

sich

Sc

hwemmgebilden eingenommen.

den Vorgebirgen,

breit

IN

Canal von ca. sich angelegt

Sandbänke

Breite

Mündung einfassen und Meer hinaus, die südliche

zwischen sich lassen, ins

Sandbank

ß Kil.

seine

die

breit, die nördliche ß Kil. lang

ein

neuneiis-

den unteren

In

durchschnittlich

Kaum 'A

sind

an jedem Ufer ganz von einer seicht-

anales

(

und

bleibt

eine dritte

Columbia

der

ist

und mit Ausnahme eines

zwischen 4

die Breite

und Cowlitz von N.

und 2 vor

Breite,

Kil.

breit.

Zwischen

dessen

Mündung

Die Oberfläche der ganzen unter

hat.

Wasser liegenden Anschwemmung

ist nicht mehr als 12 LI Kil. und Oregon. Californien hat

Flüsse von Califoniien Flusssysteme;

zwischen

von

Nevada

Sierra

da

des Staates, der

Bucht

Thaies

Francisco

und

in

Ii.

die

anderen

haben

des

letzteren

und

,

Joaquiu

sind

Quellann

beim 3S. Breitegrad

Meer

vereinigen

sich

und

Sierra

aber

für

Gebiet

besteht

die Begel,

Shasta

Mt.

bis

Sacramento und aus der Sierra

Tejon

der

gewöhnlich

dass

es

Sierra.

bilden

o. S. 2IM>.)

der 600 12

liegen seine Quellen die in den Durch das ganze

Flüsse,

die

vom Küstengebirge

der Zuflüsse In

etwa

fliessen

Kil.

viel

langen Strecke von

Bäche vom Küstengebirg

«lern

und diess sind meist Fiuniareu, während

Juaquin zu,

S.

letzteren

San Joaquin hat seine sichere feuchten Wintern, wo er aus den

Tulare-See münden, ein abflussloses System. (S.

weniger sind als von

der

Bit B.

in der Sierra Nevada; in Sümpfen nördlich vom Tularc-Sce Zufluss empfangt,

Tejou-I'ass,

in

Der Sacramento Nevada in den

ausmünden.

nordöstlichen

Quelle

am

zwei:

es

zusaiiimenflicssen,

Californien

der

heisst

ihre

fliessen

der südlichen Hälfte

S.

Umgebungen von Mt. Shasta und Warners Bange; der an den entspringende

zweierlei

Niederung

die

in

das

in

hinter

S.

von

d.

Der ersteren

Meer.

ins

nördlicheil.

von N. und

des

S.

entspringt

der

in

die

Mitte

von

Innere,

Küstengebirg

Lauf

kurzem

nach

Sacramento in

und

das

dem seewärts gewandten Abhang

an

Quellen

bewässern

einen

die

zahlreiche Zuflüsse

und

unter ihnen so beträchtlic he wie

Feather, Yuba, American, Cosumucs, Mokelumnc, Cala veras, Stanislaus, Tuolumne, Merced B. diesen beiden Flursteinen zuströmen. Nur die südlichsten von ihnen werden im Sommer wasserarm, ohne indessen zu völligen Fiuniareu zu werden. Fit,

Dagegen

hat

Süd- Californien westlich der Sierra gar keine ausalle seine Gewässer sind Fiuniareu, deren Thäler nur

dauernden Flüsse, in

der

erfüllt 1)

Regenzeit sind

Kine

mit

Bächen,

aber

allerdings

oft

sehr

stürmischen,

').

für

das

Wesen der

Fiuniareu

bezeichnende Thatsache wird

vom

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Rio Yaqui,

Mit seinen Quellen gehört der

der bedeutendste Fluss

von Sonora, noch diesem südwestlichen Theile der Vereinigten Staaten Dieselben

au.

zwei

liegen

den Guadalupo und C'hiricahui Mts. und bilden

in

Quellengruppeu

grössere

Thälern

oasenartigen

in

vom

unweit

Guadalupe-Pass.

Wahrend

das Ilinflberrcichen der Wüste

Süd-Californien

in

an

bis

den Hand des Meeres die Ent Wickelung eines Flusssystemes ähnlich dem dos S. Joaquin und Saeramcuto ausschliesst,

rindet sich in Oregon unter und noch günstigeren klimatischen Ver-

ganz ahnlichen orographischen hältnissen

ahnliches Flusssystem,

ein

und

Faseadengebirge

Richtung

dem

Columbia

Zahlreichere Zuflüsse

Unterschied au,

und

Kalifornien

,

der

zutliesst

in

,

des

Willamette,

entspringt

den

er

bei

und

in

am

der

westlicher

Portland

mündet.

dem Küstengebirge erhalt, zeigen den zwischen dem Ostabhang dieses Küstengebirge' in die er

'

aus

Oregon besteht,

in

das

Calapoya Mts.

den

vorzüglich die

reichere, transversale

Gliederung dieses Abhanges im Gegensatz zum californischcn.

Die Flüsse des Küstengebirges in

sind in sich sehr verschieden

Richtung, Grösse und Gefall, aber sie sind im Vergleich zu den anderen

kurz und dünn.

Ihre

keiner unter

sich

Wasserarmuth (südlich vom .'JH. Breitegrad findet dessen Bewässerung dauernd wäre) blsst die

ihnen,

geringere Niederschlagsmenge erkennen, welche das Küstengebirge vor der Sierra

Das Küstengebirge

auszeichnet.

wässern, die nach aussen,

dem Meere

ist

zu, als

reicher

au

Messenden Ge-

an solchen, die nach innen

Aber nicht alle Hiessen so kurz und gerade vom Gebirgskamin zum Meere, wie die grosse Mehrzahl der kleineu KüstenHüsse von Washington abtliessen.

Terr.,

Oregon und Californien es

Abhanges thut, wo völlig

in

denjenigen

Theilen

des pacitischen

Höhenzüge unmittelbar zum Meere abfallen und ohne Lüngsthaler sind. Dieser einfache Zustand findet sich weder die

S. noch im N. und an beiden Enden treten Flüsse auf, die, mit dem Massstab der KüstenHüsse gemessen, hervorragend sind. So der Sahnas,

In

der zwischen der Sierra Sa. Lucia und der Kette dos Mt. Diabit» wie in

einem Längsthal Hiesst und

Eel

R., der in ähnlicher Weise das Küsten-

Wo im Süd-Oregon das Küstenge birge Gruppe unregelmassiger Höhenzüge unterbrochen wird, finden

gebiet Nord-Californieus bewässert.

von

einer

San Diego K. berichtet,

in

welchem „im Deeemher 1M!> nach einer regnerischen

Nacht, die sein sandiges Bett völlig gesättigt hatte, plötzlich der obere Fluss

in

schäumenden Wassermasse erschien, die mit der Geschwindigkeit eines schnellen Fussgängers sich bewegte und bald das Flussbett mit einem raschen Strome füllte. Im folgenden Jahr kam beim Maugel örtlicher Kegcnfälle das Wasser langsam und mit Unterbrechungen an" (Kmory cit. bei Hittell. l!e(iestalt

einer

sources of California 1871.

4.).

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23«

IV.

Strome, Flüsse und Seen.

der Sierra entspringen, Lücken,

Müsse, die

in

dem Meere

sieh

durch das erstere zu bahnen.

l'inpqua R. gehören

zu ihnen.

um einen kurzen Weg na«*h Klamath, Kogue und

Washington Terr.

In

wo

,

dieselbe

Autlösung noch weiter schreitet, gibt es ebensowohl KüstenHüsse, die in nördlicher Richtung,

westlicher, als solche,

dem Puget-Sund

der Olympie Hange, nach ist

Chehales

Columbia

und

seinen die

von

der

Sierra

dem

zu.

Die Seen. reich

Hiesst

die in

letztere von

Unter den ersteren

abHicssen.

Cowlit/.

nennenswerth.

und zwar

Das Gebiet der Vereinigten Staaten

es wird in dieser

Grenzen gelegenen Theileu Nord-Amerika's

Bodenbeschafl'enheit

ist

Beziehung nur von den

sehr seen-

nördlich von

Dass

erreicht.

und Ansammlung grösserer

der Bildung

Massen stehenden oder nur unmerklich abfliessenden Wassers günstig ist,

Leicht geneigte Hochebenen zeigen

wurde schon hervorgehoben.

sich in allen

Erdtheilen besonders geeignet,

Seen auf ihrer Ober-

gerade diese Bodenform, welche

Hache anzusammeln und es

ist

unserem Gebiete

Ausdehnung vertreten

in

sind die Tiefländer bei diesen

grosser

durch Ileichthnui an Seen ausgezeichnet,

häutig

ist

die

in

Nach ihnen

ist.

aber

Verbindung mit grossen Flüssen eine zu

innige, als dass sie so scharf ausgeprägte Individualitäten zu bilden

vermöchten wie die Ilochlandseen.

sind

Sie

häutig nur Erweiter-

ungen im Unterlauf der Flüsse und bei manchen

man See oder Sumpf

bestimmen, ob

Gebirge sind

und

ihre

nicht

arm an Seen,

Thaler nicht zu

eng

ist

sofern

es

schwer zu

Auch manche

vor sieb habe. ihr Abfall

nicht zu

steil

Endlich gibt es abflusslose

sind.

Hegionen, deren allgemeine Bodengestalt an und für sich der See-

bilduog vielleicht nicht sehr günstig

ist,

durch einen er-

die aber

höhten Band daran verbindert sind, ihre Gewässer nach aussen zu entsenden, wesshalb dieselben

in

den tiofstgelegenen Theilen ihres

Innern sieh sammeln und dort, je nach

dem Grade

der Verdunstung,

Salzseen oder Salzsümpfe bilden.

Wir

finden

grosserer Zahl,

diese in

vier

unserem

verschiedenen Arten von Seen, jede Gebiet«'

vertreten

Seen, die wir hier zu betrachten haben, ohne

und

Zwang

vermögen

in

alle

in eine dieser

Kategorien: Hochebenen-Seen, Gobirgs-Secn, Tiefland-Seen, Abfluss-

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Seen einzureihen

lose

von

jede

;

ihnen

237

hat

natürliches

ein

Ver-

breitungsgebiet, welches erkennen lässt, dass diese Unterscheidungen nicht ohne

Begründung

der Natur selber sind.

in

L Hochebenen- Seen. aus

Im N. der Vereinigten Staaten

Nord - Amerika

Britisch

man wegen

eine

Seenplatte beigelegt

Namen

den

Seenreichthums

ihres

Hochebene

breite

Der vorwiegend

hat.

der

Canadisehen

der

Charakter,

felsige

Aufbau aus Gesteinen der

ihr der geologische

ragt

herein,

den

ältesten Formationen,

der huronischen und laurentischen, verleiht, ergänzt sich mit ihrer

Bodenbeschaffenheit

man

nicht

sie

kann.

«lenken

Complex

einem

zu

für

die

Vielleicht

ist

wie

die geologische Geschichte

,

und

Staaten, welcher zwischen Missouri

der nördlichen Grenze und

Ungefähr

bezeichnen.

noch sehen werden

wir

dem

nördlichen

New

sehr

York, im

W.

42. (Jrad gelegen

als Seenplatte

ist,

-

Seen

ist

welche die Grossen Seen von einander trennen,

an kleinen Seen.

von

und im

der Boden von Wisconsin

und Minnesota von unzähligen Seen durchsetzt und auch inseln,

Gruppe

östlich

,

seenreiche Gebiete in Maine

derselben

auch

,

der Vereinigten

Theil

in der Mitte dieses Striches liegt die

zwei

linden sich

wie

Lorenz-Golf und zwischen

S.

der Grossen Seen, dieser typischen Hochebenen diesen

,

der Seenbildung zu

dieses Landstriches

Man könnte den ganzen

Gute gekommen.

Bedingungen

von

Ansammlung stehender Wasser

günstiger

die Halb-

sind

reich

Andere Hochebenen, die im Gebiete der Vereinigten

Staaten vorkommen, sind im Gegensätze zu dieser nordischen Seenplatte

durch Armuth an Seen mit

ebenen, welche

dem

der

ausgezeichnet.

Weder

NW.

abfallen,

Alleghanies

die

nach

Felsengebirgc vorgelagert sind

,

die

Hoch-

noch

die.

noch auch die grossen

Hochebenen zwischen Felsengebirg und Sierra Nevada beherbergen viele

Im

von den Seen, welche wir hier

ersten Fall

abflusslosen oft

hemmt

die

Neigung zu

Hochebenen-Seen bezeichnen.

als

gross,

Dürre des Klima's, im dritten

sieh die

sehr

ist

Abart der

im zweiten

gesellt zu dieser

haben wir

Hochebenen-Seen zu thun,

durch dürres Klima erheblich

in

ihrer

es

nur mit der

die

gleichfalls

Entwicklung ge-

sind.

Die Gruppe der

Grossen Seen

besteht aus folgenden 5 Seen:

Oberer See, Michigan-, Huronen-, Eric- und Ontario-See, die zwischen

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238

den

Breitegraden

am

der Erie

See

und 41

411

und

76 und

den Längegraden

93

Der Obere See reicht am weitesten nach N. und W..

gelegen sind.

().

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

und der Ontario am weitesten nach

weitesten nach S.

Obere See, Michigan- und Huronen-

Sie sind so gelagert, dass der

eine (iruppe

für sich bilden,

in

welcher der

und der

ei*stere

auf derselben nach SW. offenen Curve liegen, während der

letztere

dem Punkte aus. wo dem Bogen, den

zweite von

zusammenhängen, wie

sie

hängsel sich in

nach

sie bilden,

ein

AnDie

ertreckt

S.

ganze Gruppe gewährt so das Bild eines dreizähligert Pflanzenblattes, dessen

Einzelblätter

einem gemeinsamen

Die

entspringen.

Stiele

andere (Iruppe umsehliesst Erie- und Ontario-See, die 2 kleineren

und

der 5 Seen,

hängt mit der ersten an der nach

Huronen-Sees zusammen.

des

Spitze

beiden Seen

gelagert sind,

dem

grossen Stromes, welcher

und

nordöstliche

sie

Ontario-See entfliesst,

im

scheinen

in

der diese

die des S. Lorenz,

vollständig

ist

gewandten

S.

Die Richtung,

Gegensatz

zu

des

nämlich eine

den

breiten,

geräumigen Becken der drei anderen bereits durch ihre Schmalheit

und übereinstimmende Richtung den Uebergang bilden,

wie

sie

Flächenraum, den

sie

in

diesen Strom zu

der ganzen Gruppe sind.

denn die untersten

Der

einnehmen, beträgt 230,000 QKil. (41SOQM.).

Diese Seen liegen

einer Einsenkung der Seenplatte

in

,

deren

Händer bezeichnet sind durch den Verlauf der Wasserseheide zwischen den Seen

und der Hudsons- Bai einer- und den Seen und dem

Mississippi

andererseits.

Die

II

ö

henverh ä

1

1

n

i

s s c

derselben

dem Hochebenen -Charakter der ganzen Landschaft. Zwischen dem Oberen See und dem oberen Lauf «les Mississippi besteht die Wasserscheide in Wisconsin aus Flachland aus dem entsprechen

,

Bodenwellen lange

von

Höhen von

linischen

— 10 30 —

Gesteins,

8

(50

und

m.

in

seltenen

m. sich erheben.

welche

am

Zwischenräumen

Die Klippen kristal-

oberen Wisconsin

sich

ein

paar

Hundert Fuss über den Spiegel dieses Flusses erheben, sind eine

Ausnahme bei

ihnen

in bis

diesem ganzen Gebiet.

300 m.

über

dem

Die Wasserscheide

Spiegel

des

hebt sich

Oberen Sees.

Der

Höhenzug, welcher den Oberen See im Gebiete des Staates Michigan begrenzt

und

westwärts

nirgends erheblich die

nach

Wisconsin

Höhe von 330 m.

hinüberzieht,

übersteigt

Die grösste

Erhebung

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2W

Strömt4 , Flüsse und See».

IV.

der Huron Mts. geht nicht über 410 m. hinaus und die Trap Range,

Keewenaw

die sich von

Point westwärts erstreckt,

Porcupine Mts. 415 m.

Höhen

Diese

seinem Südrande umgürten,

werden

See erreicht und

von

daher bedeutend

des

zu

S.

das Gefall

ist

Reihe

L.

Michigan

und dos

zum

von

einer

den

in

vom

geringer Entfernung

in

ihnen

Seespiegel hinah

hohen Seerändern

diesen

bedeutendsten

der

ist

aber von weiter-

Nicht so rasch,

S. 120).

welches

,

Mississippi

Lauf

(lefall

o.

(s.

Wirkung

reichender

Dach

das

erreicht

welche den L. Superior an

,

Zuflüsse

vorwiegend südlichen

einen

gibt.

Im Staat Ohio

ist

die Wasserscheide zwischen

mit anderen Worten zwischen Mississippi und

S.

Ohio und Krie-See, Lorenz

flache,

eint'

vorwiegend sumpfige Hochfläche, über die hinweg man

in

paar

ein

Stunden von den Anfingen eines Flussgebietes zu denen eines anderen Die

gelangt.

um

sind,

zahlreichen

Erhebungen

welche

,

gepflogen

dieser Wasserscheide an verschiedenen Punkten zu 110

dem

Erie-See und zu 70

selbe Wasserscheide

ist



m. über dem Ohio

im Staat

Sumpf und

Mittelding von

Hii)

worden

haben die Hohe

die beiden durch Canäle zu verbinden,

— llüni. über Die-

festgestellt.

noch schmäler, indem ein

Illinois

See, Petit Lac. sich zwischen die Quelle

des Chicago-Flttsschena und des Des Piaines R. einschiebt, welcher

dem

Illinois

und damit dem

Mississippi zufliesst.

Bei

hohem Wasser-

stand wurde dieser sumpfartige See, der mit den beiden Flüssen

Verbindung steht, später auf diesem

band

').

breiter

1)

wir

hier

Am

schon

vor

der

Canalanlage

Wege den Michigan-See

Ostrand des Michigan-Sees

und

beträgt

W. II. zum

z.

H.

zwischen

mit

ist

Male

diese

dem

Wisconsin

interessante

in

welche

Mississippi ver-

die Wasserscheide nicht

und

Fox R.

,

„Wir waren entzückt,

Keating schreibt von diesem Punkte: ersten

befahren,

Tliatsache

tlcr

(Jewässern, die derselben Quelle entspringen, und ihres AhHusses

Scheidung in

wo

als

von

verschiedenen

Wiewohl zur Zeit als wir hier waren, kaum genug Wasser vorhanden war. um unseren Kähnen die Durchfahrt zu gestatten, so

Richtungen beobachteten.

konnten wir doch nicht zweifeln, dass der mi^se".

(S. Lontrs

gefügt, dass die

90

e.

M. breit

Kxped.

T'oriaijr

Weg

im Frühling ein praktikabler sein

to S. Peters Hiver 1894.

I.

zwischen den beiden Seen

IM). Allerdings wird hinzuin

der trockenen Jahreszeit

sei.

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

überschwemmte Prärie

eine flache, häufig

mehr

Westlich von hier

600 m., steilen

eine Portage bildet, nicht

2500 Yards.

als

die

ausser einigen Trapphügeln von ISO bis

ist

der Gegend

in

haben,

gegraben

anderer

kein

scharf

bemerken,

Oberttächcngestaltung zu

und den

von Montreal sich erheben

Thalhängen, die die Flüsse stellenweise

als

in

Driftdecke

die

Zug der

hervortretender

aus mittclsilurischem

die

Gestein gebildete Stufe, über welche zwischen Erie- und Ontario-See

der Niagara stürzt.

Diese Stufe

ungefähr in derselben Höhe

tritt

und Beschaffenheit wie an den Niagarafällen an einer Reihe von verschiedenen Punkten der Seeregion ihr in

Am

dem

Im

auf.

\V.

SOdrand der Halbinsel Michigan hinstreichend,

Huronen-See

man

begegnet

Green-Bay vom Michigan-See

Landstreif, der die

hilft

trennt. sie

im

Gcorgian-Bay abtrennen und zieht durch West-

die

Canada und den Isthmus des Niagara nach dem Hudson-Thale, wo und devonische Schichten

jünger- silurische

Hiigel aufbauen, mit

anschliesst

In

desshalb eine

denen

der Seeregion

spielt

die Catekill-

ihr

bemerkenswerthe Stufe

diese

bemerkenswerthe Holle,

so

auf

dann an das Alleghauy-System

sich

sie

Höhe

weil auf ihrer

die

4 oberen Seen liegen, an ihrer Basis aber der unterste, der Ontario.

Der Höhenunterschied beider

102 m.

von

fügigkeit des Niveau-Unterschiedes zwischen lichsten der

auf

Sees, die nur

dem

verharren

Es

lässt.

Oberen

zeigt

Gefiill

sich

Kil.

Sees bis Quebec

per Kil., aber während

das

und

öst-

lässt,

durch zwölf Breitegrade natürlich

auch

in

der

des Gefälles der Seen und des S. Lorenz,

denn dieses beträgt auf der 1920 des

westlichsten

10,5 m. beträgt, die weite Erstreckung erkennen

grossen Verschiedenheit

rand

Unterschied die Gering-

der Stufe gelegenen Seen, des Oberen und des Erie-

die die Stufe in nahezu demselben Niveau

hindurch

den

während

zeigt

zwischen Oberfläche und Basis dieser Stufe,

diese Zahl

vom Fuss der

bis

vom West-

Strecke

als Mittelzahl

Niagara-Fälle

vom Westrand des Oberen Sees

langen

zwar durchschnittlich

bis

0,09

in.

gelten kann für

Quebec,

das Gefäll

ist

zum oberen Hand der

Fälle nicht i

mehr

als

0,015 m. per

Kil.

In anderer Hichtung ist der

eine

Sache von

Bedeutung,

geologische Bau

der Seeregion

denn die Lage und Anordnung der

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241

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

5 Seen ist wohlbegründet in den geologischen Umgebungen. Der Nordrand des Oheren Sees und der

Hälfte

Gesteinen

Seen

der

aus

der

silurischen

Härenen -See

Formationen

anderen

Iluronen -Sees

des

Bezirke

Seebecken

auf

die

auch

kristallinischen

säumitlicher

Der Obere und geologischen

zwei

wie der Ontario, oder

in

und

sibirischem

liegen.

Von jüngeren

nur die der Steinkohlen

in

einem nicht grossen

Saginaw Ray (Iluronen - See)

in

die

tritt

der

ihrer

östlichen

von einander getrennt sind, während die

aus, die weit

devonischem Gestein wie der Michigan und Eric

Formationen

aus

Lücke zwischen

eine

lullen

seiner

Südrand

der

und devonischen Gesteinen.

silurischem

in

in

besteht

Formation,

eozoischen

\ erhältnissen

ein.

Man

Begrenzung der

wird den Einfluss der geologischen Verhältnisse

Lage der zwei nördlichen Seen nicht läugnen

;

dass

aber

Lagen- und Gestaltverhältnisse der übrigen Seen nicht

die

unberührt blieben

von

der geologischen Beschaffenheit

Um-

ihrer

gebung, wird die nähere Betrachtung zeigen.

Lake Superior, der Obere See (ind. Kitschigami), ist von Gros Cap Fond du Lac 560 Kil. lang und zwischen Grand Island und Neepigon

bis

Bay 210

Kil.

breit, seine

bedeckt 81,0(10

Kil.

Küste

Seine

ist

Form

2300

ist

Kil.

lang und seine Oberfläche

minder einfach

als die

der anderen

grossen Seen dieser Gruppe, denn zahlreiche Aus- und Kinsprünge unter-

Thunder Bay, Neepigon B. am Nonlufer, Batcheewagaung und Tequamenon B. am Südostrande. Keweenaw, Chaquamegon und Iluron B. am Südrande, Fond u Lac am Westende sind tief ein-

brechen die allgemeine Ualbmondform seines Umrisses.

Black

B.

und

«1

gesrbnittene Buchten. die Halbinsel

Zwischen Keewcnaw B. und Chaquamegon B.

Keewcnaw und andere

kleineren Vorgebirgen abgesehen, liegen zwischen

ntegon

zwischen Black B. und Neepigon B.

B.,

an Vorgebirgen und tiefen Buchten und

Inseln

umsäumt, unter denen

St.

Ignace an

Fond du Lac und Chaipia-

Die Umrisse des Südrnndes

sind weniger zerklüftet als die des Nordrandes. reich

liegt

grössere Halbinseln, von den zahllosen

Die Nordufer sind von

zahlreichen

felsig,

felsigen

der Oeffnung der Neepigon

Bay 110 und Pic Island an der Oeffnung der Thunder Bay 290 m. Höhe erreichen. Hier bilden vulkanische Gesteine den Band des Stübeckens, aber der Südrand besteht vorwiegend aus sibirischen Sandsteinen

und

Drift

-

Comglomeraten und

ist

weniger zerrissen und klippig. sondern

von sanften geschweiften Umrissen, die auch an den Inseln sich kundgeben. Die ihm vorgelauert en

Apostle Islands, am

legen, sind niedrige Sandstein-

Ratzel. Amerika.

I.

und Drift-Inseln.

oberen Ende des Sees ge-

Grand Island,

in der.

l«i

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242

IV.

und Seen.

Ström»', Flüsse

Mitte der Längserstreckung des Sees gelegen, aufgebaut, der

am Nordrand die gegen

und

Ostende zu liegen

das

aus Sandstein

um im

S. sich all-

Einige niedrige Inseln und Inselgruppen

mählich /.um Seespiogel zu senken. aus Sandstein,

gleichfalls

ist

zu hohen Klippen ansteigt

gleichfalls

Maple w

a

I.,

Südost ende,

i

am

Ostufer).

Royale

Bau

Ihr

ist

72

ist

ein

zum

die sich Kil. lang

Kil. breit

11

Fclskämmeu.

Längsaxe der

Theilen der Insel sieh findet, setzen stand entgegen und es

Indem

kommt dadurch,

sie fortstreichen.

Im Innern der

Kämmen

Li Kil.

aus einer Grün-

den tieferen

in

Wider-

Zerfall einen grösseren

Form von Eilandketten

dass sie in

über die Enden der Insel hinaus, aber streng

weit

sie

welche

als die,

dem

-17;"»

ISO m. hoch sind und

die bis zu

ist

sie

und bedeckt

die Nebeneinanderlagerung

Insel verlaufen.

steinvarietät bestehen, welche harter

wie

Island

h

vom See wiederfinden.

Thoil nördlich

und

eigentümlicher durch

sehr

einer grösseren Anzahl von parallel mit der

der

in

Lizard und L e ec

,

den Küsteninseln an, sondern bestehen aus jungen

eruptiven Gesteinen'),

Isle

Insel

I.. 1

das

Royale und Michipicoten, die zwei grössten Inseln des

Isle

gehören nicht

Sees,

Iroquois Mo utrea

Isle Parisien.

gau n g-B a am

in

(Sandy I., Batehee-

Gebiet des Südrandes gehören, sind ohne weitere Bedeutung

derselben Richtung

in

Zwischenräume zwischen

Insel sind die

und Sümpfen erfüllt. 210 m. Höhe und 28 Kil. Länge, die nichts von den Eigentümlichkeiten des Baues von Isle Royale besitzt. Das lange Riff Stannard Rock in Mitten des Sees ist ein diesen härteren

Michipicoten

Sandsteinfels,

I.

ist

mit Seen, nassen Prärien

eine Grünsteinmasse von

der durch Einwirkung vulkanischer Hitze gehärtet

Die beckenartige Umrandung

Er von seinen Ufern von hohen zug sondert im X. und W. ausgedehntes ZuHussgcbiet.

ist

gestattet

Am

Südrand

ist').

kein

weit

überall in nicht sehr grosser Entfernung

Rändern

felsigen

umzogen.

Zuflüsse des

die

und

der Hudson-Bai und des Mississippi dischen Ufers.

dem Oberen See

ein

bildet

bildet

L. f /3

Ein

Granit-

denen

Superior von

der Länge des cana-

anderer Granitzug

Höhen,

die

denen die Huron Mts., Gruppen gedrängter, rundkuppiger Bügel, angehören.

Einem Trappzug, der von Keewenaw Point westwärts halbmondförmige Gruppe der Porcupine Mts. an.

zieht,

gehört

nicht unbedeutende

Erhebungen bilden auch die Driftablagerungen

Nähe des Sees und

es bestehen

z.

B.

die

Einige verhältnissmässig in

der

Grand Sable (105 m.) und Point

Iroquois (108 m.) ganz aus glacialem Schutt. L. Superior

empfängt seine Wasser aus mehr

als

80 Flüssen, unter

denen indessen kein einziger stromartige Grösse erreicht.

Die Wasser-

scheiden, welche seine Zuflüsse von denen der übrigen Seen und der benach1)

(ieol.

S.

Geologische Karte der

Isle

Royale

Land Distr. 1850. Foster and Whitney a. a. O. I.

in

Köster and Whitney.

Rep. on

of L. Superior 2)

20.

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

barten Strom Systeme des Mississippi und Red. IL sondern, bilden gleichsam

Kami, der

einen zweiten erhöhten

am nächsten da S.

sie

am

und im

Von W. kommt der

bleibt.

Louis

S.

Nehrung

in

den See

Lagune,

wie eine Art Mündungs-

mit der Küstenlinie des Sees parallel läuft,

Flusses

lies

Diese Lagune

erscheint.

ist

als

Thätigkeit des Flusses erscheinen, und eine

Bank mit

Mündung.

ihrer

dessen Quellen,

.

gebildet, hinter welcher eine lange

umgeben, die nach Lage und Beschaffenheit

in

R.

Bei seiner Einmündung

Lorenz-Stromes betrachtet werden.

Reservoir

0. und

S.,

weitesten westlich gelegen sind, gewöhnlich als die Quellen des

hat dieser Fluss eine

die

dem eigentW. demselben

geringer Entfernung von

in

lichen Raiide des Sees diesen umzieht

mittlere Tiefe

Sie

an

ist

7

einigen Stellen

auf nicht mehr als

ist

3—4

Th. von Sümpfen

z.

Produkte der ausfüllenden

—8

2,ö'

m. Wasser

m.

tief,

liegt

aber ihre

m. zu veranschlagen.

Auch

weiter oben im Fluss finden sich stellenweis noch tiefe Stellen bis zu den

Stromschnellen Untiefen,

mit

der sog. so dass

keine SchitFfahrt möglich S.

kommenden

Zuflüsse

grösseren Binnensee ca.

;

Rapids,

mehr

als

Der

ist.

mit

den seine

Mündung

weitere

aber dieselben wechseln häufig

m.

gehende Fahrzeuge hier

tief

Ontonagon

der grösste der von

ist

Armen, deren

dem Agogr bic oder Kleinen Fischsee

allen

•Juso CJKil. gross,

1,8

er entsteht aus drei

210 m. über dem Niveau des

dieser Fluss

sind

,

Fmich

für

S. Superior

seinen Zuflüssen

aber er bildet.

ist

liegt.

einnimmt

,

,

der

Das Gebiet, das ist nicht mehr als

für die Schifffahrt wichtig durch den Hafen,

Montreal. Black

südliche Zuflüsse

dem

und Tresqu'Isle R.

von

des S. Superior

gewöhnlichen Länge und Breite und von

ersteren

etwas mehr als

zuheben, dass er mit einem Katarakt von 27 m. Höhe

der

besonders hervor-

ist

Sturgeon R., der in Keewenaw Bay mündet, ist Portage Lake, eines Sees von ca. .'10 Kil. Umfang, Rasis von

einer einem

cntHiesst

den See mündet.

in

AusHuss

der

des

der quer über der

Keewenaw Point liegt. Die Portage zwischen dem Nordwestende dem L. Superior. von dessen Ufern er hier kaum 1 e. M.

dieses Sees und

bildete

entfernt ist.

wichtigen

schon zur Zeit der Entdeckung dieser Region einen

Uebergangspunkt des Verkehres zwischen dem

den westlicher gelegenen Gegenden.

Oestlich von

zahlreiche kleine Flüsse, deren Quellen ausnahmslos auf

erhöhten Uferumrandung liegen

Lauf haben, der bilden indessen

menen ein

H>5

oder

sie

Seegebiet

dem

Scheitel der

und die daher einen kurzen und raschen

werthlos für die Schifffahrt macht.

Einige von ihnen

an ihren Mündungen brauchbare Ankerplätze.

Ta

h q ua

m e naw

Kil. langer, theilweis

und

Keewenaw Point münden

IL, «1er in

Tequa-

die gleichnamige Rai mündet,

schiffbarer Fluss,

ist

noch unter den Flüssen

der Südküste hervorzuheben.

St.

Mary'sR., welcher

ein ostwärts

L. Superior mit L.

Huron verbindet,

gerichteter viclgewundencr, seichter, 1

— 2 Kil.

ist

erst

breiter Canal.

16*

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244

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Bei St.

Marys

Falls (Sauts Ste. Marie) stürzt er 5,6

bank, theilt sich dann

Arme, welche

2

in

südöstlicher Richtung die Insel Sugar

zum

sich

Huron

Neebish

und

I.

indem der nördliche

E.,

in

Huron

zuführt.

beiden Seen, die er verbiudet

gehen nicht über 20

Ausnahme

her, mit

Drumond

I.,

denjenigen Theil mündet

zu nennen, seine

seicht

,

der

Cookburn

um-

in

den

welcher

,

als

tiefsten

Punkte

von beiden Seiten

ist

Marys

Mauitouliu

I.,

begannen, sich

II.

Fitzwilliam

I.,

bereinigende Halbinsel

S.

den ganzen See der Breite nach

(ieorgian Bay und des

Sie

von Hachen weit hereinragenden

Stromschnellen,

die Inseln, welche in St.

und kleineren fortsetzen und auf die von laufen, sondern sie

und münden

1.

hinaus und sein Fahrwasser

det

Indem

Ufern eingeengt. in

in.

E. erweitert.

.Josephs

St.

wahrend der südliche seine Wasser dem Der ganze Fanal ist im Vergleich zu den

Georgian B. bezeichnet wird, eigentlichen L.

Mud

George, der südliche zum

Eittle L.

fliessen weiterhin

und

südlicher

und deren nördliche

unirliessen,

I.

eine Samlstein-

in. ül»er

vorwiegend

Iii

jene zwei Abschnitte

in

Huron,

eigentlichen L.

I.

zu-

welche im Kleinen

ahnlich zu einander gelagert sind, wie L. Saperior und L. Michigan. L.

Huron,

Bay 300 empfangt

seine

L. Michigan

der Buronensee,

breit,

Kil.

und

Wasser

seine

an

270

an der

E.

seinerseits

;

Kil.

und

den Simcoe-See (anal

Maekinac,

einige

drainirt.

von

»;

verbindet

57.o lj Kil. bedeckt. ist

die grösste,

95 m. Höhe

Bois Blane wahrend misst,

die wichtigste

ist.

KU.

auch

aus mit

er

steht

Er

dem dem

In Eage, Umriss und Küsten-

H.

Gleich ihm

(ieorgian Bay,

ist

er reich

eine Bucht

von

Breite, bildet seinen nordöstlichen Abschnitt.

und breiten Einschnitt

bildet einen tiefen

Buronen-Secs

des

und mit Oeorgian

52,000

Superior

Match edash und Nottawasaga Bay Nord-, Thunder Bay eine ebensolche an

Nipissing-See

liegen,

St. Clair

Buchten und Inseln,

Eange und 115

Zuflüssen

Ein

dein

Kil. lang

bedeckt

er das Gegenstück des E. Superior.

ist

Saginaw Bay rande.

400

ca.

durch die Mackinaw-Strasse

Halbinseln, Kil.

aus

ausser

Erie-See In Verbindung durch gestaltung

ist

Oberflftche

h

kleinere canadische Becken, und

Beide münden Kil.

den

Buchten

H.,

Von

der den

Severn. der

die Gcorgian Bay.

Fange und G Kil. Huron mit dem

Breite,

E.

Von den eine

in

seinem West-

der Westküste.

Freue

nennenswert»

sind

in

sind kleinere

Straits

Michigan,

E.

of der

Inseln, die an seiner schmälsten Stelle

bewaldete

Mackinaw,

die

von

Fläche

nur 5

Kil.

durch ihre beherrschende Eage

Die Ufer des L. Michigan

(

40

Kil.

Einfang,

im Durchmesser und

Gibraltar of the Lahrs)

lassen

sehweiften Umrissen nicht den Unterschied verkennen

ihren

sauft

ge-

der zwischen

dem

in

geologischen Bau seines Ileckens und demjenigen des E.Superior besteht. In seine

Umrandung

treten nur Sedimentargesteine und zwar von vorwiegend

lockerer und weicher Beschaffenheit ein.

Daher

sind die Ufer flach, der

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

See selber

sparsam

Inseln

215

Landzungen und Duchten selten, die und klein und nur an den ÜcfTnungen nach der

in ihrer N.11ic seicht, die

vertheilt

Green-Bai und nach den» Huron L. zu grösseren Gruppen vereinigt. hervorragendste Zug

Green Bay,

der Umrissgestaltung

in

dieses Sees

durch zwei von N. und S. zusammenstrebende Land-

die

zungen und durch zwischen ihnen liegende Inseln

Summer

Der

die Ducht

ist

(Potawatomee-, Rock-,

W. begrenzt Traverse Bay ist in den Nordwestrand der Halbinsel Michigan eingeschnitten. Noquet Bay liegt nördlich der Green-Bai gegenüber. Island u.

im

a.)

0.,

von der Küste von Wisconsin im

ist.

Die einzige grössere Inselgruppe des Sees

Beaver

die (iruppc der

I", die

ausser der ebengenannten

zusammen mit den

ist

Fox undManitou

der Nordhälftc des Sees liegen.

I" in

Die Region der grösston Zuflüsse des Michigan

ihm zunächst der

Monomonec

Pine

und dessen Stromgebiet 7l

Schon früh wurde man auch auf seltsame Bewegungen ihrer Wasser aufmerksam, welche, wie häufig auch beobachtet, noch heute nicht genügend

Im Ontario beobachtete schon Charlevoix „eine Art Strom in der Nähe der Ufer im Zeitraum einer Viertelstunde mehrmals von Wasser überflutet und wieder entblösst wurden, wenn auch im Febrigen der Spiegel des Sees vollkommen glatt erklärt sind.

und Rückstrom, indem die Klippen

Mackenzie beobachtete

war".

solches

ein

mehrere Stunden währendes

Grand Portage im L. Superior.

Oscilliren bei

plötzlichen Anschwellung

des L. Erie.

Bradstreet war Zeuge einer

die so stark

war, dass

sie einige

Boote ans Ufer warf, ohne dass

man

angeben können.

den Flussmündungen machen sich solche

Besonders

in

eine sichtbare Ursache für sie hätte

Anschwellungen bemerklich und nehmen dort jener mächtigen Flutwellen an. die mit

starken

Gezeiten wahrnimmt.

man

in

völlig die Gestalt

ruhigem See

Bei

Clinton eine plötzliche Schwellflut dieser Art von 9

des Otter Creek

am

Flussmündungen

in

berichtet Gass

L. Erie und dieselbe

e.

beobachtete F. in der

')

vom L. Michigan.

eine

solche

Auch

plötzliche

ihnen beobachtet,

Gov.

Mündung

wurde noch an einigen anderen Aehnliche Erscheinungen

Whitney und Foster beschreiben eine

und die im Sachlichen

übereinstimmen.

liurcs.

ähnlicher Stärke beobachtet.

ganze Weihe solcher plötzlichen Niveauschwankungen, die beobachteten

der

den Flussmündungen der Küsten

die

den

am

sie

L. Superior

Beobachtungen

älteren

bemerkenswerthe Thatsache, dass häufig auf

Niveauschwankunn

wie denn

mit

ein

Sturm

schon Prof. Mathes

in

folgt

,

ist

schon vor

der Green-Bai

einen

Zusammenhang zwischen Schwankungen des Seeniveau und des Luftdrucks

1)

Rep. on the Gcol. and Top. of L. Superior Land-I »istritt 1850 L 51.

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Strome, Flüsse und Seen.

IV.

nachzuweisen \ersuehte fünf Seen

im

mit

Jährliche

').

nachzuweisen

Bestimmtheit

üöl

Xiveauveränderungcn sind

herbeibringen.

Yerglciehung

I)ie

allen

und zwar, wie zu erwarten,

Zusammenhang mit den Armierungen der Wassermassen,

ZuHüsse

in

den

mit

die

die

meteorologischen

Beobachtungen hat keinen Zweifel darüber gelassen, dass dieselben von

Menge der Niederschlüge abhängen.

der grösseren oder geringeren

auch von Schwankungen

hat

(5—7

Zeiträumen haben

nicht

sie

1M5— 59

Jahre)

gesprochen

bewegen

sich

,

die

aber die Beobachtungen

sollten,

Die Beobachtungen,

bestätigt.

welche Prof. Dewey von

an der Mündung des Gencsee B. angestellt hat, bestätigen die

Auch

Richtigkeit vorgenannter Resultate auch für den Ontario.

keinem

von

Man

bestimmten grösseren

in

periodischen

und

Steigen

Schwankungen des Seespiegels,

die

Fallen

die

nicht über

1,4

Bede,

hier

war

sondern

die

m. hinausgingen, er-

wiesen sich durchaus als von den gewöhnlichen Ursachen der Trockenheit

und

der starken Niederschläge abhängig. Unvollständige Beobachtungen über

Hontan's (1689)

Berichte

Gezeiten

in

den Grossen Seen

Dablon's (Kilo), P. Andre's (1072) und

wurdeu schon frühe gemacht.

enthalten Mitteilungen

I).

über regelmässige Be-

wegungen, die auf Ebbe und Flut zu deuten scheinen, die

sie

indessen

unregelmässigen, durch

Winde und Strömungen erzeugten Be-

wegungen zu sondern vermochten.

In neuerer Zeit sind die einschlägigen

nicht

von

Beobachtungen systematisch angestellt worden und fand J. D.

Graham U,14

halbtägigen Flutwelle im 'Mi

e.

F.

oder

i V *

e.

als Resultat derselben

Z. als die mittlere

Lake Michigan und

für die Zeit

Höhe der

ihres Eintrittes

Minuten nach dem Meridiandurchgang des Mondes; den Unterschied

e. F. nach und meint, es Wirkungen der Winde und aller anderen Störungen aussondern könnte, welche unregelmässige Schwankungen des Scespiegels veranlassen, eine halbtägige MondHut von Vs (e.) F. nach-

zwischen Ebbe- und Flutstand weist er zu 0.25

sei

dass „wenn

wahrscheinlich,

man

die

zuweisen möglich sei"').

Die

Meinung G. M. Dawson's (Nature 30«« April

1874), dass die

Fluktuationen der Grossen Seen mit den SonnenHecken-Perioden zusammen-

hängen,

Bei

ist

einstweilen

nur

als ein

Lake Survey unternommen wurden, Theile (109

Faden

ist

1*71

vom

alle tieferen

der sehr zart und von graulicher oder bläu-

J.

in

Trans. X. York

Lake Michigan.

Pbilad. 18W). 5.

Siehe auch die Zusammenstellung (iov. Clinton**

and Phil •J)

die

heraus, dass

Ebendaselbst sind zahlreiche altere Beobachtungen dieser Erscheinung

mitgetheilt. Lit.

stellte es sich

die grösste Tiefe) mit einem gleichmässigen, thonigen

Niederschlage bedeckt sind,

1)

interessanter Versuch zu verzeichnen.

Untersuchungen der Tiefen des Lake Supcrior,

B.

Society

II.

1.

Graham, A. Lunar Tidal Wave

in

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252

Iii

IV.

her Färbung

Ströme, Flüsse und Seen.

(Interhalb :5(>- 4 FaU

Acres

dein Reste eines grösseren Sees, der durch die

F.,

Vertiefung des AbHuss-l anon's grösstenteils trocken gelegt

von dessen

ist.

Ausdehnung aber zahlreiche Spuren vorhanden sind. Westlich ihm liegt, durch einen wasserscheidenden Höhenzug getrennt, der mehr als 10 m. über den Vellowstone F. sich erhebt, S hoshone

einstiger

von nicht

De Lacey's F.. Henry F. (10 bihlet. Shoshone F. oder

der den östlichen, wie

liegende

durchströmt ca. 7

Kil. lang) ist

18 Kil. lang und 12 Kil. breit.

Kil. weiter südlich

Fewis F. genannt wird fliegst dem Ilcart F., einem

der

einen zweiten See von

).

kleinen See

letztere ist der hervorragendste unter

seine

Fänge

reichen

beträgt

i»n,

kleineren Seen,

seine

südlich

Sein AhHuss (!

Fänge,

Kil.

II.

vom Yello wston

ente

F.

den Gebirgsseen dieser Region

grösste Breite

."»(>

Unter

Kil.

den

zahl-

die vorzüglich nördlich von der Seengruppe des

oberen Missouri- und Columbia-Gebietes gelegen sind, F. zu

hier

SnakeR.

Hin östlicher Quellarm des Snake

1

Der

von

der nordwestlich

den westlichen Quellsee des

ist

zunächst Cliff

nennen, eine vierannige Ausfüllung von Klüften im vulkanischen Ge-

ein anscheinend abflussloser, dennoch mit Süssvvasscr erfüllter See. Der Abfluss scheint unter den vulkanischen Trümmergesteinen seiner Umgebung zu geschehen. Flathead, Kalispelm oder Fend Oreille stein,

(5-1

Kil.

1)

lang.

12 Kil. breit),

Coeur d'Alene

F. sind grössere Seen des

Der Madison F. der Karten ist das. was wir mit llayden (6** Report 244) F. nennen und was lVterinaiui s »»blättrige Karte als De Facy's F.

Shoshone bezeichnet

Derselbe erhielt

tyiellsec des

Madismi

1«.

hielt;

den ersten Namen,

den

letzt»

als

man

reu aber legte ihm

ihn

noch

De Facey

für

den

hei. der

i»72 eine Karte dieser Region veröffentlichte.

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Ströme, Flüsse und Sem.

IV.

261

Ann

nördlichen Felsenpcbirpcs, die Abflugs nach dein südlichen

An

liahen.

kleinen Seen

pedämmten Teichen

Kämmen

an den

selbst

des Columbia

daneben kein Mangel, wie denn

ist

Grossen Beckens die Quellen

schuttauf-

in

der wasserarmen Gehirne des

jedes ein/einen grosseren Flusses liepen.

fast

In den Black Hills, der vorgelagerten Fclspruppe des nördlichen Felsenpcbirpcs. gibt es keinen grösseren See als einen im

panz

und

einen Kil. lanp

Nähe

und

200

sich aus seiner Flut.

merklichen Durehsickcrns einzige

1)

In

klar

nur sehr

Neben den ZuHüssen aus

den im N. und 0. ihm umgebenden Sümpfen, die der

angegeben)

Kinige Eilande, den Ifammocks der Everglades

sein können.

in

erkennbare

Uteren Werken wird

sein

Zufluss

der

in

Recken gelangen, zu

Name

nennen.

des Sees

der ist

Form

eines un-

Kissimee R.

Derselbe setzt

Mayaro gegeben.

als

den

Einige

gaben ihm

Seine Grösse IT» g. M. Umfang. Andere 8 g. M. Länge und ö g. M. Breite. war die Ursache der zerstuckten, veränderlichen Form, in der Florida auf den

alteren

Karten

glaubte, dass

erscheint.

Noch

man durch den

den Delaware nach

W.

S.

Forbes

(Sketches of the Florida 1821.

Lucia von O.

ibn wieder verlassen

in

den See gelangen

und

101)

durch

könne und prophezeite ihm daher

zukünftigen Strasse zwischen dem Atlantischen Meer und dem Golf von Mexico eine grosse Zukunft. Man glaubt sogar die alten Fabeln, die einst Florida umwoben, sich wieder beleben zu sehen, wenn man dort liest, dass „der See seine grosse Wassermasse aus Quellen und durch einen unterirdischen Canal als «1er

beziehe, welcher -einen Ursprung im N.. wahrscheinlich in den Alleghanies, habe".

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26»;

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Okcechobee

Verbindung

in

28. Breitegrad

Ebenso

um

sich

unmerklich

grösseren Seen,

den

mit

wie ein grosser Theil des

zum Theil der Abtluss durch jene

L. gruppiren.

ZuHusses geschiebt auch

Camlle, die

zahllose:

dem

unter

die

Kissimec und Cyprcss

den

Region

der

in

der Jausend Inseln sieb nach der Südwestküste Florida's zu öffnen, aber

der

Caloosahatchee

zu seiner

H.

der einzige AbHusskanal, der in unzweifel-

ist

von den Sümpfen

hafter Flussgestalt

Mündung

am Westrand

Als ein Mittelding zwischen

Der grösste

Swamp,

welcher

von

ihnen,

in

Virginien

theils

uud

Sümpfe

die

und Golfküste

zeichnen, welche im Tiefland der atlantischen

Ausdehnung vorkommen.

oder Lagunen

man auch

kann

bis

ist.

seichten Seen

sehr

einem überschwemmten Tieflandgebiet

oder Di sinal

des Okcechobee

Charlotte Harbour zu verfolgen

in

be-

grosser

in

G reat Di s mal

der

und

Nord-

theils in

60 Kil. lang bei 30 KU. Breite ist, gleicht „einer breiten überschwemmten Thalebene, die mit allen Arten von feuchtigkeitCarolina

und

liegt

liebenden als seine

Baumen bewachsen

ist"

1

).

Der ganze Sum|if

und feuchten Umgebungen

trockenen

dunkeln, von vegetabilischen Kesten erfüllten

an

der Westseite

das

liegt

und

liegt

hat

etwas höher

einen

torfartig

Nur

halbllüssigeu Boden.

,

an ihn grenzende Land höber

unmittelbar

und von hier empfängt er die Zullüsse, deren Wasser ihn durchtränken und die er nach den andern Seiten hin ablliesseu lässt. Der Mittelpunkt des Sumpfes dürfte 3 lichen 11



4 m. höher gelegen sein als seine nördlichen, östund südlichen Ränder. Diese höhere Mitte ist von einem See von 7 Kil. Breite eingenommen, dessen grösste Tiefe 4 m. Unter den Gewächsen des Great Dismal sind die beiden sumpf-

Länge und

Kil.

beträgt.

liebenden Coniferen Cupressus th/oides und Taxodium distichum die hervor-

ragendsten;

sie

bedecken den ganzen Sumpf mit einem ziemlich dichten,

rasch wachsenden Wald,

dessen

Bäume

einen

sehr erbeblichen Autheil

an der Ansammlung vegetabilischen Stoffes haben, des Sumpfes

ausmacht 4 ).

Aehnliche Sümpfe

welcher

kommen

den

ganzen Küstengebiete des Atlantischen Meeres und des Golfes vor. der

grössten

ist

Okefinokee Swamp

Boden

weiter südlich im

Einer

im südlichen Georgia, welchem

der S. Mary's R. entHiesst.

Es mag

hier endlich auch der Ort sein, von den sogen.

Wet Prairies

zu sprechen, den nassen Prärien, die in den Beschreibungen des Inneren

1) Lyell,

2)

Nach

Travels Lyell

(a.

iu a.

Nord America 1845. O. 140)

I.

besteht, dieser

Bruchtheil aus torfartigem, organischem Stoft

,

187.

Boden

bis

der imlessen

auf einen geringeu viel

weiter

in

der

indem seine Gruudmasse in Nur die einen schwarzen Brei ohne erkennbare Pllanzenreste umgewandelt ist. Abkühlung 'der Luft durch die starke Verdunstung ist nach diesem Gewahrsmann im Stande, die völlige Zersetzung der Prianzensloffe in Dismal Swamp zu verhüten. Zersetzung vorgeschritten

ist

als der eigentliche Torf,

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

von Nord-Amerika eine so grosse Holle spielen. ausgedehnt, wie

man

Annahme

auf Grund der

eine einzige grosse Fläche sei

Niederschlüge nur langsam

Sie sind nicht so häufig

und

glaubt, dass das Prüriengebiet

von der das Wasser der atmosphärischen

.

Wir haben schon

abHiesse.

hervorgehoben,

dass die Oberflächcngestaltung der Prärien eine vorwiegend wellige, selbst hügelige

ist

;

nach den Flussläufen zu

durch langdauernde Erosion ein

ist

Gefäll ausgenagt und ausgehöhlt worden, welches den Mittelpunkt eines von

Flüssen umgebenen Abschnittes der Prärie gewöhnlich auch zugleich zum hörhsten Punkte macht.

Dass

Kiuscnkungcn nicht

liegt

fehlt,

trotzdem an Hachen Stellen und sogar

es

der Natur der im Allgemeinen doch

in

viel

mehr flachen als bergigen Kegion, und da zudem der Präriebodeu viel Wasser aufsaugt und nur langsam wieder abgibt, so sind allerdings nach den sehr ausgiebigen Hegengüssen des Frühlings weite Gebiete morastig und stellenweise mit stehendem oder unmerklich abfliessendem Wasser bedeckt. sobald

«las

„Das ganze Land ist wie Wasser abnimmt, bedingt

starke Verdunstung

Austrockuung

in

einem so

die

also

weder

Wasser

örtlicher

des Hodens

Lande

in

der

sogar eingesenkt

ist.

noch

für

weg

in's

Meer

findet,

haben

und

ökonomische

sind.

Seen, deren Waaser keinen Aus-

d. h.

Nord-Amerika

in

Prairies,

darstellen

die

Ausnütznng des Landes von irgend erheblicher Hedeutuug

IV. Abflusslose Seen,

es

als

Tümpel der Wet

Heschränktheit

für die hydrographischen Verhältnisse

und die

eine sehr rasche

noch geringer

wo der Roden

die Moräste und

Erscheinung von

eine

offenen

Gefäll

Prärie im Ganzen zu sein pflegt, oder bildet länger stehendes

Porosität

die

allseitig

Nur da, wo das

•)."

Schwamm, aber

ein durchfeuchteter

ihre natürliche Stelle

auf den Hochebenen, welche im lernen W. zwischen den zwei grossen Hauptketten

der

dem

Cordilleren,

und

Felsengcbirg

der Sierra

Nevada, sich ausbreiten und ebensowohl durch die Gebirgsumrandung

im Ganzen

als ihre

kreuz

und

quer

gleichartige,

ziehende

im Einzelnen aber durch zahlreiche,

Höhen

die Bildung geschlossener Becken

Obcrflächcngcstalt

gegliederte

begünstigen.

Auch

die

übrigen

Hochebenen tragen stellenweis zahlreiche Becken dieser Art, aber

während

sie

dort in grossen Einsetzungen Seen

werther Grösse

bergen,

gehen

sie

von

bemerkens-

hier selten über das

Mass von

Teichen und Tümpeln hinaus, die zwar zahlreich, aber im Einzelnen

unbedeutend

sind.

Der Seenreichthum dos Grossen Beckens führt auf

die 1)

unvollkommene Erosion

James

Hall,

The West.

IM».

zurück,

welche

in erster

bei

der

Reihe

Dürre

10».

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2KH

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Klimas

des

nur

den

mit

unvollkommensten

und deren Leistungen häufig

daher

Gegenden

in

kanische

andere

liegen

sogar ihr

durch

sind

vul-

durch Schuttlager aufgedänimt. einige

Moränen,

hinter

Becken

weder

welche

werden konnten,

erfüllt

Einige

vul-

dieser Seen

Die Mehrzahl

Erosion.

kräftigerer

Gesteine,

haben

Wirkungen

den natürlichen Falten der Gebirge,

in

arbeitete

Mitteln

regellosen

ausgewaschen, noch ganz mit Schutt

völlig

wie

den

wurden.

durchkreuzt

kanischer Kräfte liegt

von

wie

15.

z.

Fishers L.

1

und andere

),

einem alten Krater gefunden.

in

Die grosse Mehrzahl der abflusslosen Seen sind Salz- oder Brackwasser-Seen.

Bodens

Salzhaltigkeit des

tritt

zuerst nordwestlich von

den Mississippi-Quellen im Gebiet der Wasserscheide zwischen Red R.

und Missouri

liehe

im Allgemeinen an die zunehmende Regen-

sie

erscheint.

Regenmengen und

manche der die

wo

auf.

armuth geknüpft

in

Es

fallen hier zeitweise

im Sommer erheb-

besonders feuchten Jahren werden sogar

abflusslosen Salzbccken drainirt, aber die Trockenheit

und

im Sommer verhältnissmässig grosse Wärme der Luft befördern und schaffen immer wieder kleine Salzseen und

die Verdunstung

^alzsümpfe.

Mit

der

werden

Zeit

Gebiete

grosso

durchsalzen.

Dana sagt von Oregon: „Ausser der Waldregion des Küstenlandes scheint

kein

Theil

des

ganz

Territoriums

tränkung mit Salz zu sein

.

.

von

frei

Man kann

.

dieses

die Trockenheit

Wheeler Löchern

s

Sein Verbleib

des Klima's.

u

im Boden

Ufer des Colorado

;

1

erhält ist,

als

,

man

« in

durch G. M.

aus gegrabenen

und welches ohne Zweifel

während das des Colorado

ferner die ebendort erwähnte Thatsache,

dass Wasser aus gegrabenen Löchern ist

befördert

Die Mittheilung Gilbert

durchgesickertes Flusswasser, salzig selbst vollständig trinkbar

ziger

wird

Reports"), dass das Wasser, welches

am

Durch-

Land vom Meere

Salzes als ein Zeugniss dafür betrachten, dass das

bedeckt gewesen.

der

Vorwiegen des

das Wasser des

Sees

am Rande selbst,

des Sevier L. sal-

gehören

hieher.

Die

wechselnde Durchfeuchtung und Austrockuung des Vferbodens hat in

demselben Salz aufgespeichert und wahrscheinlich

l)

Wheeler's Report.

'2)

Vol. III.

1*75.

III.

1875.

tritt

an die Stelle

U2.

108.

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IV.

«les

und Seen.

Ström«-, Flusse

2

feuchtem Erdreich seewärts strebenden Abflusses eine land-

in

wärts gerichtete, durch Trockenheit des umgebenden Erdreiches bedingte Aufsaugung.

Der

Anblick

äussere

Salzseen

«1er

Worte Von Richthofen's können von

sie alle

«lern

auch

oft

wenn

Kruste weisser Salze,

Dann

„Um

den seichten Salzsee oder

ausgetrocknet

er

King von salzhaltigem, gelbgrauem Boden,

dann etwas weiter ab

sich allmählich mit Pflanzen

Wenn

bedeckend, die die Natron- und Kalisalze lieben. ist

es

getrocknet

verwandelt

un«l

sich

feinen gelben Staub, den der

vom See

Abstand

terein

Tagen

Nach dürren

morastig.

dt>rt

leicht

das

für

«las

In wei-

Great

ganze

Basin

Auch

sogen. Sage Brush.

«les

hier noch lockt der Hegen Salze aus

dem Boden und

derselben

aus-

ausserordentlich

Luftzug aufwirbelt.

leiseste

folgt

einen

in

es regnet,

der Boden

ist

charakteristische monotone Graugrün

ans

eine

liegt

ist,

hinreichend mächtig für technische Aus-

oft

folgt ein

erst noch kahl,

Folgende

einförmig.

ist

Beschreibung des Typus gelten,

wenig abweichen:

an seiner Statt,

beutung.

als

dieser besteht

Ganz

gelben Erde wie im centralen Theil.

feinen

allmählich steigt die Oberfläche nach allen Seiten an'). u

Wir (S. ^5

halien

hei

Metrat htang

Kinscnkunucn

«les

dem Bezirke

in

grossen

Herkens

ilesselhen

kennen

Zwei abgeschlossene am Ost- und Westrand und eine nach

lernen:

Meere zu

steh öffnende

schlossenen Senkungen

umi südlichste

dritte

allgemeinen

«1er

drei grössere

ff.)

dem Meere,

am Südende liegen

des Beckens.

zahlreiche

«lern

den beiden abgeahriusslose Seen und auch die

Einscnkung entlässt nicht

In

alle

ihr«-

Wasser nach Nach

sondern bildet gleich den erstereu Salzseen und Sümpfe.

diesen drei Kinsenkungen gliedern sich die abtlusslosen Seen des Grossen

Beckens natürlich

in

drei Gruppen.

Die östliche Gruppe umschliesst im abtlusslosen See

und

am

von

15

Nord - Amerika

äusserst««!!

— UM M»

Ostrand

s,

«les

Grossen Salzsee,

den grössten

der am' Fuss des Wahsatch- Gebirges

Grossen Beckens

einen

Flftehenraum

Lange und 2H KU, Breite einnimmt. Er empfangt seine Zuflüsse vorzüglich ans S. und 0., wo hohe Gebirg«' ihn umgeben, wahrend an den Nord und Westrand die Wüste hinreicht. In eine nordöstliche Ausbuchtung mündet «ler Gebirgsstrom des Bear lt.,

L

Kil.

welcher die Ostseite

1)

bei

des

ö(i

Kil.

nördlichsten Theiles

Von RicbthoiVn, China.

1«77.

I.

der Wahsatch-Kette, den

177.

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270

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

man Bear River Mts. nennt, umtliesst und an «1er Westseiie derselben zum See herabkommt; ein nordwestlicher Zutluss von ihm ist der Malade R. Am östlichen Ufer tritt Weher R., am südlichen der Jordan ein. Der letztere ist der wichtigste und ausgiebigste von diesen Zuflüssen; er kommt aus dem Utah-See, welcher einen halben Breitegrad südlich vom Grossen Salzsee gelegen ist und gleich ihm mit dem westlichen Ufer an die Wüste grenzt, wahrend auf allen anderen Seiten zahlreiche Bache ihm zufliessen; Timpanogos R., der aus der Uintah-Kette kommt und die Wahsatch-Berge durchhricht,

ist

der grösste

von seinen Zutlüssen.

58 m. höher

als

der Grosse

Salzsee

Utah-See

liegt

und kann

die dieser von Sammelhecken der ZuHüsse hetrachtet werden empfängt. Per Jordan, durch den er seinen Ueberbchuss dahin ,

ist

ein breiter, von vorwiegend flachen Ufern eingefasster. zur

benützender Fluss. der nur

leicht zu

dem

in

selten

das

S.

her

abführt,

Bewässerung

seinem obersten Laufe bald nach

dem Utah-See etwas von dem

Austritt aus

der den Flüssen dieser Region

Der

als

fehlt.

wilden Charakter annimmt,

Kr durchbricht

dort

die

Traverse Mts., einen östlichen Ausläufer der Oquirrh Mts.. der quer über

Thal

das

nach

Wahsateh-Bergen

den

hinzieht.

Von

links

ohne jeden

dauernden Zurluss, nimmt der Jordan von rechts eine grosse Menge von Gebirgsbächen

Er

auf.

einer der wasserreichsten, regelmässigst fliessen-

ist

den und darum nützlichsten unter den Flüssen des Grossen Beckens. Die Gestalt des Grossen Salzsees wird durch einen weit von N. hereinragenden Landvorsprung Felseninseln, die 150 reich

gegliederten.

Inseln,

durchaus

Wasserstande

(Promontorj Point) und

— "HR) m.

Antelope Island Stansbury I.

felsig.

dasselbe

landfest;

Carrington 1. (1480 m.) und Schlammbank angesetzt

durch

mehrere

über seinen Spiegel sich erheben, zu einer

ist

(2KXJ m.)

ist

die

grösste der

(2HH) m.) wird bei

von Strong's

niederem

Knob

(1490 m.). eine Felsklippc. an die eine breite Sandgilt

Noch mehrere kleine Kilande sind durch der Nähe dieser so steil abfallenden Fclseninseln bedeutende Tiefen erwarten, nimmt aber nichts davon wahr,

den See zerstreut.

da

selbst

ist.

sollte

in

zwischen den beiden erstgenannten Inseln die Tiefe

11 m. beträgt.

im

Man

nicht über

Diese Zahl bezeichnet überhaupt die grösste Tiefe, welche

See sich findet, aber nur an

einigen Stellen

desselben

vorkommt.

Im grössten Theil der Westhälfte, am Ostrand und in der langen Bucht zwischen dem letzteren und Promontory Point geht die Tiefe nicht unter Die tiefsten 2 m. herab und beträgt auf weiten Strecken nicht 1 in. Stellen

finden

sich

in

der Mitte.



Die Tiefe des Utah-Sees

geringer sein, nirgends über 4,8 m. hinausgehen; sie

randc

am

geringsten.

Mit den

steil

noch

soll

am Süd- und

Ost-

aufragenden Höhen der Umrandung ver-

glichen, scheinen diese geringe Tiefen anzudeuten,

process hier seit lange im Gange

ist

dass der Auffüllungs-

ist.

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IV.

Auf allgemeine und an. dass

Ströme. Flüsse und Seen.

271

Beobachtungen hin nimmt man

nicht ganz sichere

der Grosse Salzsee gegenwärtig ungefähr 4 m. höher

sei als

zur

Besiedelung seiner Ufer durch die Mormonen.

1S52

will

Zeit der ersten

man das

wahrgenommen haben.

erste Steigen

dunstung des Herbstes den starkereu ZuHuss

dahin glich die Ver-

Iiis

Folge der Schneeschmelze

in

und der Frühlingsniederschläge aus und die Schwankungen erhoben sich nicht

über 0,4 m.

Aber von 1852—56

seien grössere Schneefälle in den

Gebirgen vorgekommen und im Jahr 1856 sei der See nahezu 2 m. höher als 1S52 gestanden. Dann sei ein Sinken eingetreten, welches 1861 0,6 m. unter den tiefsten Stand der Zeit vor 1852 herabging, worauf ein neuer-

1868 den Wasserspiegel nahezu 4

über den Stand

liches Steigen

bis

von 1861

und die Fläche, die der See bedeckt, um die Hälfte Seit 186K soll der See sich auf dieser Höhe halten, eher

vergrösserte.

und seine Schwankungen

steigen als fallen,

0,6 m.

sollen

Am

betragen.

*

1874 hat man bei Black Rock, einem Eiland, das vor 1852 eine

21. Juli

Halbinsel

Sees

ID.

erhob

bildete,

eine Säule

weiden

gemessen

errichtet,

Salzes im Grossen Salzsee in

an der Steigeu und Fallen des

Fremont

soll').

Procenten

:

gibt

als

Zusammensetzung des

Kochsalz 97.H, Chlorcalcium 0,6,

Gyps

Chlorniagnesium 0.2. schwefelsaures Natron 0,2,

L.

1.1*).

bestimmte das speeifisehe Gewicht des Wassers desselben

zu

I).

Gale

und

1,17

fand 22,4 feste Bestandteile, die sich folgendermassen vertheilten: Kochsalz 20,2,

Spur 1 ).

schwefelsaures Natron 1.8, Chlorniagnesium 0,25, Chlorcalcium diesen Analysen

Seit

trauenswürdigkeit

schreibung des Grossen Beckens

Mit so hohem Salzgehalt

und

Soolen

seine

von

Vorstellung

machen.

1)

ist

Thomas

C. 4

)

reproducirt

die Zahlen Stansbury's

sich,

verleiht

ihm

ohne es

selbst

einige

Be-

seiner

merkwürdige

erfahren zu haben,

merkwürdigen Eigenschaften

den

in

und Gales'.

das Wasser eine der stärksten natürlichen

Dichtigkeit

„Niemand kann

Eigenschaften. eine

grosse

keine weiteren von genügender Ver-

sind

veröffentlicht.

dieses

Wassers

Ein Mensch kann auf demselben in ausgestreckter Lage auf

dem

Ks mag Bolchen Niveau- Veränderungen zuzuschreiben sein, was Stansbury „Wenn man sich ihm von der Wasserseite nähert, liisst

von Curtle hlnntl sagt: es

regelmässig

geschichtete

l'fer

erkennen,

die

durch völlig wagrechte und

Höhen über einander gesondert sind. Es schien als ob das Wasser in Zwischenräumen auf ein tieferei Niveau herabgegangen sei und die Spuren seiner früheren Hohe den Abhängen scharf gezeichnete Strandlinien in verschiedenen

des Hügels eingegraben

Fast bis

hätte.

einander und waren an der Nordostseite

Great Salt Lake. 2)

Exp.

185:1.

to the

4) In

Gipfel

folgten

schärfsten

diese Linien

ausgeprägt."

über

(Kxplor.

16(1).

Rocky Mts.

3) Stansbury. Expl.

zum am

1S45.

15s.

Great Salt L. 1853. 419.

Hayden's Rep. V.

23-1.

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272

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

Kücken liegend treiben und Kopf, Hals, Anne bis zu den Ellbogen und die Füsse bis zu den Knieeu ausser «lein Wasser babeu. Nimmt man sitzende Stellung

eine

ein,

so

bleiben

die Behältern

dem Wasser,

über

wenn man zur Erhaltung des Gleichgewichtes die Arme ausstreckt. Dennoch ist es wegen der beständigen Neigung der Heine, sich über die OberHäche zu heben, schwer, in dem Wasser zu schwimmen; die Boolc stark, dass das kleinste Theilchen derselben in den Augen die ist so heftigsten Schmerzen erzeugt. Würgen und Erbrechen sind die Folgen, wenn man sie \ erschluckt. Ich zweifle, ob der beste Schwimmer sich vor dem Ertrinken bewahren könnte, wenn er in diesem See bei starkem Wellenschlag zu schwimmen baben würde ')•" Dass mit den Niveauschwankungen welche dem abwechselnd stärkeren oder schwächeren ,

ZuHuss von Süsswasser zu verdauken .

auch das speeitisehe Gewicht

sind,

und der Salzgehalt sich ändern, ist sicher, wiewohl über den Betrag dieser Aenderungen nichts Genaueres bekannt ist.

Sevier

in

L.,

Utah L. mündet, Salzsee

dieser

in

bekannt

W.

östlichen

gleichnamige

der

dem Grossen

ausser

Fluss

südwestlich

der einzige

Salzsee

vom

grössere

Einsenkung, von dem jedoch wenig Näheres

Zahlreiche

ist *).

gebiet im

welchen

ist

kleinere

des erstcren zerstreut.

sind

dagegen

Grössere,

über

das

Wüsten-

die seltener den

See, den ihnen der Gebrauch beilegt, als den von

Namen

Tümpeln und Sümpfen

folgen in den thalartigen Einsenkungen zwischen den nördlich

verdienen,

und südlich ziehenden Gebirgen des Grossen Beckens, gleichsam

Maschen des Netzes von Höhenzügen, welches über

die

in

den

Hochebenen

hier

ist. Alkali F a t A k a Lake. Mnd L a k e S o d a E a goo n Salt Deposit, Fiel d of Salt sind bezeichnende Namen solcher Ansammlungen von Wasser und Salz, in denen oft die Menge des letzteren die des erstcren überwiegt und die immer den tiefsten Tunkt eines der zahlreichen Hecken bezeichnen, in welche das eigentliche Grosse Hecken

gezogen

hier

1

zerfällt.

1)

Goshoot

E.,

H. Stansbury, Report.

1 i

1

,

,

Franklin

1853.

E.,

Ii

u

Ii

y

E.,

Kish

E.,

die

212.

Topographen der Haydeu-Expedition, Smith, hat neu Südrand umwandelt und unsere sehr mangelhafte Kenntnis« der ganzen

2) Einer der

dieses

Sees

Hegion wenigstens dahin erweitert, dass er sich

überzeugte, wie der Sevier

1*.

kein Salzsumpf oder .Nim*, sondern ein wirklicher See, dessen

Wasser indessen Einige Flusse, die den Westabhang der östlichen wahrscheinlich salzig sei. Handgebirge lierabHiesseu und im Summer und Herbst im Saude der l'laius versinken,

den See wahrscheinlich

erreichen

(Hayden, Prel. Rep. Montana. Sevier

L.

besucht

Wassers, das nach

worden

O.Low

in

1872.

233).

in

regenreicheren Zeiten

des Jahres

Auch von Whceler's Expedition

und wir verdanken lOOTheilen enthält:

ist

dieser die erste Analyse seines ti,2:)

Chlomatrium,

1,34 schwefel-

saures Natron, 1,03 Chlorwagnesiuui, 0,01 Gyps und eine Spur von Chlorcalriuin.

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Ströme. Flüsse und Seen.

IV.

Tümpel der Ralston Desert und der Lava Fields gehören Sie

Umgebungen troekung

ebenfalls hieher.

denselben einförmigen Charakter wie ihre wüstenhaften

trauen

alle

und

nur

bedingt

der

grössere

Unterschiede

einige

oder in

Grad

geringere

denselben,

Aus-

von

beobachtet

llüufig

man auch in diesen Thalern eine Abnahme in der Grösse der von dem Wasser aus den Randgebirgen herabgebrachten Sehwenimprodukte nach der Mitte

den Blöcken

von

zu,

an

den Berghängen

feinen Thon, der die Mitte einnimmt und dort harte lose Platten,

von

oft

einer

Ausdehnung von mehr

als

zu

bis

absolut

,

»lern

vegetations-

20

Kil. bildet.

Diese Thonplatten sind die Drjf Lake» der Amerikaner. Die Vegctationslosigkeit derselben Thonplatten beruht auf dem fest zusammengebackenen

Man

Zustand ihrer Masse.

findet dieselben nicht in

den Thalern, welche

längere Ebenen zwischen zwei Höhenzügen darstellen, sondern nur

Am

abHusslosen muldenförmigen; dort herrscht grober Kiesboden. findet

man

abgeschlossene Seen und Sümpfe

Gebirgszüge,

der

westliche und

abströmen

der Regel

in

weniger Schnee hat,



lässt

steiler

viel

den

er

am Ostabhang

den

in

häufigsten

der höheren

und zerissener

ist

der

als

aber beim Schmelzen rasch

Bedingungen, die die See- und Sumpfbildung

alles

in

Nähe begünstigen. Ruby- und Franklin L die so am Ostabhang der Fast Humboldt Mts. liegen, haben süsseres Wasser als die Mehrzahl dieser Hochebenen-Seen. Es gibt, um diess hier einzuschalten, Seen, die anscheinend abflusslos sind und deren Wasser dennoch nicht oder nur sehr wenig salzig ist. Diess gilt vom Mountain Lakelet, grosser

,

Stockton Pond, Cedar Valley-Pond und Recken setzung

aus

des unteren Seerandes

den meisten Seen, deren

Im ersteren

Vulkankrater sind.

einstige

Fall gibt die

Zusammen-

trümmerhaftem Lavagesteiii,

den

in

letzteren das beschränkte Gebiet, das der Auslaugung offen steht, die Er-

Cedar Valley-Pond ist ein Tümpel von ganz neuer Stockton Pond verdunstet alljährlich bis zur völligen

klärung an die Hand.

Entstehung

1

),

Trockenheit.

Eine Einsenkung. ähnlich der des Grossen Salzsees, trennt die höheren Theile des Grossen

von ihnen, welche der

in

1)

solcher

Seen

„Kr

seit

ist

fliessen

sind

am der

Gewässer

in dieselbe

sie

ab und einige

dem Meere ausmündendes System Hiessenbilden abHusslose Seen. Wir haben eine

kein nach

Wasser einbezogen

Kette

dem Hochgebirge, welches im W.

Beckens von

Von beiden Seiten

umrandet.

,

Ost

-

und Westabhang von Warner's Range.

Resiedelung

dieser

Region

entstanden

und bedeckt

einen Landstrich, der einst seitens der Bundesregierung als eine Futter -Reservation

aus

verdankt

dem

übrigen

seinen Ursprung

cultivirbaren

oder

Lande ausgeschieden worden war.

seine Wiedereutstehuiig

selben allgemeinen Klimawechsel, welcher see beständig bat steigen lassen." Ratio), Amerika.

I.

\\

in

augenscheinlich

Kr dem-

derselben Zeit den Grossen Salz-

heeler Rep.

III.

113,

13

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Summer in

Ströme. Flüsse und Seen.

IV.

•274

Albert

I...

stark

sind

30— 40

und

salzig

einen

Valley

(loose L.

L.,

Zwischenräumen von

der

mehreren Seen

von

hat

letztere

Wright

liegen

der Gruppe der Klamathseen.

lang. 7 Kil. breit),

Truckee verbunden).

Mono

durch

(in

Winnemuka

Breite; er

ist

seicht

ist

Kil. lang,

eine Wasserfläche

ist,

durchmesst,

und

.'$0

Kil.

lang.

14

fliesst

in

nimmt jedoch

Zurluss

so

sie

zusammen

sind

auch der kleinere

bilden, heisst an der einen Seite

seine trockeneren

bezeichnet.

Mud

L.

(ca. It.

Pyramid 1) in

1000 Kil.)

und

Carson Sink

mit einander

alle

grosser Sumpf,

ein

L.

in seiner

in

Verbindung,

Anwendung auf

1

),

als

und mit

Q Kil. vereinigt.

der die Wasser

des

eines Flusses durch Absorption, alter

seine gewöhnliche

wort entspringt einer Täuschung, die indessen

heute

und diesen den

tritt

Flüsse zweierlei Bedeutung

Sein Gebratich als Zeitwort bezieht sich

der Gebrauch des Wortes

L.

Der Sumpf,

der feuchten Jahreszeit durch Fiumaren, mit

Winnemuka

„Das Wort Sink hat

der Wüste.

ist

in

Garson

der Jahreszeit der Schneeschmelze

In

und feuchteren Stellen

aufnimmt und

Thaler,

und wird sammt seiner Umgebung

den beiden Seen zu ainer Wasserflache von bis zu 1000 Ouinn's

ein

das Wasser südlich nach einem Sumpfe

Humboldt Sink

Humboldt Dcsert

in

auf und

dem Schuttboden der

(30 Kil. lang, 15 Kil. breit) seinen Wasserübertluss ergiesst. auf der anderen

Kil.

der durstigen Luft der dürren

ab, in welchen von der entgegengesetzten Seite

den

Kil. breit).

Lange und 15

dieser Fluss

erheblichen

einzigen

verdunstet

Aus diesem See

Hochebene.

des

keinem Verhältniss zu der Lange

steht in

dessen Wasser er empfangt;

unteren Hälfte keinen

er

(20 Kil. lang,

Walker (SammelKil. breit), Owens L.

Kil.

52

von

grosser Theil seiner Feuchtigkeit versickert in die

Kil.

und sein Wasserreichthum, der übrigens je nach der

Jahreszeit sehr verschieden

des Flusses,

(18

Kil. breit in

einem Vulkankrater),

(Sammelbecken des gleichnamigen Flusses, 24 L.

Ab-

südlichen

tiumarenartigen Abfluss

einen

becken des Rio Ida oder Walkers R. (70

Humboldt

eine

Von hier gegen Becken mitten

und 30

Kil. lang

ließt

einer

Honey

Weiter südlich folgen

näher der Sierra

mit Pyramid L.

15 Kil. breit,

in

den

nördlichen

L. als isolirte

P y r a m i d (ungefähr 45

der feuchten Jahreszeit),

seiner

Hange

Oestlich von Warner's

Lower Klamath

und

Drew's

von

und Sümpfen, die mit einander

Dort haben wir Süsswasserseen, hier Salzsümpfe.

zuführt.

in

Fiumare

der

in

Hussverbindung stehen, welche die Wasser des

W.

Die beiden ersteren

AbHuss. welcher keine so grosse Concentration

zeitweiligen

der salzigen Bestandteile zulässt. Kette

folgen

(22 Kil. lang, Ö Kil. breit)

auf einander.

Kil.

auf das Verschwinden

Anwendung

seltener

Der See, Tümpel oder Sumpf,

in

als

geworden

Hauptist

als

den ein Sumpf

mündet und in welchem dessen Wasser verdunstet, wird falschlich als Sink beHumboldt Sink, Sink of the Sevitv, Sink of the ('hnlk (Weck sind der-

zeichnet.

artige missverstandlicbe

Benennungen".

(In G. M. Wheeler's Kep. III. 1S75. 107.)

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

275

Wasserüberschuss zuführt, der bei abgeschlossener Lage ihn zum grössten See dieser Hegion machen würde.

Indem

südlich von hier die höheren Gebirgszüge, vor allen die Sierra

zurücktreten oder sich erniedrigen und gleichzeitig die natürliche

selber,

Trockenheit der Passatregion zu noch schärferer Ausprägung kommt, treten an

der wasserreichen, wenn auch kurzen Flüsse jener Region

die Stelle

Fiumaren

die

und

bleiben indessen

Höhenzug,

jeder

an

Stelle der Seen die Sümpfe; die letzteren Wasserarmuth häufig und es ist Kegel, dass jede JJerggruppe, einen Sumpf, das Sammel-

die

bei aller selbst

becken ihrer Feuchtigkeit,

Wüste Fluss

Soda

liegt

mündet,

oder

bei

an ihrem Fusse liegen hat.

Mob ave

das Becken,

L.,

305 m., an einem der

der Mohavc-

In

welches der Mohave-

in

Punkte der Wüste,

tiefsten

eine Einsenkung, die mit einer dicken Salzkruste bedeckt

als

Aehnliche

ist.

Salzbeckeu sind auch an anderen tiefen Punkten dieser Wüste zu finden.

Auf der anderen ausser

Seite der Bernardino-Kctte liegt in der Colorado-Wüste

Dry Lake,

Salzsumpf

der

dem unbeständigen

Zuflüsse der S. Jacinto- Berge

SW.

im

hier

100 m.

Sümpfe.

Es

aufnimmt.

dem Meere, der dem New R., kleinere

unter

sind

trockenen

diese

Erscheinungen.

nirgends ungewöhnliche

standig trocken,

weise

nahezu

Seitenabfluss des Colorado,

Einige

andere haben zur Regenzeit Wasser, andere sind

den

In

und trockenen

heissen

Arizona und Neu-Mexico kennt

man

Seen

sind

Plateau- Gegenden

be-

theil-

von

diese tafelartig ebenen, hartkrustigen

Flüchen (Dry Lagoons, Playas) besonders auch wegen der Luftspiegelungen, die

über

sonders

ihnen

häufig

begünstigt.

Ausdehnung, da

Sic

alle

sind

,

da die Bodenbeschaffenheit dieselben begegen 0. und N. zu nirgends grosse

erreichen

von den ZuHüssen

grösseren Thaler

des Colorado

drainirt werden.

Als

Gila-Lagune

von geringem

am

Umfang

mittleren Gila

hören auch die

mexikanern

wird ein

tiefes,

braunes, etwas salziges Gewässer

Gegend der Pirna-Indianer mehr Quclltümpel als See. Hieher ge-

bezeichnet, welches in der

liegt.

kleinen

Cienagas

Es

ist

Hachen Seen

oder Tümpel,

oder Cenegales, d.

h.

und die da und dort auf den Plateaux zerstreut nacl^ Osten

der Südausläufer der Felsengebirgc

die

liegen,

den Neu-

welche den Abfall

vermitteln.

säumen ihre Ränder und zahlreiche Wasservögel halten kümmerlichen Oasen auf.

Im Küstengebirg begünstigen weder

von

Sumpflöcher, genannt werden

Binsen um-

sich bei diesen

die klimatischen Verhältnisse noch

Es ist eine Wirkung vulkanischer Kräfte wenn man in der Nähe des Clear L. mehrere kleine abflusslose Berken und unter ihnen den merkwürdigen Borax L. findet, der eine Vertiefung einnimmt, welche vom Clear L. durch einen Wall Die Ausdehnung dieses vulkanischer Eruptionsprodukte abgesondert ist.

die

Bodenformen

örtliche

die Bildung ausgedehnter abflussloser Becken. ,

18*

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270

Strome, Flüsse und Seen.

IV.

Sees

Whitney fand ihn 1863

je nach der .Jahreszeit sehr verschieden.

ist

gegen

und

Kil. lang

1

und kaum

4 in. hreit

m.

1

sah aher Zeug-

tief,

Länge und hörte, dass er vor den

nisse einer früher doppelt so grossen

Jahren lHOl und 18t>2 trocken gelegen hahe. Der See wurde 1K5K entdeckt und bald darauf begann man die Boraxsehicht auf seinem Boden auszubeuten. Eine Untersuchung des Wassers ergab im

regenreichen

Jahr 18Ü3 2401,5

und borsaures Natron (vom letzteren 535

kommen

südlichen Küstengebirg

Becken

Bestandteile auf die Gallone, worunter Koch-

gr. feste

kohlensaures

salz,

Wir rechnen

vor.

hieher, aber es

liegt

z.

nicht

Eine Anzahl

von Flüssen

Maria, Guzman und Jaqui

in

der der S. Jacinto-Fluss

südwestlichen Gebirge

«1er

mexikanischem Gebiet

lieren sich in Salzseen, welche bereits auf St.

abHusslosen Tulare-Seen

zeitweis

die

B. in der Mitte des Thaies, welches das Temescal-

von dem Sa. Anna-Gebirge trennt, eine Lagune, verschwindet.

Aehnlich

R.

wie

L.

Guzman

in

Salzseen

die

des

bis

zur

Der R. Mimbres, der dein sondern verliert sich in einer Ebene

der regenlosen Zeit.

erreicht ihn nicht,

zutiiesst,

ver-

liegen, so

Grossen Beckens sind auch diese brackisch zur Regenzeit und Untrinkbarkeit salzig

Im

gr.)'j.

dürrerem Klima einzelne abflusslose

in

nördlich von demselben.

Anhang namhaften

I:

und Höhlen.

Quellen

Ausser den Quellen, welche

und Strömen Ursprung

Flüssen

geben,

noch zahl-

es

gibt

reiche andere, welche bemerkenswert!) sind durch besondere Eigenschaften, ilie

ihnen innewohnen, durch Verbreitung.

ihre

Sie

wasserarmen Gegenden, wie so

verbreitet

und

sind,

fernung der Gebirge

Wege

von

die

in

einem Flusse

als die

Lage, die

sie

den

eine in

sie

einnehmen,

besondere

dem Gebiet der grossen

zum anderen sehr

wo

die

macht

sonst

und

Entdie

Der Werth

werden.

besonders der Quellen, wächst

atmosphärischen Niederschläge

in

Vereinigten Staaten

selten

gross

oder durch

Bedeutung

Flachlandern,

kleineren Wasseradern

der Bodenfeuchtigkeit, und

Masse,

die

erlangen

in

demselben

unregelmässiger und spär-

am grössten in den dürren HochebenenlandEs erscheint uns keineswegs übertrieben, wenn 0. Low von den Quellen Ncu-Mexieo's sagt, dass sie. die z. Th. direct ganz unabhängig von Regen sind, Oasen in der wüstenartigen Umgebung bilden licher

werden;

schaften

1)

er

ist

daher

des Westens.

Nach

Hittell

(Resources of Calif. 1*74.

aus diesem See durch die ausgiebigen Regen

33-')

von

wurde die Boraxgewinnung

1867 und lbOö unterbrochen

und nicht wieder aufgenommen. Dafür bat die Ausbeutung ausgetrockneter Boraxin Nevada, w sie vom Humboldt R. bis zum Colorada vorkommen, einen

sren

erheblichen Aulschwung genommen.

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

L>77

und dort eine „solche Wichtigkeit erlangen wie in cnltivirten Landern eine Kr beschreibt die Quellenoasen im Gebiet der Navajo-

presse Stadt".

Indianer folpendermassen sind mit

grünen Wiesen

über

M.

*/4

Familien

(e.)

An

aus.

dort

antrifft,

dehnen sich jedoch selten

dieselben

jeder solchen Quelle wohnen ein Paar Nava.jo-

ihren Schafen und

mit

man da und

„Die Quellen, die

:

umgeben,

Ziepen

1

Die

)."

Mehrzahl der Quellen

empfanpt ihr Wasser aus höherliegenden Schichten,

in

deren Zwischen-

räumen Regen und Thau zusammen- und abwärtsfliessen. Ein kleinerer Theil ist vulkanischen Ursprungs. Dass der Hoden in der That in tieferen Schichten Feuchtigkeit

enthalt

die von 0.

lehrt

,

aufpehen, wenn sie Vs

— V*

m.

tief pepflanzt

die Vertheilunp der Quellen

Massen von Gesteinsschutt,

eine ausserordentlich unrepelmässi.

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278

Beschaffenheit

sehiedoncr sie

Ströme, Flüsse und Sc

IV.

Im

sind.

schmelzende Schnee, der

der

n.

Frülisommer

und

Frühliir;

genug

ihnen

aber dieser ZuHuss aus höheren Regionen nachlässt

sobald

nährt

Wasser

süsses

hringt

der

findet

,

salzgeschwängerte Boden Zeit, ihnen von seinen Bestandteilen zuzuführen,

und

werden

vorher süssen Quellen

die

im Herbst und Winter zu

nun

Mineral- oder Salzwassern.

Die Quellen Nevada's erfreuen sich im Allgemeinen keines sehr guten

W. W.

Hufes.

vom Wasser

Bailey sagt

einer der heissen Quellen auf der

Wasserscheide zwischen Humboldt und Truckee

Et,

:

„Wenn man

es hat kalt

werden lassen ist es doch noch den meisten jener elenden Dekokte der welche in Abwesenheit des yenuinc artkic in 0:1 Kiemente vorzuziehen ,

,

dieser

Gegend

Wasser cursiren

als

)."

Im Sommer

Prärien

und Wassermangels

des Wald-

lange Zeit auf

sehr

entrollt,

den Gewässern

in

und sogar Ströme

denn hier

man

die

Wasserarmuth

es ebensowenig an lliessen-

fehlt

Wasser durch diese baumlosen Ebenen. Aber

rollen ihre

Quellenlosigkeit

Eigenschaften der Prärien

gehört

man

könnte

mit zu den bezeichnenden

allerdings schon aus der

aber diess

(Hessen,

ist

nicht

immer

Wasserarmuth.

Auch

sein, solange sie

auf ein enges Gebiet beschränkt wäre.

sind in

1)

dem

Am.

die

geringe Zahl

grössten Theil

die

Brunnen

notbigü'Contiiiuitat

der Quellen

ihrer weiten Erstreckung

Naturalist. IV. 32.

dem au Mangel au flicssendetn Wasser

artesischen

lieber die so

vielen

ungemein ge-

wo

würde

Aber in

vielen

ist

die

Becken

ebendaselbst

ist

ist

nicht

die Prärien

ungewöhnlichem

Anlegung von Westens empfindlichen

Möglichkeit, durch

Punkten

des

und

die

unterirdische Drainage,

seien.

süsses

ist,

In der Caüou-Rcgion des Colorado

Wasser nur

in

welche

nicht an

und seiner

der Region

der

ab-

seltenen Fallen zu hoffen

und

natürliche Drainage zu allgemein,

auf

diess

abzuhelfen, spricht sich Gilbert dahin aus, dass

der Schichten

Punkten vorhanden

Nebenflüsse

sie

ein Zeichen von

eine wesentliche Bedingung für die Erhaltung eines reinen Wassers

flusslosen

Den

Sache anders.

gestaltet sich die

,

ringen Zahl von Zuflüssen folgern, welche die Flüsse da erhalten,

durch Präriengebiet

der

feuchtesten und fruchtbarsten Regionen

unseren

hört, dass die

Mangel der Quellen

für

Bilde beurtheilen, das eine kleine oder mittlere

Karte ihres Gebietes wie

Niederlassungen

uie

des Kansas und ihrer grösseren

muss

Uebrigens

dem

nicht nach

wenn man

werden

die Thäler des Missouri,

Zuflüsse beschränkt sein.

Prärien

findet

südlich

vertrocknen, selbst

wegen

minder wichtig wie

nicht

man

wenig Wasser in vom 40. Breitegrad, da die kleineren Ströme alle wenn das Jahr ein nicht besonders trockenes ist. und

hier auf der Hochebene.

den

1

den Prärien draussen sind die Quellen

In

in

die Continuität der Schichten eine zu geringe.

Er

halt jedoch

z.B. die Westseite des Sevier -Thaies für eine günstige Lokalität zur Anlegung artesischer Brunnen.

(Wheeler Reu

III.

116).

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IV.

und Seen

Strömt'. Flüsse

27

Grade quellenarm.

In dem afftudiclien Prürietigcbict.dem Gebiet, das man im Gegensatz zum Steppenland der Plains bezeichnet und dessen Westgrenze man bei ungefähr 100° W. L. ziehen kann, tritt in-

Grasprärie

als

dessen diese Quellenarmuth

Grenze

arm

in

anderen Formen auf

den Steppen, die

als in

„Es ist wahr, dass die Oberfläche wasserbesonders im Sommer kann der Reisende tagelang reiten, ohne

jenseits dieser ist.

liegen.

einem Bächlein oder selbst nur einer Pfütze zu begegnen. Aber andererseits ist es eben so wahr, dass man Wasser in der grössten Fülle überall in einigen Fussen Tiefe findet. Wir haben wenige Punkte gefunden, wo

man beim Graben graben so hat

man

Schicht rindet

leicht

in

die Tiefe kein

Wasser

und im Allgemeinen

so

kein Felsgestein zu durchsinken; unter

dann

sich

einer Schicht feinen

in

reinen

,

Sandes.

Brunnen kann zwischen 12 und 40 F. schwanken, bei

— 25.

18

Wasser in

Thatsächlich

Menge braucht ')." Mehr gegen das Gebirge

eine

Die Tiefe der

aber gewöhnlich

liegt

kein Wassermangel,

also

wo

Stelle zu rinden,

aber

das

Farmer

es der

grösserer

werden und Quellen sie

besteht

eben nicht immer an der

ist

Gewöhnlich

wäre.

dem Humus kommt

dann wieder Thon und das Wasser

Thons, dann Kies,

harten

und wo das Brunnen-

erhielt

erfolgreich

einen

sonst

für

zu

wo

,

die

Nebraska, wo

damit

sie

meist

,

häutig

erhalten

viele

den Werth, den könnten. in

Zahllos

Depressionen

Durch Verdunstung des salzhaltigen Wassers be-

decken sich Hunderte von Acres Eine der Quellen kommt

ist

des Bodens gewinnen

Bewässerung

sind die Salzquellen schon in

der Oberfläche liegen.

durchsalzen

und verlieren

starken Salzgehalt

Becken

abflusslosen

die

Folge davon der Boden

in

in

in

diesen tiefen Lagen mit Salzkrusten.

der Dicke eines Mannsarmes aus

aber im Ganzen sind die Salzquellen weniger stark

dem Boden,

als zahlreich

und der

Gesammtertrag der verschiedenen Werke, die sich mit ihrer Ausbeutung befassen, übertrifft nicht 100,»KHJ Kil. Sic werden nach W. hin stärker

und eine Reihe von Salztümpeln, die solchen Quellen ihr Dasein verdanken, rindet sich uoch am Abhang des Felsengebirges in Colorado, wo aber be-

1)

schrieb in der

James

Hall,

man dem Träne

The West

ein grosser Theil des

bis

er

ils

Wassers, das

der Ostseite der Fe Isengeb irge sinkt,

,

Soil

etc.

Cincinnati

18-18.

105.

Früher

Felsengebirge eine grossere Bedeutung für die Quellenbildung

zu. als es in Wirklichkeit hat.

fällt,

als

Hegen

„Ist es nicht wahrscheinlich, dass

den ausgedehnten Ebenen

an und porösen Bodeu durchund zu Wasselfäden oder selbst in

den lockeren

auf eine festere Schicht

trifft

Bächen gesammelt durch unterirdische Canäle in der Richtung des allgemeinen Abfalles des Landes abriiesst V" (E. James, Long s Exp. to the Rocky Mts. 1823. 282.) Den grossen Quellenreichthum der Ozark Mts. glaubte man damals nicht anders erkläien zu können als mit der Annahme, dass an ihnen diese unterirdischen Bäche sieh statteten und als Quellen aufstiegen.

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reits

Ströme. Flüsse und Seen.

IV.

'JSO

wieder süs^e Quellen

(tanz gewöhnlich sind

grösserer Zahl mitten unter ihnen auftreten,

in

Weise

natürliche!

die Balzhaitigen Quellen

in

dem

Boden des Grossen Berkens. Nicht bloss Kochsalz, Borax und andere Salze sondern auch Glauber- und Bittersalz Soda Virpin Salt Well, in der Nähe des Zusammentreten in ihnen auf. gallgeschwängerten

.

Rio Yirgen mit dem

flusses des

Soolhrunnen

C

olorado,

trichterartigen

einer

in

Durchmesser hat und

welcher

in

ca.

,

ist

merkwürdiger natürlicher

ein

oben

90m«

Vertiefung,

die

15 m. unter

dem Niveau der

ca.

im

Plains

Das Wasser ist stark von :16 m. Durchmesser steht. Ebenso gebaut, doch kleiner, ist Üevils Hole am Fuss der Ilouse Hange in Utah; der Wasserspiegel misst 5 m. und das Wasser ist brackisch. Kinen tieferen Ursprung haben die Soolquellen des Ostens, die aus den unterirdischen Steinsalzlagern der paläozoischen Formationen

ein Wasserspiegel

gesalzen.

An

gespeist werden.

West -Virginia

sind in den

ihnen

Pennsylvanien

,

Die Quellen von Onondaga allein die Hälfte

alles

,

in

SW.

aus den Kalkschichten hervor,

der Vereinigten Staaten den Cordilleren und im Inneren

dem West- und

Sink*.

Bemerkens-

der Alleghanies vorgelagert sind.

Südabfall

werthe Erscheinungen zahlreiche

York,

den Vereinigten Staaten erzeugten Kochsalzes.

in

Mit besonderer Kraft treten Quellen welche im

New

atlantischen Staaten

West -Ohio und Michigan besonders reich. New York lieferten bis vor wenigen Jahren

dieser Art

Huden

sich

in

Mittel -Florida, wo

zu Hipo m. Durchmesser, von raschBächen im weichen Kalkstein ausgewaschen sind;

Senklöcher bis

fliessenden unterirdischen

ihnen entspricht die grosse Zahl kräftiger Quellen, welche derselbe Theil von Florida aufweist, und die

den Bäche, die

in

oft

nichts anderes sind als die wieder hervortreten-

jenen Gruben verschwunden waren.

Die Grube,

in

der die

Wasser des Alachua Creek verschwinden, um unterirdisch zum Orange abzutlicssen,

und ein eskalier, von unterirdischen Quellen gespeister See

L. bei

Talahassce sind benierkenswertherc Erscheinungen dieser Classe.

Aehn-

dem

Kreide-

lich

brechen Flüsse des westlichen Texas, die ihre Quellen

plateau haben, mit solcher Kraft und Wasserfülle aus

dass S.

.schon

sie

Marc,

S.

am Ursprung

Mühlwerke

treiben

dem

in

Gestein hervor,

Comal,

könnten"

Antonio gehören zu diesen starkquclligen Flüssen, deren seichter

Unterlauf sonderbar contrastirt mit der Wasserfülle ihrer Quellen.

Einen

ähnlichen Ursprung haben Bäche, die mit von Anfang an grossem Wasser-

reichthum

den

Anhäufungen

Bäche, die an einem Orte

in

von

dem

Trümmergestein

sind und nun neu gesammelt wieder hervortreten. ein

solcher

anders

1)

ist

unterirdischer die

Bach

Entstehungsweise

Römer. Texas

1*4f».

entlliessen;

es

sind

spaltenreichen Gesteinsschutt versickert

in

In

den Snake R. mündet

der Nähe des Rock Ureek.

starker Süsswasserqucllcn

Wieder

im unteren

214.

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GpQgk

Der Unterjrrund besteht

zunächst aus Kies

hier unter der Humusschicht

der bis 10 m. mächtig wird

,

2*1

StrOme, Flüsse und Seen.

IV.

Columbia-Gebiet.

unbestimmter Mächtigkeit.

Dieses Flugsandbett

dann aus Flugsand von

,

die scharfe Son-

sowie

,

Humusschicht von

derung der von der Grasnarbe zusammengehaltenen

den darunter liegenden Kiesmassen scheiut die Ursache der merkwürdigen

welche durch

temporären Quellen und der Ucberschwemmungen zu sein, dieselben öfters die Tiefprärien des Columbia betrifft.

Das Wasser

hier von

sie

unten auf, hebt die Humusschicht, schwellt

steigt

an und durch-



Während manche kleinere Flüsse mehreren Orten )Tennesee und Kentucky allsommerlich verschwinden, sind die grossen

bricht sie endlich an in

1

und kleinen Quellen, die aus den Spalten des Kalkgebirges hervorkommen, im Sommer höchstens etwas weniger wasserreich, trockneu aber nie aus.

Auch

sie

bringen offenbar einen Theil des Wassers zu Tage

verschwunden

Flussbetten der Oberfläche

der Tiefe sind

diese

Quellen

um au dem

genug sind,

stark

keinen Zweifel

Luftströmungen

von

oft

das aus den

,

Beim Herausströmen aus

ist.

welche

begleitet,

zum Verlöschen zu bringen und die Zusammenhang der unterirdischen Wasser-

eine Kerze

innigen

läufe mit der Oberfläche zulassen.

Heisse Quellen W.

so

lichkeiten,

Zeugnisse

als

Ii.

z.

Dämpfe aushauchen.

strömt heisser Hin See

sind

im

Dampf

ein

heissen Wassers,

findet sich in ihrer

Lassen's Peak,

kochenden Wassers ergiesst und umgeben

Kaum

von Dampfspalten, die über einen

und heisse

am Abhang von

Steambout Spring

welche eine erhebliche Masse ist

Thätigkeit

vulkanischer

und mehrere von ihnen zeigen hervorragende Eigenthüm-

nicht selten

In

von

und schleudert

— 3 Acres

2-

ihr

Wasser

180 m. lang und 90 m.

2*7«

Auch

die heissen Quellen

einen energischen zersetzenden Eintluss auf die Laven



Region

m. hoch auf.

breit, {Boiling

Nähe, von hohen Felswänden umgeben

sehr rasch zersetzt werden.

zerstreut sind

dieser selben

Quelle

eine

,

Lake)

die durch ihn

und Mofetten üben

um

Lassen's Peak*')-

\)H Gemeng von Thermen von DO und Dampfquellen sind auch die California Geysers, die in dem Thal eines Zuflusses des Russian K.

Ein

von San

nördlich

atmosphärischen

und

Francisco

n

gelegen

Feuchtigkeit

Die

sind.

hinsichtlich

ihrer

ersteren

haben mit eigentlichen Geysern nichts gemein

warme

alkalinische Quellen

am Fuss

Schwefelquellen

bei Sa. Barbara.

noch Solfataren

in Thätigkeit

1)

Wilkes Expl. Exped. X.

2) J.

I).

4

).

Ebenda«.

I.

93.

4)

Ebendas.

I.

f>5.

am

von

der

).

Ferner kennt man

und heisse

Krater von Mt. Shasta sind

der Nähe

des Borax-Sees

ist

durch

*>06.

Whitney, GeoL of Cal.

3)

1

der Sierra Sa. Monica

Sogar In

sind

Wassennengc abhängig

I.

311.

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2S2

IV.

Strome. Flüsse und Seen.

Solfatarcn ein Sehwefellager

Am

Quellen vor.

mehreren Hektaren Oberfl&cbe gebildet (s. o. 27t'») auch in

von

Borax kommt ausser

worden.

Seen dieser Region

in

oberen Sacramento liegen bei Red Bluff einige warme

(25" C.) Quellen, die Kochsalz, liorax

Schwefel- und

,

Kohlenwasserstoff

halten.

Bei der weiten Verbreitung, welche die vulkanische Thatigkeit im Cordilleren-Gebiet gefunden, sind

Thermen auch

in

anderen Theilen desselben

und eine grosse Menge von ihnen bildet am oberen Yellowstone und Madison R. einen Complex von Heisswasser- und Dampfquellen, die

nicht selten

zu

den

Erscheinungen

grossartigsten

Art zu zahlen

ihrer

Die

sind.

G e yser-Region am oberen Yellowstone und Madison,

die

1869 zuerst von Cook und Folsom besucht und 1H71 von der geologischen

Aufnahmscommission unter Hayden nommen und beschrieben wurde"), Staaten,

d. h.

als

ein

ihrer

in

ganzen Ausdehnung aufge-

Nationalpark der Vereinigten

als

ist

dessen Ausnutzung

Gebiet,

wirtschaftlichen

zu

Zwecken verboten und das als ein Park dem Volke reservirt ist, sammt ihren Umgebungen in der Ausdehnung von 168 d. [JM. durch Gesetz vom 1. Marz 1872 ausgeschieden. Wenn m:in am Yellowstone-



Fluss

aufwärts geht,

man

begegnet

in

der Nahe der Mündung des Gar-

in einer Höhe von 1690 2000 m. gelegen sind und 5 [jKil. mit ihren kalkigen Niederschlagen bedecken. Eine von ihnen liefert einen Wasserstrom von 2 m. Breite,

diner R. der ersten Gruppe heisser Quellen, die bis

0.6 m. Tiefe und

52-55°

C.

Warme;

Nahe in Becken von von 50—100 m. Durchmesser stehen springen in der

alter Quellen

anzuzeigen

vier

2-3 in

andere von 38—49" C. ent-

EinSenkungen, welche die Lage

Ein Hügel von 60 m.

scheinen.

Kleine Seen

m. Durchmesser.

ist

durch eine

dicke Sinterkruste in eine weisse Masse verwandelt und an seinen Seiten treten in verschiedenen

hervor.

Der

messer,

in

heisse Quellen in halbkreisförmigen Becken

Höhen

Gipfel des Hügels

eine Flache von 150

ist

welche eine grössere

— 200 m.

Zahl von Quellbecken

das grösste der letzteren hat 7 und 9

m

Durchmesser.

Durch-

eingesenkt

ist;

Kegel von 15

in.

Höhe und 6 m. Dicke, aus demselben Kalksinter bestehend, erheben sich da und dort zwischen den Quellen und zeigen die Lage heisser Quellen an, die zu fliessen aufhörten und sich schlössen, als der Druck von unten nicht mehr genügte, um das Wasser über diese Höhe hinauszutreiben. Aehnliehe Hüllen aus Kalksinter umgeben andere heisse Quellen, deren die

mit

liegen,

1)

dem

Dampf Plateau

sie

durch enge Spalten entlassen.

des

vorgenannten

Hügels

im

Heisse Quellen, gleichen

Niveau

senden Strahlen von 0,6—1,2 m. Höhe empor und weisen eine

Eingehend

beschrieben

of Montana. Wash. 1872.

in

Auszugl.

F in

V. 1».

Hayden, I'rel. Report. G. M. 1872.

Geol Survcy

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Temperatur von 72° C.

auf.

quellen, welche überall

neben den

dass

deuten,

waren

tbfttig

zahlreichen Spuren älterer Heisswasser-

Die

jetzt thätigen auftreten, scheinen anzu-

wirksamen Kräfte

hier

die

als sie es

— 50 m.

mächtige Sinter-

der jetzigen Quellen sich befindet,

nach

Zeugniss ab für Hebungen des Bodens, die

legt

noch grösserem Masse

einst in

heute sind, und eine Ui

welche hoch über der Lage

schicht,

283

Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

der Entstehung dieser

Quellen und ihrer Ablagerungen stattfanden.

Das

G eyser-G ebiet des Yellowstone

eigentliche

um den

wärts

Krater zwischen die 3

— 4000 m.

hohen Hochgipfel der Tetons, des Emigrant

Peak, der Madison und Gallatin

Etwa 8

ist.

Kil. ober-

des Yellow-

Gruppe von Dampf- und Schlammquellen, unter welchen

stone liegt eine

mit

eingesenkt

Bits,

der Fälle und des Grossen Canon

halb der wilden Scenerie

Locomotivc

die sog.

weiter auf-

liegt

Yellowstone -See, dessen Becken wie ein ungeheuerer alter

dem Geräusch

Jet, die

Dampf

aus der schornsteinförmigen Oeffnung

einer llochdruckmasehine ausstösst, ferner eine siuter-

überdeckte Dampfquelle von

J2 U C. Wärme,

(

Dampf

welcher der

in

die

Wassermassen jeweils 1,2 m. hebt, und heisse Schlammquellen in Becken von 4 tJ m. Durchmesser hervorzuheben sind. 3 Kil. weiter oben bctinden sich in einer neuen Gruppe von Dampf- und Schlammquellen welche, die den Schlamm b' m. hoch emporschleudern und eine, die die Bäume



umher

bis

25 m. Höhe mit Schlamm bewirft, eine

breitem Schlammbecken

und Dampfexplosiou lang emporsendet.

in

Perioden von 3'

worauf

erfolgt,

Auch

sie

einen

m. hohen Strahl 15 Minuten

b*

hier haben zahlreiche erloschene Quellen

rändetem Sinter zurückgelassen.

mit

aus deren 30 m.

,

Stunden eine heftige Wasser-

*

und thurmartige Hüllen aus schneeweissem

stein-

einer Grotte

in

brandungsartigem Gebrüll aufwallende und eine andere

Am Westufer

Schorn-

von Schwefel gelb ge-

,

des Sees tinden sich weiterhin

2Obis3(>0 thätige Dampf-, Heisswasser- und Schlammquellen, von denen

Becken von

einige

an einem

liegt

R.

und

ihnen

unter

Durchmesser

15 m.

als Fire

Hole

II.

pulsirende

sind

Die Temperaturen schwanken von 50 achtern

auf,

welche

eine

dass so

der Quellbecken

während

unter

dieser Niederschlag

beträgt,

aus

einem Quellbccken

hohe

Wassersäule;

1—3

m.

breiten

ächte Geyser,

and es

Hei hier

häutig.

den Beob-

blendend weissen Auskleidungen von Kiesclsinter,

die

grosse Zierde tinden,

0.

423),

stellte

St/stniis

parallele

lasst

ihren

er sie

in

of Dykcx, jedes

Hohen

bildend,

Systemen von verer

gesammten N'ordufers bestimmen, sondern auch pressionen erzeugen, die dem See den Ursprung gaben. die Umrisse des

nach

seiner

der i'ehercinstiinmung der Kich-

tung einen Ausdruck genetischer Ucbereinstimmung zu sehen, «>

der

in

Form und Lagerung

sie nicht

die ersten

bloss

De-

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Ströme, Flüsse und Seen.

IV.

aurh ein Meeresarin

reichte, ragte

tario-See

und

ist

Becken des Champlnin-Sees.

das

Einrenkung, die heute

bis zu der

der in südlicher Richtung abging,

ein zweiter,

Meer hat

Dieses

bei Montreal

Champlain-See Spuren hinterlassen, welche ihm eine Tiefe von

()n-

erfüllte

und am

17 in. zu-

lassen. Reste von Waltischen, die die Meeresanne belebten, wurden an den Ufern des letzteren 45 m. über der Meereshöhe gefunden. Dr. Edm. Andrews hat aus den Verschiedenheiten, die man in der Zusammensetzung, den Lagerungsverhültnissen und der Ausdehnung der

erkennen

Seeufer -Terrassen wahrnimmt

Schlüsse

,

auf

jüngere Geschichte der

die

Er verlegt die Bildung der obersten Terrasse an «las Ende der Driftperiode, nimmt ein darauffolgendes Fallen des Wassers auf sein

Seen gezogen.

heutiges Niveau,

erneuertes Steigen

ein

endlich

ein

Terrassen

der

Schlüsse

seine

obersten

Niveau

heutige

die

zu

ihrer

Zeiträume,

5300— 7500

findet

der

Bildung

Zeit,

auf die

und

bewegten

auf das

Fallen

und

Terrasse

in

obersten Terrasse, ein

bis zur

wobei diese gebildet ward, und

darauffolgendes Fallen bis zur mittleren,

an.

Bildung

denen

Jahre

Aus der Grösse der erforderlich,

diese

als die Zeit

,

welche

könnte').

sein

verflossen

zieht

Schwankungen L.

seit

er sich

der

Agassiz

seinem Lake Superior'j die klarste Beschreibung dieser alten in Uferlinien: Wie überall, sagt er, sind die Sceufcr mit Sand und

gibt

Kies

bestreut

,

welche

werden.

angespült

Die

bis

zu

einer

höchsten

gewisUn Grenze von den Wellen

Ablagerungen

sind

noch im Bereich

heftiger

Stürme und sind innerhalb desselben von jeder Vegetation ent-

blösst.

Dann kommt

ein anderer Strand, aus gröbcrem Material gebildet

und der Wirkung der höchsten Wellen entrückt, wie die allerdings armliche Vegetation von

Noch

beweist.

Cryptogamen und einigen kleinen krautartigen Pflanzen

weiter

entfernt

vom Rand des Sees

Strandlinien, mit mannigfaltigen Krautern, Strauchern,

sonders

üppigen

Flechtenpolstern

Der sanfte Abfall ihrer

überzogen.

Terrassen zeigt an, dass der See längere Zeit

man weitere Baumen und be-

sieht

in

ihrem Niveau gestanden

Ueber ihnen erheben sich steilere Ablagerungen von Geröll und Sand, die vom See ausgewaschen und aus deren Material tieferliegende Terrassen gebildet wurden. So kann man Terrasse überj Terrasse haben muss.

verfolgen und besonders klar treten sie in Buchten

und an anderen ge-

schützten Stellen des Strandes hervor; oft liegen 2 oder 3 nahe beisammen,

bald

6,

bald 12 m. von einander entfernt,

dann

folgt

wieder ein flacher

Anstieg zu einer neuen steileren Terrasse; u\lo, selbst 15 solcher Terrassen

übereinander sind

oft

an einer einzigen

Stelle,

den Stufen eines riesigen

Amphitheaters gleich, zu beobachten.

1)

Trans. A. S. Chicago

2)

1850.

Batffl,

II.

99.

Am-rik...

I.

19

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und Seen.

Ström«-. Flüsse

IV.

2T»0

Dass L. Ontario und die südlich von ihm gelegenen Seen dos

New York

lichen

nur durch

Geologen behauptet

an ihren Rändern

Aushöhlung

Die tebereiustimmung der geologischen Lagerung

1

).

kaum

lässt

Man

eine andere Deutung zu.

die nähere Ursache der Aushöhlung nicht eben so einig.

ist

jedoch über

Newberry,

J. S.

Hossen

die Gletscher der Eiszeit in Betten

dass

der auch glaubt,

nörd-

entstanden seien, wird von einigen

die

,

im Allgemeinen mit dem Laufe der heutigen Hauptfiüsse zusammenfallen,

nimmt ausgedehnte

auch für die Seeregion

Eis/.eitgletseher

Ihm zu-

an').

Hoss ein grosser Gletscher in einem späterhin mit Drift ausgefüllten

folge

40

mindestens

Bette,

vom Huronen-See

tief,

in.

den Erie-See, der

in

damals kein See sondern ein ausgehöhltes Thal war; durch

Gletscher

nadischen Seite

einen

füllte

den Ontario und fand von da,

in

Hudson oder den

S. Lorenz,

Weg

seinen

war

Mississippi-Thal, das damals tiefer

Das Gebiet

Grossen Seen

der

Driftbildungen

eiszeitlichen

wenn wir seinen Einsenkungen grossen Eismassen, wflhrend

durch den Mohawk-

sei es

Meer. fand

Ein zweiter Gletscher

Ende

sein

im

südlich

liegt

so

Mittelpunkte

im

sehr

einerseits

wohl

kaum

der

fehlgehen,

die hervorragendste Stelle unter den Boden-

welche

anweisen,

gestaltungen

der

floss

als jetzt.

wir

dass

,

ins

aus und

das Bett des Michigan-Scev

diesem

in

spater ausgefüllten Canal auf der ca-

gleichfalls

die

Ansammlung und Fortbewegung von

es j#s Gletscher, sei es als Eisberge begünstigten,

sei

wir, andererseits die

ungewöhnlich grossen Drift-Anhflufungen

dem Gebiete zwischen ihrem Südrand und dem

in

40. Breitegrad auf nichts

anderes als diese grossen Eis- und Wasserreservoirs zurückführen möchten.

Durch den

der bis zu 100 m. hoch rings

Driftschutt,

wurde, sind die Abflussverhältnisse dieser Region

um

sie ausgestreut

hohem Grade

in

beein-

worden und die darauf folgende Senkung trug dazu bei, die Spur manches alten Flusslaufes zu verwischen und andererseits neue tiefe Thäler

tfusst

Die alten

zu graben.

.Könnten wir quereux von

ursprünglich

liegen

unter tiefen

Schuttdecken.

und Thonschichten entfernen,

Kies-

welche die Oberfläche des Staates von 3

Illinois,

mehr m. bedecken, die

Flussläufc

die Sand-,

so würden wir tiefe Thäler,

von Wasser

gebildet,

aber

20

— 80

durch

m.

Eis

erweitert

Sie bilden noch heute die

Hauptbahnen des Flussnetzes

Staate.

Man

die

sieht

häulig,

schmäler

ist

das

als

dass

denn der des

Mississippi

geringer und ihre Schnelligkeit

Flüsse

von

Illinois

1)

Geolog} of

2)

Ann. Lyc.

.

sein

diesem

ihre Thäler

nicht

hat ein Bette, das

kaum

heutigen Flüsse

Illinois R. z. B.

in

und

finden,

tief,

mögen.

selbst gebildet haben,

sagt Les-

— 30

wiewohl die Wassermasse 6 mal

auch nur halb so gross

ist.

Viele kleine

schneiden die Drift-Ausfüllung ihrer Thäler gar nicht

New York New York

III.

18(Ä».

32ö. 213.

Digitized by

Google

Ströme. Flüsse und Seen.

IV.

291

mehr durch')." In anderen Theilen der Driftregion ist Newberry nimmt sogar ein ganzes System von alten gefüllten Wasserläufen

für die Seeregion

bedeutenden Tiefen der Seen, die

Meeres hinabreichen,

auf-

und ihre Umgebungen an.

Die

Diese Seen

fanale verbunden, die jetzt aufgefüllt sind, und

Vom

und Erie-See deutlich hervortreten.

anders.

meist

Th. erheblieh unter das Niveau des

z.

bekannt.

sind

es nicht jetzt

sind

unter sich durch

B. zwischen

z.

Huronen-

Michigan-See erstreckt sich süd-

Schlucht, die bis 60 m. Tiefe durchsunken ist. 40 m. mächtigen Anschwcmmungssehicht. Im OhioGebiet haben die Bohrungen nach Petroleum zahlreiche alte Wasserlflufe aufgedeckt. Von kleineren Flüssen zu schweigen, fliesst der Ohio in einem

wärts

eine

aufgefüllte

Detroit liegt auf einer

das mindestens 45 m. tiefer als der gegenwärtige Fluss

Thal,

ist.

Die

südlichen Zuflüsse des Krie-Sees fliessen auf durchschnittlich 30 m. hohen

Schwemmsrhichten. welche beweisen, dass das Niveau des Sees einst

liegt

m.

ltt

widerlegen

unter

dem

Meeresspiegel.

alte

scheinbar

nur

vielen Fällen

in

Hindernisse, an

denen

der Strom sich

umgehen

Newberry

betrachtet

Grossen Seen

handen

sind.

Hudson

R.

Canal mit

es

als

fast

und Michigan

und

Der Ontario-See dürfte

dem

dass

ist

Mississippi

in

durch

,

dass

in

vor-

dem

welche

(S.

1H4

s )

Niveau

')

Eine mit zwischen

naheliegende Pe-

169j und auch davon

Delta

-

Nach

der Seeregion.

sein heutiges

eine

in

grosse Niveauver-

vielleicht parallel

der älteren Drift-Ablagerungen mindestens

dann unter

haben*).

frühere Verbindung

richten über die Geologie des Mississippi-Delta

jetzt; es sank

besonders

das Mohawk-Thal mit

für das Mississippi

änderungen anzunehmen seien, hebungen und Senkungen

,

Ontario,

haben wir oben angeführt

dürfte,

schon gesprochen

Erie und

Verbindung gestanden

anzunehmende

Wahrscheinlichkeit

fallen

alte

zwischen

Minnesota R. und Winnipeg-See, die indessen riode

im Falle der Anthony u. a. Verbindungen der so

Fälle bei St.

-

durch den vorhin erwähnten aufgefüllten

der Michigan- See

,

sicher,

bricht:

Existenz

diese letzteren die

anderer Richtung als der heute bestehenden

Superior

zwischen

grosser

in

heute

der Mississippi

,

Annahme der

die

solcher alten tieferen Flussbetten, denn häutig

Ohio - Schnellen bei Louisville

um

Boden des Onondaga-Sees Stromschnellen und Wasserfälle

Der

ebensoviel tiefer gelegen haben uiuss.

gehen den Er-

Hilgard's neueren Be-

muss dieses

in

der Zeit

m. höher gelegen sein in

als

der Zeit, welcher der

geschichtete Drift und der Löss angehören.

1) Geol. 2)

Surface Bist.

Survey

Ausführliche

Geology

of

Illinois

186G.

Beschreibung tbe

Basin

ot'

I.

8.

dieser tlie

Th&ler in J. S. Newberry. Lakes (Prot*. Boston Soc. Nat.

alten

Great

1862.) 3) Proceed.

Am. Assoc.

1872.

19*

Digitized by

Google

292

Strümp, KlUssc und Seen.

IV.

Es

ist

vorwiegend

derselben Region

in

,

dass der

Ii

be

i

einen eigen-

r

artigen und nicht geringen Einfluss auf die Oberflarhengestaltung vermittelst

des fliessenden Wassers Seen,

Canäle an,

legt

Seen erreichen der

colate R., f>

e.

alles

Er Baume,

ausübt. fallt

Bäche durch Querdämme zu

staut die

Sümpfe.

schafft

oft

über 30 Hektaren Oberfläche.

in

den

oberen See

dem

einzigen Cho-

von

auf einer Strecke

sind

fliesst,

Seine künstlichen

In

M. 2r>0 Biberdämme aufgeworfen und nach Simpson ist die Hälfte Landes in der Umgebung der IIudsons-Bai vom Biber unter Wasser Laufen diese Teiche aus, wie es mit der Zeit überall geschieht,

gesetzt.

wo der Biber

oder ausgerottet

zurückzieht

sich

da unterbrechen

wird,

sogenannte Bibcriciesin als lichte, baumlose Wiesen

die Eintönigkeit des

Sie sind auf weite Strecken hin im N. der Vereinigten Staaten

Urwaldes.

und

die ein/igen natürlichen Lichtungen

Urbarmachung

als solche für die

und beginnende Besiedelung von grossem Werth.

Es

soll

sogar vorkommen,

dass die Biber durch ihre Canalbauten Wasserscheiden durchbrechen; so sollen sie die Quellseen des Uhocolate

und Esconaba

des Michigan- und des Oheren Sees mit einander

haben

in

R.,

zweier Zuflüsse

Verbindung gesetzt

1

).

In eine viel jüngere Zeit

führt uns die Geschichte eines

essantesten

und wichtigsten Theile der Sceregion,

Nach den

Beobachtungen,

Flusses

dieses

die

den

in

worden

angestellt

,

2ix>

Jahreu

unterliegt

es

und

mit

ausgesetzt

seit

der Entdeckung dass

Ge-

der Zeit auch die Lage der Fälle grossen Veränderungen

wird.

Wie

sehr

der

Aufbau dieser Wand

geologische

Die 25 m. Kalkstein, welche über den

30m.

Massen von Blöcken hinab,

grundes erfüllen,

in

welchen der Fluss

stürze sollen öfters das urnliegende

Von 1815

,

die

fällt,

solche Zerbröckelung begünstigt, wurde schon hervorgehoben

jährlich neue

inter-

keinem Zweifel

durch Abbröckeln der Felswand, über welche der Niagara stalt

der

des Niagara -Flusses.

— 1841

soll

(s. o.

Schiefer liegen,

die

fällt.

eine

S. 247).

senden

all-

Felsenmcer

des Ab-

Plötzliche Brüche

und Ab-

das

Land erdbebengleich

erchüttert haben.

eine Einbuchtung von 12 m. Tiefe in der Mitte des

amerikanischen Abfalles entstanden

sein, der

dadurch eine Hufeisenform

während der eigentliche Horseshoe-Fall. der canadische, von flacherem Umriss geworden sein soll Goat Island, die zwischen den beiden Fällen gelegene Insel, verliert jedes .Jahrzehnt ein paar Hektaren Boden, Bakewell

erhielt,

;

hat berechnet, dass durch dieses Abbröckeln der Niagara -Fall durchschnittlich

1

Yard im Jahr zurückschreite, während Lyell 1 e. F. für wahrscheinnach seiner Annahme würden 35,000 Jahre erforderlich ge-

licher hält;

wesen sein,

1)

Vgl.

um den Hermann

Fall

von Queenstown^ wo er begonnen haben muss,

('redner, diu Beeinflussung des topographischen Charakters

gewisser Landstriche Nord

-

Amerika'« durch den Biber.

P.

G.

M.

1SIJ9.

139.

Digitized

Ströme. Flüsse und Seen.

IV.

bis zu

seiner heutigen Lage

unterworfen, P.

dass

die

spater,

dos

Gestalt

Hennepin im Jahr 1678

Es

zu bringen. Falles

seit

seiner

sieh erheblich geändert hat.

der schwedische Naturforscher

als

390

jedenfalls

ist

Kalm

keinem Zweifel

Entdeckung durch Schon 7H Jahre

Gegend besuchte, und rechtwinklig mehr, den Hennepin

diese

bestand eiu schmaler, vom Horseshoe-Fall abgelenkter zu den zwei grösseren Füllen gerichteter Fall nicht

gesehen und gezeichnet hatte, und das heutige Bild der

Umgebung

entspricht noch weniger

dem.

auch nicht an geologischen Beweisen

Man die

auf Goat

findet

an

sowie

am Rand

und

Island

der

Ueberbleibsel

das Zurückweichen

für

anderen Punkten des Niagara

Man

halten.

findet

die

Einschnitte in

und kann

hat,

fehlt

des amerikanischen Falles,

Anschwemmungen im Strombette

alten

Es

der Falle.

Thaies, Huviatile Ablagerungen,

-

Reste von noch lebenden Süsswasserschnecken sowie

Strom gemacht

und ihrer

Fälle*

welches er entwarf.

sind

und

von Mastodon

ent-

Driftschichten,

die

welche

der

schliessen. dass zu einer Zeit das Bett des

Niagara sich 90 m. über der heutigen Thalsohle befand.

Der Niagara

steht übrigens in seinem

gehenden Erosion

l'ebereinanderlagerung

horizontale

die fast

Gebiet 'mit dieser scharf vor-

besonders im SO. der Seeregion bietet

nicht allein,

von Schichten

verschiedener

Härte die günstigsten Bedingungen für die Entstehung von Wasserfallen,

welche daher

den mannigfaltigsten Gestalten

in

in

diesem Gebiete häufig

Besonders die Einmündungen der Bache und Flüsse

sind.

in die

heblich tiefer gelegenen Seen sind durch dieselben bezeichnet.

Falls am Cayuga-See (5s Rochester, der Fall des

Formen,

in

in.

Im

ersteren Fall

der Wasserfall

hat

Zerbröckelung

der

dicGencsee Falls

ist

seine nach

unteren

die oberste

rückwärts

und

Schicht die

Fall entstanden

unteren

;

die

härteste

eingrabende Thätigkeit

Unterhöhlung

stürzenden oberen Schichten bewerkstelligt und es

als die

bei

sind Beispiele der verschiedenen

Wasser die Schichten modelt, über

die das fallende

sich bewegt.

senkrechte Höhe),

Canaserowlie

meist er-

Taghan nuc

der ist

allmählich

es

und

durch nach-

ein einfacher, tiefer

im zweiten sind die oberen Schichten leichter zerfallend dosshalb der ursprünglich einfache Fall oben ist

und

rascher zurückgeschritten als unten und hat so eine terrassenartige Reihe

von Fällen

erzeugt;

gelagertes Gestein

man

die

der dritte

Bemerkung, dass

Thätigkeit

mit

ist

ein in ein

gleichsam eingesägter.

ziemlich

sie

ihre

Bei

gleichförmiges,

derartigen

crodirende,

gleichförmiger

rückwärts

Geschwindigkeit

einigen Seen, in die eine grössere Anzahl von

Bächen

horizontal

Fällen

macht

eingrabende

üben

und

an

sich ergicsst. findet

Fälle alle in ziemlich derselben Entfernung vom Rand der Im Allgemeinen scheint die crodirende Kraft am stärksten da zu wirken, wo die Wassermenge eines Baches klein genug ist, um noch allwinterlich gefrieren zu können; die zerbröckelnde Wirkung des Frostes

man deren Seen.

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204

Strome, Flüsse und Sren.

IV.

übertrifft

um

der Wellen

abschleifende

die

Bedeutendes

ein

Man

').

dem vom Oberen See. wo an Stromschnellen und Wasserfällen in Folge dessen ebensowenig Mangel herrscht. Von den grösseren Flüssen scheint dort der Obere Mississippi noch rascher findet ähnliche

Hoden- und Bewasserungsverhältnisse wie hier auch

seereichen Gebiet

als

der Niagara

westlich

in

der Ausgleichung und Austiefung

Von den

zusehreiten.

S.

Anthony

Falls glaubt

schneller zurückschreiten als die Niagara

das Bett des Mississippi bildet,

sei

-

I).

Falle.

Das Gestein, das hier „Der Kitt, der die

S.

ein festes Stück des Steines erhält.

Peter- Sandsteins zusammenhält,

welches, nur von 4

Grundlage der Fälle bildet

1

).'



vor-

sie erheblich

zerfallbarer.

viel

Sandkörner des Gestein,

seines Bettes

Owen, dass

man nur schwer selbe

in

ist

so schwach, dass

Und

diess

das-

ist

m. dickem Schiefer bedeckt, die

fi

Indessen scheint das Ziel der Erosion hier

4

zunächst nur die Umwandlung

der Fälle

in

Die

Stromsehnellen zu sein.

Schichten der Gesteine, welche den S. Peter -Sandstein überlagern, sind

nämlich entgegen ihrem sonst vorherrschenden Streichen Fällen stark

in

Abweichung

gibt

gerade bei den

der Richtung des Stromes geneigt und als Ursache dieser

man

Sandstein zerstöre

oben eindringende Wasser «Uesen

an, dass das von

und dadurch

ein allmähliches

Nachsinken

der

über-

lagernden Schichten bewirke. In diesem ganzen Gebiete zwischen

dem

atlantischen

Meer und

«lern

be-

ginnenden Anstieg der schiefen Ebene, die dem Felsengebirge vorgelagert ist,

ferner nördlich von der Mississippi-Niederung, haben wir es mit,

wenn

auch manchmal geologisch alten, so doch hydrographisch jungen Flüssen

und Seen zu thun. vollen Reife

eines

Kein einziger von den zahllosen Flüssen grossen Stromes

durchgedrungen.

ist

hier zur

Zu der Thatsache.

Hebung des Bodens hier auch in den ältesten geologischen denen wir Kunde haben, nicht stattfand, so dass scharf aus-

dass eine starke Zeiten, von

geprägte Wasserscheiden und streng geschiedene Flusssysteme sich nicht bilden konnten,

kommt

als weiterer

Grund mangelhafter Entwicklung der

Hiessenden und stehenden Gewässer der Complex

von Wirkungen, durch

den die Ereignisse der nachtertiären Zeit mit Hebungen. Senkungen und Schuttablagerungen

gewaltigen

sich

hier

Oscillationen an den Höhcnverhältnisseu

beförderten sie

hohem Grade

die

Während

die

Ablagerungen von Fels- und Schutt-

durch ihre Ausfüllung die Thäler noch Hacher machten pewesen waren, die durch Aufstauung den Lauf der Flüsse noch

materialien, als sie

in

verewigt haben.

im Allgemeinen nichts änderten,

die

unrcgelmässiger und

der Seen

die Zahl

noch grösser werden Hessen

als

vorher.

1) S.

2) D.

Abschnitt

WnUrfulk

in

J.

Hall Gcology of New York IV. 877.

Owen, Geol. of Wisconsin, Jowa

etc. 1854. 75.

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Google

Strome, Flüsse und Seeu.

IV.

Der Westen

ausgeprägtere

zeigt

Zflge

hydrographischen

seinen

in

starken Hebungen,

Dieselben

Verhältnissen.

295

welche

auf der Seenplatte

haben hier die entlegensten Gebirgsbäche zu zwei grossen Systemen

fehlen,

vereinigt, deren einzelne Glieder allerdings oft deutlich

genug die Spuren

grundverschiedener Kntwickelungsstadien an sich tragen.

Die genieinsame

Richtung des Gefälls zwingt

einem und demselben Thale zu und wir

sie

sehen hier im Strom und seinen Nebenflüssen die zweigten Baumes

und

Vom

knotetes Geschlängel.

Tendeuz zum Abfliesscn birgshebungen weg, die Vielleicht

durch

dass

,

des Gebirgslandes

Becken

(s. o.

klimatische Veränderungen dieser

Stromsysteme

Trockenheit

die

dem Bereich

worden

isolirt

des weitver-

Colorado wird sogar angenommen, dass seine durchschnitten habe, behauptete

sie

Entwickelung

grösseren glaubt

Form

einer bestimmten Richtung sich über die Ge-

in

aber

sind

reife

wie auf der Seenplatte, verwirrtes und ver-

nicht,

des

So

behauptet

Man

entgegengetreten.

Klima's

G.

Abschnitte

grosse

und zu abflusslosen

derselben entrückt

seien.

S. 114).

einer noch

K. Gilbert

in

einem

Dana, dass der Grosse Salzsee eine Zeit höchsten Standes gehabt habe, wahrend deren sowohl Utah- als Sevier-See Theile von ihm gebildet hatten. Noch immer sei 1000 e. F. über dem heutigen Briefe

an

J.

D.

Spiegel des Grossen Salzsees die Uferlinie dieses alten grossen Binnensees

zu sehen und an sekunderen Uferlinien zwischen Wasserspiegel

man

könne

ihr

das allmähliche Sinken

und dem heutigen

desselben

verfolgen.

Der Columbia soll den AusHuss dieses grossen Sees gebildet haben ). Am Westrand des Sa. Hosa Mts. an der Grenze zwischen Nevada und 1

Oregon sind nach einer neueren Beobachtung J. Blake's die Spuren ausgetrockneter Seen in unverkennbarer Deutlichkeit vorhanden: „Nicht bloss die Felsen sind mit

dicken Schichten einer Concretion umgeben, sondern

jeder einzelne Körper, der unter Wasser war,

Niederschlage gebildet zu haben. 2

— 3 m.

wesen.

die in

dicke Niederschlüge eingehüllt sind, bedecken den Boden dieses

Beckens1)." Staaten

scheint einen Nucleus für

Zahlreiche Anodonta- Schalen,

in

Sicherlich

ist

ein sehr grosser Theil des

grösseren und kleinen

der Tertiärzeit von

W. der

Vereinigten

Seen bedeckt ge-

Die Ränder jetzt vorhandener Seen im Grossen Becken zeigen

fast

Ausdehnung an. Im NW. haben der zu 600 m. tiefe Schluchten in die hori-

für jeden einzelnen eine einst grössere

Columbia und seine Zuflüsse

bis

zontal über einander geschichteten Ablagerungen alter Seebecken gegraben.

1)

A. J.

S.

1876.

I.

diesen l'rsee L. Bonneville

IHM

22*.

In

Wheeler's Rep.

III.

88

schlagt

zu Ehren desselben Bonneville zu nennen,

zuerst den Grossen Salzsee entdeckt hat.

See bestanden und ein Areal von 45,000 [jKil. 2) Proc. Californ. Ac. ot Sc. IV. 278.

er

vor,

welcher

In der Eiszeit soll dieser grosse

$20

QU)

bedeckt Laben.

296

Ströme. Flüsse und Seen.

IV.

betrachtet die noeh jetzt in dieser Region vorhandenen Seen ) zum Klamath-Sec als Reste tertiärer, meist wohl miocäner, SüsswasserIm 0. der Felsengebirge unmittelbar an ihrem Abhang, liegen Seen.

Ncwberry

1

bis

,

der Bad Lands,

die grossen Seen-Ablagerungen

Grossen Reekens und des Columbia

wie die des

ahnlieh

die

Gebietes Thon-, Löss- und Mergel-

-

schichten, aber in viel geringerem Masse vulkanische Zwischenlagerungen

aufweisen.

Dieselben klimatischen Aenderungen, welche

Es

gewirkt.

behauptet worden, dass die Tiefe der Caüons des Colorado-

ist

Annahme

Gebietes ohne

Man kann

sei.

Seen zurückgehen

die

haben wohl auch vermindernd auf die Wasserführung der Flüsse

Hessen,

früher grösserer Wassermassen nicht zu erklären

ohne zu bestreiten, dass

bezweifeln,

diess

Flüssen dieser Region einst mehr Wasser

Man

fioss.

manchen

in

findet z. B. Spuren,

waldbedeckte Mesa- Gebirge Sierra del Mogollon einst grossen

dass das

Flüssen Ursprung gab ; Caüons von riesigen Verhältnissen sollen diess noch

Heute werden diese

jetzt bezeugen.

nur

tiefen Thäler

oberen

ihren

in

Abschnitten von kleinen Bächen durchflössen, die versinken, sobald

Wachholderbäume

die Region der

Am welches

Columbia

abschneidet,

welche an

wie

zeugt

Ufern,

seinen

einfach

ein

sie in

eintreten.

das trockene

Niveauveränderungen.

auf den Granitklippen

oder Spaltenbildung ist

Grande Coul6e,

die

stattgehabte

für

1500 m. abwärts)

Thal,

Biegung des Columbia unterhalb Ft. Colville

grosse

die

(bis

Thaies

dieses

schliessen

die Ursache

dieser

Bett des

Columbia,

altes

Rinne

gewesen

welchem

in

Höhe

der Aushöhlung seines neuen, tiefer gelegenen Bettes

Dieselbe

sei.

Strom

der

floss*).

liegen

Einsenkung

dass

aus,

quer

Basaltlager,

derselben

in

Annahme

die

Die

vor

Weiter ab-

wärts erscheinen an demselben Flusse versunkene Wälder, welche ihn auf •10

Laufes oberhalb der grossen Fälle begleiten,

Kil. seines

für

Die

lokale

Senkungen, welche

Bäume

stehen

abgebrochen, sind

aufrecht,

soweit

Fichten,

die

den

mit

wachsenden übereinstimmen.

Wälder

in

ein

früher wuchsen,

tieferes

ergibt

wie

über

sie

sie

den

noch

wuchsen,

heute

au

den als

dortigen

Es

ist,

das

ist,

der Bodenbesehafl'cnhcit

Thalhängcn

welcher diese auf

dem

sie

und neueren

Es lagern dort mächtige Massen vulkanischer

Veränderungen derselben.

Gesteine über einer plastischen, nachgiebigen Thonschicht und es Zweifel, dass diese in einer begriffen sind.

sind

hervorragten.

Dass es ein Felsrutsch aus

Zeugnisse

nur ihre Gipfel

Wasserspiegel

Niveau gebracht hat, sich

als

diesem Gebiete stattgefunden haben.

in

ist

kein

langsamen Bewegung die Thalgehänge hinab

Ausser manchen zerstreuten Beobachtungen hat mau vor-

züglich den Beweis von der nach 1)

The Ancient Lakes

3)

Witt« Exped.

of

und nach eingetretenen Krümmung einer

W. America

Am.

Nat.

IV.

641—660.

X. 674.

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IV.

Ströme, Flüsse und Seen.

geradlinig angelegten Eisenbahn; die

2J»7

Krümmung durch Verschiebung

Unterlage betrug in 4 Jahren mehrere. Fuss.

Hett des Flusses die Stromschnellen der Dalles erzeugen,

ganz das Ansehen von abgerutschten und des Abhanges

Columbia

in

haben ebenfalls

den Fluss gestürzten Thcileu

').

Im ganzen ThiUcrn und

der

Die Gesteinsmassen, welche im

paeifischen Küstenland

sind Zeugnisse von einst tieferen

dem entsprechend höherer Lage des

Mündung,

in

Continentes

an

der

den Meerengen und Strassen des Golden Gate

am Haro- und Hood-Canal, am PucetSund und an der fjordreichen Küste von Washington Terr. und Britisch Columbia in grosser Zahl und Deutlichkeit zu rinden. Ohne eine früher bedeutend höhere Lage des Continentes anzunehmen, kann man diese Terrassen, submarinen Thaler, Erosionbuchten u. dergl. nicht verstehen.

an der Bucht von Sa. Francisco,

1)

W.

P.

Blake, Proc. Am. Assoc. 1874.

IL 72,

wo auch Indianersagen

angegeben sind, die den Stromschnellen des Columbia eine neuere Entstehung »uschreiben.

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Das Klima.

V.

Der allgemeine Charakter. Klima der Ofthalfte. Klima der Westhälfte. VerDie LuftatrömuQgcn. der Warme. Vurtheiluug der Niederschlage.

breitung

Die Stürme.

Klimatische Besonderheiten der See -Region, des Grossen Beckens,

linic.

Die extremen Schwankungen.

Die Jahreszeiten.

C'aliforuiens.

Wald- und

Sellin e-

Anhang 1. Die Meeresströmungen au den nnrdamerikauischen Küsten. Anhang 11. Verschiedene atmosphärische Erscheinungen.

Wenn man des Klima's

sielt

die

dass einer der wichtigsten Faktoren

erinnert,

Land-

der

Vertheilung

und Wassermassen,

der

Erdtheile und Meere über die Oberfläche unseres Planeten hin so wird

man

Umrissgestalt

der eigentümlichen

Festlandmasse

und besonders der

ist,

der westlichen

ihres nördlichen Halbcoutiuents

keinen geringen Einfluss auf die klimatischen Zustände des Gebietes zuschreiben, welches wir hier betrachten.

entgegengesetzter

Richtung

alten Continents.

Die

seine

Dieser Einfluss

scharf

ist

Die Ausdehnung und Lage Amerika's wirkt in gerade

ausgeprägt.

auf

Klima

das

zurück

Ansammlung von Land

Verminderung und Zerklüftung

in

in

wie

des

die

den warmen und

den kalten llegionen erhöbt

Wärme, während dort umgekehrt die Verminderung des Landes in den warmen und seine massige Ausdehnung in den

hier die

kalten Hegionen die

Wärme

Temperatur, welche

Welt

höherem Masse Theil, den

als

klimatischen

breitung des Continentes sibirischer

für

An

der allgemein niedrigeren

Amerika im Vergleich

nimmt das Gebiet der Vereinigten Staaten

folgt,

ganz in

vermindert.

hieraus

Breite

um

es

nach

seiner

der

so

lagert,

Aus-

nördlichen

Während Nord * Amerika

den Polarkreis

um

Lage und Ausdehnung

Wirkungsbereich

fallt.

zur Alton in

fehlen

sich

seinem

mit

Süd-

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wärmesauimelnden afrikanischen

rande die

Landmassen,

die

liegenden Gegenden

liegt,

eompensiren.

beiden Fällen

Charakterzüge

s

ihre Ufer

Hier

bespülen.

und neuweltlichem Klima am

Tropen

zu

concentriren

Norden

die

contincntalen Klima's, Temperaturextreme und

des

ist

eine Aehnlichkeit

ebensowenig zu verkennen,

Amur -Kegion

des mexi-

mit Indien

dem Nordchina's

wie in

mit Canada und Labrador 1).

Ganz anders

Kegionen

zu, ihr

sind,

tiguration

Wärme,

wie

warmen

Mangel an Gliederung, das Fernbleiben des nord-

Warmwasserstroms Thatsachen

pacitischeu

die

ebenso

entschieden

ihre Gegensätze

Unterschiede

kehren

oder

der

Folgen

auf die

Minderung

Coader

an der europäischen Westküste auf

Erhöhung derselben hinwirken.

grossen

ist

den Westküsten der beiden Continente, wo das Zurückfallen

derjenigen Nord-Amerika's, ihre Verschmälerung gegen die

eine

In

und

im

und

den

die Hitze

Im Klima der Küsten

es mit

in

allgein

geringsten.

im Süden

kanischen Golfes und Westindiens

und Südchina

aber

;

der Unter-

ist

Trockenheit, scharf auszuprägen.

und der

in

im Süden

ihnen

und Asiens haben eine

ein Bestreben sichtbar,

der

Feuchtigkeit

die

alt-

ist

Zone

im Winter

Richtung und Ausdehnung und selbst

in

Meeresströmungen, schied zwischen

daher

ihrem Norden

in

grossen

gemässigter

das Land, das

durch

Nord -Amerika

Die Ostküsten

in

indischen

,

der

das Gegentheil der Fall.

ist

meine Aehnlichkeit

Die

werden durch das

als sie erkältet

der Neuen Welt

arabischen

der Alten Welt werden

erwärmt

(ira2il).

hauptsächlichsten klimatischen l'ebereinstimmungen und

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800

V.

Der EinHuss der

b

()

Das Klima.

erfläch eagotttalt auf das Klima

Gebiet der Vereinigten Staaten

,

Nord

wie überhaupt in

gering im O., aber sehr bedeutend im

W.

-

demselben Masse

In

i^t

im

Amerika, der

als

Westen des Uontinents von mannigfaltigerer und energischerer Höhengliederung

ist

als

der Osten, sind

auch

Beziehungen zwischen

die

ObcrHächengestalt und Klima dort inniger als

hier.

Im

0.

ist,

wie wir

gesehen haben, ein grosser Theil des Landes nur wenig über den Meeresspiegel erhöht und von sehr einförmiger Obertläehenbeschaffendasselbe

heit:

ursprünglich fast lückenlos

ist

durchaus

bewaldet,

bebaubar und mit nicht sehr abweichenden Regenmengen bedacht Das Alleghany - Gebirge nicht

zu

wiewohl

.

arm an mittelhohen

stark von

klimatischer

langgestreckt

Gipfeln,

ist

Senkungen unterbrochen, Unterschiede

weiden zu können.

zwischen

und im Einzelnen

um

seinem

zur Ursache Ost-

scharfer

Beide Abhänge des Gebirges sind daher gleich

unmittelbaren Wirkungen

Unterschied

-

und Westabhang

gut bewässert, gleich dicht bewaldet und unterscheiden

von den

.

im Ganzen zu niedrig und

abgesehen

sich,

der verschiedenen Höhenstufen,

zwischen Nord -Amerika und Europa dahin zusammen, dass über-

einstimmend seien:

die

vorwaltend

südwestlichen Windrichtungen,

die

allge-

meinsten Verhältnisse der harschen und thermischen Windrose, die Wirbelbewegung Entgegengesetzt

der Stürme, die Yertheilnng des Hegens auf die Jahreszeiten.

dagegen die Vertheilung der Winde auf die Jahreszeiten, indem Europa im Winter südwestliche, gegen Sommer zu immer mehr nördlich werdende. Nordfindet er

Amerika dagegen nordwestliche Winde im Winter, südwestliche im Sommer hat; die in Europa im Sommer auf der nordwestlichen, im Winter auf dir nordöstlichen, in Nord-Amerika im Sommer auf der nordöstlichen, im Winter auf der nordwestlichen Seite liegt; grösste Trübung und Hegenmenge fällt in Europa mit westlichen, in Nord -Amerika mit örtlichen Winden zusammen: die Hegenmenge nimmt in Europa ab von W. nach ()., in Nord-Amerika von 0. nach W. (Bericht der K. PreuSB, Akad. d. Wissensch. Berlin

ferner die Lage des Kältepols,

1S40.

1 Iii).



Man

unschwer,

sieht

dass

diese Unterschiede

Unterschiede des Umrisses und der Bodengestalt zurückführen.

vorwiegend In

auf

Europa sind

Wärme

und reichlichere Niederschläge zu vermitteln. Man muss in diesem Sinne Blodget Hecht geben, wenn er das Klima der Vereinigten Staaten ein ausgeprägter natürliches oder nuitnales Klima nennt als beide geeignet,

grossere

Europa's.

welches

das

besonders

hinsichtlich

der

periodischen

wie

nicht-

Schwankungen so sehr gemildert und abgeglichen ist. Zwischen dem Inneren Nord -Amerika'* und Asiens, welches die Gebiete der grossten wo diese Schwankungen ein Schwankungen sind und dem West - Europa's periodischen

,

Minimum

erreichen, stehen

als ein Gebiet

die Vereinigten Staaten

östlich

des Felsengebirges

normaleren Klima's (im Verhältniss zur Breite) mitten inne.

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Das Klima

V.

nicht von

den flacheren Gebieten

gelagert

sind.

scheiden

sich

Selbst

nur wenig

So gering

Gebirges

des

um Weniges

sie sind

;

unter-

den Ab-

von

und regen-

kälter

welche die Alleghanies

Störung,

die

ist

im 0. und W. ihnen vor-

Thäler

klimatischer Beziehung

in

hängen und jenen Flächen ärmer.

die

,

inneren

die

301

in

dem

allgemeinen klimatischen Charakter der östlichen Hälfte von Nord-

man

Amerika erzeugen, dass

Land

vom

östlich

9f>.

einem grossen reberblick

bei

Breitegrad

als

wesentlich gleiehgcartet betrachten kann. birge seine bedeutendste

der

Höhe

Auch im

im mexikanischen Meerbusen

Küstenlinie

Klima und neben

Einfluss auf das

wo das Ge-

S.,

erreicht, ist sicherlich

alles

Beziehung

klimatischer

in

nur die Form

von

überwiegendem

ihr vielleicht die

Massenerhebung

des mexikanischen Hochlands und seiner östlichen Ausläufer, die im

W. und NW.

Damm dem

sich wie ein

Passat

denselben nach 0. und N. hin ablenken, wo er

Becken

entgegenstellen und weit offenen

Durchgang

Mississippi-Thaies den bequemsten

des

dem

in

findet.

Die mehr im Herzen des Continentes gelegenen Gebirgsgruppen wie

Ozark

die

Hills

und andere geringere Erhebungsmassen haben nicht

mehr klimatische Bedeutung

Superior und von diesem gegen

L.

Nur

als die Alleghanies.

Höhen am Westende der grossen Seengruppe,

die breiten

der Gegend des

in

die Quellen des S. Lorenz zu.

erlangen durch ihre innere Lage und die höhere Breite, in die

gerückt sind, eine etwas erheblichere klimatische Bedeutung. dicht bewaldet, erniedrigen die

Bei

schläge.

beginnt

Temperatur

-

Temperatur und vermehren

die Nieder-

allmählichen Anstieg, der nun von dieser Region

Klimazustände

gleichartiger

führt,

dem

sie

Sie sind

nach

beim

ungefähr

Unterschieden

und

den Höhen des Westen hinauf100.°

der

W.

L.

mit

grösseren

den

stärkeren

Trockenheit

die

Wüstennatur sich geltend zu machen, welche dem grössten Theil des Westens in

mehr oder weniger entschiedener Ausprägung ihren

Stempel aufdrückt. Mit

dem

105.°

Man ist hier auf einer Meereshöhe man schon über 1500 m., und

steht

wüstenhaftesten Gebiete,

das diesseits des Gebirges zu

Sand- und Salzwiesen von geringem Unfang treten in

diesem Gebiet dürrer

gedehnte Wüstenregionen

in.

mitten

im

finden

wohl

grauer Steppenvegetation auf, wie

von 0.°

fast

und vom Ufer des atlantischen Meeres

des Continentes reicht.

Es wäre

ein entschiedenes

Continentalklima, wenn nicht die grosse Feuchtigkeit wäre, günstige hin fast

Winde von den Meeren, im

tragen.

aus

0.

und

Die Sommerhitze vor allem

dem Rahmen

cha-

vom Rind

des

im

ist

S.

welche

her über das Land

so

extrem, dass

sie

Uebrigen so entschieden der ge-

mässigten Zone angehörigen Klima's heraustritt; wenn St. Louis (an der Missouri-Mündung) während der drei 27.°

nur eine

1)

um

1,8°

niedrigere

Sommermonate mit

Durchschnittstemperatur

seinen auf-

L. Blodget, Climatology of the U. S. 1857. 114.

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Das Klima.

V.

weist als das fast tropische

Key West und wenn das Maximum der

Sommerwärme

um

als

sogar

dort

3° höher als hier, so scheint

es,

ob ein Tropenklima für drei Monate dem Klima der gemässigten

Zone gleichsam aufgepfropft diesen

Starke Niederschläge verstärken

sei.

und helfen ihn

Eindruck

der

in

Ver-

nördlichen

weiten

breitung wärme- und feuchtigkcitsliebcnder Pflanzen zu recht deut-

staunliche

schiedenen

Zug

Diess

sein

es

ist

wenigst

der

nicht

über sein

Höhenverhältnisse ist,

weites Gebiet

so

Temperatur könnte wie

in

um

Charleston

sie es in

unter dem

ebensoviel

ver-

gleich-

ob diess nur eine einzige Fläche

als

sei.

nicht so zu verstehen, als ob nicht zu einer Zeit

ist

er-

Klimas, dass es ungeachtet der sehr

dieses

mässig ausgebreitet

die

Und

Ausprägung bringen.

licher

z.

darüber

Galveston oder Milwaukee

B.

Mittel ist,

sondern es besagt, dass die jeweiligen klimatischen Zustände eines Ortes,

wio

sie

auch sonst

mögen,

sein

sich

symmetrisch und nach

Massgabe der Entfernung verbreitet zeigen. scharfen Gegensatz

zu

den

Es

bildet

diess einen

Uebergängen und den

unvermittelten

grossen örtlichen Unterschieden des westeuropäischen und nordwest-

amerikanischen Klima

8.

Diese Gleichförmigkeit

hervor als in der Leichtigkeit, mit der schreiten konnte, die Gesetze

man

in

tritt

nirgends klarer

Nord-Amerika dazu

der Witterungserscheinungen für den

ganzen Osten festzustellen und aus denselben jene Vorhersagungen abzuleiten, zu denen viel zalilreicheren

nur r

man

keinem Lande Europa's

trotz unserer

Grade

von Sicherheit je

gelangen

wird.

der klimatischen Vorgänge, sagte Blodget

schon

ähnlichen

entfernt

Diese Symmetrie

in

und längeren Beobachtungsreihen mit einem auch

vor 20 Jahren, „begünstigt

Dynamik und der Gesetze

die Erforschung

ihrer

der

atmosphärischen

Bewegungen und Stürme.

Man

er-

kennt diese bei jeder allgemeineren Störung an so verschiedenen

Punkten und die ganze Erscheinung zu definiren, dass es

kaum möglich

ist ist,

so

gut zu begrenzen und

nicht zu einer entscheiden-

den Erkenntniss dieser Gesetze aus dem Studium der Witterungsberichte zu gelangen

1)

a. a. 0. 129. Wir müssen es dem grübelnden Forschergeist

Blodget,

Verhältnisse als

nicht weniger der Einfachheit dieser

zuschreiben, der die Nordamerikaner

Das Klima.

V.

Stüiungcn

Dir

gemeinen

in

Selten

ein

ist

der

Atmosphäre

der

in

Richtung



1

Tagen an den

;i

100.°

W.

All-

das

ganze

macht er

sich

Punkten

L. gelegenen

Weiter als der Vorgang selbst sind seine Wirkungen zu

fühlbar.

Ein Sturm, der über

verspüren.

Küste

atlantische

die

es der Fall ist,

vom

östlichst

im

sich

durch dieses Gebiet.

().

und derselbe klimatische Vorgang durch

Land hin zu verfolgen, aber wenn in

bewegen

W. nach

von

kann

Louis weggeht,

St.

aber

gelangen,

in

der

Kegel

an

bis

gelangt

we-

nigstens die Temperaturerniedrigung

und der starke Westwind dahin,

einem Sturrae zu folgen pflegen.

Hegen aus westwärts ziehenden

die

Wolken

nchraal

in.*

ausserordentlich

manche klimatische Erscheinungen

hafter zu sein scheinen

als

andauernde Kälte bei Westwind,

Hegen,

bis zu in

man

hat

den Plains verfolgt.

diesem (iebiete dauer-

anderswo, dürfte gleichfalls eine Folge

symmetrischen Verbreitung

ihrer weiten,

verbreitet:

weit

Hegen von der atlantischen Küste

solche

Dass

ist

sein.

Die ebengenannten

Oststürme

Erschei-

sind

wenn schon 1749 ein gewisser Lewis Evans in einer in Philadelphia Abhandlung das allgemeine Gesetz aussprach, nach welchem die Stürme in der Südhälfte von Nord -Amerika sich von SW. nach NO. bewegen, wobei Hegen und Wind vorausgehen und Westwind mit klarem Wetter nachfolgt. auszeichnet,

veröffentlichten

Franklin wiederholte diese Beobachtung, die er wahrscheinlich unabhängig ge-

Das Drehungsgesetz der Winde

funden hatte.

worden

ist in

Nord-Amerika früher entdeckt

Schon so früh wie 1847 wurde dort der Vorschlag gemacht, den elektrischen Telegraphen zur Febermittelung von Warnungen vor heranals

Kuropa.

in

ziehenden Stürmen

zu

benutzen.

Nord -Amerika

wurde das erste System von WetterLeben gerufen, und zwar, was bemerkeus-

voraussagungen

in

werth

als

Privatunternehmen mit Unterstützung der Handelskammer von

und

seit

ist

.

Cincinnati,

Hundesregierung hat auch

so

Klimalehre

in

viel

langt'

in's

1870 werden die Prohab Hit ies und Weather

Washington herausgegeben.

machen konnte, dass

sie in

besonderen Charakter ihrer Geburtsstätte, sie

Map»

sich zu sehr imponiren

lasse von

von der

Kein aussereuropäisches Land

dazu beigetragen, den Vorwurf zu entkräften,

den

ihren Schlüssen zu sehr

Enropa's,

beeintlusst sei,

der grossartigen Einförmigkeit

man der von dem

oder

dass

tropischer

Bück über die europäischen Grenzen hinausschweifen eigentümlichen klimatischen Verhältnisse Nord-Amerika's haben mit beigetragen, den Grundsatz zu befestigen. ,.dass in dem bewegten Treiben des Luftkreises kein Punkt sich isoliren kann, dass jedes Phänomen als ein durch andere bedingtes erscheint und ebenso

Verhältnisse, sobald sie ihren lasse; die höchst

im

Gegeiltheil

wieder allg.

andere

sehr wesentlich

hervorruft"

Erdk. N. F.

BatfU

Ara.rika.

I.

I.

(H. Dove,

Das Klima von Nord- Amerika.

Z.

f.

29).

90

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V.

häufig durch ihre

welche

Illingen,

I>as Kliinu.

Dauer auf

Eine gewiss«« Gesetzlichkeit

zurückweisen.

eine weite Verbreitung

der Aufeinanderfolge

in

der Erscheinungen, welche vom Beginn einer Störung bis zu wiederhergestelltem Gleichgewicht

stattfinden,

weiten und gleichförmigen Gebiete

Erhöhte Temperatur, südliche Winde,

Winden

östlichen

bei

rascher

,

das

dem

in

betrachten:

wir

Regen

fallender Barometer,

ebergang zu

l

nur

gleichfalls

ist

möglich,

westlichen

Winden,

sinkender Temperatur, steigendem Barometer und als Resultat kühles,



klares Wetter

diess sind die Erscheinungen,

deren Kreislauf

in

der grösste Theil der atmosphärischen Bewegungen des Ostens der Vereinigten Staaten selben Folge von in

W. nach

und

fallt,

0. sieh bewegen, wobei

dem

in

— 800

3U0

sie

Gebiete

selten in der-

die nicht

e.

M.

24 Stunden durchlaufen.

Der grosse Spielraum, sich

bewegen,

Baumes,

auf

in

dem

klimatischen Veränderungen

alle

eine anderes Zeugnis» für die örtliche Weite

ist

dem

Es genügt

sich abspielen.

sie

meteorologischen Tabellen,

um

die Kluft zu erkennen,

niedersten und höchsten Temperaturen

bemerkt dabei

dass

,

hin stärker sind als nach der der

Temperatur

der

höhungen. gross,

extremer

Auch

und

Wärme, dass

die Veränderlichkeit der

wie

bei

der

sind

als

Regenmengen

als

die

fast

um

der

Veränderlichkeit

dem Maximum zu,

kann

die Erniedrigungen

unvermittelter

Schwankung nach dem Minimum

fallen

Man

Seite der Kälte

die

ist

Er-

ähnlich

nur dass hier im Allgemeinen das umgekehrte Verhältuiss

herrscht

nach

welche die

von einander trennt.

Schwankungen nach der

die

der,

ein Blick auf die

d.

h.

es

Temperatur.

Die

nur halb so gross wie

ist

kann

nur halb

Durchschnittsmenge beträgt,

so

aber die

viel

die

Hegen

Regenmenge

das Doppelte zunehmen.

Die grossen Unterschiede im Klima der östlichen und westlichen Theile

der Vereinigten Staaten

forschern

des

das Klima der

genauere

I'räriegebietes

wurden schon von den ersten Er-

und

der Felsengebirge

Westhälfte wurde

Nachrichten

über dasselbe

von Fremont vermittelte,

.

erkannt

und

der uns zuerst als

ein

weniger

amerikanisches wie asiatisches bezeichnet und diese Benennung, die in

dem Sinne

wie

kann noch heute

sie

als

gemeint zutrete nd

ist.

eine Klassifikation einschliesst,

gelten.

Es

ist

ein

Hoehi benen-

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Das Klima.

V.

und Steppenklima, wie in

wirklicht

Nichts

ist').

der grösstcn Verbreitung und Schärfe

es in

dem Hochebenen- und

:;n7

stcppenreiehsten Cnntinente, in Asien, ver-

bezeichnender

ist

ffcr

dasselbe als der Mangel

atmosphärischer Feuchtigkeit, der schon beim Hf>.°W. L. sich fühl-

und vom

macht,

bar

100.°

oder

IN*,

mit rasch zunehmender

an

Hodenerhebung dem ganzen Naturcharakter des Westens jenen armen und dürren Zug aufgeprägt, der steppe

hie Prärien des

ist.

meistentheils

nicht

Charakterzug der lloehcbenen-

«1er

weniger feucht

als z.

Wechsel

die Plötzlichkeit

als

nehmen

bloss

allgemeine

die

Theil

sie

welche

sein,

gemeinsamen Namen der Prärien

recht,

sie

Nur an der Grenze

unter

im Lande

der

Vlama abzusondern.

deren Dürre

an

und

es

Uebereinstimmung der flachen Boden-

und der Haumlosigkeit

gestalt

den

des Ostens

die weite Erstreckung eintretender

durch irgend einen anderen Zug.

der Hochebenensteppe

kann

und

sind

die Ilinnenthäler der

Ii.

dem Waldgebiet

Alleghanies und unterscheiden sich von

mehr durch

Mississippi-Beckens

eigentlichen

dem.

Selbst

der

Unit

Benennung der

Auge

kein

Man

lässt.

üblichen

selbst

immer

noch

ihnen

beilegen

Unter-

für die

schiede der hydrographischen Verhältnisse und der Vegetation hätte, die kaum Sommer oft

würde der Mangel jeder Schwüle und

merkliche Perspi-

ration in einer Temperatur,

für

unter 1)

:i2" sinkt,

die im

die Trockenheit der Luft deutlich

Früher waren

Erfahrung die Ansichten

bei beschränkterer

ziehung wohl zu optimistisch.

sagt

S

z.

B.

Wochen

nicht

genug verkünden.

A.v Humboldt: „Allgemein

in

dieser Be-

ist

verbreitet,

dass westlich von den Alleghanies das Klima auf denselben Breitekreisen milder sei

den Atlantischen Staaten.

als in

grade geschätzt. nisse: die

I

m

Gleditschia

dieselbe

Zahl

Jefferson hat den

von

nterschied auf

.'1

Breite-

man

dieselben Erzeug-

die Anstolochia

Sypho im Becken

(iraden

momosperma, (atalpa.

I

sieht

des Ohio weiter nach N. vordringen als auf den Küsten des Atlantischen Ocoans.

Vnlney hat diese Erscheinung durch die Häufigkeit der SW. -Winde zu erklären vom mexikanischen Meerhusen nach diesen (le-

versucht, welche die heissc Luft

genden hindrängen".

(Mem.

Soc. d'Arcueil. 1817.

III.

aus den sehr günstigen Verhältnisse u des Mississippi

Westen.

505.) -

Man

schloss damals

Thaies auf den fernereu

Die Vorstellungen vom Klima N'ord-Amerika's sind überhaupt lange Zeit sie nur auf die Verhältnisse der östlichen Hälfte des Erdtheiles

dadurch, dass

sich gründeten, sehr einseitig gewesen und es ist richtig, was Blodget sagt. „Unsere Auflassung des nordaiiierikanischen Klima' s würde sehr viel anders gewesen sein, wenn der Continent. statt von 0., ursprünglich von W. aus betreten

worden wäre"

(a. a.

ü. 165).

20*

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MOS

Das Klima.

V.

Luftverdünnnng

Die

dem

in

Inneren

dos

Thcile

grössten

dieses

Gebietes erhöht diese Wirkungen und die Thatsache, dass die Nieder-

und

schläge

C machen im Gegensatz

ihre

Hegen des Ostens

selbst

und

salz-

Wirkungen

auffallendsten

Masse

häufiger

als

Flüsse

alkalihalt igen

Salz-

dieser Troekniss.

Pflanzen (Artemisien. Chenopodien, selben

es heiss

die

(aeteen) werden

die

kalt,

im 0. unverhört

hier

vorkommen.

der

eine

dem-

in

besonders

,

sieh in Kxtrejneii

sehr kalt

;

die- liegen

Low nennt Wolkm-

.

Xeu-Mexieo charakteristisch und

zusammengedrängt. in

wenn

Winde Wirbelstürme.

der Hegenzeit häufig

sind

feuchtigkeitsliebenden

es sehr heiss.

ist

ist.

sind Sündfluten, die briiehe für

die-

und dürreliebende

Moose, zurückgehen. Das Klima der IMains bewegt

Wenn

weitverbreiteten

nicht geeignet,

ist

Die häufigen Salzseen. Salzsumpfe, salzgctriinkten

selben zu mildern.

Sandwüsten,

den

zu

örtlich beschränkt sind,

dass

sagt,

sie

während

Extreme von Hitze und

sind,

erseheinen hier auf den

Alle

Umstände

Haum

begünstigen

die

Kälte,

eines Tages

Ausstrahlung

der Nacht, so dass sehr niedere S,

Maine

Island 96,

Vermont, N. Carolina.

Virginia

lo

11*.

.Jersey

10Ü, Illinois. Indiana 107,

Connecticut, Mississippi,

D3,

Carolina, Kentucky,

S.

Delaware. Maryland, Distr. Columbia,

New Hampshire 7t», Arkansas. Wyoming 72. Texas .">*, New Mexico

Georgia H3, Kansas 77,

Nebraska, Arizona

Indian T. 73,

56, California 50.

7;">,

Mit den grossen Niederschlagsmengen des Vereinigten Staaten-Gebiet es

stimmt auf den ersten Blick die

welche für dasselbe

am

mit

Trockenheit

Ausnahme der

der Luft nicht tiberein,

am

südlichsten Gebiete

Golf und

Meere so bezeichnend ist. Man leitet sie aus den raschen und häutigen Temperaturschwankungen ab. welche durch Abkühlung austrocknend, durch Erwärmung dampfbildend auf die Atmosphäre wirken. Die Luft nimmt hier in derselben Zeit doppelt so viel Feuchwie in West -Kuropa und ihr tigkeit von derselben Oberfläche auf Atlantischen

Sättigungsgrad

Die

dort.

doppelt so gross wie

reichlichen Niederschlüge

der

trotz

ist

Verdunstung

jährliche

in

schon

ist

in

zu 12">0 mm., für Baltimore zu 127»» bestimmt.

sie

zu

l

NW. und SW.

Gebiet

sind

.

der

zeigen

').

414.

814.

Knowledge VI. 133. Peak vertheilen lieh die Winde nach Proc: 27 SW., 20 W., 16 NW., 13 N., 8 S., 3 0., NO. und SO., 1 Calnie. 3) Smithson. Contr. to

4)

Auch auf dem

Gipfel von Pike's

has Klima.

V.

:sis

An

Küste

der

Meeres sind

des Stillen

einigten Staaten die

Westwinde

im Gebiet

den: Sie verhalten sieh der Menge nach wie H;

am

Die Westwinde wehen

nur im Winter.

am Morgen

Nord-.

westwinde ziemlich vert heilt

Süd-. Südost- und Süd-

Morgen- und Abendstunden

über

Häufigkeit

ihrer

zu den Ostwinden.

1

und Westwinde wehen häufiger

Nordost-

gleichmässig

Nach

sind.

Westwinde

SO,

N.,

sind

S.,

W.

mehr Ostwinde

heblich

die

in

Die reinen

Von

Ostwinde.

reinen

S.

erscheint, an

O. sich anreihen.

als

haben die nördlichen,

pacifischen Stationen

den

NO. und

140 mal häufiger

Winde

die

folgen

Francisco so auf einander, dass als der häutigste

den SW., NW..

Ver-

Sommer. Ostwinde dagegen

häutigsten im

am Nachmittag, während

als

der

gleichfalls die weitaus vorherrschen-

wie Astoria.

er-

wiewohl der W. auch hei

als die südlichen,

ihnen entschieden überwiegt. Die «las

Vert h eil ung der vorherrschenden Winde über

Gebiet der Vereinigten Staaten

durch

die

Thatsache bestimmt,

herrschenden Bewegungen

und zwar liegt

in

in

ist

zunächst ganz im Allgemeinen

dass

-

Amerika VV.

vor-

die

nach O. gehen

einem Gürtel, der zwischen dem 32. und 58.° N. Intensität bei ungefähr 4ö°

und dessen grösste

Die östlichen Richtungen, welche sich vorzüglich

kund

in

Ii.

ist.

und nordwestliehen Winden,

hindurch

der Gürtel selbst

natürlicherweise

sich

zu suchen

diesem Gürtel vorwalten, gehen

in südwestlichen

welche das ganze Jahr

in

Nord

in

der Atmosphäre von

abwechselnd

herrschen,

im Laufe

während

der Jahreszeiten

wechselndem Sinne verschiebt.

kommen

In diesem Gürtel

in

Lousiana, Georgia

wissen Theilen des Jahres nordöstliche nördlich

von

denselben

drehung der Knie wird.

um

u.

s.

Polarströmungcn

.

ge-

in

welchen durch die

sich selber eine westliche

V\\\-

Richtung gegeben

Im allgemeinen Kreislaufsystem unserer Atmosphäre

sind die

Winde Nord -Amerikas Theile des herab-

vorwaltend westlichen

steigenden Aequatorialstronis südwestliche,

f.

Monsune zur Herrschaft und

westliche

oder

rückkehrenden Passats, die

oder nordwestliche

nachdem das Herabsteigen

in

hat.

Die südwestlichen Luftströme dagegen, dieses Gebietes

der

erscheinen,

als

je

niederen oder höheren Breiten statt-

Theil

in

Winde

welche einen grossen

wärmeren Jahreszeit übertluten, ge-

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Das Klima.

V.

319

hören den unteren Strömungen an und trugen gleichzeitig den Cha-

von Monsunen,

rakter

Südwest- Monsunen Indiens

gleich den

die

Feuchtigkeit gesättigt sind, während

mit

Aequatorialstrom

weiter

viel

der

dieser Jahreszeit

in

und von

herahsteigt

nördlich

her

S.

der Nordost- Passat Ins an das Gebiet der (iolfstaaten vorrückt.

Unbeschadet

welche diese Luftströmungen

der Gesetzlichkeit,

im Ganzen und Grossen ausprägen, sind dieselben zahlreichen

und

mannigfaltigen Störungen unterworfen, denn die Vereinigten Staaten

gehören

Zone veränderlicher Winde und nur von den süd-

die

in

und nordostliehen

westliehen, westlichen, nordwestlichen, nördlichen

kann man sagen

dass

,

angehören

sphäre

dem

sie

während

,

grossen Kreislaufsystem der Atmo-

alle

anderen

hauptsächlich

atmo-

in

sphärischen Störungen ihren (»rund haben und im Gegensatz zu jenen

abnorme Winde erscheinen.

als

man

diesem Gebiet

in

vorwaltende Neigung zu Ost-,

vom

I.

der Vereinigten Staaten

weniger zahlreich

als die ersteren, sie hilden

sind fast unhekannt im

Sommer und am

nordöstlichen

schon

Dichtung

am Lande eine

ist

dem Meere in

fast

welche

solche,

in

Allgemeinen nördlich

SW. kommen

Die letzteren sind

nur etwa V* aller Stürme,

häutigsten im Winter und Früh-

Die Mehrzahl von ihnen erreicht die Küste südlich

grad und scheint auf

Ks

man

Breitegrad liegen, und in solche, welche aus S. und

viel

sie

theilt

Texas und dem Golf zu entstehen scheinen.

in

also

ebenso

höheren zu Westwinden

wie in den

kommeil and deren Dahnen im

und

ling.

Luftschichten eine

).

Stürme W. und NW. Die

aus

damit überein, wenn

stimmt

1

kann

feststellen

Ks

den unteren

in

immer

in

vom

40. Hreite-

einer mit der Küste parallelen;

Selten

fortzuschreiten.

kommt

vor, dass

es

einer nordwestlichen Dichtung abgelenkt werden.

hemerkenswerthe

Meteorologen längst aufgefallen

Thatsache ist.

den

die

,

dass diese Stürme,

amerikanischen welche

nord-

in

östlicher Dichtung der atlantischen Küste entlang sich bewegen,

häutig in

der (iegend

Man

5o. Breitegrades

des

stehen

zu bleiben scheinen.

merkt dann ein mehrtägiges Anhalten niederen Luftdrucks

1)

J.

Henry.

sammenhang mit

Metenroi. in

dieser

its

vorwaltend

(V.nn.

with

Jahreszeiten

in

Im Zu-

des oberen

Mühry. lieber

die

in

tieferen Regionen

die vorwaltenden

Richtungen der Oirruswolke.

Li

Nord- Amerika xn

vorwiegend ostwärts ziehend beobachtet werden, einerlei,

Windrichtungen gleichzeitig (Vgl.

Richtung

Oest

/..

f.

be-

der (iegend

400.

Agricult.

wesentlichen

itromes steht die Thatsache, dass die Cirruswolken

in

sein

Met.

1t-

allen

welche

mögen.

VII, 311).

Digitized by

Googl

330 von

Das Klima.

V.

New Foundland und Nova 8cotia. Wahrscheinlich hängt dieses Andem starken atmosphärischen Niederschlag zusammen,

halten der Stürm«» mit

welcher dieser Küstenregion

Nordostens eigentümlich

d»'s

ist.

In die Klasse

dieser südlichen und südwestlichen Stürme gehören jene heftigen Stürme,

man Wirheistürme oder Cvelonc nennt. Die tropischen Wirheistürme kommen als I/utriranes an die südatlantische Küste der Vereinigten Staaten und die Golfküste. An der letzteren kommen sie hesonders häufig vor. Ihre Bewegung ist hier immer von SW. nach NO. gerichtet und ihre zer-

die

störende Kratt

von

.

der

und

zwar

welcher

haben

sie

sie

in

um

entweder umbiegen,

grössten

1

).

An

der Linie des (iolfstromes aus S.

Richtung OSO.

sie die

am

an der südlichen Seite

ist

kommen

der atlantischen Küste

und Wohnstätten des Südens

die Pflanzungen

Spuren tragen,

alljährlich

Iiis

zur Haihinsel Florida,

hei

mit steigender Geschwindigkeit

sich

auf das Meer hinaus zu begehen, oder parallel der Küste nach NO. wehen. Ihre Axe, an der oft ein sich

zunächst

mit

um 25 mm. mehr

nicht

als

verminderter Drin k herrscht, beweg! in Kil. Geschwindigkeit

aber diese Geschwindigkeit kann nach längerem Lauf bis

auf das Doppelte anwachsen.

strömungen links-rechts, auf der Hechten.

Es

d.

gibt

September und Oktober, und

Ks

Em

diese

Axe

per Stunde,

höheren Breiten

rotiren die heftigen Luft-

nordöstlich auf der Linken

h.

eine Jlurrimue Scnson

in

in

die

,

und südwestlich Monate August.

welche die grosse Mehrzahl dieser Stürme,

zwar mit Vorliebe auf Ende August und Anfang September, Hurrimnr. District*

sog.

gibt

Südstaaten

.

zu haben. liebe für

dem

fällt.

den Küstenstrichen der atlantischen

denen diese Stürme besonders häutig und heftig auftreten.

in

dem Westen kommen, scheinen

Die Stürme, die aus selten auf

in

ihren Ursprung nicht

und in Nebraska Bewegung nach 0. zeigen sie eine entschiedene Vorden Weg über den Oberen und den Huronen-See. Stillen

Occan, häufig im Cascadengebirge

In ihrer

Einer ganz anderen Klasse gehören die

Nord s

t

ü

r

me

an, welche an der

ganzen Golfküste, besonders heftig aber an der texanischen, zw ischen November

und Mai, ausnahmsweise auch im Sommer wehen, heftige Nordwinde, welche viel zur Ausprägung des eigentümlichen Charakters beitragen, welcher das

Klima

Winde, die werden.

1)

dieser als

Aus Texas Von den

Es sind scharf

Hegionen auszeichnet.

Xorthn oder Xorte von schildert

allen

E.Römer

individualisirte

anderen Stürmen unterschieden

sie

mit folgenden Worten:

grossen Wirkungen, die diese Stürme erzielen können,

„Das

mag der

Wirbelsturm ein Beispiel geben, der im September 1854 die texanische Küste heimsuchte und den ( anal, der in die Matagorda -Bai führt, dauernd vertiefte, so dasü seine Tiefe von

(iewalt



auf 11

e.

F. stieg: er trieb das

Wasser mit

Mündungsbarre seewärts abzutliessen vermochte. (Emory V. ai)

so grosser

aus der Bai, dass es nicht anders als unter so starker Vertiefung der

Survey 1867. L

S.

und Mex. Bound-

.'>(].)

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Das Klima.

V.

Auftreten

plötzliche

bezeichnend

besonders

ist

321

für

Kaum

sie.

deuten

den Bewohnern des Landes bekannte Anzeichen, wie eine gewisse

einige

Wolkenbildung und der Flug der Vögel nach

einige Stunden vorher

S.,

Der Fremde gewahrt sie gewöhnlich nicht unheimliches Pfeifen hört und ihren eisigen Hauch

früher, als

ihr Erscheinen an. bis er ihr

Obgleich die Temperatur, welche

pfindet.

sie

selbst

em-

mit sich bringen, nur selten

und dann wohl nur zur Nachtzeit unter den Gefrierpunkt sinkt und meist noch 4

da

— 0" R. über demselben Wechsel

der

grad

meist

bedeutend

oft

des Windes

Wanne-

20'

dieselbe

so

Eintreten des Xordsturms

5".

seinem

von

ersten

ist

Die Heftig-

Erscheinen

Wolken bedeckt.

Erfahrungssatz

allgemeiner

Ein

Gegen

dass die Dauer eines Nordsturms selten 3 Tage übersteigt.

den Frühling nimmt, wie die Heftigkeit

und Kalte,

so

Wahrend des zweiten Winters, den

des Windes ab.

an

Höhe erreicht hat und nimmt dann Der Himmel ist Während des Nordsturms

sie ihre grösste

bis

trübe und mit grauen es,

vorhergehende lt.,

gewöhnlich

ebenso allmählich wieder ab.

ist

und der

Wenn am Morgen noch

ist.

nimmt

gleichmassig zu,

dieselbe doch sehr empfindlich,

ist

plötzlich

am Nachmittage nach

vielleicht

keit

so

bleibt,

sehr

auch die Dauer ich

in

Texas

zu-

brachte, bildeten die Tage, an denen der Nordsturin wehte, fast die Hälfte.

Der Einfluss, und Thieren

ist vbei Menschen Der texanische Farmer verlässt mit Feldarbeit und wartet am Kamin sein Aufhören

den er auf die belebte Natur äussert

seinem Erscheinen

,

bemerkbar.

gleich

die

ab; der Fuhrmann, der auf der Reise davon überrascht wird, spannt seine

Ochsen aus und sucht

sich

Gebüsch

hinter einem schützenden

hoch auflodernden Feuer zu erwarmen.

deren Grund, sich vor der Einwirkung des Windes zu hüten, häutig

des

fall

völlig

Rindvieh in

sich in

stellt

dem

mit

der Prärie und suchen

rennen Stelle

sind

Ohne

finden.

sie

nicht,

in

regelmässig dieser

F.

Wirkungen geuug.

diese

viel

weit

kalten

südlicheren

Früchte

daran,

empfindliche

H

l

1849.

solcher Umschlüge

(JIJ.

Bttiel. Amerika.

I.

bis

der

Uebrigens

hier

kann

hinzufügen

,

dass

über Yeracruz hinaus sich

Wärme sind

fühlbar

auch

die

macht,

die

unmittelbaren

der Witterung auf den Menschen oftmals heftig

So erzählt Frobel (Aus America IL

er in der Cimarrou -Wüste

Ochsen

geschützte

Orangenbäume

dass

Man

).

Unterbrechung

Römer, Texas

solche

im Freien ausdauem und

Louisiana,

tragen

eine

sie

und

ihre Weideplätze

Nordstürme würde die texanische Charakter haben und namentlich

schuld

wahrscheinlich

ehe

fort,

Rück-

ein

Pferde

ein.

den dichten Uferwaldungen Schutz.

dem benachbarten

reife

denn sehr

und damit

Eintreten des Nordsturms

Wind an der mexikanischen Küste

eine

1)

einen

sehr

wie

in

mehrere Meilen

oft

Pflanzenwelt

als

seinem Gefolge ein Fieberfrost

überstanden geglaubten Wechseltiebers

verlassen

einem

bei

Reconvalescentcn haben beson-

reiste,

ein

so

IIS), dass in einer Nacht,

kalter Norte

während

wehte, dass einer der 21

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322

Das Klima.

V.

man

innerhalb der Wendekreise

im Winter erwartet; «loch

auch

Wehen

hier den grossen Vorzug, durch sein starkes

Miasmen zu vertreiben und man behauptet

hat er

die tiebererregenden"

Xmif

dass wahrend eines

,

die Fieber-Epidemien sogleich nachliessen.

man diesem merkwürdigen Winde nach

der Stelle, die

Hinsichtlich

seinem meteorologischen Charakter und Ursprung anzuweisen hat. allem

sein

Vorwalten

nennt

ihn

einen

der Winterszeit

in

und

fstndiriml

närdlifhen

hervorzuheben. weist

ist

vor

Wojeikof

A.

monsunartigen

ihm

Mührv sieht dagegen in ihm den Polarstrom der seinen Ausgangspunkt vom nordamerikanischen Wir Blodget klassiheirt ihn ähnlich wie Wojeikof). Kältepol nehme. Charakter zu, der sehr an Ost-Asien erinnere. ,

haben keine hinreichend genauen Angaben über die Verbreitung dieses Windes; was wir aber davon kenneu, bestärkt die Annahme, dass er eine Luftströmung von lokaler Ausdehnung, Vettersen')

dass

an,

gibt

W.

ginne und nach

im

er

hin von der Sierra

trockenen,

einen

unweit

Madie

bis 95"

nach 0. erstrecke er sich etwa als

monsunartiger Landwind

ein

Indian T..

durchdringend

W.

in

sei.

be-

Mexico begrenzt werde,

Er detinirt den Nortber Wind von ca. 45 Kil. per

L.

kalten

dem zuweilen Hegen

Stunde Geschwindigkeit,

der Grenzen,

vorausgeht.

Als

Beispiel

der raschen Teniperaturwechsel, die er bedingt, führt P. an, dass an einem

Tage das Thermometer Vormittags bei SO. auf 32,2" C. stand, und dass es um Ihr, nachdem der Nortber um 2 begonnen hatte, bereits auf -I

1,4"

aus

Kmory beschreibt einen Norther dem nordöstlichen Texas, wo er ihn bei vom 4.-7. December erlebte, mit folgenden

gesunken war: 27,8" Unterschied.

Gegend,

ähnlicher

Fronten

(ca.

UÖUm.

aus

M II.)

Worten: Ein ruhiger, milder Tag, andern das Thermometer sich zwischen 4.5 und 21° C. bewegte, endete mit einen plötzlichen starken Südwest-

Wind, der rasch in NO. überging und 24 Stunden heftig aus dieser 17" C. Himmelsgegend blies, während welcher Zeit die Temperatur auf



herabging und

IV* Zoll Schnee

s

fiel

).

Jedenfalls noch in höherem Grade lokal sind Nordwinde, die mit warmer Temperatur der Luft verbunden sind und die in den südwestlichen

Fuhrleute durch Rheumatismus plötzlich

in

Schwindel eint

und

niederdrückende 1)

V\

irkun«; aul

übt

den Mens*

In

Als

überhaupt n

in

Geogr. Mittb. 1861. 295.

Nach Wojeikof

erniedrigt

Temperatur uuter

dieser

Wind

selbst

seiner Leute

diesen fiependen

aus

L. Blodget, Cltmatoloj



Wind aber

der

bekamen mehrere

A. Wojeikof, Die atmosphür. Gradation, (ieogr. Mittb.

A Mühn.

bei S.

Antonio

Erg. t

Heft

:)S.



the C. s. 392.

(2!>', j

0

N. B.) die

0.

2) Oesterr. Z.

3)

Der Südwind

Erbrechen.

wurde.

dienstuntauglich

schwülen Südwind einschlug,

einen

f.

Meteorol. 1872.

Mex. BomuL Surv.

I.

:J44.

24«.

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Das Klima.

V.

323

Ein warmer North er scheint

Plains nicht selten zu sein scheinen.

dings ein Widerspruch in sich selbst zu sein.

aber ohne Schwierigkeit

Stürme des Inneren

die

Die Thatsache erklärt sich

dnreh einen vertikalen oder horizontalen Luft-

wirbel, in Folge dessen ein ursprünglicher

Ueber

aller-

eben so gut unterrichtet, wie über

die,

Südwind

Nordwind erscheint.

als

sind wir begreiflicherweise nicht

welche bis zu den Küstengegenden

gelangen.

Auf der Karte, welche das U. S. Signal Office über die Verbreitung der Stürme (ohne die örtlichen Gewitter) in dem Gebiet östlich vom 100. Breitegrad auf Grund zweijähriger Beobachtungen veröffentlicht hat, sind leider nur die Stürme der Hälfte des Prärien-Gebietes, die des Gebirges gar nicht

S.

Lorenz-Thal

bis

Quebec erscheinen dort sammt dem nödlichen Maine

Region der hautigsten Stürme Paul

am

lich

in

ein-

Die nördliche Hälfte des Gebietes der Grossen Seen nud das

getragen.

1

).

Das

oberen Mississippi folgen. diesen Gegenden

York, grössere Theile

10

eine Region mit

15



Das nördliche Neu-England, New Jowa, Nebraska fallen in durchschnittlich 2 Grade breiter Land-

beobachtet.

von Minnesota,

— 15

als die

Nebraska und die Gegend von St. 22,5 Sturmcentren werden jähr-

östliche

und

ein

Illinois.

strich südlich von diesen Staaten in eine Region mit

Eine Zone von demselben Sturmreichthum

zieht

5—10

sich

aus

Sturmcentren.

dem

Golf von

Mexico quer über den nördlichen Theil der Halbinsel Florida und von da an der atlantischen Küste, durchschnittlich 2 Langengrade landeinwärts reichend, bis

New

Sturmreichthum

Ein kleineres selbständiges Gebiet von demselben

York.

im nördlichen Texas.

liegt

Von den

Plains wissen

wir

durch vereinzelte Beobachtungen, dass ihre Stürme im Allgemeinen nördlichen

und westlichen Himmelsrichtungen und mehr den letzteren als den angehören. Sie haben nichts zu thun mit den Hagelstürmen von

ersteren

Gewalt

grosser

Hagelkörnern

.

Boden

den

die

bedecken

(Long

mit

gibt

manchmal ungewöhnlich grossen

an,

dass sie fast

1

e.

Z.

Durch-

und die am Fuss der Felsengebirge hautig sind, wo schon von Long ihre Entstehung den raschen Wechseln der Temperatur zugeschrieben wurde, ebensowenig mit den erfrischenden Winden,

messer

vom Gebirge nach den Steppen hinaus wehten und

die

1)

13

hatten),

e.

Auf

die derselbe Beob-

diese Kegion bezieht sich eine Beschreibung Norwood's:

M. oberhalb der Black R. -Mündung

heftigen Wirheistürme,

stiess ich

gelegentlich in diesen Regionen

die

„Ungefähr

auf die Spuren eines jener

vorkommen.

Seine

Richtung war nördlich und südlich gewesen, seine Breite ungefähr 100 Yards. Baum in diesem Bezirk war 10- 15' über dem Boden abgedreht und

Fast jeder viele

am Rande stehen, waren sammt den Wurzeln ausKronen dem Mittelpunkt zu, während die nicht entRichtung geneigt waren." J. G. Xorwood in Owen,

der grossen Bäume, die

gerissen

und streckten

wurzelten

nach

ihre

derselben

Geol. of Wisconsin 1852.

302.

21*

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894

Das Klima.

V.

man an dem Meeresufer beobachtet. Das Gebirge würde das Ufer, die Plains würden das weite Meer sein.

achter den Landwinden verglich, die Die Morgen und Abende waren sich der

still, aber im Laufe des Vormittags erhob Wind, der regelmässig von W. oder S\V. wehte').

Line der gewöhnlichsten Erscheinungen auf diesen Ebenen sind die

Wirbelwinde,

mau

deren

Staub gewöhnlich 60—100. Kegel, deren Basis

rinden

Taue

riesige

dem Grunde

Erscheinungen

auf einmal sieht;

aber auch .KMim. hoch

und schwanken wie

sind schmal

Diese

20— ;$u

oft

oft

im

gewöhnlich

heisseren

sondern

„ Heisse Winde, Sandstürme, Low, gehören zu den normalen Erscheinungen «1er Eben so normal sind nicht nur in ihr, sondern auch Wolkenbrüche, in deren Form die grösste Menge der

0.

sagt

Mohave- Wüste ').* den Plains die

in

Sommerregen herniederkommt, und wähnten Hagelfalle verbunden.

Wintergewitter, Gebiete

Tages

des

Theil

harmlos,

nicht

zu samumartigen Winden.

entwickeln sich

Sandhosen,

andere bilden

der Luft,

in

heben den

sie

die Luft; einige

andere sind umgekehrte Kegel.

aufliegt,

Häutig genug bleiben diese Staubwirbel

statt').

in

durchziehen,

ihnen

mit

sind

gewöhnlich jene er-

annehmen und weite vorkommenden Zusammen-

die stunnartigen Charakter

den

bei

sind

häutig

den kalten nordwestlichen Präriewinden stössen der warmen im Inneren Nord-Amerika's häutig und stallen hier eine viel gewöhnlichere mit

Golf-

Erscheinung dar

und

1MÜ7

Arkansas

:>,5

Mittel-Europa.

als in

zählte

man

den Wintern der 2 Jahre lsüti

In

durchschnittlich 4,5,

Illinois

in

und März Temperatur

Missouri

in

man am

In Wisconsin beobachtete

Gewittertage.



2.

10* und gleichzeitig war die Warren 4 ) macht die Bemerkung, dass in den Plains von West - Nebraska und Dakota im Sommer und Herbst die Ge-

lSdG ein heftiges Gewitter bei

im Staate Missouri

2*,u'

w

C.

ganz ähnlich denen des oberen Mississippi -Gebietes

witter

lantischen

Staaten

seien;

1)

Exped. from Pittsburg

2)

Nicht selten

Punkte zu sehen, wo

starken

kommen auch

örtlichen

natürlichen

bei

erfüllt

Die

mit Wirbeln.

stationär,

Luft über

1)

P. G.

IL

l*7t>.

vor

theils

und von

in

dem .T

Folge derselben

sind,

mehr

gleich

ist

Feuer erzengten Wirbelwinde in

A.

J.

S.

1SÖ1.

II.

den

weniger

oder

einem solchen brennenden Feld

durch

eingehend beschrieben von A. F. Olmsted .'!)

an

KVjfel übergeht.

sehr mannigfaltigen Formen von Wir-

den Schilf- und Präriebränden

Diese

at-

er-

eigentümliche Erscheinung

die

umgekehrten

den

in

— Diese theils

und der

W. und

phantastischen Gestalten

allerlei

in

Temperaturverschiedeuheiten

Wirbelwinden,

raschem Fortschreiten. radezu

I.

aus

477.

I.

Säulenform

die

D. Whitney. Geol. of Cal.

belwinden

etc.

unveränderlich

diesen .Staubhosen

Staubwolke

querlagernden

einer

bei

ist

kamen

sie

ge-

sind

181.

411.

Expl. in the Dakota Country.

Wash

1

H r>«?. 39.

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Das Klima.

V.

zeugten heftige Stürme,

Auf Südwind Tage,

ehe

wo immer

sie

;j2f>

Aber die Hache Prärie hiuwehton. W. ; oft weht jener 3



Gewitter aus

folgte fast regelmassig

Frühlingsgewitter waren (der Tradition nach)

dieses eintritt.

selbst im Mai noefa von Sehneefall begleitet und in der Nahe des Chaine de Roche -Flüsschens beim Girat Brn

Hampshire

W.

4,7,

New York

10,1,

starkem

bei

gleichzeitig

— 32,8

war und Kältegrade von

— 24,1

Minnesota),

Maximum

mouth Wisconsin) (

vom

bis

2'.)

ein-

getrennt

(Mittel von

Ein polarer

die hier nebeneinander lagen, konnten

ohne heftige Wechselwirkung bleiben.

(iewittersturm, der



(Sibley Minn.),

von Wisconsin) erzeugte.

(Mittel

und äquatorialer Luftstrom, nicht

Minimum

ein

das nur durch 7 Längengrade von diesem

trat,

während im

Pennsylvanien lfuV\

Nordwest -Winde

Abends

10.

Unter einem heftigen

zum

bis

20.

Morgens von Ply-

Jackson (Mississippi) eine Strecke von 10 Breite-

graden durchzog und in dem ganzen Gebiet des Aequatorialstronies eine Temperatur-Erniedrigung hervorbrachte,

von

Illinois

betrug, z.

sie

man

Morgen 5 schon



L.

Koch

am nur

schreibt

am

Abends

19.



1!>,4"

von

der Winterwitterung im B.

Unterschiede

ihre

C.

die an einigen Orten

Abend und Morgen 30

Indiana zwischen

glichen hatte

B.

und

5

noch

— 36°

Dubois

(Illinois)

den

nächsten

lb',7,

Unterschied

einen

:

In

aus.

von

36,1*.

der ausserordentlichen Veränderlichkeit

südlichen Illinois

Ohio): „Anfangs Januar

18;")3

das Thermometer stand auf 0 und

(von Golconda, 37'

war 3

—4 Tage

.'

N.

dichter Nebel,

Am

völlige Windstille.

Mittag

des 4. donnerte es ringsum, heftige Gewitter mit wolkenbruchartigen

Uegen folgten, mehrere Bäume der Blitz.

Thermometer der

stieg

Wind nach

gegen Abend

milder Februar

bei

die

bis

Nähe meines Hauses zündete

sich der 17,f)°.

Wind nach S. und das Noch vor Nacht setzte

N. uui, der Regen verwandelte sich in Glatteis,

nächsten Morgen hatten wir

und

in der

Während dessen drehte

und März.

— 1H,7°.

regte sich.

10" ein schweres Gewitter,

dem

.

ein

ziemlich

blühten

die

Pfirsiche

Am

6.

blühenden Pfirsischbäume brachen unter

und Eiszapfen zusammen"

hatten wir

der Regen verwandelte sich Nach-

Den nächsten Morgen stand das Thermometer die

April

der Nacht ein schwerer Schneefall

in

am

1857 war

Anfangs April

ganze Pflanzenwelt

mittag in Glatteis,

.

1>°

folgte.

unter Null

und

der Last von Schnee

1

).

Bei so heftigen Temperaturwechseln und der grossen Feuchtigkeit der

nordamerikanischen Winter spielt natürlich das Glatteis

1) Cit. Z. d. öst.

Ges.

f.

Met. 1H71. VI. 329.

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V.

eine grosse Rolle;

Uebel und

es

Ich

das

nachwirkendste,

zcrstörendstc

weit vernichtender auf als ich in Deutschland

tritt hier

beobachtete.

„meist

ist

847

Das Klima.

dasselbe

sah

Bäume

unter dessen Last

solchen

Morgen

massenhaft,

öfters so

niederbrachen

und

dass grosse

waren an einem

es

der Waldstrassen dadurch unzugänglich.

viele

Die

immergrünen Bäume leiden dann am meisten; starke Gedern sind bis

Erde gebeugt

zur

BonnycastleV),

abnahme

dass

1

Man

)*.

denkt dabei an die Beobachtung

Neu -Fundland

in

Temperatur-

schnelle

die

Veranlassung zu jener merkwürdig starken Bildung

die

wenn warme Südwinde

des Silberthaues wird,

mächtigen Eiskruste überziehen und „jeden

Bäume mit

die

Baum

in

einen

einer

Kan-

delaber von reinstem Krystall verwandeln".

Die ungewöhnlichen Temperaturdifferenzen

Sommer und Hochebenen obachtet, ich

hier

die

Zahl

und

Winter des

haben

Westens,

Statistik

Maximum

im

Grossen

.

Derselbe findet, dass

den

Becken

be-

doch möchte

;

der E. Loomis

in

an

vergleicht,

welchen

')

in

mehr als 22' C. Minimum desselben Tages vorkamen. dem enteren Jahr 40, im anderen 35 Proc. 1874 Unterschiede von

in

welche solche Extreme aufwiesen.

von Mt. Washington und Pike's Peak befanden

nicht unter

Extreme am häufigsten

dem

zwischen

auf

Nacht

und

zu denen gehörten,

werther Weise

man

die

,

und

Erwähnung thun

Beobachtungsstationen

den Jahren 1873 und zwischen

besonders

Tag

ihre Besprechung gefunden

bereits

noch einer der

zwischen

in

denselben.

dem

Die Gipfel

bemerkens-

sich

Die Thatsache, dass solche

Gebiet zwischen Mississippi

Felsengebilge beobachtet werden

und dass

die

und

dem Gebirge

nahe gelegenen Orte Denver und Colorado Springs an der Spitze dieser Liste stehen, scheint für die Erklärung solcher

Sprünge durch

herabsteigende kalte Luftströme zu sprechen, welches natürlich durch die die

Nähe

eines Gebirges erleichtert würde.

lokalen

Kälteminima,

lichen Theilen

1)

L. Koch, cit

J.

S.

in

Auch Blodget

den nördlichen

und

schreibt

nordwest-

der Vereinigten Staaten im Winter die Temperatur

Z. d. Ott Ges.

2) Cit. H. Dove, Z.

3) A.

die

1875.

II.

f.

allg.

f.

Met. 1871. VI. 880.

Erdk. N. F.

I85ti.

L 2t

12.

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348

V.

bis

zeitweilig

strömungen

— 40°

auf

Das Klima.

C. erniedrigen, absteigenden kalten Luft-

welche die durch starke Niederschlage entstandeneu

zu,

Lücken auszufüllen streben und

atmosphärischen der Zeit eintreten

welcher

in

,

am

peraturen gegen N. zu sich

das Vordringen

am

häutigsten zu

Tem-

der höheren

energischsten vollzieht, nämlich im

Frühling 1 ). Als ein Träger extremer Temperatur-Schwankungen

ist

endlich

der Norther oder Norte des Südwestens zu nennen, einer der auf-

und

fallendsten

genannten Luftströmungen des ganzen Ge-

öftest

bietes, dessen wir

unter

dem

Abschnitt Stürme bereits eingehender

gedacht haben.

Schnee- und Waldlinie

zwei geographisch besonders

sind

Wirkungen der Wärrae- und Niederschlagsverhältnisse.

wichtige

Man

(»icnzen zur Ausprägung zubringen.

zum

ersten

Mal

kommend

von 0.

,

Hier

gebirges.

Die

um diese ewigen Schnee

atlantischen Gebietes sind nicht hoch genug,

Berge des

,

nach Messungen

ist

findet

auf den Gipfeln

des Felsen-

am

die mittlere

Pike's

Peak

Abnahme der Wärme mit der Höhe, welche in den Alpen 0,f>S be100 in. Die mittlere Sommerwärme au der Baum-

trägt, 0,61 für

grenze

ist

am

Pike's Peak 8,f)°

N. B. bei 1860,

(Middle Park) bei

an

den

S.

diese Grenze liegt unter 51°

und

unter 43° (Fremonfs Peak) bei 2JK)0, unter 40°

3350, unter 35°

Francisco

in

Neu -Mexico bei 3480 und 3300 oder 3500 m.

Bergen (Arizona) bei

-

(verschiedene Messungen)

1

Man

).

nur an den Abhängen des

hat

Himalaya eine ähnlich hohe Lage der Grenze des Baumwuchses beobachtet.

Gebirge

1)

Die ausgedehnten und hohen Hochebenen, welche

vorgelagert

Proceed.

2) H.

Zahlen für

sind,

Am. Phil

Gannett gibt

und

dass

die

dem

Schnee-

Soc. XIV. 150.

in seiner List of

Waldgrenzen

Thatsache,

die

Elevatum» (Wash. 1875. 29) folgende Mt. Delano (Montana) 2683, Mt.

de» Felsengebirges

:

Peak (Wyoming) 2896, Mt. Washbnrn (Wyoiu.) 3018. Teton Hange (Wyom.) 3354, Wind 11. Mto. 3110 Gilberts IVak (t'intah Mts.) 3385. Longa Peak und Gray's IVak (Col.) 3385, James Peak 8854, Hlackmore

(Mont.j

2926

in.,

Electric

Mt Lincoln und La Plata Mt«.

(Col.)

3630,

Pike's

Messungen im Felsengebirge von Colorado 3480m.

Peak 3506, Mittel aus 24 Von Gray's Peak, Irwins

Peak, Mt. Lincoln, Horseshoe, Silver Heels, Mt. Yale, Mt. Harvard sagt Biewer: „Auf diesen Bergen liegt die Waldgrenze wenig über 3350

W.

m

H.

und

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Das Klima.

V.

massen, welche hier

um

fallen

o.

(s.

349

330),

S.

nicht gross

genug

auf die tieferen Theile des Gebirges wirken zu können Thatsache.

diese

In

rade in

dem Gebiet

nie

lückenlose

die

Sehneeregion Gebirges In

sind,

durch Firnbildung und Iiinabsendung von Gletschern erkältend

der höchsten Erhebungen des Felsengebirges wie

viel

liegenden

tiefer

Der Bau des

dem Klima und der Hochebene zu

hierin

bau der Berge ein so

der

in

und anderer Gebirge.

Gebirgsgruppen

der

erklären

,

erlangt der ewige Schnee hier ge-

Ausbreitung

unserer Alpen

kommt

einigen

der That

steiler

Felsengebirges

des

und

Hülfe.

der

ist

Auf-

zerrissener, dass grössere Schnee-

Raum finden, während für kleinere Schneemassen auch Kaum bleibt. Einige haben dieselben daher schneefrei

felder keinen

an ihnen

haben eine Schneelinie an ihnen zu bestimmen ge-

erklärt, andere

sucht.

Hieher

gehören

einzelte Schneeflecken

B.

z.

die

Grand Tetons, an

3000 m. herabgehen,

bis

denen

im Hochsommer das Bild eigentlicher Schneeberge bieten. sind vorzüglich in Folge

ihres

steilen,

ver-

die aber doch nie

Ebenso

Schneeanhäufungen

grosse

nicht begünstigenden Baues die Hochgipfel der Wahsatch-, Uintah-

und Wind River Mts. im Verhältniss zu ihrer Höhe schneeärmer die der östlich von ihnen gelegenen Ketten der

Die letztern bewahren

der Gebirge von Colorado. offenen

Mulden erhält

er sich.

als der östliche;

bei

ganze

das

nicht

Stellen

Der

2400 m.

Jahr,

westliche

in

in

den Schnee au Schluchten

erhält

der Schnee

bleibt

ganzen Winter hindurch liegen, aber

aber

Abhang

als

Laramie Range und

und

mehr Schnee

selbst

nicht

den

den Parks, den zwischen 2400

und 8000 DL liegenden Hochthälern zwischen den Gebirgskämmen, fällt

im

mehr Schnee und letzteren

Monat,

hält sich von

(2020 m.) 8,4° beträgt, mehr Schnee alle

December

dessen Mitteltemperatur

trugen bedeutende Massen

als

in

bis April. in

Oft fällt

Colorado Springs

allen vorhergehenden.

Schnee zur Zeit unserer Besteigungen,

welche

(Am. Naturalist IV. 220.) Anfang September währte." Kino ungewöhnlich hohe Waldgrenze von 37SO in. an der Sudwestseite von Gray's Teak liegt dem Einschnitt des 4000 m. hohen Argentine - Passes gegenüber, der so gelegen ist, dass er den Südsudwest -Winden freie Bahn gestattet. An der entgegengesetzten Seite desselben Berges, der nordostlichen, liegt die Waldgrenze um o — 400 m. tiefer und eine mindestens 12 m. dicke Eisschicht unter-

von

Mitte

Juli

bis

lagen die Felstrüinmer und das Geröll (A.

J. S.

1S7Ü.

I.

110).

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350

V.

Das Klima.

Erst in den nördlicheren Abschnitten des Gebirges linie

2460

bei

während im

bestimmen,

zu

in.

Sommer überdauern, dem Sinne, dass jenseits

Colorado Sehneeflecken, die den

Nur

herabsteigen können.

in

die Schnee-

ist

von

Felsengebirge bis zu

3000 m.

einer in diesem

Niveau gezogenen Linie an geschützten Stellen ausdauernde Schneelager

immer zu

finden sind

die Reihe

In

kann man dasselbe

,

die

als

untere

ausdauernden Schneelager gehören auch

dieser

an unsere

einzelne, bis zu bedeutender Tiefe vereiste Stellen, welche

wo

Eishöhlen erinnern. In Colorado,

die

Bergwerke

liegen, ist es keine Seltenheit, dass die Bergleute

der Berge stossen

nachdem

,

Clellan Mt. 1874 seit 2 Jahren

und

zusaramengefroren

heraus

Eis

Man

gelangen.

bleibsel der Eiszeit angesehen

ra.

ungestört

und Gestein

am

Mc.

ist

hart

man

mit Feuer,

auflöst.

1876 war

'),

aber die Erklärung, dass die lockere,

die tiefes

Durchsickern des Wassers

und Nordwest -Winde

heftigen Nord-

die

dem

hatto diese Eismassen als Ueber-

Verdunstung und Erkaltung befördern, liegt

— 30

das Innere des Berges vorgedrungen, ohne aus

zu

und

Alles Erz

Bestandteile

ihre

trttmmerhafte Beschaffenheit, erlaubt,

Eis.

4000 m. hoch

Stevens Mine

statt des Pickels arbeitet

welches die zähe Masse in in

im

in

bis

auf Eis im Inneren

einen Tunnel 20

sie

So arbeitete man

hineingetrieben haben.

man 1GO m.

Grenze

bestimmen.

der Schneeregion

in erster

,

welche die

Reihe wirksam sind,

näher 1). In der Sierra Nevada, welche in einzelnen Theilen absolut höher

ist

und im Ganzen dem Meere näher

grösser zu sein

als

Abschnitten des Felsengebirges. fällt

an Orten

sich

zu und sammelt sich in

dem

höher erhebt, nimmt der Schneefall rasch

ungeheueren Massen

stürmischen Winter 1867/68

In

Regen

600 m. Höhe, und Whitney 3 )

dass

mehr

als

60

e.

1874.

F.

A.

2)

Ebenda«.

3)

Yosemite Guide Book 1870. 43.

187»J.

in

den Schluchten und

fielen

gegen 2500

mm.

findet es nicht unglaublich,

Schnee in demselben Winter am Donnersee

1)

J. S.

scheint der Schneefall

In der mittleren Sierra Californiens

Mulden. in

,

unter 1000 m. wenig Schnee und bleibt nicht lange

Indem man

liegen.

liegt

den unter entsprechender Breite liegenden

in

II.

477.

I.

108.

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Das Klima.

V.

(gegen 2000

mengen

ni.) fielen.

Bei allen Wechseln, denen die Niederschlags-

Californiens unterliegen, sind doch die Berge der Sierra in

den eigentlichen Wintermonaten

am Ende

nur

noch

Schnee

An

Peak

Lassen's die

dem

In

der Sierra

nie ganz schneelos, wie-

ist

und trockenen Sommers

am Nordabhang

höchsten

der

nur

bleiben

liegt,

aber

000 m. unter dem

erscheinen

an dem letzteren

und während zwischen ihm

Gipfel

2000 m. unter dem

bis

Beigen des Cascadengebirges

lf)00m.

bis

hier

;

Gipfel

diesem Lande mit spärlich zugemessenen,

zeitlich

.

•'),

finden

an den

man

dass

es,

ist

Wie kostbar

von einer wirklichen Schneelinie sprechen kann.

in

beschränkten und

immer ganz regelmässig eintretenden Niederschlägen der Schatz

nicht

von Feuchtigkeit liegt,

*)

grössere zerstreute Schnee-

bereits

und Mt. Shasta keine bleibenden Schneelager vorkommen sie sich

Gipfel

Schneemassen

vereinzelte

aus der Ferne wie angespritzte Flecken

bis zu

Schnee ge-

Theil der Sierra, der zwischen Hennessy Pass

Lassen's Peak liegen

massen

in

liegen in den Pässen bis Mai,

eines ungewöhnlich langen

den Canons

in

liegt.

liegen,

Kamm

Der

selbst bis Juni.*

wohl

und

1200 m. herab

bis

und bedeutende Schneemassen

hüllt

351

ist,

welcher in diesen Schneeraassen aufgespeichert

Im

bedarf keiner Verdeutlichung.

californischen Küstengebirgc

gibt es keinen ewigen Schnee, aber der Winterschnee reicht in der Sa.

Anna -Kette im Januar

zur

bis

mittleren

Höhe von ungefähr

1400 m. herab.

Nur die uordcalifornische Sierra und das Cascaden-Gebirge weisen Gletschcrbildungenin grossem Massstabe auf. A m Mt. Shasta hat Clarence King 1870 mehrere Gletscher entdeckt, welche die Nordseite des

Berges einnehmen.

1)

Anfangs September 1873 fand

Mt. Dana

keine Spur von Schnee,

Lager desselben, Gipfeln dar, die

vom

Die

die Südseite ganz gletscher-

ich

an dem West-

dagegen

am

und

Ost-

und Sudabhang des Nordabhang starke und bis 34i0 m.

die aus firnartigem alten Schnee bestanden

herabgehen mochten.

2)

Während

jene als eine „einzige Eismasse, die von wonigen

frei ist, schildert er

mau

Aehnlich stellteu

sich

die Verhältnisse

an

dun übrigen

von hier uberblickte.

Schneedecke,

die

sich

am

Mt. Shasta

R.

über

1800 m. (6000

Gipfel abwärts erstreckt, besteht aus ausgedehnten Schneefeldern,

Klüften, ähnlich den Crerastes der Gletscher durchzogen sind

Neigung von 30

— 40°.

;

einige

e.

F.)

die von

haben eine

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r

Das Klima.

V.

3. .2

Lavakämmeii

scharfen

durchkrochen

Eises, die Spalten, die Eiseaseaden

Händer blauen

Die

wird".

die Firnfelder sind vorhanden,

.

aher es sollen (nach wahrscheinlich noch nicht genügend eingehenden

Beobachtungen) die Schmutzbänder und Eisinühlen fehlen.

King

C.

schätzt den grössteu Gletscher, den er gesehen, auf 7 Kil. Länge.

Zahlreiche Moränen sprechen

indess

Ausdehnung der Vergletscherung.

auch hier von einst grösserer

In demselben Jahre

wurden auch

und Mt. Hood einer

Oregon-Berge Mt. Kainier oder Tachoma

die

nähereu Untersuchung unterworfen, wobei es sich erwies, dass

sie

Am

Mt.

noch

höhcrem Grade

in

Shasta vergletschert sind.

als Mt.

Kainier erstreckt sich eine luantelartige Firnmasse von etwa f>00 m. Breite von den Gipfeln

abwärts,

1000 m. mit wechselnder

die

theilt

sich

und

oft in

Steile

dann

in

Eisströme,

:>

mächtigen Eiseaseaden

abfallen; der eine von ihnen, der Nisqually-Gletscher. schliesst mit

Höhe

100 m.

von

Eisfront

einer

Gletscher

gezählt,

Am

ah.

ihre Firnmulde in

die

Neuerdings hat

unthätigen Vulkanes haben').

Zald von Gletschern geringerer Ausdehnung

Er hat

entdeckt. 11

— 47

e.

Zoll

ihre sehr ungleiche

in



1

M.) an

e.

.1.

vielleicht

Muir eine grössere

betrug,

klassificiit

sie

welche

,

Schmutz-

ihre

so dass trotz der geringen

,

der Gletschernatur

dieser

eine

genauere

kaum

Länge

nur

gewöhnlich

liegengebliebene Sehneemassen gehaltenen Gebilde ist;

;5

der Mereed-Gruppe

in

Bewegung gemessen

Spätsommertagen

4

bänder und Spalten beschrieben ('*

Hood wurden

alten Krater dieses

Abhängen von Mt. Lyell und Mt. Mc. Clure,

an den

der Sierra,

Mt.

dem

zu

für

zweifeln

Erforschung

als

die

letzten Reste der einst sehr viel ausgedehnteren Sierra- Gletscher.

Die

Waldlinie

der stärksten

liegt

Erhebungen

auf 2400, die Höhe,

in

an der mittleren Sierra

der

am

sie

der

Baumwuchs

1)

Die

erste

sich

ist,

und unter 47°

und so-

l'eher die Einzel Verhältnisse, unter denen

nach oben hin abgrenzt,

Entdeckung der Gletscher am

man Hbrixeiifc dem Lt. Kant/, der um Mt. Buk. entdeckte Colemaii i

39« X. B.

Mt. Shasta gemessen

geht im Cascaden-Gcbirge unter 44° auf 2100 gar auf 1700 m. herab,

der Region

in

bei :>300 m., sie sinkt unter

sie

r lh, ».r>

l«t>*J

um

wird

pacifisclien

übrigens

Abliunjr

Mt. liamier fand.

im

verdankt

Die (iletscher

(Proc. Culil. Acad. IV. 162),

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Abschnitt, und

botanischen

Das Klima.

V.

t

im

353

beschreibenden

noch

Theil

Ver-

schiedenes zu sagen sein.

Die Schneemassen der Gebirge des Westens sind natürlich von

Was9erreichthum

nicht geringer Bedeutung für den

.der

hier

entspringenden Flüsse, doch bleiben die Beziehungen zwischen beiden

noch näher zu untersuchen. obachtungen

man

gewöhnlich der

Ansicht,

Louis

Nach den

vorliegenden Be-

bis jetzt

wären indessen diese Beziehungen

nach

zu

glauben

Beobachtung

7 jähriger

Nach

ist.

Wasserstände

höchsten

die

geneigt

minder innig

des

im

Mississippi

April

Mai

,

schmelze

im

schwellung

Frühsommer

Maximum

für

die

die Frühlingsregenzeit

als

St.

Juni,

die Schnee-

ist

massgebend

weniger

Felsengebirge

im

findet,

bei

und

die niedrigsten im November, December und Januar, das

im Juni und das Minimum im November

als

Engelmann's

An-

seinem

in

Auch im Bio Grande, diesem so dem Gebirge angehörigen Flusse, bringt vielleicht der

Flussgebiet oberhalb St. Louis.

wesentlich

Schneereichthum

Wasser biet.

des Quell-

und

als die grossen liegen in

Man kennt

die

wegen der Bedeutung, genden,

besonders

oberen Zufluss-Gebietes weniger

seinem mittleren und unteren Ge-

Ueberschwcmmungen die dieselben für

des

Prcsidio

genauer

dieses Flusses

den Ackerbau einiger Ge-

del Norte,

Er hat

haben.

hier

(nach Emory'a Angabe) in der Kegel 2 L'eberschwemmungen im Jahr, die erste im Juni, welche verursacht wird durch die Schnee-

schmelze

im Quellgebiet

August durch

die

des

tropischen

Quellgebietes des Rio Conchos

schwcmmungen teresse des

Rio Grande selber,

Regen, in

welche

Ackerbaues zu wünschen wäre

;

zu

der

Ansicht,

sagt

wie es im In-

,

ob diejenige, welche auf

im Felsengebirge zurückweist,

unteren Lauf des Flusses hin geltend macht, neige

im des

Diese Ueber-

dieser Zeit fallen.

sind indessen nicht so regelmässig

die Schneeschmelze

zweite

die

den Bergen

in

ist

sich

bis in

zweifelhaft.

den „Ich

Emory, dass der grösste Theil der

Wasser des Flusses, welche dieser Quelle entstammen, entweder durch Verdunstung oder Absorption verloren gehen, Tertiärregion in der

Nähe der Mündung

liegenden Abschnitt des Rio Grande,

erreichen. d.

h.

In

ehe

dem

sie

die

zwischen-

zwischen Valverde, bis

wohin die Schneeschmelzen den Fluss den ganzen Sommer hindurch Uattt'l, Amerika.

I.

23

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Das Klima.

V.

864

und Presidio

fliessend erhalten,

del Norte,.

Wasser von tropischen Regengüssen trockenen

grosser Wassermangel

Jahren

glaubwürdiger

bringt,

ein.

im Sommer 1851

Seite, dass

wo der Conchos ihm in

ungewöhnlich

Ich

vernahm von

tritt

ein

Mann

eine Maul-

thierheerde im Bett des Flusses von Presidio del Norte bis El Paso

Das Bett lag

getrieben habe.

und nur an einigen

auf der ganzen Strecke trocken

fast

wo

Stellen,

undurchlässigem Gestein

aus

es

oder Thon besteht, standen Wassertümpel.

zum Trinken zu

möglich, sich Wasser

Fuss

tief in die

Erde grub

Die Frage des

Gründen

in

-4

Es war jedoch

verschaffen,

tiberall

indem man

einige

').

Zurückweichens der Wälder aus klimatischen

den Hochgebirgen sowohl

als

an ihren Polargrenzen, welche

neuerdings öfter gestellt und früher schon von A. G. Sehrenk eingehend 1

behandelt worden

ist

aufgeworfen worden, einzelt sind,

um

geht sowohl

),

ist

wo

auch für die Hochgebirge unseres Gebietes

indessen die Erfahrungen bis jetzt zu ver-

allgemeine Schlüsse zu gestatten.

im Felsengebirge

als

auch

Die Entwaldung

in der Sierra,

besonders

durch die Ueberhandnahme der Bergwerks-Industrie, rasch vorwärts, aber

sie

rado's,

hat nur in den hochgelegenen Bergwerks-Distrikten Colo-

wo

die Schachte

und

Stollen häufig noch oberhalb

3000 m.

in das Gebirge getrieben sind, die Ausrottung des

Waldes an seiner

oberen Grenze in Angriff genommen.

allerdings

Hier

ist es

keinem

dem Masse als in so grosser Höhe das Wachsthum langsamer und das Aufkommen der Bäume mehr von Zufälligkeit beeinflusst ist, der einmal zerstörte Wald sich seltener Zweifel unterworfen, dass in

erneuern wird und es in

ist

nicht erstaunlich,

wenn an

die Stelle der

den letzten 20 Jahren dort zerstörten Wälder waldlose Strecken

getreten sind.

besonders

an

In der Sierra und

dem

Küstengebirge,

wo das Klima

den tieferen Abhängen den Waldwuchs

günstigt, liegt die

nicht

be-

Gefahr völliger Entwaldung ebenso nahe.

W. Emory, Rep. U. S. and Mexican Boundary Survey 1857. I. 50. dem Nordosten des Eur. Russlands 1854. II. 467—482. Schrenk kommt zu dem Schlüsse, der für viele Fälle die wahrscheinlichste Er1) J.

2)

Reise nach

klärung zu bieten scheint, dass einzelne heftige Winterkälten, vielleicht begleitet von trockenen Nordwinden, [oder mehrere sehr kalte Winter die Wälder an

ihrt'n

Nordgrenzen zum Erfrieren gebracht hätten.

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Das Klima

V.

866

Anhang I. Verschiedene atmosphärische Erscheinungen. Auf den weiten, dürren Flächen des Westens gehören optische Täuschungen zu den gewöhnlichen Dingen und sie sind besonders als Luftspiegelungen der dortigen Landschaft.

eigentlich unzertrennlich von

Schon

in

der See-

Region macht der Unterschied zwischen Luft- und Wassertemperatur die Luftspiegelungen

uud

zu

Berge umgekehrt

nicht

kaum

vergeht

der Luft

ein

am

ehe

man

sie in ihrer

Zeuge ovaler, birnförmißer viereckiger Gestalten der Sonne bei ihrem Untergang oder

selbst

sonstiger auffallender

nicht

Wirkungen der verschiedenen Refraktionen über

ander lagernder Luftschichten

den

In

ist.

Plair.s

ein-

beruhen die Spiege-

besonders auf der Verzerrung der Horizontlinie durch starke Er-

lungen

das Flimmern und Zittern,

hitzung; sie erzeugen jene Wellenbewegungen,

welche aus einiger Entfernung das Bild eines Wasserspiegels geben. ist

berg-

Tag, an welchem man

lange

sieht,

Lage wahrnahm, oder der

wirklichen

und

in

Besonders

Erscheinung.

hautigen

einer

Nordufer

felsenreichen

eine

Erscheinung, für die Kmory einen

alltägliche

Diess

treffenden

Ver-

„Zwischen den Höhenzügen begegnet der Reisende weiten Ebenen, welche ineerartig erscheinen, wenn sie das Schauspiel der Luft-

gleich findet

:

nachdem

spiegelung bieten,

die

Sonne über den Horizont emporgestiegen

ist.

Die Ebene allein beschrankt den Blick und die gerade Linie des Horizontes in Wellen gebrochen und wenn man ihn vom Verdeck eines

erscheint

sieht

')."

dem Rande

gleicht

Schiffes aus 15

— 20

des

Dieselbe Verzerrung erzeugt auch unnatürliche Vergrösserungen.

Drei Hirsche,

„Ein Wolf oder ein Truthahn scheint so gross wie ein Pferd. die

Golfstroms,

KU. Entfernung

unseren

Weg

kreuzten,

wuchsen durch

die

Mirage, zusammen mit

unserer unsicheren Distanzschätzung, zu einer wunderbaren Grösse an; wir glaubten einen Augenblick das Mastodon auf diesen weiten Ebenen wandern zu sehen,

für die

es allerdings geschaffen

womit das Auge noch unbekannt

ist,

sich beständig unrichtige Vorstellungen

Gegenstände*).

Es

bestätigt

zu

Jedes Ding,

sein scheint.

erscheint vergrössert

und man macht

von der Grösse und Entfernung der

Die Distanzenschätzung wird erst nach langer Uebung möglich.

11

nur eine alte Regel, wenn

die

Täuschungen

des Gesichts-

Erhöhung der in diesen Flachgebieten vorhandenen Höhen geltend machen. Bei Höhenschätzungen So schätzte in «Uesen Regionen ist diese Tendenz nicht zu unterwerthen. D. Owen, dieser vielgewanderte geübte Geolog, den Pembina Mt. zuerst auf über 300 e. F., während derselbe in Wirklichkeit nicht mehr als sinnes sich besonders auch in der Richtung auf

04 m. hoch

ist.

Auch Von Richthofen hebt sinnes hervor,

welcher

man

in

1)

M»-xican Boumlary Survey

-2)

S.

Loug's

Exp

tn tlie

die Neigung zu

Täuschungen des Gesichts-

der klaren Atmosphäre der nordamerikaI.

47.

Hocky Mts.

I.

41!».

23*

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356

Das Klima.

V.

nischen Wüste so leicht verfällt.

im

„In einer Entfernung von

Formen der

lassen sich von hohen Aussichtspunkten die

M., sagt

g.

er,

(iehirge klar und

man kann oft hei ununterbrochenem Reiten vom Aufgang /um Untergang der Sonne nur mit Milbe die jenseitige Rergeinfassuug eines Dechens erreichen, deren Entfernung man nach den gewöhnlichen Verhältnissen kaum auf den dritten Theil des wirklichen Betrages schätzte"'). Von anderen Luftersebeinungen sind die Trübungen der Atmosphäre scharf erkennen und bis

nennen,

CD

der

sie

den Steppen oder Plains

die

als

dünnen,

die

rasche,

und

achwebetkleti

Verdunstung

starke

indessen der Staub,

hat

Massen ansammelt durch

der

die

derselben

hreituug

Kegionen sich

an diesen

Antheil

und

Prärie

-

bei

der Atlantischen und Mittleren Staaten erscheint

nördlich

Eigenschaften

denselben

vom wie

Eine

des

Inneren

erzeugt,

welche

der

Aus-

weiten

zu

nicht

und

Mittel-

in

in grossen

grossen

in

verwundern.

Winden

bei westlichen

38. Breitegrad

auf

Wahrscheinlich

Vorkommen des Höhenrauchs

Derselbe

Salzwüste

Trübungen.

Drände

heimsuchen;

Gebieten

mit

der

beobachtete,

diesen dürren

Staaten

das

ist

und

öfter

den Staaten des Ostens und

in

Vereinigten

Nebel

werden.

Wahl-

ausgedehnten

die

alljährlich

in

Salzsees

zurückgeführt

grossen

einen

,

Erscheinung wird

ähnliche

zitirrnden

sind und von Stansbury,

eigen

den Umgehungen des Crossen

in

Ost -Europa, als ein

trockener, gelblicher Nebel, der die Sonne in Gestalt eines glühend rothen

erscheinen

Dalles

Atmosphäre

,

Es

lässt.

besonders

ist

Gewöhnlich macht ein Regen-

Dauer und Ausbreitung befördern. ein

Ende.

in

sog.

Südlich von

der

Spannung, seine

elektrischen

ihrer

Schneesturm dieser besonders zur Zeit des tretenden Erscheinung

günstige Zustände

möglich, dass

hinsichtlich

oder

Indian Summer

dem genannten

auf-

Breitegrad

scheint der Höhenrauch nur in geringem Masse vertreten zu sein.

Nordlichter werden im beobachtet als

in

Gebiet

der Vereinigten Staaten häutiger

entsprechenden Breiten von Europa;

ebenso zahlreich wie

in

Berlin und in

New

sie sind

in

St.

Louis

Orleans ebenso zahlreich wie

in

wurden im Gebiet der Vereinigten Staaten 162 Nordlichter beobachtet, 1*70 23t», IST 1 170. Die höchsten Zahlen zeigten April, März, September, Oktober, die niedersten Decembcr, Januar, Februar. Wien.

18G1»

Anhang sowohl

sich

einigten

Gezeiten und Strömungen.

II.

an

Staaten

der in

heranbewegenden Hiessenden einen 1)

Ebbe.

wesentlichen

atlantischen

einer

parallel

Flutwelle

Die

Tiefe

EinHuss

und des auf

Die Gezeiten äussern

als

der

pacifischen

mit

der

Küste

einer

Meeres die

in

Küste

der

Ver-

gegen dieselbe

sich

Weise

derselben

äussert

dabei

Geschwindigkeit

in

des

zurück-

der Weise

Fortrückens

China 1877. 177.

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Pas Klima.

V.

;r»7

der Flutwelle, dass sie durch ihre eigene Verminderung dieselbe verzögert.

Beide Erscheinungen haben einen der stärksten Beweise gegen die weU'si-he Theorie der Gezeiten

geboten

Was

1

).

Höhe der Flutwellen

die

Whe-

und seine darauf gegründeten Cntidal Lines verhält

so

anbetrifft,

sich die-

selbe an der atlantischen Küste, entsprechend der mannigfaltigen GliedeS. bei Cap Florida (0,4f> m.) Zunahme bis auf 2,1 m. in der Mündung des Savannah K. und bei Port Royal, dann eine Abnahme auf 1,1 in der Winyah Bay, eine leichte Zunahme auf 1.3 bei C. Fear, ein Sinken auf 0,(> in llatteras Inlct. Sandy Hook (New York) und New Häven

derselben,

rung

beginnend,

man

eine

haben höhere Fluten von Fire Island nur

Im

sehr verschieden.

findet

(),('>

1

allmähliche

und

1,5

1,8 m.,

Von

aufweist.

wahrend das dazwischen liegende Mononioy an der Küste von

hier bis

Massachusetts sehwankt die Fluthöhe zwischen

(),.'{ und aber Plymouth 1,1 und Hoston haben m. und nördlich von hier ist die niedrigste Flut bei Newburyport 2,4 und die höchste bei Gloucester 2.7. Portland (Maine) ,

,'5

hat 2,6.

Nordöstlich

von

hier

Fluten von 10 m. Mittelhöhc vor.

kommen an Man sieht

Fundy Bay

der Küste der

Verschiedenheiten

in diesen

der Fluthöhe deutlich die Wirkung der Küstenformcn

denn wie überall

,

haben auch hier die Einbuchtungen die Tendenz, die Flut zu erhöhen'). Die Gezeiten der paeifisehen Küste sind sehr eigentümlich und ver-

Im Allgemeinen zeigt jeder Mondtag von

wickelt.

und 2 Kbben,

die

im Verhältnis*

gleich

weichen

am

zu

meisten von

Deklination,

einanderfolge

24

h.

m. 2 Fluten

5

nach Höhe und Eintritt ungleich sind, und zwar under wachsenden Deklination des Mondes.

einander ab,

wenn der Mond

in

Sie

der grössten

und am wenigsten, wenn er im Aequator steht. Ihre Aufist in der Hegel diese: Von der niedersten Ebbe ausgehend

hebt sich das Wasser zur niedrigeren der beiden Fluten (uneigentlicli auch

Half Tide genannt), füllt dann langsam zu der höheren Ebbe, die manchmal auch nur durch einen Stillstand bezeichnet ist, und hebt sich neuerdings zu der höchsten Flut,

um

von dieser zur niedersten Ebbe zu fallen 3 ).

Der Meeresströmungen an den nordamerikanischen Küsten hatten wir im Zusammenhang mit gewissen klimatischen Erscheinungen bereits im Vorhergehenden zu gedenken (s. o. S. 29'J. 3.J9). An der Küste des Stillen Meeres haben wir eine kalte, an der des Atlantischen eine kalte und eine

warme Strömung, welche Richtungen

muthung,

die

wenn

1) Vergl.

sich

Verhältnisse

man behauptet,

S. 3)

ltiüt*.

dass

und

beeinflussen.

der

in

Fs

verschiedenen ist

nur Ver-

Lauf dieser Strömungen an

H. Hove, l'eber die Gestalt der Flutlinien an den amrrikauischeii

und europäischen Kflsten. Z. f. 2) S. den Autsatz von A. A. J

den Küsten nähern derselben

all^. I).

Erdk. lKr)ti. VI.

Bache über

•17'J.

die Fluthüheii

(mit Tafel)

in

47.

Tide Tablcs for the Pacific Coast. U.

S.

Coast Survey. Wash. 1867.

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Das Klima.

V.

der Gestaltung der nordamerikanischen Küsten, so wie wir

man

sehen, einen Antheil habe, den

könne

feststellen

(s.

uns

vor

sie

S. 140.

o.

155);

dagegen stehen ihre klimatischen Wirkungen ausser Zweifel.

Mceresströmunc

Diejenige

und

welche wir wohl als die machtigste

,

deutlichst ausgeprägte von allen atlantischen ansprechen können, empfangt

an der Küste Nord-Amerika's den hauptsachlichsten der Impulse, welche sie

und beschleunigen').

concentriren

von Guyana

der Küstenstrom

das Caraibische Meer führen

In

und der nördliche Aequatorialstrom

er-

,

wärmte und theilweis durch Süsswasseraufnahme dünner und leichter gemachte Wassermassen, welche, indem sie ihrer nordwestlichen Bewegungsrichtung folgen, zwischen Cuba und Yucatan in das Becken des Golfes

von Mexico eintreten,

Küste

hinkreisen, Vielleicht

lassen.

aus

sie

und

auf

den

durch ihr nahes VorbeiHicssen

beeinflussen,

Golfstrom

an

rlicsst

der Küsto

wieder

zu

ver-

das von den Mündungen

Richtung neben dieser Strömung scharfe

die

Golf die

der eingebuchteten

längs

sie

Bemini -Engen

von

Ausprägung,

Mexico des

Gestalt

wahrscheinlich nicht

eine

ist

die

südöstlicher

Golfstrom

als

welchem

das Mississippi- Wasser,

ohne Einfluss

nicht

letztere

in

durch

ihn

ist

südwestlicher

in

abfliesst,

die

um

der

mit

Dass

verlässt.

Mississippi -Delta's

Der

unbegründete Meinung.

der Vereinigten Staaten

von der Süd-

bis zur Höhe von Long Island. Selbst sein Anfang den Gewässern der Vereinigten Staaten, wenn wir unter Golfstrom

Florida's

spitze

liegt in

zunächst nur denjenigen fertigen Abschnitt der nordatlantischen Meeres-

strömung verstehen, welcher den Golf von Mexico bereits verlassen hat 7 ).

Er

erreicht

Wärme.

in

diesem Gebiet seine grösstc Geschwindigkeit, Tiefe und

Die Geschwindigkeit beträgt 4 Knoten

Strasse von Bemini, 3 beim

am

ersten Punkt auf 200,

Cap Hattcras.

in

der Stunde

anderen auf 114 Faden;

sie

nimmt

der

in

man am

Seine Tiefe schätzt

indem

ab,

1) „Der Atlantische Oceau kreist durch dieses Mittelmeer im grossen System seiner Strombewegung, die hier jenen stärksten Impuls erhält, der sie als Golfstrom bis an den Polarkreis sendet. Durch deu Golfstrom, kann man sagen, ist die Mississippi - Müuduug nach der Florida-Strasse verlegt uud durch ihn wird

das Wasser des Amazonenstroms caraibische

Meer

Meer, dann

geführt"

in

(Maury

in

„das amerikanische Mittelmecr", erst

den Golf und aus diesem wieder

in

D.

Bow, Resources of the

in

in

»las

das atlantische

S. States

I.

iMi).

An

derselben Stelle vergleicht er die beiden Theile des amerikanischen Mittelmeeres mit den Ventrikeln dings

diejenigen

eines

nicht

Herzens.

unähnlich,

sendung der grossen Wassermassen

Weg

Den Funktionen welche

sie

erfüllen, die

in

eines Herzens sind

aller-

der Aufnahme und der Aus-

von

W. nach

O. durch sie ihren

suchen. 2)

„Der Golfstrom hat seine Quelle im Golf von Mexico und seine Mündung Er beginnt zwischen der Westspitze von Cuba und der

im Atlantischen Ocean.

Südspitze von Florida."

(E.

Schmid, Lehrb. der Meteorol. 1859. 4G6.)

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Das Klima.

V.

zunimmt

die Breite

betragt, steigt lich

von

hier

auf

diese

;

rasch

welche

,

110—120

östlich

der Strasse von Bemiui 50 KU.

in

vom

C. Hattcras und

nimmt nordöst-

zu 1000 KiL unter gleichzeitiger Zcrthcilung

bis

in

Die mit den Meeren der Passatregion gemeinsame

bandartige Streifen zu.

dunkelblaue Farbe unterscheidet den Golfstrom scharf von den umgebenden Mceresthcilcn und besonders von dem kalten Wasser an seinem Westrand.

Da

der Golfstrom als Produkt klimatischer Verhältnisse mit diesen

selber sich

verändert

so

,

Vereinigten Staaten nicht

am

auch seine Beziehungen zur Küste der

sind

immer

dieselben.

Im Herbst, wo

seine Intensität

grössten, bleibt er länger bei der Käste, d. h. er biegt nicht so scharf

und mehr nördlich ab

am

im Frühling, wo dieselbe

als

kleinsten.

wärmere und kältere Streifen macht sich zuerst, aber sehr milde, bemerklich in der Gegend des 27. Breitegrades, indem ein kalter Streifen hier mitten im warmen Wasser auftritt. Nach N. zu wird dieser Streifen breiter, mehrere andere gesellen sich ihm und auf der Höhe des Cap Hattcras nehmen sie bereits eine Die

Zertheilung

des Golfstromes

in

grössere Breite ein als das eigentliche Golfstrom-Wasser.

aber schärfer ausgeprägte Erscheinung ein kalter Streif, als

ein

an

am Westrand

der

Eine ähnliche,

sogenannte Kalte Wand,

des Golfstromes

liegt

und von Einigen

gedrückter und theilweis zertheilter

die Küste

dem Polarbecken

der Davis-Strasse aus

sprochen wird,

die

ist

lieber

und des Golfstromes

seine

Arm

der bei

austretenden Polarströmung ange-

Temperatur, Breite

und Entfernung von der Küste ergeben die Messungen Folgendes: 12 nautische Meilen östlich vom Cap Florida war die Temperatur im Juni nicht höher als 9,4 Ü

C, während

die Mitteltemperatur des kältesten

Monats

Key West sogar 20° ist. Noch bedeutender sind die Unterschiede im N., wo das kalte Wasser zwischen Golfstrom und Küste scharf von dem erstcren abgesetzt ist. Bei Cap May ist unmittelbar an der Küste die Wasserin

derselben Breite noch immer 12° und die des nahen

und

den

folgenden

temperatur

(in

Messungen,

zwischen 0 und 90 Faden

diesen

steigt in einer steilen

Curve

zu 20° und steht in 120 n.

in

im

der Entfernung von

M. Entfernung

nach

Fällen

Sommer

130

bei 29,5",

mehrjährigen

angestellt)

12°

C,

nautischen Meilen

um

von hier an zu

Temperatur an der Küste 18", fällt in der Entfernuug von 90 n. M. auf 17 und steht bei 150 n. M. auf 26,0°; bei C. Fear ist die Temperatur 40 n. M. von der Küste 22°, 110 n. M. von derselben 25,5°; bei Charlcston mass man in 45 n. M. Entfernung 20", Der Ausdruck Kalte Wand, den in 65 n. M. 18, in 80 n. M. 26° C. fallen.

Bei Sandy Hook

ist

die

G. M. Bache zuerst ) für diese zwischengeschobenc kalte Wasserschicht anwandte, bezeichnet gut die scharfe Absetzung von der warmen Strömung. 1

1)

A.

J. S.

1866.

I.

85.

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Das Klima

V.

Von der Wirkung der pacifischen Kalt wa sserströmung auf das Klima der ealiforuischen Küste ist öfters gesprochen. Der östliche Abschnitt der nordpacifischen Strömung, welcher als pacitische Driftströmung

von

NW.

her an die nordamerikanische Küste

tritt,

erkaltet erheblich die

Meerestheile, welche ihr Wasser mit den seinen mischen, und die Meeres-

temperaturen nehmen 14

und 120°

W.

der Kegion die-es Stromes im

in

L. unter 40"

N.B.

von 5 zu 5° Längengraden ab: ist

dieselbe Reihe:

gleichmässige

Warme

1.5,2,

20.

15.5,

13,7,

18,5,

13.2,

1:5,7,

Sommer

zwischen

folgender Reihe nach der Küste zu

in

13.2

13,7,

soll

die

also

Im Frühling eine

nahezu

Im Winter, für den wir

über die ganze Breite hin.

ähnliche Messungsreihen nicht besitzen,

14,2°.



Temperatur der Meeres-

oberfläche bei S. Francisco 11.2" betragen.

Mit den Strömungen

hängt die

Nebelbilduug

in

einem Theil des

atlantischen Küstengebietes, welche einen wesentlichen Faktor des dortigen

Klima's ausmacht, direkt zusammen.

Eigentümlichkeit der Hundstage mit

Vergleich

,

der Sommerhitze der

südlicher

Staaten sehr wohl zu schätzen wissen.

nach Beobachtungen niedrigt werden')

Maine bilden kühle Nebel eine

In

welche die Bewohner des Staates im

Die

Bowdoyn College durch

in

Neu- EnglandSommerwärme soll

gelegenen

mittlere

diese Nebel

und dieselben hüllen im Spätsommer

oft

um

3,6° C. er-

das gesammte

mit kurzen Unterbrechungen für Wochen in ihre Schleier. Eigentümliche Nebelbildungen in der Mündung des Piscataqua. welche

Küstengebiet

— 15°

Temperaturen unter Wirkung des Golfstromes

bei

(aus

dem

Golfstrom)

in

statt

haben, werden dort ebenfalls als eine

Die Flut bringt warmes Seewasser

betrachtet.

das Aestuar, das

und dichten Nebel entstehen

wie eine Thermalquelle raucht

Anderen Ursprungs sind die an den

lässt.

- Münduncen häutigen Nebelbildungen, da der von N. herkommende, mit dem Schmelzwasser von Eis und Schnee gespeiste Strom*) gewöhnlich kälter als das Meer ist, in welches er mündet. Die Nebelbildung soll im Golf ziemlich eben so weit zu verfolgen sein wie die Farbe des Mississippi -Wassers, und über dem Strome selbst ist sie gewöhnlich

Mississippi

nach oben und den Seiten sehr scharf abgeschnitten. 1)

Wells,

Water Tower

2)

Nach

Lyell,

bis unter

v

'

c.

of Maine. 1S74.

Vi>it

to

th
Parallel Vol. V.

Im trockenen Zustand der der Kimme und Abhänge 2)

kommt

Die

ist.

die

ist

in

ihrer

XLIII Canon - Flora nicht

Nähe

;

viel

verschieden von

wo aber Feuchtigkeit

vorherrscht,

eine dichte Stranchvegetation auf, die vorzüglich ans Ceanothua velutiuus,

Hilms cereum, Amelanohier ranadensis, Symphorioarpus montanus. Prunns demissa besteht

Die Hergflora

als die der Thäler.

ist

hier überhaupt verhältnissmässig reicher an Sträurhern

Cnter den Kräutern der Berjigehänge sind Arten von Pen-

stemon, Eriogonum, Lupinns, Castilleia besonders stark vertreten. 3) Miscell. Publ. of

4)

Haydens Survey.

Mex. Bound. Survey 1859.

II.

W ash.

1874.

Botany.

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Die Pflanzenwelt

VI.

881

auf diese Zahl

der Weise, dass auch hier die Compositen, mit

in

erster Reihe stehen; ihnen folgen die

in

Leguminosen mit

Euphorbiaccen und Scrophularineen mit nicht über

.'3

Crucifcren

Labiaten,

ceen,

—2

kaum

oder

Von

Polygoneen,

,

Gramineen, Cypera-

4.

und Liliaceen mit

Boragineen,

2 Proc.

dieser Flora, die

man

die des Rio Grande-Gebietes nennen kann,

Parry folgendes

entwirft C. C.

Proc.

2

in, die Cacteen.

Der Unterlauf des Flusses

Bild'):

steht

nach Lage und Klima mitten Innen zwischen der Tierra Caliente Mexico s und der Küste von Louisiana und Ost-Texas und die Vegetation dieses Striches steht ebenso zwischen mexikanisch-subtropischen und nordameri-

kanisch-gemässigten Formen.

wachsen

Lebenseicbc

Hegionen neben einander.

Belt unterscheiden hügelige

Prärie

-

Die baumartigen Palmen und die texanisebe

hier

von

die

als

Man kann

Grande-Gebiet

diese

ist

beiden

Low er maritime

weiten Grasebenen,

mit ihren

artigen Eichenhainen und den an verschiedensten

Schlinggewächsen reichen

der

Vertreter

dem Upper maritime Belt, welcher von Texas

Kegion

ausgeprägten

diesen Strich als

die

park-

Bäumen. Sträuchen» und

Bottom -Wäldern umsehliesst.

Im unteren Rio

Region durch ein dichtes Heckengebüsch (Cha-

parraP) aus Acacien, Mimosen, Algarrobien und anderen Dornensträuchern

welchen

ersetzt,

sowohl

die

Dürre

als die heftigen

Wachsthum aufprägen. tations -Gebiet der Kreide, gestauchtes

Weiter

nach

Seewinde ein kurzes

N.

folgt

durch

charakterisirt

das

Vege-

Sträucher

wie

Ulms microphylla, Diospyros texana, durch zahlreiche Cacteen, durch eine kleine Agave (Lechaquia «1er Mexikaner) und DasyBerberis

trifoliata,

lirium (Bear- Grass der Amerikaner), welche gesellig in grosser

den felsigen Tafelländern dieser Region wachsen. die

Zwerg -Wallnuss (Juglans

feuchten Klüfton

rupestris), ein

der Felsregion entwickeln

üppigem

In

niedriger sich

Menge auf

den Fiumaren wächst Strauch.

In

den

einjährige Pflanzen, die

W achsthum, r

während die höheren Wüste angehören. Die Vegeder hohen Plateau-Ufer des Rio Grande gehört theilweise der Flora

der Prärie-Flora angehören,

in

Theile dieses Bezirkes der entschiedensten tation

der Kreide

-

Tafelländer an und

ist

eine steppenhafte Strauchvegetation

Fouquierien. Larrea, Fphedra. Yucca bezeichnen zur Genüge ihren Charakter;

an salzreichen

Stellen

Algarrobien und Acacien bilden ein

Chapparal.

Weiden

häufig.

Am

Strome

Eine

halb

sogar

tritt

am

Grease

-

Wood

sind

selbst

alpine

südlichen

Anklänge.

In den Gebirgen des

Neu -Mexico und Arizona

1)

Mex. Round. Survey 1859.

'2)

H. die

Anmerkung auf

8.

II.

krönt

im

Schatten von

Auch Ben More

nordöstlichen Mexico,

sind an den niederen

9

auf.

dem Strom

Wälder von Cotton-Wood und

alpine Pflanzenwelt

Föhren und Eichen die höheren Abhänge der Organ Mts. trägt

(Obione)

Abfall dieser Tafelländer zu

des

Abhängen aus-

ff.

391.

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VI.

Die

gedehnte Gebüsche von

385

Pflanzenwelt.

Ephedra gewöhnlich,

an den Filimaren wachst

neben der Zwerg -Wallnuss eine Esche. Piüon (Pinns edulis) und eine Eiche (Q. Emoryi) bedecken in zerstreutem Waehsthum die Abhänge. hier

An

den Wanden der Canons des Rio Grande und seiner Zuflüsse wachsen nur wenige Kräuter und Sträucher, Mauerbewohner, die die unzugänglichsten Standpunkte aufsuchen: Laphamien, Perityle, Eucnide u. dergl.; in

den Schluchten,

mässiger Bäche,

Die

die

Wüste

Tiefe

seine

in

führen,

felsigen Betten unregel-

die Steppenflora herab.

steigt

kann

in

Nord- Amerika

als

das letzte und äusserste

Resultat der Entwicklung bezeichnet werden, in deren Verlauf die

Prärien und Steppen nur Stufen oder Etappen darstellen.

Mit den

Steppen durch zahlreiche Uebergänge verbunden und räumlich von ihnen umschlossen, erseheinen extremste

Form

sie

der That meist nur als die

in

derselben und fast alle nordamerikanischen

haben etwas Steppenhaftes an

sich.

Die früher

oft

Wüsten

ausgesprochene

Behauptung, dass Nord-Amerika keine Wüsten habe,

ist

nach der

genaueren Kenntniss, die wir heute von dieser Erdtheilhälfte besitzen, dahin einzuschränken

dass die ohne Zweifel vorhandenen Wüsten

,

nirgends in weiter Erstreckung ununterbrochen vorkommen, dass als vereinzelte

sie

und beschränkte Erscheinungen zwar häufig, immer

aber durch oasenhafte, wasserführende, der Steppenvegetation und

damit häufig auch einer sehr eingeschränkten Cultur zugängliche Striche getrennt sind.

Uebrigens

erlaubten Unbestimmtheit. vegetationslosen

Striche

Man

ist

der Begriff Wüstr von einer un-

sollte

so nennen,

nur die nahezu wässer- und

um

nicht Gefahr

zu laufen,

die

im botamschen und zoologischen Sinn keineswegs wüste Steppe

mit

als

Wüste zu

classificiren.

Low kann man dreierlei Formen von zur Wüste im W. der Ver. Staaten unterscheiden Mit 0.

der Steppe bis 1)

:

Steppen, mit

Gras bedeckte, baumlose Ebenen: Nebraska, Dacota, W. Kansas, 0. Colorado;

2)

Halbwüsten, baumlos, mit wenigem

oder keinem

Gras, aber mit niedrigem Gebüsch (Atriplex, Artemisia, Aplopappus)

bewachsen: Terr.

,

Nevada, Utah, Wyoming. N. W. Texas, W. Indianer-

Neu - Mexico

;

3)

ächte

Wüsten

streckenweise gar keiner Vegetation: Gila

Desert im südwestlichen

lichen Arizona Ratiel. Ameril».

Arizona,

und südlichen Utah. I.

mit

äusserst

Mohave Desert In so

Painted

in

spärlicher,

Californien,

Desert im

nörd-

hohem Grade wasserarm, 25

*

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Die

VI.

Pflanzenwelt.

dass selbst keine eigentlichen, culturfahigen Oasen mehr zu Stande

kommen, die

2.

und

ziehen,

Wüsten

sind nur die 3 letztgenannten ächten

und

1.

Gruppe

reich an

dagegen

;

Oasen durch die Gebirge, die

sie

Dagegen sind auch wieder

die Flüsse, die sie durchfliessen.

einzelne Flecken vollkommen w üstenhaften Charakters wie

Depressionen und Salzseen

ist

durch-

z.

B. die

der Plains und des grossen Heckens, die

Lavafelder des Nordwestens, die Mosa-Flächen Neu-Mexico's in diesen

Was

Steppen und Halbwüsten zerstreut.

Wüsten

betrifft, so

konnte

man

und vor der Sierra Nevada

für das vor

die

Lage der eigentlichen

den Rocky Mts.

mexikanischen Grenze reichende Gebiet approximativ

und zu den Halbwüsten, was zwischen ..Sobald

ist.

Man

Urwälder mit

den in

findet tiefst

solcher

ihre

in.

und 1Ö0O m. Seehöhe bedeckt es sich

— HOCK)

F. treten gross-

fetten

in Folge

1(XM>

bei 7

Gründen und zahlreichen Quellen auf" Wüstenbildungen

die ausgedehnten

dessen

wo

gelegenen Regionen,

Nähe vorkommen, dass

1

).

in

hohe Gebirge nicht

gleichzeitig

sie

anfeuchtend, oasenbildend auf

Umgebungen wirken können. Die bedeutendste der nordamerikanischen Wüsten

De seit, Q. M.) an.

Regel gelten

als

das Terrain weiter ansteigt,

mehr und mehr mit Vegetation und artige

Colorado

den ächten Wüsten gehört, was unter 1000

hissen, das» Alles zu

gelegen

in

Californien liegende, südlich bis zur

in

eine

die

bedeckt;

Ihr

Fläche von

nördlicher Theil,

vegetationslosen

und erscheinen meist nur harte,

dem

Staate

die

(2270

g.

Californien

von dein die Sierra Nevada die atmosehr

ist

Gebiete da,

wo

sind in

Erde bedecken,

(S.

o.

274) sich

S.

oder

die

Umfang

geringerem

den Sinks

in

aber

vegetationsarra,

von

durchsalzene Thonplatten gebildet haben,

und Felsmassen

Mohave

ist

12f>.000 Q. K.

gehört grösstenteils

sie

sphärische Feuchtigkeit abhält, gänzlich

ungefähr

wo

Geröll-

welcher allein die Pflanzen

An allen anderen Punkten r existiren wo nur immer möglich. Sträucher und in den Sandschluchten sogar Bäume, aber alle sind so eingerichtet, Wurzel zu fassen vermöchten.

vereinzelte Pflanzehen,

dass sie mit einem wahrhaft minutiösen Wasserquantura schaften vermögen; die Blätter sind

1)

O.

Low

in

Mitth. d. Ver.

f.

zu

wirt-

nämlich rudimentär geworden

Krük. Leipzig 1877.

5.

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Die Pflanzenwelt.

VI.

3S7

oder verschwunden und die Ernährungsfunktion

den

Stamm

äussersten Schichte führt'

derselben

ist

auf

in

der

Ende Chlorophyll

ubertragen, welcher zu diesem 1

).

Als Wustengebiete sind auch beträchtliche Theile der zahlreichen abflusslosen Becken, welcke die in Colorado.

Arizona zu erwähnt, sind

Nevada.

Utah,

oder geringerer Ausdehnung

vorwiegend

Salzwtisten,

das Ueberschwemraungsgebiet bald

als

gehört

Sink* erscheinen.

vom Grossen Mts.

ein

die

bald

von Salzseen,

Strich

wie

die

bald

als

Ufer

oder

Salzsümpfe,

und

westlich

nördlich

wo zwischen Granite Rock und den Goshut von 30 Kil. hinzieht, auf dem kein Hainichen,

Salzsee,

sondern nur die dünne Salzkruste zu sehen

Wüste

und zwar

wtiste,

als

Zu den ausgedehntesten unter ihnen

Great Salt Lake Desert

die

Texas und

Californien.

Die tiefsten Theile derselben sind, wie oben

classificiren.

in grösserer

es

Hochebene des Inneren umschliesst,

Neu-Mexieo,

mit

einer

frischen

ist.

welche diese ächte

Schneedecke

lockeren

überzieht

Llano Estacado in Texas: die Gila Desert und Painted D. am unteren Gila Ii.; Colorado D. am unteren Colorado; Hals ton D. und Lava Fields am Ostabhang der Silver Peak Range; die tieferen Theile der Columbia Pia in s; die Gegend um die Tulare-Seen. Kleinere Wüstendas Sandsteinplateau

des

regionen des Grossen Beckens wurden oben

(S.

Das acht wüstenhafte Gebilde trockener gewehter

Sanddünen

selten.

mals durch ihre Lagerung den Anschein eines

21h) schon genannt.

vom Wind zusammen-

(von den Spaniern Meihtuos genannt)

den grösseren von diesen Wüsten nicht

Rand

,

bieten,

ausgetrockneten Sees umgäben,

sind

ist

in

Wiewohl

sie

oft-

ob

sie

den

als

doch, wie die

sie

mikroskopische Untersuchung ihres Sandes lehrt, keine Wasserbildung,

denn dieser bildungen

ist

scharfkantig, nicht gesehlitTen.

kommen

zwischen

Fuss der untercaliforni sehen Sierra vor, californischen Meerbusen

1) O.

phylla

als

Löw

a.

Bäume

a.

O.

mit

9.

Ausgedehntere Dünen-

dem unteren Colorado

R.

der entlang

weit hinab erstrecken,

sie

und dem sich

am

ferner südlich von

Er nennt Dalea spinosa und l'arkinsonia micround Zweigen und Lochst spärlichen

grünen Stammen

Blätteru.

25



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388

Die

VI.

am

Arkansas,

mittleren Platte

Pflanzenwelt.

und südlich vom Rio Grande auf

It.

dem Weg von El Paso nach Chihuahua.

Die californische Flora. Dem die wohlbekannte

Besonderheit

die

seines

Klimas

Abhang

durch

ist

Wüste auf der einen

der natürlichen

Er

nordamerikanischen Continentes.

eigenthümliche Stellung

so

eine

wie keinem anderen

angewiesen,

paeifischen

Lage zwischen Hochgebirg und Meer, und durch

Abschnitte des

zwischen Hochgebirg und

ist

und dem Meer auf der anderen wie eine

Seite

Oase eingeschaltet und seine Pflanzenwelt prägt diese Sonderstellung in einer so grossen

Zahl von Eigentümlichkeiten aus, dass man. trotz

Wald- und Prärie-Region,

zahlreicher Uebereinstimmungen mit der

anders kann als ihr

nicht

genannten Gebiete anzuweisen. Küstenlandes sie

liefert

dem

neben

Sonderstellung

eine

keine so eigenthümliche Vegetationsform,

dass

dadurch von der Vegetation der Nachbarländer gerade sehr be-

deutend abwiche.

und

Stellung

Allein

der

wegen einer ganz besonderen klimatischen

dadurch

des Oregon (40° N. B.) bis insel

(33°)

werden."

als

ein

Absonderung

bedingten

Pflanzen verdient dieses Litoral

am

zum

endemischer

Meere von der Mündung

Stillen

L'rsprung der califoruischen Halb-

selbständiges

Vegetations-Gebiet betrachtet zu

1

)

Der grösste Theil des californischen Florengebietes Bodengestaltung gebirgig, ein kleinerer die

eben-

«Die Flora des obercalifornischen

botanischen Eigentümlichkeiten

sind

in

vertheilt auf die Pflanzenwelt des Gebirges

gebirgigen Theilen

findet

verschiedenem Masse

und

sind der Mehrzahl nach

sie

zerstreutes

Mangel

an

und

sie

Das

Vorkommen

Gebiet

Nadelholzarten eines der an Coniferen

man kennt und mehr

1)

als die

ist

II.

ist

ein

kein

waldbildenden

mit 28 verschiedenen

reichsten Florengebiete, die

Hälfte dieser Arten

Grisehach, Vegetation der Erde

immergrün

Dagegen

hochgewachsenen und

californische

aber

Der Laub-

immer nur

ist

bilden höchstens lichte Haine.

mannigfaltigen,

Nadelhölzern.

ihr

In den

Nadelholzwälder,

keinen eigentlichen Laubwald, ganz wie im Felsengebirge. hölzer sind es wenige

nach der

und der Ebene.

man ausgedehnte

und nicht von hohem Wuchs;

ist

Flach- und Tiefland, und

ist

ist

dieser Region

301.

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Google

VI

eigentümlich.

Einige

ungemein hohes und gerades

durch

sind

Wachsthum ausgezeichnet und

die Riesen der Coniferen, die Sequoia

oder Riesencedern, finden sich nur hier.

Wälder, die jene bilden,

000 und 2500

zwischen

Die Aehnlichkeit der ca-

und japanischen Nadelhölzer

lifornischen

389

Die Pflanzenwelt.

ist

bemerkenswerth.

nehmen an den Gebirgen 3600

bis

m., innerhalb

eine

deren

Die

Zone sie

ein

in

be-

stimmter Ordnung über einander folgen.

Zwischen ihrer oberen und der Schneegrenze region,

gebirgen in

eine

die

nicht

liegt die

Alpen-

geringe Anzahl von Arten mit den

Hoch-

der Alten Welt und den arktischen Regionen gemein hat,

der jedoch die langen sommerlichen Dürren

der Entwickelung

einer reichen, alpinen Matten-Vegetation nicht günstig sind.

An den wiegend

Wald

unteren Abhängen des Mt. Shasta besteht der

aus Zuckerföhrc

Lanibcrtiana),

(P.

Fichte

(Abies

vor-

Douglasii),

Bastardccdcr (Libocedrus decurrens), Orcgoncedcr (Cuprcssus Lawsoniana),

Schwarzeiehe (Quen-us Sonomensis) und Lebenseiche (Qu. crassipocula).

Der

grösste

Waldbaum

nicht selten 3

dieser Region

in

— 4 m. Durchmesser

reicht bis ungefähr

1200 m. und

liche Gebirgswald,

der bis

ist

indessen Pinus ponderosa, der

und 75 m. Höhe

erst bei dieser

2200 m.

8 Häume,

die diesen

und 60

zu 2 m. Durchmesser

ponderosa

und

Wald

Jeffret i,

Wald

eigent-

besteht.

Es

sind vorzug-

bilden und jeder von diesen erreicht bis

— 80 m.

Abies

Dieser

und seinen wesentlichen Be-

reicht

standtheilen nach ausschliesslich aus Nadelholz lich

erreicht.

Höhe beginnt der

Höhe.

Douglasii,

Es sind:

P. Lambertiana.

Picea grandis,

amabilis

und

Indem man sich in diesem Gürtel erhebt, gehen die Föhren zurück, während die Fichten zunehmen. Bei 22UO m. ist Picea nobilis der vorherrschende Baum. Bei 2400 m. hört der Wald fast plötzlich auf. Die Bäume behalten ihre Dimensionen bis zu diesem Punkt (Brcwer mass noch bei 2300 m. eine Picea nobilis von 2m. Durchmesser, die neben ewigem Schnee stand; 150m. weiter oben hatte aller Waldwuchs aufgehört) und geben dann unvermittelt einigen strauchartig wachsenden Nadelhölzern Raum, die bis etwa 2800 m. zerstreut vorkommen. Eine Föhre, Pinus flexilis, ist die häufigste unter diesen Zwergformen, die durch verbogenes und niedergedrücktes Wachsthum an Abgesehen von diesen vorgedie Legföhren unserer Alpen erinnern. nobilis

und Liboccdrus

schobenen Posten

ist

der

decurrens.

Wald

fast überall

ununterbrochen mit Ausnahmt

Runsen oder Schutthalden und einiger eingestreuter ChaparralFleckcn, die mitten im Baumwuchs der Berghänge vorkommen und deren Vorhandensein wohl auf zufällige Ursachen, vielleicht Waldbrände oder

frischer

örtliche

Wirkung waldzerstörender Insekten, zurückzuführen

ist.

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890

Die

VI.

Pflanzenwelt.

sind die Bewaldungs-

Achnlich wie an diesem einzelstehendcn Berge

auch

verhältnissc (s.

um

352)

S.

o.

der eigentlichen

in

mehr hinaufrückt,

so

,

je

nur dass die Waldgrenze

man nach

weiter

fort-

S.

Whitney-Gruppe stellenweise kaum

Sie dürfte in «1er Mt.

schreitet.

Sierra

tiefer

als 3900 m. liegeil 1). In dor mittelcalifornischcn Sierra stehen zwischen 36 und :\* n N. B. und in 1500 - 2100 m. Höhe in kleineren Bestanden die

Ricseneedern

(Sequoia nigantca), die bis zu 106 m. ihre Gipfel erheben,

und deren Verwandte, das Redwood

ausgedehnte Wälder Auch unter diesen kommen

(S. sempervirens),

an den Abhangen des Küstengebirges bildet.

Stämme von

grosser Höhe und Stärke vor und in den herrlichen Redwood -Waldungen von Sa. Cruz hat man einzelne Bäume von 84 m. Höhe und 15 m. Umfang an der Basis gemessen *).

Im Küstengebirge findet sich in den südlichen Thcilcn eigentlicher Waldbestand spärlich man begegnet ihm in den Thälcm, die sich gegen den Ocean öfl'nen, auf den höchsten Gipfeln und Kämmen, in den tiefen ;

an

schattigen Schlachten

weitaus

IMnus

vor.

Garryana,

Dotiglasii,

eepeion an

vor.

wiegen

Hieben

und monticula, Queren« lobata, Sonomensis sind die charakteristischen

insignis

agrifolia.

Red -Wood kommt

Formen.

Föhren und

ihren Abhängen.

Coulteri,

kleinen

in

Befänden

Con-

von

nördlich

Cuprcssus macrocarpa (Montcicy- Ccdcr), Tetranthera

Galifornica (Laurel oder Bay). Arbutus Mcnzicsii (Madrona). Populus monilifera

(Cottonwood). Platanus racemosus (Sycamore) sind weitere

dieser seltenen Haine.

Von ihnen

Bäume

allen erfreuen sich nur einige Eichen,

voran Qucrcus agrifolia, einer weiteren Verbreitung auch über die dürren

Ebenen der Thälcr. Brewcr behauptet

1)

Uber

1

m. Durchmesser

2)

Bäume

Man

in

(Geol. of California

Baume

von

fast allnächtlich friert.

aber die Erscheinung verliert wohl etwas von ihrem Käthselhaften,

uicht,

wenn man

sich erinnert, dass in diesem Gebiete die Sequoien nicht allein stehen

mit

Itiesendimensioneii,

ihren

Glieder von keiner andern Art lis,

Abies

Douglasii,

Californien, die

theils

keinem von

genannte '

dass es noch

I.

Kegionen der Sierra gebe, wo es

kennt die Crsache des ausserordentlichen Höhen wachsthums dieser

Hohen.

soll

erreicht

A. Menziesü,

Oregon

unseren bis

wiewohl

wahrscheinlich

werden,

A. Mertensii,

ungehörige

Bäume,

ihre

l'intis

höchstwachsendpii

Lambertiaua.

Thuja gigantea erreichen

— HO

in.

nohitheils

a.

gleichfalls

europäischen Nad-lhnlzeru vergönnt sind.

100 m. hoch werden; 60

P.

u.

Hohen,

Die

erst-

sind keine ungewöhnlichen

Selbst die Nadelhölzer des Felsenpebirpes erstaunen den, der mit ihren

der atlantischen Flora bekannt geworden

mehr Wachsthum, so dass das hohe Wachsthum der ealifornisehen keine vereinzelte und ortliche, sondern eine verbreitete und vorbereitete Erscheinung ist, deren Crsache man am ehesten in den klimatischen Verhältnissen des westlichen Nord -Amerika Genossen

in

schlankes und aufstrebendes als Üppiges und

in

ist,

durch

ihr viel

die Breite gehendes

zu linden erwarten darf,

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Durch

301

Die Pflanzenwelt.

VI.

die Flora der Mittelgebirge, Hügel

und Ebenen geht

eine

Aehnlichkeit mit unserer Meditcrran-Flora, welche zwar nur auf

Lebensbedingungen zurückzuführen, indessen

die Aehnlichkeit der

nichtsdestoweniger für jene

sehr charakteristisch

Eichen, ein Lorbeer, eine immergrüne Kastanie (

unter den Bäumen,

Arbutus)

zum

kleinblättriger,

eine

1

),

ist.

Immergrüne

ein

Krdbecrbaum

grosse Anzahl stark

Theil auch immergrüner Sträuchcr,

holziger,

dann duf-

tende harzreiche Kräuter und endlich einjährige, gesellig wachsende

Gräser machen diese Aehnlickeit zu c'ner sehr autfallenden. Während es der gemeinsamen Allen wenige sind, in den Vegetationsformen eine

der immergrünen Eichen herabsteigenden Föhren

ist

die

so grössere.

Uebercinstimmung Die lichten Haine

und der an den Gebirgsabhängen

tiefer

die ausgedehnte niedrige Sirauchvegetation,

Chamiml

Chaparral und

als

;

um

eine

nur zu häufige Erscheinung

in

der californisehen Landschaft"); die Matten stark duftender Kräuter,

auf denen die grösste Blüthenfülle mit grauer Dürre wechselt, sind so

entschiedene

sich

nicht

Anklänge an mediterrane Verhältnisse,

wundert,

auch

in

bis jetzt besonders gegeben durch die weiterverbreitete keit

künstlicher

Bewässerung,

nordischen

Platane,

Espe,

1)

Diese

in

Laubbäume,

Weide sind

diese Aehnlichkeit

zu

der Sierra

wie

Esche,

in Californien

stören;

in

Notwendig-

zu begegnen.

Ahorn,

sie

Die

Wallnuss.

zu wenig verbreitet,

Oregon, wo

hoher Strauch

als

man

durch den ausgedehnten Weinbau,

die sehr gedeihliche Cultur unserer Südfrüchte,

wenigen

dass

den Culturen denselben Anklängen,

um

bereits häufiger

weitverbreitete

Kastanie

oder

Chinquapin (Castanopsis chrysophylla) wird erst auf den Siskiyou Mts. zu einem Baum von '/» m. Durchmesser und 12 IHm. Hohe.



2)

Der eigentliche

Begriff,

Unterholzes von Strauch

Namen

alles

dichte,

-

den

Eichen.

dornige,

Ch apar ral

bezeichnet,

ist

der des dichten

Im Allgemeinen nennt man aber mit diesem

fast

undurchdringliche

Strauchwerk,

das

die

Abhänge des Küstengebirgcs und der Sierra in sehr grosser Ausdehnung bedeckt und in welchem meistens verschiedene Arten von Ccmiuthiis vorherrschen. Chamisal nennt man dieselbe Vegetationsform überall, wo Chamiso (Adenostoma faseieulata) vorwaltet. Wie schwer durchdringlich dieses Dorngesträuch oft ist, mag eine Bemerkung J. 1). Whitney's andeuten, welcher von der Sa. Anna- Kette sagt: „Die Dichtigkeit des Chaparral auf dieser Kette würde ihre Krforschnng ausserordentlich schwierig machen - (Geol. of California niedrigeren

18B9.

I.

art, die

178).

An einem

Orte schildert er die Strauch-Eichen als eine Pflanzcn-

„so viel Dornen hat als Ansätze von Blättern und Zweigen

.

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392

Die Pflanzenwelt.

VI.

werden, kommeti

da hier

die

sie

gleichwohl nicht zu erheblich grösserer Geltung,

Nadelwälder bis

Man

der diesem Gebiet eigenthtim-

1000 und Griesbach führt 50 endemische Gattungen

aus demselben an 11 Sträucher.

Zahl mit

Platz übrig bleibt.

schätzt die Gcsamnitzahl

lichen Arten auf

so dass für

Ebenen herabsteigen,

in die

Laubwald nicht einmal mehr

unter diesen letzteren sind nicht weniger als

1

)

Auf

;

die Compositen

auch hier die grösste

entfällt

Polygoneeu folgen mit 4 und Papaveraceen, Rosaceen,

*J,

Onagrarien und Liliaceen mit je 3 Gattungen. Die einzige endemische

Baumgattung

die Riesenceder

ist

ungefähr 800 zu schätzenden

Die Mehrzahl der auf

Sequoia.

nicht endemischen Arten gehört

Prärie- und Steppen-Region an.

der

Der Beziehungen zu der tropischen

dem trockenen Klima wenige Vorkommen der Cactcen kann man nicht zu diesen rechnen;

Vegetation Nord-Mexico's sind es bei

das

Palmen und Yucca fornische Gebiet

fehlen.

Mit der

Beziehungen zu demselben sind S.,

wo

Waldregion hängt

daher im N. zahlreicher

gativen Charakterzüge

als

im

Die ne-

Anklänge an die Steppenregion tiberwiegen.

die

das cali-

durch Oregon und Columbia zusammen und die

im

Gegensatz

zu der Flora der atlantischen Staaten fasst A. Gray in

dem oben

der

californischen

Flora

angeführten Vortrag 1 ) in folgenden Worten zusammen: „Californicn hat keine Magnolien,

Tulpen- und Sternanis-Bäume, keinen Papaw

(Asimina), keine von unseren

gemeinen

einblätterigen Berberitzen,

kein Podophyllum oder verwandte Gattungen, keine weisse Wasserlilie

und keine Nclumbo, weder Prickly Ash (Zanthoxylum) noch Sumach, weder Loblolly Bay (Gordonia) noch Stuartia, keine Linden und

Auch Gymnodadus, Gelbholz

Robinien. danibar,

Hydrangea.

Diervillia,

Nyssa, Liqui-

(Cladrastis),

Schneeball

fehlen;

hat

es

wenige

Astern, Goldruthen, keine Lobelien, keine Huekleberry's Gaylussacia) (

und kaum

eine Heidelbeere; es fehlt Epigaeum, die Zierde unseres

Frühlings, Kalmia. Clethra, Stechpalme,

eoma; ebenso

nichts

ist

Persinimon,

dort vorhanden,

Catalpa, Te-

was unseren Sassafras-,

Benzoin-, Hickory-, Ulmen-, Maulbeer-, Buchen-, Kastanien-, Birken-,

Horn- und Eisenholzbäumen entspräche. 1)

A.

a.

0.

II.

2)

A

J.

S.

1872.

595.

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VI.

Anhang

Die

393

Pflanzenwelt.

Die Entstehung der Prärien.

I.

Die

Schwierigkeiten

nungen eigen zu

umgeben, welche sein pflegen. Es

so grossen ist

der

Erkenntniss

Ursachen, welche der Präricbildung zu Grunde liegen,

ist

von allen den

und mannigfaltigen Erschei-

von vornherein wahrscheinlich, dass

eine grosse, umfassende Ursache einer so ausgebreiteten und in allen Erdt

heilen wiederkehrenden Erscheinung wie den Prärien nicht fehlen werde;

aber da thatsächlich Prärien und prärienartige Vegetationsformen unter

dem

Einttuss weit verschiedener Ursachen sich bilden, so

von den mehr nur

die grosse, allgemeine Ursache licher

BeschrÄikung und häufig

in

es nicht leicht,

ist

in örtlicher

zeit-

Die Forschungen über die Entstehung der Prärien haben aus

zu trennen.

diesem Grunde ihre eigene Geschichte, die nicht uninteressant reiche Controvcrsen

Wege

oder

Verbindung mit jener wirkenden Gründen

über diesen Punkt geführt,

sind

zur Erklärung eingeschlagen worden und

in

ist.

Zahl-

die verschiedensten

den Theorien, die nach

einauder auftraten, spiegeln sich die Strömungen wieder, die zu verschie-

denen Zeiten •

den Wissenschaftsgebieten die vorherrschenden waren.

in

Einige Theorien haben keine allgemeinere Geltung zu erlangen vermocht, so

Bäume

dass die Wurzeln der

die,

des

Schilfrohrs

gewissermassen

den verschlungenen Wurzeln würden ), die J. D. Whitney's,

von

1

erstickt

dass die staubartige Feinheit des Präriebodens den Baumwurzeln keinen Halt gebe*), die Atwatcr's

u. A.,

dass das Wasser,

das auf den meisten

Prärien lange stehen bleibt und die beständig feuchte Beschaffenheit des

Untergrundes den Baumwuchs nicht aufkommen lasse 3 ).

Auch

die in den

Kreisen der Präriebewohner einst allgemein gültige Erklärung der Waldlosigkeit

Zeit

durch

zum

welche die vorhandenen Wälder mit der Verschwinden gebracht hätten, die natürlichste Theorie

die Präriefeuer,

völligen

der Ansiedler, denen

in ihren

wichtiger Bundesgenosse

Man

findet in

ist,

den Prärien

Urbarmachung« -Arbeiten das Feuer

ein so

hat sich vor der Wissenschaft nicht gehalten. nichts

von

den Hosten der Walder,

welche

diese Theorie voraussetzt.

Die Prärie-Feuer sind allerdings eine in

fast regelmässige

den Prärie-Staaten trotz der Verbote, die

Feuerlegen erlassen werden.

Es vergeht

in

diesen

Erscheinung

allen

selten ein Herbst,

gegen das

ohne dass

sie

auf weiten Strecken den grössten Theil des trockenen Grases verzehren. Dieses lischt

ist

ihre

Ein solches Feuer schreitet langsam vor und

Nahrung.

schon bei kleinen Hindernissen aus, wenn Windstille herrscht, aber

es wird gefährlich

bei raschem Wind.

durchschreitet es weite Strecken.

1)

A.

2)

Iowa Geol. Rep.

J. S. I. Series.

3) A. J. S. I S.

I.

I.

Fast so rasch

Der Reisende

wie dieser

schützt sich

in

selbst

diesem

XXIII. 40. 24.

116.

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894

Die

VI.

Pflanzenwelt.

Falle dadurch, das* er seihst «einen Fleck Hasen in Brand steckt und auf diese Stelle sich zurückzieht, die

Wind

Hei heftigem

bietet.

dem Feuer

sind Flüsse und

keine weitere Nahrung mehr Graben von mehreren Klaftern

Breite kein Hindernis* für die Verbreitung des Feuers, dieses

in

«lern

trockenen

Thalniederungen ein massenhaftes und sehr

Ks

material vorfindet.

um

so weniger als

und dem Schachtelhalmgestrüpp der

Röhricht

leicht

Feuer fangendes Brenn-

kein Zweifel, dass diese Feuer unter gewissen

ist

Umständen hemmend auf den Waldwuchs einwirken, aber nur an den stattfinden, wahrend in der eigentlichen Prärie es der Feuer nicht bedarf, umtlaumlosigkeit Grenzen der Prärie gegen die Waldregion wird diess

zu erzeugen; auch sich

finden

in

Gegenden, die häutig vom Feuer verheert werden, wenn z. B. eine höhere Lage etwas mehr

Wälder,

hier

herankommen

Feuchtigkeit an die Pflanzen

Von

lässt.

und ähnlichen Erklärungen der Präriebildung, welche

allen diesen

von örtlichen Erscheinungen ausgehen und jene nicht rische Erscheinung auffassen,

Torf hypothese. welche noch Geschick verfochten wurde regionen

Dieselbe nimmt

1

)

neuerer Zeit von Lesquercux mit Kennt niss und

und auch

in

den uordamerikanischen Prärie-

i>raktischcn

Leuten stark geglaubt wird.

der schwarze Hoden

dass

an,

als eine grosse tellu-

indessen die interessanteste jedenfalls die

immer von

noch

selbst

in

ist

der Prärien

ursprünglich

Torfboden und dass der Säuregehalt und die Lockerheit, die diesem Hoden eigen, die Ursache seiner Haumlosigkcit sei. Eine Reihe von auffallenden, aber örtlich begrenzten Erscheinungen

Lesquereux geht

stützen.

deren Hoden

aus,

sondern

besonders zwischen

dung

weiche

eine

Ulminsäure

ihm

enthält

vorzüglich

schwarze Erde durch

Wasser,

unter

Humus und Torf dem Wege

ist

.

der Uferprärien

die

ist,

eine

beträchtliche

Dieselbe

kann

als

ein

Menge

Pflanzen,

Mittelding

Eingehend beschreibt er die Torfbil-

gelten.

in

Bildung

langsame Zersetzung von

die

entsteht.

der Hai von Sandusky,

in

lung auf

der

weder eigentlicher Torf noch Humus,

zu Folge

und

scheint diese Hypothese zu unter-

von

die

gegenwärtig durch langsame Auffül-

eine Prärie

umgewandelt zu werden.

Eine

Kette von Sandbänken und niedrigen Inseln, aus Auschwemmungsgebieten bestehend, schützt sie gegen allzuheftige Einwirkung der Seewellen.

um

Rund

und besonders im SW., ziehen sich ausgedehnte Ebenen, die von Wasser bedeckt sind und deren Hoden bemerkenswerthe Verschiedenheiten zeigt. Gegen den See zn,,wo an tieferen Stellen der Pflanzenwuchs noch schwach ist, herrscht ein sandiger Thon vor, der nach den seichteren die Bai

Punkten hin durch Zumischung von zersetzten Pflanzentheilen schwarz und Gegen den Rand hin wird derselbe dicker, und wird

schlammig wird.

1)

S.

TM

Prof. tf.

S.

und A.

Lesquercux J. S.

II

S.

in

Geol.

XXXIX

u.

Survey

of

Illinois

1866.

Geol.

Vol.

I.

XL.

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VI.

endlich zu

305

Die Pflanzenwelt.

einem nassen, schwarzen

genau

Prairicbodcn mit

derselben

Der Ucbergang von diesen nassen zu den höher gelegenen trockenen Prairien ist ein ganz unmerklicher; indem wir uns vom Hand des Sees in ansteigender Richtung entfernen haben wir bestandig denselben schwarzen, schwammigen, modrigen Hoden, mit derselben Thonunterlage und fast demselben PHanzenwuchs. Und ferner sehen wir, dass die hügelartigeu ErPflanzenwelt wie die Seesümpfc und mit einer thonigen Unterlage.

,

höhungen, welche Baume tragen, aus ganz demselben Hoden bestehen wie vorhin erwähnten niedrigen Inseln und Sandbänke des Sees. Aber aus der Prairie noch ragen diese Erhöhungen inselartig hervor. A. Winchcll, der gleichfalls die Entstehung der Prairien aus langsam ab-

die



fliessenden

Seen

Wurzelfassens.

vertritt,

legt

besonderen Werth auf die Priorität des

Ihm zu Folge bemächtigten

mit ihren leichtwandernden

Samen

Hinson

sich Gräser,

u. dergl.

so rasch des noch nicht völlig trockenen

in welchem vorher alle Keime untergegangen waren, dass den Bäumen, Sträuchern u. dergl. kein Kaum zum Wurzclschlagen übrig blieb. Nur auf den Inseln und an den höheren Bändern dieser auslaufenden Seen, wo die Gräser minder üppig wuchsen, vermochten jene aufzu-

Hodens,

kommen

Engclmaun

1

).

der Prairien

wenn auch stützt,

des

hat

sich in einer Arbeit

mittleren Missouri- und Mississippi

nicht

ausschliesslich,

auf

die

über die Entstehung -

Gebietes ebenfalls,

Hcwässerungsvcrhältnissc

ge-

ohne indessen, wie man hervorheben muss, die Absicht zu haben,

eine allgemeine Theorie feuchtigkeit

«1er

zu gründen;

Prairiebildung auf die Verhältnisse der Boden-

wendet seine Theorie auf die Prairien des

er

geuannten Gebietes, keineswegs aber auf die westlicher gelegenen und die Plains an, von denen er selbst sagt (S. satzes), dass ihre

unmittelbar,

theils

,'iS9

seines oben S.

;J7I>

Bodengesteins wirke.

theils

mittelbar

Der Hoden der Prairien im südlichen

seine Beispiele nimmt, besteht aus

nimmt Wasser rasch auf und

sei,

durch unzulängliche Zersetzung

dem

Illinois,

Aul-

der des

woher er

sehr fein zerthcilten, fast pulverigen

Zerfallprodukt sandig-thoniger Schiofer der Kohlenformation.

keit

citirten

Ursache im Mangel an Feuchtigkeit zu suchen

erhärtet dabei fast

Dieser Boden

bis zur Uiidurchdringlich-

durch die Verstopfung seiner Poren, er hält dadurch lange die Feuchtig-

1)

Die Erfahrung lehrt übrigens, dass wenn ein

sich nicht in Prärie, sondern in

Wald verwandelt

Sumpf trockener wird,

Man

er

hat diesen Vorgang oft

Genug beobachtet und es liegen darüber die Mittheilungen von Naturforschern Im nördlichen New York rückt am weitesten von allen Bäumeii die Lärche vor. in den Sumpfregionen vor, und fast eben so unempfindlich gegen Feuchtigkeit zeigt sich die Schwarzfichte, dann kommt Thuja; es gibt kaum einen Sumpf,

wo

diese

nicht

wüchsen;

endlich Birke und Ulme. Vgl.

die

die

nächsten

Räume

sind Schwarzesche, Roihahorn,

Als Strauch geht die Erle ebensoweit wie die Lärche.

Beobachtungen Asa Gray 's und YerrilPs

in

A.

J.

S.

18G5.

II.

ff.

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VI.

Di*

Pflanzenwelt.

die sieh auf seiner Oberfläche in Depressionen und in seinen oberen

keit,

Schiebten sammelt.

Dieser Zustand

ist

dem Pflanzenwuchs im Allgemeinen

nur Pflanzen, welche sich

nicht günstig;

behagen und denselben durch

einem durchfeuchteten Boden

in

ihr dichtes

Wachsthum vor

allzu

Austrocknen schützen, gedeihen hier gut und diess sind Graser. ist

am

dieser Boden

Die

Stellen,

wenigsten geeignet tiefwurzelnde Pflanzen zu tragen.

wo Bäume aufwachsen,

sind

bcschatt'cnheit als die eigentlichen Prairien.

und humusreicher

tiefer

nicht so

feucht,

z. Ii.

wenigstens

flachwurzelnd.

sind

Landes,

den

leichtere

Drainage.

raschem

Dagepen

Dem

Hügeln,

immer von anderer BodenDer Boden der letzteren ist

der der Fiats, aber diese sind ihrerseits

als

das Grundwasser

steht

bcstbewaldcten

ermöglicht

Striche

schon

die

tiefer.

des

Ihre

höher

Bäume

gelegenen

Bodeubeschaflenheit

eine

Diesen Hypothesen gegenüber hat unter den amerikanischen Forsrhem D. Dana die grössere und ohne Zweifel allgemeingültigere Anschauung vertreten, dass der über so weite Gebiete sich verbreitenden Waldlosigkeit klimatische Ursachen zu Grunde liegen '). Kr erinnert daran, wie überall der Wald fehlt, wo das Klima trocken ist und wie er da. wo er den Ebenen mangelt, in den höheren feuchteren Regionen unvermittelt und oasenartig auftritt. Die Vcrschmalerung der Waldregion vorzüglich

.1

an der paeitisehen Küste von N. nach

S., ist z. B. nur Vcrschmalerung der Zone reichlicherer Niederschlage

in

demselben Ge-

Eine vergleichende Betrachtung der Verbreitung der Walder über

biet.

die

ein Spiegelbild der

Erde

lässt folgende

Thatsachen erkennen: Dein Vorwalten der Feuchtig-

verbunden mit einem Vorwalten der Wälder; 2) in einem genügend feuchten Klima bedecken sich alle Arten von Boden, die nicht

keit ist direkt

unter Wasser stehen, mit Wald,

vom feinsten Schlamm bis zum gröbsten vom sauersten Torf bis zum fruchtbarsten Alluvium; 3) Grasflächen verdrängen Wälder und diese jene, je nachdem das Klima trockener oder feuchter wird. Dana s Ansicht wird von der Mehrzahl der Botaniker und. man kann wohl sagen, auch der Geographen getheilt werden. Man kann Kies,

ehicr auf diese Ansicht gegründeten Darstellung und Erklärung der nord-

amerikanischen Prärien, wie

sie

auch Griscbach neuerdings gegeben

das Zeugniss nicht versagen, dass

wendung Klimathesen

finde,

sie

welches auch im Uebrigen ihre Lage, ihre Ausdehnung, ihre

und Vegetationsverhältnisse haben

Sie genügen,

im Gegensatz hiezu

um

Die

seien.

einen

früher erwähnten Hypo-

vorwiegend

lokalen

1)

A.

2)

Die Vegetation der Erde 1872.

S.

Charakter.

gewisse beschränkte Fälle von Baumlosigkeit zu erklären,

sind aber unfähig deu grossen Erscheinungen von tellurischcr

J.

hat*),

auf alle Prärien oder Steppen An-

Ausdehnung

1H*>5. II. 293. II.

273

fl.

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Die Pflanzenwelt.

VI.

397

gerecht zu werden, welche unter den Begriff der Steppen fallen.

Grisebach, sind die Steppen Nord-Amerika's.

rien, sagt

der östlichen Hemisphäre

wie in

Haum

der Continente

ein,

wo

nehmen baumlose Ebenen den inneren

die Winterkälte streng

Periode des Jahres das Pflanzenleben einschränkt.

der Vegetation beruht auch Steppe,

ihre

schlägen

und die regenlose

ist

Die Uebereiustimmung

den Prärien auf den drei Jahreszeiten der wird unter vorübergehenden Niederwitfder durch Dürre und später durch den

in

Entwickelung

kurze

eingeleitet

,,Dic Prä-

In der westlichen

bald

,

Wie

Winter gehemmt.

in den Steppen ist die Bewaldung entweder an fliessendes Wasser gebunden oder auf die geneigten Abhänge von Gebirgsketten zurückgedrängt. Wie dort verwandelt sich das Weideland in

gewissen Gegenden, die der Niederschläge entbehren,

Zwar hebt

er hervor,

bewässert

sei

in

wasserlose Wüsten. u

wie die Prärie-Region Nord-Amerika's

viel

reicher

des inneren Asiens, aber diese Bewässerung

als diejenige

hindert nicht die volle Entfaltung der Steppennatur, sowenig wie sie diess

unter ähnlichen Verhältnissen

dessen

ist

der Kalahari Süd -Afrika'* vermag;

in

die weite Verbreitung

oasenhafter

der Passat wie in Afrika und

nicht

Striche

Asien,

ihre

sondern

westliche

in-

Aber

Folge.

W inde, T

die bei der Uebersteigung des Gebirges ihre Feuchtigkeit verloren haben, die Träger der Trockenheit in diesen Gebieten und nur, wo diese Winde auf vom Golf von Mexico oder den canadischen Seen kommende Winde treffen, entsteht Wolkenbildung mit einigermasseu beträchtlichem Niederschlag, der den Waldwuchs ermöglicht.

sind

Anhang

Die Vertretung einiger wichtigeren PflanzenVon Kanun-

II.

familien in der Flora der Vereinigten Staaten.

culaceen haben der

Alten

häutiges

der

die

oft

hiesigen

auch

und

gefunden werden

Vorkommen jene

Erscheinung helfen.

Welt

mehrere,

neben

Staaten

Vereinigten

die

eigentümlicher Formen

in

von

einer

grossen

Zahl

entsprechenden Strichen

denen

einige

hier durch

so auffallende Aehnlichkeit in der äusseren

und

der

mitteleuropäischen

Flora

erzeugen

Einige Arten von Anemone, Hepatica, Itanunculus, Call ha, Del-

phinium, Aquilegia

sind

Nord -Amerika

europäischen Formen so ähnlich, dass viele

von ihnen blühen, sich auf Wiesen

alten

Bekannten

umgeben wähnt.

mit

ihren

grossen

und

in

Einige blau-

matisarten, fleischroth blühende Akeley's,

canadensis

und Europa gemein oder doch

man besonders

die

rosenrothen

zur Frühlingszeit,

schattigen

und

wo

Wäldern von

purpurblüthige Cle-

schattenliebende Hydrastis

Blüthen,

die

strauchartige

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39S

Die Pflanzenwelt.

VI.

Xanthorhiza, welche ihre dunkeln Purpurblüthen Glieder dieser Familie, die keine kleine Rolle

in

Strüussen trägt

dem

in

sind

,

blüthenreichen nord-

amerikanisrhen Landschaftsbilde spielen. Die Familie der P 0 «1 o p h y e a e ist eine ächt amerikanische; die den Mohngewächsen nächstverwandt 1 1

,

May -Apple,

Frucht von Podophyllum peltatum, der

Papaveraceen

Von

wird gegessen.

hohem Grade charakteristisch für Strecken des Südens und Westens die Argemone mexicana.

ein stache-

liges Mili hsaftgewachs mit grosser weisser, mohnartiger Blüthe.

Die weiss-

den

in

ist

die dürren

blühende, von rothem Safte strotzende Sanguinaria canadensis rothen.

seltsam zweispornigen.

mit ihren

sind die Diclytren

ist

Nord-

Fumariaceen

Unter deu nordamerikanischen

Amerika eigenthümlich.

gelben oder

weissen Blüthen zu nennen, die in unsere Gürten übergegangen sind.

Eine

Corydalis-Art gehört zu den lieblichsten Frühlingspflanzen, die im Mai die schattigen

Wälder am Hudson und Ohio

und

Nelumbiacecn

die

den unseren ähnlich,

Cyamus

flavicomis,

durch

sind

die

aber in

Nymphaeacecn

Die

zieren.

gelbe und

weisse Seerosen vertreten,

formenreicher

Von

der

Seerose

Carolina's

wächst,

sind.

Teichen Virginia's

und

werden Samen- uud Wurzelknollen von den Indianern mit Vorliebe gegessen.

Die

milie, sind

wo

Magnoliaceen,

eine eigenthümlich nonlamerikaniscbe Fa-

besonders für den Süden der Vereinigten Staaten charakteristisch,

sie als

Bäume und Sträucher

mit grossen, lederartigen, dunkelglänzen-

den Blättern und seerosenartigen, duftenden Blüthen sehr häutig und für besonders nach der schönen den Vegetationscharakter der Landschaft ,

Seite hin, wichtiger

sind

als irgend ein

Magnolia grandiflora, einen stolzen zu Co

kaum

ein

heran.

man bis

anderes Pflanzengeschlecht.

— 70'

Bäumen an

anderer von den immergrünen

Zahlreiche andere Magnolia -Arten,

zählt

ihrer

stolzer Schönheit

denen eine (M. glauca;

von

im Gebiet der Vereinigten Staaten)

7

An

aufstrebenden Baum, reicht

nach Massachusetts hinaufgeht, gehören mit

in

in

Strauchgestalt

erster Beihe zu den

Gewächsen, die einen Zug von Reichthum und Mannigfaltigkeit der Flora der Vereinigten Staaten selbst noch an ihrer Nordgrenze aufprägen.

dendron tulipifera, ein Familiengenosse der Magnolien,

ist

Lirio-

nicht von ihrer

dunkeln und gemessenen Schönheit, aber mit seinem hellgrünen, an Platanen erinnernden Laubwerk,

seinen

grossen rothgelben Blüthen.

breiten Verästelung und seiner Grösse (er erreicht bis 100' Höhe)

doch

eine

der schönsten und kräftigsten Erscheinungen im

kanischen Walde.

Nahe verwandt

ist

Arten im Mississippi-Gebiet vertreten anreihen,

Gattungen, Golfgebiet

sind

eine

seiner ist

er

nordameri-

die Gattung lllicium, die mit einigen ist.

Die

Anonaeeen,

vorwiegend tropische Familie,

die hier sich

die aber mit einigen

wovon eine baumartig (Asimina triloba, Papaw tree), in das Die Umbellifercn oder Doldengewächse,

hinüberreicht.

diese ebenso entschieden nordische Familie,

ist

dagegen

in

Nord-Amerika

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Die Pflanzenwelt.

VI.

schwach

Nur wenige Arten

vertreten.

(

Schierling

Wasserschierling,

,

Gleisse, Ligustrum), die wahrscheinlich erst in den letzten Jahrhunderten

eingewandert sind, sind Nord-Amerika mit Nord-Europa gemein; ausser-

dem

manche Gattungen

sind

der Kegel

neiden Erdtheilcn vertreten, aber

in

sie sind

Nord-Amerika arten- und individuenfirmer als in Europa. Von den nahverwandten Araliaceen sind Panax und Aralia in NordAmerika heimisch nicht aber lledera. das Epheu. welches erst von Eu-

in

in

,

ropa hinübergebracht wurde, nun aber allerdings

an

menschlichen

Die

Grossulaceae,

Wohnungen.

Kirchen,

Stachel-

in grosser

Mauern

u. s.

immer schmackhaft.

Dasselbe

Reben. Die nordamerikanischen ähnlich.

In

den

Menge

überall

gefunden wird.

und Johannisbeeren, sind an Arten und

Individuen reicher als ihre europaischen Verwandten, sind nicht

f.

Berberideen

Sarraren ien haben

aber ihre Früchte

den

von

gilt

Vitaceen, den

sind unseren europaischen

wir wieder eine acht amerikanische

Familie, deren Glieder zu den seltsamsten Gewachsen gehören.

Die ver-

schiedenen Arten von Sarracenia sind auf Sumpfwiesen besonders so hautig wie bei uns

Sfldstaaten

Es gehört zu ihnen

an denselben Standorten weit verbreitet. dings

oft

genannte fleischfressende

den

in

Droseraceen

der Fieberklee.

sind

die neuer-

Dionea musicapa, die Fliegenfalle

.

in

den Bogs oder Torfwiesen von Nord -Carolina. Die Onagraceen erreichen in Nord -Amerika ihre grösste Entwickelung. Die Gattungen Oenothera (Nachtkerze) und Epilobium, welche zahlreiche bunt- und grossblüthige Arten umschliessen sind der Alten und Neuen Welt gemein, aber sie sind in der letzteren ganz besonders stark vertreten und spielen an allen Standorten, in Sümpfen, Waldein. Prärien, selbst auf den dürren Plains des Westens ihre Kolle durch ihr oft massiges Auftreten und ihren Farbenreichthum. In der Familie derCornaceen hat NordAmerika seine schönen Cornus - Arten, die als Unterholz und kleinere ,

Bäume

wesentlich beitragen, seinen Wäldern einen

weissen artiges keit,

oder röthlichweissen

Bäumchen. vom Oktober

Der bis

Zug von

oft fast tro-

Cornus Horida mit seinen grossen milch-

pischer Ueppigkeit aufzuprägen.

Involucren

Strauch

ist

ein

Hamamelis

sehr hat

schönes

die

strauch-

Eigenthümlieh-

zum Februar Blüthen zu treiben und seine Von den Lorant haeeen hat auch Nord-

Früchte im Frühling zu reifen.

Amerika gleich Europa die Misteln, die hier besonders die Eichbäume zum Wohnort wählen. Die rein amerikanische Familie der Cactecn ist zwar eine vorwiegend tropische, sendet aber vereinzelte Glieder ihrer verbreiteteren

Gattungen

hoch

nach

N.

hinauf:

im

0.

eine

kleine

zum 41. (New Jersey), in der Rocky Mts.-Region verschiedene Arten bis zum 45. oder 40. Grad. Die Familie erreicht ihre grösste Opuntie

bis

Entwickelung Vereinigten

nach allen Richtungen

Staaten,

die

in

den

zum Theil durch

sie

südwestlichen Theilen

dem mexikanischen

der

Flora-

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4M

Die Pflanzenwelt.

VI.

charakter stellenweise schon sehr nahegerückt werden.

oder Kreazblüthler sind

Cakile

des Atlantischen Oceans mit

chen.

Violaceae, weit

eine Strandpflanze, die den Ufern

ist

denen der Grossen Seen gemein

Nasturtium, die Brunnenkressc sind

in

ist.

Von

Die Veil-

häufig.

,

Nord -Amerika durch eine grössere Anzahl tricolor) ist östlich vom

Unser Stiefmütterchen (V.

von Arten vertreten. Mississippi

als in

Thlaspi und Capsella gehören zu den aus Europa

Arabis, (ardamine, Draba.

eingewanderten Unkräutern.

ist

Cruciferen

Artenreiche Gattungen sind

den entsprechenden Theilen der Alten Welt.

Virginia nordwärts

Die

Nord -Amerika weniger stark vertreten

in

Von den Passifloren, Passionsblumen,

verbreitet.

reichen einige Arten aus tropischen Gebieten herüber und werden bis nach

Hypericaceen

Virginia herauf gefunden.

wie in Kuropa und Hypericum perforatum

ist

sind hier eben so zahlreich hier wie dort ein verbreitetes

Aus der Familie der Camelliaceen

Unkraut.

der Loblolly Bay der Einheimischen,

ist

Gordonia Lasianthus,

Baum

ein stolzer

der Sumpfwalder

im Golfgebiet; mit seinen weissen Iiiathen und immergrünen Blattern steht Von den Aceraceen oder A hörnen er nur hinter der Magnolie zurück.

Waldbaumen der Vereinigten dem Eichengeschlecht eine

rechnet Michanx 7 Arten zu den

deren Walder

in

Anzahl schöner Baume verdanken. der Gattung Negundo, sind

Sapindaceae Baume, durch

galaceen

Mittel-Europa. P. Senega als

Wie

theils Straucher. theils

Erscheinung wie

Mähen und

Die Tiliaceen, Linden, sind

in

so artenreich

amara unserer Gebirge,

Malvaceen

heilkraftig.

unserer

Die

Rhamnaceen

so

wie gilt

sind hier gleichfalls häufig in

in

dort

und

Europa, so dass wir den be-

Eibische

nicht

zwei Arten als schöne

deren Blüthen einen noch würzigeren Duft aushauchen Linde.

Die Poly-

und bunten Blüthensträusse hervor.

hier die Polygala

in wesentlich ahnlicher

kannten Gestalten

Aus der Familie der

hautig.

Rosskastanien,

den Vereinigten Staaten eben

in

ähnliche

Strauchartige Ahorne, vorzüglich aus

im Unterholz

ragen mehrere

ihre grossen

sind

Staaten,

der That nur noch

als

selten

begegnen.

Baume

vertreten,

unsere deutsche

sind durch mehrere Stiäucher, ausser durch

den eigentlichen Bhamnus oder Kreuzdorn auch durch den acht amerikanischen, besonders in Californien häufigen Ceanothus und durch einen

windenden Zizyphus Hälfte

Theilen

amerikanisch

vertreten.

sind,

Von den

gehören

von Nord-Amerika an.

etwa

Euphorbiaceen,

Caryophyllaceae

Anzahl mit Europa gemeinschaftlicher,

lästiges

Die Kornrade, Agrostemma Githago.

Unkraut der

Getreidefelder geworden

Geraniaceen kommen einige Arten den Balsam inneeen ist Impatiens

in

zur

liefern

eine ganze

theils einheimischer, theils einge-

wanderter Arten aus den Gattungen Silene, Dianthus, Cerastium.

die

50 Arten den nichttropischen

ist

als

Stellaria, Arenaria.

hier ein in

kaum minder Von den

Europa.

den Vereinigten Staaten

vor, von

mit einer unserem Noli tangere sehr

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ahnlichen Art vertrete.

401

Die Pflanzenwelt.

VI.

Oxalis aeetosella, der Sauerklee,

amerikanischen Waldern häufig.

Von den Rosaceen

ist

in

den nord-

sind die klettern-

den Rosen des Südens mit ihren grossen, weissen Rlüthen und die grossen weiss- und

nungen in

ist

in

rothblühenden Himbeeren als einige der schönsten Erscheider nordamerikanischen Flora zu nennen.

Unsere Walderdbeere

den nordöstlichen Theilcn der Vereinigten Staaten weit verbreitet.

Purshia tridentata, ein Strauch aus dieser Familie

Strüuchcr der dürren

nung der

Pomeen

Rotryapium Unsere

sind P.

(Maybush)

coronaria (Crab tree) als

einheimische

und

europaischen Holzäpfel

reits verwildert.

Kirschen und Weissdorn sind

Arten vertreten.

An Leguminosen

weniger reich

Kuropa, aber diess

als

im Grossen,

tationsbild

da

in

einer der wenigen

in

zu

nennen.

Nord -Amerika be-

mehreren einheimischen

in

Nord -Amerika

ist

Amelanchier

und

Fruchtträger

Schlehen sind

ist

ist

Aus der Unter -Ord-

im Missourigebiete.

Plains

verhalt nissmassig

ohne Redeutung für das Vege-

Nord -Amerika

bäum- und

die

strauch-

artigen Leguminosen in besonders hervortretende, den Vegetationscharakter

mancher Gegenden geradezu bestimmende Weise entwickelt sind. Die Robinia pseudacacia, hispida und glutinosa (Locust), Cercis canadensis (Judas tree),

Gymnodadus canadensis (Kentucky

Coffee tree), einige achte

Mezquite-Uaum des Westens sind häutige, und, jeder an seinem Standorte, hervorragende Räume und Sträucher, die meisten von

Acacien,

der

ihnen mit ausgezeichneten Rlüthen.

Calycanthus floridus

der Einzige aus der gleichnamigen Familie, zigen Rlüthen

in

ist

unseren Gürten häutig geworden.

Pflanzen höherer Rreiten, gehen vorwiegend auf

von

N. her

in

das Gebiet

Aehnlichkeit der Pflanzen, ihnen

bei

Flora nicht. lich

der Vereinigten Staaten.

Philadelphus

(unser

Parnassien fehlen Crassulaceen wachsen hier

Die schönen Die

Die

Saxifrageen,

den Höhen der Gebirge Die durchgehende

welche die höchsten Gebirge bewohnen,

auffallend hervor.

hört zu ihnen.

(Allspice),

mit seinen braunen wür-

Jasmin)

falscher

tritt

ge-

der nordamerikanischen wie

an dürren, felsigen Standorten und sind daher im

in

Europa vorzüg-

W.

der Vereinigten

Aus der Familie der Anacardiaceen ist das Sumachgeschlecht bemerkenswerth das Nord-Amerika mit einigen seiner charakteristischen Sträucher beschenkt. Rhus toxicodendron (Poison Oak) des Südens und Westens, ist Tür viele Menschen schon bei der blossen Rerührung schädlich. Rhus glabra ist ausgezeichnet durch die schöne scharlaehrothe Färbung, die er im Spätsommer annimmt. Die Cupuliferae liefern einige die hervorragendsten Laubbäume des nordamerikanisrhen Staaten häufiger als im 0.

,

Waldes, wie Eiche, Ruche, Hopfenbuche (Ostrya), Horn- oder Eisenhokt (Carpinus). die im

Ganzen den europäischen Arten sehr ähnlich und vorwiegend

baumartig entwickelt

sind.

Indessen

ist

die

Häufigkeit

strauchartiger

und immergrüner Eichen einer der bezeichnenden Züge im nordamerikaRaUel.

AmoriVa.

I.

2G

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Ü

Die

VI.

Haselnnssarten

sind

niedrigen Strauchern

(('.

pumila

Element

durch

ein

Grösse

den Wäldern des Nordens

in

Urticaceen)

Enropa haben, aber

in

Th. mit europaischen

den vorhersehenden amerikanische Wald-

sind gleich

blume, die Nah verwandte

z.

Maulbeere und Time (Familie

Arten identisch, werden nur strauchartig. der

und Plauera sind Aus derselben Fa-

Celtis

ulmenahnliehe, rein amerikanische Baumgeschlechter.

und Hopfen, z. Th. in europäischen Arten, in Nordwährend der Hanf, der gleichfalls wild vorkommt, ein-

sind Nesseln

milie

Amerika zu zu

geführt

finden,

sein

Myriea

scheint.

einigen Arten. Sträuchern

Comptonia (Sweet Fern) sind

und

aromatischen

mit

walnussartigen

Familie,

wir

treffen

zahlreichen

mit

die

.

wieder

und Blüthen.

Blättern

Wachs.

treten; M.cerifera liefert vegetabilisches

den

und

und Artverschiedenheit hervorragenderes

der Alten Welt, aber die Erlen,

als in

noch immer

(C. vesca)

vertreten und ihre Früchte sind essbar.

Von den Betulaceen bilden die Birken und Ostens

Baumen

sind mit grossen

n. a.)

amerikanischen

Die

wiewohl

als die europäischen,

kleiner

Castaneeen

Die

straurhartis.

W.

besonders im S. und

Vegotationshild,

nischen

Pflanzenwelt.

eine

Bi

Juglandaceen.

den

amerikanische

vorzüglich

Arten hier vertreten

in

ver-

Die

ist.

eigentliche

Wallnuss (Juglans) und der Hickory (Carya) sind häufige und stolze Wald-

bäume im Land als

östlich der Felsengebirge.

von denen die Vereinigten Staaten

häufig,

Arten

Nicht so sehr

des Landes sind

den nördlichen Theilen

Sie

besitzt.

gehen

seltener

in

.T7.

die Strauchform

über

den mittleren

Weiden (Salieineae) Britisch Amerika aber 41

die

hinaus als

in

Die Espen sind dagegen stärker nach Arten- und Individuenzahl

Europa.

vertreten als in Europa und erreichen besonders im

auf hunderte von Meilen die einzigen nennenswerthen

SW. und W.. wo sie Bäume sind (CoÜOD-

sehr hohe Bedeutung für den Gesammteharaktcr der Land-

vvood),

eine

schaft.

In den Uferniederungen

des Mississippi und Ohio

ist

die ameri-

kanische Platane (Platanus occidentalis, Sykamore, Plane-tree, Button-wood;

Familie

Platanaceae) Sweet

Nord-Amerika's.

häufig und wird dort einer der stärksten

(Juni

Bäume

(Liquidambar styraciHua, Familie der Hama-

melaeeae) erinnert im Ansehen an die nahverwandte Platane und erreicht

den feuchten Standorten des Südens

gleich dieser an

Laurineae,

Lorbeeren,

Sassafras (Laurus sassafras) ginia

ein

häufiger

earolinensis)

Staaten. lochia und

sind

Strauch. kleine

sind ist

in

im

verschiedenen S.

ein

Spieewood

riesige Dimensionen.

Arten

Waldbaum,

(L. benzoin)

weitverhreitel.

nördlich von Vir-

und Bay Tree

(L.

immergrüne Bäume der südlichen und mittleren

Von den Aristolochien umschliessen die Geschlechter AristoAsarum wie in der Alten Welt einige heilkräftige Pflanzen. In

den Pol y gon a c ec n findet sich eine Anzahl von Arten, die Nord-Amerika und Europa gemeinsam sind, besonders in den Geschlechtern der Ampfer

(Rumex) und der Knöteriche (Polygonuni).

Dass von

den

Ericaceae

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VI.

Die

unsere Haidekräuter Erica und

4U3

Pflanzenwelt.

Calluna

in

Nord -Amerika

nicht wieder-

kehren, auch nicht durch ähnliche, gleich ihnen gesellig wachsende Pflanzen vertreten sind,

keineswegs

eine anscheinend

ist

kleine,

für

das Vegetationsbild aber

unbedeutende Thatsache.

Andere Gattungen dieser Familie sind allerdings um so reichlicher vertreten. Vaccinium (Heidel- und

Andromeda

Preisseibeere),

arborea

ist

(die

40' hohe, baumartig wachsende

bis

A.

im S. nicht selten), Gauitheria, Arbutus, Kalmia. Andromeda

und. nicht zuletzt, Rhododendron und

Azalea sind

in

zahlreichen Arten

vorkommen, durch das Gebiet der Vereinigten Staaten und besonders den Norden derselben verbreitet. Unter den Iliceen erreicht der Holly free (Ilex opaen) Höhen, die wir in Europa nicht kennen; man findet Exemplare von 80' Höhe und 4' Durchmesser. Einige andere Ilexdie oft massig

Arten, im allgemeinen Habitus unserer Stechpalme ähnlich, bleiben strauch-

Aus den Familien der Styraceae und

artig.

Ebenac eae

sind Dios-

pyros (Persimon), Halesia (Snow Drop), Hopea (Sweet Leaf) Sträuchcr. die

durch ihre Blüthen und (Persimon) Die Caprifol

sind.

iaeeae

durch essbare Früchte ausgezeichnet

umsehliessen

mehrere schönblühende Geis-

Limiaea borealis. die Zierde unserer nordischen Wälder, kehrt

blattarten.

Nord-Amerika wieder, wo sie uuter dem Schutze des strengen Winters und des Gebirges bis Maryland herabgeht. Hollunder und Schneeballstrauch erscheinen in mehreren verbreiteten Arten. Wenn nach der Veranschlagung Asa GrayV '/• der Blüthenin

von

pflanzen

Nord -Amerika der Familie der

('

om positen

oder Syn-

antbereen, .der Zusammengesetztblüthigen angehört, so wird die Bedeutung dieser

Familie

im

Gesammtbild der hiesigen Pflanzenwelt

als die irgend einer

anderen.

In der

artiger Pflanzen die der Compositen in Masse,

breitung der Arten. Die Artemisien

z.

grösser

sein

That erreicht keine Familie krautMannigfaltigkeit und Ver-

B. treten auf den theilweise nach ihnen

benannten dürren Plains des fernen Westens, wie wir gesehen haben, so be-

stimmend hervor, wie auf unseren Haiden die Haidekräuter, nur dass jene sich über viel weitere Flächen ausbreiten.

Dieser Familie gehören die meist

sehr gesellig auftretenden Erigeron an, von denen eine Art (E. canadense), die nach

Europa herübergewandert

kräuter geworden vor.

ist.

ist,

zu einem unserer wucherndsten Un-

Die schöne Goldruthe (Solidago)

den nahverwandten Gattungen der

In

rineen,

kommt

in 51

Arten

Labiaten und Scrophula-

zusammen '/•. der nordamerikanischen Flora ausmachen, Formen vor, so Arten der Geschlechter Ajuga. Teuerium. Mentha, Lamium, Galeopsis, Stachys, Thymus, Pedieularis, An-

herrschen

die

europäische

tirrhinum, Euphrasia, Rhinantus u.

a.,

aber die

Verbenaceen

haben

in

den Bignonien eine Schlingpflanzengruppe, die durch ihre grossen Schar-

1)

A.

J.

S.

2G*

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VI.

Die

Pflanzenwelt.

lachblumen eine der grössten und eigentümlichsten Zierden der nordameriFlora ausmacht. Von den Solanaceen braucht man bloss Amerika stammenden Weltbürger Tabak und Kartoffel zu nennen, um anzudeuten, dass Amerika auch in dieser Familie durch eigentümliche Gattungen vertreten ist. Bilsenkraut und Stechapfel sind weit verbreitet, scheinen aber aus Europa eingewandert zu sein. Von den Oleaceen hat Nord-Amerika ausser einer eigentlichen Olea, die zwar essbare Heeren, aber keine Oliven tragt, und einem Ligustrum, eine grössere Anzahl von

kanischen

die aus

F.schen, 8 an der Zahl, die sfimmtlich

deutender

und

Grösse

An Coniferen

schöner

Waldbaume von

Erscheinung

sind

als

nicht

minder be-

unsere

Eschen.

Wälder nicht bloss in den coniferenreichen Gebirgen des aussersten Westens (Sequoia!), sondern auch im Lande diesseits der Rocky Mts. bedeutend reicher als die europäischen. Pinus und Abies sind in zahlreichen, Juniperus, Thuja, Taxodium. Taxus, Libocedrus Seijuoia in jeweils mehreren Arten vertreten und die sind

die nordamerikanischen

,

in Gebirgsgegenden, die federn and C\ pressen Sümpfen waldbildend auf. An der Golfküste reichen einige Palmen (Chamaerops) und eine ( ycadee (Zamia) aus tropischen Regionen herüber. Ebendort und noch weiter nördlich sind die Liliaceen durch die eigentümlich amerikanische Gattung Yucca vertreten; aber auch

meisten von ihnen treten

auch

in

unsere nördlichen Lilien kehren

Asparagus

wieder.

Von

in Lilium,

Gramineen

Narthecium, Omithogale, Allium, bietet

Nord -Amerika zahlreiche alle unsere kömer-

Gattungen, die auch Europa besitzt, und es rultivirt

tragenden Gramineen,

am

amerikanisches Gewächs ist

Nord-Amerika

ausgedehntesten den Mais, der ein ursprünglich ist.

An

einheimischen Nahrgrasern für

«las

Vieh

nicht weniger reich als Europa.

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Die Thierwelt

VII. Allgemeiner

Charakter.

natürlichen

Verbreitungsgebieten.

niedere

nearktische

Die

Subregionen

Thiere.

Sonorische,

Centrale, Pacifische.

Provinzen.

Für den Thiergeographen

zusammen mit dem

in

das Gebiet der Vereinigten

bildet

die

Tlieile

Europa und

von Asien

der

in

die in die nördliche gemässigte

und Afrika umfasst.

Man

stellt

Grenzen dieser Region im N. an der Waldgrenze und im

beim 22. Breitegrad derselben. gestalt

Zum

Die califomische Halbinsel zählt

Theil

und des Klima's

im Allgemeinen ärmer

und weniger

1)

Selater,

stimmt

man

S.

zu

bedingt durch die Verhältnisse der Bodenist

als

mannigfaltig').

das Thierleben der nearktischen Region

weniger reich

das der paläarktischen,

Wahrscheinlich

aber die geologische

ist

Wallace zieht diese südliche Grenze beim Wendekreis des Krebses dem man die erste genauere Umschreibung und die Benennung der

;

nearktischen Provinz sie als

verdankt

(.1.

Linnaean Society.

„Grönland und Nord -Amerika

ein Areal von etwa »J.öOO.OOO miles*'. d.

von Britisch

Theil

die nearktische Region, welche

Gebiet der Thierverbreitung der paläarktischen Region

Zone fallenden

und

Beschränkte Be-



nicht- arktischen

Amerika und einem Stück von Mexico, alten Welt entspricht, die

anderen Oestliche,

Anhang: Geschichte des Nord -Amerika.

Korallenriffe.

organischen Lebens

als

zu

Insekten

Verbreitung einiger hervorragender Wirbel-

Die Fauna der grossen Seen.

Staaten,

Weichthiere,

Austro-Riparische,

Untercalifornische Provinz.

deutung dieser Unterabteilungen. thiere.

Beziehungen

Region.

Wirbelthiere.

oder

Thiere 1868.

S.

r

L\ >8)

Zool.

bis hinab

zum

II.

1858.

130)

be-

Centre of Mexico,

Früher hatte Schmarda (Geogr. Verbr.

dieselbe als Reich der

Nagethiere,

der Zahnschnäbler

und Kegelschnäbler bezeichnet. 2)

Guyot nennt

amerikanischen

als die hervortretendsten charakterist neben

Thierwelt:

das

Ueberwiegen

der

Züge der nord-

pflanzenfressenden über die

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4(tt

Die Thierwelt.

VII.

Geschichte

ärmeren

amerikanischen Nordcontinents und

des

Akt.

letzter

die

Eiszeit,

Gestaltung

jene Zustände,

als

der

Gegenwart

der

der

in

mit

ihr

etwas

gewesen,

Thierwelt

angehören.

Uebereinstimmungen

sogar

vor allem

Faktor

nordamerikanischen

welche

und

Aehnlichkeiten

wirksamerer

ein

Bei

vielen

der

ent

-

sprechenden thiergeographischen Provinz der ostlichen Hemisphäre, sondert

oder nur

eigentümlicher

bedeutende Zahl

eine

der

in

Formen

neotropischen (südamerikanischen) Provinz wiederkehrender

die nearktische Provinz mit Entschiedenheit von der paläarktisehen.

Die nearktische Kegion besitzt

48 Vögel-, Mit

IS

Ausnahme der

von

Vertreter

Amphibien- und

11

Reptilien-,

IS

Reichtum den

Fische, deren

2

Säugethier-.

Fisch-Familien.

grossartigen

See-

und Flusssystemen Nord-Amerikas entspricht, sind weniger Familien von

Wirbelthieren

Nahezu

oder

vertreten

als

3 Familien von Säugetieren odontidae),

2

l

nearktischen

1

Von Gattungen

Percopsidae.

von Reptilien (Chirotidae),

5 von

Fischen

Hyodontidae, Amiidae).

Heteropygii,

sind den Säugethieren dieser Region 24, den Vögeln

den Reptilien 21. den Amphibien

Es

eigentümlich.

ist

den Süsswassertischen

15.

21»

dicss eine verhältnissmässig geringe Zahl, aber

eigentümlicher Familien

die grosse Zald

arktische

Region

Saccomyinae, Haplo-

Antilneaprinae.

von Vögeln (Chamaeidae),

Region.

paläarktisehen

der

sind

Amphibien (Sirenidae, Amphiumidae) und

von

(Aphredoderidae,

3'.»,

(

der

in

eigentümlich

ganz

Region deren nur 3)

lässt

hat doch die ganze palä-

(

dennoch

Nord -Amerika

als

eine vorzüglich scharf charakterisirtc Region erscheinen.

Die Achnlichkcit zwischen der nearktischen und paläarktisehen

Region

ist

am

sind zunächst

grössten in der

3

C lasse der Säugetiere.

Gattungen der Maulwürfe: Condylura,

und Scalops Nord-Amerika

eigentümlich

Californien noch in Japan zu Huden.

:

Latax

Urotrichus ist

Von ihnen Scapanus ist

ausser

ein eigenthümliches

Wiesel, Taxidea eine besondere den Dachsen nahestehende Gattung.

Kauhthiere; prnsse

Zahl

die grosse

der

Zahl der Nager,

Wasservogcl

(I'hysical

rakterisirung, welche oft nachgesprochen sein zu

konneu.

vielleicht

Sie gehört in die Classc

welche

häufig YVasserthiere sind;

fieoeraphy

wurde,

ist

1873.

1US).

zu allgemein,

Diese

um

die

Cha-

treffend

der geographischen Schlagworter, die

auf elementaren Stufen nützlich seiu können.

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407

Die Thierwelt.

VII.

Spilogale ein gleichfalls eigentümliches Stinkthier.

westen

Die so charak-

amerikanischen Procyoniden (Waschbären) zählen im Süd-

teristisch

Uassaris

ihren

in

Eumetopias und

Formenkreis.

reichen

Ilalicyon sind Seehunde, die nur an der Westküste von

vorkommen.

Antilocapra

eine einzig dastehende

ist

Nord-Amerika Gemsengattung

Aber

des Felsengebirges, Aplocerus eine ziegenartige Antilope. sind

reichsten

Nager mit

die

ihren Erdeichhörnchen (Cynomys, der Präriehund.

Arten,

dem Baumstachelschwein Eine

treten.

(Erethizon)

merkwürdige Form

so

nicht-australische

Beutelthier,

und Bassarididae,

cyonidae

am

Saceomys- und Hesperomys-

ihren

ferner

Talmas),

und den Haploodonten verDidelphys,

wie

das

die Bären-Familien

einzige

der Pro-

Megadermatidae und Dicotyles hat

die

Nord-Amerika mit Süd-Amerika gemein.

Vou den Vögeln grenze so

dem Mangel

einer scharfen Natur-

neotropische,

die

treten bei

Formen

viele

in

die

mittel-

amerikanische Region über (denn abgesehen von denen, eigene Arten

liier

und dort bleibend vertreten

sind,

terisirte

Wirbelthierclasse

Während

streng

sind,

theilt

sie

genommen

sie

der iV.»

am

als die

die Artenzahl

den

1(>S

nearktischen

Region

1)

und Verbreitung

sieht,

kann man wohl 54 von

Der

alten

Trochilidae (Ko-

Familie ist

es

während gegenüber

Von Kolibris kennt man im Gebiet der Vereinigten Staaten nach coluhris,

eine

Sie

und wird von im Juni

einer

E.

Arten, von denen aber nur eine, Tro-

über das ganze Gebiet östlich des überhaupt eines der verbreitetsten Thiere dieser Noch bei Pembina Brasilien bis 57" N. B. gefunden

weite

Felsengebirgs erlangt.

als

Welt gegenüber treten

Ieteridae. Clamatores besonders hervor,

Coues' neuester Zusammenstellung 11 chilus

erscheinen.

Gattungen Landvögeln des gemässigten Nord-Amerika

die Familien der Cathartidae (Geier), Tanagridae, ).

daselbst

Gattungen dieser ganz eigentümlich

vorzüglich nearktisch bezeichnen.

1

um

wenigst scharf charak-

22 mit der paläarktischen Region, aber wenn man

auf

libii's

durch

wandern zahl-

reiche allherbstlich nach West-Indien und Süd-Mexico,

den Winter zuzubringen), dass

und süddie

Verbreitung

ist

der gemeinsten

Nistvögel.

Im W. erlangt Selasphorus

platycercus gleichfalls eine weite Verbreitung von Mexico bis Oregon und

ming und geht im Felsengehirg von den Plains

Wyo-

an die Waldgrenze hinauf Die übrigen sind auf die südlichsten Theile, vorzüglich die Grenzgebiete gegen Mexico, beschrankt.

bis

(Birds of the Northwest 187G. 271.)



Die einzige

uord-

408

VII.

dem südamerikanischen

Die Thierwelt.

Gebiet

der Paridae

reiche Vertretung

die

(Spechte) und Tetraonidac (Waldhühner) der nearktischen Vogelwelt

Eigentümlich sind Nord-Amerika die Meleagridae

Relief gibt.

Von den Keptilien nearktische Region

Amerika

und

Von Eidechsen

eigen.

bereits hervorgehoben

;

verbreitet ist,

und

ist

Elopidae

ist

am

4 Colubridae

sind

Nord- und

Süd-

die nearktische Gattung Chirotes

in

und Missouri

Mississippi

raschem

Ohiogebiet und

mittleren

:



Die

Crotalidae (Klapper-

Conurus carolinensis, welche

atlantischen und Golfstaaten und

Münduug

4

).

von den mit Süd-Amerika gemeinsamen sind

amerikanische Papageien -Art,

oberen

Pythonide,

1

l

entwickelt.

reich

verhältuissmässig schlangenreich

ist

Solenoglyphae

schlangen).

Ordnungen

alle

Homalopsidae,

2

(Nattern),

sind

Rückgang den

in

in

den südlichen

Iiis

zur Platte R.-

Sie

begriffen.

ist

Staaten

atlantischen

aus dem aus

den

nördlich von Georgia liegenden Gegenden fast völlig verdrängt

Die Verschiebung der Grenzen dieser Provinzen durch die regelmässigen

1)

Wanderungen

uichi gering und \on den Laudvögelu Nord-Amerika's sind die

ist

die weitest wandernden; zwar häuft sich die grosse Masse in Florida. Georgia und anderen der südlichen atlantischen Staaten an und nur 87 gehen nach West-Indien, aber eine grössere Zahl wandert nach Mexico uud Guatemala und man kennt 27, die bis zur Landenge von Panama, und 25, die bis nach Süd -Amerika ihre winterlichen Reisen ausdehnen. Von den Wadvögeln verbreiten sich viele im Winter über ganz Süd-Amerika bis hinab nach Patagonien, während die Schwimmvögel ihnen nur in geringer Zahl auf dieser weiten Wanderung folgen. Die Vogel der westlichen Provinz wandern in viel

der

Provinz

östlichen

geringerer Zahl als die der östlichen,

tümliche»

fast

gar nicht.

die

dem

pacitischen Küstengebiete eigen-

Aus der arktischen Provinz ziehen

sich einige Vogel-

den höheren Theilen des Gebirges durch den ganzen Westen der Vereinigten Staaten und tief nach Mexico hinein. Südliche Können gehen im

arten

in

Inneren weiter nach N. als an

der

atlantischen Küste,

im

W.

verbreiten

sich

Formen des nördlichen Mexico in die Thäler des Colorado- und Gila - Gebietes. Die Wanderungen nach 0. und NO. hin sind grösstenteils unregelmässig, zu einem guten Theile wohl selbst unfreiwillig. lich

19

nordamerikanische Vogelarten vor, in

Grossbritannien

beobachtet und nur

gefunden

5 Fällen hat

in

europäischen Festlande gefunden.

Europa an

(oder

sind;

sind

nicht

in

In

Grönland kommen 86 eigent-

Europa

von

diesen

69,

19

die mit

sind

9

Ausnahme in

man nordamerikanische Landvögel r

r>. >

auf dem

Vogelarten gehören Nord -Amerika

genügend

unterschieden),

von

Helgoland

ungerechnet

die

und pc-

Bewohner beider nordatlantischcn Küsten. Von 96 uropäischen Landvögeln, die auf Island vorkommen, gehen 16 oder 17 bis Grönland und 11 bis nach dem nordlichen amerikanischen Continent. Sie benützen die Faroer als Rastplatz. Die nach Europa gelangenden Vögel benützen nur wenig diesen Etappenweg, sondern werden meist von westlichen

lagischen

Vögel

und

die

e

Winden

hinflbergetrieben.

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Die Thierwelt

VII.

Amividae,

Gerhonotidae

Phrynosomen (Hornfrösche)

vorhanden.

und Iguaniden (Leguane) sind reich und charakteristisch entwickelt. Croeodilus sind

und Alligator sind vorhanden.

Gruppe der Trionychidae

rein amerikanische

Hegion über,

Amphibien



Chelvdra gehört nur ihr an.

Nord -Amerika reicher

ist

man zum

das

als

herbeiziehen

Vergleich

Hegion.

Neben

würdige

Formen wie

nearktische

könnte.

Die Scaphio,

Amphiu-

Süd-Amerika gemein,

und Megalobatiachus mit der palä arktischen Salamandriden-Gattungen so merk-

besonderen



in die

irgend ein anderes Ge-

eigen, die Arcifera hat es mit

die Frösche Diemyctylus

die

An eigentümlichen

Trachystomata

Amblystomidae,

podidae, Plethodontidae,

midae sind ihm

und

auch dieser Hegion

fehlt

Die südamerikanischen Cinosternidae gehen

nicht,

biet,

Unter den Schildkröten

Einydae besonders stark vertreten

altweltlichen

die

Menobranchus,

Siren,

Am])hiuraa!

Ha-

Die

trachier (Frösche und Kröten) stehen an Zahl und Mannigfaltigkeit

hinter diesen zurück.



Nord-Amerika eigen

sind,

Fischreichthum

haben

Der Familien der Süsswassertische, welche wurde

Dem

ihre eigenen Gattungen:

Scaphirhynchus aus der Störfamilie

dem Columbia, Meda dem Gila,

Erwähnung gethan.

bereits

überhaupt hervorzuheben.

ist

der

,

Mississippi

-

Gebiet gehört der

der Salmonide Thaleichthys

dem Huronensee,

Harsch Huro

ist

die Cypriniden

dem Columbia, Cochlognathus den

Acrochilus

Der

Nicht wenige Gewässer

texani-

schen, Mylaphorodon und Orthodon den californischen Flüssen eigen.

Aplnedodcridae,

riagopterinue, Catostomidae, Amiidae,

Hypsaeidae,

Lepidosteidae

kommen nur

wicklung der

Siluridae (Welsartige, mit Süd- Amerika gemein) bildet

in

ausserdem

einen

scharf von

der paläarktischen

Nord-Amerika

Charakterzug,

der

die

vor.

Die starke Ent-

nearktische

Fischfauna

wahrend andererseits

trennt;

die

reiche Vertretung der Percoidae, Cottidae, Haplomi, Accipenseridae, Spatulariidae, Cyprinidae, Gastcrosteidac

auch

in dieser Classe

die

nahe natürliche Verwandtschaft der beiden Hcgioncn klar hervortreten lässt').

1)

Die

Thierstatistik

ergibt für die Wirhelthiere des nearktischen Reiches

folgende Arteuzahlen: 310 Säugethiere: AfTen

käuer 14, Schweine Nager 130, Zahnlose

1. 1.

Sirenia

1,

Wale

Beutelthierc

1.

42,



1,

Raubthiere 46, Robben 1.% Wieder-

Fledermäuse 23, Insektenfresser 2S,

1

u.

s.

sie

5 Gattungen.

wovon



f.



;V.)

eigen-

257 Reptilien: Amphibien 101 :

Fische 816.

geographischem Interesse,

Susswasserniollusken

diluvialen Zeiträumen stattgehabte

Reich 12,000

von der Mehrzahl ihrer

vertreten,

Raubvögel

etwa

Ihre

vertreten. gilt

132, Eidechsen H2, Schildkniteil 41, Crocodilier 2.

Geschwänzte 1)

mit

Möven und Sturmvogel

Schlangen

diesen

sind

auf

Von Cicindelidae hat

Carabidae und Buprestidae. Longicornia

nearktischen

man

die

als

einen

dasB A. R. Wallacc

Reweis

gegen

eine

in

Meeresbedeckung eines grossen Theiles von

auffasst i,Ue4 dari:i

aufgeführten mcerlK'Wohnenden Echinodermen und Coelenteraten nur r .

der langestreckten paeifisehen Küste Nord-Amerika

>i>

An

Unterabteilungen

von

Charakter und scharfer Begrenzung Beziehung

Nord-Amerika weniger

ähnlicher Ausdehnung.

ist

auch

angehören.

in thiergeographischer

andere

als

reich

s

ausgeprägtem

entschieden

von

Gebiete

dem Klima

Dieselben Ursachen, welche

weit-

getrennter Gebiete gewisse gemeinsame Züge aufprägen und welche zahlreiche Pflanzen

vom

Atlantischen

vom Golf

zum

bis

bis

Stillen

zu

den grossen Seen und selbst

Meere wandern

liesscn

haben

.

auch die Gebiete der Thierverbreitung minder mannigfaltig, minder Besonders die Richtung und Erstreckung

wohlbegrenzt geschaffen. der Felsengebirge scharfe Grenze so

massiv

ist

dieser Hinsicht bedeutsam.

in

der Thierverbreitung bilden können,

wäre wie der des Iiimalava

amerikanischen

Wo

Anden.

oder

aber Thäler

massigsten Theile Pässe gibt,

Sommer

frei

Wirkung

bei

sein

welche

ihr

Bau von

Hochflächen

Seiten in die Kette es

im höchsten und

den meisten Thieren im

von

überschritten werden können

wenn

auch nur der süd-

und

Höhe und mildem Klima von beiden eindringen und sich an sie anlegen und wo mässiger

Sie hätten eine

,

da kann

die

sondernde

noch so grossen einzelnen Gipfelhöhen nicht bedeutend

1

).

1)

Traus.

2) A. R.

Am.

Phil.

Wallaro

ist

Soc. XIII.

geneigt diesem Gebirge eine verbindende Rolle

Thieiverbreitung zuzuweisen

:

„Vor der

in

der

Eiszeit, sagt er. herrichte liier wahr-

warme Periode und alle Theile der Kette besassen eine üppige und verschiedenartige Fauna, welche, als die kalte Periode herannahte, in die Flachländer hiuabwanderte und die Länder im 0.. W. und S. mit gleichen

scheinlich eine

Lebensformen bevölkert."

(Di« geogr. Verbreit, der Thieie

II

143.)

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Nicht das Gebirge

Die Thierwelt.

ist

bezeichnender

beiden grössten Unterabtheilungen

— 100.

zusammenfallende,

Meridian

kommen unbestimmte Wiesen- und

die

Linie,

Weise

die

Provinzen

Provinz des

die

aber

Grenze der

der Thierver-

orographiseh

Steppen

die

Waldland des Ostens

dehnt sich

Linie

oder

Nord-Amerika, sondern jene öfter genannte mit dem

breitung in 98.

418

VII.

scheidet.

von

Oestlich

sogenannte Alleghany-Provinz

Felsengebirges aus,

voll-

vom

Westens

des

dieser

westlich

,

die

an welche im üussersten Westen

zwischen Gebirg und Meer die Californische Provinz sich anreiht. Die letztere erstreckt sich als Küstenprovinz ungefähr vom 52. bis

zum

32.° N. B., von Britisch

Die

beiden Nordprovinzen, die eanadische und die arktische,

denen

die

im Osten

erstere

Linie begrenzt

ist,

Columbia

und

im

nach Untercalifornien.

bis

fernsten

die mit der politischen

von

Westen von einer

Nordgrenze der Vereinigten

Staaten im Allgemeinen zusammenfallt, während das Gebiet der Steppen

zungenformig 5

mehr

in

— 6 Breitegrade

weit in sie hineinreicht, fallen nicht

den Kreis unserer Betrachtungen. Nur das verdient

vielleicht

auch hier Erwähnung, dass ihre Grenzen, gleichwie die der südlichen

weniger

Provinzen,

in

der Lage und

Bodenform

Klima der betreffenden Regionen ihren Grund lichkeit allein erklärt es.

natürlichen

des grossen

bezeichnen

Grenzlinien,

wenn man

trotz dieses

dieselben

nach

E.

Cope,

der

Nütz-

Mangels an scharfen

Rahmen Wir

auch hier kleinere Provinzen im

nearktischen Reiches abzugrenzen

dem

als

Die

finden.

gesucht

sie

in

hat.

seinem

on Geographical Distribution') eingehender beschrieben

Essay

hat.

1) Austroriparische, 2) Oestliche, 3) Centrale, 4) Pacifische.

f>)

als:

So-

norische, 0) Untercalifomische Prozinz.

Begrenzung und Merkmale sind kurz folgende: Die austroriparische erstreckt sieb vom Golf von Mexico nordwärts bis zur Iso-

Provinz

therme von 25° C. strich,

Texas.

Sie urafasst in diesem

das Golfaebiet, Sie

wird

Bezirk petheilt.

in

das Thal

Raum

den atlantischen Küsten-

unteren Mississippi,

des

einen Horidanischen,

louisiauischen

In allen ('lassen des Thierreichs

ist

das

südliche

und texanischen

die Artenzahl prross.

Diese Provinz bietet die grösste Entwickelung der Reptilien und Amphibien

im 0.

Siren, Anolis

1) Bull.

t".

und Alligator sind bemerkenswerthe Gattungen von hier

S. Xat.

Museum. Wash.

I.

I87.r>.

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4M

Die Thierwelt.

VII.

heiniischen Amphibien und Reptilien.

Vogelgattungen gehen nördlich nicht

4



Von den Saugethieren

sind

dagegen nur eine

Gattung und einige wenige Arten derselben eigen.

I>ie

Fischfauna stimmt

über diese Provinz hinaus.

in

den meisten Punkten

die

östliche,

Diese,

der der nächsten Provinz überein.

mit

lW

der Isotherme von

von

reicht

zur Nordgrenze

bis

des Reiches und vom Ufer des Atlantischen Oeeans bis zu den westlichen

Hochebenen und unterscheidet sich von der vorigen fast nur durch den Mangel zahlreicher Formen, wahrend sie mit ihr besonders in jenen Eigendurch

übereinstimmt,

schaften

welche

sich von der nächstfolgenden

sie

Ausser Condylura gehen

Central-Provinz unterscheidet.

mehr

20 eigene Arten. H Vogelarten

als

Gattung

Keine

Provinz.

(Gyrinophilus)

ist

eigentümlichsten

von

eigentümlich.

und

ist

ihre Fischfauna,

Sie

nur

von

eine

sie

Amphibien

Am

3 Reptilicngattungen.

hat

artenreichste

die

doch hat

der austroriparisehen

theilt sie mit

Reptilien

ihr

ihre Säuge-

alle

thiergattungen auch in eine der anderen Provinzen hinüber,

ganz Nord-

in

Amerika, der die zwei Ordnungen Ginglymodi und llalecomorphi, mehrere Gattungen Percidae. Siluridae, Cyprinidae und Die

angehören.

Central-Provinz

ist

atostomidae ausschliesslich

(

am

ihrer Thierwelt

in

meisten

heeinHusst durch den Mangel an Wäldern, welcher die Gras- und Gestrüpp-

Steppen zu hier

ihrer

vorwiegenden Vegetationsform

Heimat

seine

und

neben ihm sind

Der Bison hat

macht.

Gattungen Wiederkäuer

einige

aus den Gruppen der Schafe und Antilopen und einige Arten von Cerviden heimisch.

Auch Nagethicre

sind stark vertreten.

Vitgelgattungen ge-

11

hören der Central-Provinz zu eigen, darunter einige grössere Steppenhühner. nicht

Reptilien sind

häutig

und Schildkröten sind besonders

selten.

Mokassinschlangen und Klaps fehlen, Klapperschlangen sind nur höchstens 2 Arten vertreten. sind

Weder

selten.

Fische sind, entsprechend

Gattung.

Ganzen

Charakteristisch

selten,

Entwickelung.

ausserordentlich

ins Stille

Die paeifische

wichtigen

Gattungen von Saugethieren

(Geococcyx,

Meer münden, und Ausser

Provinz möchte bei zahlreichen Ueberund dem geringen Räume, den sie ein-

Vorhandensein anderer (Enhydra, Otaria), gattungen

eigene

und Cottidae eine grössere

nimmt, nur als ein Bezirk von dieser erscheinen, einiger

einzige

an Salmoniden.

reich

nur Cyprinidae, Catostomidae

einstimmungen mit der centralen

eine

der Wasserarmuth des Gebietes, im

doch sind einige Flüsse, die

besonders der Columbia, ihnen erfahren

Phrynosoma. Batrachier

ist

noch die Reptilien zeigen

sie

Die

in einer,

Oreortyx,

«las

Chamaea),

wenn

(Bison,

nicht «1er

Vorkommen Reptilien

Mangel

Antiloeapra),

das

eigener Vogel-

und

Amphibien,

sogar das Erscheinen von Gattungen wie Plethodon und Diemyctylus, die mit Ueberspringung der centralen Provinz

hier

und

in

«1er

östlichen vor-

kommen, zu viel eigenthümliche Züge dem Bild ihrer Thierwelt verliehe. Nur eine Schildkröte kommt hier vor. Die Fischfauna ist gleich der

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Die Thierwelt

VIT.

Central -Provinz

arm

Typen').

an

Die

4ir.

Provinz von Sonor

Nevada, Arizona, Neu-Mexico und Sonora

schliesst Theilc von

N. nicht über die Mohave-Wüste mit Ausnahme eines Striches hinaus.

am Ostabhang Nach Texas

Ihr fehlen die

Säugethiere

der Sierra, nach

von

aber

am

allen

ihre

rnterabtheilungen

die

:

in

Colorado-Thal.

Vom

was mit

Besitz

von

Unter-Californien vor-

das californisclu' Fauna - Gebiet wieder

1)

der

ist

,

sie

hat

keiner der anderen neark-

In

und von K weiteren, die nur

tbeilt

Vögel

Haupteigenthümlichkeit .

überhaupt

sie ist

Ärmsten, einige

y Gattungen Kidechsen und Schlangen

Cooper

reichenden

erstreckt sie sich so weit als die Peeos-Küste reicht.

betrifft,

tischen Provinzen

bis :\~°

über die Sierra Nevada

nicht

Wiederkäuer der Central- Provinz,

Mexico gemein;

1)

W.

um-

a

geht naeh

,

in

Great Bend

folgende weiten*

(3(1°

N. B.) bis zur

Mündung. Bezeichnet durch die Westgrcuze einer Anzahl weiter ostwärts wohnender Säugethiere und Vögel. Der Colorado giht der baumnistende Vögel, Batrachier und Landsehnecken aufweisenden Fauna dieser Region einen oasenhaften Charakter im Vergleich zu der westlich von

region. welche das Paradies der

Wüsten-

hier liegenden 2)

werden könnte.

Reptilien genannt

Sie

um-

Südküste.

Aehnlich der untercalifornischen

Kegion oder gemischt mit nördlichen Formen.

Sehr reich an Arten, besonders

schliesst allein

11 Kidechsen.

Ii)

Vögeln und Reptilien, arm an Batrachiern. ohne Süßwasserfische. 4) Mittlere und Nordküste. Süd- und nordpacitisc.be Formen treffen zusammen, einige nördliche Formen, wie der schwarze Bär, der langschwänzige Fuchs u. a. Huden hier ihre Südgrenze. Tulare-Thal. Reich an Wad- und Sehwimmvögeln. Arten), Phrynosomen (7 A.), Kröten (G A.) ärmlich vertreten. Der C olorado K. hat nur Cypriniden und Catostomiden. t

Die

un

ist

erc a

t

umfasst

insel

1 i

fo r

n

i

s c

Provinz, welche

he

mehr der von Sonora

gleicht

,

gleich jener besonders reich

von

an Reptilien,

keinen» anderen Theile des nearktischen Reiches

gleichnamige Halb-

die

der

als

und

paeifischen

denen 4 Gattungen

vorkommen

in

sie hat eine

;

grosse Anzahl von eigenen Vogelarten, wenige Batraebier und sehr wenig

Süsswassertische.

Diese

Wirbelthiere

natürlich durch die anderen grossen

sich

Grund der Ver-

Provinzen, welche sich dergestalt auf

broitungserscheinungen der

abgrenzen

finden

lassen,

Gruppen des

Thierreichs,

soweit sie auf diesem Hoden vertreten sind, nur in den allgemeinsten

Zügen

bestätigt;

will

allein

eintheilen,

so

von

Zahlen

ringeren

paeifische Provinz

Provinzen.

auch

während

aber

hervor,

man aber das nearktische Reich nach ihnen kommt man bald zu grösseren, bald zu geSo

tritt z.

und

östliche

B. die

der Verbreitung der Mollusken deutlich

in

die

den 400 Land-

von

welche

letztere,

mollusken des nearktischen Reiches ein volles Viertel umschliesst'). wohlcharakterisirt

als

gelten

kann

fallen

,

von

die

und

Sonora

rntcr-l'alifornien mit der Centrai-Provinz zusammen, da sie gleich

durch grosse Armuth an Arten und Formen ausgezeichnet

ihr

Auch

austroriparische Provinz

die

Für

grenzen.

3 Provinzen,

ist

sind.

für Mollusken schwer abzu-

die Käfer der Vereinigten Staaten bildet J. Leconte die

zusammenfallen mit den

in aller

1 )

Pflanzen- und

Thierverbreitung so scharf sich geltend machenden drei Gebieten 1)

dem

den

atlantischeu bis zu den Steppen, 2)

Gebirgen,

Provinzen lantische

3)

dem

theilt er

paeifischen

wieder in Bezirke

Provinz in

folgende

Maine, 0. Canada. NovaScotia.

dem Steppengebiet und Diese

Gebiet.

und zwar

Bezirke:

1)

einen

New Foundland;

Gebiete

zerfallt

die

nördlichen

oder at-

mit

2) einen mittleren,

der im VV. von den Allegbanies begrenzt wird und sich bis in das 1) Selbst

Jahreszeit

Roden

bietet

beschränkte

mento

in

den

Californien.

das

wie die Gebiete östlich Ocrtlirhkeit,

31—32

mit

leuchtigkcithedürfenden

wie

vom

seiner

lang

andauernden

Weichthieren

der Zusammenfluss

so

des S. Joaquin

Süsswasser- Mollusken (Proc. Tal. Ac. IV.

2) Smitbson. Contr. to

keinen

trockenen günstigen

Mississippi, bat, nach Cooper. eine so

Knowledge XI. Cap.

und Sacra-

!>.'$).

Ü.

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südliche Virginien

und

erstreckt;

einen

4)

einen

3)

die Staaten des Mississippi

umfasst;

417

Die Thierwelt.

VII.

dem gleichnamigen den

aus

der

südlichen,

Minnesota

der

westlichen,

zu

bis

Staaten

Staate

5 und 6) zwei suptropische

Virginien und Kentucky besteht;

von

südlich ,

die

durch den südlichen Theil von Florida und die texanische Küste gebildet werden.

In der Centrai-Provinz sind zu unterscheiden

nördlicher Bezirk, 9) zwei

und

am

oberen Missouri und Saskatschewan deren

mittlere Bezirke,

andere

der

10) Texas

aus

dem

einer

ohne die Küste;

11) das

Neu

-

8)

Mexico

besteht; 12) das

obere Gila- Gebiet;

Gebiet des unteren Colorado und Gila.

Ein

und

und Nebraska

aus Kansas

nordöstlichen

7)

:

;

In der paeifischen Provinz

sind als Verbreitungs - Bezirke zu unterscheiden: 13) das Gebiet von

Sitka;

Oregon und Washington Terr.

14) das östliche

15) Cali-

;

sammt

fornien bis Sa. Barbara; IG) Süd-Californien, wahrscheinlich

Aus der Central - Provinz werden

der Halbinsel.

genauerer

bei

Kenntniss ihrer Käferfauna wahrscheinlich noch 2 Provinzen, eine

und nordwestliche, auszuscheiden

westliche

Becken

in sich fassen.

Im Gegensatz

welche das Grosse

sein,

hierzu

für die Ver-

grenzt

breitung der Vögel Spencer F. Baird nur 2 Regionen ab, eine öst-

und

licbe

und

Jene oftgenannte klimatische

eine westliche.

98.— 100. Längegrades

graphische Grenzlinie des

scheidet

oro-

sie

von

einander, ohne indessen, wie sich von selber versteht, eine scharfe

Grenze zu bilden.

In den feuchten, nicht ganz waldlosen Thälern

der Missouri-Zuflüsse gehen

wand

Arten bis au das Felsengebirge

der Alleghanies wenig Unterschiede;

lich gleichartig

aber

östliche

Die Avifauna der östlichen Provinz zeigt trotz der Scheide-

heran.

einige

Ocean.

Im

von den Plains

Verschiedenheiten S. bildet die

die westliche

zum

Kamm

zwischen

dieser

bis

ist

der Sierra,

und dem

Gegend des Sabine und Biazos

ziemzeigt Stillen

die Grenze.

Als Unterprovinzen

werden eine Plateau - Provinz zwischen Felsen-

gebirg und Sierra,

die

eine südöstliche Provinz,

auch Unter die

die

-

Californien

und das Thal des unteren Mississippi umfasst, so

in sich

aufnimmt,

atlantischen Südstaaten, Florida u.

a.

unterschieden,

dass auch hier die oben charakterisirten Provinzen Cope's eine

gewisse natürliche Allgemeingeltung zu beweisen erscheinen.

Die

Verbreitungsgebiete einiger grösseren Säuge-

RktSe] Amerika L

27

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Iis

Die Thierwelt

VII.

thicre, wohin' den Naturcharakter der Vereinigten Staaten wesentlich

bestimmen helfen oder bemerkenswert]] sind dnreh

zum Mensehen,

ziehungen Die

Bären,

verhalten sieh folgendermassen

Be-

ihre

:

die mächtigsten Raubthiere des ganzen Gebietes, sind

über dessen gesummte Ausdehnung verbreitet.

Der schwarze oder

amerikanische Bär (Ursus amerieanus) bewohnt dasselbe mit Aus-

nahme von

Californien,

dem

gehört stärkste

zum

bis

an

und

und Steppengebiet

rothbraune

Südwesten (Texas) an. auf;

(Vulpes fulvus,

weissl ichgelbe,

Arkansas und Texas

in

(C.

latrans),

Wolf und Schakal, gehört dem Westen und Von Füchsen zählt Baird 7 Arten und gehört

fulvus)

Canada an

bis

bat zwei

vorwiegend dunkle, im

S.

dem

sehr

ähnlicher rother

östlichen

Theile des Gebietes, von den atlantischen Staaten bis

von Pennsylvanien

in

über das ganze Gebiet verbreitet.

unserem europäischen

ein vur.

Man

sind

Der Präriewolf oder Coyote

Varietäten.

ein Mittelding zwischen

Varietäten

Wölfe

Die

gefunden.

Breitegrad

Der gemeine Wolf (Canis Lupus) hat im Prärie-

das

ferox).

besonders grosser Zahl Californien.

in

(51.

und mehreren Varietäten

Arten

einnamomum)

(vur.

der Grizzly (U.

und gefährlichste Kaubthier Nord-Amerika's, bewohnt den

Nordwesten und ihn

braune Varietät

eine

Missouri-Gebiet

und nördlichen Missouri und

zum

Washington Terr. und die Neu-

:

england-Staaten haben ihre eigenen Varietäten desselben; ein grauer

Fuchs (V. virginianus) bewohnt das ganze Gebiet, mit Ausnahme der

nordlichsten

Küsteninsel

S.

Striche

Steppenfüchse.

V. littoralis

;

Bussaris

ist

nördlichen Theil des Gebietes.

Gebiet der

kommt

Vereinigten

ist ealiforniseh.

luscus),

Staaten

eine (Lutru canadensis)

andere (L. californica)

dem

Staaten

und

californisches

gehen quer durch den

Wiesel, welche im Von Ottern U. dem Osten und dem Inneren, eine Die Zahl

der

vorkommen,

ist

pacitisehen Küstengebiet zu.

nordlieh

gelegenen Gebieten

Maine und Massachusetts und gefunden.

texanisches

Marder

californisehe

und velox sind

Enhydra

Der Vi elf rass, Wolverene der Amerikaner (Gulo

gebort vorwiegend den

einigten

ein

Zwei

marderähnliches Raubthier.

auf die

ist

V. macrourus

beschränkt;

Miguel

in

an,

von der Grenze der Verwird

aber vereinzelt

in

den nordlichen Theilcn der Steppen

Der Dachs, Badger (Taxidea) gehört dem Westen der

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VII.

Dif.

410

ThH-rwMt.

Vereinigten Staaten an und kommt östlich vom Mississippi nicht vor. Von den 5 Stinkt liieren gehören 4 dem Westen an. aber das (Mephitis

verbreitetste

Der

Waschbären

mephitica)

sind

das des Ostens und Südens.

ist

zwei,

es

eine

östliche

und

west-

eine

liche Art.

Von

katzenartigen Baubthicren sind die

und Lynx

dessen Verbreitungsgebiet sich von 55 0 N. B.

color),

erstreckt,

natürlicherweise

(F. onca)

kommt im

Occlot F.

zwei Gattungen

Von den Katzen geht der Panther

vertreten.

(F. pardalis)

Texas vor,

vielleicht

die

conS. B.

oder

Tigerkatze

im nördlichen Texas;

F. eyra

Luchse,

bekannt, bewohnen

Wild Cats

als

54°

Der Jaguar

durch das ganze Gebiet.

westlichen

yaguarundi sind kleinere texanische Katzen.

Amerikanern

bis

Felis

(F.

in

und

bei den

verschiedenen

dem Wendekreis bis zum 60. BreiteForm ist Lynx canadeusis, welcher nur in

Varietäten Nord-Amerika von

Eine

grad.

nordische

den nordöstlichen Theilen der Vereinigten Staaten, weder südlich

von New York noch westlich vom ist

weiter verbreitet

Mexico.

L. fasciatus

Opossums

vorkommt; L. rufus

Washington Terr. zu Hause.

bloss in

ist

sind

Mississippi,

geht bis in die tropischen Regionen von

er

,

einer Art (Didelphys virginiana)

in

und dem Inneren, vom Hudson südwärts,

in

im 0.

einer zweiten (D. cali-

im SW. verbreitet. Von Nagethieren Nord - Amcrika's war das

fornica)

Biber

(Castor

auch

canadensis),

Er geht im NW. am Mackenzie

einst bis

eines

(i.H°

der

grösste,

(Biehardson)

und be-

wohnte noch

in

unserem Jahrhundert Florida und Louisiana;

wurde er

in

Labrador und

O.

funden.

Heute

ist sein

W. im Columbia -Gebiet

im

Wohngebiet

östlich

vom

der

verbreitetsten.

im ge-

Mississippi überall

auf die wenigst bewohnten und besuchten Landestheile beschränkt,

deren Ausdehnung und Zahl immer geringer wird.

ratte (Fiber Biber,

mit

zibethicus)

dem

Aebnlichkeit zeigt; Atlantischen

zum

hat

W ohnweise T

sie

sie

in

wohnt vom

l'acifischen

schwemmungs- Tiefland der ist

Moschus-

Die

dasselbe Verbreitungsgebiet wie der

und Gewohnheiten

(51).

bis

30.° N.

B.

manche und vom

Meere und vermeidet nur das An-

atlantischen

und Golfküste.

Auch

sie

überall in den bewohnteren Theilen des Landes zurückgedrängt 27*

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420

wiewohl der

Die Thierwelt.

VII.

geringerem Masse

viel

in

Hasen

Die Zahl

als ihr Familiengenosse.

Nord-Amerika's beträgt 13 und

alle,

mit Ausnahme des

Schneehasen, werden innerhalb des Gebietes der Vereinigten Staaten

Der Nordosten hat seinen Lepus americanus, der bis

gefunden.

und Virginien geht;

Ohio (L.

schwarzschwiinzige

Artemisia

und SW.

S.

,

Bewohner

ist

I,.

und

texanus

der

Plains,

schen Küsten- und Gebirgsgcbietes.

Hause;

zu

L.

Bachmanni an;

L. californicus

Murmelthier

Ein

der

L. callotis,

des

L.

paeifi-

(Arctonrys

Amerikanern Woodchuck und Groundhog genannt,

raonax), von den

gehört

Sumpfhase

der

ist

aquaticus)

L.

und zum Theil auch Californien gehören

Prärieregion

der

im

und dessen Varietät

palustris

dem Norden

der östlichen Hälfte der Vereinigten Staaten, ein

Im Steppengebiet sind Von den übrigen Nagern,

zweites (A. flaviventer) den Black Hills an.

2 Arten Präriehunde (Cynomys) heimisch. deren gesammte Artenzahl 130 beträgt,

sei

nur noch das Stac hei-

sch wein erwähnt; Porcupine (Erethizon) gehört

in einer

Art den

bewaldeten Theilen des Gebietes östlich vom Felsengebirge an, wo es

vom

aber südlich

und

Aus Mexico

mehr vorzukommen

39. Breitegrad nicht

in einer zweiten

dem

verbreitet sich das einzige

Edentat,

Amerika, die einstige Heimat riesiger Glieder dieser

welches Nord-

F'amilic,

das Armadill (Dasypus novemeinetus) nach

beherbergt,

scheint,

paeifischen Gebiet.

dem

heute west-

lichen Texas.

Von Vielh ufern bewohnt nur das Pekari die

tiefer

käuer

gelegenen Theile von Texas

sind im Allgemeinen

übereinstimmenden

Formen

in

(Dicotyles torquatus)

und Arkansas.

Wieder-

mit allweltlichen Typen sehr nahe

Die Gebirge des Westens

vertreten.

haben 3 Gattungen von Bergschafen (Antilocapra, Aplocerus, Die

Hirsche

sind in 5 Arten vorhanden, von

noch heute C. virginianus

verbreitete

schen Gebiet in allen Theilen

im W. gesellen Plains bis

am

sich

ihm

C.

C. macrotis

Uichardsonii

der ausser

dem

paeifi-

der Vereinigten Staaten vorkommt;

Ostfuss des Felsengebirges

Oregon;

ist,

Ovis).

denen der weitest-

ist

;

und leueurus, Bewohner der dieselben gehen

ein

am Columbia

Bewohner der

paeifischen

Staaten, in denen er von Stid-Californien bis Alaska gefunden wird.

Der

grösste

der

nordainerikanischen

Hirsche

ist

der

canadische

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VII.

Die Thierwelt.

421

Wapiti oder Elk (C. canadensis), der einst wahrscheinlich keinem der gemässigten Theile der Vereinigten Staaten in die

des Missouri

seits

fehlte,

dünnbevölkerten Theile des Westens gedrängt

nur noch

Im N.

ghanies gefunden wird.

kaner

(C. Alces) ersetzt,

bis

und

dies-

einem schmalen Striche der Alle-

in

nicht über den 56. oder 57.

gehend, wird er dort vom Elennthiere.

im 0.

heute aber

Ist

Grad hinaus-

dem Moose der Ameri-

welches im Gebiet der Vereinigten Staaten

etwa zum 43. Breitegrad, im W. bis zur Oregon-Mündung

südwärts geht, jedoch nur noch

Maine und Minnesota

Renthicr

in

in

den unbesiedelten Gegenden von

geht in seiner südlichen

Woodland Caribou der Amerikaner, der Grossen Seen

gefunden wird.

beträchtlicher Zahl

herab.

Form (Rangifer bis

Das

caribou),

dem

Maine und an die Nordufer

Der Bison (Bison americanus)

,

Buffalo

der Amerikaner, einst über den ganzen Osten der Vereinigten Staaten bis

zum

breitet,

Felsengebirg und seit

ist

der

gedrängt und durch

stellenweise noch

in

Besiedelung immer mehr

diesem selbst ver-

nach

W. zurück-

und Eisenbahnen des

die Auswandererstrassen

Westens neuerdings auf zwei Verbreitungsgebiete beschränkt, deren

vom

eines

L.

Athabaska

bis

zum

vom 42. bis kaum 10 Längegraden, am Fuss

45.° X. B., das andere

32.° X. B., beide in der Breite von

des Felsengebirges sich erstrecken.

Tie fen f au na der Grossen Seen. S.

Lorenz

-

Die Grossen Seen des

Systems beherbergen eine Tiefseefauna, welche mit der

einiger europäischen

und asiatischen Seen das gemein

hat,

dass ihre

Verwandtschaft mit entfernteren meerbewohnenden Formen grösser ist als

den übrigen Süsswasserbewohnern ihrer Umgebung.

die mit

Dieser Umstand verleibt ihr eine erdgeschichtliche Bedeutung. L. Superior

die

Fauna

ist

je

den tieferen Schichten überall dieselbe

fauna

ist

arm und

ihre Besonderheiten

ist.

Diese Tiefwasser-

beruhen weniger im Vor-

eigenthümlicher als vielmehr im Mangel zahlreicher Arten,

welche weiter

oben vorkommen.

Durch

alle

Tiefen

gehen unter

anderen mehrere Dipterenlarven, verwandt mit Chironomus,

Würmer

Im

Faden Tiefe

nach der Bodenbeschaffenheit verschieden, während

sie in

kommen

30—40

von den Uferräudern bis zu

der Gattungen Tubifex

Hydra und mehrere Kruster.

und Saenuris,

einige

ein Pisidium,

eine

Die Untersuchungen des Lake Survey

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Die Thierwelt

VII

ergaben:

Uadiata

Mollusca 10 (davon 4 Pisidien),

1,

die

auch

den anderen

in

Seen

werden.

Eine Mysis und eine

scheiden

von

Mysis und

von

Würmern,

(Schweden).

bedeutendsten Tiefen hinabgehen 3 Arten von

Thiere,

1

S.

).

Polypen,

welche in

Smith führt weiter-

J.

Daphnia galeata und pcllucida und

Cladoceren.

Oberen und des Michigan-

Bewohner des

als

Hydra von

diejenigen

sind

hin

hyalina

Wetternsees

des

von Weichthieren,

Insekten

die

Leptodora

gefunden

von Krustenthieren, Tubifex und Saenuris

Pisidium

von

Seeregion

grossen

der

Sees an, die zugleich in nordeuropäischen Seen vorkommen*).

Untersuchungen See ergaben 1

Plumatella, 2 Melania,

neuer Gattung. fand

man

1

of

28

in

Lyinnaea,

Science

Kil.

2 Gammarus,

im

Die

Michigan-

Entfernung vom Ufer

Clepsine

1

Bei 45 Faden zwischen 20 und

Mysis,

1

und

14 Faden

bei

Academy

Chicago

der

11,

mit solchen,

Pontoporeia waren nicht zu unter-

entsprechenden Arten

Pontoporeia

C'hironomuslarve

Vernies

Die meisten Arten sind identisch

Crustaeea 8 Arten.

und einen Egel .'52

Kil.

vom Ufer

Pisidium (neue Art) und eine

1

kleine weisse Planarie 3 ).

Wenn

die

Mccrcstheile ähnliche

Beziehungen dieser Tiefl'auna zu der nahe gelegener

aufgehellt

werden,

sein

erdgeschichtliche Folgerungen

werden

sich

wahrscheinlich

knüpfen lassen,

daran

wie

an die Keliktenfauna nordeuropäischer und asiatischer Binnenseen. Bei der Grösse dieser Seen waren

Meeresbewohnern zu erwarten,

da,

ohnehin Aehnliehkeiten mit den

ausgenommen

die Salzhaltigkeit des

Wassers, wichtige äussere Lebensbedingungen, wie Breite des Raumes, Wasserfülle,

Temperatur 4 ), lluhe

Tiefe.

in der Tiefe.

Brandung an

den Ufern, oceanischer Wellenschlag an der Oberfläche, hier meeresähnlicher sind als in den meisten Binnenseen, die wir kennen.

Verbreitung de r Kor alle Verbreitungsgebiet

der

1)

A.

2)

Kbendas. 1*74.

:j)

\V. Stimpson,

I)

J.

S.

1871.

II.

:jt:}.

I.

1*51.

Am.

('.,

den im August

wahrend statt)

sie

Dana begrenzt

Korallen

durch

seine

das Iso-

44*.

Naturalist IV. 4U3.

Die Temperatur des Wa>>i-rs

überall 4"

nriffe.

riffbauenden

im Oberen

Sei-

war unterhalb 4t) Faden (die Messungen fan-

an der Oberfläche gleichzeitig

zwischen 10 und 13° schwankte.

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VII.

483

Die Thierwrlt.

von 20" d. h. durch eine Linie, innerhalb deren die Temperatur des Wassers im kältesten Wintermonat nicht unter 20" sinkt. Diese Linien fallen, allgemein gesprochen, mit dem 2S. Breitegrad

cryme

zusammen, erfahren aher natürlich erhehlichc Verrückungen durch den Eintluss der Landmassen und Strömungen. An der nordameriKüste geht diese Linie von C. Florida (25° 40' N.B.) und biegt in 33° N.B. um die Bermudas, die

kanischen

fast direkt nördlich

ächte Riffinseln

sind.

Die Westküste

Floridas

frei

ist

von

Riffen.

Die Nordgrenze riffbauender Korallen im Pacifischen Ocean liegt am amerikanischen Continent bei 21° N. B., erreicht daher nicht Vereinigten Staaten.

der

das Gebiet

dieser Seite

gelegenen Inseln

Von den der Küste nahe

werden bloss die Bevillagigedos (18°

N. B.) andeutungsweise als Koralleninseln bezeichnet

'). •

in

Anhang. Für eine Geschichte des Nord- Amerika Hegt das Material nur erst

organischen Lebens w it zerstreuten Brueh-

in

so lückenhafte Schilderung erstücken vor uns, welche selbst nicht eine Nur einige können. lauben, wie man sie für Europa hat versuchen die durch den Vergleich mit allgemeine Grundzüge lassen sich erkennen, Alten Welt bereits zu den entsprechenden Erscheinungen im Norden der Verbindungen und interessanten Schlüssen auf die alten Formvcrhältnisse,

Hemisphäre Reführt Sundeningen innerhalb der Lander der nördlichen Schlüsse die Erkenntnis haben. Man kann als den allgemeinsten dieser der uns hier beschattigt, bezeichnen, dass der Norden der Neuen Welt, eine hervor-

geologischen Perioden in den ältesten und neuesten der Alten Welt zeigt. Zwar ragende Uebereinstimmung mit dem Norden der die zusammen jene alte, grosse, nördliche Landmasse,

nur

bildeten

beide

Landmassen der Südhemisphäre den insularen und weniger ausgedehnten alte Nord-Amerika nahm wie ein einziger Continent gegenüberlag und das

organischer Wesen, die ohne Zweifei Theil an der reichen Entwickelung den Nordcontine.it zu Thiergeographen und PHanzender Augen in den

dem

-Nichtigsten

organische

Schöpfungscentrum wenigstens

Leben

so

wichtigen

in

der

gemacht

Tertiärzeit

für

unser heutiges

hat.

Aber

wir

Kreide- und Frühtertiärwissen, dass wenigstens die Pflanzenwelt in der im \ erlauf der bedeutende Verschiedenheiten aufwies und dass zeit besonders Säugethiere, beTertiärzeit Nord -Amerika viele Thierformen jetzt nicht gefunden hat und sass, die man in europäischen Schichten bis ,

1) J.

I).

Dann. Corals and Coral Islands. 1*72. 808.

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424

VII.

Die Thierwelt.

mehr von den Thierformen verlor, die es einst gemeinsam mit der Alten Welt besessen, als diese. Es ist wahrscheinlich, dass zeitweise die beiden Landmassen im Norden, sei es über Asien oder Europa zusammenaber unwahrscheinlich, dass dieser Zusammenhang

hingen,

eine

sie

jemals

in

Er war genügend, um ihnen allgemeine Aehnlichkeit der organischen Formen aufzuprägen, ohne einzigen verschmolz.

voller Breite zu einer

doch jene

Uebereinstimmung zuzulassen, der wir

tiefergehendc

verschiedenen Theilen der Alten Welt begegnen.

Wallace ihre Beziehung zu bezeichnen,

Zweige des Lebensbaumes unserer Erde

wenn 44

den

in

Treffend scheint A. R.

er

sie

„die zwei

grossen

nennt.

den geologischen Zeiten, aus denen keine Spuren von der Existenz Landes überliefert sind, herrscht eine Uebereinstimmung der Gattungen und zum Theil selbst der Arten lebender Wesen, wie sie In

festen

der Geringfügigkeit der Schranken,

natürlich ist bei

losen oder, sagen

wir

bewohnender Thiere gesetzt

die

in

einer

land-

landarmen Zeit der Verbreitung

vorsichtiger,

waren.

Diess

gilt

see-

von der Zeit der Silur-

formation und in etwas geringerem Grade

von der der devonischen

noch

gefunden sind.

welcher indessen

den Kohlenformationen

keine Wirbelthierrcste der.

in

.

Auch

in

Nordhälftc der Alten und Neuen Welt waltet

noch immer eine bedeutende Uebereinstimmung, die

z. B. bei den eigentgemeinsamen Vorkommen eines Drittheils aller und Neuen Welt sich ausspricht. In der unteren

lichen Kohlcnpflanzen im

Arten

in

der Alten

auch hier die ersten Labyrinthodontcn

Kohlenformation erscheinen das in

Vorkommen achter den

geringfügigen

Reptilien

denselben

in

Dyas- Schichten

keine Wirbelthiere gefunden.

ist

wahrscheinlich.

und

Aber

Nord - Amerika's sind überhaupt und Jurazeit fanden in Nord-

In der Trias-

Amerika keine so ausgedehnten und fossilreichen Ablagerungen statt wie im Norden der Alten Welt, aber die Spuren, die man von Pflanzen und Thieren

aus

dieser Zeit

stimmung wie

die

besitzt,

Reste

übereinstimmender Arten.

Amerika das gefunden

ist,

Trias.

Dass,

erste Saugethier

scheint

dieselbe

Zeiten,

Vielleicht

früher als in Europa aufgetreten;

amerikanischen

zeigen

früherer

sie

gleich

sind

die

sind

wie

ohne

grosse

Zahl

riesigen Dinosaurier hier

sehr zahlreich in der nordin

(Dromatherium)

gleichfalls

Ueberein-

generische dieselbe

Europa, in

auch

in

Nord-

triassischen Schichten

den allgemeinen Parallelismus der

or-

und Neuen Welt zu kennzeichnen. der Kreidezeit sind uns in Nord-Amerika ganz

ganischen Entwickelung in der Alten

Aus den Ablagerungen in Europa zum ersten Mal zahlreiche Pflanzengeschlechter entgegen-

wie

getreten, die in

heutigen Flora

nahen Verwandtschaftsbeziehungen zu den Bürgern unserer stehen.

Eichen, Buchen, Pappeln. Weiden, Erlen, Pla-

tanen, Ahnrne haben ihre Reste in Schichten der Kreideformation hinterlassen.

Europa hatte eine Flora von etwas tropischerem und alterthüm-

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Vn. Die Thierwelt

425

Palmen sind wohl dort, nicht aber Cycadeen, Coniferen dort über-

licherem Habitus als Nord - Amerika.

sind Farne,

hier gefunden und ebenso

Dagegen hat Nord -Amerika von dieser Zeit an seinen

wiegend vertreten.

Tulpenbaum, Sassafras, Liquidambar, Taxodium

u. a.

Formen der warmen

gemässigten Zone bewahrt, während Europa ihrer verlustig ging. Thierwelt,

Uebereinstimmungen

marinen Charakter

vorwiegend

einen

die

mehr

ins Einzelne,

finden

hat,

In der

gehen

ihre Schranke

aber

die

an

Amerika herrschte. Gegen COOO Thierarten der europäischen Kreide hat Nord -Amerika nur Aber doch fehlt ihm keine der für die europäische 20sc und

mit der Verdunkelung wächst ihr eigenes Spiegelbild so innig mit ihr selbst zu-

sammen. das> die l'ferlinie verschwindet und man am End«' nicht wohl unterscheiden kann, was von diesen Formen unter, was über dem Wasser lieht, was wirklich, was gespiegelt; bald ruht Alles im Gesichtskreis unter den Hüllen der grossen Formen, die allein noch erkennbar sind. So hat ein wohlbegränztes Stück Natur, wie dieser See, gleichsam sein eigenes Tagesleben, und uns.

denen

so kleinen erfüllen

wird

an

es am wohlstcn wird, wenn wir auch in der Natur in einem noch Raum uns einwohnen, ein beschränktes Gebiet mit unseren tiedanken

und mit den Bildern beleben können, die aus der Phantasie heraustreten, solchem Orte der Holzstoss vor der Hütte zum eigenen Heerd. die

Pfade ringsumher vertraut wie Gänge und Stiegen des Vaterhauses; denn wir bedürfen wie die Zweige mancher abstuft,

um Wurzeln

zu schlagen,

Baume

nichts als

und lügen

uns

Boden, dessen Härte nicht gern in den grossen und

ruhigen Gang des Naturlebens ein, das ab>chlicsst ohne zu beengen.

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V.

Mit zahllosen Seen,

leuchtet.

durchcinanderliegen, zu

einer

Kette

wenn man der

verknüpft

sind

ir>i.-

noch

selten

durch Hügelketten unterbrochen, das Land gegen Abend hinaus und aus

den Seen

das Wasser durch

fliesst

Hudson dem Atlantischen Meere

zu.

den Lorenzstrom und den

Wie

die

Süsswasserseen, die diese im Norden begränzt, grossartige Seeregion

ein

ist

Region der grossen

auch diese weniger

Produkt des undurchlässigen Felsbodens

und der vorwiegend ebenen,

höchstens flachwelligen

Bodenformen

dem Regenreichthum, der diesen Gegenden eigen. Auch wir wandten unsere Schritte westwärts, um einen Blick in diese eigentümliche Landschaft zu gewinnen. Von North Elba gingen wir zum L. Placid von diesen zu den Saranakseen die mit

,

.

zu

Dreien beisammen liegen und durch jene früher beschriebenen,

hall »sumpfigen,

bunden

durch

Bäume,

vorbei,

bald durch

Gebüsch

das die

Wasser mit einander ver-

fliessenden

und Wiesen und durchaus wohlbehäbigen Farm-

an Aeckern

bald

häusern

ein

kaum merklich

Das waren Wandeningen auf staubreichen Feldwegen,

sind.

der

uud Lärchenhainc

Weissfohren-

Sträucher

mannigfaltigen

auf den Rodungen aufgewachsen sind.

welliges Land,

nicht

unfruchtbar,

und

und niederen

Wir sahen da

doch dünn bevölkert;

vom

Urwald war keine Rede mehr, denn was an Wald zu sehen war,

war

sicherlich

zum Mindesten

der zweite Wuchs, und bei dichterer

Bevölkerung und reicherem Verkehr hätte diese Gegend irgend einer im

Odenwald

oder

im Spessart

sahen wir wieder einen See,

stillen,

gleichen

müssen.

In

Piaeid

L.

grünen, berg- und waklumgebenen

der nur erheblich grösser als die Fonds des inneren Gebirges

war. im Einzelnen

aber dieselben Ansichten darbot wie

Ende bespült den Fuss das andere

An

ist

sie.

Ein

eines der höchsten Berge der Adirondacks,

von den Aeckern und Wiesen der Hochebene umgeben.

diesen Tagen,

wo Sonnenschein und Regen

muthet mit einander abwechselten, schien

es

öfters

unver-

mir neuerdings, was ich

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470

Die Gebirgsnatur

V.

New York

schon immer in

Himmel

als irgend einer,

biete,

Den Himmel über der

baierischen Hochebene

wegen seines Reichthums

Maler

die

Gegenden wechselndere und mannig-

Färbungen und Wolken

in

den ich je gesehen. loben

den Nord-Alloghanies.

zu beobachten geglaubt hatte, dass der

in diesen nordöstlichen

faltigere Bilder

in

an

mannigfaltigstem

Gewölk, das häufig wechselt, aber ich habe an ihm kein so be-

und Umgestalten der Dunstschleier und Wolken,

ständiges Gestalten

und

vor

allem

Klima und

keine

so

klaren

tiefen,

Lage mag es erklären

die

;

Farben

Das

gesehen.

diese, südlicher als die Stid-

kräftigeres Licht

herabkommen, jenes

bringt sehr häufigen Wechsel zwischen Feucht

und Trocken, Regen

gränze Deutschlands,

Die Masse der Niederschläge

und Sonnenschein. Deutschland, aber

lässt

sind

sie

mehr

zerstreut

grösser als in

ist

und werden immer wieder

von den sehr trockenen West- und Südwestwinden unterbrochen.

Am

Saranaksee hatten wir einige Tage hindurch genau denselben

Gang

keit auf

das

Veränderung des Gewölkes.

täglicher

dem

Nebel von

und sonderte lang

eine Zeit

Des Morgens

stieg der

Wasserspiegel wie von einer verdampfenden Flüssigsich in geringer

stehen

Höhe zu flockigem Gewölk,

dann aber offenbar von Luft-

blieb,

*

Strömungen

erfasst

wurde, im Osten sich nach parallelen Längs-

richtungen zu Riesenfedern zusammendrängte, welche

zum

Zenith

ordnete,

immer

liefen,

denen die

in

Diese

auf,

scheinen,

fällt

ist

vom Horizont

und

Wolkenballen in

grössten

Formen

dem

vor

und bald

vorübergehend

sich dichter ballte

ziemlich regelmässig abnehmend,

kleinere,

hin standen. schleier

im Westen aber

in

Gruppen

der Mitte und

gegen das Ende

lösen sich gegen Mittag in einen Dunst-

Wolken von gräulicher Farbe erHimmel überzogen und strichweise und

dichtere

der

einiger Regen,

aber nur in spärlichen, trägen

Tropfen.

3.

Durch den Gebirgswald machten wir am folgenden Tage unsern

Weg zum Richtung

Gipfel

des

feuchten Moderboden,

wo

dichtes

Mt. Marcy.

Erst führte der

Pfad,

durch Einschnitte an den Bäumen bezeichnet

Moos

aber bald

eine feste

trat

Decke über

er

in

ein

dessen

ist,

Felsgebiet

die regellos über

über ein,

einander

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Gc

v.

Die Gebirgt>natur

geworfenen Gcsteinsti

ümmer

einem Bächlein

nach,

weit

den Nord-Alieghajues.

in

Dann ging es wieder eine Strecke wo verschiedene Arten Lyeopodium,

zog.

Zwergwüldern von Nadelbäumen gleichend, Einmal wurde

standen.

wo

Stelle hingingen,

sahen

neten,

wir

Stämme

dichtgedrängten Haufen

und

,

wir zu der

als

Himmels

sich ins Blau des

zeich-

dem wieder

Thal, in

Dass der Baumwuchs dürftiger ward, zeigten

ein kleiner See stand.

Stämme

die dünneren, niedrigeren

Wir

an.

breiter Fläche

an. bis der Fels mit

in

Licht

dichtbewaldetes

ein

in

zur Seite

es

die

171

aus

stiegen immerfort steil

der Erde trat;

über ihn

gingen wir quer weg und suchten dann in seinen schmalen Rissen, die schon mit strauchartig niedrigen Fichten erfüllt waren, die

gewinnen.

zu

Hier standen

zahllose

Tümpel

Höhe

jeder Vertiefung

in

des Gesteines, grosse und kleine, ein Lehrbild gleichsam der Natur

Gebirgslandes

dieses

am

nicht

durchaus die

das

,

wenigsten gerade darum so scereich

Gesteinen,

Kalk etwa, oder

in

die Thäler

welche es führen in

Schluchten

vertieft,

plötzlich

es

oft

wie

meilenweit

gewaltigen

in

eintritt,

Wasserläufen zu-

Widerstand wagerecht

Fuss

fallen

entgegen, in

einer ein

Ebene

plötzlich

um

Das

Gestein

lässt.

zumal

auch

seine

darum

den Thälern liegen;

sind diese Seen so

ungemein

geht,

setzt

herabein

bis

hundert,

vielleicht

Schichten

grösseren oft

nahezu

auch Quellen

sind

diesem Gebirge bei weitem nicht so häufig wie

um

schleicht,

Niveau

niedriges

dann wieder ruhig weiter

neuer Absturz der Schichten es hundertfünfzig

in

auf

Fällen

zustürzen, auf welchem es

in

in

den Alpen, und

zahlreich.

der Felsabhang überschritten, so treten wir in einen Fichten-

und Balsamwald seltsamer unter

Spalten

in

hat es hier überall wenig tiefe und wenig geneigte Thäler,

,

Ist

anderen

in

in verhältnissmässig kurzer

aufreisst,

den unterirdischen quellennährenden

denen

durum

Wenn

ist.

den weichen Sandsteinen oder

in

NagelHuen unserer Voralpen, das Wasser Zeit

schwerverwitternden, un-

und Schiefergesteine zum Kerne hat und

durchlässigen Granite

dem

Schneelast,

Gipfel die

Art,

bedeckt.

der eine

Stufe

Der kurze Sommer,

des Berges die

hart

winterliche

rauhen Winde dieser Höhen drängen das Höhen-

wachsthum, das sonst gerade diesen Bäumen

Ausprägung zukommt,

völlig

zurück,

in

so entschiedener

und was an Triebkraft vor-

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Die Gebirgsnatur

V.

172

banden,

geht

in

den Nord

in

Zweige und Wurzeln

und mannigfach verbogen dem

-

Albtrhames.

über,

zwerghaften

ungemein

die

Stamme

Ueber Mannshöhe geht keiner hinaus, höchstens dass

Auch

Wipfel höher hinausrecken.

die

dicht

entspringen.

verdorrte

sie

Nadeln stehen hier ungemein

und der eigentümlichen, bläulich weissbereiften Abart der

dicht,

amerikanischen Fichte, tieferen

Lage zu

häufiger

hier

die

als

den Wäldern der

in

sein scheint, steht dieses dichte, pelzige Nadelkleid

Gleiche Ursachen, gleiche Wirkungen.

vorzüglich seltsam zu Gesicht.

So wie auf diesen Bergen Fichten und Tannen, sind auf den unseren

Föhren verzweigt,

die

man Legfohren oder Latschen

die

aber jene stehen immer

nennt,

noch aufrecht, während diese zu Boden

gebogen, w ie kriechend wachsen. r

Es

ist

nicht leicht,

durch dieses Dickicht durchzuwinden,

sich

Augen vorab muss man vor den zurückschlagenden,

die

Zweigen wohl

ligen

das

vielverflochtene

Möglichkeit;

doch

Wurzelwerk ist

breit

und mass an der

nicht

mehr

Felsenplatte

als

Obacht nehmen,

in

dieser

und

oberste Waldgürtel

Stelle,

wo

fünfhundert Schritt

und deren Kante

nicht

der

mehr sehr

lief

Nun kam wieder eine schräge zum Gipfel, den ein Signal der

).

Eine Metallplatte

ist

hier

den Stein eingelassen und sagt jedem, der es etwa nicht wissen

sollte,

des

dass er hier den 1540 m. hohen Gipfel des Mt. Marcy oder

Tahawu

1)

A.

über

Bereich

wir ihn durchschritten vielleicht 1

Landvermesser weithin kenntlich macht. in

im

bedeutend

liegt

steifnade-

Straucheln

ein

Die

(indianischer

Name: Wolkenspalter!)

Kruniinliolzbilduiiff

balsamea,

welche

betrifft

den oberen

Theil

den

in

erreicht hat.

Alleghauies

des Waldgürtels

nehmen, und dabei immer niedriger werden,

Abies

völlig

nigra in

nud

Beschlag

nur noch Mannshohe erDa die kalten Winde sie verhindern, sich in eine Hohe zu erheben, wo reichen. der Schnee sie nicht mehr schützt, verzweigen sie sich um so mehr in horizontaler Richtung und bilden eine fast lückenlose Hecke von ca. 400 m. Breite um

den ganzen

Gipfel.

bis

sie

Die ahgetödteten Gipfelsprossen ragen wie die Geweihe einer

Kiesenherde von Hirschen über

sie

hervor.

Den

ersten

Ersteigern soll dieser

Heckengürtel ein nicht leicht zu überwindendes Hinderniss geboten

mussten

über

sie

Punkten, wo Schutz

wegklettern vor den

und

auf den

Winden geboten

Zweigen ist,

sieht

haben;

sie

An

günstigen

man jedoch

dieselben

gehen.

Fichten sofort hoher werden. Thoreau beschreiht diese eigentümliche Verzweigung von der Hohe des Mt. Katahdiu, des Hauptgipfels von Maine, und beschreibt sie in seiner originellen Weise: Alt wie die Sündflut, 2 lU F. hoch,



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1

V.

Da

Die Gebirgsnatur

17:1

nun das Land vor uns und sah zumeist einem braunen

lag

und grünen Meere ist.

den Nord- Alleghanies.

in

gleich, das in sehr sanftem Wellenschläge erstarrt

Auge

Berge und Hügel so weit das

bräunliehgrünes

reicht,

Kleid des Waldes überall und da und dort ein See in einem Thale.

und

Berge heben sich im Osten

Höhere

Nordosten

hervor,

die

Weissen und Grünen Berge von Vermont und Massachusetts; eine

Süden

Adimndackbcrge stehen im Norden ganz nahe und im

dem

und wer

das keineswegs,

ist

da vor Augen auf

und Hügelland.

niederes Gebirge

ist

birgsbild

Westen hinaus;

zieht gegen

weite Ebene, die Adirondaek-Seeregion. die höheren

liegt,

sagt sich wohl

eigentliches Ge-

Ein

sich klar raachen will,

was

ohne Buch und Karte, dass er

höchsten Gipfel des Hügellandes steht, das sich aus einer

Hochebene herausgewölbt

;

denn das übersieht man wohl nicht

immer

dass, wie beträchtlich

Meereshöhe der Gipfel

die

sein

leicht,

möge,

doch ihre Höhe über den Hauptthalern unverhältnissmässig gering ist

und dass

die Thäler nicht

Das sind durchaus Hache

tief sind.

Formen, denen ihr dichtes Waldkleid sehr zu gute kommt von Körper nicht so kühn, dass sich

zum Himmel recken

nackt

Es lagen

in

sie

dürften

1

).

eines grossen Theiles von Nord-Amerika.

Auf dem Gipfel Eines Gebirgszuges stehen

der andere

die

Ebene hinaus.

Weiter im Osten, jenseit der Weissen

Berge, liegt das Meer, nach Süden geht die Senkung bis zur die

Wipfel

liegt

der Champlain- und Georgsee stehen, und im Westen

der

in

wir.

beiden geht die grosse Senkung

uns gegenüber im Osten, zwischen hin.

sind

sie

diesem Ausblick auch die bedeutendsten Züge der

gesammten Bodengestaltung

dämmert

;

ohne Minderung ihres Ansehens

Dach

von der Kalte

und

ausgebreitet,

angefressen,

als

die

hatten

Nadeln

sie

bläulich,

die

seit .lalirliunderten

Mün-

Spitzen

aufgebort

wie

dem

Sie hatten im Lauf der Zeit alle kalten Himmel zuzuwachsen. Zwischenräume zwischen den Felsen ausgefüllt und der kalte Wind hatte sie alle gleich gemacht, Mile weit meinen (Jeher diesen Garten machte ich Weg, den lockersten, trügerischsten Weg, den ich je gegangen bin. The Maine

stählernen

Woods

1*72. Gl.

1)

..Kin

Gebirgskamm hinter dem anderen.

Gipfel über Gipfel, die Kinrisse

ineinandertiiessend wie die Wellen des Meeres, harmonisch und doch unendlich

mannigfaltig-, so schildert

Aussieht

11.

Taylor

vom neuenglandischen

(At

Home and Abroad

Mt. Washington,

web he

II.

M't) auch die

der vom Mt. Marcy

ähnlich sein muss.

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474

V.

Die Gebirgsnatar

in

den Nord-Allcghanies.

dung des Hudson: Ein enormes Thal, zwei Gebirgszüge, und an ihrem äusserem Kusse dort Ebene,

lassen,

das

New

Meer



Land zwischen Montreal und

grossen Zügen das

in seinen

ist

die es ein-

hier

York. Als wir herabstiegen, durchwanderten wir die Scenen, die sich

beim Aufsteigen geboten hatten, genau

umgekehrter Folge

in

:

Erst

über Felscnboden, der nur in wenigen engen Klüften Pflanzenwuchs hegt,

dann durch den Gürtel der verzweigten Fichten und Tannen,

und wieder über Felsen,

zum

Opalfluss hinab

Wege

diesem

die

sie

hinaus.

Azaleen

Alpenrosen,

willen mit

der

bis

Es wurden auf

mit altweltlichen Gebirgspflanzen

Gewandes

ihres arktischen

wurden;

eintraten,

bekleidet.

PHanzen eingesammelt, die

verschiedene

ihrer Verwandtschaft

Wald

wir in den

bis

Gehänge dicht

theils ,

theils

um um

besonderem Interesse betrachtet

waren leider meistens schon über die Zeit der BlUthe

und Rododendren,

waren

Verwandte

nächste

unserer

im immergrünen Buschwerk, das da und dort

aus Klüften oder im

dünnen,

auf die

Felsenstufen

hingewehten

Erdreich wächst, wohl zu erkennen; die rundblätterige Drosera mit langen,

ihren

Blättchen

ist

purpurrothen

Drüsenhaaren

auf den

aufgebogenen

von ihrer europäischen Verwandten nicht zu unter-

scheiden; Saxifragen oder Steinbreche, kleinblüthige. schlanke Pflänz-

chen, sah ich in zweierlei Arten, welche in europäischen Gebirgen

an ähnlichen Orten stehen

;

das Sumpfveilchen unserer Höhen war

vorhanden; eine kleine Silene, stengellos, wie

wurde

als

Wäre

selbe, wie die europäisehe Bergerle.

wesen, es würden wohl noch

Doch

sein.

ist

es

Welt

Basen wachsend, die Erle

es früher

um

der kalten Höhen

in

die-

zu erkennen, dass auch der Alten und

in innigerer Verwandtschaft steht, als die des flacheren

1)

ist

im Jahre ge-

mehr Bekannte uns da entgegengetreten

an diesen genug,

hier die Pflanzenwelt

in

Auch

unsere Silene acaulis erkannt.

33 Arten von Phanerofjamen

kommen

Neuen

Landes

1

).

bloss in »1er alpinen Region der

nördlichen Alleghanies (White Mts.. Adirondacks, (Jreen Mt*.) vor und von ihnen sind 31

auch

europäisch

und, mit 2 oder 3 Ausnahmen, auch asiatisch.

12 subalpinen Arten derselben Region sind

!>

Von

europaisch.

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475

Neu -England.

VI.

Neu - England

VI.

1

).

Zwischen den Nord-Alleghanies und dem Meere von Maine bis Rhode Island

land

Neu-Eng-

ist

fiachhtigeliges Granitgebiet,

ein

das in polirten Felsen, in Driftschutt und gestauten Tümpeln und

Seen Spuren

alter

Eiswirkung in grosser Fülle

Lyell nennt

wie sie in

sie,

„Der

B. Taylor sagt:

der Gegend

um

New Hampshire

Wassers

das

gewöhnlichste

ist

1

und

)

Ausnahme

Die zahlreichen Seen

erstaunlich, wie der

Landschaftsbild

um

weniger indessen die Natur hier gethan hat,

wird der ödeste Fleck belebt.

so wenig erfreulich aussehen,

Die

Schimmer Je

aufheitert.

so

mehr hat der

Indem man

Mensch von dem Seinigen hinzugelugt. nähert,

Selbst

den Wachuset und einigen Punkten an der Küste,

heben indessen das Gesammtbild. Es des

den

ist in

erscheint, fcaturcless

östliche Theil von Massachusetts, mit

weder schön noch pittoresk zu nennen.

ist

Es

zeigt.

Theilen die ausgeprägteste Moränen - Landschaft.

flacheren

sich

Boston

Granitblöcke,

welche

wenn das Wogen

eines Getreidefeldes

sich

an ihnen bricht, werden zu einem Schmuck der Landschaft,

wenn

sie sich

auf einem Grasplatz erheben, die kümmerlichen Föhren

werden unter der Hand des Menschen zu schönen Bäumen eine

einzeln

1)

2)

stehende,

frei

und rund

sich

und

entwickelnde Ulme

ist

Vorwiegend nach B. Taylor, W. Flagg, II. D. Thoreau. Second Visit I. 53. Von derselben Gegend schrieb er bei seinem ersten

Besuch der Vereinigten Staaten (von Boston aus): „In der That, hätte mich Verschiedenheit der Pflanzen und die der Vogel, die ich in den Wäldern fliegen sah, beständig an Amerika erinnert, so würden mich die geologischen Erscheinungen glauben gemacht haben, ich befände mich in Schottland oder sonst einem Theile von Nord -Europa. Die Haufen Sand und Ku-s sind ganz ohne organische Reste und manchmal sind grosse Felsblöcke die weither gebracht sind, in ihnen begraben oder bedecken sie. Aber meistens stammt das Material dieser Schutthaufen von benachbarten Felsgesteinen. An einigen Punkten hat man diese Ablagerungen bis zu 100 und selbst über 200 F. nicht die

,

tief durchbohrt,

ohne den anstehenden Fels zu erreichen; aber gewöhnlich sind

dieselben von geringer Mächtigkeit und nach ihrer

Wegräumung

stösst

eine polirte Granit-, Gneis- oder Glimmerschieferfläche, welche glatt legentliche

obachtet

Furchen oder gerade Parallelkritzer aufweist.

man

gerundete

roclux moxdonnees Iii

an den North America 1845. 1.

oder

abgeflachte, geglättete

ist

Da und

man auf und gedort

Felsenkuppeln, diu

Bändern der alpinen Gletscher gleichen

4 '

be-

den

(Travels

8).

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47-

Kil.

der

in

wie

Länge haben; von 0,3

Wie verschieden

breit.

überein,

wahrend

dass

sein

ihre

sie

und

Kil.

indessen

stimmen

mögen,

so

steilere

Seite

ein sanfterer Abfall

welche von ihnen

dieselbe ist

kaum

viele erreichen

— 0,7

kaum

Kil.

Ilauptkctte.

wo

Key West und Key Largo,

sie

1,5

ver-

ist

Die Mehrzahl von diesen Inseln

In der Breite variiren

schiedenheiten auch

Axe der

der Gruppe der Pine Islands,

in

klein, dass selbst die grössten,

mehr

Form

Ihre

ist.

schmal und lang und die grösste

gewöhnlich

liegt

allein

sie

ist

1

Kil.

die

breiteste ist

ihre

Grösscuver-

doch

sie

so

nicht

alle

darin

dem Golfstrom zuwenden,

nach den Schlammbänken

umschlossen werden.

stattfindet,

Dieser (Jegensatz

des Ab-

kehrt überall wieder; er findet sich so wie hier an den Inseln,

falls

auch an den

Riffen

und an den Steilküsten (Shore

nachbarten Theile der Halbinsel.

Das eigentliche

Bluffs)

Riff zieht

der beparallel

mit der Hauptkette der Keys eiuige Kilometer südlich oder südwestlich

von derselben; der Abstand beider übersehreitet nicht 10

welche er bei Key West erreicht.

Canal, der 3 bis

mehr in



(5

Cap Florida als

Faden sich

tief

ist

erstreckt,

4 m. Wasser vorhanden.

grösseren

Dazwischen

und

vor»

Bloss

liegt

Kil.,

ein schiffbarer

der Marquesas -Gruppe

bei

Love Key sind

nicht

Einige kleine Keys erheben sich

Zwischenräumen auf diesem

Riff.

Bei

Cap Florida

BS«

516

XIIT.

Die Keys von Süd -Florida.

und

hic^t das Riff gegen die Kette der Keys

Wenige

um.

insel

das mit seineu Korallenklippen

Riffes,

die Küste

Südspitze Florida's zu

die

der für die Schifffahrt gefährlichsten Gegenden

einer

der Halb-

unterbrechen den Verlauf dieses

tiefere Stellen

im ganzen

Atlantischen Ocean macht.

dessen allgemeine

Dieses Riff,

Richtung der

und welches nur an wenigen

spricht,

spiegel hervorragt, ist die eigentliche

der

Keys

ent-

über den Meeres-

Stellen

Region der lebenden Korallen.

Todte Korallen beginnen an den eben erwähnten hervorragenden Stellen

anzusammeln

sich

und

als

Keys

über den

sich

auch ihre Richtung und Lage verschieden.

ist

Südwesten nach Nordosten

durch

Vorwalten

das

Meeres-

Je nach der Richtung der vorwaltenden Winde

spiegel zu erheben.

in der

von

Einige ziehen

Richtung des Golfstroms, andere

nordöstlicher

Winde

entgegengesetzter

in

Richtung

Key West 3

Kil. breit

ist

und

leren Fluthöhe. tief sind,

dem

fällt

nach Tuomey's Beschreibung

sein höchster

Punkt

ist

5

Das Wasser seiner Brunnen, und

steigt

9 Kil. lang und

m. über der mitt-

die nicht über

Ausnahme

dicken oberflächlichen Schicht, welche sehr hart sich

)

5

ra.

Das Felsgestein, aus

mit den Gezeiten.

die Insel besteht, ist bröcklig mit

5

—6

einer mehrere Zoll

ist;

es unterscheidet

nur durch grössere Festigkeit von dem Kalksand, der von den

Wellen bestandig ans Ufer geworfen wird. dieser

An

der Südküste wird

Sand zu einer Höhe aufgeworfen, welche der des höchsten

Punktes des ganzen Eilandes entspricht.

Trümmer, keine Koralle

Man

in ihrer natürlichen

findet

nur todte

Lebenslage in diesem

Gestein.

1) S.

Agassiz's Arbeiten über die Florida

-

Riffe in V. S. Coast

Survey Rep.

1851 und 1866. 2)

A.

J. S.

1851.

Vgl.

o.

S.

138

ff.

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XIV. Fluss - Scenerien.

XIV.

517

Fluss -Scenerien.

Alabama, Ohio.)

(Mississippi,

Wie mühselig keuchend und langsam

Weg

seinen

flussaufwärts

Dampfer

schwere

der

verlieren wir doch

zu verfolgen scheint,

bald Xew-Orleans und seine halb städtischen Dependenzen aus den

Wir haben nun, kaum

Augen.

zu beiden Seiten die

eine deutsche Meile von der Stadt,

Dämme,

welche die Pflanzungen

und

Wasser schützen,

hochgestiegene

darüber

gegen das

hinaus

schon die

Felder voll jungen Zuckerrohrs, das in langen Reihen, jede Reihe

von zwei Furchen begrenzt, sich weit ins Land hineinzieht, bis der dichte

Wald gegen den Horizont

und

grossen Theilen von Mississippi und Arkansas, den drei Staaten,

in

am

welche

ganz Louisiana

In

abschneidet.

Ufer des untern Mississippi liegen, bleibt diess der vor-

wiegende Charakter der Uferlandschaft: Ein

Fuss über den Wasserspiegel

aufsteigt,

Damm,

der etwa vier

dahinter niedriger liegendes

Culturland und hinter diesem der dunkle Streif des nie fehlenden dichten

Aber

Waldes.

jetzt

Landes unter Wasser, das

stehen

tiberschwemmten

zieht.

Diese

dessen

Spiegelbild

die

weite

seichter See

als

Flächen

Wellen

Flächen des bebauten

Land

tief ins

werfen

des Flusses

zu

hinein-

Abendroth,

das

einem

Spiel

von

leuchtenden Punkten, Streifen und Kreisen auflösen, wie ein einziger Goldspiegel zurück.

seit

Dämmerung sehen

In der

weggeschwemmten Häuser,

halb

Wochen fusshoch

Nur

steht.

da und dort ein entwurzelter

die Dörfer,

den

Dämmen und Alles schaut

nach den Bildern von Zerstörung.

müsse mit Trümmern bedeckt furchtbaren Flut hören,

der

Dämme

in

sein,

es fast

beengend wirkt.

aber nichts

ist

Wir haben

von

alledem

dieses Bild so friedlich,

so viel von den

dem

die

ist

dass

Verwüstungen

den letzten Wochen gehört, nun scheint er so

wie ein See im Gebirge, von die

in

Man glaubte, der Mississippi man müsse das Rauschen der

ergiesst;

zu hören oder zu sehen, vielmehr

dieses Flusses in

Lücken

noch immer durch die Breschen

die sich

das Land

denen das Wasser

sind zu erkennen.

breite

Baum

wir nicht die schon

in

still

hohen Berge seiner Umrandung

Stürme fern halten, und scheint mit dem Abend noch immer

stiller

zu

werden.

Man

erkennt selbst seine schlammgelbe Farbe

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MS

XIV

-So

Klus*

ti.ii.'ii.

mehr unter der glcichmässig duakeln

nicht

dem Verglühen keine Wellen

aufpflügen;

des Abendrothes

Spiegelfläche, die nach

über ihn

und

welche der Kiel

als die,

man

sich

Man

breitet.

Huder des

die

hört kein Wirbeln oder Fliessen, höchstens einmal,

wenn wir uns dem Gestade nähern, den gurgelnden Anprall

am

Wellen mächtig

Man gewinnt

Ufer.

um

ist,

sieht

Schifte»

dass

das Gefühl,

dieser

seiner

Strom zu

nur unter convulsivisehen Ausbrüchen, wie etwa ein

plötzlich anschwellender Gletscherbach, Zerstörungswerke vollbringen

Er

zu können.

spielenden

Mann

wie ein

ist

Finger

seinen

von Riesenkraft,

Gegner

niederdrückt

Muskel oder einer Miene zu verrathen, dass ruhigen Verfassung

einem

mit

es ihn irgend

nur einmal

sah

Ich

bringt.

der mit einem

ohne

.

aus seiner

Wasser am

sein

Zerstörungswerk, wie es einen alten tedernstamm, der sich mit seinem

Wurzelgewirr

sperrigen hatte,

mit

Höhlung des Dammes verfangen

eine

in

Wellenschlägen

tiefer

und

tiefer

,

bohrend

bald

,

bald

stossend in die Grube einwühlte, die in kurzem zu einer weiteren Ri esche werden musste. vollen

dass

Arbeit,

Heimtücke erschien

wo

hineingerissen,

Man kann

es

;

er

Der war wie

ein

freilich so eifrig

belebtes

Wesen

an seiner unheilvoll

Rosheit und

er selbst wird aber bald mit der Flut ins

ihn irgendwo

sie

in

Land

ihrem Schlamm begräbt.

überhaupt, auch für die Ruhezustände,

als eine

allgemeine Hegel bezeichnen, dass der unmittelbare Eindruck grosser

Ströme immer weit hinter der wirklichen

Weder

standes zurückbleibt. Thätigkcit derselben

und wer daher

z.

Redeutung des Gegen-

die zerstörende

gibt sich in ihrer

noch

die

schaffende

äussern Erscheinung kund,

R. an den Mississippi, den wir als eine der grössten

Lebensadern des stromreichen Amerika kennen, mit der Erwartung herantritt, ein grossartiges Naturschauspiel zu rinden, wird sich be-

deutend enttäuscht fühlen.

Eine nur an wenigen Stellen auffallend

breite Wasserfläche, in welcher sich die strömende

bemerklich macht, dass

man

sich

und Abends auf einen sehr ruhigen Landsee niedrige, fast

Rewegung

so wenig

beim Dämmerlichte des Frühmorgens versetzt fühlen könnte,

durchaus bewaldete Ufer, selten eine eben so flache

Insel

oder ein Röhricht, das eine erst werdende Insel, ein Mittelding von

Sandbank und bietet.

W eite r

Insel anzeigt, sind die

Erscheinungen, welche er dar-

Ausblicke ttussabwärts oder -aufwärts gewinnt

man

bei

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XIV. Fluss - Scewricn. tlem ungemein

gewundenen Laufe des

immer

gleich

breit,

Augen behalten.

Mississippi selten,

Länge der

bleibt das Imposanteste die

ruhig,

gleich

519

Zeit,

in

vom Meere

Vier Tage und Nächte haben wir ihn

Ohio-Mündung denselben bleiben sehen, und

bis zur

umralimt vor

einförmig

gleich

und am Ende

der wir diesen Strom

begriffen schon

aus dieser Thatsache allein den überwältigend grossartigen Eindruck,

den er auf die Europäer machte,

Kähnen der

als

sie

Mündung

des Ohio

Tagereisen weiter nordwestlich liegt,

dem Eindrucke

Landesbeschreibung nachhelfen,

um

ihn allerdings als einen der

grossartigst einförmigen

Im Uebrigen

kann.

Und von

ihm im Wesentlichen

bleibt

man

so dass

grossartigsten, aber zugleich auch der

bezeichnen

gebrechlichen

in

liessen.

der des Missouri, welche noch zwei

bis zu

derselbe Charakter eigen,

Flüsse

zuerst

von seinen Wellen seewärts tragen

sich

inuss

seiuer

man

mit Karte

einzelnen

und

Abschnitte

und Bedeutung recht gegenwärtig

sich seine Grösse

zu halten.

Die Farbe des Mississippi das

dicke,

trübe

Gelb, das

wie bekannt, gelb, jedoch nicht

ist,

manchen andern Flüssen eigen

ist,

sondern ein leicht ins Graue spielendes helleres, halb durchscheinendes. Die Sehlammtheilehen, welche diese Färbung bewirken, sind nämlich so fein, lassen

dass

man

Mississippi -Wasser wochenlang

kann, ohne dass es sich

eine verschwindende gelblich,

Es

klärt.

Menge gelben Pulvers

durchscheinend trüb.

Man

setzt

ab,

im Glase stehen

im Anfange wohl

bleibt

aber immer

befreundet sich bald mit dieser

Färbung, welche besonders schöne Effecte des Mittags hervorbringt,

wenn

des Himmels in einem bläulichen

die Wasserfläche das Blau

Silberschimmer widerspiegelt, während ihre Wellenkämme vom Sonnenlichte

durchglüht sind,

dass ihr

Gelb trotz seines matten Tones

prächtig leuchtet.

Bei der Einförmigkeit der Uferlandschaft gewinnt Überhaupt der

Wechsel und verschiedene Zustand der Tageszeiten, wie er sich im Flusse spiegelt, ein tieferes Interesse

anziehender Scenerie

am

Bilder Ufer.

für

den

und entschädigt mit

Mangel

grossartiger

einer Fülle

oder

lieblicher

Auf der See erwartet man mit Sehnsucht den

Aufgang des Mondes und

der

Himmel und Wasserspiegel

bringen.

Sterne,

die

eine

Abwechslung

Für dieso einzigen

in

am Tage

XIV. fluH-Scenerien.

520

immer gleichen Dinge im

fast

Morgen- und

für das

Gesichtskreise,

man

Abendroth, ja selbst für die Wolkenbildungen gewinnt

andere^ Auge

am

als

ein

ganz

Mit der Zeit wird es hier ebenso.

Lande.

Sobald die Sonne untergegangen

am

werden Gebüsch und Wald

ist,

Ufer zu zwei niedern dunkeln Rändern, die wie Hecken oder Zäune

schimmernde Strasse

eine

und Roth des Himmels

Auf der Wasserfläche

einfassen.

Goldschimmer

sich indessen der

mit

aus,

spiegelt,

und

dem

oft ist er

zu verfolgen, deren Boden mit Wasser bedeckt

Wenn

den Baumstämmen brechen.

werden und auch

die

Flut

meint, heit

und

farblos

von den

welche aber

liegt

wenn

müsste

im Uebrigen

man

in

Grund hinabsehen können. den Bäumen vor

dem Wasser

,

neue

lässt

tanzen,

in

und Tunkte,

an

wie

des

ein

sich

noch

mit

dunkler

Krystall

bemerklich,

den

ausgehen.

Schiffes

da.

und man

diesem Wasser bis auf den

tiefsten

Aber nun kommt der Mond

hinter

Silberflammen diesmal,

Irrlichter,

auf

kommt dann näher dem Schiffe herzieht,

das unter ihnen steht,

der Ferne in einen

und

nur

spiegelt

und verwandelt das Wellenspiel, das hinter Silbers

sich

düsterer

gerade ein Meteor vorüberschösse, das die Dunkel-

jetzt

aufhelle,

die

,

am Himmel

Farben

Seiten

der trüben Farbe macht

Nichts von

in

In diesen tanzt

mehr gegen den Horizont zusammenziehen, wird

sich

Wasserfläche

höheren Wellen, Die

die

Wälder

bis in die ist.

Glut gleich tausend Irrlichtern auf den Wellen

die

breitet

diese das tiefe Gelb

kochenden See

der Nähe in eine

Menge

geschmolzenen glühenden

silberner Kreise, Bogenlinien

und zu den

die sich beständig auflösen, neu entstehen

mannigfaltigsten Bildern verschlingen.

Diese Spiegelung

manch-

ist

mal dem Meerleuchten ähnlich, nur dass der eigentümliche Phosphor-

schimmer und das Leuchten von der Tiefe herauf eigenthümlich.

das trübe,

wieder

Wo

Gegen Morgen

halb durchscheinende

zum

Spiegel

Wellenschlag

ist,

eine gelbe Flüssigkeit sich, je

tritt die

zu

fehlt,

das diesem

natürliche Farbe des Flusses,

Gelb wieder hervor,

um

scheint es im Lichte der Frühsonne, als koche

über eine schimmernde Oberfläche auf, die

nach den wallenden Bewegungen, hebt, öffnet oder

Die Wälder

am

jedoch

werden, sobald die Sonne hervorkommt.

schliesst.

Ufer bleiben im Ganzen überall dieselben.

zelne Magnolien oder Lebenseichen sieht

man da und

Ein-

dort in den

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521

XIV. Fluss - Scenerien.

Feldern

oder vor

den Häusern

benden Formen, lichen,

schwarz-

schlanken, aufstre-

und dem grau-

breiten Verästelung

diese an der

In der Ferne ragen

Laubdache kenntlich.

kleinblätterigen

am

Jene sind

stehen.

grünen, dichten Laube und den unveränderlich

immer

häufig die bizarren Kronen der Cypressen, welche

dicht mit

Aber

Tillandsien behängt sind, über den Niederwald hervor.

dieser,

der vorwiegend aus Weiden und Espen und vereinzelten Sykomoren besteht,

bedeckt

allein

den Uferrand,

schwemmten Niederungen. Weiden sehr dicht und

Er

erreicht

meisten im Sumpfe wachsenden

und

Inseln

die

über-

die

durch die busehförmigen

erscheint

durch die Espen, welche wie die

Bäume

auffallend schlank

Aber doch

aufstreben, oft eine beträchtliche Höhe.

den Charakter eines jungen Waldes, weil

und gerade

verliert er nie

die einzelnen

Bäume und

Sträucher in der Feuchtigkeit und dem fetten Sumpfboden so dicht aufschiessen, dass wenige sich gehörig entfalten können.

Nur

die Syko-

moren wachsen durchgängig zu vollkommener Baumgestalt auf und beleben die Uferlandschaft mehr als

Aesten und

dem Gelbgrün

Es

jede verschieden gestaltet.

aber ihrer wenige sind,

andern mit ihren weissen

alle

Von ihnen

der jungen Blätter.

dass

die

ist

eine

dass die Aeste stark,

liegt diess darin,

Krone sehr durchsichtig

ist

und

die Tendenz vorherrscht, die Verästelung früh zu beginnen, so dass oft starke Aeste hart über der

und kerzengerade

Stamm über

der Wurzel

sich gabelt, dass

Im Ganzen

aufsteigen,

ist

man

in

Wurzel vom Stamme

während vier

ein anderes

sich

abzweigen

Mal der ganze

fünf Aeste ausstrahlt oder

oder

einen Zwillingsbaum vor sich zu haben glaubt.

indessen der Uferwald

niedrig

und weithin, wo

die

Weiden vorwalten, sogar gebüschartig.

Im

Gebiete

von

Louisiana sind

Niederungen

die

Mississippi angebaut oder tragen wenigstens fältigen

hier

Anbaues.

längs

des

Spuren einstigen sorg-

Zuckerrohr und Reis sind die Pflanzen, welche

gezogen werden

und hohe Erträge

liefern

Hier

sieht

man

dann und wann einen schlossartigen Bau und neben ihm unfehlbar ein einfaches, ist

fabrikartiges

Haus mit zwei hohen

Schloten.

Dieses

das sogenannte Zuckerhaus, wo das Rohr gepresst und der Saft

versotten wird, jenes

die Pflanzerwohnnng.

leben, das sie beherbergte, glich diese

In Pracht

manchem

und Wohl-

Fürstenschlosse der

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XIV.

Alten Welt

;

nun aber

1-luss-Sci'iH'rien.

entweder verlassen, oder

sie

ist

armte Leben, das übriggeblieben

um

Pupurkleid

fröhliches

,

einen

um

das ver-

ihre Pracht

schlottert

wie

Es

siechen Greisenleib.

ein ein-

ist

stimmiges Urtheil Aller, die das Land kennen, dass der Anblick der cultivirten Theile von Louisiana

Ufer ist,

seit

dem

und ganz besonders der Mississippi-

letzten Kriege fast das Gegentheil

was er war.

von

dem geworden

Früher war Louisiana der reichste und bestange-

baute Staat des Südens, und die Pflanzungen zogen sich wie endlose

Garten

am

und

Flusse

('analen hin.

Jetzt

seinen

Mündungsarmen und

zahlreichen

Landes

ein grosser Theil des

ist

der einstigen Sklaven,

Theil kann aus Mangel an Arbeitskräften gar nicht

die elendesten

Block- und Bretterhäuser,

selbst der

elende

Rindviehs,

das

Zustand der

man da und

Die Ueberschwenimung bedeckte,

denen die Schwarzen

in

am

Landebrücken, die halbzerrissen

Alles, selbst

landes

mehr angebaut

Uni die halbverfallenen Pflanzerwohnungen gruppiren sich

werden.

leben.

den Händen

in

und ein anderer

die es verwahrlosen lassen,

Dämme und

weite Flächen

Cultur-

einstigen

Elemente zu einem sehr trostlosen

diese

fasste

spricht von Verfall.

dort grasen sieht,

die jetzt

,

Ufer hangen,

Aermlichkeit des

die

Bilde zusammen.

Im

Vergleich mit dieser Culturruine waren die dünn bevölkerten

Uferstrecken von Arkansas, Mississippi und Tennessee, die sich fach noch liche

viel-

ganz im Naturzustande befinden, wahrlich sehr erquick-

Erscheinungen.

der Anblick

Selbst die rohesto

Natur

ist

erfreulicher

im besten Wachsthum halb getödteten

einer



wie er in Louisiana uns auf Schritt und Tritt entgegenstarrt.

Wenige Wochen vor

bama von Montgomery an

dieser Mississippi-Fahrt bis

war

ich

als

Cultur.

den Ala-

Mobile herabgefahren und auch diese

Uferlandschaft war im Grossen dieselbe, wie überall an den grossen Flüssen des Südens



herab stehender Wald

und dann und wann

vorwaltend dichter,

bis

zerstreute Blockhäuser

ein grösseres hölzernes

Wohn- oder Lagerhaus:

das Wasser war lehmgelb; eine weite Strecke

auf

einer,

dann auf der anderen

verlaufend wieder auf eine steile

Wand

an den Wasserrand

seltene Lichtungen,

,

Seite,

beiden Seiten

die an einem

.

fallt

auf beiden, dann

dann allmählich unmittelbar

Punkte 200

F.

in die

zum

Ebene

Flusse

ab.

Da

der

hoch wird.

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XIV. Fluss - Scenerieu.

Fluss an allen schien

aus seinen Ufern

flachen Stellen

ganze

die

Gegend

52.3

wilder als

viel

getreten war, er-

wohl

sie

normalen

in

Wasser und zahl-

Viele Felder standen unter

Zuständen sein wird.

reiche Blockhäuser hielten sich nur noch auf schmalen Inseln; ein-

Von

waren schon vom Wasser erreicht und verlassen.

zelne

solchen Insel

nahm unser Boot Rinder und Schweine

mehreren Tagen, auf deui

Ufer standen meistens

engen

tief

von aller Nahrung ange-

Fleck

und erhärmlieh

schnitten geleht hatten

einer

auf, die seit

Bäume am

Die

aussahen.

im Wasser und manc he rangen vor dem

Gewühl der Fluten, das um

sie

wirbelte, ihre Aeste wie verzweifelt,

wie Ertrinkende; einige waren entwurzelt und mit anderen zusammen-

Doch auch

gewirrt. fast

ästelungen,

die

Da

diess hatte sein Anziehendes.

überall verhüllt standen, brachten sie die

besonderen Formen

und Farben der Baumkronen

zu grösserer Geltung als in natürlicher Lage und

Am

Anlass. die

häufigsten

amerikanische

die

kühne Linien

das

in

und hervorragendsten war

Platane,

fleckten Aesten,

zeichnen.

mit

weissen,

ihren

summt den Zweigen lichte,

des Astwerks die

Sykomore, grau ge-

spärlich

weit ausgreifend

manche

graulichgrüne Laubwerk dieses

Baumes



Die Uferscenerie ändert sich, wenn fahrt,

gaben zu man-

über die unterscheidenden Merkmale

cherlei Studien

Stämme

die

eigentümlichen Ver-

man den

Mississippi herauf-

abgesehen von der sehr verschiedenen Bodengestaltung der

beiden Flussthäler. erheblich, sobald wir in den Ohio-Fluss einbiegen.

Schon auf der Missouri-Seite des Mississippi erhöhte

sich das Ufer

auf weite Strecken und erschien ausgedehnter angebaut und dichter

bewohnt

irgend einem anderen südlicheren Theile, das untere

als in

Louisiana allein

ausgenommen.

des Thalbodens,

der selbst

jetzt,

Hier aber bei

wird lückenlose Cultur

Hochwasser,

sechs bis zehn Fuss über den Fluss sich erhebt, verdrängt, je

höher wir im

Flusse

durchschnittlich die Begel

gelangen, das

helle

und

es

Grün der

Weizenfelder und das dunklere des Hafers. Obstgärten, die in voller

Blüthe stehen und die im Allgemeinen gut gehaltenen Ansiedelungen, Dörfer und Städtchen den Xiederungswald, der im Mississippi-Thale

wo der Strom durch

fast

unumschränkt herrschte.

eine

Biegung sich zum See abzuschliessen scheint, rings im Umkreis

Ocfters hat man,

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XIV. Fluss -Scenerien.

594

einige Dörfer, wohl auch ein Städtehen

am

Ufer,

und

überall Felder

und Gärton zwischen dem Fluss und den schon lange nicht mehr in

natürlicher

Am

Dichtigkeit

bewaldeten Hügeln der Thalumrandung.

Abend, wenn der Strom, der glatt wie ein Spiegel

fliesst,

der Mississippi

ruhiger als

viel

und das ganze Bild

einer gewissen

in

man

milden Stimmung und halb verschleiert daliegt, kann die

Weser oder an den Neckar was

mehr

sich

an

Sobald aber das

versetzt denken.

und

sich

mit Sumpfwald bedeckt, oder sobald die Hügel unmittelbar an

das

Ufer,

freilich

nicht

oft

der Fall,

niedrig wird

Wasser herantreten, so dass keine Thalebene übrig

Täuschung verschwinden, denn man sich

muss die

bleibt,

sieht alsbald, dass die

Bevölkerung

doch nur erst die bequemsten Stellen zur Urbarmachung und

zum Wohnen ausgesucht

Dämme

durch

oder,

handen,

ja,

während Dörfer

hat.

geschützt,

in

in

höheren Lagen,

den Niederungen gar nicht vor-

auf den einladend flachen Bergkämmen und Vorsprüngen

der Thalabhänge selbst einzelne Häuser ganz selten sind. seits

wir

ist

aber der Schiffsverkehr stärker als auf

dem

Anderer-

Mississippi;

begegnen besonders zahlreichen Flachboten mit Kohlen,

flussabwärts und

wärts gehen.

Kohlenbote liegen manchmal zu Hunderten

am Ufer. Passagierdampfern, kommend Reihen

paarweis

der Windungen,

die

anderen mit Eisenerz aus Missouri, welche auf-

und

Grossen

kleinen

oder gehend, begegnen

in langen

und

Fracht-;

wir

in

jeder

welche den Fluss in eine Kette abgeschlossener

Bilder zerlegen, und einen oder mehrere finden wir an der Lände jedes Städtchens, das wir vorüberfahren.

Die flachhügeligen Ufer dieses Flusses wirken nach der Einwahrhaft erfrischend.

tönigkeit des unteren Mississippi-Thaies

sind zwar in keiner Weise bedeutend,

Sie

aber es sind doch nicht die

ewigen endlosen drei Parallellinien des Wasserspiegels, Uferrandes

und Gebüsches; wie Schluchten,

niedrig die Berge, es sind doch Thäler, selbst

auch dunkle Höhleneingänge vorhanden,

in

denen wir

und Jenes wenigstens vermuthen können, wogegen schon

eine

kühne Phantasie dazu gehört, das Mississippi-Thal über seine

be-

Diess

buschten Uferränder hinaus nach

sumpfigen Scenen vor Augen haben.

anderen

zu verfolgen, wie wir In

dieser Hinsicht

ist

als

sie

flachen,

niedrigen,

unaufhörlich daselbst

es mit nicht sehr gross-

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XV. Die Grossen

Landschaften wie mit Gesichtern:

artigen

durch das, was

sie

ahnen

525

Seen.

um

lassen, sind

reizen

sie

am

meisten

so interessanter, je

mehr

unsere Phantasie durch ihre Züge angeregt wird, an ihnen zu deuten,

auszumalen, zu ergänzen, zu verfolgen.

Tannenwaldes über eine noch so

eines

Thal an, über dessen Abhang

sie ein

Wenn flache

sie sich

die obersten Wipfel

Höhe

ragen,

erheben, dessen

deuten

Grund

wir mit Bächen, Wiesen, Aeckorn, freundlichen, heimlich abgeschie-

denen Wohnstätteu beleben können; so

ist

es,

wenn

ein

Bergvor-

sprung ein Thal verbirgt, dass wir nur einen flüchtigen Einblick im Vorüberfahren gewinnen, wenn eine Strasse oder gar eine Eisenbahn in

das Land hinter den Uferhöhen führt oder wenn ein Kirchthunu

über dieselben vorragt. schaft

zum Glück

Hier fehlt es in der freundlichen Uferland-

nirgends an Material zu erwünschtester Ausfüllung

des Hintergrundes.

Am

eindrücklichsten wird

Belebung der Ufer sowohl der beiden grossen Städte.

die

Umgebung

Beide liegen an Stellen, wo der Fluss

Biegungen macht, ziehen sich mit langen, schmalen Vor-

scharfe

am

städten liegen

aber natürlich

als des Flusses selbst in der

Ufer hin, haben bedeutende Orte auch jenseit des Flusses

und sind lange ehe man

und weithin

sie erreicht

sichtbaren, imposanten

erstaunlich kühnen

an dichten Rauchwolken

Brücken kenntlich,

die sich mit

Bogen über den Fluss spannen.

XV. Die Grossen Seen. „Dieser See gleicht

dem Meere; man

noch seine Ufer", schreibt der

erste

vom Michigan-See.

P. Hennepin

1

Worten

Natur der fünf Grossen Seen

die

),

sieht

weder seinen Boden

Entdecker der Grossen Seen,

Er zeichnet mit in

diesen einfachen

ihrem hervortretendsten

Charakterzug, welcher eben die Meerähnlichkeit

ist.

Diese Wasser-

becken, deren kleinstem Europa nur einen einzigen seiner grössten

Seen an die Seite stellen kann, sind

1)

in

der That ebensoviel kleine

Nouv. ctecouverte (Tun tres grand pays 16D7. 55.

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XV. Die Grossen

52*i

Seen.

Meere, auf deren jedem es zahlreiche Punkte

man

mehr

nichts

und

Wasserfläche

als

ttm denen aus

gibt,

Firmament

Sie

erblickt.

haben ihre Archipele, ihre Klippen, ihre Dünen, ihre Stürme und wie das Meer; ihr süsses Wasser und

Gefahren, auch ihre Rüth sei ihr

minder reiches Thierleben allein erinnern daran, dass

sie

zu

Meeresgrösse ausgebreitete Landseen sind. Meerähnlichkeit

Diese

ein

ist

Thema, das

Von dem

schreiber der Seeregion variiren.

Owen: „Dem Oberen See

sten sagt D. D.

alle

neueren

Be-

westlichsten und ober-

ist

zu Zeiten nicht bloss

bewegliche Mannigfaltigkeit, sondern auch die Erhabenheit des

die

Oceans eigen.

Bei Windstille liegen seine kühlblauen durchscheinen-

Wasser unbeweglich

den

wie

verglast

,

irgend

ein

abge-

kleiner

schlossener Landsee und spiegeln mit vollkommener Treue die Land-

welche umgekehrt

schaft wieder,

dieser Teich

kämme

vom Sturm bewegt

in

ihrer Tiefe

liegt.

Aber wenn

schrecken die weissen Schaum-

ist.

seiner Wellen nicht bloss das leichte Hindencanoe, das noch

vielfach in jenen

und Dampfer,

Gegenden im Gebrauch

dass sie

in

irgend

Wie vom Meeresufer

ist.

sondern auch Schooner

einer geschützten

Bucht Schutz

man zu solcher Zeit Fahrzeuge aller Art. bald vor dem Winde getrieben, bald gegen den Sturm kämpfend, ihren Weg nach dem beliebtesten Schutzhafen, dem von Madeline Island suchen*)." Franz v. Löher schreibt von dem Ufer des Michigan -Sees bei Chicago: r Es war da alles wie suchen.

am

Das Gewässer breitete

Meere.

rollten

sieht

und peitschten

sich

mit

Ende des Hafendamines stand

sich aus unabsehbar, die

dem

ein

Leuchthurm

am

Seerande

Bausen schwieg der Sturm, dann

sammen und der See

Am

zur Seite streckte

fuhren

ebbete Treibholz. fielen

und wieder

1)

S. o.

2)

I).

ein

kurzen

In

Wellen sogleich zu-

die

leuchtete weitauf in grünblauem Glänze.

Sturm und Wolken wieder darüber

Wasserfläche blieb dunkel überhangen und hin

,

Wellen

Ungestüm.

sandiges Ufer, darauf lag im Sande hall» vergraben ein

sich odes,

zertrümmertes Boot,

aber

zierlichsten

Segel

man

daraus hervortreten

her.

die

sah wenig

und

die

Bald

wogende

mehr

als

zahllosen

S. 250.

Owen, Rep. Wisconsin 1852. XXXIII.

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vjOOQIC

XV. Die Grossen

Möven, welche

um

den Leuchthurm

dem

Geschrei vermischten mit 1

Wellen

527

Seen.

ihr

trauriges

).«

Die

Annäherung an das Südende des

Gegend des Joseph's

weithin

in

Michigan von

L.

her beschreiht Kcating

It.

„Der Wald, den wir durchschritten, bestand deren

und

flatterten

einförmigen Kracken und Seufzen der

fast

ganz aus Huchem

Richtungen an der Oberfläche

allen

Wurzeln unseren Pferden sehr beschwerlich

der

folgendermassen

)

fielen.

erstreckte

Höhere

Stellen

waren dicht bedeckt mit der aromatischen Gauitheria, deren zahlmit ihr kam die WhortleAn diesem Tage sahen wir die

reiche Früchte in voller Keife sich befanden

Beere

Blüthe stand.

vor, die in voller

ersten Weissföhren (l\ strobus)

Baum

und an einigen Punkten wurde dieser

Nachdem

schon häufig.

;

wir eine Zeitlang

dem Bache

gefolgt

waren, der von den Franzosen Riviere du Chemin genannt wird,

ab und

bogen wir südlich

20

kamen zu einem Sandhügel von etwa

Der Nebel, der hinter ihm

Höhe.

F.

aufstieg

und die Kühle

der Luft verkündigten die Nähe des Sees, an dessen Ufer wir plötzlich

standen,

als

um

wir

den Fuss dieses Hügels gebogen waren.

Aus den

Die Landschaft erfahrt hier eine plötzliche Uniwandelung. tiefen,

ebenen,

einförmigen Prärien,

wir in den letzten Tagen,

die

dem sumpfigen Buchenwalde (Beech-Swamp), den

(»der

letzten

wir in den

Stunden durchwandert hatten, glaubten wir uns an das Ufer

Wir befanden uns am Südende des Sees und

des Oceans versetzt.

war unbegrenzt

der Blick nach Norden

;

man

sah

hier nichts als

die grossartige, oceangleiche Wasserfläche, die an diesem Tage, von

keinem Hauche bewegt, wie ein Spiegel von Eis dalag.

Im Süden

dagegen war der Bliek

KH> Yards

durch

einige

in

Sandhügel

Stellen aber wohl bis bei unserer ersten

einer Entfernung von wenigen

beschränkt,

30 m.

die

sich erhoben.

0—12

m.,

an

einigen

Der Nebel, der den See

Annäherung bedeckte, verschwand bald und

die

Sonne, welche nun den Wasserspiegel und die Sandhttgel bestrahlte,

war wahrhaft ermüdend

„Indem wir

1)

Land und Leute

2) Long's

für das

in südwestlicher

Exp.

in

ungewohnte Auge. u

Und

weiterhin:

Richtung längs des Ufers fortschritten,

der alten und neuen Welt 1858.

to St. Peters R.

I.

III.

258.

157.

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Google

528

XV. Die Grossen Seen.

fühlten wir uns beständig an die Küste des Atlantischen Oeeans in

New Jersey erinnert. Die wellenförmigen Sandhügel Kämmen mit buschigen Föhren bewachsen, während zugewandte Seite

völlig

Hügeln, welches

man vom Ufer

kahl

ist.

Das

Land

flache

her nicht erblickt,

sind die

an den

dem

See

hinter diesen ist

mit einem

Wald von Weissföhren, Eichen, Buchen, Hopfenbuchen u. a. bedeckt. Im Osten und Westen von uns bog ein schmaler zusammen-

lichten

um und

hängender Ufersaum langsam nach Norden zwischen See und Hügelzug,

war, eingerahmt

was das Auge erreichen konnte 1 )."

vom Südende: „Die Landschaft um Chicago

Derselbe Reisende sagt

wenig von den Zügen, auf denen das Auge des Reisenden

bietet

mit Behagen verweilt.

Es

Die grosse Wasserfläche belebt durch

nicht

alles,

zu

ist

öde,

ist

schwellende

viel

Einförmigkeit in der Scenerie.

nicht unterbrochen

und

Segel

durch Inseln,

ermüdende Ein-

ihre

tönigkeit wird noch vermehrt durch das ebenso unbelebte Bild des

Landes, das

dem

Blick

keinen Ruhepunkt bietet, indem

es bloss

aus Prärie besteht, in welcher wenige magere, struppige Wäldchen hier

und dort

2

zerstreut sind )."

Eine grössere Mannigfaltigkeit der Uferscenerie

lässt diese allen

gemeinsame Meerähnlichkeit doch nicht immer so einförmig werden. Bald in Felsen-, bald

in Dünengestalt zieht sich das

Land an den See

heran und streckt seine Zungen und Klippen in denselben hinein es sorgt dafür, dass jene Illusion nicht allzu täuschend werde.

Im

Gegensatz zu den eben geschilderten Flachufern des Michigan-Sees ist

besonders das Süd- und Südwestufer des Oberen Sees reich an

Die niauerartig geschichteten Sandsteine

den malerischsten Klippen.

der steilen Uferumrandung sind hier in allen denkbaren Formen von

den Wellen durchbrochen.

J.

von 200 Yards allein mehr

G. Norwood zählte auf einer Strecke

50 Felsenpforten, meist

als

die auf ihren Quadersäulen täuschend wie künstliche 1)

Vom

licher Gestade

Michigan - See schreibt auch F. inuss

man auf

diesen

Wisconsin -I'fer zeigt sich meist nur wir näher

An

kamen, erhob

einigen Stellen

mag

es

grossen

v.

Löher:

Seen

als ein ferner

sich meistens

A.

a.

0.

L

„Auf Ansichten

herr-

verzichten.

Das

freilich

dunkler Streifen; auch wenn

nur wenige Fuss über dem Wasser.

eB bis fünfzig Fuss hoch steigen, aber

sandige Abdachung bis weit in den See hinein." (A. 2)

spitzbogig,

Bauwerke aus-

a.

O.

III.

immer geht

seine

201.)

104.

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Google

XVI.

Tiefe Höhlen sind hinter ihnen in die Felsen gegraben und

sahen.

manche stützen

auf zahlreiche Säulen, mit denen

sich

Grotten von Elephantine erinnern.

und Karniese sie

629

Niagara.

man

sieht

— 40

20

auf diesen Bogen auf,

Pittoreskes

an die

beständig, aber Säulenbasen sind selten, weil

im Wasser stehen.

majestätische

sie

„Vollständige Architrave, Friese

fast

in

bauen sich mächtig

F. Sandstein

und tragen

horizontalen Schichten,

Waldbäume, welche der ganzen Scene etwas

Im Fernblick

verleihen')."

tritt

grossartig

Zug

dieser

natürlich

dem Bild, das man von den Hügeln am Südrande gewinnt. „Wenn man von den höchsten Gipfeln der Penokie Range gegen den See hin blickt, sieht man vor sich ein flaches Feld viel

weniger hervor

so in

;

liegen, das dicht mit

Nadelholz bewachsen

erscheint der

ist; jenseits

Spiegel des Sees, die niederen Apostle Islands, welche ursprünglich

derselben Ebene angehörten, von der

sie

im See liegen gebliebenes Stück darstellen

verschwommen

sich sehr

zwischen Chegwomigon Bay und Brule ").

bei

man

Drifthiigel in

den See

Niagara.

man von diesem grossartigen Schauspiel dem Erie-See, welcher 180 m. über dem

dass aus

ist,

Meere

der Niagara erst langsam,

liegt,

schlag gegen den Abgrund zu in zwei

eine Insel

Arme

Das Thal,

in

fliesst

dann mit laschem

umgebenden Landes

getheilt wird,

mit denen er

das der Niagara stürzt,

und

lässt in

liegt.

W eilen

-

und hart vor demselben durch

ist

der Hochebene, so dass der Wasserfall also unter

flach

die

Detour

Allgemeinste, was

sagen kann,

stürzt.

sieht II.

u

XVI. Das

Weit im Norden zeichnen

:

die Umrisse der Hügel des anderen Ufers

an den Horizont, und im Nordwesten

vorspringen

ein zufällig nicht erodirtes,

in

die Tiefe

eine Schlucht in

dem Niveau

Die Gegend rings umher

ist

des

vorwiegend

Nichts die Nähe einer so gewaltigen Erscheinung

vermuthen. 1) J.

2) D.

G. 1).

Norwood

Owen

Ratzel, Amerika.

I.

a.

iu

Geol. Rep. Wisconsin 1852. 208.

a.

0. i'M.

34

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Google

XVI

530

Am

l'fer

Niagara

dos

Niapara

hart

liegt

anter den

auf der

Fällen

amerikanischen Seite das Dorf Niagara Falls, auf der canadischen

Nähert man sich den dem Dorfe Niagara Falls her, also von der amerikanischen Seite des Flusses, so bekommt man zuerst den sogenannten amerikanischen Fall zu Gesichte, welcher linker Hand erscheint, wenn man auf die Brücke zugeht, und da dieser Fall, sowohl was die Wassermasse als die Form betrifft, in der sie in die Tiefe stürzt, bedeutend hinter dem sogenannten canadischen Falle zurücksteht, pflegt dieser fragmentarische Anblick zu enttäuschen. Man geht weiter, um auch Clifton,

und beide verbindet eine Hängebrücke.

Fällen von

den canadischen Fall

den Gesichtskreis zu bringen, und gewinnt

in

die erste Ansicht desselben von der Mitte der

Hängebrücke, wo er

aber noch etwa eine Viertelstunde von unserem Standpunkt entfernt ist

und wo der amerikanische wie

ist,

es

Fall nicht so vollständig zu übersehen

im Interesse des Gesammtbildes

stellt sich

eine

als

das

,

Aus

allem gewinnen möchte, zu wünschen wäre.

man doch

der canadische Fall fast so einfach wie der amerikanische,

enorme

allerdings

Wassermasse

dar,

über eine

welche

ziemlich ungebrochen, von Ufer zu Ufer querüberlaufende

ohne Cascaden und dergleichen ist

wahrscheinlich

aber

breiter,

ihn die Meisten erwartet haben,

erhabenen Dingen,

in

niemals aber

können,

bleibt

hier

der Kahlheit der

eine

bei

weitem

nicht

profaner Gebäulichkeiten

nadischen Seite hart an

zwar sehr

im Kreis

eine

oft

Schaden

Enttäuschung nicht

Er-

ertragen

aus,

welche

die in Gestalt von Wirtbshäusern. Kauf-

,

und dergleichen besonders auf der

ca-

den Fluss und seinen Fall herantritt,

bei

entsprechender Stimmung weitere Nahrung finden kann. des

Er wie

höchstens bebuschten Ufer und in der Masse

läden. I'hotographcnbuden

feuer

hoch,

so

und da unsere Vorstellungen von

Verbreiterung ohne zweite

eine

Felsbank

beträchtliche Tiefe stürzt.

besonders der Natur,

höhung,

in

vor

dieser Entfernung

um

die Sache

Das Fege-

Herumgehens. des stückweisen

Sehens und langsamen Herankommens

ist

aber nun

überstanden,

denn jenseit der Brücke angekommen, geht man auf der welche auf der canadischen Seite

den canadischen Fall zu

,

wobei

Strasse,

am Flusse hinführt, direkt auf man den amerikanischen in voller

Front zur linken Hand hat.

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XVI.

Aber

an den Rand

des Wassers

681

den für ein solches Schauspiel un-

Zeit,

erhöhten Standpunkt

günstigsten bis

auch

ps ist jetzt

Niagara.

aufzugeben

Stromes aus der Nähe empfunden und das der richtigen Weise,

Weg

volle Bild des Falles in

einem Fährhause, Canadian Kerry,

zu

Boote haben kann,

um

in die

l fer hinüberzurudern.

Dieser

punkte und von dem Platze

hier

fehlt

Fall führt

wo man

hinab,

Brandung hinein- oder zum anderen

Weg vor

beste Gesammtansicht beider Fälle

Es

Gewalt des

Auf halbem Wege zwischen der Brücke und dem

kann. ein

womöglich

die

von unten nach oben ermessen werden

h.

d.

und

wo

hinabzusteigen,

bietet mit die besten Aussichts-

dem Fährhause schien mir die und ihrer Umgebung zu gewinnen.

auch das unverschämte Kutscher- und Führerpack,

steht nur ein wackeliges Tischchen, mit weissem

Handtuch gedeckt,

vor der Thür, auf welchem ein paar Tropfsteine, merkwürdige Ver-

Kram

witterungen. Alabasterkreuzeheu und anderer

Aber

es

kümmert

sich weiter

ausgebreitet

froh

und auf

eine

sich in aller Stille in das Felsengewirr schleichen

ist,

ist.

Niemand um den Fremdling, der

können, auf der er die beiden Fälle gerade

Platte hinstrecken zu

vor Augen hat Hier

Füssen den

also zu

ich

hatte

reissenden Strom, der an

diesem Punkte bereits aus dem milchigen Schaume,

vom Fuss

des Falles weggeflossen, wieder

geworden

ist

und

;

brandende Bewegung macht

die

als

welcher er

klaren grünen Spiegel

als solcher verhältnissraässig ruhig,

rasch vorbeilliesst in

zum

aber ungemein sich

nur noch

den Kreisen und Wirbeln bemerklich, welche, mit jedem Augen-

blick wechselnd streit der

stürzt

der

bildet.

Es

,

grüne Fläche

die

Bewegungen

Arm ist

des Niagara

bedecken und heftigen Widerandeuten.

Tiefe

Gerade gegenüber

der den amerikanischen Fall

herab,

das einfachste Bild einer enormen stürzenden Wasscr-

masse; 350 m.

daherkommend, biegt

breit

sie

sich über die

Kante

welche hier wie eine einfache, ungebrochene Linie

des Abgrundes, erscheint,

der

in

dann

zerstäubt

sofort

an

verschiedenen

Unebenheiten,

ohne eigentliche Cascaden von einiger Bedeutung zu bilden, lallt

in

einer

Schaummassen nisse findet,

Reihe

breiter,

in die

da

sie

Tiefe,

sich

gleichmässiger

wo

fast

sie

sofort

,

und

zusammenhangender

offenbar keine grossen Hinderin

die grünen, klaren

34*

Massen

XVI. Niagara.

des hoher

vom canadisehen

herabkommenden,

Fall

grün gewordenen Stromes

sichtig

von geringer Höhe erzeugt.

hier längst durch-

auch nur eine Staubwolke

auflöst,

Durch einen schmalen

Felspfeiler

von diesem Falle ein minder bedeutender getrennt, welcher

herabkommt, dessen Breite aber kaum

selben einfachen Weise

amerikanischen Falles betragen

des

Achtel

die Felseninsel Goats Island

(Ziegeninsel),

ein

Dann kommt

dürfte.

den vor

welche gleich

liegenden Sister Islands (Schwcsterinscln) mit einem Dickicht von

ihr

Fichten

Schierlingsüiiinen,

und Lebensbäumen bewachsen

kehrt uns ihren steileren Abfall zu, welcher fast

während

geht,

ihre Rückseite, sowie

den beiden Armen des Niagaia

bis

ehe diese sich in die Tiefe stürzen. grossen

eines

Felsenpilasters

Abgrundes gelehnt über

die

blöcke,

und

ist,

breiter

sich

des

und der hoch genug

um

dieselben

in

wie

sind,

auf ihnen

zerstäubt

nur ein kleiner Zwischenraum von

scheidet

canadischen

Fall,

der über eine

hufeisenförmig ein-

(daher sein

Name Horseshoe

der amerikanische

(er ist fast b'UO

fällt

trotz der Breite wasserreicher steht

dem

Wand

die

Masse kleiner Schaumbäche über und zwischen

Ihn

weg.

grossen

sagt,

fällt,

den Gipfel

sie als

an

der

ein schmälerer Fall herab; er fallt auf grosse Fels-

gebogene Felswand lich

,

Jenseits dieser tanueubewachseuen Felswand

theilen.

stürzt mit einer

dem

die Schwesterinseiii, von

Man kann

bezeicluien

den der Niagara

in

Sie

ist.

die Tiefe

in

zum Rande umflossen werden,

an seinem Fusse angehäuft

die

denselben

auch

m.

C>0

Wassermassen des Fl^scs hervorragt,

Arme zu kommt wieder

zwei

in

ist

in der-

einfachsten Typus

mannigfaltig,

eines

dramatisch,

zwar auch dieser Wasserfalles wild,

viel

pittoresk

Erheb-

Fall).

m. breit) und Fall,

zu

zu

wie ge-

nahe,

sein,

um

bietet

aber doch wenigstens an Einer Stelle etwas, das die Einförmigkeit des brüllenden, unterbricht.

schneeweissen Hinabschäumens in

An einem

l'unkte

ist

die

günstiger Weise

Wassermasse so gross und

gleichzeitig wahrscheinlich die Felsbank so geglättet, dass jene sich

wie ein grüner GlasHuss ohne ein Bläschen oder ein Sprühen herüberbiegt.

Wie

spielen

dann an diesem hellgrünen, klaren, schön ge-

bogenen Spiegel die Schaumstieifen hinauf, sobald er senkrecht zu fallen beginnt;

seiner

welches

Oberfläche,

Lichterspiel

ehe er

sich

in

und welche Bewegung die

erst

rieselnden

ist

auf

und bald

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XVI. Niagara.

533

prasselnden

und brüllenden Schaumsäulen

Kern

soleheu Säule,

einer

die

von

sich

wie oft

auflöst;

bereits

Schaum, während die Hülle noch klar und grün wie

fluss!

Und

wie unzähliges Einzelne

dem

in

ist

Augenblick zu Augenblick anders geworden!

ich

lässt

amerikanischen

des

ein Glas-

Selbst das eigentliche

sowohl

als

Falles

so sagen kann,

unzählige

ja

Das Herabbiegen der Wassermassen über

Variationen zu.

bank, ihr Zerstäuben, sobald

sie

der

grossen Bilde von

Wesen der Bewegungen, der Grundton. wenn dieses

ist

der klaren Masse ablöst,

die Fels-

senkrecht zu fallen beginnen und

den Zusammenhang verlieren, das Beisammenblciben einzelner Wellen (wiewohl in Staub

Wellen

in

sprühend

oft

und der lockere Zusammenhalt

aufgelöst)

den Schaumsäulen oder Strehnen, meist

hinausflattern,

mit merklicher Concentration

Man

wie

.

tritt

man



das sind

alles

und

neben

nur allgemeine sucht.

aber vor die Sache selber hin und sieht diese Formen

alsbald in tausend Erscheinungen entfaltet.

Gerade das

uns in die Betrachtung eines solchen reichen Bildes so so an es fesselt,

dass wir

nicht

loskommen können

schöpfliche Keichthum. in den die im

gungen.

wohl

regelmässig

dem Gedächtniss einzuprägen

eben

sie

aber ziemlich

dieser

sie

der Staubmassen nach unten,

und über einander herabfallen

Formen

aus denen

Farben, Töne

Grunde

auseinandergehen.

etc.

so

ist

es ja,

was

tief versenkt,



der uner-

einfachen

Bewe-

Die Einfachheit der

Erscheinung beschränkt uns wohlthuend. während ihr innerer Reich-

thum spannt und während

nicht

ermüden

lässt.

die Variationen uns in diesem

Der Grundton

Träumen

schläfert ein.

so hellsehend

und

schöpferisch finden, wie selten beim verständigsten Wachen.

Dass indessen trotz

all

dieser

im Einzelnen bedeutenden Ein-

drücke das Gesammtbild der Fälle wenig den Ideen von Grossartigkeit entspricht, die wir

dem

mit

wasserreichsten Katarakt der Erde

verbinden, bleibt nichtsdestoweniger wahr.

Sache in der Erde flach es

auch

ist,

steckt,

auf

sie

dass

Schon dass die ganze

man vom umgebenden Lande,

der Fall getheilt und im Verhältniss zur Höhe sehr breit die

Bild für

Gebirgsumgebung

umrahmen den,

der

fehlt,

ist,

dass

welche den Schall verstärken und das

könnte, wirkt in derselben Richtung.

die

wie

herabschaut, schadet ihrer Wirkung; dass

grossartige

Erscheinung würdigen

Es sind das will,

freilich

XVI. Niagara.

Man muss nur den

keine unübersteiglicben Hindernisse.

um

studiren,

wohl sagen

Uber dieselben wegzukommen; dass

,

die Niagarafälle

denn wenn

wollen; sein will,

um

selbst

eine

kann man

so fern

in

sehr gute Schule

für alle

von der ästhetischen Seite her nähern

welche sich der Natur

sind,

Gesichts-

über den ersten Eindruck hinausgeben. Einzelnes

kreis erweitern,

so grossartige Erscheinung studirt

eine

Grösse empfunden zu werden, wie

in ihrer vollen

Täuschung und Selbsttäuschung muss dann

der

in

viel

landläufigen

Schwelgerei in Naturschönheiten geringerer Art sich verbergen!

Indem der

erste

Eindruck der Niagarafalle einiger Elemente

von unmittelbar wirkender Grossartigkeit und Schönheit ermangelt

und daher unsere Erwartungen täuscht

1

),

bis

zu einem gewissen Grade ent-

sehen wir uns darauf angewiesen, diese Lücken durch ein

aufmerksameres Studium auszufüllen,

als wir sonst

zu widmen pflegen.

ins Einzelne

Wir gehen mehr

den Rahmen zu erweitern,

Umgebung

solchen Bildern

und suchen auch

Manches aus der näheren uud ferneren

hineinzuziehen, das geeignet sein möchte, die Vorstellungen,

die wir von der Grösse

und der Macht der Erscheinung hegen, der

Wahrheit näher zu bringen und gleichzeitig zu verstärken und zu Diese

vertiefen.

kehren

Methode

verfehlt

von jeder Abschweifung

digung und

nicht

ihre

Wirkung

uud wir

Wür-

mit grösserer Fähigkeit der

ungeheuchelten Bewunderung

zum Mittelpunkt

zurück.

Schon wenn man den Fluss eine kurze Strecke über den hinaus verfolgt,

sei

Scenen, welche das

oder thalabwärts, gelangt

es thalauf-

Wesen desselben

erläutern,

wenn

Fall

man

zu

ich so sagen

kann, und dadurch den an sich offenbar ungenügenden ersten Ein-

druck vertiefen. verengt und

Die Stelle,

gedrängten Wassermassen (

wo

sich

der See oberhalb des Falles

mit immer wachsender Schnelligkeit seine zusammen-

über

einige

breite,

flache

Stufen

weg

welche nur durch eine Reihe quei laufender, zurückstürzender Schaum-

1)

„Dieser Wasserfall hat einen

entschiedenen

Zug von Weichheit, wem)

wir diesen Ausdruck pehrauchen dürfen, der seine Grossartigkeit in ganz eigen-

tümlicher Weise

sänftigt.

Wir entdecken, seitdem wir

in

die

Geheimnisse

dieses grossen Schauspiels eindringen, einen anderen Charakter, als der sich zuerst res»iue

an unsere Sinne drängte"

J.

F. Coojier

(In

Homehuok

ist,

der

of the Pietu-

">»>V

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XVI.

dem Abgrunde

wellen angedeutet sind)

535

Niagara.

zuführt,

und ferner

die so-

genannten Whirlpool Rapide, welche der Fluss ungefähr eine halbe deutsche Meile unterhalb des Falles bei plötzlicher Verengung des

kaum weniger

Felsenbettes erzeugt, sind in ihrer Art

und verdienen

der Fall selbst

grossartig als

integrirende Bestandteile des-

als

selben grössere Beachtung, als ihnen von der Mehrzahl der Besucher

und Besch reiber masse

,

Es

gezollt wird.

welche die Fälle bildet,

und dadurch natürlich

ja dieselbe gewaltige Wasser-

ist

nur

andere

in

Umgebung

anderen Formen sich bewegend.

in

gefasst

Von den

sogenannten Schwesterinseln, drei Eilanden, welche hart oberhalb des Hauptfalles sich in den Fluss oder vielmehr den nur erst halb

gewordenen See hineinziehen, schweift der Blick

flussartig

W asser,

über das herabkommendc braust,

andererseits

bis

an den oberen Rand des Falles,

Donnern schon klar vernehmlich lich

nur Felsplatten sind,

dem Nähe

Wasserspiegel

die

nicht

mehr

hart

da

hat,

zu

dessen

diese Inseln eigent-

als ein

paar Fuss über

Füssen in wirksamster

das Wasser durch die Beschleunigung

in die

seines Laufes bei gleichzeitiger

Verengung und

Draussen

des Bettes aufschwillt.

und

ist,

hervorragen,

Brandung,

die

einerseits

das mehrere Meilen breit heran-

am

felsiger

Unebenheit

Horizont zieht die

fernsten

Linie des breiten Flusses noch ungebrochen von Ufer zu Ufer, aber

nur ein schmales Stück herwärts grüne Spiegel schon

durch

ist

da und dort zu weissen Spitzen und

Schaum aber Sonne.

freilich

wellenlos,

immer

Kämmen aufbäumen,

die

deren

schneller zerfliesst als Schnee vor der

Plötzlich reihen sie sich zu einer beständigen Schaumlinie,

die fast den ganzen Fluss 411er durchzieht,

sigen Bette andeutend;

indem

folgen; das Wasser,

über diese Hindernisse wegstürzt,

Lücken und staut

schäumend

sich bald zu

aufspritzen.

eine Stufe in

dem

fel-

mehrere solche Querlinien, einige an den

Seiten, andere in der Mitte, kürzer, aber erste,

dann beginnt der

getrübt zu werden,

kleine Wellen

zum

Theil stärker als die

es mit grösserer Geschwindigkeit lässt in

den Zwischenräumen bald

höheren Wellen, die wie eine Brandung

So kommt gerade

in

dem

Augenblick,

wo

durch Abschüssigkeit und Verengung des Bettes der Strom immer rascheren

Fall

erlangt,

welche im Verein mit

eine

dem

Unregelmässigkeit

in

Conflikt der ungleichen

sein

Fliessen,

Bewegungen am

53«

XVI.

Rande und

in

den

welche

Schaum

Kämme

Niagara

der Mitte eine Art von fliessender Brandung erzeugt,

ganzen Fluss

schneeweissc,

unter

tief

rollende,

vor-

bald in hochaufthürraende 'Wellen

,

Oberfläche in eine

die

vou

und rückstürzende, bald

in

bald in umherspritzen-

,

den Gischt zerwühlte Masse umwandelt.

Als

solche

gelangt

sie

an den Rand des Abgrundes und wird zum Theil erst im Hinab-

wo an einzelnen

stürzen wieder klar,

Grün

Stellen das durchsichtige

des Seewassers schon prächtig hervortritt.

Dasselbe

Schauspiel

nur

,

wilder

viel

Auch

genannten Whirlpool Rapids.

wiederholt sich in den

,

hier

die

brüllende

wildeste,

Brandung, von einem unbeschreiblich hastigen Strömen

fortgerissen.

Der Schaum, den eine Welle aufgeworfen, schwebt noch

wenn schon

Luft,

über

eine neue

sie

in

Und

aufgesprüht sind, mit denen sich jene im Herabfallen mischen. dabei braust diese Brandung, welche

man

nicht unzutreffend einen

horizontalen Wasserfall nennen könnte, durch ein enges Bett

hoher Felsen,

in

denen

sie

oder vom Strom hergerollt sind in dieser

Scene

das

reissende

Wurzel

fasst

Strömen,

und

ganze Brandung

um

sie

ist

ein

um

in

das jede

fortreisst,

aller

welche herabgestürzt

weiss nicht, was grossartiger

Wellenschlagen und Schäumen der

theilweise

gehemmten Bewegung,

Welle gleichsam schon

oder

an der

sie kaum entstanden, das diese Trümmerwerk von Wellen zersplittert,

wenn

ein wildes

so rascher zu Thale

zu führen.

Eine Meeresbrandung

und harmonisches Ding im Vergleich mit diesem

ruhiges

Gemisch

und

man

;

das Wirbeln,

:

zusammengedrängten

steiler,

einen donnernden Widerhall weckt, über

Blöcke und Platten weg,

gewaltige Splitter,

der

wegstürzt und neue Funken

möglichen widerstrebenden,

die fortreissende

Gewalt des Stromes

nie zur

duivh

höchst heftigen,

Vollendung kommenden

Bewegungen.

Am

Rande der Brandung, wo man im Rahmen

dunkeln Felsen den Fluss

überkommt

in dieser wilden

hohen, sieht,

es uns, als sollten wir es uns selber unglaublich machen,

dass dies noch ein Strom

sei.

Wir suchen nach

Bildern, die

Wesen der Erscheinung besser entsprechen möchten natur,

der

Weise herabtoben

dem

als die Fluss-

von der wir so ganz andere Vorstellungen haben.

Es

will

uns bald bacchanalisch vorkommen, wie die Wellen jauchzend und

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G


Im Hinblick auf Tiecht

wenn

geben,

gekrönten Hügeln

diese Scenerien

er

sind

Die

sagt:

ein

Dennoch

ist

es zweifelhaft,

vielleicht

Rheinufer

mit

ob

alle

sie

Norwood

ihren

Lieblingsvorwurf der Maler

Gegenstand der Bewunderung für

heit

kann man

thurm-

und

nicht an landschaftlicher Schön-

von einigen der Ströme unseres Westens erreicht werden.

Felsformationen

sind

und

aller Civilisation vorauseilend,

merkwürdige Gegenstücke jener mehr künstlichen und Hier

am

Mississippi sind die

civilisirten

Züge der land-

schaftlichen Physiognomie nicht die grossartigsten, nicht so, wie

1)

Exp. to

St.

Die

zwar sehr verschieden, aber die Natur bat

hier in einem grossen Massstab

Landschaft aufgebaut.

ein

Europa- Reisenden geworden.

Peters R.

man

I.

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XVII.

sie

Die Seeregion des Nordwestens.

541

der Annäherung an die Quellen eines der

vielleicht erwartet hei

grössteu Ströme der Erde.

Keine Hochgehirgsgipfel

bäche, keine Thäler, die in enger Abgeschlossenheit sieh bilden, keine

hervorbrechen,

denen

aus

aufgestaute

Wasser

verbogenen und zerdrückten

keine

Zeugniss ablegen von gewaltigen Umwälzungen

dem

ist

Aber

zu sehen.

wenn auch minder eindrucksvoll

hänge buch

bis in

und

Bilder,

die

grossartig



der Bäche

;

doch

sind

aus ihr

bald klar und

ist

durch eine Gesteinsschwelle oder Felsen-

bald

die

Baumgruppen beschämen

in ihrer malerischen

Anordnung,

Höhen krönen, bald den Rasen der Abhänge mit

ihrer dunklen Farbe

und ihrem vereinzelten Schatten unterbrechen.

Von den Höhen erscheinen Weiden und

die

welche hier sich entfalten,

die Felsenklippe schiesst

Kunst des Landschaftsgärtners

wie sie bald die

,

nichts von alle-

der Gebirgsnatur,

mauei artigem Aufbau empor; der Strom

ruhig wie Krystall,

Gewalt

mit

Schichten

Ueppiger Käsen bekleidet die Ab-

eigenartig.

zum Rand

in

als

terrasse in Stromschnellen aufgelöst; die

Welt für

eine

engen und abschüssigen Pässe, keine zusaniinen-

Engen,

gezwängten

keine Sturz-

,

die Thäler wie Culturstätten voll saftiger

schattiger Haine.

An

irgend einem bevorzugten Punkte

einsamer Wigwam.

des Stromufers erhebt sich ein

Jenseits

der

Höhen, die die Thäler einfassen, erstreckt sich die Prärie, deren lange zitternde Wellen lösen, in der

sich

erst in weiter

Himmel und Ebene

Ferne

die Linie auf-

in

Es

sich verbinden.

ist

nicht der

Eindruck ursprünglicher Wildheit, den dieses Bild erzeugt, sondern

man meint ihren

sich zu sehen,

eine Culturstätte vor

Einwohnern verlassen

ist;

die

plötzlich

von

des Volkes

sind

die

Wohnungen

verschwunden, aber die Schlösser der Häuptlinge sind eist theilweis zerstört

und

ihre Reste

felsen verwittern in

krönen

fast

jeden Hügel.

eigentümlicher Weise, welche

Mauern, Thürmen und Bastionen ähnlich erscheinen in

Wisconsin

und Jowa,

wo Dolomite an

haben wir auch diese seltsamen Ist diess

nicht

halbverfallenen lässt.

Ueberall

Oberfläche

treten,

malerischen Verwitterungsformen.

Ein bemerkenswerther und schöner Zug dieser Land-

schaften, so liefern die Seen

formen

,

die

Die Kalkstein-

sie

zwischen

immer eben

beiden

und Flüsse und

die zahlreichen Mittel-

noch eigenthümlichere

und

wenn auch

so pittoreske, doch höchst stimmungsvolle Bilder.

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XVII.

549

Die Serregion des Nordwestens.

Eine Beschreibung der

dem Court

Fahrt auf

den Norwood'sehen Bericht«'»

Oreille K.,

wir

die

entnehmen, mag diesen Landsehafts-

')

charakter illustriren.

„Kurz naehdem wir

kamen

waren,

wir

an

diesen

in

Arm

des Chippewah eingelenkt

Stromschnellen, die

nitischer Porphyrfelsen gebildet sind.

verursachen, beträgt der Fall 14 oder 15

aus den

Föhren

welche

hervor,

bestehen aus Driftschutt.

— 10

14

e.

c.

die

Ufer

folgt eine

Syenit oder

Trapp, entweder anstehend oder nicht weit transportirt.

Es

den Wellen hervor. einige

bis

gebung

Meilen

bleibt

der Charakter

ragen aus

des

Flusses die

Um-

und der dichte Föhrenwald etwas

ver-

oberhalb

wo

See Court Oreille,

des

offener wird

freier,

dieses

Diese

Strom-

Wasser dazwischen.

grosse Massen von

voll Felsblöcken;

ist

kümmerteren Schlägen von Nadelholz und Espen Platz macht.

mau den See

erreicht, ist jedoch

das

zwergte und wuchs, den

halb, abgestorbene

man

sieht.

Ehe

Laud nur wenig höher

Hochwasserspuren und trägt nur Sumpfvegetation.

die

sie

heben

sind,

einfassen.

M. von hier

schnelle auf die andere mit sehr geringem stillem

Das Flussbett

welche

,

Gewaltige Syenit-

F.

Moos bedeckt

blöcke, die mit verschiedenen Arten von sich

durch eine Kette sye-

Bei der Portage

Föhren

der

sind

Wald-

einzige

Erst beim Eintritt in den See

als

Einige ver-

ist

der Fluss

wieder von hohen Ufern umgeben, deren grüner Rasen bis an den

Das Wasser des Sees

Wasserspiegel herabreicht.

ist

braun, wie das des Flusses, der ihm entströmt.

klar

und

nicht

Durch einen sehr

engen Canal passirten wir durch Wasserlilien und Binsen hindurch in

den Grit oder Grindstoue

L.,

von welchem uns eine Portage von

einer halben Meile nach Lily L. oder L. Volee, einem kleinen See

Von diesem See nach dem Namekagon

führte.

man

neuerdings eine Portage,

weiter



Aussicht

— 20

Schritte

den Bäume

führt. breit,

in seiner

seine Ufer

nächsten

deren Unterholz vorwiegend ist flach,

1) D.

die

Namekagon

Der

R. überschreitet

welche über einen Höhenrücken mit ist

an

ziemlich hoch.

Umgebung

diesem

sind Birken

aus Farnkräutern besteht.

Wälder dünn (open) und

D. Owen, Geol. of Wisconsin. 157

Punkte

Die vorwalten-

und Föhren,

Das Land

die einzigen Steine, die

man

ff.

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XVII.

sieht, sind erratische

Blöcke.

kamen wir zu einem

Nachdem man

ist.

Hügelreihen vor

Die Seeregion des Nordwestens.

548

Indem wir diesen Fluss hinauffuhren, der als Little Kice L. bekannt

kleinen See,

ihn durchmessen,

man 25

sieht

— 30

hohe

F.

welche ausschliesslich aus Drift bestehen;

sich,

sie

wiederholten sich in kleinen Zwischenräumen und erreichten weiter

Nach Nordosten zu

oben etwas bedeutendere Höhen.

ziemlieh offen, aber nach Südwesten

Ausblick.

Great Rice L.

ist

das Land

versperrt ein Föhrenwald den

Seine Erscheinung

liegt weiter aufwärts.

ist

nichts weniger als einladend.

Die Blätter des wilden Reises, welche

auf sfiner Oberfläche

bedecken diese

flottiren,

Jahreszeit, in der wir ihn besuchten

der schleimigen

Algendecke,

grünen

fast

ganz und zu der

hatte sie ganz den Anschein

,

Tümpel

welche stagnirende

überzieht.

Oberhalb dieses Sees folgt wieder eine Reihe von Strom-

schnellen,

die

Man

sind.

durch grosse Trappblöcke

verlässt

fast

unwegsam gemacht

dem Wege nach dem Lake

aüf

Superior bei

ihnen, einige Meilen oberhalb des Great Rice L., den Namekagon,

um

durch eine nordwärts gelegene Seenkette nach der Mauvaise

sich

Der

Riviere zu begeben.

Portage erreicht,

ist

L., zweifellos so

reichen Egel, die ihn bewohnen.

dann seinen

Namen von

seiner Mitte

um

einer mit niederen Birken

trägt;

den

ist,

wächst.

Endlich

kommt man zum ist,

einander getrennt sind.

Superior.

Er

Ende nach dem

der von sumpfigen Mooswiesen

letzten in der Reihe,

bald

wie

L.,

anderen nach dem Lake

am

dieser

ganzen

als einige nordische

Taucher

sahen

Wesen

die denselben

glacialis),

Long

nach verschiedenen Seiten ab,

fliesst

Mississippi,

Ausser einigen Indianern

seltsamer Schrei klang".

in

welche durch bewaldete Vorsprünge von

Seenkette kein anderes lebendes

(Colymbus

der

auf welchen Saracenia, die Becherpflanze, in Menge

der reich an Buchten

einen

L.,

bewachsenen Insel

wiederum überschreitet man eine Portage von

Little L. zu erreichen,

umgeben

am

genannt wegen der zahl-

Felstrümmer umsäumen sein Ufer;

durch eine schmale Portage getrennt, Island

folgt,

*3 Mile,

den mau über eine einmcilige

erste See,

Leech

Weg

wir

an

zogen wie wir und

Kindergeschrei,

bald

deren

wie Gelächter er-

üebeigangslandschaft zwischen Wahl- und Prärieregion

XVIII.

f>44

XVIII.



Prärioregion. Der

Wald- und

IVbergaiigslandschaft zwischen

U ebergang

Prariewälder.

von den dichtbewaldeten Gebieten des Nordens

und Ostens nach den baumlosen Ebenen des Westens das Verschwinden

mählicher,

des Unterholzes

Zwischenräumen ohne Gesträuch und Unterholz

weiten

Prärie zerstreut sind,

das

ist

man

ein offenes,

welliges Prärieland,

wo noch

weit die gerundeten Hügel mit Eichenhainen bedeckt

zwischen

liegenden

Einsenkungen

Beide

zusammen erzeugen

saftig

grüner Ilasenteppich

klaren

in

über

die

sanft

den Eichenhainen, wo die Bäume

Entfernungen wachsen, dazu

am

konnten in

als

ob

Seen

sie

eine

Strecke

und

die

und bedeckt

selbst

in so regelmässigen

von Menschenhand gepflanzt wären;

sich

breitet

Ein

:

gerundeten Boden-

1

uns keine reizendere Landschaft denken"* „

dasind.

erfüllt

Fuss jedes dieser Parkhügel ein schöner klarer See

West- Minnesota

in

„be-

verlässt.

anmuthiges Landschaflsbild

ein ist

von

schwellungen und die leisen Abhänge gebreitet

den Boden

in

die

Wenn man

getreu bewahrt.

den erstgenannten Staaten die Wälder der Seeregion tritt

die

über

das landschaftliche Merkmal dieser Region,

von Minnesota bis Texas

sie

ein all-

Waldbäuinen (Oak openhu/s),

Haine von Eichen und

der

ist

und das Vorwalten

die

baumlose

).

— wir

Aber schon

Ebene

lang-

in

gezogenen Wellen aus, über denen jene halb düstere Grossartigkeit schwebt, die nur den Prärien des Westens eigen

von der texanischen Prärie bei Houston: die fast völlig ebene Grasflur vor uns aus,

von Bäumen oder Gebüsch

1) Cyr.

„In

diesen

Scenerien

Thomas offenen

in

Hayden

ist

-

').

Römer

und nur einzelne

Inseln

waren ordnungslos über dieselbe

»»«»»

Eichenwäldern

der Vereinigten Staaten.

Ann. Rep. 1873. 293.

man

sagt

„Meilenweit dehnte sich

nicht

zer-

Aehnlich Thümmel: die

herrlichsten

Unabsehbare Strecken dehnen

sich wie ein

findet

selten

ungeheuerer l'ark vor dem entzückten Wanderer ans. Hügel und Thaler wechseln ab; hier stehen sich

in

langen,

Bäume wie

in

von

einzelnen (»nippen und Dickichten, dort dehnen sie Menschenhänden gelegten Alleen aus und zwischen

Mustern durchwirkter Teppich, schwankt uud wogt das bluthendurchflochtene Gras der Prärie - (Die Natur und das Leben in den Vereinigten Staaten 411). 'J) C. Thomas, cbendas. 294 diesen, wie ein mit den herrlichsten

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Googje

XVnt

Uebe rgaugslandscbaft zwischen Wald- und Prärieregion.

Der

streut.

oft

gemachte Vergleich mit einem englischen Park im

hohem Grade

grossartigsten Massstabe erschien mir gleich jetzt in

Und

passend." r

An den

von den Hainen des höher gelegenen Hügellandes:

Stellen,

wo

Obstbäumen ähnlich

einige Lebenseichen,

im Wüchse unseren

die

dem langen

zwischen

sind,

gelben Grase

im

südlichen

wo Obstbäume zwischen den

Deutschland, stehen

1

reifenden

Saatfeldern

Long vom

mittleren Missouri:

)."

zer-

lebhaft an Ge-

streut waren, erinnerte mich die Landschaft recht

genden

546

Und

ähnlich

beschreibt

sie

S.

„Gegen Abend kamen wir an einem

anderen ausgebreiteten Hain von Cottonwood- Bäumen an, zwischen

am Kand

welchen

wir

Flusses.

Die Bäume, aus welchen diese inselartigen Haine bestehen,

unser Zelt

aufschlugen,

unmittelbar

des

erinnern durch ihre niedere und verzweigte Form, ihre Entfernung

einander und wenn

von

sie

über den Boden hin zerstreut stehen,

lebhaft an Obstgärten, für welche in

man

aus einiger Entfernung

sie

u

J

einem cultivirteren Gebiete wohl halten würde

Auch

).

J.

Fen.

Cooper beschreibt dieses Grenzgebiet aus einer schon halb steppen-

dem

haften Kegion, wie sie in Arkansas und

vorkommt:

„Die

Gegend, sagt er, hatte

ändert, wiewohl die Hand, welche den

von der Wüste aufgeprägt hatte,

Man sah Baumgiuppen Waldsaum bezeichnete

Man

zum

Besseren ge-

umgebenden Regionen

auch

soviel

auf ihr noch mit einem

Der Anbliek der Vegetation war

Theile ihrer Macht ruhte.

weniger entmuthigend als

südwestlichen Missouri

sich

in in

die

den sterilen Oeden der grösserer Zahl

nördliche

und

Grenze

hier

liollhui Prairie.

ein langgestreckter

des

Gesichtsfeldes.

da und dort an tiefgelegenen Stellen die Spuren einer

sah

oberflächlichen Cultur solcher einheimischer Gewächse, welchen ein

Wachsthum zukommt und von denen man

rasches

auch ohne

viel Sorgfalt

im

weiss, dass sie

tiefen Alluvialboden zur Keife

kommen.

Die regelmässige und einförmige Beschaffenheit des Landes machte einer ungleicheren,

immer

sah

üppigen

1)

mehr gebrochenen Oberflächengestalt

man zwar

Tiefgründe,

Römer, Texas

2) Iu Loug's Katxel, Amerika.

I.

sowie

Ü.

Exp.

dieselben weiten, leeren

jene

Platz.

eigenthümliche

Vereinigung

105.

fioiu Pittsb. to tbe

Noch

Oeden und dieselben

Rocky Mts.

I.

477.

35

von

MO

XVIII.

schwellenden

Anschein

Uehergangslandschaft zwischen Wald- und Prärieregion.

und Nacktheit, welche dieser Gegend den

Feldern

eines

unterscheidenden Merkmale

durchsetzt

neuen

von den

der Holling Prärie waren längst

Erscheinungen

legentlich auftauchender Felsenmassen

anderen Gegenden

in

der Regel

In

scheinen.

des Baumwuchses

bewaldeten Gebieten

dicht

sind

es

Californien

in

gut wie

so

des tropischen Mexico würde

am

in

ohne

kaum

scheinen,

verschieden

Ganz besonders

wo

nien, bis

sie

eine

liegen

zu-

Ein Enzinal

Orchideen und Bromelien,

denn

Oak-Grove

Cali-

wie

dort

sind

es

hier

immergrüne Eichen, welche den Hain

kleinblättrige, kurzstämmige,

bilden.

zu

Arkansas, Mis-

Mexico wieder. die

die die Aeste seiner Eichen bedecken, von einem

forniens

kommt

welche diese Haine

Eichen,

sammensetzen und diese kehren im Seegebiet, souri,

Hügel, ge-

aber gewöhnlich auf der Grenze

vor, die

baumarmen und

zwischen

zerstreuter

und breiterer Waldstreifen')."

zerstreute Art

Diese selbe lockere,

auch

Aber

Bevölkerung und deren Wohnstätten beraubt ward.

seiner diese

das auf unbegreifliche Weise

Landes gibt,

alten

es das

ist

mittlere

und südliche Califor-

Von S. Francisco zum Fuss des Hoch-

grosse Ausbreitung erlangen.

nach Sacramento, vom Küstengebirg bis

man Californien durchreisen, ohne wahre Wälder zu Was man begegnet, sind äusserst lichte Haine von immer-

gebirges kann sehen.

grünen Eichen, welche über die gelben Weizenfelder und den zur

Sommerzeit ebenso gelben Rasen des Hügellandes wie die Frucht-

bäume

in

unseren Feldern

oder besser wie Olivenbäume in Oel-

,

Den Olivenbäumen

gärten zerstreut sind.

vergleicht sich

am

besten

Wachsthum und das Grau ihres mehr als olivenartig dichten Laub-

ihr vorwiegend niedriges, knorriges

kleinblättrigen, aber allerdings

werkes.

Diese Haine verstärken

in

höchst angenehmer Weise den

freundlichen Eindruck, welchen das californische Flach- und Hügel-

land

besonders auf den macht,

Nevadas

in

dasselbe

der von den Wüsten Utah'« und

herabgestiegen

ist.

Man

glaubt

überall

goldene Weizenfelder und fruchtreiche Baumgärten zu sehen

1) J.

Fenimore Cooper. The

Trairie. N. Y.

2) Dieses zerstreute, im extremsten

schiedenen Eicheuarten fort aufzutreten,

wo

,

welche

der Boden

1

).

1873. 132.

Sinne hainartige Wachsthum der ver-

der Ebene meistens fehlen, um Uberall sobuh zu Hügeln aufwölbt, bietet besonders iu

in

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Google

547

Cebergangslaudschaft zwischen Wald- und Prärieregion.

XVIII.

Während

Haine

diese

auf gewisse

hesehränkt

Striche

sind,

laufen bis in die dürrste Steppenregion hinein den Flüssen entlang

meistens offene, parkartige Gruppen, die den

Namen

Grovcs tragen

und häufig auch zu dichten Wäldern zusammentreten. bestand

ist

Ihr

Baum-

nicht so einförmig wie bei den Eichenhainen, aber der

Mangel gewisser gemeiner Bäume der atlantischen Staaten macht

Man kann im

sich sehr bcmerklich.

man

eine Birke, Erle, Kastanie,

Präriengebiet weit gehen, bis

Buche oder ächte Espe (Populus

tremuloides) oder gar ein Nadelholz findet.

Espen (Cottonwood so ähnlich, dass

charakteristischen

:

Zwei Arten wollsamiger

Populus monilifera und angulata), die einander

man sie Bäume

leicht verwechselt,

können jedoch

dieser Kegion bezeichnet

Californien ein anziehendes Problem.

ganz anderes Baumwachsthum aufweisen.

in

ist,

stehen die

Bäume

in

Aber

man

Die Trockenheit des Bodens, welche

gewöhnlich zur Erklärung anzieht, kommt an vielen anderen Orten ringer

als die

werden

In den Vorhergen.

wo

vor, die ein

kaum

sie

Wäldern, die allerdings nicht so dicht

den entsprechenden Höhen deutscher Hügelländer und Gebirge.

ge-

sind, wie

Die Cultor

kann dieses hainartige Wachsthum nicht erzeugt haben, da es auf Stellen wiederüber die nie ein Pflug gegangen ist, und da schon frühere Erforscher Californiens zu eiuer Zeit von demselben sprechen, in der nur ein paar hundert Weisse im ganzen Lande lebten. Wenn man einen solchen Hain aus der kehrt,

Nähe

betrachtet,

erstaunt

welche verschiedenen, lobata

Höhe

und

zum

agrifolia) angeboren.

breite Aeste aus, die

100 F. verhelfen,

uuregelmässige Wachsthum der Bäume, immergrünen Eichenarten (vorzüglich Qnercus

sehr

das Theil

Sie

senden durchschnittlich schon bei 10 F.

der Krone oft zu einem Durchmesser von mehr als

und diese Aeste sind in ihrer ganzen



Wachsthumsweise noch

Sie gehen vorals die unserer deutschen Eichen. und bilden schirmartige Ausbreitungen welche an Pinien erinnern. Einige haben dünne, andere dichte Belaubung, doch wiegt die erstere Ihr vereinzeltes, höchstens grnppenweises Aufwachsen hebt diese Eigenvor. tümlichkeit scharf hervor und macht sie zu einem werthvollen Element in der viel

willkürlicher,

wiegend

in die

bizarrer

Breite

,

übrigens kahlen, sonnverbrannten Hügellandschaft.

Ich glaube, dass die häufigen

Buschfeuer dieser Gegenden ihren Antheil an dem hain- und parkartig zerstreuten

Wachsthum der Eichen haben, indem

sie viel

Cnterholz wegfressen.

Man

sieht

auch auf den wildesten Stellen kein dichtes Eichengebüsch. 1) „Diese Cottonwood» haben ihren Namen von der baumwollartigen Samenhülle, welche im Mai oder Juni reift und dann in grosser Menge in der Luft

herumfliegt und Leuten, lästig

ist.

er, wie es ist,

in

die viel im Freien sind, oft für

Augen und Nase sehr

Die Aeste des Cottonwood sind nicht sehr zahlreich, besonders wenn

am

Missi>sippi unterhalb des Zusammenflusses des Missouri der Kall

Wäldern vorkommt;

sie

zeigen weniger Neigung zur

Pyramidenform aU

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MS

XVIII.

man

Uebergangslandschaft zwischen Wald- und Prärieregion.

doch

findet

in

der östlichen Hälfte der Prärieregion in den (iron-s

und Wäldern der Flussniederungen noch Zuckerahorn, Linde. Ulme. Hickory, Walnuss,

Eichen,

verschiedene

Eschen,

Negundo (Ashleaved Maple der Amerikaner), strauch und

Sumach

die

ahornartige

Hasel-

die Robinie.

zusammen wie

setzen die Gebüsche vorwiegend

Auch

im Osten, doch mangeln ganz die Haidekräuter und Vacciiuen.

andere Sträucher, wie Hollunder, Schneehall, Geisblatt, Schneebeere.

Weissdorn- und Schlehenarten sind nicht der

Schlingpflanzen

verleiht

Reben (besonders

einige

Bäume und

einige

Vitis

cordifolia)

haben mehr

Dieser

Stämme.

Baum

ist

Diese

Abhängen dichter

vielleicht so weit verbreitet als irgend

einer der in Nord-Amerika einheimischen, und erstreckt sich wenigstens von bis

Louisiana und vom atlantischen Ocean bis

Er kommt jedoch

Flusses.

zum unteren

so ausserordentlich häutig

in

und seinen Nebenflüssen bewässerten Landes

Mississippi

selben Hecht,

Canada

Theil des Columbia-

jedem Theil des vom vor,

dass er mit dem-

dem man auch andere geographische Namen

mit

fast

erklimmen die höchsten

als schenkeldicke

Thalwälder sind an den feuchteren nördlichen

irgend ein anderer Baum.

Die grosse Zahl

selten.

Wäldern manchmal einen

Der wilde Wein (Ampelopsis quinquefolia),

Charakter.

tropischen

diesen

e Ith eilt,

die

Mississippi -Pappel genannt werden kann.

Es ist wahrscheinlich, dass fast die Hälfte der Bäume auf dem neuerdings angeschwemmten Boden (Bottoms) des Mississippi und seiner Nebenflüsse von dieser Gattung ist. Der Cottonwood verliert

Ohio,

an Grösse, je nach der Fruchtbarkeit des Bodens, und erreicht

Mississippi

manchmal

und Arkansas

Platane übertroffen, aber es

gewohnlich der Fall

welcher

am

Er wird

in

ist,

Wäldern, wo

die beiden gemischt

überragt er alle anderen Bäume.

vorkommen, wie Ein Cottouwood,

H.

wird, stand

mass 140

in

F.

einem Kornfeld. > Z.

.'{

oder 4 Tagereisen oberhalb Natchitoches, und

Höhe und 5

Bäumen, ausser der Platane, troffen.

Höhe unserer grössten Bäume.

den Aufzeichnungen der Erforschung* - Expedition, die im Jahre LSCH» befuhr, erwähnt ist, und welcher als einer unter vielen genannt

in

Hed

den

die

1'mfang und der Ausdehnung seiner Aeste von der majestätischen

in

in

F. im Durchmesser, wird somit von wenigen den gemässigten Strichen Nord-Amerika's über-

Obgleich wir keine thatsächlichen Messungen damit zu vergleichen haben,

Bäume

in Arkansas diese Dimension Das Cottonwood - Holz ist leicht und weich, nicht sehr dauerhaft, ausser wenn es vor dem Wetter geschützt wird. Ehe sie aufbrechen, sind die Knospen dieses Baumes mit einer klebrigen, harzigen Ausschwitzuug zum Theil bedeckt, welche der gleicht, die die Knospen der Populus balsamifera dicht einhüllt und im Frühling und Frühsommer einen an-

so

sind wir

doch der Ansicht, dass

viele

eher übertreffen als dahinter zurückbleiben.

genehmen und balsamischen Geruch aushaucht." Mts.

II.

(Long's Exp.

to

the

Rocky

ll>5.)

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und gehen weiter hinauf Sie

Wald- und

rebergangülaiulH'liaft zwischen

XVIII.

Prärieregion.

Mfl

an den trockeneren Süd - Abhängen.

als

wo immer

rücken von hier überall,

Schutz vor den ver-

sie

zehrenden Präriefeuern finden, eine Strecke auf die offene Prärie

vor.

Die Wälder des Missouri, obwohl in ihrer Ausdehnung begrenzt. Bind

und

tief

schattig,

weniger feucht

als in

ist

Atmosphäre merklich

die

den Wäldern des Mississippi, so absorbiren

Bäume, deren Holz weich und porös, wie Linden und

gestürzte

Cottonwood, doch

Feuchtigkeit

viel

des Arkansas

Gebiet

und wenn auch

und

und Platane überall hervortretende Züge Waldlandschaft.

Mit dieser

Akazie (Kobinia)

untermischt,

ist

dem Boden.

aus

Nebenflüsse

seiner

in

der Physiognomie der

Honey-Locust

und Eschen, mit gefiederten und

kommen

Missouri, hier

häufig, weder

nicht

Auf jungem Schwemmland,

Hickory

Bäume noch

hier

felsigen Klippen finden

und da wenige Gedern (Juniperus),

Bäume.

T

zertheilten Blättern.

Auf den Kämmen der

vor.

(Gymnocladus),

W allnuss,

beides gefiederte Leguminosen, mehrere Arten von

der Coniferenfamilie

und anmuthige

dort die schlanke die

Auch im Cottonwood

bilden

die einzigen

Inseln

am sich

immergrünen kann

dergl.

u.

aus

bei

den

häufigen Veränderungen des Flusslaufes sich nur selten eine Waldvegetation von gehöriger

Bäume

sind,

die

Dauer entwickeln.

und Weiden (welche

die jungen Pappeln

In vielen Fällen haben

am

an den kahlen Strichen

ersten

die

und einzigen

Ufer aufwachsen) ihre

gewöhnlichen Dimensionen nicht erreicht, ehe

sie,

durch eine neue

Veränderung im Laufe des Stromes untergraben und heruntergeschleudert und von

dem

Flusse

weggeschwemmt werden.

Das Wachsthuin des Cottonwood der

Salix

Weiden,

angustata,

langsamer, so dass

ist

erreicht.

Die

Samen

ist

der gewöhnlichsten sie

dieser beiden

übrigens sehr rasch,

der

hier

selten eine beträchtliche .Grösse

Baumarten erzeugen

grössten Kälte und reifen frühzeitig im

Sommer, und da

Natur mit einer Vorrichtung ausgestattet sind Ausstreuung

zu

Wurzel gefasst

in

sichern, so

haben

die

sie

sich

,

um

sich in der sie

von der

dessen grösste

weit ausgebreitet

und

den fruchtbaren Ländercien längs dem Mississippi

und seinen Nebentlüsssen und

Bäume

das

vorkommenden

fast

bis

zum

Ausschluss

anderer

Oberhand gewonnen.

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Google

XIX.

550

XIX.

Die Prärie.

Die Prärie.

Fast unmittelbar neben der Grossartigkeit des Reichthums liegt

der

in

Natur die Grossartigkeit der Armutb

nordamerikanischen

An

und der Einförmigkeit.

die

Wälder des Ostens mit ihrem Reieh-

thum verschiedener Baumarten, der Mannigfaltigkeit

ihrer Sträueher,

Schlinggewächse und Kräuter schliessen sich in manchmal schroffem

Uebergange die baumlosen Wiesenfluren an hin durch

zunehmende Dürre und

welche nach Westen

,

Klima's immer

des

Schroffheit

mehr verarmen, an Höhe des Wuchses, Mannigfaltigkeit der Arten, Glanz und Fülle der Blüthen zurück- und trostlose

ächte,

Wüsten übergehen.

endlich nicht selten in

Dieser

Armuth der

Pflanzen-

decke entsprechen Bodenformen, in welche das Vorwalten der Fläche

Zug von Einförmigkeit bringt, denn die Gebirge treten dem Rahmen dieser Steppennatur durch ihre reiche Bewässerung

einen starken

aus

und die dadurch geförderte Kraft und Fülle der Vegetation heraus,

und nur in

die Ebene,

kann, gehört es

gebunden

Hochebene und das Hügelland verharren

die

Während der Wald auf

demselben.

zum Charakter der

Bodenformen erscheinen

allen

Steppe, dass sie an die Flächen

Flachheit und Baumlosigkeit bedingen in erster Linie

ist.

das Bedeutende des Eindruckes,

den

alle

Formen der Steppe ge-

währen, von der in üppigen Wiesen schwellenden Grassteppe (Prärie") bis zu der gelben Strauchsteppe,

Das Bild zu

liegt

Wie

sehen.

nahe:

r

dieser,

Man

erfüllt

Gefühl der Unendlichkeit lichen .Eindrücken des

regungen

höherer

wo

sie

schon an die Wüste

streift.

glaubt den küstenlosen Ocean vor sich die

Steppe

und durch

Raumes

Ordnung.

das

Gemüth mit dem

diess Gefühl

wie den sinn-

,

mit geistigen An-

sich entwindend,

Aber freundlich

zugleich

ist

der

Anblick des klaren Meeresspiegels, in welchem die leichtbewegliche, sanft

aufschäumende Welle

Steppe

hingestreckt

Planeten')."

1)

A

v.

,

Humboldt

wie

sich kräuselt;

die

nackte

todt

und

Felsrinde

starr liegt die

eines

verödeten

spricht mit diesen allgemein gültigen

Humboldt, Ansichten der Natur 1860.

I.

Worten

4.

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Google

XIX

Die Prärie.

661

von der Grassteppe des Orinuco-Gebietes. Von der nordamerikanischen Prärie sagt

J.

F.

Cooper

eingehender Schilderung dasselbe: „Die

in

Erde war hier dem Ocean nicht unähnlich, dessen ruhelose Wellen hoch aufschwellen, wenn die

Wuth

des Sturmes sich gelegt hat.

Dieselbe wellige und doch regelmässige Oberfläche, derselbe Mangel

fremder Gegenstände, dieselbe Unbeschränktheit des Umblicks.

ungemein war

die

So

dem Wasser und dem

zwischen

Aehnlichkeit

Lande, dass es für ein dichtendes Gemüth (wie sehr auch der Geologe über

eine

sein würde,

Gedanken zu

einen durch die ebbende

Da und samen

die Bildung

des

Wirkung des anderen bewirkt worden

sei.

dort streckte ein

Baum

Schiffe vergleichbar,

schienen

in

schwer gewesen

Theorie lächeln mag)

so einfache

nicht den

und

fassen,

dass

seine Aeste in die Luft, einem ein-

um

die

Täuschung zu vollenden,

der Ferne zwei oder drei rundliche Gebüsche, die an

duftigen Horizonte wie Inseln im Meere

Es

schwammen.

ist

er-

dem

nöthig,

den vorsichtigen Leser daran zu erinnern, dass die Einförmigkeit der Oberfläche

und der niedrige Standpunkt des Beobachters

die Ent-

fernungen vcrgrösserten, aber wie eine Bodenwelle hinter der anderen sich

man

hob und

Insel

auf Insel auftauchte und verschwand, gewann

die entmuthigende Einsicht, dass lange

und scheinbar endlose

Wünsche

Striche durchwandert werden mussteu, ehe die

selbst des

Und

bescheidensten Auswanderers sich erfüllen konnten

wie in der

ungeheueren Einsamkeit des Meeres der Himmel mit seinen Wolken

und Gestirnen

eine

findet,

belebende

Bedeutung gewinnt,

wo das Auge, das

weiter keinen Anhalt

ansprechende

so auch hier in der Prärie,

,

den Erscheinungen des Firmamentes und der Luft sich aus-

schliesslich

zuwendet.

Einem

konnte das nicht entgehen

;

so

feinen

Schilderer

,

wie

Cooper,

er beachtet in seinen Präriebildern den

Stand der Sonne, den Zug der Wolken und den Flug der Vögel ebenso sehr, wie in den Schilderungen aus

und Tannen, Felsen und Bäche: Stelle,

war hinter den

Kamm

„Die

dem Osten

die Eichen

Sonne, sagt er an

einer

der nächsten Bodenwelle der Prärie

gesunken und die Glut des Abendroths flammte

in ihrer

Bahn

auf.

Die Färbungen folgten rasch auf einander; au die Stelle des Glanzes,

1)

The

Prairie,

A

Tale by

J.

Fe». Cooper.

N. Y. 1873.

7.

Digitized by

Google

XIX.

562

Die Prärie.

der das Auge geblendet, traten küblere, grauere Lichter."

ander Mal:

T

.

Die Sonne,

Massen von Nebel und Streifen in

den ganzen Tag

die

Dunst gerungen, sank langsam

Himmels und von diesem

lichteren

Und

ein weites Meer, in die trübe

ein

dureb solche

sieb

einen

in

in voller Pracht, wie

Oede des Horizontes.

Die Heerden,

welche auf den weiten Fluren der Prärie gegrast hatten, verschwan-

den nach und

nach und die endlosen Schwärme der Wasservögel,

Weg

die auf ihrem jährlichen

begriffen waren,

die sich jetzt mit

Dunst und Thau erfülltet

folgendem

mit

er

gleitet

dem

von den Seen im Norden nach

Golf von Mexico

fächerten

Naturbild:

r

mehr

nicht

Luft,

die

Eine wilde Scene be-

Wie gewöhnlich zu

dieser

war der Himmel mit grauen fliegenden Wolken bedeckt,

.Jahreszeit

unter welchen unendliche Schaaren von wandernden Vögeln auf ihrem

Weg ein

sich

erhoben und wehte über die Prärie

Mann kaum Stand

ob er sich

in die

Wind denen

dann schien

halten konnte,

um

höheren Lüfte erhebe,

Nebel zu spielen,

stürme schildert er

wirbelte

und

Massen gethürmt waren; manchmal

licht

und hehr

gestört

nackten,

zu

um

ist,

werden.

öffnete

trei-

eine Lücke,

sich

der Pracht hervorschauen

Hess,

die

welche zu

von den Bewegungen der niedrigeren Welt

Ueber

diese

in weniger offenen Theilen des

Winde

Herbst-

heftig umhergetriebeneu

aber flogen

die

Winde

einsamen Prärie mit einer Heftigkeit dahin, wie

sich in das Fabelalter

als

treibenden

Dieselben

wälzte."

benden Wolken verhängt, die zu schweren,

in

es wieder,

dem

Worten: „Der Himmel war mit

in diesen

den blauen Himmel

dort mit

einem grossartigen Chaos schwerer

den er in

Wolken durch einander

der

Der

in Stössen,

nach der entfernten See des Südens hinzogen.

hatte

Landes

zurückdenken und

selten erfährt.

in

der

man

sie

Man konnte

sich vorstellen, dass der Gott

seinen untergeordneten Geistern erlaubt habe, aus ihrer

Höhle auszuschwärmen

und dass

diese

nun

in wilder,

zügelloser

Lust sich über die Flüche hin jagten, wo kein Baum, kein Menschenwerk, kein Hindenüss irgend welcher Art sich ihrem tollen Spiel entgegenstellte."

Hinter

dem

verschiedensten

Schleier

dieser

allgemeinen

Formen der Prärie

Landschaftsbildern

,

die Pflanzenwelt

Eindrücke,

eigen sind,

das im

ist,

die

wie in

den allen

Einzelnen form- und

Digitized by

Gcjgg^

XIX.

farbengebende Element.

Andeutung der Form, eigentlichen Prärien

sowohl

In

sie

hier

379) sind

S.

o.

(s.

dem Namen

der

in

Die Prärie.

bereits eine

Prärie liegt

vorwiegend erscheint. in

Die

der That Wiesen, eben-

durch die Armuth an Bäumen und Sträuchern,

durch

als



den Reichthum an Gräsern, aber es sind ganz besonders kraut- und blumenreiche Wiesen.

mit dicken, grossen Blättern und hervorstechenden Blüthen.

reich,

Compositen und Leguminosen sind

Die

vertreten

,

die

sind

sie

bekannt und soll

Ihre Kräuter, die eigentlichen Präriepflanzen,

im Allgemeinen grosse, starke Gewächse, nicht selten harz-

sind

ihrer breiten dicken, bis

nach Norden

unveränderlich

Silphium

(S.

am als

stärksten

unter ihnen

im Osten.

Einige sind

Silphium laciniatum die Corapasspflanze,

genannt.

oft

Ränder

noeh häufiger

hier

8

und Süden

/s

m. langen Wurzelblättor kehren')

Ein

anderes

perfoliatum) bildet durch seine Blattstellung einen ge-

räumigen Becher.

Die

Pentalostemon

-

Arten oder Turbanblumen

gehören mit ihren grossen weissen und purpurnen Blüthenbüscheln zu den schönsten Prärieblumen.

Helianthemum

Einige der Sonnenblumen, besonders

rigidus, lassen ihre

nach der Sonne wenden.

Blüthen von Morgen bis Abend sich

Eine sehr charakteristische

Form

Cacalea tuberosa mit musaartig grossen tiefgrünen Blättern.

ist

auch

Neben

ihnen sind unter den farbengebenden Blüthenpflanzen die Prärie-Erbse (Astraglaus Mexicanus). die wilde Hyacinthe (Scilla Fraseri), Malven-

mohn (Malva Mimose

Papaver),

Sensitive Brier

caua) hervorzuheben,

Spiderwort (Tradescantia), (Schrankia)'), Distelmohn

l'nter

die

rosenrothe

(Argemone mexi-

den Farben dieser Blüthen sind blau,

roth und gelb in leuchtenden

Tönen vertreten und man

sagt,

dass

im ersten Frühling pfirsichroth, später blau, dann gelb unter denselben vorwiege.

Dem

ungewohnten europäischen Auge sind wenig-

im Sommer und Herbst

stens

1)

die zahlreichen leuchtend blutrothen

Die Prärie - Reisenden pflegten sich mit Vertrauen nach diesem Cnuipass

ku richten.

In

der

1870er Zusamnieukuntt der Am. Association wurde diese

und als Wirkung des Sonnenlichtes er(Am. Naturalist. IV. 495). 2) Die Blüthe ist ein runder Kopf; die langen purpurrothen Staubfäden, jede von einem goldgelben Staubbeutel gekrönt, geben ihr das Ansehen einer Polarität

von einem Dr. Hill bestätig

klärt

goldenen und purpurneu (Quaste.

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561

XIX.

Hlüthen der Prärie

am

Die Prärie.

auffallendsten,

durch Klatschrose und Adoiiis in

den Wiesen bei uns gewohnt

Eine

1)

eigt'iithümlichc

Prärien an Leguminosen

Menge

dieser Pflanzen

mit

es

an diese Farben wohl

1

ist

).

Farben Wirkung

erzielt.

da

den Getreidefeldern, nicht aber

in

durch

wird

den

Reichthum der

Futer den Gräsern wächst nämlich eine grosse

gefiederten

Hlättern,

und diese sind so allgemein

weissgrau, dass sie der ganzen Ebene eine besondere silberweisse Farbe geben.

um

Die Erscheinung

ist

der

Arten

zahlreichen

so

Psoralea,

Baptisia

schöne Amorpha canescens bewegt, deren untere Seite artig

Wind

überraschender, wenn ein leiser

von Astragalus

glänzenden Flaum besetzt

ist.

alle

Ueberhaupt bedarf es

und

wunder-

einem

mit in

die Blätter

die

silber-

einem so gleich-

Landschafts- und Vegetationsbild nur* kleiner Ursachen, um erhebliche Veränderungen zu erzielen die als leichte Variationen eines grossen Thema's einen Hauptreiz «1er Prärielandschaft in ähnlicher Richtung wie die förmigen

,

leichtwellige Bodenbeschaffenheit

ausmachen.

So erzeugen

Unterschiede der Höhe und die Nuancen des Bodens hier des

faltigkeit

am

Vegetationscharakters

in

z.

eine

B. die

kleinen

grosse

Mannig-

sehr kleineu Räumen.

In

den Prärien

Flusse bringen gelbe Sonnenblumen der verschiedensten Art. rothe Zinnien,

blauer Rittersporn und Salvien. weissblättrige Euphorbien

und zahllose andere Blumen und Kräuter zwischen dem hohen Grase ein grelles Farbengemisch Nur wenig über dieser hochwüchsigen Blumenwiese erhaben, auf den Bänken des Ffer-Conglomerates und zwischen dessen aus ihrer Verbindung gelösten Geschieben von Jaspis, Quarz, Lava, ist eine andere Pflanzenwelt nach hervor.

einem zwergartigen Massstabe geschaffen.

Blümchen;

zierliche

kleine Malven,

die

Winzige einen

mit

Asterbüsche

mit

violetten

karmin-, die anderen

mit

mennigrothea Blut liehen; niedrige graue, wollige Artemisien von alpinischem Aussehen und mit starkem aromatischen Gerüche, ähnlich dem der A. mutellina der Alpen; zwergartige Asklepicn; kleine weisse Syngenesisten die nur vier ,



Randblüthchen haben und wie Crnciferen aussehen allerlei solche Miniaturpflänzchen, hier und da durch eine lederartige Opuntie unterbrochen zieren einen kurzen und spärlichen Rasen. In diese Conglouieratbänke ist hier und da ,

,

Thälchen eingewaschen, in welchem und da oder dort eine Argemone oder ein

nicht

zu nennen

(Fröbel,

America

vermag, II.

iu

sich Kürbisse über

den Boden rauken

ein auderes stacheliges

Kraut, das ich

den Furchen und Rissen des Mergelbodens steht.

110.)

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XX. Das Thal

XX. Das Thal des mittleren Eine grosse Oasenkette kann in gewaltiger

man

Missouri.

das Missouri -Thal nennen, die

Diagonale mitten durch die nordamerikanische Steppe

hindurchgelegt unterbricht.

555

dos mittleren Missouri.

und deren Wüstencharakter

ist

Wir haben

nicht

vergessen,

in

mächtiger Weise

geographische Be-

die

deutung dieser Thatsache an ihrem Orte hervorzuheben

einige

Worte

widmen,

welchen

in

uns

wir

von Wied's berühmtes Reisewerk über Nord

9)

gleichfalls

vorzüglich

Amerika

-

o. S.

(s.

und wollen nun dem landschaftlichen Werthe derselben

auf Prinz

stützen, dessen

Schilderungen hier locker zusammengereiht sind.

Die Steppenregion beginnt

Mündung Masö (das

eiserne

Flusses neben

Auge) erscheint

dem

mittleren Missouri sich von der

am

Hei

dem

es sich

Der Fluss

westlichen Ufer.

Theil von

eine

merkwürdige Art

dem

reissenden Strome bei

hohe grosse Massen

Auf

zerstört.

mit

30

— 40

vielen Stellen

,

und zerknickten Pappeln mit beitrugen. bestehend

Thüime

welche

und

den

aus

Höhlen

— 18 F.

waren 15

hohen Pappeln herunter ge-

F.

bildeten eine wilde Scene der Zerstörung

Sandbänken,

nur langsam

hier inselreich

ist

hohem Wasserstande auf

ebenso ganze Maisfelder der Bewohner;

rutscht,

Ischta

„Die Ufer waren

und von sehr unregelmässigem, reissendem Laufe.

zum

dem Hügel

Wasser des Platte-

bereits das blaue

gelben des Missouri, mit

Es hält sich

mischt.

am

des Platte R. an entschieden zu zeigen.

wozu

abgebrochenen

Das Treibholz

Balken

bildeten,

Holzablagerungen die

schwerer gibt

einen

auf den

Waldstämme, diese

nord-

amerikanischen Ströme auszeichnenden Charakter; wenigstens habe ich in Brasilien nichts Aehnliches gesehen, theils

in

nehmen.

Urgebirgen

An den

oder

docli

von Weiden befand sich

Zerstörungen der

die Flüsse grössten-

Boden

Ufern, denen wir jetzt folgten,

Stellen die Treibholzstämme schon mit

Saum

wo

festerem

in

Ufer werden

hohen Fluten verursacht.

vor

vielen

Sand überschüttet und

dem hohen Walde.

häufig

Lauf

ihren

waren an

.

.

im Monat Juni durch

mit

den

grössten

die

Der Fluss braust alsdann wild und un-

aufhaltsam schnell dahin, die Ufer stürzen von allen Seiten oft

ein

Jene

Waldstämmen,

und

drohen alsdann den Schiffen den Untergang.

ein,

schwimmende Bäume Das Ufer

hatte hier

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XX. Das Thal

55«;

ein

des mittleren Missouri.

sonderbar schwarz geflecktes Ansehen, weil die dicke, schwarze

Humusschicht auf seiner Oberfläche zum Theil heruntergestürzt war

und

von .Sand

Unterlage

die

und

hier

dort

Gleich Lawinen stürzt an

fruchtbar.

und wird jenseits wieder angesetzt

Weidengebüschen dicht bedeckt

1

vielen Stellen

wo

,

es

ist

ungemein

das

Ufer ein

dann sogleich mit

sich

)."

Weiter aufwärts zeigen sich zerstreute Hügelgruppen

welche

,

Zuerst

den grösseren Bodenwellen des Steppenlandes angehören. Black

bilden

Snake

Hills

(Wakan-Seuä oder Schwarzschlangen-

Hügel) eine Kette von Bluffs

Gruppe

Kanten

originellen

Woods steil

Hills,

am

mittleren Missouri.

oberhalb der Platte R.

Hills

Kämmen und

,

während

abfallen,

Oft

hin.

schildert:

Island

oben

aus denen

gewinnt

als flache

Fluss in seinen Schlangen-

bedingt

sie

wie

und

die

ihn

erblickten

Dort zeigten

Umrisse,

pittoreske

Die Calumet Bluffs gehören hier-

Landschaft

Wied

B.

z.

„Wir hatten während der Nacht

des Gasconade R.

sie

grasbewachsene

Oberhalb des Big Sioux werden

bestehen,

sie

durch

Charakter,

gelegen

mit

folgen

Hügeln mit seltsamen Kanten und

Thurm-, Ruinen-, Mauerformen.

malerischen

Eine andere

Mündung

Die ungleiche Verwitterung der Schiefer und

eingefasst.

Sandsteine,

nur

sie

sich von ihnen abkehrte.

die Ufer auf weite Strecken von

Kämmen

Weiter

Köpfen.

wo der

der Prärie erschienen,

in

windungen

-

welche indessen nur bedeutend auftreten, solange

zum Wasser

Wellen

Ards

sind die

Die

hervorblickte.

obere Erdschicht hatte beinahe eine Kohlschwärze und

nun

in

hervorragend

vom Gasconade R. der Nähe von Otter

vor

bald

sieh viele

einen

uns

die

Gegeud

weite Sandbänke,

links

malerische Hügel, mancherlei schöne Abstufungen der Wälder, eine

auf deren Oberfläche

Insel,

man

deutlich die

u"

F. dicke Schicht

der

Walderde und darunter Sand bemerkte, mehr zurückgezogen vom linken Ufer eine interessante Hügelkette, Köpfe lich

1)

Mit

Weiden

stürzende Tfer sind souri. breit,

und Thäler sämmt-

mit hohem, jetzt schon grün ausbrechendem Walde

z.

bewachsene B.

auch

Inseln,

bewegliche

am Arkansas

und

nicht weniger häufig wie

Die Waldlinie, welche die l'fer entlang zieht, aber nicht ganz ununterbrochen.

Sandbänke

bedeckt

ist

(Loug's Exp.

am

nachMis-

ungefähr eine halbe Meile I.

11«.)

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XX. Das Thal

und das Ganze von der

557

mittleren Missouri.

«les

Morgensonne beleuchtet."

heitersten

Die

meisten dieser Kegelkuppen sind graubraun, einige schwärzlichgrau,

rothbraun,

einige

und

nester-

man von

Wälle

festungsartige

R.,

auf

grünlichgraue

eine

Kuppen,

Farbe

hier

,

niedrigere,

„Die ganze Hügel-

und Milk

-

und Ver-

Schluchten

und da mit einzelnen

schwarzgrünen Flecken des Nadelholzes bezeichnet, und

gend mit ihren frischgrünen

Flussufer gewährt einen höchst originellen Anblick."

an

selbe mehrere Tagereisen lang.

ist

Weiter hinauf

und begleiten

in

den

Die Ufer tragen hier den treffen-

Oberhalb

Ft.

Union

bis

Bewaldung des Missouri - Thaies üppig

die

Ge-

Art Mauerwerk erinnernden Formen die-

alle

den Namen Stonewalls.

diese

Wald- und Weidenniederungen am

bilden horizontale Sandsteinschichten die Ufer

mannigfaltigsten,

sieht

Abhängen.

und

hin

bilden.

Wied aus der Gegend des Muscleshell

schreibt

hat mit ihren tausendfaltigen

tiefungen

ihnen

Vorwerke zu

der oft

vorkommt,

Thonhügeln

diesen

in

zitzenartige Hügel seheinen

kette,

Grosse Stüeke Glimmer,

gebrannt.

ferne als glänzende, funkelnde Punkte an den

ziehen

Oft

wie

lagenweise

Gegend

in diese

und mannigfaltig,

wiewohl bereits zahlreiche Bäume des Ostens und der Mitte hier 1

fehlen

Prinz

).

Wied

v.

schreibt

noch vom Bonnet

de

Boeuf-

Creek: ,.Zur Rechten bestand der Wald aus hohen weissen Platanen,

am

links

dieser

steilen

Lage

Ufer lagen hohe Ahornstämme im Wasser, die in

blühten"

Gegend waren

die

und vom Nadaway:

„Rund um

Waldungen höchst malerisch.

Rosskastanienbäume

hatten

in dieser

Die zahlreichen

nun vollkommene Blätter,

die

weisse

Esche blühte, sowie die Pvrus- und Prunus- Arten, deren wie mit

Schnee

überschüttete

Gesträuche schön

massen der Cercis contrastirten."

Nur

mit den die frisch

rothen

Blumen-

überschwemmten

Strecken sind gewöhnlich blüthenarm.

Vom

Big Sioux an wird die Landschaft wilder, der Waldstreif

des Ufers wird immer schmäler, die waldlosen Plains treten

1)

ab.

immer

Waldbäume nimmt am mittleren Missouri bereits erheblich Wied nennt von dort: „Black und Red Oak, Red Elm, White

Die Zahl der

Prinz

v.

Ash, Honey-Locust, Mulberry, Red -Rud, Cotton -Wood, mehrere Weiden, Platanus,

Black Walnut, Hikory, Box Alder, Iron Wood, Hackberry."

Amerika

S.

(Reise in Nord-

988.)

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XXI.

558

Die Stopfen (The Hains).

Lücken hervor,

häufiger zwischen seinen

Kotheeder (.Juniperus) wird häutig an

die düstere cvprcssenartiire

dem

Die

verändert.

Gegend

waldlos

meist

ist

am

wuchs nicht mehr hoch und kräftig wie

man noch

sieht

umschlingen

was

,

noch

jenen Cedern als

die

wie

Farben

die

,

zahlreichen Cedar Islands

dem Steppengrau

kühner und reicher und Seenen

diese

Gebüsche

Der

sind

von

unzählichen Sandbänken

wir hinzu, in der Ferne das

auch

gebirgs,

lassen

staubig,

stellenweis

,

machen.

In

wie „ringsum ein Amphi-

durchschnitten",

und,

breite

setzen

Panorama des schneegipfeligen Felsen-

der ausgeprägtesten Steppe,

schon

mit

verblassten, werden

theater sonderbarer Bergkuppen, zu den Füssen der schöne Fluss,

der

Hier sind es schon mehr die

welche das Landschaftsbild

vor

jene

die

aufwärts gänzlich aufhört."

vorwiegend bewaldet.

dem Masse,

unteren Missouri, doch

Pappel bilden den grössten Theil

die

dieser Hegion,

in

Formen

weiter

schon sehr

sich hier

und nackt, der Holz-

Ranken der wilden Weinstöcke

die

Wachholderbaum und Wälder

schluchtenreichen, steilen

„Der Charakter des Landes hatte

Bluff- Ufer.

die

gelb

und

wüstenhaft') hier an den jungen Strom

heranzieht, ihre Reize.

XXI. Die Steppen (The

Plains).

So wie im Ohio- und See-Gebiet die Prärien sich allmählich aus den Wäldern gewissermassen westwärts die Steppen grad,

wo

machen

die

die

Erhebung

mittlere

Wiesen

herausentwickeln,

aus ihnen hervor.

einer

bereits

Kraut-

Um über

auch

(>O0 m.

hinausgeht,

und Strauchvegetation

welche das Gras mehr und mehr verdrängt, blätterige, stachelige,

gehen weiter

den 100. Längen-

Platz,

dürreliebende, klein-

viele salzliebende Pflanzen

an die Stelle

1) Die ganze Prärie war gelb vertrocknet, Staub wurde bei der geringsten Bewegung erzeugt, und schon ein trabender Wolf verursachte denselben. Aus

dein Staube konnte

man

in

der Ferne das Dasein der Bisouheerden erkennen,

welche ganze Wolken desselben auftrieben (Kbeudas. 492).

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559

Die Steppen (The Plains).

XXI.

der Präriekräuter, ausdauernde holzige Kleinsträucher an die Stelle

der weichen ein- und zweijährigen Gewächse treten

und den Farhenreichthum der Wiesen

Man kennt

Steppen verwandelt.

Nord- Amerika'«

Hälfte

der

Prärie

-

etwas Aehnliches in der östlichen dort in

fruchtbar im

sind allerdings wenig

,

den schwarzbodigen Prärien und der tausendjährigen

Vergleich zu

Modererde

das Grün

lässt,

das einförmige Grau der

denn die Barrens, welche

nicht,

Region auftreten

in

aber

Urwälder,

der

können doch immer

sie

als

eine

Form der Prärien angesprochen werden und sind jedenfalls nicht culturunfähig ). Ist es daher erstaunlich, wenn den Ersten, die 1

dieses Gebiet mit forschendem Blick betraten, einem Freraont oder

Beckwith,

der

zu dem, was erschien, viel

Steppen

Contrast der

man

der

dass sie

die

Uebergänge zwischen Ueppigkeit und Dürre

weniger beachteten

die

als

extremen Unterschiede, und diese

Steppen asiatisch und nicht amerikanisch fanden in

scharf

ein

bergumrandetes

abgesondertes,

Febrigens bat sich die Schätzung,

1)

Hochebenen

westlichen

bisher als amerikanische Natur kannte, so scharf

Man

?

Becken

verwies ,

sie

Innerhalb

der die Barrens bei den ersten

in

Ansiedlern Kentucky'» und Tennessee's standen, mit der Zeit erheblich geändert.

Man

nicht

betrachtet sie

mehr

dürr

rothen,

Striche

breite

Owen

dass schon 1856 D.

wüste Ländereien.

als

und dem Anbau

Kalkboden stellenweise brechen

thonigen

(Geol. of

Es

ungünstig

ist

ist,

wahr, dass ihr

aber ihn unter-

Bodens, der so reiche Ernten

Kentucky

I.

83) seinen

Werth

in

der

gibt,

Nähe

Er bietet wahrscheinlich auch p. A. angibt. mehr, wie vor 100 Jahren, wo ein zu 2 m. dicht aufbedeckte und den Baumwuchs derart erstickte, dass

grösserer Ortschaften zu 50 Dollars

kein ganz so ödes

Bild

wachsendes Gras ihn

Strecken, die heute für gut bewaldet gelten können, noch im Gedenken älterer An-

Man macht in Kentucky Unterschiede zwischen indem man die einen für fruchtbarer hält Der grösste Theil derselben ist wenigstens anbaufähig. Michaux meint, dass wohl auch das jährliche Abbrennen des Prärie -Grases, das früher hier allgemein geübt wurde, dazu beitrug, die Barrens in ihrem öden Zustande

siedler baumlose Prärien waren.

verschiedenen Theilen der Barren, als die anderen.

m

erhalten (Voyage ä l'Ouest des M. Allegh. 165).

Kentucky umfassen

ein

Gebiet von

reichbewaldeten Theilen durch

Bäumen,

änderet)

trennt

ist,

in

vorzüglich

welchem

die

ca.

140

Die Barrens oder Prairies von

QM.,

das von den umgebenden

einen dünubewaldeten

Saum von Eichen und

aber durch Post-Oaks (Quercus obtusiloba) ge-

Bäume

spärlicher

und

ärmlicher

werden

in

dem

Masse als man sich dem Barren nähert. Dieser selbst ist prärieartig mit Gras und Kräutern bewachsen. In Tennessee und Missouri ist er weniger ausgedehnt.

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XXI.

r>Go

dessen

sie

wie eine grosso

abgeschlossen

Ausnahme von der amerikanischen Natur

das Kaninchen

man damals auch

Uebrigeus übertrieb

sein sollten.

dem Eindruck

unter

Die Steppen (The Plains).

und Fremont nannte

des Unerwarteten

z.

B.

der Steppe und den Sage

das grösste Säugethier

Brush -Strauch ihr einziges Holz. Die Bodenformen

denen der Prärie,

Hochebenen

in

der Steppe

eingeschlossen,

im

sind

dem Rahmen aber

ähnlich

Allgemeinen,

Hügelländer und

der Ebenen,

gehören den letzteren ganz

sie

Da

vorwiegend an und das Flache wiegt in ihnen weniger vor. diejenigen Theile des Inneren

Steppe

welche den Hochgebirgen so

Wirkungsbereich

ihrer

nahe liegen

Gewässer

dass sie

,

so

fallen,

sind

noch

die

die

bedeckt,

ausschliesslich

fast

in

tief

den

einge-

schnittenen Thäler der letzteren eine charakteristische Erscheinung

im Steppengebiet; nicht weniger sind Bodenwellen,

vom Sie

es die

höheren und steileren

welche wir schon oben Wellenkreiseu verglichen, die

Mittelpunkt

Gebirgserhebung

einer

gleichsam

hinauszittern.

verkünden die Nähe des Hochgebirges, auf dessen höheres An-

steigen sie gleichsam vorbereiten oder das sie mit flacheren Theilen

der Hochebene vermitteln.

Auf

diese,

dem Hochgebirg

vorgelagerten

Theile der Steppe bezieht sich die Schilderung Dodge's:

„Die Plains

dem Namen nach Ebenen. Der Mangel an Bäumen setzt sie in besonders hohem Grade den Wirkungen der Winde und des Wassers aus und nirgends findet man daher eine grössere Unregel-

sind nur

Oberfläche,

der

mässigkeit

unvermitteltere

Erhebungen,

steilere

Abstiege, gebrochenere, zerrissene, oft scheinbar unpassirbare Ge-

genden wie reisst

von

Nirgends schneidet der Regen

hier.

der Frost senkrechtere Spalten.

dem zähen

gefährlichen

Flugsand

tiefer ein,

Die weiten erfüllt.

nirgends

Flussbetten sind

Der Reisende hat

Uferbänke zu durchschneiden, scharfe Höhen abzutragen, Brücken

und

Dämme

intelligenter

Die für

steil

zu

bauen und jede gewonnene Meile

und geschickter Arbeit

1

ist

ein

Stück

)."

abfallenden Ufer der fliesseuden Gewässer unterbrechen

den Fernblick den flachen oder welligen Charakter der Steppe

so wenig, dass

1)

man

The Black

sie

gewöhnlich erst wahrnimmt, wenn

Hills 187G.

man

hart

15.

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XXI.

an

herangetreten

sie

überrascht

von

Oede, die

sie

I)ie

Man

ist.

dem

Steppen (The Mains).

und

umgibt,

z.

Man

Creek

-

stellt

was

„Das

sich

der einförmigen Gras-

in

Dem

Hand emporragen.

Ulmen und Pappeln.

aus

mit

scheinen

gesehen,

sie

ihren

über

Köpfen gerade aus dem Boden

man an

Bäume empor, an

auf zwei

-

bis

die

Aus der

dreimannshohen Stengeln

Am

Mono

;

Weinreben

in

ranken sieh

Wir

westlicher Richtung herab

in

Hochprärie

mehr zu

Tiefe wachsen

L. erfuhren wir selber den

Richtung

gerader

merk-

stiegen

dort

ritten

quer

und

dem

nach

schimmernden Blockhaus einer einsamen Ranch. nichts

Sowie

besondere

würdigen Eindruck, den diese Oasen machen.

über

Schlucht empor-

die

hervorzuragen.

der Seite der Schlucht stehen Sonnenblumen

durch das Gebüsch."

von den Vulkanen

Arkansas

Little

Von der Fläche

das Flussbett selbst herantritt, hat

kleine Welt in der kahlen Steppe vor sich. die

Fröbel

tief eingeschnittene

entlang stehen in der Tiefe

ragenden

Steppe an land-

die

Baumwipfeln dar, welche aus der

tiäche als eine gerade Linie von

Tiefe ein wenig über den

der

begreift es, dass Steppenreisende

B. aus der Arkansas -Region:

Bett des Cottonwood

mit

Anerkennung Erwähnung thun.

einer Art von

mit

Oasen

versenkten

jedenfalls gehören diese unerwarteten

schaftlicher Schönheit bietet.

schreibt

dann immer wieder aufs Neue

dieser

Abstände zum Anziehendsten,

schroffen

ihrer

ist

Contrast

661

fernher

Wir erwarteten

sehen, erfuhren aber bald, dass selbst diese schein-

bar so öde Steppe ihre Reize

und einförmig grau

Die Fläche sah ununterbrochen

hat.

aus, wie überall in diesen Gegenden,

aber als

wir eine Stunde querfeldein geritten waren, that sich eine Schlucht auf,

von

man

der

keine Spur gesehen hatte; sie wurde weiter, je

näher wir kamen, und eine

als

stellte sich,

als wir

an ihrem Rande standen,

etwa 200 Schritt breite Ausweitung des schluchtenartigen

Thaies einer der Bäche dar, die vom Hochgebirg herab über die

Hochebene und

in

den See

iiiessen.

In

dem weichen Geröllboden

hatte das Wasser ein enges tiefes Thal gehöhlt.

Quaderschicht

tiefer

Es

fiel

über eine

liegenden Gesteins in diese Weitung, die

üppigen Rasen und Weiden- und Espengebüsch grün war, dass wie

ein Oasengarten in

schien. K*ti*l

Wir

die

einförmige Dürre der Prärie

stiegen die steilen

Aroerik»

I.

Wände

vom sie

versenkt

hinab und standen vor

dem

M

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562

XXII.

dünnen Gewässer,

Ein Blick

ans

«Ins

ob wir diese

so orfreut, als

in

«las

Kelsonirebirpe.

^uaderthor

«lein

Wochen

letzten

Schlucht rauschte,

«1er

statt der interessantesten

Gebirgslandschaft immer nur die Wüste durchreist hätten.

Gerade

der Contrast im Kleinen war wohlthuend.

XXII.

Ein Blick in das Felsengebirge. l.

Nach

vom

zweitägiger Fahrt

fast

Mississippi-Thal her über die

grüne, fruchtbare Prairie von Kansas und die vertrockneten, gelben

Steppen, mit denen sich das Land unmerklich zur Hochebene erhebt,

man im Westen

sieht

Peak

südliche

die

Wänden

wo

Werk

wie ein vorgeschobenes

sie

Ihre

willkommener Vorbote, denn

Formen

ihr

steil

,

so

in

dieser

«lie

ist

die

je

Palermo

bei

Hohe,

Berggruppe

alter

ehe

massvoll

bei

ist

es

weiss,

.

nahe

was

wellig

nun

,

die aller

ich

verwandt.

man

edel

Kühnheit

.

denn

strebt

sie

einen wolkenspaltenden Wipfel auf-

man

ohne irgend

meine

Erst

es

vermuthet.

und auf der einen

Seite früher als auf der anderen, mit einer sanften

vollendet

Sie ist

versprechen.

wunderbar schöne Linie des Monte

die

gesehen

als gälte

zuthürmen. bricht

so

,

taucht im

hervortritt.

einer grossartigen Schönheit,

gehalten

Wer

Aufstreben.

Pellegrino ihr

sind von

kann

nennen

sie

s

steilen

vor die im Ganzen

scheint viel zu

sie

Wölkchen

und den

einer grossen, fernen Insel nicht unähnlich:

auf,

sehr regelmässig nordsüdlich verlaufende Kette ein

v«>n

Berggruppe des Pike

ihrer Isolirtheit, der langgestreckten Gestalt

in

Süden

wie Keime

die Felsengebirge

Zuerst erscheint

auftauchen.

einen

Biegung ab und

scharfen Grat oder

Kluft,

mit

zusammenneigenden Linien, den eigentümlichen Umriss. der

sehr entschieden an einen

Kopfe schläft röthlüher



etwa an

Felston,

Löwen «len

welchen

Schneefelder durchziehen

erinnert, der mit niedergeducktem

Thorwaldsen\sehen bei Luzern. mattweisse

und den.

wie

wir

und

Ein

Flecken

«1er

näherkommen,

das

Linien

weiche Dunkelgrün des tieferen Waldklei«les, des faltenreichen, gleich -

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XXII.

Ein Blick

sam herabgesunkenen, überall weichen, duftigen Farbe,

sind vermildernd über das

Während

das Felaengebirge.

einfasst,

und

füllt

Form mit

diese

die durchscheinend grauen,

und veilchenblauen Bergschatten



in

— ein

Ganze

lang entbehrter Augentrost

gebreitet.

diese schöne Berggestalt sich entfaltet bat, sind gegen

Norden weitere schneestreifige Kuppen aufgetreten;

würden ohne

und

vereinzelt

einer

blauen

sind

noch

welche

ihre

sie

Umrisse,

scharfen

die

Fclscnnatur andeuten und die Nähe der schon zu imposanter Masse

und Hohe heraufgewachsenen Gruppe des Pike's Peak kaum höchsten Gipfel eines Hochgebirges zu erkennen

haben zunächst nichts von alpiner Schärfe

— keine Hörner, Nadeln,

nichts übermässig Kühnes, Scharfzackiges oder gar ist

zu sehen

Gratlinien mit sanften Einsenkungen

Uebergebogenes

und stumpfen Kegeln, langen

eine Neigung zu breiten

;

als die

Formen

Ihre

sein.

und zarten Uebergängen,

selbst

zu Wellenlinien, scheint mit wenigen Ausnahmen auf der ganzen Linie In der Ferne, in der sie jetzt noch stehen, erscheinen

zu herrschen. sie in

ihrem matten Blau und Grau so duftig wie ein Schatten, der oder den

sich aufzuhellen beginnt,

leichten

Nebelschleiern

verhüllt

die

wird.

Sonne

wirft,

erkennbaren Zusammenhang weit zerstreut

reihe Unsen

wie eben die Prärie,

Meer

ein stürmisches

Zuges sich

s

von Welle

Massen zu erblicken,

Wagen-

die

zu Welle bergauf und bergab

kommen

von mancher Höhe

die ihnen zur

schon welliger als

Aber wie

windet und immer weiter westlich fortschreitet, näher, und schon gelingt es,

ohne

auf, versinken bald

die jetzt

sinkt oder anschwillt.

von

sie

sie

und jenem

diesem

an

Punkte des westlichen Horizontes, tauchen bald ganz, bald halb,

wenn

Auch erscheinen

sie sichtlich

tiefere,

Grundlage dienen,

sie

dunklere verbinden.

Die Gipfel und Grate wurden erst zu Gruppen, ähnlich der des Pike's Peak,

so

dass

mit dieser vier

nordlichste länger als die anderen,

den Formen

am

ähnlich, so gross wie die

genähert,

die

Horizont standen



die

Kette für sieh, und in

alpenhaftesten, schärfsten, die südlichste, wie schon

beschrieben, die schönste im Umriss,

minder lebhaft

am

fast eine

südliehe

zum Auge nördliche

die beiden mittleren einander

und von trägeren Formen,

sprechen.

Diese

beiden

und südliehe Gruppe

sind

die

einander

sind hingegen durch

bedeutend grössere Zwischenräume von ziemlich übereinstimmender 30«

Mi

XXII.

Weite von «las

in

das Felsengebirge.

iii

getrennt und

ilinen

Gebirge

Ein Blick

über

hinaus sieht

sie

man schon

undeutlichen Wellenlinien nach den beiden entgegen-

gesetzten Himmelsrichtungen hinausziehen

in

,

deren Linien es mit

urlbedeutenden Abweichungen durch den ganzen Nordcontinent und in

Süd-Amerika wieder vom nordliehen Hände

Nun dem

(iebirge

seitdem

zu,

die ersten Gipfel aulgetaucht

noch sind es nur Gruppen, was wir sehen,

man denn

Sollte

senkungen,

in die wir

man

uns

wir

sammt

Kaum

!

zwei hellen

in

Aber

!

es

au

Sommertagen

hat eben jeder

mich recht gut, es war dasselbe,

seine Schale; ich erinnere

ich an

die Kette

ud diese lästigen Boden-

von jeder Hebung wieder hinabsteigen

Hiau und Braungelb

ich bei

l

einen Ausblick gewonnen zu haben, so schieben sie sich

doch wahrlich genügend gesättigt haben

Kern

/

und

sind

schränken uns wieder auf Himmel und Prärie ein,

vor und

deren

streicht.

Uuzusammenhängendes.

nicht erwarten, dass das Ganze,

den Vorbergen, endlich auftauchen müsse

glaubt

zum Cap Horn

bis

fahren wir aber mit Schnellzugseile schon seit zwei Stunden

Waldshut zum ersten Mal

die

als

Alpen sah, und mehr noch, als

einem trüben Decembcrmorgen zwischen Montpellier und Fron-

tignan den ersten Blick aufs Meer gewann.

Wie drängte

endlich

es,

den vollsten Zug aus der langersehnten Quelle einer grossen, schönen

Natur zu thun «ler

Doch da war bald

!

meilenlangen Rebenfelder,

eine

dort

die

Wegbieguug, so häutig,

bald eines

bald

ein

Haus

und am Ende war mau unvermuthet

und bald eine Wolke davor,

mitten ins Gewühl der beengenden Stadt geworfen, hatte es höchstens bei dieser

und jener guten Gelegenheit

Das waren damals Tantalusqualen. und was

hilft

es

auch

,

flüchtig aufleuchten sehen.

Jetzt bin ich

ungeduldig sein

?

freilich

ruhiger

Las ich nicht mit Er-

staunen jüngst im Heisebericht des Major Pike, der lflOÜ die erste Forschungsexpedition nach den Felsengebirgen führte, wie lang ihm

und seinen Leuten der Weg vom ersten Anblick

Und

des Gebirges ward'/

gewesen Ort.

wo

bis zu

sein, sie

in

der

sie

müd müssen

wie vier

bis

zum Erreichen der Prärie

erst diese

Monate gewandert waren!

Von dem

den ersten Anblick der Felsengebirge gewonnen hatten,

deren Fuss brauchten

vermuthet hatten.

Die Luft

dünn und täuscht über

sie ist

zwölf Tage statt der in

dieser

vier,

Höhe ungemein

die Entfernung der Dinge.



die sie

klar und

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XXII.

Wir

sind

Ein Blick

endlich

dürfen wir nun

in

auf der Herreise aus

am

Bruchstücken sich

all-

Horizont aufbaute,

Ganzes von einem wohl gelegenen Punkte

als

und wolkenloser

Abendbeleuchtung, bei staub-

günstigster

kurz,

Was

Denver.

in

mählich aufgetauchten

das Felsengebirge.

in

Nichts beschränkt, ganz ruhig

uns aufnehmen.

in

in

Luft,

Es

ist

das auch ein Glück, das freilich wohl nur der recht würdigen kann,

dem unser

auf die er sich ein Jahr und mehr gefreut,

Regenwoehe zeit

launenhafterer europäischer Kegengott einmal eine

viel

Alpenreise,

kommt

nur erwünscht, denn der liegen

und

wittern herab

mit einer

Derartige Intermezzi sind hier zur

eröffnete.

von so kurzer Dauer,

ist

Sommer-

nur bei Ge-

jetzt meist

aber dabei so

not-

wendig für die Vegetation, dass ihn Jedermann dankbar begrüsst.

Abgesehen von der Nützlichkeit, bringt er auch eine kurzweilige

Unterbrechung

das ewige Blauen

in

ohnediess ein etwas stahliges Blau

ungemein trockenen

eine

Luft,

und Sonnenscheinen; bei

es ist

dieser

Farbe, der etwas Durchsetzung mit

dem weichen Weiss und Grau der Wolken erzeugen sich wohl täglich im

Höhe und

dieser

in

Gebirge,

jeweils

wohlthut;

diese

aber meistens

bleiben

tief

an dessen Horizonte stehen.

Im Halbkreis

liegt

wie

sich darbietet,

es

einfacher

viel

Die zwanzig Meilen bis

ansicht.

Es

bald

dem Gebirge

von Hügeln aufzurecken, die förmig

dem Gebirge

bilden.

felsig

vielfaltiges

Dieser tige,

,

Wellen ansteigt,

um

Vorlagerung

nur einen schmalen Saum vor

sie

und nur auf den Gipfeln und

zieht,

jener

beim Aufsteigen

Gewand mitgehoben und

Hügelsaum

sind noch völlig Prärie, in

Sie sind gleich der Prärie mit kurzem, gelb-

hätten

als

sagen,

Alpen-

theils wallartig gestreckt, theils kegel-

lichgrünem Rasen bedeckt, waldlos

Graten

irgend

selbst plötzlich zu einer

erheben und überall

sich

zu

einer

einfach

ist

bei

als

zum Fusse

die bald in glatter, schräger Fläche, sich erst hart vor

es von hier

nun das Felsengebirge, soweit

aus zu überschauen, vor deinem Blick.

vielfach

es

nur zu

ritzen

durchbrochen und

in

ihr

weites,

vermocht. mannigfal-

doch vorwiegend langgestreckte Formen gegliedert, überall vor

dem Gebirge Norden zum aus der

hin.

und im Südhorizont,

wo

sich

Halbkreis zu biegen scheint, sieht

Prärie

in

allmählicher

die

Kette wie im

man denselben

klar

Erhebung ansteigen und mählich

XXII.

566

Eiu Blick

das Felsougebirge.

in

höheren Berge übergehen,

in die

welche da,

wo wir das Gebirge

direct vor uns haben, sich unvermittelt, d. h. aus eigener Basis zu

erheben scheinen. Hinter diesem Hügel- und

die

man



Park Range nennt

die

er

am

höchsten

nachhinge, dazu felseuhafte Ge-

dunkles Waldkleid gehüllt bis

bilde, in

so unvermittelt aus

wo

weiter westlich liegenden Hochgebirgskette,

der Scheitel der

wird,

Bergwall, der

erhebt sich da und dort,

der Prärie aufsteigt,

zum Kamm,

kahl und schnee-

an den Gipfeln, die aus ihm sich hervorheben.

streifig

2.

Von Denver führen mehrere Eisenbahnlinien nach dem Erzreichthum,

dessen zu

Besucher

zahlreichere

.Jahr

Gebirge,

und Naturschönheiten von Jahr

Heilquellen

Eine

anziehen.

der

belebtesten

Linien führt von Denver einige zwanzig Meilen nordwärts und biegt

dann

nach Westen

um

,

das Kohlenbecken

von Boulder und den

Eingang des Boulder Canon, des Thaies zu gewinnen, durch das Strasse nach den Goldwäschereien des Boulder Creek

ergiebigen Silberminen von Caribou und Nederland führt. lassen Denver des Nachmittags die gelbe, parallel

und

sich

staubige Prärie

sind vor

Abend

in

Wir

Boulder.

solange

wir rasch hin,

eilen

den Bergen nach Norden

mit

ver-

Ueber

der

Weg

aber wo er abbiegt

läuft;

den Bergen nähert, schnaubt und stampft die Loeomotive,

denn

trotz ihrer leichten Last,

Fernsicht erscheint,

Gebirge, nach

dem

die Prärie, wie flachwellig sie in der

hebt sich mit bedeutender Steigung gegen das wir nun in geradester Linie hinstreben.

wird die bläuliche Fläche, lich,

und

die

und den höchst

mit der es

am

Schon

Horizont stand, körper-

tönt ihre Farbe zu einem Schleier ab, der über den Vertiefungen

noch dicht anzuschauen, während das Grün des Kasenkleides, das die

Vorberge ganz überzieht, auf allen näheren Punkten schon deut-

lich

vorleuchtet,

und

löst,

was

und Bergen

lässt

auf

Abhänge, Schluchten, Felsgrate hervortreten

einziger Wall

ei.i ,

die

aneinandergereiht sind, schattenhafter werden, gebirgsgipfel

,

die

geschienen,

in

Reihen von Hügeln

ohne Regel durch einander geschoben vortreten,

wie

vorher

wir ihre

zurückgehen, bald klarer,

ihnen näher kommen.

und bald

Die Hoch-

Schncehäupter über die Vorberge

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XXII.

gehoben,

sind

Ein Blick

das Felsengebirge.

in

zurückgesunken,

bereits

seihst nicht unter 3tKK)

denu

567 die

diese,

theilweise

messen, wachsen zusehends in die Hohe

in.

und Breite vor unseren Augen und lassen bald nichts mehr

Himmel über

Nun werden

sich.

Eisenbahn

so dass stellenweise die

und

hinführt,

schmalen

Einschnitten durch

in tiefen

und

Eine Bodenwelle steigt

dunklen

auf und

steiler

und

ist

stellenweise die

Bänder der Kohle senkt sich

schon ein kleiner Höhenrücken, wo

sie ist

sie

Einschnitten sieht mau, wie das Felsgestein

in diesen

Schichten

den

als

Wellen des Präriebodens kühner,

nahe unter die Erdkrume getreten

schon

sie

einschliesst.

nicht so bald,

aber

hebt

abfallt,

andere vielleicht zu 30 m. und trägt einen Felsgrat auf

eine

sich

die

der Kante, der wie ein Heidenmäuerlein entlang zieht.

Hügel mit

Felskämmen, mit Klippen und Graten an den Abhängen wiederholen sich

wir

,

sehen

am

sie

Fuss der waldigen Vorberge wie Dünen-

gebilde hinziehen, und diese selbst, an deren ein

zu umhüllen,

nahe in

die Gipfel völlig

man

dass

,

Abhängen noch immer

herabgesunkenes Waldkleid den Felsenkörper nur halb

faltig

Felsen

frei

zu lassen

dem Walde

aus

schien,

nun so

sind

hervortreten

Wald

und

Schluchten hinaufziehen und an geschützten Stellen sich

fest

am

Gipfel behaupten sieht. In diesen Hügeln liegen die tertiären Kohlen, deren für

die rasch

grosser Bedeutung hart an

dem

Ausbeutung

wachsende Bergwerks-Industrie von Colorado von ist,

Man

breiten Thore

Bergwand gebrochen.

Es

so

geht durch das Städtchen Boulder. das liegt,

ist

welches der Boulder Creek in die

ein Städtchen von Holzhäusern, einer

der Verkehrsmittelpunkte für die tiefer im Gebirg liegende Minenregion reich an Kaufläden, Schenken, Gasthäusern

und darum

Farmern, Bergbeamten und

ställen.

dergl., die zu

und Pferde-

Pferde aus

dem

Gebirge kommen, sonnverbrannten kühnen Gesellen mit breiten Hüten

und hohen

man

Stiefeln, in

schweren mexikanischen Steighügeln, begegnet

häufig in seinen Strassen, und zahlreiche

schnittenes Holz aus den nahen

rauscht

noch über

chen vorbei,

Felsen,

verliert

die

er

herabgespült, an diesem

ge-

t'reck

Städt-

aber buhl sein schweres Geröll, da sein Fall

sich schon merklich vermindert, so wie er aus tritt.

Wagen bringen

Sägmühlen herab. Der Boulder

Eine englische Meile weiter abwärts

ist

dem Gebirge er schon

heraus-

PrärieHuss.

XX II. d.

er

h.

Ein Blick

in

das Fclseiigubirge.

wenn auch noch mit

flie9st,

seinen nahen Gebirgsursprung erinnert

mehrere Arme

getheilt,

niederen Ufern, an

einer Schnelligkeit,

doch vielgewunden

,

die

an

oft

in

,

die durch flache Sandinseln getrennt sind, in

Saum

deren schmalen

Grüns sich

kräftigeren

Da und dort Büchlein nach dem anderen dessen Bett er zum Missouri

überall sogleich das Gelbgrau der Prärie anschliesst.

entziehen ihm Bewässerungsgräben ein

und

er

bis

hinabfliesst,

zum

Platte R.

kommt,

in

und

er ein breiter, seichter, sand-

ist

kiesreicher

Bach

geworden.

Aber er kommt uns

jetzt als wilder

Bergbach entgegen, indem

wir die Strasse verfolgen, welche von Boulder aus an seinem Ufer,

am

bald

rechten, bald

Brücken

fünfzehn

haben hier keine

am

breite,

neun

Stunden langen

war,

Raum

so wenig

Weg

dass der

Wir

Strecke.

ebenenhafte Thalöffnung zu passiren, sondern

wo

treten unmittelbar in eine Felsschlucht,

halb Boulder schon

Ich zählte mindestens

linken hinführt.

auf der

stellenweise

eine Viertelstunde ober-

zwischen Bach und Felswand letztere

in

eingesprengt

werden

dessen

Wände

Merkwürdiger Contrast!

musste.

Die Berge sind hier aus fleischrothem

und Klippen den Bach einengen,

er

Granit,

schäumt und

gewaltig

300 m. über das Thalniveau

Sie steigen zu etwa

braust.

dass

an, tragen

auf sanfteren Abhängen und in Schluchten wohl Erde, doch wenig

Baumwuchs.

Nur

Tannen

hohen

hainartig stehen die Föhren und die sehr schmalen eine

,

gute

Felsstattage

durch

ihre

schlank

auf-

strebenden Gestalten und dunkle Farbe, doch kein Wald, vor allem keiner,

wie ihn

die

Abhänge unserer Alpen tragen.

Matten suchen wir vergebens, Präriegewächse, blühende Cacteeu, starre,

blumen,

Lupinen

u.

dergl.

schmalblättrige .

uns

treten

und roth-

kleine Sonnen-

Agaven,

statt

Selbst grüne

gelb-

ihrer

entgegen

und

verkünden, dass ein innigerer Zusammenhang zwischen der flachen

Wüste und dem Hochgebirge äusseren Erscheinung glauben

wenn

es

besteht,

als der tiefe

Unterschied der

Es war nicht bloss

lässt.

ein Schein,

uns beim ersten Anblick der Felsgebirge vorkam, als habe

das Gebirg beim Aufsteigen die gelbgraue Pflanzendecke der Prärie sanft mit

sich

gezogen.

Es

aufgehoben ist

so,

denn

und

sie

gleichsam

selbst bei

über sein Felsgeripp

y«KK)m. hat die Flora dieses

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Ein Blick

XXII.

das Febengebirge.

in

5f>9

Gebirges noch unverkennbar den Präriecharakter und nirgends in ihrer ganzen langen Erstrcckung

Colorado

Hart Alpen,

am Bach

ist es

es

nicht

da

fehlt

verläugnen die Felsengebirge von

dass sie zwischen zwei Wüsten liegen.

in ihrer Pflanzenwelt,

an

Da

anders.

freilich

sind wir tief in den

dunkelgrünem Erlengebüsch

saftigst

und beweglichen Espen, an Rosen von sehr süssem Dufte, an Schlingdas die Hecken verdichtet, an grünen Rasenflecken mit

gesträuch,

Nachtviolen

kleinen

zierlichen

mitten

Wie heimeln

darin.

diese

Scenen an, wo hinter einem Felswall ein Halbinselchen angeschwemmt

und

dicht

hegrast

wo

ist,

eine

mitten im reissenden Bach feiner,

rothstengliger

kleine

wo

liegt,

Ahorn

nickt

voll

Baumstämme,

ein

und vom Wasserstaub weithin nicht unvertraut,

wo

nackte, heruntergespülte, sich in den Felsen verwirrt

haben und den Bach sperren, wo

und von

scharfkantig

Erlensträuchern

brausenden Fälle

die

Auch jene wilderen Bilder sind uns

glänzt!

liegen,

Insel

in

abgestürzte Felsmassen,

frisch

frischen Bruchflächen, mitten in seinem Bett

wo andere dräuend

tiberhangen, die vielleicht nur das weit-

ausgreifende Wurzelwerk einer Föhre noch in ihrer Lage hält. Einzelnes

gemein

sein,

ist

da

denn Viel muss ja allen Hochgebirgen

vertraut, sie,

und des

von allen Unterschieden der Lage

Klima's abgesehen, durch ihre Natur in so vielen Beziehungen über-

Aber neu

einstimmen.

über das

Thema

die Fülle ununterbrochener Variationen

ist

eines engen, höchst wilden Felsenthales

ebenso wilden Baches, der es durchfliesst. Teufelsschluchten sind'Einschaltungen reihen, aber dieses Thal

ist

und

eines

Unsere Höllenthäler und

in mildere, friedlichere Bilder-

so lang es

ein Höllenthal,

nennenswerthe Ausweitung unterbricht

auch

ist.

Keine

nur auf fünfhundert

Schritt den Schluchtencharakter, höchstens weichen einmal die senk-

rechten

Felswände zurück und lassen minder

herantreten, aber selbst

wo

dies der Fall,

Rücken wieder

ein Felswall

kommst

aus den starren,

nicht

als einmal steht ein

eine

noch

Wand

Berg von

völlig senkrecht

vom Wasser

das

belebt

Gestein herabrieselte;

Bergabhänge

Thal quer abzuschliessen

dräuenden Bildern heraus.

vielleicht

abfallt

ist,

steile

scheint vor dir oder

das

tausend Fuss vor

dir,

im

und du

Mehr dessen

und weder vom Pflanzenwuchs etwa über sein

nur die Farbenwechsel

am

vielzcrklüftetes

Gestein,

das an

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r .

Ein Mick

XXII.

>70

das FelKDgebirge.

in

und

geschützten Stellen hVischröthlich, an den Vorsprüngen violett

Wände

grauviolctt, lässt diese ist

hier wahrlich nicht

mehr

Felsen und Bergen spricht,

Berg aufgebaut.

jeder

Seiten und

Au

und quer durch

ein

gutes

Berge

im Thale

die

die höchsten Felswände.

Wahrzeichen dieses Thaies, an mehreren ,

gelehnt

waren.

Wänden

fielen

.

da

sie

sondern wie Pfeiler an

aber hebt

Dieser

schlank mit erst senkrechten

Spitze zusammenneigenden

Augen

die weniger in die

wie dieser auf allen Seiten entblösst,

ziemlich

den kühnen Formen der

der wildesten Stellen steht Castle Kock, ein iwHJ m.

einer

anderen Punkten ähnliche nicht

grossem

die Verwitterung in

ist

sieht es an

Abhänge der Berge und an den Massen,

hoher Fels,

die

denn aus hausgrossen Blöcken scheint

man

Risse ziehen längs

liegen.

wenn man von aufyrfhiirnUru

bildlich,

Sicherlich

Massstabe thätig gewesen,

Ks

nicht ganz einförmig erscheinen.

sich

ganz

frei

und

dann im Bogen zu scharfer

,

dem Thalgrunde.

aus

nur ein paar kümmerliche Föhren an Vorsprüngen und

Er

trägt

Spalten,

in

wo angewehter oder herabgewitterter Staub sich absetzen konnte. Noch Stunden wandert man im engen Thal. Wo die Felswände zurücktreten,

kommen

ziemlich

oder dünnbewaldete

kahle

steile,

Kaum genug für ein paar Hafer- und Karund erst wenn man etwa sechs Stunden in dieser

Berge heran, die selten toffelfelder lassen,

langen Schlucht zurückgelegt, gehen unerwartet die Fels- und Berg-

schranken weit zurück ausbreiten,

um

und lassen eine Thalfläche Amphitheater

die sie wie ein

sich in

unbeengt

sich

weitem Bogen

aufbauen. Diese

Thalweitung

den

gleicht

entsprechenden

unserer Alpenthäler so vollkommen, dass

mit einiger l'eberwindung an saftigen,

man

Abschnitten

That nur

sich in der

den Gedanken gewohnt, über diese

am

blumenreichen Wiesen,

üppigsten Weiden- und Erlen-

gebüsch hin und im Schatten von Tannen und Föhren, die ganz so voll

und

mehr

kräftig

als 2f>U0

wie

in

der Ebene aufstreben,

im Norden und Süden gesehen, Naturerscheinung auf sieht

man

die

Nach

m. zu wandern.

ist

dem ganzen

so

in einer

Höhe von

manchem Neuen,

dass ich

mir diess doch die erstaunlichste

Continente.

Noch

reichlich

1000 m.

Tannen- und Föhrenwälder an den Bergwänden hinauf-

ziehen und die nächsten Hochgipfel der

Snowy Bange, welche

nicht

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XXII.

hoch

unter 4(XX) m.

Ein Blick

sind,

das Felsengcfoirgc.

f>71

aber die Sehn eefelder

noch

Grün leuchten.

frischesten

in

So

ist

hinaus

im

durchbrochen,

hier eine Kegel

Europa zu den allgemeinsten rechnen zu dürfen glaubten

die wir in

dass unter gleicher geographischer Breite die Schneegrenze im Ganzen

Höhe zu

in gleicher sich in

lebens überhaupt zu schicken. eine

nis*

Doch wird

liegen habe.

schwer

es nicht

fallen,

den neuen Hegriff von Baumgrenze und Grenze des PflanzenVerheisst doch dieses neue Verhält-

unerwarteter

Fülle

Einzelheiten,

die

ihm

Wie Manches wird uns noch überraschen

müssen!

entspringen

diesem Ge-

in

birge mit montblanc-hohen Bergen, die fast bis zu den Gipfeln be-

im Frühsommer schneearm und durchaus gletscherlos

waldet, selbst

Auf der Wasserscheide zwischen

sind!

Meer,

Atlantischem

wo Alpenpflanzen vom Aetna und Glockner

und Stillem

bei

mexikanischen

bei sanfter

Neigung ziem-

Cacteen und Agaven stehen! Die Thalebene von Middle-Boulder lich

einförmig eben



grunde der Hochgebirgsthiiler ist theils

boden

;

häufig anzutreffen

sind.

im HinterIhr

Grund

gute Erde, theils steinig, theils schwammig feuchter Moor-

Erde

die gute

Das Thal

schon angebaut.

an den Bändern des Thaies und

ist

von Bergen auf allen Seiten umgeben,

kaum 300 m. über der Thaltläche und wo es sich gegen den Eingang der

von niedrigeren

an den Seiten

findet sich

hoch an ihnen hinauf; von ihr sind einige Stücke

zieht oft ziemlich

,

des Canon, hinabsenkt,

erreichenden, Felsschlucht,

von höheren im Hintergründe, wo sich der

Fluss wieder in Felsschluchten als

ist

ein alter Seeboden, wie sie überall

begräbt und stärkeren Fall erhält

irgendwo weiter unten, da er hier nun seinen Quellen sich nähert,

die nur etwa zwei Meilen weiter oben liegen.

Alle diese Berge sind

wilden Felsgewirr, sanft ansteigende

dem Kamm

am Rande

des ewigen Schnees

nun im schärfsten Gegensatz zu dem

das auf Meilen die Rander des Canon bildete, Hohen mit Hachen, manchmal kaum merklich aus

des Höhenzugs

hervortretenden

Gipfeln.

Selbst

von

Bergen im Hintergrunde, die zum Theil schon ewigen Schnee tragen, wiewohl

gilt dieses,

sie

wenigstens

zum

Theil in schärferen Umrissen

wieder die entschiedener hervortretende Felsnatur erkennen lassen. .Jene sind

durchaus nur dünn bewaldet, so dass die schmalen Tannen

stellenweise

kaum noch

hainartig stehen

;

doch wächst bereits wieder

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XXII.

f>72

Kin Wiek

das Kt-lsengebirge.

in

mannshohes Fdhrcngesträuch auf den Rotlungen. in

dunkles Waldgewund gehüllt,

ein

dem

losigkeit

düster

halten

seinem Ernste

in

absticht,

Sehwarzwaldes

des

von

Locken-

und

prächtig

nicht

nachsteht

dem matten Weiss der

welche stellenweise sich seihst noch

vom Morgen

haben und

zum

bis

aber sind

Diese

das an Dichte und

Schneefeidtr

seinen Grenzen er-

in

Abend

der Sonne

von

beschienen werden, die ihre Bahn jetzt quer über das Thal hat.

Durch lauten entfernt

Thal

dieses

der

ist

wie von

umdämmung und

rauscht

dem Toben,

einem raschen,

das Flüsschen in

vom Plaudern

Ton,

eines Wiesenbaches

zu

dem

eben so weit

es weiter unten die Felsen-

der ungleiche Grund zwingt.

Der

rasche

Fall

von den Bergen des Thalhintergrundes hat ihm eine Geschwindigkeit

gegeben,

die das

nicht bieten könnte,

Fliessen

über die

leichtgeneigte

Thalebene

aber die unmittelbaren Einengungen

Ufern oder im Bette fehlen, und so

ist

an den

es ein Mittelding von Berg-

bach und Thalflüsschen.

Man verlässt, indem man weiter ansteigt, das liebliche Thal, man bald wie auf einen Garten in Felsenumzäumung zurückblickt, und kommt auf steilem, steinigem Pfade mitten in die Berge, auf das

welche es nach Westen abschliessen.

Ihre

Abhänge

dichter bewaldet gewesen, als sie es jetzt sind,

man

sind einst viel

sieht

an Stümpfen

und verkohlten Stämmen die Spuren der Axt und des Feuers und die

Föhre und Tanne stehen sehr dünn.

Dabei

ist

die letztere

(

Abies

Engelmanni) so sehmal gewachsen, so vorwiegend nur Stamm, an dem kurze, buschige Zweige wagrecht abstehen ohne eine

dass sie, selbst wenn

sie

Krone zu

bilden,

zehnmal dichter stünde, keinen Wald zu-

sammenzusetzen vermöchte.

Die Wüstenanklänge sind selbst hier

noch nicht ganz verklungen, es

fehlt

_

an saftigen Kräutern, aber nicht

an trockenen Agaven und Cacteen, und die ersteren sehen mit ihren hohen, steifen Blüthenschäften von weissgelber Farbe nicht eben be-

lebend aus.

Nach zweistündiger Wanderung

sind

wir

in

einer

Höhe von

über 3000 m. beim Bergwerksdorf Caribou angelangt, das mit seinen

Längs- und Querreihen der primitivsten Holzhäuser an einer Stelle erbaut

ist,

wo der

Abfall der Berge der

Snowy Hange,

die

nun ganz

aus der Nähe mit ihren zerstreuten, meist nicht sehr ausgedehnten

Ein Mick

XXII.

Schneefeldern herabsehaucn, etwas gelinder

Hachen Boden sich

erheben sich wie Schanzen

Wir

verfolgen den

und

rührt,

ist

man

sieht

und stellenweise sogar Stollen

und Schächte

Bergwände öffnen und Halden zerschlagenen Gesteins

die

in

Ueberall

bietet.

573

das Felsengebirge

in

steigen

Weg

uuis Dorf und auf allen Höhen.

rings

weiter, bis er an

den Fuss der Schneeberge

dann auf kürzester Bahn zum

Range über den zerfallenen Granit, den Schneemassen gleichsam

Kamm

der Snowy

die laugsam schmelzenden

durchweichen und anfaulen.

Wenn

wir

uns zurückwenden, zieht jenseit der Berge schon die Prärie wie ein

Zu den Seiten

graues Meer einförmig und eben nach Osten hinaus.

aber geht der Blick stellenweis schon in das dichter bewaldete Hügelgewirr

des weiten

Hochthales,

der

einen

Parke, die jenseit

der

Snowy Range, ringsum von Schneebergen umzäunt, sich in der Höhe von 2500 m. über Hunderte von Quadratmeilen ausdehnen. 3.

Wenn losen

der Wanderer, der über die dürren, einförmigen, schatten-

Plains

hergekommen

der Felsengebirgsthäler

mehr

als

in

ist,

eintritt,

endlich

in

die

Kühle

erfrischende

sieht er in ihren einfachen Forsten

dem üppigsten Laubwald des Ohio - oder Mississippidem lieblichsten Eichenhain von Texas oder Missouri.

Thaies oder in

Diese starren Föhren und Fichten, diese düsteren Wachholderbäume,

ihm hier

die Cypressen des Westens, vertreten

südlicheren Wüsten Wahrzeichen

Baum

bezeugt eine Naturkraft, die

jeder Wipfel, der sich hier im

Palmen, die in

die

der Oasen sind.

Winde

in

Jeder

einzelne

der Steppe erstorben schien

wiegt, bedeutet einen

;

Triumph

des Lebens über die Starrheit der Felsen und des Staubes. In diesem Lichte der Erwünschtheit gesehen,

Felsengebirges eine losgelöst von

herrliche

Umgebungen,

verleihen, so scheint er

Gebietes

die

Erscheinung.

ist

der

Wald des

Denken wir ihn aber

ihm einen ausserordentlichen Werth

im Vergleich mit den Wäldern des Alleghany-

oder Californiens spärlicher

und

ärmer.

Die

wenigen

Fichten und Föhren, die ihn zusammensetzen, und seine spärlichen

und gewöhnlichen Espen und

Klima

s,

die aus

Steppen bis

in

dem

W eiden r

winterlichen

sind Kinder eines rauheren

Canada unter dem Schutze der

diese südlichen Breiten

herabgewandert sind.

Alle

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574

jene

Ein Wiek

XXII.

Formen

in

das Felsengebirge.

den Wäldern des Ostens den freundlichen,

fehlen, welche

und mannigfaltigen Charakter südosteuropäischer Laubwälder verleihen

und ebenso

welche

man am Sacramento und Columbia und

In den

mehr noch

Riesen verschiedener Nadelholzgeschlechter,

die

oasenhaften Vorbergen

So

prägt.

ist

z. Ii.

sonst nirgendwo findet.

eigentlichen Hochgebirge

die

als

die Aermlichkeit des

Waldbestandes

gehobene Thatsache.

hervor-

oft

der Wüste, und die Wälder der

Als Oasen in

Black Hills stellen allein eine Oase von 4000

Q. M. dar,

e.

Aber

geneigt gewesen, auch sie zu überschätzen.

wie diese Wälder in

den Black

in

und den übrigen Vorbergen des Felsengebirges eine

Hills

Hegion

dieser

besonders stark ausge-

dieser Charakter

ist

ihrem Dunkel erscheinen,

r

man

ist

und schön,

reich

bestehen

doch

sie

der Mehrzahl nach aus Bäumen, die weniger als 25 cm. im Durch-

Es gibt wenige Wälder

messer haben.

immer

immer sehr

alter

Bäume,

in

Es scheint das Feuer zu

der Minderheit.

das Heranwachsen grösserer Bestände von alten

aber wahrscheinlich dichtes

auch eine

ist

sein,

Bäumen

bestanden

ist,

der Rest

ist

welche

ein

Ich schätzte, dass

Black Hills von gutem

alten

Wiese, Steppe oder Gebüsch"

dem

In diesen, wie auch in

schönsten Waldregionen

in

landschaftlichen bestimmen

Parks

zu

man an den

meist

in

ungemein

und

sich

erinnern,

in

um

steilen

feuchten

den Be-

(S.

Anstieg und die an den

zu verstehen,

Thalweitung, als Park

diesen

72),

reichliche

den Parks nicht selten; doch muss

hängen noch immer steppenhaft angehauchte Flora

einfache

).

Den orogra-

finden.

Gebirgsurarandung

wässerung; kleine Seen sind

Wahl

I

eigentlichen Felsengebirge sind die

den

phischen Begriff des Wortes haben wir oben erläutert

selbst

sind

welches

Beisammen wachsen der jungen Bäume begünstigt und da-

nur Vio des Waldlandes der

eine

sie

verhindert

Ursache vorhanden,

durch die Entwicklung der einzelnen hemmt.

birgen

wohl

sind

es

durch den jüngeren Nachwuchs zerstreut, aber

einige

Thälern

wie

irgend

erscheinen

noch

in

ein

kann.

Ab-

diesen Ge-

Hochthal,

Dass

das

immer lückenhafte und

keineswegs urwäldliche Wachsthum des Waldes den oft bedrückenden

und verwirrenden Eindruck anderer

1)

The Black

Gebirgswälder

fernhält,

ist

Hills 1875. 100.

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XXII.

auch

vielleicht

Ein Blick

in

das I-Ylscnnobirge.

Nach

Rechnung zu bringen.

in

hauptung wäre sogar jede grössere Lichtung ganze Oberfläche der Mesa's," sagt Bottomländereien

man

so findet

Abhängen

man aber nach

Steigt

Einsenkungen

flache

und grössere Lichtungen,

R. J. Dodge's Be-

»Fast die

Park').

ein

„mit Ausnahme der schmalen

er,

den Thalern und

in

Nadelholz bestanden.

576

mit dichtem

immer auch

welche

,

ist

irgend einer Seite herab,

Der Boden

mässiger Begrenzung sind.

offenbar derselbe wie au

ist

den wildbewachsenen Stellen, aber dennoch

ist

oft

weder

Baum noch

Strauch, sondern nur eine reiche Wiesenmatte zu finden.

Dieses

ist

Baum- und Strauchgruppen bestanden.

Einige sind mit

ein Park.

kleinere

von einigen Miles Länge und von unregel-

oft

Gewöhnlich bilden Espen einen Gürtel zwischen dem Nadelholz und den baumlosen

Es

Stellen.

Anknüpfung an derartige standen

ist,

dass

ist begreiflich,

ganz

der

Ausdruck

bestimmte Landschaftsbilder

aber jedenfalls hat er sich längst ausgewachsen und

umfasst er Gebiete von Hunderten von Quadratmeilen.

heute

Luis Park

z.

in

ent-

Colorado

B. im südlichen

für sich, in dessen von Schneegipfeln

San

kleines Gebirgsland

ein

ist

umrandeten Grenzen Bergzüge.

Thäler. Flüsse und Seen in bunter Abwechselung ausgebreitet sind. In

den nördlicheren Theilen

Aufbau weniger auf

breite

des Felsengebirges

Becken

welche an alpine Bilder erinnern,

als

wo

ist

der ganze

auf enge Thäler angelegt,

nicht vulkanische Kräfte die

eigentümlichen Formen der Kegelberge. Krater, Lavaströme, Kraterseen

u.

Doch

ähnl. eingefügt haben.

weiten natürlichen

Lichtungen,

die

fehlt

auch hier nicht an

es

wiesenartig

mit Gras bedeckt

Schätzt doch Hayden allein die Grasfläche im Thal des oberen

sind.

Madison R. auf 15M Fluss

e.

Q. M.

umändert sammt

Windungen durch

Er säst von demselben Thale:

seinen

diess Thal.

Zuflüssen

in

den

„Der

merkwürdigsten

Gewiss könnte ein geschickter Land-

schaftsgärtner sich nützliche Anregungen zu seiner Kunst in dieser

Region

holen.

Das Bett des Flusses

ist

wie

künstlich

aus

dem

Rasen herausgeschnitten und seine Inseln sind von jeder möglichen Gestalt

und von

jeder Art von Schönheit.

Thalbeckens steht wenig Föhrenwald und

1)

The Black

Hills

1*7G. 49.

Im unteren in seinen

Theil

des

oberen Theilen

XXII.

f>7ü

Eiii Blick

in

das Felsengebirge.

hoch hinauf üppig mit Gras bewachsen.

ist es

hänge

sind

Wiesenmatten

Welch

!

).

von

Beispiele

seltene

sehr

Züge

seltsame

Region

dieser

zeichnen,

haben

wir

schon

natürlichen

Aeusserungen

die

kanischer Kräfte in Geysern und heissen Quellen

(S.

begrasten Ab-

Die

ausgedehnten

in

vul-

weite Gebiete

im allgemeinen Theil

2X2) zu erwähnen gehabt. Die Grenze der Waldregion umgibt,

der James'scheu

wie wir

Beschreibung des Pike's Peak entnehmen, die Spitze dieses Berges

einem Abschnitt, der, von der Ebene gesehen, nächst dem Gipfel der aber, wenn

man näher kommt,

in

liegt,

einen grossen Theil des Berges

Leber den bewaldeten Theil

der Aufgang

einzunehmen

scheint.

noch

aber weniger schwierig als unten, weil die Oberfläche

so

steiler,

stark

sind,

geneigt

Waldes.

wenn

dass die grossen Blöcke,

ist,

und kein Hinderiss finden

niederrollen

Die rothe Ceder und die Pinus

Bäume, welche am höchsten vorkommen.

ist

sie gelockert

zum Beginn

bis

flexilis

siud

sind klein,

Sie

des

diejenigen

haben

dicke und sehr rauhe

Stämme und

des Berges haben

weder Binde noch Aeste an der den herab-

sie

bei

Beginn des waldlosen Theilcs

rollenden Felsblöcken ausgesetzten Seite.

Bäume

Diese

Lage aufgewachsen,

scheinlich in keiner so ausgesetzten

sind wahr-

um

unfähig

zu sein, Rinde und Aeste auf einer Seite hervorzubringen oder zu behalten;

der

Wald musste

sich

Höhe an den Abhängen hinauf die

Bäume, welche

ihren

jetzt

früher

zu

einer

beträchtlicheren

erstreckt haben als jetzt,

am Rande

des Waldes sind,

dass

so

früher von

mehr ausgesetzten Nachbarn geschützt waren. Den Ausblick von den Felsengebirgsgipfelu bestimmen Wald

Von

und Steppe ganz vorwiegend.

Pike's Peak,

den wir hier im

Auge haben, geht der Blick nach Norden, Westen und Südwesten über eine Menge von Bergen hin,

Schnee

deren Gipfel weiss von

„Westwärts lag unmittelbar zu unseren Füssen das enge Thal

sind.

60 Miles verfolgen konnten.

An

der Nordseite des Peak lag Schnee und Eis in grossen Massen

und

des Arkansas, welches wir

die Schlucht,

scheinend

1)

in

mehr

welcher er

fruchtbares

Thal

Auuual Report 1873.

als

lag,

über,

ging in ein waldloses, aber an-

das

westlich

von

dem

ersten

50.

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XXII.

Eiu Blick

grossen Höhenzuge liegt

Horizont

und

geringe Klarheit

der lückenlos

Bewaldung der auf

Die

die

Bäume

an

Aehnlichkeit mit der beschriebenen,

).

hat in

Fclsen-

deu Arten

aber im Ganzen

ist

Hohe Gebirge, wie Uintah und East Humboldt

noch ärmer.

ihren

1

Ketten des eigentlichen

gebirges nach Westen zu folgenden Gebirgszüge

der

ihr

Ebene

die

vermöge der Bäume

Ufern deutlich wie auf einer Karte verfolgt werden"

-

Im

äusserst»'!!

aber der Lauf des Arkansas und

oberen Nebenflüsse konnte

seiner

am

welche

Atmosphäre Hessen uns keine der

der

nebenheiten erkennen,

l

Steppen,

Erhebung unseres Gesichtspunktes über

Die

die

kleinen

jler

den. Himmel zu vertliessen scheint,

in

aufruht.

577

das Felsengebirge.

und weit gegen Norden hinauszieht.

Ebene

Osten lag die grosse

in

Mts.,

sind stellenweise wohlbewaldet, aber ein grosser Theil der Gebirgs-

regionen des Grossen Beckens oft

wegen des

ganz so baumarm wie die

ist

Tliäler.

verzwergtcn Charakters der auf ihm wachsenden

Sträucher anscheinend noch ärmer; aber auf allen, nur die niedersten

Höhenzüge ausgenommen,

da und dort eine Pinus nio-

findet sich

nophylla oder Juniperus occidentalis, welche beide ein verkümmertes

Wuchsthum

Höhe

zeigen, über b m. in der

nicht hinausgehen

auf einen Gürtel von 500 m. zwischen 1700 und 2-00

Der sogen. Berg - Mahagony (Cercocarpus

sind.

grauer strauchartiger

blättriger

verbogenem Wachsthum

ist

und 2500 m. beschränkt. findet sich in

Baum ächte.

in

einigen Canons

knorrigem und

Föhre der Sierra,

P.

balsamifera

(P.

ponderosa,

auch den Tovabe Mts.

ist in

in

den Washoe Mts. die häufigste

in

grösseren Beständen

P. flexilis,

Canons der Goose Creek Mts. gefunden. (letztere

Loug's Exp.

UaUel,

Amerika.

I.

to tue

vor.

In

wahrscheinlich

seltener P. Balfouriana ver-

Noch höher kommt Abies Fmgclmanui

und virginiana

1)

ist

angustifolia),

v.

den höheren Canons der East Humboldt Mts. und

breitet.

1800

Espe (Populus tremuloides)

der East Humboldt Mts. bis IS m. er-

Von Nadelhölzern kommt

reicht.

ledifolius), ein klein-

von höchst

den höheren Canon -Thalern, erreicht aber nicht die

Höhe der weidenblättrigen Espe welche

und

beschränkt

den Höhengürtel zwischen

auf Die

in.

A. grandis

vor.

Juniperus communis

durch schlankere, geradere Form und Vor-

Rocky Mts.

II.

31.

37

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578

Quer durch

XXIII.

feuchtere

für

liebe

kommen

ebenfalls

vor

Standorte

selten

Wachsthum

ist

sie

höchst langsam,

wo

ein einziger

meist

stehen

gebt einer über 12

— 15 m.

Von

zerstreut

Höhe

Watson

Ihr

Holz

ihr

führt einen Fall

1

).

Günstiger sind die Bewaldungsverhültnisse im Süden

wo mehr noch

als

in

,

Neu-

in

den nördlichen Theilen des Felsen-

gebirges Nadelholz die vorwiegende in

den

in

Zweig von Pinus monophylla eine viermal wieder-

holte Spiraldrehung der Faser aufwies

Mexico,

allen

hinaus.

daneben unregelmässig,

daher grobfaserig und äusserst ungleich. an,

ausgezeichnet),

occidentalis

J.

indessen nur selten sagen, dass sie aus-

gedehntere Strecken bedecken;

Canons und

Crosse Berken.

auf den westlichen Höhenzügen vor.

Bäumen kann man

diesen

»las

Waldform und das am meisten

den mehr nach Osten, gegen die Plains hin gelegenen Theilen

ist.

nach welchen weniger von den subtropischen Cactus- und Palmen-

formen der mexikanischen Hochebenen hingelangen westlichen

;

in

Lebensbedingungen jener Kinder südlicherer Breiten. holder, Zwergeichen bedecken das

büsch und

in

nach den

als

den letzteren entsprechen Boden und Klima mehr den Föhren, Wach-

Land parkartig mit Wald und Ge-

den höheren Lagen gesellen sieh zu diesen auch Fichten.

Quer durch das Grosse Becken.

XXIII.

ist das Land eine Holling Frame, ein wellenLand mit kurzem, trockenem Graswuchse. wie man ihm

Bei Cheyenne

förmiges überall

als

einem

erhöhten

leicht

Felsengebirgc begegnet.

Die Bahn

Linie auf das Gebirge zu,

um

die

Saume

längs

des

Fusses

der

führt westwärts in fast gerader

umgeht

übersteigt oder

andere und begegnet höheren, je höher

eine Bodenwelle sie selber steigt.

Plötzlich ist es aber, als zögen sie sich alle aus der welligen Flachheit zu steileren

1) S.

Watson

wird berichtet, dass

messer

bis

Formen zusammen, in Cl.

sie sind

unversehens zu Hügeln

King, Expl. 40«» Parallel. V. XXVIII.

Stamme von Pinus

Ebendaselbst

— 0,8 m. grösstem

Hexiiis von 0,7

Durch-

zu 480 Jahresringe aufwiesen; Sage Krush von 0,24 m. Durchmesser

zeigte G5 Hinge.

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Quer durch das Grosse Bocken.

XXIII.

geworden.

Felsengrate

treten

aus ihren Seiten,

57!>

Klippen aus ihren

Scheiteln und tiefaufgerissene wasserlose Thäler scheiden

hoch

sind

und wild

genug,

um

Einige

sie.

würdige Vorberge sich

als

den

schneebedeckten Gipfeln von Longa Peak vorzulagern, die zur linken

Hand herOberragen.

Vereinzelte,

Föhren

weitzerstreute

von

,

ge-

drücktem Wuchs, der stellenweise der Form der alpinen Legföhren nahe genug kommt, stehen vor Felswänden,

und sonstigen geschützten

Kümmer-

und Aermlichkeit erfreuliche Abwechselung nach der wüsten-

lichkeit

haften Einförmigkeit der

Auch

Hochprärie.

mitten im Gebirge sind, wiewohl die Prärie

uns

Schluchten, Spalten

in

Stellen: eine bei aller gedrückten

lehren

sie

kaum

dass

,

wir

eine Stunde hinter

liegt.

Formen der Felsgruppen drängen

Die seltsamen

tastischen Gleichnissen

Als

sehen.

und

Man kann

Sinne.

die

wohlbekannter

Felsen

erregen

gelassen,

an

fesseln

sie

der Ferne

täuschenden Formen die Aufmerksamkeit

,

in

unter

zahllosen

auf den Pergen als lange

Trümmer von Kirchen und

Linien rohen Gemäuers, als Purgen. als

Kapellen

:

phan-

nicht über-

Nähe unbeachtet

Art aus der aus

sich mit sie

fernen Thälern als Pyramiden, als Grabmäler, oft zu

säulenreichen Kirchhöfen gehäuft, an Abhängen als Hütten, als dunkle

Pergwerkseingänge.

als Teirassen, als Pastionen.

Zuge, der langsam bergauf stampft, in

das einförmigst graugrüne

selten von

alles

Gewand

dem

dürren Grases gehüllt,

!

Wir denken wohl, dass

Bäume, sehen uns aber nach den Formen von Baumen vergebens Es sind Gnomen des Baumreiches. Wie Stunde um Stunde vergeht, fügt

um.

sich eine geringe Zahl weiterer

Bild ein

ausser

den Föhren unterbrochen, deren dunkle, verbogene Ge-

stalten selbst wie verzaubert erscheinen es

des

Und

ganz menschenleer,

so

in

langen Zwischenräumen

Erscheinungen

in

dieses einförmige

Eine Schafheerde mit vielen schwarzen und weissen

:

Wasserthurm, der mit langem, eisernem

Nahrung spendet; stehen

1

);

einige

Arm dem

verlassene Hütten, die bis ans

Blockhäuser

für

Bahnbeamte;

Dug-outs genannt;

in

;

Dach

in der

der

Schäfer,

ein

und

sein

Knabe, der mit langem Stab und Flinte zu Pferde

1)

Lämmern

Dampfkessel

sitzt,

Erde

der l'rarie wegen der scharfen Winde hinfig.

37«

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680

Quer durch das Grosso Iteckeu.

XXIII.

zottiger

Hund, der ihm voraus zur Heere

einige graue Erd-

eilt;

eichhörnchen, die ein altes Bachbett herabhüpfen.

Weiterhin treten

an leblosen Dingen zahlreiche Schneezäune, Schneciuauern und der Balken und Brettern erbauten Gänge auf,

erste jener bedeckten, aus

welche später

der Sierra Nevada auf ineilenweiten Strecken die

in

Bahn gegen Schnee zu schützen haben. Auf der Passhöhe

culininirt die kahle, wilde Einförmigkeit der

Gebirgswüste und bleibt nun der herrschende Zug im Bilde, bis wir

an den Grossen Salzsee

hinabgelangen,

reichen Leistungen bewogen wird. saftigen

und ist

dessen

in

und durch eine stellenweise schon

freigebiger

Nähe

Natur

die

intensive Cultur zu

Es gibt wohl auch sonst Oasen

Graswuchses und fröhlicher Weiden- und Pappelgebüsche,

Hochebene von Lamarie,

die Wassereiche

die grösste von ihnen,

von beträchtlicher Ausdehnung (gegen zwölf deutsche Meilen lang),

aber

man immer

Ferne sieht

der

in

das Wasser nicht hinkommt,

Wüste

hat

kahlen

die

und wo

Höhen,

mitten in der grünen Wiese die

abschreckender Dürre wieder überhandgenommen.

in

muss der Boden schon mit Salzen geschwängert Bande mancher Gewässer,

um

die hier häutig von

sein,

Oft

da selbst

Süden her

die

am

Bahn-

den etwas weiter nördlich nach Osten

linie

kreuzen,

zum

Missouri abmessenden North Platte-Fluss zu ergiessen, der Pflan-

um

zenwuchs Stellen. in

sich

nichts kräftiger sind auch

Freilich

wo

der Sommerszeit,

weiden.

In

Creek aus.

denn

sein

es zu

in

sehr in

ist als

diese

zu

sie

auf den ganz dürren erhöhtem

Bäche

ärmlicli genug, besonders

kaum mehr

sichtbaren Wasserladen

entschiedener Weise prägt

sich dieses

am

Bitter

dessen Thüle die Eisenbahn eine Zeit lang hinführt,

Wasser

selbst ist so salzgeschwängert, dass

Hier

trinken.

man

sich scheut,

war eine der gefährlichsten Strecken

für die

vielen Auswanderer, welche vor der Vollendung der Pacificbahn mit

ihren Familien auf die

Wagen und

Pferden, oft karavanenweise, durch

Wüste nach den Ländern der Verheissung im fernen Westen

zogen.

Wenn beim gipfel

Herabsteigen

von Longa Peak

in

den Südhorizont zeichnen,

Umgebung

eine

von der Passhöhe

zartesten Umrissen

ist

es bei solch

wahre Erquickung.

sich die Schnee-

und tiefem Blau an

ödem Charakter der nähern

Der Contrast der todten Farben

*

Quer durch das Grosse Becken.

XXIII.

5K]

mit dieser gleichsam sauft glühenden des fernen Gebirges ordentlich,

und man

Reichthum

und

hegreift, wie eine geheimnissvollc

Lehen

erfreulichem

ohne

auch

alle

Ueberlieferungen so viele über diese Öede weg nach

Es

zog.

viel

in diese blaue

ihnen hängen,

eine

sagenhaften

dem Gebirge

thürmende Ferne

andere Fruchtbarkeit an-

ganz

zudeuten, als sich in den Salzkräutern und dieser

ausser-

Scheinen doch schon die Wol-

auch hineinwünschen.

die über

ken,

unendlich

liess sich

dichten, viel

ist

Ahnung von

rauhen Horstengräsern

Hochebene kundgibt!

Einen Tag und eine Nacht sauste der Zug durch diese Wüste,

den Oasen abgesehen,

von

die,

nur

in

leichten Schattiningen ihr

Ansehen ändert, im wesentlichen Charakter aber sammt Felsen und Föhren immer dieselbe Einige Jäger

tragen

bleibt.

auf altchristlichen Bildwerken Antilopen

sieht.

zwanzigen Schussweite

kommen

mehrmals

dem

in

um

die Schultern, wie

den guten Hirten

«las

Lamm

man

tragen

bald darauf in Heelden von zwölfen und

und

Sicht

nähern

sich

auf weniger als

Zuge, suchen einigemal sogar in grossen Sprüngen

mit ihm Schritt zu halten. hin,

Die Staffage bereichert sich langsam.

erlegte Antilopen

Auswandererwagen schleichen im Sande

von mageren Pferden gezogen und mit Hindern und Ziegen im

Gefolge, welche von berittenen

werden; die Frauen vor, die

Männern der

Gesellschaft getrieben

und Kinder Ingen neugierig unter der Decke

im Halbbogen gespannt



ist.

Ich sprach von Schattin! ngen in der kärglichen Pflanzendecke dieser Wüste,

und

diess

ist

zu nehmen, denn ihr Ansehen

wörtlich

ändert sich nicht unerheblich, je nachdem eben die Gewächse dichter

Das scheint

oder zerstreuter stehen. in

diesem Bilde, das

kleinste

Zug zu

in

ein geringer Unterschied, aber

Formen und Farbe

so einförmig, wird jeder

einer Sache von Bedeutung.

Sie

ist

wesentlich aus

denselben Pflanzen znsammengewoben wie die der Hochprärien,

dürren Gräsern, holzigen Lupinen. Artemisien

1)

Die Artemisien, als

Sago-Brush

die

*),

aus

Chenopodien, Salz-

Charakterptlanze dieser

Steppen

bildend, haben unscheinbare, in Büscheln stehende Blüthen. silbergraue Blattchen,

welche sperrigen, zerknitterten, gewundenen Zweigen entspringen. Wie die Zweige Stämmchen und Wurzeln. Das Wachsthum ist ein büschel- oder buudelweises.

sind die

einzelnen Büsche stehen

gewöhnlich einige Fusk aus einander und nehmen

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Will kräutcrn.

oft

«Ii«-

dürre,

grau-

tberen

mit

Quer durch das Grosse Berken.

niedere

Strauehgestalt

oder gelbgrün gefärbte, zollangen

Hängeblüthen,

weissen

seharlachrothen Köhrenblüthen.

vorwiegend

erlangen

blattaruie

Gewächse.

Oeno-

mit

langen

GUlien

manelmial

Felder wilden Roggens,

auch Wachhohlerhüsche, bringen dunklere Sehattirungcn hinein. neigt aber die Sehattining zieht

der dürre,

sich

mehr zu

nach der grauen und gelben

aber

vereinzelten,

Oft

Dann

Seite.

noch ziemlich dichte Graswuehs immer

runden UasenHecken zusammen, die

sich zu

Halbkugeln zusammendrängen, wie die Gewächse der hohen Alpen-

und Polarregionen, und das Gelb des Sandes scheint auf hervor.

werden an

Selbst diese

am Ende und

schwinden zu denken

lassen eine

Wüste zurück,

Eine Strecke zieht diese sich

ist.

immer

vielen Stellen

hin,,

allen Seiten

seltener, ver-

die nicht öder

dann

sieht

man

wieder grünlichen Schimmer an tieferen Stellen. Büsche von wildem

Koggen. Artcmisienbüsehe

und

in einer

tiefen,

schmalen Schlucht

geht vielleicht sogar ein Bach oder ein Wasserfaden zwischen niederem,

kümmerlichem Weidengebüsch Felsengebirge

Die

stehen

hin.

an Schönheit der Landschaft

zwar

schon wegen der vorwaltenden Dürre weit hinter den Alpen zurück,

und höchstens

die wilden, grotesken

Felsformen und die mit ihnen

auf weite Strecken erfüllten Schluehtenthäler oder Canons können mit grossartigen Seenen aus unsern Hochgebirgen verglichen werden.

Aber man kann doch nicht verkennen, dass derjenige Abschnitt.

vou 5

—6

Ks scheint, als beF. hohen Sandhügeln ein. Hügel das Niveau der Steppe und als sei der Sand und Staub nur da weggeweht wurden, wo er nicht durch die Wurzeln der

häufig die Spitze

zeichneten die (iipfel diest

r

Bemerkenswert!!

Straucher gehalten wurde. dieser Artemisien

manche glauben, dass

;

ist

die

Seltenheit

junger Pflanzen

es überhaupt keine gebe: ..Alle

Büsche

herangewachsen, sondern gealtert erzeugt worden seien, ab ob sie gleichaiterig mit den Bergen und Ebenen seien, auf denen sie wachsen. Wenige andere Pflanzen wachsen im Sage-Brush zerstreut, doch >ind Schlangen. Eidechsen (besonders die einigen von ihnen zarte Blüthen eigen. sehen aus, als ob 4

sie

nicht

'

steppeuhaft trockenen und stacheligen Phrynnsomen. Hasen, Wolfe (Coyotcs).

sich die

vor Hunger", vertreten

letzteren das (oease

Am.

..die

Das Sajre-Brnsh findet von Idaho bis Mexico, von der Kbene bis zu 2500 in. Höhe; es scheut nur - Fiats, auf welch Alkali und die feuchten Striche, die Nähe des Wassers

halbdurchsichtig

Naturalist HI.

Wood

die Thierwelt.

(Obione canescens) als Ersatz

eintritt.

(Vgl.

W.

Bailey.

.Tüti.)

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Quer durch das Grone Becken.

XXIII.

5*3

welcher von der Paeincbahn durchschnitten wird,

und einförmigsten, ja

seiner ärmsten

in

fällig

Ausbildung vor Augen Seitenabstecher durchs

Land

leicht verallgemeinert,

und

als eine solche

wünsche,

Wüste

dass

l tah

bald

recht

.letzt

die schiefsten, un-

das ganze

die

Felsengebirge

Sie sind sehr zu bedauern,

und

ich

durch Colorado

projektirten Linien

die

Meer aus-

Stillen

Auf ihnen wird der Reisende umgekehrt mit die

verschieden beschaffenen

schönsten Theile

des in

sich so

Gebirgszuges zu Gesicht bekommen.

besteht freilich ein grosser Contrast zwischen der Land-

durch

schaft,

man daher

und durch Arkansas und Arizona zum

wie auf der Pacificbahn sehr

abschreckenden

Mehrzahl der Heisenden ohne

wird dieser einseitige Eindruck

fahrt, oft hört

darstellen.

werden mögen.

geführt

die

unterschätzenden Urtheile,

glaublich

und

Da

führt.

das Gebirge zu-

fast

welche

unsere

Alpenbahnen führen und der dieser

Wenn

ersten Felsengebirgsbahn.

ich die Passhöhe des

Brenner mit

Black- oder Humboldt Mountains vergleiche, scheint mir

der der

jenes Alpenbild,

schönsten

ist.

das ja noch

das

Werk

keins

lange

und

der grossartigsten

reichen

einer unendlich

und künstlerisch

gestaltenden Phantasie, während diese hier selbst an den kühnsten Stellen

wie Rahmen,

wie leere Umrisse erscheinen,

Formen und

auf Ausfüllung mit

Wasserreichthum,

die

zahllosen

Farben warten.

Quellen

die

noch

erst

Der gewaltige

und kleinen W'asserfäden

der Alpen treten gerade dort so wirksam auf, während hier meistens

nur eiu etwas lichterer grünerer Ton

in

der graulichen Pflanzen-

decke von verborgener spärlicher Feuchtigkeit spricht.

und Arinuth bekommt durch umrisse und die dann und

Diese Leere

die vorwiegend trägen Linien der Berg-

wann mit

regelloser Wildheit

zusammen-

geworfenen Felsenmeere selbst etwas Rohes. Abstossendes, das dings nichts als eines reicherer» Pflanzenkleides bedürfte, selbst gefällig zu erscheinen.

Nacktheit

ist

eben

hier,

um

aller-

vielleicht

ganz wie beim

menschlichen Körper, eine sehr anspruchsvolle Eigenschaft, die nur

da nicht

abstösst,

wo

die schönsten Linien sie begrenzen.

Anläufe zu alpinen Bildern erscheinen doch meh»eiemal. sind

indess

Anläufe.

Wir

steigen

Es

von der Hochebene der Black

Mountains zum Becken des Grossen Salzsees durch einige Schluchtenthäler

hinab,

die

von

ziemlich

wasserreichen

und wilden Bächen

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XX III durchrauscht sind

grüne Wiesen st

Ii

das (.r..^ Kerken.

und auf der Thals» dde und an

und

Alpengipfel,

reitige

Quer dun

ein

reiches

die

mit saftigem Graswuchs

Ufer ihrer Bäche, die da und dort ans

Uebergang der Hoch-

Hügelland und aus den Hügeln

ein

in

Abhängen

u

Blaue, schnee-

vor uns auftauchen, schmale Felsenthäler

am

den Seiten der Felsenwällc hervorbrechen, ehene

«!«•

Buschwerk tragen.

Berge. Fohren, die

in

wieder häufiger sich an die Felsspalten schmiegen, künden den Eintritt

Wahsateh-Gebirge,

«las

in

Hochland trennt.

Wyoming

d^e

Randsteinwälle. Thurm«'

nur

lich

und

m. hoch hauen sich

kaum

den

mit

endlich

saftigen .Sonnenblumen

heben angefangen

wieder zu

Alier

dürr und salzig geworden

ist

,

wieder Artemisien und

trügt

ihrem Schutze.

in

des neuen Bildes, so hat sieh der Boden

wir uns

erfreuten

Fettsträucher,

und

bittersalziges,

graues,

kehrt hier

Gebirg

holziges Gewächs.

Humboldt

Bei der Station

und einzelnem Berg,

in

Quellen

sogar

stehen, sich

wieder)

und

sind

ein unerwarteter

Name

(dieser

FIuss.

Ansiedelung und

See.

in

berühmten

Mais- und Kleefelder, die prachtvoll

Baumgarten zu sehen, aber man

sieht

nicht lange nach der Ursache des überraschenden, höchst sel-

Vor dem Stationshause sprudelt eine grosse

tenen Phänomens um. Quelle

auf und

Bergwasser

ist

als

Springbrunnen

hohen Bogen

in

der Feuchtigkeit.

Die Quelle

zwischen Utah und Summit,

gilt

dem

gefasst,

Selbst

wirft.

der das herrlichste

Obstbäume gedeihen

in

für die grösste Sehenswürdigkeit

Gebirgsscheitel der Sierra Nevada.

Fin herrlicher Sonnenuntergang setzte diesem letztem Reisetage in

der Wüste

«»in

gutes

Ende.

Gleich

der Morgenröthe und

dem

Heraufkommen des Mondes und der Sterne gewann er eine ganz andere Bedeutung in dieser Einöde, wo so weniges den Durst eines Auges zu sättigen vermag, welches an reichere Bilder gewöhnt

auch

in dieser

Hinsicht die Wüste

dem Meere

Es

ist.

ist

Es war

zu vergleichen.

ein doppelter Sonnenuntergang, vielmehr eine doppelte Abendröthe.

denn

tief

am Westhorizont

heben begannen, erste

als die

lagen Wolkenmassen, die eben sich zu

Sonne hinter ihnen untergegangen war.

Abendröthe war schon

Die

fast überall verblasst, als sie sich lösten

und im Abendhimmel, der alsbald wieder golden wurde, wie Goldschifle

mit Purpursegeln dahinschwammen.

Wir waren

die

Nacht weiter im Thale des Humboldt

emporgestiegen und waren der Station Summit

Gebirgsnatur

die

war an

am Morgen nahe

Höhe von 2050 m.

die Stelle

-

Flusses

der Passhöhe, die bei erreicht.

der Wüste getreten.

Eine wilde Schneefelder

waren unter den Gipfeln der nächsten Berge ganz nahe zu sehen, wilde Bäche kreuzten die Bahn, Tannen-

an steinigen Abhängen hinauf und

Felswänden ein

ins

Gebirge dringen.

Meer von dunkeln

Wipfeln

in

und Fichtenhaine standen den

Wir sahen

Klüften, in

die zwischen

Thäler hinab,

wo

blaue Seen und hellgrüne Matten

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I

XXIV. Die Thierwelt der unulräugte

utid

Prärien und Steppen.

5H9

Der Zug

auf den Abhängen Hecrden weideten.

sauste durch meileuweite Schncetunnels, die den Ausblick beschränk-

und überholte

ten,

den American

alle die

R., die

wilden Bergbäche, den Yuba-. den Bear-,

von hier zum Sacraniento-Fluss hinabrauschen.

kamen Wälder fremdartiger Eichen, langnadelige Föhren

Tiefer hinab

mit riesigen Zapfen, Cedern unbekannter Art, und eine hohe, weisse unserer Gartenlilie sehr ähnlich, stand häufig in ihrem Schatten.

Lilie,

Diess

und

nun

ist

ziehen,

und

Wolken, die über uns

die

Als wir das Gebirge verliessen

Stillen Meere. S.

Joaquin gelangten, waren auf

und Meilen Weizenfelder das

erfreuliche Kleid des Landes,

Thal des Sacramento und

ins

Meilen

californische Natur,

kommen vom

und an heiteren Bildein von regsamen Städten und Gruppen von Farmhäusern unter schattigen Eichen war nirgends Mangel.

Feigen

und Trauben bot man an jeder Haltestelle

Abend

das niedrige

Gebirge

kam uns

hatten,

des

Als wir gegen

feil.

Küstenzuges (Coast Range) überstiegen

ein kühler

und nach Sonnen-

Seewind entgegen,

Arm

untergang trug uns die Dampffähre über den

Oakland von San Francisco trennt

Wieder lag

in

der Bai, welcher

einem glänzenden

Lichtmeere eine Weltstadt vor den Augen und die Wüste war rasch vergessen.

XXIV. Die Tlrierwelt der Prärien und Steppen. Fauna der Prärien wird ihrem Gesammtcharakter nach

Die

Wenn man

durch einige vorherrschende Formen bestimmt. innert, dass die Mannigfaltigkeit des organischen

bedingt

ist

sich er-

Lebens vorzüglich

durch die entsprechende Vielartigkeit der physikalischen

Verhältnisse, unter denen es sich entwickelt, vorzüglich der Bodengestalt,

so

wird

man von

Thierleben hier erwarten.

Gegenden

Wesen

als

viel

in

die Waldregionen

ihrer

kein

sind an

ausserordentlich reiches

und

für sich die waldlosen

ärmer an den verschiedenen Arten der organischen

Fauna der Prärie als

vornherein

Auch

Flora.

und man kann sagen, dass

eine nicht viel geringere

Wenn man

von

in

der

Einförmigkeit herrscht

Osten

her

in

das Prärie-

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XXIV. Die Thierwelt der Prärien und Steppen.

690

Gebiet eintritt, verschwinden wenige

man

Wäldern

den

in

des

mittleren

und

Uferstreifen

die

Kegionen

liefgelegenen

von

den

Fledermäusen.

allen

Einigen

dagegen

Arten

weiten Flüchen passendere Wohnstätten und

Es

offenbar

bieten sie

gilt

die

werden nun plötz-

eine oder einige Arten zu.

und dachsartige Säuger gehören zu

Fledermäuse sind die

um

nehmen

zahlreicher oder

Füchse, wiesei-

wo

bewaldeten

engen,

beschränkt.

waldbewohnenden Raubthieren und Nagern, sowie

das

lich

und des unteren

Mississippi

fand, aber die Mehrzahl wird auf die

Missouri

ganz, welche

der Säugethiere

Wölfe.

diesen.

Die

den Prärien nur überall da häutig geworden,

in

Behausungen des Menschen ihnen den Schutz gewährten, Dass die Wiederkäuer Bison.

den die offenen Flächen versagen.

Edelhirsch (Elk) und virginischer Hirsch (Deer)

Prärien einst

Von Nagern

bekannt.

ist

,

Grund- und Wühlmäuse, sowie Erd-Eichhörnchen

sind

Während von den Vögeln

häutig.

den grasreicheu

in

Mengen vorhanden waren

grossen

in

fast alle

Formen der

atlantischen

Staaten hier vorkommen, finden sich die eigentlichen Waldbewohner

doch nur spärlich

Daher sind

belebt

nicht sehr

vorübergehend

oder

schmalen

die

selbst 1

).

auf ihren

Waldstreifen

Die Schwalben

sind

längs

Wanderungen. den

Flüssen

Vorherrschend

selten.

sind dagegen in den nicht ganz öden Theilen die Feldsperlinge des

An

Ostens und die Lerchen.

Präriehuhn

ist

vögeln

der

ist

Singvögeln fehlt es nicht ganz.

Das

der hauptsächlichste Jagdvogel und unter den Raub-

Turkey Blizzard

(Cathartes

aurea)

weitverbreitet.

Die Fische sind bisher nicht genügend genau untersucht.

Amphibien und Landschnecken,

Reptilien,

diese schwerer beweglichen Thiere,

sind durch die Präriefeuer fast ganz aus der offenen Prärie vertrieben

und kommen

in

geringer Zahl vorwiegend an den bewaldeten oder

behuschten Flussufern vor. in

einem

1)

An den

Ufert!

nensis häutig zu sehen.

des

Mit

kommt auch das Präriehuhn longirostris)

werden.

Von den

Insekten sind einige

Gruppen

ungemeinen Art- und Individuen - Reichthum entwickelt.

häutiger an

Die Hohlen, iu

Missouri

ist

nach Prinz

v.

Wied Columba

caroli-

den Prärien, die naher an den Klus« herantreten (Tetrao phasianellus) und der Brachvogel (Xumenius

den Ffern

vor,

während Gänse und Enten

seiteuer

denen Enten nisten, wie auch die der Füchse und

Murmelthiere (Groundhogs), öffnen sich zahlreich nach den

steilen

Pferwändeu.

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XXIV. Die Thicrwelt der Prärien und Steppen.

aber die

haben

zahlreichsten

oft

591

beschränkteste Verbreitung

die

An Orthopteren, besonders Heuschrecken,

dürfte

nicht

leicht

ein

Gebiet reicher sein, auch die Libellen sind reich entwickelt und an

Hymenopteren sind besonders

und Wespen

Würmern

Vom leben

und blutsaugenden,

stechenden

besonders

Zweiflüglern,

Mangel.

schwach

Flusskrebse

vertreten.

kein

ist

den Gruppen der Bienen

in

sind

Von

häufig.

finden sich riesige Egel in den Tümpeln.

mittleren Missouri

als

beschreibt

armes.

ziemlich

ein

Prinz

Strandläufer

v.

Wied das Thiernach

sind

seiner

Schilderung in weiter Entfernung fast die einzigen Uferbewohner, sowie auf hohen die Geier, linische

Die

Taube,

in

„Höchst selten

oder der Krähen

Wölfe, der Bisonstiere

kaum

zeigt

rothköpfige

Specht und

den Schluchten die caro-

todten, einsamen Wildniss

dieser nackten,

Prärie

in

weder durch Häufigkeit noch durch me-

ausgezeichnet.

Reiz

,

der Prärie die Staarlerche und einige andere Arten.

Thierstimraen sind

lodischen

Bäumen der

trockenen

an den Ufern Schwalben

ein lebendes

von

wird

Stimme

die

den Stimmen der

unterbrochen.

Wesen, wenn man

die

Die weite

und

hier

dort verbreiteten Heerden der Bisons und der Antilopen oder einige

Hirsche und Wölfe ausnimmt

u

1

Die häufigste in diesen Wäldern

).

Auch

die des Wippoorwill.

ist

eine Lerche (Sturnella) lässt

ihren

kurzen zirpenden Lockton und ihre angenehm flötende Strophe nicht selten hören.

„In den uns umgebenden Gebüschen sangen einige

Vögel ihren ärmlichen

und in

es

war

dieser Jahreszeit

dem

die

lauten Concert zu vernehmen, das

europäischen

das Gebirge zu nistet häufig

auf hohen

Gesang oder vielmehr Gezwitscher

leisen

hier nichts von

Gebüsche belebt 2 )."

Gegen

der weissköpfige Adler (Bald-Eagle)

Bäumen am Ufer. Auch die Wildgans macht ihre Nester An den steil abgeschnittenen Uferwänden der

auf solche Bäume.

Bluffs finden sich Colonien von Schwalbennestern, alle dicht

einander geheftet, halb kugelig, vorn mit einer Oeffnung. fulva erbaut

1)

Prinz

sie.

v.

Aber

Wied

2) A. a. 0. 291. lich

selten sind hier Bilder, wie derselbe Forscher

a. a.

0. 486.

Tnrdus

unserer Singdrossel,

neben

Hirundo

aber

rufa, die fuehsfarbene Drossel, singt etwas ähn-

nicht

Finken haben einen kleinen Gesang.

so

abwechselnd

und mannigfaltig.

Diu

XXIV. Die Thierwelt der Prärieu und Steppen.

592

sie

vom Chariton

R. vorführt,

wo

Wald be-

die Ufer mit dichtem

deckt waren, wilde Ganse (Anser canadensis) ruhig auf den Sand-

bänken gingen, die Haubenente (Wood-Duck, Anas Sponsa) paarweise

am

bei einigeu Pflanzungen

Papageien sitzen sah, welche erreichen konnte

Von

Schiffe aus mit der Flinte

).

werden

andere

ausgerottet,

dem Menschen finden mehr

Säugethiere:

grösseren

dagegen

und vermehren

vorher

als

Bison.

sich in

Zu den

Ansiedelungen vorschreiten.

als die

erster Heihe, zu die

man von dem

1

Nahrung oder Schutz Masse

flogen

auf den Maisstengeln Flüge von

diesen Präriebewohnern weichen einige vor

oder

zurück

alle

dem hohen Wald

Ufer schwamm, Krähen und Geier über

und wo man

Biber, Bär

Elk,

demselben

ersteren gehören

und Wolf

in

den anderen die kleineren Nager, die Fledermäuse,

Schwalben und überhaupt jene freiwdlujm Hausthiere, die sich

Von den uiederen

vorzüglich aus der Classe der Vögel rekrutiren.

am

Thieren dürfte durch das Vordringep des Menschen

und Krebse leiden,

meisten

der Bestand

der

werden

von den freilaufenden Hausschweinen aufgesucht.

eifrig

Flussmuschelu

Die Zutraulichkeit der Thiere, die

dünnbewohnten Gegenden Krähe

obachten.

findet,

ist

man auch

und Blauhäher sind

oft in

beide

wenig besuchten,

der Prärie

in

hier

denn

zahmer

viel

zu

be-

als

im

Osten und die Wiesenlerche, die dort einer der scheuesten Vögel ist,

singt hier mit

von den

der grössten Unbefangenheit

Dächern

der embryonalen Präriedörfer herab.

dem den Steppen zunächst gelegenen

In

gebirges

ist

im

B.

z.

South Park

kommen

Edelhirsche (Elks)

den umgebenden Höhen

vor,

und

die

Thüle

häufig

gewesen

Theil des

Felsen-

Hirsch

häufig;

virginische

Spuren der Bergschafe sind an

besonders jenseits der Baumgrenze

eine sehr gewöhnliche Erscheinung.

diesem

der

und

Die Bisons sollen vor 18t52 in der

letzte

soll

Nachbarschaft von Pike's Peak geschossen worden ihre

Schädel bis zu

gewöhnlich

und

3500 m. aufwärts.

gehen

im

Sommer

bis

Grizzly

über

-

in

18ti00 F.

ihn für einen der

Glanzpunkte der ganzen californischen Alpenwelt. ist

eine steile

den

sein

Dass. wie gesagt, das Thal in der Mitte so eben, an den

Wänden so steil und nur da. wo beide Trümmer ist. erhobt die Wirkung

wilder

aneinanderstossen dieser

.

voll

hoch herab-

so

stürzenden Bäche. Bei jedem

Gang am Hand

des Thaies

treten

bemerkens-

uns

werthe Eigentümlichkeiten entgegen, welche diesem

ursprünglich

ganz unvermittelten Aufsteigen der Bergwände aus dem Thalgrunde entspringen zerklüfteten in

ihrer

:

Felsenthore als

Wänden

Richtung

ein liejjt

Mündungen jeder

Schlucht, welche mit

Bild des Thaies einfassen,

und den Fernblicken

den

wie

es

gerade

grossartigsten 35>*

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XXVIII.

612

Kähmen

verleihen; gewaltige

Felsen,

von denen

voll

Das Yosemiti-Tl.al.

Anhäufungen geborstener, abgestürzter

grösser als haushoch

viele

sind,

Terrassen

als

und Bäche vor jedem Wasserfall, am

kleiner wilder Schluchten

Ausgang jedes Baches, der von oben kommt; Verhüllung des Thalgrundes durch die hohen Föhren, Gedern und Fichten, welche be-

am Rande der Felskolosse stehen, so dass nichts und dem unharmonischen Geräusch, welches

sonders dicht

den

Missformen

Bewohnung



Thal

die

in

erhabenen

die vorgenannten gehören Zuflüssen

eintritt

.

Bilder

Höhe zwar

stehen an

aber durch Wassermasse

an



die

Zwei

dringt.

Merced -Fluss selber im sogen. Kleinen

der

die

Fälle, bildet

hereinbringt,

von

Yosemite

ehe er in das

weit hinter jenen zurück, sind

und Fracht der Umgebung

in

ihrer Art

kaum weniger ausgezeichnet. Sie liegen hart übereinander. Man übersieht das ganze Thal von dem Wege, der zum Glacier Point führt und dem Glacier Point selber am besten. Schaut man nach Westen, so sind die Cathedral Rocks gleichsam

von jenem

herabgesunken und treten Thaies

als

Mittelpunkt in das Bild des äusseren

welches rechts El Capitan und links Sentinel Rock ein-

ein.

Sie scheinen bedeutend ferner zu sein als El Capitan,

fassen.

dem gemeinsam

sie

uns beim Eintritt

ins

mit

Thal die Thorpfeiler zu

bilden schienen, denn sie sind in diesem Anblick viel weniger hoch

und massig,

als sie

vom Thale aus

sind in Wirklichkeit eine kleinere

der die

ganz

drei westliehen Felsgruppen

gerecht

Licht.

nur

die

Wir schauen

thatsächlichen

Verhältnisse

von einem

hier

Mittagssoiinenschein

Bach windet

sich

durch

und blaugrün wie Thalgrund

felsig,

Zackenstufen sich

sie

links

Rahmen

rechte

Punkte nach

das äussere Thal im

Der Thalgrund

vor uns:

setzt

,

voll

hoher

an sanften Abhängen

dieses Bildes.

Der Merced-

hin und schimmert stellenweis so tief grün

Libellenflügel,

indem er steil

liegt

das

in

nordöstlichen

Föhren und Tannen, die rechts und hinaufstehen, zieht die scharfen

dieser Standpunkt,

ebenmässig beherrscht

In dieser Himmelsrichtung

Südwesten. vollsten

sich dargestellt hatten, aber sie

Gruppe und

An

ansteigt,

seiner

linken Seite wird der

und Klippen,

erheben, tauchen hervor.

chen sanften Abhangs mit dichtem Wald. senkrecht der Cathedral Rock aus

Dann

die mit scharfen

Wieder

ein Stück-

plötzlich steigt fast

dem Thalgrund

auf,

steigt

mit

Das Yosemite - Thal.

XXVIII.

grauen

Wänden

kahlen

.

wenig Nadelbolz tragen,

an

die

wenig

Vorsprüngen und Spalten

nur eben bemoost,

das ihn

posanten Massen empor, deren grösste mittlere rundlich abflacht, während die

618

nähere, die

hängt, bei ebenso steilem und etwas

Der

hinzieht.

und

schräg

Linie gegen

dritte,

in

zusammen-

mit dieser

höherem Aufsteigen

gegen die Bergwand abfallt, die mit Tannengrün

schräg

steil

über beiden

sieh

fernere Block erscheint niedriger, steigt

zwei Absätzen auf und

fallt

in

im-

drei

in

an der Spitze

sich

steil

sanfterer gewölbter

den Hauptblock (2700 F. über dem Thalkessel hoch)

ab. bis dessen aufsteigende Linie diese absteigende aufnimmt.

Die

Abhänge erhoben haben,

zieht

Bergwand, zu der ein

sich die sanfteren

paar hundert

milder Kammlinie

Fuss mit besänftigend

hin und

diesen Kolossen

lässt

Klippen

weiterhin vereinzelte

über

und

Wände aus ihrem Waldesdunkel hervortreten. Sie fällt sehr sanft zum Merced -Thale ab und ähnliche Linien und dunkle Abhänge, wie

den waldreichen Vorbergen zukommen,

sie

ziehen gen Westen

hinaus, bis eine blasse, wolkenhafte, sehr ferne Erhebung, ein Stück

Küstengebirg ohne Zweifel, den Horizont abschliesst

D Whitney

1) J.

').

Ragt in seinem geologischen Bericht»- (1*70). von

dem

ein

„Das Yosemite - Thal liegt ziemlich im Mittelpunkt der Laugenerstrockiing des Staates und genau in der Mitte zwischen dem West- und Ostabhang der Sierra, welche hier lti g. M. breit ist. Das Thal ist nahezu flachgründig 1'» M. laue und •/» bis M. breit und fast 4000 F. tief in das Niveau des umgebenden Felscuplateau's einTheil als

Yostniitc

gesenkt.

Man



Führer ausgearbeitet

ist.

Folgendes:

.

last

in

könnte es eine riesige Kluft nennen, welche aus der (>ebirgsk"tte

rechtem Winkel zu

ihrem Streichen

herausgesprengt

ist.

Freilich

ist

dieselbe ziemlich unregelmässig, da verschiedene Yorspiunge und Einbuchtungen

vorhanden, Richtung

aber

fest,

im Allgemeinen

bis sie

am

oberen

halt

Klick«

Versenkung an einer nordostlichen

die fast

rechtwinklig nach Sudosten umbiegt

Zweige ausgeht, durch deren jeden man wie auf Hiesentreppen zum Niveau der Hoch -Sierra hinaufsteigt. Jeden dieser Thalzweige und Kngthalcr (Canons) kommen Bliche. ZuHüssc des Merced, in machtigen Wasserfallen herab An seinem unteren Kode aber zieht sich das Thal zu einer engen Schlucht oder

und

in

Ca&on

drei

zusammen, ehren Wände sehr

steil

Yosemite. sondern die gewöhnliche ("nüonform

sind

Y

Die charakteristischen Kigenschaften des Yosemite

von allen

bekannten Thalern unterscheidet,

und nicht die

I" -

Form des

californischer Thaler aufweisen.

sind

-

Thaies, durch welche es sich 1)

das

fast

senkrechte Auf-

deren Höhe, uud zwar nicht bloss absolute, sondern auch im Verhältnis« zur Breite des Thaies, und 3) die sehr geringe Masse von Zu diesen EigenSchutt und Trummerwerk am Fuss« der riesigen Felswände steigen

seiner

Winde;

8)

XXIX. Der äusserst Nordwesten.

614

XXIX. Der äusserst Nordwesten. Der Unterschied des Klimas und der Vegetation

Annäherung von Osten an

die Hochgebirgskette

bei jeder

tritt

der Sierra Nevada

und des Caacadengebirges womöglich noch schärfer hervor als der Alle Reisenden, die im Columbia - Thal dem Bodengestalt.

der

,

herkömmlichen Weg. von den Steppen der Columbia Plains nach dem Küstengebiet von Oregon herabgestiegen, heben den auffallenden Wechsel

Das Cascadengebirge

hervor.

reiehthum ebenso bekannt,

um

ist

durch

Kegen-

seinen

nicht zu sagen berüchtigt, als diese

Durch die kalten, schneebedeckten West- und Nordwest -Winden werden

Steppen es für ihre Dürre sind. Gipfel im Verein mit feuchten hier

allen Jahreszeiten hervorgerufen

Regen zu

tieferen Theile des

sehreibt

J.

und

diese Feuchtig-

des Gebirges sehr ähnlich werden der der

keit lässt die Vegetation

Columbia

-

Thaies.

r

Schon von den Dalles

G. Cooper. sahen wir einen dichten Nebel in

der Cascadenkette hängen, aber wir waren

wanderung ganz unvorbereitet auf den

dem

nach langer Steppen-

ununterbrochenen Regen,

Selbst noch mitten im

der uns von Vancouver an begleitete.

aus. Iraji

Regen

konnten wir den hellen wolkenlosen Himmel der Steppen des Osteus

Der Wechsel der Landschaft kam mir kaum geringer

erblicken.

vor als der. den

ich

New York und Panama

früher zwischen

In den Dalles

obachtet hatte.

aber jenseits der Gebirge fanden wir die Zeugnisse Frühlings

hohen

in

riesenhaften Wäldern,

tropisch

Farnkräutern und der reichen

hohen Felsen nicht herabstürzten

fehlte,

be-

war der Roden mit Schnee bedeckt, eines

ewigen

üppigem Gesträuch,

Moosdecke,

die

selbst

auf

von denen Wasserlalle ungebrochen 1ÜUOF.

')."

dem Thal in seiner ganzen Länge eigen sind, kommen andere Die Dome oder die Wasserfalle der Zöge von Schönheit und Erhabenheit. Tosemite, ja, jeder einzelne aus ihrer Heine, würde irgendwo in Europa genügen, «eisende von Nah und Fern anzuziehen. In der That bleiben gewisse

Schäften, die

Wasserfälle

bekannten

in

und

der Nahe meist

unbeuchtet, weil so

des

Yosemite

,

welche

schöner als

besuchten Wasserfälle Europa's sind,

manche andere

v

iele

der besl-

thatsächlich

interessante Dinge zu sehen sind,

dass

faM es

unmöglich, tur alle Zeit zu rinden". 1)

Pacific

R

Et

Rep. XII. !H

P.

ü»

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XXIX. Der

äusserst*-

Nordwesten.

615

Tief üu Gebirge selbst schreibt derselbe Reisende aus der (le-

bend des Mt. Adams:

r

An einem Augustmorgen

der

hatte endlich

Hegen die Waldbrände unter unserem Standpunkte ausgelöscht und Atmosphäre von dem Rauch

die

Aussicht

benommen

hob, war von

befreit

,

Fünf Schneegipfel umgaben uns,

sich

Amerika

einer Pracht, die in

uns bis

der

Das Bild, dass

hatte.

jetzt

alle

nun vor uns

er-

nicht überhörten wird.

die viele tausend

über unsern

F.

Lagerplatz sich erhohen, und wir waren noch weit unter der SchneeBis zu etwa 1000 F. über

liuie.

man

uns konnte

die

verzweigte

Vegetation* der alpinen Region verfolgen, in der ein niedriger, blau-

Wachholder

grüner

mit

Beeren,

grossen

teppichartig ausbreiteten, die häutigste

zu

Unter uns sprosstc

schien.

sein

die gleichsam Vertiefungen zwischen

Rasen auf, der von

in

den feuchten Hochtbälern,

Blumen durchstickt

vielfarbigen

in

fast

nobilis bestanden.

und ponderosa

glaubte sieh

manchmal

auf Alpenmatten von 1U00 m. zu befinden.

statt

Auf-

Eine Heidelbeerart hatte hier Früchte

Man

so gross wie Trauben.

Garten

war.

den Wäldern unter der

alpinen Region, die vorzüglich aus Pinus montieola

und Abies

sieh

den Bergen bilden, ein üppiger

war der Reichthum an Beeren

fallend

Gebüsche

dessen

und charakteristischste Pflanze

Thierleben regt sich in diesen Iloehthälern.

in

einem

Ein reiches

Die Wiederkäuer des

Gebirges. Bergschaf und Antilope, finden hier wohlbestellte Weide-

gründe, Raubthiere folgen ihnen und Gänse, Enten, Kraniche. Phalaropus bevölkern die zahlreichen Seen. Grossartig wie diese Gebirgsscenerie mit den blinkenden Schnee-

pyramiden ihrer vulkanischen Gipfel

Oregon - Gebietes.

grösste Stolz des sind

die

ist,

sind doch die

Von der

ersten

Wälder am unteren Columbia wegen

Wälder der

Entdeckung an Pracht

der

ihrer

Stämme gerühmt worden. Es muss irgend etwas im Klima sein, das dieses Höhcnwachsthum der Nadelhölzer begünstigt, denn auch Arten, die

nächstverwandt sind mit anderwärts wachsenden,

doch hier ausnahmslos höher.

Cooper berichtet land ein

1)

1

),

H. Ii

Oregon glaubt man. wie

sind J.

G.

dass die Seltenheit des Blitzes im dortigen Tief-

Höhcnwachsthum

l'ucitic

In

zulasse,

Resorts XII

II-'

das anderwärts

Part.

L>4

Vpl. aiul.

...

nicht

8.

erreicht

:{'.*).

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XXIX.

ß!6

Der äusserst c Nordwesten.

werde und auch das grosse Mass der Feuchtigkeit, welche die Vege-

Grund

tationsperiode verlängere, wird als ein ist

Wälder

die Erscheinung dieser

herrliehen

in

Jedenfalls Selbst die

Gebirgswülder Californiens

reichen, prächtigen Kindruck, da ihre

und das reiche Unterholz

machen

so

keinen

vielfach

Umgebungen schon zu trocken

das hier

fehlt,

Bäume

Fast alle

erzeugt.

angeführt.

ihrer Art einzig.

oft fast tropische

sind Nadelhölzer

')

Bilder

Latlbholz wächst nur

;

an den Klussufern, den I'rärierändern und anderen off'rmn Lagen und

kommt besonders in einigen schönen Ahornarten weit hinter dem Nadelwald zurück.

tritt

überall

Washington Terr. bleiben die Cascade Mts. durchschnittlich

In

30 M.

von

Hnods

('anal

und

Die Fuca

Küste.

Canäle,

die

-

diese

die

tiefen

zwischen

liegen

Strasse

streckt

Sound und dem eigentlichen Meere bergiger Oberfläche.

von

ist

Inlet.

der

mit

dem Gebirge und der

ostwärts

sich

Admiralty

Buchten

nahezu 30 M. ins

dadurch entstehende Halbinsel

Die

hinein.

Fuget Sound.

Küste entfernt.

der

Bay verbinden,

Georgian

Land

Es

vor.

theils

Fuget

zwischen welliger,

theils

Das Küstengebirge erreicht beträchtliche Höhen

halbwegs zwischen Fuca -Strasse

Das Land

und Fuget Sound.

ist

im Allgemeinen gut bewaldet, nur ein Dritttheil desselben mag aus

Oregon Ceder (Thuja «igantea)

1)

westens:

doch

wenn

er auch keinen

grosser

in

Zahl

messer.

Auch im

Oregons

einen

todten

reichen

Baum

des fernen Nord-

ausschliesslich zusammensetzt,

Man

verbreitet.

weit

der häutigste

ist

Wald

Zustand trägt dieber

Frwaldcharakter

zu

Baum dazu

verleihen,

so

ist

er

Durchden Wäldern

Stamm«- von

findet

4 m.

hei,

denn seine gestürzten

sind so dauerhaft, dass Fichten von 1 m Durchmesser sie mit ihtcti Wurzeln umschlingen und das todte Holz im Kern doch kaum minder fest i>t Die Douglas Tanne (Abies Douglasii) bildet die gröbste Masse

Stämme

als das lebende.

-

der trockeneren Gebirgswälder. die Gelbtanne (A. grandis) steht thalern.

besonders

in

den

Niederungen

des

in

den Fluss-

Columbia, die Schwarztanne (A.

M» nzieni) gehört vorzüglich den seewärts gewandten Abhängen an und kommt willst

im Sulzboden

grosser als

in

fort.

Die

Schierlingstaune

den Atlantischen Staaten,

ist

(A. canadensis) wird

aber die gleiche Art.

(.Taxus brevifolia), die dort nur strauchformig wird,

wie unsere europäische Art.

Nur

den Oregon-Wählern

häutig

in

Boden

wachsend.

dieses Gebietes;

eine

vor.

einzige

vorzüglich

ist

Föhre

hier ein

(P. coutorta)

auf den

hier viel

Eine Elb«

Baum,

so hoch

kommt

trockeneren,

sehr

sandigen

Es sind diese 7 Nadelholzer der Grundstock der Wälder Fohren. Tannen und ( edel n. welche ausserdem for-

einige

kummen, stehen ihnen au Häufigkeit

weit nach.

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H7

XXIX. Der anderste Nordwesten. Prärien bestehen, die aber,

wo

sie

nicht zu weit von der Küste ent1

ganze Jahr hindurch grün sind

fernt liegen, das

Die Wälder sind

).

üppigem Unterholz durchflochtenen

dieselben hohen, dunkeln, von

Tannen-, Föhren- und Cedernfnrste wie im Columbia

machen den prächtigsten Eindruck, wo steigen in den

-

Gebiet.

Sie

an das Meer herab-

bis

sie

engen Schluehtenthälern der Fjords

(Inlets),

deren

Landschaftsbilder an die Scenen erinnern, welche einige Theile Xord-

und Küstenbildung darbieten.

Europa's bei

ähnlicher Bodengestalt

Das

Ansteigen der Gestade,

schrofl'e

die

dunkeln Wälder

Indien,

der Nadelbäume, das grüne, inselreiche Meer, die Schneegipfel des

Caseadengebirges

rcichthum

macht

bächen

der Ferne 2 ), rauschende Ströme, deren Wasser-

in

und

starkes Gefall

.

,

am

Eindruckes

dürften

in

sie

sein.

Wald- und Wiesenwuchs,

durch die Stunde zerstreut:

strittigen Inseln

nur der

in zweiter S.

eines

The Garden genannt.

Whidbv's Island, wird

Washington Terr. überhaupt zu linden ein

zu Giess-

landschaftlichen

Zahlreiche Eilande, grün von üppigem sind

Boden gehört zum besten Cultuiboden. der

wenn auch

fast alle

ihres

meisten mit der Küstenlandschaft des mittleren Nor-

wegens zu vergleichen

der grösseren.

felsiges Bett

der Gesammtheit

ist

und

Ihr

den Grenzen

in ist

von

einer der Gründe,

Reihe stehender, welche die so lange

Juan de Fuea -Strasse den Amerikanern immer

so begehrenswerth erscheinen liesen.

Die Prärien

1)

der

Tide

-

lYaries.

d

h

Marschen,

überschwemmt werden; die

l>i>

die

bis

welche

meisten sc

*2

Einige sind sogen

oder .Dual jahrlich

finden sich

in

von

Hochfluten

den Flussniederuugei

heinen durch Waldbrande erzeugt zu sein.

d

Hohe

Uber Mannshohe und zugleich dicht wachsen, geben ihnen

einen eigeuthiimlichen buschigen Charakter 2i

«ich

die

wenigen hoher gelegenen

Farnkräuter, ott

und Washington Terr.

von Oregon

westlichen Theile

nach den tiefliegenden Strichen an.

gehören der Mehrzahl

..Dem Reisenden, der von der See her sich dieser Küste nähert,

zeigt

das Land gebirgig und mit dunkeln Waldern bedeckt, die vom Meeiesufcr zu den Schneegipfeln sich erstrecken, und über die in unbeschreiblicher

jestät

Ma-

und Schönheit die leuchtenden Schneegipfel des Caseadengebirges sich Dieselben scheinen der Kttvte sehr nahe zu sein, aber der am weitesten

erheben.

vorgeschobene Mt. entfernt"

(J.

St.

Helens

ist

noch immer mehr

G. Cooper, P. K. R. R. XII

II

als

1




in

hohem

Lärchenwald, der aber nicht unter 1500 m. herabgeht, und

im Westen von den wie schaumgekrönte Meereswellen

sieht

sich erheben-

den Schneegipfeln des Cascadengebirges den Wald ohne grosse Lücken bis

an den Columbia herabziehen

aber er kreuzt ihn nur an einem

;

im Norden gelegenen Punkt,

lern

der noch in unseren Gesichtskreis

der Gegend des 48. Grades,

in

fallt

an allen anderen Stellen

;

Columbia

leicht von Osten her die Steppe der Great Plains of the

dicht heran und soweit der Blick nach Osten geht,

Culturtahig sind in dieser ganzen Region

braunen Flächen.

als ihre

nur die Niederungen

in

sieht er nichts

den

Flussthälern

scharf ausgeprägte Terrassenbildungen

welchen

in

,

die

zahlreiche

Anlage künstlicher Be-

wässerungen begünstigen dürften. In den Wäldern, welche den Ostabhang

des Cascadengebirges

von 000 m. an bis nahe zur Schneegrenze bedecken

Lärchen

unter

vorwaltenden

die

Gelbföhren

und überwiegen stellenweise sogar

Theilen

Cottonwood und Espe stehen

die

am Ostabhang

Graswuchs

kräftiger

noch grün, wenn Oft

ist.

treten

Bäume ganz

erzeugen sich Prärien, die bis zu

Bergzüge dieser Region, wie in

).

Wcisscedern oder Arbor

am

hinter 1

1)

Nach

am Oberen "J)

kahl

Stevens sieht

aus

ist

alles verdorrt

demselben zurück und so

Coeur d'Alene

Einige

Mts., sind fast

und nur

dem Waldkleid hervor

2

).

die

Klare.

mau westwärts gehend, nachdem man Ft. 1'nioii um Atahnama. einem Nebenflüsse

Missouri verlassen, die ersten Eichen

Yakima

Wald

J. J.

ragen

und

Qu.-M. Boden bedecken.

B. die

Ein

westlichen.

Boden dieser Wälder

ihrer ganzen Erstreckung mit Nadelholz bestanden

höchsten Gipfel

des

z.

an Zahl:

grösserer Menge.

den Steppen der tieferen Theile

in

die

1

seltener als

den

bedeckt

in

Bäche und Flüsse entlang. Eichen

linden sich in ausgedehnteren Niederungen

Vitae (Thuja) sind

nördlichen

Föhren

die

ebendort erscheinen auch kurzstämmige Fichten

mischen sich

,

den

in

(Pacific R. R.

Reports XII. Part.

I.

111).

Die tiefsten Punkte, die im Gebiet der Great Plains des Columbia noeb

tragen, liegen nicht unter tiQÜ m.

Frenze immer mehr,

bis

sie

in

einigen

Nach Osten zu erhebt sich diese untere tah Höhenzügen von S. Oregon und I

nahezu mit der Grenze des ewigen Schnees zusammenfallt.

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XXX. Ihr tiefe

nördliche Th.

Grossen Becken«..

ik-s

il

meist dicht von Bergen umrandet, so dicht, da>s

Seen,

von einigeu behauptet,

grösserer Zahl

Becken der Gebirgsthäler

nie zu

sind

versenkt

und zahlreiche Bäche und Flüsse,

in

kommen, entziehen durch

man

gefrören auch in den kaitesten Wintern

sie

die

in

die aus ihnen hervor-

ihre befruchtende Thätigkeit dieses Gebiet

den dürren, vertrocknenden Geistern der Steppe, welche an seinen

Es

Händern zu lauern scheinen. Der Wüste gehört dagegen

schon ein ächtes Oasengebiet.

ist

völlig

von hier fliessende

der südlich

obere Pit R. sammt Goose und Klamath L. an. des Flusses

Plateaustufen in

ihnen

ein

Im oberen Theil

vulkanisch.

ist

zum Westfuss der tiefes,

Sierra ab

ist

streckenweise

einigen sich

Das

und Spalten zahlreiche kleine

wo

Erst

versinken.

Sierra eintritt, beginnt hier

in

über weite Gebiete hin ein lockerer und

löcheriger Trapp, in dessen Höhlen

Von

es

und der Fluss hat

canonartiges. ungleiches Bett gegraben.

vulkanische Felsgestein

Flüsse

Das ganze Gebiet fallt

er in die Westkette der

Waldwuchs an seinen Bändern

zum Des Chute

R.

führt der

Weg

sich zu zeigen.

über ein vulkanisches

Tafelland von

1200 m. Mittelhöhe, wo auf dem mit Bimsstein und

Trappblöcken

üherstreuten

Boden Sage Brush

mit Föhrenwäldern

wechselt.

Das Land zwischen dem Great Bend des Columbia und dem Cascadengebirge Plains. ist.

dagegen

hat

im

Allgemeinen

Ein Höhenzug erhebt sich aus dem Columbia

und südlich von der Yakima- Mündung. im unteren Theil selbst in diesen

breit,

flach,

nur mit den wenigen

Mündung an

beginnt

-

Thal

dem oberen Rande

Bäumen bestanden

1)

Z. B.

vom

R. R. Report XII

zum Niveau

und

ist

1.

die

die

breiter

zu

mit jeder

Bäume

fast

ganz

das Gebiet

vom

mitt-

Encliu^li-cbesh-she-luxuiii. Xie gefrierende* V.

,

der Plains sich er-

des Thaies die

Weiter nach Osten hin

sind.

ist

Erst von etwa 10 M. oberhalb

der Waldstreif dichter

der Terrassen ab, mit denen diese

verschwunden

nördlich

,

Das Thal des Yakima

werden, aber er nimmt an den Thalhängen stufenweise

heben, bis auf

der

selbst bergig

waldarm ausserhalb der Bottonis, und

Steppenflüsse zu begleiten pflegen.

der

Ansehen

das

nur dass der Boden welliger und stellenweise

HViwr,

vgl. Pacific

150.

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XXX. Der

Columbia

leren

abbang

der

den

zu

bis

(H)

F.

hoch)

dehnen

wenigen darüber erhabenen Bänken, alten Lavaströmen.

xxi. r.w.

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1

Nachträge.

024

In der Kerne, die «ich zunpenförmig von Norden hereinziehen. unterbrochen gegen Norden, steigen die waldigen Hügel hoher an und Uber ihnen erhebt sich, durch seine röthliche Färbung ausgezeichnet, majestätisch das wilde, nackte .

ihm nach Westen zu verbundenen zackigen von vul-

Kelsenriff des Kassens Peak mit einem

Grat, wahrend sich

schwarze bewaldete Klippen anschliessen

ostlich

Es scheint,

,

habe die Kette der Sierra Nevada mit ihren metauiorphischen Gesteinen und Graniten hier in ihrer ganzen Breite einen plötzlichen Einbruch erfahren, als sei dieser von vulkanischem

kanischem Material aufgebaut.

als

Material ausgefüllt worden und als habe die vulkanische Thatigkeit in der Kette

von Kassens Peak culminirt und durch lange Zeit fortgefahren. Gesteine über das

Niveau der Ausfüllung höher und höher anfzuthürmen.

als hatten

dann die Wasser,

von dieser Gebirgskette gegen Süden herabströmend, zwischen den Lavast römeu

WiesenHächen geschaffen, welche an dem von Westsüdwest nach Ostnordost gerichteten Abbruch der alten Gesteine am breitesten sind und sich gegen Norden Nachdem man vielfach zwischen die vulkanischen Kücken hinein verzweigen. die einförmige OlierHäeheiigestaltung der Sierra Nevada durch mehrere Breitegrade verfolgt hat, ist der plötzliche Wechsel der Scenerie an dieser Abbruchs-

die

stelle

Nordlich von Kassens l'eak senkt sich

höchst überraschend.

«las

Kand

so

herab, dass der Pit K. oder obere Sacramento - Fluss es von Osten nach breiten Mulde durchströmt, gerade dort, in einer Hachen, wohl lf» d. M

tief

Westen

wo der weist

Kamm

der Sierra Nevada

besser den

vollständigen

beiden Vulkane erfahren hat. l'eak

seine Fortsetzung

Einbruch, den

Nichts

be-

der Stelle

der

sollte.

Nördlich von der Senkung erhebt sich der Shasta

dem vulkanischen Geländ

mit

haben

das Gebirg an

.

das sich

um

seineu Fuss ausbreitet und

jenseits desselben (gegen Nordwesten) zeigen sich wieder die Gesteine der Sierra

Nevada (nach

Untersuchungen) und bilden ein hohes, von schroffen

Prof. Brewer's

Schluchten durchfurchtes Gebirge, die Fortsetzung des früheren Kammes, bis

an der Küste von Oregon

wieder einen

weitere Verfolgung des Gchirgsbaues hindert.*

Zn

S.

innige

,.Kine

118.

graphischen Verhaltnissen

ist

sie

Abbruch erfahren und das Meer die

Beziehung

-

zwischen

hier nicht zu verkennen.

geologischen

und

topo-

Die Ursachen, welche die

Lage der grossen continentalen Wasserscheide bestimmen, sind dieselben, denen die Existenz der Kaurentischen und L. Superior - Gruppe metamorphischer und plutouischer Gesteine zuzuschreiben hat. In diesen Gesteinen liegen die Quellen der grossen Stromsysteme des Contiuentes und seit praesilurischen Zeiten sind Gewässer von hier aus in allen Richtungen abgeflossen". (Winchell.

mau

Geol. Survey of Minnesota 1873. 45).

Zn 15.

S. 122.

soll ein

Zwischen den oberen und unteren Schnellen des Court Oreille

Kupferblock von

worden sein; wahrscheinlich sin

etc.

mehr

als

100 Kfd. von den Chippewah's gefunden

ein Irrblock.

(I).

I).

Owen, Geol. Survey Wiscon-

1854. 157.)

Zu

S. 132.

Man

nennt treffend diesen Hachen

Raum

in

Maryland, wo

er die Hälfte des Staates bildet, Tuleuntvr District, Gezeitcnregiou, denn in der •

That gehen die Gezeiten

in

wärts als diese Flachküste

den hier mündenden Flüssen sich erstreckt

Die

fast

so weit landein-

Grenze der Gezeiten

fällt

zu-

DiLiitized

by

Gü Og

Nachträge saiiuiH

Grenze der Tertiarirebihlc und der Grenze des Flachlandes ..Die Westgrenze der Tertiai formation ist eine Linie vou

der

uiit

ii

gegen das Hochland.

grossem geographischem

Das obere Hude der Gezeiten bezeichnet

Interesse.

dieselbe,

die Schiffbarkeit hört hier auf. grosse Städte entstanden hier-,

and

of

Stat

Maryland 1H52.

(Hist.

IG).

Zu S. 135. Wegen seiner Aehulichkeit mit dem Los.* des Rheins und anderer europaischer Flüsse wird der I.ehm der Bluff- Formation auch in Amerika Loss genannt. J. S Newberry nennt ihn IsicuMrine S'un-Glacial Drift Deponit 1 ). Wie

uns

bei

und au

er sich in den Sohlen

findet

und wird

Flüsse

grösserer

Gehängen der Thaler Norden und

ih n

Schlainmalisatz

ein

als

den von

aus

Westen in das Mississippi - Hecken mündenden Flüssen oder als ein Absatz in dem grossen Kinnensee angesehen, der in der jüngeren Drittperiode die Stelle des heutigen unteren und mittleren Mississippi und die Seeregion ausgefüllt halten

Zu

Bericht über Veränderung der

In seinem

S. 151.

von Kdgartown Mass.*) vergleicht dieses Hafe ns von

1*54

1872.

eingetretene Fnterschiede

schloss

ist

L. Whiting die Ergebnisse der AufuaJunen und 1S4H und findet sehr erhebliche seitdem Verlauf und Beschaffenheit der Küste 1856 lag

dem Festland und der

hat,

um

150

Nach

154.

Whittlcsey 3 )

Fol.

Zu



"27)

in

der

Anschweminungsland

-

Apostle

F

t'tib.

im L.

Islands

Bayfields Auf-

Insel, seit

zwei luselu zerrissen worden.

Wenn man

S. 180.

den

die Bai hin getrieben

als 116,550,000

eine

ist

Superior. nämlich Pugatauba-iminnis oder Fischleinen

nahme (1S25

die Cotauiy Bay.

.

gegen

F.

e.

worden und diese Bewegung betraf nicht weniger

Zn

in

Aber auch der neue Eingang Die Sandbank welche diess be-

geschlossen.

25 Jahren

diesen

in

ist

Insel

weiter ostlich als 18Bi, und die

Mile

1

nach und nach vollständig

sich

durch Sandanhäufung seitdem

wirkt

soll.

im Daten

II

Hafen vou Fdgartown fuhrt, ungefähr letztere

lerlinien

—M

in

die Oeffnung, die zwischen

I

am

(IW. Am.

mit Forshey

Assoc. 1878.

II. 71») ..alles

und seinen Nebenflüssen unterhalb

Mississippi

('.

Gi-

raudeau- zum Delta hinziinimmt. so erhält man für seine Oberfläche 90,400 Q.Kil. Lyell, der das Delta nur bis zum Ursprung des Atchalalaja hinaufführt, findet

Nach Forshey

Q. KU.

.H).tKJ0

iusgesamrat "io der Oberfläche des Delta

ist

Flüssen und Seen eingenommen und 16.000

Zu

Swamp

Okefinokee

S. 266.

grossentheils bewaldeter

Sumpf von

7

in

S.

S.

Georgia und Nord

des Suwanuee H auffassen, dessen einer Mary 's H. hat seine Quelle in diesem Sumpfe 4 ).

Zn -

.So spiegelt sich

S. 26».

Asiens

die AbHusslosigkeit

ll

G*nl. of Ohio

Hl

tt*p.

IO In 41

auch

ii'


Ganzen gegen looo.

möchte.

sein

und

der Nähe des StauislausHusses gelegen, misst ttÄMJ F.

in

ist

al-

Von diesen Hainen

etwa zwei oder dritthalb (gengr.) Ouadratmeilen einnehmen sind einige sehr klein

ganz zuverlässiger

über die geologische

über die Topographie der Big

alifornicus als die hexte Quelle

auf acht und nimmt an. dass

Fall

nämlich die Kxi-

und der Mariposa-

Baumen zwischen der Merced-

isolirten

Nur Ein

wurden.

festgestellt,

Whitney, dessen verschiedene Berichte

zu

(irnrr*

mir bekannt, wissenschaftlich

sind von Holzfällern

berichtet.

Landsaufnahme y'/v-s

allen zerstreute Kieseneedern gefunden

soviel

ganz

eines

Gruppe.

l

In

am

Bcaver-

an einem Nebenrlüsschen des

dritte

Merced Hiver (Merced Grove) enthalt eine geringere Zahl von Bimmen, unter alter mehrere sehr grosse, a. ein Stumpf \on gegen JÄI V Durchmesser (in drei Fuss Hohe vom Boden gemessen) sjob befinden: der vierte ist der vieldenen

\\

genannte Mariposahain,

welcher Figcuthum

des

Staates Califurniens

ist.

gegen

Bäume von mein- als einem Fuss Durchmesse» und unter ihnen Ii*"» von mehr als 40 Fuss Fmfang enthält. Die südlicher gelegenen, viel weniger zugänglichen Ilaine sind einer am Fresno-Fluss. der {fegen liOÜ Baume Kahlen soll, Pin anderer StX)

auf der Wasserscheide zwischen Kaweali- und Kingsllnss. der der grösste

Tausende

\.-u

Baumen

umschliesst. und zwei andere au den zwei örtlichen

des Tuleflusses. welche ebenfalls grosser als

«lit-

Baume nicht hinter ihnen zurückstehen bäumen rücken auch die Hicscucedcrn um

der

Der grosse Hain am KiugsttusK

ihre Lage.

etwa

li)i(H)

erreichen.

F. sein, eine

Höhe

also,

nördlichen sein

in

so hoher ins Gebirge, soll

i-t

und

Armen

GroW

Gleich allen anderen Wald-

sollen

am

schönsten

die die nördlicher gelegenen

Sollten auch weitere Forschungen das Gebiet dies

um

und

der

s

in

je

südlicher

der Hohe von

Haine gar nicht grossen, wunder-



Morgen erweitern viel kann es nicht sein, nach dem Vorgehenden doch so viel Richer, dass die Kieseneedern in (abformen, der einzigen lleiniath. die von einem viel grösseren Verbreitungsgebiete ihnen geblieben ist. zu zahlen sind, dass ihr«' Stand baren Gartens noch

was noch verborgen

orte in einer

ein paar



,

so

ist

Weise beschrankt und zerstreut

lebender Wesen angehört.

ist

Fs w

dem

tieteren

ird hier nicht

Theil

anders sein

nicht in Jahrhunderten

vollziehen,

den



Alten fallen sehen

des

scheinen

aber -ic

sind,

die bei

anderen Geschlechtern

absteigenden Bogens

der Lebenslimc

Dieses Absterben wird sich natürlich

man doch

wird einen in

um den anderen

ihrer übermässigen

von

Grosse den

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«30

Nachträge.



Witzen sieh selber entgogenzurecken

Gefahren ausgesetzt sein talifornischen

und der

wie alle jungen

jung»' Nachwuchs wird denselben Bäume und alle Sträucher in den

Wäldern, vorzüglich der Feuersgefahr und der Zerstörung durch vermöge ihrer Masse und weiten Ver-

Thiere; andere trotzen diesen Gefahren breitung, diesen aber

kann

in

ihren eng eingeschränkten Hainen ein Waldbrand,

ein Erdbeben, das Erscheinen eines zerstörenden Insektes oder eine

der inneren

Krankheiten, denen auch die Pflanzen unterworfen sind, den Eebensfaden abEs ist eine Thatsache, die sich jedem, der diese Haine besucht, soschneiden. gleich aufdrängt, dass der licher als der der

Nachwuchs der Sequoien verhältuissmässig

anderen Bäume, mit denen

sie dort vergesellschaftet

viel spär-

sind.

Es

Nachwuchs der Sequoien mindestens sechsmal so gering sei wie der der anderen Bäume, aber man kann keine Gründe angeben, warum Dass der Baum dem Aussterben geweiht diese besser gedeihen sollten als jene. doch mochte es schwer sein, die Frage nach dem Grund ist, ist keine Frage, schien mir, als ob der

seines Zurflckgehens zu beantworten.

Zu S. 603. Die Natur hat hier (in Süd - Californieo) jenes Mass in ihren Wirkungen und Erscheinungen, welches die reebte Mitte zwischen dem Zuviel hält und welches in den classischen Gegenden der alteu Welt eine Zuwenig und der grossen Bedingungen ruhmwürdiger Cultur geworden ist." (Fröbel. Aus America L, 519).

Zu

S. 609.

Die

Domformen

sind in

der Sierra Nevada

in

verschiedenen

Stufen der Entw ickelnng zahllos vertreten und nicht bloss an begünstigten Orten

wie im Hintergrunde des Yosemite - Thaies,

und

in

Dome die die

Masse auftreten, sondern durch

wo

sie in

majestätischer Ausbildung

die ganze Kette hindurch.

Unvollkommene

sind allverbreitet und scheinen nur der erodireuden Ageutien zu

wallen,

überlagernden Gesteine wegzuschaffen und die Domforni klar herauszulösen

vermögen.

Ueber den Graniten der Sierra lagen Schiefer,

weggeschafft wurden enthüllten.

und

die

die

durch Erosion

kühnen Wölbungen des unterlagemden Gesteines

Kein Gestein dürfte an Widerstandskraft gegen zersetzende Ageutien

den feinkörnigen Sierra-Granit. keine Bergform au Geschlossenheit die des Domes

Im Allgemeinen nehmen die Domformen in der Sierra von der Merced- oder Yosemite - Kegion nach Norden hin au Häufigkeit ab. (A. J. S. übertreffen.

VII. 515.)

Europas L Die tailfüiiri mfleD Schichten Nord-Amerikas und Schichten in SchichtenForum-

Zeitalter

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